Bearbeitung und Veredlung von Holz
Scheidweiler-Flohr GmbH
Stettiner Straße, 56564 Neuwied, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Engel seit 5.11.2020 | Geschäftsführer |
Willi Scheidweiler seit 5.11.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sebastian EngelSE Holding GmbH | 50.00% |
Willi ScheidweilerW. Scheidweiler GmbH | 43.30% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 6.65% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scheidweiler-Flohr GmbHNeuwiedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die Scheidweiler-Flohr GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 20. Oktober 2020 gegründet durch Herrn Ralf Engel für die Flohr AG und Herrn Willi Scheidweiler für Scheidweiler GmbH. Die Flohr AG transferiert Ihre Sparte Spedition und Logistik und W. Scheidweiler GmbH Spedition und Lagerei in die neue Gesellschaft. Bereits 1926 gründete Wilhelm Scheidweiler in Neuwied sein Unternehmen - zunächst als Kohle- und Brennstoffhandel. In den kommenden Jahrzehnten folgte der kontinuierliche Ausbau zu einem internationalen Speditionsunternehmen in der dritten Generation. Die Gründung der Flohr AG erfolgte im Jahr 1964 durch Werner Flohr als Betrieb zur Entsorgung von Rest- und Gebrauchsholz - bis heute ein Kernbereich der Unternehmenstätigkeit. Über die Jahre wuchs der Familienbetrieb stetig und expandierte vor allem in den Bereich der Transport- und Lagerlogistik. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen bündeln nun zwei traditionsreiche Logistik-Unternehmen der Region Mittelrhein Ihre Kompetenzen. Und führen so beide Familienunternehmen gemeinsam in die Zukunft moderner Transport- und Lagerlogistik. Unser Leistungsangebot entwickelt sich dynamisch und flexibel wie die Märkte unserer Kunden. Moderne Logistik ist für uns heute weit mehr als reiner Warentransport. Das Angebot umfasst neben der Transportlogistik nach zeitgemäßen Standards auch moderne Lagerlogistik, die Koordination von Luft- und Seefracht, Zollabwicklung, Stückgut-Service sowie attraktiven Full-Service. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich dagegen erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024) 13.01.2023, www.destatis.de) Entwicklung der Branchen Im Jahr 2023 betrug der gesamte Umsatz in der Logistikbranche in Deutschland laut einer Prognose rund 330 Milliarden Euro, das sind rund 16 Prozent mehr als noch 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Krise. Den Umsatz generieren Unternehmen in den Bereichen Transport, Umschlag, Lagerei, Spedition und Verpackung und bilden damit noch vor den Branchen Maschinenbau und Chemie/Pharma einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. (Veröffentlicht von Statista Research Department, 22.02.2024) Die globale Pandemie, Kraftstoff-Engpässe und die exponentiell steigende Verbrauchernachfrage der letzten Jahre haben zu immensen Störungen der heutigen Lieferketten geführt. Obwohl es scheint, als ob wir uns aus der Corona-Krise herausbewegen, sind Lieferketten weltweit komplizierter geworden. In der Transport- und Logistikbranche ist diese Entwicklung stark zu spüren. Die Folge ist eine Notwendigkeit zur Anpassung in der gesamten Industrie: Es gilt, einen für Importeure, Hersteller und Händler gleichermaßen effizienten Weg zu finden, um das Produkt zum Verbraucher zu bringen. Jeder Akteur in der Lieferkette spielt dabei eine zentrale Rolle und muss durch den Druck des zunehmenden Wettbewerbs navigieren. Das Logistikbarometer des SCI/Verkehr, das als Indikator für die Marktverhältnisse dient, wies im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 erhebliche Schwankungen auf. Diese Schwankungen spiegeln sich insbesondere in den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider, die durch Faktoren wie steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und logistische Engpässe geprägt waren. Die Kostendynamik erwartet die Branche mit Preissteigerungen - zumindest in Teilen - abfedern zu können. Trotz sinkender Transportnachfrage berichten die Logistiker von Personaldefiziten quer durch alle Berufsgruppen. Den Befragten zufolge fehlen insbesondere Mitarbeiter wie Berufskraftfahrer und Lagerarbeiter. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Branche widerstandsfähig. Einschätzung der Unternehmensleitung Treibstoffkosten auf einem weiterhin hohen Niveau, gestiegene Fuhrpark- und Personalaufwendungen sowie entgegen der ursprünglichen Planung ausgebliebene Umsatzerlöse mit einem Neukunden von rund TEUR 2.000 führten zu einem Jahresergebnis von TEUR - 341. Das Jahresergebnis liegt somit deutlich unter dem geplanten Jahresergebnis von rund TEUR 200. Der Geschäftsverlauf stellt sich somit aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt nicht zufriedenstellend dar. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Der Geschäftsverlauf stellt sich insgesamt im Jahr 2023 ungünstig dar. Insbesondere erwartete, aber ausgebliebene Umsätze mit einem potenziellen Neukunden in einem Umfang von rund TEUR 2.000 konnten nicht realisiert werden und führten zu einer negativen Planabweichung. Der Umsatz belief sich im Jahr 2023 auf TEUR 15.418 (Vorjahr TEUR 15.318) und besteht zu TEUR 13.040 (Vorjahr TEUR 13.658) aus Frachterlösen. Bei den übrigen Umsatzerlösen handelt es sich um Logistikerlöse und sonstige Erlöse. Daneben haben insbesondere weiterhin hohe Fuhrparkkosten (TEUR 1.295, Vorjahr TEUR 1.413), Treibstoffkosten (TEUR 2.722, Vorjahr 3.388), Mautgebühren (TEUR 1.126, Vorjahr TEUR 1.083), Aufwendungen für Fremdunternehmer (TEUR 1.809, Vorjahr TEUR 1.674) sowie, aufgrund der Investitionstätigkeiten in LKW, hohe Abschreibungen (TEUR 1.161, Vorjahr TEUR 1.092) das Ergebnis belastet. Die Personalaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 6.409 nach TEUR 6.108 im Vorjahr. Somit wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 341 erzielt, welcher deutlich von dem geplanten positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 200 abweicht. 2. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 2.127 (Vorjahr TEUR 1.793). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten, welche nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (TEUR 1.623, Vorjahr TEUR 1.123). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR -2.189 (Vorjahr TEUR -1.148). Hervorzuheben sind insbesondere die hohen Investitionen in LKW in Höhe von TEUR 2.208 (Vorjahr TEUR 937). Im Jahr 2024 sind Investitionen von ca. TEUR 390 getätigt worden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr belief sich auf TEUR -61 (Vorjahr TEUR -767). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um TEUR 269 auf TEUR 1.074. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich um TEUR 23 auf TEUR 1.250, die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um TEUR 723 auf TEUR 931. Insgesamt beträgt die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds TEUR -123 (Vorjahr TEUR -122). Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel) zum Abschluss des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 129 (Vorjahr TEUR 252). Die Finanzierung und Liquidität der Gesellschaft war ganzjährig gesichert, sämtliche Verpflichtungen wurden fristgerecht und vollständig bedient. Die Gesellschaft ist hierbei derzeit abhängig von Außenfinanzierungen durch Gesellschafterdarlehen bzw. Darlehen von nahestehenden Unternehmen sowie Darlehen von Kreditinstituten. Im Mai 2024 erfolgte eine Umschuldung auf ein Darlehen bei einem Kreditinstitut in Höhe von TEUR 2.000 zur Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen und Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Besichert ist dieses Darlehen durch Verpfändung eines Wertpapierdepots einer nahestehenden Person. Die Gesellschaft hat zudem im Dezember 2024 und Januar 2025 weitere Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 445 aufgenommen. Diese sind zur Rückzahlung fällig am 31. Dezember 2025. Weiterhin wird durch die Gesellschafter ein Darlehen an die Gesellschaft in Höhe von TEUR 700 gewährt. Das Darlehen wird im August 2025 ausgezahlt und wird die Liquidität der Gesellschaft sicherstellen. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme der Scheidweiler-Flohr GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.405. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 4.675) um TEUR 1.730 bzw. 37 % erhöht. Maßgeblichen Einfluss auf die Erhöhung der Bilanzsumme hatte die Erhöhung des Anlagevermögens. Hier stehen insbesondere die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in LKW in Höhe von TEUR 2.208 im Vordergrund. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.161 (Vorjahr TEUR 1.092) gegenüber. Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 167 auf TEUR 1.103. Die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR 123 auf TEUR 129. Wir verweisen hierzu auf die Darstellung der Finanzlage unter Abschnitt B.2. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich in Höhe des Jahresfehlbetrags auf TEUR 1.430. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen in Abschnitt D. zu den bestandsgefährdenden Risiken. Auf der Passivseite ist anstelle des negativen Eigenkapitals (TEUR -1.430), welches durch den rechnerischen Gegenposten „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ auf der Aktivseite dargestellt wird, eine Null ausgewiesen. Das langfristige Fremdkapital besteht aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 531 auf TEUR 543. Das kurzfristige Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 531, Vorjahr TEUR 269), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 1.251, Vorjahr TEUR 1.227), Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (TEUR 931, Vorjahr TEUR 208) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.463, Vorjahr TEUR 1.462). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Mietkäufen (TEUR 2.256, Vorjahr TEUR 1.232) betreffend die Investitionen in Lkw. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Steuerung werden die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren verwendet: Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Gesamtkapitalrentabilität sowie Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die geplante Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wurde teilweise verfehlt. Für den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war ein leichter Anstieg geplant. Diese Erwartung konnte erfüllt werden, wenngleich die Entwicklung des Jahresergebnisses deutlich unterhalb unserer Erwartungen lag. Das geplante Jahresergebnis vor Steuern (TEUR 200) sowie eine geplante positive Gesamtkapitalrentabilität zwischen 3 % und 4 % konnten aufgrund des negativen Jahresergebnisses von TEUR 341 nicht erreicht werden. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr verweisen wir auf die entsprechenden Angaben zum Geschäftsverlauf sowie auf die Darstellungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unter B.1-3. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Die politischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Umstrukturierungen werden signifikante Auswirkungen auf die Gesellschaft und insbesondere auf die Logistikbranche haben. Vor allem hohe Energiekosten, schwache Konjunktur schrumpfen die deutsche Wirtschaft. Laut dem Logistikbarometer der SCI/Verkehr vom Mai 2025 ist der Indikator des SCI-Logistikbarometers im Mai erneut gesunken und notiert nun wieder knapp im negativen Bereich. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist die deutlich verschlechterte Einschätzung der aktuellen Geschäftslage durch die befragten Unternehmen. Der im Frühjahr 2025 beobachtete positive Impuls hat sich damit nicht verstetigt. Eine nachhaltige Trendwende, wie sie von vielen Logistikern erhofft wurde, bleibt bislang aus. Trotz der rückläufigen Lagebeurteilung zeigt sich die Erwartungshaltung der Branche gegenüber dem kommenden Quartal vergleichsweise zuversichtlich. Die Mehrheit der Unternehmen geht von einer stabilen bis leicht verbesserten Geschäftsentwicklung aus. Diese positive Erwartung steht allerdings im Spannungsfeld zu anhaltendem Kostendruck und rückläufigen Preistrends, die im Mai 2025 verstärkt als Belastungsfaktor wahrgenommen wurden. Weiterhin sind wir auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen, was aufgrund des spürbaren Fachkräftemangels nach wie vor eine große Herausforderung darstellt. Auch im Jahr 2024 war der Mangel an Fachkräften eine der größten Herausforderungen der Branche. Diese Herausforderung erwarteten wir auch für das Jahr 2025. Der Wettbewerb um talentierte Fachkräfte wird zunehmend durch Faktoren wie Arbeitsbedingungen, Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und die Nachhaltigkeit der Unternehmen beeinflusst. Dies geht aus der im Oktober 2023 veröffentlichten Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) hervor. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2025 eine erhöhte Umsatz- und Ertragsentwicklung. Laut der betriebswirtschaftlichen Auswertung 2024 betragen die Umsatzerlöse für das Jahr 2024 rund TEUR 17.600 und liegen damit etwa um TEUR 600 unterhalb des für das Jahr 2024 geplanten Umsatzes. Für das Jahr 2024 wurde ein vorläufiges negatives Ergebnis in Höhe von TEUR 152 erzielt. Diese, im Vergleich zum Jahr 2024, positive Entwicklung liegt insbesondere an der Akquisition eines Neukunden mit einem Volumen von rund TEUR 800 und dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen. Im Bereich Dieselkraftstoffe erwarten wir eine leichte Erholung. Ferner sind Kosteneinsparungen im Personalbereich geplant, welche im Jahr 2025 umgesetzt werden sollen. Positiv auf Ergebnis wird sich künftig auch die Entwicklung der Abschreibungen auswirken, da die Investitionstätigkeit aufgrund der hohen Investitionen in den Jahren 2023 und 2022, rückläufig sein wird. Für das Jahr 2025 haben wir einen weiteren Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen geplant und gehen von einem Jahresumsatz, trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage, in Höhe von rund TEUR 18.000 aus. Die Umsatzzahlen bis Juni 2025 sind vielversprechend, der Umsatz konnte planmäßig erzielt werden. Bis Juni 2025 konnte ein vorläufiges Ergebnis laut betriebswirtschaftlicher Auswertung in Höhe von rund TEUR 60 erreicht werden. Belastend wird sich die Umstellung auf die gesetzlich vorgeschriebenen digitalen Fahrtenschreiber auswirken. Investitionen sind in eine neue Speditionssoftware geplant, mit der wir für die Zukunft unsere Arbeit effektiver und wirtschaftlicher gestalten können und von der wir uns weitere, deutliche Kosteneinsparungspotentiale erwarten. Durch die langjährige Erfahrung in allen Geschäftsbereichen sowie einem breit aufgestellten Kundenkreis in verschiedenen Branchen, kann die Scheidweiler-Flohr GmbH auf allgemeine Branchenrisiken reagieren und ist damit gegenüber Konkurrenzunternehmen gut aufgestellt. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in unserer Flexibilität und Akquise von neuen, wohlaufgestellten Kunden in der Industrie. Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben, die oben beschriebenen Kosteneinsparungen sollen konsequent umgesetzt werden. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft. Das vorläufige Ergebnis des Jahres 2025 ist positiv. Für das Jahr 2025 wird insbesondere aufgrund der beschriebenen, rückläufigen Kostenfaktoren eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet. So erwarten wir ein leicht positives Jahresergebnis vor Ertragsteuern, einen gegenüber dem Vorjahr und dem Jahr 2023 leicht erhöhten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie eine leicht positive Gesamtkapitalrentabilität. Die Gesellschaft hat für das 2025 Zugang zu Fremdkapital durch Darlehen der Gesellschafter oder von nahestehenden Unternehmen und wird ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Durch die erwartete Verbesserung der Ertragslage im Jahr 2025 wird sich die Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft positiv entwickeln. D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung haben wir es uns zur zentralen Aufgabe gemacht, Maßnahmen zu etablieren, die eine schnelle und effiziente Risikoerkennung sowie eine fundierte Risikoanalyse ermöglichen. Insbesondere soll somit eine verbesserte und nachvollziehbare Risikokommunikation sichergestellt werden. Unser Risikomanagementsystem ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil aller relevanten Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Ziel dieses Systems ist es, potenzielle Risiken, die Zukunftsfähigkeit und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu identifizieren und präventiv darauf zu reagieren. Hierzu spielt das interne Überwachungssystem eine Schlüsselrolle. Zu dem internen Überwachungssystem gehören insbesondere die Anwendung einheitlicher Richtlinien, der Einsatz zuverlässiger Software sowie die Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.430 (Vorjahr TEUR 1.088) auf und ist somit bilanziell überschuldet. Somit besteht eine wesentliche Unsicherheit im Hinblick auf Fähigkeit des Unternehmens die Unternehmenstätigkeit fortzuführen. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung zum Bilanzstichtag besteht nicht, da die Gesellschafter hinsichtlich Ihrer Forderungen einen Rangrücktritt in Höhe von TEUR 1.251 erklärt haben. Des Weiteren wurde bei einem Kreditinstitut im Mai 2024 ein Darlehen (TEUR 2.000) zum Zwecke der Tilgung der Gesellschafterdarlehen aufgenommen, welches durch die Verpfändung eines Wertpapierdepots des Gesellschafters eines nahestehenden Unternehmens besichert ist. Die Gesellschaft hatte durch die Aufnahme zweier Darlehen im Dezember 2024 (TEUR 145) und Januar 2025 (TEUR 300) weiteren Zugang zu Fremdkapital. Weiterhin wird durch die Gesellschafter ein Darlehen an die Gesellschaft in Höhe von TEUR 700 gewährt. Die Gesellschafter treten in einem etwaigen Insolvenzverfahren mit ihren Ansprüchen auf Rückzahlung und Verzinsung aus diesem Darlehen im Rang hinter die übrigen Gläubiger zurück. Das Darlehen wird im August 2025 ausgezahlt und wird die Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2025 sicherstellen. Durch geplante, konsequente Kosteneinsparungen planen wir, wieder in die Gewinnzone zurückzukehren und perspektivisch weniger abhängig von Fremdkapital zu werden. Die Entwicklung in dem Jahr 2024 war, bis auf den Monat Dezember, als insgesamt positiv einzuordnen. Auch das Jahr 2025 hat vielversprechend begonnen. Die Monate Januar bis Juni ergaben ein vorläufiges Ergebnis von rund TEUR 60. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, können aber in der Regel zeitnah an Kunden weitergegeben werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird als gering eingestuft und hätte keine umgehend bestandsgefährdende Auswirkung. Durch zeitnahe Rechnungsstellung und ein gut organisiertes Mahnwesen sowie Überprüfung der Bonität der Kunden sind Zahlungsausfallrisiken ebenfalls gering und nicht bestandsgefährdend. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente der Gesellschaft liegen in Form von Darlehensverbindlichkeiten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor. Die Gesellschaft verfügt über einen allgemeinen qualitätsbewussten und zuverlässigen Kundenstamm. Zahlungsausfälle oder Wertberichtigungen treten nur in absoluten Ausnahmen auf. Darüber hinaus unterhält und pflegt die Gesellschaft mit ihren Kunden eine langjährige und vertrauensvolle Wirtschaftsbeziehung. Entstandene Verbindlichkeiten werden zu jeder Zeit in der vereinbarten Frist beglichen. Kurzfristige Kredite werden in aller Regel durch Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Ziel des eingeführten Risikomanagements ist es, die erfolgs- und zukunftsorientieren Ziele wirkungssicher zu erreichen und zu festigen und das Unternehmen gegen finanzielle Risiken jeglicher Art zu schützen. Geopolitische Risiken Risiken mit potenzieller Auswirkung auf das Wachstum und die Nachfrage nach Dienstleistungen der Gesellschaft können auch durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Risiken bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie die Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika und China. Insgesamt kann ein hohes Maß an politischer und ökonomischer Verunsicherung die Rahmenbedingungen für viele Unternehmen grundlegend ändern. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in den Märkten und damit auch auf die Nachfrage nach Dienstleistungen der Gesellschaft ergeben. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Scheidweiler-Flohr GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung sowie der Umweltpolitik zu sehen. Personalrisiken Die Scheidweiler-Flohr GmbH ist auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Der allgemeine Fachkräftemangel ist auch für die Scheidweiler-Flohr GmbH spürbar. E. Chancenbericht Durch die Investition in eine neue Speditionssoftware streben wir an, unsere Arbeitsprozesse effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Diese Verbesserung ermöglicht es uns, unsere Ressourcen optimal zu nutzen und somit die Qualität unserer Dienstleistungen zu steigern. Durch die innovative Software sind wir in der Lage, flexibler auf die individuellen Wünsche und Anforderungen unserer Kunden einzugehen und diese noch gezielter zu erfüllen. Dies stärkt nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern trägt auch zur langfristigen Kundenzufriedenheit bei Dem hohe Wettbewerb werden wir mit unseren Kernkompetenzen und langjährigen Erfahrungen in unserem Segment sowie einer hohen Zuverlässigkeit unserer eingesetzten Disponenten und Fahrer begegnen. Die Gesellschaft ist auf Grund regelmäßiger und hoher Investitionen in den vergangenen Jahren technologisch gut aufgestellt, so dass kostenoptimale Leistungen seitens der eingesetzten Technik angeboten werden können. F. Forschung und Entwicklung Die Scheidweiler-Flohr GmbH betreibt keine Forschung und Entwicklung. G. Bestehende Zweigniederlassungen Die Scheidweiler-Flohr GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Neuwied, 11. Juli 2025 gez. Willi Scheidweiler, Geschäftsführer gez. Sebastian Engel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023I. Angaben zum Jahresabschluss A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Scheidweiler-Flohr GmbH, Neuwied, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 27416 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die handelsrechtlichen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bewertung erfolgt trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Fortführung des Unternehmens den Umständen nach überwiegend wahrscheinlich, insbesondere ist die Liquidität des Unternehmens kurz- und mittelfristig gesichert. Zur Abwendung einer Überschuldung der Gesellschaft traten die Darlehensgeber gemäß Rangrücktrittserklärungen mit ihren Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.251 hinter die Forderungen aller anderen Gläubiger im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zurück, soweit diese nicht ebenfalls den Nachrang ihrer Forderungen vereinbart haben; in diesem Fall besteht Gleichrang. Die Darlehensgeber als Gläubiger dürfen ihre Forderungen solange und soweit nicht geltend machen, wie Befriedigungen hierauf zu einer Überschuldung der Schuldnerin im Sinne des § 19 InsO führen würden. Der Ausweis der Vorjahreszahlen folgender Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde aufgrund der besseren Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen und des besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wie folgt angepasst:
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Aktiva Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten, abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorausbezahlte Aufwendungen, die das Geschäftsjahr 2024 betreffen. Passiva Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. C. Angaben zur Bilanz Angaben zur Aktivseite Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
2. Angaben zur Passivseite Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 37, Vorjahr TEUR 5) wurden für die Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt TEUR 3.400,1 (Vorjahr TEUR 2.653,6). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 2.968,6 (Vorjahr TEUR 2.014,6).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von TEUR 873,0 durch Sicherungsübereignung von Anlagegütern besichert. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 56,2 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhaltet diese Verpflichtung folgende Sachverhalte:
II. Sonstige Angaben A. Sonstige Pflichtangaben Bestandsgefährdendes Risiko / Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Bilanz weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.430 aus. Es liegt somit eine bilanzielle Überschuldung vor. Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheit im Hinblick auf die Fähigkeit des Unternehmens, die Unternehmenstätigkeit fortzuführen sowie der nach dem Abschlussstichtag getroffenen Gegenmaßnahmen, verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht unter Abschnitt C. und D. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die Gesellschaft ist nahestehendes Unternehmen der Flohr AG, Neuwied. Von einem Tochterunternehmen der Flohr AG wurden ungesicherte Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 1.250,0 aufgenommen. Der Darlehensbetrag zum Abschlussstichtag beträgt insgesamt TEUR 931. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 166. Geschäftsführung Willi Scheidweiler, Bendorf Sebastian Engel, Neuwied Die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Neuwied, den 11. Juli 2025 gez. Willi Scheidweiler, Geschäftsführer gez. Sebastian Engel, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Scheidweiler-Flohr GmbH, Neuwied Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scheidweiler-Flohr GmbH, Neuwied, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scheidweiler-Flohr GmbH, Neuwied, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung Der Jahresabschluss der Scheidweiler-Flohr GmbH für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist diesbezüglich nicht modifiziert. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt I.C. und II.A. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C. und D. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Liquiditätssituation befindet und die Bilanz zum 31. Dezember 2024 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.429 aufweist. Wie in Abschnitt I.C. und II.A. und Abschnitt C. D. dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Ferner führt die Gesellschaft aus, dass durch die Umsetzung von Maßnahmen und darin enthaltenen Finanzierungs-, Ertrags- und Liquiditätsplänen eine nachhaltige Verbesserung der Ergebnisse und der Cashflows erwartet wird. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, 15. Juli 2025 DORNBACH GmbH Groß, Wirtschaftsprüfer Sellhorn, Wirtschaftsprüfer |
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