QVS GmbH
52mErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Runners Point B.V. & Co. KGRecklinghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die Runners Point B.V. & Co. KG mit Sitz in Recklinghausen ist unter der Nummer HRA 4971 im Handelsregister beim Amtsgericht Recklinghausen eingetragen. Der Jahresabschluss der Runners Point B.V. & Co. KG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Personenhandelsgesellschaft i. S. d. § 264a HGB. Entsprechend den Größenkriterien des § 267 HGB handelt es sich um eine große Gesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB haben wir vor dem Hintergrund der Ertrags- und Finanzsituation der Gesellschaft sowie eintretenden Liquiditätslücken zum Jahresende Risiken identifiziert, die eine geordnete Abwicklung der Gesellschaft außerhalb eines Insolvenzverfahrens gefährden. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht im III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht unter 2. Chancen- und Risikobericht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert, soweit sich aus der Einstellung der Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 nicht etwas anderes ergeben hat. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um erworbene Software; sie wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern richten sich nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und betragen zwischen drei und fünf Jahren. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei den Mietereinbauten entsprechend der Nutzung linear vorgenommen. Die Abschreibungen beweglicher und unbeweglicher Vermögenswerte werden ebenfalls linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern richten sich nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände. Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zwischen zwei und zehn Jahre und Mietereinbauten werden über drei und zehn Jahre abgeschrieben. Im Fall voraussichtlich dauernder Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit sich aus der Schließung der Filialen verkürzte Nutzungsdauern bei den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen ergeben haben, wurden diese bei der Bemessung der Abschreibungen berücksichtigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Sofern sich die Wertminderung als nicht dauerhaft herausstellt, erfolgt später eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer nicht dauerhaften Wertminderung wird nicht vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Für die Bestände in den Filialen erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten unter Verwendung der Retail-Inventory-Methode (RIM). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt. Soweit Wertberichtigungsbedarf besteht, wird dieser sowohl pauschal als auch bei erkennbaren Einzelrisiken entsprechend vorgenommen. Die liquiden Mittel sowie das Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag betreffen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden versicherungsmathematisch ermittelt. Wertpapiere, die ausschließlich zur Deckung der Pensionsverpflichtungen dienen und an die Pensionäre verpfändet sind, werden nach § 246 Abs. 2 HGB zum Zeitwert bewertet und mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Bei der Bemessung der Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und es wurde eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechend durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank, gemäß Rechtsordnung, monatlich ermittelt und bekannt gegeben wurden. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zu einem Gesamtsteuersatz von 31,64 %. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, sodass ein Ansatz latenter Steuern, die sich im Wesentlichen aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz für die Pensionsrückstellungen ergeben, in der Bilanz unterbleibt. Alle Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Durchschnittskurs in Euro um-gerechnet. Die aus den Zahlungsein- und -ausgängen resultierenden Aufwendungen bzw. Erträge werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder sonstigen betriebli-chen Erträge ausgewiesen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlich-keiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Imparitätsprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Es wurden aufgrund der durch die Filialschließungen bedingten verkürzten Nutzungsdauern bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zusätzliche Abschreibungen von TEUR 803 (i. Vj. TEUR 566) vorgenommen. Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB:
Die Anteile an der RPG.com GmbH, Recklinghausen, wurden vollständig wertberichtigt. Vorräte Die Vorräte betreffen Warenbestände in den Läden und im Zentrallager der Gesellschaft in Heijen, Niederlande. Die im Zeitpunkt der Filialschließungen vorhandenen Restbestände wurden zu diesen Werten von Gesellschaften aus dem Unternehmensverbund übernommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Ganzen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen gegen die Foot Locker Europe B.V., Utrecht/Niederlande und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Es bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafterin Foot Locker Sports & Leisure B.V., Utrecht/Niederlande. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Mietkautionen in Höhe von TEUR 5.485 (i. Vj. TEUR 6.807) Eigenkapital Das im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Kommanditkapital von TEUR 6.647 (entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Haftkapital) wird von der Kommanditistin Foot Locker Sports & Leisure B.V., Utrecht/Niederlande, gehalten. Die Runners Point Holdings GP B.V., Utrecht/Niederlande, ist als Komplementärin nicht am Kapital beteiligt. Der im Geschäftsjahr angefallene Jahresgewinn in Höhe von TEUR 430 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit“-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,78 % (i. Vj. 1,87 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 16 (i. Vj. TEUR 26), basierend auf dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,44 % (i. Vj. 1,35 %), und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Anteile an Wertpapieren, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen TEUR 173 (i. Vj. TEUR 178), der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 173 (i. Vj. TEUR 178) und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 542 (i. Vj. TEUR 534). Der Zeitwert wurde ermittelt anhand der Kurswerte der Wertpapiere zum Bilanzstichtag. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12). Der Ertrag aus dem Pensionsvermögen beläuft sich auf TEUR 18 (i. Vj. TEUR -1). Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Gewinn in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR -13). Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Rückstellungen für ausstehende Bezugsrechnungen sowie Verpflichtungen im Personalbereich wie Resturlaub, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Prozesskosten, Tantiemen und Einmalzahlungen, hier im Besonderen die Rückstellungen für die Restrukturierung des Unternehmens in Höhe von TEUR 1.379 (i. Vj. TEUR 1.369). Die Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten mit den Filialschließungen zum 30. Juni 2023 verbundenen Verpflichtungen aus der Erfüllung und Abfindung laufender Verträge und weiterer Schließungsaufwendungen von TEUR 3.584 (i.Vj. TEUR 3.584). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der RP Logistic GmbH, i. H. v. TEUR 18.850 (i. Vj. TEUR 18.781), der Runners Point Administration GmbH, i. H. v. TEUR 49.068 (i. Vj. TEUR 48.862), sowie der Runners Point Switzerland LLC i. H. v. TEUR 2.313 (i. Vj. Forderung von TEUR 2.406) und der Sidestep GmbH i. H. v. TEUR 4.361 (i. Vj. Forderung von TEUR 3.703). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.247) und betreffen abzuführende Umsatzsteuern. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen entfallen in Höhe von TEUR 19.606 (i. Vj. TEUR 11.796) auf Einzelhandelsumsätze. Weitere Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren (Großhandelsumsätze) entfallen in Höhe von TEUR 30.055 (i. Vj. TEUR 28.547) auf die verbundenen Unternehmen Sidestep GmbH, Recklinghausen, und RPG.com GmbH, Recklinghausen. Aus den Warenlieferungen an ihre verbundenen Unternehmen erzielt die Gesellschaft keine Marge. Vom Gesamtumsatz entfielen auf die einzelnen Warengruppen:
Nach Regionen ergibt sich folgende Aufteilung:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den außergewöhnlichen Erlös in Höhe von TEUR 2.506 aus Durchbelastungen auf Basis des Servicevertrages mit der Foot Locker Europe B.V. (i. Vj. TEUR 7.604). Weiterhin enthalten sie keine periodenfremde Erträge aus Auflösungen (i. Vj. TEUR 706). Es werden Währungskursgewinne von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten keine (i. Vj. TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen. Die ausgewiesenen Währungskursverluste belaufen sich auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 13) enthalten. Hierbei handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Vermögenserträge in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 1) mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12) verrechnet. Des Weiteren befinden sich im Zinsergebnis Einkommen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 734 (i. Vj. TEUR 160). V. Sonstige Angaben Finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2022 bestanden Verpflichtungen aus Mietverträgen mit folgenden Fälligkeiten. Miet-/Pacht- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel, Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände.
Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Durchschnitt des Berichtsjahres beschäftigten wir 217 Mitarbeiter (i. Vj. 178 Mitarbeiter). Diese gliedern sich wie folgt auf:
Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft übt die Komplementärin Runners Point Holdings GP B.V., Utrecht/Niederlande, aus. Geschäftsführer der Komplementärin waren:
Kein Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr 2022 von der Gesellschaft Bezüge erhalten. Abschlussprüferhonorar Durch den Abschlussprüfer wurden Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 42 berechnet. Konzernzugehörigkeit Die Foot Locker, Inc., New York/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss kann bei dieser Gesellschaft angefordert oder unter www.footlocker-inc.com eingesehen werden. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Im Januar 2023 wurde offiziell die Schließung aller Sidestep Filialen durch den Mutterkonzern bekannt gegeben. Die Schließung der Filialen soll bis zum 30.Juli 2023 abgeschlossen sein. Diese Entscheidung ist ein Teil einer Neupositionierung des weltweiten Gesamtunternehmens im Markt. Weiterhin ergaben sich Änderungen in der Geschäftsführung. Daneben haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ereignet.
Recklinghausen, den 8. August 2025 Runners Point Holdings GP B.V. Gözde Șen Lönell Tomas Conny Petersson Erik Amperse Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt im Wesentlichen im Bereich des Einzelhandels mit Sportartikeln. Das hauptsächlich in Deutschland und den Niederlanden betriebene Filialgeschäft ist schwerpunktmäßig auf den Bereich der modischen Sportschuhe und -kleidung ausgerichtet. Im Jahr 2022 betrieben wir Shops unter dem Namen SIDESTEP, welche vorrangig auf Mode und Freizeit ausgerichtete Sortimente anbieten. Diese verfügen durchschnittlich über eine Verkaufsfläche von rd. 110 qm. Zum Jahresende 2022 wurden elf Filialen in Deutschland und zehn Filialen in den Niederlanden mit dem Vertriebskonzept SIDESTEP in der Gesellschaft geführt. Damit waren zum Jahresende 2022 insgesamt 21 (i. Vj. 17) Filialen der Gesellschaft aktiv. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die privaten Konsumausgaben für Bekleidung und Schuhe sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um rund 3,4 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 77,7 Mrd leicht angestiegen Damit zeigte sich ein leichter Aufwärtstrend nach dem Einbruch im Corona-Jahr.1 Der Konsumklimaindex lag im Jahr 2022 zwischen - 6,9 % und - 42,8 %.2 In 2023 bewegte sich der Index zwischen - 6,9 % und - 42,8 %. Zum Jahresende 2023 lag der Wert bei -27,6%. In 2024 bewegte sich der Index zwischen -18.4% und -29,6% und stand am Jahresende auf -23,1%. In 2025 ist wieder ein leichter Abwärtstrend zu verzeichnen.3 Dies hat sich weniger auf die Umsätze der Runners Point-Gruppe ausgewirkt und der Marktanteil ist im Berichtsjahr unverändert geblieben (i. Vj. 1,3%). 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für die Steuerung der Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die im Abschluss für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 49,7 Mio wurden erreicht und die für das Jahr 2022 prognostizierte leichte Verbesserung des EBIT ist eingetroffen. 3. Ertragslage/Geschäftsverlauf In einem sehr kompetitiven Marktumfeld hat die Gesellschaft im Jahr 2022 Umsatzerlöse von EUR 49,7 Mio (i. Vj. EUR 40,3 Mio) erzielt. Dabei steigerte sich insbesondere der klassische Einzelhandelsumsatz (vor Erlösschmälerungen) auf EUR 19,6 Mio (i. Vj. EUR 11,8 Mio). Die Warenlieferungen im Verbundbereich lagen mit EUR 30,1 Mio über dem Niveau des Vorjahres (EUR 25,8 Mio). Im Vergleich zum Vorjahr war das Berichtsjahr im Geschäftsverlauf nicht mehr durch auferlegte Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 8,3 Mio um EUR 5,8 Mio auf EUR 2,5 Mio gesunken, dies steht im Zusammenhang mit dem zum 1. Januar 2021 abgeschlossenen Vertriebs- und Servicevertrag. Die Materialaufwendungen haben sich, im Vergleich zur Steigerung der Umsätze (+23,1 %), um 16,9 % gesteigert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen) ist auf 82,4 % gesunken (i. Vj. 86,7 %). Während der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) absolut von EUR 5,4 Mio auf EUR 8,8 Mio anstieg, ist auch die Rohertragsmarge (Rohertrag dividiert durch Umsatzerlöse) um 4,3 % auf 17,6 % (i. Vj. 13,3 %) gestiegen. Der Personalaufwand stieg von EUR 3,1 Mio auf EUR 3,9 Mio. Die Personalaufwandsquote ist von 7,6 % auf 7,9 % leicht gestiegen. Dieses ist hauptsächlich auf den Anstieg der Umsätze zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von EUR 9,5 Mio auf EUR 5,4 Mio, im Vorjahr wurden höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit den angekündigten Filialschliessungen erfasst Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist von EUR -0.4 Mio auf EUR 0,1 Mio gestiegen. Die Hintergründe dafür sind vorrangig ebenfalls der Anstieg der Umsätze sowie schon im Vorjahr der Abschluß des Vertriebs- und Servicevertrages, der dem Unternehmen eine Marge zusichert. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme stieg um EUR 7,5 Mio auf EUR 96,1 Mio. Das Anlagevermögen verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. Die Investitionen in Sachanlagen und Software von EUR 0,2 Mio lagen unter den entsprechenden Abschreibungen von EUR 1,8 Mio. Das Umlaufvermögen stieg um EUR 8,9 Mio. Dabei stiegen die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,0 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um EUR 0,2 Mio auf EUR 1,3 Mio. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 3,7 Mio auf EUR 67,5 Mio gestiegen. Die größten Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Foot Locker Europe B.V., Utrecht, Niederland, aus bislang nicht beglichenen Liefer- und Leistungsforderungen. Die liquiden Mittel stiegen um EUR 2,5 Mio auf EUR 6,8 Mio. Es werden ausschließlich Geschäftsbeziehungen mit namhaften in- und ausländischen Kreditinstituten unterhalten. Die Eigenkapitalquote hat sich durch das positive Jahresergebnis auf 9,2% entwickelt. Die Rückstellungen stiegen leicht um EUR 0,05 Mio. Die Verbindlichkeiten stiegen um EUR 7,0 Mio. Dabei vermehrten sich insbesondere die Verbindlichkeiten im Verbundbereich um EUR 4,4 Mio und die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten stiegen um EUR 2,9 Mio. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über nicht ausgeglichene Lieferantenverbindlichkeiten im Verbundbereich, das Cash-Pooling mit der Foot Locker Europe B.V., Utrecht/Niederlande, sowie über Kapitaleinzahlungen der Gesellschafterinnen. Es wurden keine externen Bankdarlehen in Anspruch genommen. 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 hat die Erwartungen unter Berücksichtigung in 2020 eingesetzten Restrukturierung erfüllt. Wir konnten nach der Pandemie in den verbliebenen Filialen wieder einen Umsatzanstieg verzeichnen und unter Berücksichtigung des abgeschlossenen Vertriebs- und Servicevertrages ein positives Ergebnis verzeichnen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Zum Jahresende 2023 verzeichnen wir einen (ungeprüften) Umsatz von EUR 14,0 Mio welches ein Rückgang im Vergleich zu 2022 ist und auf die Schließung der Filialen bis zum 30. Juli 2023 zurückzuführen ist. Die Entscheidung zur Schließung ist Teil einer Neupositionierung des weltweiten Gesamtunternehmens im Markt und wurde im Januar 2023 offiziell bekannt gegeben. Auf Grund des abgeschlossenen Vertriebs- und Servicevertrages verzeichnen wir in 2023 einen (ungeprüften) Jahresgewinn von EUR 1,0 Mio. Für die Geschäftsjahre 2024/2025 erwarten wir auf Grund der beschriebenen Filialschließungen keine Umsatzerlöse sowie ausgeglichene Jahresergebnisse. 2. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Berichtswesen zur europäischen und amerikanischen Führungsebene integriert. Monatlich werden in einem Konzernreporting die Ergebnisse und wichtige Kennzahlen aufbereitet und analysiert. Hierin werden auch die wesentlichen operativen und strategischen Risikofaktoren nach einem einheitlichen System identifiziert, analysiert, bewertet und den getroffenen bzw. geplanten Maßnahmen zur Risikosteuerung und -limitierung gegenübergestellt. Die detaillierten prozessimmanenten Berichts- und Controlling-Systeme sorgen für kontinuierliche Risiko- und Chancentransparenz. Die Ziele dieses etablierten Risikomanagementsystems der Gesellschaft liegen darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, um ggf. angemessen agieren bzw. frühzeitig reagieren zu können. Chancen Vor dem Hintergrund der im Jahr 2020 umgesetzten Umstrukturierung, die die Einstellung der Marke RUNNERS POINT sowie die Schließung des Großteils der Filialen der Gesellschaft zur Folge hatte, sieht die Gesellschaft ihre wesentlichen Chancen im profitablen Betrieb der verbleibenden Filialen der Gesellschaft sowie der signifikanten Reduktion von Gemeinkosten. Risiken Wesentliche Risiken der Gesellschaft sind bestandsgefährdende/finanzielle Risiken, Konjunktur- und Beschaffungsrisiken, Forderungsausfall- sowie branchenbezogene Risiken, die in absteigender Bedeutungsreihenfolge vor Risikobegrenzungsmaßnahmen nachfolgend dargestellt sind: Geordnete Abwicklung der Gesellschaft außerhalb eines Insolvenzverfahrens Ausweislich der Liquiditätsplanung erwartet die Gesellschaft zudem für den Prognosezeitraum den Eintritt von Liquiditätslücken. Die im Prognosezeitraum entstehenden Liquiditätslücken müssen durch den Foot Locker-Konzern zumindest für die Dauer des Prognosezeitraums geschlossen werden. Daher wurde der Gesellschaft seitens der Foot Locker Europe B.V. eine Patronatserklärung erteilt, die eine Laufzeit von zwölf Monaten ab dem Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss und Lagebericht für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr hat. Die Foot Locker Europe B.V. hat ihrerseits eine laufzeitkongruente Patronatserklärung der Konzernobergesellschaft Foot Locker Inc. erhalten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft an einer geordneten Abwicklung außerhalb eines Insolvenzverfahrens aufwirft. Finanzielle Risiken Ein finanzielles Risiko ist der Abschluss langfristiger Mietverträge, in die wir zudem unsere Mietereinbauten einbringen. Ein entsprechend großes Augenmerk haben wir auf die für uns entscheidende Standortwahl. Konjunktur- und Beschaffungsrisiken Das Geschäft ist signifikant abhängig von der Fähigkeit, Zugriff auf Marken-Produkte der Haupt-Lieferanten zu bekommen. Durch Zugehörigkeit zur Foot Locker-Gruppe ist das Risiko der Verwehrung durch die Lieferanten limitiert. Wir können jedoch auch von Störungen im globalen Transportnetz betroffen sein, die durch Ereignisse wie Verzögerungen aufgrund von Hafenstreiks, Wetterbedingungen, Arbeitsunterbrechungen oder andere Arbeitsunruhen verursacht werden. Diese Faktoren können sich nachteilig auf die Fähigkeit von Runners Point auswirken, Waren rechtzeitig zu liefern. Für den Versand von Waren sind wir auf Drittanbieter angewiesen. Jede Betriebsunterbrechung bei den Spediteuren aus jeglichem Grund kann zu Betriebsstörungen, Umsatz- und Gewinneinbußen und anderen wesentlichen nachteiligen Auswirkungen führen. Wir kommunizieren weiterhin mit unseren Lieferanten über den Produktfluss und mögliche (vorübergehende) Auswirkungen auf unsere Lieferkette. Wie bei allen Unternehmen, die Modeartikel vertreiben, hängt der Erfolg von der Innovationsfähigkeit der Lieferanten und der richtigen Auswahl des Sortiments durch das Unternehmen ab. Als Premiumanbieter im Sportbereich erhebt Runners Point B.V. & Co. KG, Recklinghausen, für sich den Anspruch, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und ihnen die gewünschten Produkte auf dem Markt anzubieten. Die Vertragsgestaltungen in Hinblick auf die Einbindung in den Foot Locker-Konzern sowie unsere Verwertungsmöglichkeiten in unserem eigenen Outlet-Store begrenzen diese Risiken. Für bereits auf dem Markt angebotene Produkte ergeben sich außerdem Risiken aus Qualitätsschwächen. Mangelhafte Qualität und nicht zufriedenstellender Service können zu Kosten führen, und langfristig zu Verlusten von Marktanteilen. Die Identifizierung und Eingrenzung dieser Risiken beginnt bei RUNNERS POINT daher bereits in der Produktauswahl und im Umgang mit den Kunden sowie einem erfolgreichen Retouren-Management. Konjunkturelle Risiken Die Gesellschaft ist weitgehend abhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Konsumneigung der Verbraucher. Die anhaltende Unsicherheit über die wirtschaftlichen Bedingungen, einschließlich der hohen Inflationsrate, stellt ein Risiko für die Verbraucher dar und kann die Ausgaben aufgrund engerer Kredite, Arbeitslosigkeit oder negativer Finanznachrichten verschieben, was sich erheblich negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten auswirken könnte. Krieg in der Ukraine Der Krieg in der Ukraine stellt ein mittelbares Risiko dar. Direkte Geschäftsbeziehungen zu ukrainischen oder russischen Unternehmen bestehen nicht. Inwieweit Lieferketten betroffen sind und Preissteigerungen oder Lieferengpässe sich bemerkbar machen werden, ist zurzeit sehr schwer abzuschätzen. Von einer unmittelbaren Bedrohung wird nicht ausgegangen. Forderungsausfallrisiken Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein Debitorenmanagement verwaltet und es werden angemessene und ausreichende Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Die Wertpapiere des Unternehmens, die im Wesentlichen zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen dienen, unterliegen einer regelmäßigen Überwachung des aktuellen Marktwertes durch die Geschäftsführung. Bedingt durch das Geschäftsmodell des Einzelhandels, sehen wir keine besondere Risikosituation. Die Gesellschaft hat wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere gegen ihr Tochterunternehmen RPG.com GmbH. Trotz der finanziell schlechten Lage der RPG.com GmbH gehen wir davon aus, dass die Forderungen einbringlich sind, da die RPG.com GmbH ebenfalls finanziell durch den Foot Locker-Konzern unterstützt wird. Unsere Tochtergesellschaft RPG.com GmbH fungiert nunmehr für die SIDESTEP als Dienstleister im E-Commerce, und zwar durch die Vernetzung der Online-Vertriebsaktivitäten mit dem Vertrieb in den Filialen, z. B. durch den Betrieb von Terminals mit Bestellfunktion in den Filialen für die Bestellung aus dem Online-Sortiment.
Recklinghausen, den 8. August 2025 Runners Point Holdings GP B.V. Gözde Șen Lönell Tomas Conny Petersson Erik Amperse Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Runners Point B.V. & Co. KG, Recklinghausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Runners Point B.V. & Co. KG, Recklinghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Runners Point B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit bezüglich einer geordneten Abwicklung der Gesellschaft Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt II. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang und auf die Angaben in Abschnitt III. „Prognose-, Chancen- und Risikobericht“, Unterabschnitt 2. „Chancen- und Risikobericht“ des Lageberichts. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass im Januar 2023 im Zuge einer weltweiten Neupositionierung des Gesamtunternehmens von der Konzernleitung die Schließung sämtlicher Filialen in Deutschland zum 30. Juli 2023 bekannt gegeben wurde. Ausweislich der Liquiditätsplanung erwartet die Gesellschaft zudem für den Prognosezeitraum den Eintritt von Liquiditätslücken. Die im Prognosezeitraum entstehenden Liquiditätslücken müssen durch den Foot Locker-Konzern zumindest für die Dauer des Prognosezeitraums geschlossen werden. Daher wurde der Gesellschaft seitens der Foot Locker Europe B.V. eine Patronatserklärung erteilt, die eine Laufzeit von zwölf Monaten ab dem Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss und Lagebericht für das zu 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr hat. Die Foot Locker Europe B.V. hat ihrerseits eine laufzeitkongruente Patronatserklärung der Konzernobergesellschaft Foot Locker Inc. erhalten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft an einer geordneten Abwicklung außerhalb eines Insolvenzverfahrens aufwirft. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Abwicklung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Abwicklung, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 8. August 2025 KPMG AG Obergarz, Wirtschaftsprüfer Claßen, Wirtschaftsprüfer Sonstige Angaben: Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2025 festgestellt. |
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