Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 1932
Eingetragen
29.11.1994
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit sowie Instandsetzung und Montage von Elektrogeräten sowie Geräten der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik aller Art, der Handel mit optischen Geräten nebst Zubehör, der Handel mit Schallplatten und sonstigen Ton- und Bildträgern, der Handel mit und die handwerkliche Fertigung und Instandsetzung von optischen und akustischen Hilfsmitteln sowie der Erwerb und die Verwaltung von Immobilien sowie die Verwaltung von Beteiligung an anderen Unternehmen und Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jannes Kühn
seit 19.10.2023
Prokura
Marc Drüner
seit 28.3.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Ulrike Utageb. Musebrink Kühn
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ulrike Utageb. Musebrink Kühn
Sarnauer Straße 22, 35094 Lahntal
100.000 DM
50.00%
Wolfram Kühn
Buchenweg 13, 35096 Weimar
100.000 DM
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jakob Siebert GmbH

Marburg-Wehrda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Jakob Siebert GmbH mit dem Sitz in Marburg gehörte zu den führenden Unternehmen in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Waldeck-Frankenberg (Filiale Korbach/geschlossen zum 31.03.2020) in den Bereichen Elektroeinzelhandel und Multimedia.

Als bisheriger Vollsortimenter von Elektrogeräten und Consumer Elektronik wurden wir durch die Auswirkungen der Corona Pandemie gezwungen, unseren Geschäftsbetrieb neu auszurichten.

Im Rahmen der Neuausrichtung wird die Ladenfläche zukünftig anderen Einzelhändlern pachtweise zur Verfügung gestellt. Wir konnten die Hauptfläche einem ehemaligen Wettbewerber vermieten, der auf dieser Fläche auch den Handel mit Unterhaltungselektronik tätigen wird. Ab dem 15.08.2022 sowie dem 01.01.2023 sind die verbleibenden Flächen langfristig (15 Jahre) an einen Hörakustiker und Optiker vermietet.

Damit ändert sich auch die Kostenstruktur grundlegend. In der aufgestellten Liquiditätsplanung wird gezeigt, dass das finanzielle Gleichgewicht unter Berücksichtigung der Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit und der angepassten Kostenstruktur dargestellt werden kann.

II. Wirtschaftsbericht

Vor dem Hintergrund der behördlichen Anordnung zur Schließung aller Einzelhandelsgeschäfte, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, haben sich die Geschäftsführung und die Gesellschafter entschlossen, erst die Filiale Korbach zum 14.03.2020 und zum 12.06.2020 auch die Filiale Marburg zu schließen.

Gleichzeitig wurde beschlossen, die unternehmerische Tätigkeit der Gesellschaft schwerpunktmäßig auf die Gebiete Vermietung/Verpachtung zu verlagern und fortzuführen.

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandprodukt in Deutschland betrug im abgelaufenen Jahr 2020 3,41 Billionen Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr preisbedingt um 3,7 % zurückgegangen. Ursächlich hierfür zeichnet sich die Corona-Pandemie.

Im Berichtszeitraum war die Branchenentwicklung im Handel mit Unterhaltungselektronik trotz der Coronamaßnahmen stabil mit + 8 % Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch sind davon 30 % auf den Onlinehandel zurückzuführen. Stationäre Standorte haben durch den Lockdown überproportional (- 22 %) verloren.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz sank erneut gegenüber dem Vorjahr um 89,04 %. Ursache hierfür war die Schließung des Geschäftsbetriebs zum 12.06.2020.

Die Abwicklung der Arbeitsverhältnisse, Mietverträge und Lieferantenverträge war zum 31.03.2021 abgeschlossen. Diese Abwicklung hat das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt stark herausgefordert.

Mit Wirkung zum 01.11.2020 konnten wir einen ehemaligen Wettbewerber als Ankermieter für unsere freie Fläche gewinnen. Erträge aus dem geschlossenen Mietverhältnis werden wegen laufender baulicher Maßnahmen ab dem nächsten Geschäftsjahr erwartet, da eine mietfreie Phase bis zum 31.03.2021 vereinbart wurde.

Nachfolgend der Vergleich der Ertrags- und Vermögenslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres.

a. Ertragslage

Auf Grund der Neuausrichtung des Unternehmens vom Handel mit Waren hin zur Vermietung von Flächen ist ein Vergleich mit den Vorjahren nicht möglich.

Die Umsatzerlöse sind von T€ 12.741 auf T€ 1.397 gesunken. Der Ergebniseffekt aus dem Umsatzrückgang konnte durch einen reduzierten Materialaufwand nicht aufgefangen werden, sodass sich das Rohergebnis um 68,52 % gegenüber dem Vorjahr verschlechterte. Im Berichtszeitraum sanken die Personalkosten um 60,22 % im Bezug zum Vorjahr, da im Zuge der Neustrukturierung deutlich weniger Personal benötigt wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Anspruch aus dem mit der Tochtergesellschaft (Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH) abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 150 (im Vorjahr T€ 169) realisiert.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt T€ - 583 (im Vorjahr T€ - 484). Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ 592 (im Vorjahr T€ 496).

b. Vermögenslage

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt T€ 470. Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresfehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr vermindert.

Die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten wurden wie auch in den Vorjahren planmäßig getilgt. Sie betragen T€ 926 (Vorjahr T€ 1.062).

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als verbesserungswürdig ein.

Unsere operative Umsatz- und Ergebnisentwicklung war rückläufig. Dies hat zur Schließung der Ladengeschäfte und zu einer Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit geführt.

Eine durch die Geschäftsführung aufgestellte Liquiditätsplanung dokumentiert, dass trotz der zuvor genannten Ereignisse das finanzielle Gleichgewicht gewahrt bleibt und die Gesellschaft auch zukünftig ihre finanziellen Pflichten erfüllen kann.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr in der Regel bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Marburg betrieb seit 2005 eine Filiale in Korbach (Nordhessen). Diese wurde aber im Zuge der Corona Krise zum 14.03.2020 geschlossen.

IV. Prognosebericht

Im Rahmen der Neuausrichtung werden die Ladenflächen zukünftig anderen Einzelhändlern pachtweise zur Verfügung gestellt.

Der Fortbestand des Unternehmens ist durch geschlossene langfristige Mietverträge und geplanten Mieteinnahmen von T€ 350 p.a. gewährleistet. Zuzüglich der Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH sowie den Geschäftsbesorgungsverträgen mit der Mega-Optic GmbH von T€ 68 p.a. und der Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH von T€ 66 p.a. Somit können die geplanten Kosten für die Verwaltung (T€ 400 p.a.) der Mietobjekte sowie Personalkosten, Rückzahlungen für Darlehen und Versicherungen erfüllt werden.

V. Chancen- und Risikobericht

Durch den neuen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in Vermietung und Verpachtung sowie der Aufgabe des Geschäftsbetriebs im stationären Einzelhandel wurden die Risiken der neuen Tätigkeit stark reduziert.

Mögliche Risiken werden als gering eingeschätzt da die vorhandenen Flächen langfristig an solvente Mieter vermietet sind. Die bilanzielle Überschuldung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Aufgrund der von uns aufgestellten Liquiditätsplanung bis Januar 2025 gehen wir unverändert von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Wir verweisen auf die im Anhang gemachten Angaben.

Aufgrund des langfristig abgeschlossenen Mietverhältnisses sind die Chancen begrenzt.

 

Marburg den 8. März 2023

gez. Wolfram Kühn, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2021
EUR
31.3.2020
EUR
A. Anlagevermögen 1.334.488,51 2.000.562,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00
II. Sachanlagen 1.308.772,92 1.443.197,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.127.607,92 1.199.605,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.165,00 243.591,51
III. Finanzanlagen 25.715,59 557.363,59
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.565,59 25.565,59
2. Beteiligungen 0,00 531.648,00
3. Sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 254.795,66 1.378.257,00
I. Vorräte 0,00 977.242,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 194.515,51 356.926,80
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 137.958,53 168.981,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 56.556,98 187.945,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 60.280,15 44.088,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.501,79 40.196,86
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 470.409,99  
Aktiva 2.074.195,95 3.419.015,88

Passiva

   
31.3.2021
EUR
31.3.2020
EUR
A. Eigenkapital 0,00 121.595,55
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 19.337,17 515.086,39
III. Jahresfehlbetrag 592.005,54 495.749,22
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 470.409,99  
B. Rückstellungen 57.775,00 130.365,46
C. Verbindlichkeiten 2.016.420,95 3.161.278,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.029.731,36 1.498.305,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 875.284,08 931.457,77
3. sonstige Verbindlichkeiten 111.405,51 731.515,39
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.776,56
Passiva 2.074.195,95 3.419.015,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2020 - 31.3.2021
EUR
1.4.2019 - 31.3.2020
EUR
1. Rohergebnis 855.013,82 2.715.415,12
2. Personalaufwand 697.561,32 1.753.595,27
a) Löhne und Gehälter 597.748,23 1.465.380,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 99.813,09 288.215,07
davon für Altersversorgung 9.945,32 11.931,42
3. Abschreibungen 114.176,61 316.542,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 114.176,61 316.542,69
davon außerplanmäßige Abschreibungen   147.109,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 731.898,05 1.283.479,34
5. Erträge aus Beteiligungen 8,25 48.992,25
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 150.323,28 168.980,61
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.031,00 2.268,40
davon aus verbundenen Unternehmen 1.031,00 1.021,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.163,73 65.873,12
davon an verbundene Unternehmen 12.774,92 15.788,95
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -583.423,36 -483.834,04
11. sonstige Steuern 8.582,18 11.915,18
12. Jahresfehlbetrag 592.005,54 495.749,22

Anhang

Jakob Siebert GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Jakob Siebert GmbH hat ihren Sitz in Marburg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter der Registernummer HRB 1932 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft, die aufgrund § 264 Abs. 4 HGB wie eine mittelgroße Kapitalgesellschaft behandelt wird.

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss, wurde bei der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung und bei den Angaben im Anhang, von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebraucht gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden wie folgt zusammengefasst:

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegüter ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Nutzungsdauern zwischen 3 und 33 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert, unter Berücksichtigung erforderlicher Wertminderungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nominalbeträgen abzüglich pauschaler Wertberichtigungen für Ausfallrisiken bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen ausgewiesen.

Das Stammkapital wird als "gezeichnetes Kapital" ausgewiesen.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Beträge in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind teilweise nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Dies betrifft die Positionen Beteiligungen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Umsatzerlöse, Materialaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen. Grund hierfür ist die Neuausrichtung des Unternehmens. Im Juni 2020 wurde das Ladengeschäft in Marburg geschlossen und es erfolgte eine Umstrukturierung hin zu einer vermögensverwaltenden Gesellschaft. Ab Dezember konnte das Ladengeschäft dauerhaft vermietet werden. Im Zuge von Umbauarbeiten wurde eine mietfreie Phase bis zum 31. März 2021 vereinbart. Erträge aus dem Mietverhältnis entstehen somit erst ab dem nächsten Geschäftsjahr.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind dem auf dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen wurde die Beteiligung an der Mega-Optic City GmbH (ehemals Bachert und Siebert GmbH) bis auf einen Erinnerungswert von 1 Euro einzelwertberichtigt.

Beteiligungsbesitz:

Sitz Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital
T€
letzter vorliegender Jahresabschluss Jahresergebnis T€
Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH Marburg 100 525 2020/2021 0
(im Vorjahr)   100 525 2019/2020 0
Mega-Optic City GmbH Marburg 100 -1.605 2020/2021 -7
(im Vorjahr)   100 -1.598 2019/2020 -13

Mit der Tochtergesellschaft Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag findet seine Anwendung seitdem Wirtschaftsjahr 2019/2020.

Umlaufvermögen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde der noch offene Restbetrag aus der Gewinnabführung der Tochtergesellschaft Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH in Höhe von T€ 127 bilanziert.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 200.000,00 und wurde zum amtlichen Umrechnungskurs von EUR 1,95583 umgerechnet (102.258,38 Euro unverändert gegenüber dem Vorjahr).

Die Jakob Siebert GmbH ist bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 470 aus. Mit Blick auf die im Frühjahr 2020 angestoßenen Restrukturierungsmaßnahmen und den geplanten Ergebnisverbesserungen geht die Geschäftsführung unverändert von einer positiven Fortführungsprognose (going concern) aus.

Gemäß der aktuellen Unternehmensplanung für die Jahre 2023 und 2024 geht die Geschäftsführung ferner davon aus, dass der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag innerhalb der nächsten Jahre durch Überschüsse vermindert werden kann.

Durch den im Dezember 2020 abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren, den mit der Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sowie die mit der Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH und der Mega-Optic GmbH abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsverträge sieht sich die Gesellschaft in der Lage, positive Liquiditätsüberschüsse zu erzielen, sodass das Management der Jakob Siebert GmbH auch in Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken sieht.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

in Klammern Vorjahr Gesamtbetrag 31.03.2021 davon mit Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.030 104 386 540
  (1499) (437) (431) (631)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 7 - -
  (386) (386) - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 875 875 - -
  (931) (931) - -
sonstige Verbindlichkeiten 105 105 - -
  (345) (345) - -
  2.017 1.091 386 540
  (3.161) (3.099) (431) (631)

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Steuern beträgt T€ 23 (T€ 199).

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit beträgt T€ 6 (T€ 1).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter, Sicherheitsübereignung und Forderungsabtretung gesichert.

D. Angaben zur Gewinn- u. Verlustrechnung

Die Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages entfallen in Höhe von T€ 150 auf die Gewinnabführung der Tochtergesellschaft Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen und Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe der nach dem Bilanzstichtag bis zum jeweiligen Vertragsende noch anfallenden Leasingraten in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 34).

Es bestehen Haftungszusagen i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB aus Bürgschaften, Abtretungen von Waren sowie Forderungsansprüchen und der Bestellung von Grundschulden gegenüber Dritten. Die Haftung begründet sich aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung aus Forderungen der Sparkasse gegenüber der Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH, der Mega-Optic GmbH sowie der Mega-Optic City GmbH.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da für die Jakob Siebert Augenoptik und Hörakustik GmbH und die Mega-Optic GmbH, bis auf die Einräumung der Kontokorrentlinie i. H. von T€ 25, keine Verbindlichkeiten bei der Sparkasse bestehen.

Die Mega-Optic City GmbH hat eine Verbindlichkeit gegenüber der Sparkasse Marburg-Biedenkopf in Höhe von T€ 29, welche aber im Folgejahr ausgeglichen wurde. Somit ist hier auch nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2020/2021 durchschnittlich 13 (Vj. 57) Mitarbeiter, darunter 1 (Vj. 9) Teilzeitkräfte und 3 (Vj. 8) Aushilfen.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer im Geschäftsjahr war bestellt:

Diplom-Betriebswirt Wolfram Kühn, Weimar (Lahn)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Marburg, den 8. März 2023

gez. Wolfram Kühn

Anlagenspiegel zum 31. März 2021

Jakob Siebert GmbH, Marburg

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.779,00 0,00 5.779,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.779,00 0,00 5.779,00 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.115.011,80 0,00 0,00 3.115.011,80
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.187.214,33 107.269,61 862.249,33 432.234,61
Summe Sachanlagen 4.302.226,13 107.269,61 862.249,33 3.547.246,41
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 85.564,59 0,00 0,00 85.564,59
2. Beteiligungen 531.648,00 0,00 531.648,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 617.362,59 0,00 531.648,00 85.714,59
  4.925.367,72 107.269,61 1.399.676,33 3.632.961,00
kumulierte Abschreibung 01.04.2020
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.03.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.778,00 0,00 5.778,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.778,00 0,00 5.778,00 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.915.405,88 71.998,00 0,00 1.987.403,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943.622,82 42.178,61 734.731,82 251.069,61
Summe Sachanlagen 2.859.028,70 114.176,61 734.731,82 2.238.473,49
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.999,00 0,00 0,00 59.999,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 59.999,00 0,00 0,00 59.999,00
  2.924.805,70 114.176,61 740.509,82 2.298.472,49
Buchwert Geschäftsjahr 31.03.2021
EUR
Buchwert Vorjahr 31.03.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.127.607,92 1.199.605,92
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.165,00 243.591,51
Summe Sachanlagen 1.308.772,92 1.443.197,43
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.565,59 25.565,59
2. Beteiligungen 0,00 531.648,00
3. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 25.715,59 557.363,59
  1.334.488,51 2.000.562,02

sonstige Berichtsbestandteile

 

Marburg, der 08.03.2023

Der Geschäftsführer

gez. Wolfram Kühn

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2023 festgestellt.

bezieht sich auf den Jahresabschluss und den Lagebericht der Jakob Siebert GmbH in der aufgestellten Form. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht der Jakob Siebert GmbH haben wir den folgenden erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jakob Siebert GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jakob Siebert GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jakob Siebert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang und Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Jakob Siebert GmbH zum 31. März 2021 einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEuro 470 ausweist. Diese Begebenheit deutet auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Eine bilanzielle Überschuldung kann auf eine tatsächliche Überschuldung und damit auf einen Insolvenzgrund hindeuten. Die Überschuldung als Insolvenzgrund (§ 19 InsO) liegt vor, wenn kumulativ eine negative Fortbestehensprognose und ein negativer Überschuldungsstatus zu Liquidationswerten vorliegen. Umgekehrt bedeutet allein schon eine positive Fortbestehensprognose die Möglichkeit der Widerlegung einer Überschuldungsvermutung.

Der Tatbestand der insolvenzrechtlichen Überschuldung ist nach den uns vorgelegten Unterlagen zum 31. März 2021 nicht gegeben. Die uns vorliegende positive Fortbestehensprognose sowie die getroffenen und geplanten liquiditätswirksamen Maßnahmen ermöglichen es uns eine Einschätzung abgeben zu können, dass auch zukünftig ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um die im Planungshorizont jeweils fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Aufgrund der positiven Fortbestehensprognose erübrigt sich die Prüfung der rechnerischen Überschuldung.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biedenkopf, 6. April 2023

JPLH Treuhand AG
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gez. Heß, Wirtschaftsprüfer

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