Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 16946
Eingetragen
10.2.2023
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Die Forschung, die Entwicklung und der Handel mit technischen Geräten jeglicher Art, insbesondere von elektronischen Komponenten im Automotive-Sektor, sowie die Vornahme sämtlicher damit zusammenhängender Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John Clemens Jeka
seit 3.5.2024
Geschäftsführer
Mehran Aminzadeh
seit 6.6.2023
Geschäftsführer
Guido Josef Dornbusch
seit 10.2.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Molex Foreign Investments I S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Molex Elektronik GmbH
Germany
3.300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Molex Elektronik GmbH

Ettlingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.211,38 377
318.211,38 377
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.334.125,75 3.402
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.076.052,08 20.690
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.893.904,58 5.413
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000.107,78 2.229
30.304.190,19 31.734
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 122.703,64 123
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0
122.703,64 123
30.745.105,21 32.234
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.435.378,75 36.644
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 29.916.010,61 23.736
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.901.446,49 16.375
4. Werkzeuge im Bau 69.064,59 1.514
102.321.900,44 78.269
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.527.911,12 32.712
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.341.987,72 29.434
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.229.105,11 5.901
81.099.003,95 68.048
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 127.663.143,44 27.890
311.084.047,83 174.207
C. Rechnungsabgrenzungsposten 806.347,85 849
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 221.421
342.635.500,89 428.710

Passiva

31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 500.680.413,20 166.775
III. Verlustvortrag -388.221.457,02 -353.472
IV. Konzernjahresfehlbetrag -16.534.677,76 -34.750
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 221.421
95.949.843,01 0
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 0
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.182.700,00 10.185
2. Steuerrückstellungen 1.564.128,31 5.705
3. Sonstige Rückstellungen 30.472.247,95 - 40.008,60
43.219.076,26 55.898
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.777.436,56 138.105
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.135.345,00 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.905.565,93 25.175
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.762.938,03 198.185
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.100.980,99 2.452
davon aus Steuern EUR 1.530.103,60 (Vj. TEUR 1.429)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 7.305,36 (Vj. TEUR 60)
196.682.266,51 363.916
E. Rechnungsabgrenzungsposten 6.711.792,73 8.813
F. Passive latente Steuern 72.522,38 82
342.635.500,89 428.710

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

2022 2022 2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 361.171.742,93 320.740
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 332.716.641,83 298.152
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 28.455.101,10 22.587
4. Vertriebskosten 6.913.779,33 9.269
5. Allgemeine Verwaltungskosten 21.335.782,07 20.883
6. Sonstige betriebliche Erträge 30.273.310,97 7.750
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.653.507,01 30.397
43.629.757,44 52.798
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.480.892,13 394
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.972.104,14 4.689
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 198.325,00 (Vj. TEUR 228)
-1.491.212,01 -4.295
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -231.235,02 156
11. Ergebnis nach Steuern -16.434.633,33 -34.662
12. Sonstige Steuern 100.044,43 88
13. Konzernjahresfehlbetrag -16.534.677,76 -34.750

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2020 25.564,59 166.774.670,02 -353.471.844,88 -186.671.610,27 -186.671.610,27
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -34.749.612,14 -34.749.612,14 -34.749.612,14
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -34.749.612,14 -34.749.612,14 -34.749.612,14
31.12.2021 25.564,59 166.774.670,02 -388.221.457,02 -221.421.222,41 -221.421.222,41
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 333.905.743,18 0,00 333.905.743,18 333.905.743,18
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -16.534.677,76 -16.534.677,76 -16.534.677,76
Konzerngesamtergebnis 0,00 333.905.743,18 -16.534.677,76 317.371.065,42 317.371.065,42
31.12.2022 25.564,59 500.680.413,20 -404.756.134,78 95.949.843,01 95.949.843,01

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten (Erläuterung s. unten) -16.535 -34.750
Abschreibung (+)/Zuschreibung (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.134 9.950
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -8.341 8.962
Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -186 -223
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen 1.573 2.432
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -37.062 -12.913
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -148.011 295
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 1.491 4.295
Ertragsteueraufwand (+) 231 156
Ertragsteuerzahlungen (-) -4.307 3.592
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -202.011 -18.204
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.084 -11.477
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -206 -139
Erhaltene Zinsen (+) 4.283 407
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.008 -11.209
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen 333.906 0
Gezahlte Zinsen (-) -5.786 -4.466
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 328.120 -4.466
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 121.101 -33.879
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -110.215 -76.336
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.886 -110.215
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel und Wertpapiere 127.663 27.890
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -116.777 -138.105
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.886 -110.215
Das Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten ermittelt sich wie folgt:
Jahresergebnis lt. Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung -16.535 -34.750
Vollabschreibung Goodwill aus Kapitalkonsolidierung (Impairment) 0 0
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -16.535 -34.750

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Registerinformation

Die Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, ist als Mutterunternehmen zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) verpflichtet. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Molex Elektronik GmbH mit Sitz in 76275 Ettlingen, Grashofstr. 17 im Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim unter der Nummer HRB 709854 eingetragen.

II. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2022, den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und aller anderen einbezogenen Gesellschaften, aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt.

Bei der Aufstellung wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und GmbHG beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzern-Bilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, sowie die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, überwiegend im Konzernanhang aufgeführt.

Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

III. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen sechs (Vj. sechs) Tochtergesellschaften, die unter der einheitlichen Leitung stehen, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzern werden folgende Gesellschaften einbezogen:

Anteil am Kapital
%
Molex Connectivity GmbH, Walldorf 3) 100,00
Molex Deutschland GmbH, Walldorf 3) 100,00
FCT electronic GmbH, München 3) 100,00
Molex Technologies GmbH, Schönefeld 1)2)3) 100,00
Molex CVS Bochum GmbH, Bochum 2)3) 100,00
Molex CVS Hildesheim GmbH, Hildesheim 2)3) 100,00

1) Vormals Molex CVS Dabendorf GmbH, Zossen
2) Um diese Gesellschaften hat sich der Konsolidierungskreis 2018 erweitert.
3) Diese Gesellschaften nehmen bezüglich der Offenlegung und Prüfung den § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Für das Beteiligungsunternehmen S-Team Elektronik GmbH, Untereisesheim, erfolgte aufgrund untergeordneter Bedeutung keine 'at equity' Bewertung (§ 311 Abs. 2 HGB). Der Ausweis erfolgt unter den Beteiligungen.

Die Beteiligung in Höhe von 64,8% an der Raytel LLC, San Diego (USA) wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaft seit mehreren Jahren liquidiert ist.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB vorgenommen.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Obergesellschaft aufgestellt; alle Tochtergesellschaften bilanzieren zum 31. Dezember.

Angaben zu Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Juli 2011 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgegangen. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen werden mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein sich dabei ergebender Unterschiedsbetrag wurde den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert in der Konzernbilanz ausgewiesen und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Für Erwerbsvorgänge nach dem 1. Juli 2011 wurde die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Grundsätzlich wird ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben, wenn er auf der Passivseite entsteht, wird er unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilanziert und bewertet. Sofern die in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei den entsprechenden Posten die erforderlichen Anpassungen vorgenommen.

V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle einbezogenen Jahresabschlüsse wurden grundsätzlich nach den bei dem Mutterunternehmen Molex Elektronik GmbH angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen mittelgroßer Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, solches mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern liegen den Vermögensgegenständen unverändert zugrunde:

Gebäude und Bauten 35 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 8 Jahre
Fuhrpark 3 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für drohende Verluste, die die Herstellungskosten übersteigen, werden Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78% (Vj. 1,87%) gemäß § 253 Abs. 2 HGB angewendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00% bis 3,00% (Vj. 0,00% bis 3,00%), sowie ein Rententrend mit 2,00% bis 2,20% (Vj. 1,75% bis 2,00%) berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden voll dotiert.

Ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB) existieren nicht.

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln.

Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 616 (Vj. TEUR 896).

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mir einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Abschlüsse von Tochtergesellschaften in ausländischer Währung gibt es keine.

VI. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der durch die erstmalige Konsolidierung der CVS- Gesellschaften zum 22. Dezember 2018 in Höhe von ursprünglichen TEUR 189.484 entstanden ist, wurde noch im Geschäftsjahr 2018 in voller Höhe außerplanmäßig wertberichtigt.

Angaben zum Anteilsbesitz:

Der Anteilsbesitz an der S-Team Elektronik GmbH, Untereisesheim, beträgt 49,36%. Die S-Team Elektronik GmbH hat zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 1.538 und ein Jahresüberschuss von TEUR 334.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber dem direkten Gesellschafter bestehen keine Forderungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) des Mutterunternehmens beträgt unverändert DM 50.000,00 (EUR 25.564,59) und ist voll einbezahlt. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um jene des Mutterunternehmens.

Zur Stärkung der Kapitalausstattung hat die Gesellschafterin am 13. Juli 2022 beschlossen, einen Betrag von 350.000.000,00 USD als "andere Zuzahlung" im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB an die Molex Elektronik GmbH zu zahlen. Die Einzahlung erfolgte am 13. Juli 2022 und wurde bei der Gesellschaft in die freie Kapitalrücklage i.S.d. §§ 266 Abs. 3 A. II., 272 Abs. 2 Ziff. 4 HGB eingestellt. Die Maßnahme dient der Sicherung der Gesellschaft sowie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.564 (Vj. TEUR 5.705) entfallen mit TEUR 1.177 (Vj. TEUR 2.944) auf die Molex Elektronik GmbH und TEUR 387 (Vj. 2.711) auf Molex CVS Bochum GmbH. Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 30.472 (Vj. TEUR 40.009) betreffen im Wesentlichen nachlaufende Akquisekosten vorangegangener Akquisitionen, Kundenboni, Gewährleistungsverpflichtungen und personalbezogene Verpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Am 28. Dezember 2022 hat Molex Elektronik GmbH das Darlehen, welches zur Finanzierung des Erwerbs der CVS-Gruppe genutzt wurde, an den Gesellschafter Molex Foreign Investments I S.à.r.l., Bertrange/Luxemburg, vollständig zurückgezahlt. Dies beinhaltete den ausstehenden Betrag sowie alle angefallenen Zinsen und belief sich auf insgesamt 195.819.037,15 Euro.

Gegenüber dem direkten Gesellschafter bestehen keine Verbindlichkeiten.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Die Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 HGB, die einem steuerlichen Verlustvortrag und aus temporären Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Zum Ende des Geschäftsjahres ergibt sich eine aktive latente Steuer nach § 274 HGB aus den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

Passive latente Steuer nach § 306 HGB in Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 69) resultieren aus der Aufdeckung der stillen Reserven auf Gebäude und Grundstücke in Leipzig im Rahmen der Erstkonsolidierung der FCT electronic GmbH.

Die Veränderung der passiven latenten Steuern resultiert aus der planmäßigen Abschreibung der im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven auf Gebäude.

Der Berechnung wurde für inländische Steuer ein Steuersatz von 29,75% (Vj. 29,76%) zugrunde gelegt.

VII. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2022 2021
TEUR TEUR
Deutschland 192.624 148.801
Europa (ohne Deutschland) 117.731 90.375
Übriges Ausland 50.817 81.564
361.172 320.740

Nach Produktgruppen lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt strukturieren:

2022 2021
TEUR TEUR
Automation Steckverbinder 36.430 31.725
Automotive (Teile und Dienstleistungen) 283.622 252.161
Dienstleistungen an Molexgesellschaften 41.120 36.853
361.172 320.740

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren belaufen sich auf TEUR 246.281 (Vj. TEUR 203.480) und für bezogene Leistungen auf TEUR 10.580 (Vj. TEUR 13.383).

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter belaufen sich auf TEUR 71.080 (Vj. TEUR 83.981). Die Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 14.444 (Vj. TEUR 13.376).

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten in Höhe von TEUR 6.914 (Vj. TEUR 9.269) beinhalten im Wesentlichen Frachten, Provisionen, Lizenzgebühren sowie Personalkosten.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 21.336 (Vj. TEUR 20.883) enthalten überwiegend Personalkosten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 30.273 (Vj. TEUR 7.750). Davon sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.250 (Vj. TEUR 465) für die Auflösung von Rückstellungen, davon TEUR 2.200 (Vj. TEUR 345) betrifft Auflösung von Rückstellungen bei der Molex CVS Bochum GmbH. Ferner beinhaltet der Posten Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 27.975 (Vj. TEUR 5.702).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 45.654 (Vj. TEUR 30.397). Sie enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 36.439 (Vj. TEUR 4.911) sowie Aufwendungen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 1.573 (Vj. TEUR 1.396) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.972 (Vj. TEUR 4.689) sind Darlehenszinsen zur Finanzierung des Erwerbs der CVS Gesellschaften in Höhe von TEUR 4.112 (Vj. TEUR 3.993) enthalten. Auf Grund von verbesserten Erkenntnissen wurde die Vorjahreszahl von TEUR 4.689 zu TEUR 3.993 geändert.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die in dieser Position ausgewiesenen Beträge betreffen die für das laufende Geschäftsjahr anfallenden Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie Korrekturen für Vorjahre aufgrund der Veranlagung und Verlustrücktrag.

Aus der Auflösung passiver latenter Steuern ist im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ein Ertrag aus der Aufdeckung der stillen Reserven auf Gebäude und Grundstücke in Leipzig in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 12) berücksichtigt.

VIII. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Für Bankverbindlichkeiten verschiedener verbundener Unternehmen im Rahmen einer syndizierte Darlehensvereinbarung mit der Citibank besteht eine Mithaftung in Höhe des Gesellschaftsvermögens. Aufgrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der internationalen Gruppe ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen. Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel wurden die Grundstücke und Gebäude der Standorte Ettlingen und Bretten im Geschäftsjahr 2010/11 veräußert. Über dieselben Immobilien wurden gleichzeitig Mietverträge mit einer 5-jährigen Laufzeit geschlossen und zum Ende des Vertrages besteht eine ausübbare Mietverlängerungsoption für weitere 5 Jahre. Vorteile ergeben sich aus der Verbesserung der Liquiditätsplanung und Risiken bestehen hieraus keine.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen TEUR 7.052 (Vj. TEUR 18.538). Die Gesamtverpflichtung teilt sich wie folgt auf:

TEUR
Fällig in 2023 2.858
Fällig in 2024 2.405
Fällig in 2025 und folgende 1.789
7.052

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl beträgt 1.239 (Vj. 1.254) Arbeitnehmer, davon 910 (Vj. 961) Angestellte und 329 (Vj. 293) gewerbliche Arbeiter.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Molex Elektronik GmbH sind bestellt:

 

Martin Buss, General Management, Karlsruhe (Deutschland)

 

Henry Fürniß, General Management, Vallgorguina (Spanien)

 

Frank Homann, Connected Mobility Solutions, Shelby Township (USA), ab 19.05.2023

 

Andreas Vogt, FCT Europe, Neckarbischofsheim (Deutschland), ab 19.05.2023

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird analog § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von Molex Elektronik GmbH erhält.

Gewinnverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 404.756 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Bilanzverlust ergibt sich wie folgt:

TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Verlustvortrag 388.221 353.471
Jahresfehlbetrag 16.535 34.750
Bilanzverlust 404.756 388.221

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 387 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nachstichtagsereignisse

Am 12. Januar 2023 wurde der Firmenname Molex CVS Dabendorf GmbH in Molex Technologies GmbH geändert. Weiter wird der Sitz der Gesellschaft verlegt nach Schönefeld.

Darüber hinaus ist über derartige Vorgänge ist nicht zu berichten.

Name und Sitz des Mutterunternehmens sowie größter Konzernkreis

Sämtliche Anteile an der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, werden von der Molex Foreign Investments I S.à.r.l., Bertrange/Luxembourg, gehalten. Den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis erstellt die Koch Industries Inc., Wichita, Kansas/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt die Molex Electronic Technologies LLC, Lisle/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Befreiender Konzernabschluss

Die in den von der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, aufgestellten Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Für die Aufzählung der einzelnen Tochtergesellschaften verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Anteilsbesitz. Der Konzernabschluss der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Name und Sitz des Mutterunternehmens sowie größter Konzernkreis

Sämtliche Anteile an der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, werden von der Molex Foreign Investments I S.á.r.l., Bertrange/Luxembourg, gehalten. Den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis erstellt die Koch Industries Inc., Wichita, Kansas/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt die Molex Electronic Technologies LLC, Lisle/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Befreiender Konzernabschluss

Die in den von der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, aufgestellten Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Für die Aufzählung der einzelnen Tochtergesellschaften verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Anteilsbesitz. Der Konzernabschluss der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Name und Sitz des Mutterunternehmens sowie größter Konzernkreis

Sämtliche Anteile an der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, werden von der Molex Foreign Investments I S.à.r.l., Bertrange/Luxembourg, gehalten. Den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis erstellt die Koch Industries Inc., Wichita, Kansas/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt die Molex Electronic Technologies LLC, Lisle/USA. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Befreiender Konzernabschluss

Die in den von der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, aufgestellten Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Für die Aufzählung der einzelnen Tochtergesellschaften verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen im Anteilsbesitz. Der Konzernabschluss der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umgliederungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.978.106,41 206.199,24 -408.462,70 0,00 3.775.842,95
3.978.106,41 206.199,24 -408.462,70 0,00 3.775.842,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.764.700,30 260.475,34 -325.798,17 0,00 5.699.377,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.679.379,74 4.543.288,73 -3.936.184,03 336.370,39 64.622.854,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.224.187,09 2.072.626,43 -1.349.054,68 436.998,06 21.384.756,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.229.343,58 2.207.954,50 -857.105,67 -773.368,45 2.806.823,96
91.897.610,71 9.084.345,00 -6.468.142,55 0,00 94.513.813,16
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 122.703,64 0,00 0,00 0,00 122.703,64
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 538.103,90 0,00 0,00 0,00 538.103,90
660.807,54 0,00 0,00 0,00 660.807,54
96.536.524,66 9.290.544,24 -6.876.605,25 0,00 98.950.463,65
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umgliederungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.601.404,61 -264.675,65 408.448,69 0,00 -3.457.631,57
-3.601.404,61 -264.675,65 408.448,69 0,00 -3.457.631,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.362.729,63 -327.715,26 325.193,17 0,00 -2.365.251,72
2. Technische Anlagen und Maschinen -42.989.456,36 -5.795.516,81 3.238.170,42 0,00 -45.546.802,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -14.811.076,74 -2.011.204,95 1.331.429,37 0,00 -15.490.852,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -806.716,18 0,00 0,00 -806.716,18
-60.163.262,73 -8.941.153,20 4.894.792,96 0,00 -64.209.622,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -538.103,90 0,00 0,00 0,00 -538.103,90
-538.103,90 0,00 0,00 0,00 -538.103,90
-64.302.771,24 -9.205.828,85 5.303.241,65 0,00 -68.205.358,44
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.211,38 376.701,80
318.211,38 376.701,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.334.125,75 3.401.970,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.076.052,08 20.689.923,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.893.904,58 5.413.110,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000.107,78 2.229.343,58
30.304.190,19 31.734.347,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 122.703,64 122.703,64
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
122.703,64 122.703,64
30.745.105,21 32.233.753,42

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlage des deutschen Molex-Konzerns

Die Molex Elektronik GmbH ist die deutsche Holding der Molex Electronic Technologies LLC, USA, einem weltweit vertretenen Hersteller von elektrischen und faseroptischen Verbindungssystemen, Folientastaturen und Kabelassemblagen mitsamt zugehörigen Werkzeugen. In ihrer Funktion als deutsche Holding erstellt sie den Konzernabschluss für den deutschen Teilkonzern. Der deutsche Teilkonzern bedient verschiedene OEMs (Original Equipment Manufacturer), u.a. in der Automobil- und Telekommunikationsbranche. Die Molex Elektronik GmbH unterhält vier Standorte in Deutschland. In Ettlingen befindet sich mit der Molex Elektronik GmbH das europäische Logistikzentrum. Die Gesellschaft erbringt nur Dienstleistungen innerhalb des Molex-Konzerns. Die Konzerngesellschaft Molex Connectivity GmbH, Walldorf, konzentriert sich auf die Entwicklung und Markteinführung neuer Steckverbinder und integrierter Produkte im Bereich Automatisierungstechnik und High-End-Telekommunikation. Die Molex Deutschland GmbH, Walldorf, erbringt innerhalb des deutschen Teilkonzerns verschiedene Dienstleistungen. Die Beteiligung FCT electronic GmbH, München, ist im Wesentlichen in den Bereichen der Telekommunikation, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Medizin- und Verkehrstechnik mit Steckverbindern tätig. Die CVS-Gruppe bestehend aus der Molex Technologies GmbH, Zossen, der Molex CVS Bochum GmbH, Bochum, und deren Tochtergesellschaft, die Molex CVS Hildesheim GmbH, Hildesheim, ist überwiegend in der Automotive-Sparte tätig. In diesem Bereich entwickeln und produzieren sie elektronische Komponenten für OEM und Fahrzeughersteller.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung der Nachfrage auf den Weltmärkten seit 2019, der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie infolge der fortbestehenden Lieferengpässe bei bestimmten Vorprodukten und Rohstoffen war der Pkw-Absatz und die Pkw-Produktion in 2021 und 2022 beeinträchtigt. Weltweit lag der Absatz in 2022 auf dem Niveau des Vorjahres. In 2022 konnte der größte Pkw-Markt China das Absatzvolumen um rund 10 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2021 steigern, dahingegen ging der Pkw-Absatz in Europa um 11 Prozent zurück (Quelle: BMWK).

Die deutschen Fahrzeughersteller und die deutschen Erstausrüster (OEM) fertigen immer mehr in ausländischen Betriebsstätten.

Für den diesen Absatzmarkt bedeutete diese Entwicklung grundsätzlich ein begrenztes Marktvolumen mit steigendem Preisdruck und geringeren Margen. Wegen der sich ständig verändernden Marktsituation und der rückläufigen Nachfrage im Fahrzeugbau nimmt die Wettbewerbssituation mit erhöhtem Preis- und Margendruck zu.

Auch die für unsere Konzerngesellschaft FCT electronic GmbH relevante Branche des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich in 2022 weiter eingetrübt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der deutsche Teilkonzern einen Gesamtumsatz in Höhe von 361,2 Mio. EUR (Vj. 320,7 Mio. EUR). Hiervon entfallen 283,6 Mio. EUR (Vj. 252,2 Mio. EUR) auf die CVS-Gesellschaften. Damit sind die Konzernumsätze für die Altgesellschaften um 9,0 Mio. EUR auf 77,6 Mio. EUR in 2022 gestiegen.

Unverändert zum Vorjahr erwirtschaftet die Molex Elektronik GmbH in ihrer Funktion als Supply Chain Hub ihr Ergebnis aus der Weiterbelastung ihrer Kosten mit einem Zuschlag an die Molex Interconnect GmbH (außerhalb des deutschen Molex-Teilkonzerns) und die Molex Electronic Technologies LLC. Die Molex Elektronik GmbH agiert unverändert zu Vorjahren nicht gegenüber konzernfremden Unternehmen. Vielmehr ist die Molex Interconnect GmbH, Eindhoven, in den Niederlanden der direkte Vertragspartner unserer Kunden. Die Umsatzerlöse beinhalten die auf Basis der Kostenzuschlagsmethode weiterbelasteten Kosten an die Molex Interconnect GmbH. Auch die Molex Connectivity GmbH und die Molex Deutschland GmbH erzielen nur Umsatzerlöse mit Unternehmen der Molex- bzw. Koch-Gruppe. Auch deren Umsatzerlöse basieren auf der Kostenzuschlagsmethode auf Basis weiterbelasteter Kosten. Für die FCT electronic GmbH soll diese Vertriebsstruktur zu einem späteren Zeitpunkt auch eingeführt werden. Derzeit agiert diese Gesellschaft jedoch noch direkt gegenüber dem Endkunden.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betreffen im Wesentlichen die Produktionskosten (Personal, Wareneinsatz) in den Bereichen Telekommunikation, Medizin, Verkehr und Luft- und Raumfahrt der FCT electronic GmbH. Ebenfalls beinhalten die Herstellkosten die Produktionskosten der Molex Connectivity GmbH sowie Personalaufwendungen und Verwaltungsaufwendungen der Molex Elektronik, Molex Connectivity und Molex Deutschland, die im Rahmen der Kostenaufschlagmethode mit einem Gewinnaufschlag direkt an die Molex Interconnect GmbH weiterbelastet werden. Für die CVS-Gesellschaften umfassen die Herstellungskosten im Wesentlichen die Produktionskosten (Personal, Wareneinsatz, Abschreibungen) im Automotive-Sektor.

Insgesamt betragen die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse 332,7 Mio. EUR (Vj. 298,2 Mio. EUR). Die Herstellungskostenquote liegt mit 92,1% auf dem Vorjahresniveau (93,0%).

Insgesamt ist damit das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Mio. EUR auf 28,5 Mio. EUR gestiegen.

Auf Grund der unternehmensweisen Kostenreduktion sind die Vertriebsaufwendungen um 2,4 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR gesunken, während die Verwaltungsaufwendungen 21,3 Mio. EUR (Vj. 20,9 Mio. EUR) betragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen wie im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen, Anlagenabgängen und aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen wie im Vorjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsdifferenzen und Anlagenabgängen.

Aufgrund des beschriebenen umsatzbedingten Anstieges des Rohergebnisses sowie der gesunkenen Kosten hat sich insgesamt das EBIT um 17,8 Mio. EUR auf -16,7 Mio. EUR verbessert.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind aufgrund der Erhöhung der Darlehenszinsen um 1,3 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR gestiegen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten im Wesentlichen den Ertrag aus der Auflösung einer Steuerrückstellung in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR) sowie der Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR).

Das Konzernjahresergebnis 2022 ist negativ und beläuft sich auf -16,5 Mio. EUR (Vj. -34,7 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich kennzahlenmäßig wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
Bilanzsumme Mio. EUR 342,6 428,7
Gesamtkapitalrentabilität % negativ negativ
Eigenkapital Mio. EUR 95,9 - 221,4
Eigenkapitalquote % positiv negativ
Anlagevermögen Mio. EUR 30,7 32,2
Umlaufvermögen Mio. EUR 311,1 174,2
Flüssige Mittel
abzgl. Bankverbindlichkeiten Mio. EUR 10,9 -110,2

Das Konzern-Anlagevermögen ist insgesamt aufgrund des Abgangs von Sacheinlagen um 1,5 Mio. EUR auf 30,7 Mio. EUR gesunken. Den Zugängen in Höhe von 9,3 Mio. EUR stehen Abschreibungen in Höhe von 9,2 Mio. EUR gegenüber. Die Zugänge entfallen mit 4,5 Mio. EUR auf technische Anlagen und Maschinen, mit 2,1 Mio. EUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit 2,2 Mio. EUR auf geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen bei der FCT electronic GmbH sowie bei den CVS-Gesellschaften.

Stichtagsbedingt ist das Vorratsvermögen des Konzerns von 78,3 Mio. EUR im Vorjahr um 24,0 Mio. EUR auf 102,3 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg verteilt sich mit 13,8 Mio. EUR auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, mit 6,2 Mio. EUR auf die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen, und mit 5,5 Mio. EUR auf die fertigen Erzeugnisse. Der Anstieg der Vorräte bei Molex Technologies in Höhe von 11,5 Mio. EUR ist auf die Entscheidung des Managements zurückzuführen, den Produktionsstandort zu schließen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 32,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 40,5 Mio. EUR gestiegen. Dieser stichtagsbedingte Anstieg bezieht sich ebenfalls ausschließlich auf die CVS-Gesellschaften. Die Forderungen der CVS-Gesellschaften weiterhin bestehen im Wesentlichen gegenüber OEM's.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stichtagsbedingt leicht von 29,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 34,3 Mio. EUR zum aktuellen Bilanzstichtag gestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 5,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,2 Mio. EUR zum Bilanzstichtag gestiegen.

Die liquiden Mittel sind von 27,9 Mio. EUR auf 127,7 Mio. EUR gestiegen. Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 138,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 116,8 Mio. EUR gesunken. Zur Veränderung verweisen wir auf die Konzern- Kapitalflussrechnung.

Die Bilanzsumme hat sich um 86,1 Mio. EUR auf 342,6 Mio. EUR (Vj. 428,7 Mio. EUR) verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von 333,9 Mio. EUR (350,0 Mio. USD) und der damit einhergehenden Rückzahlung des Darlehens gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 191,7 Mio. EUR zurückzuführen. In diesem Zusammenhang kam es zu einer Aufhebung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von 221,4 Mio. EUR.

Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Mio. EUR auf 43,2 Mio. EUR verringert. Die größten Positionen innerhalb der Rückstellungen betreffen die Pensionsrückstellungen mit 11,2 Mio. EUR gegenüber 10,2 Mio. EUR im Vorjahr, die Steuerrückstellungen mit 1,6 Mio. EUR gegenüber 5,7 Mio. EUR im Vorjahr und die sonstigen Rückstellungen mit 30,5 Mio. EUR gegenüber 40,0 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt umfassen die Steuerrückstellungen neben Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen teilzahlungsbedingt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen, Kundenboni, Gewährleistungs- und Schadenersatzverpflichtungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie ausstehende Rechnungen. Der Rückgang um 5,5 Mio. EUR bei CVS Bochum bezieht sich im Wesentlichen auf die Auflösung der Reiserückstellung, sowie bei Molex Technologies um 3,0 Mio. EUR auf die Restrukturierungsrückstellung.

Die Verbindlichkeiten sind von 363,9 Mio. EUR im Vorjahr um 167,2 Mio. EUR auf 196,7 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung liegt im Wesentlichen an der Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die um 178,4 Mio. EUR gesunken sind.

Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 21,3 Mio. EUR auf 116,8 Mio. EUR (Vj. 138,1 Mio. EUR) gesunken. Von diesem Anstieg entfallen 78,2 Mio. EUR auf die CVS-Gesellschaften, die damit hauptsächlich ihre Verluste und das zusätzliche Working Capital finanziert haben.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um 1,1 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR gestiegen (Vj. 0,0 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 29,7 Mio. EUR auf 54,9 Mio. EUR gestiegen (Vj. 25,2 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls aufgrund der Darlehenszahlung sowie der Kapitalerhöhung um 178,4 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR gesunken (Vj. 198,2 Mio. EUR).

Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf die Darlehensrückzahlung von der Molex Foreign Holdings, L.P. in Höhe von 191,7 Mio. EUR zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 1,6 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR gestiegen (Vj. 2,5 Mio. EUR).

Durch den Verkauf der Grundstücke und Gebäude im Geschäftsjahr 2010/11 bestehen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion. Die Molex Elektronik GmbH least die Gebäude zurück. Die Laufzeit der Verträge ist dabei fünf Jahre mit Verlängerungsoptionen von jeweils weiteren fünf Jahren.

Der Konzern-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist negativ und beträgt -202,0 Mio. EUR gegenüber -18,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um Rückzahlung des Darlehens zum Erwerb der CVS-Gesellschaften.

Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung und Stärkung der Kapitalausstattung hat die Gesellschafterin am 13. Juli 2022 beschlossen, einen Betrag von 350.000.000,00 USD als "andere Zuzahlung" im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB an die Molex Elektronik GmbH zu zahlen. Die Einzahlung erfolgte am 13. Juli 2022 und wurde bei der Gesellschaft in die freie Kapitalrücklage i.S.d. §§ 266 Abs. 3 A. II., 272 Abs. 2 Ziff. 4 HGB eingestellt.

3. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen betrugen in diesem Berichtsjahr 9,3 Mio. EUR (Vj. 11,6 Mio. EUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf die Bereiche technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.

4. Personal- und Sozialbereich

Zum Geschäftsjahresende beträgt die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 1.239 (Vj. 1.254) Arbeitnehmer, davon 910 (Vj. 961) Angestellte und 329 (Vj. 293) gewerbliche Arbeiter.

5. Umweltschutz und Qualitätssicherung

Die Unternehmens-Standorte Ettlingen, Walldorf, München und Taucha sind nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Regelmäßig werden unabhängige Prüfungen durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Außerdem hat der Standort Ettlingen die Zertifizierungen nach ISO 14001 und OHSAS 18001. Des Weiteren wird in allen Konzerngesellschaften auf Umweltschutz Wert gelegt, indem Abfall minimiert wird.

Des Weiteren hat der Unternehmensstandort Ettlingen den Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO - Authorised Economic Operator). Es werden regelmäßig Prüfungen zur Sicherheit des Gebäudes und der Waren durchgeführt, die eine Konformitätsprüfung aller Prozesse miteinschließen.

Es ist unsererseits angestrebt auch zukünftig die bereits vorhandenen Zertifizierungen im Rahmen einer Rezertifizierung zu erneuern.

6. Forschung und Entwicklung

Die bisherige Tochtergesellschaft Molex Connectivity GmbH, Walldorf, konzentriert sich allein auf die Entwicklung und Markteinführung neuer Steckverbinder und integrierter Produkte im Bereich Automatisierungstechnik und High-End-Telekommunikation.

Die CVS-Gesellschaften betreiben neben der Weiterentwicklung von Technologien auch Anwendungsentwicklung im Rahmen von Kundenaufträgen für OEM's.

7. Vergleich zur Prognose aus dem Vorjahr und Gesamtaussage

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022 entspricht in Bezug auf die Konzernumsatzerlöse den im vorangegangenen Konzernlagebericht dargestellten prognostizierten Erwartungen (Rückgang bei den bisherigen Tochtergesellschaften von mehr als 10% und Umsatzerlöse von den CVS-Gesellschaften von rd. 284 Mio. EUR). Das Konzernergebnis 2022 in Höhe von -16,5 Mio. EUR (Vj. -34,7 Mio. EUR) liegt ebenfalls unter unseren im vorausgegangenen Konzernlagebericht dargelegten Erwartungen. Dies liegt daran, dass im letzten Lagebericht noch nicht geprüfte Zahlen dargestellt wurden. Es ist wichtig zu beachten, dass Molex Technologies sein Ergebnis durch eine Änderung der Transferpreispolitik um 15,2 Mio. EUR verbessern konnte. Diese Anpassung hatte einen signifikanten Einfluss auf das finanzielle Ergebnis des Konzerns.

Im Berichtszeitraum haben wir unsere Geschäftsaktivitäten strategisch weiterentwickelt und wichtige Meilensteine erreicht. Unser Unternehmenswachstum wurde durch eine effiziente Kostenkontrolle und kontinuierliche Investitionen in unsere Kerngeschäftsbereiche unterstützt. Wir sind bestrebt, unseren Stakeholdern einen nachhaltigen Wert zu bieten und freuen uns darauf, unsere Erfolge im kommenden Jahr fortzusetzen. Insgesamt beurteilen wir den Verlauf des Geschäftsjahres als zufriedenstellend.

C. Risikomanagement

Der deutsche Teilkonzern verfügt über ein konzernweites Risikomanagement-System. Es basiert auf einem systematischen Prozess, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, kontinuierlich zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Dazu hat der deutsche Teilkonzern unter anderem ein internes Berichtssystem aufgebaut, über welches sie anhand geeigneter Kennzahlen Veränderungen frühzeitig erkennen kann. Zudem prüft und beurteilt ein konzerneigenes Kontrollteam die vorhandenen Risiken auf regelmäßiger Basis.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem eine vollständige, richtige und auch zeitnahe Übermittlung und Verarbeitung von Informationen gewährleisten. Hierzu sind übergreifende Grundsätze und Richtlinien verfasst, die die Wirksam-, Wirtschaftlich- und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen. Das Rechnungswesen des deutschen Teilkonzerns ist zentral aufgesetzt und stellt sicher, dass die Anforderungen an die externen Berichtserfordernisse vollumfänglich erfüllt werden. Die Buchhaltungen der deutschen Tochtergesellschaften werden mittels SAP Standardsoftware geführt und die Konsolidierung wird mit Unterstützung von Windows-Anwendungen erstellt.

Operationelle Risiken

Die Sicherstellung der operativen Arbeitsfähigkeit des Logistikzentrums ist unerlässlich. Gefährdungspotenziale sind das IT-Netzwerk sowie andere betriebliche Störungen. Die Unternehmens-Standorte des Konzerns sind nach DIN EN ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Aus Qualitätsgesichtspunkten und Milderung des Risikopotenzials werden regelmäßig unabhängige Prüfungen durchgeführt.

Auch hat der Unternehmens-Standort Ettlingen den Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO - Authorised Economic Operator). Es werden regelmäßig Prüfungen zur Sicherheit des Gebäudes und der Waren durchgeführt, die eine Konformitätsprüfung aller Prozesse miteinschließen.

Wie bei jeder Erweiterung des Konsolidierungskreises besteht auch für die CVS-Gesellschaften grundsätzlich ein Integrationsrisiko. Die Einbindung in die Molex- bzw. KOCH-Gruppe wird allerdings von Konzernunternehmen in USA gesteuert. Die Molex Elektronik GmbH fungiert in Deutschland nur als Holdinggesellschaft und Organträger. Daher können wir dieses Risiko nicht aktiv steuern. Wir sehen ein Risiko in der Verpflichtung zum Verlustausgleich gegenüber den CVS-Gesellschaften (Organgesellschaften) aufgrund der nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022 in den Tochtergesellschaften angefallenen, zahlungswirksamen Verluste. Diese Verluste wurden bislang kurzfristig durch die Tochtergesellschaften selbst finanziert und werden im Prognosezeitraum die Liquidität der Muttergesellschaft des deutschen Teilkonzerns die Molex Elektronik GmbH signifikant belasten. In 2023 wird davon ausgegangen, dass die CVS-Gesellschaften wieder einen Jahresüberschuss erwirtschaften werden.

Fremdwährungsrisiken

Das Fremdwährungsrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf die operativen CVS Gesellschaften, da einzelne Bauteile in Fremdwährung bezogen werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Geschäfte in USD und JPY. Um dem Risiko von Wechselkurschwankungen entgegenzuwirken, werden teilweise auch absatzseitige Geschäfte in Fremdwährung durchgeführt.

Die weiteren Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns haben nur einen sehr geringer Anteil der Umsätze und Herstellungskosten werden in USD getätigt, so dass hier die Risiken für diesen Teil der Gruppe als minimal anzusehen sind.

Preisänderungsrisiken

Die Umsätze des deutschen Teilkonzerns resultieren im Bereich Dienstleistung im Wesentlichen aus Weiterbelastungen innerhalb des internationalen Molex-Konzerns, sodass hier Preisänderungsrisiken kaum zum Tragen kommen. Lediglich für die drei hinzugekommenen CVS-Gesellschaften, die in der Automotive-Branche tätig sind, bestehen die dort üblichen Preisänderungsrisiken. Als Reaktion hierauf beobachten wir den Markt und versuchen Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden durchzusetzen und Kosten zu senken.

Aus den kontinuierlich steigenden Rohstoffpreisen und den mit Kunden abgeschlossenen Jahresrahmenverträgen ergibt sich für die FCT electronic GmbH sowie die CVS-Gesellschaften ein Risiko in den zu erwartenden Margen. Wir sind bestrebt unsere Kosten zu optimieren und Verkaufspreise durch Preisgleitklauseln auf bestimmte Rohmaterialen abzusichern.

Produkt- und Umweltrisiken

Hierbei haben sich insbesondere die CVS-Gesellschaften auf Fahrzeughersteller und OEM als Kunden fokussiert, wodurch eine gewisse Abhängigkeit von diesen besteht. Risiken hinsichtlich der Bedrohung der Marktposition und von Wettbewerbsvorteilen für das aktuelle Produktportfolio wird durch ständige Weiter- und Neuentwicklung begegnet. Neue Entwicklungen werden auch patentrechtlich geschützt.

Für die verbleibenden Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns bestehen aufgrund der Geschäftsrisiken keine entsprechenden Abhängigkeiten.

Insgesamt begrenzt die Gruppe diese Risiken durch implementierte Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme. Die Gesellschaften sind nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert und führen regelmäßige, sich wiederholende Zertifizierungen durch.

Abhängigkeit von Großkunden der Automotive-Industrie und Entwicklungsrisiken Die CVS-Gesellschaften sind vornehmlich in der Automotive-Industrie tätig. Deren Tätigkeit konzentriert sich auf wenige Fahrzeughersteller und OEM. Damit besteht eine gewisse Abhängigkeit von diesen Kunden. Für diese Kunden müssen stets neue Produkte entwickelt werden bzw. vorhandene Produkte verbessert werden, um auch bei regelmäßig anstehenden Modellwechseln wieder als Lieferant zum Zuge zu kommen. Die Entwicklungen sind kostenintensiv und oftmals eine signifikante und riskante Vorleistung, da nicht alle Entwicklungen umgesetzt werden und deren Vergütung von den Kunden gerne auf uns abgewälzt wird. Daher achten wir sehr genau darauf, was wir entwickeln und stehen dabei in sehr enger Abstimmung zu unseren Kunden in diesem Bereich.

Entsprechende Abhängigkeiten werden bei den weiteren Tochtergesellschaften der Gruppe als nicht wesentlich eingestuft.

Covid-19-Pandemie und Lieferengpässe bzw. Materialknappheit

Im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie ist in den meisten Geschäftsbereichen des Unternehmens eine Normalisierung eingetreten. Es gibt jedoch einige, die aufgrund der Auswirkungen der Pandemie weiterhin mit höheren Lieferketten-/Logistikkosten und angespannten Arbeitsmärkten zu kämpfen haben.

Ukraine-Krieg

Die Unsicherheit in Bezug auf den Ukraine-Krieg trug zur Störungen auf den Finanzmärkten, Unterbrechungen der Lieferkette, jedoch gilt die Hauptsorge für das Geschäftsjahr 2023 derzeit der Volatilität der Versorgungspreise, die sich sowohl auf die Nachfrage als auch auf die Preisstrategie auf dem Markt auswirkt.

Steuerrisiken

Aufgrund unserer Einbindung in einen international tätigen Unternehmensverbund sind auch Steuerrisiken implizit. Die Molex- bzw. KOCH-Gruppe ist bestrebt diese zu vermeiden, indem von international tätigen Beratungsunternehmen Unterstützung bei der Ausfertigung von Transferpreis-Richtlinien und Transferpreis-Dokumentationen eingeholt wird. Ferner sollen externe international agierende Beratungsfirmen die gruppeninterne Steuerabteilung unterstützen und bei der Einhaltung der Tax-Compliance mitwirken bzw. Hinweise bei Risiken und deren Vermeidung geben. Eine steuerliche Betriebsprüfung für die Vorjahre ist bei der Molex Elektronik GmbH derzeit noch nicht abgeschlossen. Für die Risiken hieraus wurde eine Rückstellung gebildet. Die Steuerrückstellungen des deutschen Teilkonzerns beinhalten die Auswirkungen einer steuerlichen Betriebsprüfung in einem Teilbereich der Gesellschaft. In Folge von laufenden Betriebsprüfungen können sich auch Steuerermittlungsverfahren ergeben, die auch ein steuerliches Risiko für die Gruppe darstellen.

Liquiditätsrisiken

Unter finanziellen Risiken werden u. a. Risiken, die durch den Ausfall (Insolvenz) wichtiger Vertragspartner sowie Liquiditätsrisiken, die die eigene Zahlungsfähigkeit gefährden, zusammengefasst. Das Risiko möglicher Forderungsausfälle ist als sehr gering einzustufen, da im Wesentlichen nur die FCT electronic GmbH und die CVS-Gesellschaften mit externen Kunden arbeiten und deren Kunden vorwiegend renommierte Konzerne und Unternehmen sind. Zudem werden Bonitätschecks durchgeführt.

D. Gesamtrisikobeurteilung

Neben den oben genannten bestandsgefährdenden Risiken sehen wir unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten mit Ausnahme der Ukraine-Krieg und der Transformation hin zur E-Mobilität keine weiteren Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können.

E. Chancen und voraussichtliche Entwicklung

Die Molex Elektronik GmbH wird auch zukünftig als Distributions-, Entwicklungs- und Service-Center bestehen bleiben und ihre Kosten mit einem Gewinnaufschlag an Molex Interconnect GmbH in den Niederlanden, beziehungsweise an die Muttergesellschaft in den USA, weiterberechnen. Da teilweise die Produkte der europäischen Akquisitionen (Westec und Flamar in Italien und FCT) ebenfalls über das Distributionszentrum in Ettlingen an die Endkunden geliefert werden, erhöhen sich der Distributionsaufwand und die Auslastung der Lagerkapazitäten in Ettlingen.

Bei der Molex Connectivity GmbH wird in den Folgejahren vermehrt Gewicht auf deren Entwicklungsergebnisse gelegt werden. Es ist geplant, dass sie sich mittelfristig zum zentralen Entwicklungsstandort für Steckverbinder in Europa entwickelt.

Mit dem Erwerb der CVS-Gesellschaften hat die Koch-Gruppe Zugang zu weiteren OEM und Fahrzeugherstellern. Neben der Aufrechterhaltung und dem Ausbau des Geschäfts mit dieser Kundengruppe, werden auch Chancen für das Cross-Selling anderer Produkte der Koch-Gruppe gesehen. Hiervon würde die Molex Elektronik dann allerdings nur über ein höheres Volumen im Lagermanagement profitieren.

Die Chancen der CVS-Gesellschaften liegen in einer stetig fortschreitenden Vernetzung von Fahrzeugen. Hierbei werden immer mehr Produkte und Anwendungen der Konsumgüterelektronik auch im Fahrzeug verfügbar sein. Des Weiteren werden immer neue Fahrerassistenzsysteme entwickelt bzw. die vorhandenen verbessert. Dies sind wachsende Märkte ebenso wie ein aufstrebender Markt für sog. "Embedded Services". Diese umfassen beispielsweise das automatische Absetzen von Notrufen.

Seit unserer Zugehörigkeit zur Koch-Gruppe werden keine dezidierten Planungen mehr erstellt. Stattdessen gibt es die strategische Vorgabe binnen 10 Jahren die Umsatzerlöse und das operative Jahresergebnis zu verdoppeln. Daher haben wir nachfolgend die für uns wichtigsten Kennzahlen für das Jahr 2023 dargestellt und geben für das Jahr 2024 eine Prognose ab. Es gilt zu beachten, dass es sich bei den Kennzahlen für 2023 um noch nicht geprüfte Zahlen und unkonsolidierte Werte handelt.

Geschäftsjahr 2023

Für das zweite Quartal 2023 wird wieder ein leichter Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland erwartet. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes von Ende April 2023 zufolge blieb das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt unverändert. Die hohe Inflation belastete den privaten Konsum und die konsumnahen Dienstleister. Dagegen gaben nachlassende Lieferengpässe und verringerte Energiepreise der Industrie einen Schub (Quelle: Deutsche Bundesbank).

Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen auf Basis der vorläufigen Zahlen auf einem Niveau von ca. 530 Mio. EUR. Dabei liegen die Umsatzerlöse im Automotive Bereich bei ca. 450 Mio. EUR und im Bereich der anderen Gesellschaften bei ca. 80 Mio. EUR.

Aufgrund einer verbesserten Kostenstruktur der CVS Gesellschaft liegen die operativen Ergebnisse vor Zinsen und Steuern im Automotive Bereich bei ca. 17,0 Mio. EUR und im Bereich der bisherigen Gesellschaften bei ca. 1,5 Mio. EUR.

Insgesamt erwarten wir für 2023 daher ein positives Konzernjahresergebnis nach Steuern von 15,0 bis 20,0 Mio. EUR.

Der Personalbestand wurde bei den Gesellschaften des bisherigen Konsolidierungskreises in diesem Geschäftsjahr 2023 nicht signifikant verändert.

Prognose 2024

Die Kernrate des Verbraucherpreisindex ist im Januar und Februar 2023 mit 5,6% und 5,7% gegenüber dem Vorjahresmonat weiter angestiegen. Dies lässt erwarten, dass die Inflation nur allmählich zurückgeht und im gesamten Prognosehorizont weiterhin erhöht bleibt. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust belastet die privaten Konsumausgaben. Die fortgesetzte geldpolitische Straffung mit steigenden Zinsen verschärft diese Entwicklung und dämpft zusammen mit der weiterhin hohen wirtschaftlichen Unsicherheit die Investitionen der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund erwartet der Sachverständigenrat im Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,3%. Für die Inflationsrate in diesem und im kommenden Jahr prognostiziert der Sachverständigenrat Raten von 6,6% beziehungsweise 3,0%. (Quelle: Sachverständigenrat).

Die Lieferengpässe beim Material führen zu teilweisen Produktionsstillständen bei der Automobilindustrie und anderen Branchen. Dadurch verringert sich die Nachfrage der Kunden nach unseren Produkten im Automobilbereich und somit auch das Geschäftsvolumen im Lagerbereich.

Sofern sich die Probleme bei der Beschaffung von Material aufgrund der Ukraine-Krise nicht weiter verschärfen, gehen wir derzeit für den deutschen Teilkonzern von Umsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2024 leicht unter dem Niveau des Jahres 2023 ca. 450,0 - 500,0 Mio. EUR aus.

Wir gehen auch von einer leichten Steigerung der weiterbelastbaren Kosten im Vergleich zum Vorjahr aus, da es in verschiedenen Bereichen Kostensteigerungen gibt, während die Personalkosten relativ konstant bleiben. Wir rechnen daher mit einem Konzernjahresergebnis auf dem Niveau des prognostizierten Jahresergebnisses von 2023.

Mit der strategischen Ausrichtung und dem vorhandenen Knowhow ist die deutsche Molex-Organisation gut positioniert, um die sich bietenden Wachstumschancen künftig wahrnehmen zu können.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Mit der strategischen Ausrichtung und dem vorhandenen Knowhow ist die deutsche Molex-Organisation gut positioniert, um die sich bietenden Wachstumschancen künftig wahrnehmen zu können.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Mit der strategischen Ausrichtung und dem vorhandenen Knowhow ist die deutsche Molex-Organisation gut positioniert, um die sich bietenden Wachstumschancen künftig wahrnehmen zu können.

 

Ettlingen, 29. September 2023

Molex Elektronik GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Buss, Geschäftsführer

Henry Fürniß, Geschäftsführer

Frank Homann, Geschäftsführer

Andreas Vogt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Molex Elektronik GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Molex Elektronik GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. September 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Carstens, Wirtschaftsprüfer

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

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