E.G.O. Control Systems GmbHLiquidiert

75038 Oberderdingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 726490
Eingetragen
19.10.2004
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kontrollsystemen, elektronischen Steuerungen, Reglern, Baugruppen und integrierten Systemen für die verschiedensten Branchen, insbesondere für Groß- und Kleinhaushaltsgeräte, Automobilbau, Elektrowerkzeuge, DG-Antriebe, Klimatechnik und andere Branchen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH

Oberderdingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernbilanz

Zum 31. Dezember 2016

(in tausend EUR)

AKTIVA

(Anhang) 31.12.2016 31.12.2015
Anlagevermögen (1)    
Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 63.997 73.184
Sachanlagen (3) 277.094 286.535
Finanzanlagen (4) 5.138 4.770
Total Anlagevermögen   346.229 364.489
Umlaufvermögen      
Vorräte (5) 160.082 155.327
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (6) 204.178 193.799
Wertpapiere (7) 1.391 -
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   225.656 158.305
Total Umlaufvermögen   591.307 507.431
Rechnungsabgrenzungsposten   2.558 1.916
Aktive latente Steuern (8) 40.961 44.402
Total Aktiva   981.055 918.238

PASSIVA

     
Eigenkapital (9)    
Gezeichnetes Kapital (10) 15.000 15.000
Kapitalrücklage (10) 77.033 77.033
Gewinnrücklage (11) 81.088 83.606
Konzernbilanzgewinn (12) 300.400 257.648
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung   20.122 24.110
Nicht beherrschende Anteile (13) 51.788 47.656
Total Eigenkapital   545.431 505.053
Rückstellungen (14) 183.340 178.526
Verbindlichkeiten (15)    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   70.962 76.291
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   3.466 4.520
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   84.161 71.082
Sonstige Verbindlichkeiten   65.988 55.261
Total Verbindlichkeiten   224.577 207.154
Rechnungsabgrenzungsposten   1.910 1.681
Passive latente Steuern (8) 25.797 25.824
Total Passiva   981.055 918.238

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

(in tausend EUR)

(Anhang) 2016 2015
Umsatzerlöse (18) 1.163.331 1.135.553
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   (782.312) (793.157)
Bruttogewinn   381.019 342.396
Betriebskosten      
Vertriebskosten   (155.661) (152.636)
Allgemeine Verwaltungskosten   (79.231) (61.319)
Forschungs- und Entwicklungskosten   (42.812) (40.950)
Sonstige betriebliche Erträge   29.101 39.861
Sonstige betriebliche Aufwendungen   (37.230) (74.894)
Total Betriebskosten   (285.833) (289.938)
Betriebsergebnis (EBIT)   95.186 52.458
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Anlagevermögens   65 239
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.047 1.463
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens   (1.476) (961)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   (6.654) (6.939)
Finanzergebnis (22) (7.018) (6.198)
Ergebnis vor Steuern   88.168 46.260
Steuern vom Einkommen und Ertrag   (25.682) (10.685)
davon latente Steueraufw endungen T.EUR 3.376, Vj. T.EUR (6.948)      
Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag   62.486 35.575
Sonstige Steuern   (954) (2.108)
Jahresergebnis   61.532 33.467
Nicht beherrschende Anteile   (11.043) (4.690)
Konzernergebnis   50.489 28.777
Gewinnvortrag   249.911 228.871
Konzernbilanzgewinn   300.400 257.648

Konzernkapitalflussrechnung

Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

(in tausend EUR)

Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 2016
Jahresergebnis 61.532
Abschreibungen auf dem Anlagevermögen 73.659
Cashflow 135.191
Überleitung auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit  
Abnahme der Rückstellungen (1.139)
Zunahme der Vorräte, netto (4.855)
Zunahme der Forderungen (11.256)
Abnahme der latenten Steuern 3.388
Zunahme der Verbindlichkeiten 22.770
Gewinn aus Abgang von Gegenständen des AV (1.285)
Zinsertrag (1.047)
Zinsaufwand 6.655
Ertragssteuerzahlungen (23.345)
Ertragssteueraufwand 25.681
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 150.758
Cashflow aus der Investitionstätigkeit  
Einzahlungen aus Abgängen von imm. Anlagevermögen 37
Auszahlungen Immaterielles Anlagevermögen (17.296)
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 4.947
Auszahlungen Sachanlagen (44.300)
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 4
Auszahlungen Finanzanlagen (81)
Auszahlungen aus dem Erwerb von kons. Unternehmen (798)
Zunahme der kurzfristigen Geldanlagen (1.391)
Erhaltene Zinsen 688
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (58.190)
Cashflow aus der Finanztätigkeit  
Auszahlungen aus Kapitalherabsetzung (2.625)
Einzahlungen aus Verlustübernahme 1.609
Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten 38.554
Auszahlungen aus Finanzverbindlichkeiten (47.748)
Gezahlte Zinsen (4.203)
Ausschüttung Dividende nicht beherrschende Anteile (4.508)
Ausschüttung Dividende an Gesellschafter (10.000)
Cashflow aus der Finanztätigkeit (28.921)
Veränderung des Finanzmittelfonds 1) 63.647
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds (639)
Finanzmittelfonds zum Jahresanfang 158.257
Finanzmittelfonds zum Jahresende 221.265
Überleitung zur Liquidität  
Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.391
Liquidität insgesamt 222.656

1) Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten im Erwerbszeitpunkt. Entsprechende Hinweise sind im Anhang zu finden.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2016

(tausend EUR)

Gez. Kapital ausgegebenes Stammkapital Kapitalrücklage
01.01.2015 15.000 15.000 77.033
Umbuchung Konzernergebnis 2014   -  
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen   -  
Ausschüttung Dividende   -  
Verlustübernahme durch Minderheitsgesellschafter   -  
Differenzen aus Währungsumrechnung   -  
  - - -
Konzernjahresüberschuss 2015   -  
31.12.2015 15.000 15.000 77.033
01.01.2016 15.000 15.000 77.033
Umbuchung Konzernergebnis 2015   -  
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen   -  
Ausschüttung Dividende   -  
Sonstige Veränderungen   -  
Differenzen aus Währungsumrechnung   -  
  - - -
Konzernjahresüberschuss 2016      
31.12.2016 15.000 15.000 77.033
Gewinnrücklage Gewinnvortrag Konzernergebnis Konzernbilanzgewinn
01.01.2015 78.609 213.041 30.087 243.128
Umbuchung Konzernergebnis 2014 - 30.087 (30.087) -
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen 4.997 (4.257)   (4.257)
Ausschüttung Dividende - (10.000)   (10.000)
Verlustübernahme durch Minderheitsgesellschafter -     -
Differenzen aus Währungsumrechnung - -   -
  4.997 15.830 (30.087) (14.257)
Konzernjahresüberschuss 2015 -   28.777 28.777
31.12.2015 83.606 228.871 28.777 257.648
01.01.2016 83.606 228.871 28.777 257.648
Umbuchung Konzernergebnis 2015 - 28.777 (28.777) -
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen (2.518) 2.518   2.518
Ausschüttung Dividende - (10.000)   (10.000)
Sonstige Veränderungen -     -
Differenzen aus Währungsumrechnung - (255)   (255)
  (2.518) 21.040 (28.777) (7.737)
Konzernjahresüberschuss 2016     50.489 50.489
31.12.2016 81.088 249.911 50.489 300.400
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung Total Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital Konzerneigenkapital
01.01.2015 19.472 433.242 43.100 476.342
Umbuchung Konzernergebnis 2014   - - -
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen   740 (740) -
Ausschüttung Dividende   (10.000) (4.320) (14.320)
Verlustübernahme durch Minderheitsgesellschafter - - 4.971 4.971
Differenzen aus Währungsumrechnung 4.638 4.638 (45) 4.593
  4.638 (4.622) (134) (4.756)
Konzernjahresüberschuss 2015   28.777 4.690 33.467
31.12.2015 24.110 457.397 47.656 505.053
01.01.2016 24.110 457.397 47.656 505.053
Umbuchung Konzernergebnis 2015   - - -
Zuweisung/Entnahme Gewinnrücklagen   - - -
Ausschüttung Dividende   (10.000) (4.508) (14.508)
Sonstige Veränderungen - - (2.627) (2.627)
Differenzen aus Währungsumrechnung (3.988) (4.243) 224 (4.019)
  (3.988) (14.243) (6.911) (21.154)
Konzernjahresüberschuss 2016   50.489 11.043 61.532
31.12.2016 20.122 493.643 51.788 545.431

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

BLANC & FISCHER FAMILIENHOLDING

Inhaltsverzeichnis

Erläuterungen zur Jahresrechnung

1. Allgemeine Erläuterungen

II. Konsolidierungskreis

III. Konsolidierungsgrundsätze

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

V.1 Anlagevermögen

V.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

V.3 Sachanlagen

V.4 Finanzanlagen

V.5 Vorräte

V.6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

V.7 Wertpapiere des Umlaufvermögens

V.8 Latente Steuern

V.9 Eigenkapital

V.10 Gezeichnetes Stammkapital und Kapitalrücklagen

V.11 Gewinnrücklagen

V.12 Konzernbilanzgewinn

V.13 Nicht beherrschende Anteile

V.14 Rückstellungen

V.15 Verbindlichkeiten

V.16 Haftungsverhältnisse

V.17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

VI. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

VI.18 Umsatzerlöse

VI.19 Periodenfremde Erträge

VI.20 Periodenfremde Aufwendungen

VI.21 Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

VI.22 Finanzergebnis

VI.23 Personalaufwand und Mitarbeiterstand

VII. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

Erläuterungen zur Jahresrechnung

I. Allgemeine Erläuterungen

Das berichtende Unternehmen ist die E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen (Amtsgericht Mannheim, HRB 240477).

Der konsolidierte Abschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.

Die DRS wurden mit Ausnahme des DRS 18.67 (steuerliche Überleitungsrechnung) angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH die in Anlage B dargestellten in- und ausländischen Unternehmen einbezogen.

Die Gesellschaften E.G.O. South Korea Ltd., Seoul (Südkorea) und Arpa USA Inc., Newnan (USA) wurden in 2016 gegründet und im Konzernabschluss 2016 erstkonsolidiert. Die E.G.O. Logistik GmbH, Oberderdingen (Deutschland) wurde in 2016 auf die E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, Oberderdingen (Deutschland) verschmolzen. Durch Zukauf von Aktien wurde der Anteilsbesitz an der Elektro-Kontakt dd., Zagreb (Kroatien) um 0,0063% auf 99,8503% erhöht.

Folgende Gesellschaften mit geringem Geschäftsumfang wurden aus Gründen der beschränkten Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens, bzw. der untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 1 und Abs. 2 HGB, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Gesellschaft Gesamtes Eigenkapital Gesamtes Eigenkapital Jahresergebnis 2016
31.12.2016 31.12.2016 in T.EUR
BLANCO Professional UK Ltd., St. Albans/GB (100%) T. GBP 20 T.EUR 23 12
BLANCO Professional Benelux b.v.b.a., Diest/B (100%) T. EUR 75 T.EUR 75 19
Elektrokontakt Sarajevo d.o.o., Bosnien-Herzegowina (69,89%) T. BAM 764 1) T.EUR 391 (122) 1)

1) Werte von 2015, keine aktuelleren zur Verfügung

Die Umrechnung des Eigenkapitals der nicht konsolidierten Gesellschaften von GBP (1,17288), bzw. BAM (0,51122) zu EUR erfolgte zu den jeweiligen Stichtagskursen am 31.12.2016.

Folgende in den Konzern einbezogene Unternehmen machen von der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB unter den weiteren Voraussetzungen dieser Vorschriften Gebrauch:

BLANCO GmbH + Co KG, Oberderdingen

BLANCO ImmoLog GmbH + Co KG, Oberderdingen

BLANCO Professional GmbH + Co KG, Oberderdingen

Blanc und Fischer IT Services GmbH, Oberderdingen

E.G.O. Control Systems GmbH, Balingen

E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH , Oberderdingen

E.G.O. Elektro-Geräte GmbH & Co. Holding KG, Oberderdingen

E.G.O. Holding GmbH, Oberderdingen

E.G.O. Produktion GmbH & Co. KG, Oberderdingen

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode. Für spätere Unternehmenserwerbe erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. In den Folgejahren werden die konsolidierungspflichtigen Beteiligungen in Höhe ihrer Anschaffungskosten mit dem auf sie entfallenden neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet.

Für aktive Unterschiedsbeträge wird das sogenannte Goodwill-Accounting angewendet. Dabei wird der das anteilige bilanzielle Eigenkapital übersteigende Kaufpreis für eine Beteiligung als Goodwill aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear erfolgswirksam abgeschrieben.

Anteile Dritter werden, ausgehend von dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen Eigenkapital, ermittelt und als nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet.

Konzerninterne Zwischengewinne, die am Jahresende in den Vorräten oder im Anlagevermögen enthalten sind, werden eliminiert.

Latente Steuern werden gemäß § 306 HGB ausgewiesen. Sie werden mit dem am Sitz der Gesellschaft gültigen Steuersatz gebildet. Als durchschnittlicher Steuersatz wurde auf Konzernebene - wie im Vorjahr - ein Satz von 30,0% angewendet. Der Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt in der Bruttodarstellung.

Die in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen ausländischen Gesellschaften werden zur Konsolidierung in Euro umgerechnet. Euro stellt die funktionale Währung des Konzerns dar.

Die Währungsumrechnung der Aktiva und des Fremdkapitals erfolgt zu Stichtagskursen am Konzernbilanzstichtag. Die Umrechnung der Posten des Eigenkapitals wurde, beginnend ab dem 1. Januar 2006, mit historischen Kursen geführt. Die Veränderungen aus Währungsdifferenzen der nicht-monetären Posten (wie z.B. Anlagevermögen, Rückstellungen) werden direkt ins Eigenkapital gebucht und haben somit keine Auswirkung auf die Erfolgsrechnung.

In der Erfolgsrechnung des Konzerns werden die nicht auf Euro lautenden Umsätze und Aufwendungen zu den Durchschnittskursen der Berichtsperiode in Euro umgerechnet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH ergibt sich aus der Konsolidierung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen, wobei vorher ein Teil der Gesellschaften in Teilkonzernabschlüssen unterhalb der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH zusammengefasst werden. Dies sind die Stufenkonsolidierungen der BLANCO GmbH + Co KG, der BLANCO Professional GmbH + Co KG und ihrer Tochtergesellschaften.

Der Einzelabschluss der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH sowie die Einzelabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Abschlüsse von Unternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen erstellt sind, werden entsprechend angepasst. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurde beachtet.

Seit 01.01.2016 wird eine geänderte Herstellkostendefinition angewendet. Es werden keine allgemeinen Verwaltungskosten mehr in den Herstellungskosten zugeordnet. Grund für die Änderung ist, dass die internationale Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses verbessert wird, indem die gleiche Herstellkostendefinition angewendet wird, wie sie auch in den internationalen Rechnungslegungsstandards definiert ist. Der Effekt der Verschiebung in der Gewinn- und Verlustrechnung von den Herstellungskosten in die Verwaltungskosten beträgt T.EUR 11.854 Die übrigen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Das Anlagevermögen wurde höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens richtete sich nach dem gemilderten Niederstwertprinzip und die Abschreibung erfolgte ausschließlich linear. Für das nicht abnutzbare Anlagevermögen wurde ebenfalls das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet, d.h. bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden zwingend außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Für die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens wurden im Konzern mehrheitlich folgende Nutzungsdauern unterstellt:

•Immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 5 Jahre
•Gebäude 25 Jahre
•Technische Anlagen und Maschinen 3 - 15 Jahre
•Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Das Umlaufvermögen wurde generell nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Vorräte werden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Für nicht gängige Vorräte wird zusätzlich eine Wertberichtigung nach dem Reichweiten-verfahren vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertberichtigung für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Wertpapiere sind zum Anschaffungspreis oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen. Dabei werden Rückstellungen, die voraussichtlich länger als ein Jahr laufen, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten für Absicherungsgeschäfte erfolgt mittels Einfrierungsmethode.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Es wird das Höchstwertprinzip angewendet.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Berichtsjahr sind Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse durch die Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB nur bedingt vergleichbar. Der Betrag der Umsatzerlöse, der sich im Vorjahr unter der neuen Umsatzerlösdefinition ergeben hätte, wurde im Anhang unter VI.18. Umsatzerlöse angegeben. Durch die Folgeanpassungen im Berichtsjahr sind die Vorjahreszahlen der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nur bedingt vergleichbar.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

V.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zum Anhang dargestellt.

V.2. Immaterielle Vermögensgegenstände

In den immateriellen Vermögensgegenständen von T.EUR 63.997 (Vorjahr T.EUR 73.184) sind Geschäfts- oder Firmenwerte von T.EUR 16.125 (Vorjahr T.EUR 28.558), entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen sowie selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände enthalten. Die bereits geleisteten Anzahlungen belaufen sich auf T.EUR 77 (Vorjahr T.EUR 61).

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen betragen T.EUR 9.626 (Vorjahr T.EUR 11.352). Die Abschreibungen im Geschäftsjahr betrugen T.EUR 3.708 (Vorjahr T.EUR 4.461). Es gab keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr T.EUR 947).

Der Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert von T.EUR 2.031 betrifft geleistete und zukünftige nachträgliche Kaufpreiszahlungen der Beteiligung Kugel Edelstahlverarbeitung GmbH, Viechtach. Die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts im Berichtsjahr betrugen T.EUR 14.464 (Vorjahr T.EUR 15.181), davon waren T.EUR 1.930 (Vorjahr T.EUR 1.173) außerplanmäßig und betreffen im Berichtsjahr den Geschäfts- oder Firmenwert der Kugel Edelstahlverarbeitung GmbH, Viechtach.

Der Wert der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beträgt T.EUR 38.169 (Vorjahr T.EUR 33.213), der Zugang im Berichtsjahr betrug T.EUR 15.247. Die Forschungs- und Entwicklungskosten von insgesamt T.EUR 58.059 (Vorjahr T.EUR 55.150) wurden entsprechend um die Aktivierung reduziert. Die Abschreibung betrug T.EUR 10.291 (Vorjahr T.EUR 7.425), davon waren T.EUR 4.738 (Vorjahr T.EUR 3.740) außerplanmäßig.

V.3 Sachanlagen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres von T.EUR 45.475 (Vorjahr T.EUR 47.525) sind leicht höher als die Investitionen von T.EUR 44.300 (Vorjahr T.EUR 51.843).

Die Abschreibungen beinhalten T.EUR 1.855 (Vorjahr T.EUR 1.344) außerplanmäßige Abschreibungen. Im Berichtsjahr gab es - wie bereits im Vorjahr - keine Zuschreibungen.

V.4 Finanzanlagen

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Gesellschaften. Der Posten sonstige Beteiligungen von T.EUR 1.152 (Vorjahr T.EUR 1.152) beinhaltet - wie im Vorjahr hauptsächlich die Beteiligung an der Certa d.d., Cerkno, Slowenien (Anteilsbesitz 3,63%). Im Berichtsjahr gab es keine Abschreibung (Vorjahr außerplanmäßig T.EUR 193). Die Wertpapiere des Anlagevermögens von T.EUR 3.517 (Vorjahr T.EUR 3.182) beinhalten im Wesentlichen frei handelbare Anleihen. Es gab eine Zuschreibung von T.EUR 279 (Vorjahr T.EUR 0).

V.5 Vorräte

Die Vorräte sind mit T.EUR 13.779 wertberichtigt (Vorjahr T.EUR 12.442). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vorräte per 31. Dezember 2016:

31.12.2016 31.12.2015
T. EUR T. EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 58.250 59.314
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.982 27.466
Fertige Erzeugnisse und Waren 76.850 68.547
Total Vorräte 160.082 155.327

V.6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die folgende Tabelle zeigt den Forderungsbestand zum 31. Dezember 2016:

31.12.2016 31.12.2015
T. EUR T. EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 175.190 168.645
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 353 195
Sonstige Vermögensgegenstände 28.635 24.959
Total 204.178 193.799

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T.EUR 32 (Vorjahr T.EUR 0) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen gibt es keine Posten mit Restlaufzeiten von über einem Jahr (Vorjahr T.EUR 110).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit T.EUR 8.147 (Vorjahr T.EUR 7.568) wertberichtigt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen T.EUR 177 (Vorjahr T.EUR 107) aus Lieferungen und Leistungen und T.EUR 176 (Vorjahr T.EUR 88) sind sonstige Vermögensgegenstände.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern vorhanden (Vorjahr T.EUR 1.609).

V.7 Wertpapiere des Umlaufvermögens

Am 31.12.2016 werden kurzfristige Wertpapiere in Höhe von T.EUR 1.391 gehalten (Vorjahr T.EUR 0).

V.8 Latente Steuern

31.12.2015 Veränderung 31.12.2016
T. EUR T. EUR T. EUR
Aktive Latente Steuern 44.402 (3.441) 40.961
Passive Latente Steuern (25.824) 27 (25.797)

Der Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt in der Bruttodarstellung. Die latenten Steuern entstehen hauptsächlich aus positiven und negativen Bewertungsdifferenzen in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften, aus Verlustvorträgen, die innerhalb von fünf Jahren steuerlich nutzbar sind und aus Zwischengewinneliminierungen im Umlauf- und Anlagevermögen. Die Bewertungsdifferenzen resultieren vor allem aus den immateriellen Vermögensgegenständen, den Finanzanlagen, den Rückstellungen und den Vorräten. Die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge betragen für Gewerbesteuer T.EUR 84.866 (Vorjahr T.EUR 43.872) und für Körperschaftssteuer T.EUR 23.066 (Vorjahr T.EUR 26.290), auf die teilweise aktive latente Steuern gebildet wurden. Zusätzliche steuerlich nutzbare Verlustvorträge bestehen bei ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von T.EUR 12.762 (Vorjahr T.EUR 12.216).

Für die Berechnung der latenten Steuern kam auf Konzernebene ein Steuersatz von 30,0% zur Anwendung.

V.9 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Der Betrag, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, beträgt T.EUR 123.250 (Vorjahr T.EUR 115.315).

V.10 Gezeichnetes Stammkapital und Kapitalrücklagen

Das gezeichnete Stammkapital und die Kapitalrücklage betreffen die E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen.

V.11 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen (andere Rücklagen) beinhalten alle von den einzelnen Gruppengesellschaften seit deren Erstkonsolidierung zugewiesenen - abzüglich der entnommenen - Beträge.

V.12 Konzernbilanzgewinn

Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T.EUR 249.911 (Vorjahr T.EUR 228.871) enthalten. Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Konzernbilanzgewinn ist der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.

V.13 Nicht beherrschende Anteile

Von den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen entfällt der überwiegende Teil auf die Minderheitsgesellschafter bei der BLANCO GmbH + Co KG, der BLANCO Professional GmbH + Co KG und der ETA d.o.o.

V.14 Rückstellungen

Der Posten Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
T.EUR T.EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.553 19.214
Steuerrückstellungen 10.952 7.440
Sonstige Rückstellungen 153.835 151.872
Total 183.340 178.526

Die Pensionsverpflichtungen der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH inkl. deren mittelbar und unmittelbar verbundenen Gesellschaften sind vollständig durch Rückstellungen gedeckt. Die Bewertung erfolgte nach dem Projected Unit Credit-Verfahren. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck oder ähnliche landesspezifische Richttafeln. Gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB wurde die Vereinfachungsregel angewendet und pauschal der Zinssatz angesetzt, der sich bei Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Demnach wurde mehrheitlich ein Zinssatz von 4,01% p.a., eine Rentenanpassung von 0,0% bis 2,5% p.a. sowie ein Lohn- und Gehaltstrend von 0,0% zugrunde gelegt und so der Barwert ermittelt. Kleinere Tochtergesellschaften haben teilweise andere, lokalspezifische Zinssätze, Rentenanpassungen und Lohntrends angewendet. Auf Grund der untergeordneten Bedeutung für den Gesamtkonzern wurde auf eine Bewertungsanpassung verzichtet. Die Zinssatzberechnung erfolgte auf Basis eines 10-jährigen Durchschnitts bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren gegenüber eines 7-jährigen Durchschnitts im Vorjahr. Der Unterschiedsbetrag im Berichtsjahr beträgt T.EUR 872.

31.12.2016 31.12.2015
T.EUR T.EUR
Rückstellung für Anwärter 2.078 2.214
Rückstellung für Rentner 8.626 9.281
Rückstellung für Abfertigungen 4.263 4.018
Sonstige 3.586 3.701
Total Rückstellungen für Pensionen 18.553 19.214

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Garantiefälle (T.EUR 22.775, Vorjahr T.EUR 21.876), Restrukturierungsmaßnahmen (T.EUR 37.408, Vorjahr T.EUR 46.173), Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (T.EUR 16.689, Vorjahr T.EUR 17.249), Urlaubsansprüche (T.EUR 8.302, Vorjahr T.EUR 7.288), zugesagte Boni und Rabatte (T.EUR 8.943, Vorjahr T.EUR 7.828) und übrige Posten (T.EUR 59.718, Vorjahr T.EUR 51.458).

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen von T.EUR 16.689 (Vorjahr T.EUR 17.249) umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag werden als Barwert mit einem Rechnungszins von 1,8% (Restlaufzeit > 1 Jahr), bzw. 0,0% (Restlaufzeit < 1 Jahr) unter Zugrundelegung der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Die Berechnung berücksichtigt einen Gehaltstrend von 2,0% bis 3,2% p.a.

V.15 Verbindlichkeiten

31.12.2016 Restlaufzeit 31.12.2015 Restlaufzeit
Bilanzausweis bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Bilanzausweis bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T.EUR T.EUR T.EUR T.EUR T.EUR T.EUR T.EUR T.EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.962 37.155 27.062 6.745 76.291 37.239 36.260 2.792
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.466 3.466 - - 4.520 4.520 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84.161 84.161 - - 71.082 69.915 1.167 -
Sonstige Verbindlichkeiten 65.988 48.158 10.212 7.618 55.261 40.859 9.082 5.320
-dann aus Steuern: T.EUR 17.021 (Vorjahr T.EUR 9.100)                
-dann im Rahmen der sozialen Sicherheit T.EUR 3.539 (Vorjahr T.EUR 3.035)                
Total 224.577 172.940 37.274 14.363 207.154 152.533 56.509 8.112

Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T.EUR 26.632 (Vorjahr T.EUR 23.599) durch Grundpfandrechte gesichert.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten im Erwerbszeitpunkt betragen T.EUR 4.390 (Vorjahr T.EUR 48).

In den sonstigen Verbindlichkeiten von T.EUR 65.988 (Vorjahr T.EUR 55.261) sind u.a. Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH in Höhe von T.EUR 12.831 (Vorjahr T.EUR 8.923) enthalten.

V.16 Haftungsverhältnisse

Der Haftungsbetrag aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten beträgt T.EUR 3.741 (Vorjahr T.EUR 2.660). Die Sicherheiten beinhalten wie bereits im letzten Jahr eine Bürgschaft für Einfuhrabgaben mit kurzfristiger Dauer (T.EUR 659), eine Sicherheit zur Absicherung der Ansprüche von Mitarbeitern mit laufenden Altersteilzeitverträgen (T.EUR 1.965) und sonstige Garantien mit unbeschränkter Dauer (T.EUR 1.116). Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sicherheiten in Anspruch genommen werden ist klein, da momentan keine Insolvenz der Schuldner zu befürchten ist.

Mit der internationalen Geschäftstätigkeit gehen auch steuerliche Risiken einher. Im Juni 2016 wurde der Firmensitz der E.G.O.-Gruppe in Oberderdingen durch Beamte der Staatsanwaltschaft und der Finanzbehörden durchsucht. Gegenstand des Ermittlungsverfahrens ist der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der konzernweiten Verrechnung unternehmensinterner Leistungen. Das Ermittlungsverfahren dauert an und wird unternehmensseitig durch eine interne Untersuchung begleitet, die ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist. Die Höhe des Risikos ist im Moment nicht abschätzbar, ebenso wenig der Zeitpunkt eines möglichen Ressourcenabflusses.

V.17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Leasing und sonstige Verpflichtungen

Im Berichtsjahr wurde der Posten Miete/Leasing nicht von wesentlichen Finanzierungsaktivitäten beeinflusst.

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 31.12.2016 31.12.2015
T.EUR T.EUR
- fällig in einem Jahr 4.220 6.104
- fällig in zwei bis fünf Jahren 7.357 11.008
- fällig in mehr als fünf Jahren 3.428 6.210
Total Miete, Pacht und Leasing 15.005 23.322
Unterschiedsbetrag Art. 28 Abs. 2 EGHGB - -
Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen 72.380 88.587
Total 87.385 111.909

Die oben genannten Verpflichtungen bestehen hauptsächlich aus Mieten für Gebäude und Grundstücke, Leasing von Fahrzeugen sowie verschiedenen technischen Anlagen und Büroausrüstung. Es handelt sich dabei um Operating-Leasing. Dies verringert die Kapitalbindung und verlagert einen Teil des Investitionsrisikos auf den Vertragspartner. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten zwischen einem und sechs Jahren, während in den Mietverträgen für Gebäude teilweise eine unbeschränkte Mietdauer festgelegt wurde. Die Aufwendungen für Miete und Leasing im aktuellen Jahr betrugen T.EUR 7.519.

In den Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen sind Investitionsverpflichtungen in Höhe von T.EUR 2.894 zum Stichtag (Vorjahr T.EUR 5.648) enthalten.

Derivate Finanzinstrumente

Bei den eingesetzten derivaten Finanzinstrumenten handelt es sich um Geschäfte, die die zukünftigen Währungs-, Preis- und Zinsrisiken der normalen Geschäftstätigkeit absichern. Für einen Teil der Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet (Macro- und Micro-Hedges). Bei Bewertungseinheiten werden die sich ausgleichenden Wertänderungen sowohl aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert.

Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2016 bestehenden offenen Devisentermingeschäfte, für welche jeweils eine Bewertungseinheit besteht. Es bestehen 140 offene Einzelgeschäfte über ein Gesamtvolumen von ca. T.EUR 40.000. Aufgrund der Bewertungseinheit wurden für die negativen Marktwerte keine Rückstellungen gebildet, da sich aus heutiger Sicht gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme künftig ausgleichen.

Beschreibung Nominalvolumen in 1. Währung Nominalvolumen in 2. Währung Positive Marktwerte 31.12.2016 Negative Marktwerte 31.12.2016
in tausend in tausend T.EUR T.EUR
Kauf CHF / Verkauf JPY 386 47.690   (27)
Kauf PLN / Verkauf JPY 1.276 37.011   (12)
Kauf EUR / Verkauf JPY 2.545 2.810 2  
Kauf MXN / Verkauf USD 25.024 1.338   (140)
Kauf PLN / Verkauf USD 11.420 2.840   (108)
Kauf TRY / Verkauf EUR 248 61   (1)
Kauf TRY / Verkauf EUR 25.014 7.425 758  
Verkauf EUR / Kauf CNH 5.338 40.620 29  
Verkauf EUR / Kauf CHF 1.495 1.616 14  
Verkauf EUR / Kauf MXN 633 13.669   (21)
Verkauf EUR / Kauf PLN 2.450 10.862   (18)
Verkauf USD / Kauf CHF 2.727 2.662   (80)
Verkauf USD / Kauf CNH 2.019 13.992   (66)
Verkauf USD / Kauf EUR 2.810 2.545   (102)

Für die folgenden Devisentermingeschäfte wurden keine Bewertungseinheiten gebildet:

Beschreibung Nominalvolumen in 1. Währung Nominalvolumen in 2. Währung Positive Marktwerte 31.12.2016 Negative Marktwerte 31.12.2016
in tausend in tausend T.EUR T.EUR
Kauf CZK / Verkauf EUR 117.000 4.384   (32)
Kauf CNH / Verkauf EUR 7.926 1.022 6  
Kauf TRY / Verkauf EUR 1.354 372   (28)
Verkauf CHF / Kauf EUR 400 381 6  
Verkauf GBP / Kauf EUR 5.767 6.938 200  
Verkauf USD / Kauf EUR 13.721 12.497   (339)
Verkauf USD / Kauf CAD 4.400 5.936 25  

Für die negativen Marktwerte aus den schwebenden offenen Devisentermingeschäften wurde eine Rückstellung von T.EUR 399 (Vorjahr T.EUR 229) gebildet.

Die E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH schloss zur Zinssicherung zwei ZinsswapGeschäfte mit einem Nominalvolumen von T.EUR 6.000 als Teilabsicherung für einen Kreditvertrag vom 30. Oktober 2006 und einer Laufzeit bis 19. Juni 2017 sowie T.EUR 10.000 als Absicherung für den Kreditvertrag vom 23. Februar 2010 und einer Laufzeit bis zum 11. Juli 2022 ab. Die beiden Kreditverträge unterliegen einer variablen Verzinsung. In den Swap-Geschäften wurde der E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH zugesagt, dass bei Überschreitung eines vereinbarten Zinssatzes die Differenz erstattet wird. Gleichzeitig verpflichtet sich die E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH bei einer Unterschreitung des vereinbarten Zinssatzes Ausgleichszahlungen zu leisten. Die Zeitwerte der Swap-Geschäfte zum Bilanzstichtag betrugen T.EUR 156 und T.EUR 1.280. Die Bewertung erfolgte mittels der Diskontierungsmethode unter Verwendung laufzeitkonformer Zinsstrukturkurven zum Bilanzstichtag.

Für die folgenden Kurssicherungsgeschäfte für die Rohmaterialbeschaffung wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Metall Kontraktvolumen Nominalwert Kontraktvolumen Berichtswährung Marktwert 31.12.2016
T.EUR T.EUR
Silber T.USD 4.806 4.569 4.469
Nickel T.EUR 2.411 2.411 2.534
Kupfer T.EUR 2.284 2.284 2.592
Aluminium T.EUR 1.138 1.138 1.217
      10.402 10.812

Für weitere Nickel-Kurssicherungsgeschäfte wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. Das Kontraktvolumen dafür betrug per 31. Dezember 2016 T.USD 3.287 und T.EUR 5.181. Den Sicherungsgeschäften mit negativen Marktwerten von T.EUR 576 stehen Sicherungsgeschäfte mit positivem Marktwert in Höhe von T.EUR 207 gegenüber. Für die negativen Marktwerte der Metallsicherungsgeschäfte wurde eine Rückstellung gebildet.

Die Marktwerte der aufgeführten Derivate werden anhand der von den Kreditinstituten gemeldeten Marktdaten ermittelt.

VI. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

VI.18 Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die einzelnen Unternehmensbereiche lässt sich für die vergangenen zwei Geschäftsjahre wie folgt darstellen:

2016 2015
T.EUR T.EUR
E.G.O.-Gruppe 582.034 572.376
BLANCO-Gruppe 359.176 350.137
BLANCO Professional-Gruppe 118.918 114.688
Blanc und Fischer Design & Technologie 38.399 38.612
DEFENDI-Gruppe 64.804 59.740
Total 1.163.331 1.135.553

Die folgende Tabelle zeigt die Umsätze aufgeteilt nach Regionen:

2016 2015
T.EUR T.EUR
Deutschland 320.736 314.083
Übrige EU-Länder 433.313 430.985
Übriges Europa 85.407 86.490
Asien und Pazifischer Raum 89.180 73.095
Arabische Länder und Afrika 22.314 20.454
Nord-, Mittel- und Südamerika 212.381 210.446
Total 1.163.331 1.135.553

Durch die erstmalige Anwendung der Umsatzdefinition nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sind die Umsatzerlöse des Vorjahres nicht mit dem aktuellen Jahr vergleichbar. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde verzichtet. Wäre die neue Umsatzdefinition bereits im Vorjahr angewendet worden, so würden die Umsatzerlöse 2015 T.EUR 1.141.892 betragen.

VI.19 Periodenfremde Erträge

Die Summe der periodenfremden Erträge 2016 beläuft sich auf T.EUR 12.201 (Vorjahr T.EUR 17.948). Dies sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen.

VI.20 Periodenfremde Aufwendungen

Die Summe der periodenfremden Aufwendungen beträgt T.EUR 4.387 (Vorjahr T.EUR 683). Sie beinhalten hauptsächlich zusätzliche Abschreibungen (periodenfremd), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen und sonstige periodenfremde Aufwendungen.

VI.21 Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

Den Erträgen aus Währungsumrechnung von T.EUR 9.270 (Vorjahr T.EUR 15.345) stehen Aufwendungen von T.EUR 8.646 (Vorjahr T.EUR 10.737) gegenüber. Diese Aufwendungen und Erträge stammen größtenteils aus der Bewertung der Bilanzposten in den Einzelabschlüssen und auch aus Währungsdifferenzen der internen Aufwand-Ertrags-Eliminierung.

VI.22 Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten T.EUR 2.075 (Vorjahr T.EUR 1.098) aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Die Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen von T.EUR 499 (Vorjahr T.EUR 1.137) sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen enthalten.

Im Berichtsjahr gab es Finanzerträge in Höhe von T.EUR 0 (Vorjahr T.EUR 26) von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen.

VI.23 Personalaufwand und Mitarbeiterstand

Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2016 auf T.EUR 353.081 (Vorjahr T.EUR 351.109). Davon entfallen auf Altersvorsorge und Unterstützung T.EUR 9.013 (Vorjahr T.EUR 12.396) und Sozialabgaben T.EUR 50.805 (Vorjahr T.EUR 47.871).

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich 2016 um 191. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung nach Tätigkeitsgebieten:

Mitarbeiterbestand 2016 2015
Produktion 5.462 5.650
Vertrieb 949 956
Verwaltung 741 708
Forschung & Entwicklung 357 386
Total 7.509 7.700

VII. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss Überleitung des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten im Erwerbszeitpunkt. Die Höhe des Finanzmittelfonds lässt sich wie folgt herleiten:

31.12.2016
T.EUR
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 225.656
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten < 3 Monate (4.391)
Finanzmittelfonds 221.265

Angabe zu marktunüblichen Geschäften

Es gab keine marktunüblichen Geschäfte zwischen Konzerngesellschaften und nahestehenden Personen der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers betrug total T.EUR 1.268 und entfällt mit T.EUR 316 auf Abschlussprüfungsleistungen, in Höhe von T.EUR 868 auf Steuerberatungsleistungen und in Höhe von T.EUR 84 auf sonstige Leistung.

Angabe zu nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften

Neben den Angaben in den Punkten V. 16. Haftungsverhältnisse und V. 17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gibt es keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns notwendigen, nicht bilanzierten Geschäfte.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Bilanzstichtag 31.12.2016 nicht eingetreten.

Organe der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH

Geschäftsführer
Dr. Johannes Haupt, Karlsruhe  
Dr. Karlheinz Hörsting, Karlsruhe  
Benno Rudolf, Walchwil/Schweiz  
Verwaltungsrat  
Armin Sohler Vorsitzender
Georg Fischer stellv. Vorsitzender
Frank Straub stellv. Vorsitzender
Hans-Peter Fischer  
Dr. Dierk-Michael Heinzelmann  
Sibylle Thierer  
Theo Becker  

Gesamtbezüge des Verwaltungsrats und der Geschäftsführung der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH

Die Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betragen für die Mitglieder des Verwaltungsrats T.EUR 304 (Vorjahr T.EUR 322) und für die Mitglieder der Geschäftsführung T.EUR 2.416 (Vorjahr T.EUR 2.172).

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T.EUR 1.107 (Vorjahr T.EUR 1.103). Die Zahlungen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr T.EUR 143 (Vorjahr T.EUR 140).

 

Oberderdingen, 31. März 2017

Geschäftsführung

Gesamtübersicht
(Tausend EUR)

Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Total Anlagevermögen
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2014 159.651 1.102.337 7.644 1.269.632
Währungsdifferenzen 140 4.377 18 4.535
Zugänge 18.202 51.843 73 70.118
Abgänge (589) (48.712) (495) (49.796)
Änderung Konsolidierungskreis - - - -
Umbuchungen - - (114) (114)
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2015 177.404 1.109.845 7.126 1.294.375
Währungsdifferenzen (195) (12.584) 13 (12.766)
Zugänge 19.327 44.300 80 63.707
Abgänge (1.193) (59.033) - (60.226)
Änderung Konsolidierungskreis - - - -
Umbuchungen - 4 (4) -
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2016 195.343 1.082.532 7.215 1.285.090
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2014 77.618 820.060 2.160 899.838
Währungsdifferenzen 95 3.081 - 3.176
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen (560) (47.356) 2 (47.914)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 27.067 47.525 194 74.786
Zuschreibungen - - - -
Änderung Konsolidierungskreis - - - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2015 104.220 823.310 2.356 929.886
Währungsdifferenzen (179) (7.982) - (8.161)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen (1.158) (55.365) - (56.523)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 28.463 45.475 - 73.938
Zuschreibungen - - (279) (279)
Änderung Konsolidierungskreis - - - -
Umbuchungen - - - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2016 131.346 805.438 2.077 938.861
Buchwert per 31.12.2014 82.033 282.277 5.484 369.794
Buchwert per 31.12.2015 73.184 286.535 4.770 364.489
Buchwert per 31.12.2016 63.997 277.094 5.138 346.229

Immaterielle Vermögensgegenstände
(Tausend EUR)

Selbst geschaffene immaterielle Werte Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Geleistete Anzahlungen Total Immaterielle Vermögensgegenstände
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2014 27.923 42.022 89.670 36 159.651
Währungsdifferenzen - 80 60 - 140
Zugänge 14.200 3.907 - 95 18.202
Abgänge - (582) (7) - (589)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 3.894 (3.824) - (70) -
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2015 46.017 41.603 89.723 61 177.404
Währungsdifferenzen - (275) 80 - (195)
Zugänge 15.247 2.027 2.031 22 19.327
Abgänge - (1.193) - - (1.193)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen - 6 - (6) -
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2016 61.264 42.168 91.834 77 195.343
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2014 4.725 26.928 45.965 - 77.618
Währungsdifferenzen - 76 19 - 95
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen - (560) - - (560)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.425 4.461 15.181 - 27.067
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 654 (654) - - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2015 12.804 30.251 61.165 - 104.220
Währungsdifferenzen - (259) 80 - (179)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen - (1.158) - - (1.158)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 10.291 3.708 14.464 - 28.463
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2016 23.095 32.542 75.709 - 131.346
Buchwert per 31.12.2014 23.198 15.094 43.705 36 82.033
Buchwert per 31.12.2015 33.213 11.352 28.558 61 73.184
Buchwert per 31.12.2016 38.169 9.626 16.125 77 63.997

Sachanlagen
(Tausend EUR)

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der auf fremden Boden Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Total Sachanlagen
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2014 303.253 545.165 228.237 25.682 1.102.337
Währungsdifferenzen 1.597 1.738 929 113 4.377
Zugänge 12.871 16.211 12.859 9.902 51.843
Abgänge (1.231) (29.805) (17.328) (348) (48.712)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 12.648 4.720 5.560 (22.928) -
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2015 329.138 538.029 230.257 12.421 1.109.845
Währungsdifferenzen (4.946) (6.391) (1.250) 3 (12.584)
Zugänge 1.814 16.762 11.883 13.841 44.300
Abgänge (3.856) (38.704) (15.865) (608) (59.033)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 4.543 7.196 2.576 (14.311) 4
Herstellungs- oder Anschaffungskosten per 31.12.2016 326.693 516.892 227.601 11.346 1.082.532
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2014 168.042 460.583 190.658 777 820.060
Währungsdifferenzen 486 1.913 682 - 3.081
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen (810) (29.442) (17.042) (62) (47.356)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 8.976 24.276 14.238 35 47.525
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 2 (1) (1) - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2015 176.696 457.329 188.535 750 823.310
Währungsdifferenzen (1.708) (5.313) (962) 1 (7.982)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen (2.325) (37.171) (15.262) (607) (55.365)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 8.975 21.786 14.709 5 45.475
Änderung Konsolidierungskreis - - - - -
Umbuchungen 3 (1) (2) - -
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2016 181.641 436.630 187.018 149 805.438
Buchwert per 31.12.2014 135.211 84.582 37.579 24.905 282.277
Buchwert per 31.12.2015 152.442 80.700 41.722 11.671 286.535
Buchwert per 31.12.2016 145.052 80.262 40.583 11.197 277.094

Finanzanlagen
(Tausend EUR)

Anteile an verbundenen Unternehmen Sonstige Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögen Sonstige Ausleihungen Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Bet. Verhältnis besteht Total Finanzanlagen
Herstellungs- oder Anschaffungskosten 31.12.2014 121 1.446 4.184 393 1.500 7.644
Währungsdifferenzen - - - 18 - 18
Zugänge - - 50 23 - 73
Abgänge - - (495) - - (495)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Umbuchungen - - - (114) - (114)
Herstellungs- oder Anschaffungskosten 31.12.2015 121 1.446 3.739 320 1.500 7.126
Währungsdifferenzen 1 - - 12 - 13
Zugänge - - 56 24 - 80
Abgänge - - - - - -
Änderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Umbuchungen - - - (4) - (4)
Herstellungs- oder Anschaffungskosten 31.12.2016 122 1.446 3.795 352 1.500 7.215
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2014 - 100 557 3 1.500 2.160
Währungsdifferenzen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen - - - 2 - 2
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 194 - - - 194
Zuschreibungen - - - - - -
Änderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 - 294 557 5 1.500 2.356
Währungsdifferenzen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgängen - - - - - -
Abschreibungen des Geschäftsjahres - - - - - -
Zuschreibungen - - (279) - - (279)
Änderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 - 294 278 5 1.500 2.077
Buchwert per 31.12.2014 121 1.346 3.627 390 - 5.484
Buchwert per 31.12.2015 121 1.152 3.182 315 - 4.770
Buchwert per 31.12.2016 122 1.152 3.517 347 - 5.138

Konsolidierungskreis

Land Gesellschaft und Gesellschaftssitz Konzernanteil Stammkapital Anzahl Mitarbeiter Gesellschaftsumsatz unkonsolidiert
in tausend in Mio. EUR
E.G.O. - Gruppe            
Produktions- und Handelsgesellschaften            
Österreich E.G.O. Austria Elektrogeräte Ges.m.b.H., Heinfels 100,0 EUR 5.500 177 33,3
Slowenien ETA Tovarna d.o.o., Cerkno 75,0 EUR 14.622 796 53,9
Kroatien Elektro-Kontakt d.d., Zagreb 99,9 HRK 165.695 757 49,8
USA E.G.O. North America Inc., Newnan 100,0 USD 33.500 199 100,1
Türkei E.G.O. Elektrikli Aletler Sanayi A.S., Ergene 100,0 TRY 28.943 628 41,7
Kroatien ETA-Tvornica elektrottermičkih aparata d.o.o. "u likvidaciji", Pozega (Produktion eingestellt am 31.12.2010) 100,0 HRK 45.654 - 0,0
Deutschland E.G.O. Control Systems GmbH, Balingen 100,0 EUR 1.500 60 8,0
Deutschland E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 11.635 432 446,3
Deutschland E.G.O. Produktion GmbH & Co. KG, Oberderdingen 100,0 EUR 50 694 -
Spanien E.G.O. Appliance Controls, S.L.U., Barcelona 100,0 EUR 2.213 238 47,4
China E.G.O. Components (China) Co. Ltd., Taicang 100,0 CNY 311.546 525 62,2
Polen E.G.O. Polska Sp. z o.o., Lodz 100,0 PLN 3.600 141 19,1
Mexiko E.G.O. Servicios, S.A. de C.V., Querétaro 100,0 MXN 60.000 213 25,6
Handelsgesellschaften            
Südafrika E.G.O. South Africa (Pty) Ltd., Germiston 100,0 ZAR 500 1 0,2
Schweiz E.G.O. Elektro-Geräte AG, Zug 100,0 EUR 10.356 84 446,9
Japan E.G.O. Nihon Co. Ltd., Kobe 100,0 JPY 190.000 12 13,8
England E.G.O. United Kingdom Ltd., Prescot (Merseyside) 100,0 GBP 250 4 0,2
Polen E.G.O. Central and Eastern Europe Sp. z o.o., Warszawa 100,0 PLN 50 4 -
South Korea E.G.O. South Korea Ltd., Seoul 100,0 KRW 100.000 - -
Dienstleistungsgesellschaften            
Schweiz E.G.O. Beteiligungs GmbH, Zug 100,0 EUR 326 - -
Deutschland E.G.O. Elektro-Geräte GmbH & Co. Holding KG, Oberderdingen 100,0 EUR 11.000 59 -
Deutschland E.G.O. Holding GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 15.000 - -
Deutschland E.G.O. Verwaltung GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 25 - -
Mexiko E.G.O. Servicios, S.A. de C.V., Querétaro (Gesellschaft seit Oktober 2009 inaktiv) 100,0 MXN 50 - -
Unterstützungsverein            
Deutschland E.G.O. Unterstützungsverein e.V., Oberderdingen 100,0 EUR - - -
Blanc und Fischer Design & Technologie-Gruppe          
Frankreich ARPA SAS, Niedermodem 100,0 EUR 90 75 38,4
USA ARPA USA, Inc., Newnan 100,0 USD 15 - -
Frankreich E.G.O. France S.à.S., Saulny 100,0 EUR 3.500 2 0,1
Blanc und Fischer Services            
Deutschland Blanc und Fischer IT Services GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 2.000 87 -

Konsolidierungskreis

Land Gesellschaft und Gesellschaftssitz Konzernanteil Stammkapital Anzahl Mitarbeiter Gesellschaftsumsatz unkonsolidiert
in tausend in Mio. EUR
BLANCO - Gruppe            
Produktions- und Handelsgesellschaften            
Deutschland BLANCO GmbH + Co KG, Oberderdingen 69,3 EUR 20.049 843 267,3
Canada BLANCO Canada Inc., Toronto 69,3 CAD 8.600 120 44,5
Türkei BLANCO Seramik Sanayi ve Ticaret AS, Istanbul 69,3 TRY 100 34 1,9
Handelsgesellschaften            
Frankreich BLANCO France S.a.r.l., Saulny 69,3 EUR 200 21 18,4
England BLANCO UK Ltd., London 69,3 GBP 600 62 28,2
Russland 000 BLANCO RUS, Moskau 69,3 RUB 4.500 18 15,2
USA BLANCO America Inc., Lumberton 69,3 USD 4.576 49 64,3
Österreich BLANCO Austria Küchentechnik GmbH, Wien 69,3 EUR 100 12 11,0
Belgien BLANCO Benelux Kitchen Technology bvba, Holsbeek 69,3 EUR 150 13 8,7
China BLANCO Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 69,3 CNY 3.668 12 5,4
Dienstleistungsgesellschaften            
Deutschland BLANCO Beteiligungs-GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 62 - -
Deutschland BLANCO International GmbH, Oberderdingen 69,3 EUR 360 1 0,1
Deutschland BLANCO ImmoLog GmbH + Co KG, Oberderdingen 69,3 EUR 1.000 - 2,4
Deutschland BLANCO Logistik GmbH, Oberderdingen 69,3 EUR 25 120 7,1
Ukraine 11DV BLANCO Ukraina, Kiew 69,3 UAH 52 2 0,1
Deutschland BLANCO ImmoLog Verw. GmbH, Oberderdingen 69,3 EUR 25 - -
BLANCO Professional - Gruppe            
Produktions- und Handelsgesellschaften            
Deutschland BLANCO Professional GmbH + Co KG, Oberderdingen 69,3 EUR 2.934 412 103,2
Tschechien BLANCO Professional CZ spol., s.r.o., Frýdek-Mistek 69,3 CZK 27.000 135 8,4
Deutschland BLANCO Professional Kunststofftechnik GmbH, Leipzig 69,3 EUR 750 17 2,9
Deutschland Kugel Edelstahlverarbeitung Gmbh, Viechtach 69,3 EUR 500 105 13,5
Handelsgesellschaften            
Frankreich BLANCO Professional France S.à.r.l, Sausheim 69,3 EUR 700 8 4,1
Österreich BLANCO Professional Austria GmbH, Wien 69,3 EUR 70 5 3,2
  Dienstleistungsgesellschaften          
Deutschland BLANCO Professional Verwaltungs-GmbH, Oberderdingen 100,0 EUR 51 2 -
DEFENDI-Gruppe            
Italien Defendi Italy S.r.l., Camerano 100,0 EUR 516 285 54,8
Mexiko Defendi Mexico SA, Álvaro Obregón 100,0 MXN 50 - 2,8
Brasilien Defendi Do Brasil Ltda, Itatiba 100,0 BRL 8.391 29 2,0
USA Defendi North America Inc., Newnan 100,0 USD 100 4 8,7

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

BLANC & FISCHER Familienholding

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen des Konzerns

A.1 Der Konzern

A.2 Forschung & Entwicklung

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

B.2 Entwicklung der Branchen

B.3 Darstellung der Ertragslage

B.3.1. Umsatzentwicklung

B.3.2. Ergebnisentwicklung

B.4 Darstellung der Finanzlage

B.4.1. Finanzstruktur

B.4.2. Investitionen

B.5 Darstellung der Vermögenslage

B.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

B.7 Produktion

B.8 Qualität

B.9 Beschaffung

B.10 Logistik

B.11 Personal- und Sozialbereich

B.12 Umweltschutz

B.13 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

C. Chancen- und Risikobericht

C.1 Beschreibung des Risikomanagements

C.2 Risiko- und Chancenbeurteilung

D. Prognosebericht

Im Interesse des Textflusses und der Leserfreundlichkeit werden durchgehend geschlechtsunspezifische Termini gebraucht. Die Bezeichnungen Mitarbeiter usw. beziehen jeweils die weibliche Form mit ein.

A. Grundlagen des Konzerns

A.1. Der Konzern

Die BLANC & FISCHER Familienholding (im Folgenden auch "Konzern" oder "Gruppe" genannt) unter der Konzernführungsgesellschaft der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen, ist aufgeteilt in die Teilkonzerne E.G.O.-Gruppe, BLANCO-Gruppe, BLANCO Professional-Gruppe, BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe, BLANC und FISCHER Services und die DEFENDI-Gruppe. Zum Konzern gehören die in Anlage B. dargestellten, konsolidierten Unternehmen, die auch Zweigniederlassungen in Deutschland und Italien betreiben.

Die E.G.O.-Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von elektromechanischen und elektronischen Komponenten, die international von namhaften und qualitätsorientierten Herstellern von Hausgeräten verwendet werden. Neben den Produkten für Hausgeräte liefert die E.G.O.-Gruppe auch Komponenten, Systeme und Technologien für Gastronomie und professionelle Wäschepflege sowie anspruchsvolle Komponenten für die Medizin- und Gebäudetechnik oder die Automobilindustrie.

Die BLANCO-Gruppe ist ein Systemanbieter von innovativen sowie nutzen-und designorientierten Spülcentern in der Haushaltsküche und ist im Endkonsumentenbereich tätig. Der Teilkonzern, mit Sitz in Oberderdingen, vertreibt Haushaltsspülen aus Edelstahl, Silgranit und Keramik, Küchenarmaturen sowie Abfalltrenn- und Organisationssysteme und Zubehör. Die Hauptkundengruppen sind der Küchen- und Möbelhandel, der Sanitärfachgrosshandel, Baumärkte sowie die Küchenmöbelindustrie. Insgesamt werden BLANCO Produkte in über 100 Länder vertrieben, wobei die Hauptmärkte in Europa und Nordamerika liegen.

Die BLANCO Professional-Gruppe ist eine international tätige Unternehmensgruppe und steht für hochwertige Lösungen im B2B-Bereich. Der Teilkonzern produziert und vertreibt Investitionsgüter innerhalb der Geschäftseinheiten Catering und Medical, Industrial und Railway. Die Geschäftseinheit Medical wurde im Jahr 2016 in die Geschäftseinheit Catering integriert. In dieser neuen Geschäftseinheit werden jeweils hochwertige Lösungen für Großküchen, Krankenhäuser und Arztpraxen realisiert. In den Geschäftseinheiten Industrial und Railway agiert der Teilkonzern als Zulieferer für die Industrie. Die Geschäftseinheit Railway ist innerhalb der Firma Kugel Edelstahlverarbeitung GmbH in Viechtach konzentriert. Die Produkte werden schwerpunktmässig in Zentral- und Osteuropa, Asien und im Mittleren Osten vertrieben.

Beim Teilkonzern BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe handelt es sich um einen bedeutenden europäischen OEM-Hersteller, der vor allem Induktionskochmulden produziert und dezidiert auf kundenspezifische Anforderungen einzugehen versteht. Erfahrung und Kernkompetenz liegen darin, den individuellen Kundenansprüchen auch bei relativ geringen Stückzahlen vollständig zu entsprechen. Die Mitarbeiter entwickeln und produzieren Fertigmulden mit verschiedenen Beheizungen, die die Hersteller- oder Handelsmarken der Auftraggeber und Kunden tragen. Die BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe gilt im Hochpreissegment als Marktführer. Im November 2016 wurde in Newnan/USA die ARPA US Inc. gegründet. Dieser neue Standort wird die Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem amerikanischen Markt koordinieren und durchführen.

Die BLANC und FISCHER Services betreut die weltweit eingesetzten Systeme und Applikationen der E.G.O.-Gruppe, der BLANCO-Gruppe und der BLANCO Professional-Gruppe. Als integraler Bestandteil der Unternehmen sowie als Dienstleister übernimmt die Gesellschaft gemeinsam mit den Fachbereichen die Verantwortung für die Gestaltung der Prozesse und deren Optimierung. Die BLANC und FISCHER Services ist die etablierte und akzeptierte Anlaufstelle für IT-Belange der BLANC & FISCHER Familienholding. Der IT-Dienstleister nutzt dabei mögliche Synergien und stellt Kompetenzen übergreifend und gebündelt zur Verfügung.

Der Teilkonzern DEFENDI-Gruppe wurde im Jahr 1954 von Fernando DEFENDI gegründet und 2013 durch die BLANC & FISCHER Familienholding übernommen. Das Unternehmen gilt als einer der führenden Entwickler und Hersteller von Gasbrennern und Ventilen. Der Stammsitz im italienischen Camerano nahe Ancona ist auch gleichzeitig der größte Produktionsstandort. Eine zweite Produktion hat die DEFENDI-Gruppe im brasilianischen Itatiba, nördlich von Säo Paulo. Die Vertriebsgesellschaft in Newnan/USA, die im Jahr 2015 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat, und die Vertriebsgesellschaft in Mexiko City steuern den Verkauf in Nord- und Mittelamerika. Die von der DEFENDI-Gruppe entwickelten, produzierten und vertriebenen Technologien und Produktprogramme ergänzen das weitreichende Technologie- und Produktportfolio der BLANC & FISCHER Familienholding optimal.

A.2. Forschung & Entwicklung

Die Arbeit in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung ist für die BLANC & FISCHER Familienholding Grundlage für eine langfristig ausgerichtete Produktstrategie. Kernaufgaben der Bereiche sind die Entwicklung und stetige Erarbeitung sowie Sicherstellung neuer innovativer Produkte. Ziel ist es, die Innovationsführerschaft auf den Märkten weiter zu erhalten. Die enge Verzahnung der Entwicklung mit den Produktionen ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung der beeinflussbaren Kostenblöcke, wie z. B. Material- oder Prozesskosten.

Die weitere Intensivierung der Marktorientierung und klare Aufgabenzuordnung der Organisationseinheiten wurden durch die Strukturanpassungen weiter vorangetrieben. So wurde beispielsweise die Neuausrichtung von Forschungsaktivitäten mit dem Ziel abgeschlossen, kontinuierlich die globalen Technologiezentren dieser Welt auf neue, potentiell für die Hausgeräteindustrie interessante Trends zu scannen. Personelle Anpassungen wurden vorgenommen und relevante zu verfolgende Themen für die kommenden Jahre identifiziert.

Durch die Digitalisierung werden zukünftig Schnittstellen zwischen Kunden und Lieferanten auch über Branchengrenzen hinweg immer weiter verschwimmen. Deshalb wird die patentrechtliche Absicherung der applikativen Anwendungen immer wichtiger.

Gerade in der Zulieferindustrie ist es aufgrund der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung von entscheidender Bedeutung, sich über völlig neu entstehende Geschäftsmodelle Gedanken zu machen und sich auf die möglichen Veränderungen konsequent vorzubereiten. Dazu gehört auch eine über das eigentliche Produktdesign hinausgehende Betrachtung der möglichen Platzierung von Produkten und Dienstleistungen in einer digitalisierten Welt. Die E.G.O.-Gruppe ist hierbei sehr aktiv und arbeitet in diversen internationalen Gremien zur Standardisierung der digitalen Kommunikation intensiv mit.

Die nachhaltige Zusammenarbeit von Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb hat im Geschäftsbereich WET der E.G.O.-Gruppe zu einigen neuen Projekten geführt - speziell im asiatisch-pazifischen Raum. Im Geschäftsbereich HOT wurde die neue Touch Control-Generation erfolgreich am Markt platziert. Das Innovationsprodukt Induktion wurde ebenfalls weiterentwickelt und die Projekte dazu sind im Plan.

In den kommenden Jahren erfordern die sich kontinuierlich verkürzenden Innovationszyklen und die steigenden Ansprüche nach Individualisierung in der Hausgeräteindustrie deutliche Anstrengungen in der Modularisierung von Hard- und Software.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der BLANCO-Gruppe war die Weiterentwicklung eines Silgranitmaterials. Wichtige Innovationsprojekte wurden abgeschlossen oder sind entsprechend der Projektplanung in Bearbeitung.

Auch in der BLANCO-Gruppe wurden strukturelle Anpassungen vorgenommen. So wurde mit dem Werk in Toronto eine Kompetenzmatrix im Bereich Forschung und Entwicklung nach Kompetenzschwerpunkten aufgebaut und mit Handlungsverantwortungen hinterlegt. Die weitere Konkretisierung und Operationalisierung erfolgt in 2017.

Bei der BLANCO Professional-Gruppe waren die Aktivitäten in Forschung und Entwicklung durch die Neuausrichtung des Unternehmensbereiches geprägt. Es wurden Strukturen angepasst, Software-Werkzeuge vereinheitlicht, Prozesse analysiert und optimiert sowie eine unterstützende MultiProjektmanagement-Software eingeführt. Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der Strukturanpassung war die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Standorten Oberderdingen und Fnjdek-Mistek in der Tschechischen Republik. Durch die Standardisierung einer Konstruktionssoftware wird eine deutliche Verbesserung in der Nutzung der Kapazitäten erwartet.

Auch bei der DEFENDI-Gruppe gab es strukturelle Ergänzungen. Im Vordergrund stand hier der Aufbau des Elektronik-Teams für die E-GasApplikationen. Das neu geformte Team machte sich im vergangenen Geschäftsjahr mit den Produkten und den Regularien bei E-Gas-Applikationen vertraut und bearbeitet mittlerweile erste Kundenprojekte selbständig in einem neuen, eigens eingerichtetem Labor, dem "E-Lab".

Der Teilkonzern hat in 2016 zahlreiche neue Brenner zur Serienreife gebracht, deren Markteinführung bis Mitte 2017 geplant ist.

Bei der BLANC und FISCHER Design & Technologie steht die weitere Stärkung der Kundenbindung durch Innovationen im Fokus. Dazu gehört insbesondere die Aufgabenstellung, wie die Nutzung der Geräte in eine "smarte" Welt eingebunden und verbessert und so dem Endkunden interessante neue Perspektiven eröffnet werden können. Weitere Überlegungen werden im Teilkonzern zur Integration von innovativen, digitalen Diensten angestellt.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der BLANC & FISCHER Familienholding betrugen 2016 insgesamt EUR 58,1 Mio., bzw. 5,0% vom Umsatz (Vorjahr EUR 55,2 Mio., 4,9% vom Umsatz). Davon wurden EUR 15,2 Mio. als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert (Vorjahr EUR 14,2 Mio.). Des Weiteren enthalten die Forschungs- und Entwicklungskosten die Abschreibungen aus selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen von EUR 10,3 Mio. (Vorjahr EUR 7,4 Mio.). Im Bereich Forschung und Entwicklung waren durchschnittlich 357 Vollzeiter beschäftigt (Vorjahr 386 Vollzeiter).

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Gemäß der Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2016 um 3,1% (Vorjahr 3,2%). Die globalen wirtschaftlichen Aktivitäten blieben auch im Jahr 2016 angesichts wirtschaftlicher und politischer Krisen in vielen Regionen gedämpft. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte sich das Wachstum weiter, während sich die finanziellen Bedingungen verschärft haben. Auch in den hochentwickelten Volkswirtschaften schwächte sich die Konjunktur etwas ab. So konnten die in einigen Ländern Europas erwarteten stabilen Wachstumserwartungen nicht die schwachen globalen Investitionstätigkeiten und Rückwirkungen durch politische Instabilität auffangen.

Die Wirtschaftstätigkeit aller Länder der Eurozone verzeichnete mit einem BIP-Wachstum von 1,7% eine leicht rückläufige Wirtschaftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr (2,0%). Wenig verlässliche Rahmenbedingungen schränken Wirtschaftstätigkeiten ein. So verunsicherte das Votum für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union die Wirtschaft. Auch die nachlassende Wirkung des schwachen Ölpreises oder die Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar trugen dazu bei.

Das einstige Krisenland Spanien erzielte mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2% (Vorjahr 3,2%) die höchste Wachstumsrate in der Eurozone. Der energisch angetriebene Reformkurs zeigt Wirkung - wenn auch mit Stockungen. Die italienische Wirtschaft blieb auch in 2016 weiterhin ein Sorgenkind. Mit einem Anstieg des BIP von 0,9% in 2016 (Vorjahr 0,7%) gelang zwar ein leichtes Wachstum, aber die hohe Arbeitslosigkeit und die Schwierigkeiten im italienischen Bankensektor bremsen den Aufwärtstrend ab. Frankreich erzielte mit einem Anstieg von 1,3% dasselbe BIP-Wachstum wie im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung wurde von Streiks beeinträchtigt, aber die angekündigten und teilweise bereits umgesetzten Steuererleichterungen, wie etwa bei Kraftstoffen und Löhnen, glichen dies aus. Die Wirtschaft in Griechenland leidet weiterhin unter akuten Liquiditätsproblemen und erneuten Steueranhebungen. Mit einem BIP-Anstieg von 2,0% sank das Wirtschaftswachstum in Großbritannien leicht gegenüber dem Vorjahr mit 2,2%. Die kurzfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Brexit-Entscheidung im Vereinigten Königreich mit anderen EU-Ländern waren in 2016 noch überschaubar. Allerdings ist abzuwarten, wie sich ein Wegfall der Vorteile des Binnenmarktes sowie zusätzliche Handelsbarrieren und Bürokratielasten auf die Wirtschaft auswirken werden. Das britische Pfund schwächte sich zum Euro bereits um rund 20,0% ab.

In der Bundesrepublik Deutschland geht der IWF von einem Wachstum in 2016 von 1,7% (Vorjahr 1,5%) aus. Laut Spiegel Online wurde das Wachstum von einem starken Konsum und einem anhaltenden Bauboom getragen. Da das Sparen kaum noch mit Zinsen belohnt wurde und wird, gaben die Bundesbürger mehr Geld aus. Die Unterbringung hunderttausender Flüchtlinge in Verbindung mit der weiter steigenden Nachfrage nach Immobilien unterstützte den Bauboom nachhaltig. Die Inflation war niedrig und der Arbeitsmarkt entwickelte sich gut.

In Polen haben die steigenden Löhne für wachsende Konsumlust gesorgt. Zusätzlich stützt ein Konjunkturpaket der neuen Regierung die polnische Wirtschaft. Die Wirtschaft in Tschechien wächst dank Anstiegen in den Bereichen Tourismus und der Fahrzeugproduktion zufriedenstellend. In Ungarn war und ist der Fachkräftemangel ein Problem für die Wirtschaft. Erschwerend kamen die häufigen Wechsel in der Ausrichtung der Wirtschaftspolitik hinzu, was sich in einem abgeschwächten Wirtschaftswachstum auswirkte.

Das BIP-Wachstum der Türkei war durch die politischen Entwicklungen und die teilweise schwierige Sicherheitslage im Land gebremst. Investitionen stagnierten und die Abhängigkeit der Wirtschaft von ausländischen Kapitalzuflüssen und Importen erleichterte die Situation nicht. Die Abwertung der türkischen Lira und die sinkenden Preise für Öl- und Rohstoffeinfuhren halfen, das türkische Außenhandelsdefizit zu senken, und die starke Binnennachfrage unterstützte die Wachstumsrate zusätzlich.

Russland schaffte es auch in 2016 nicht, sich aus der Rezession zu befreien. Bedingt durch die Wirtschaftssanktionen des Westens sowie der Gegensanktionen gelang es der Wirtschaft nicht, sich zu erholen. Durch die Stabilisierung der Öl- und Rohstoffpreise gelang es immerhin, dass die Wirtschaft langsamer schrumpfte. Nach einer Inlandsprodukt-Schrumpfung von 3,7% im Jahr 2015 geht der Internationale Währungsfond für das abgelaufene Geschäftsjahr von einem BIP-Rückgang in Höhe von 0,6% aus.

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft kühlte sich weiter ab. Gab der IWF den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts der Volksrepublik des Jahres 2015 noch mit 6,9% an, reduzierte sich das Wachstum in 2016 um 0,2%-Punkte auf 6,7%. Das Wachstum wurde und wird hauptsächlich von staatlichen Investitionen getragen. Dies hat eine immer weiter wachsende Abhängigkeit strategisch wichtiger Industrien von der chinesischen Wirtschaftspolitik zur Folge. Außerdem belasteten protektionistische Maßnahmen, eine hohe Verschuldung im Privatsektor sowie Umweltschäden das chinesische Wachstumsmodell. Der neueste Fünfjahresplan sieht zwar viele Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft vor, unklar bleibt aber, welche davon in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Die massiven Stützungsmaßnahmen der Regierung sorgen für eine nahezu stabile Wachstumsrate, aber das Risiko eines Einbruchs der chinesischen Wirtschaft ist weiterhin nicht gebannt.

Die Wirtschaftspolitik des japanischen Premierministers, bestehend aus einer expansiven Geldpolitik und umfangreichen Konjunkturprogrammen, verlor in 2016 rasch an Wirkung. Das Wirtschaftsklima wurde auch belastet durch die angespannten Beziehungen zur Volksrepublik China. Der IWF geht von einem japanischen Wirtschaftswachstum von 0,9% (Vorjahr 1,2%) für das Jahr 2016 aus.

Der indische Markt ist durch die wachsende Mittelschicht, Infrastrukturprojekte und die hohe Zahl an qualifizierten Hochschulabsolventen weiterhin sehr attraktiv für Exporteure und Investoren. Dies zeigt sich auch in einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 6,6% (Vorjahr 7,6%). Niedrige Rohstoffpreise haben dieses Wachstum begünstigt, obwohl der indische Markt stark binnengetrieben ist. Investitionen und Konsum haben in Malaysia in 2016 an Fahrt verloren. Die Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten verstärkt das verlangsamte Wachstum. Zusätzlich leidet das Land unter der Abwanderung von Fachkräften bei einer gleichzeitigen Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften im Niedriglohnbereich.

Die Wirtschaft Indonesiens entwickelte sich dank zahlreicher Rohstoffe und einer großen, konsumfreudigen Bevölkerung positiv. Auch die vietnamesische Wirtschaft verzeichnete in 2016 eine zufriedenstellende positive Wachstumsrate.

Aufgrund von strukturellen Problemen stagnierte die Wirtschaft in Südafrika mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,3% im vergangenen Jahr. Die anhaltende Energieknappheit, schwache Investitionstätigkeiten, eine hohe Inflation und ein schwacher Wechselkurs belasteten die Volkswirtschaft.

Mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,6% für das Jahr 2016 geht der Internationale Währungsfonds von einem um 1,0%-Punkten reduzierten Wachstum in den USA im Vergleich zum Vorjahr mit 2,6% aus. Die treibende Kraft war der private Konsum. Die Investitionen im Industriesektor stagnierten aber weiterhin und die Unsicherheiten über den Ausgang der amerikanischen Präsidentenwahlen bremsten das Wachstum zusätzlich.

Mexiko ist durch die Mitgliedschaft in zahlreichen Freihandelsabkommen und dem Zugang zum US-Markt ein attraktiver Investitionsstandort, allerdings schwächen der volatile Wechselkurs, der Fachkräftemangel, Korruption und das komplexe Steuersystem das Wachstum. Mit einem BIP-Anstieg von 2,2% fiel das Wachstum um 0,4%-Punkte niedriger aus als im Vorjahr.

Brasilien befand sich auch in 2016 in der Rezession. Mit einer Schrumpfung der Wirtschaft um 3,5% in 2016 (Vorjahr 3,8%) verbesserte sich das Geschäftsklima nicht wirklich. Die steigende Arbeitslosigkeit führte zu einem höheren Staatsdefizit und die Korruptionsvorwürfe gegen mehrere Regierungsmitglieder sorgten für Verunsicherung.

Die argentinische Wirtschaft arbeitete sich langsam weiter vor und profitierte vom Reichtum an natürlichen Ressourcen, einer intakten Infrastruktur und einem relativ hohen Bildungsniveau. Peru wuchs dank steigender Auslandsinvestitionen und vorhandener Rohstoffe erfreulich. Die Wirtschaft Venezuelas schrumpfte weiter dramatisch und das Land befand und befindet sich in einer wirtschaftlichen und politischen Krise.

Die weltweite Inflationsrate fiel in 2016 auf 2,9% (Vorjahr 3,3%). Ende des Jahres 2016 stieg der Preis für Rohöl durch eine Verknappung der Fördermengen an. Ebenso stiegen Preise für Basismetalle, bedingt durch große Investitionen in Immobilien und Infrastrukturprojekte in China und die Erwartung von Steuersenkungen in den USA, an.

B.2. Entwicklung der Branchen

Die BLANC & FISCHER Familienholding ist mit ihren Teilkonzernen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen in verschiedenen Branchen tätig. Die Entwicklung der Bereiche war infolgedessen ebenfalls nicht einheitlich.

Die E.G.O.-Gruppe ist vorwiegend im Bereich der Hausgeräteindustrie tätig. Die Branche verzeichnete weltweit in den vergangenen Jahren ein schwächeres und verlangsamtes Wachstum, weshalb immer mehr führende Hausgerätehersteller versuchen, ihr Wachstum durch Akquisitionen zu realisieren, um größere Marktanteile zu gewinnen. In 2016 erzielten die größten zehn der weltweiten Hausgerätehersteller 63,0% (2011: 55,0%) des weltweiten Umsatzes.

Erwartungen zufolge wuchs der globale Elektrogroßgerätemarkt 2016 gegenüber 2015 moderat um 1,0%. Die Regionen entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich.

In Westeuropa waren vor allem die Niederlande, Frankreich und Schweden die Treiber der positiven Umsatzentwicklung. Betrachtet man Westeuropa, so waren folgende Produkte die Wachstumstreiber.

Backöfen mit Dampfgarfunktion verzeichneten ein Wachstum von 34,0%. Damit hat sich dieses neue Segment etabliert.

Flexible Induktionskochfelder werden von den Verbrauchern immer mehr bevorzugt. Der Umsatzanteil macht bereits 45,0% der Verkäufe von hochwertigen Induktionsherden aus.

Ebenso positiv entwickelten sich die Märkte in Osteuropa. Hier verzeichnete vor allem Rumänien den stärksten Zuwachs. Gründe hierfür sind die wirtschaftliche Stabilität, höhere Einkommen und ein steigendes Bruttoinlandsprodukt. Für Russland hingegen ist die Marktentwicklung aufgrund weiterhin niedriger Ölpreise, einer hohen Inflation und der Verlängerung der Sanktionen noch recht unbefriedigend.

In China bleibt der Markt für Elektrogroßgeräte nahezu unverändert. Lateinamerika befindet sich in einer starken Rezession. Das Umsatzvolumen wird vermutlich niedriger ausfallen als in den letzten acht Jahren. In Brasilien ist die negative Entwicklung besonders ausgeprägt.

Vernetzte Haushaltsgeräte - vor allem intelligente und vernetzte Waschmaschinen und Kühlschränke - liegen bei Verbrauchern voll im Trend.

Ebenso hat die Regulierung des Energieverbrauchs den Markt für Haushaltsgeräte stark beeinflusst. Die Neueinführung von "Energielabels" hat den Verkauf von besser eingestuften Haushaltsgeräten vorangetrieben. Außerdem haben direkte und auch indirekte Subventionsprogramme, wie in Kroatien und Ungarn, Verbraucher zu vorzeitigen Ersatzkäufen angeregt.

Die Küchen- und Spülenmärkte, in denen die BLANCO-Gruppe tätig ist, haben sich in den Regionen ebenfalls sehr unterschiedlich entwickelt.

Deutschland verzeichnete erneut ein solides Marktwachstum, gestützt durch das nach wie vor positive Konsumklima. Auch die Märkte in Mitteleuropa wuchsen wieder in ähnlicher Größenordnung.

Die nordeuropäischen Märkte, und hier insbesondere Dänemark und Schweden, konnten die positive Aufwärtsentwicklung des Vorjahres fortsetzen.

In West- und Südeuropa konnte nur Spanien ein signifikant hohes Wachstum aufweisen, während Frankreich als größter Spülenmarkt dieser Region erneut rückläufig war. Trotz Brexit-Beschluss entwickelte sich Großbritannien bislang weiterhin leicht positiv.

Die osteuropäischen Märkte konnten allesamt ein kleines Wachstum verzeichnen, insbesondere durch eine positive Entwicklung in Ungarn.

Der russische Markt hat sich in Folge der Währungskrise und der Wirtschaftssanktionen nach wie vor rückläufig entwickelt, zeigte im Vergleich zum Vorjahr jedoch erste Aufwärtstendenzen.

In Nordamerika zeigte der US-amerikanische Markt weiterhin eine gute Dynamik, während der kanadische Markt stagnierte.

Der chinesische Spülenmarkt verzeichnete erneut eine leichte rückläufige Tendenz, belastet durch Restriktionen im Immobilienbereich und durch ein weiterhin abnehmendes Wirtschaftswachstum

Die Branchen, in denen die BLANCO Professional-Gruppe tätig ist, entwickelten sich wie folgt:

Die Geschäftseinheiten Catering und Medical entwickelten sich in 2016 über den Erwartungen. So konnten die in 2015 entschiedenen Reduzierungen im Produktportfolio, hauptsächlich im Projektgeschäft, durch den verstärkten Verkauf von Standardprodukten - insbesondere im Bereich Catering - im Wesentlichen kompensiert werden. Im Bereich Catering liegen die Umsatzerlöse unter Vorjahr aber über Plan. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Objektgeschäft im Bereich Speisenausgabe in 2016 aus strategischen Gründen eingestellt wurde und nicht mehr für Neugeschäfte zur Verfügung stand.

Im Bereich Medical liegen die Umsatzerlöse über Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen durch einen Großauftrag im Schrankgeschäft zu erklären, der im Dezember 2015 gewonnen werden konnte. Das Auslandsgeschäft im Bereich Medical war plausibel belastet durch die Entscheidung, das Schrankgeschäft einzustellen und in 2016 keine Neuaufträge mehr anzunehmen.

Der Markt im Inland wuchs stark um 7,0%. Die Exportmärkte zeigten sich insgesamt ebenso dynamisch. Märkte in Mitteleuropa, wie z. B. Schweiz, Beneluxländer oder Österreich, zeigten sich robust. Die große Dynamik auf den Märkten im Mittleren Osten und in Asien ist ungebrochen und bietet für die Zukunft große Absatzchancen. Insgesamt treibt die BLANCO Professional-Gruppe die Internationalisierung sowie die Fokussierung auf internationale Großkunden weiter voran. Zielmärkte sind hierbei die Märkte Osteuropa, Asien/Pazifik sowie der Mittlere Osten.

Innerhalb der Geschäftseinheit Industrial ist der Markt für Baugruppen aus Edelstahl nach wie vor bei Weitem nicht ausgeschöpft. Dies gilt vor allem für hochwertige Produkte für höchste Ansprüche an Funktion und Oberflächengüte.

Die BLANCO Professional-Gruppe ist bestrebt, eine weitere Branchendiversifizierung des Kundenportfolios voranzutreiben. So konnten in 2016 wesentliche Kunden in den Nicht-Automotive-Branchen gewonnen werden. Produktionsanläufe von weiteren Neukunden im Nicht-Automotivebereich werden für die kommenden Jahre erwartet.

Immer mehr Länder wollen ihr High-Speed-Streckennetz der Bahn ausbauen bzw. modernisieren, was zu einer dynamischen Marktentwicklung und zu einer deutlichen Vergrößerung der Einzelauftragsvolumina führt, die am Markt von potenziellen Kunden ausgeschrieben werden. Wesentliches Ziel der BLANCO Professional-Gruppe im Rahmen der Geschäftseinheit Railway ist seit Mitte 2015, sich der dynamischen Entwicklung des Marktes zu stellen und die Fertigungsstrukturen weg von der Manufaktur hin zur industriellen Fertigung aufzubauen. Wesentlich dabei ist, dass die Geschäftseinheit in der Lage ist, Großaufträge zeitgerecht mit hoher Prozesskompetenz und mit wirtschaftlich nachhaltiger Zuverlässigkeit abzuarbeiten.

Die DEFENDI-Gruppe, die weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von Gas-Komponenten für den Bereich Kochen ist, ist ebenfalls in der Hausgeräteindustrie tätig und unterliegt daher der Entwicklung der Branche analog der E.G.O.-Gruppe.

Europa ist für die DEFENDI-Gruppe nach wie vor der größte Markt, dennoch konnte die Steigerung des Umsatzes vor allem durch die positive Geschäftsentwicklung außerhalb Europas erzielt werden. Nach Europa ist der nordamerikanische Markt der zweitgrößte Markt. In diesem Markt zeichnet sich eine zunehmende Konzentration der Hausgerätehersteller ab, welche die künftigen Geschäftsbeziehungen beeinflussen wird.

Lateinamerika befindet sich in einer starken Rezession. Vor allem die Wirtschaftslage in Brasilien bleibt verfahren. Auch wenn sich im 2. Halbjahr eine leichte Verbesserung abzeichnete, ist mit einem wirklichen Aufschwung frühestens im 2. Halbjahr 2017 zu rechnen. Die Elektroindustrie spürt durch die hohe Arbeitslosigkeit die zurückhaltende Konsumstimmung und das schlechte Investitionsklima. Es wird erwartet, dass Haushaltsgeräte, elektronische und elektrische Komponenten auf Vorjahresniveau bleiben.

Der Teilkonzern BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe produziert als OEM-Hersteller vor allem Induktionskochmulden, die als Nischenprodukte durch Hausgerätehersteller mit deren Marken gekennzeichnet und vermarktet werden.

Es gibt zunehmend mehr vergleichbare OEM-Hersteller, da einige ehemalige Hausgerätehersteller ihre Werke aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen haben und dieses Geschäftsmodell zunehmend für sich entdeckten. Auch in China und in der Türkei bauen sich zunehmend ähnliche OEM-Strukturen auf.

Auf dem europäischen Markt besteht eine große Konzentration von Einkaufsorganisationen, die die Beschaffung für mehrere große Kunden koordinieren. Speziell bei Produkten im Einstiegssegment ist dies mittlerweile sehr verbreitet. Dadurch ergeben sich zwar große Volumen, jedoch aber auch eine sehr aggressive Preispolitik.

Im Hochpreissegment liegt der Fokus mehr auf Innovation und Differenzierung, während der Wettbewerb im unteren Marktsegment zunehmend über den Preis ausgetragen wird. Immer mehr Lieferanten drängen auf dieselben Märkte, wodurch mehr Wettbewerb entsteht. Im Standardsegment betreiben daher vor allem chinesische Wettbewerber eine aggressive Preispolitik, was teilweise dazu führt, dass Kunden zu diesen preisgünstigeren Wettbewerbern abgewandert sind.

Der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe gelang in den vergangenen drei Jahren der erfolgreiche Markteintritt in Polen und in Tschechien. In Nord- und Südamerika konzentrierte sich der Teilkonzern hauptsächlich auf den brasilianischen und den US-amerikanischen Markt. In Asien konnten erste Erfolge auf dem vietnamesischen Markt erzielt werden und an der weiteren Erschließung des chinesischen Marktes wird stetig gearbeitet.

B.3. Darstellung der Ertragslage

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Ertragskennzahlen der BLANC & FISCHER Familienholding:

2016 2015
Mio. EUR Mio. EUR
Nettoumsatz 1.163,3 1.135,6
Bruttogewinn 381,0 342,4
Betriebsergebnis 95,2 52,5
Jahresergebnis vor Minderheiten 61,5 33,5
Return an Sales 5,3% 2,9%

B.3.1. Umsatzentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage hat das Geschäft der BLANC & FISCHER Familienholding im Jahr 2016 überwiegend positiv gestützt.

Der Nettoumsatz für 2016 beträgt EUR 1.163,3 Mio. (Vorjahr EUR 1.135,6 Mio.) und liegt damit leicht unter der Prognose von EUR 1.173,1 Mio. Das Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr beträgt EUR 27,7 Mio., bzw. 2,4%. Bereinigt um den Umgliederungseffekt des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) beträgt der Anstieg gegenüber Vorjahr EUR 21,4 Mio. Alle Unternehmensbereiche konnten Wachstumsraten verzeichnen, außer beim Teilkonzern BLANC und FISCHER Design & Technologie, bei dem der Umsatz stagnierte. Am meisten zum Umsatzwachstum trugen die E.G.O.Gruppe mit EUR 9,5 Mio., bzw. 1,7%, und die BLANCO-Gruppe mit EUR 9,1 Mio., bzw. 2,6%, bei.

Die Umsatzprognose der BLANC & FISCHER Familienholding von EUR 1.173,1 Mio. wurde um EUR 9,8 Mio. verfehlt. Der einzige Teilkonzern, der den Plan übertraf, war die BLANCO Professional-Gruppe mit einer positiven Abweichung von EUR 7,1 Mio., bzw. 6,3%. Die restlichen Teilkonzerne konnten ihre Planumsätze nicht erreichen. Insbesondere die BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe liegt mit EUR 10,6 Mio., bzw. 21,6% deutlich hinter dem Planumsatz zurück. Der Gründe dafür sind der Verlust eines großen Kunden, den nahezu kompletten Umsatzwegfall in Russland und der Ukraine aufgrund der politischen Lage und die Verzögerungen bei der Markteinführung einiger Innovationen. Die E.G.O.Gruppe liegt mit EUR 2,8 Mio., bzw. 0,5% leicht hinter dem Plan, die BLANCO-Gruppe verfehlte ihren Plan ebenfalls nur leicht um EUR 1,5 Mio., bzw. 0,4% und die DEFENDI-Gruppe um EUR 2,0 Mio., bzw. 2,9%.

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsätze in die Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding im Vergleich zum Vorjahr:

2016 Anteil 2015 Anteil Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR
E.G.O.-Gruppe 582,0 50,0% 572,5 50,4% 1,7%
BLANCO-Gruppe 359,2 30,9% 350,1 30,8% 2,6%
BLANCO Professional-Gruppe 118,9 10,2% 114,7 10,1% 3,7%
Blanc und Fischer Design & Technologie 38,4 3,3% 38,6 3,4% -0,5%
DEFENDI-Gruppe 64,8 5,6% 59,7 5,3% 8,5%
Konsolidiert 1.163,3 100,0% 1.135,6 100,0% 2,4%

Die Wechselkursentwicklung hatte einen leicht negativen Einfluss auf den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere die Entwicklung des britischen Pfundes, des russischen Rubels, des kanadischen Dollars und des chinesischen Yuans. Der Preisdruck und die damit verbundene Tendenz zu sinkenden Absatzpreisen haben den Konzernumsatz ebenfalls negativ beeinflusst. Allerdings konnten die Währungs- und Preisverluste durch gestiegene Absatzmengen kompensiert werden.

Der zeitliche Verlauf zeigt, dass ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr vor allem im 2. Quartal 2016 realisiert wurde, während der Umsatz des 4. Quartals in der Höhe dem Umsatz des Vorjahresquartals entsprach.

Der Geschäftserfolg der E.G.O.-Gruppe wurde übergreifend sowohl von den traditionellen Produkten als auch von den Innovationsprodukten getragen. Die eingeplante Abschwächung des Umsatzes bei den traditionellen Produkten fiel deutlich niedriger aus als erwartet. Im Gegenzug fiel das eingeplante Wachstum bei den Innovationsprodukten moderater aus.

Der strategische Geschäftsbereich "HOT" mit den Bereichen Kochen und Backen ist nach wie vor das umsatzstärkste Geschäftsfeld der E.G.O.Gruppe und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 3,8%. Das strategische Geschäftsfeld "WET" mit den Bereichen Waschen, Trocknen und Geschirrspülen verzeichnet einen Umsatzrückgang von 16,0% zum Vorjahr. Die deutlichen Bedarfsrückgänge in den Bereichen Trocknen und Wäschepflege konnten nur teilweise durch ein leichtes Umsatzwachstum im Bereich der Geschirrspüler kompensiert werden. "PROFESSIONAL" als weiteres strategisches Geschäftsfeld, in dem das professionelle Kochen, Backen, Waschen, Geschirrspülen und Trocknen zusammengefasst ist, erzielte mit einem Umsatzwachstum von 4,5% gegenüber Vorjahr eine positive Entwicklung.

Das Wachstum der BLANCO-Gruppe wurde wesentlich durch die Geschäftsfelder Granitspülen mit einer Steigerung von 9,3%, Mischbatterien mit einem Umsatzwachstum von 3,0% und Zubehör mit einem Umsatzwachstum von 8,1% im Vergleich zum Vorjahr getragen. Die Bereiche Edelstahl-, und Keramikspülen mussten jeweils eine negative Umsatzentwicklung mit 3,7% und 21,2% gegenüber Vorjahr verzeichnen. Ursächlich für die deutlich rückläufige Entwicklung bei Keramikspülen war der Wegfall der Geschäftsbeziehung mit einem großen britischen Kunden und Lieferprobleme eines Zulieferers für den nordamerikanischen Markt.

Bei der BLANCO Professional-Gruppe ging der Umsatz im Bereich Catering aufgrund der Aufgabe des Objektgeschäfts in der Speisenverteilung gegenüber dem Vorjahr um 6,8% zurück. Im Bereich Medical stieg der Umsatz aufgrund eines Großauftrags um 8,3%. Der Umsatz der Geschäftseinheit Industrial lag im Jahr 2016 um 2,5% über dem Umsatz des Vorjahres. Die Geschäftseinheit Railway konnte den Umsatz durch die Serienanläufe für zwei Großkunden um 135,2% im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Die DEFENDI-Gruppe erzielte ein Wachstum von 8,5%. Ein Umsatzwachstum konnte in allen Produktgruppen erreicht werden. Der Umsatz der wichtigsten Produktgruppe im Portfolio, den Standardbrennern, wuchs um 5,8%. Bei der im Vorjahr von der E.G.O.-Gruppe übernommenen Produktgruppe E-Gas gelang es, den Umsatz, wenn auch noch auf tiefem absolutem Niveau, zu verdoppeln. In 2016 wurde von der DEFENDI-Gruppe zudem erfolgreich der DEFENDI-Thermostat auf den Markt gebracht.

Der leichte Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr von 0,5% bei der BLANC und FISCHER Design & Technologie ist auf den Verlust eines großen Kunden zurückzuführen. Die im Markt eingeführten Innovationen waren durchweg ein großer Erfolg. Besonders ist hier die Haube-Kochmulde-Kombination zu erwähnen, bei der die Haube in der Kochmulde integriert ist. Allerdings ist zu verzeichnen, dass insgesamt weniger Innovationen auf den Markt gebracht werden konnten. Diese Entwicklung ist problematisch, da sich der Markt hauptsächlich durch Innovationen profiliert und dies der einzige Weg ist, um dem ständigen Preisdruck der Abnehmer entgegenzuwirken.

Regional betrachtet bildet Europa den größten Absatzmarkt für die BLANC & FISCHER Familienholding. Das Wachstum in Europa war jedoch unterdurchschnittlich und beträgt 0,9% (EUR 7,8 Mio.). Während die Umsätze in Deutschland um 2,1% (EUR 6,6 Mio.) und in den restlichen EU-Ländern um 0,5% (EUR 2,3 Mio.) wuchsen, wurde im übrigen Europa ein Umsatzrückgang von 1,3% (EUR 1,1 Mio.) verzeichnet.

Ein überdurchschnittliches Wachstum konnte in Asien und dem pazifischen Raum mit einem Wachstum von 22,0%, bzw. EUR 16,1 Mio. erzielt werden. Alle Teilkonzerne konnten in dieser Region, insbesondere in China, überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnen. Auch in den arabischen Ländern und Afrika konnte auf kleinem absolutem Niveau ein überdurchschnittliches Wachstum von 8,8% erwirtschaftet werden. In Nord-, Mittel und Südamerika konnte ein Umsatzwachstum von 1,0% erzielt werden, dazu beigetragen hat insbesondere die DEFENDI-Gruppe.

Die Aufteilung der Umsätze nach geografischen Märkten wird in der folgenden Tabelle gezeigt:

2016 Anteil 2015 Anteil Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR
Deutschland 320,7 27,6% 314,1 27,7% 2,1%
Übrige EU-Länder 433,3 37,2% 431,0 38,0% 0,5%
Übriges Europa 85,4 7,3% 86,5 7,6% -1,3%
Asien und Pazifischer Raum 89,2 7,7% 73,1 6,4% 22,0%
Arabische Länder und Afrika 22,3 1,9% 20,5 1,8% 8,8%
Nord-, Mittel- und Südamerika 212,4 18,3% 210,4 18,5% 1,0%
Konsolidiert 1.163,3 100,0% 1.135,6 100,0% 2,4%

B.3.2. Ergebnisentwicklung

Der für das Jahr 2016 ausgewiesene Jahresgewinn (inkl. Minderheitsanteilen) beläuft sich auf EUR 61,5 Mio. (Vorjahr EUR 33,5 Mio.). Während der Umsatz um 2,4% zunahm, stieg der Bruttogewinn um 11,3% gegenüber dem Vorjahr.

Der Bruttogewinn beträgt EUR 381,0 Mio. oder 32,8% vom Umsatz (Vorjahr 30,2%). Der Rückgang der Herstellkosten ist zum Teil auf eine Umgliederung in die Verwaltungskosten in Höhe von EUR 11,9 Mio. zurückzuführen. Grund dafür ist die Änderung der Herstellkostendefinition (siehe dazu Konzernanhang). Des Weiteren sanken die Herstellkosten in Relation zum Umsatz aufgrund niedrigerer Personalkosten, niedrigerer Abschreibungen und gesunkener Rohstoffpreise.

Der Betriebskostenanteil am Umsatz sank von 25,5% im Vorjahr auf 24,6%. Die Betriebskosten insgesamt betragen EUR 285,8 Mio. (Vorjahr EUR 289,9 Mio.). Der Rückgang ist insbesondere in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu finden.

Die Vertriebskosten stiegen um 2,0% von EUR 152,6 Mio. auf EUR 155,7 Mio. Der Anstieg ist hauptsächlich auf gestiegene Kosten für Versand und Provisionen zurückzuführen, die durch den erhöhten Umsatz entstanden sind. Die Verwaltungskosten stiegen um 29,2% oder EUR 17,9 Mio. auf EUR 79,2 Mio. Dabei ist eine Erhöhung von EUR 11,9 Mio. alleine durch die Umgliederung aus den Herstellkosten verursacht. Des Weiteren sind gestiegene Recht-, Prozess, und Beratungskosten von EUR 6,0 Mio. für offene Rechtsstreitigkeiten im Bereich Steuern in den Verwaltungskosten enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen um EUR 1,9 Mio. und betragen EUR 42,8 Mio. (Vorjahr EUR 40,9 Mio.). Die darin enthaltenen Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Anlagen betragen EUR 10,3 Mio. (Vorjahr EUR 7,4 Mio.). Es wurden zusätzlich EUR 15,2 Mio. (Vorjahr EUR 14,2 Mio.) als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um EUR 10,8 Mio. auf EUR 29,1 Mio. Bereinigt um den Umgliederungseffekt von BilRUG beträgt der Rückgang EUR 4,4 Mio. Grund für den Rückgang sind insbesondere niedrigere Rückstellungsauflösungen und niedrigere Kursgewinne. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von EUR 74,9 Mio. auf EUR 37,2 Mio. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Wegfall der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen im Vorjahr zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei EUR 95,2 Mio. oder 8,2% vom Umsatz. Sowohl das Vorjahresbetriebsergebnis von EUR 52,5 Mio. (4,6% vom Umsatz) als auch das budgetierte Betriebsergebnis von EUR 85,3 Mio. (7,3% vom Umsatz) konnten damit deutlich übertroffen werden. Die positive Abweichung gegenüber dem Plan ist einerseits auf niedrigeren Herstellkosten und andererseits auf nicht geplante Rückstellungsauflösungen zurückzuführen.

Im Betriebsergebnis resultierte ein positiver Effekt aus Währungsumrechnung von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.). Die Rückstellungsveränderungen beeinflussten die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen positiv mit netto EUR 5,3 Mio. (Vorjahr negativ EUR 24,0 Mio.).

Das Finanzergebnis zeigt einen Verlust von EUR 7,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,2 Mio.) und beinhaltet wie im Vorjahr hauptsächlich Zinserträge in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.) und Zinsaufwendungen von EUR 6,7 Mio. (Vorjahr EUR 6,9 Mio.).

B.4. Darstellung der Finanzlage

B.4.1. Finanzstruktur

Die Finanzpolitik der BLANC & FISCHER Familienholding hat das Ziel, die Finanzkraft der Gruppe auf hohem Niveau zu halten und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung der Liquidität zu wahren. Es besteht eine Einschränkung über die Verfügbarkeit der Finanzmittel in Höhe von EUR 0,3 Mio. Diese dient der Besicherung einer beauftragten Leistung. Die zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien bei Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2016 EUR 136,9 Mio. (Vorjahr EUR 169,3 Mio.).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken betragen zum 31. Dezember 2016 EUR 71,0 Mio. (Vorjahr EUR 76,3 Mio.) und wurden zu marktüblichen Zinsen aufgenommen. Die Laufzeit beträgt bei Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 33,8 Mio. (Vorjahr EUR 39,1 Mio.) länger als ein Jahr.

Die Gruppe nutzt derivative Finanzinstrumente im Wesentlichen zur Absicherung von Kursrisiken. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, welche die zukünftigen Kursrisiken der normalen Geschäftstätigkeit abdecken. Die Termingeschäfte zur Rohstoffabsicherung dienen als langfristige Kurs- und Kalkulationssicherung. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Konzernanhang.

Verkürzte Kapitalflussrechnung 2016
in Mio. EUR
Cashflow 135,2
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit 150,8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (58,2)
Cashflow aus der Finanztätigkeit (28,9)
Finanzmittelfonds zum Jahresanfang 158,3
Finanzmittelfonds zum Jahresende 221,3

Der Finanzmittelfond der Kapitalflussrechnung besteht aus flüssigen Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten im Erwerbszeitpunkt.

Der Cashflow beträgt EUR 135,2 Mio. Darin enthalten sind der Jahresgewinn von EUR 61,5 Mio. und die Abschreibungen von EUR 73,7 Mio.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 150,8 Mio. Für einen Mittelzufluss sorgten in 2016 die Zunahme der Verbindlichkeiten um EUR 22,8 Mio., ein Mittelabfluss hingegen fand insbesondere durch die Zunahme der Forderungen um EUR 11,3 Mio. und durch Ertragsteuerzahlungen von EUR 23,3 Mio. statt.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 58,2 Mio. Die größten Posten der Investitionstätigkeit sind die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 44,3 Mio. und in das immaterielle Anlagevermögen von EUR 17,3 Mio.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt insgesamt EUR 28,9 Mio. und ist hauptsächlich auf die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten von EUR 47,7 Mio. zurückzuführen. Die Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von EUR 14,5 Mio. und gezahlte Zinsen von EUR 4,2 Mio. sorgten für einen weiteren Mittelabfluss. Einen Mittelzufluss gab es durch die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten von EUR 38,6 Mio.

Insgesamt stieg der Finanzmittelfonds um EUR 63,0 Mio. von EUR 158,3 Mio. auf EUR 221,3 Mio.

Die BLANC & FISCHER Familienholding finanziert sich mehrheitlich aus eigener Kraft und nur zu einem kleinen Teil durch Fremdkapital. Eine eventuelle Veränderung des Zinsniveaus hätte nur geringen Einfluss auf die Gesamtverschuldung der Gruppe.

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden Miet-, Pacht- und Leasingverträge abgeschlossen. In der folgenden Tabelle sind diese Verpflichtungen zusammengefasst dargestellt und aufgeteilt nach Fälligkeit.

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 31.12.2016 31.12.2015
T.EUR T.EUR
- fällig in einem Jahr 4.220 6.104
- fällig in zwei bis fünf Jahren 7.357 11.008
- fällig in mehr als fünf Jahren 3.428 6.210
Total Miete, Pacht und Leasing 15.005 23.322
Unterschiedsbetrag Art. 28 Abs. 2 EGHGB - -
Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen 72.380 88.587
Total 87.385 111.909

B.4.2. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen ins Anlagevermögen in Höhe von EUR 63,7 Mio. (Vorjahr: EUR 70,1 Mio.) inkl. derivativ erworbenem Goodwill lagen im Geschäftsjahr 2016 unter den Abschreibungen (EUR 73,7 Mio.).

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen EUR 44,3 Mio. (Vorjahr: EUR 51,8 Mio.). Ein überwiegender Teil wurde für Kapazitätserweiterungen und Ersatzinvestitionen aufgewendet.

Im Teilkonzern E.G.O.-Gruppe wurde am Standort in China mit der Fertigung der Motorheizpumpe begonnen. An den Standorten in Spanien und Mexiko wurden in den Elektronikproduktionen die bestehenden SMT-Linien mit einer Funktion zur Lötpastenkontrolle ergänzt. Weitere Standorte investierten ebenfalls in den Elektronikfertigungen. So wurden am Standort in Deutschland umfangreiche Investitionen, unter anderem für das Produkt SmartKii, getätigt. Die Verlagerung der Produktion vom Produktionswerk in Balingen nach Polen wurde abgeschlossen.

Bei Elektro-Kontakt d.d. in Kroatien wurden vorrangig Ersatzbeschaffungen in Werkzeuge für die Produktionen "Schalter und Energieregler" getätigt.

Zur Erfüllung der Ecodesign-Richtlinien wurde am Standort in Slowenien die Gießerei der Kochplattenproduktion entsprechend angepasst.

Die BLANCO-Gruppe investierte im Produktionswerk für Verbundwerkstoffspülen in Sinsheim in die Fertigstellung der EndMontagelinie sowie Kapazitätserweiterungsmaßnahmen für Gieß- und Fräsanlagen. Ebenfalls wurden Investitionen in die Lüftungsanlage und den Ausbau der Kältezentrale für die Gießereiklimatisierung getätigt.

Im Rahmen des Restrukturierungsprojekts wurde im Edelstahlspülen-Werk in Sulzfeld bei der Naturfinish-Linie in Schäumanlagen, zur Optimierung des Materialtransports bei der Mehrstücklinie in eine Paletten-Fördertechnik und in die Anlagentechnik für die Andano-Mehrstücklinie investiert. Ein weiterer Schwerpunkt war die Investition in Werkzeuge für Neuprodukte.

Der Teilkonzern investierte im Logistikzentrum in Bruchsal in die Fördertechnik und im Zuge der Gebäudeerweiterung in ein Blockheizkraftwerk mit hohem Wirkungsgrad sowie in eine Palettensortiermaschine.

Im Werk in Kanada wurden Investitionen in eine automatisierte Verpackungslinie und in Werkzeuge zur Kapazitätserweiterung getätigt.

Die BLANCO Professional-Gruppe investierte hauptsächlich am Standort in Oberderdingen. Zwei Pressenlinien wurden umgebaut und erweitert. Zusätzlich wurde in ein neues Kühlkonzept und in eine neue Stromversorgung investiert.

Die Kapazitätserweiterungen durch den Kauf einer zusätzlichen Aluminiumdruckgussanlage führen in der DEFENDI-Gruppe zu einer höheren Fertigungstiefe.

In der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe wurden kleinere Investitionen in die Fertigungseinrichtung vorgenommen.

Die BLANC und FISCHER Services tätigte keine größeren Investitionen.

Für das Jahr 2017 sind auf Gesamtkonzernebene Investitionen in Sachanlagen in der Höhe von EUR 86,4 Mio. geplant. Zum 31. Dezember 2016 waren Investitionsverpflichtungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 5,6 Mio.) vorhanden.

B.5. Darstellung der Vermögenslage

Traditionell baut die BLANC & FISCHER Familienholding auf einer soliden Bilanz und ausgewogenen Kapitalverhältnissen auf.

Verkürzte Bilanz 2016 % 2015 % Veränderung
in Mio. EUR
AKTIVA          
Anlagevermögen 346,2 35% 364,5 40% (18,3)
Immaterielle Vermögensgegenstände 64,0   73,2   (9,2)
Sachanlagen 277,1   286,5   (9,4)
Finanzanlagen 5,1   4,8   0,3
Umlaufvermögen 591,3 60% 507,4 55% 83,9
Vorräte 160,1   155,3   4,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 204,2   193,8   10,4
Wertpapiere 1,3       1,3
Zahlungsmittel 225,7   158,3   67,4
Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 0% 1,9 0% 0,7
Aktive Latente Steuern 41,0 5% 44,4 5% (3,4)
Aktiva 981,1 100% 918,2 100% 62,9
PASSIVA          
Eigenkapital 545,4 55% 505,1 55% 40,3
Rückstellungen 183,3 19% 178,5 19% 4,8
Verbindlichkeiten 224,6 23% 207,1 23% 17,5
Rechnungsabgrenzungsposten 2,0 0% 1,7 0% 0,3
Passive Latente Steuern 25,8 3% 25,8 3% -
Passiva 981,1 100% 918,2 100% 62,9

Die Bilanzsumme der BLANC & FISCHER Familienholding beläuft sich per 31. Dezember 2016 auf EUR 981,1 Mio. und ist damit um EUR 62,9 Mio. gestiegen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt.

Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen um EUR 18,3 Mio. auf EUR 346,2 Mio. Das Sachanlagevermögen verringerte sich um EUR 9,4 Mio. und das immaterielle Anlagevermögen sank um EUR 9,2 Mio. Die Veränderung im immateriellen Anlagevermögen ist einerseits verursacht durch Abschreibungen von Goodwill in Höhe von EUR 14,5 Mio. und selbst erstellten immateriellen Werten in Höhe von EUR 10,3 Mio., und andererseits durch Aktivierungen von selbst geschaffenen immateriellen Werten in Höhe von EUR 15,2 Mio. Im Umlaufvermögen ist die Erhöhung insbesondere auf den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen, welche von EUR 158,3 Mio. auf EUR 225,7 Mio. anstiegen. Die Einflussfaktoren für die Erhöhung werden in der Kapitalflussrechnung aufgezeigt. Im restlichen Umlaufvermögen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 6,7 Mio. auf EUR 175,4 Mio. und die Forderungen aus sonstigen Steuern um EUR 4,1 Mio. auf EUR 20,7 Mio. Die Vorräte stiegen von EUR 155,3 Mio. auf EUR 160,1 Mio.

Die Erhöhung der Bilanzsumme ist auf der Passivseite vor allem im Eigenkapital (Erhöhung um EUR 40,3 Mio. auf EUR 545,4 Mio.), und in den Verbindlichkeiten (Erhöhung um EUR 17,5 Mio. auf EUR 224,6 Mio.) sichtbar.

Die Höhe der Rückstellungen stieg im Jahr 2016 um EUR 4,8 Mio. auf EUR 183,3 Mio. an. Während sich die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen durch Verbräuche um EUR 8,8 Mio. reduzierten, erhöhten sich die Rückstellungen für Beratungs- und Prozesskosten um EUR 2,1 Mio., die Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen um EUR 2,0 Mio. und die sonstigen Rückstellungen um EUR 3,7 Mio. Zudem stiegen die Rückstellung für Ertragsteuern um EUR 3,5 Mio. an.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist vor allem auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 13,1 Mio., auf den Anstieg der Verbindlichkeiten für sonstige Steuern um EUR 7,9 Mio. und auf den Anstieg der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten von EUR 3,5 Mio. zurückzuführen.

Die Effektivverschuldung (Fremdkapital abzüglich Forderungen, Wertpapiere und Zahlungsmittel) der BLANC & FISCHER Familienholding sank von EUR 61,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,5 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 55,0% im Vorjahr auf 55,6% per 31. Dezember 2016 an.

Zusammenfassend ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLANC & FISCHER Familienholding zufrieden.

B.6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in Finanzzahlen. Nichtfinanzielle Leistungskennzahlen bilden die Nachhaltigkeit des Handelns ab und sind damit wichtige Indikatoren.

Alle Zielkunden erwarten immer neue oder verbesserte Produkte und Technologien. Mit der E.G.O. Innovationsquote überprüft die E.G.O.-Gruppe den Anteil am Gesamtumsatz von neuen Produkten innerhalb eines definierten Zeitraums. Bis zum Jahr 2015 wurde die Innovationsquote für die ersten beiden Jahre nach Produktionsstart ermittelt. Ab dem vergangenen Geschäftsjahr wurde der Zeitraum auf fünf Jahre ausgeweitet. Aufgrund immer schnellerer Generationswechsel und Veränderungen durch die ECO-Design-Richtlinie war die Innovationsquote für die ersten beiden Jahre nach dem Markteintritt schwankungsanfälliger und damit weniger aussagefähig. Für das Jahr 2016 belief sich die Innovationsquote auf 44,3% - dies bedeutet, dass ein Anteil von 44,3% vom Gesamtumsatz mit Produkten erzielt wurde, deren Produktionsstart zwischen heute und vor fünf Jahren lag. Es wird eine langfristige Stabilisierung auf einem Wert von über 50,0% für die Zukunft angestrebt.

Auch in 2016 war für die durchschnittlich 5.030 Mitarbeiter der E.G.O.-Gruppe, angegeben in Vollzeitäquivalenten (Vorjahr 5.242 Mitarbeiter), der zufriedene Kunde das oberste Ziel. In 2017 wird die in zweijährigem Abstand stattfindende "Kundenzufriedenheitsanalyse" mit einem unabhängigen Marktforschungsinstitut wieder durchgeführt. Es werden rund 550 Kunden weltweit befragt, wobei diesmal ein höherer Anteil an Kunden, die aus den internationalen Wachstumsmärkten kommen, angeschrieben wird. Außerdem wird die Qualität der Befragung weiter verbessert. Zu Beginn des Jahres 2017 werden die neuen Kennzahlen aus der Kundenzufriedenheitsstudie vorliegen.

Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (=KVP) werden in der BLANCO-Gruppe die eingehenden Verbesserungsvorschläge auf die Anzahl der Mitarbeiter in den erfassten Bereichen umgerechnet und so zu einer aussagefähigen Kennzahl zusammengefasst. Seit 2016 ist mit dem Produktionswerk in Toronto/Kanada erstmals ein internationaler Standort in die Systematik eingebunden. Mit 2,8 Vorschlägen je Mitarbeiter wurde ein bemerkenswerter Startwert erreicht. Mit durchschnittlich 3,2 Vorschlägen je Mitarbeiter (Vorjahr 3,9 Vorschläge) für alle einbezogenen Bereiche wurde wieder die Zielgröße von 3,0 überschritten. Erfreulich ist, dass sich die inhaltliche Qualität der eingebrachten Vorschläge deutlich verbesserte.

Bei der BLANCO-Gruppe hat sich der Umsatzanteil mit in den letzten fünf Jahren eingeführten Innovationen im Vergleich zum Vorjahr von 58,0% auf 54,0% normalisiert. Das langfristige Ziel ist, stets einen Wert von über 50,0% zu erreichen. Diese Kennzahl wird zur Bewertung der durch die BLANCO GmbH + Co KG gesteuerten Innovationen erhoben und bezieht sich auf den Umsatz der BLANCO GmbH + Co KG als Muttergesellschaft der BLANCO-Gruppe. Der Umsatzanteil, der im Jahr 2017 mit Innovationen der letzten fünf Jahre erwartet wird, liegt bei 55,0%.

Als Gradmesser für die durch die BLANCO Professional-Gruppe gesteuerte Innovation wird ebenfalls der Umsatzanteil mit Produkten herangezogen, die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gebracht wurden. Der prozentuale Umsatzanteil aller Produkte der Geschäftseinheiten, die jünger als fünf Jahre waren, betrug dabei 43,1% (Vorjahr 43,1%). Das Ziel für die kommenden Jahre wird sein, Entwicklungsaktivitäten in der Geschäftseinheit Catering und Medical, mit dem Fokus auf Catering, neu aufzusetzen, mehr Innovationen auf den Markt zu bringen und das Standard-Produktportfolio zu ergänzen. Projekte hierzu sind bereits angelaufen.

Die Fortschritte beim Thema Qualität werden bei der BLANCO Professional-Gruppe durch eine umfassende Betrachtung von sogenannten Fehlleistungskosten nachgehalten. Diese gehen über die übliche Definition von Gewährleistungs- und Kulanzkosten hinaus, ergänzt um beispielsweise Prozesskosten zur Reklamationsbearbeitung oder Kosten von unvermeidlichem Ausschuss bei Beginn einer Serienproduktion. Die Fehlleistungskosten am Standort Oberderdingen konnten im Jahr 2016 deutlich auf 2,2% (Vorjahr 4,7%), gemessen im Verhältnis zum Umsatz, gesenkt werden. Die positive Trendwende wurde durch eine verbesserte Qualitätskultur und eine verbesserte Nachhaltigkeit in den Korrekturmaßnahmen erreicht. An beiden Maßnahmen wird über alle Standorte des Teilkonzerns hinweg auch im Jahr 2017 weiter intensiv gearbeitet.

Um auf die spezifischen Kundenanforderungen flexibel eingehen zu können, benötigt die BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe Mitarbeiter, die im Unternehmen spezifisch geschult und ausgebildet werden. In den letzten Jahren hat der Teilkonzern zweistellige Zuwachsraten bei der Anzahl Mitarbeiter verzeichnen können. Durch eine konsequente Technologisierung konnte der Mitarbeiterbedarf, speziell in der Produktion, reduziert und auf einem stabilen Niveau gehalten werden.

Die Gesamtproduktivität ist ein weiterer wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator des Teilkonzerns. Im Jahr 2015 war durch die Einführung einer neuen Zentralsoftware keine Steigerung möglich. Im Geschäftsjahr 2016 belief sich die Gesamtproduktivität auf 96,8%.

Die BLANC und FISCHER Services erbringt innerhalb der BLANC & FISCHER Familienholding IT Support- und Projektdienstleistungen. Es existiert ein sich kontinuierlich weiterentwickelndes Kennzahlensystem, mit dessen Hilfe monatlich Gesellschafter und IT-Koordinatoren informiert werden. Damit die BLANC und FISCHER Services alle anstehenden Projekte und Aufgaben planmäßig und kompetent umsetzen kann, ist eine zuverlässige Kapazitätsplanung und eine aussagefähige Kapazitätsnachbetrachtung unabdingbar. Mit der Kennzahl "Kontingentverbrauch" werden die Reichweite der erwarteten IT-Stunden-Kapazitäten und der Verbrauch angegeben. Die ursprünglich für das Jahr 2016 geplanten rund 72.000 Stunden wurden in Abstimmung mit den konsumierenden Teilkonzernen auf etwa 70.500 Stunden reduziert. Diese Stundenzahl wurde im vergangenen Jahr dann auch nahezu erbracht.

Die Höhe des Servicegrads zeigt die telefonische Erreichbarkeit der zentralen Service-Leitstelle der BLANC und FISCHER Services. Dabei werden alle angenommenen Anrufe und jene, die auf die Call-Back-Funktion (= Rückruf Funktion) umgeleitet wurden, ausgewertet. Der Zielwert von 95,0% wurde auch in 2016 nahezu in jedem Monat leicht übertroffen.

Die wichtigste nichtfinanzielle Kennzahl der DEFENDI-Gruppe ist die Gesamtanlageneffektivität (OEE = Overall Equipment Effectivness), also das Maß für die Wertschöpfung einer Anlage. Die Kennzahl war mit einem Wert von 74,7% (Vorjahr 74,0%) stabil und bedeutet, dass nicht mehr Abfall oder höhere Ausschusskosten in der Produktion entstanden sind und so keine Produktionskapazitäten verschwendet wurden.

Diese Stabilität trug dazu bei, dass die Quote der durchschnittlichen, termingerechten Lieferung beim Kunden (OTD = an time delivery) bei stabilen 84,0% im Vergleich zum Vorjahr mit 86,0% liegt. An beiden Kennzahlen wird stetig gearbeitet, um weitere positive Effekte zu erzielen.

B.7. Produktion

Die Kundenbedarfe führten im Geschäftsjahr 2016 zu einer erfreulichen Auslastung der meisten Standorte, die jedoch in Abhängigkeit der Geschäftsfelder unterschiedlich ausgeprägt war. Die operative Qualitäts- und Lieferperformance konnte im Geschäftsjahr standort- und produktunabhängig weiter verbessert werden. In Abhängigkeit der Geschäftsfelder wurden außerdem neue Organisations- und Produktionsstrukturen in der BLANC & FISCHER Familienholding umgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2017 wird der Fokus weiterhin auf der Erarbeitung und Umsetzung schlanker Produktions- und Administrationsmethoden liegen, um weitere Performancesteigerungen zu erzielen. Die Bewertung von Synergiepotentialen über alle Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding hinweg ist ein weiterer Fokus für Optimierungsmaßnahmen. Mit dieser Aktivität wird weiterhin die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aller Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding verfolgt, um auch künftig profitabel weiterzuwachsen sowie eine hohe Qualitäts- und Lieferperformance sicherstellen zu können.

B.8. Qualität

Im 1. Halbjahr 2016 wurde das Projekt "Potentialanalyse für BLANC & FISCHER Familienholding" gestartet. In diesem Projekt wurden Synergieeffekte überprüft und bewertet, die sich aus der verstärkten Zusammenarbeit bei Prozessen und Standardisierungsaktivitäten ergeben. Die Umsetzung der dabei erarbeiteten Möglichkeiten ist teilweise bereits abgeschlossen bzw. in Vorbereitung. Ein Beispiel ist das System für Normen und Standards. Die Mitarbeiter der Teilkonzerne BLANCO und BLANCO Professional verwendeten bereits eine gemeinsame Normendatenbank. Eine andere Normendatenbank fand bei den Mitarbeitern der E.G.O.-Gruppe Anwendung. Seit 2016 verwenden die Mitarbeiter der drei Teilkonzerne nun eine einheitliche Normendatenbank (Globalnorm), arbeiten mit den gleichen Normenbeständen und es wurde eine zentrale, interne Ansprechstelle eingerichtet - Maßnahmen, die die Kosten reduzierten und die Benutzerfreundlichkeit erhöhten.

Für die nächsten Jahre ist geplant, die unterschiedlichen Prozesse und die voneinander abweichenden Integrierten Managementsysteme (IMS) der Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding, soweit sinnvoll, zu standardisieren und damit zu vereinheitlichen.

Ab 2018 ist außerdem geplant, eine gemeinsame Zertifizierung der IMS der BLANCO Professional-Gruppe, der Defendi-Gruppe und der E.G.O.-Gruppe nach ISO (= International Organisation for Standardization, Internationale Organisation für Normung) 9001, 14001 und 50001 im Matrix-Verfahren durchzuführen, wobei die Regelwerke zur Zertifizierung von ISO 14001 und ISO 50001 standortspezifisch festgelegt werden. Die Vorgehensweise im Matrix-Verfahren reduziert den Aufwand und die Kosten für die Zertifizierung und unterstützt die Standardisierung, was die Realisierung von Synergien zur Folge haben kann. Die Voraussetzung wurde durch ein einheitliches Prozesslayout für alle Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding geschaffen. Aktuell wird ein geeignetes IT-System für die Prozessdarstellung und Geschäftsprozessmodellierung ausgewählt.

Es gibt noch weitere Themen, die im Jahr 2017 und darüber hinaus auf Ebene der BLANC & FISCHER Familienholding bearbeitet werden. Bei der Zusammenarbeit im Energiemanagement gilt es Unterschiede herauszuarbeiten und daraus eine einheitliche Vorgehensweise zu definieren und umzusetzen. An den deutschen Standorten werden die Prüfmittelüberwachung und verschiedenen Messaufgaben der Teilkonzerne BLANCO-, BLANCO Professional- und E.G.O.-Gruppe zusammengelegt. Gemäß der neuen ISO Revisionen aus dem Jahr 2015 wird es ein gemeinsames Projekt aller Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding geben, in dem gemeinsam die IMS überarbeitet werden und Mitarbeiter teilkonzernübergreifend geschult werden.

Die internen Audits sollen auf Ebene der BLANC & FISCHER Familienholding standardisiert und durch ein gemeinsames IT-System unterstützt werden.

B.9. Beschaffung

Für die deutschen Standorte der BLANC & FISCHER Familienholding wird Strom gemeinsam beschafft. Der Strompreis für das Jahr 2016 erhöhte sich deutlich aufgrund der gestiegenen EEG- (= Erneuerbare Energien-Gesetz) Umlagen und Nebenkosten. Die Einkaufspreise für Öl bewegten sich im Jahresmittel bei unter 0,50 Euro/I und blieben damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Für das Jahr 2017 muss mit einer marginalen Erhöhung des Strompreises an den deutschen Standorten gerechnet werden. Diese ergibt sich saldiert aus einer Preisreduktion des Arbeitspreises und einer Erhöhung der EEG-Umlage.

Auf Ebene BLANC & FISCHER Familienholding wurde in 2016 das Projekt "Globaler Einkauf" gestartet. Die Zielsetzung ist, Synergien in der gemeinsamen Bearbeitung von Warengruppen zu erzielen. Auf Basis eines sogenannten Leadbuyer-Konzeptes (Zuordnung von Warengruppen zu Einkäufern) wurden Synergiewarengruppen definiert, für die jeweils ein Einkäufer aus der E.G.O.-Gruppe oder der BLANCO-Gruppe zentral die Verhandlungen für die Teilkonzerne übernimmt. In einem zweiten Projekt wurden Synergien aus Prozessen und Abläufen in den jeweiligen Teilkonzernen erarbeitet, die ab 2017 umgesetzt werden. Eine der Zielsetzungen ist dabei, die vorhandenen Ressourcen effektiver zu nutzen.

Im Oktober 2016 wurde der strategische Einkauf der BLANCO Professional-Gruppe in den strategischen Einkauf der E.G.O.-Gruppe integriert. Eine der großen Aufgaben für das Jahr 2017 ist nun, durch die gemeinsame Arbeit und die Nutzung einheitlicher Methoden und Werkzeuge, materialwirtschaftliche Abläufe in der BLANCO Professional-Gruppe zu optimieren.

B.10 Logistik

Die ganzheitliche Optimierung der Wertschöpfungskette stand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 im Fokus der Logistik der BLANC & FISCHER Familienholding. Die Standardisierung der Prozesse wurde auf allen Stufen der Wertschöpfungskette weiter vorangetrieben, um damit den steigenden Anforderungen der Kunden mit einer hohen Lieferbereitschaft und einer flexiblen Anpassung bei Veränderungen am Markt gerecht zu werden.

Um dem anhaltenden Kostendruck auf die Logistik entgegenzuwirken, werden zunehmend Synergien zwischen den Teilkonzernen der BLANC & FISCHER Familienholding genutzt. So können beispielsweise Dienstleistungen aus der Distributionslogistik der Teilkonzerne E.G.O, BLANCO und BLANCO Professional sinnvoll gemeinsam genutzt werden. Außerdem wurden im Bereich der Logistik speziell in der Lagerlogistik, in den Exportabwicklungen und dem Frachtmanagement Synergien festgestellt und genutzt. Der Servicegrad wird so weiterhin auf einem hohen Niveau erhalten und die dafür eigentlich steigenden Kosten durch die Zusammenlegung von Tätigkeiten über mehrere Teilkonzerne hinweg eingedämmt.

In der Transportlogistik liegt ein weiterer Schwerpunkt auf einer ressourcenschonenden Transportmittelauslastung und einem optimierten Verkehrsträgermix zur Schonung der Umwelt.

B.11 Personal- und Sozialbereich

Der durchschnittliche Personalstand lag im Jahr 2016 bei 7.509 Mitarbeitern, angegeben in Vollzeitäquivalenten, und damit um 191 Vollzeiter unter dem Stand vom Vorjahr. Der Personalabbau durch Kapazitätsanpassungen an einigen Standorten wurde durch Personalanpassungen an anderen Produktionsstandorten teilweise kompensiert.

Die Mitarbeiter gliedern sich wie folgt auf Tätigkeiten bzw. Teilkonzerne auf:

Mitarbeiterbestand E.G.O. BLANCO BPRO B.u.F. DT B.u.F. S DEFENDI Insgesamt
Produktion 4.094 614 442 53 - 259 5.462
Vertrieb 261 499 160 9 - 20 949
Verwaltung 427 144 58 6 87 19 741
Forschung & Entwicklung 248 56 22 11 - 20 357
Total 5.030 1.313 682 79 87 318 7.509
im Vorjahr 5.242 1.292 702 80 80 303 7.700

Im Teilkonzern E.G.O.-Gruppe wurde in 2016 die weltweite Zusammenarbeit der Human Ressources-Abteilungen an den E.G.O. Standorten weiter intensiviert. Dabei standen die in den Vorjahren implementierten globalen Richtlinien weiterhin im Fokus und die Standardisierungsaktivitäten wurden weiter vorangetrieben. So werden beispielsweise die Organigramme des Teilkonzerns seit dem vergangenen Jahr einheitlich dargestellt. Diese Darstellungsform wird in 2017 auf die Organigramme der weiteren Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding ausgerollt.

Die steigende Nachfrage nach Produkten der BLANCO-Gruppe außerhalb Deutschlands und die damit einhergehenden erhöhten Produktionskapazitäten führten in einigen Produktionswerken zum Aufbau von Personal. In mehreren Produktionswerken wurde ein im Rahmen des Gesundheitsmanagements angebotenes Programm zur Stärkung des Bewegungsapparates ausgeweitet. Das Führungskräfte-Entwicklungsprogramm wurde an den BLANCO-Standorten in Deutschland mit dem Schwerpunkt "gesundes Führen" fortgesetzt.

Bei der BLANCO Professional-Gruppe fand im Zuge einer Restrukturierung ein Personalabbau über ein freiwilliges Austrittsprogramm statt. Dieses wurde in einer separaten Betriebsvereinbarung geregelt. Außerdem wurden mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart - auf dieser Basis konnte mit der IG Metall in 2016 ein Zusatztarifvertrag geschlossen werden. Das bereits in 2015 begonnene Führungskräftetraining wurde mit den oberen zwei Führungsebenen abgeschlossen und weitere Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Führungskultur für das Jahr 2017 geplant.

Bei der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe wird viel Zeit in die Weiterentwicklung von Mitarbeitern investiert. So wurden und werden beispielsweise Produktionsmitarbeiter an verschiedenen Arbeitsplätzen eingelernt, um eine höchstmögliche Flexibilität in der Produktion zu erzielen. Neue Mitarbeiter der administrativen Bereiche durchlaufen immer alle anderen kaufmännischen Abteilungen, um so die Prozesse ganzheitlich betrachten zu können und die Kollegen kennenzulernen.

Für die BLANC und FISCHER Services ist die Suche nach geeigneten IT-Spezialisten weiterhin eine Herausforderung. Mit Hilfe von Personalvermittlern wurde das Recruiting weiter forciert - der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist allerdings weiterhin überschaubar. Vakanzen konnten teilweise auch durch die Übernahme eigener Auszubildenden und Absolventen der dualen Hochschule besetzt werden. Deshalb setzt der Teilkonzern auch zukünftig auf die eigene Ausbildung sowie die Weiterbildung und Qualifikation der Mitarbeiter.

Das Jahr 2016 war in der DEFENDI-Gruppe geprägt von organisatorischen Anpassungen, um in allen Abteilungen und Bereichen eine höhere Effizienz zu erzielen. So wurde ein umfangreiches Projekt aufgesetzt, um die Kommunikations- und Informationspolitik innerhalb des Teilkonzerns zu verbessern. Auch die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern nahm im vergangenen Geschäftsjahr einen hohen Stellenwert ein.

B.12. Umweltschutz

Die BLANC & FISCHER Familienholding trägt der wachsenden Bedeutung der Umweltbelange und Ressourcenschonung Rechnung. Mit Renovierung von Gebäuden, der Änderung von Produktionsverfahren und dem Austausch von Maschinen wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Energieeinsparung und Umweltschutz erreicht.

Durch viele kleine Maßnahmen konnten im Jahr 2016 Einsparungen beim Stromverbrauch erzielt werden. Auch bei der Nutzung anderer Rohstoffe und dem Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen waren und sind die Standorte bestrebt, Sparmaßnahmen umzusetzen oder optimierte Lösungen zur effektiven Nutzung der Stoffe zu finden.

Auch im Jahr 2016 wurde die Liste der EU-Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (REACH) um weitere Stoffe ergänzt. Die Lieferanten sind angehalten, zeitnah Rückmeldung über die Verwendung der neu hinzugekommenen Stoffe der Kandidatenliste vorzulegen, damit die Kunden gezielt informiert werden können.

In der BLANC & FISCHER Familienholding wird auf eine hohe Energieeffizienz geachtet. Deshalb müssen beispielsweise an den meisten Standorten des Konzerns alle zu beschaffenden Hardwareprodukte mit einem der bekannten Label gekennzeichnet sein, die das Produkt als energieeffizient ausweisen.

B.13. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Projekt "Synergy" vorgestellt. Das Ziel dieses Projektes ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der BLANC & FISCHER Familienholding langfristig zu sichern und zu steigern. Dieses Ziel wird erreicht durch Standardisierung, Zusammenlegung oder Koordination von Funktionen und Aufgaben. Die Projektlaufzeit ist auf vier Jahre angelegt.

C. Chancen- und Risikobericht

C.1. Beschreibung des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aufgrund zunehmender Geschwindigkeit und Komplexität sowie immer volatilerer Märkte ist es zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig, Risiken frühzeitig zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen.

Ziel des ordnungsgemäßen Risikomanagements ist die Sicherung des Vermögens und die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens. Gleichzeitig soll Risikomanagement dazu beitragen, dass strategische und operative Ziele erreicht werden.

Die BLANC & FISCHER Familienholding richtet sich nach den Grundsätzen einer wertorientierten Unternehmensführung und geht unternehmerische Risiken dann ein, wenn die damit verbundenen Ertragschancen eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes erwarten lassen. Die Teilkonzerne tragen unternehmerische Risiken prinzipiell selbst. Transferierbare Risiken werden - wenn möglich und wirtschaftlich sinnvoll auf Dritte übertragen. Das Transferkonzept ist ein Bestandteil der Risikobewältigungsstrategie.

Die BLANC & FISCHER Familienholding betreibt ein Risikomanagement-System, in dem die einzelnen Risikofelder auf Teilkonzernebene durch die Risikoverantwortlichen überwacht, periodisch untersucht und gepflegt werden. Hierbei werden die bestehenden Organisations- und Berichtsstrukturen berücksichtigt.

Der Analyseprozess erfolgt zweistufig. Zuerst wird mittels Risikofeldern die Schwerpunktbildung für die Identifikation festgelegt. Nach strukturierter Risikoidentifikation pro Risikofeld erfolgt die Einschätzung der Risiken durch die Risikoverantwortlichen anhand einer auf die jeweilige Konzerneinheit abgestimmten Relevanzskala. Das Risikomanagement unterstützt bei der Risikoidentifikation und -analyse. Die Risiken werden dann zu einem Gesamtinventar zusammengeführt und bewertet. Dabei werden primär, aber nicht ausschließlich, Risiken erfasst und grundsätzlich in einer Nettobetrachtung unter Berücksichtigung der definierten Maßnahmen angewendet.

Im Jahr 2012 wurde eine eigenständige Funktion für die Interne Revision eingeführt, die bis heute durch einen externen Dienstleister wahrgenommen wird. Auf Teilkonzernebene wurde jeweils ein interner Koordinator als Ansprechpartner für die Beteiligungsgesellschaften und für den Dienstleister bestimmt und seine Aufgaben beschrieben. Seit Dezember 2015 gibt es darüber hinaus einen internen Koordinator auf Gesamtkonzernebene, der die Prüfungspläne zusammenführt und die Nutzung von konzernübergreifenden Synergien bei der Maßnahmenumsetzung sicherstellen soll. Die Durchführung der Prüfungen erfolgt gemäß internationalem Standard für die berufliche Praxis der Internen Revision.

C.2. Risiko- und Chancenbeurteilung

Es wurden weder auf Konzernebene noch bei wesentlichen Tochtergesellschaften bestandsgefährdende Risiken identifiziert. Die Risikotragfähigkeit der BLANC & FISCHER Familienholding wurde durch eine Simulationsrechnung bestätigt. Nachfolgend wird über die wesentlichen Risiken in den jeweiligen Risikofeldern berichtet.

Strategie

Die BLANC & FISCHER Familienholding tätigt den überwiegenden Anteil ihrer Umsätze in Europa und unterliegt daher einem mittleren Risiko aus der weitgehend regionalen Geschäftstätigkeit, die gleichzeitig aber auch eine Chance für die allgemeine Geschäftsentwicklung darstellt.

Aus strategischer Sicht wird eine weitere Internationalisierung und außereuropäisches Wachstum forciert. Dem stehen die Wachstumsverlangsamung in China sowie die allgemeinen geopolitischen Spannungen als ein mittleres Risiko der globalen Weiterentwicklung des Gesamtkonzerns entgegen. Insgesamt zeigen sich diese Länderrisiken in der Abhängigkeit von politischen Entscheidungen sowie Wettbewerbsnachteilen durch politische Restriktionen und der Unsicherheit bzgl. der weiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in Ländern wie der Türkei, Großbritannien und Russland. Bei der DEFENDI-Gruppe gibt es weiterhin kleinere Risiken auf Teilkonzernebene durch die Tätigkeit in Brasilien. Chancen ergeben sich durch die Neugründung einer Vertriebsgesellschaft in Südkorea (E.G.O.-Gruppe) und in den USA (BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe) und die damit verbundene Nutzung von Synergie- und Skaleneffekten aus der bestehenden globalen Infrastruktur im Gesamtkonzern. Bei der BLANCO-Gruppe wird die Chance durch eine stärkere Internationalisierung mit verschiedenen Projekten und Markt- und Potentialstudien verfolgt.

Auf Ebene aller Teilkonzerne wurden unterschiedliche mittlere Risiken im Kompetenzprofil identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Behebung eingeleitet.

Märkte:

Im Marktumfeld bleibt der Trend zu Kundenkonzentrationen als mittleres Risiko aus ungünstigen Marktentwicklungen und aus der Abhängigkeit von Großkunden für die Teilkonzerne E.G.O.-Gruppe und DEFENDI-Gruppe bestehen. Bei der BLANCO-Gruppe spielen Segmentverschiebungen mit sinkenden Durchschnittspreisen und der Markteintritt von Herstellern mit starker Endkundenmarke eine Rolle. Das Marktumfeld der BLANCO Professional-Gruppe ist durch kurzläufige, zyklische Auftragsbestände und damit einhergehende Risiken der Planungsunsicherheit gekennzeichnet. Die Risiken im Geschäftsmodell der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe bestehen vor allem aus der Abhängigkeit von der Innovationskraft der wesentlichen Zulieferer und durch Marktteilnehmer mit Nachahmerstrategien. Darüber hinaus bedrohen insbesondere chinesische Konkurrenten die Wettbewerbsvorteile der BLANC & FISCHER Familienholding und stellen ein wesentliches Risiko dar. Diesem Risiko wird auf Gesamtkonzern- und Teilkonzernebene mit verschiedenen Projekten zur Kostensenkung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit entgegengewirkt.

Mit der Wettbewerbsintensität steigt die Bedeutung von innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten. Eine große Chance für die Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding, die alle durch eigene Forschungsund Entwicklungstätigkeiten zu den Innovationsführern in den jeweiligen Handlungsfeldern zählen. Die BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe hängt als spezialisierter Anbieter von Endgeräten zwar von der Innovationskraft der Schwesterkonzerne ab, aber im Gesamtkonzern kann dadurch von hochwertigen Produkten doppelt profitiert werden.

Bei der E.G.O.-Gruppe wurde der hauseigene Innovations-Event im Berichtsjahr erstmals in Berlin durchgeführt. Kunden und Entscheidungsträger aus aller Welt konnten den Besuch dieser Veranstaltung mit einem Besuch der international bekannten Messe "IFA" verbinden. Die Wahrnehmung von E.G.O. als hochwertiger und innovativer Partner wurde durch diesen erfolgreichen Event unterstrichen und wird als Chance zur Differenzierung gegenüber Wettbewerbern gesehen. Auch die BLANCO-Gruppe profitiert von der guten Reputation der Marke BLANCO. Dies ist ebenfalls als Chance einzustufen.

Finanzen:

Die Volatilität an den Rohstoff- und Währungsmärkten hat im Berichtsjahr weiter zugenommen. Die Preisentwicklung der Industriemetalle war grundsätzlich von steigenden Preisen bestimmt, wobei die Notierungen für Kupfer und Nickel am stärksten zulegen konnten. Für Silber, Nickel, Kupfer und Aluminium sowie Gas-Oil bestehen antizipative Bank- oder Lieferantenabsicherungen über maximal zwei Jahre, um die Preisschwankungen zu reduzieren und die Kalkulationssicherheit zu erhöhen. Nicht börsengehandelte Rohstoffe können nicht abgesichert werden. Bei diesen und den übrigen Kaufteilen bleiben mittlere Preisänderungsrisiken und -chancen bestehen.

Die BLANC & FISCHER Familienholding wickelt die Waren- und Dienstleistungsumsätze sowie Bezüge neben dem Euro auch in anderen Währungen ab. Infolge der internationalen Ausrichtung haben Wechselkursschwankungen einen Einfluss auf die Erfolgsrechnung der Gesellschaften, sowohl in Form von Umrechnungs- als auch in Form von Transaktionsrisiken. Um diese Risiken zu minimieren, werden die Aktivitäten für natürliche Absicherungen, dem sogenannten Natural Hedging, weiter intensiviert, z.B. durch den lokalen Einkauf. Für größere Saldenpositionen aus den Transaktionsgeschäften werden auf Teilkonzernebene Devisenabsicherungen mit einem Zeithorizont von bis zu eineinhalb Jahren abgeschlossen. Eine Vollabsicherung findet nicht statt und bietet daher in begrenztem Rahmen die Chance, von positiven Währungsentwicklungen zu profitieren.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein systemgestütztes Kreditmanagement überwacht. In der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe werden dabei sowohl Auskünfte und Analysen über die Finanz- und Ertragslage der Kunden als auch das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit zur Festlegung der Zahlungsbedingungen herangezogen und bei Verschlechterung sofort angepasst. In den anderen Teilkonzernen werden mögliche Ausfälle über eine Kreditversicherung abgesichert, sofern sie eine bestimmte Mindestgröße überschreiten. Mit der anhaltenden Erholung der Konjunktur hat sich das Insolvenzrisiko insgesamt weiter entspannt, gleichwohl bleiben Ausfallrisiken einzelner Kunden aufgrund ihrer spezifischen Finanz- und Ertragslage bestehen. Die Limitgewährungen des Kreditversicherers sind stabil.

Recht und Compliance:

Durch die zunehmende Komplexität und die beständigen Änderungen in der Gesetzgebung können Compliance-Risiken mit teilweise erheblichem Schadenspotential sowohl für die Unternehmensgruppe als auch für den einzelnen Mitarbeiter entstehen. Um den Umgang mit solchen Risiken zu verbessern, werden in einer Compliance-Richtlinie die wesentlichen Grundregeln rechtmäßigen Verhaltens dargestellt und Ratschläge für ein korrektes Verhalten im Tagesgeschäft gegeben. Die Mitarbeiter werden über die Inhalte der Compliance-Richtlinie regelmäßig geschult. Die Compliance-Richtlinie wurde in 2016 überarbeitet und aktualisiert und wird 2017 als konzerneinheitliche Richtlinie eingeführt.

Darüber hinaus gibt es mittlere vertragliche und rechtliche Risiken bei Rechtsstreitigkeiten, die sich verbunden mit dem Compliance-Bereich "Produktsicherheit" ebenso in einem begrenzten Risiko des Imageverlusts widerspiegeln. Generelle mittlere Produkthaftungs- bzw. Rückrufrisiken werden soweit möglich über entsprechende Versicherungen abgesichert.

Mit der internationalen Geschäftstätigkeit gehen mittlere Risiken durch Patentrechtsverletzungen und steuerliche Risiken einher. Im Juni 2016 wurde der Firmensitz der E.G.O.-Gruppe in Oberderdingen durch Beamte der Staatsanwaltschaft und der Finanzbehörden durchsucht. Gegenstand des Ermittlungsverfahrens ist der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der konzernweiten Verrechnung unternehmensinterner Leistungen. Das Ermittlungsverfahren dauert an und wird unternehmensseitig durch eine interne Untersuchung begleitet, die ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist. Die Höhe des Risikos ist im Moment nicht abschätzbar, ebenso wenig der Zeitpunkt eines möglichen Ressourcenabflusses. Grundsätzlich gehen mit einer internationalen Struktur immer auch Risiken im Bereich Steuern und Verrechnungspreise einher, die für die BLANC & FISCHER Familienholding gesamthaft als ein bedeutendes Risiko eingestuft werden.

Management- und Kontrollprozesse:

Allgemein herrscht weiterhin eine erhebliche Unsicherheit bezüglich der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Diese spiegelt sich im betrieblichen Finanzbereich in mittleren Risiken und Chancen aus Planungsunsicherheiten bei den Umsatzerlösen und Kosten wider.

Trotz eines umfassenden Qualitätsmanagements mit einer Vielzahl von präventiven Qualitätssicherungsmaßnahmen entlang des gesamten Entwicklungs- und Leistungserstellungsprozesses bestehen aufgrund der zunehmenden Komplexität der Produkte und Systeme einerseits sowie aufgrund der kürzer werdenden Produktlebenszyklen andererseits Risiken aus Produkthaftungsfällen und sicherheitskritischen Fehlern. Hierbei wirken vertragliche Regelungen mit den Kunden zur Gewährleistung und Kostenübernahme im Fehlerfall zusätzlich risikoerhöhend. Mit der konsequenten Verfolgung eines hohen Qualitätsniveaus einerseits und dem Transfer der Risiken auf Dritte andererseits wird versucht, diese Unsicherheiten zu beherrschen.

Ebenso besteht latent das generelle Risiko eines Black-Swan-Ereignisses, das heisst ein sehr seltenes und damit nahezu unvorhersehbares Ereignis mit sehr grosser Auswirkung.

Wertschöpfungsprozesse:

Der überwiegende Anteil der Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung entstehen im Teilkonzern der E.G.O.-Gruppe. Mit der wachsenden Bedeutung von Innovationen und Neuprodukten im internationalen Wettbewerb geht das strategische Risiko aus ungenügender Innovationskraft und der Fehleinschätzung von Marktentwicklungen und Trends einher. Dies wirkt sich zudem als mittleres Risiko durch Wertberichtigungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte in Folge geänderter Marktgegebenheiten aus. Ein bedeutendes Risiko wird in der teilweise langen Entwicklungszeit und unzureichenden Projektperformance gesehen. Auf der anderen Seite bietet es die Chance zu sogenannten "Plattform-Entwicklungen", d.h. der Mehrfachverwendung von Entwicklungsergebnissen in verschiedenen Projekten und dem Know-how-Austausch. Die Nutzung internationaler Strukturen sowie die verstärkte Standardisierung und Zusammenarbeit mit den Produktionen werden als Chancen zur Reduzierung der Entwicklungskosten betrachtet. Ebenso versprechen Entwicklungskooperationen und Lizenzvereinbarungen eine Chance durch die Einbindung neuer globaler Technologien in Haushaltsgeräte.

Bei der BLANCO Professional-Gruppe bestehen mittlere Risiken im Rahmen des Restrukturierungsprojekts. Die Einführung einer Planungssteuerung und Verbesserung der Stammdaten wirken den Risiken einer unzureichenden Lieferperformance entgegen. Darüber hinaus stellt ein systematisches Projektcontrolling die konsequente Umsetzung der Teilprojekte und die strategische Zielerreichung sicher. Im Geschäftsbereich "Railway" bestehen mittlere Risiken, die mit einer projektbasierten Geschäftstätigkeit und der Produktionsumstellung auf eine Serienfertigung einhergehen. Eine enge Kommunikation und Abstimmung mit den Kunden helfen, die Risiken zu begrenzen und Chancen aus Zusatz- und Folgeaufträgen zu heben.

Materialwirtschaft und Einkauf:

Eine zunehmende Internationalisierung der Beschaffungsquellen und die technische Komplexität einiger Kaufteile und Materialien verschärfen das Risiko in der Beschaffungs- und Wertschöpfungskette. Es bestehen bedeutende Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten sowie durch Betriebsunterbrechung infolge Ausfalls oder beim Lieferantenwechsel. Die globalen Lieferketten sind nach wie vor anfällig gegen Naturereignisse und können damit zu einem begrenzten Qualitäts- und Versorgungsrisiko auch innerhalb des Produktionsnetzwerkes der BLANC & FISCHER Familienholding werden. Dieses Risiko birgt die Notwendigkeit in sich, stetig nach Alternativen zu Lieferanten oder Materialien zu forschen und zu suchen. Aus diesem eigentlichen Zwang ergibt sich für den Konzern aber die Chance, Alternativen sehr schnell entdecken und bewerten zu können und so einen Vorsprung vor den Mitbewerbern zu haben. Darüber hinaus gibt es Chancen durch eine teilkonzernübergreifende Zusammenarbeit im Einkauf. Mit dem Projekt "Globaler Einkauf" wurde eine sogenannte "Lead-Buyer"-Organisation mit einem verantwortlichen Einkäufer je Warengruppe für die BLANC & FISCHER Familienholding eingeführt und eine Optimierung und Standardisierung der Beschaffungsprozesse initiiert.

Personal:

Im Personalbereich bestehen begrenzt Risiken aus dem Know-how-Verlust durch den Abgang von Schlüsselpersonen. Auf Teilkonzernebene wurden verschiedene Programme zur Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber und zur Förderung von Führungskräften und Potentialträgern initiiert. Beispielsweise wurde beim E.G.O. Standort im chinesischen Taicang erstmals im Berichtsjahr ein sechswöchiges Sommercamp für Mitarbeiterkinder durchgeführt, das Familien eine Möglichkeit gibt, mehr Zeit mit den oft weit entfernt lebenden Kindern zu verbringen. Auch in Oberderdingen wurde mit einem Sommerferienprogramm zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beigetragen. Diese Aktivitäten werden zusammen mit der hohen Mitarbeiterloyalität als Chance auf dem umkämpften Arbeitsmarkt gesehen.

IT:

Die zunehmende Bedeutung der Informationstechnik für sämtliche Geschäftsprozesse der Unternehmen zeigt sich in der immer umfassenderen Vernetzung von internen und unternehmensübergreifenden Prozessen, Daten und Informationssystemen. Damit erhöht sich die Abhängigkeit der Unternehmen von einer stabilen, zuverlässigen IT-Infrastruktur und Software. Auch die BLANC & FISCHER Familienholding ist von dieser allgemeinen Entwicklung betroffen und hat demnach ein mittleres Risiko aus einem ITAusfall und Betriebsunterbrechung, dem durch entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise der Sensibilisierung der Mitarbeiter für IT-Sicherheit, entgegengewirkt wird. Bei einem Vortragsabend mit dem Thema "Live Hacking für Manager" wurden Führungskräfte in Oberderdingen auf eine humorvoll-schockierende Art für die zunehmenden Risiken sensibilisiert. Informative Artikel in den Unternehmenszeitschriften der Teilkonzerne, kleinere Veranstaltungen in Fachabteilungen und ein kurzer Online-Check des eigenen Sicherheits-Levels sollen darüber hinaus den latenten mittleren Risiken der Internetkriminalität entgegenwirken.

D. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft befindet sich angesichts politischer und wirtschaftlicher Krisen in vielen Regionen auf einem eher wenig dynamischen Wachstumskurs mit zahlreichen Einzelrisiken der regionalen Konjunkturen. Stabile Wachstumserwartungen in einigen Teilen Europas können die schwache globale Investitionstätigkeit und Rückschläge durch politische Instabilität nicht auffangen.

Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem Oktoberbericht 2016, nach dem leichten Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums von 3,2% in 2015 auf 3,1% in 2016, für die kommenden zwei Jahre mit einer Steigerung des weltweiten Wachstums um 3,4% in 2017 und 3,6 % in 2018.

Als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor kommt nunmehr die zukünftige Wirtschaftspolitik der USA hinzu. Durch die enge Verflechtung globaler Wertschöpfungsketten und die hohe wirtschaftliche Bedeutung der USA entstehen erwartungsgemäß große Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Gerade in Mexiko blicken deutsche Unternehmen gespannt darauf, welche der bisherigen Ankündigungen zu NAFTA tatsächlich umgesetzt werden. In Mexiko sind die Auswirkungen schon jetzt durch die Abwertung des Pesos spürbar. Einzelne Investitionsprojekte wurden bereits zurückgestellt. Viele deutsche Unternehmen sind in Mexiko gerade mit dem Ziel aktiv, von hier aus den amerikanischen Markt zollfrei bedienen zu können.

Die auf dem chinesischen Markt aktiven Firmen sorgen sich um US-Präsident Trumps Ankündigung zur Einführung von Strafzöllen auf Waren aus China und mögliche Gegenreaktionen der Regierung in Peking. Die wechselseitige Abhängigkeit ist groß und ein Handelskrieg würde beiden Volkswirtschaften und damit auch den vor Ort aktiven Unternehmen enorm schaden.

Die US-amerikanische Wirtschaft wächst vergleichsweise stabil. Treibende Kraft ist der private Konsum, jedoch stagnieren die Investitionen im Industriesektor der USA weiterhin. Der Staat hat seine Investitionen in die Energiewirtschaft aufgrund des niedrigen Ölpreises zurückgefahren. Auch die Unsicherheit über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bremst die Konjunktur.

Die brasilianische Wirtschaftsleistung schrumpft. Die steigende Arbeitslosigkeit führt zu einem höheren Staatsdefizit. Die Regierung will mit Privatisierungen die Märkte wieder stärken. Zwar nehmen die ausländischen Investitionen wieder etwas zu, diese reichen jedoch nicht aus, um das Land mittelfristig wieder auf einen positiven Wachstumspfad zu bringen.

Nach der "Brexit"-Entscheidung Großbritanniens sind die kurzfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft im Land und auf die Handelsbeziehungen mit anderen Ländern der EU noch überschaubar. Ein Wegfall der Vorteile des Binnenmarktes sowie zusätzliche Handelsbarrieren würden perspektivisch aber zu einem Rückgang des Handels und der Investitionen auf der britischen Insel führen. Ohnehin wurde das britische Pfund seit dem Brexit-Votum bereits um rund 20,0% abgewertet.

In der Eurozone sinken die Erwartungen der Unternehmen an eine Verbesserung der konjunkturellen Lage. Insgesamt dürfte die konjunkturelle Dynamik in ganz Europa etwas abnehmen. Für die Europäische Union wird nach 1,7% in 2016 mit einem leichten Rückgang auf 1,6% in 2017 gerechnet.

Italien bleibt ein Sorgenkind. Die Arbeitslosigkeit ist bisher kaum gesunken. Die Schwierigkeiten im italienischen Bankensektor bremsen den Aufwärtstrend zusätzlich.

In Spanien rechnen Unternehmen mit einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäfte. Wachstumsraten der spanischen Wirtschaftsleistung um 2,3% sorgen für Zuversicht. Das Land hatte frühzeitig einen energischen Reformkurs vorangetrieben.

Beim wichtigen Heimatmarkt Deutschland geht der IWF von einem niedrigeren BIP-Wachstum von 1,5% in 2017 aus, nach 1,7% in 2016. Dennoch dürfte die Konsumbereitschaft nach wie vor hoch sein und es ist weiterhin die Tendenz zu beobachten, in Sachwerte zu investieren.

Die Sanktionen der USA und der EU gegenüber Russland sowie Gegensanktionen machen der Wirtschaft nach wie vor zu schaffen. Immerhin hat die Stabilisierung der Öl- und Rohstoffpreise dazu beitragen, dass die russische Wirtschaft deutlich langsamer schrumpft. Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung bleiben aber skeptisch.

Das Wachstum in China wird derzeit vor allem durch staatliche Investitionen getragen. Der Fünfjahresplan sieht viele Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft vor, unter anderem die Verbesserung der Umweltsituation und eine stärkere Öffnung von Staatsmonopolen für Privatfirmen. Unklar bleibt, was in absehbarer Zeit umgesetzt werden kann.

Kurzfristig sorgen die massiven Stützungsmaßnahmen der Regierung für stabile und im internationalen Vergleich nach wie vor relativ hohe Wachstumsraten. Das Risiko eines Einbruchs der chinesischen Wirtschaft ist dennoch weiterhin nicht gebannt.

Für 2017 wird für den Welt-Elektromarkt ein Wachstum von 4,0% prognostiziert. Getragen wird das globale Wachstum - wie schon in den Vorjahren - von den Schwellenländern, wo das Elektromarktvolumen im kommenden Jahr schätzungsweise um 5,0% steigen wird und somit deutlich höher ausfallen wird als in den Industrieländern.

Der chinesische Markt mit einem Anteil von 37,0% am globalen Elektromarkt somit der mit weitem Abstand größte Ländermarkt weltweit - soll um 6,0 % in 2017 wachsen.

Die Wachstumsaussichten für den US-Markt liegen bei 3,0%. Der Anteil am globalen Markt beläuft sich auf 14,0%. Der europäische Elektromarkt macht 19,0% des Weltmarktes aus. Dieser soll in 2017 um 3,0% Prozent - und damit etwa im gleichen Maße wie der globale Markt insgesamt - zulegen.

Die Prognosen und die daraus angenommenen Entwicklungen auf die Teilkonzerne der BLANC & FISCHER Familienholding sind vielfältig.

Die Umsatzentwicklung der E.G.O.-Gruppe lag im Geschäftsjahr 2016 1,7% über Vorjahr. Für 2017 wird ein Wachstum von 4,1% angenommen, was in etwa dem prognostizierten Wachstum der Branche entspricht.

Für das geplante Wachstum sieht die E.G.O.-Gruppe als Potential nach wie vor das strategische Projekt "FoCus". Ziel des Projektes ist die Konzentration auf die Hausgeräteindustrie sowie die Internationalisierung, wobei sich hier der Schwerpunkt der Marktaktivitäten auf den asiatisch-pazifischen Raum (insbesondere China) und Amerikas (Nord- und Südamerika) richtet.

Eine wichtige Maßnahme für die erfolgreiche Umsetzung der FoCus-Strategie bei der Ausweitung der Internationalisierung und der Stärkung der Ausrichtung auf den Kunden ist die neue Strukturierung des Vertriebes in China. Gleichermaßen soll der Vertrieb der BLANCO-Gruppe und DEFENDI-Gruppe in China ausgebaut werden. Daher wurde entschieden, dass die Vertriebsgesellschaften dieser drei Teilkonzerne in Shanghai in ein gemeinsames Bürogebäude ziehen, um Synergien zu bündeln.

Bei dem für den Teilkonzern BLANCO-Gruppe nach wie vor wichtigen russischen Markt geht der IWF von einer deutlichen Erholung aus. Nach den negativen Entwicklungen in 2015 und 2016 wächst die Wirtschaft in 2017 erstmals wieder um 1,1%. Die bessere Wirtschaftsentwicklung dürfte sich auch wieder positiv auf die hochwertigen Importsegmente bei Spülen und Armaturen auswirken.

Für die USA, den wichtigsten und dynamischsten Auslandsmarkt der BLANCO-Gruppe, wird eine sichtbare Erhöhung des BIP-Wachstums auf 2,2% und damit um 0,6%-Punkte mehr als in 2016 prognostiziert. Auch der Immobilien-Markt soll sich weiterhin sehr positiv entwickeln. Die genauen Auswirkungen der neuen US-Administration sind noch schwer abzuschätzen.

Sorgen bereitet China mit einer kontinuierlichen Abschwächung des BIPWachstums. In 2017 wird ein - für chinesische Verhältnisse - geringes Wachstum von 6,2% erwartet, nach 6,6% in 2016. Es ist das geringste Wirtschaftswachstum seit Jahrzehnten. Durch die staatlichen Restriktionen im Immobilienbereich ist mit Rückgängen im Wohnungsbau und einem geringeren Projektgeschäft zu rechnen.

Bei der BLANCO Professional-Gruppe wird durch die Neuaufstellung der Geschäftseinheit Catering und Medical eine Stärkung der Marktposition sowie eine erhebliche Effizienzsteigerung in der Abwicklung der Aufträge erwartet. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Trennung von nicht profitablen Produktbereichen, einem stärkeren Fokus auf ertragreiche Standardprodukte sowie um die systematische Umsetzung der im Rahmen der Strategieprüfung aufgetretenen kritischen Punkte.

Genannt seien hier die Themenschwerpunkte Stammdatenqualität, eine stärkere Prozessorientierung der gesamten Organisation sowie deren Qualifizierung und Restrukturierung im Hinblick auf künftige Schwerpunkt-Geschäftsfelder.

Der Markt in der Geschäftseinheit Catering und Medical wird weiter als stabil eingeschätzt. Aufgrund der Neuausrichtung der Geschäftseinheit hinsichtlich der Produkt- und Lösungsorientierung und der stärkeren Fokussierung auf das internationale Großkundengeschäft, das in der Vergangenheit nicht ausreichend besetzt wurde, ergeben sich für die BLANCO Professional-Gruppe große Chancen auf allen Märkten.

In der Geschäftseinheit Industrial bestehen weiterhin gute Aussichten für "Lösungen in Edelstahl". Der Trend Kunststoff statt Metall, der sich in der Vergangenheit vor allem in der Automobilindustrie zeigte, wird jedoch die Marktchancen des Teilkonzerns kaum schmälern. Es ist genügend Projektpotential im Bereich Edelstahl am Markt gegeben, das heute aufgrund nicht ausreichender Kapazitäten nicht bearbeitet werden kann. Eine Fokussierung auf die Automobil-Branche ist nicht vorgesehen. Vielmehr wird eine Portfoliostrategie angestrebt, die einen ausgeglichenen Branchenmix aufweist.

Die Marktchancen der Geschäftseinheit Railway entwickeln sich aufgrund des weiteren Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in vielen Ländern positiv. Die eingeleitete Entwicklung von der Manufaktur hin zum industriell fertigenden Unternehmen schafft die Voraussetzung, an der positiven Marktentwicklung zu partizipieren.

Für die DEFENDI-Gruppe wurde Mitte 2016 die Strategie "TORCH" verabschiedet, die ein zweistelliges Wachstum des Teilkonzerns bis 2021 vorsieht. Schwerpunkte der Strategie sind vor allem die stärkere Internationalisierung, d.h. Wachstum außerhalb Europas sowie der Ausbau des Produktportfolios, insbesondere durch das Vermarkten von kompletten Gas- und vor allem von E-Gas-Systemen.

Bei der BLANC und FISCHER Design & Technologie-Gruppe wurde ebenfalls eine Strategie erarbeitet, die ein zweistelliges Wachstum bis 2021 unterstellt. Generell sind die Internationalisierung des Geschäftes, vor allem in den USA und China sowie der Ausbau des Service-Netzes, und die Erweiterung des Geschäftsmodells um weitere Endprodukte, z. B. Backöfen und Gasprodukte, wesentliche Zielsetzungen für 2017. Wesentlich bei der Realisierung ist auch der Ausbau des qualifizierten Personals.

Für die BLANC & FISCHER Familienholding wird für 2017 ein Wachstum von 4,6% mit einem Planumsatz von EUR 1.217,1 Mio. (aktuelles Geschäftsjahr EUR 1.163,3 Mio.) angenommen, was in etwa dem prognostizierten Wachstum der Branche entspricht. Gleichzeitig wurde das Kostensenkungsprojekt "Synergy" aufgesetzt. Mit diesem Programm verfolgt die Unternehmensgruppe das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und langfristig zu sichern. Die erwartete EBIT-Marge in 2017 beträgt 8,3%. Für die Planung werden Rahmenbedingungen einer Qualität unterstellt, wie diese aus heutiger Sicht mittelfristig möglich erscheinen.

 

Oberderdingen, den 31. März 2017

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, den 31. März 2017

KPMG AG
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Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Köpke, Wirtschaftsprüfer

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