Mainau Ruhewald GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Baumschulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Wolfgang Roensch seit 12.11.2025 | Geschäftsführer |
Hannes Florian Cramer von Clausbruch seit 6.5.2025 | Prokura |
Björn Wilhelm Graf Bernadotte af Wisborg seit 2.11.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lennart Bernadotte Stiftung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mainau GmbHKonstanzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Mainau GmbH, Konstanz ("Gesellschaft"), Amtsgericht Freiburg i. Br. HRB 380391, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 - 5 Jahre bei Software, 10 bzw. 15 Jahre bei anderen Rechten zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft sind mit den Anschaffungskosten gemäß Eröffnungsbilanz der Gesellschaft zum 1. März 1974 mit EUR 4,09 bzw. EUR 1,02 pro qm bewertet. Die Grundstücke auf der Insel Mainau, soweit diese nicht der landwirtschaftlichen Fläche zuzuordnen sind, sind mit dem DM-Eröffnungsbilanzwert (= Einheitswert nach den Wertverhältnissen 1. Januar 1935) bewertet. Gebäude sind, soweit sie bereits vor dem 21. Juni 1948 erbaut worden sind, zu DM-Eröffnungsbilanzwerten (= Einheitswert nach den Wertverhältnissen 1. Januar 1935), berichtigt um nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten und Abschreibungen bewertet. Zuschüsse wurden von den Herstellungskosten abgezogen bzw. ergebniswirksam vereinnahmt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte technische Anlagen und Maschinen werden degressiv abgeschrieben; der Übergang erfolgt, sobald die lineare Abschreibungsmethode zu höheren Abschreibungsbeträgen führt als die degressive. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft die Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG analog an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Die Gesellschaft übt in Bezug auf den Wertansatz eines Gebäudes das Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Posten nach den vor der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes geltenden Vorschriften aus. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Holzbestände werden retrograd durch einen Abschlag von 15 % auf den Verkaufspreis bewertet. Soweit den einzelnen Gegenständen aufgrund schlechter Verwertbarkeit ein geringerer Wert am Bilanzstichtag beizulegen war, wurde ein entsprechender Bewertungsabschlag berücksichtigt. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % (i.Vj. 1 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenwerten bzw. Tageswerten bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30,18 % (i.Vj. 29,48 %). Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,74 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden bis zum Abschlussstichtag stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Auf bebaute Grundstücke des Anlagevermögens sind insgesamt Abschreibungen aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften gemäß § 82a EStDV und § 7i EStG in Höhe von TEUR 48 in Vorjahren vorgenommen worden, die sich durch zwischenzeitliche Verminderung der Normalabschreibungen um TEUR 33 ermäßigt haben, so dass die Buchwerte zum Jahresende noch um TEUR 15 vermindert sind. Die aufgrund dieser Bewertung noch entstehenden Ertragsteuerbelastungen verteilen sich langfristig. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:
* Stand 31.12.2022, es liegen zum
Berichtszeitpunkt keine neueren Stände vor
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 4) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Die gemäß Art. 28 EGHGB in der Bilanz nicht ausgewiesene Rückstellung für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 98. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden:
Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,18 % (i.Vj. 29,48%) zugrunde gelegt. Latente Steuerschulden Die latenten Steuersalden und ihre Änderungen ergeben sich wie folgt:
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf betrieblichen Grundstücken in Höhe von insgesamt TEUR 18.000 besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 50 mit einer Bankbürgschaft abgesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 358 (i.Vj. TEUR 292) ausgewiesen. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 108 (i.Vj. TEUR 40) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Es handelt sich dabei um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11, i.Vj. TEUR 28), der Ausbuchung von Gutscheinen, mit deren Einlösung nicht mehr zu rechnen ist (TEUR 14, i.Vj. TEUR 12) und Erträge aus der Schlußabrechnung für die Zuschüsse für die Corona-Pandemie (TEUR 83, i.Vj. TEUR 0). In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR - (i.Vj. TEUR 450) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 23 (i.Vj. TEUR -) Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Es handelt sich dabei um Aufwendungen aus Forderungsverlusten (TEUR 21, i.Vj. TEUR -) und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 2, i.Vj. TEUR -). III. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführerin für Park und Garten, Gastronomie und Souvenir Björn Graf Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführer für Land- und Forstwirtschaft Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 426 (i.Vj. 379) Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt (ohne Auszubildende und nach Köpfen):
Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Bilanzgewinn 2023 TEUR 150 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Konstanz, den 15. Mai 2024 Mainau GmbH, Konstanz Die Geschäftsführung Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführerin Björn Graf Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft gilt als größtes touristisches Ausflugsziel in der internationalen Bodenseeregion (Blumeninsel mit historischem Schlosspark). Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft bestehen in den Profit-Center-Bereichen "Park, Garten und Forst", "Gastronomie", "Handel" sowie "Erlebniswald". Die Gäste der Insel Mainau können einen einzigartigen historischen Park mit Schloss und Schlosskirche, Arboretum, Palmenhaus, Schmetterlingshaus und vielem anderen besichtigen. Der Bereich "Forst" bewirtschaftet 450 ha Fläche auf dem Festland (Wald- und Landwirtschaft). Eine Vielfalt von gastronomischen Angeboten von Eisständen über Selbstbedienungsrestaurants bis zu bedienten Restaurants (Schwedenschenke, Comturey) steht im Unternehmensbereich "Gastronomie" zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Möglichkeit, Veranstaltungen (z.B. Hochzeiten, Tagungen, Fortbildungen) in hochwertigem Umfeld auszutragen. Der Unternehmensbereich "Handel" bietet den Gästen in 9 Shops vor Ort sowie in einem online-Shop eine große Anzahl von Artikeln zum Kauf an, zu einem Großteil mit Bezug zum Garten, zur Insel Mainau und zur Bodenseeregion. Der Erlebniswald bietet Individualgästen sowie Privat- oder auch Firmen-Gruppen ein Spektrum an Kletter-, Erlebnis-Pädagogik sowie Teambuilding-Erlebnissen. Die Angebote richten sich sowohl an Privatpersonen (Besuchsort Insel Mainau, Gastronomie, Handel) wie auch an Geschäftskund:innen (Veranstaltungsangebote, Fortbildungen, Forst) zumeist im Inland, jedoch auch im -hauptsächlich deutschsprachigen- Ausland. Für die Umsetzung der Geschäftstätigkeit werden vor allem die Einsatzfaktoren Anlagevermögen (Gelände, Gebäude) sowie Mitarbeitende eingesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Geschäftstätigkeit sind das Wetter sowie die Entwicklung der Arbeitskosten. 1.2 Forschung und Entwicklung Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung. Vielmehr beteiligt sie sich als Projektpartnerin an entsprechenden Forschungsprojekten diverser Unternehmens- und akademischer Partner. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in 2023 von den Folgen der globalen Krisen belastet und kam ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung ging kalenderbereinigt um 0,1 % zurück. Die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. In einem Umfeld aus ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland konnte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nicht weiter fortsetzen. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher. Auch in diesem wirtschaftlich unsicheren Umfeld unternahmen im Jahr 2023 61 % (Vorjahr 58 %) der deutschen Wohnbevölkerung eine Reise von wenigsten 5 Tagen Dauer. Die Reisetätigkeit erreichte damit dasselbe Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Die Reisefrequenz stieg mit dem Einkommen: Während nicht einmal ein Drittel der Geringverdienenden (Haushaltseinkommen <1.500E/ Monat) unterwegs waren, begaben sich 83 % der Besserverdienenden (Einkommen >5.000€/ Monat) auf Reisen. Familien (75 %) und kinderlose Paare (72 %) verreisten überdurchschnittlich oft, während Singles (50 %) deutlich häufiger zu Hause blieben. Deutschland blieb auch in 2023 mit 37,1% das beliebteste Reiseziel der deutschen Wohnbevölkerung, verlor jedoch ggü. dem starken Post-Corona-Jahr 2022 3,5 Prozentpunkte (2019: 34,4 %). Lediglich die Feriengebiete Niedersachsen (+1,1 %) und Baden-Württemberg (+0,4 %) trotzten diesem Trend. Aufgrund höherer Kosten und dem Trend zur Mehrfachreise verkürzte sich die Reisedauer im Vergleich zum Vorjahr erneut um etwa einen Tag (2023: 11,9 Tage, 2022 13,0 Tage). Bei Inlandsreisen erhöhte sich die Verweildauer auf 9,4 Tage (2022: 9,1 Tage), was auf den hohen Anteil von älteren Reisenden zurückzuführen ist, sie verfügten oftmals über ausreichende finanzielle und zeitliche Ressourcen. Die Ausgaben pro Urlaubstag im Inland entwickelten sich inflationsbedingt und aufgrund hoher Nachfrage zu einem Allzeit-Hoch von 132 EUR (2022: 112 EUR). Sie lagen damit erstmals höher als in innereuropäischen Destinationen und lassen die Bereitschaft der Reisenden erkennen, sich auch im Umfeld gestiegener Preise Urlaubserlebnisse durchaus etwas kosten zu lassen. Die Region des internationalen Bodensees verzeichnete 3,9 Mio. Ankünfte (2022: 3,5 Mio., 2019: 4,9 Mio.) und 10,2 Mio. Übernachtungen (2022: 9,5 Mio., 2019: 14,1 Mio.) und zeigt somit eine weitere deutliche Erholung und Normalisierung der Gästezahlen. Quellen: Pressemitteilung 019/24 (15.01.2024) Statistisches Bundesamt, Tourismusanalyse 2024, Int. Bodensee-Tourismus GmbH 2.2 Geschäftsverlauf Das Thema, unter dem die Insel Mainau Park und Gärten präsentierte, lautete in den Jahren 2022 und 2023 "Schlossjuwel und Gartenrausch". Die Gäste wurden eingeladen, die Höhepunkte in der Mainau-Geschichte zu entdecken: u.a. 750 Jahre Deutscher Orden auf der Insel Mainau, 275 Jahre Schloss Mainau, 150 Jahre Rosengarten. Dabei standen die "grünen Fürsten" Nikolaus II Esterhazy und Napoleon III und ihr landschaftsgestalterisches Mäzenatentum am Bodensee bei Installationen und Ausstellungen auf der Insel Mainau und anderer Ausstellungspartner der Region im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wettertechnisch war das Jahr 2023 ein Jahr der Extreme: Von strengem Frost und Schneefall mit Gefahr für Schneebruch im Februar über einen sehr nassen und zu milden März und April zeigten sich Mai und Juni sehr sonnig und trocken. Die Trockenheit setzte sich fort, Anfang Juli wurden die heißesten Tage des Jahres gemessen. Die Hitze in Juli und August hatte viele Unwetter zur Folge, der September und die erste Oktoberhälfte brachten viel Sonne und weiterhin Wärme. Ab der 2. Oktoberhälfte fiel bis Jahresende überdurchschnittlich viel Regen. Das Jahr 2023 wurde durch die von der Corona-Pandemie verursachten Marktveränderung beeinflusst: Der schwer gebeutelte Busmarkt erholte sich weiterhin nur langsam, eine vollständige Normalisierung wird nicht erwartet, jedoch eine weitere Erholung. Die aktuellsten Analysen (Herbst 2023) berichten von 52 % weniger Fahrgästen in 2022 als in 2019 und 8 % weniger Busunternehmen sowie einer Auslastung von 56 % der vorhandenen Sitzplätze. Der Anteil der ausländischen Gäste erholte sich deutschlandweit auf 16,6 % (2022 15,1 %) konnte jedoch noch nicht das Niveau von 2019 erreichen (18,1 %). Diese Entwicklungen sorgten dafür, dass die vor-Corona-Besucherzahl von ca. 1,2 Mio. Gästen noch nicht wieder erreicht wurde: Es besuchten ca. 923.000 (i.Vj. 988.000) Gäste die Insel Mainau. Der Erlebniswald konnte seine Besucher:innenzahl mehr als verdoppeln (2023: 9.591 Besucher:innen, 2022: 4.442 Besucher:innen). Im Jahr 2023 konnte die Mainau GmbH über sämtliche Medien hinweg mit einer insgesamten Auflagenhöhe von 178 Mio. und 62 Ausstrahlungen TV und HÖF (2022: 235 Mio. und über 104 Ausstrahlungen) eine hohe Präsenz erreichen. Insbesondere eine Veranstaltung der Mentor Stiftung Deutschland, an der I. M. Königin Silvia von Schweden teilnahm, stieß auf großes mediales Interesse. Auch in den sozialen Medien wurden die Aktivitäten des Unternehmens kommuniziert und geteilt: Mit 13,6 Mio. Impressions und knapp 970T Interaktionen konnte zwar das hohe (Post-) Pandemie-Niveau nicht gehalten werden, jedoch konnte die Community-Größe um 17,7 % auf 85.600 Nutzer:innen gesteigert werden (Ende 2022: 72.750). Im Sommer 2023 wurden erneut etliche Konzerte durchgeführt sowie von Ende November 2023 bis Anfang Januar 2024 der Christmas Garden Mainau, jeweils in Kooperation mit entsprechenden Partnern. Die abendlichen Mainau-Erlebnisse begeisterten nahezu 80.000 Gäste, der Christmas Garden hat wirtschaftlich ein deutlich positives Ergebnis erzielt. Die Investitionstätigkeiten (TEUR 2.400) sind deutlich angestiegen und liegen über dem Vorjahr (2022: TEUR 979 TEUR) und über dem Schnitt der Vorjahre (2018-2022: TEUR 1.159) und ebenso über dem Volumen der planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 1.681). Die Investitionstätigkeiten konzentrierten sich u.a. auf die Erneuerung der Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 904), die Fertigstellung des neuen Parkteils "Farn und Fuchsie" (TEUR 466), die Erneuerung von Außenanlagen (ca. TEUR 180, u.a. Baggerspielplatz, Pumpenanlage), die Fertigstellung der Kletteranlagen im Erlebniswald (TEUR 168), den Erwerb immaterieller Anlagewerte (TEUR 303 TEUR, u.a. neue Homepage, neue Planungs- und Reportingplattform, Gäste-App) und die wesentliche Verbesserung von Gebäudesubstanz (TEUR 238, u.a. HLSE-Installationen Schloss, Mainau-Hof) sowie einen neuen Bebauungsplan (ca. TEUR 101) . Quellen: Pressemitteilungen 398 (06.10.2023) und 053 (09.02.2024) Statistisches Bundesamt, 2.3 Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 2.3.1 Vermögenslage Die Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt folgende Übersicht:
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 890 auf TEUR 31.082 erhöht. Auf der Aktivseite war dies im Wesentlichen auf die Erhöhung des Anlagevermögens (TEUR 689) durch im Vergleich zum Abschreibungsvolumen höhere Investitionstätigkeit und die leichte Erhöhung des Umlaufvermögens (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern) (TEUR 201) zurückzuführen. Die flüssigen Mittel nahmen nur leicht (TEUR 143) auf TEUR 5.338 ab. Auf der Passivseite hat sich insbesondere durch den Jahresüberschuss das wirtschaftliche Eigenkapital um TEUR 1.726 erhöht. Zudem wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR -1.412 gemindert. Das wirtschaftliche Eigenkapital beinhaltet das handelsrechtliche Eigenkapital sowie langfristige, nachrangig besicherte Kredite. Die Investitionsdeckung des Anlagevermögens durch wirtschaftliches Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital beträgt 64,4 % (i.Vj. 59,0 %). 2.3.2 Finanzlage Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 5.338 und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert von TEUR 5.481. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 3.808 (i.Vj. TEUR 7.315). Aus den Investitionen in das Anlagevermögen ergab sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -2.389 (i.Vj. TEUR -979). Die Investitionen wurden aus dem Cashflow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.562 (i.Vj. TEUR -2.589) resultiert aus der Tilgung des KfW-Corona Darlehens (TEUR 1.412) und der Gewinnausschüttung an die gemeinnützige Gesellschafterin zur Erfüllung von gemeinnützigen Zwecken (TEUR 150). Die von einem Bankenkonsortium gewährten Kredite bzw. Kreditrahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 17.000 haben zum 31. Dezember 2023 ein Volumen von TEUR 17.000 und eine Laufzeit bis 30.06.2026. Von den TEUR 17.000 wurden zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 6.000 beansprucht, so dass ein noch freier Kreditrahmen von TEUR 11.000 zur Verfügung steht. Bei diesen TEUR 6.000 EUR handelt es sich um ein endfälliges Darlehen. Der weitere eingeräumte Kreditrahmen wurde im Jahr 2023 durchgängig nicht beansprucht. Die mit dem Bankkonsortium abgeschlossene Finanzierung mit einer Laufzeit bis 30.06.2026 und einem Jahr Verlängerungsoption enthält die Kennzahlen "Verschuldungsgrad" und "Eigenkapitalquote. Diese Finanzkennzahlen wurden während des gesamten Geschäftsjahres eingehalten. Das KfW-Corona-Darlehen (ursprünglich TEUR 6.000, Stand 31.12.2023 TEUR 3.529) hat eine Laufzeit in tilgender Form bis zum 30.06.2026. 2.3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.130 bzw. 10,6 % auf TEUR 32.694 erhöht. Grund für den Anstieg der Umsatzerlöse sind insbesondere die gute Tourismuskonjunktur im Geschäftsjahr, die zur stabilen Entwicklung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr geführt haben. Des Weiteren hat der Anstieg des Pro-Kopf-Umsatzes einen positiven Umsatzeffekt. Der Pro-Kopf-Umsatz stieg um EURO 2,25 auf EURO 32,09 (7,5 %). Ursächlich sind Anpassungen der Preise an inflationsbedingt gestiegene Kostenniveaus sowie ein gestiegenes Konsumausgabeverhalten der Gäste für Gastronomie und Handel sowie ein starkes Veranstaltungsgeschäft. Der um sonstige neutrale Aufwendungen bereinigte Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.796 bzw. 12,9 % erhöht. Die Zuführung zum Kassenvermögen der Unterstützungskasse wurde aus steuerlichen Gründen ausgesetzt. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 71 erhöht. Die betrieblichen Aufwendungen haben sich um insgesamt TEUR 1.431 bzw. 16,6 % in sämtlichen Kostenarten im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die größte Erhöhung wurde im Betriebsaufwand durch wieder deutlich höhere Infrastrukturinstandhaltungs- sowie laufende Unterhaltungskosten sowie für Fortbildung und IT realisiert. Das Betriebsergebnis hat sich um 0,8 % auf TEUR 3.137 (i.Vj. TEUR 3.161) marginal verringert. Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 11 auf TEUR -470 verschlechtert. Ursächlich hierfür ist der durch Erhöhung des Zinsniveaus entstandene Mehraufwand. Das neutrale Ergebnis hat sich um TEUR 577 auf TEUR 3 verbessert. Im Vorjahr waren u.a. TEUR 450 Zuführung zur Unterstützungskasse und Einmalkosten im Zusammenhang mit der Anschlussfinanzierung in Höhe von TEUR 186 angefallen, die in 2023 nicht angefallen sind. Die neutralen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungsleistungen (TEUR 18, i.Vj. TEUR 19), sowie periodenfremde Erträge aus nicht eingelösten Gutscheinen (TEUR 14, i.Vj. TEUR 12) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11; i.Vj. TEUR 28). Die neutralen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Rückstellungen für Abfindungsvereinbarungen (TEUR 102; i.Vj. TEUR -) und Forderungsverluste (TEUR 21; i.Vj. TEUR 2). Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 542 auf TEUR 2.670 (i.Vj. TEUR 2.128) verbessert. Die Ertragssteuerbelastung beträgt ca. 30 % (i.Vj. 30 %) und beinhaltet eine tatsächlich zu zahlende Ertragsteuer von TEUR 526 (i.Vj. TEUR 172) sowie einen latenten Steueraufwand von TEUR 268 (i.Vj. TEUR 470). Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 385 gegenüber dem Vorjahr auf einen Jahresüberschuss von TEUR 1.876 (i.Vj. TEUR 1.491) verbessert. 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2023 endet unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Einflüsse mit einem für die Geschäftsführung guten Geschäftsjahresergebnis von TEUR 1.876 (i.Vj. TEUR 1.491). Die ursprünglich im Geschäftsplan 2023 prognostizierten Umsatzerlöse mit TEUR 33.550 wurden um ca. TEUR 850 nicht erreicht. Das Planergebnis wurde aufgrund von geringeren Material-, Personal- und Sachkosten als geplant um TEUR 876 übertroffen. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung Laut ihrem Jahreswirtschaftsbericht erwartet die deutsche Bundesregierung für das Jahr 2024 ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2 %, nach 0,3 % Rückgang im IV. Quartal 2024. Sie formuliert diese Erwartung auf Basis der gesunkenen Inflation (2, 9% im Januar 2024), eines robusten Arbeitsmarktes, der mit 46 Mio. Beschäftigten einen neuen Höchststand erreicht hat und hoher nominaler Lohnzuwächse, die zu einem Zuwachs der Kaufkraft und einer Stärkung der Binnennachfrage führen dürfte. Die Inflation wird im Jahr 2024 in Deutschland anhalten, lt. Einschätzung der Bundesregierung und der EU-Kommission mit 2,8 %, lt. Einschätzung der Bundesbank mit 2,7 %, ebenso im Euro-Raum mit 2,7 % (BMWK 1.3.2024, EU-Kommission 15.2.2024, Übersicht tagesschau.de 5.3.2024); Der Sachverständigenrat prognostiziert einen Anstieg der Konsumausgaben um 1,2 % ggü Vorjahr. Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,0 % (OECD 5.2.2024; BMWK 1.3.2024), 3,1 % (IWF 31.1.2024) bzw. 2,6 % (ifo Institut 23.1.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2024 mit 0,9 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % erwartet. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März 2024 auf 87,8 Punkte gestiegen, nach 85,7 Punkten im Februar 2024. Die Dienstleister bewerteten auch ihre aktuelle Lage etwas besser. Vor allem in Transport und Logistik sowie im Gastgewerbe ging es bergauf. Auch im Handel konnte der Index deutlich zulegen. Die Händler zeigten sich mit den laufenden Geschäften zufriedener. Zudem waren die Erwartungen nicht mehr so pessimistisch. Insbesondere der Einzelhandel sieht einen Hoffnungsschimmer. Das Ifo-Geschäftsklima der Unternehmen im Baugewerbe sank Anfang 2024 auf ein Rekordtief. Ebenso ist eine leichte Stagnation der Preisentwicklung -weiterhin differenziert je nach Material- zu beobachten, so dass Experten hoffen, dass der Höhepunkt des Preisniveaus erreicht wurde. In Kombination mit seit Ende 2023 sinkenden Zinsen wird eine erhöhte Baunachfrage erwartet. Für die geplanten Bauprojekte des Unternehmens gilt weiterhin, die Mittel effektiv und effizient einzusetzen. Auch wenn die Energiepreise ggü. dem Vorjahr deutlich sinken werden, erwartet die Geschäftsführung aufgrund steigender CO 2 -Bepreisung und volatilerer Bedingungen auf den Energie- und Strommärkten in diesem Bereich kontinuierlich steigende Kosten, weshalb die Mainau Energie- und Klimaschutz-Strategie (MEKS), die Klimaneutralität in den Scopes 1 und 2 in 2030 vorsieht, die umso konsequenter zu verfolgen ist. Der Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel dürfte sich angesichts des Übergangs der Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand weiter verstärken. Die Verabschiedung von Fachkräfteeinwanderungs- und Weiterbildungsgesetzen soll dem entgegenwirken. Das Unternehmen wird die Möglichkeiten, die sich aus den Gesetzen ergeben, aktiv nutzen. Eine weitere Entwicklung in Richtung Ganzjahresbeschäftigung, weitere Verbesserung von Arbeitgeber-Angeboten (Wohnraum, Gesundheitsangebote, flexible Arbeitszeitgestaltung etc.) sind ebenso wichtig wie die Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten der Leistungserbringung, die mit weniger Mitarbeitenden auskommen. Der Preisanstieg für Lebensmittel (insbes. Brot, Getreide, Molkereiprodukte, Eier, Gemüse) dürfte sich in 2024 abflachen, jedoch wird auch hier aufgrund steigender Löhne, Energiepreise und Lieferketten-Veränderungen mit einem weiteren Preisanstieg gerechnet. Das wird vor allem Auswirkungen auf den Wareneinsatz in der Gastronomie zeigen, so dass die Arbeit an veränderten Rezepturen, höherer Effizienz in den Prozessen und noch kleineren und saisonaleren Karten zu intensivieren ist. Quellen: Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung, Februar 2024, Jahresgutachten 23/24 Sachverständigenrat Begutachtung ges.wirtschaftliche Entwicklung, Entwicklung der Baupreise in DE, statista 2024-03, ifo Institut 23.2.2024), EU-Kommission 15.2.2024 Künftige branchenbezogene Entwicklung Weiterhin rangiert der Urlaub stabil ganz oben in der Bedürfnisstruktur der Deutschen (siehe 2.1 Gesamtwirtschaftliche u. branchenbezogene Rahmenbedingungen). Umfragen zeigen, dass 63 % der Deutschen planen, eine Reise zu unternehmen (2023: 60%) und dass 28,2 % der deutschen Wohnbevölkerung eine Reise in Deutschland planen (2023: 28%). Die effektive Entscheidung für eine deutsche Destination könnte auch in 2024 höher ausfallen (siehe 2023: von 28 % geplant, von 37,1 % durchgeführt). Eine negative Beeinflussung der Reiseentscheidung durch geopolitische Konflikte (Russlandkrieg in der Ukraine, Israel-Palästina-Konflikt) lässt sich nicht ablesen. Der Wunsch nach einer Fernreise bleibt bei etlichen Urlauber:innen bestehen. Hinsichtlich der Zielgruppenstruktur zeichnet sich allerdings ab, dass Geringverdiener:innen bezüglich ihrer Urlaubsmöglichkeiten zunehmend unter Druck geraten. Hinsichtlich der internationalen Gäste erwartet die Geschäftsführung, dass sich die Ankünfte weiter schrittweise erhöhen werden in Richtung Niveau 2019, nachdem nun alle noch existierenden Corona-Einreisebeschränkungen aufgehoben sind. Quellen: Stromreport 2024, Tourismusanalyse 2024 der Stiftung für Zukunftsfragen Geschäftsplan der Mainau GmbH für das Geschäftsjahr 2024 Der im November 2023 aufgestellte Geschäftsplan für das Geschäftsjahr 2024 ist grundsätzlich als Aktionsraum zwischen zwei unterschiedlichen Szenarien (Basis- und Positiv-Szenario) aufgestellt. Das Basis-Szenario geht von einem verhaltenen Reiseverhalten (Unsicherheit, wirtschaftliche Hinderungsgründe, reduziertes Reisegruppengeschäft, usw.) und daher knapp 900T Besucher:innen aus. Die Preise werden für das Geschäftsjahr 2024 um durchschnittlich 5% angehoben, zur Abmilderung von Preiserhöhungsbelastungen die unterschiedlichen Eintrittspreis-Kategorien beibehalten (Mo-Mi, Do-So und Flex-Ticket). Die Umsatzerlöse werden auf Basis dieser Annahmen mit knapp 31,5 MEUR und in der Folge ein ausgeglichenes Ergebnis bei einem EBITDA von 3,0 MEUR erwartet. Das Positiv-Szenario basiert auf knapp 900T Besucher:innen, erzielt einen Gesamtumsatz von ca. 36,9 MEUR und einen EBITDA von 5 MEUR nach erhöhten Aufwendungen für Außenanlagen- und Gebäudeinstandhaltung sowie IT. Im Bereich der Personalkosten wird im Basis-Szenario mit einem Betrag von MEUR 15,8 MEUR geplant, im Positiv-Szenario wegen höherem Mitarbeitendenbedarf aufgrund sehr guten Geschäftsverlaufes mit 16,7 MEUR. Die Mitarbeitendenanzahl wird dementsprechend voraussichtlich in beiden Szenarien wieder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen, in 2023 bereits durchgeführte Tariferhöhungen und für 2024 konkret absehbare Anpassungen sind berücksichtigt. Bei den Sachkosten ist ein Teil umsatzbedingt im Vergleich zum Vorjahr höher angesetzt, der fixe Teil der Sachkosten ist an den Geschäftsverlauf angepasst, so dass sich Planansätze in Höhe von ca. 8,7 MEUR bzw. ca. 10,7 MEUR ergeben. Ein wesentlicher Teil der Erhöhung im Positiv-Szenario ist durch erhöhten Energieverbrauch durch Mehrgeschäft, Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen sowie zusätzliche IT-Projekte begründet. Die Investitionen werden verglichen mit 2023 deutlich differenzierter geplant: 3,4 MEUR im Basis- und 5,1 MEUR im Positiv-Szenario (2023: Basis-Szenario ca. 4,1 MEUR und Positiv-Szenario ca. 4,8 MEUR), um weiterhin coronabedingte Verschiebungen von 2020 bis 2022 aufzuholen und auch gezielt in die künftige Entwicklung zu investieren. 3.2 Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Risikomanagement-Methoden sind in der Gesellschaft u.a. der Austausch in den verschiedenen Branchen-Netzwerken sowie der regelmäßige Austausch der Geschäftsführung mit dem gesamten Führungsstab "Executive Board" (EBO), welcher entsprechend dokumentiert wird. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen Gespräche der Geschäftsführung mit den Unternehmensbereichsleiter:innen statt. In diesen Sitzungen werden intensiv Informationen über die wesentlichen Branchen-, Unternehmens- und bereichsspezifischen Risiken ausgetauscht und an die Geschäftsführung weitergegeben. Im Rahmen des Controllings werden die Budgetvorgaben sowie die EBITDA- und die Liquiditäts-Entwicklung laufend überprüft, die Abgleiche stehen den Kostenstellenverantwortlichen tagesaktuell in einer digitalen Auswertung zur Verfügung, um Soll-Ist-Abweichungen zeitnah erkennen und darauf reagieren zu können. Abweichungen werden in den regelmäßigen Besprechungen analysiert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Ausgerichtet an den Bedürfnissen der einzelnen Profitcenter und Unternehmensbereiche werden die Controlling-Instrumente weiterentwickelt, um die Planungsqualität wie auch die Frühwarnsysteme zu verbessern. Allgemeine Risikoeinschätzung Auf die Risiken im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld und der künftigen branchenbezogenen Entwicklung wird auf Punkt 3.1. (Prognosebericht) verwiesen. Wetter Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft hängt trotz entsprechender Investitionen zusätzlich weiterhin maßgeblich vom Wetter ab. Insbesondere ist das Wetter an Feiertagen, Brückentagen und in der Ferienzeit von großer Bedeutung für die Gesellschaft. Der fortschreitende Klimawandel und die damit einhergehende Häufung von Extrem-Wetterlagen führen zu einer zunehmenden Schwankung der Gästezahlen. Die Risiken aus Wettereinflüssen und damit im Zusammenhang stehende Schwankungen der Besucherzahlen sind kurzfristig nur bedingt steuerbar und werden mittel- und langfristig durch die Entwicklung von wetterunabhängigeren Angeboten (online-Handel, MICE-Angebote, Gartenplanung, Gartenpflege, Bestattungen) schrittweise reduziert. Region Bodensee Nach wie vor lässt sich sagen, dass das Reisen auch in Krisenzeiten für die deutsche Wohnbevölkerung eher die Regel als die Ausnahme ist, denn Krisen aller Art haben den Tourismus in den letzten 50 Jahren ständig begleitet und die Reiseaktivität dabei allenfalls kurzfristig erheblich und langfristig kaum spürbar beeinflusst. Bezüglich der Vermarktung, Buchbarkeit und Erschließung der internationalen 4-Länder-Region Bodensee besteht weiterhin Handlungsbedarf. In der Kooperation mit Vermarktungsgesellschaften und -gemeinschaften wird ein Mix aus digitalen und analogen Vermarktungsformaten durchgeführt (z.B. Messen, Reisemärkte, online-Kampagnen), jedoch stellt die komfortable Information und Buchbarkeit angesichts der Internationalität -inkl. eines nicht-EU-Landes- der Region weiterhin eine Herausforderung dar. Die Geschäftsführung erwartet, dass die Optimierung nicht das gewünschte Niveau erreichen wird, so dass eigene Vermarktungsaktivitäten weiterhin verstärkt betrieben werden müssen. Bustourismus Carrier im Bereich der Gartenreisen sind hauptsächlich Reisebusse und bis zum Jahr 2019 kamen auf diesem Weg ca. 20 % der Mainau-Gäste zur Insel. Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der Busmarkt verkleinert (siehe 2.2 Geschäftsverlauf). Die Geschäftsführung erwartet, dass eine mittel- und langfristig schrittweise weitere Reduktion von Busreisen, die auch durch das weitere Schrumpfen des Traditionellen Milieus (vgl. Sinus Milieus®) zu beobachten ist, stattfinden wird. Die Erschließung neuer, individueller Gästegruppen ist daher unerlässlich. Kurzfristig lässt sich allerdings eine Markterholung im Busmarkt beobachten: Als Folge der drastischen Corona-Einschränkungen gaben etliche Unternehmer ihr Reiseunternehmen auf (siehe 2.2. Geschäftsverlauf), andere verlegten sich auf den Linienverkehr. Bei Messe- und Reisemarkt-Präsenzen im Frühjahr 2024 konnte das Unternehmen nun eine deutlich gesteigerte Aktivität im Busmarkt feststellen (Zurückverlegung vom Linien- in den Reiseverkehr) sowie ein deutlich gestiegenes Interesse an der Destination Bodensee und Insel Mainau. Aus diesem Grund erwartet die Geschäftsführung für 2024 eine leichte Zunahme an Busreisenden. Quelle: Sinus Markt- und Sozialforschung, Infopaket "Reisen" 2021/2022 Wettbewerb Mitbewerber um die Freizeit der potenziellen Besucher:innen der Mainau sind sämtliche andere Freizeitaktivitäten (kulturelle und sportliche Aktivitäten, Schwimmbad, der eigene Garten, Kinobesuch, etc.) der (Urlaubs-) Gäste. Eine insgesamt attraktive Urlaubs-Region Bodensee ist deshalb von großer Bedeutung für alle Anbieter:innen von Freizeitaktivitäten, da diese die Menge der potenziellen Gäste bei einzelnen Anbietern erhöht. Die touristische Wettbewerbs-Landschaft wird sich nach aktueller Kenntnis nicht wesentlich verändern. Mitarbeiter:innen Der Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel macht sich auch im Unternehmen Mainau GmbH deutlich bemerkbar. Die Gewinnung von Mitarbeitenden in der Gastronomie und im Verkauf gelingt zwar besser als im Vorjahr, jedoch wirkt sich der saisonale Charakter des Angebotes weiterhin negativ auf die Attraktivität der Beschäftigungsverhältnisse aus. Zusätzlich sorgen lange Krankheitsausfälle für Engpässe in der Leistungserbringung. Auf diese Situation wird u.a. mit der Beschäftigung von ausländischen und regional ungebundenen sowie ungelernten Arbeitnehmenden reagiert, die entsprechend qualifiziert sowie untergebracht werden müssen. Entsprechende Maßnahmen werden u.a. mit der Agentur für Arbeit weiterhin verfolgt, da weitere Verbesserungen erreicht werden sollen. Die Entwicklung der Arbeitskosten, hauptsächlich durch steigende Löhne und Gehälter, ist ein erhebliches Risiko, da eine Automatisierung oder Digitalisierung etlicher Arbeitsbereiche in Garten und Gastronomie erst mittelfristig spürbare Wirkung zeigen wird. In den betroffenen Unternehmensbereichen wird an neuen Konzepten und deren Umsetzung gearbeitet (Ausbau ganzjähriges Angebot, Automatisierung, Bereichs-übergreifender Einsatz von Mitarbeitenden etc.), da auch der demografische Wandel zu einer Verminderung der absoluten Anzahl an Erwerbstätigen führen wird. Preisentwicklung Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung Preisanstiege in einigen Waren- und Lebensmittel-Bereichen sowie bei Dienstleistungen. Vor allem erneute Unterbrechungen im globalen Lieferverkehr und neue geopolitische Konflikte haben das Potenzial, für erneute Preisanstiege zu sorgen, gleichzeitig könnte eine restriktive Geldpolitik der EZB die konjunkturelle Entwicklung länger ausbremsen, als erwartet und damit die Inflation senken. Energie Durch die rasche Verbreiterung der Energiebeschaffung durch den deutschen Staat scheint einem Engpass in der Verfügbarkeit weitestgehend vorgebeugt, so dass sich dieses Risiko für die Mainau GmbH wesentlich reduziert hat. Die Geschäftsführung nimmt die hohen Energiepreise dennoch weiterhin zum Anlass, die MEKS konsequent umzusetzen. Dies bedeutet vor allem den sukzessiven Ausbau von regenerativen Energiequellen mit Blick auf ökologische Nachhaltigkeit (Klimaschutz) sowie Energieeinsparungen bzgl. ökonomischer Nachhaltigkeit (steigende CO 2 -Abgaben). 3.3 Chancenbericht Tourismusbranche Die Reiseanalysen zeigen, dass Urlaubsreisen in der Freizeit nach wie vor bei den Konsumprioritäten weit oben stehen. Auch wenn 29 % der Befragten erwarten, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Lage in 2024 verschlechtern wird, planen dennoch 73 % der Menschen eine Reise. Um sich diese leisten zu können, sparen 60 % der Befragten in anderen Lebensbereichen (u.a. Kleidung, Ausgehen, Lebensmittel, Wohnen). Die Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen kommt zu dem Ergebnis: "Reisen ermöglicht es, aus dem Alltag auszubrechen und neue Energie zu tanken. Es trägt zur persönlichen Entwicklung bei und schafft Erinnerungen. Trotz aller Herausforderungen bleibt das Reisen daher auch 2024 ein zentraler Bestandteil im Leben vieler Bürger, für das sie bereit sind viel Geld auszugeben." Quellen: Tourismusanalyse 2024 der Stiftung für Zukunftsfragen, 6. Februar 2024; Reiseanalyse 2024 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) e.V. Gartenreisen/ Garten Die demographische Entwicklung der relevanten Märkte sowie die Trendlandschaft stellen positive Rahmenbedingungen für das Segment Garten sowie Gartenreisen dar: In den nächsten 25 Jahren bestimmen geburtenstarke Jahrgänge die kaufkräftige Altersgruppe der 45- bis 65-jährigen, in denen das Garteninteresse besonders ausgeprägt ist. Aktuell zählen 29 % der Bevölkerung Gärtnern zu ihren Hobbies und Interessen, was den Garten und das Gärtnern zu einem regelmäßigen Bestandteil des Lebens macht, was sich seit einigen Jahren stabil auf diesem hohen Niveau hält. Die Gartendestinationen am internationalen Bodensee nutzen das weiterhin hohe Interesse am Garten, um durch koordinierte Vermarktungsarbeit (z.B. "Bodensee Gartenjahr") Gäste zu gewinnen. Diese Vertriebsarbeit beinhaltet auch für 2024 verschiedene Facetten, u.a. die der Gartenreisen. Mit Gemeinschaften wie dem Gartennetz Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft "Bodensee - Wiege der Europäischen Gartenkultur", der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg etc. besteht die Chance, auch in Zukunft die kaufkräftigen best-ager in mehreren Quellmärkten anzusprechen. Quellen: statista global consumer survey 2020-02 bis 2021-03 Gartenservices Um der Wetterabhängigkeit entgegenzuwirken arbeitet die Gesellschaft am Aufbau von Gartenservices für private, Business- und öffentliche Auftraggeber:innen. Hierin sind Angebote der Gartenplanung, -realisierung und -pflege enthalten. Handel Eine Verbesserung der Warenwirtschaft im Bereich Handel wird der Gesellschaft die Möglichkeit geben, das Produktportfolio gezielter zu steuern und einen verbesserten Deckungsbeitrag zu erzielen. Auch im (online-) Vertrieb von Garten- und entsprechenden Verbundprodukten sieht die Geschäftsführung gute Entwicklungspotenziale, da die Umsätze in diesem Bereich in Deutschland kontinuierliche Anstiege zeigen. Dementsprechend arbeitet die Gesellschaft am Ausbau des online-Handels inkl. drop-shipping-Konzept in den Garten-verbundenen Sortimenten. Entwicklungskonzept Bau Um eine langfristige rechtssichere Grundlage für die Weiterentwicklung von Angeboten des Unternehmens auf der Insel zu schaffen, hat die Gesellschaft die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes 2040+ bei der Stadt Konstanz beantragt. Das Verfahren wurde begonnen und verläuft den Erwartungen entsprechend. Die Geschäftsführung rechnet mit dem Beschluss des neuen Bebauungsplanes gegen Ende 2026. Region Bodensee Die Region Bodensee kann ihren Marktanteil im Reisemarkt weiter steigern. Großen Anteil hieran hat das Segment der Städtereisen, eine Kundengruppe, die aufgrund ihres Reiseverhaltens (kurze Aufenthalte mit mehreren, kurzen Unternehmungen) nicht per se zu den Kernzielgruppen der Insel Mainau zählt. Ob eine verstärkte Ansprache dieser Gästegruppe auch in den Sommermonaten sinnvoll ist, wird laufend getestet und bewertet. Die Buchungslage in der Hotellerie und Parahotellerie zeigt für 2024 bereits eine sehr hohe Nachfrage. Die begonnene Verlängerung der touristischen Saison (z.B. Weihnachtsmärkte, Christmas Garden Mainau) bietet dabei die Chance, die Ganzjahresausrichtung der Destination zu verstetigen, Kapazitäten ganzjährig auszulasten und Umsätze zu steigern. Die große Bandbreite an Angeboten macht den Aufenthalt für Einheimische und Gäste in der Bodenseeregion attraktiv. Letztere haben, das erklärte Bedürfnis nach Natur, neuen Eindrücken, Kultur, etwas zu entdecken und zu erleben sowie den Austausch mit anderen. Eine gezielte Analyse und Bewertung einiger Quellmärkte wird bis Sommer 2024 von der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH durchgeführt, so dass im Weiteren eine gezielte Bearbeitung interessanter Quellmärkte stattfinden kann. Quelle: Reiseanalyse 2024 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) e.V., Internationale Bodensee Tourismus GmbH Entscheidungskriterium Nachhaltigkeit In für das Unternehmen relevanten sinus-Milieus® gewinnt der Aspekt der Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung: Es wird von Unternehmen mehr und mehr erwartet, dass sie in ihrer Arbeitsweise nicht nur wirtschaftlich sondern auch ökologisch sowie sozial nachhaltig agieren. Gleichzeitig befürchten gerade die bildungsferneren Milieus dadurch einen nicht leistbaren Preisanstieg für Produkte und Dienstleistungen. Auftrieb bekommen die Aspekte der Nachhaltigkeit zudem durch ESG-Gesetzgebung und CSRD-Berichtspflicht auf europäischer bzw. bundesdeutscher Ebene. Für das Unternehmen stellen diese Anforderungen eine Chance dar, da bereits seit den 1960-er Jahren gezielt eine in diesem ganzheitlichen Sinne nachhaltige Arbeitsweise verfolgt wird. Gerade als stiftungsgeführtes Unternehmen seit 1974 stehen die Aspekte der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit schon lange Jahre im Fokus und machen das Unternehmen so zu einer der Öko-Pioniere der Wirtschaft. Seit den 1990-er Jahren wird diese Arbeitsweise durch ein Umweltmanagementsystem nach EMAS gezielt gesteuert. Jüngst (September und Oktober 2022 und April 2024) wurde die Geschäftsführerin und somit die Arbeitsweise des Unternehmens dafür ausgezeichnet. Quellen: sinus-Institut, Auszeichnungen Wirtschaftsmedaille Baden-Württemberg, Tourismus-Verband Baden-Württemberg, Verdienstorden Baden-Württemberg Technologie: Weiterhin wachsende Bedeutung digitaler Kanäle Die Menschen allgemein, die Urlauber:innen der Bodenseeregion sowie Garteninteressierte sind weiter zunehmend online unterwegs: Beispielsweise wird zu 59 % online Urlaub gebucht, bei kurzen Reisen sogar zu 82 %. Zu Hause wie auch vor Ort werden Informationen zu Wetter, Routenplanung, Unterkunft, Ausflugsziele oder Mobilität abgerufen und online eingekauft. Dabei gibt es weiterhin ein Altersgefälle von digitalen zu analogen Kanälen von Jung nach Alt. Neu entwickelte online-Angebote dürften also zunehmend auf wesentlich mehr und versierte potenzielle Nutzer:innen treffen als bisher. Quellen: Reiseanalyse 2024 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) e.V. und Verband Internet Reisevertrieb, 1. März 2024 Kooperationen Im Bereich ÖPNV werden die erfolgreichen Kooperationen in Form von Kombitickets und gemeinschaftlichen Werbeauftritten mit den Bodenseeschiffsbetrieben (BSB), den Vereinigten Schifffahrtsunternehmen (VSU), dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee (VHB), der Deutschen Bahn AG sowie den Schweizer Bundesbahnen (SBB) auch in 2024 fortgesetzt. Die erfolgreiche Vermarktung der Destination Bodensee im nationalen wie auch im internationalen Wettbewerb ist weiterhin ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Mainau GmbH sowie für alle anderen im Bodensee-Tourismus engagierten Unternehmen. Deshalb wird weiterhin die Zusammenarbeit mit entsprechenden Partner:innen zur Erreichung dieses Zieles wahrgenommen. Partner:innen sind der Verband Touristischer Wirtschaftsunternehmen am Bodensee (VTWB), die Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT), die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) und dieser übergeordnete Instanzen wie die Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) und die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT). Um neue Technologien in die Arbeitsweise zu integrieren, kooperiert das Unternehmen mit Hochschulen und anderen Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Sensortechnik, autonomes Fahren, Automatisierung sowie digitale Anwendungen. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu begrenzen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Eventuellen Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch ein stringentes Mahnwesen sowie durch Kundenanzahlungen bei Veranstaltungen entgegengewirkt. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze ausschließlich in EURO, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Risiken aus dem deutlichen Anstieg des Kapitalmarktzinsniveaus für variabel verzinsliche Kredite. Diese werden von der Geschäftsführung als beherrschbar angesehen, da die regelmäßig beanspruchten Kreditlinien zu einem nennenswerten Teil (ca. 45 %) durch den KfW-Kredit mit einem Festzins bis Laufzeitende versehen sind und der restliche Teil sich immer noch im mittleren einstelligen Prozentbereich verzinst und somit der jährliche Zinsaufwand in einer Größenordnung von maximal 200 TEUR steigen könnte. Die seinerzeit eingeholten Angebote für eine weitergehende Zinssicherung ergaben einen "break-even"-Zinssatz beim Euribor von größer 3,8 %. Die Geschäfts-führung rechnet nicht mit einem dauerhaften Anstieg über dieses Niveau hinaus. Liquiditätsrisiken, insbesondere in der Nachsaisonperiode werden durch das Risikomanagement im Rahmen einer detaillierten Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von Zahlungsströmen erfasst und überwacht. Durch den eingeräumten Betriebsmittelkredit in ausreichendem Volumen können Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen werden.
Insel Mainau, den 15. Mai 2024 Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführerin Björn Graf Bernadotte af Wisborg, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mainau GmbH, Konstanz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mainau GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mainau GmbH, Konstanz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Höfer, Wirtschaftsprüfer Deuringer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 22. Juni 2024. |
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