Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 8679
Vorher
Franz Haimer GmbH
Eingetragen
23.1.1984
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten StoffenHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Maschinen-, Werkzeug- und Formenbau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Haimer
seit 2.7.2024
Geschäftsführer
Thomas Dr. Zitzmann
seit 27.10.2023
Prokura
Tobias Völker
seit 18.9.2023
Prokura
Andreas Klaus Haimer
seit 23.1.2014
Geschäftsführer
Claudia Haimer
seit 14.5.2004
Geschäftsführer
Franz Haimer
seit 14.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
80.00%
C****** H*****
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Weiherstr. 21, 86568 Igenhausen
124.000 €
80.00%
C****** H*****
31.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Haimer GmbH

Hollenbach-Igenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensprofil

Die Haimer GmbH wurde am 23. Dezember 1983 gegründet. Geschäftsführer sind Franz Haimer seit Beginn der Gesellschaft, Claudia Haimer seit 04. Mai 2004 und Andreas Haimer seit 01. Januar 2014. Das Stammkapital beträgt T€ 155.

Der Gegenstand des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Vertrieb von Spannwerkzeugen, 3D-Tastern, Fräsern, Auswuchtmaschinen, Schrumpfmaschinen und Voreinstelltechnik sowie Tool-Management-Ausstattung und Software.

Spannwerkzeuge werden in der gesamten metallverarbeitenden Industrie eingesetzt. Nahezu jedes produzierende Unternehmen greift darauf zurück. 3D-Taster sind Messgeräte zum Einstellen und Nullpunktsuchen von Werkzeugspindeln. Wuchtmaschinen sind speziell darauf konzipiert, Werkzeuge, Spannfutter und Schleifscheiben zu wuchten. Bei der Schrumpftechnik handelt es sich um ein Spannverfahren, das die wärmebedingte Ausdehnung von Metall nutzt.

Mit einem eigenen Fräser-Programm bietet Haimer zudem ein Komplettsystem aus Aufnahmen und Werkzeugen aus einer Hand. Die Haimer Power Mill Fräser sind mit Safe-Lock-Schäften ausgestattet. Das modulare Frässystem Duo-Lock wird mit Power Mill und erweiterten Geometrien angeboten.

Die Voreinstelltechnik wird vom Schwesterunternehmen Haimer Microset GmbH in Bielefeld produziert und samt Software entwickelt. Tool-Management-Lösungen werden in Zukunft vermehrt von produzierenden Unternehmen benötigt und stellen einen signifikanten Wachstumsmarkt dar.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Auch wenn sich die Folgen des Kriegs in der Ukraine in Form von weltweit hohen Inflationsraten, hohen Preisen für Energie und Rohstoffen sowie Problemen bei Lieferketten im Jahr 2023 zu einem großen Teil normalisiert hatten, muss weiterhin von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesprochen werden. Die neu aufgetretenen Spannungen im Nahen Osten und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen haben dazu beigetragen, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr um 0,3% zurückgegangen ist. Die Weltwirtschaftsleistung hingegen hat um 3,2% zugenommen.

Geschäftsverlauf

Insgesamt erzielten wir im Berichtsjahr ein Betriebsergebnis von T€ 3.810 (Vj.: T€ 2.919).

Unser Kundenkreis umspannt die Bandbreite mittelständischer Unternehmen bis hin zu Weltkonzernen in unterschiedlichsten Industriezweigen wie Automobil-, Elektro-, Luft- und Raumfahrtindustrie, Maschinen und Apparatebau, Medizintechnik, Werkzeug- und Formenbau sowie Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie. Diese breite Vielfalt hilft uns, die Abhängigkeit von einer Branche zu vermeiden.

Der Absatz erfolgt direkt an Unternehmen als Endabnehmer bzw. an Händler. Derzeit werden mehr als 10.000 Kunden aus dem In- und Ausland in rund 80 Ländern aktiv betreut. Der Kundenstamm umfasst knapp 40.000 Kunden weltweit.

Der bisherige Erfolg ist auf kundenorientiertes Handeln, Fertigung in höchster Qualität und stetiger Lieferbereitschaft der Standardwerkzeuge, Universaltaster und Maschinen sowie auf unsere marktgerechten Preise zurückzuführen. Durch den Umsatzzuwachs bei vielen kleineren Händlern und Endkunden konnten wir das Risiko, von wenigen Kunden abhängig zu sein, minimieren. Ebenso sind wir durch die Belieferung aller verarbeitenden Industriezweige weitgehend branchenunabhängig.

II. Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Wir haben das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rohergebnis von T€ 68.569 (Vj.: T€ 62.865) und einen Jahresüberschuss i.H.v. T€ 1.189 (Vj.: T€ 1.185) abgeschlossen.

Der Materialaufwand einschließlich der Fremdleistungen lag im Geschäftsjahr bei T€ 44.062 (Vj.: T€ 45.067).

Der Personalaufwand hat im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.353 zugenommen und lag bei T€ 32.477 (Vj.: T€ 29.124).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 1.298 von T€ 29.276 auf T€ 30.574 gestiegen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Vorratsvermögen beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 36.354 (Vj.: T€ 32.885). Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich um T€ 2.193 von T€ 7.800 auf T€ 9.993 erhöht.

Die kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die uns zur Verfügung stehenden Kreditrahmen bei den Banken sind unserem Liquiditätsbedarf angepasst. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten liegen mit T€ 41.468 über dem Niveau des Vorjahres von T€ 36.581. Die Gesellschaft verfügte jederzeit über ausreichende Liquidität.

Zu Finanzierungszwecken werden außerdem Leasing und Mietkaufmodelle sowie Sale-and-Lease-Back-Geschäfte eingesetzt. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die ausgewogene Finanzierungsstruktur mittel- bis langfristig sichergestellt. Die Kreditverpflichtungen aus dem Multibanken-Vertrag betragen 92,8 % der gesamten Kreditverbindlichkeiten zum 31.12.2023 und haben insgesamt eine mittelfristige Laufzeit.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 4.156 und haben somit gegenüber dem Vorjahreswert von T€ 3.896 um T€ 260 abgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf T€ 2.589 und liegen damit um T€ 240 unter dem Vorjahreswert von T€ 2.829. Im Wesentlichen betreffen die Rückstellungen Urlaubsgeld sowie Gewährleistung und Kulanz.

Das Eigenkapital ist durch die Gewinnthesaurierungen in den Vorjahren kontinuierlich angewachsen. Ausschüttungen wurden bisher nicht vorgenommen und sind auch für die Zukunft nicht geplant. Die Eigenkapitalquote beträgt 31,0 % (Vj.: 31,7 %).

Der Bestand an Finanzmittel hat sich im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres um T€ 252 erhöht.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Haimer GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz erzielen, der unseren Plan erfüllt hat. Auch das Betriebsergebnis liegt in unserem Prognoseintervall. Umsatz und Betriebsergebnis liegen zudem deutlich über dem Vorjahr. Zusammenfassend wird von der Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut bewertet.

Produktion, Forschung und Entwicklung

Ein Schwerpunkt unserer Produktion ist deren konsequente Rationalisierung unter Anwendung neuester und effektivster Fertigungstechnologien bei einem hohen Automatisierungsgrad. Dabei werden nicht nur am Markt angebotene Technologien verwendet, sondern auch eine eigene Entwicklungsabteilung betrieben. Dort beschäftigen wir eine Vielzahl an Forschungsingenieuren, Software-Programmierer, Mitarbeiter in Meisterposition, Gesellen und auch Auszubildende. Unser Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung der Wucht- und Schrumpftechnik, dem Aufbau des neuen Fräswerkzeugprogramms und der Entwicklung von Tool-Management-Software.

Jährlich wird ein einstelliger Millionenbetrag in Forschung und Entwicklung investiert. Der Großteil unseres Umsatzes wird mit Eigenentwicklungen der letzten Jahre erzielt, was ein weiterer Beleg für die hohe Bedeutung der eigenen Forschung und Entwicklung ist.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen betrug T€ 1.977 (Vj.: T€ 1.415) und verteilt sich wie folgt:

Betrag/T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 356
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 290
Technische Anlagen und Maschinen 371
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 960
1.977

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens betrug zum Jahresende T€ 6.811 (Vj.: T€ 6.543), das Abschreibungsvolumen betrug T€ 1.709 (Vj.: T€ 1.547).

Die größeren Investitionen in den Maschinenpark wurden über Leasing finanziert. Der Leasingaufwand hat sich ggü. dem Vorjahr um T€ 264 erhöht (Vj.: Erhöhung um T€ 642).

Unternehmer- und Führungsteam

Das Unternehmen wird von einer Dreifachspitze geführt. Der Gründer, Franz Haimer, leitet den kompletten Produktions- und Forschungsbereich. Die Mitbegründerin, Claudia Haimer, ist für den kompletten Verwaltungs- und Marketingbereich zuständig. Beide Unternehmer sind seit der Gründung des Unternehmens aktiv im Unternehmen involviert und sind mit eigenem Risiko und Sicherheiten fest mit dem Unternehmen verbunden. Der im Jahr 2014 in die Geschäftsführung eingetretene Dipl.-Kfm. Andreas Haimer leitet die Bereiche Finanzen, Controlling, Recht und internationale Geschäftsentwicklung.

Unterstützt werden die Unternehmer durch ein Team hochqualifizierter und überaus motivierter Abteilungs- und Bereichsleiter. Die Produktion wird durch einen Betriebs- und einen Fertigungsleiter gesteuert, die befähigt sind, Entscheidungen der Geschäftsleitung umzusetzen.

Personal- und Sozialbericht

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beträgt der Personalstand 439 Mitarbeiter (Vj.: 424). Dieser gliedert sich wie folgt:

Angestellte 206
Arbeiter 205
Auszubildende 28
439

Die Kosten für Aus und Weiterbildung beliefen sich auf insgesamt T€ 82 (Vj.: T€ 58).

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Prognose

Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,2% gegenüber 2023. Für Deutschland wird mit einem marginalen Wachstum von 0,2% gerechnet. Der VDMA rechnet weltweit mit einer Stagnation der Ausrüstungsinvestitionen im Maschinenbau gegenüber dem Vorjahr, jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern.

Chancen

• Mit der Übernahme der Microset Werkzeugvoreinstelltechnik zum 01.01.2017 durch die Franz Haimer Maschinenbau KG wurde das Sortiment von Haimer ergänzt, so dass Haimer jetzt als Systemanbieter ein Vollsortiment für Werkzeugmanagement rund um die Werkzeugmaschine anbietet.

• Mit einem eigenen Fräser-Programm bietet Haimer ein Komplettsystem aus Aufnahmen und Werkzeugen aus einer Hand. Die Haimer Power Mill Fräser sind aus hochqualitativem Feinkornhartmetall und standardmäßig mit Safe-Lock-Schäften ausgestattet. Das Know-how für die Fertigung wurde dafür im eigenen Unternehmen aufgebaut und wird uns die Erschließung neuer Kundensegmente im weltweiten Werkzeugmarkt ermöglichen.

• Ein umfangreiches Sortiment an Duo-Lock Werkzeugen, der patentierten modularen Schnittstelle für Hartmetall-Werkzeugköpfe, wurde in Kooperation mit dem Werkzeughersteller Kennametal entwickelt. Das Duo-Lock System eröffnet ein erheblich erweitertes Anwendungsgebiet gegenüber bestehenden modularen Frässystemen.

• Durch die Beteiligung der Franz Haimer Maschinenbau KG an der WinTool AG im ersten Quartal 2024 ergibt sich mit den Haimer Tool-Management-Lösungen ein zusätzlicher stark steigender signifikanter Absatzmarkt in dreistelliger Millionenhöhe pro Jahr.

Risiken

• Konjunkturelle Risiken: Die Nachfrage nach unseren Produkten ist vom weltwirtschaftlichen Wachstum beeinflusst. Wie die Krisen in den Jahren 2009 und 2020 gezeigt haben, sind auch Unternehmen mit ausgewogener Branchenverteilung der Kunden nicht vor Weltwirtschaftskrisen sicher.

• Politische Risiken: Durch den weiterhin andauernden Krieg in der Ukraine und der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sind zwar nicht existenziell wichtige Absatzmärkte der Haimer Gruppe unmittelbar betroffen. Jedoch muss weiterhin mit Problemen in den weltweiten Lieferketten gerechnet werden, die auch sehr kurzfristig auftreten können.

• Wettbewerbsrisiken: Aufgrund des intensiven Wettbewerbs sehen wir weiter die Notwendigkeit, in Einzelfällen höhere Rabatte zu geben oder Sonderaktionen mit Sonderpreisen zu lancieren, was sich negativ auf unsere Margen auswirken kann.

• Liquiditätsrisiken: Zur Aufrechterhaltung unseres Geschäftsbetriebs und zur Absicherung unseres langfristig geplanten Wachstumskurses ist eine permanente adäquate Liquiditätsausstattung notwendig die durch den Multibankenvertrag gewährleistet ist.

• Währungsrisiken: Die weltweite Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit birgt grundsätzlich ein gewisses Währungsrisiko. Zwar versuchen wir überwiegend in Euro zu fakturieren, allerdings erfolgt die Rechnungsstellung nach USA, Brasilien, Japan und ins Vereinigte Königreich in der jeweiligen Landeswährung, was das Risiko von Kursverlusten mit sich bringt.

• Beschaffungsrisiko: Auch wenn die Teuerungsraten von Rohstoffen und Energie inzwischen wieder normalisiert haben, liegen die Preisen auf den Beschaffungsmärkten weiterhin über dem Niveau vor Beginn des Kriegs in der Ukraine.

• Produkthaftung und Garantieansprüche: Wir können durch unsere Kunden direkt oder indirekt aus Produkthaftung oder Garantieansprüchen in Regress genommen werden.

• Personalrisiken: Unser Erfolg hängt von dem umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung unserer Mitarbeiter ab. Entsprechend besteht permanent das Risiko des Verlusts von Wissen beim Ausscheiden von Mitarbeitern.

• Umweltrisiken: Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt Umweltgesetzen und -vorschriften, beispielsweise zur Luftemission, Abwasserbehandlung und Abfallentsorgung. Wie auch bei anderen Unternehmen bestehen Risiken einer Umwelthaftung aus unserem laufenden wie auch aus bereits vergangenem Geschäftsbetrieb.

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument unserer Geschäftsprozesse und eine wichtige Grundlage unserer Entscheidungen ist unser Risiko- und Chancenmanagementsystem.

Mit dem Risikomanagementsystem sollen bestandgefährdende und anderen wesentliche Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht werden, um die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen und das Risikobewusstsein im Unternehmen zu erhöhen. Das Risikomanagementsystem ist in das Planungssystem der Haimer GmbH eingebettet.

Das Chancenmanagementsystem ist an das Risikomanagementsystem angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen möglichen Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen zu nutzen. Durch das Ergreifen von Chancen sollen geplante Ziele abgesichert oder übertroffen werden. Im Chancenmanagement werden relevante, umsetzbare Chancen betrachtet, die bisher nicht in eine Planung eingeflossen sind.

Grundlegende Instrumente unserer Risikomanagements sind unsere regelmäßigen Reporting-, Planungs- und Strategieprozesse, mit denen wir negative Entwicklungen - aber auch Chancen - frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten können. Dabei ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. Risikominderung einbezogen.

Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im Lagebericht bezieht sich grundsätzlich auf ein Jahr. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Ausmaßes.

Durch die im vorigen Abschnitt beschriebenen Risiken können unsere Geschäfte, die Finanzausstattung und die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Zusätzliche Risiken, die wir nicht kennen oder die wir zurzeit für immateriell halten, können unser Geschäft ebenfalls beeinflussen.

Zur Absicherung der Risiken haben wir folgende Maßnahmen getroffen:

• Konjunkturellen Risiken versuchen wird durch den Ausbau einer möglichst ausgewogenen Kundenstruktur über alle Industriebereiche (Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Formenbau, Medizintechnik, Elektroindustrie, Automobilindustrie) zu begegnen. Insbesondere werden wir den Trend der Elektromobilität aufmerksam beobachten, um auf Änderungen unserer Absatzmärkte zu reagieren.

• Risiken, die sich hinsichtlich unserer Exporttätigkeiten ergeben können, beobachten wir aufmerksam, um zeitnah angemessen reagieren zu können.

• Wettbewerbsrisiken versuchen wir durch die ständige Verbesserung unserer Produktionsprozesse entgegen zu wirken.

• Die Liquiditätssituation des Unternehmens ist mittel- bis langfristig gesichert.

• Zur Vermeidung von Kursverlusten sichern wir einen Teil unseres Jahresumsatzes in USD mit Terminkursen ab, um einen strategischen Wechselkurs für unsere Kostenkalkulation gewährleisten zu können.

• Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei unseren wichtigsten Rohmaterialien und Komponenten zu vermeiden, verfügen wir über alternative Bezugsquellen und haben mit unseren wichtigsten Lieferanten Rahmenverträge und langfristige Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. Gegen Spekulationen um Materialengpässe sind wir gewappnet, nicht aber gegen weltweite Preiserhöhungen, pandemie- oder Force Majeure-bedingte Lieferkettenstörungen sowie signifikante Zollmengen-Verwerfungen im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen.

• Trotz erheblicher Maßnahmen zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne Produkte fehlerhaft sind. Hierzu haben wir eine internationale Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. Ferner wurden ausreichende und angemessene Rückstellungen für diese Risiken gebildet.

• Zur Abfederung der Personalrisiken betreiben wir eine intensive Potenzial- und Nachwuchsplanung und bilden in erheblichem Umfang selbst aus. Ferner werden in jedem kritischen Bereich Stellvertreter der Führungskräfte besetzt, die im Bedarfsfall die Verantwortung übernehmen können. Durch unser gelebtes Vier-Augen-Prinzip werden diese frühzeitig in Entscheidungen involviert.

• Umweltrisiken versuchen wir durch Beachtung von entsprechenden Standards und Zertifizierungen zu begegnen. Zusätzliche Anforderungen in der Zukunft könnten es erforderlich machen, unsere derzeit bestehenden hohen Umweltstandards diesen neuen Verpflichtungen anzupassen. Im Zuge dessen haben wir unseren Strombezug auf 100 % Ökostrom aus nachhaltigen und erneuerbaren Energien umgestellt.

Gesamteinschätzung zur zukünftigen Entwicklung

Unter Berücksichtigung der beschriebenen Prognose für die finanziellen Leistungsindikatoren sowie der Chancen und Risiken wird eine Steigerung des Umsatzes und Betriebsergebnisses für das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Bei ungünstiger Entwicklung bzw. Eintreten von kurzfristigen Risiken ist eine Abweichung von der Prognose nicht auszuschließen. Aufgrund unseres Risikomanagements ist es unser Bestreben, uns bestmöglich gegen die oben genannten Risiken abzusichern. Durch die skizzierten Maßnahmen können wir die Risiken im operativen Geschäft und im Finanz-, Personal- und Umweltbereich kontrollieren.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermingeschäfte im Optionsgeschäfte, werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt.

Im kurzfristigen Bereich wird die Gesellschaft im Wesentlichen durch Lieferantenkredite, Darlehen und Kontokorrent-Linien finanziert.

 

Igenhausen, 28. März 2024

Franz Haimer, Geschäftsführer

Claudia Haimer, Geschäftsführerin

Andreas Haimer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 7.985.861,27 7.662.503,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.151.912,50 1.041.363,50
II. Sachanlagen 5.659.256,00 5.501.447,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.178.560,00 1.042.201,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.254.613,00 2.387.545,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.226.083,00 2.071.701,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 1.174.692,77 1.119.692,77
1. Beteiligungen 1.124.592,77 1.119.592,77
2. sonstige Ausleihungen 50.100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 66.977.528,40 61.573.921,47
I. Vorräte 36.353.926,40 32.885.508,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.052.955,26 28.368.282,15
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19.140.564,74 19.322.967,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 570.646,74 319.130,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 726.108,69 654.398,19
D. Aktiver Unterschiedsbetrag 57.823,00 392.368,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 75.747.321,36 70.283.190,93

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 23.492.486,38 22.303.761,82
I. gezeichnetes Kapital 155.000,00 155.000,00
II. Gewinnvortrag 22.148.761,82 20.964.148,82
III. Jahresüberschuss 1.188.724,56 1.184.613,00
B. Rückstellungen 2.590.115,00 3.274.355,02
C. Verbindlichkeiten 49.664.719,98 44.705.074,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.467.645,85 36.580.510,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 75.747.321,36 70.283.190,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 68.569.341,09 62.865.226,07
2. Personalaufwand 29.123.595,95 29.123.595,95
a) Löhne und Gehälter 32.476.680,99 24.560.832,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.807.920,51 4.562.763,94
3. Abschreibungen 1.708.633,45 1.546.685,83
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.708.633,45 1.546.685,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 30.573.842,82 29.275.518,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.963,26 1.642,58
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.078.584,45 856.552,19
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.734.562,64 2.064.462,21
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 503.096,55 839.912,76
9. sonstige Steuern 42.741,53 39.936,45
10. Jahresüberschuss 1.188.724,56 1.184.613,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: Haimer GmbH
Sitz: Hollenbach-Igenhausen
Registergericht: Amtsgericht Augsburg
Handelsregisternummer: HRB 8679

Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der Haimer GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 (1) HGB. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Material und Lohn sowie aktivierungspflichtige Gemeinkosten.

Soweit steuerlich zulässig, werden die Möglichkeiten der degressiven Abschreibung genutzt. Für Zugänge im Geschäftsjahr 2023 werden die Abschreibungen entsprechend den steuerlichen Regelungen linear und pro rata temporis vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Nettoanschaffungskosten von bis zu € 800,00 werden entsprechend der steuerlichen Wahlrechtsausübung sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Nettoanschaffungskosten über € 800,00 werden aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Nach § 253 (1) S. 4 i.V.m. § 246 (2) S. 2 HGB sind zu verrechnende Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren wurden zu Anschaffungskosten aktiviert oder zu niedrigeren Werten angesetzt, die sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergeben.

Fertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die steuerlich einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungs- mathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, unter Berücksichtigung der aktuellen Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften mit einem Zinsfuß gemäß § 253 (2) HGB ermittelt. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für die Handelsbilanz erfolgte nach den Regelungen des IDW-Rechnungslegungshinweises: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021, Stand 30.04.2021) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) vom 26.04.2022 zur aktuariellen Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises. Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des Aktivprimats.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die erkennbaren Risiken sind berücksichtigt worden.

Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten möglicher Inanspruchnahme getroffen.

Eine Abzinsung der Rückstellungen wurde vorgenommen, soweit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr vorliegen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Die Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden mit dem Anschaffungskurs, höchstens aber mit dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. Bilanzerstellungsstichtag entsprechend § 256a HGB bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente bestehen in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften. Sofern sich drohende Verluste aus den Geschäften ergeben, werden diese unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit € 19.889.877,19 (Vj.: € 19.789.985,29) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von € 749.312,45 (Vj.: € 467.017,87) saldiert, da die Aufrechnungslage gegeben ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände weisen ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.

Pensionsrückstellungen und zu verrechnendes Vermögen im Sinne von § 246 (2) S. 2 HGB

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundlegung der aktuellen Richttafeln von Prof. Klaus Heubeck RT 2018 und eines Zinssatzes von 1,82 % nach § 253 (2) S. 1 HGB (durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren) bewertet. Soweit Rentenanpassungen vertraglich vorgesehen sind, wurden diese mit einer Rentendynamik von 2 % bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und sonstigem Deckungsvermögen unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 2.140.570,00 €.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 (2) S. 2 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet, welches ausschließlich zur Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dient und vor dem Zugriff durch andere Gläubiger geschützt ist. Gleiches trifft auf die zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Aufzinsung sowie dem zu verrechnenden Vermögen zu. Die Anwendung der Saldierungsvorschrift ergibt sich aus den Verpfändungen der Rückdeckungsversicherungen an die Pensionsberechtigten. Der Erfüllungsbetrag stellt sich unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Erfüllungsbetrag unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021: € 2.082.747,00

Der beizulegende Zeitwert des zu verrechnenden Vermögens wurde gemäß § 255 (4) S. 4 HGB nach dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags inklusive Überschussbeteiligung ermittelt. Der beizulegende Zeitwert und die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte stellen sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: € 2.140.570,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: € 1.715.552,00

Die verrechneten Aufwendungen bzw. Erträge innerhalb des Zinsergebnisses stellen sich folgendermaßen dar:

Zinsaufwand: € 62.067,18
Zinsertrag: € 66.254,72

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre sowie nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt € 7.290,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungsverpflichtungen.

Den erkennbaren Risiken wurde im angemessenen Umfang Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen € 2.982.206,35 (Vj.: € 1.430.240,49).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt € 38.485.439,50 (Vj.: € 35.150.270,24) durch Sicherungsübereignungen der Gesellschaft gesichert.

Zudem besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Franz Haimer Maschinenbau KG (private Haftung des Komplementärs) für alle Finanzierungskreditlinien.

Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern liegen in 2023 nicht vor.

Im Übrigen wird auf den Verbindlichkeitsspiegel verwiesen:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr Restlaufzeiten 1-5 Jahre
Zusammenstellung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.982.206,35 38.485.439,50
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.156.203,98 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 4.040.870,15 0,00
11.179.280,48 38.485.439,50

Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 621.880,64 (Vj.: € 636.557,09).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 566.832,03 (Vj.: € 1.520.103,96).

Das Zinsergebnis enthält Erträge aus Abzinsungen in Höhe von € 0,00 sowie Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von € 51.673,00.

Sonstige Angaben

§ 251 HGB Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat eine gesamtschuldnerische Bürgschaft für Verbindlichkeiten der Franz Haimer Maschinenbau KG für alle Finanzierungskreditlinien gegeben. Eine Inanspruchnahme droht nicht, da die Franz Haimer Maschinenbau KG ihre Kreditverbindlichkeiten planmäßig tilgen kann.

§ 285 Nr. 3 HGB Art und Zweck sowie Risiken und Vorteilen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

2023 2022
in T€ in T€
Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen 0 90
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 18.136 19.151
fällig im Folgejahr 6.382 6.168
davon an verbundene Unternehmen 0 0
fällig im 2. bis 5. Jahr 11.130 12.467
davon an verbundene Unternehmen 0 0
fällig > 5. Jahr 624 516
davon an verbundene Unternehmen 0 0

Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Der jährliche Aufwand aus Miet-, Pacht- und Lizenzverträgen ohne bestimmte Laufzeit hat für das Geschäftsjahr 2023 € 3.651.424,79 (Vj.: € 3.528.291,52) betragen. Davon sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen bzw. an Gesellschafter in Höhe von € 2.993.572,43 (Vj.: € 2.985.937,80) enthalten.

Als weitere Finanzierungsmaßnahmen werden von der Gesellschaft Sale-and-Lease-back-Geschäfte eingesetzt.

§ 285 Nr. 7 HGB Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter umfasste in 2023 durchschnittlich 411 (Vj.: 385) Personen und setzt sich aus 205 (Vj.: 189) gewerblichen Mitarbeitern und 206 (Vj.: 196) Angestellten zusammen.

Des Weiteren waren in 2023 durchschnittlich 28 (Vj.: 39) Auszubildende angestellt.

§ 285 Nr. 9 und 10 HGB Geschäftsführung

Das Unternehmen wird von den Geschäftsführern Herrn Franz Haimer (Ingenieur Maschinenbau), Frau Claudia Haimer (Kauffrau) und Herrn Andreas Haimer (Dipl.-Kfm.) geleitet.

Bezüglich der Angabe der Vergütung an die Organe der Geschäftsführung verweisen wir auf die Schutzklausel gem. § 286 (4) i.V.m. § 285 S. 1 Nr. 9a HGB, da die Größenordnung eines Mitglieds geschätzt werden kann.

§ 285 Nr. 11 HGB Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Die Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß § 286 (3) Nr. 2 HGB wird in Anspruch genommen.

§ 285 Nr. 17 HGB Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 65.

§ 285 Nr. 19 HGB Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente bestehen zum Bilanzstichtag in Form von USD-Termin-Verkäufen für ein Volumen von insgesamt USD 9.600.000,00 (Vj.: USD 7.200.000,00). Die Geschäfte weisen ausschließlich positive Marktwerte von in Summe € 57.048,63 auf (Vj.: ausschließlich negative Marktwerte von in Summe € -384.799,20). Zudem wurden Optionsgeschäfte für USD-Verkäufe für ein Volumen von insgesamt USD 9.600.000,00 (Vj.: USD 10.800.000,00) abgeschlossen. Die Geschäfte weisen ausschließlich positive Marktwerte von in Summe € 221.880,99 (Vj.: € 47.023,10) auf. Rückstellungen für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften mussten somit in Höhe von € 0,00 gebildet werden (Vj.: € 384.799,20). Die Marktwerte basieren dabei auf einer Mark to Market Bewertung. Die Laufzeiten der Derivate betragen bis zu einem Jahr.

§ 285 Nr. 33 HGB Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zu einer anderen Bewertung des Jahresabschlusses oder zu einem anderen Bild der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage führen müssten, sind bis zum Tag der Erstellung des Jahresabschlusses nicht erkennbar.

§ 285 Nr. 34 HGB Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Igenhausen, 28. März 2024

Franz Haimer, Geschäftsführer

Claudia Haimer, Geschäftsführerin

Andreas Haimer, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.913.601,93 356.164,41 0,00 0,00 3.269.766,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.458.326,41 289.960,58 0,00 0,00 2.748.286,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.957.362,28 370.887,85 0,00 0,00 10.328.250,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.456.332,56 959.979,61 128.314,10 0,00 8.287.997,07
4. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.119.592,77 5.000,00 0,00 0,00 1.124.592,77
2. Sonstige Ausleihungen 100,00 50.000,00 0,00 0,00 50.100,00
SUMME 23.905.315,95 2.031.992,45 128.314,10 0,00 25.808.993,30
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.872.238,43 245.615,41 0,00 2.117.853,84 1.151.912,50 1.041.363,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.416.125,41 153.601,58 0,00 1.569.726,99 1.178.560,00 1.042.201,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.569.817,28 503.819,85 0,00 8.073.637,13 2.254.613,00 2.387.545,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.384.631,56 805.596,61 128.314,10 6.061.914,07 2.226.083,00 2.071.701,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.124.592,77 1.119.592,77
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 50.100,00 100,00
SUMME 16.242.812,68 1.708.633,45 128.314,10 17.823.132,03 7.985.861,27 7.662.503,27

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02. September 2024 festgestellt.

Die Offenlegungserleichterungen gemäß § 326 f. HGB wurden in Anspruch genommen. Gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 HGB wird darauf hingewiesen, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Haimer GmbH, Igenhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Haimer GmbH, Igenhausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 18. Juni 2024

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Aufseß-Gut, Wirtschaftsprüfer

Bittner, Wirtschaftsprüfer

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