e2e Fab Solutions GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thilo Rau seit 25.8.2017 | Geschäftsführer |
Ayla Cevher Busch seit 12.12.2006 | Geschäftsführer |
Sami Sinan Busch seit 12.9.2006 | Geschäftsführer |
Attila Kaya Busch seit 12.9.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.91% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Busch SEMaulburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Busch SE, Maulburg Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Busch SE, Maulburg und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern") - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Busch SE für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wurde im Konzernanhang keine Aufgliederung der Umsatzerlöse vorgenommen. Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat nicht angegeben. Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wurden im Konzernanhang die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers unterlassen. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 10. Mai 2023 Dehmer
audit & tax GmbH
JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer Felix Steinmetz, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der Busch SE, MaulburgAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022der Busch SE, Maulburg
Konzernkapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 der Busch SE, Maulburg
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022der Busch SE, Maulburg
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der Busch SE, MaulburgI. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses II. Konsolidierungskreis III. Konsolidierungsmethoden IV. Währungsumrechnung V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VIII. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung IX. Sonstige Angaben X. Nachtragsbericht I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss der Busch SE für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. sowie der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandards wurden nicht angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist zur besseren internationalen Vergleichbarkeit nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung wird nach den Regelungen des DRS 21 aufgestellt. Auf die Angabe von Vorjahreszahlen in der Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21.22 verzichtet. Der Konzerneigenkapitalspiegel wird nach den Regelungen des DRS 22 aufgestellt. Auf die Darstellung des Konzerneigenkapitalspiegels des Vorjahres wurde nach DRS 22.21 verzichtet. Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen innerhalb der sonstigen Ausleihungen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen in der Bilanz sowie im Anlagenspiegel entsprechend angepasst. Ebenso angepasst wurde die Angabe zum Materialaufwand des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Der vorliegende Konzernabschluss dient als befreiender Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden inländischen Tochterunternehmen:
Die Busch SE ist als Mutterunternehmen in Maulburg beim Amtsgericht Freiburg unter HRB Nr. 715396 registriert. Die Busch SE ist als Mutterunternehmen in Maulburg beim Amtsgericht Freiburg unter HRB Nr. 715396 registriert. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst alle Tochtergesellschaften, auf welche die Busch SE direkt oder indirekt beherrschenden Einfluss ausüben kann. Beherrschung bedeutet die unmittelbare oder mittelbare Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik einer anderen Gesellschaft zu bestimmen, so dass der Konzern einen Nutzen aus den Tätigkeiten dieser Gesellschaft zieht. Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB:
Es ergaben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises: Die Busch NSB AG mit Sitz in Magden, Schweiz, befand sich seit 30. November 2021 in Liquidation - die Löschung sowie die Entkonsolidierung erfolgte zum 23. Dezember 2022. Mit Registrierung vom 28. Februar 2022 wurde die Busch Properties (Pty.) Ltd., Südafrika, als Tochterunternehmen gegründet und zum 31. Dezember 2022 erstmalig voll in den Konzernabschluss konsolidiert. Mit Eintragung vom 25. August 2022 im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau wurde die Goldfish IT GmbH, Maulburg, als Tochterunternehmen gegründet und zum 31. Dezember 2022 erstmalig voll in den Konzernabschluss konsolidiert. Die Pfeiffer Vacuum Korea, Ltd., Südkorea, wurde zum 31. Dezember 2021 auf die Pfeiffer Vacuum Semi Korea, Ltd., Südkorea, verschmolzen. Seit März 2022 firmiert sie unter dem Namen Pfeiffer Vacuum Korea, Ltd. Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2022 keine Änderungen im Konsolidierungskreis. III. Konsolidierungsmethoden Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt auf Basis von Jahresabschlüssen, die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt wurden. Der Stichtag der Einzelabschlüsse entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe ab dem 01.01.2010 zum Erwerbszeitpunkt, vor dem 01.01.2010 zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernschluss, nach der Erwerbsmethode. Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte, Schulden und zusätzlich zu aktivierenden immateriellen Vermögenswerten mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung, also die Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert, mit dem erworbenen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Entstandene Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die bei einem Hinzuerwerb weiterer Anteile an Tochterunternehmen entstehenden aktiven Unterschiedsbeträge aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital im Zeitpunkt des Hinzuerwerbe werden entsprechend DRS 23.175 mit den Konzernrücklagen verrechnet. Dies führte im Berichtsjahr zu einem Rückgang des Eigenkapital in Höhe von TEUR 9.714 (im Vorjahr keine Verrechnung). Zum 31. Dezember 2017 wurde die Beteiligung an der Pfeiffer Vacuum Technology AG (Pfeiffer-Gruppe) erstmals mit ihrem anteiligen Eigenkapital bewertet. Diese Konsolidierungsmethode wurde bis zum 1. November 2018 beibehalten. Zum 2. November 2018 erfolgte die erstmalige Vollkonsolidierung der Unternehmen der Pfeiffer-Gruppe. Aufgrund der im Rahmen der Kaufpreisallokation erfolgten Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der Pfeiffer-Gruppe ergab sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 354.583. Dieser wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Der Buchwert zum 31. Dezember 2022 beträgt somit TEUR 206.840 (§ 301 HGB). Die Abschreibung betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 35.458. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert (§ 303 HGB). Bei der Konsolidierung der Erfolgsrechnung wurden konzerninterne Zwischenergebnisse (§ 304 HGB) sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge (§ 305 HGB) eliminiert. IV. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse erfolgte gem. § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Danach werden sämtliche Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Differenzen, die bei der Umrechnung eines ausländischen Jahresabschlusses in die Berichtswährung entstehen, werden in einen Ausgleichsposten im Eigenkapital erfolgsneutral eingestellt. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, werden bestehende Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die im Eigenkapital ausgewiesenen neutralen Umrechnungsdifferenzen belaufen sich zum 31.12.2022 auf TEUR 33.114 (i.Vj. TEUR 22.201). In den Einzelabschlüssen der Busch SE und deren Tochtergesellschaften werden auf fremde Währung lautende Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten und Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sie haben eine Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren. Erworbene Marken werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Rahmen der Folgebewertung wird entsprechend DRS 24.106 von einer unbegrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Busch SE übt das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nicht aus. Auf Grund der vorliegenden Informationen bezüglich der Einflussfaktoren auf die Nutzungsdauer des aktivierten, entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerts der Pfeiffer-Gruppe und unter Berücksichtigung der Schätzunsicherheit wird die voraussichtliche Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwerts auf 10 Jahre geschätzt. Bei der Beurteilung der Nutzungsdauer wurden insbesondere die Fluktuation der Mitarbeiter, Produktionsprozesse/Best-practice solutions, Absatzmarktpotentiale und nicht vertragliche Kundenbeziehungen zugrunde gelegt. Sachanlagevermögen Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Finanzanlagevermögen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zu ihren niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag bewertet. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu ihren niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorgaben angewandt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Wertpapiere des Umlaufvermögens Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen bzw. lokalen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Im Wesentlichen geht dies auf die unterschiedlichen Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurück. Darüber hinaus haben Differenzen i.R.d. Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierungen zu aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 3.443 (i.Vj. TEUR 1.874) geführt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des jeweiligen Unternehmens. Die Steuersätze liegen zwischen 9,3 % und 35,8 %. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage, der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungszinssätze, die Inflation sowie die Rententrends berücksichtigt. Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden folgende Sterbetafeln herangezogen:
Auf Grund der handelsrechtlichen Saldierungspflicht mit dem zu Marktwerten bewerteten Deckungsvermögen (Vermögensgegenstände in einer gesonderten Pensionskasse, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen) wird in der Bilanz lediglich die Nettopositionsverpflichtung ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt ein saldierter Ausweis der Erträge aus dem Deckungsvermögen und den Aufwendungen aus der veränderten Abzinsung der Pensionsverpflichtung. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt auf Basis festgestellter Börsen- und Marktpreise zum Jahresende. Übrige Rückstellungen Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügtem Konzernanlagespiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 3.556 (i.Vj. TEUR 2.441) und von den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 971 (i.Vj. TEUR 1.190) eine Laufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind allesamt den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens. Derivative Finanzinstrumente Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Währungsrisken.
Der beizulegende Zeitwert der währungsbezogenen Derivate wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt. Der positive Buchwert ist in den Sonstigen Vermögensgegenständen erfasst. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.298.000 und ist eingeteilt in 5.298.000 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 14.988 (Vorjahr TEUR 14.988). Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen i.S.d. § 266 Abs. 3 HGB. Der Konzernbilanzgewinn bestimmt sich wie folgt:
Rückstellungen für Pensionen Nach der durch das BilMoG ab dem Jahr 2010 zwingend erforderlichen Saldierung der Pensionsverpflichtungen mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen werden zum 31. Dezember 2022 Nettopensionsverpflichtungen von TEUR 72.067 (i. Vj. TEUR 61.432) ausgewiesen. Diese Position setzt sich aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von TEUR 144.886 und dem Marktwert des Deckungsvermögens von TEUR 72.067 zusammen (i. Vj. TEUR 136.410 bzw. TEUR 74.978). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen im Wesentlichen dem Zeitwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren wurde in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ermittelt und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.103. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 573,7 sind Verbindlichkeiten im Umfang von Mio. EUR 3,2 (i.Vj. Mio. EUR 3,7) durch Grundpfandrechte, und Verbindlichkeiten im Umfang von Mio. EUR 150,0 (i.Vj. Mio. EUR 150,0) durch Wertpapiere besichert. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese auf Basis der vorliegenden Finanzkennzahlen als nicht wahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag in folgender Höhe:
Daneben besteht die Pflicht zur Leistung von Einlagen in eine haftungsbeschränkte Personengesellschaft in Höhe von insgesamt TEUR 10.000 sowie einen Fonds in Höhe von TEUR 1.000. Die Einlagen sind bei Abruf durch die Personengesellschaft bzw. den Fonds zu leisten. Ein darüberhinausgehendes Haftungsrisiko besteht nicht. Zum 31. Dezember 2022 waren bereits TEUR 9.771 bzw. TEUR 499 geleistet. Mit der Aufforderung zur Zahlung der verbleibenden Einlage wird gerechnet. Auf Grund der vorliegenden Jahresabschlüsse und Planzahlen wird eine Inanspruchnahme aus den Kreditbürgschaften als unwahrscheinlich betrachtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen und auch nicht nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 251 HGB anzugeben sind, betragen TEUR 149.174 (i.Vj.TEUR 122.835). Bei den vertraglichen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um verbindliche Abnahmeverpflichtungen sowie kurz- und mittelfristige Miet- und Leasingverträge. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Materialaufwand betrug TEUR 949.460 (i.Vj.TEUR 799.364, angepasst) und ist in den Umsatzkosten enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug:
Währungskurserträge und -aufwendungen In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 27.942 (i.Vj. TEUR 14.649) und in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungskursverluste in Höhe von TEUR 30.576 (i.Vj. TEUR 13.022) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus Rückstellungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung eine Saldierung der Aufwendungen aus Abzinsungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen. Bei Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 3.851 (i. Vj. TEUR 2.737) und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 294 (i. Vj. Erträgen von TEUR 938) sind insgesamt TEUR 4.145 in den Zinsaufwendungen enthalten (i. Vj. TEUR 1.800). Latente Steuern In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 10.093 (i. Vj. Steuererträge in Höhe TEUR 5.028) enthalten. Der Rückgang der passiven latenten Steuern führte zu Erträgen in Höhe von TEUR 4.545 (i. Vj. Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 1.142).
Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022 wird durch Abschreibungen und Verbrauche von im Zuge der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven um einen Betrag von TEUR 5.003 (Vorjahr TEUR 5.003) sowie die Abschreibung auf den Goodwill in Höhe von TEUR 36.944 (Vorjahr TEUR 36.512) zusätzlich belastet. Auf diese Abschreibungen entfällt zudem ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.401 (Vorjahr Ertrag von TEUR 149). VIII. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Busch-Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe des Berichtsjahres verändert haben. Entsprechend DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind, sowie die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Zum Bilanzstichtag setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:
IX. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen (§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB) betragen:
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Busch SE, Maulburg wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Busch Holding GmbH &Co. KG, Maulburg, einbezogen. Die Busch SE, Maulburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Busch Holding GmbH & Co. KG, Maulburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird von der Busch Holding GmbH & Co. KG, Maulburg, spätestens bis zum Ablauf des folgenden Geschäftsjahres beim Bundesanzeiger offengelegt. Aufsichtsrat Karl-Heinz Kundlacz, Hausen im Wiesental (Vorsitzender) Bernhard Frank, Hausen im Wiesental (stellvertretender Vorsitzender) Christoph Frevel, Lörrach X. Nachtragsbericht Im März 2023 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Pfeiffer Vacuum Technology AG und der Pangea GmbH abgeschlossen, welchem auch die Gesellschafterversammlung der Pangea GmbH am 28. April 2023 und die Hauptversammlung der Pfeiffer Vacuum Technology AG am 02. Mai 2023 zugestimmt haben. Dieser Vertrag bedarf noch der Eintragung in das Handelsregister.
Maulburg, den 08. Mai 2023 Busch SE Vorstand Dr.-Ing. Karl Busch Ayhan Busch Ayla Busch Sami Busch Kaya Busch Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2022der Busch SE, Maulburg
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Busch SE, MaulburgI. Grundlagen des Konzerns 1.0 Der Busch Konzern Busch Vacuum Solutions ist weltweit einer der größten Hersteller von Vakuumpumpen, Gebläsen und Kompressoren. Unser umfangreiches Portfolio umfasst Lösungen für Vakuum- und Überdruckanwendungen in allen Industriebereichen. Busch bietet weltweit die größte Produktpalette von Vakuumtechnologien. Wir können auf 60 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Vakuumpumpen und Niederdruckkompressoren zurückgreifen. Unser Unternehmen wurde 1963 gegründet. Heute sind wir mit mehr als 105 Gesellschaften in über 40 Ländern und Vertretungen in der Lage, unseren Kunden fundierte Beratung und praktische Unterstützung direkt vor Ort anzubieten. Alle unsere Produkte sind in einer großen Anzahl von Baugrößen erhältlich. Varianten für spezielle Anwendungen wie Staub- und Gas-Ex-Schutz, hohe Wasserdampfgehalte, Gasdichtheit, erhöhte Sauerstoffgehalte, stehen ebenfalls zur Verfügung. Wir wollen für unsere Kunden den höchsten Nutzen schaffen. Durch individuelle Beratung, die richtige Produktwahl und schnellen Service vor Ort erreichen wir dieses Ziel. Mit mehreren eigenen Forschungszentren, in Zusammenarbeit mit externen Forschungsinstituten und nicht zuletzt in enger Abstimmung mit Kunden wird stetig an der Vakuumwelt der Zukunft gearbeitet, die Busch wesentlich mitbestimmen wird. Hauptsitz von Busch ist Maulburg in Deutschland, wo sich auch eines der deutschen Fertigungswerke und eine der deutschen Vertriebsgesellschaften befinden. Darüber hinaus produziert Busch in eigenen Fertigungswerken unter anderem in der Schweiz, Großbritannien, Tschechien, Korea, Indien und den USA. Die Busch-Gruppe ist ein Familienunternehmen dessen Leitung in den Händen der Familie Busch liegt. Unter unseren Mitarbeitern sind viele Spezialisten in den Bereichen Chemietechnik, Maschinenbau und Service. Im Bereich Vakuum bieten wir unseren Kunden das weltweit dichteste Servicenetz für Vakuumpumpen und - systeme. Busch Servicetechniker und Ingenieure warten Vakuumsysteme in einer Vielzahl von Industriebereichen rund um den Globus. Unsere Produktionsstätten nutzen modernste Fertigungstechniken, -maschinen und -anlagen. Unsere Qualitätsmanagementprozesse übertreffen die Anforderungen der DIN EN ISO 9001. Wir verfügen über alle notwendigen industriespezifischen Zertifizierungen, um den individuellen Anforderungen unserer Kunden stets gerecht zu werden. Die Busch-Gruppe hält seit November 2018 über ihre Beteiligungsgesellschaft Pangea GmbH mehr als 50% der Anteile der börsennotierten und im TecDAX gelisteten Pfeiffer Vacuum Technology AG. Mit der Erhöhung unserer Beteiligung an der Pfeiffer Vacuum Technology AG im Jahr 2018 auf über 50% bestätigen wir unser nachhaltig ausgerichtetes Engagement bei Pfeiffer Vacuum und konsolidieren daher die Pfeiffer Vacuum-Gruppe seit 2018 voll in unserem Konzernabschluss. Im Mai 2019 haben wir mit der Pfeiffer Vacuum-Gruppe zudem ein Relationship Agreement zur strategischen Kooperation abgeschlossen. Ziel dieser Kooperationsvereinbarung ist die Stärkung der Wettbewerbsposition der gesamten Gruppe. Dieses Ziel soll u.a. durch eine operative Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Einkauf, IT und Service und Vertrieb erreicht werden. 1.1 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung haben bei Busch seit jeher einen zentralen Stellenwert. Unsere Forschung antizipiert Trends, Kundenwünsche und Anforderungen der Zukunft, die von der Entwicklung konsequent in serienreife Produkte umgesetzt werden. Es ist unser Ziel, unseren Kunden faszinierende Produkte und maßgeschneiderte Lösungen für eine bedarfsgerechte, sichere und nachhaltige Verwendung anzubieten. Um unsere anspruchsvollen Ziele zu erreichen, arbeiten wir auch intensiv mit den Forschungs- und Entwicklungsbereichen unserer Kunden und Lieferanten zusammen und gehen gezielt Kooperationen mit Fachhochschulen und Universitäten ein. Wesentliche Faktoren für den Markterfolg unserer Pumpen und Pumpensysteme sind das Know-how, die Kreativität und die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1.0 Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaft Im Jahr 2022 traten mit der russischen Invasion in die Ukraine, dem Entstehen und der weltweiten Verbreitung von ansteckenden COVID-19-Varianten verschiedene Schockereignisse auf, die die Weltwirtschaft des Jahres 2022 prägten. In Folge dieser zum Teil unerwarteten Ereignisse kam es zu einem starken Anstieg der Rohstoff und Energiepreise, Unterbrechungen von Lieferketten und regionalen Lockdowns. Die daraus resultierenden negativen Folgen auf die Weltwirtschaft wurden insbesondere im zweiten Halbjahr 2022 durch verschiedene gegenläufige Entwicklungen, wie die ergriffenen Maßnahmen der Zentralbanken zur Eindämmung der Inflation und auch die Robustheit der Arbeitsmärkte der Industrieländer aufgefangen. In Summe schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) das Wirtschaftswachstum des jahres 2022 auf 3,4%. Für die Industrieländer ergab sich nach den Analysen des IWF für 2022 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 2,7%. Die Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten im Jahr 2022 in Summe einen Anstieg der Wirtschaftsleistung i.H.v. 4,0%. Die Ausprägung des Wirtschaftswachstums des Jahres 2022 fällt jedoch länderspezifisch aus. In der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten nach den Berechnungen des IWF insbesondere die asiatischen Länder mit 4,4% wie auch die Länder des Mittleren Ostens und Zentralasiens mit 5,3% deutlich höhere Wachstumsraten als die übrigen Schwellen- und Entwicklungsländer. Insbesondere für die europäischen Schwellen- und Entwicklungsländer ergab sich nach den Berechnungen des IWF für 2022 mit 0,8% die niedrigste Wachstumsrate dieser Gruppe. Innerhalb der Gruppe der Industrieländer ergaben sich nach den Analysen des IWF für das Jahr 2022 ausschließlich positive Wachstumsraten. Spanien verzeichnet in dieser Gruppe mit 5,5% das höchste Wirtschaftswachstum. Oberhalb der für alle Industrieländer ermittelten Wachstumsrate i.H.v. 2,7% lagen neben Spanien auch Großbritannien (4,0%), Italien (3,7%), Kanada (3,4%) und sowie die Europäische Währungsunion als Ganzes mit einer Wachstumsrate von 3,5%. Für die größeren Volkswirtschaften innerhalb der Gruppe der Industrieländer ermittelte der IWF für 2022 überwiegend Wachstumsraten unterhalb des durchschnittlichen Wirtschaftswachstums der Industrieländer. So verzeichnete Frankreich eine Wachstumsrate von 2,6%, die USA ein Plus von 2,1 % und Japan eine Wachstumsrate von 1,1%. Auch für die deutsche Wirtschaft ermittelte der IWF für 2022 mit 1,8% ein Wachstum unterhalb des durchschnittlichen Wachstums der Industrieländer. Infolge der unterschiedlichen Tendenzen in den jeweiligen Wirtschaftsräumen sowie einzelner nationaler wie internationaler Entwicklungen, insbesondere der fiskalischen Maßnahmen, waren die Wechselkurse wie bereits in den Vorjahren auch im Jahresverlauf 2022 volatil. Gegenüber dem USD verlor der EUR bis Oktober 2022 kontinuierlich an Wert, bevor eine Gegenbewegen einsetzte. Über das Gesamtjahr 2022 verringert sich der EUR-Gegenwert von rund USD 1,14 auf rund USD 1,07. Eine ähnliche Bewegung zeigte der EUR gegenüber dem CHF. Auch hier ergab sich im Oktober 2022 der Tiefpunkt des EUR/CHF Wechselkurses, bevor der EUR wieder leicht an Wert gegenüber dem CHF gewann. In Summe verringerte sich der EUR/CHF Wechselkurs im Laufe des Jahres 2022 von ca. CHF 1,04 auf CHF 0,99. Im Gegensatz dazu gewann der EUR gegenüber dem GBP über das Gesamtjahr 2022 betrachtet an Wert und stieg von einem Gegenwert von ca. 0,84 GBP auf 0,88 GBP. Ebenso zeigte der EUR auch gegenüber dem CNY einen leichten Wertgewinn und erhöhte sich im Jahr 2022 von rd. CNY 7,22 auf CNY 7,41. 1.2 Vakuumbranche Die Vakuumbranche ist ein Teilgebiet der Maschinenbaubranche. Nach Schätzungen des Branchenverbandes der Maschinen- und Anlagenbauer (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. - VDMA) konnte die Maschinenbaubranche im Jahr 2022 ein reales Produktionswachstum vom 1,0% erreichen. Als Herausforderungen des Jahres 2022 nannte der VDMA wie auch der IWF insbesondere die russische Invasion in die Ukraine, aber auch die hohe Inflation, Materialengpässe und Schwierigkeiten der Supply Chains. Da die Vakuumtechnologie grundsätzlich in sehr vielen Industriezweigen zum Einsatz kommt, ist auch die Vakuumbranche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Die verschiedenen Marktsegmente für Vakuumanwendungen zeigen dabei jedoch teilweise deutlich unterschiedliche Entwicklungen. So verzeichnete beispielweise nach Berechnungen des Verbands der Halbleiterindustrie (SIA) der weltweite Halbleitermarkt im Jahr 2022 ein leichtes Wachstum von 3,2%. Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) führt in diesem Zusammenhang zum globalen Halbleitermarkt aus, dass dieser derzeit von einem typischen zyklischen Verlauf geprägt ist und dadurch kurzfristig Überkapazitäten aufgebaut werden. Ebenso entwickeln sich andere Kundenbranchen der Vakuumtechnologie wie z.B. die Vakuum- und Lebensmittelverpackung sowie die Medizintechnik u.a. aufgrund der konjunkturunabhängigen Nachfragesituation zum Teil entkoppelt von der weltweiten Konjunktur und zeigten diversifizierte Wachstumstrends. 2.0 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 des Busch-Konzerns wird im Folgenden kurz erläutert. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 1.379 Mio. auf EUR 1.661 Mio. (+ 20,4%), während sich das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum um 22,9% auf EUR 580 Mio. erhöhte. Auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns gehen wir im folgenden Abschnitt detailliert ein. 3.0 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2022 auf EUR 1.661 Mio. und erhöhten sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,4%. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf eine erhöhte Nachfrage nach unseren Produkten in vielen unserer Zielbranchen zurückzuführen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen haben sich im Vergleich zum Umsatz des jeweiligen Jahres etwas weniger stark erhöht, wodurch sich die Bruttomarge von 34,2% im Jahr 2021 auf 34,9% im Jahr 2022 leicht erhöht hat. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten liegen mit 23,2% leicht über dem Vorjahresniveau von 22,8% der Umsatzerlöse. Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Jahr 2022 von EUR 29,8 Mio. auf EUR 45,3 Mio. Darin sind Währungskursgewinne in Höhe von EUR 27,9 Mio. (im Vorjahr EUR 14,6 Mio.) enthalten. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von EUR 54,3 Mio. auf EUR 94,3 Mio., wobei ein wesentlicher Teil der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Pfeiffer Vacuum-Gruppe und Währungseffekte zurückzuführen ist. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste in Höhe von EUR 30,6 Mio. (im Vorjahr EUR 13,0 Mio.) enthalten. Das Finanzergebnis als Summe der Zinserträge und Zinsaufwendungen belief sich im Jahr 2022 auf rd. EUR - 9,0 Mio. Insgesamt ergab sich für den Busch-Konzern für das Jahr 2022 ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 84,7 Mio. 3.2 Vermögens- und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen hat sich im Vorjahresvergleich um EUR 20,0 Mio. auf EUR 788 Mio. erhöht. Die Anlagenintensität reduzierte sich von 41,3% im Jahr 2021 auf 37,6% im Jahr 2022. Die Veränderung der Anlagenintensität ist neben den durchgeführten Investitionen, den Abschreibungen des bilanzierten Geschäfts- und Firmenwertes insbesondere auch durch den Anstieg des Umlaufvermögens des Busch-Konzerns beeinflusst. Der Anteil der liquiden Mittel am Gesamtvermögen des Busch-Konzerns hat sich von 17,4% im Jahr 2021 auf 11,2% im Jahr 2022 reduziert. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich im Jahr 2022 von 53,0% auf 50,6%. Die Reduzierung der Eigenkapitalquote ist in erster Linie bedingt durch die überproportionale Erhöhung des Gesamtvermögens des Busch-Konzerns. 3.3 Finanzlage Der Busch-Konzern ist solide finanziert, das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Sämtliche Rückstellungen und Verbindlichkeiten einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 2022 zu 23,5% durch liquide Mittel gedeckt. Infolge des gestiegenen operativen Liquiditätsbedarfs sowie zur Finanzierung von Investitionen wurden während des Jahres 2022 neue Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 60,4 Mio. aufgenommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 34,8 Mio, (im Vorjahr EUR 131 Mio.). Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR - 162,6 Mio. (im Vorjahr EUR - 133 Mio.) und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 35,8 Mio. (im Vorjahr EUR -17,7 Mio.) ergab sich für 2022 eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbstandes von EUR - 92,0 Mio. (im Vorjahr EUR -19,8 Mio.). 3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt positiv. Das Jahr 2022 hat vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Erwartungen hinsichtlich der Umsatzentwicklung übertroffen, blieb hinsichtlich des Ergebnisses jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. 4.0 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 4.1 Belegschaft Busch, als international aufgestellter Konzern, beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 7.374 (im Vorjahr 6.897) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Der Erfolg von Busch basiert auf dem Sachverstand, der Loyalität und der hohen Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insbesondere das fachliche Wissen unserer Service- und Vertriebsleute hat einen hohen Stellenwert in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Eine gute Ausbildung sowie die Bereitschaft, sich durch ständige Fortbildung den Veränderungen der Marktgegebenheiten anzupassen, sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die besten Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen beruflichen Erfolg. Deshalb spielt, abhängig von den lokalen Gegebenheiten, Weiterbildung an allen Standorten des Busch-Konzerns eine wichtige Rolle. 4.2 Qualität Die Basis für den Erfolg des Busch-Konzerns ist die hohe Qualität der Erzeugnisse, mit der die Kunden des Konzerns versorgt werden. Aus diesem Grund werden regelmäßig sämtliche Geschäftsprozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements auf den Prüfstand gestellt und - soweit notwendig - verbessert. Dadurch optimieren wir permanent die Qualität unserer Produkte sowie deren Langlebigkeit. Die internen Prozesse sind im Qualitätshandbuch dokumentiert und den Mitarbeitern zugänglich. Bereits seit dem Jahr 1993 sind unsere wichtigsten Werke nach DIN ISO 9001 zertifiziert und wurden seither in regelmäßigen Abständen durch Überwachungsaudits geprüft. III. Risiko- und Chancenbericht Der Busch-Konzern ist im Rahmen seines unternehmerischen Handelns stets Risiken ausgesetzt, welche den Konzern negativ beeinflussen können. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen den Konzern daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für uns wichtig, mögliche Chancen des Unternehmens zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele zu sichern oder zu übertreffen. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die jeweils in einem Risiko- und Chancenmanagementsystem gebündelt sind. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Beide Systeme werden nachfolgend dargestellt. 1.0 Risikomanagementsystem Risikomanagement ist als fortwährende Aufgabe ein Bestandteil und eine wichtige Voraussetzung solider Unternehmensführung. Mit Hilfe eines installierten internen Überwachungssystems können Entwicklungen, die eine Gefahr für den Fortbestand des Busch-Konzerns darstellen, frühzeitig erkannt und ihnen entgegengesteuert werden. Der Vorstand der Busch SE hat konzernweit Grundsätze und Richtlinien festgelegt, um rechtzeitig Unsicherheiten aufzudecken und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Ziel des Risikomanagements ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und deren finanzielle Auswirkungen zu gewinnen und mit geeigneten Maßnahmen darauf reagieren zu können. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf Risiken gelegt, die den Bestand des Konzerns oder einer Konzerngesellschaft in seiner bestehenden Form gefährden könnten. In jedem Konzernunternehmen sind Verantwortlichkeiten festgelegt und der Prozessablauf und die Überwachung wie folgt definiert:
Im Folgenden werden die Einzelrisiken des Busch-Konzerns genauer betrachtet, die durch interne und externe Einflüsse Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben und diesen nachhaltig beeinflussen könnten. 1.1 Einzelrisiken a) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken Unser Konzern ist als weltweit agierende Unternehmensgruppe stark von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Ein Rückgang des Weltwirtschaftswachstums kann unmittelbaren Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns und/oder einzelner Gesellschaften innerhalb der Unternehmensgruppe haben. Aufgrund des starken Wettbewerbs besteht zudem das Risiko des Verlustes von Marktanteilen und des Bekanntheitsgrades. Ein in der Vakuumbranche oftmals anzutreffendes Risiko ist die starke Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Industriezweige, zum Beispiel der Halbleiterindustrie, der Solarindustrie oder der chemischen Industrie. Der Busch-Konzern hat das Ziel, kontinuierlich Neukunden aus verschiedenen Industriebereichen zu gewinnen, um Abhängigkeiten zu vermeiden. Negativen konjunkturellen Veränderungen begegnen wir durch Kapazitätsanpassungen sowie kurzfristige Kostenreduktion. Des Weiteren analysieren wir kontinuierlich unser Marktumfeld und unsere Konkurrenzsituation. Regelmäßiger Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe liefern uns wichtige Informationen über die Bedürfnisse unserer Kunden. Die dabei gewonnenen Informationen ermöglichen es uns, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten und so unsere Wettbewerbsposition sowie unseren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen. b) Technologische Risiken Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen unzureichende Innovationsfähigkeit und Qualitätsverlust bei unseren Produkten. Mit dem Ziel, den Kundenbedürfnissen auch zukünftig gerecht zu werden, investieren wir regelmäßig in die Entwicklung neuer Produkte sowie in die Verbesserung bestehender Produkte. Durch diese Entwicklungsinvestitionen werden wir auch zukünftig dem Risiko mangelnder Innovation entgegenwirken. c) Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Lieferengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Aus produktionstechnischer Sicht sind insbesondere Stillstandzeiten als wesentliches Risiko zu sehen. Lieferengpässen und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir in erster Linie mit der laufenden Prüfung alternativer Lieferanten sowie dual- und tripple Sourcing Konzepten entgegen. Weiterhin versuchen wir durch situationsbedingte Erhöhungen der Bevorratung von Vorprodukten das Aufkommen von Lieferengpässen proaktiv zu managen. Infolgedessen ergab sich im Jahr 2022 eine deutliche Erhöhung unseres Vorratsbestandes. Den erwarteten Marktknappheiten im Bereich der Rohstoffe und Vorprodukte, zum Beispiel bei Stahl, Guss und Aluminium, wird durch längerfristige Lieferkontrakte, regelmäßige Kommunikation mit den Lieferanten und einer Variabilisierung der Produktionsprozesse begegnet. Zudem erwarten wir durch die bereits oben erläuterte strategische Kooperation mit der Pfeiffer Vacuum-Gruppe insbesondere im Bereich Beschaffung zunehmend risikomitigierende Effekte. Technisch bedingte Stillstandzeiten werden durch den Einsatz von qualifizierten Technikern und modernen Produktionsmaschinen auf ein geringes Maß reduziert. Weiterhin versuchen wir diesem Risiko durch regelmäßige Wartungen und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Ebenso können Stillstandzeiten durch eine Ausbreitung von ansteckenden Virusinfektionen oder durch behördlich angeordnete Lockdowns ausgelöst werden. Diese Risken versuchen wir durch Regel- und Maßnahmenkonzepte, welche wir kontinuierlich an neue Entwicklungen und behördliche Anordnungen anpassen, auf ein Minimum zu reduzieren. Für Stillstandzeiten als Folge von zum Beispiel Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. d) Personalwirtschaftliche Risiken Als Serien- und High-Tech-Produzent sind wir vom guten Ausbildungsstand und von einer langfristigen Bindung qualifizierter Mitarbeiter abhängig. Zur operativen Risikominimierung bilden wir unsere Mitarbeiter fort und unterstützen das eigenverantwortliche Arbeiten, um Anreize zu schaffen und Ideen der Mitarbeiter zu fördern. e) Rechtliche und geopolitische Risiken Als international tätiger Konzern unterliegen wir verschiedenen rechtlichen und geopolitischen Risiken. Von besonderer Bedeutung sind die Bereiche Sanktionen und Exportkontrolle, internationale Vertragsgestaltung und Besteuerung, woraus sich unmittelbare Auswirkungen auf die Ertrags- oder die Vermögenslage ergeben können. Das zur Beurteilung des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch unsere qualifizierten Mitarbeiter eingebracht. Zur weiteren Risikominimierung bedienen wir uns bei komplexen Fragestellungen der Hilfe von externen Beratern. Derzeit bestehen keine Rechtsstreitigkeiten, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken könnten. 1.2 Finanzrisiken Die Finanzierung des Busch-Konzerns erfolgt mit 50,6% durch Eigenkapital (im Vorjahr 53,0%). Zudem verfügt der Konzern über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens und einen dementsprechend großen finanziellen Handlungsspielraum. Deshalb sind mögliche Finanzrisiken als gering anzusehen. a) Sicherungsgeschäfte Zur Absicherung von Warenlieferungen in fremder Währung werden in enger Abstimmung mit der Konzernleitung vereinzelt Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Als Basis für Sicherungsentscheidungen dienen neben dem potenziellen Wechselkursrisiko das abzusichernde Volumen und der abzusichernde Zeitraum. b) Ausfallrisiken Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab und vereinbart im Einzelfall auch Kundenvorauszahlungen. Insofern ist das Ausfallrisiko begrenzt. Mit Hilfe eines konsequenten Forderungsmanagements und der Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und Forderungsausfälle verringert. Mögliche Zahlungsausfälle bei Kunden können trotzdem eintreten und einen negativen Einfluss auf das Ergebnis und die Liquidität haben und somit das Erreichen unserer Ziele gefährden. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt, da wir mit keinem Kunden mehr als 10% unseres Gesamtumsatzes erzielen. c) Liquiditätsrisiken Der Konzern überwacht laufend das Risiko möglicher Liquiditätsengpässe unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten sowie des erwarteten Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit. In Anbetracht der ausreichend zur Verfügung stehenden liquiden Mittel und der verfügbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens geht die Geschäftsführung des Busch-Konzerns davon aus, dass kurz- und mittelfristig keine Liquiditätsrisiken bestehen. d) Währungsrisiken Aufgrund der ausgeprägten internationalen Aktivitäten und des damit verbundenen hohen Exportanteils unterliegt der Busch-Konzern gewissen Währungsrisiken. Zur Begrenzung eines Teils dieses Risikos hat der Konzern Produktionswerke in verschiedenen Ländern etabliert und kann so durch einen Natural Hedge den Währungsrisiken entgegenwirken. Zusätzlich werden in einigen Ländern mit volatilen Währungskursen Fremdwährungskonten in starken Währungen vorgehalten. Gleichwohl können Währungsschwankungen unser Konzernergebnis beeinflussen. e) Zinsrisiken Vor dem Hintergrund der bestehenden Finanzierungsverträge unterliegt der Konzern zu einem gewissen Maße Zinsrisiken. Ein Teil dieser Zinsrisiken ist durch Kreditverträge mit festen Zinssätzen mitigiert. Die Risiken aus den variabel verzinsten Kreditverträge werden laufend überwacht. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel und der verfügbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie der überwiegenden Eigenkapitalfinanzierung geht die Geschäftsführung des Busch-Konzerns davon aus, dass die bestehenden Zinsrisiken vom Konzern getragen werden können und sich daraus keine Liquiditätsrisiken entwickeln werden. 1.3 Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes sind der Geschäftsführung des Busch-Konzerns für das Jahr 2022 keine Risiken bekannt, die die zukünftige Entwicklung nachhaltig beeinflussen werden oder bestandsgefährdend sind. Die derzeit ersichtlichen Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine und der geopolitischen Spannungen auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden sowie auf die allgemeine Lage der Weltwirtschaft werden nach unserer Einschätzung keinen nachhaltigen Einfluss auf unsere weltweiten Geschäftstätigkeiten haben. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die geopolitischen Spannungen mittelfristig wieder normalisieren werden und die Nachfragesituation wie auch die Weltwirtschaft wieder zu einem normalen Niveau zurückkehren werden. 2.0 Chancenmanagementsystem Das Chancenmanagement des Busch-Konzerns ist an das Risikomanagementsystem im Hinblick auf wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen möglichen Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für den Konzern zu nutzen. Bei Busch existiert für das Chancenmanagement ein kontinuierlicher Prozess, in den alle relevanten und umsetzbaren Chancen eingehen. Im Rahmen der operativen Planung werden zusätzlich zu den Risiken potenzielle Chancen erhoben. Es werden hierbei diejenigen Chancen betrachtet, die möglich, aber bisher nicht in die Planung eingeflossen sind. Im Unterschied zu den Risiken erfolgt die Bewertung von Chancen nur bezogen auf das Ausmaß; auf die Betrachtung der Eintrittswahrscheinlichkeit wird verzichtet. Die Bewertung des Ausmaßes erfolgt nach den beschriebenen Grundsätzen und basiert auf der gleichen Einteilung wie im Risikomanagementsystem. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2023 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) gemäß des im April 2023 veröffentlichten World Economic Outlook einen leichten Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums von 3,4% im Jahr 2022 auf 2,8%. Dieser leichte Rückgang ist gem. dem IWF insbesondere auf die bereits im Jahr 2022 stattgefundenen Schockereignisse zurückzuführen. So sieht das IWF nach wie vor die geopolitischen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine, die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die nach wie vor hohen Inflationsraten als wesentlichen Herausforderungen für das Jahr 2023. Zudem führt der IWF an, dass die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten vieler Staaten infolge ihrer hohen Verschuldungslevel und die Turbulenzen des Finanzsektors im ersten Quartal 2023 u.a. durch eine Erhöhung der Unsicherheit negativ auf die Prognose der weltweiten Wirtschaftsleistung wirkten. Die Prognose des IWF basiert dabei auf der Annahme, dass sich die Schwierigkeiten des Finanzsektors nicht weiter verstärken und diese auch nicht auf andere Sektoren übergreifen. Die im Rahmen der Prognose für 2023 angeführten Unsicherheiten werden sich nach Erwartungen des IWF auch auf die Folgejahre auswirken, so dass auch die vom IWF prognostizierte Wachstumsrate für das Jahr 2024 sowie die mittelfristige Wachstumserwartung der Weltwirtschaft mit 3,0% nur marginal oberhalb der Wachstumsrate für 2022 liegt. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ausprägungen der vom IWF genannten Einflussfaktoren auf die jeweilige landesspezifische Wirtschaftsleistung variieren auch die erwarteten Wachstumsraten je Land. Auf länderspezifischer Ebene rechnet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer für das Jahr 2023 mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 3,9%. Innerhalb der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer wird das Wirtschaftswachstum der asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer für das Jahr 2023 mit 5,3% deutlich oberhalb dem für diese Ländergruppe erwarteten Wachstums prognostiziert. Dabei sind insbesondere die erwarteten Wachstumsraten für Indien mit 5,9% und China mit 5,2% zu sehen. Wie auch für alle anderen Ländergruppen innerhalb der Schwellen- und Entwicklungsländer erwartet der IWF für Mexiko mit 1,8%, für Brasilien mit 0,9% und für Russland mit 0,7% Wachstumsraten unterhalb des prognostizierten Durchschnitts der Schwellen- und Entwicklungsländer. Für die Industrieländer erwartet der IWF im Jahr 2023 eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums und prognostiziert einen Rückgang der Wachstumsrate von 2,7% im Jahr 2022 auf 1,3% im Jahr 2023. Während für Japan eine Erhöhung der Wirtschaftsleistung von 1,1% im Jahr 2022 auf 1,3% im Jahr 2023 prognostiziert wird, erwartet der IWF für alle anderen Industrieländer eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums. So wird für die USA ein Rückgang der Wachstumsrate von 2,1% im Jahr 2022 auf 1,6% erwartet. Ebenso wird für Kanada ein Rückgang des Wirtschaftswachstums von 3,4% auf 1,5% erwartet. Für Großbritannien erwartet der IWF die deutlichste Abkühlung und prognostiziert für das Jahr 2023 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,3% (Vorjahr 4,0%). Gemäß den Prognosen des IWF wird sich auch das Wirtschaftswachstum der Europäischen Währungsunion von 3,5% im Jahr 2022 auf 0,8% im Jahr 2023 abschwächen. Für Deutschland erwartet der IWF für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Eine mit den IWF-Prognosen vergleichbare Schätzung wird in der Gemeinschaftsdiagnose des ifo Instituts, des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung und des RWI veröffentlicht. Die Expertenkommission prognostizieren unter Berücksichtigung anhaltend hoher Inflationsraten sowie den weltweiten Folgen des Kriegs in der Ukraine für das Jahr 2023 ein Wachstum der Weltproduktion von 2,0%. Für das Jahr 2024 erwarten die Experten ein Wachstum von 2,6%. Diese Wachstumsprognose wird insbesondere durch die erwarteten Konjunkturerholungen in China und Indien gestützt. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands wird nach der Experteneinschätzung auf Gesamtjahressicht im Jahr 2023 um 0,3% steigen. Für das Jahr 2024 prognostizieren die Experten eine Wachstumsrate von 1,5%. Dieser Prognose liegen die Annahmen eines Aufweichens der Lieferengpässe sowie eines Rückgangs der Energiepreise zu Grunde. Gegenläufige Tendenzen sind nach Auffassung der Expertenkommission u.a. in den ansteigend erwarteten Reallöhnen und in einem Abschwung der Bauwirtschaft zu sehen. Zudem sehen die Experten in der weiterhin bestehenden Arbeitskräfteknappheit, der expansiven Finanzpolitik, der Verfügbarkeit von Erdgas sowie der geopolitischen Lage die wesentlichen Risiken ihrer Prognosen. Infolge der vielschichtigen Einsatzmöglichkeiten der Vakuumtechnologie in den verschiedenen Industrien ist auch die Entwicklung der Vakuumbranche in einem gewissen Maß abhängig von der globalen Konjunkturentwicklung. Auch für das Jahr 2023 gilt das Ziel der deutsche Vakuumindustrie, die führende Stellung auf dem Weltmarkt zu verteidigen bzw. weiter auszubauen und die derzeit bestehenden Herausforderungen und Unsicherheiten bestmöglich zu nutzen sowie die Folgen des Krieges in der Ukraine und der aktuellen geopolitischen Spannungen so gut wie möglich abzumildern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden auch in Zukunft kontinuierliche Anstrengungen und eine regelmäßige Präsenz auf aussichtsreichen Auslandsmärkten notwendig sein. Immer mehr rücken dabei auch eine nachhaltige Produktion bzw. nachhaltige Produkte in den Fokus. Dies führt dazu, dass Produkte ständig weiterentwickelt werden, um global konkurrenzfähig zu bleiben. Großes Entwicklungspotential besteht unter anderem in den nächsten Jahren weiterhin in der Steigerung der Energieeffizienz bei Vakuumpumpen. Mit effizienten Motoren und weiteren Maßnahmen können Vakuumpumpen damit auch ihren Beitrag zum Erreichen der gesteckten Klimaziele leisten. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) prognostiziert im März 2023 für den weltweiten Maschinenbau ein Umsatzwachstum von 1,0%. Hierbei werden sich nach der Prognose jedoch die Maschinenbaubranchen der EU-27 sowie der USA rückläufig entwickeln. Basieren auf Umfrageergebnissen des VDMA von Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus wird das Jahr 2023 insgesamt verhalten optimistisch eingeschätzt. Hierbei wird insbesondere auf eine zunehmende Entspannung der Lieferketten verwiesen. Als gegenläufige Trends nennt der VDMA die nach wie vor hohen Preisniveaus der Inputfaktoren sowie den Fachkräftemangel. Wir gehen davon aus, dass sich die Vakuumbranche vergleichbar zu den Prognosen des VDMA entwickeln wird. Als wesentliche Einflussfaktoren der wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 2023 erachten wir die weitere Entwicklung der Lieferkettenthematik, die Preisentwicklung und Verfügbarkeit der notwendigen Ressourcen und Fachkräfte, sowie die direkten und indirekten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der aktuell bestehenden weltweiten geopolitischen Spannungen. Basierend auf der Annahme, dass sich die aktuellen Entspannungstendenzen der Lieferketten und Inputpreise weiter fortsetzen und sich die geopolitischen Risiken im Jahr 2023 nicht weiter ausweiten, gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 hinsichtlich des operativen Geschäfts von einem leichten Umsatzwachstum aus und erwarten für das Jahresergebnis ein zum Vorjahr vergleichbares Niveau.
Maulburg, den 08. Mai 2023 Busch SE Vorstand Dr.-Ing. Karl Busch Ayhan Busch Ayla Busch Sami Busch Kaya Busch Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er überwachte die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand in zentralen Fragen. Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtzeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Darüber hinaus legte er uns ausführliche Quartalsberichte vor und berichtete zusätzlich schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands - nach gründlicher Beratung - sein Votum abgegeben. Der Aufsichtsrat hat die Risikolage und das Risikomanagementsystem geprüft. Die aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risiken wurden diskutiert. Es wurde festgestellt, dass das Überwachungssystem grundsätzlich geeignet ist, Entwicklungen die die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährden, frühzeitig zu erkennen. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der Busch SE setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen:
Sitzungen des Aufsichtsrats (1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022) Im Geschäftsjahr haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratung bildeten die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie die Auswirkungen und Stand des Pfeiffer Vacuum Technology AG Aktienkaufs. Jahres- und Konzernabschlussprüfung Der Jahresabschluss der Busch SE zum 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt, durch die Dehmer audit & tax GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Freiburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss der Busch SE zum 31.12.2022 sowie der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt, durch die Dehmer audit & tax GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Freiburg, geprüft und mit dem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Umstände, die die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers in Frage stellen, lagen nicht vor. Die Berichte über den Jahresabschluss sowie des aufgestellten Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in unseren Sitzungen am 7. März 2023 und am 20. Juni 2023 ausführlich behandelt. Wir hatten keine Einwendungen und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an. Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat Seit der formwechselnden Umwandlung von der Busch-Holding AG in die Busch SE am 12. Oktober 2016 gab es keine personellen Änderungen bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Busch SE für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Coronabedingt als auch durch den Krieg in der Ukraine haben sich für alle neue Herausforderungen ergeben, die alle Mitarbeitende hervorragend gemeistert haben.
Maulburg, den 25. Juli 2023 Für den Aufsichtsrat Vorsitzender des Aufsichtsrats Bekanntmachung über die Gewinnverwendung Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 528.103.612,26 auf neue Rechnung vorzutragen.
Maulburg den 25. Juli 2023 Der Vorstand GewinnverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung der Busch SE hat diesem Gewinnverwendungsbeschluss am 25. Juli 2023 zugestimmt.
Maulburg den 25. Juli 2023 Der Vorstand |
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