Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 9621
Vorher
gbtec software+ consulting AG
Eingetragen
22.10.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Entwicklung und der Vertrieb von Software, die Durchführung von rechnergestützten Dienstleistungen und das wirtschaftliche und technische Consulting, ferner die Schulung und die Betreuung für den Einsatz von EDV-Systemen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und Maßnahmen zu treffen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar förderlich oder zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Michael Dierks
seit 6.4.2021
Vorstandsmitglied
Marc Oliver Stromberg
seit 22.10.2004
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GBTEC Software AG

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Rechtliche Informationen

Die GBTEC Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Bochum unter HRB 9621. Sitz der Gesellschaft ist Gesundheitscampus-Süd 23 in 44801 Bochum.

Die Gesellschaft wurde 2004 gegründet. In 2019 wurde die GBTEC Software S.L. mit Sitz in A Coruña (Spanien) gegründet, an der die GBTEC Software AG zunächst zu 51 % war. Im Dezember 2023 wurden die restlichen 49 % der Anteil vom Joint-Venture Partner übernommen, so dass die GBTEC Software AG nun 100 % der Anteile an der GBTEC Software S.L. hält.

Auch die GBTEC Australia Pty Ltd. mit Sitz in Queensland (Australien) wurde in 2019 gegründet, an der die GBTEC Software AG mit 51 % beteiligt ist.

Im Juni 2019 hatte sich Main Capital Partners GmbH als Investor an der GBTEC Software AG beteiligt. Zu diesem Zweck wurde die GBTEC Holding GmbH gegründet, die seitdem alle Aktien der GBTEC Software AG hält. Mit der GBTEC Holding GmbH wurde im Juni 2019 ein Beherrschungsvertrag geschlossen, der im September 2020 um einen Gewinnabführungsvertrag erweitert wurde.

In 2020 wurde der österreichische GRC-Hersteller "Avedos" zu 100 % durch die GBTEC Holding GmbH übernommen. In 2020 erfolgte zudem eine Beteiligung am australischen Process-Mining-Hersteller Apromore Pty Ltd. durch die GBTEC Software AG. Die Anteile an Apromore Pty Ltd. wurden im Geschäftsjahr 2022 aufgestockt und im Rahmen eines Carve-Outs im Dezember 2023 verkauft. In 2020 wurde auch die GBTEC Management KG gegründet, mit dem Ziel, das Management von GBTEC am Unternehmen zu beteiligen.

Im Dezember 2023 hat die weltweit tätige Investmentgesellschaft Carlyle die Mehrheit der Anteile an GBTEC übernommen. Im Rahmen der Transaktion reinvestieren und investieren die Gründer und das erweiterte GBTEC-Managementteam und sind signifikant am Unternehmen beteiligt. Main Capital Partners, die GBTEC seit 2019 als spezialisierter Software-Investor unterstützt haben, verkaufte seine Anteile an GBTEC im Zuge dieser Transaktion.

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der GBTEC Software AG ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software für Business Process Management (BPM), Governance Risk and Compliance (GRC) und Digital Process Automation (DPA), sowie die Durchführung von rechnergestützten Dienstleistungen, das wirtschaftliche und technische Consulting und die Schulung und die Betreuung für den Einsatz von EDV-Systemen. Die Produkte von GBTEC differenzieren sich insbesondere durch ihre hohe Nutzerfreundlichkeit auf Basis von No- und Low-Code Technologien und einer hochmodernen Produktplattform. Die Produkte firmieren unter dem Namen BIC Platform.

Am Standort Bochum sind die IT-Entwicklung sowie alle anderen Geschäftsbereiche des Unternehmens ansässig. Die Gesellschaft betreibt im branchenüblichen Rahmen Weiterentwicklungen ihrer Produkte. In der spanischen Tochtergesellschaft in A Coruña ist ein Teil der IT-Entwicklung ansässig, die einzelne Features entwickelt, die bei der GBTEC Software AG in Bochum und bei der GBTEC Austria GmbH bzw. der GBTEC Deutschland GmbH in die Produkte integriert werden. Die spanische Tochtergesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 zudem auch mit dem Vertrieb der GBTEC Produkte und der Betreuung von Kunden im spanisch sprechenden Ländern begonnen. Die australische Tochtergesellschaft GBTEC Australia Pty Ltd. in Queensland ist für den Vertrieb und die Betreuung der Kunden im Raum Asia Pacific zuständig.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat sich gemäß dem Institut für Wirtschaft (IfW), Kiel, im Jahr 2023 trotz der hohen Inflation und der massiven Straffung der Geldpolitik besser als erwartet entwickelt. Nachdem die Weltwirtschaft in den ersten Quartalen 2023 mit einer durchschnittlichen Rate von 0,8 % kaum schwächer als im Jahr vor der Corona-Krise gewachsen ist, ließ das Expansionstempo im vierten Quartal nach. Das IfW geht deshalb für das Jahr 2023 von einer Zuwachsrate der Weltproduktion von 3,1 % aus, was deutlich mehr ist, als zu Beginn des Jahres für das Jahr 2023 prognostiziert (2,5 % in der Frühjahrsprognose des IfW). Allerdings gehen die Experten nicht davon aus, dass sich das moderate Expansionstempo bald verstärken wird.

Während sich die Konjunktur in den USA auf Grund der expansiven Fiskalpolitik und des Anstiegs der privaten Konsumausgaben, entgegen der Erwartung robust entwickelt hat, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Stagnation. Dies führte zuletzt wieder zu einer Eintrübung der konjunkturellen Aussichten in der Eurozone. Eine Reihe von Faktoren tragen zu dieser schwachen konjunkturellen Entwicklung bei. So belasten zum Beispiel die gestiegenen Finanzierungskosten auf Grund der hohen Zinssätze die Investitionstätigkeit. Ferner expandiert der öffentliche Konsum nur verhalten und die schwache Auslandsnachfrage wirkt dämpfende auf die Exporte. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone 2023 um 0,6 % zugelegt haben.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich eingetrübt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % gesunken. Gründe sind vor allem eine schwache Industriekonjunktur, die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen, verhaltene Konsumausgaben, klimapolitische Maßnahmen und Transformation, sowie die Krise in der Bauwirtschaft. Die Entwicklung des BIP in Deutschland im Jahr 2023 verlief sehr unterschiedlich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Während die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftliche Aktivität im Vergleich zum Vorjahr ausweiten konnten und somit die Stütze für die Wirtschaft in 2023 waren, ist die Wirtschaftsleistung im produzierenden und im verarbeiten Gewerbe zurückgegangen. Das Baugewerbe konnte auf Grund der weiterhin hohen Baukosten, des Fachkräftemangels und zunehmende schlechteren Finanzierungsbedingungen lediglich ein kleines Wachstum verzeichnen. Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation verzeichnete den größten Zuwachs und konnte mit +2,6 % seinen langjährigen Wachstumstrend weiter fortsetzen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland präsentiert sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin robust und verzeichnete einen neuen Höchststand an Erwerbstätigen, was unter anderem auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zurückzuführen ist.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Branche Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) in Deutschland zeigte sich auch im Jahr 2023 robust. Der deutsche ITK-Markt hat sich nach bitkom-Angaben 2023 leicht positiv entwickelt und das Marktvolumen ist um ca. 2,0 % (Vj.: 6,8 %) gewachsen. Der für GBTEC relevante Teilbereich Software ist im Jahr 2023 hingegen überproportional um 9,6 % (Vj.: 15,0 %) gewachsen.

Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Gartner nennt für 2023 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von insgesamt 4,7 Bio. USD, was einem Zuwachs um 3,3 % gegenüber 2022 entspricht. Insbesondere die Bereiche Software (+12,4 %) und IT-Dienstleistungen (+5,8 %) konnten ein starkes Wachstum erzielen. Dies ist unter anderem auf gesteigerte Unternehmensausgaben für Kernanwendungen und Plattformen, die Effizienzsteigerungen ermöglichen, darunter Anwendungen in den Bereichen Enterprise Resource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM) zurückzuführen. Auch Preiserhöhungen der Anbieter haben die Ausgaben für Software im Jahresverlauf ebenfalls steigen lassen.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Trotz der makroökonomischen Herausforderungen verlief die Geschäftsentwicklung für die GBTEC Software AG günstig. GBTEC ist durch seine herausragende Stellung im Bereich BPM sehr gut durch das Jahr gekommen und auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin gewachsen. Der Umsatz ist auch im Geschäftsjahr 2023 signifikant und stärker als der relevante Markt gestiegen.

Der Gesamtumsatz und der jährlich wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue) sind zwar etwas hinter den Erwartungen und Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 geblieben. Allerdings hat sich der ARR, eine führende Prognosekennzahl für das Geschäft, weiterhin sehr positiv entwickelt und erreichte Ende des vierten Quartals Mio. EUR 18,8. Das entspricht einem Wachstum von 38,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Marktdurchdringung verlief auch 2023 sehr erfolgreich und die Produkte konnten weiter am Markt etabliert werden. GBTEC bietet die Software sowohl im Lizenzkaufmodell als auch im Software-as-a-Service (SaaS)-Modell an. Während der SaaS-Umsatz im Geschäftsjahr 2023 auf Grund der strategischen Fokussierung gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht werden könnte, haben sich die die Lizenzumsätze im Jahr 2023 planmäßig reduziert. Der Gesamtumsatz betrug Mio. EUR 22,7 für das Geschäftsjahr 2023, was einem Wachstum von 19,2 % entspricht (Vorjahr 22,1 %).

Das Betriebsergebnis liegt oberhalb des Planwertes, da einerseits geringerer Material- und Personaleinsatz notwendig waren und die Gesellschaft andererseits Fördermittel im Rahmen einer steuerlichen Forschungsförderung erhalten hat. Zudem wurde das Betriebsergebnis und der Cash-Flow durch mehrere Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Übernahmeprozess beeinflusst. Bereinigt um die Sondereffekte verzeichnete die GBTEC Software AG 2023 weiterhin ein solides organisches Ergebnis. Die bereinigte EBITDA-Marge erreicht 22,5 % (Vorjahr: 21,8 %).

Mitarbeiterentwicklung

Die GBTEC Software AG beschäftigte zum Jahresende 171 Mitarbeiter (Vorjahr 156 Mitarbeiter) inklusive Werkstudenten. Die Mitarbeiter der Auslandsgesellschaften sind darin nicht enthalten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Wie bereits im Vorjahr hat sich die Gesamtleistung der GBTEC erfreulich entwickelt. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis) konnte, trotz verstärkten Investitionen in Marketing/Vertrieb und Produktentwicklung, gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Positiv zur Erhöhung des Betriebsergebnisses hat auch der Erhalt von Fördermitteln im Rahmen der steuerlicher Forschungsförderung beigetragen. Zudem wirkte sich der Einmal-Effekt aus dem Carve-Out der Apromore Beteiligung positiv auf das Ergebnis und die EBIT-Marge aus. Die um den Einmal-Effekt bereinigte EBIT-Marge beläuft sich auf 21 % und konnte gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der GBTEC Holding GmbH beträgt das Jahresergebnis, wie bereits im Vorjahr, TEUR 0,00.

Finanzlage

Generell trägt die wachsende Nachfrage nach GBTEC Produkten und Dienstleistungen zu einem positiven Cashflow bei. Der Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) hat sich von TEUR 235 auf TEUR 336 erhöht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt aufgrund von Kundenvorauszahlungen und empfangener Darlehensrückzahlungen TEUR 4.124 (Vj.: TEUR 2.901). Aus der Investitionstätigkeit flossen TEUR 1.468 (Vj.: TEUR 3.721) ab, insbesondere für den Erwerb der restlichen Anteile des spanischen Tochterunternehmens. Außerdem wurden TEUR 2.535 Fremdkapital aus dem Konzernverbund zurückgezahlt. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft zeigt sich sehr stabil. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Auf der Aktivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme zurückzuführen auf a) den Erwerb der Anteile an der GBTEC Software S.L vom Joint Venture Partner mit TEUR 2.500, b) den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 552 auf Grund des Umsatzwachstums, c) den positiven Bilanzeffekt aus dem Carve-out der Apromore-Anteile mit TEUR 4.614. Der Rückgang der Intercompany Forderungen aus Darlehen um TEUR 2.018 hat einen gegenläufigen Effekt auf die Bilanzsumme.

Der Bestand der liquiden Mittel hat sich als Resultat der vorherigen Punkte nur unwesentlich erhöht.

Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Passivseite resultiert weitestgehend aus der Forcierung der SaaS-Umsätze und der damit einhergehenden Zunahme der passiven Rechnungsabgrenzungsposten, sowie aus dem Anstieg der Intercompany-Verbindlichkeiten gegenüber der GBTEC Holding GmbH.

Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der GBTEC Holding GmbH ist das Eigenkapital unverändert geblieben. Die Eigenkapitalquote ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr von 33,7 % auf 25,5 % gefallen. Dies resultiert aus dem deutlichen Anstieg der Bilanzsumme.

Insgesamt beurteilt der Vorstand den Verlauf des Jahres 2023 sehr positiv. Das Wachstum konnte trotz schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und weltweiter geopolitscher Spannungen weiter gesteigert werden. Die Einführung der neuen Cloud Technologie sowie die Ausweitung der Produktpalette hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt und war der Wachstums- und Erfolgstreiber bei GBTEC.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Das wichtigste Kapital von GBTEC sind die Mitarbeiter. In einen zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld und auf einem Arbeitnehmermarkt, in dem jedes Unternehmen die besten Talente für sich gewinnen möchte, ist es eine zentrale Herausforderung, Talente für GBTEC zu gewinnen, zu entwickeln und halten zu können. Das starke Wachstum bei GBTEC wird auch in Zukunft davon abhängig sein, hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die verschiedenen Bereiche des Unternehmens zu gewinnen und zu halten. Um dem Fluktuationsrisiko zu begegnen und dem Erfolgsfaktor Mitarbeitergewinnung und -entwicklung Rechnung zu tragen, wurde die Personalabteilung vergrößert, damit Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit, zielgerichtete Aus- und Weiterbildung und proaktive Förderung von Talenten sowie das Employer Branding intensiver bearbeitet werden können. Darüber hinaus bietet GBTEC flache Hierarchien, flexible Arbeitszeiten und ein wertschätzendes, modernes Arbeitsumfeld. Insgesamt geht GBTEC davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen eine gute Basis sind, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen und die Personalrisiken zu reduzieren.

Risiken aus mangelndem Betriebskontinuitätsmanagement

GBTEC erbringt in signifikantem Umfang Leistungen zum Betrieb und zur Betriebsunterstützung der BIC Produkte. Die kontinuierliche Verfügbarkeit aller dafür notwendigen Systeme und Prozesse ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Unterbrechungen können zu Umsatzeinbußen durch Preisminderungen und erhöhter Kündigungsrate führen.

Um die Verfügbarkeit unserer Leistungen zu gewährleisten, setzen wir hohe Standards an. Softwareentwicklung und Betrieb erfolgen nach ISO9001 und ISO27001-zertifizierten Prozessen. Auf Sicherheit der Software und Infrastruktur legen DevOps- und IT-Security-Spezialisten in allen Teams besonderen Fokus. Die Überprüfung von Sicherheitsmaßnahmen und Notfallprozessen erfolgt regelmäßig. Die Bereitstellung der Infrastruktur haben wir namhaften, ISO27001-zertifizierten Cloud-Infrastructure-Providern übertragen sowie entsprechende Service-Level- und Auftragsverarbeitungsvereinbarungen geschlossen. Das Risikomanagement-System ist gemäß ISO9001:2015 implementiert und zertifiziert. Die 2022 gestartete Zertifizierung nach ISO27001 wurde im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen.

Risiken aus mangelnder Innovationsfähigkeit oder versäumten Produktinnovationen

Die Softwarebranche ist gekennzeichnet durch schnellen Innovationszyklen, sowohl hinsichtlich neuer Produkte als auch im Cloud-Geschäft und der Go-to-Market-Modelle im Umfeld des Internet of Things (IoT). Diese beruhen auf sich kontinuierlich ändernden Kunden-, Markt- und Integrationserfordernissen. Neue Investitionstrends sind schwer vorhersehbar oder werden unter Umständen zu spät erkannt. Um dem Risiko von Fehlentwicklungen vorzubeugen und die Innovationsfähigkeit zu gewährleisten, werden neue Produktlinien mit wichtigen Schlüsselkunden gemeinsam entwickelt.

GBTEC verfügt über eine große Anzahl an Kunden aus unterschiedlichsten Branchen und steht mit diesen in regelmäßigem Austausch. Interne Management-Steerings und diverse externe Veranstaltungen mit Kunden stellen den Innovationsweg von GBTEC sicher, um auch in Zukunft wachsen zu können und wettbewerbsfähig zu sein.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Geschäftspartner von GBTEC seiner Verpflichtung nicht nachkommt. Betroffen sind hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistung. Es können sich direkte Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Durch die Einführung entsprechender elektronischer Prozesse für das Forderungsmanagement konnte das Ausfallrisiko entsprechend minimiert werden. Auf Grund der diversifizierten Märkte, der Kundenstruktur und der bonitätsstarken Kunden der GBTEC wird ein Klumpenrisiko vermieden und das Ausfallrisiko reduziert. Durch die überwiegend hohe Bonität der Kunden sind die langjährigen durchschnittlichen Forderungsausfälle eher gering.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass möglicherweise nicht ausreichend Barmittel zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Die hohe Ertragskraft und Rentabilität von GBTEC stellt aktuell jederzeit ein hohes Maß an Liquidität sicher. Durch die Fokussierung des Vertriebes auf das SaaS-Modell fließt dem Unternehmen regelmäßig wiederkehrende Liquidität zu. Das Liquiditätsrisiko ist als sehr gering einzustufen, da die aktuelle Liquidität wesentlich höher ist als der benötigte Cashflow.

Währungs- und Zinsrisiko

GBTEC erwirtschaftet einen Großteil der Umsätze in Europa und fakturiert hier vorwiegend in Euro. Es werden aber auch Geschäfte mit Fremdwährungen wie US-Dollar, Australischer Dollar und Schweizer Franken getätigt. Für diese Geschäfte besteht ein Währungsrisiko. Dieses wird durch ein aktives Währungsmanagement gesteuert und minimiert. Signifikante Zinsrisiken bestehen nicht, da GBTEC sein Geschäft vollständig aus Eigenmitteln der GBTEC-Gruppe finanziert.

Chancen GBTEC

Das primäre Ziel der GBTEC Software AG und der GBTEC Gruppe ist es, ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu generieren und somit den Unternehmenswert zu steigern. Die Digitalisierung der Welt schreitet immer schneller voran. Die Covid-Pandemie hat gezeigt, wie sehr digitale Technologien und Innovationen Unternehmen in Krisenzeiten unterstützen können, widerstandsfähiger zu werden. Der Softwarevertrieb im SaaS reduziert das Investitionsrisiko der Kunden und hat gleichzeitig einen großen Einfluss auf die Geschäftsprozesse. Dadurch steigt der Bedarf nach Software für BPM und Automatisierung. Die Prognosen renommierter Analysten zeigen hier zweistellige Wachstumsraten für die nächsten Jahre. Mit der Entwicklung von weiteren Produktlinien für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird die Grundlage für ein langfristiges Wachstum sichergestellt. Durch die Einbeziehung von Schlüsselkunden in die Entwicklung neuer Produktlinien werden die praktischen Bedürfnisse des Marktes berücksichtig und die Innovationsfähigkeit wird sichergestellt. Wir sind überzeugt das die Entwicklung neuer Produktlinien in den nächsten Jahren zum weiteren signifikanten Wachstum beitragen wird.

Mit der Umstellung des Vertriebsmodells von einmalig zu Beginn der Vertragslaufzeit zu erfassenden Umsatzerlösen auf jährlich zu erfassende Umsatzerlöse (Subskriptionen und Software as a Service, SaaS) geht zwar eine vorübergehende Verschlechterung der operativen Ergebnismarge einher. Mittel- und langfristig gesehen führt dies aber auf Grund von erfolgreichen Kundenbeziehungen zu höheren Gesamterträgen und zu kontinuierlichen Liquiditätszuflüssen, die die Basis für zukünftiges Wachstum darstellen.

Mit dem Einstieg des auf Software-Unternehmen spezialisierten Investors Carlyle erwartet GBTEC zudem die Ausschöpfung weitere Wachstumspotenziale für die Zukunft, die sich vor allem aus der internationalen Expansion der Unternehmensgruppe und aus dem Ausbau des Produktportfolios ergeben.

Prognose / Voraussichtliche Marktentwicklung

Die Risken für die Weltwirtschaft bleiben weiterhin hoch und bremsen, trotz sinkender Inflation und der erwarteten Zinssenkung, das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert deshalb für 2024 ein globales Wachstum der Produktion von 2,9 % und für 2025 von 3,2 %.

Führende Wirtschaftsinstitute erwarten, dass die deutsche Wirtschaft in 2024 mit einem Plus von 0,1 % stagniert. Das Wachstum des verfügbaren Realeinkommens könnte den privaten Konsum ankurbeln, während höhere Zinsen weiterhin die Bauinvestitionen belasten. Auch das Fehlen wesentlicher Impulse aus der Weltwirtschaft wirkt sich bremsend auf die Expansion aus. Das IfW erwartet neben rückläufiger Inflationsrate und robustem Arbeitsmarkt eine allmähliche Steigerung der Auslandsnachfrage und geht deshalb von einem BIP-Wachstum von 1,2 % für 2025 aus.

Das Wachstum im Euroraum wird voraussichtlich im nächsten Jahr allmählich zunehmen und die europäische Wirtschaft dürfte wieder an Zugkraft gewinnen steigende Reallöhne, eine nachlassende Inflation und bessere Finanzierungsbedingungen sollten das Wirtschaftswachstum unterstützen. Das BIP-Wachstum wird jedoch 2024 mit +0,8 % weiterhin schwach bleiben, bevor es 2025 auf 1,5 % ansteigt.

Die US-Wirtschaft erlebt eine weiche Landung. Nach einem BIP-Wachstum von 1,3 % im dritten Quartal 2023 wird laut IfW eine deutliche Abschwächung erwartet. Für 2024 und 2025 prognostiziert das IfW deshalb ein BIP-Wachstum von 1,5 % bzw. 2,0 %.

Prognose / Branchenspezifische Entwicklung

Gartner prognostiziert für 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von insgesamt ca. Bio. USD 5 was einem Zuwachs von 6,8 % gegenüber 2023 entspricht. Obwohl es 2023 einem großen Hype um generative KI (GenAI) gab, wird sich dies nach Meinung der Gartner Analysten in naher Zukunft nicht wesentlich auf das Wachstum der IT-Ausgaben auswirken. Der Bereich ITDienstleistungen wird auch 2024 weiter zulegen und das stärkste Ausgabensegment im IT-Sektor darstellen. So dürften die Ausgaben für IT-Dienstleistungen 2024 um 8,7 % auf Bio. USD 1,5 steigen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen in Projekte zur Steigerung und Optimierung ihrer organisatorischen Effizienz investieren.

In Deutschland sollen im Jahr 2024 die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 % wachsen und voraussichtlich ein Volumen von Mrd. EUR 224,3 erreichen.

In der Informationstechnik in Deutschland wird für 2024 ein Umsatz von Mrd. EUR 151,5 erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 %. Auf den anteilsmäßig größten Bereich IT-Hardware entfallen dabei im Jahr 2024 ca. Mrd. EUR 54,4. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 4,6 % gegenüber dem Jahr 2023. Die Ausgaben im Segment Software werden mit voraussichtlich 9,4 % auf Mrd. EUR 45,4 das größte Wachstum verzeichnen. Die Ausgaben für IT-Services werden sich im laufenden Jahr um voraussichtlich 4,8 % auf Mrd. EUR 51,7 erhöhen.

Der weltweite Markt für Geschäftsprozessmanagement wird im Jahr 2024 auf ca. Mrd. USD 15,0 geschätzt. Es wird vorhergesagt, dass der Markt bis zum Jahr 2029 mit einem jährlich annualisierten Wachstum (CAGR) von ca. 11,8 % auf Mrd. USD 26,2 wachsen wird.

Prognose und weiterer Ausblick der Geschäftsleitung

Die geopolitischen Risiken haben sich im Geschäftsjahr 2023 insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikt zwischen Israel und Palästina wesentlich erhöht, wodurch sich die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich verschlechtert hat.

Da das Geschäft eines international tätigen Unternehmens wie GBTEC stark von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig ist, kann eine weltweite konjunkturelle Abschwächung - insbesondere in den von GBTEC bedienten Märkten - dazu führen, dass die geplanten Umsätze und Ergebnisbeiträge nicht erreicht werden.

Die Geschäftsleitung der GBTEC geht jedoch davon aus, dass, bedingt durch die weltweiten Digitalisierungsinitiativen, weiterhin generell von einem langfristigen Wachstum im Geschäftsfeld von GBTEC auszugehen ist.

Um einen größeren Teil des Marktes zu nutzen, setzt GBTEC beim Neugeschäft auf drei Faktoren: die Gewinnung von Neukunden durch Investitionen in Marketing und Vertrieb, die Erweiterung bestehender Kundenverträge um neue Produkte und die Migration bestehender Kundenverträge auf Subskriptionen. Für das Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand daher von einem deutlichen Wachstum beim Umsatz aus. Um Umsatz und Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern, soll neben Investitionen in die Produktentwicklung auch weiterhin verstärkt in Marketing und Vertrieb investiert werden.

Carlyle plant gemeinsam mit dem Management der GBTEC die internationale Expansion der Unternehmensgruppe weiter zu beschleunigen und auch Add-On Akquisitionen vorzunehmen, wenn diese GBTEC strategisch weiterbringen. Zudem ist auch der weitere Ausbau des Produktportfolios geplant, insbesondere im Bereich Digital Process Automation (DPA) und künstliche Intelligenz fließen.

Trotz der geplanten Investitionen in Marketing und Vertrieb sowie intensiver Investitionen in neue Produktlinien und F&E rechnet der Vorstand mit einem Wachstum des Betriebsergebnisses um ca. 30 %.

Durch die starke finanzielle Stabilität bei GBTEC sieht der Vorstand das Unternehmen auch in schwierigen Zeiten gut aufgestellt. Unsere strategischen Fokusthemen wie die weitere Internationalisierung, die intensivierte Go-to-Market Strategie, die Weiterentwicklung der Produkte und Innovationen, die hohe Anzahl an Kunden sowie der wachsende Anteil der wiederkehrenden Umsätze stabilisieren dabei das Unternehmen und machen es resilienter gegen Krisen.

Der Vorstand erwartet, dass sich das SaaS-Geschäft im Geschäftsjahr 2024 weiter beschleunigen wird. Auf der Basis der aktuellen Entwicklung sehen wir auch für die weitere Zukunft Zuwächse bei Umsatz und Ertrag und sehen deshalb derzeitig keine Notwendigkeit für Kapitalmaßnahmen.

Alle Einschätzungen sind durch den Vorstand nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen worden.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die GBTEC Software AG entwickelt Software für Business Process Management (BPM), Governance Risk and Compliance (GRC) sowie Prozessautomation. Die Produkte firmieren unter dem Namen BIC Platform. GBTEC bietet die Software sowohl im Lizenzkaufmodell als auch im Software-as-a-Service (SaaS)-Modell an. Das SaaS-Modell wird aufgrund seiner strategischen Bedeutung in den nächsten Jahren weiter forciert werden. Die GBTEC Software AG arbeitet permanent an der Weiterentwicklung des Produktportfolios mittels intensiver F&E-Tätigkeit. Die IT-Entwicklung für den Bereich BPM und Prozessautomation ist am Standort des Unternehmens in Bochum ansässig, während die Weiterentwicklung der GRC-Komponente von der Schwestergesellschaft GBTEC Austria GmbH am Standort in Wien betrieben wird. In der spanischen Tochtergesellschaft in A Coruña ist ein Teil der IT-Entwicklung ansässig, die einzelne Features entwickelt, die sowohl in Bochum als auch in Wien in die Produkte integriert werden.

Die Gesellschaft betreibt im branchenüblichen Rahmen Weiterentwicklungen ihrer Produkte. 2020 wurde die weitere Produktlinie BIC GRC aufgenommen. Mit der Entwicklung von weiteren Produktlinien für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird ein langfristiges Wachstum sichergestellt. Neue Produktlinien werden zudem mit wichtigen Schlüsselkunden gemeinsam entwickelt.

Die 2022 gestartete Zertifizierung nach ISO27001 wurde im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen.

 

5. August 2024

gez. Gregor Greinke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.669.972,87 8.407.889,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 451.309,37 156.690,85
II. Sachanlagen 636.258,60 750.151,00
III. Finanzanlagen 2.582.404,90 7.501.047,84
B. Umlaufvermögen 19.677.802,76 9.371.283,12
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.045.175,50 6.859.133,03
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.632.627,26 2.512.150,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 463.016,88 259.952,48
Summe Aktiva 23.810.792,51 18.039.125,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.074.373,57 6.074.373,57
I. Gezeichnetes Kapital 151.350,00 151.350,00
II. Gewinnrücklagen 25.000,00 25.000,00
III. Bilanzgewinn 5.898.023,57 5.898.023,57
B. Rückstellungen 999.020,28 985.992,36
C. Verbindlichkeiten 11.532.499,56 7.693.144,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.204.899,10 3.285.615,25
Summe Passiva 23.810.792,51 18.039.125,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 24.882.621,98 17.432.358,95
2. Personalaufwand 11.213.061,89 9.679.985,37
a) Löhne und Gehälter 9.457.558,24 8.172.187,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.755.503,65 1.507.797,63
davon für Altersversorgung 128.338,53 106.144,74
3. Abschreibungen 336.202,19 235.231,45
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 336.202,19 235.231,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.451.512,15 3.017.566,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 86.068,99 81.600,74
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 52.407,97
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.326,70 51.558,79
davon aus verbundenen Unternehmen 33.547,01 50.304,03
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.687,50 55.000,00
davon an verbundene Unternehmen 79.687,50 55.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 9.859.484,95 4.548.542,10
9. sonstige Steuern 2.239,94 3.758,88
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 9.857.245,01 4.544.783,22
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.898.023,57 5.898.023,57
13. Bilanzgewinn 5.898.023,57 5.898.023,57

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der GBTEC Software AG wurde auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Bei der Aufstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden die generellen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB beachtet und eingehalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GBTEC Software AG
Firmensitz laut Registergericht: Bochum
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bochum
Register-Nr.: HRB 9621

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Anschreibungen vermindert.

Das Sachanlagenvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von Euro 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als Euro 250,00 bis Euro 800,00 die nach dem 31. Dezember 2020 angeschafft worden sind, wurden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Euro 151.350,00. Es ist eingeteilt in 151.350 Namensaktien, die als Stückaktien mit einem Nennwert von je Euro 1,00 angegeben worden sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden, wie im Vorjahr auch, netto ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von Euro 12.133.044,17 (Vorjahr: Euro 105.558,40) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von Euro 225.336,45 (Vorjahr: Euro 147.394,38) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen gegenüber Personal TEuro 911,7
sonstige Risiken TEuro 87,3

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

31.12.2023 (31.12.2022)
Euro
bis zu 1 Jahr
Euro
1 und 5 Jahren
Euro
mehr als 5 Jahren
Euro
gesicherte Beträge
Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 340.676,08 340.676,08 0,00 0,00 0,00
(292.363,61) (292.363,61) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.048.366,61 11.048.366,61 0,00 0,00 0,00
(7.268.507,82) (4.813.507,82) (2.455.000,00) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 143.456,87 143,456,87 0,00 0,00 0,00
(132.272,68) (132.272,68) (0,00) (0,00) (0,00)
11.532.499,56 11.532.499,56 0,00 0,00 0,00
(7.693.144,11) (5.238.144,11) (2.455.000,00) (0,00) (0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von Euro 191.121,60 (Vorjahr: Euro 268.724,60) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 129.841,15 (Vorjahr: Euro 115.990,30) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 14.556,12 (Vorjahr: Euro 13.842,60) enthalten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Abschlussstichtag in Form von Leasing- und Wartungsverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter, deren restliche kumulierte Verpflichtungen betragen Euro 556.472,06. Der jährliche Mietaufwand incl. Nebenkostenvorauszahlung für die bis längstens zum 31.03.2031 abgeschlossenen Mietverträge beträgt Euro 613.289,00. Die Gesamtverpflichtung beträgt Euro 2.835.342,00.

Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind einmalige Erträge aus dem Verkauf einer Beteiligung in Höhe von Euro 4.613.667,47 enthalten.

Fremdwährungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet wurden. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen Euro 34.757,69 (Vorjahr: Euro 151.160,95), die Aufwendungen betrugen Euro 86.068,99 (Vorjahr: Euro 81.600,74).

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung für die Unterstützung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von Euro 127.655,68 (Vorjahr: Euro 105.461,89).

Erträge und Aufwendungen von verbunden Unternehmen

Die Zinserträge enthaltenen Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 33.547,01 (Vorjahr: Euro 50.304,03). Die Zinsaufwendungen enthaltenen Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 79.687,50 (Vorjahr: Euro 55.000,00).

Bilanzgewinn Vorjahr
Euro Euro .
Jahresüberschuss 0,00 0,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.898.023,57 5.898.023,57
Bilanzgewinn 5.898.023,57 5.898.023,57

Sonstige Angaben

Beteiligungen

Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklauseln des § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB.

Unternehmensverbindungen

Folgende Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 Abs. 1 bzw. Abs. 4 AktG mitgeteilt wurden, wurden gem. § 20 Abs. 6 AktG bekannt gemacht:

Die GBTEC Holding GmbH mit Sitz in Bochum hat gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr auch ohne Hinzurechnung nach § 20 Abs. 2 AktG sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien an der GBTEC Software AG als auch eine Mehrheitsbeteiligung gehört.

Die nachfolgenden Unternehmen haben gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG i.V.m. § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen jeweils auch ohne Hinzurechnung nach § 20 Abs. 2 AktG sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien an der GBTEC Software AG als auch eine Mehrheitsbeteiligung gehört, da ihnen gemäß § 16 Abs. 4 AktG die von der GBTEC Holding GmbH unmittelbar gehaltenen Aktien an der GBTEC Software AG zuzurechnen sind:

GBTEC BidCo GmbH mit Sitz in Bochum

GBTEC HoldCo GmbH mit Sitz in Bochum

GBTEC TopCo GmbH mit Sitz in Bochum

CETP V Starlight 2 S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

CETP V Starlight 1 S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

CETP V Participations S.à r.l., SICAR, mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

Carlyle Europe Technology Partners V, SCSp mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

Carlyle Europe Technology Partners V-EU, SCSp mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

CETP V Managing GP, L.P. mit Sitz in Ontario, Kanada

CETP V Lux GP S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg

CETP V Holdings L.L.C. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

TC Group Cayman Investment Holdings Sub L.P. mit Sitz in George Town, Cayman Islands

TC Group Cayman Investment Holdings L.P. mit Sitz in George Town, Cayman Islands

CG Subsidiary Holdings L.L.C. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

Carlyle Holdings I L.P. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

Carlyle Holdings I GP Sub L.L.C. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

Carlyle Holdings I GP Inc. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

The Carlyle Group Inc. mit Sitz in Wilmington, Vereinigte Staaten

Der GG Capital Holding GmbH, Gesundheitscampus-Süd 23, 44801 Bochum (eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter HRB 17377) gehört mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der GBTEC Software AG, da ihr Aktien der GBTEC Holding GmbH zuzurechnen sind.

Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der GBTEC TopCo GmbH, Bochum und wird als verbundenes Unternehmen in deren Konzernabschluss einbezogen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt.

Arbeitnehmergruppen Zahl
Werkstudenten 37,25
Übrige Angestellte 122,50

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 159,75.

Mitglieder des Vorstands

Gregor Greinke (Vorstandsvorsitzender) ausgeübter Beruf: CEO der GBTEC Software AG
Michael Dierks ausgeübter Beruf: CEO der GBTEC Software AG

Mitglieder des Aufsichtsrats

Michael Jürgen Wand, Investmentberater, (Aufsichtsratsvorsitzender) ab 19.02.2024

Christoph Michael Gadermair, Investmentberater, ab 19.02.2024

Christian Schwer, Steuerberater

ven Paul van Berge Henegouwen, Investment Professional, (Aufsichtsratsvorsitzender) bis 22.12.2023

Hans Charly Zwemstra, Investment Professional, bis 22.12.2023

Gesamtbezüge der Organe

Die Angabe der Vorstandsbezüge und der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder entfällt aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung folgenden Ergebnisverwendungsbeschluss unterbreiten:

31.12.2023
Gewinnvortrag 5.898.023,57
Jahresüberschuss 0,00
Bilanzgewinn 5.898.023,57
Vortrag auf neue Rechnung 5.898.023,57
Bilanzgewinn 5.898.023,57

Unterschrift des Vorstandes

 

Bochum, den 5. August 2024

Unterschrift

Bericht des Aufsichtsrats

1. Prüfung der Geschäftsführung während des Geschäftsjahres 2023

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach dem Gesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat ist durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands laufend über die wirtschaftliche Lage der GBTEC Software AG unterrichtet worden. Im Geschäftsjahr 2023 kam der Aufsichtsrat zu mehreren ordentlichen Sitzungen unter Teilnahme des Vorstands zusammen.

Neben der allgemeinen Geschäftsentwicklung wurden in den Sitzungen die Erweiterung der Produktpalette, die Stärkung des Management-Teams, die Internationalisierung in zukünftige Wachstumsmärkte sowie weitere potentielle Zukäufe diskutiert. Außerdem wurde über Investitionsvorhaben, vor allem im Bereich Entwicklung, Marketing und Sales, diskutiert und entschieden.

Die BIC Platform hat im Jahr 2023 erneut Anerkennung gefunden, wie der G2 Report für Business Process Management Software zeigt. Unsere Software wurde als eines der leistungsstärksten Tools am Markt ausgezeichnet. Dies bestätigt unsere führende Rolle in der Branche und motiviert uns, den eingeschlagenen Weg der Innovation und Qualität fortzusetzen. Die Veröffentlichung von zwei neuen Whitepapers im Dezember 2022 unterstreicht unser Engagement für Qualitätsmanagement und Kundenzufriedenheit. Diese Publikationen bieten wertvolle Einblicke und zeigen auf, wie Unternehmen ihre Prozessautomation mit Citizen Developern fördern können.

Für das kommende Jahr liegt der Fokus auf der weiteren Optimierung unserer Produkte und der Erschließung neuer Märkte. Mit dem BIC Process Automation Assessment bieten wir unseren Kunden ein innovatives Tool zur automatisierten Erkennung von Automationspotenzialen in Kundenprozessen an. Dieses Verfahren, basierend auf künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, wird die Effizienz und Effektivität unserer Kunden maßgeblich steigern.

Die GBTEC Software AG hat im Jahr 2023 eine bemerkenswerte finanzielle Leistung erbracht, die durch eine Kombination aus starkem Umsatzwachstum, erfolgreichen Produktinnovationen und einer soliden Marktpositionierung gekennzeichnet ist. Die Anerkennung als "High Performer" durch das Bewertungsportal G2 sowie die erneute Nennung als repräsentativer Anbieter für Enterprise Business Process Analysis (EBPA) durch Gartner® sind Indikatoren für die positive Resonanz des Marktes und die Zufriedenheit der Kunden mit den Produkten der GBTEC Software AG.

Mit der Alleingesellschafterin, der GBTEC Holding GmbH, besteht seit September 2020 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

2. Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Bilanzgewinnverwendungsvorschlag

Grundlage waren der fertige Bericht vom 05. August 2024 der Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft und die Vorstellung und Erläuterung durch Herrn Fricke, Wirtschaftsprüfer bei der Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft.

Der Lagebericht entspricht den unterjährig stattgefundenen Berichten des Vorstands an den Aufsichtsrat. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages beträgt der Jahresüberschuss Euro 0,00. Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat unterstützt diesen Vorschlag.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der GBTEC Software AG hat der Aufsichtsrat gebilligt. Da § 18 (7) e der Satzung die Genehmigung der Hauptversammlung vorsieht, legt der Vorstand den Jahresabschluss gemäß § 172 AktG der Hauptversammlung zur Feststellung vor.

Das Geschäftsjahr 2023 war das umsatzstärkste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen.

Durch den Verkauf der Beteiligung an der apromore Holding PTY Ltd. konnte ein Gewinn in Höhe von rd. Euro 4,6 Mio. erzielt werden.

Des Weiteren hat das Unternehmen sich durch zahlreiche Produkt- und Marketinginitiativen noch stärker als bisher für zukünftiges Wachstum positioniert. Dafür dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GBTEC Software AG.

 

Bochum, den 27. November 2024

Für den Aufsichtsrat

Michael Jürgen Wand

Einladung / TO Hauptversammlung

Niederschrift über eine ordentliche Hauptversammlung der

GBTEC Software AG mit dem Sitz in Bochum

Versammlungsort: Geschäftsräume der Gesellschaft, Gesundheitscampus-Süd 23, 44801 Bochum

Datum: 27. November 2024

Am 27. November 2024 fand eine ordentliche Hauptversammlung der GBTEC Software AG mit dem Sitz in Bochum, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter HRB 9621, statt.

Es waren anwesend und nahmen an der Hauptversammlung teil:

1. Vom Aufsichtsrat

Die folgenden Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft:

- Herr Michael Wand (Vorsitzender)

- Herr Christoph Gadermair (stellvertretender Vorsitzender)

- Herr Christian Schwer (Mitglied des Aufsichtsrats)

2. Vom Vorstand

Da folgende Mitglied des Vorstands war anwesend:

- Herr Gregor Greinke (Vorsitzender)

3. Aktionäre und Aktionärsvertreter

Die in dem als Anlage beigefügten Teilnehmerverzeichnis aufgeführte Alleinaktionärin der Gesellschaft.

4. Sonstige

- Herr Peter Fricke, Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (Abschlussprüfer)

- Herr David Biasi (Protokollführer)

Herr Wand übernahm gemäß § 16 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats die Leitung der ordentlichen Hauptversammlung und eröffnete diese um 12:54 Uhr.

Der Versammlungsleiter stellte sodann fest, dass sämtliche der insgesamt 151.350 Namensaktien der Gesellschaft im Nennwert von jeweils EUR 1,00 anwesend bzw. vertreten seien, eine Präsenz von 100% bestehe und es sich damit bei der heutigen ordentlichen Hauptversammlung um eine Vollversammlung gemäß § 121 Abs. 6 AktG handele, die Beschlüsse auch unter Verzicht auf die Einhaltung der aktienrechtlichen Einberufungsvorschriften fassen könne, sofern die Alleinaktionärin der Beschlussfassung nicht widerspreche.

Er fragte die anwesende Alleinaktionärin, ob Einwände gegen die Feststellung erhoben würden, dass alle Aktionäre der Gesellschaft anwesend oder vertreten seien, und ob die Alleinaktionärin auf die Einhaltung der aktienrechtlichen Einberufungsvorschriften verzichten oder der heutigen Beschlussfassung als Vollversammlung widersprechen wollen. Die Alleinaktionärin verzichtete hierauf auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Satzung für die Einberufung, Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung statuierten Vorschriften über Formen, Fristen, Beschlussvorschläge, Berichte und Bekanntmachungen und erklärte, der Beschlussfassung als Vollversammlung nicht widersprechen zu wollen. Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Alleinaktionärin auf die Einhaltung der aktienrechtlichen Einberufungsvorschriften verzichten und der Beschlussfassung nicht widersprechen wolle.

Der Versammlungsleiter legte sodann das Teilnehmerverzeichnis für die Dauer der ordentlichen Hauptversammlung zur Einsicht aus.

Der Versammlungsleiter ordnete an, dass in dieser ordentlichen Hauptversammlung per Handzeichen abgestimmt werde. Die Abstimmung erfolge im sogenannten Additionsverfahren, d.h. die Ja- und Nein-Stimmen werden getrennt gezählt und die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen festgestellt. Ungültige Stimmen und Stimmenthaltungen würden nicht gezählt.

Die Tagesordnung wurde sodann wie folgt erledigt:

TOP 1 Verzicht auf Formen und Fristen

Beschlussvorschlag:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Satzung für die Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung statuierten Vorschriften über Formen, Fristen, Beschlussvorschläge, Berichte und Bekanntmachungen zu verzichten.

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Die Hauptversammlung verzichtete somit auf die Einhaltung aller Form- und Fristerfordernisse.

TOP 2 Darstellung der Entwicklung der Gesellschaft

Darstellung der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und entsprechender Lagebericht durch Herrn Greinke.

TOP 3 Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023

Der Abschlussprüfer berichtete über die Prüfung des Jahresabschlusses für das Jahr 2023. Der Aufsichtsrat hat den von der Märkischen Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft erstellten Prüfungsbericht über die durchgeführte Prüfung des Jahresabschlusses geprüft und keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 erhoben. Der Bericht des Aufsichtsrates lag zur Einsichtnahme vor. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 mit Beschluss vom 27. November 2024.

Beschlussvorschlag:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt.

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Die Hauptversammlung stellte den Jahresabschluss per 31.12.2023 fest.

TOP 4 Verwendung des Bilanzgewinns

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung zum 31.12.2023 beträgt EUR 9.857.245,01. Aufgrund des zwischen der GBTEC Holding GmbH und der GBTEC Software AG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird dieses Ergebnis an die Muttergesellschaft GBTEC Holding GmbH abgeführt. Somit beträgt der Jahresüberschuss 0 Euro.

Beschlussvorschlag:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor:

Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.898.023,57 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Bilanzgewinn bleibt unverändert mit EUR 5.898.023,57 bestehen.

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Die Hauptversammlung schließt sich den Vorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat an und beschließt, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

TOP 5 Entlastung des Vorstands

Nach § 120 I, 1 AktG war über die Entlastung des Vorstandes zu befinden.

Beschlussvorschlag:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor,

- den Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Gregor Greinke für das Geschäftsjahr 2023

- das Vorstandsmitglied Herrn Michael Dierks für das Geschäftsjahr 2023

zu entlasten.

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Die Hauptversammlung erteilte dem Vorstandsvorsitzenden und dem Vorstandsmitglied Entlastung.

TOP 6 Entlastung des Aufsichtsrats

Nach § 120 I, 1 AktG war über die Entlastung des Aufsichtsrats zu befinden.

Beschlussvorschlag:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen:

- Herrn Sven van Berge Henegouwen

- Herrn Charly Zwemstra

- Herrn Christian Schwer

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Die Hauptversammlung erteilte den Aufsichtsratsmitgliedern Entlastung.

TOP 7 Bestellung Abschlussprüfer

Gem. § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG war über die Bestellung des Abschlussprüfers zu beschließen.

Beschlussvorschlag:

Der Aufsichtsrat hat die Märkische Revision GmbH mit Sitz in Bochum zum Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 vorgeschlagen.

Die Aktionärin und der Vorstand äußerten hiernach, dass sie sich den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers vorsorglich jeweils als eigenen Vorschlag zu Eigen machen.

Der Versammlungsleiter stellte sodann die Bestellung der

Märkische Revision GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft

Königsallee 47

44789 Bochum

zur Abstimmung.

Die Alleinaktionärin stimmte entsprechend dem Beschlussvorschlag per Handzeichen mit "ja".

Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/ Steuerberatungsgesellschaft zum Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 bestellt wurde.

TOP 8 Verschiedenes

Hierzu gab es keine Wortmeldungen.

Der Versammlungsleiter verkündete das Ergebnis der einzelnen Beschlussfassungen und stellte fest, dass alle vorgenannten Beschlüsse bei unveränderter Präsenz von 100% des Grundkapitals einstimmig gefasst und jeder der Beschlussvorschläge damit mit der erforderlichen Mehrheit angenommen worden sei.

Sämtliche Beschlüsse wurden per Handzeichen gefasst und vom Versammlungsleiter mit den vorstehenden Ergebnissen verkündet und festgestellt.

Nachdem Weiteres nicht zu verhandeln war, schloss der Versammlungsleiter die ordentliche Hauptversammlung um 13:17 Uhr.

Die Alleinaktionärin erklärte vorsorglich ihren Verzicht auf ihr Recht, die Beschlüsse dieser ordentlichen Hauptversammlung anzufechten, insbesondere, gegen die Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung Widerspruch zu erheben.

(Michael Wand)

Versammlungsleiter

Anlage

Teilnehmerverzeichnis

Nr. Name des Aktionärs Anschrift Name und Wohnort des Vertreters Nennwert der vertretenen Aktien
in EUR
Anzahl der vertretenen Stimmen
1 GBTEC Holding GmbH (AG Bochum, HRB 18739) Gesundheitscampus-Süd 23, 44801 Bochum Gregor Greinke (Geschäftsführer) 151.350 151.350
(100%)
Gesamt 151.350 151.350 (100%)

 

Bochum, 27. November 2024

Michael Wand

Versammlungsleiter

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bochum, 05. August 2024

gez. Gregor Greinke

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die GBTEC Software AG, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GBTEC Software AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GBTEC Software AG, Bochum für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bochum, 5. August 2024

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