FiNet Finanz GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Krediten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Huttel seit 5.11.2025 | Geschäftsführer |
Iris Hauptführer seit 5.11.2025 | Geschäftsführer |
Markus Neudecker seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FiNet Asset Management GmbHMarburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
9. AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die FiNet Asset Management GmbH unterliegt als Wertpapierinstitut den Vorschriften des Gesetzes zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG). Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit im Rahmen der durch die BaFin erteilten Erlaubnis zur Erbringung der Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung nach § 15 Abs. 1 WplG und des Eigengeschäfts nach § 15 Abs. 3 WpIG aus. Der Jahresabschluss der FiNet Asset Management GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Gemäß § 340a HGB sind für die Gesellschaft die Vorschriften hinsichtlich des Jahresabschlusses und des Lageberichts für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform (Formblatt 3 der RechKredV) gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die FiNet Asset Management AG (Amtsgericht Marburg, HRB 5359) ist nach Maßgabe des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 18.10.2023 mit Nachtrag vom 02.11.2023 im Wege des Formwechsels in die FiNet Asset Management GmbH mit Sitz in Marburg (Amtsgericht Marburg, HRB 8361) umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 15.11.2023. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie sind mit dem Nennwert gemäß § 340e II HGB angesetzt. Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen waren nicht erforderlich. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den um die planmäßigen Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgte über 3 Jahre. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken an unsicheren Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen die laufenden Konten (TEuro 565; Vj. TEuro 1.328) und Forderungen aus Provisionsabrechnung (TEuro 234; Vj. TEuro 384). Die Forderungen an Kunden (TEuro 916; Vj. TEuro 933) betreffen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Bestands- und Abschlussprovision.
Die immateriellen Anlagewerte betreffen den Geschäfts- und Firmenwert, der sämtliches "Know-How" des Geschäftsbetriebes "Investment und Beteiligungsvermittlung", das zum 1. Januar 2008 von der FiNet Financial Services Network AG, Marburg, erworben wurde, darstellt. Er wurde über drei Jahre abgeschrieben. Die Sachanlagen betreffen die Betriebsausstattung. Die Betriebsausstattung in Höhe von 1.888,00 Euro wird selbst genutzt. Die Zusammensetzung und Entwicklung der Beteiligungen, der immateriellen Anlagewerte und der Sachanlagen ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 61.928,61 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 62.649,07 Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021FiNet Asset Management GmbH Anlagevermittlung, -beratung, Abschlussvermittlung, MarburgWährung: EUR
Als sonstige Vermögensgegenstände (TEuro 40; Vj. TEuro 3, davon TEuro 22; Vj. TEuro 2 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschafter) sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen (TEuro 22; Vj. TEuro 0) gegenüber der FiNet Financial Services Network AG, Marburg aus Organschaftsverhältnissen sowie Körperschaftsteuererstattungsansprüche (TEuro 10; Vj. TEuro 0) und Gewerbesteuererstattungsansprüche (TEuro 8; Vj. TEuro 0) ausgewiesen. In die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEuro 15; Vj. TEuro 11) sind im Wesentlichen Lizenzgebühren und Versicherungsbeiträge eingestellt. Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEuro 821; Vj. TEuro 1.255, davon TEuro 0; Vj. TEuro 375 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschafter) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 818; Vj. TEuro 877), und Steuern (TEuro 3, Vorjahr TEuro 3). Die Rückstellungen betreffen insbesondere Abschluss-, Prüfungs- und Revisionskosten (TEuro 58), Jahresbeitrag zur Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (TEuro 10), Prozesskosten (TEuro 1) sowie Aufsichtsratsvergütungen (TEuro 8). Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung betrifft noch dessen Tätigkeit bis zum Formwechsel von der AG zur GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb von einem Jahr fällig. Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf TEuro 0 (Vj. TEuro 0). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf TEuro 22 (Vj. TEuro 2). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf TEuro 0,00 (Vj. TEuro 0,00). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge enthalten im Wesentlichen Abschlussprovisionen, Bestandsprovisionen und Servicegebühren sowie Gebühren für Fondsmanagement. Provisionsaufwendungen sind angefallen für Vertriebsleistungen der Untervermittler und Provisionen für die Fondsberatung und -management. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEuro 119; Vj. TEuro 34) umfassen Erlöse aus Kostenerstattungen (TEuro 27), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEuro 89) und Sachbezügen (TEuro 1). Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 140 enthalten. Im Wesentlichen beinhaltet der Betrag, aufgrund einer fehlerhaften Berechung der ausgebenden Bank UBS, eine Korrektur der Performance-Fee für das Wirtschaftsjahr 2022 in Höhe von TEuro 136. Die Korrektur wurde in laufender Rechnung vorgenommen. Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Name des Geschäftsführers Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 30.400,00 und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 163.283,26. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages von Euro 607.922,76 abzüglich einer Gewinnausschüttung von Euro 281.250,00, ergibt sich ein Betrag von Euro 489.956,02 als Bilanzgewinn der zu verwenden ist. Der verbleibende Bilanzgewinn von Euro 489.956,02 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
Ort, Datum Unterschrift Lagebericht 20231. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Im Berichtsjahr 2023 führte ein nach wie vor krisengeprägtes Umfeld zu einer stagnierenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Zwar konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz der hohen Energiekosten und angesichts zunehmender Nachteile im globalen Wettbewerb noch behaupten. Der private Konsum verzeichnete jedoch infolge der hohen Inflation und dem damit einhergehenden Kaufkraftentzug deutliche Einbußen. Die wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor allem bei den Endkunden bestehende Verunsicherung belastete das Vertriebsklima der gesamten Branche. Dennoch entwickelte sich das Neugeschäft mit offenen Publikumsfonds 2023 erstmals wieder positiv. Der Absatz von geschlossenen Fonds verlief demgegenüber rückläufig und verzeichnete den niedrigsten Wert seit sechs Jahren. Rückgänge im Neugeschäft mussten 2023 auch die deutschen Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds bei ihrem Altersvorsorge-Geschäft hinnehmen. Die FAM konnte sich in dem schwierigen Umfeld gut behaupten. Die Provisionserlöse sind im Berichtsjahr auf 4,51 Mio. € zurückgegangen. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Geschäftsergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 218 T€ abgeschlossen. Der Jahresüberschuss beträgt 163 T€. 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung wurde 2023 vor allem von den Folgen der anhaltend hohen Inflation und von einer restriktiven Geldpolitik der Notenbanken dominiert. Zwar hatte die Inflation schon im Herbst 2022 ihren Höhepunkt erreicht und entwickelte sich seitdem rückläufig. Dieser Rückgang vollzog sich aber sehr langsam, die Inflationswerte im Jahresverlauf 2023 lagen weiterhin sehr deutlich über dem Zielwert der Zentralbanken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg der Verbraucherpreisindex 2023 um immer noch beachtliche 5,9 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Notenbank (Fed) erhöhten ihre Leitzinsen im Jahresverlauf daher mehrfach, um die unverändert starke Preissteigerung zu bekämpfen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland stagnierte im Berichtsjahr. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach Berechnungen von Destatis im Jahresverlauf um 0,3 Prozent zurück. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe litt unter einer schwachen Auslandsnachfrage und hohen Kosten. Kapitalintensive Branchen wie etwa das Baugewerbe wurden durch die stark gestiegenen Zinsen zusätzlich belastet. Trotz der schwachen Konjunktur zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt 2023 überraschend stabil, was vielfach auf den zunehmenden Fachkräftemangel zurückgeführt wurde. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit war 2023 eine Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) zu verzeichnen. Die Löhne stiegen im Berichtsjahr erneut und deutlich. Nach Angaben des "Arbeitskreises Steuerschätzungen" der Bundesregierung erhöhten sich die Bruttolöhne und -gehälter um 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Angesichts der hohen Inflation verzeichneten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland jedoch trotz dieser Erhöhung keine nennenswerten realen Einkommenszuwächse. In der Folge entwickelte sich denn auch der private Konsum in Deutschland rückläufig. Insgesamt war das gesamtwirtschaftliche Umfeld 2023 erneut sehr volatil und herausfordernd, was sich auf die Finanzbranche im Allgemeinen als Belastung auswirkte. 1.2. Entwicklung der Kapitalmärkte Weltweit setzten die Notenbanken ihre 2022 begonnene restriktive Geldpolitik fort. Die EZB erhöhte 2023 ihren Leitzins in mehreren Schritten auf den Wert von 4,5 Prozent, auf dem sie ihn ab September konstant hielt. Die amerikanische Fed beendete die Zinserhöhungen im Juli auf einem Niveau von 5,5 Prozent. Aufgrund des starken Zinsanstieges im ersten Quartal kam es im Jahresverlauf 2023 bereits früh zu ersten Verwerfungen. Insbesondere im März sorgten eine Bankenkrise in den USA sowie eine notgedrungene Großbankenfusion in der Schweiz für Unruhe am Kapitalmarkt. Die Bankenkrise wurde durch umfassende Maßnahmen der amerikanischen Regulierungsbehörden zügig eingedämmt. An den Anleihemärkten entwickelte sich das Zinsniveau auf Jahressicht zwar rückläufig. Unterjährig war bis in den Herbst hinein jedoch ein deutlicher Zinsanstieg zu beobachten gewesen. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich um 0,5 Prozentpunkte und lag zum Jahresende 2023 bei 2,0 Prozent. Die Risikoaufschläge (Spreads) von Pfandbriefen, Unternehmens- und Bankenanleihen notierten zum Jahresende niedriger. Die weltweiten Aktienmärkte erholten sich 2023 von den starken Verlusten des Vorjahres. Der deutsche Aktienindex DAX, der neben der Marktentwicklung auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt (Performanceindex), legte bis zum Jahresende um 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und notierte bei 16.752 Punkten. Der für den Euroraum maßgebliche Aktienindex Euro Stoxx 50 (Preisindex) stieg im Jahresverlauf um insgesamt 19,2 Prozent und notierte zum Jahresende bei 4.521 Punkten. 1.3. Entwicklung des Branchenumfelds Der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse der FAM stammt aus den Kerngeschäftsfeldern Anlageberatung und Vermögensverwaltung sowie, mit geringerer Bedeutung, aus der Vermittlung von Sachwertinvestments und Altersvorsorgeprodukten. 1.3.1. Anlageberatung und Vermögensverwaltung Das Marktumfeld im Bereich Anlageberatung und Vermögensverwaltung war 2023 naturgemäß vor allem durch die fortgesetzt hohe Inflation und die anhaltend restriktive Geldpolitik geprägt. Die Sparquote in Deutschland erreichte nach ersten Berechnungen von Destatis den Wert von 11,6 Prozent (Vorjahr: 10,8 Prozent). Das Vermögen der Privathaushalte bestehend aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen erreichte 2023 laut Bundesbank den Wert von 7.467 Mrd. € und lag somit 213 Mrd. € über dem Vorjahreswert - mit einem Wert von demnach 2,9 Prozent lag dieser Zuwachs unter der Inflationsrate, das reale Vermögen der Privathaushalte ging demnach zurück. Nach Schätzungen des Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI) konnte die Investmentbranche in Deutschland mit Nettomittelzuflüssen in Fonds und Mandate in Höhe von 63 Mrd. € 2023 ein beachtliches Neugeschäft verzeichnen. Nach Angaben des BVI entfielen 12,9 Milliarden € dieser Nettomittelzuflüsse auf offene Publikumsfonds. Damit ist für 2023 beim Absatz der offenen Publikumsfonds eine Trendwende zu verzeichnen, denn noch 2022 waren bei diesen Abflüsse in Höhe von 3,4 € Mrd. zu verzeichnen gewesen. Die BVI-Absatzstatistik für 2023 zeigt überdies, dass sich private Anleger sehr stark börsengehandelten Indexfonds (ETFs) zuwandten. Insgesamt 18,2 Mrd. € flossen in diese passiven Anlagevehikel - weit mehr als in aktiv gemanagte Portfolios. Unter den offenen Publikumsfonds hatten Aktien- und Rentenfonds mit jeweils knapp 13 Milliarden € die höchsten Mittelzuflüsse zu verzeichnen. Mischfonds, die lange Zeit die unangefochtenen Anlegerlieblinge waren, mussten dagegen erneut Federn lassen. Über 15 Mrd. € flossen aus den gemischten Portfolios ab. 1.3.2. Altersvorsorge Das Altersvorsorgegeschäft der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds entwickelte sich 2023 infolge der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sowie vor allem wegen der schwachen Entwicklung der realen Löhne und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung erneut rückläufig. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gingen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 5,2 Prozent auf 92,0 Mrd. € zurück. Die laufenden Beiträge beim Neugeschäft in der Lebensversicherung stagnierten nach GDV-Angaben auf dem Niveau von 2022. Die Einmalbeiträge gingen hingegen sehr deutlich um 13,1 Prozent zurück. 1.3.3. Sachwertinvestments Die Emissionsaktivitäten der Initiatoren von Alternativen Investmentfonds (AIFs) lagen 2023 nach Angaben der Ratingagentur Scope auf dem niedrigsten Stand der vergangenen sechs Jahre. Gleichzeitig investierten die Anleger so wenig Kapital in geschlossene Fonds wie seit 2014 nicht mehr. Das prospektierte Angebotsvolumen in Deutschland lag 2023 nach Scope-Berechnungen bei 720 Mio. €, während es im Jahr zuvor noch 1,26 Mrd. € betragen hatte. Für den starken Rückgang gibt es mehrere Gründe. Einerseits wirkten sich die Folgen des Ukraine-Kriegs, der Anstieg von Inflation und Baukosten, hohe Energiekosten und vor allem das gestiegene Zinsniveau negativ aus. Zudem verteuerte das gestiegene Zinsniveau die Finanzierungen, was die Renditen von neu zu strukturierenden Fonds schmälerte. Nicht zuletzt war am Immobilien-Transaktionsmarkt infolge der gestiegenen Zinsen ein starker Einbruch zu beobachten. Auch die geringe Anzahl an großvolumigen Fonds belastete die Emissionszahlen. Unter dem Neuangebot in Deutschland waren 2023 laut Scope nur fünf Produkte mit einem Eigenkapital inklusive Ausgabeaufschlag von mehr als 50 Mio. €. Insgesamt wurden 18 Publikums-AIF von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Vertrieb zugelassen - drei weniger als 2022. Bei den Assetklassen lagen auch 2023 weiterhin Immobilien vorne. Einen entsprechenden Fokus hatten 14 Fonds. Sie vereinen ein prospektiertes Eigenkapitalvolumen von 618 Mio. € auf sich, was laut Scope rund 86% des gesamten Neuangebotes 2023 entsprach. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft 2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der FAM ging im Berichtsjahr um 888 T€ auf 1,77 Mio. € zurück. Die Aktivseite bestand zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 799 Mio. € (Vorjahr: 1,71 Mio. €), davon täglich fällig 565 T€ (Vorjahr: 1,33 Mio. €), sowie aus Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 916 T€ (Vorjahr: 933 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen 40 T€ (Vorjahr: 3 T€). Auf der Passivseite wird ein gezeichnetes Kapital in Höhe von unverändert 375 T€ ausgewiesen. Der Bilanzgewinn ging gegenüber Vorjahr um 118 T€ auf 490 T€ zurück (Vorjahr: 608 T€). In der Folge ergibt sich ein auf den Wert von 865 T€ gesunkenes Eigenkapital (Vorjahr: 983 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 48,8 Prozent (Vorjahr: 36,9 Prozent). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr auf den Wert von 821 T€ (Vorjahr: 1,26 Mio. €) zurückgegangen und bestehen unverändert überwiegend aus noch fälligen Provisionsabflüssen an Finanzmakler. Der Rückstellungsbedarf hat sich ebenfalls rückläufig entwickelt. Rückstellungen wurden für Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Aufsichtsratsvergütungen und andere ausstehende Rechnungen in Höhe von insgesamt 84 T€ gebildet (Vorjahr: 182 T€). Steuerrückstellungen waren 2023 nicht zu bilden. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelrelationen wurden im Berichtsjahr immer eingehalten, die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. 2.2 Ertragslage Die Provisionserlöse sind im Berichtsjahr um 14,6 Prozent auf 4,51 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr: 5,29 Mio. €). Der Provisionsaufwand sank um 16,1 Prozent auf 3,23 Mio. € (Vorjahr: 3,86 Mio. €). In der Folge ist im Berichtsjahr ein Rückgang der Roherlöse auf den Wert von 1,28 Mio. € (Vorjahr: 1,43 Mio. €) zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr wurde unter Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 119 T€ (Vorjahr: 33 T€) nach Verwaltungsaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Geschäftsergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 218 T€ (Vorjahr: 525 T€) abgeschlossen. Der Jahresüberschuss beträgt 163 T€ (Vorjahr: 367 T€). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr (608 T€) und einer im Berichtsjahr vorgenommenen Ausschüttung (281 T€) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bilanzgewinn von 490 T€ (Vorjahr: 608 T€). 2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die FAM hat auch in diesem Jahr ihre Stärke, Stabilität und Widerstandskraft unter Beweis gestellt und sich in dem schwierigen Umfeld gut behauptet. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft und sehen uns für die Herausforderungen des Jahres 2024 gut gerüstet. 2.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft unter Berücksichtigung des Vorstandes fünf Mitarbeiter, davon zwei Mitarbeiter in Teilzeit. Die Fluktuation unter den Mitarbeitern ist seit Jahren sehr gering. Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 35 T€ zurückgegangen und betrugen 248 T€ (Vorjahr: 283 T€). Die Rahmenbedingungen der Mitarbeitergewinnung am Standort Marburg entsprechen den Bedingungen des bundesdeutschen Arbeitsmarktes. 3. Ausblick Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der relevanten Rahmenbedingungen sowie der voraussichtlichen Umsatz- und Geschäftsentwicklung der FAM mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Berücksichtigung der heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, Trends und Rahmenbedingungen sowie deren wesentlichen Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Trends und Rahmenbedingungen können sich naturgemäß im Zeitablauf verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der FAM und deren Ergebnisse von den Prognosen abweichen. 3.1. Gesamtwirtschaftliche Prognose Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und politischen Belastungen agieren die Unternehmen wie auch die privaten Haushalte in Deutschland 2024 weiter unter hoher Unsicherheit. Die führenden Wirtschaftsinstitute erwarten für das laufende Jahr, dass sich das globale Wachstum erneut abschwächen wird, bei gleichzeitig weiter rückläufigen Inflationsraten. In Deutschland geht die zähe konjunkturelle Schwächephase zudem mit schwindenden Wachstumskräften der Wirtschaft einher. Auch wenn in Deutschland ab dem Frühjahr eine konjunkturelle Erholung einsetzen dürfte, wird deren Dynamik insgesamt wohl nicht allzu groß ausfallen. In ihrem Frühjahresgutachten prognostizieren die fünf Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose für 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,1 Prozent in Deutschland und von 0,7 Prozent im Euroraum. Im laufenden Jahr avanciere der private Konsum zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur, 2025 dann vermehrt auch das Auslandsgeschäft. Bei der Inflationsrate wird 2024 in Deutschland mit einem Rückgang auf den Wert von 2,3 Prozent gerechnet. Von der Geldpolitik der EZB gehen nach Einschätzung der Institute zunächst weiterhin dämpfende Effekte aus, die Finanzpolitik dürfte sich im laufenden Jahr kontraktiv und im kommenden nahezu neutral wirken. 3.2 Prognose für das Branchenumfeld Das konjunkturelle Umfeld und die Entwicklung der Kapitalmärkte wirken sich bei FAM insbesondere in den Kerngeschäftsfeldern Anlageberatung und Vermögensverwaltung sowie, mit geringerer Bedeutung für FAM, auch auf die Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten und Sachwertinvestments aus. 3.2.1 Anlageberatung und Vermögensverwaltung Angesichts der komplexen und von hohen Unsicherheiten geprägten Situation an den Kapitalmärkten ist im laufenden Jahr und auch darüber hinaus mit einem stark erhöhten Beratungsbedarf in Bezug auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung zu rechnen. Die Entwicklung an den Kapitalmärkten wird 2024 vermutlich von der Entwicklung der Inflation, der Konjunktur und dem Ausgang diverser Wahlen geprägt sein. Die großen Notenbanken dürften nach einer Stabilisierungsphase beginnen, ihre Zinsen zu senken. Spreads von Unternehmensanleihen und Aktien könnten positiv auf die tendenziell nachlassenden Konjunkturrisiken reagieren. Aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und insbesondere der anstehenden Präsidentschaftwahl in den USA wird die Volatilität an den Kapitalmärkten jedoch wohl weiter hoch sein. Für die Entwicklung der Nachfrage nach Anlageberatungs- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen in Deutschland wird auch und gerade im laufenden Geschäftsjahr neben der Kapitalmarktentwicklung vor allem die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte entscheidend sein. Wegen der wahrscheinlich weiter nur langsam sinkenden Inflationsrate bestehen vor diesem Hintergrund bezüglich der Einschätzung des Kundenverhaltens und der Neugeschäftsentwicklung erhebliche Unsicherheiten, die sich entsprechend auch auf die Entwicklung der Neugeschäftszuflüsse, aber auch der Bestandsgrößen, auswirken können. 3.2.2 Altersvorsorge Hinsichtlich der Entwicklung des Altersvorsorge-Marktes und dabei vor allem der Lebensversicherungen rechnet der GDV für 2024 mit besseren Rahmenbedingungen. Die gestiegenen Zinsen dürften die Ertragskraft, die höheren Überschussbeteiligungen die Attraktivität der Lebensversicherungsprodukte erhöhen. Da in diesem Jahr mit steigenden Nominallöhnen und abnehmender Inflation zu rechnen ist, geht der GDV für 2024 von einem Ende des Rückgangs und einer stabilen Beitragsentwicklung bei den Lebensversicherern aus. 3.2.3 Sachwertinvestments Für 2024 erwartet die Ratingagentur Scope bei den geschlossenen Publikums-AIF Emissionsaktivitäten leicht über dem Niveau des Jahres 2023. Auch beim Platzierungsvolumen 2024 rechnet Scope mit leichten Zuwächsen. Zu einer stärkeren Erholung bei den geschlossenen Fonds dürfte es demnach 2024 nicht kommen: Dies liegt vor allem an dem prognostizierten Angebotsvolumen für 2024, der anhaltenden Zurückhaltung von privaten Anlegern und nicht zuletzt an der deutlich gestiegenen Attraktivität von anderen Anlagen wie Festgeldern oder Anleihen, die 2024 weiter besteht dürfte. 3.2.4 Entwicklung der sonstigen Rahmenbedingungen Auf Basis des Abschlussberichts der "Fokusgruppe private Altersvorsorge" will die Bundesregierung 2024 einen Gesetzesentwurf zur Reform der staatlichen Förderung der Altersvorsorge vorlegen. Außerdem wird für 2024 ein Gesetzesentwurf zur im Koalitionsvertrag vereinbarten und von der Bundesregierung medial bereits angekündigten Aktienrente erwartet. Unabhängig von konkreter gesetzgeberischer Maßnahme zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und der möglichen Neuausrichtung der geförderten Altersvorsorge ist davon auszugehen, dass eine ergänzende private Altersvorsorge für die Bürger in Deutschland unerlässlich bleiben wird. Der bereits im Lagebericht des Vorjahrs erwähnte Entwurf der EU-Kleinanlegerstrategie enthält kein generelles Provisionsverbot. Ob der zugehörige gesetzgeberische Prozess in Europa noch vor den im Sommer 2024 anstehenden Wahlen zum EU-Parlament abgeschlossen werden kann, ist unklar. Für Finanzprodukte ist in den nächsten Jahren weiterhin zu erwarten, dass Politik und Regulierer weiter daran arbeiten werden, die Kosten dieser Produkte für Kunden vergleichbarer zu machen. In der Folge wird sich mutmaßlich die Sensibilität der Kunden für Kosten und Beratungsqualität weiter erhöhen. Auch die Beratung gegen Honorar dürfte ein Thema für die Politik bleiben. Der Druck insbesondere auf die Vertriebskosten dürfte daher mittelfristig weiter steigen. 2024 wird FAM infolge der erst am 27. Dezember 2022 im Amtsblatt der europäischen Union veröffentlichten und bereits am 17. Januar 2023 in Kraft getreten europäischen Verordnung "DORA", der Verordnung über die digitale operationale Resilienz im europäischen Finanzsektor, vor neue Herausforderungen gestellt. Am 20. Dezember 2023 hat das Bundesministerium der Finanzen infolge von DORA den Regierungsentwurf eines Finanzmarktdigitalisierungsgesetzes veröffentlicht, das 2024 beschlossen werden soll. Zudem wurden erste Entwürfe der voraussichtlichen neuen technischen Regulierungs- (RTS) und Implementierungsstandards (ITS) zu DORA von den europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA am 17.01.2024 veröffentlicht. Infolge von DORA wird eine neue finanzsektorweite Regulierung - samt damit einhergehender Bürokratie - geschaffen, durch die der europäische Finanzmarkt mit Blick auf Cyberrisiken und Vorfälle der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gestärkt werden soll. Vor diesem Hintergrund wird FAM 2024 ihre bestehenden IKT-Prozesse analysieren und erforderlichenfalls anpassen, um den geänderten, komplexen aufsichtsrechtlichen IKT- Anforderungen gerecht zu werden. Formal ist DORA ab dem 17. Januar 2025 anzuwenden. Aufgrund von verschärften Regulierungsvorschriften wie aktuell DORA wird der Druck vor allem auf kleinere Anbieter steigen, so dass sich die Anzahl der Marktteilnehmer weiter verringern wird. Angesichts der erwarteten Veränderungen der allgemeinen Rahmenbedingungen für die Branche wird das Tempo der Marktkonsolidierung im laufenden Geschäftsjahr und auch in den Folgejahren weiter zunehmen. Vor allem wegen der breiten Diversifizierung unseres Geschäftsmodells und der qualitätsorientierten Geschäftsmodelle der mit uns zusammenarbeitenden Vermittler sehen wir uns in dieser Konsolidierungsphase nach wie vor gut aufgestellt. Die Wettbewerbssituation der FAM bewerten wir, insbesondere vor dem Hintergrund unserer Geschäftsentwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr, auch 2024 als unverändert sehr gut. 3.3 Prognose für die Geschäftsentwicklung Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir wie beschrieben mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaft und gehen von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld aus, das außerdem sehr stark von Unsicherheiten geprägt sein dürfte. Kunden, die bereits über Vermögen und Erfahrung als Anleger verfügen, werden in dem geschilderten Marktumfeld werterhaltende, breit diversifizierte Anlagemöglichkeiten nachfragen. Zudem kommen immer mehr Kunden der FAM angebundenen Anlageberater und Finanzanlagenvermittler in ein Alter, in dem ihre Geldanlage auch aufgrund zunehmenden eigenen Vermögens für sie einen höheren Stellenwert einnimmt. Tendenziell rechnen wir daher mit einem steigenden Bedarf und einer erhöhten Nachfrage nach Beratung durch die Kunden der bei FAM angebundenen Anlageberater und Finanzanlagenvermittler. Zusätzliches Potenzial ergibt sich für FAM aus dem Kundenstamm der bisher überwiegend im Bereich Versicherungen tätigen Vermittler, die unserer Muttergesellschaft FiNet AG angebunden sind und die zunehmend bei ihren Kunden Vermögensverwaltungsmandate für FAM einwerben statt ihnen eine eigene Auswahl von Investmentfonds zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund sehen wir 2024 und darüber hinaus vor allem für die Vermögensverwaltungsangebote von FAM deutliche Wachstumschancen. Dabei sollten wir weiterhin besonders von unserer umfangreichen Expertise in alternativen Anlageformen und insbesondere von dem sehr guten Track Record unseres online-basierten Vermögensverwaltungsangebots "vividam" profitieren. Wir rechnen für 2024 daher vor allem in diesem Geschäftssegment mit weiter steigenden Erlösen. Das Mandat für den von FAM als Portfoliomanager verwalteten Aktienfonds "UBS Luxembourg Selection Fund - Solar & Sustainable Energy Fund" wird im Zuge einer von UBS angestrebten Liquidation dieses Fonds voraussichtlich im Jahresverlauf 2024 beendet. Im Übrigen gehen wir davon aus, dass sich die erfolgsabhängigen Vergütungen in der Fondsverwaltung im Vorjahrstrend entwickeln werden. Aufgrund dieser Effekte werden die Provisionserlöse aus unserem Fondsmanagement 2024 voraussichtlich deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. Trotz erwarteter Umsatzsteigerungen vor allem in unserem Vermögensverwaltungsgeschäft rechnen wir insgesamt für 2024 mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung, insbesondere weil die Provisionserlöse im Fondsmanagement wie beschrieben weiter zurückgehen dürften. Das Kostenmanagement wird für uns daher, wie bereits in den Jahren zuvor, neben dem weiteren Ausbau unserer Vermögensverwaltungslösungen offline und online sowie dem Fokus auf nachhaltige Investments von wesentlicher Bedeutung sein. 3.4 Proanose für die Ertrags- und Finanzlage Vor dem Hintergrund unserer Umsatzerwartung gehen wir für 2024 von einem unter dem Niveau des Vorjahres liegenden Rohergebnis aus. Aufgrund erwarteter Steigerungen der Sach- und Personalkosten im branchenüblichen Rahmen rechnen wir insgesamt mit einem im Vorjahresvergleich niedrigeren, positiven Geschäftsergebnis. Die FAM wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelrelationen einzuhalten. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres bestätigt unsere konservativ-vorsichtige Planung. 3.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die Geschäftsjahre während der Corona-Pandemie wie auch die beiden darauffolgenden Krisenjahre waren für die Strategie und die wirtschaftliche Lage der FAM ein unfreiwilliger Stresstest. Wandlungsfähigkeit, Digitalisierung sowie Stabilität im Geschäftsmodell haben sich gerade in diesen besonderen, schwierigen Geschäftsjahren als unsere Erfolgsfaktoren bestätigt. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 ist mit weiterhin herausfordernden Marktbedingungen und einem hohen Maß an Unsicherheiten zu rechnen. In diesem Marktumfeld werden wir von der zukunftsgerichteten Aufstellung der FAM, die wir in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben, profitieren. Aufgrund der diversifizierten Aufstellung unseres Geschäftsmodells verfügen wir über eine sehr stabile Ertragsbasis. Insgesamt gehen wir für das angelaufene Geschäftsjahr davon aus, die gute wirtschaftliche Basis der FAM weiter und nachhaltig ausbauen zu können. Angesichts plangemäß steigender Gesamtaufwendungen und dem wie beschrieben erwarteten Rückgang des Provisionsergebnisses erwarten wir für 2024 ein gegenüber dem Vorjahr sinkendes Geschäftsergebnis. 4. Chancen und Risiken Für den aufgestellten Geschäftsplan lassen sich nachfolgende Chancen und Risiken erkennen: 4.1 Chancen Die Chancen im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung sind sowohl externen wie auch internen Einflüssen unterworfen. Um diese Einflüsse rechtzeitig zu identifizieren, führen wir regelmäßige Analysen durch, die gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, Entwicklungen in der zunehmenden Digitalisierung der Finanzbranche, Veränderungen im Produktbereich wie auch im Wettbewerb berücksichtigen. Im Hinblick auf Kunden- und Vertriebspotenziale nutzen wir neben den verfügbaren quantitativen Marktdaten dazu auch Erkenntnisse aus regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen mit den angebundenen Finanzmaklern, Produktgebern sowie unseren strategischen Kooperationspartnern. Das Kundenpotenzial der FAM wird sich in den kommenden Jahren bedingt durch den absehbar fortschreitenden demografischen Wandel weiter erhöhen. Eine stärkere Durchdringung des Kundenbestandes, insbesondere im Bereich Anlageberatung mit Servicegebührenmodellen und Vermögensverwaltungen, bietet Wachstumschancen. Da unsere Finanzmakler und deren Kunden in der Regel sehr gut ausgebildet sind und dadurch über sehr gute Einkommensperspektiven verfügen, ergibt sich aus dem Bestand heraus ein fortlaufender Beratungsbedarf mit entsprechenden Umsatzchancen. 4.2 Risiken Das Risikoprofil der FAM ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert: Die Gesellschaft ist verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, insbesondere Liquiditäts-, Adressenausfall- und Marktpreisrisiken. Neben diesen finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen außerdem Gefährdungen durch operationelle und sonstige Risiken, etwa strategische Risiken und Reputationsrisiken. Zur Steuerung ihrer Risiken stellt die Gesellschaft deren laufende Beobachtung und Bewertung im Rahmen eines Risikomanagementprozesses auf Basis monatlicher Daten sicher. Darüber hinaus wird regelmäßig eine Überprüfung und Neueinschätzung der identifizierten Risiken vorgenommen. Das Kernelement der erfolgs- und risikoorientierten Geschäftssteuerung der FAM ist ein Risikotragfähigkeitskonzept, das insbesondere die vier Risikoarten Liquiditätsrisiko, Adressausfallrisiko, Marktpreisrisiko und operationelles Risiko berücksichtigt: Liquiditätsrisiken: Liquiditätsengpässe können infolge externer Ereignisse oder operativer Risiken eintreten. Die Liquiditätslage ist dabei von fixen laufenden Verwaltungskosten und variablen Einnahmen aus der Finanzportfolioverwaltung und der Vermittlungs- und Anlageberatungstätigkeit der angebundenen Berater geprägt. Die Erfassung, Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken basiert auf einer Analyse der Cashflows und der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Die Datenbasis der Liquiditätsplanung bilden die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz sowie die Unternehmensplanung der Gesellschaft. Adressausfallrisiken: Unter dem Adressenausfallrisiko verstehen wir das Risiko eines Verlusts oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners. Das Adressenausfallrisiko umfasst das Kontrahentenrisiko und das spezifische Länderrisiko, welches allerdings für die FAM keine Bedeutung hat. Die Adressausfallrisiken der FAM bestehen im Wesentlichen aus den Provisionsforderungen gegenüber unseren Produkt- und Kooperationspartnern. Marktpreisrisiken: Die FAM versteht unter Marktpreisrisiken die Unsicherheit über die Veränderungen von Marktpreisen und -kursen, den zwischen ihnen bestehenden Korrelationen und ihren Volatilitäten. Die für unser Geschäftsmodell wesentlichen Marktpreisrisiken stellen die Zins- und Aktienkursänderungsrisiken dar. Eine anhaltende negative Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten kann tendenziell negative Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Privatkunden und damit auf das Geschäftsmodell der Berater haben. Dies könnte sich über einen Rückgang der Anzahl der Partner und/oder einen Rückgang der betreuten Depotvolumen negativ auf die Provisionserlöse auswirken. Operationelle Risiken: Dem Umgang mit operationellen Risiken liegt die Definition des Artikels 4 CRR zugrunde. Demnach ist operationelles Risiko die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Um den Risiken aus internen Verfahren entgegenzuwirken ist die Aufbau- und Ablauforganisation der FAM in den internen Organisationsrichtlinien verbindlich dokumentiert. Die Reduzierung operationeller Risiken aus internen Verfahren und damit einhergehend eine Verringerung von Verlustrisiken wird in erster Linie durch kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse sowie dem Ausbau des internen Kontrollsystems erreicht. Weitere Sicherungsmaßnahmen sind u. a. der Risikotransfer durch den Abschluss von Versicherungen und der Verzicht auf risikoträchtige Produkte. Kritische Unternehmensprozesse, deren Störung oder Ausfall erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben kann, werden identifiziert und entsprechende Maßnahmen definiert. Diese dienen im Notfall der Fortführung des Geschäftsbetriebes, wenn auch leistungsreduziert. Personalrisiken sind für ein Finanzdienstleistungsunternehmen von erheblicher Bedeutung. Die FAM legt besonderen Wert auf qualifizierte Mitarbeiter. Die personelle Ausstattung und die ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter werden durch regelmäßige Personalgespräche und Angebote an Weiterbildungsmaßnahmen sichergestellt. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen arbeiten, verpflichten sich, die entsprechenden Vorschriften einzuhalten und mit den Informationen verantwortungsvoll umzugehen. Eine klare Trennung von Management- und Kontrollfunktionen begrenzt das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften. Aus einem möglichen Fehler in der Kundenberatung, der Anlage- und Abschlussvermittlung oder der Finanzportfolioverwaltung und damit verbundenen Schadensersatzansprüchen kann ein Beratungs- und Haftungsrisiko entstehen. Wir minimieren potenzielle Beratungsrisiken durch die Sicherstellung einer fortlaufend hohen Beratungsqualität, die wir unter anderem durch IT-gestützte Beratungstools sicherstellen. Beratungsgespräche mit Kunden und die daraus resultierenden Ergebnisse werden umfassend dokumentiert. Ein hoher Ausbildungsstandard der Finanzmakler und der Verantwortlichen in der Finanzportfolioverwaltung wird durch die Teilnahme an internen und externen Qualifikationsmaßnahmen dauerhaft sichergestellt. Um mögliche IT-Risiken effektiv zu minimieren, entscheiden wir uns bei der Auswahl der Systeme überwiegend für branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter. Falls erforderlich, werden geschäftsspezifische Eigenentwicklungen durch qualifizierte Spezialisten erstellt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sowie unserer Muttergesellschaft. Die vor Inbetriebnahme durchgeführten umfangreichen Systemtests und Pilotierungseinsätze sollen die einwandfreie Funktion der IT-Systeme sicherstellen. Durch die Auslagerung des Rechenzentrumsbetriebes an führende Dienstleistungsunternehmen mit verschiedenen Standorten sowie Backup-Prozesse soll der Datenbestand vor einem möglichen Datenverlust abgesichert und die Verfügbarkeit sowie Konsistenz gewährleistet werden. Die IT-Systeme werden vor einem unberechtigten Zugriff durch Zugangs- und Berechtigungskonzepte, einen umfangreichen Virenschutz sowie weitere umfassende Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Gemäß MaRisk wurden im Rahmen der Anforderungen an die Compliance-Funktion die für die FAM wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben identifiziert, deren Nichteinhaltung zu einer bedeutenden Gefährdung des Vermögens der FAM führen können. Der Compliance-Officer nach MaRisk wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen Rechtsvorschriften und internen Regelungen sowie entsprechender Kontrollmaßnahmen durch die jeweils zuständigen Stellen hin und berichtet regelmäßig, bei Bedarf anlassbezogen, über seine Tätigkeit an Vorstand und Aufsichtsrat. Allgemeine Geschäftsrisiken entstehen überwiegend aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und können unerwartete Ergebnisrückgänge oder negative Planabweichungen zur Folge haben. Ursachen hierfür können im Wandel des Kundenverhaltens, in Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in strategischen Fehlentscheidungen liegen. Die Steuerung der allgemeinen Geschäftsrisiken wird durch Datenanalyse aus der Finanzbuchhaltung und dem Bereich Controlling unterstützt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass wir die bestehenden Risikomanagementverfahren insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität unseres Geschäftes ständig weiterentwickeln werden. Die Einrichtung unseres Risikomanagements und dessen aufsichtsrechtliche Umsetzung werden auch durch externe Prüfer und durch die Interne Revision turnusmäßig überprüft. Die dargestellten Risiken und solche, die uns noch nicht bekannt sind oder bis zum jetzigen Zeitpunkt als unwesentlich eingeschätzt wurden, könnten einen negativen Einfluss auf unsere im Ausblick abgegebenen Prognosen haben. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch für das kommende Jahr erwarten wir keine negative Entwicklung. Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine nennenswerten Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der FAM haben könnten. Sonstige Angaben 5.1 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft führt im branchenüblichen Umfang Unterstützungsleistungen bei Softwareentwicklungen externer Anbieter aus, um im Unternehmen eingesetzte sowie Vermittlern zur Verfügung gestellte Standardsoftwareprodukte den spezifischen Kundenwünschen und Marktgegebenheiten unserer Branche anzupassen. Im Übrigen betreibt die FAM als Dienstleistungsunternehmen keine eigene Forschung und Entwicklung. 5.2. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassung. 5.3 Rechtsformwechsel im Berichtsjahr Die FiNet Asset Management AG (Amtsgericht Marburg, HRB 5359) wurde nach Maßgabe des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 18.10.2023 mit Nachtrag vom 02.11.2023 im Wege des Formwechsels in die FiNet Asset Management GmbH mit Sitz in Marburg (Amtsgericht Marburg, HRB 8361) umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 15.11.2023. 6. Dank an Belegschaft und Geschäftspartner Die Geschäftsführung dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für ihr Engagement in diesem erneut von Herausforderungen geprägten Geschäftsjahr. Allen Kunden und Geschäftspartnern danken wir herzlich für das Vertrauen und für die erneut sehr guten gemeinsamen Geschäfte im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Marburg, den 24. April 2024 Markus Neudecker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FiNet Asset Management GmbH, Marburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FiNet Asset Management GmbH, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FiNet Asset Management GmbH, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 2. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Martin Hartauer, Wirtschaftsprüfer Jürgen Krieg, Wirtschaftsprüfer |
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