Sieper Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Knorr seit 26.1.2026 | Prokura |
Carsten Pfeil seit 30.12.2022 | Prokura |
Volker Dr. Eßmann seit 16.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sieper GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
Gewinn- und VerlustrechnungSieper GmbH, Lüdenscheid
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Sieper GmbH hat ihren Sitz in Lüdenscheid und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Iserlohn HRA 3985. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft, da die Größenmerkmale des § 267 Abs. 2 HGB überschritten werden. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge, die nach den gesetzlichen Vorschriften zu berücksichtigen sind. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen wurden mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unter Vorräte ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten und die unfertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten wurden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen. Bei der Bewertung des Zinks wurde das Lifo-Verfahren nach § 256 HGB angewendet. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt nach den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256 a Satz 1 HGB. Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Eine Rentendynamik von 2,00% bzw. von 3,00% sowie eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,00% wurden bei der Ermittlung berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde ein von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelter durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,82%. Der 7-Jahres-Durchschittssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,74%. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Mit 3 Mitarbeitern wurden Altersteilzeitvereinbarungen abgeschlossen. Hierfür wurde eine Rückstellung gebildet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive latente Steuern beruhen in Höhe von TEUR 306 (Vj. TEUR 352) auf Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Bilanzansatz bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern bestehen nicht. Auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte unter Verwendung eines Steuersatzes von 30,9%. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem folgenden Bruttoanlagespiegel ersichtlich.
2. Vorräte Gemäß § 265 Abs. 2 HGB sind Anpassungen der Vorjahresbeträge im Anhang anzugeben und zu erläutern. Im Vorjahr wurden Zukaufteile in Höhe von TEUR 2.055 innerhalb der unfertigen Erzeugnisse ausgewiesen. Diese Vermögensgegenstände werden in der eigenen Produktion nicht verarbeitet. Es handelt sich zutreffender Weise um Handelswaren. Aus diesem Grund erfolgte abweichend zum Vorjahr der Ausweis innerhalb der fertigen Erzeugnisse und Waren. Darüber hinaus wurden Verpackungsartikel in Höhe von TEUR 519 im Vorjahr in den fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesen. Der Ausweis wurde korrigiert. Es erfolgte eine Umgliederung in die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Im Vorjahr wurde eine Forderung aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.565 gegenüber einem verbundenen Unternehmen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Der Ausweis wurde im Geschäftsjahr 2023 korrigiert. Es erfolgte eine Umgliederung von den sonstigen Vermögensgegenständen in die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Umgliederung führt ebenfalls zu Folgewirkungen auf die Höhe und den Ausweis der Vorjahresverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 118). Aus diesem Grund sind Vorjahresangaben innerhalb der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nur bedingt vergleichbar. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 2.488 (Vj. TEUR 2.681) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und demjenigen mit dem 7- Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt EUR 26.252,00 (Vj. EUR 123.263,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. für Ausschüttungen gesperrt. Der Posten "Sonstige Rückstellungen" betrifft insbesondere:
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 3.686.347,87 (Vj. EUR 996.734,80) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auf die Anmerkungen im Unterkapitel "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" hinsichtlich § 265 Abs. 2 HGB wird hingewiesen. 6. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB - Gesamtschuldnerische Haftung verbundener Unternehmen gegenüber der Commerzbank AG, Lüdenscheid, für bestehende Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von bis zu TEUR 3.500. Zum 31.12.2023 wurde die Kontokorrentlinie in Höhe von ca. TEUR 335 in Anspruch genommen. - Gesamtschuldnerische Haftung verbundener Unternehmen gegenüber der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis für bestehende Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von bis zu TEUR 3.500. Zum 31.12.2023 wurde die Kontokorrentlinie in Höhe von ca. TEUR 2.204 in Anspruch genommen. - Gesamtschuldnerische Haftung verbundener Unternehmen gegenüber der Deutschen Bank AG, Lüdenscheid, für bestehende Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von bis zu TEUR 3.500. Zum 31.12.2023 wurde die Kontokorrentlinie in Höhe von ca. TEUR 2.741 in Anspruch genommen. - Gesamtschuldnerische Haftung der Sieper GmbH und der Wiking Modellbau GmbH & Co. KG gegenüber der Commerzbank Bank AG, Lüdenscheid, für ein der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gewährtes Darlehen von TEUR 2.000. Des Weiteren wurde in Zusammenhang mit dem Darlehen eine Raum-Sicherungsübereignung des Hochregellagers vereinbart. Zum 31.12.2023 bestanden Verbindlichkeiten der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gegenüber der Commerzbank AG in Höhe von TEUR 1.375. - Gesamtschuldnerische Haftung der Sieper GmbH und der Wiking Modellbau GmbH & Co. KG gegenüber der Deutschen Bank AG, Lüdenscheid, für ein der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gewährtes Darlehen von TEUR 2.000. Des Weiteren wurde in Zusammenhang mit dem Darlehen eine Raum-Sicherungsübereignung des Hochregellagers vereinbart. Zum 31.12.2023 bestanden Verbindlichkeiten der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gegenüber der Deutschen Bank AG in Höhe von TEUR 1.375. - Gesamtschuldnerische Haftung der Sieper GmbH und der Wiking Modellbau GmbH & Co. KG gegenüber der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis für ein der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gewährtes Darlehen von TEUR 2.000. Des Weiteren wurde in Zusammenhang mit dem Darlehen eine Raum-Sicherungsübereignung des Hochregellagers vereinbart. Zum 31.12.2023 bestanden Verbindlichkeiten der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG gegenüber der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis in Höhe von TEUR 1.375. - Gesamtschuldnerische Haftung der Sieper GmbH gegenüber der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis für ein gewährtes Darlehen von TEUR 5.000. Das Darlehen ist mit Grundschulden gesichert und wird noch nicht getilgt. Sicherungsgeber ist die Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG. Des Weiteren wurde in Zusammenhang mit dem Darlehen eine Raum-Sicherungsübereignung des Hochregellagers vereinbart. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der finanziellen Ausstattung der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG nicht zu rechnen. 7. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Aus einem mit der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG, Lüdenscheid, abgeschlossenen Pachtvertrag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Für 2023 wurde eine Pacht in Höhe von TEUR 2.947 (Vj. TEUR 3.709) berechnet. Besondere Risiken oder Vorteile sind aus diesem Geschäft nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt TEUR 347 für Miet- und Leasingverpflichtungen. Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 526 insbesondere für bestellte Elektronikkomponenten, die als Folge der Verknappung von elektronischen Bauteilen während der Coronakrise, noch nicht geliefert wurden. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Bestandsveränderungen Abweichend zum Vorjahr wurden die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR 2.287 (Vj. TEUR 2.877) in die Materialaufwendungen umgegliedert. Entsprechend den Ausführungen im Abschnitt II.3 basiert diese Umgliederung auf der veränderten Klassifizierung der Vermögensgegenstände. Am Standort Lüdenscheid erfolgt lediglich eine geringfügige Produktion an Komponenten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 176 (Vj. TEUR 175) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um die Bildung von Rückstellungen für frühere Jahre. IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Leitungsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: Herr Jörg Stermann, Herr Dr. Volker Eßmann Hinsichtlich der Angabepflicht der Geschäftsführerbezüge sowie der Angabepflicht bzgl. der gebildeten Pensionsrückstellungen und Ruhegeldzahlungen an ehemalige Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 2. Mitarbeiteranzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt: 171 Mitarbeiter (Vj. 183 Mitarbeiter). Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf:
3. Latente Steuern Unter Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 wurde auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern, beruhend auf Bilanzdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, verzichtet. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen in der Bewertung der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein unternehmensspezifischer Steuersatz von 30,9% zugrunde gelegt. 4. Geschäfte mit nahestehenden Personen Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. 5. Konzernzugehörigkeit Unsere Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG mit Sitz in Lüdenscheid, eingetragen im Handelsregister Iserlohn unter HRA 3529. Die Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG ist das Mutterunternehmen des Konzernabschlusses für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Im Fall der Offenlegung ist der Konzernabschluss im Unternehmensregister erhältlich. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 2.157.951,75 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der GuV noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht vorhanden.
Lüdenscheid, 22. März 2024 Sieper GmbH Jörg Stermann Dr. Volker Eßmann Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Sieper GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Traditionsmarke siku steht schon immer für höchste Qualität. Seit dem Erscheinen der siku-Spielzeugserien präsentieren sich diese als variantenreiche und detailgetreue Sortimente unterschiedlichster Spielzeuge und Fahrzeugminiaturen, die einen gewohnt hohen Qualitäts- und Fertigungsstandard aufweisen. Seit 1984 gehört die traditionsreiche Sammlermarke Wiking ebenfalls zur Unternehmensgruppe. Seit 2009 sind die operativen Einheiten unter einem Dach. Die Entwicklung, Fertigung und Qualitätskontrolle der Wiking Produkte wird von der Firma Sieper im Auftrag der Wiking Modellbau GmbH & Co KG durchgeführt. Die Erfüllung der Qualitätsanforderungen unserer Kunden ist eine wesentliche Voraussetzung zur Erreichung der Kundenzufriedenheit und somit für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Die Anforderungen, die unsere Kunden an uns stellen, sind Maßstab für die Qualität unserer Produkte unter Beachtung der gesetzlichen und technischen Regeln. Zu dem Leistungsspektrum der Sieper GmbH zählen die Entwicklung und Konstruktion von Produkten, Komponenten und Werkzeugen, inkl. elektrischer und elektronischer Komponenten sowie die serielle Herstellung und Dekoration von Kunststoff- und Druckgussteilen unter Anwendung von Zinkdruckguss- und Kunststoffspritzgießverfahren. Unsere Kunden stehen dabei im Mittelpunkt aller Bemühungen, daher produzieren wir Produkte von höchster Qualität und Funktionalität. Dies erfolgt unter Einbeziehung ausgewählter Materialien, Rohstoffe und Prozesse unter ständiger Kontrolle unserer Produkte während des Fertigungsprozesses. Nach der Fertigstellung unserer Produkte tragen sorgfältige Lebensdauerprüfungen zudem dazu bei, dass der Kunde einwandfreie und qualitativ hochwertige Produkte erhält. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft, können wir unseren Kunden beste und innovative Produkte anbieten. Individuelle Kundenwünsche für Sonderanfertigungen in Bezug auf die Farb-, Bedruckungs- und Formgebung unserer Produkte werden in intensiver Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kunden & Partnern umgesetzt. Unsere Produkte stehen für Qualität und Innovation zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Durch unser Unternehmens- und Produktionsnetzwerk und den sorgfältigen Ausbau der Standorte wollen wir sowohl in den Segmenten Spielzeug als auch im Sammler- und Modellbereich ein solider und verlässlicher Partner bleiben, der den höchsten Qualitäts- und Wettbewerbsansprüchen gewachsen ist. Die Gesellschafter der Sieper GmbH haben einen Beirat einberufen, der bei allen wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen eine Beratungs- und Entscheidungsfunktion hat. 2. Bericht über Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigen wir uns insbesondere mit der Analyse, Fortentwicklung und Verbesserung der einzelnen Produktreihen und Produktionstechnologien und Verfahrenstechniken sowie der Analyse und Entwicklung neuer Produktreihen. Hauptaufgabe der Produktentwicklung ist die Umsetzung innovativer Produktideen in marktgängige Produkte. Zudem werden bestehende Produktreihen systematisch weiterentwickelt und Investitionen in neue Produktsegmente permanent geprüft. Im Rahmen der Prozess- und Verfahrensentwicklung werden insbesondere Produktions- und Logistikprozesse einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterzogen. Durch diese verstärkten Investitionen in den Fertigungsprozess sollen neben Rationalisierungseffekten besonders auch neue Technologien genutzt bzw. umgesetzt werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Branche Die Spielwarenbranche befindet sich, genauso wie viele andere Branchen, in einem schwierigen Marktumfeld mit einer hohen Inflation und vielen Unsicherheiten bei den Verbrauchern. Dieses zeigt sich auch bei den Umsätzen innerhalb der gesamten Branche, die das Jahr 2023 mit einem Minus von 5% in Deutschland (Basis: "sale out" consumer panel von Circana) abgeschlossen hat. Alle großen Hersteller wie Lego, Mattel, Simba, Tonies, Hasbro, Playmobil, Schleich und Kosmos verzeichnen im Jahresverlauf 2023 ein rückläufiges Ergebnis. Noch vor der Spielwarenmesse 2023 in Nürnberg kündigte u.a. Hasbro die Entlassung von ca. 1.000 Mitarbeitern an, was rund 15 Prozent der aktuellen Belegschaft entspricht. Bei den traditionsreichen Spielwarenherstellern Haba, Playmobil und Schleich sollen Mitarbeiter abgebaut und die Belegschaft reduziert werden. Die Otto Gruppe überraschte im März mit der Schließung von MyToys. Ein Blick auf die Vertriebswege weist einen Umsatzrückgang über alle Kanäle auf, wobei der Bereich der Hypermarkets (Key Accounts) am stärksten betroffen ist. Ursachen sind hier das außergewöhnliche Wachstum während der Corona-Jahre, aber auch die starken Veränderungen, welche sich u.a. durch die Auflösung der Real und MyToys Geschäfte ergeben haben. Die Pandemie-Boomjahre sind vorbei, und die Branche steht vor großen Herausforderungen. Inflation, steigende Kosten, Schwierigkeiten in der Lieferkette, Fachkräftemangel und fehlender Nachwuchs sind nur einige der Probleme, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind. Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI), in dem die Hersteller organisiert sind, sieht die Lage entsprechend kritisch. Lediglich 22% der vom Verband befragten Unternehmen erwarten für das laufende Jahr eine Verbesserung der Umsatzentwicklung, während 21% mit Umsätzen auf Vorjahresniveau rechnen und 57% der Ansicht sind, dass die "Gesamtlage" Spuren in ihren Bilanzen hinterlassen dürfte. "Die Gesamtsituation hat sich eher noch verschärft", sagt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, "und es kann nicht weiter überraschen, dass die DVSI-Mitglieder für 2024 erneut ein schwieriges Marktumfeld erwarten. Aufgrund der hohen Lagerbestände im Handel über alle Vertriebswege, stornieren große Händler in allen Kanälen Aufträge, verhindern Preissteigerungen und fangen an, Rabatte von den Lieferanten zu fordern. Ein weiterer Inflationstreiber sind die gestiegenen Frachtkosten. Zum Glück ist die Blase bei den Containerpreisen geplatzt und die Preise liegen wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Erdöl, das ein wichtiger Rohstoff bei der Kunststoffproduktion ist, ist wieder günstiger zu haben - beides wichtige Kostentreiber für die Spielwarenbranche. Weitere Sorgen bereitet die Frage, wie sich Russland in den kommenden Monaten verhalten und die chinesische Wirtschaft und die politische Lage in China (Taiwan Konflikt) entwickeln wird. Von den vom DVSI befragten Spielwarenhersteller meinen 91% der Spielwarenhersteller, dass sich die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gerade in den letzten Jahren mehr oder minder stark verschlechtert hat. Schlechte Noten geben die Produzenten auch dem administrativ-politischen Umfeld. Der Produktionsstandort Deutschland wird für immer mehr Spielwarenhersteller unattraktiver. 2. Entwicklung des Unternehmens Im Bereich des Vertriebs hat seit 2018 eine komplette Reorganisation stattgefunden. Eine Spezialisierung auf die drei relevanten Vertriebswege (Key Accounts, E-Commerce und stationärer Handel) wurde vorgenommen und dieses nicht nur in nationalen sondern auch in den internationalen Märkten. Gerade im Vertriebsweg E-Commerce konnten zusätzliche Umsätze erzielt werden, die hervorgerufen durch die Corona-Krise (Lockdown des stationären Handels) im traditionellen Handel nicht generiert wurden. Die beiden zur Gruppe gehörenden Vertriebsgesellschaften in Hongkong und Frankreich haben besonders stark unter den Auswirkungen der Pandemie sowie der anhaltenden Flaute in der Spielwarenbranche gelitten. Insbesondere im FOB - Bereich ist der Umsatz stark zurückgegangen und weiter unter dem vor Corona Niveau. Im Jahr 2023 hat sich der Eurokurs gegenüber dem US-Dollar weiter erholt. Der EUR/USD Wechselkurs stieg um ca. 4% im Jahr 2023. Der Höchstwert wurde am 18.07.2023 mit 1,1255 USD notiert und der niedrigste Wert mit 1,0469 USD am 03.10.2023. Der Durchschnittskurs für das Jahr 2023 betrug 1,0813 USD. Da sich HKD und CNY in einer engen Bandbreite mit den US-Dollar bewegen, hat sich der Einkauf aus China gegenüber dem Vorjahr ebenfalls währungsseitig vergünstigt. Die eigenen Produktionsfirmen der Sieper-Gruppe in Europa und China reduzieren das Beschaffungsrisiko und die Abhängigkeit von den bestehenden externen Lieferanten. Die eigenen Produktionsgesellschaften waren jedoch auch von Auswirkungen der Pandemie und den damit verbundenen großen Bestandserhöhungen, durch die die Kapazitäten in den Werken drastisch gedrosselt werden mussten, betroffen. Es wird eine weitere Erhöhung der Sicherheit im Beschaffungsmarkt angestrebt, um die Abhängigkeit von China schrittweise zu reduzieren. Dazu soll das Produktions-, Lieferanten- und Logistiknetzwerk analysiert und schrittweise weiterentwickelt werden. 3. Investitionen Die erforderlichen Investitionen der Gesellschaft, insbesondere die Investitionen für die Entwicklung und Herstellung neuer Produkte, werden stets in ausreichender Höhe von der Besitzgesellschaft bereitgestellt. Die Besitzgesellschaft stellt der Sieper GmbH die Investitionsgüter kostenpflichtig zur Verfügung. 4. Liefersituation Auch die Zeit nach der Pandemie stellte die weltweiten Lieferketten auf eine Zerreißprobe. Die globalen Lieferketten konnten sich noch nicht vollständig erholen, da weitere Krisen, wie die Kriege in der Ukraine und im Nahen-Osten sowie die Energiekrise hinzukamen. Ein Großteil des siku-Sortiments wird aus Fernost geliefert. Die Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten sind somit für uns immer noch deutlich zu spüren. Die aktuelle Situation bei den Spielwarenherstellern schlägt auch auf die Verbraucher durch. Um die aktuellen Herausforderungen zu meistern, setzen wir auf ein Bündel von Maßnahmen. Dazu zählen Preisanpassungen, Neustrukturierung der Lagerkapazitäten, aber auch Maßnahmen zur Optimierung von Lieferketten und Zuliefererbeziehungen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krisen blickt die Branche skeptisch auf das kommende Weihnachtsgeschäft und das Jahr 2024. Die "Multikrisen" haben aber nicht nur zu einer Stimmungseintrübung in der Branche, sondern auch zu einer Neubewertung der Beziehungen zu China geführt. 5. Softwareeinsatz in der Sieper Gruppe In der Unternehmensgruppe wurde nach der ERP-Einführung auch die gesamte EDV-Struktur überprüft und optimiert. Für die Erstellung eines Konzernabschlusses wurde die Software Lucanet eingeführt. Weitere Softwarelösungen, wie beispielsweise die Telefoniesoftware, werden analysiert und erneuert. Ziel ist eine Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung durch Digitalisierung in allen Unternehmen sowie eine größere Datensicherheit im Beschaffungs- und Logistikbereich. Im Fokus stehen somit der weitere Ausbau und die Optimierung der digitalen Prozesse der Sieper Gruppe. Mit der Einführung der DSGVO wurde zur Dokumentation ein Verfahrensverzeichnis erstellt und das Impressum der Online - Auftritte aktualisiert. 6. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, finanzielle Leistungsindikatoren Vermögenslage: Die Bilanzsumme ist auf der Aktivseite durch die Vorräte in Höhe von EUR 27,35 Mio. geprägt. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,87 Mio. erhöht. Die fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich um EUR 1,27 Mio. auf TEUR 25.112 und die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte um TEUR 78 auf TEUR 1.357 erhöht. Gegenläufig haben sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 226 auf TEUR 765 und die unfertigen Erzeugnisse um TEUR 254 auf TEUR 112 gemindert. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von EUR 15,8 Mio. aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 39,1%. Bei den Hausbanken bestehen Sicherheitsverträge zur Sicherung der Kontokorrent-Darlehen über den Materialbestand. Hierzu werden Bestandsanalysen bzw. Bestandsreports regelmäßig von den Hausbanken geprüft und besprochen. Finanzlage: Es ist ein dynamischer Kontokorrentrahmen von maximal EUR 10,5 Mio. vorhanden, der zum Jahresende bei den Hausbanken in unterschiedlichen Umfang in Anspruch genommen werden musste. Unsere flüssigen Mittel betrugen EUR 0,4 Mio.. Im April 2023 wurde ein Darlehen in Höhe von EUR 5 Mio. zur Überbrückung der Bestanderhöhung aufgenommen. Dieses Darlehen wird mit EUR 1 Mio. jeweils im 2. Quartal getilgt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu realisieren. Durch ein straffes Kostenmanagement soll eine Reduzierung und Stabilisierung der Sachkosten erreicht werden. Hierzu werden auch langfristige Verträge, wie zum Beispiel mit der Spielwarenmesse, analysiert und optimiert. Ertragslage In der Sieper GmbH haben wir Umsatzerlöse inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge und Intercompany - Umsätze in Höhe von EUR 47,61 Mio. (- 10% z.Vj.) erzielt. Die Planzahlen konnten aufgrund der hohen Bestände im Handel, dem schlechten Weihnachtsgeschäft 2023 und der generellen Kaufzurückhaltung nicht erreicht werden. Vor Steuern wird ein Jahresüberschuss von EUR 2,1 Mio. ausgewiesen. Die Gesellschaft verfolgt auf monatlicher Basis die wesentlichen Kennzahlen wie Außenumsätze, Intercompany Umsätze, Sachkosten, Personalkosten und verfolgt den Warenbestand bzw. die Bestandsentwicklung kontinuierlich. 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren nutzen wir auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. So werden Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterfluktuation, Zufriedenheit der Mitarbeiter, Liefertreue und Umweltaspekte berücksichtigt. Insgesamt wurden die ambitionierten Ziele in einem schweren Marktumfeld im Jahr 2023 deutlich verfehlt. Der Umsatz bzw. das Wachstum mit Fertigartikeln lag deutlich unter dem Vorjahr und in Summe deutlich unter Plan. III. Prognosebericht Ausgehend von der aktuell kritischen Lage sieht die Branche auch für 2024 ein schwieriges Umfeld mit nach wie vor negativen Vorzeichen. Gefragt nach der Umsatzentwicklung ist die Branche für das kommende Jahr unsicher, wo die Reise hingeht. Es erwarten 23% der Befragten in der Branche eine bessere und ebenso viele eine schlechtere Entwicklung der Umsätze, während 55% mit keinen Veränderungen rechnen. Größter Belastungsfaktor dürfte im kommenden Jahr erneut die Kostenentwicklung sein. Als größte Treiber werden hier weiter die Personalkosten, Einkauf von Material, Rohstoffen & Energie, aber verstärkt auch Transport- und Logistikausgaben gesehen. Für das Jahr 2024 haben wir geplant, sowohl in Deutschland als auch im Ausland, die Vorjahresumsätze zu steigern. Insgesamt planen wir Umsätze ab Lüdenscheid (ohne sonstige betriebliche Erträge und Intercompany-Umsätze) von TEUR 45.263. Wir erwarten für 2024 einen Materialaufwand in Höhe von TEUR 26.901. Bei den Sach- und Personalkosten gehen wir von einer Zunahme von ca. TEUR 1.200 aus. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 ein positives Ergebnis. Für 2025 wird mit einem voraussichtlichen Umsatz in Höhe von ca. EUR 48 Mio. geplant. IV. Chance- und Risikobericht 1. Risikobericht A.) Branchenspezifische Risiken Die Spielwaren-Branche erwartet ein konsequenteres Vorgehen gegen unsichere Direkt- und Grauimporte, insbesondere über Online-Kanäle. Der DVSI Verband wünscht sich vor allem eine stärkere und effizientere Marktüberwachung, damit Hersteller von sicheren Qualitätsspielwaren nicht durch das Treiben von "schwarzen Schafen" auf Online-Plattformen unter einem unfairen Wettbewerb leiden. Die Pflichten für die Wirtschaftsakteure müssen offline und online identisch sein. Die neue Spielzeugverordnung, an der Brüssel aktuell arbeitet, und der Digital Services Act, der ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, werden dieses Problem nicht allein lösen können. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Verschlechterung der Kostensituation fahren die Spielwarenhersteller derzeit auf Sicht. B.) Ertragsorientierte Risiken 91% der Spielwarenhersteller meinen, dass sich die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gerade in den letzten Jahren mehr oder minder stark verschlechtert hat. Schlechte Noten geben die Produzenten auch dem administrativ-politischen Umfeld. Der Produktionsstandort Deutschland wird für immer mehr Spielwarenhersteller unattraktiver. Die Schwachpunkte des Wirtschaftsstandorts Deutschlands sind aus Sicht der DVSI-Mitglieder die Höhe der Steuern und Abgaben (55%), Energiekosten und Energiesicherheit (49%), Arbeitskosten und Lohnniveau (42%) Arbeitskräfteverfügbarkeit und -qualifikation (42%). Zu den Hauptforderungen zählt der Abbau von Bürokratie, die Ausweitung des Energieangebotes, weitere Lockerungen am Arbeitsmarkt sowie gezielte steuerliche Anreize für Unternehmensinvestitionen. Trotz der Ankündigungen der Regierung im Koalitionsvertrag, Bürokratie abzubauen, ist das Gegenteil der Fall. Immer neue Berichtspflichten, das neue Lieferkettengesetz oder einseitige Verpflichtungen schaffen eher mehr Bürokratie als neue Gesetze zur Entschlackung beitragen. So sorgen einige EU-Länder mit separaten Regeln zu Verpackungen oder Recycling für zusätzliche Kosten. Aufgrund der allgemeinen Situation am Markt sind Preiserhöhungen zurzeit trotz steigender Einkaufspreise schwer zu realisieren. Daher müssen massiv Personal- und Sachkosten analysiert und reduziert werden, um die Ertragskraft des Unternehmens zu sichern bzw. zu erhöhen. C.) Finanzwirtschaftliche Risiken Durch unsere Produktion in Fernost kann sich bei schwacher Euro- zu Dollar-Relation die Warenbeschaffung für den Euro-Raum weiter verteuern. Diese Währungsproblematik kann in der aktuellen Situation nicht durch Preiserhöhungen am Markt kompensiert werden. Durch die Intensivierung der Gespräche mit den Hausbanken werden Maßnahmen zur Kurs- bzw. Währungsabsicherung besprochen und umgesetzt. Die Sieper GmbH als operative Gesellschaft gehört zu 100% der Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG als Besitzgesellschaft. Wirtschaftlich verfügt die Gesellschaft über genügend Kraft, um sich auch in Zukunft den Herausforderungen des Marktes zu stellen. Mitte 2020 wurden KfW - Mittel beantragt und von der KfW gewährt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Sieper GmbH ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird. 2. Gesamtrisikoposition Aufgrund der oben beschriebenen Herausforderungen soll das gesamtunternehmerische Risiko durch ein Bündel an Maßnahmen reduziert werden. Hierzu zählen ein straffes Kostenmanagement, Personalabbau, Digitalisierung, Abbau und Bereinigung des Lagerbestandes, Effizienzsteigerung, Professionalisierung der Schnittstellen zwischen den Tochtergesellschaften und der Muttergesellschaften. 3. Chancenbericht Die Sieper-Gruppe mit den Marken Siku und Wiking zählt zu den Traditionsunternehmen in der Spielwarenbranche. Durch die starke Marktposition mit einer über 100-jährigen Geschichte ist eine Ausweitung des Geschäftes, z.B. in neuen Märkten wie die USA, grundsätzlich möglich und erfolgversprechend. Zudem wird aktuell das Produktsortiment analysiert und gestrafft, um das Unternehmen schrittweise auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Kunden in den relevanten Vertriebswegen anzupassen. Einer unserer Erfolgsfaktoren sind langjährige und motivierte Mitarbeiter. Als mittelständiges Familienunternehmen sehen wir unsere Chancen, durch kurze Entscheidungswege schnell und dynamisch auf ein geändertes Marktumfeld reagieren zu können. Die Zielsetzung der Sieper GmbH ist ein nachhaltig zufriedener Kunde. Die Marke siku ist gekennzeichnet durch die Attribute dynamisch, aktiv, fortschrittlich, aufregend, emotional, hochwertig und realistisch. Dabei wird besondere Bedeutung auf die Stärkung der Marke siku gelegt. 4. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der GuV noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht vorhanden.
Lüdenscheid, den 28. März 2024 Sieper GmbH Jörg Stermann, Geschäftsführer Dr. Volker Eßmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sieper GmbH, Lüdenscheid Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Sieper GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sieper GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 30. August 2024 WUP
Treuhand GmbH
Ünal, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Yilmaz, Wirtschaftsprüfer |
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