Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 723319
Vorher
RSU Reifen-Center GmbH
Eingetragen
2.7.2007
Branche
Reparatur und Instandhaltung von sonstigen AusrüstungenSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Handel und Verkauf jeglicher Waren sowie Kfz-Reparaturen und die Montage von Reifen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Döbler
seit 26.1.2024
Geschäftsführer
Manuel Horn
seit 26.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Simon Reichenecker
Gasse 3/1, 72813 St Johann, Ortsteil Upfingen
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RSU GmbH

St. Johann

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

RSU GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RSU GmbH ist im E-Commerce tätig und betreibt im Wesentlichen die beiden Internetplattformen Tyresystem.de und RSU.de, welche Reifen, Felgen, Reifendruckkontrollsysteme, sonstiges Radzubehör und Schneeketten, Kfz-Teile sowie montierte Kompletträder zum Verkauf anbieten. Dank innovativer Software-Entwicklung und moderner Logistik-Konzepte zählt TyreSystem als Großhandelsportal mittlerweile zu den bedeutendsten Lieferanten der Reifenbranche. Neben intuitiver Bedienbarkeit und günstigen Händlerpreisen zeichnet sich das Online-Portal durch zentrale Fakturierung von Aufträgen sowie einen kompetenten Kundenservice an 11 Stunden pro Tag aus. Die RSU GmbH betreibt somit Online-Handelsgeschäft hauptsächlich in Form von Streckengeschäft, also der Direktlieferung von über 450 Lieferanten aus 18 Ländern an die Kunden der RSU GmbH.

Zum anderen zeichnet sich die RSU GmbH mit ihren Plattformen durch ein ausgesprochen hohes Produktportfolio aus, so bekommt der Kunde hier zum Beispiel über 100.000 verschiedene Reifen, über 60.000 verschiedene Felgen sowie ein Sortiment von rd. 1,8 Mio. verschiedenen Kfz-Teilen angeboten. Seit der Einführung des Online-Supermarkts wurden mit Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Tierbedarf weitere Produktsparten aufgenommen. Die RSU GmbH ist an fünf Standorten vertreten: Am Hauptsitz in St. Johann, Ohnastetter Str. 36 befindet sich die Verwaltung und das Lager. In St. Johann Kreuzbühlweg befindet sich der Kundenservice mit Kundenberatung und Vertrieb sowie ein Teil der Personalabteilung. In Ulm am Münsterplatz und in Bretten befindet sich die Software-Entwicklung. Außerdem am Münsterplatz untergebracht ist die Personal- und die Marketingabteilung. In Ulm, Neue Straße, befindet sich das Lieferanten- und Produktmanagement.

II. Forschung und Entwicklung

Die RSU GmbH entwickelt insbesondere Software zum Betreiben ihrer Handelsplattformen, individuelle Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden sowie die Software zur internen Abwicklung sämtlicher Geschäftsvorfälle im hauseigenen ERP-System. Dadurch macht sie sich von externen IT-Dienstleistern komplett unabhängig und reduziert auch laufende Kosten für externen Support. Zudem arbeitet die RSU GmbH mit Hochschulen und Universitäten an diversen Projekten im Bereich der Software-Entwicklung zusammen - auch in Form von Abschlussarbeiten von Absolventen. Entwicklung findet in der Form statt, dass die eigene IT-Abteilung laufend Erweiterungen und Verbesserungen am hauseigenen ERP-System, sowie innerhalb der beiden Plattformen vornimmt - auch unter Einbeziehung der aktuellsten Software-Technologien und Programmier-Techniken. Das Tempo der technischen Entwicklung in diesem Bereich ist sehr hoch.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 wurde ein negatives Wirtschaftswachstum von -0,3% gegenüber dem Vorjahr (2022 +1,8%) verzeichnet. (Quelle: Statista). Der Dienstleistungsbereich, zu dem auch der Online-Handel gehört, hat hieran einen Anteil von 68,5 % (2022: 69,3 %) (Quelle: Statista). Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist in 2023 leicht gestiegen und liegt bei 5,7% (2022: 5,3%) (Quelle: Statista).

Die nach der Corona-Krise erhoffte Regeneration der Wirtschaft fiel bereits in 2022 durch den Beginn des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Energiekrise und der Rekordinflation geringer aus als erwartet und führte dann in 2023 sogar in eine Rezession. Der ifo-Geschäftsklimaindex der Monate Dezember 2023 bis März 2024 (86,3 bis 87,9) liegt unter den Werten der entsprechenden Monate des Vorjahres (88,7 bis 92,8)(Quelle Statista). Dennoch werden die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die in Deutschland tätige RSU GmbH als positiv angesehen.

Online-Handel allgemein

Der Umsatz mit Waren im Online-Handel in Deutschland entwickelte sich seit seiner Existenz extrem wachstumsorientiert, verzeichnet aber seit dem coronabedingten Höchststand im Jahr 2021 leichte Rückgänge. In 2023 blieb der Umsatz mit 79,7 Milliarden Euro aber dennoch über dem Niveau vor der Coronakrise (2019: 72,6 Milliarden Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 2019 bis 2023 von fast 10% (Quelle: Statista). Die Umsätze im gesamten Bereich B2C-E-Commerce haben sich in 2023 (85,4 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr (84,5 Mrd. Euro) um 1% wieder leicht erhöht. Seit 2019 ist in diesem Bereich eine Steigerung von 44 % zu verzeichnen. (Quelle: Statista). Im Bereich des B2B-E-Commerce ist eine ununterbrochene Umsatzsteigerung zu verzeichnen. Von 2019 (1.315 Mrd. Euro) auf 2022 (1.672 Mrd. Euro) beträgt die Steigerung 27% (Quelle: Statista). Der Online-Handel ist zweifelsohne eine Wachstumsbranche, von der die RSU GmbH stark profitiert.

Kfz- und Reifenbranche

Die Anzahl der PKW-Neuzulassungen ist im Jahr 2023 erneut leicht gestiegen und beträgt 2,8 Mio (Quelle: Statista). Der absolute PKW-Bestand hat sich seit 2008 kontinuierlich erhöht (2023: 48.763.000 gemeldete PKW in Deutschland) (Quelle: Statista). Der Umsatz im Kfz-Service steigt seit 2019 erstmals wieder und beträgt in 2022 28,7 Milliarden Euro (Quelle: Statista). Dieser Umsatz verteilt sich auf ca. 36.420 deutsche Kfz-Werkstätten - Stand 2022 (Quelle: Statista), die alle potentielle Kunden für die RSU GmbH (TyreSystem) sind.

Im Jahr 2023 ist der Branchenindex des Reifenfachhandels gegenüber dem 4. Quartal 2022 (102) gestiegen und zeigt mit einem Wert von 108 weiterhin eine überwiegend optimistische Einschätzung der Branche (Quelle: BRV-Branchenbarometer Q4/2023). 37 % der Befragten im Kraftfahrzeug-Gewerbe schätzen die Werkstattauslastung im 4. Quartal 2023 im Vergleich zum 4. Quartal 2022 als besser ein, 50 % als gleichbleibend und nur 7 % als schlechter - 6 % ohne Angabe (Quelle: BRV-Branchenbarometer Q4/2023).

Die Entwicklung des Reifenersatzmarktes zeigt in 2023 insgesamt eine Erhöhung. Gemäß dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) hat sich der Handel an Verbraucher (Sell-out) in 2023 um 1 % auf 38,1 Mio. Pkw- und Offroad-Reifen zum Vorjahr erhöht. Der Verkauf von Llkw-Reifen hat sich ebenfalls um knapp 1% erhöht, hingegen der Verkauf von LKW-Reifen war rückläufig. Die Prognose für 2024 zeigt eine Erhöhung der Verkaufszahlen in allen genannten Bereichen. (Quelle: BRV: Reifenersatzgeschäft D 2023/Prognose 2024).

Der Online-Handels-Anteil (B2C) im Reifenmarkt beträgt laut BRV im Jahr 2023 6,5 % (2022: 7 %) (Quelle: BRV: Marktstukturanalyse Stand 1. Februar 2024).

Ein weiterer wichtiger Markt innerhalb der Kfz-Branche ist der Kfz-Teile-Markt. Das Durchschnittsalter von Pkw ist in den vergangenen zehn Jahren von 9 Jahren in 2015 auf 10 Jahre in 2023 gestiegen (Quelle: Statista). Im gleichen Zeitraum ist der durchschnittliche jährliche Wartungsaufwand pro Pkw von 235 € auf 329 € gestiegen (Quelle: Statista). Der Verschleißaufwand pro Pkw ist nach den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 in 2022 wieder leicht auf 153 € gestiegen (Quelle: Statista). Bereits im Jahr 2019 betrug der Online-Anteil bei den Pkw-Ersatzteilen für Selbstreparaturen 23 % (Quelle: Statista). Dieser Anteil dürfte entsprechend der allgemeinen Entwicklung des Online-Handels ebenfalls deutlich gestiegen sein und auch weiterhin anwachsen.

Durch die Aufnahme von Kfz-Teilen in das Produktportfolio partizipiert die RSU GmbH auch an diesem zukunftsträchtigen Online-Markt. Insgesamt kann die RSU GmbH durch ihr Engagement im E-Commerce sowohl im Reifenhandel als auch in den weiteren Produktgruppen der Kfz-Branche eine dauerhaft positive Entwicklung verzeichnen.

Bereich Lebensmittel, Drogerieartikel und Tiernahrung

Im Segment der FMCG-Produkte (Fast Moving Consumer Goods = Konsumgüter) beträgt der Onlinehandelsanteil im Jahr 2023 11,3 Mrd. Euro (2022: 10,3 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von rund 13,3 % am Gesamtumsatz des deutschen Online-Handels (Quelle: Statista). Nachdem die Umsatzentwicklung im Online-Handel mit FMCG-Produkten während der Corona-Krise sprunghaft angestiegen ist, liegt das Umsatzwachstum in 2022 nur noch bei 7,5% und in 2023 bei 8,7% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. (Quelle: Statista). Dabei liegt allein der Marktanteil des Online-Handels mit Lebensmitteln in 2022/2023 bei 2,9 % (2021: 2,7 %) (Quelle: Statista). Die Anzahl der Personen, die Lebensmittel im Online-Handel einkaufen, ist in 2023 auf 5,31 Mio. gestiegen (2022: 5,03 Mio.) (Quelle: Statista). Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat in 2023 mit 16,08 Mrd. Euro einen neuen Höchststand erreicht. Das Wachstum im Fünfjahreszeitraum beträgt 31%.

Beim Umsatz mit Heimtierbedarf ist in 2023 ein Anstieg von 603 Mio. Euro auf 6.932 Mio. Euro zu verzeichnen. Dabei beträgt der Anteil des Online-Handel 1.316 Mio. Euro (2022: 1.203 Mio. Euro). Dieser Anteil hat sich seit dem Jahr 2018 mehr als verdoppelt (Quelle: Statista). Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung hat sich ebenfalls weiter erhöht: In 2022 betrug der Umsatz 4.035 Mio. Euro und in 2023 4.495 Mio. Euro (Quelle: Statista). Der Online-Handels-Anteil dürfte seit dem Jahr 2020 (14 %) entsprechend der allgemeinen Entwicklung im Online-Handel weiter gestiegen sein. Hauptgründe für den Einkauf im Online-Handel sind die Verfügbarkeit von speziellen Marken sowie Zeit- und Kostenersparnis (Quelle: Statista).

Die RSU GmbH setzt mit dem Online-Supermarkt auf einen der wachstumsstärksten Absatzmärkte im Online-Handel und legt dabei auch einen besonderen Fokus auf Bio-Produkte.

II. Geschäftsverlauf

Die RSU GmbH konnte in 2023 über alle Sparten hinweg Absatz-, Umsatz- und Ertragssteigerungen verzeichnen. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr wurden übertroffen.

Die Wiederholung der erfolgreichen Neukundenaktion im Frühjahr 2023 sowie mehrere Postmailing-Aktionen sorgten erneut für einen Zuwachs an Kunden. In allen Sparten wurde zudem in die Erweiterung des Produkt-Portfolios sowie den Ausbau des Lieferantennetzwerks investiert. Mit dem Ende Februar 2023 eingeführten Partnerkonzept werden Kunden durch Vorteile und Beratung intensiv betreut und somit zu Kooperationspartnern. Hier konnte die RSU GmbH gegen Ende des Jahres bereits den 300. Partner begrüßen.

Mit dem großen Shop-Update, das mit vielen neuen Funktionen und modernem Design im April 2023 live gegangen ist, wurde ein Projekt, das bereits im Januar 2021 begonnen wurde, erfolgreich zum Abschluss gebracht. Im Fokus stand die Erleichterung des Arbeitsalltags der Kunden der RSU GmbH. Der Einkauf geht durch verschiedenste Sucheinstiege, Filter- und Produktansichten einfacher, schneller und übersichtlicher vonstatten.

Im Bereich der Reifensparten leistete die RSU GmbH mit dem Beitritt zum AZuR-Netzwerk (Allianz Zukunft Reifen) einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Ziel der Allianz ist es, den Anteil runderneuerter Pkw- und Lkw-Reifen auf 10 bzw. 40 Prozent zu steigern.

Die Sparte Felge/Komplettrad konnte trotz schwieriger Absatzlage in 2023 eine geringe Steigerung verzeichnen.

Die Sparte Kfz-Teile konnte in 2023 erstmals richtig durchstarten. Ende 2023 war bereits ein Sortiment von rund 1,8 Mio. Kfz-Teilen im Shop verfügbar. Hierfür mussten Artikeldaten kategorisiert und aufbereitet sowie der Shop IT-technisch angepasst werden. Daneben wurde eine große Zahl an neuen Lieferanten gewonnen. Hierbei konnte von der neu geschaffenen Möglichkeit der Kommissionierung von Kfz-Teilen und Versand ab Lager profitiert werden. Ebenso konnte der Teilbereich RDKS mit der Eigenmarke EvoSensor enorm wachsen und auch der Teilbereich Schneeketten verzeichnete positives Wachstum.

Als weitere neue Sparte ging Anfang 2023 die TyreSystem-Akademie an den Start. Sie bietet ein umfangreiches Schulungsangebot, das die bisherigen RDKS-Schulungen ergänzt. In 2023 konnten mit dem Angebot von 12 Präsenz- und 6 Onlineschulungen bereits 240 Teilnehmer angesprochen werden. Präsenzschulungen fanden deutschlandweit an 4 Standorten statt.

Im Bereich Supermarkt konnte das Spartenergebnis ebenfalls gesteigert werden. Durch die Anbindung von Großhändlern in Kombination mit der Anbindung des Datenlieferanten DataNature konnte eine große Menge an zusätzlichen Artikeln im Shop implementiert werden. Durch das erweiterte Sortiment konnte eine deutlich größere Kundenanzahl erreicht werden.

Im Jahr 2023 wurden 15 neue Mitarbeitende eingestellt. Davon entfallen auf die Abteilungen Softwareentwicklung, Prozess-/Projektmanagement und Schnittstellen 6, auf das Marketing 1, auf die Verwaltung 3 und die einzelnen Sparten 5. Die RSU GmbH zeichnet sich durch zahlreiche Benefits für ihre Mitarbeitenden wie flexible Arbeitszeiten, Home-Office, steuerfreie Sachbezüge und viele weitere aus und bietet einen sicheren und zukunftsfähigen Arbeitsplatz. Im Frühjahr 2023 wurde ein neues Personalentwicklungskonzept eingeführt, das mit verschiedenen Säulen zu einer erfolgreichen Zielerreichung bei der RSU GmbH führen soll. Es wird dabei vor allem die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden verbessert und die Weiterbildung aller Mitarbeitenden gefördert und intensiviert. Mit einem Score von 4.3 (von 5) wurde die RSU GmbH bereits zum zweiten Mal in Folge als "Top Company" von der größten europäischen Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu.com ausgezeichnet.

III. Lage

1. Ertragslage

In 2023 ist eine Zunahme des Geschäftsvolumens zu verzeichnen, die im Vorjahresvergleich zu einer Erhöhung des Umsatzes geführt hat. Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr um rund 25 % gestiegen. Die Betriebsaufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) sind im Vergleich zu 2022 von TEUR 10.656 um TEUR 1.405 (13,2 %) auf TEUR 12.061 gestiegen. Das Finanzergebnis (Zinserträge - Zinsaufwendungen) beträgt 2023 TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 8). Das Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 3.136 (Vorjahr: TEUR 1.572) wird mit Ertragsteuern von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 442) belastet, so dass ein Jahresüberschuss von TEUR 2.253 (Vorjahr: TEUR 1.130) verbleibt.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag mit einem Eigenkapital von TEUR 4.285 (Vorjahr: TEUR 3.831) eine Eigenkapitalquote von 36,3 % (Vorjahr: 38 %) auf. Das Fremdkapital von TEUR 7.515 (63,7 % der Bilanzsumme) beinhaltet TEUR 2.208 an Rückstellungen (Rückstellungsquote 19 %), TEUR 5.278 an Verbindlichkeiten (Verbindlichkeitenquote 45 %) und 29 TEUR an passiven latenten Steuern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 4.720 und die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 314. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 392). Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.707 (Vorjahr: TEUR 1.539).

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt TEUR 11.799 (Vorjahr: TEUR 10.061). Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 1.715 auf TEUR 10.180 erhöht. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um TEUR 16 auf TEUR 32 erhöht. Die Anlagenintensität beträgt 13 % (Vorjahr: 16 %). Das langfristige Vermögen ist durch das Eigenkapital vollständig gedeckt. Der Bestand an Vorräten beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.072 (Vorjahr: TEUR 1.503). Das kurzfristig gebundene Vermögen (TEUR 10.180) deckt das kurzfristige Fremdkapital (TEUR 7.485) zu 136 %. Durch das Eigenkapital von TEUR 4.285 (36 %) ist die Kapitalstruktur sehr stabil.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vorjahresvergleich von 38 % um 2 Prozentpunkte auf 36 % verringert. Der Rohertrag (Umsatz-Materialaufwand) hat absolut gesehen gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatz) hat sich erhöht.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der RSU GmbH ist die fachliche und persönliche Kompetenz der Mitarbeitenden. Attraktive Arbeitsplätze mit flexiblen Arbeitszeit- und Vergütungsmodellen sowie zahlreiche Benefits führen zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit. Individuelle Fortbildungsangebote erhöhen das ohnehin fachlich hohe Niveau. Die RSU GmbH beschäftigte in 2023 durchschnittlich 111 Mitarbeiter (Vorjahr 117).

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

In 2024 strebt die RSU GmbH ein weiteres starkes Wachstum an. In allen Sparten ist ein weiterer Ausbau des Produktportfolios und des Lieferantennetzwerks geplant.

Im Bereich der Pkw-Reifen wird nach der in 2023 erfolgten AZuR-Mitgliedschaft mit der Altreifenentsorgung ein erster aktiver Schritt zu einem nachhaltigen Reifenkreislauf gemacht. Die RSU GmbH eröffnet ihren Kunden eine einfache Möglichkeit der zertifizierten Altreifenentsorgung. Der Entsorger kümmert sich um die umweltschonende und nachhaltige Wieder- bzw. Weiterverwertung.

Im Bereich der Felgen und Kompletträder stellt sich die RSU GmbH dem Verdrängungswettbewerb, der durch den Trend in Richtung Allwetter-Reifen und damit dem Rückgang bzw. dem Fehlen der Nachfrage nach Nachrüstfelgen folgt. Außerdem ist durch die anhaltenden Krisen die Alufelge in den Bereich des Luxusgutes aufgestiegen, was den Absatz auf dem Markt generell zurückgehen lässt.

Im Bereich der Kfz-Teile sollen weitere Features, wie die Suche über Schlüsselnummer oder Fahrzeugmodell und eine Warenkorboptimierung für mehr Kundenfreundlichkeit sorgen. Mit Anmietung eines weiteren Lagers in Laupheim wird die in 2023 begonnene Kommissionierung von Kfz-Teilen und Versand ab Lager weiter ausgebaut.

Bei der Tyresystem Akademie sind für 2024 rund 100 Schulungen geplant, die entweder online oder an 12 Standorten deutschlandweit stattfinden. Zudem wird mit einer leichten Steigerung der Kursauslastung gerechnet.

Im Bereich Supermarkt wird für 2024 der Fokus auf die Akquise von Lieferanten und Großhändlern gelegt. Außerdem soll die Steigerung des Produktportfolios, insbesondere im Bereich Tiernahrung, verstärkt werden. In diesem Bereich soll damit eine Stammkundenbindung herbeigeführt und somit der Wiederkäuferanteil erhöht werden.

Um die Beziehungen zu den Bestandskunden zu stärken und weiter auszubauen, wird auch die Kundenentwicklung weiter fokussiert. Das Partnerkonzept wird sowohl in Bezug auf Partnergewinnungen als auch Vorteilserweiterungen für bestehende Partnerschaften weiter ausgebaut.

In 2024 ist die Teilnahme an verschiedenen Fachmessen geplant. Im Bereich Marketing sind mehrere Aktionen zur Neukundengewinnung geplant, insbesondere im Bereich Kfz-Teile.

Durch die intensiven Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmaßnahmen wird mit einer Steigerung von Umsatz und Rohertrag gegenüber dem Berichtsjahr gerechnet. Für 2024 wird mit einer zum Berichtsjahr leicht erhöhten Eigenkapitalquote gerechnet. Für den Indikator Rohertrag wird mit einer weiteren Zunahme in 2024 gerechnet. Bei der Umsatzrendite wird ein Rückgang gegenüber dem Berichtsjahr erwartet. Die Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erschweren verlässliche Prognosen. Aus heutiger Sicht rechnet die RSU GmbH mit einem geringeren Wachstum gegenüber den Vorjahren.

2. Risikobericht

Aufgrund der Inanspruchnahme externer Frachtführer in der Versandabwicklung ist in diesem Beschaffungsmarkt ein grundsätzliches Kosten- und somit Ertragsrisiko zu sehen. Die im Versandhandel bestehende Möglichkeit zur Warenrückgabe geht mit dem Risiko einer erhöhten Retourenquote einher, die zu Ineffizienzen in der betrieblichen Leistungserstellung führen kann. Durch das hauseigene Lagersystem ergibt sich ein Lagerrisiko. Durch die gezielte Bestimmung der einzulagernden Waren besteht jedoch kein nennenswertes Marktpreisrisiko. Auch gezielte Bevorratungen im Bereich der RDKS und hier insbesondere der Eigenmarke EvoSensor gehen mit einem Lagerrisiko einher. Die Ausweitung des Versands ab Lager im Bereich der Kfz-Teile erfordert die Investition in weitere Lagerkapazität. Die Lagerung der Artikel mit kurzen Durchlaufzeiten birgt dagegen ein geringes Lagerrisiko.

Auch der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann zu Umsatzeinbußen führen. Da das Bestreben der RSU GmbH zu einer fortwährenden Automatisierung eine sehr geringe Anlagenintensität mit sich bringt, ist von keinem hohen Fixkosten-Risiko auszugehen, da keine weiteren größeren Investitionsmaßnahmen geplant sind.

Die RSU GmbH erbringt ihre Leistungen an ein sehr breites Kundenportfolio, bestehend aus Privat- und Geschäftskunden. Hier ist kein weiteres Risiko durch die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu sehen. Trotz Konsolidierungen im Reifenmarkt kann die RSU GmbH auf eine breite Lieferantenstruktur zurückgreifen und unterliegt daher auch im Bereich des Einkaufs keinen Abhängigkeiten.

Durch die anhaltenden Krisen besteht ein erhöhtes Risiko der Güterknappheit im Bereich RDKS, dem die RSU GmbH durch gezielte Bevorratung entgegentritt. Die Versorgungsengpässe im Bereich der Mikrochips und der damit verbundene Rückgang bei den Kfz-Neuzulassungen kann zu einem generellen Rückgang im Reifenmarkt führen.

Der Ausbau der Sparten Supermarkt und Kfz-Teile erfordert einen vorgelagerten Personaleinsatz, der ein kalkuliertes Kostenrisiko birgt. Auch im Bereich der Software-Entwicklung liegt in 2024 durch eine große Aufstockung an Personal ein erhöhtes Kostenrisiko. Die Kosten-/Nutzenanalyse ist aber äußerst positiv zu betrachten.

Mit den Guthaben bei Kreditinstituten und Geldbeständen in Fremdwährungen geht ein Währungsrisiko einher. Der zunehmende Arbeits- und Fachkräftemangel birgt das Risiko unzureichend zu besetzender Stellen.

3. Chancenbericht

Die RSU GmbH hat durch ihre jahrelangen und langfristigen Investitionen in die hauseigene Software mit eigener IT-Abteilung eine breite Basis für weiteres Wachstum im Bereich des Online-Handels geschaffen. Das sehr tiefgreifende Know-how aufseiten der IT-technischen Gegebenheiten als auch innerhalb der Reifen- und Kfz-Branche bietet die besten Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung der RSU GmbH. Die hohe Automatisierung reduziert das Personalrisiko und bringt hohe Skalierungseffekte mit sich. Durch das Streckengeschäft verbleibt kaum Lagerrisiko im Unternehmen und die überwiegenden Logistikprozesse können ausgelagert werden. Für den Kunden bietet sich eine einzigartige Produktvielfalt sowie ein sehr komfortables Bestellverfahren und somit ein hoher Bindungsgrad an die RSU GmbH. Hierzu trägt auch der Erfolg des Partnerkonzepts bei, bei dem die Zusammenarbeit mit den Kunden vertieft wird und eine langfristige Bindung an TyreSystem folgt.

Die Aufnahme der neuen Warengruppe Kfz-Teile war ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte und führt die RSU GmbH hier weiter auf dem Weg, "Anbieter für alles" zu sein.

Mit der TyreSystem Akademie bietet die RSU GmbH ihren Kunden einen großen Mehrwert. Neben der Wissensvermittlung in einem breit gefächerten Themenspektrum wird den Kunden auch der wichtige Austausch mit Branchenkollegen ermöglicht.

Die Erweiterung um die Produktsparte RSU-Supermarkt in 2020 erschließt ein von der Reifen- und Kfz-Branche unabhängiges Geschäftsfeld. Die Online-Einkaufsmöglichkeit von Artikeln des täglichen Bedarfs wird spätestens seit der Corona-Krise zunehmend genutzt.

4. Gesamtaussage

Die RSU GmbH hat durch ihre Tätigkeit im E-Commerce unter Einbeziehung der maximalen Automatisierung die besten Voraussetzungen in der digitalisierten Welt der Zukunft zu bestehen und sich sehr gut weiter zu entwickeln. Risiken, die für sich genommen oder in Zusammenhang mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen vorhandenen Finanzinstrumenten gehören zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Aufgrund des Geschäftsmodells Streckengeschäft und der dadurch vergleichsweise geringen Lagerhaltung bestehen keine nennenswerten Marktpreis- oder Liquiditätsrisiken. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Forderungen werden in aller Regel fristgerecht bezahlt. Durch konsequentes Forderungsmanagement wird das Risiko von Ausfällen abgesichert. Verbindlichkeiten werden in der Regel weit vor der vereinbarten Zahlungsfrist bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft dennoch überwiegend aus Lieferantenkrediten, welchen jedoch überwiegend auch kurzfristige Kundenforderungen gegenüberstehen. Das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft ist durch eine optimale Liquiditätssteuerung gekennzeichnet. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der RSU GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

 

St. Johann, den 04.05.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.586.983,27 1.580.361,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.510,00 2.537,00
II. Sachanlagen 1.573.473,27 1.577.824,52
1. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.138,75 0,00
B. Umlaufvermögen 10.180.133,23 8.464.949,34
I. Vorräte 2.071.838,49 1.502.963,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.401.240,39 5.422.649,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.707.054,35 1.539.336,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.064,66 16.020,82
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.799.181,16 10.061.331,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.284.518,30 3.831.216,30
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 4.259.518,30 3.806.216,30
B. Rückstellungen 2.207.815,00 997.595,00
C. Verbindlichkeiten 5.277.647,86 5.202.720,38
1. sonstige Verbindlichkeiten 242.954,60 96.791,19
D. Passive latente Steuern 29.200,00 29.800,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.799.181,16 10.061.331,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.179.563,46 12.228.760,66
2. Personalaufwand 7.146.731,75 6.428.350,09
a) Löhne und Gehälter 6.143.036,89 5.446.250,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.003.694,86 982.099,49
davon für Altersversorgung 267,48 260,40
3. Abschreibungen 299.897,33 299.678,50
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 299.897,33 299.678,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.614.324,31 3.927.731,12
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 15.330,00 6.922,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.817,52 14.398,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.987,34 6.819,73
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 882.834,33 441.898,19
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern -600,00 17.600,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.262.605,92 1.138.682,00
9. sonstige Steuern 9.303,92 8.675,94
Jahresüberschuss 2.253.302,00 1.130.006,06

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 2.253.302,00 1.130.006,06
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.006.216,30 2.676.210,24
3. Bilanzgewinn 4.259.518,30 3.806.216,30

Anhang

Firma: RSU GmbH
Sitz: St. Johann
Registergericht: Amtsgericht Stuttgart
Registernummer: HRB 723319

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB enthaltenen Größenmerkmalen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB angewendet.

Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. Alle Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden und bis zum Tag der Aufstellung bekanntgeworden sind, wurden berücksichtigt.

Anlagevermögen und Umlaufvermögen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a Satz 1 i.V.m. Abs. 2 HGB, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen bewertet. Die nach § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB geschätzten Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungsplan entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 25 Jahren.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko werden durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Passivposten

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine passive latente Steuer.

Erläuterungen zu Positionen der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird am Ende des Anhangs in einem Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 873,3 T€) enthalten.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Gewinnvortrag 2.006,2 2.676,2
Jahresüberschuss 2.253,3 1.130,0
Bilanzgewinn 4.259,5 3.806,2

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen enthalten sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus noch nicht genommenem Urlaub, Tantiemen und ausstehenden Rechnungen.

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 10,7 T€ (Vj 4,8 T€) und aus Steuern in Höhe von 79,9 T€ (Vj 521,5 T€) enthalten.

Die Verbindlichkeiten teilen sich in folgende Restlaufzeiten auf (Vorjahreswerte in Klammern):

Stand 31.12.2023
Euro
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Euro
Restlaufzeit über 1 Jahr
Euro
Restlaufzeit über 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
ggb. Kreditinstituten (392.049,13) (392,049,13) (0,00) (0,00)
erhaltene Anzahlungen 242.954,60 242.954,60 0,00 0,00
(96.791,19) (96.791,19) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.720.297,29 4.720.297,29 0,00 0,00
(4.169.137,10) (4.169.137,10) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 314.395,97 314.395,97 0,00 0,00
(544.742,96) (544.742,96) (0,00) (0,00)
5.277.647,86
(5.202.720,38) 5.277.647,86 0,00 0,00
(5.202.720,38) (0,00) (0,00)

Latente Steuern

Aktive und passive Latenzen wurden verrechnet und der verbleibende Saldo als passive Steuerlatenz ausgewiesen.

Die latenten Steuerschulden in der Bilanz entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Stand 01.01.
TEuro
passive latente Steuern
TEuro
aktive latente Steuern
TEuro
Stand 31.12
TEuro
29,8 -0,8 +0,2 29,2

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 20,9 (Vorjahr: TEuro 42,3) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 15,3 (Vorjahr: TEuro 6,9) enthalten.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 267,48 (Vorjahr: Euro 260,40) enthalten.

Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern resultieren Erträge in Höhe von Euro 600,00 (Vorjahr: TEuro -17,6).

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) aus Mietverträgen für Immobilien mit einem Jahresbetrag von 401,1 T€ (253,4 T€). Die Mietverträge haben eine Laufzeit von 1 bis maximal 10 Jahre. Die Verträge dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit.

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 111 Arbeitnehmer beschäftigt (Vj: 117). Davon sind 79 als Vollzeitarbeitskräfte und 32 als Teilzeitarbeitskräfte beschäftigt.

Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

• Simon Reichenecker

• Manuel Horn (seit 26.01.2024)

• Sven Döbler (seit 26.01.2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane

Die Angaben unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 2.253,3 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. Damit ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 4.259,5 T€.

 

St. Johann, den 04. Mai 2024

gez. Simon Reichenecker

gez. Manuel Horn

gez. Sven Döbl

Ergänzende Angaben gemäß § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB

Bilanz

Aktivseite

Euro
A I 1 selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte 25,00
A II 1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 783.897,52
A II 2 technische Anlagen und Maschinen 98.150,00
A II 3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.287,00
A II 4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.138,75

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

RSU GmbH, St. Johann

Anschaffungs - und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 518.346,62 14.977,60 0,00 533.324,22
II. Sachanlagen 2.848.373,96 308.599,48 49.818,01 3.107.155,43
3.366.720,58 323.577,08 49.818,07 3.640.479,65
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 515.809,62 4.004,60 0,00 519.814,22
II. Sachanlagen 1.270.549,44 295.892,73 32.760,01 1.533.682,16
1.786.359,06 299.897,33 32.760,01 2.053.496,38
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.510,00 2,5
II. Sachanlagen 1.573.473,27 1.577,8
1.586.983,27 1.580,4

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der Vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss verkürzte Jahresabschluss wurde von uns erstellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagerbericht haben wir mit Datum vom 29. Juli 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die RSU GmbH, St. Johann

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RSU GmbH, St. Johann - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RSU GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 29. Juli 2024

RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Frank Stäudle, Wirtschaftsprüfer

gez. Uli Glaser, Wirtschaftsprüfer"

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