Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 6482
Eingetragen
2.1.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Durchführung von Transport- und Speditionsgeschäften aller Art. Das Unternehmen ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen - auch als persönlich haftende Gesellschafterin - zu beteiligen, als Organgesellschaft zu fungieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Susanne Hobert
seit 22.8.2013
Prokura
Michael Diebel
seit 2.5.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.896.000 €
94.80%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Diebel Speditions GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Diebel Speditions GmbH

1. Geschäftsmodell

Die zentrale Geschäftstätigkeit des Unternehmens liegt in der Transportlogistik. Als Transportlogistiker bieten wir unseren Kunden Lösungen für komplexe, zeitkritische Transporte an. Die wesentliche Dienstleistung für unsere Kunden besteht in der Kombination einzelner Transportaufträge zu einem wirtschaftlich optimalen Gesamtkonzept. Am Ende dieses Prozesses steht die qualitativ hochwertige Transportabwicklung.

2. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die positive Entwicklung des KEP (Kurier, Express- und Paketdienste) -Marktes der vergangenen Jahre in Deutschland führt dazu, dass steigende Mengen in den Systemen transportiert werden. Dieses außergewöhnlich starke Wachstum fand bereits im Berichtszeitraum 2022 ein Ende. Vor allem zu Beginn des Berichtszeitraumes 2023 sanken die Paketvolumen weiter und entwickelten sich in Richtung der Vor-Corona-Zahlen. Durch das Ausbleiben der Erholung der Weltwirtschaft vor dem Hintergrund hoher Inflation, hoher Zinsen sowie geopolitischer Krisen konnte auch im weiteren Jahresverlauf keine Besserung eintreten. Somit sanken die Volumina im europäische Paketmarkt um knapp 2 Prozent. Um die ebenso steigenden Marktanforderungen in Bezug auf Qualität und Transparenz in der Logistikkette zu erfüllen, werden hohe Anforderungen an Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Dienstleistung gesetzt. Aus diesen Gründen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine relativ konstante Auftragslage erreicht werden.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergab im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Umsatzminderung bei den Touren von TEURO 71.365 auf TEURO 67.039 und entspricht damit einer Abnahme von 6,06 Prozent. Die Minderung des Umsatzes basierte zu einem großen Teil auf der Verringerung der Dieselfloaterumsätze. Bei Betrachtung der um den Dieselfloater bereinigten Frachtumsätze ergab sich eine Minderung des Umsatzes von TEURO 64.879 auf TEURO 62.617 und somit eine Senkung um 3,5 %.

Die Zahl der Fahrzeuge sank auf 226 (Vorjahr: 235) und die Mitarbeiterzahl sank auf 376 Arbeitnehmer (Vorjahr: 392).

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz und Berufsunfälle haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragssituation im Unternehmen kann als befriedigend angesehen werden. Es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 4.894 (Vorjahr: TEUR 1.316) erzielt.

Folgende Faktoren sind bei der Bewertung der Ertragslage zu berücksichtigen:

Der erzielte Gewinn ist vor allem in der eigenen Wertschöpfungskraft des Unternehmens durch eigenen Fuhrpark und eigene Werkstatt etc. begründet. Sollten sämtliche Dienstleistungen rund um das originäre Transportgeschäft fremd eingekauft werden müssen, würde ein deutlich schlechteres Ergebnis anfallen.

Im Wirtschaftsjahr 2023 wurde durch den Verkauf eines Großteils der Wechselbrücken aus dem Anlagevermögen ein Sondererlös i H. v. TEUR 3.659 generiert.

Als weiterer Faktor ist die hohe Eigenkapitalquote von 57,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 77,8 %) anzuführen, die in einer dauerhaft konservativen Ausschüttungspolitik begründet ist. Das dadurch dem Unternehmen zur Verfügung stehende Kapital führt zu einer entsprechenden Ersparnis von Zinskosten, die ansonsten bei Inanspruchnahme von entsprechenden Darlehen zu Marktkonditionen angefallen wären.

Vor dem Hintergrund des konstant hohen Eigenkapitals muss auch die Eigenkapitalrentabilität von 37,9% (Vorjahr 6,6 %) gesehen werden. Auf eine weitere künstliche Verbesserung dieser Kennzahl durch den Einsatz von Leasing- oder Sale-and-Lease-Back-Geschäften wurde zugunsten einer konservativen und langfristigen Geschäftspolitik verzichtet.

b) Vermögenslage

Die gegenüber dem Vorjahr gesunkene Bilanzsumme des Unternehmens, welche zu 67,8 % (Vorjahr 70,7 %) durch das Anlagevermögen repräsentiert wird, stehen eine im Vergleich zum Vorjahr verminderte Eigenkapitalbasis sowie gestiegenes langfristiges Fremdkapital gegenüber. Die Verringerung des Eigenkapitals beruht auf einer Sonderausschüttung an die Gesellschafter aufgrund der Sondererlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 858 gesunken. Aufgrund des Anstieges der sonstigen Verbindlichkeiten hat sich der Verschuldungsgrad gegenüber dem Vorjahr aber von 29% auf 75% erhöht.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 57,2 % (Vorjahr: 77,8 %).

Die Gefahr von Vermögensverlusten besteht derzeit nicht.

c) Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens war durch ein positives Jahresergebnis und durch planmäßige, möglichst fristenkongruente Finanzierung von Investitionen jederzeit gegeben und kann erneut als gut und gesichert eingestuft werden. Klassische Liquiditätszahlen sind für die Darstellung der Finanzlage nicht sinnvoll, da Zahlungen von Kunden zwar pünktlich, aber schubweise erfolgen.

Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 6.569 (Vorjahr TEUR 7.596) betreffen im Wesentlichen die Erneuerung des Bestandes an Lkw und Anhängern.

Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden aus dem Jahres-Cashflow finanziert.

d) Liquidität

Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Diebel Speditions GmbH sicherstellen zu können, halten wir auf Basis unserer Finanz- und Liquiditätsplanung Kreditlinien vor.

Das Risiko der Verlängerung dieser Kreditlinien ist abhängig von der wirtschaftlichen Einstufung unseres Unternehmens, der zukünftigen Vergabepolitik der Kreditinstitute, sowie der weiteren weltwirtschaftlichen Geldmarktentwicklung.

Unsere derzeitige Bankenlandschaft ist nicht zuletzt aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen als sehr stabil anzusehen. Die Geschäftsverbindung zu unseren Banken ist jahrzehntelang gewachsen und besteht teilweise seit der Gründung unserer Gesellschaft. Wir haben uns auf diese Banken in allen Jahren als verlässliche Partner stützen können.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens ist sehr gut und für das Jahr 2024 gesichert. Die Zahlungen an unsere Lieferanten erfolgten unter Abzug von Skonto. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Um möglichen negativen Auswirkungen durch das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine sowie der Spannungen im Nahen Osten auf die Liquiditätslage vorzubeugen, hält die Spedition Kreditlinien vor.

4. Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Struktur der vom Unternehmen betriebenen Transportlogistik stellt hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des eingesetzten Fahrpersonals. Auf Grund des sich mittel- und langfristig verknappenden Arbeitsmarktangebots an potentiellen Mitarbeitern, die die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können, rückte die Sicherung einer hohen Qualität und Zuverlässigkeit verstärkt in den Fokus der Geschäftstätigkeit.

Die Personalbeschaffung bleibt für das Unternehmen weiterhin schwierig. Der grundsätzliche Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal wirkt sich auch dahingehend aus, dass sich trotz großen Engagements des Unternehmens, die Anzahl der zu erreichenden Bewerber spürbar verringert. Daher wurden die eigenen Anstrengungen zur Qualifizierung der Bewerber bzw. von neu eingestelltem Fahrpersonal weiter forciert.

Die Personalbeschaffung bleibt auf unbestimmte Zeit ein zentrales Thema für das Unternehmen. Von den damit verbundenen Problematiken ist die gesamte Transportwirtschaft betroffen, dass Unternehmen aufgrund der deutlich höheren Anforderungen an das Fahrpersonal aber ganz besonders.

Um eine sichere langfristige Versorgung mit qualifiziertem Personal zu erreichen geht das Unternehmen folgende Wege:

Zunächst arbeiten wir durch verschiedene Faktoren an der Steigerung der eigenen Attraktivität als Arbeitgeber, um weiterhin neues Personal rekrutieren zu können und gleichzeitig bewährte Mitarbeiter zu binden. Die damit in diesem Bereich steigenden Aufwendungen sind vom Unternehmen bei nahezu unveränderten Marktpreisen zu erwirtschaften.

Das Unternehmen nutzt weiter die Möglichkeit zur eigenen Ausbildung von Fachkräften. Mit der Ausbildung wird dem Fachkräftemangel grundsätzlich entgegengewirkt und darüber hinaus ein Qualifikationsniveau geschaffen, das zum späteren Einsatz im Unternehmen befähigt. In der Ausbildungszeit können dabei die unternehmensspezifischen Anforderungen intensiv vermittelt werden.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird im Jahr 2024 die Digitalisierung innerhalb des Unternehmens weiter vorangetrieben. In den administrativen Abteilungen ergeben sich durch die Vernetzung einzelner EDV-Programme weiterhin vielfältige Möglichkeiten der Prozessoptimierung. Ebenfalls können viele Arbeitsschritte standardisiert werden, was ebenfalls zu weiteren Produktivitätssteigerungen führt. Ferner ergeben sich durch die Digitalisierung sowie das Einführen neuer softwaregestützter Prozesse Mehrwerte für den Kunden welche das Unternehmen im Sinne der Kundenbindung- und Zufriedenheit zu heben anstrebt. Ebenfalls investiert das Unternehmen verstärkt in verschiedenste IT-Sicherheitsmaßnahmen, um die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten, Programmen, Diensten und Systemen zu gewährleisten.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Trotz einer zum Ende des Berichtszeitraumes insgesamt befriedigenden Lage der gesamtwirtschaftlichen Situation wird die Entwicklung im Jahr 2024 weiterhin von Faktoren beeinflusst, die bereits im Berichtszeitraum für Unsicherheit hinsichtlich dem nachhaltigen Bestand der aktuellen Lage geführt haben:

a) Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens wird auch im Jahr 2024 wesentlich von der weiteren Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds abhängig sein. Sollte die Auswirkungen des anhaltenden Ukrainekonfliktes sowie des Nahostkonfliktes, insbesondere auf die Energiepreise sowie die Lieferketten, länger anhalten, ist mit einem schwächeren Wachstum der Güterproduktion und damit auch einer verhaltenen Nachfrage nach Transportdienstleistungen zu rechnen. Eine weitere Herausforderung stellt die anhaltende Inflation dar. Aufgrund der Preissteigerungen zögern viele Unternehmen mit neuen Investitionen. Ebenso wirkt sich das anhaltend hohe Zinsniveau negativ auf die Investitionen aus, da sich neue Projekte verteuern. Der Kaufkraftverlustes im privaten Sektor wirkt sich negativ auf die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen aus, da mit gleichem Einkommen weniger Güter nachgefragt werden können. Dies erhöht den Druck auf die Arbeitgeber, Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmer zu gewähren. In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Tarifabschlüsse mit hohen Lohnzuwächsen abgeschlossen. Diese Lohnsteigerungen können die Inflation weitere anheizen. Durch steigende Löhne, können auch die Kosten für Waren und Dienstleistungen steigen, da Unternehmen diese höheren Lohnkosten auf die Verbraucher übertragen (Lohn-Preis-Spirale). Insgesamt herrscht ist ein erhöhter Kostendruck, der zu einer schwächeren Nachfrage nach (Investitions-)Gütern und somit auch nach Transportdienstleistungen führen kann.

Zeichnen sich dagegen im Jahr 2024 verstärkt nachhaltige und langfristig tragende Lösungen für die beschriebenen Problemfelder, wird dies durch eine insgesamt zu verzeichnende konjunkturelle Erholung auch einen positiven Effekt auf die Nachfrage nach Transportdienstleistungen haben.

b) Kostenentwicklung fossiler Kraftstoffe

Die Beschaffungskosten für Dieselkraftstoff werden im Jahr 2024 vermutlich auf hohem Niveau stagnieren. Die Auswirkungen des Ukrainekonfliktes auf die Rohstoffmärkte, insbesondere das Importverbot der EU für russischen Öl, sorgen für eine Verknappung des Angebots und somit weiterhin für hohe Preise. Ebenso kann eine Ausweitung des Gazakrieges weitere negative Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Es besteht die Gefahr, dass weitere Staaten des ölreichen Nahen Ostens in den Konflikt hineingezogen werden. Ebenso kann eine Einschränkung der Transportwege nicht ausgeschlossen werden, die zu einer Verknappung des Ölangebotes in Europa führen würde. Hier ist vor allem die wichtige Transportroute der Straße von Hormus zu nennen, die den persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, und über die knapp ein Drittel des weltweiten Ölhandels fließt.

Die grundsätzliche Konjunkturabhängigkeit der Preise für fossile Brennstoffe dürfte bei einer guten wirtschaftlichen Lage für weitere Preissteigerungen sorgen. Gleichzeitig verhindern vermehrte Spannungen in der Weltpolitik ein stärkeres Absinken des Rohölpreises.

Ebenfalls verstärkt die kontinuierliche Anhebung der CO 2-Steuer auf fossile Brennstoffe mittelfristig den Trend zu steigenden Preisen.

Die Diebel Speditions GmbH geht von steigenden Beschaffungskosten für Dieselkraftstoff im Jahr 2024 aus. Das Unternehmen hat mit dem überwiegenden Teil der Auftraggeber Diesel-Gleitklausel vereinbart. Ein sich auf Grund der dargestellten Entwicklungen verändernder Preis der Beschaffungskosten kann somit zum überwiegenden Teil ergebnisneutral dargestellt werden.

c) Personalsituation

Im Berichtszeitraum musste bereits bei relativ stabiler Wirtschaftslage eine erschwerte Möglichkeit zur Personalbeschaffung verzeichnet werden. Diese Entwicklung wird sich bei positivem Marktumfeld weiter verschärfen. Insbesondere beim Fahrpersonal wird dieser Engpass zudem durch stetig steigende Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter verstärkt. Für die künftige Entwicklung des Unternehmens ist es daher entscheidend, trotz des bestehenden Mangels an Berufskraftfahrern, weiterhin qualifiziertes und zuverlässiges Personal rekrutieren zu können.

Die gesetzlich vorgeschriebene Berufskraftfahrerqualifikation wird vom Unternehmen nicht als zusätzliche Belastung angesehen, die eine einfache und möglichst kostengünstige Lösung erfordert. Vielmehr nutzt das Unternehmen diese Verpflichtung zur Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, um durch einen erfahrenen Bildungsträger und mit Hilfe von auf die spezifischen Unternehmensanforderungen individualisierten Lerninhalten die Qualifikation der Mitarbeiter tatsächlich zu verbessern.

Diese individuelle Berufskraftfahrerqualifikation stellt dabei einen Baustein der auch in Zukunft von dem Unternehmen verfolgten Strategie dar, den Mitarbeitern ein im Vergleich mit den Wettbewerbern überdurchschnittlich attraktives Arbeitsumfeld anzubieten, um auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Dienstleistung anbieten zu können.

d) Ergebnisprognose

Die Auswirkungen des Ukrainekonfliktes sowie des Nahostkonflikts werden, wie auch die anhaltende Inflation, auf die Ergebnisse der Diebel Speditions GmbH einen negativen Einfluss haben. Aufgrund eines abflauenden Wirtschaftswachstums und somit einer stagnierenden Güterproduktion und daraus resultierend einer leicht sinkenden Nachfrage nach Transportdienstleistungen wird ein leicht sinkender Umsatz erwartet. Ebenso werden die Einschränkungen der privaten Verbraucher beim Konsum einen negativen Einfluss auf das Kaufverhalten und somit auf die Menge der zu transportieren Güter haben. Des Weiteren werden steigende Kosten im Rahmen der fortgeführten Digitalisierung sowie der entsprechenden Absicherung der IT-Systeme vor externen Einflüssen das Ergebnis belasten. Daraus resultierend wird ein deutlich sinkender Unternehmensgewinn erwartet.

Eine längerfristige Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Situation hätte einen dementsprechend stärkeren negativen Einfluss auf das Unternehmensergebnis.

IV. Risiken und Chancen

1. Risiko- und Chancenmanagementsystem

Unser umfassendes Risiko- und Chancenmanagementsystem basiert auf einer Risikopolitik, die ein Risiko als mögliche negative Abweichung von der Geschäftsplanung definiert und über das Erkennen von dem Fortbestande des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen hinausgeht.

Die Risikopolitik ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern.

Die Risikostrategie berücksichtigt die Risiken und die mit Ihnen verbundenen Chancen. Wo das Unternehmen Kernkompetenzen besitz, gehen wir bewusst überschaubare und beherrschbare Risiken ein, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Risiken in anderen Bereichen verlagern wir dagegen bei Bedarf auf andere Risikoträger.

Die Diebel Speditions GmbH schloss auch in 2023, wie in den Jahren zuvor, die notwendigen Versicherungsverträge ab.

Angepasst an aktuelle Rechtsprechung werden insbesondere die Deckung der Haftpflicht-, Umwelt- und Transportrisiken regelmäßig überprüft.

Darüber hinaus werden Risiken möglichst vermieden. Insgesamt ist sichergestellt, dass die Diebel Speditions GmbH alle eingegangenen Risiken stets vollständig abdecken kann.

Es sind verbindliche Vorgaben zur Risikoerfassung und -steuerung formuliert. So gelten gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern die Grundsätze der Fairness und Verantwortung. Spekulationsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind grundsätzlich verboten und werden nicht getätigt. Die Vorgaben werden gezielt kontrolliert und bei Abweichungen zeitnah eingegriffen.

Konsequente Qualitätssicherung und die Optimierung des Ressourceneinsatzes auf allen Ebenen tragen zu einer Reduzierung der identifizierten Risiken, sowie zu einer verbesserten Nutzung von Chancen und somit zur Stärkung der Wettbewerbsposition der Diebel Speditions GmbH bei.

Systematisch und transparent aufbereitet werden die Daten zu den materiellen Unternehmensrisiken dem Geschäftsführer der Diebel Speditions GmbH vorgelegt.

2. Risikobericht

Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand gefährden. Aus heutiger Sicht drohen auch in Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken.

Der KEP-Transportbereich wird von wenigen großen Logistikunternehmen bestimmt. Viele der großen Logistikunternehmen (wie z.B. DHL, GLS, DPD, Hermes, UPS) bedienen sich wiederum mittelständischer Transportlogistiker, zu denen Diebel Spedition gehört.

Unser Engagement in diesem Geschäftsfeld ist somit weiterhin eng mit dem Erfolg bzw. Misserfolg dieser Groß-Logistiker verknüpft. Sollte es zu einem Austritt dieser aus dem Markt kommen bzw. sollten Veränderungen durch Fusionen oder Verlagerung von Geschäftsfeldern etc. erfolgen, sind Auswirkungen auf das eigene Unternehmen nicht ausgeschlossen.

Dem unverändert zum Ausdruck kommenden politischen Willen, die Logistik unter Einsatz von Lkw und damit den Warentransport auf der Straße zu verteuern, begegnen wir durch ein weiter verschärftes Kostenmanagement sowie durch das Anbieten logistischer Gesamtkonzepte, bei denen wir die gestiegenen Belastungen zumindest teilweise kompensieren können.

Das Unternehmen legt im Hinblick auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten großen Wert auf eine korrekte Abwicklung der Verkehre. Dafür muss die Organisationsstruktur des Unternehmens zur Erhebung und Auswertung der Daten sowie die Ableitung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen an diese Anforderungen angepasst werden.

Auf Grund der intensiven EDV-Nutzung besteht dauerhaft das Risiko eines Datenverlusts bzw. Datenmissbrauchs. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, werden die anfallenden Daten täglich, räumlich getrennt, gesichert. Weiterhin sind effektive Schutzmaßnahmen installiert, die einen Zugriff von außen bzw. das Einschleusen von Schadsoftware verhindern. Die Schutzmechanismen werden auf ihre Funktionsfähigkeit hin überwacht und zum Teil mehrmals täglich aktualisiert. Zugleich überprüft die Diebel Speditions GmbH im Zuge der Europäischen Grundverordnung zum Datenschutz (DSGVO) die Prozesse rund um die Verarbeitung personenbezogener Daten und passt diese entsprechend an.

Über diese Schwerpunkte hinaus bestehen, abgesehen von den üblichen Entwicklungsrisiken, nach unserer Auffassung keine wirtschaftlichen Bestandsgefährdungspotentiale. Derzeit bestehen nach unserer Einschätzung keine rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale. Ansprüche Dritter gegen das Unternehmen, die dessen Existenz gefährden könnten, liegen ebenfalls nicht vor. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Einkommenssituation der Diebel Speditions GmbH sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Weitere Risiken, die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben könnten, liegen derzeit nicht vor.

3. Chancenbericht

Die stetig wachsenden Groß-Logistiker bedienen sich selbst immer stärker den Dienstleistungen von Transportlogistikern, die zum einen in der Lage sind, komplette Dienstleistungen, von der komplexen Verkehrsplanung bis zur Durchführung des Transports, anzubieten und zum anderen diese Leistungen stabil und zuverlässig zu erbringen, um die eigene Qualität und Kundenzufriedenheit gewährleisten zu können.

Den beschriebenen Risiken stehen höher zu bewertende Chancen für unser Unternehmen gegenüber, da wir mit unseren kompletten Dienstleistungen das Angebot bieten, welches auch künftig gesteigert von den Groß-Logistikern gefordert werden wird.

Durch die dynamische Neustrukturierung innerhalb des Verwaltungsbereiches sowie der zunehmenden Digitalisierung mit der Zielsetzung einer Verschlankung und Optimierung der Prozesse werden wir uns stärker auf unsere Kernkompetenzen ausrichten und damit unsere Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen, was langfristig die Kundenzufriedenheit weiter erhöhen wird.

4. Gesamtaussage

Die im Vorjahr erfolgte Konsolidierung der Geschäfte wurde im Berichtsjahr fortgeführt. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken sowie das Ergreifen der sich bietenden Entwicklungschancen gut gerüstet.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Diebel Speditions GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen - neben der Beteiligung an der Diebel Spedition Damme GmbH - im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Bezüglich der Beteiligung wird auch auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Die Diebel Speditions GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Diebel Speditions GmbH über ein sehr gut funktionierendes Debitorenmanagement. Vor Eingehung von neuen Geschäftsbeziehungen prüfen wir die Bonität unserer Kunden; außerdem prüfen wir in regelmäßigen Abständen die Bonität unserer Bestandskunden. Forderungsausfälle waren daher im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Diebel Speditions GmbH mittels Kreditlinien verschiedener Banken. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti gezahlt.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird wöchentlich ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von unserer Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Kassel, im Juni 2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 15.283.272,01 18.203.835,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.170,00 59.118,00
1. Entgeltlich erworbene Software 34.170,00 59.118,00
II. Sachanlagen 14.450.467,01 16.621.618,52
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 891.757,67 919.518,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.558.709,34 15.702.099,85
III. Finanzanlagen 798.635,00 1.523.098,81
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 798.635,00 798.635,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 724.463,81
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.058.321,84 7.374.466,99
I. Vorräte 282.706,06 311.204,20
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 282.706,06 311.204,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.761.662,02 6.918.110,56
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.972.842,71 5.961.936,67
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 454.140,29 367.991,04
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 334.679,02 588.182,85
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.013.953,76 145.152,23
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 215.751,01 149.585,04
22.557.344,86 25.727.887,36

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 12.896.471,60 20.002.771,86
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 6.000.000,00 16.600.000,00
III. Gewinnvortrag 2.771,86 86.542,38
IV. Jahresüberschuss 4.893.699,74 1.316.229,48
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.527.419,00 1.631.857,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 746.874,00 734.077,00
2. Steuerrückstellungen 692.735,00 5.170,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.087.810,00 892.610,00
C. VERBINDLICHKEITEN 7.133.454,26 4.093.258,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 718.746,67 1.576.623,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 718.746,67 (Vorjahr: EUR 857.876,15)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.783.559,75 1.499.144,56
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.783.559,75 (Vorjahr: EUR 1.499.144,56)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 897.519,37 501.652,17
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 311.307,97 (Vorjahr: EUR 251.494,19)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 897.519,37 (Vorjahr: EUR 501.652,17)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.733.628,47 515.838,55
- davon aus Steuern: EUR 3.329.090,98 (Vorjahr: EUR 180.742,92)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 14.903,75 (Vorjahr: EUR 23.804,92)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.733.628,47 (Vorjahr: EUR 515.838,55)
22.557.344,86 25.727.887,36

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.472.292,48 75.492.726,75
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.859.950,54 1.532.615,99
3. Materialaufwand 32.412.110,68 36.725.251,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.404.504,38 15.986.074,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.007.606,30 20.739.177,34
4. Personalaufwand 16.012.798,62 15.648.102,08
a) Löhne und Gehälter 13.430.990,40 12.923.196,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.581.808,22 2.724.905,46
- davon für Altersversorgung: EUR 64.587,06 (Vorjahr: EUR 98.323,45)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.499.242,04 5.611.115,91
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.301.962,02 17.103.859,40
7. Erträge aus Beteiligungen 1.500.000,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.500.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 181,12 24.463,81
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 181,12 (Vorjahr: EUR 24.463,81)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.544,56 2.170,62
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.168,45 29.015,99
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 9.485,00 (Vorjahr: EUR 9.922,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.500.296,04 396.952,57
12. Ergebnis nach Steuern 5.090.390,85 1.537.679,38
13. Sonstige Steuern 196.691,11 221.449,90
14. Jahresüberschuss 4.893.699,74 1.316.229,48

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Diebel Speditions GmbH mit Sitz in Kassel im Handelsregister des Amtsgerichts Kassel unter der Nummer HRB 6482 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Diebel Speditions GmbH, Kassel wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, da mindestens zwei Größenmerkmale des § 267 Abs. 2 HGB überschritten wurden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

AKTIVA

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet; dabei werden die technischen Nutzungsdauern, die den steuerlichen Mindestnutzungsdauern entsprechen, zugrunde gelegt. Soweit zulässig werden Anlagegüter degressiv abgeschrieben. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Auf geringwertige Wirtschaftsgüter wurde die Sofortabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG vorgenommen und der sofortige Abgang im Anlagenspiegel unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Dieselbestand der LKW, Ersatzteile der LKW) werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand nach dem vorliegenden Abschlussstichtag darstellen.

PASSIVA

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Weise die ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wird seit dem 01.01.2016 der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstatt der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,83%. Der nach bisherigen Regeln ermittelte Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,75%.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens befindet sich anbei.

Dort sind die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich.

Die Anteile an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

Beteiligung
in %
Eigenkapital der Gesellschaft
TEUR
Ergebnis
TEUR
Transportes Diebel s.l., Lloret de Mar, Spanien 100 153,9 151,4
Diebel Spedition Damme GmbH, Damme 100 4.372 1.477
Kassel 100 17 -3

Umlaufvermögen

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 19.275. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Der Wert der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 1.115. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung entspricht dem Zeitwert in Höhe von EUR 368. Es ergibt sich daher ein saldierter Ausweis in Höhe von EUR 747.

Der Zinsaufwand aus den Pensionsrückstellungen beträgt EUR 19.708,00 und ist mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 10.223,00 saldiert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die Abgrenzung der Ertragsteuern für das Geschäftsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 541), für Tantieme (TEUR 337), für ausstehende Rechnungen (TEUR 80) sowie für Berufsgenossenschaft (TEUR 86).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 718.746,67 718.746,67 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.783.559,75 1.783.559,75 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 897.519,37 897.519,37 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.733.628,47 3.733.628,47 0,00 0,00 0,00
7.133.454,26 7.133.454,26 0,00 0,00 0,00

Für Verbindlichkeiten zur Finanzierung des beweglichen Anlagevermögens in Höhe von TEUR 719 (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) wurden LKW als Sicherheiten gegeben.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 311 die Gesellschafterin, die Diebel GmbH, Kassel.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es werden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 50 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 ausgewiesen. Beide sind von untergeordneter Bedeutung.

5. Ergänzende Angaben

§ 285 Nr.4 HGB:

Die Umsatzerlöse wurden i.H.v. TEUR 66.751 (i. V. TEUR 70.294) im Inland sowie i.H.v. TEUR 4.721 (i.V. TEUR 5.199) in der Europäischen Union erzielt.

§ 285 Nr. 7 HGB:

Im Jahresdurchschnitt waren 376 Arbeitnehmer beschäftigt.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Verwaltungsangestellte 37
Werkstattangestellte/Fahrer 334
Aushilfen 5
Summe 376

§ 285 Nr. 9 HGB:

Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Michael Diebel, Kassel.

Auf die Angaben der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Einzelprokura waren Frau Susanne Hobert sowie Frau Marzena Hanke erteilt.

§ 285 Nr. 14 HGB:

Die Diebel GmbH, Kassel, stellt einen Konzernabschluss auf, in dem die Gesellschaft im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wird.

Die Gesellschaft ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da sie selbst in den Konzernabschluss der Diebel GmbH, Kassel, einbezogen wird.

§ 285 Nr. 17 HGB:

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sollen im Konzernanhang des Mutterunternehmens, Diebel GmbH, einbezogen werden.

§ 285 Nr. 33 HGB:

Für das Wirtschaftsjahr 2024 wird allgemein von einem geringem Wirtschaftswachstum ausgegangen. Allerdings ist die Annahme von großen Unabwägbarkeiten geprägt. Zu der schwankenden Nachfrage im Business-to-Business-Bereich ("B2B") kam eine geringere Ausgabenbereitschaft der privaten Verbraucher und somit eine sinkende Nachfrage nach Gütern im Bereich Business-to-Consumer ("B2B"). Durch die anhaltend hohe Infaltionsrate, bedingt durch steigende Lebensmittelpreise und Preiserhöhungen bei Endprodukten zeichnet sich ein weiterer negativer Einfluss auf das Kaufverhalten der Verbraucher ab. Viele Verbraucher müssen für die Güter des täglichen Lebens einen höheren Teil ihres Einkommens aufwenden und sind zu einer Senkung ihrer übrigen Konsumausgaben gezwungen. Somit lässt sich ein weiterer Rückgang der Bestellungen im Bereich des Onlinehandels beobachten, der sich hegativ auf die zu transportierenden Güter und somit auf die Nachfrage nach Transportdienstleistungen auswirkt. Zusammenfassend stellt die aktuelle Situation die gesamte Wirtschaft weiterhin vor gewaltige Herausforderungen und wird sich vermutlich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Diebel Speditions GmbH erwartet eine deutlich schlechtere Ertragslage bei relativ konstant bleibender Vermögens- und Finanzlage.

§ 285 Nr. 34 HGB:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.894 zum Teil in die Gewinnrücklagen einzustellen und den Restbetrag im Gewinnvortrag vorzutragen.

 

Kassel, 30. Juni 2024

gez. M. Diebel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 490.867,60 0,00 2.250,00 488.617,60
490.867,60 0,00 2.250,00 488.617,60
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.759.968,06 0,00 0,00 1.759.968,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.185.402,30 6.568.237,04 12.739.928,72 29.013.710,62
36.945.370,36 6.568.237,04 12.739.928,72 30.773.678,68
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 798.635,00 0,00 0,00 798.635,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 724.463,81 0,00 724.463,81 0,00
1.523.098,81 0,00 724.463,81 798.635,00
38.959.336,77 6.568.237,04 13.466.642,53 32.060.931,28
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 431.749,60 24.947,00 2.249,00 454.447,60
431.749,60 24.947,00 2.249,00 454.447,60
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 840.449,39 27.761,00 0,00 868.210,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.483.302,45 5.446.534,04 9.474.835,21 15.455.001,28
20.323.751,84 5.474.295,04 9.474.835,21 16.323.211,67
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
20.755.501,44 5.499.242,04 9.477.084,21 16.777.659,27
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 34.170,00 59.118,00
34.170,00 59.118,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 891.757,67 919.518,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.558.709,34 15.702.099,85
14.450.467,01 16.621.618,52
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 798.635,00 798.635,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 724.463,81
798.635,00 1.523.098,81
15.283.272,01 18.203.835,33

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Diebel Speditions GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Diebel Speditions GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diebel Speditions GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 30. Juni 2024

Prof. Dr. Ludewig und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. Oktober 2024 unverändert festgestellt.

Ergebnisverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. November 2024 wurde beschlossen, dass der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 1.503.699,74 in den Gewinnvortrag sowie in Höhe von EUR 3.390.000,00 in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. Des Weiteren sollen aus dem Gewinnvortrag EUR 1.500.000,00 an die Gesellschafter am 09. Dezember 2024 ausgeschüttet werden.

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