Movie Art Marketing GmbH
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christophe Lapotre seit 23.10.2023 | Geschäftsführer |
François-Melchior de Polignac seit 30.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MAISONS DU MONDE FRANCE SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MAISONS DU MONDE FRANCE SAS, Vertou/Frankreich. MAISONS DU MONDE FRANCE SAS, Vertou/ Frankreich, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Maisons Du Monde S.A., Vertou/Frankeich, die an der Euronext Paris notiert ist. Maisons du Monde möchte inspirierende Welten im Bereich der Wohnungseinrichtung und Haushaltswaren kreieren und unverwechselbare und erschwingliche Dekorations- und Möbelkollektionen bieten, die unterschiedliche und vielfältige Stile präsentieren. Die Gruppe entwickelt ihr Geschäft durch einen integrierten und sich ergänzenden Omnichannel-Ansatz durch Nutzung des internationalen Netzes von Filialen, Websites, mobilen Anwendungen und Katalogen. Wir möchten, dass Maisons du Monde ein unverkennbares Geschäftsmodell bietet durch die Kombination einer besonderen Fähigkeit, die Kunden zu inspirieren, mit einem industrialisierten Designto-Cost-Prozess und integrierten Beschaffungsprozess. Mit ihrer langjährigen Retail-Erfahrung möchte die Gruppe ihren Kunden Original-Produkte zu erschwinglichen Preisen anbieten. Die Gruppe wurde 1996 in Frankreich gegründet und hat in Europa seit 2003 erfolgreich expandiert. Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2023 über ca. 340 Filialen in neun Ländern einschließlich Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Österreich und Portugal und ist in der Lage, eine ergänzende und umfassende E-Commerce-Plattform zu integrieren (Verkauf in 12 Ländern - in allen Ländern, in denen der Konzern Filialen betreibt, sowie zusätzlich in den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich). Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH ist die deutsche Vertriebsorganisation der Gruppe im Shopsystem. In den Filialen werden Waren aller Art verkauft. Das Produktsortiment umfasst hierbei im Wesentlichen Dekorationsartikel und Möbelkollektionen. Seit dem 1. März 2017 wird auch der deutsche Online-Shop der Gruppe über die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH abgewickelt. In 2013 wurde der erste Shop in Deutschland eröffnet. In Deutschland existieren zum 31. Dezember 2023 11 Filialen (Vorjahr: 12 Filialen). Die Filiale in Berlin wurde zum 30. September 2023 geschlossen. Zudem wurde entschieden den Mietvertrag für die Filiale in Essen in 2024 nicht zu verlängern. Anfang 2024 wurde die Schließung von vier weiteren Filialen für 2024 durch Nutzung von Sonderkündigungsrechten für bestehende Mietverträge bzw. auslaufende Mietverträge entschieden. Die Unternehmenszentrale der Konzernobergesellschaft, die diverse Dienst- und Managementleistungen für uns erbringt, befindet sich in Vertou/Frankreich. Die Logistikzentren sind ebenfalls in Frankreich angesiedelt. Von dort aus werden die (inter)nationalen Lieferungen von Frankreich nach Deutschland bedarfszeitpunktgenau zu den einzelnen Filialen oder direkt an Kunden transportiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, einer hohen Inflation, steigenden Finanzierungskosten sowie weiterhin hohen Energiepreisen. Aufgrund dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen ist das BIP 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 um 0,3 % gesunken. Laut des statistischen Bundesamtes nahm die Wirtschaftsleistung kalenderbereinigt in 2023 um 0,1 % ab. Die hohe Inflation in nahezu allen Bereichen und gestiegene Finanzierungskosten hatten nach wie vor einen hohen Einfluss auf viele Bereiche der Wirtschaft sowie private Konsumenten und daher auch in wesentlichen Teilen für die Unternehmen. Die gesamtwirtschaftliche Erholung lag für Europa in 2023 bei rd. 0,5 %. Für das Jahr 2024 wird bisher von der Bundesregierung für Deutschland aktuell ein Wachstum von 0,2 % erwartet, während das HRI eher -0,2 % prognostiziert. Die Konjunkturerholung in 2023 verteilte sich uneinheitlich auf die einzelnen Länder, infolge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine und der Konflikte im Nahen Osten ist aber weiter mit Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in 2024 zu rechnen. Neben der Erwartung einer entgegen den ursprünglichen Prognosen gedämpften weltwirtschaftlichen Entwicklung als Folge des Ukraine-Kriegs sieht sich die Branche mit politischen Herausforderungen des Ukraine-Konflikts und im Nahen Osten sowie auch weiterhin mit den Handelskonflikten der USA mit der EU und mit China sowie mit Russland konfrontiert. Der Umsatz des deutschen Einzelhandels nahm in 2023 trotz Ukraine-Krieg um 2,9 % auf EUR 649,1 Mrd. zu. Die Umsätze über die gesamte Branche hinweg sind preisbereinigt aber um -3,4 % im Vorjahresvergleich gesunken, nominal wächst der Einzelhandel über höhere Preise um 2,9 %. Dabei konnte der Online-Handel seine hohen Umsätze von 2022 nicht halten und es fand eine Normalisierung nach zwei extrem umsatzstarken Jahren 2020 und 2021 statt, in denen der Online- Handel angesichts des Lockdowns mit Geschäftsschließungen in weiten Teilen des Nonfood-Handels deutlich profitieren konnte. Die Umsätze sanken um rund 0,4 % auf EUR 84 Mrd., real um -3,9 % (Quelle HDE-Jahrespressekonferenz 2024 (HDE-Pressemitteilung vom 31. Januar 2024)). Je nach Dauer des Ukraine-Kriegs und der Spannungen im Nahen Osten bestehen aber für einzelne Bereiche und Segmente des Handels weiterhin große Unsicherheiten. Wie sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs und der vielen weltweiten Spannungen weiter auf die Branche und unser Geschäft auswirken, kann aktuell schwer kalkuliert und geplant werden. Aktuell ergibt sich neben weiterhin sehr hohen Energiekosten, Kostensteigerungen im Bereich Personal sowie in nahezu sämtlichen Aufwendungskategorien vor allem auch weiterhin eine Kaufzurückhaltung der Kunden. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 erwartungsgemäß deutlich um rd. 25,9 % gesunken. Dabei konnte analog der Branchenentwicklung der Online-Handel seine Umsätze des Vorjahres nicht halten und es fand eine weitere Normalisierung nach zwei extrem umsatzstarken Jahren 2020 und 2021, in denen der Online-Handel angesichts des Lockdowns mit Geschäftsschließungen in weiten Teilen des Nonfood-Handels deutlich profitieren konnte, statt. Kaufzurückhaltung der Konsumenten in unsicheren gesamtwirtschaftlichen Zeiten mit hoher Inflation führte zu Kaufrückgängen, insbesondere im Bereich unseres angebotenen Sortiments für nicht lebensnotwendige Konsumgüter. Der Umsatz des Online-Handels blieb insgesamt deutlich unterhalb des Vorjahres zurück, lag aber oberhalb der ursprünglichen Erwartungen, wohingegen die Umsatzerlöse in den Filialen deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Der Umsatz der Filialen blieb auch unterhalb der ursprünglichen Erwartungen zurück. Im Geschäftsjahr 2023 schloss die Umsatzentwicklung deutlich unter Vorjahr und leicht unter den ursprünglichen Erwartungen ab, wohingegen die Ergebnisentwicklung 1 insgesamt deutlich unterhalb des ursprünglich erwarteten moderaten Rückgangs liegt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2 ist nicht zufriedenstellend. Die Gesamtentwicklung, insbesondere im stationären Handel, war nicht zufriedenstellend. Die deutlichen Umsatzrückgänge im Filial- und Online-Handel sind vor allem Folge der Unsicherheiten der Konsumenten für Investitionen in weitere, nicht lebensnotwendige Anschaffungen. Die leichte Umsatzerholung im Bereich des stationären Handels des Vorjahres konnte in einem angespannten Marktumfeld nicht bestätigt werden.
1 Ergebnis nach Steuern sowie EBITDA
3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 55.183 und sind gegenüber 2022 deutlich um TEUR 19.250 gesunken. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist im vorstehenden Abschnitt näher erläutert. Der Rohgewinn (Umsatz abzgl. Materialaufwand) der MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH reduzierte sich gegenüber 2022 ebenfalls deutlich um TEUR 11.490 und betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 27.085. Der Materialaufwand ist dabei unterproportional zum Umsatz gesunken. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Entwicklung der konzernintern festgelegten Wareneinkaufspreise. Die Rohgewinnmarge (Anteil des Rohgewinns an den Umsatzerlösen) verminderte sich entsprechend von 51,8 % auf 49,1 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind deutlich um TEUR 2.343 auf TEUR 3.454 gestiegen. Hierin enthalten sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 775 aus Kompensationszahlungen eines Vermieters in Verbindung mit der vorzeitigen Auflösung des Mietvertrages für eine Filiale. Diesen stehen Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 482 für diese Filiale, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind, entgegen. Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge solche aus der Auflösung von sonstigen Verbindlichkeiten für verjährte Gutscheine und Gutschriften aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.583. Die Personalaufwendungen betragen TEUR 3.910 nach TEUR 4.695 in 2022 und sind infolge einer deutlich gesunkenen Mitarbeiterzahl trotz inflationsbedingter Gehaltssteigerungen gesunken. Die Zahl der Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 157 auf 107 Arbeitnehmer. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht von TEUR 1.444 auf TEUR 1.192. Hierin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen für in 2023 beschlossene Filialschließungen im Sommer 2024 mit rd. TEUR 200 infolge verkürzter Nutzungsdauern insbesondere von Mietereinbauten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 24.783 nach TEUR 31.972 im Vorjahr und enthalten neben den Miet-, Mietneben- und Energiekosten der Stores insbesondere Kosten für Shared Services, Management Fees, Transport- und Lagerkosten, Werbe- und Reisekosten, Beratungs- und Dienstleistungskosten sowie Kosten des Geldverkehrs. Der deutliche Rückgang bei deutlich gesunkenen Umsatzerlösen ist vor allem Folge deutlich gesunkener Aufwendungen für Transportleistungen im Bereich des Online-Handels infolge eines geringeren Volumens. Die Kosten sind relativ und im Verhältnis zum reduzierten Volumen aber ebenfalls inflationsbedingt deutlich gestiegen. Zudem sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit der Schließung von Filialen in Höhe von rd. TEUR 580 enthalten. Ebenfalls angestiegen sind auch die Mietnebenkosten. Das EBITDA reduzierte sich aufgrund der o.g. Effekte gegenüber TEUR 3.019 in 2022 deutlich auf TEUR 1.846 im Geschäftsjahr 2023. Das Jahresergebnis beträgt TEUR 283 und hat sich gegenüber 2022 deutlich um TEUR 724 verschlechtert. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 17.539 und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 33 nur marginal gesunken. Der Rückgang der Sachanlagen um TEUR 1.420 auf TEUR 4.324 resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen des Geschäftsjahres. Der Vorratsbestand wurde insbesondere aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung abgebaut und hat sich daher um TEUR 1.340 auf TEUR 2.626 reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 2.117 hauptsächlich infolge eines höheren Cash-Pooling-Bestands (+TEUR 2.485). Die Flüssigen Mittel betragen TEUR 679 nach TEUR 607 zum 31. Dezember 2022. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss erhöht. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 1.257 auf TEUR 3.298. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenläufig stichtagsbedingt um TEUR 791 erhöht. Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen (TEUR -290) ist vor allem auf den Rückgang des Geschäftsvolumens, insbesondere im Bereich des Online-Handels, zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich insbesondere aufgrund von im Vorjahresvergleich späterer Zahlungszeitpunkte von Konzernumlagen und Transferpreisbelastungen um TEUR 1.999. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich insbesondere aufgrund der Ausbuchung nicht eingelöster Gutscheine um TEUR 1.380 auf TEUR 1.901 vermindert. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich innerhalb der Maisons Du Monde-Gruppe und ist in deren Finanzmanagementsystem eingebunden und hat somit Zugang zu Liquidität. Die Finanzlage ist aus unserer Sicht geordnet. In der Gründungsphase hatte die alleinige Gesellschafterin MAISONS DU MONDE FRANCE S.A.S. mit Sitz in Vertou/Frankreich zur Absicherung des Fortbestands der MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH eine bindende Patronatserklärung abgegeben, dass sie die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH finanziell so mit Liquidität und Eigenkapital ausstattet, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung kann mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Leistungsindikatoren Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH bedient sich zur Unternehmenssteuerung unterschiedlicher finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören auf Gesellschaftsebene die Umsatzerlöse, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie das Jahresergebnis. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählt die Mitarbeiterzahl. Die Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Die Entwicklung der Leistungsindikatoren ist in den vorhergehenden Abschnitten beschrieben. Für die finanziellen Leistungsindikatoren der Ergebniskennzahlen wurde für das Geschäftsjahr 2023 jeweils ein moderater Rückgang geplant bei deutlich reduzierten Umsatzerlösen. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen (trotz eines erwarteten deutlichen Rückganges der Umsatzerlöse) konnte ein nur moderater Rückgang der Ergebniskennzahlen jedoch nicht erreicht werden. Gleiches gilt für die ursprünglich geplante leichte Erhöhung der Mitarbeiterzahl. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht "Nach einem schwierigen Jahr 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 %, real entspricht das einem Plus von einem Prozent. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel. HDE-Präsident von Preen warnt zudem vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefahren einer Politik der Ausgrenzung und Intoleranz." (HDE- Pressemitteilung vom 31. Januar 2024). Die Bedeutung des Online-Handels hat sich normalisiert, wird aber zukünftig weiter wachsen. Wesentliche Wachstumsimpulse des Online-Handels für 2024 werden aber nicht erwartet. In den aktuellen Erwartungen der verschiedenen Institute kommt vielfach ein etwas pessimistischerer Blick auf das BIP-Wachstum in diesem Jahr zum Ausdruck als noch im Sommer. Das BIP wird nur verhalten wachsen, wobei sich die Prognosen meist im Bereich von 0,5 % bis 0,9 % bewegen. Die Deutsche Bundesbank und das HRI sehen nur ein leichtes Plus von 0,4 % bzw. 0,3 %. Das IW Köln sowie die Commerzbank und die Deutsche Bank erwarten sogar ein weiteres Rezessionsjahr mit einer BIP-Abnahme zwischen minus 0,2 % und minus 0,5 %. Für 2024 wird teilweise auch infolge des Ukraine-Kriegs und der vielen geopolitischen Spannungen und der damit einhergehenden Unsicherheiten erneut ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse der MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH erwartet. Dies ist im Wesentlichen aber dadurch begründet, dass geplant und entschieden ist, dass Filialnetz in Deutschland deutlich zu reduzieren und ferner auch die Werbemaßnahmen im Online-Handel zu reduzieren. Neben der bereits in 2023 durchgeführten Schließung einer Filiale sowie der Entscheidung für eine weitere Filiale einen auslaufenden Mietvertrag in 2024 nicht zu verlängern, wurde im ersten Quartal 2024 entschieden weitere, meist kleinflächige, Filialen in 2024 ebenfalls zu schließen durch Nutzung von Sonderkündigungsrechten und auslaufenden Verträgen. Infolge der weiterhin hohen Unsicherheiten, Inflationsraten und gestiegenen Lebenshaltungskosten wird auch in 2024 darüber hinaus mit einem weiteren deutlichen Rückgang im Bereich privater nicht lebensnotwendiger Anschaffungen und korrespondierend sinkenden Erlösen im Online-Geschäft gerechnet. Es wird dennoch eine weitere Ausweitung und Fokussierung zu einem Omnichannel-Händler ein Schwerpunktbereich sein mit einem Fokus auf margenstärkere Produkte und Absatzkanäle. Entsprechend dem Beschluss, 5 Filialen in 2024 zu schließen bzw. bestehende Verträge auslaufen zu lassen, erwarten wir die Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2024 weiter deutlich zu reduzieren. Die daraus entstehenden Aufwendungen werden jedoch im Wesentlichen durch die Gesellschafterin kompensiert werden. Für 2024 planen wir daher auch wegen der vielen weltweiten Spannungen, der vielen Unsicherheiten wie z.B. der teilweise weiterhin hohen Inflation sowie aufgrund geplanter Filialschließungen mit deutlichen Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahr. Gegenläufig erwarten wir aufgrund der Schließung nicht profitabler Filialen und aufgrund der Kompensation der Aufwendungen im Zusammenhang mit den Filialschließungen bzw. aufgrund der Transferpreisanpassungen in 2024 moderate Steigerungen des EBITDA und des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Unkalkulierbare Unsicherheiten in der Prognose bestehen weiterhin in den möglichen Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs und der vielen geopolitischen Spannungen. Eine zuverlässige Prognose ist in Anbetracht der sich sehr dynamisch entwickelnden Situation weiter sehr schwierig. Es besteht das Risiko, dass bei einem langanhaltenden Krieg und einer Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten weiterhin Lieferengpässe entstehen und Absatzeinbußen hingenommen werden müssen. Der Prognosebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nichtzutreffend erweisen. 2. Risikobericht/Risikomanagementsystem Die Risiken und Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH dargestellt. Grundsätzlich ist mit dem Eintritt weiterer Wettbewerber zu rechnen. Dies kann sich auf unser Rohergebnis und unsere Preisgestaltung auswirken. Der stetig steigende Online-Handel, insbesondere im Bereich Dekoration und Möbel, kann sich mittelfristig auch auf das Kaufverhalten unserer Kunden auswirken. Im Hinblick auf das angebotene Produktsortiment wird dieses Risiko derzeit jedoch mittelfristig als gering angesehen. Risiken infolge einer zu geringen Nachfrage können sich insbesondere aus den langfristigen Mietverträgen und den Investitionskosten zur Eröffnung eines Shops ergeben. Wir versuchen diese Risiken dadurch zu minimieren, dass wir die Laufzeiten der Verträge limitieren. Wesentliche Risiken können sich auch durch den Ausbau des Marktanteils bzw. durch Aktivitäten der Wettbewerber ergeben. Darüber hinaus stellt die Verfehlung von Markttrends und somit ein nicht auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment ein wesentliches Risiko dar. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass der Einkauf zentral für alle Länder erfolgt und auch Risiken aus der Verwertbarkeit unverkäuflicher Waren eng durch die Gruppe überwacht werden. Die Entwicklung der konjunkturellen Lage und auch Unsicherheiten in der Weltwirtschaft als Folge sowohl des Ukraine-Kriegs, der vielen geopolitischen Spannungen wie im Nahen Osten als auch der Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie auch den USA und der EU nehmen ebenfalls stets auch Einfluss auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden und stellen somit ebenfalls ein nur schwer kalkulierbares Risiko dar, welches Auswirkungen auf unsere Prognosen und unser Geschäft haben kann. Insbesondere haben aktuell sowohl die weiterhin hohen Energie- und Lebenshaltungskosten in Europa als auch die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft vor allem als Folge der vielen weltweiten Konflikte einen Einfluss auf die globale Weltwirtschaft und somit auch in Teilen auf unser Geschäft. Auch beschaffungsseitig kann es infolge des Ukraine-Kriegs und bei einer Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten zu Verzögerungen und Engpässen innerhalb der Gruppe kommen. Aktuell gibt es hier nur begrenzte Auswirkungen und wir schätzen diese Risiken daher weiter als moderat ein. Das grundsätzlich zunehmende Online-Geschäft kompensiert Teile der Herausforderungen im stationären Handel. Wir beobachten mit unserem Gesellschafter intensiv das Marktumfeld und erkennen somit frühzeitig Entwicklungen in der Branche und deren Risiken sowie Möglichkeiten. Das Risikomanagementsystem der MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH ist unter Berücksichtigung der Größe und der Komplexität der Gesellschaft entsprechend ausgestaltet und in das konzernweite Risikomanagementsystem der Maisons Du Monde-Gruppe eingebunden. Sämtliche erkennbare Risiken werden erfasst und im Rahmen des Risikomanagements der Konzernmuttergesellschaft bewertet und es werden ggf. Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen eingeleitet. Dabei werden systematisch Marktrisiken (Wettbewerb, Konsumentenverhalten, Preisentwicklung etc.) sowie finanzielle Risiken (z.B. langfristige Mietverträge) beobachtet und bei Bedarf werden entsprechende risikomindernde Maßnahmen ergriffen. Insgesamt schätzen wir die genannten Risiken - vorbehaltlich nicht abschätzbarer Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg und einer Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten - als gering ein. 3. Chancenbericht Chancen sehen wir weiterhin auf dem deutschen Markt, da wir davon ausgehen, dass der Kunde unser Geschäftsmodell und unsere Produkte annimmt. Da der Preis ein wichtiger Faktor ist, sehen wir auch hier Chancen, mit den aus unserer Sicht erschwinglichen, aber qualitativ hochwertigen Produkten den Kunden zufrieden zu stellen und weiter zu wachsen. Wesentliche Chancen, den Bekanntheitsgrad von Maisons Du Monde in Deutschland zu steigern, bieten auch die diversen Online- bzw. Medienkanäle und der weitere Ausbau zu einem Omnichannel-Händler. Wir sehen, nach Bereinigung und Analyse des aktuellen Filialnetzes in 2024, in der weiteren zielgerichteten Expansion und der Eröffnung neuer Filialen mittelfristig große Chancen, neue Marktanteile zu gewinnen. Für die kommenden Jahre sind zunächst eine Steigerung des Online-Volumens und ein Ausbau des B2B-Geschäfts geplant. Mittelfristig ist auch die Eröffnung einer moderaten Anzahl neuer Filialen bei geeigneter Standortwahl geplant. Infolge der Auswirkungen der vielen weltweiten Spannungen und der angespannten Marktsituation im Bereich des Handels privater nicht lebensnotwendiger Anschaffungen wurde hier die Expansionsgeschwindigkeit aber reduziert. Mit den geplanten Maßnahmen möchte sich die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH weiterhin erfolgreich im Markt behaupten und die Expansionsstrategie weiter ausbauen sowie die derzeitige Position im Markt stabilisieren und mittelfristig stärken.
Dortmund, den 4. Juni 2024 MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH Die Geschäftsführung François-Melchior de Polignac Christophe Lapotre Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB zu Grunde gelegt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH, mit Sitz in Dortmund, ist beim Amtsgericht Dortmund unter der Nummer HRB 28280 im Handelsregister eingetragen. Dem Grundsatz der Klarheit folgend wurde das gesetzliche Gliederungsschema innerhalb der Sachanlagen um einen separaten Bilanzposten für Mietereinbauten erweitert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 200 im Zusammenhang mit beschlossenen Filialschließungen vorgenommen. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten. Die Waren werden mit dem gewogenen Durchschnittspreis unter Berücksichtigung der Veräußerbarkeit am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Zukünftige Steuerbe- und -entlastungen, die sich aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden der Gesellschaft ergeben, werden mit einem Steuersatz von rd. 31 % im Rahmen der Ermittlung von aktiven und passiven latenten Steuern bewertet. Am 31. Dezember 2023 bestehen temporäre Differenzen im Bereich des Anlagevermögens und der sonstigen Rückstellungen. Vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar Two") sehen eine Besteuerung der weltweiten Gewinne großer Unternehmen (mit mindestens Mio. Euro 750 Jahresumsatz) mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vor. Technisch umgesetzt wird die globale Mindestbesteuerung über eine Primärergänzungssteuer, eine Sekundärergänzungssteuer sowie eine anerkannte nationale Ergänzungssteuer. Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Gesellschaft wird gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchführen. Hieraus werden nur unwesentliche Effekte aus der Entrichtung einer Pillar Two Top-Up Tax erwartet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 7.645 (Vorjahr: TEUR 5.160) aus Cash-Pooling, in Höhe von TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 1) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 1.186) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen bestehen wie im Vorjahr sämtlich gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen (TEUR 2.973; Vorjahr: TEUR 4.305) sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 325; Vorjahr: TEUR 249). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 4.509 (Vorjahr: TEUR 2.511) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Davon bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.506 gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: TEUR 2.511). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Mietzuschüsse von Vermietern, die ratierlich über die Laufzeit des Mietvertrages vereinnahmt und mit den Mietaufwendungen verrechnet werden. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden, wie im Vorjahr, vollständig im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 260). Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung von sonstigen Verbindlichkeiten aus Verpflichtungen aus bereits verjährten Gutscheinen und Gutschriften aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.583 (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 775 entfallen auf Kompensationszahlungen eines Vermieters in Verbindung mit der vorzeitigen Auflösung des Mietvertrages für eine Filiale. Im Vorjahr sind Erträge in Höhe von TEUR 600 aus Entschädigungen eines Vermieters in Verbindung mit einer fehlgeschlagenen Investition in eine Filiale enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten außerordentliche Abschreibungen auf Anlagevermögen infolge in 2023 beschlossener und in 2024 durchzuführender Filialschließungen in Höhe von TEUR 200. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr insbesondere Aufwendungen für Mieten, Mietneben- und Energiekosten, Transport- und Lagerkosten, Werbekosten, Reisekosten und Kosten für Beratungs- und Dienstleistungen sowie Kosten des Geldverkehrs. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Verbindung mit der Schließung zweier Filialen in Höhe von rd. TEUR 580. Darüber hinaus enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung aus Abgangsverlusten aus einer fehlgeschlagenen Investition in eine neue Filiale in Höhe von rd. TEUR 950. E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 5.612. Von diesem Gesamtbetrag sind Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.744 innerhalb eines Jahres sowie TEUR 1.868 vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2028 fällig. Es handelt sich hierbei um die Höhe der Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen ohne bisher ausgeübte, eventuell mögliche Verlängerungsoptionen. Der Zweck der Verträge mit Verlängerungsoptionen ist die Finanzierung und Beschaffung von Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt ohne Geschäftsführer 127 (Vorjahr: 172) Mitarbeiter, davon 85 (Vorjahr: 117) Angestellte in Vollzeit sowie 42 (Vorjahr: 55) in Teilzeit. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 abgerechnete Gesamthonorar entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 44. Zusammensetzung der Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bestellt waren im Geschäftsjahr:
Konzernzugehörigkeit Die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH wird in den Konzernabschluss der Maisons du Monde S.A., Vertou, Frankreich, einbezogen, die auch den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Maisons du Monde S.A., Vertou, Frankreich, ist an der Euronext Paris notiert. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister der Stadt Nantes (Greffe du Tribunal de Commerce de Nantes) unter der Nummer 4401 veröffentlicht/hinterlegt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind die folgenden Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten: Die Geschäftsführung hat sich Anfang 2024 entschieden, Sonderkündigungsrechte für die Mietverträge einzelner Filialen zu nutzen bzw. die auslaufenden Mietverträge von insgesamt 5 Filialen nicht zu verlängern. Es wurde beschlossen die flächenmäßig vorwiegend kleinen Filialen zu schließen. Die Umsatzerlöse werden für 12 Monate etwa mit rd. EUR 8,5 Mio. hierdurch beeinflusst. Hierdurch werden sich in 2024 aus den Schließungen zusätzliche Kosten ergeben, die aber im Wesentlichen durch die Gesellschafterin kompensiert werden. Die Mitarbeiterzahl wird sich ebenfalls weiter deutlich reduzieren. Insgesamt wird erwartet, dass das Ergebnis des kommenden Jahres somit nicht wesentlich beeinflusst wird. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 283 soll zusammen mit den bestehenden Gewinnvorträgen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Dortmund, den 4. Juni 2024 MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH Geschäftsführung François-Melchior de Polignac Christophe Lapotre Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAISONS DU MONDE ALLEMAGNE GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAISONS DU MONDE ALLMAGNE GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAISONS DU MONDE ALLMAGNE GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 4. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer Henrik Arndt, Wirtschaftsprüfer Feststellung/Gewinnverwendungsbeschluss: Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 7. Juni 2024 festgestellt und es wurde beschlossen das Jahresergebnis 2023 und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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