Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 45726
Eingetragen
22.4.1980
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegnstand des Unternehmens ist der Vertrieb von neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen aller Art, der Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör sowie die Reparatur, Wartung und Pflege von Fahrzeugen aller Art und die Autovermietung. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Müller
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Tanja Dogan
seit 15.11.2022
Geschäftsführer
Reinhold Müller
seit 20.1.2003
Geschäftsführer
Frank Willi Müller
seit 20.1.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Willi Müller GmbH

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Willi Müller GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Autohaus Willi Müller GmbH wurde am 10. Dezember 1979 gegründet und hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Autohaus Willi Müller GmbH liegt im Bereich des Automobilhandels und der Fahrzeuginstandhaltung. Insbesondere gehören zur Tätigkeit der Vertrieb von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, die Durchführung von Reparatur- und Werkstattdienstleistungen, der Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör, die Vermittlung von Fahrzeugfinanzierungen und Versicherungen sowie die Vermietung von Fahrzeugen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahre 2023 negativ entwickelt. Im Jahresdurchschnitt 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % gesunken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Die Wirtschaftsleistung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe lag preisbereinigt um 1,0 % niedriger als 2022. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war auch im Jahr 2023 von dem Ukraine Krieg beeinträchtigt. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 sind im Vorjahresvergleich um 0,8 % gesunken. Auch der Staat reduzierte 2023 erstmals seit fast 20 Jahren die preisbereinigten Konsumausgaben.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,785 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 um 328.000 Personen oder 0,72 % höher als 2022.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 2023 insgesamt 2,84 Mio. Personenkraftwagen in Deutschland neu zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 190 Tausend Fahrzeugen bzw. 7,3 %.

Erneut gab es im Segment der Geländewagen und SUVs die meisten Zulassungen. Der Anteil der Neuzulassungen bei SUVs war 2023 mit 30,1 % nahezu doppelt so hoch wie der Anteil der Kompaktklasse (16,3%). Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660/+13,3 %) lag mit 34,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581/+3,0 %) wies in der Jahresbilanz 17,1 Prozent (Vorjahr: 17,8 %) aus. Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 Prozent, darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 Prozent. 524.219 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 Prozent eine Steigerung von +11,4 Prozent auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (13.147/-12,4 %) waren mit einem Anteil von 0,5 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (1.327/-28,1 %) mit 0,0 Prozent im Jahr 2023 vertreten.

Für das Jahr 2024 gehen die Prognosen der Verbände der Kfz-Branche von ähnlichen Ergebnissen aus. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die äußeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich nicht verschlechtern.

Das abgelaufene Jahr 2023 ist für die Marke Ford in Deutschland durchwachsen verlaufen. Mit insgesamt 116.578 (Vorjahr 131.256) zugelassenen PKW kommt Ford demnach auf ein Zulassungsminus von 11,18 % (+14.678 PKW) nach einem leichten Plus (+3,9 %) im Jahr 2022.

Der PKW-Marktanteil von Ford liegt laut Unternehmensangaben bei 4,1% (nach 4,95 % im Jahr 2022). Die Modelle Puma und Kuga sind stark nachgefragt und in unserem Hause die meistverkauften Fahrzeuge.

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr um TEUR 238 (-1,0 %) auf TEUR 22.949.

Der Rohertrag I ist bei einer leicht rückläufigen Materialaufwandsquote (- 1,2%-Punkte) um TEUR 244 gestiegen. Der Rohertrag II erhöhte sich aufgrund leicht rückläufiger Personalaufwendungen um TEUR 332 auf TEUR 1.717. Die Personalaufwandsquote sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2%-Punkte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 205 gestiegen. Die Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 4 auf TEUR 144, das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund steigender Zinsen um TEUR 46 auf TEUR -106. Weiter sind die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 37 gestiegen. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 313 erwirtschaftet.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr stabil.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen einfachen Cashflow aus Jahresergebnis und Abschreibungen von TEUR 457 (Vorjahr TEUR 378) erzielen. Wir konnten unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen und gehen davon aus, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Kurzfristige Finanzierungen wurden zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen und zur Finanzierung des im Umlaufvermögen befindlichen Fahrzeugbestandes eingesetzt. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch langfristige Mittel.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9.384. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.448 (35,3 %) erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg des Vorratsvermögens um TEUR 2.456. Gleichzeitig haben sich die liquiden Mittel um TEUR 344 vermindert.

Das Anlagevermögen stellt 14,3 % der Bilanzsumme dar. Das Umlaufvermögen beträgt gesamt 85,3 % der Bilanzsumme. Hiervon entfallen 71,2 %-Punkte auf das Vorratsvermögen (Vorjahr 60,9 %).

Die Eigenkapitalquote ist, bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme, trotz des wiederum verbesserten Jahresergebnisses um 2,5 %-Punkte gesunken und stellt 19,4 % des Gesamtkapitals dar. Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital ist im Berichtsjahr im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 2.206 gestiegen und beträgt 76,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr 71,8 %).

d) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen im Wesentlichen die Anzahl der verkauften Einheiten sowie der betreuten Fahrzeuge. Aber auch die Kennzahlen Rohertrag und die Personalaufwandsquote werden ständig beobachtet.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage war im vergangenen Jahr sehr zufriedenstellend.

Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 war vor dem Hintergrund des Zulassungsminus von Ford und von IT-Problemen bei einigen Zulassungsstellen der Region trotz des leichten Minus von rd. 1,0 % erfreulich. Das Ergebnis stellt sich mit TEUR 313 gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert dar.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

III. Prognosebericht

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung erscheint eher schwierig. Konsumzurückhaltung, hohe Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur dämpfen die Konjunktur in Deutschland. Insbesondere lässt sich derzeit noch nicht verlässlich prognostizieren, wie sich die Energiepreise weiterentwickeln werden. Verschiedenen Konjunkturprognosen zufolge ist 2024 nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,2 bis 0,3 % zu rechnen.

Für die Automobilzulassungen erwarten die Branchenverbände ein gleichbleibendes Niveau bis hin zu einem leichten Rückgang.

Die Herausforderung der kommenden Jahre wird insbesondere die weitere Umstellung der Modellpolitik auf die neuen Antriebstechniken (Hybrid und Elektro) sein. Gleichzeitig plant Ford eine weitreichende Umstellung der Modellpalette. So wurde die Produktion einiger Modelle wie dem Fiesta bereits 2023 eingestellt. Eine Prognose der sich daraus ergebenden Effekte ist noch nicht möglich.

Aus dem 2022 abgeschlossenen Händler-Vertrag für Service und Vertrieb mit dem E-Automobilhersteller Next.e.GO Mobile SE aus Aachen sind für die Zukunft keine positiven Effekte auf unsere Ertragslage mehr zu erwarten, da die Gesellschaft Anfang 2024 Insolvenz angemeldet hat. Ende Mai 2024 hat der Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass die Gesellschaft liquidiert werde. Erkennbare Risiken aus diesem Sachverhalt wurden bereits im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt.

Die Umsatzentwicklung liegt per Juni 2024 aufgrund von Nachholeffekten rund 19 % über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz und einem Jahresergebnis etwa auf dem Niveau des Jahres 2023.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die für die Automobilbranche wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen sowie Abgaben- und Preiserhöhungen und die daraus resultierende verminderte Nachfrage durch äußere Umstände könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Die künftige Unternehmensentwicklung hängt davon ab, ob es Ford gelingt innovative Produkte zu entwickeln, die von den Kunden in einem sich verändernden Markt angenommen werden. Hier liegen aber auch die Chancen für die weitere Entwicklung. Innovative Produkte, die Erschließung neuer Absatzmärkte sowie eine hohe Produktqualität werden sich positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirken.

Weiter steigende Zinsen könnten den Absatz der Fahrzeuge erschweren. Gleichzeitig wirkt sich ein Anstieg der variablen Zinsen auch negativ auf unser Finanzergebnis aus.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit aktiver Suche nach sowie Ausbildung von neuen Mitarbeitern. Unsere bestehenden Mitarbeiter versuchen wir durch Anreize ans Unternehmen zu binden.

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

 

Bergisch Gladbach, den 3. Juli 2024

gez. Reinhold Müller

gez. Frank Müller

gez. Tanja Dogan

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.339.063,09 1.187.659,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.553,00 1.553,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.553,00 1.553,00
II. Sachanlagen 1.087.360,09 935.956,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 702.270,09 770.480,09
2. technische Anlagen und Maschinen 7.404,00 13.102,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 377.686,00 152.374,00
III. Finanzanlagen 250.150,00 250.150,00
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 250.000,00 250.000,00
2. sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 8.000.135,34 5.703.203,17
I. Vorräte 6.677.558,49 4.222.383,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.165.630,81 979.854,15
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.165.630,81 979.854,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 156.946,04 500.965,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.442,23 8.619,39
D. Aktive latente Steuern 41.233,00 36.860,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.383.873,66 6.936.341,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.825.482,40 1.512.793,82
I. gezeichnetes Kapital 205.000,00 205.000,00
II. Bilanzgewinn 1.620.482,40 1.307.793,82
B. Rückstellungen 637.427,00 593.274,00
C. Verbindlichkeiten 6.846.126,17 4.734.326,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.326.865,59 3.721.490,95
2. sonstige Verbindlichkeiten 519.260,58 1.012.835,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 74.838,09 95.947,80
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.383.873,66 6.936.341,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.232.786,43 4.951.982,93
2. Personalaufwand 3.365.289,37 3.453.442,23
a) Löhne und Gehälter 2.806.818,61 2.922.866,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 558.470,76 530.575,84
davon für Altersversorgung 1.247,96 0,00
3. Abschreibungen 143.519,20 140.476,67
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 143.519,20 140.476,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.146.537,94 940.749,53
5. Erträge aus Beteiligungen 10.003,05 10.002,76
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.222,93 40,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 120.001,06 69.287,69
davon aus Abzinsung 3.842,00 7.889,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 146.853,21 112.309,30
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 4.373,00 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 3.460,00
9. Ergebnis nach Steuern 324.811,63 245.761,11
10. sonstige Steuern 12.123,05 8.241,07
Jahresüberschuss 312.688,58 237.520,04

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 312.688,58 237.520,04
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.307.793,82 1.070.273,78
3. Bilanzgewinn 1.620.482,40 1.307.793,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Willi Müller GmbH

I. Allgemeine Angaben

Die Willi Müller GmbH hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln unter HRB 45726 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB unverändert angewandt. Ergänzend hierzu werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewandt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen von 20 - 33,3% linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (zwischen 2 und 33 Jahren) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand verbucht.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten gem. § 255 HGB angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten umfassen. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzung wurden Zahlungen gem. § 250 Abs. 1 HGB abgegrenzt.

Die latenten Steuern wurden mit dem Wert der voraussichtlichen Steuerbelastung unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Steuersätze bewertet. Der Gesamtbetrag in Höhe von EUR 41.233,00 unterliegt gem. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB der Ausschüttungssperre.

Passiva

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 zugrundegelegt. Die Bewertung des kongruenten Teils erfolgte nach dem Aktivprimat, so dass die Pensionsverpflichtung insoweit mit dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) des leistungskongruenten Teils des Deckungsvermögens bewertet wurde. Zur Bewertung des inkongruenten Teils wurde die PUC-Methode (projected unit credit) angewandt. Dabei wurden folgende grundlegenden Annahmen getätigt: Es wurde die Heubeck'sche Sterbetafel Richttafel 2018G, ein Rechnungszinsfuß von 1,82% (Duration 15 Jahre) sowie ein Rententrend von 2,0 % berücksichtigt. Eine Anpassung aus Lohn- und Gehaltssteigerung ist vertraglich nicht vorgesehen.

Das Deckungsvermögen ist mit den von den Versicherern mitgeteilten Aktivwerten bilanziert, welche den fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen, und wurde gemäß § 246 Abs.2 HGB mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Passive Rechnungsabgrenzung wurden Einnahmen gemäß § 250 Abs. 2 HGB abgegrenzt.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Zur Erläuterung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage 3/1 beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 58.195,92 (Vorjahr EUR 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 245.647,00. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 229.193,00.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren sowie aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 299,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Leasingrückläufer, Kosten des Jahresabschlusses, Aufbewahrungskosten und Gewährleistungsfälle.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit 31.12.2023
bis zu einem Jahr
1 bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahren
gegenüber Kreditinstituten 6.326.865,59 5.385.505,59 663.340,00 278.020,00
Vorjahr 3.721.490,95 2.797.390,95 603.720,00 320.380,00
Erhaltene Anzahlungen 164.750,24 164.750,24 0,00 0,00
Vorjahr 89.693,75 89.693,75 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 167.492,02 167.492,02 0,00 0,00
Vorjahr 325.176,96 325.176,96 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 187.018,32 187.018,32 0,00 0,00
Vorjahr 597.964,37 597.964,37 0,00 0,00
Summe 6.846.126,17 5.904.766,17 663.340,00 278.020,00
Vorjahr 4.734.326,03 3.810.226,03 603.720,00 320.380,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 6.326.865,59 (Vorjahr EUR 3.721.490,95) durch Sicherungsübereignungen von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens sowie Grundschulden und Bürgschaften Dritter besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte, soweit es sich nicht um Dienstleistungen handelt.

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 54 Mitarbeiter beschäftigt.

Angestellte: 19
Gewerbliche Mitarbeiter: 27
Aushilfen 8

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährlichen Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen belaufen sich auf rd. TEUR 218.

Bilanzgewinn/Ergebnisverwendung

Im ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe EUR 1.307.793,82 (Vorjahr EUR 1.070.273,78) enthalten. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 12. Juli 2023 wurde beschlossen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer

Herr Reinhold Müller, Kaufmann, Herr Frank Müller, Kaufmann, Frau Tanja Dogan, Kauffrau, vorgenommen.

 

Bergisch Gladbach, den 3. Juli 2024

gez. Reinhold Müller

gez. Frank Müller

gez. Tanja Dogan

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.850,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 31.850,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.517.830,68 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 321.334,90 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 698.790,77 294.923,20 22.858,44
Summe Sachanlagen 2.537.956,35 294.923,20 22.858,44
Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 250.000,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 250.150,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.819.956,35 294.923,20 22.858,44
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 31.850,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 31.850,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.517.830,68
technische Anlagen und Maschinen 0,00 321.334,90
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 970.855,53
Summe Sachanlagen 0,00 2.810.021,11
Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 250.000,00
Genossenschaftsanteile 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250.150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.092.021,11
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.297,00 0,00 0,00 0,00 0,00 30.297,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 30.297,00 0,00 0,00 0,00 0,00 30.297,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 747.350,59 68.210,00 0,00 0,00 0,00 815.560,59
technische Anlagen und Maschinen 308.232,90 5.698,00 0,00 0,00 0,00 313.930,90
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 546.416,77 69.611,20 0,00 22.858,44 0,00 593.169,53
Summe Sachanlagen 1.602.000,26 143.519,20 0,00 22.858,44 0,00 1.722.661,02
Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.632.297,26 143.519,20 0,00 22.858,44 0,00 1.752.958,02
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.553,00 1.553,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.553,00 1.553,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 702.270,09 770.480,09
technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.404,00 13.102,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 377.686,00 152.374,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.087.360,09 935.956,09
Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 250.000,00 250.000,00
Genossenschaftsanteile 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250.150,00 250.150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.339.063,09 1.187.659,09

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Willi Müller GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Willi Müller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Willi Müller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter "https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie" eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Siegen, 23. Juli 2024

S & C Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nadine Schöneborn, Wirtschaftsprüferin

Miriam Wieland, Wirtschaftsprüferin

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