Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 165902
Vorher
Mathias Kettner Internet Betriebsgesellschaft mbHMathias Kettner GmbHtribe29 GmbH
Eingetragen
19.1.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von elektronischen Informations-, Kommunikations- und Handelsplattformen. Entwicklung und Verkauf von Software, Handel mit Hardware zur elektronischen Datenverarbeitung einschließliche Zubehör, Beratung und Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von EDV-Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jan Justus
seit 14.3.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Contern Luxco S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Checkmk Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Checkmk GmbH (vormals: tribe29 GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Checkmk GmbH

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Checkmk GmbH, vormals tribe29 GmbH, wurde im Jahr 2007 gegründet und hat ihren Sitz in München. Sie ist eine B2B-Softwarefirma mit Fokus auf IT-Monitoring. Mit dem Kernprodukt, der eigenentwickelten Software "Checkmk", können Kunden ihre IT-Infrastruktur überwachen, um eine hohe Verfügbarkeit und Leistung der Systeme sicherzustellen. Die über 4.500 Kunden reichen von kleinen bis sehr großen Unternehmen und staatlichen Einrichtungen in mehr als 80 Ländern.

Die überwiegende Mehrheit der Geschäftstätigkeit liegt im Verkauf von Subskriptionen von Software und technischem Support mit Laufzeiten von einem Jahr und mehr. Zusätzliche Geschäftstätigkeiten sind der Verkauf von Beratung, Training, Hardware, und Veranstaltungstickets. Neben den kommerziellen Tätigkeiten stellt Checkmk GmbH auch eine kostenfreie Open Source Version von "Checkmk" zur Verfügung.

Die Umsätze der Checkmk GmbH werden mehrheitlich im deutschsprachigen Raum erzielt. Nach Deutschland sind die USA der umsatzstärkste Markt.

Ziele und Strategien

Die Strategie der Checkmk GmbH fokussiert auf zwei Säulen:

Ausbau der Marktpräsenz in den USA durch die Eröffnung einer lokalen Vertriebs- und Supportgesellschaft. Zu diesem Zweck wurde 2021 die Checkmk, Inc., vormals tribe29, Inc., nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware als rechtlich eigenständige Gesellschaft gegründet. Sie ist eine hundertprozentige Tochter der Gesellschaft. Im Jahr 2023 wurde das Kernteam aus Kolleg:innen für den Vertrieb und den technischen Support auf- und ausgebaut, und knapp hundert neue Kunden für die Checkmk, Inc. gewonnen.

Ausbau der Überwachung von "hybriden" IT-Infrastrukturen, d.h. von Infrastrukturen, die Public-Cloud- und On-Premise-Infrastrukturen kombinieren, und die dabei sowohl moderne "Cloud-native" Technologieplattformen wie auch weiterhin ältere "Legacy"-Plattformen einsetzen. Dafür wurde zum einen schon im Jahr 2022 in bestehenden Produkten die Fähigkeit zur Überwachung von Cloudnativen Technologieplattformen verbessert, z.B. die Überwachung von Kubernetes, und diese in 2023 weiter ausgebaut. Zum anderen wird es neue Produkt- und Service-Angebote geben, die spezifisch hybride und Cloud-native Anwendungsfälle abdecken. Den Anfang machte dabei die "Checkmk Cloud Edition", die im Q2 2023 veröffentlicht wurde. Für 2024 ist die Markteinführung eines Software-as-a-Service-Angebots auf Basis der Checkmk Cloud Edition geplant.

Dabei kann "Checkmk" ein breiteres Set an Systemen überwachen, bietet eine bessere horizontale und vertikale Skalierbarkeit bis hin zu sehr großen IT-Umgebungen und bringt einen höheren Grad an Automatisierung mit als viele Wettbewerbsprodukte.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach der Erholung 1 der gesamtwirtschaftlichen und konjunkturellen Lage im Jahr 2021, wurde mit Beginn des Kriegs in der Ukraine im Jahr 2022 erneut eine Periode ökonomischer Unsicherheit eingeläutet, die durch die Konflikte im Nahen Osten ab Herbst 2023 weiter verstärkt wurde. Dabei war die Entwicklung in allen für uns relevanten großen Einzelmärkten ähnlich, geprägt von einem zunehmend inflationären Umfeld und der darauffolgenden deutlichen Steigerung der Leitzinssätze im Jahr 2023. Zum Jahresende 2023 hat weltweit der inflationäre Druck in den meisten Märkten deutlich nachgelassen und die Aussicht auf die damit einhergehenden Zinssenkungen zu einer Erholung der Wirtschaft geführt. In den USA 2 zum Beispiel stieg das Wirtschaftswachstum somit im Jahr 2023 wieder auf 2,5 %. Auf der anderen Seite verschlechterte sich die Wirtschaftslage in Deutschland 3 , dem aktuell größten Absatzmarkt der Checkmk GmbH, durch eine Reihe standortspezifischer Faktoren in 2023. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt (-0,3 %).

Entwicklung der Branche

Die Entwicklung in der IT-Monitoring-Branche weicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weiterhin erkennbar positiv ab. Wie bereits im Jahr 2022 zeigte sich die Branche auch 2023 sehr resilient und mit weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. So sagt etwa die Analystenfirma Persistence Market Research ein Marktwachstum von 16,3% für IT Infrastructure Monitoring, den Hauptmarkt für Checkmk, im Zeitraum 2023-2033 voraus 4.

1 IMF, "World Economic Outlook Update", vom Januar 2024.
2 Bureau of Economic Analysis, "Gross Domestic Product, Fourth Quarter and Year 2023 (Advance Estimate)".
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.
4 Persistence Market Research, "IT Infrastructure Monitoring Market" vom Februar 2024.

Für diese Entwicklung gibt es drei primäre Ursachen:

Der generelle Megatrend der Digitalisierung, gekoppelt mit komplexer werdenden IT-Technologien, führt zu einem größeren IT-Monitoring-Bedarf. Dafür werden alte Monitoringsysteme ausgetauscht, das Monitoring auf weitere Bereiche ausgedehnt und insgesamt ein umfangreicheres Monitoring eingeführt.

Zusätzlich wurde die IT für Unternehmen, Behörden und andere Institutionen in Corona-Zeiten noch stärker zu einem Erfolgsfaktor als vorher: Mitarbeiter arbeiten virtuell und sind auf verfügbare und performante IT angewiesen; auch ein größerer Teil der Wertschöpfung des Handels und anderer Branchen hat sich in den digitalen Bereich verschoben, wie z.B. den eCommerce. Damit stieg auch der Bedarf an IT-Monitoring.

Weiterhin unterliegen Betreiber von IT-Infrastrukturen zunehmenden regulatorischen (insbes. Bereich KRITIS) und faktischen (u.a. Markterwartungen an die Reife von Informationssicherheits-Managementsystemen) Anforderungen an Setup, Betrieb und Monitoring der Systeme.

Geschäftsverlauf

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Umsatzentwicklung des Unternehmens verlief ähnlich wie im Vorjahr:

Während im 1. Quartal der Umsatz ein sehr gutes Wachstum zeigte, verzeichneten wir im 2. Quartal einen Rückgang der Wachstumsraten. Im 3. Quartal zog das Wachstum jedoch wieder an und verblieb im 4. Quartal auf hohem Niveau - lag in diesem Quartal aber leicht unter den Erwartungen. Die Geschäftsentwicklung der Checkmk GmbH war somit insgesamt sehr gut: der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden und lag in Summe über den Erwartungen. Zum Umsatzwachstum trugen insbesondere die subskriptionsbasierten Software- und Supportgeschäfte bei.

Die Basis für den Umsatz und das Umsatzwachstum bildet dabei immer das Kernprodukt, die Software "Checkmk". Hiervon wurde im Jahr 2023 die Version 2.2 veröffentlicht. Das Kundenfeedback zu dieser für die Zukunft gut aufgestellten Produktversion war durchweg sehr positiv.

Das operative Ergebnis ist trotz der strategischen Investitionen, i.S. von erhöhten Aufwendungen, in die US-Expansion und unser Software-as-a-Service Produktangebot deutlich gestiegen. In Summe können wir ein Ergebnis vor Steuern aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.996 ausweisen.

Für 2024 gehen wir von einem nur schwach wachsenden makroökonomischen Umfeld, insbesondere in Deutschland 5 aus, jedoch mit geringeren Unsicherheiten als in 2023. Für die unternehmensspezifische Prognose, und eine detaillierte Darstellung der Chancen und Risiken, verweisen wir auf die entsprechenden Berichte im Kapitel C.

5 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, "Stellungnahme [...] zur Jahresprojektion 2024 der Bundesregierung" S. 1-4.

Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Checkmk GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt. Alle wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft - Umsatzerlöse, Checkmk Group ARR 6 , Umsatzwachstum und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) - haben zum Jahresende die Erwartungen übertroffen. Insbesondere die für den Erhalt des Unternehmens wichtigen Kennzahlen Umsatz, EBITDA und Liquidität konnten in 2023 in absoluten Zahlen gesteigert werden. Das Umsatzwachstum ist von 28,2 % auf 32,7 % gestiegen, der Umsatz konnte auf nunmehr TEUR 22.325 gesteigert werden; der Checkmk Group ARR liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 22.487 und erzielt damit ein Wachstum von 34,0 %. Im Jahr 2023 wurden, wie im Vorjahr, bewusst erhöhte Aufwendungen für die Entwicklung unseres Software-as-a-Service-Produktangebotes und den Ausbau unseres Engagements auf dem US-Markt getätigt, um diese strategischen Wachstumspfade voranzutreiben und das Fundament für zukünftiges Wachstum zu legen. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) konnte aufgrund des starken Umsatzwachstums und deutlich gestiegener sonstiger betrieblicher Erträge, im Wesentlichen aus Transfer Pricing Vereinbarungen mit der US-Tochtergesellschaft, sowie skalenbedingter Kosteneinsparungseffekte deutlich auf TEUR 4.762 (+130 % ggü. Vorjahr) gesteigert werden, wodurch auch der Jahresüberschuss mit TEUR 3.322 (+142 % ggü. Vorjahr) deutlich gestiegen ist.

6 Checkmk Group ARR bezeichnet die jährlich wiederkehrenden Umsätze (annual recurring revenues) der Checkmk GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aus Software- und Supportsubskriptionen. Hierfür wird die Summe der auf 12 Monate hochgerechneten Vertragswerte aller Bestandskunden auf Grundlage der letzten vor dem Stichtag gestellten Rechnung ermittelt. Bis zum 15.1. des Folgejahres gestellte Rechnungen mit einem Periodenbeginn im Berichtsjahr werden dabei wie Vorstichtagsrechnungen behandelt.

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind 2023 um 32,7 % auf TEUR 22.325 gestiegen. Die Auftragslage war im Jahr 2023 sehr gut. Alle Ressourcen waren zu jeder Zeit voll ausgelastet. Zum Umsatzwachstum trugen insbesondere Software- und Supportsubskriptionen bei.

Der Checkmk Group ARR wurde um 34,0 % von TEUR 16.782 im Vorjahr auf TEUR 22.487 zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gesteigert. Der ARR ist die zentrale Kennzahl für das Checkmk Management, um die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus den bestehenden Software- und Supportsubskriptionen zu ermitteln. Bei der Ermittlung der Kennzahl werden die wiederkehrenden Umsatzerlöse der Checkmk GmbH und jene der 100 %igen US Tochtergesellschaft Checkmk, Inc. addiert. Der Checkmk Group ARR zeigt an, welches Umsatzvolumen zum Bilanzstichtag mit Kunden kontrahiert ist und, sofern die bestehenden Verträge nicht angepasst werden, auch in der folgenden Periode "wiederkehrt".

Das mit TEUR 4.762 ausgewiesene Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liegt um TEUR 2.694 über dem Vorjahreswert. Dies resultiert überwiegend aus den gestiegenen Umsatzerlösen, den deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. TEUR 1.304 (+ TEUR 1.205 ggü. Vorjahr), wesentlich getrieben durch die geschlossenen Transfer Pricing Vereinbarungen mit der Tochtergesellschaft Checkmk, Inc. Daneben konnten aufgrund operativer Verbesserungen Kosteneinsparungen im Bereich der Marketingaufwendungen realisiert werden.

Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern 7 , Zinsen und Abschreibungen) liegt bei TEUR 4.970 (Marge von 22,3 % gemessen an den Umsatzerlösen) und damit TEUR 2.721 über dem Vorjahr (Marge von 13,4 %).

Das Finanzergebnis war in 2023 mit TEUR 233 positiv (Vorjahr ausgeglichenes Finanzergebnis von TEUR 0).

In Verbindung mit den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 1.673) wird ein Jahresüberschuss von TEUR 3.322 (Vorjahr TEUR 1.372) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Ergebnissteigerung von TEUR 1.950 bzw. 142,1 %.

Die größte Kostenposition sind Personalkosten verteilt auf TEUR 11.724 Gehälter und Löhne und die dazugehörigen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 1.881. Diese sind durch einen weiteren Personalaufbau 2023 um 37,6 % und 42,9 % respektive (38,3 % in Summe) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Hochqualifiziertes Personal ist der wichtigste Produktionsfaktor. Trotz steigender Nachfrage nach Fachkräften in der IT-Industrie konnte der Personalbedarf durch einen stärkeren Fokus auf Internationalisierung und Fernarbeit im Recruiting erfolgreich gedeckt werden.

7 Steuern = Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige Steuern.

2. Finanzlage

Kapitalstruktur: Zum 31. Dezember 2023 setzt sich das Eigenkapital der Gesellschaft aus dem gezeichneten Kapital von TEUR 25, dem Gewinnvortrag von TEUR 27 sowie dem Jahresüberschuss von TEUR 3.322 zusammen. Das gesamte Eigenkapital beträgt somit TEUR 3.374. Das gezeichnete Kapital hat sich 2023 nicht verändert. Im Geschäftsjahr wurde eine Gewinnausschüttung von TEUR 1.370 vorgenommen. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 1.422 auf TEUR 3.374 erhöht. Bei um TEUR 7.201 gestiegener Bilanzsumme ist damit die Eigenkapitalquote von 11,4 % auf 17,1 % gestiegen. Bei insgesamt von TEUR 11.082 auf TEUR 16.332 gestiegenem Fremdkapital liegt der Schwerpunkt nach wie vor im kurzfristigen Bereich. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Investitionen: Im Jahr 2023 wurden i.W. Ersatzinvestitionen, z.B. EDV und Büroausstattung, im üblichen Rahmen getätigt. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Liquidität: Unsere Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln und aus Vorfinanzierung seitens der Kunden. Die Vorfinanzierung resultiert aus den Vorabzahlungen für die typischerweise jährlichen Subskriptionen für Software und technischen Support.

Finanzmittel standen jederzeit in der benötigten Höhe zur Verfügung. Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 8.262 und sind somit um TEUR 2.314 EUR geringer als im Vorjahr. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 5.995 in festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von < 1 Jahr angelegt, um mit der vorhandenen Liquidität Zinserträge bei sehr geringem Risiko zu erwirtschaften. Die Finanzlage der Gesellschaft ist auf Grund ihrer Eigenkapitalausstattung und liquiden sowie liquiditätsnahen Mittel insgesamt als sehr gut zu bezeichnen.

3. Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 57,6 % (TEUR 7.201) von TEUR 12.504 auf TEUR 19.705. Ursächlich hierfür waren vor allem der Anstieg des Saldos aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren um TEUR 3.781, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.212, getrieben vor allem durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit der erstmaligen Fakturierung der Verrechnungspreise an die Checkmk, Inc., und des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 180. Die Forderungen gegenüber der Checkmk, Inc., bestehen in langfristigen Darlehen oder wurden im Q1 2024 in solche umgewandelt. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und des starken Wachstums der Checkmk, Inc., im ersten Jahr der operativen Geschäftstätigkeit gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft in den kommenden Jahren ausreichende Überschüsse und Liquidität erwirtschaften wird, um die bestehenden Darlehen vollständig zurückzuführen. Auf der Passivseite erhöhte sich der passive Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 3.528, das Eigenkapital um TEUR 1.952, die Rückstellungen um TEUR 1.380 und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 255. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens resultiert aus den zusätzlichen Vorabzahlungen von Neukunden oder von Bestandskunden, die ihre Subskriptionen erweitern.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 28 aufgrund von Investitionen in Höhe von TEUR 237, vor allem in die IT-Ausstattung für neu aufgebautes und bestehendes Personal sowie Räumlichkeiten, denen Abschreibungen von TEUR 208 gegenüberstanden.

C. Prognosebericht, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Unsicherheit der letzten Jahre auch in diesem Jahr fortsetzen wird, wobei sich hieraus für die Checkmk GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben. Größter Treiber der Unsicherheit sind die Konflikte in der Ukraine und im Mittleren Osten, die noch stets erhöhte Inflation und das daraus resultierende stark gestiegene Zinsniveau, wodurch insbesondere im größten Markt von Checkmk, Deutschland, das Risiko einer Rezession oder zumindest eines deutlich abgeschwächten Aufschwungs gegeben ist. 8 9

Die Entwicklung in der IT-Monitoring-Branche hingegen wird trotz dieser Unsicherheiten auch im laufenden und in den zukünftigen Jahren voraussichtlich weiter deutlich über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegen. So gehen etwa die Analysten von Persistence Market Research von einem mittleren jährlichen Wachstum des IT Infrastructure Monitoring Marktes von 16,3 % im Zeitraum 2023 bis 2033 aus. 10

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir daher mit einem Wachstum der Umsatzerlöse und des Checkmk Group ARR im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich und somit in der Größenordnung der vergangenen 2-3 Jahre. Für das absolute EBITDA und den Jahresüberschuss gehen wir in 2024 von einem Wachstum ggü. 2023 im mittleren zweistelligen Bereich aus. Die hohe Profitabilität des Kerngeschäfts kompensiert dabei die erhöhten Anfangskosten für die Entwicklung und Betrieb des Software-as-a-Service-Produkts. Den erhöhten Anfangskosten für die US-Expansion, die teilweise durch die Checkmk GmbH getragen werden, stehen, aus dem in 2023 geschlossenen Transfer Pricing Agreement mit der Checkmk, Inc., Erlöse in gleicher Höhe gegenüber.

8 IMF, "World Economic Outlook Update", vom Januar 2024.
9 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, "Stellungnahme [...] zur Jahresprojektion 2024 der Bundesregierung" S. 1-4.
10 Persistence Market Research, "IT Infrastructure Monitoring Market Outlook (2023-2033)".

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Unternehmen hat im Jahr 2023 Maßnahmen zum Risikomanagement in Anlehnung an die entsprechenden ISO-Normen 31000 und 27005 ergriffen und entsprechende Strukturen und Prozesse eingeführt. Im Laufe des Jahres 2024 ist das Ziel eine Zertifizierung nach der ISO-Norm 27001 mit Fokus auf Informationssicherheitsrisiken zu erreichen.

Derzeit trägt die Unternehmensleitung dem Risikomanagement dadurch Rechnung, dass die relevanten Risiken jeweils durch die Funktionen identifiziert und in der Folge durch das Management konsolidiert und bewertet werden. Insbesondere zur Identifikation rechtlicher Risiken wird dabei auf spezialisierte Fachanwälte zurückgegriffen, die auch in die Ableitung von Risikobehandlungsstrategien einbezogen werden. Für Informationssicherheitsrisiken werden externe Auditoren eingebunden.

Abhängig von Art und Umfang des Risikos werden:

interne Maßnahmen (z.B. Anpassung von Prozessen, Schulung von Mitarbeitern, technische Maßnahmen) ergriffen oder externe Unterstützung (z.B. Audits, Consulting) beauftragt, um das Risiko zu vermindern

Vorkehrungen getroffen, um das Risiko, z.B. durch Versicherungen oder vertragliche Vorkehrungen, zu übertragen

durch das Management aufgrund einer Kosten-Nutzen-Abwägung Entscheidungen getroffen, ein Risiko zu akzeptieren

Bei Risiken, die wesentlich für die Geschäftstätigkeit sind, erfolgt eine regelmäßige Neubewertung durch das Management und werden die ergriffenen Maßnahmen in regelmäßigen Abständen auf ihre Angemessenheit überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst.

Risiken

Zusammenfassende Betrachtung

Das Risikomanagement des Unternehmens zielt auf eine holistische Betrachtung ab und insgesamt bestehen nach unserer Einschätzung keine Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Nachfolgend werden die bekannten, für unser Unternehmen relevanten Risiken im Detail dargelegt, eingeschätzt und erläutert, wie diese adressiert werden. Zur ergänzenden Betrachtung wird auf die Ausführungen im Prognosebericht verwiesen.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Das Risiko von Preisänderungen im Einkauf ist gering und spielt für das Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Die wesentlichen Kosten entstehen durch das Personal, bei dem Kosten auch in der aktuellen Situation deutlich weniger volatil sind als bei Waren und Dienstleistungen. Der anhaltende inflationäre Druck wird in der Planung berücksichtigt und durch Preiserhöhungen und Produktinnovationen kompensiert.

Das Risiko von Forderungsausfällen ist gering. 2023 bewegten sich Forderungsausfälle, wie bereits im Vorjahr, auf einem Niveau von etwa 0,2 % unserer gestellten Rechnungen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mit einem entsprechenden Debitorenmanagement, welches verschiedene Mahnstufen und im Ernstfall rechtliche Durchsetzung offener Forderungen umfasst.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme sowohl in EUR als auch in USD. Somit ist das Unternehmen grundsätzlich Wechselkursrisiken ausgesetzt. Eine teilweise Absicherung entsteht dadurch, dass sich die Effekte des USD-Kurses im Rechnungseingang und Rechnungsausgang ausgleichen. Zudem beobachten wir laufend den Wechselkurs zwischen USD und EUR und ergreifen im Falle signifikanter Schwankungen entsprechende Maßnahmen. Das Risiko ist insgesamt als gering einzustufen.

Der hohe Bestand an Barmitteln ist verbunden mit einem Ausfallrisiko der Institute, bei denen diese Barmittel eingelegt sind. Da die Einlagensicherung nur bis max. TEUR 100 greift, wird diesem Risiko durch eine Verteilung der Barmittel auf mehrere Banken mit einem sehr guten Bonitätsrating begegnet. Das Risiko ist insgesamt als gering einzustufen.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die IT-Monitoring-Branche wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken haben vor allem Auswirkung auf die mögliche Entwicklung der Umsatzerlöse und somit auch das Betriebsergebnis. Hierbei wirken sich verschiedene Faktoren auf den Erfolg unseres Unternehmens aus, sowohl auf die Akquise neuer Kunden als auch auf die Ausweitung des Produkt- und Dienstleistungsangebots bei Bestandskunden.

So kann eine negative konjunkturelle Entwicklung in unseren Kernmärkten dazu führen, dass die Nachfrage insgesamt sinkt und sich Geschäftszyklen verlängern, d.h. die Dauer bis zu einem Vertragsabschluss steigt. Das Unternehmen hat sich in der Vergangenheit jedoch sehr resilient gegenüber Rezessionen gezeigt. Aufgrund der Art unseres Produktangebots, einer Software zur Überwachung wichtiger IT-Infrastruktur, und der durchschnittlichen Dauer der vertraglichen Vereinbarungen, sehen wir hier daher ein geringes Risiko für Bestandskunden und ein mittleres für die Neukundenakquise.

Durch Veränderungen in der geopolitischen Lage, konkret eine Ausweitung des Ukraine- oder des Konfliktes im Mittleren Osten oder eine weitere Verschärfung der Beziehungen zwischen den USA und China, können sich Einschränkungen für den Vertrieb unserer Produkte und Dienstleistungen ergeben. Insbesondere durch Beschränkungen des Außenwirtschaftsverkehrs, d.h. Export- und Importkontrolle, sowie Sanktionen, kann der Zugang zu Märkten, sowohl für Kunden als auch Lieferanten, limitiert werden. Diese Entwicklungen werden aufmerksam durch das Management verfolgt. Derzeit sehen wir hier nur ein geringes Risiko aufgrund der Fokussierung auf den europäischen und amerikanischen Markt.

Aufgrund des hohen Marktwachstums der IT-Monitoring-Branche sind über die letzten zehn Jahre viele neue Wettbewerber in den Markt eingetreten bzw. haben sich erheblich mit Wagniskapital ausgestattet. Viele dieser Firmen haben deutlich mehr Mitarbeiter als unser Unternehmen und können neue Marktsegmente daher schneller erschließen. Wir beobachten die Produktevolution dieser Firmen. Zusätzlich analysieren wir bei Kundenkündigungen die Gründe, können bislang aber keine verstärkte Abwanderung zu Wettbewerbern feststellen. Insgesamt sehen wir hier mittelfristig ein mittleres Risiko.

Die zunehmende Migration von 'on-premise' IT-Infrastruktur und Applikationen hin zu Public-Cloud-Anbietern verstärkt das Risiko der Produkt-Obsoleszenz und einer in der Folge geringeren Investitionsbereitschaft für entsprechend spezialisierte IT-Monitoring-Software. Zum einen ist die Geschwindigkeit der Migrationen jedoch langsamer als ursprünglich von Analysten angenommen, da viele alte EDV Systeme (sog. "Legacy Systems") nicht ohne weiteres in die Cloud migriert oder durch neue Systeme ersetzt werden können, ein zunehmendes Sicherheitsbewusstsein für proprietäre Daten zu beobachten ist und insbesondere in 2023 die Kostensensitivität der Kunden ggü. Cloud-Investitionen gestiegen ist. Zum anderen haben wir im Jahr 2023 unser Produktangebot um eine 'Cloud Edition' erweitert, die es unseren Kunden ermöglicht, sowohl 'on-premise', hybride, als auch Cloud-native IT-Systeme zu überwachen. Daraus ergibt sich insgesamt ein mittleres Risiko in diesem Bereich - wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Chancenbericht.

Für unsere Firma bestehen zudem Risiken aus der Abhängigkeit von unserem Hauptprodukt "Checkmk", einer geografischen Fokussierung auf die DACH-Region, die EU und die USA, sowie durch die vertriebliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Diesen Risiken begegnen wir durch Produktinnovation und -erweiterungen, kontinuierlichen Ausbau des internationalen Vertriebs und durch ein aktives Partnermanagement. Insgesamt schätzen wir diese Risiken daher als gering ein.

Operative Risiken

Durch das anhaltende, rasante Wachstum des Unternehmens ist es notwendig, regelmäßig die Entscheidungs- und Freigabeprozesse zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen, um ein Risiko aus unzureichender Aufsicht oder fehlenden Kontrollmechanismen gering zu halten. Ebenso werden interne Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt, um zu gewährleisten, dass durch das Wachstum Verbundvorteile und Skaleneffekte realisiert werden. Das Risiko von Effizienzverlusten schätzen wir als gering ein.

Produktrisiken

Das Kernprodukt der Firma, "Checkmk", wird von vielen Firmen, Behörden und Institutionen zur Überwachung kritischer Geschäftsprozesse genutzt. Sollte das Produkt eine Fehlfunktion aufweisen, die zu einer großen Störung der Geschäftsprozesse eines Kunden oder einem nicht autorisierten Datenzugriff führt, könnten Schadensersatzforderungen gegen die Firma vorgebracht werden. Bisher ist allerdings noch nie eine formale Schadensersatzforderung gegen das Unternehmen vorgebracht worden. Für einen solchen Fall besteht eine Risikoabsicherung durch Versicherungen, insb. durch eine IT-Haftpflichtversicherung. Insgesamt bewerten wir das unter Einbeziehung des Versicherungsschutzes verbleibende Risiko einer Schadensersatzforderung als gering.

Zur Überwachung von IT-Infrastruktur und IT-Applikationen operiert "Checkmk" beim Kunden an der Schnittstelle zwischen den Systemen und kann dort innerhalb der jeweiligen Infrastruktur Informationen direkt abfragen. Dadurch stellt Checkmk ein mögliches Angriffsziel für Cyber-Attacken dar mit dem Zweck, Zugang zu den IT-Systemen unserer Kunden zu erlangen. Neben dem o.g. Risiko direkter Schadensersatzforderungen birgt eine solche Attacke im Erfolgsfall das Risiko eines Reputationsschadens, der sich mittelbar negativ auf die Umsätze auswirkt. Wir mitigieren dieses Risiko u.a. durch ein IT-Sicherheitsteam mit starkem Fokus auf "Checkmk", durch mindestens zwei von externen Dienstleistern durchgeführte Penetrationtests des Produkts pro Jahr, durch die verbesserte Absicherung unserer Software-Lieferkette und die Entwicklung von Funktionalitäten, die den Betrieb unseres Produkts durch unsere Kunden sicherer machen. Wir bewerten das verbleibende Risiko als mittleres Risiko.

Darüber hinaus können auch Qualitätsprobleme unserer Software oder der erbrachten Dienstleistungen (Beratung, Schulungen, Support, Events) negative Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung nach sich ziehen. Aufgrund einer hohen Fachkompetenz der Mitarbeitenden, interner Qualitätskontrollen und manueller und automatisierter Testungen vor Produktveröffentlichungen, schätzen wir dieses Risiko jedoch als gering ein.

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt maßgeblich davon ab, dass "Checkmk" erfolgreich innovativ weiterentwickelt wird und Innovationen in einem angemessenen Zeitraum die Marktreife erlangen. Wir sehen das Risiko einer zu niedrigen Innovation als gering an. Die größeren Risiken liegen eher in einem erstarkenden Wettbewerbsumfeld (siehe Wettbewerbsrisiken).

In unseren Produkten nutzen wir Open Source Software, was rechtliche Auseinandersetzungen aufgrund von Urheberrechts- oder Lizenzverletzungen nach sich ziehen könnte. Zudem könnte ein unzureichender Schutz unserer eigenen Urheberrechte dazu führen, dass unsere Entwicklungen und Technologien durch Dritte genutzt oder vertrieben werden. Diese Risiken halten wir für gering, da Lizenz- und Urheberrechtsthemen z.B. in unserer Endnutzervereinbarung, unseren Allgemeinen Vertragsbedingungen, unserem Produktvertrieb und unseren Arbeitsverträgen regelmäßig durch entsprechend spezialisierte IT-Fachanwälte geprüft und angepasst werden.

Ebenso kann ein unzureichender Schutz unserer Markenrechte zur Aneignung oder Missbrauch führen. Diese Risiken halten wir ebenfalls für gering, da die Wort-Bild-Marke "Checkmk" international in unterschiedlichen Geographien - inklusive EU und USA - angemeldet ist und regelmäßig erneuert wird.

Insbesondere für unsere Hardware-Produkte sind wir auf Lieferanten angewiesen und somit einem Lieferkettenrisiko ausgesetzt. Ebenso können neue Sanktionen zu weiteren Lieferrisiken führen. Wir verweisen hierzu auch auf die o.g. geopolitischen Risiken. Wir schätzen diese Risiken als gering ein.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Im Jahr 2023 gewann der operative Betrieb unserer lokalen Vertriebs- und Supportgesellschaft in den USA deutlich an Dynamik. Hierfür waren und sind auch weiterhin zunächst Anfangsinvestitionen in das operative Geschäft notwendig. Der Erfolg des Markteintritts wird monatlich über definierte Business- Plan-Metriken verfolgt und das Risiko des Investments auf dieser Grundlage bewertet. Die Finanzierung der US-Tochtergesellschaft Checkmk, Inc. erfolgt zunehmend aus dem operativen Cashflow der Checkmk, Inc. selbst, sowie durch Intercompany Darlehen der Checkmk GmbH, jedoch ohne Aufnahme von Bankkrediten. In Summe sehen wir für die Gesellschaft ein mittleres Risiko, dass das investierte Kapital eine nicht ausreichende Rendite erzielt bzw. die lokale Gesellschaft nicht innerhalb der im Business Plan definierten Zeit profitabel wird.

Für das Jahr 2024 sind Produktinnovationen wie ein Software-as-a-Service-Angebot von "Checkmk" und "Checkmk Synthetic Monitoring" - ein Add-on für die Applikationsüberwachung aus Endnutzersicht-aktuell in der Entwicklung, wir verweisen auf den Chancenbericht für weitere Informationen. Eine Verzögerung der Entwicklung oder anderer wichtiger Meilensteine auf dem Weg zur Marktreife, bspw. der Aufbau der notwendigen Betriebsorganisation und -prozesse, stellen ein kommerzielles Risiko in Bezug auf die Erreichung einer angemessenen Rendite dar. Ebenso benötigt insb. das Software-as-a- Service-Angebot eine ausreichende Menge an Kunden mit ausreichend großen Subskriptionen, um die Fixkosten für den Betrieb der Plattform amortisieren zu können. Diese Risiken schätzen wir auf Basis der aktuellen Entwicklung und eines strukturierten Projektmanagements als mittlere Risiken ein.

Personalrisiken

Das Unternehmen ist zur Realisierung der strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte in allen Funktionen angewiesen. Entsprechend ergibt sich ein Risiko, sollten wir nicht in der Lage sein, notwendiges Personal zeitnah zu rekrutieren bzw. Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Zudem kann der vorherrschende Fachkräftemangel eine Erhöhung der Personalkosten nach sich ziehen. Durch Aus- und Weiterbildung für Bestandsmitarbeiter stellen wir die fachliche Kompetenz der Bestandsmitarbeiter sicher. In Summe sehen wir die verbleibenden Risiken als gering an.

Das Risiko aus nicht erwünschtem Verhalten oder aufgrund von Compliance-Verstößen von Mitarbeitern sehen wir ebenfalls als gering an und verweisen auf die unten beschriebenen rechtlichen Risiken.

Informationssicherheitsrisiken

Das Unternehmen bietet ein digitales Produkt zum Download an und betreibt sowohl zu Marketing- als auch zu Vertriebszwecken mehrere Webseiten. Daneben werden in den internen IT-Systemen Daten verarbeitet, die aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtungen besonders zu schützen sind. Durch den unautorisierten Abfluss von Daten, bspw. durch Cyber-Attacken, die Übernahme von Webseiten durch Dritte oder Ransomware Attacken, kann der Firma ein Reputationsschaden bzw. können Ansprüche auf Schadensersatz oder Vertragsstrafen entstehen. Weitere mögliche Ursachen entstehen durch Fehlverhalten von Mitarbeitern, Betrug, bspw. in Form von Phishing Attacken, oder Social Engineering. Wir verweisen hierzu ebenfalls auf die Produkt- und die rechtlichen Risiken.

Diesen Risiken begegnet das Unternehmen durch Sensibilisierung und Schulung seiner Mitarbeiter sowie durch technische und organisatorische Maßnahmen, die regelmäßig durch unseren Information Security Officer sowie unabhängige Dritte überprüft und fortlaufend weiterentwickelt werden.

Des Weiteren wird die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme dadurch reduziert, dass diese mindestens einfach, teilweise mehrfach redundant ausgelegt werden. Die Wiederherstellung eines Systems ist zudem unabhängig von physischer Hardware und kann daher auch kurzfristig an einem anderen Ort erfolgen. Die entsprechenden Daten und Konfigurationseinstellungen werden georedundant gesichert.

In Summe sehen wir geringe verbleibende Informationssicherheitsrisiken.

Rechtliche Risiken

Aus dem Produktgeschäft mit Firmenkunden entsteht grundsätzlich das Risiko von Schadensersatzklagen. Ebenso können Patent-, Urheber- oder Markenrechtsverletzungen Schadensersatzklagen nach sich ziehen. Bisher hat es keine derartigen Klagen gegeben und entsprechende Verfahren sind weder anhängig noch absehbar. Für weitere Ausführungen wird auf die Abschnitte "Produktrisiken" und "Informationssicherheitsrisiken" verwiesen. Das Risiko schätzen wir insgesamt als gering ein.

Aus Lieferantenbeziehungen ergeben sich, neben den bereits oben genannten Preisrisiken, auch Risiken in Bezug auf Compliance-Verstöße, insbesondere in Bezug auf potenzielle Betrugsfälle. Darüber hinaus ergeben sich aus Beschränkungen des Außenwirtschaftsverkehrs, bspw. Im- und Exportkontrollen, Geldwäscherichtlinien sowie Sanktionen weitere rechtliche Risiken, sowohl bei Lieferanten- als auch bei Kundenbeziehungen. Diese werden insbesondere durch fachanwaltliche Beratung, unsere allgemeinen Vertragsbedingungen sowie interne Prozesse und Richtlinien adressiert. Dieses Risiko schätzen wir insgesamt ebenfalls als gering ein.

Weitere rechtliche Risiken ergeben sich aus Compliance-Verstößen, das heißt Verstößen gegen geltende Vorschriften und Gesetze durch Mitarbeiter oder Organe des Unternehmens. Die besonders relevanten Risikogebiete für das Unternehmen sind Bestechung und Korruption, Betrug und Diebstahl, Verstöße gegen Arbeitssicherheitsvorschriften und unerwünschtes Mitarbeiterverhalten, bspw. Diskriminierung, Mobbing oder Missbrauch. Durch eine entsprechende Sensibilisierung der Mitarbeiter, das interne Kontrollsystem und die interne Meldestelle für Whistleblower werden diese Risiken reduziert, so dass wir das Risiko insgesamt als gering ansehen.

Chancenbericht

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbschancen

Die Dynamik des IT-Monitoring-Marktes bietet dem Unternehmen weitere Wachstumschancen, sowohl durch das Marktwachstum insgesamt als auch durch die Erschließung neuer Marktsegmente, wie z.B. der Überwachung von Cloud-nativen und hybriden Infrastruktur-Umgebungen oder der Überwachung von Applikationen.

Im Wettbewerbsumfeld haben viele der Wettbewerber insbesondere im Bereich der Überwachung von Public Cloud Infrastrukturen sehr hochpreisige Produkte etabliert. In einem schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, in dem die Kunden weiterhin stärker auf Kosten achten, bietet sich hier die Chance, durch ein Produkt mit einem starken Angebot zur Überwachung hybrider - d.h. sowohl cloud-nativer als auch traditioneller - Infrastrukturen, welches darüber hinaus eine sehr gutes Preis-Wert-Verhältnis bietet, Marktanteile zu gewinnen.

Daneben haben wir durch eine langjährige Marktreputation in Verbindung mit einer innovativen Entwicklungsagenda Vorteile gegenüber neu entstehenden Wettbewerbern in einem Markt, der durch langfristige Kundenbeziehungen und ein großes Produktvertrauen gekennzeichnet ist.

Produktchancen

Der stetige Innovationsdruck im IT-Markt durch Veränderungen in der Kundeninfrastruktur wie z.B. die verstärkte Nutzung von Public Cloud- oder Kubernetes-Infrastrukturen bietet die Chance, durch gezielte Innovationen in diesen Bereichen sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch die eigene Position bei Bestandskunden auf diese Segmente auszuweiten. Dadurch überwachen die Kunden mehr Objekte, was den Umsatz pro Kunde steigern kann.

Zusätzlich bietet sich die Chance weitere, höherpreisige Produktvarianten mit Fokus auf Überwachung von hybriden und Public Cloud-Infrastrukturen an den Markt zu bringen. Dieses Segment haben wir im Jahr 2023 mit der "Checkmk Cloud Edition" erstmalig stärker erschlossen.

Die logische nächste Entwicklungsstufe für dieses Marktsegment ist "Checkmk" als Software-as-a-Service-Angebot. Die Entwicklung hat bereits Ende 2022 begonnen und wird voraussichtlich im Jahr 2024 Marktreife erreichen. Hiermit eröffnen sich wiederum Chancen zur Erschließung weiterer Kundensegmente und für eine Expansion bei Bestandskunden.

Des Weiteren arbeiten wir in der Produktentwicklung an einem neuen Produkt "Checkmk Synthetic Monitoring", um Teile des Marktes für die Applikationsüberwachung im Jahr 2024 zu adressieren.

Auch im Serviceangebot bieten sich Chancen. Diese liegen insbesondere im stärkeren Bundling von Software und Support, um damit sowohl die Nutzererfahrung zu verbessern als auch die durchschnittliche Vertragsgröße zu erhöhen.

Zudem eröffnen sich durch die weitere Professionalisierung unserer Vertriebs- und Marketingorganisation, sowie die Investition in entsprechende unterstützende Systeme Möglichkeiten, die strukturierte Verarbeitung von Leads weiter zu verbessern und dadurch die Konvertierungsquote in Vertriebserfolge zu erhöhen. Zusätzlich ergibt sich daraus die Chance sowohl im "Inbound"- als auch im aktiven "Outbound"-Vertrieb vermehrt neue Kunden zu gewinnen.

Personalchancen

In einem sich verschlechternden makroökonomischen Umfeld müssen unprofitable Start-ups Personal reduzieren, um weitere Finanzierungsrunden zu erhalten. Dies bietet der Gesellschaft, die profitabel wächst, die Chance neue, gut ausgebildete Mitarbeiter:innen von anderen Wachstumsfirmen zu gewinnen.

Reziprok zu den o.g. Personalrisiken, ergeben sich natürlich auch Chancen aus der Weiterentwicklung und einer erfolgreichen Unternehmensbindung unserer Mitarbeiter. Hierzu wird unsere People & Culture Funktion ausgebaut und in eine Positionierung des Unternehmens mit einem attraktiven "Employer Branding" investiert. Eine inklusive, kollaborative Unternehmenskultur wird aktiv gepflegt und ermöglicht es auch, internationale Talente für uns zu gewinnen.

Investitionschancen

Die Investition in den Aufbau einer US-Tochtergesellschaft im global stärksten Absatzmarkt für B2B-Softwareprodukte bietet neben dem finanziellen Wagnis vor allem die Chance, in diesem Markt deutlich überproportional zu wachsen und damit mittelfristig Kapital an die Muttergesellschaft zurückführen zu können. Die Erschließung weiterer geografischer Märkte und die kontinuierliche Fortsetzung der Internationalisierung, bspw. durch Mehrsprachigkeit im Produkt, in der Produktdokumentation, den Marketing-Webseiten und im Vertrieb, bietet weitere Wachstumsmöglichkeiten. Perspektivisch ist der Aufbau weiterer Vertriebs- und Support-Niederlassungen denkbar.

Zudem kann durch Investitionen in Marketing-Kampagnen, bspw. in den USA, die Bekanntheit der Marke Checkmk bei relevanten Kundengruppen gezielt gesteigert werden, was wiederum Chancen für den Vertrieb in diesem Markt bietet.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

D. Forschung und Entwicklung

Die Software-Entwicklung stellt einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit der Checkmk GmbH dar. Im Geschäftsjahr 2023 wurden hierfür TEUR 3.804 aufgewendet, wobei es sich zum weit überwiegenden Teil um Personalkosten handelt. Die Kosten werden nicht aktiviert.

 

München, 02.05.2024

Geschäftsführung

gez. Jan Justus

Bilanz zum 31.12.2023

Checkmk GmbH, München

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.155,00 123.554,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.256,00 158.263,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88,49 88,49
2. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
138,49 138,49
Summe Anlagevermögen 309.549,49 281.955,49
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 742.867,38 449.795,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.648.110,97 651.942,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 321.452,20 398.564,52
4.712.430,55 1.500.302,04
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 5.995.000,00 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.261.661,02 10.475.316,38
Summe Umlaufvermögen 18.969.091,57 11.975.618,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 427.281,92 246.856,87
19.705.922,98 12.504.430,78

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 26.593,20 24.406,18
III. Jahresüberschuss 3.322.199,08 1.372.187,02
Summe Eigenkapital 3.373.792,28 1.421.593,20
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 853.139,39 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.871.815,25 1.344.695,41
2.724.954,64 1.344.695,41
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 242.271,95 145.373,84
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 242.271,95 (Vorjahr: EUR 145.373,84)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 559.307,68 303.993,23
- davon aus Steuern EUR 486.493,64 (Vorjahr: EUR 282.400,69)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 21.303,47 (Vorjahr: EUR 18.300,04)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 559.307,68 (Vorjahr: EUR 303.993,23)
801.579,63 449.367,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.805.596,43 9.278.255,32
E. Passive latente Steuern 0,00 10.519,78
19.705.922,98 12.504.430,78

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Checkmk GmbH, München

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.324.810,72 16.822.369,13
2. Gesamtleistung 22.324.810,72 16.822.369,13
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.303.875,63 99.226,64
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 616,92 (Vorjahr: EUR 26.644,09)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 507.069,96 342.923,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 599.609,28 187.552,50
1.106.679,24 530.476,21
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.724.007,31 8.521.847,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.881.150,85 1.316.848,32
- davon für Altersversorgung EUR 15.323,43 (Vorjahr: EUR 5.901,78)
13.605.158,16 9.838.695,99
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 207.668,34 180.713,89
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.946.792,86 4.303.465,47
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 70.447,27 (Vorjahr: EUR 29.612,14)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 233.517,41 31.196,28
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 105.345,44 (Vorjahr: EUR 30.689,71)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138,80 31.546,48
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.673.351,28 683.573,93
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 10.519,78 (Vorjahr: EUR 979,46)
11. Ergebnis nach Steuern 3.322.415,08 1.384.320,08
12. Sonstige Steuern 216,00 12.133,06
13. Jahresüberschuss 3.322.199,08 1.372.187,02

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Checkmk GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Checkmk GmbH, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind wie im Vorjahr nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Checkmk GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 165902

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden unverändert beibehalten.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren vermindert. Das Wahlrecht zur Aktivierung für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und dreizehn Jahren. Die Abschreibung unterjähriger Zugänge erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Sollten dauerhafte Wertminderungen vorhanden sein, wird dementsprechend eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Das Wahlrecht zur Abschreibung bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird nicht in Anspruch genommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Zahlungsmittel sind mit dem Nennwert abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Zeitwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Ausgaben um Mietzahlungen, Versicherungsbeiträge und Lizenzen.

Die Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sie beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Vorauszahlungen für künftige Umsatzerlöse.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert. Soweit sich ein Überhang an aktiven Unterschiedsbeträgen ergibt, unterbleibt eine Aktivierung aktiver latenter Steuern in Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als "Davon-Vermerk" ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine geringere Forderung bzw. höhere Verbindlichkeit ergibt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Restlaufzeiten von Forderungen

Die Forderungen haben in Höhe von EUR 2.276.706,64 (Vorjahr EUR 1.500.302,04) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von EUR 2.435.723,91 (Vorjahr EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese entfallen zum weit überwiegenden Teil auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf EUR 1.603.327,22 (Vorjahr: EUR 183.602,22) und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von EUR 1.277.427,97 (Vorjahr EUR 0,00) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 2.370.683,00 (Vorjahr EUR 651.942,42) auf sonstige Vermögensgegenstände.

Angabe zum Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem in das Handelsregister eingetragenen Stammkapital von EUR 25.000,00 und wird zum Nennwert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden EUR 1.370.000 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Angabe zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen für Urlaubs- und Überstundenbestände, sowie Rückstellungen für Mitarbeiterboni.

Latente Steuern

Der passive Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10.519,78).

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der passiven latenten Steuern: EUR 10.519,78 (Vorjahr: EUR 979,46).

Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen für das kommende Jahr in Höhe von EUR 651.892,29 (Vorjahr: EUR 383.512,51) sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen von Mietverträgen.

Die Mietverträge beinhalten Verpflichtungen mit hieraus erwachsenden Belastungen gemäß folgender Aufstellung:

in EUR aus Jahr 1 Jahre 2 bis 5 > 5 Jahre Total
Mieten für Büroräume 651.892,29 1.977.635,02 -- 2.629.527,31

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 141 (Vorjahr: 109).

Davon waren 106 Vollzeit und 35 Teilzeit beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Mathias Kettner ausgeübter Beruf: Musiker bis zum 30. November 2023
Geschäftsführer: Jan Justus ausgeübter Beruf: Geschäftsführer/Ingenieur

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Auflistung der Beiratsmitglieder

Funktion Name ausgeübter Beruf
Vorsitzender: Sebastian Mertes (seit 20.01.2023) Investor
Mitglied: Kamyar Niroumand (bis 20.01.2023) Beirat und Aufsichtsrat
Mitglied: Mathias Kettner Musiker
Mitglied: Dr. Martin Weckwerth Investor

Die Beiratsmitglieder erhalten vom Unternehmen für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über verbundene Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR
Checkmk, Inc./Atlanta USA 100 % -1.672.826,44 -1.887.266,25

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 3.322.199,08 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 3.348.792,28 der zu verwenden ist.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 3.320.000,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden EUR 28.792,28 vorgetragen.

 

München, 02.05.2024

Die Geschäftsführung

gez. Jan Justus

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.463,98 0,00 6.052,24 241.411,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 247.463,98 0,00 6.052,24 241.411,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.711,30 237.282,34 120.670,13 644.323,51
Summe Sachanlagen 527.711,30 237.282,34 120.670,13 644.323,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88,49 0,00 0,00 88,49
2. Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 138,49 0,00 0,00 138,49
Summe Anlagevermögen 775.313,77 237.282,34 126.722,37 885.873,74
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.909,98 46.391,00 6.044,24 164.256,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 123.909,98 46.391,00 6.044,24 164.256,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.448,30 161.277,34 118.658,13 412.067,51
Summe Sachanlagen 369.448,30 161.277,34 118.658,13 412.067,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 493.358,28 207.668,34 124.702,37 576.324,25
Buchwerte
Stand 1.1.2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.554,00 77.155,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 123.554,00 77.155,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.263,00 232.256,00
Summe Sachanlagen 158.263,00 232.256,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88,49 88,49
2. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 138,49 138,49
Summe Anlagevermögen 281.955,49 309.549,49

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Checkmk GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Checkmk GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Checkmk GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 2. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Simone Hüper, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.05.2024 festgestellt.

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