Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 187045
Vorher
TeamFaktor GmbH
Eingetragen
30.9.2005
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der entgeltliche Erwerb von Forderungen, insbesondere aus Warenlieferungen und Dienstleistungen nebst deren Verwaltung und Einziehung mit oder ohne Übernahme des Ausfallrisikos der Forderungen einschließlich der Vermittlung derartiger Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

teemfactor GmbH

Hamburg (vormals: Tutzing)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der teemfactor GmbH, Hamburg

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 67,08 67,08
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 5.676,45 60.116,62
3. Forderungen an Kunden 6.446.198,79 4.134.283,99
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
4. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339,13 63.523,03
b) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 31.758,40
339,13 95.281,43
5. Sachanlagen 11.463,80 23.263,25
6. Sonstige Vermögensgegenstände 253.019,65 580,00
7. Rechnungsabgrenzungsposten 1.288,81 3.536,38
6.718.053,71 4.317.128,75

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.559.091,62 3.493.872,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 163.349,76 51.681,35
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigunsfrist 115.588,90 426.598,41
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten: 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
278.938,66 478.279,76
3. Sonstige Verbindlichkeiten 79.812,13 79.307,41
4. Rückstellungen
andere Rückstellungen 72.559,40 38.017,65
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
b) Kapitalrücklagen 2.000.000,00 1.500.000,00
d) Bilanzgewinn -1.572.348,10 -1.572.348,10
727.651,90 227.651,90
6.718.053,71 4.317.128,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit-und Geldmarktgeschäften 291.770,43 220.157,81
2. Zinsaufwendungen -152.173,03 -52.907,07
139.597,40 167.250,74
3. Provisionserträge 931.076,15 783.923,26
4. Provisionsaufwendungen -2.852,57 -7.390,49
928.223,58 776.532,77
5. Sonstige betriebliche Erträge 56.843,18 7.962,17
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -492.340,69 -368.960,75
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -81.043,17 -50.318,13
darunter für Altersvorsorge: EUR 2.694,10 (Vorjahr: EUR 841,41)
-573.383,86 -419.278,88
b) andere Verwaltungsaufwendungen -777.221,70 -489.662,64
-1.350.605,56 -908.941,52
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -106.741,75 -64.853,19
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -566,22 -534.392,84
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -69.599,68 -73.426,35
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 150.000,00 1.537,64
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -252.849,05 -628.330,58
12. Sonstige Steuern -37,00 0,00
13. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags übernommener Verlust 252.886,05 0,00
14. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 -628.330,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die teemfactor GmbH (TF) mit Sitz in Hamburg (vormals: Tutzing) ist unter der HRB-Nummer 187045 beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Sie unterliegt als Factoring-Unternehmen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und stellt einen Jahresabschluss nach den Regeln für Finanzdienstleistungsinstitute i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG, den besonderen Regelungen des § 340a Abs. 1 HGB und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) auf.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unter Berücksichtigung der Vorschriften der RechKredV und des HGB die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sowie die für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des § 340e HGB beachtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Damit war Ansatz- und Bewertungsstetigkeit gegeben.

Die Barreserve sowie die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete Forderungen sind angemessen wertberichtigt. Im Übrigen ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet worden.

Immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die immateriellen Anlagewerte umfassen erworbene Standard- und Individualsoftware sowie einen Kundenstamm.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Abrechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen erfassen die ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Das Eigenkapital umfasst neben dem gezeichneten Kapital die Kapitalrücklage, den Verlustvortrag sowie den Jahresfehlbetrag.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen

Die Forderungen an Kunden bestehen im Wesentlichen gegenüber Privatpatienten aus dem Factoring im medizinischen Bereich. Den Forderungen stehen Wertberichtigungen von insgesamt TEUR 133 sowie Einbehalte von 241 TEUR gegenüber. Neben Pauschalwertberichtigungen wurden risikobehaftete Forderungen einzelwertberichtigt.

Die Fristigkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 3 Monate 4 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kunden 6.446.198,79 5.616.230,60 722.447,09 107.521,10

Die Aufteilung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Außerplanmäßige Abschreibungen von 45 TEUR betreffen Software und einen Kundenstamm.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschafter von 253 TEUR, welche in der Verlustübernahme begründet sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 5.559 TEUR sind täglich fällig und über eine Globalzession der Forderungen und durch Kontenverpfändungen besichert. Darüber hinaus haften verbundene Unternehmen der TF im Rahmen eines Haftungsverbundes der ARZ-Unternehmensgruppe für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Kreditinstituten. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird aufgrund der aktuellen Planung als gering eingeschätzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist von 279 TEUR haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis 3 Monaten.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 33 TEUR, aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 30 TEUR sowie aus Steuern 17 TEUR, sie sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Die Rückstellungen bestehen für:

TEUR
Prüfung/Beratung 19
Personal 20
Sonstiges 34
73

Die Rückstellungen sind ausreichend bemessen und tragen allen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung erkennbaren Risiken Rechnung.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und beträgt unverändert zum Vorjahr 300 TEUR. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 187045 eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan. Im Geschäftsjahr wurde die Kapitalrücklage mittels Bareinlage um 500 TEUR durch die Gesellschafterin aufgestockt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge (292 TEUR) und -aufwendungen (152 TEUR) betreffen den Bereich Medizin und resultieren aus Vorfinanzierungsdienstleistungen an Kunden und deren Finanzierung.

Die Provisionserträge (931 TEUR) und -aufwendungen (3 TEUR) beinhalten Provisionen aus dem Abrechnungsabwicklung für Dienstleister im Dentalbereich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erlöse gegenüber verbundenen Unternehmen von 38 TEUR sowie aus Sachbezügen von 13 TEUR.

Die Erträge werden ausschließlich im Inland erzielt.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten u.a. Aufwendungen für verbundene Unternehmen (206 TEUR), Versandkosten (147 TEUR) und Mieten (40 TEUR).

Aufgrund von herabgesetzten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden ist ein periodenfremder Einmalertrag von 150 TEUR entstanden.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Verlust von 253 TEUR von der alleinigen Gesellschafterin ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan, übernommen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet im Rahmen eines Haftungsverbundes der ARZ Haan AG - Gruppe für Verbindlichkeiten aus dessen Finanzierung. Zum Bilanzstichtag beträgt die Gesamthaftungssumme 263.100 TEUR. Die Gesellschaft hat im Rahmen einer Globalzession und durch Kontenverpfändungen Sicherheiten gewährt. Zum Stichtag liegt aufgrund von Inanspruchnahmen innerhalb des Haftungsverbundes der ARZ Haan AG - Gruppe keine Haftung für fremde Verbindlichkeiten vor. Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung der betreffenden Gesellschaften erscheint eine Haftungsinanspruchnahme unwahrscheinlich.

Arbeitnehmerzahl

Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 7 Mitarbeiter, davon 2 Teilzeit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich zum Stichtag auf 65 TEUR.

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der ARZ Haan AG, Haan, in den die TF einbezogen wird.

Geschäftsführung

Horst Schön, Geschäftsführer (bis 30.09.2023)

Stefan Mühr, Geschäftsführer, Markt

Silke Braatz, Geschäftsführer (ab 01.10.2023), Marktfolge

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden.

Nachtragsbericht

Zur Sicherstellung der Finanzierung wurde der in 2024 ausgelaufene Konsortialkreditvertrag erneuert.

Die Gesellschaft hat mit Eintragung vom 6. Juni 2024 den Geschäftssitz von Tutzing nach Hamburg verlegt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als 100 %-ige Tochtergesellschaft der ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan, in die Konzernabschlüsse der ARZ Haan AG (kleinster Kreis), Haan, sowie der NORWIMA Nordrheinische Gesellschaft für Wirtschaft und Marketing in Apotheken mbH (größter Kreis), Düsseldorf, einbezogen. Diese werden beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

 

Hamburg, 28. Juni 2024

Stefan Mühr, Geschäftsführer

Silke Braatz, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 412.062,88 0,00 268.800,58 0,00 143.262,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 242.128,00 0,00 242.128,00 0,00 0,00
654.190,88 0,00 510.928,58 0,00 143.262,30
II. Sachanlagen
1. Vom Institut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten (insbesondere Einbauten) 3.300,60 0,00 0,00 0,00 3.300,60
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.026,13 0,00 0,00 0,00 71.026,13
74.326,73 0,00 0,00 0,00 74.326,73
728.517,61 0,00 510.928,58 0,00 217.589,03
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348.539,85 63.183,90 268.800,58 142.923,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 210.369,60 31.758,40 242.128,00 0,00
558.909,45 94.942,30 510.928,58 142.923,17
II. Sachanlagen
1. Vom Institut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten (insbesondere Einbauten) 2.365,60 660,00 0,00 3.025,60
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.697,88 11.139,45 0,00 59.837,33
51.063,48 11.799,45 0,00 62.862,93
609.972,93 106.741,75 510.928,58 205.786,10
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339,13 63.523,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 31.758,40
339,13 95.281,43
II. Sachanlagen
1. Vom Institut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten (insbesondere Einbauten) 275,00 935,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.188,80 22.328,25
11.463,80 23.263,25
11.802,93 118.544,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

teemfactor GmbH

Hamburg

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Grundlagen der Gesellschaft

2.1 Geschäftsmodell

2.2 Ziele und Strategien

2.3 Steuerungssystem

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.2 Geschäftsverlauf

3.2.1 Vermögenslage

3.2.2 Ertragslage

3.2.3 Finanzlage

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Form der Berichterstattung

4.2 Prognosebericht

4.3 Chancen- und Risikobericht

4.3.1 Risikocontrollingsystem

4.3.2 Risiken

4.3.2.1 Strategische Risiken

4.3.2.2 Wesentliche Risiken gem. Risikoinventur

4.3.3 Chancen

5. Sonstige Angaben

5.1 Niederlassungen

1. Vorbemerkung

Grundsätzlich wird die Einschätzung der Geschäftsführung der Gesellschaft wiedergegeben. Sofern Einschätzungen und Meinungen auf externen Informationen basieren, werden diese explizit mit Quellenangaben gekennzeichnet.

2. Grundlagen der Gesellschaft

2.1 Geschäftsmodell

Die TF wurde am 19. September 2005 gegründet. Seit dem 1. Januar 2022 ist sie aufgrund der Übernahme durch die ARZ Dienstleistungsholding GmbH Teil der ARZ-Unternehmensgruppe.

Die TF bietet Dienstleistungen im Dentalmarkt an und verfügt über langjährige Marktkompetenz. In ihrer Funktion als erlaubnispflichtiger Finanzdienstleister erbringt die Gesellschaft Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und trägt somit wesentlich zur Erweiterung des Dienstleistungsangebots der ARZ-Unternehmensgruppe bei.

Die Kernkompetenz der Gesellschaft besteht im Ankauf von kassenärztlichen und privaten Rechnungen auf Basis der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Der Ankauf von Privatrechnungen erfolgt sowohl mit Übernahme des Ausfallrisikos (echtes Factoring) als auch ohne Übernahme des Ausfallrisikos (unechtes Factoring). Im Falle des unechten Factorings erstrecken sich die Dienstleistungen der TF lediglich auf die Durchführung des Mahnwesens der Mediziner sowie die Abwicklung der Zahlungsmodalitäten. Zu den Kunden gehören im Wesentlichen Zahnärzte und Kieferorthopäden, die in Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen/ medizinischen Versorgungszentren oder Praxisgemeinschaften organisiert sind.

Aufgrund ihrer Größe mit 7 Beschäftigten (Durchschnitt 2023) und Erträgen aus dem Factoring-Geschäft in Höhe von 1,2 Mio. EUR zählt sie zu den kleineren Gesellschaften der ARZ-Unternehmensgruppe.

2.2 Ziele und Strategien

Im Jahr 2023 wurde die Strategie der TF konsequent umgesetzt und in Teilen weiter geschärft. Die Vision der TF wurde in einer Geschäftsstrategie festgelegt und wesentliche Schritte zur Erreichung dieses Zielbildes definiert. Die Konzernstrategie und - Vision bildete hierzu die Grundlage.

TF wird die konsequente Integration mit den weiteren Dentalbereichen der ARZ Haan AG Unternehmensgruppe vorantreiben, um so eine intelligente Verknüpfung der unterschiedlichen Produktbereiche zu forcieren und das Produkterlebnis beim Kunden zu maximieren. Grundlage für diese Entwicklung ist die erfolgreiche Integration der TF in die ARZ Haan AG Unternehmensgruppe. Hierzu wurden im Jahr 2023 technische, strukturelle, prozessuale und organisatorische Anpassungen innerhalb der TF vorgenommen. Insgesamt konnte eine Umsatzsteigerung von rund 22 % zum Vorjahr erzielt werden. Basis hierfür war ein deutlich gesteigertes Ankaufvolumen.

TF steht vor einer Reihe von Herausforderungen in den kommenden Jahren:

Die Sicherstellung adäquater organisatorischer und prozessualer Strukturen, die mit einem anhaltenden starken Kundenwachstum mithalten können

Der erfolgreiche Umzug der Server-Struktur und die Umstellung der operativen Nebenbuchhaltung

2.3 Steuerungssystem

Die effiziente Steuerung der TF wird durch die TF-Geschäftsführung sichergestellt. Von der TF beauftragte Auslagerungen an die ARZ Haan AG unterstützen diesen Prozess.

Im Zuge der Organisation in der ARZ werden sämtliche Daten und Entwicklungen aus den Einzelgesellschaften in der ARZ Haan AG aggregiert. Hieraus werden in Zusammenarbeit zwischen den Einzelgesellschaften und der ARZ Haan AG die Maßnahmen zur Steuerung der Unternehmensgruppe definiert. Das EBT bildet für alle Unternehmen der ARZ-Gruppe die wesentliche steuerungsrelevante Kennzahl.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 konnten für die teemfactor keine weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie festgestellt werden. Aufgrund der Ausgestaltung des Geschäftsmodells hatte die Pandemiesituation lediglich einen begrenzten Einfluss auf die Gesellschaft.

Demgegenüber haben die weltweiten Krisen im Jahr 2023, wie z.B. der Ukrainekrieg, die Kriegshandlungen in Nahost sowie die Klimakrise, signifikante Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten in Europa. Die hieraus resultierenden rapide angestiegenen und aktuell hohen Inflationsraten beeinflussen deutlich das Geschäftsmodell der TF. Neben dem stark gestiegenen Refinanzierungszins besteht ebenso eine reale Gefahr einer einsetzenden Lohn- Preisspirale. Notwendige Investitionen in IT-Hardware sind sowohl mit erhöhten Lieferpreisen als auch längeren Lieferzeiten verbunden. TF reagiert hierauf mit frühzeitigen Planungen der Investitionen und der Weitergabe der gestiegenen Refinanzierungskosten an Kunden durch eine Erhöhung der Factoringgebühr.

Darüber hinaus ist TF weiterhin von den Megatrends im Gesundheitsmarkt betroffen: Demografische Entwicklung, Digitalisierungstrend, steigende Relevanz von E-Health sowie ein verändertes Gesundheitsbewusstsein innerhalb der Bevölkerung. Diese Megatrends beeinflussen direkt und langfristig den Dentalmarkt in Deutschland. Infolge eines veränderten Work-Life-Balance-Bedürfnis junger Zahnärztinnen und Zahnärzte in Verbindung mit einem weiterhin anhaltenden attraktiven Marktumfeld für Finanzinvestoren wird die Marktkonsolidierung weiter angetrieben. Zudem wird der weiterhin zunehmende Fachkräftemangel an MFA/ZFA zu einem ansteigenden Outsourcing-Anteil von Abrechnungs- und Factoringleistungen führen. Die intelligente Verknüpfung von Factoring mit weiteren Dienstleistungen stellt hierbei einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Insgesamt ist infolge eines leicht rückläufigen Anteils an PKV-Versicherten, einer alternden Bevölkerung, einem moderaten Anstieg des Rechnungsbetrages sowie eines stark steigenden Outsourcing-Anteils weiterhin mit einem wachsenden Abrechnungsvolumen zu rechnen.

Das Wettbewerbsumfeld ist von wenigen großen Marktteilnehmern geprägt, die den Markt dominieren und die einen erheblichen Investitionsbedarf in der IT-Landschaft vorweisen. Die neue Generation von Zahnärztinnen und Zahnärzte erwarten innovative IT-Lösungen auch von Abrechnungsgesellschaften. Hierdurch wird der Investitionsdruck auf etablierte Marktteilnehmer erhöht. TF reagiert hierauf mit einer konsequenten Verknüpfung seiner Factoring-Produktlandschaft mit Produkten der Schwestergesellschaft ARZ.dent (Dental- Praxissoftware und Abrechnungsservices), dem flächendeckenden Einsatz moderner und innovativer Technologien sowie der stringenten Digitalisierung von Prozessen zur Verbesserung des Produkterlebnisses beim Kunden.

3.2 Geschäftsverlauf

Der Jahresfehlbetrag der TF beträgt 253 TEUR (Vorjahr: 628 TEUR), dieser ist neben den Umsatzzuwächsen auch durch einen Einmalertrag aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen von 150 TEUR beeinflusst.

Die Zins- und Provisionserträge sind mit einem deutlichen Zuwachs in Höhe von rund 22 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Industriekundenbereich wurde gemäß der vereinbarten Exit-Strategie wie erwartet vollumfänglich eingestellt, so dass sich die Erlöse rein auf den medizinischen Dentalbereich fokussieren.

Die Geschäftsleitung der TF beurteilt den Verlauf des operativen Geschäftes im Geschäftsjahr 2023 losgelöst vom Einmaleffekt und mit Blick auf ein im Jahresverlauf erzielten Neukundenzuwachs (in Abrechnung) in Höhe von +33 zum Vorjahr als zufriedenstellend. Als Folge von internen Prozessoptimierungen konnten die Weichen in Hinblick auf ein optimiertes EBT im Folgejahr gestellt werden.

3.2.1 Vermögenslage

Die Forderungen an Kunden betreffen zum überwiegenden Teil Forderungen an Privatpatienten, die durch den Ankauf von zahnärztlichen Privatliquidationen auf Basis der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) im Rahmen von echtem Factoring entstehen.

Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft entfallen mit 5.559 TEUR (Vorjahr: 3.494 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die TF weist bei einer Bilanzsumme in Höhe von 6.718 TEUR (Vorjahr: 4.317 TEUR) Eigenkapital in Höhe von 728 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR) aus.

3.2.2 Ertragslage

Die Zins- und Provisionserträge erhöhten sich von 1.004 TEUR auf 1.223 TEUR. Hier konnte der Planwert um rund 200 TEUR übertroffen werden.

Die Zinsaufwendungen von 152 TEUR erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des deutlichen Anstiegs des Refinanzierungszinssatzes und basieren im Wesentlichen auf dem Vorfinanzierungsbedarf der Gesellschaft.

In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 7 Mitarbeiter (Vorjahr: 6) beschäftigt.

Der Personalaufwand liegt mit 573 TEUR im Wesentlichen aufgrund eines Einmaleffektes durch einen Geschäftsführungsübergangs über dem Niveau des Vorjahres von 419 EUR.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen von 490 TEUR auf 777 TEUR korrespondiert mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen und der allgemeinen Teuerungsrate.

Aufgrund von herabgesetzten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden ist ein periodenfremder Einmalertrag von 150 TEUR entstanden. Im Vorjahr war das Ergebnis durch nicht passivierte Verbindlichkeiten der Vorjahre von 534 TEUR beeinflusst, was die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre einschränkt.

Insgesamt erzielte die TF im Geschäftsjahr ein EBT in Höhe von -253 TEUR, das um 375 TEUR verbessert ausfällt als im Vorjahr. Das ambitionierte Planergebnis lag rund 120 TEUR über dem EBT, womit ein solides Wachstum attestiert werden kann. Der Jahresfehlbetrag wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan, vollständig ausgeglichen.

3.2.3 Finanzlage

Die finanzielle Ausstattung der TF wird durch eine stabile und ausreichende Refinanzierung über einen langfristigen Konsortialkreditvertrag sichergestellt. Der TF steht daraus eine Linie in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Über den Jahreswechsel wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag für die gesamte ARZ-Gruppe ausgehandelt, wodurch die Refinanzierung zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung für weitere 3 Jahre mit einer Verlängerungsoption von insgesamt 2 Jahren sichergestellt ist. Hierbei konnte der Kreditrahmen um weitere 50 Mio. EUR ausgeweitet werden, um das steigende Abrechnungsvolumen zu decken. Weiterhin ist über optionale Bestandteile im Konsortialkreditvertrag die Flexibilität vergrößert worden, den Kreditrahmen bei künftig weiter optimiertem Liquiditätsbedarf wieder zu verringern. Per 31.12.2023 lag die Kreditlinie der ARZ-Gruppe für Fremdgeld noch unverändert zum Vorjahr bei 350 Mio. EUR zuzüglich einer Zusatzlinie bei Engpässen von 150 Mio. EUR sowie einem Schuldscheindarlehen über 130 Mio. EUR.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Form der Berichterstattung

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden regelmäßig Gesellschafterversammlungen der TF durchgeführt. Auf dieser Basis wurden die Gesellschafterin und der Gesamtvorstand umfassend über die Finanz- und Ertragslage sowie die Projekte und Vorhaben durch die Geschäftsführung informiert.

Aufgrund der Integration der Gesellschaft in die ARZ-Gruppe findet im Rahmen eines standardisierten monatlichen Berichtswesens eine zentrale Informationsbereitstellung statt. Neben den monatlichen Berichtsroutinen werden drei Hochrechnungen durchgeführt, die jeweils zum Frühjahr, zum Herbst und zum Jahresende des Geschäftsjahres stattfinden und eine Ergebnisvorschau auf das Jahresende geben.

Darüber hinaus stellen die aufsichtsrechtlichen Funktionen, zu denen u.a. das Risikocontrolling, die Interne Revision und die Compliance-Funktion gehören, regelmäßige Berichte mit Handlungsempfehlungen zur Verfügung.

4.2 Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weiterhin von geopolitischen Spannungen und der Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst. Vor allem die Entwicklung der Konflikte im Nahen Osten sowie in der Ukraine lässt sich nicht abschätzen. Zunehmende Störungen in den Lieferketten könnten erneut zu einem erhöhten Inflationsdruck führen, trotz der aktuell rückläufigen Inflation. Dies würde steigende Betriebskosten nach sich ziehen, die nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden könnten.

Darüber hinaus zeichnet sich eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland ab. Insgesamt ist das Gesundheitswesen jedoch als konjunkturunabhängiges Marktsegment grundsätzlich nicht den klassischen Konjunkturzyklen unterworfen, sodass die Umsatzentwicklung der TF hiervon unberührt bleiben sollte.

Volkswirtschaftliche Indikatoren illustrieren einen Anstieg der Ausgaben im Gesundheitswesen 1. Die Ausgaben im Gesundheitswesen haben sich jährlich zwischen 2017 und 2022 um rund 6 % 2 gesteigert (Ø-Wachstumsrate p.a.). Hieraus wird ein positiver Mengeneffekt durch steigende absolute Gesundheitsausgaben resultieren.

Im Hinblick auf die wesentlichen Marktzinssätze erwartet die Geschäftsleitung der TF für das Jahr 2024 eine nahezu konstante Entwicklung der Zinsen auf dem derzeit hohen Niveau, unter der Annahme, dass keine bedeutende Inflationserhöhung eintritt.

Die Geschäftsleitung der TF wird zudem alle Anstrengungen unternehmen, um die Integration der Gesellschaft in die ARZ-Unternehmensgruppe bis Ende 2024 abzuschließen. Auf Basis der Hamburger Filialeröffnung in 2023 beabsichtigt die TF beide Standorte in Hamburg zu vereinen, um synergetische Effekte zu erzielen.

Die TF rechnet für das kommende Geschäftsjahr 2024 aufgrund des demografischen Wandels und der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der ARZ.dent GmbH weiterhin ein dynamisches Wachstum, verbunden mit deutlich steigenden Umsätzen im 2-stelligen Prozentbereich und einer verbesserten Profitabilität bezogen auf das Vorsteuerergebnis (EBT) mit einer Verbesserung im niedrigen 6-stelligen Bereich.

1 Gesundheitswesen - Umsatzprognose in Deutschland | Statista
2 Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Gesundheitsausgaben/_inhalt.html#sprg235028)

4.3 Chancen- und Risikobericht

4.3.1 Risikocontrollingsystem

Alle unternehmerischen Aktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe unterliegen einem internen Kontrollsystem (IKS), welches durch ein aktives Risikocontrolling begleitet wird. Das TF-Risikocontrollingsystem dient sowohl zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Vorgaben bzw. einer geforderten organisatorischen Institutionalisierung als auch besonders zur Schaffung eines wirtschaftlichen Vorteils für die Unternehmensgruppe. Das installierte Risikocontrollingsystem soll die Überarbeitung ineffizienter Prozesse bzw. innerorganisatorischer Fehlentwicklungen sowie mögliche substanzielle Ergebnisbelastungen für die Unternehmensgruppe aufdecken und den Prozess zur Steuerung von Gegenmaßnahmen initiieren.

Der Ausgangspunkt des Risikocontrollingsystems ist in der Risikostrategie determiniert, die aus der Unternehmensstrategie der ARZ Unternehmensgruppe bzw. der Geschäftsstrategien der Konzernunternehmen abgeleitet wurde. Im weiteren Verlauf werden periodisch in der TF Risikoinventuren durch das Risikocontrolling initiiert. Zur Deckung der identifizierten Risiken ist ein Risikodeckungspotenzial abgeleitet worden. Dieses Risikodeckungspotenzial wird auf die einzelnen Risikoarten verteilt und unterliegt im Rahmen der quartalsweisen Risikoberichterstattung einem fortlaufenden Review.

Die Risikoarten gliedern sich dabei in die durch die MaRisk definierten Kategorien: Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken.

Neben der reinen Ableitung und Erkennung von Risiken nutzt die TF das Risikocontrolling auch zur Optimierung von Ablaufprozessen und damit der Realisierung von Chancen bei der Geschäftsentwicklung. Sämtliche Optimierungspotenziale werden ebenfalls im Rahmen des Risikoberichts dargelegt.

4.3.2 Risiken

4.3.2.1 Strategische Risiken

Die TF ist mit einer Vielzahl strategischer Risiken konfrontiert, die sich negativ auf ihre Rentabilität und langfristige Stabilität auswirken könnten.

Zu den Hauptrisiken gehören weiterhin geopolitische Spannungen, insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten. Obwohl diese Konflikte keine direkten Auswirkungen auf die TF haben, da sie ihre Geschäftstätigkeit im Inland ausübt und keinen direkten Bezug zu den Konfliktgebieten hat, besteht dennoch eine mittelbare Betroffenheit.

Die gestiegenen Energiepreise infolge der Kriegshandlungen und politischen Auseinandersetzungen führten nämlich zu einer hohen Inflationsdynamik. Auch wenn der Inflationsdruck aktuell nachgelassen hat, ist die weitere Entwicklung der Preise und Zinsen nicht abschätzbar. Ein weiterer Anstieg von Personal- und Zinskosten ist für die TF durchaus möglich, was sich negativ auf die Rentabilität niederschlagen würde.

Ein bedeutendes strategisches Risiko für die TF besteht darin, qualifiziertes Personal zu finden und langfristig zu binden. Der Mangel an Fachkräften könnte die Beeinträchtigung operativer Abläufe zur Folge haben und sich negativ auf langfristige Wachstumsziele auswirken. Da sich die Gesellschaft mit der Aufnahme in die ARZ-Unternehmensgruppe in einer Wachstumsphase befindet, wird diesem Risiko von der Geschäftsleitung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Daher werden Investitionen in Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung vorgenommen, um dieses Risiko zu mindern und den langfristigen Erfolg der TF sicherzustellen.

4.3.2.2 Wesentliche Risiken gem. Risikoinventur

Auf Basis der aktuellen Risikoinventur zum Jahresende 2023 wurden folgende Risikoarten als wesentlich für die TF identifiziert:

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko stellt sich für die TF aufgrund der Sachverhalte, dass Patienten oder Leistungsträger ihre Rechnungen nicht fristgerecht oder gar nicht begleichen bzw. begleichen können. Das Geschäftsmodell der TF beinhaltet den Ankauf von Forderungen im echten Factoring, somit geht das Ausfallrisiko der Forderung auf die TF über. Das Adressenausfallrisiko ist das dominante Risiko in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung. Zur Steuerung nutzt die TF ein mehrstufiges Mahnwesen und setzt ein externes Bonitätssystems zur Beurteilung von Soliditäten der Patienten ein.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus einer etwaigen Erhöhung der Refinanzierungskosten, da die Refinanzierung über die Konsortialkreditlinie variabel ausgestaltet ist. Der Refinanzierungssatz wird vierteljährlich an den Referenzzinssatz (3-Monats-Euribor) angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zinsgleitklauseln für das Neukundengeschäft eingeführt, um eine zeitnahe Konditionsanpassung bei veränderten Zinsen zu gewährleisten.

Liquiditätsrisiken

Als Liquiditätsrisiko definiert die TF das Risiko, das eine ungeplante neue Refinanzierung abgeschlossen wird. Da der Prozess für die ARZ-Gruppe einen erheblichen finanziellen wie personellen Aufwand erzeugt, werden hierdurch mittelbar Kosten bei der TF über die Kostenumlage erzeugt.

Die Liquidität im Sinne von jederzeitiger Zahlungsfähigkeit seiner Verpflichtungen wird für die Abrechnungsvorfinanzierung durch eine stabile und ausreichende Refinanzierung über einen langfristigen Konsortialkreditvertrag sichergestellt. Über den Jahreswechsel wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag ausgehandelt, wodurch zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung die Refinanzierung für weitere 3 Jahre mit einer Verlängerungsoption von insgesamt 2 Jahren sichergestellt ist. Hierbei konnte zum einen der Kreditrahmen um weitere 50 Mio. € ausgeweitet werden, um das steigende Abrechnungsvolumen zu decken. Weiterhin ist über optionale Bestandteile im Konsortialkreditvertrag die Flexibilität vergrößert worden, den Kreditrahmen bei künftig weiter optimiertem Liquiditätsbedarf wieder zu verringern.

Operationelle Risiken

Unter den operationellen Risken werden im Wesentlichen Prozess-, Personen- und Systemrisiken zusammengefasst, auch das Reputationsrisiko zählt zu dieser Risikoart.

Als internes Betriebsrisiko hat die TF Engpässe durch kurz- bis mittelfristige Personalausfälle identifiziert. Diese könnten im Extremfall zu verzögerter Bearbeitung und Qualitätsmängeln führen. Darüber hinaus ist der Verlust von Fachwissen durch Fluktuation langjähriger Mitarbeiter ein relevantes Risiko. Die Aufstockung des Personals ist angestoßen und zum Zeitpunkt der Berichtserstellung in Teilen bereits erfolgt.

Die TF verfügt auch unter Einbezug der dargestellten Risiken über ein hinreichendes Risikodeckungspotenzial sowie ausreichend freie Liquidität - auch unter Einbezug der implementierten Stresstest-Szenarien.

4.3.3 Chancen

Die wesentlichen Chancen für die TF liegen in der kontinuierlichen Marktdynamik des Gesundheitswesens und der Gewinnung neuer Kunden.

Basierend auf der Geschäftsstrategie der TF wird der Medizinmarkt analysiert, um neue Kunden, Geschäftsmodelle oder potenzielle Akquisitionskandidaten zu identifizieren, die perspektivisch die Profitabilität der TF verbessern können.

Das Marktumfeld der Zahnärzte ist geprägt durch eine weiter anhaltende Konsolidierung, die sich im Wesentlichen durch das Interesse institutioneller Investoren und dem Aufbau größerer Praxisketten vollzieht. Diese Tendenz wird sich weiter verstärken und erfordert deshalb professionelle IT-Lösungen. Zudem könnte bis 2030 nach Schätzungen der Bundeszahnärztekammer jeder zweite Zahnarzt in den Ruhestand gehen 3 , so dass sich hier in den kommenden Jahren ein deutlicher Generationswechsel vollziehen wird.

Aus diesem Grund ist die TF eine strategische Partnerschaft mit der ARZ.dent GmbH eingegangen, die als einzige im Dentalmarkt eine cloudbasierte Praxisverwaltungssoftware anbietet und dadurch Mediziner jüngeren Jahrgangs anspricht.

Die Zusammenarbeit mit der ARZ.dent GmbH umfasst mehrere Aspekte, die das Potenzial beider Gesellschaften maximieren und ihre Wettbewerbsposition stärken. Zunächst nutzt die TF die ARZ.dent GmbH als Vertriebskanal, um ihre Dienstleistungen einem breiteren Kundenkreis im Dentalmarkt zugänglich zu machen. Diese Partnerschaft ermöglicht es der TF, ihre Marktpräsenz zu erweitern und die Bekanntheit ihrer Dienstleistungen unter den Kunden von ARZ.dent GmbH zu steigern. Im Gegenzug erweitert die ARZ.dent GmbH ihr Dienstleistungsangebot, indem sie Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Kunden aus dem Dentalmarkt vorstellt und in ihrer Praxisverwaltungssoftware Schnittstellen zur Kommunikation mit der TF bereithält. Diese strategische Kooperation bietet beiden Gesellschaften erhebliche Wachstumschancen.

3 Quelle: Dentalmagazin 2021: Drohender Zahnärztemangel in Deutschland

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass für die TF ein ausgewogenes Risiko-Chancen-Verhältnis besteht. Dies begründet sich in der vorhandenen strategischen Ausrichtung sowie Marktgegebenheiten, wodurch eine Fortsetzung des positiven Trends für die Gesellschaft erwartet werden kann.

Ein bestandsgefährdendes Risiko sieht die Geschäftsleitung nicht.

5. Sonstige Angaben

5.1 Niederlassungen

Die TF hat ihren Hauptsitz in Hamburg, sie unterhält derzeit noch eine Zweigstelle in Tutzing, welche im Laufe des Geschäftsjahres geschlossen werden soll.

 

Hamburg, 28. Juni 2024

Stefan Mühr, Geschäftsführer

Silke Braatz, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die teemfactor GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der teemfactor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Lars Arndt, Wirtschaftsprüfer

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