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Foundever B.V. & Co. KG
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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Foundever B.V. & Co. KG (vormals: Sitel B.V. & Co. KG)Berlin (vormals: Düsseldorf)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Überblick und allgemeine BranchenentwicklungDie Foundever B.V. & Co. KG (nachfolgend "Foundever" bzw. die Gesellschaft) erbringt in Deutschland Dienstleistungen für Outsourcing Lösungen im Telefon-/Online-/E-Mail-/Social-Media- und IT-gestützten Kundenservice sowie im Verkauf (Contact-Center). Sie gehört zum weltweit agierenden Foundever-Konzern. "Foundever" geht neue Wege, um sich den modernen Marktbedingungen anzupassen. Ziel ist es, sich vom klassischen BPO-Anbieter zum CX-Technologieunternehmen zu entwickeln. Dazu trägt das neue Betriebsmodell, das "Foundever" 2023 in die Wege geleitet hat, einen zentralen Teil bei, indem die Gesellschaft in jede CX-Lösung automatisch KI-Modelle integriert. Rebranding & strategische Neuausrichtung Nach dem Rechtsformwechsel von der Sitel GmbH zur Sitel B.V. & Co. KG am 18. Juli 2022 wurde zum 1. März 2023 das Rebranding zu "Foundever" vollzogen. Zudem wurden 2023 Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, was in der strategisch ausgerichteten Perspektive zu einer höheren Wirtschaftlichkeit führen soll. So wurden die SRM (Sitel Risk Management) Inkasso GmbH und die SPD (Sitel Personaldienstleistungen) GmbH am 02.05.2023 rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Foundever B.V. & Co. KG verschmolzen. Mit Eintragung in das Handelsregister Charlottenburg am 23. Januar 2024 hat die Foundever KG ihren Sitz von Düsseldorf an Berlin verlegt. Zuvor war die Gesellschaft beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRA 27006 eingetragen. Die Verschmelzung der SRM und der SPD hat die Bilanzwerte der Foundever B.V. & Co. KG zum 1. Januar 2023 wie folgt erhöht:
Unter Berücksichtigung des bei der "Foundever" bilanzierten Beteiligungsbuchwertes für beide Gesellschaften von T€ 557 ergab sich ein Verschmelzungsgewinn von T€ 2.399. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der Foundever B.V. & Co. KG sowie der SRM und der SPD trafen nach der Verschmelzung innerhalb der Gesellschaft zusammen und gingen durch Konfusion unter. Bis zum Verschmelzungszeitpunkt hielt die "Foundever" an beiden Gesellschaften jeweils 100 % der Anteile. Darüber hinaus war die Foundever B.V. & Co KG Organträgerin einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der SRM und der SPD. Mit dem Rebranding stand 2023 unsere strategische Neuausrichtung im Fokus. Ein wesentlicher Teil unserer Neuausrichtung ist das oben beschriebene neue Betriebsmodell. Darüber hinaus setzen wir unseren Wachstumskurs mit dem Ziel fort, der innovativste CX-Technologieanbieter zu werden. Der Konzern setzt auf gezielte Expansionsstrategien in aufstrebenden Märkten. Im November 2023 wurde ein zweiter Standort in der Türkei eröffnet. Wir investieren in innovative Technologien, um unsere Dienstleistungen weiter auszubauen, zum Beispiel in die KI-Software "Cognigy.AI" für automatisierten, KI-basierten Kundenservice. 1 Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Fortführung bestehender Partnerschaften strebt "Foundever" an, die globale Präsenz zu stärken. Dabei stehen kundenorientierte Servicequalität und nachhaltiges Wachstum im Mittelpunkt unserer Unternehmensstrategie. Wir verzeichnen auf der Konzern-Ebene ein spürbares Umsatzwachstum. Kundenservice-Dienstleistungen im Auftrag von Unternehmen ist das Kerngeschäft der Foundever B.V. & Co. KG. Die Gesellschaft übernimmt alle operativen Vorgänge des vereinbarten Kundenmanagements sowie die Prozessverantwortung. Das Unternehmen konzentriert sich insbesondere auf die Gewinnung von großen und mittleren, nationalen und internationalen Kunden, die einen hohen finanziellen Nutzen haben, mit der Zielsetzung einer langfristigen Partnerschaft. Als eines der weltweit führenden Customer-Experience-Unternehmen und zweitgrößtes Multichannel-Contact-Center Deutschlands (gemessen nach Arbeitsplätzen) 2 bietet "Foundever" ihren Kunden ein umfassendes Serviceportfolio und durchgängiges Service- und Qualitätsniveau weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verlangsamte sich im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld. Preisbereinigt war das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% niedriger. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen und ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen dämpften die Konjunktur. 3 Der BPO-Markt nimmt deutschlandweit zu. Es wird erwartet, dass der Umsatz eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2029) von 3,95% aufweist. 4 Dabei wird die Contact-Center-Branche von einem sehr hart umkämpften Preis- und Qualitätswettbewerb bestimmt. Hier gewinnt Nearshoring stark an Bedeutung: Ausgewählte Services werden zunehmend ins benachbarte Ausland mit günstigeren Kosten-Konditionen bei hoher Qualität verlagert. Darüber hinaus werden Dienstleistungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung kosteneffizienter. 1 Quelle: https://foundever.com/de/news/foundever-kooperiert-mit-cognigy/ 2 Quelle: https://www.ibusiness.de/contactcenter-ranking/ 3 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 4 Quelle: https://de.statista.com/outlook/tmo/it-services/business-process-outsourcing/deutschland Steuerungssystem Foundever B.V. & Co. KG setzt ein konzernweites Steuerungssystem ein. Es basiert auf unseren Werten und dient dazu, unsere strategischen Ziele zu definieren und zu erreichen. Um den Erfolg zu messen, nutzen wir folgende finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Mit den zwei bedeutsamsten, finanziellen Steuerungsgrößen (Key Performance Indicators, KPIs) überprüft "Foundever" fortlaufend Umsatzerlöse und Profitabilität. Die Performance-Ziele der Projekte orientieren sich, ebenso wie die ergebnisabhängige Vergütung der Führungskräfte, an ausgewählten finanziellen Leistungsindikatoren. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden differenziert nach Kunden und Projekten im Berichtswesen der Foundever-Gruppe erfasst, um frühzeitig Wachstumsträger und relevante Entwicklungen zu identifizieren und zu analysieren. Profitabilität EBITDA Zentrale Größe für die operative Steuerung und die Analyse der Ertragslage ist das bereinigte EBITDA. Es entspricht dem Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA). Neben den finanziellen KPIs werden weitere Steuerungselemente, wie Mitarbeiterfluktuation und Krankenquote in Betracht gezogen. Die nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen werden grundsätzlich monatlich ermittelt und der Geschäftsleitung in einem umfangreichen Bericht zur Auswertung gestellt. Auf diese Weise kann das Management im Falle von nicht eingeplanten Abweichungen zeitnah die Gegensteuerung einsetzen. B. Geschäftsverlauf und die Lage des UnternehmensGeschäftsverlauf Die Umsatzerlöse 2023, anlehnend an die allgemeine, wirtschaftliche Situation und eine durchschnittliche Marktentwicklung mit anhaltenden Volatilitäten, konnten nicht zu den Vorjahreswerten wiederholt werden. Zudem spielten, die für das Jahr 2023 geplanten und umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Foundever-Gruppe eine Rolle, wobei die strategisch dafür eingesetzten Aufwendungen zu einer höheren Wirtschaftlichkeit führen. Entwicklung der Führungskräfte Auch im Bereich der Führungskräfte-Entwicklung stand das Jahr 2023 im Zeichen der Umsetzung der im Vorjahr entwickelten Strategie. Zusätzlich wurde im zweiten Halbjahr im Rahmen einer groß angelegten Aktion für die Entwicklung der Teamleiter*innen und Abteilungsleiter*innen 290 Maßnahmen durchgeführt. Im Einzelnen ist hier zu benennen:
Ertragslage Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf T€ 185.185 (Vorjahr T€ 193.240). Dies entspricht einem Rückgang von etwa 4,2% im Vorjahresvergleich. Gleichzeitig wurden die im Vorjahr für 2023 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 151.200 um mehr als 22,5% übertroffen. Die Anzahl der Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr konjunkturabhängig leicht gesunken. Es konnten aber einige Großkunden aus der Finanzbranche gewonnen werden. Im Jahr 2023 wurde die Gesellschaft mit Zahlungsausfällen in Höhe von insgesamt T€ 183, bedingt durch eine Kunden-Insolvenz, konfrontiert.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten vor allem Sub-Kontraktorkosten für Aufträge, bei denen Konzerngesellschaften als Zulieferer tätig sind. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 13,8% von T€ 45.154 auf T€ 51.363 leicht erhöht. Die Erhöhung ist auf die allgemein gestiegene Preise und Inflation zurückzuführen. Die Personalaufwendungen sind aufgrund von geplanten Optimierungsmaßnahmen in Verbindung mit einem leichten Rückgang im Umsatzbereich um ca. 7,7% gesunken (T€ 115.629 gegenüber T€°125.221 im Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um T€ 1.586 (-7,4%) unter denen des Vorjahres und verzeichnen den Wert von T€ 19.793. Angestiegen sind Aufwendungen für Werbung und Werbekampagnen (um T€ 273), Facility-Kosten (um T€ 438), Post und Versand (um T€ 99). Dagegen entlastet waren vor allem die Positionen, wie Management Fees (T€ -1.752), Processing Fees (T€ -300), Consulting Fees (T€ -107), Recruiting Expenses inkl. Personal Training (T€ -168). Die Erträge und Verluste aus Gewinnabführungsverträgen entfallen für das Jahr 2023 infolge der geplanten und umgesetzten Verschmelzungsaktion. Das Zinsergebnis von T€ 25 resultiert überwiegend aus der Verzinsung der Cashpool-Forderung der Wirtschaftsperiode 2023 (T€ 501), Abzinsung von Rückbauverpflichtungen (T€ -21) und Factoring-Aktivitäten (T€ -404). Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 929 auf T€ 1.027 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war die spürbare Steigerung von Aufwendungen für bezogene Leistungen (um T€ 6.208) beim gleichzeitigen Rückgang von Umsatzerlösen (T€ -8.055). Das Ergebnis vor Steuern ist für das Jahr 2023 erwartungsgemäß gesunken und betrug zum Bilanzstichtag T€ 193 (Vorjahr T€ 744). Maßgeblich spielten dabei die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen, diverse Preissteigerungen und Inflation die entscheidenden Rollen. Die Ertragsteuern von T€ 239 betreffen überwiegend die Korrekturen der Vorjahre. Die Ertragssteuern aus der Verschmelzungsaktivität T€ 772 wurden neutral behandelt und der Kommanditistin zugeordnet. Es verbleibt einen Jahresfehlbetrag von T€ -54 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 307). Finanzlage Bei einem Jahresfehlbetrag von T€ -54, unbaren Aufwendungen, die aus Abschreibungen T€ 859 und der Veränderung langfristiger Rückstellungen resultieren, anderer Bereinigungsposten sowie einer Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel; inkl. Verschmelzungspositionen) T€°2.194, belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf T€ 598. Die Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens sind in den nachfolgenden Erläuterungen zur Vermögenslage dargestellt. Für Investitionen in das Anlagevermögen hat die Gesellschaft im Berichtsjahr T€ 776 aufgewandt. Diese betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und Mietereinbauten. Unter Berücksichtigung von Zinserträgen ergibt sich ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von T€ 268. Für den Bezug des neun Headquarters in Berlin wurde ein vertraglich vereinbarter Baukosten-Investitionszuschuss in Höhe von T€°510 geleistet und unter der ARAP Position ausgewiesen. Ein zweiter, abschließender Baukosten-Investitionszuschuss von T€°510 ist für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant. Der um T€ 280 gestiegene Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 483 (Vorjahr: T€°203) ist den geänderten Basis-Zinssätzen der Wirtschaftsperiode zuzurechnen. Insgesamt sind liquide Mittel in Höhe von T€ -483 aufgewendet, sodass die Liquiditätsbestände zum 31. Dezember 2023 T€ 23.834 (Vorjahr T€ 23.231) betragen und sich aus den Bankguthaben und Kassenbeständen von insgesamt T€ 102 und dem Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 23.733 zusammensetzen. 1 Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für die Geschäftsräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Büroausstattung in Höhe von insgesamt T€ 4.635 (Vorjahr T€ 8.352); davon zahlbar innerhalb eines Jahres von T€ 2.228 (Vorjahr T€ 3.412), nach einem Jahr und innerhalb von fünf Jahren von T€ 1.934 (Vorjahr T€ 4.996) und nach fünf Jahren von T€ 472 (Vorjahr T€ 125). Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.142 (-10,8%) auf T€ 58.712 vermindert. Der Bewegungstrieb betrifft mit T€ -4.267 im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. ICo Forderungen), einen Rückgang der liquiden Mittel um T€ -443 auf der Aktiva-Seite, sowie mit T€ -3.378 die Senkung der Position der Steuerrückstellungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ -3.019 auf der Passiva-Seite. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund von neu kalkulierten Income-Tax-Vorauszahlungen (prognostizierte Basis-Berechnungswerte 2023) um T€ -2.280 zurückgegangen. Dagegen eine wachsende Entwicklung zeigten die geleisteten Kautionen (T€ 214) und das Factoring-Sicherheitskonto (T€ 230). Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -54 wurde dem variablen Gesellschafterkonto der Kommanditistin (ClientLogic (UK) Holding Limited) angewiesen. Die sonstigen Rückstellungen liegen mit T€ 8.455 (Vorjahr T€ 8.678) in etwa auf Vorjahresniveau und beinhalten die Rückstellungen für Personal (Bonus, Urlaub) wie auch die Restrukturierungs-Rückstellungen. Für die Wirtschaftsperiode 2023 sind keine weiteren Steuerrückstellungen zu bilden. Die unter sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Differenz der faktischen Steuerberechnung und im Laufe des Jahres getätigten Vorauszahlungen beträgt T€ 182. Die Senkung der Verbindlichkeiten um T€ 3.570 auf insgesamt T€ 9.808 betrifft, wie bereits angegeben, die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einem Minus von T€ 3.019 auf T€ 8.942, eine Reduzierung von sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 441 auf T€ 781 und ebenfalls eine Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€°110 auf T€ 85. Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 67,1% (Vorjahr: 59,9%). Bewertung der Geschäftslage seitens Unternehmensleitung Die Geschäftsleitung bewertet die Geschäftslage von der Gesellschaft als positiv, trotz der Herausforderungen eines weiterhin krisengeprägten wirtschaftlichen Umfelds und dem massiven Umbruch durch künstliche Intelligenz, der die gesamte Branche und nahezu alle Industrien betrifft. Bestes Beispiel sind die Investitionen in innovative Technologien wie KI. Damit haben wir unser digitales Angebot maßgeblich erweitert und sind zeitgemäß neuen Marktbedingungen begegnet. Das ist ein wichtiger Bestandteil unseres neuen Betriebsmodells, mit dem wir die Gesellschaft zum CX-Technologieunternehmen weiterentwickeln und unsere Services kontinuierlich weiter ausbauen werden. Hinzukommen kontinuierliche Verbesserungen in nahezu allen Unternehmensbereichen sowie das Nutzen von Einsparpotenzialen und Optimierungen, was sich ebenfalls positiv auf unser neues Betriebsmodell auswirkt. Wir verfolgen eine konsequente Expansionsstrategie in aufstrebende Märkte. In diesem Zusammenhang hat die Foundever-Gruppe weitere Standorte von strategischer Bedeutung europaweit eröffnet. Das haben wir 2023 zusätzlich mit wichtigen Restrukturierungsmaßnahmen und unserem Rebranding untermauert. Personal 2023 stand nach wie vor im Fokus des allgemeinen Personalmangels und blieb auch in unserer Branche und in unserem Unternehmen nicht unbemerkt. Dem konnten wir allerdings entgegenwirken: Durch Projektverlagerungen mussten weniger externe Einstellungen vorgenommen werden. Den Mitarbeiterbedarf konnten wir teilweise durch interne Versetzungen aus der Foundever Gruppe decken. Insgesamt wurden 2.312 Mitarbeitende eingestellt, davon 689 intern versetzt. Wir konnten unseren Personalbedarf zu 97 % decken. Die Arbeitslosenquote war in Deutschland 2023 mit 5,7 % weiterhin sehr gering. Der starke Wettbewerb um die Mitarbeitenden ist spürbar und wird durch den bereits erwähnten Fachkräftemangel noch verstärkt. Die Arbeitgeber konkurrieren weiterhin um Talente auf allen Ebenen. Die Arbeitsmarktsituation war auch im Jahr 2023 noch angespannt und die Contact-Center-Branche sehr herausfordernd. In Anbetracht dessen und der noch auftretenden Covid-19-Erkrankungen waren nach unseren Berechnungen unsere Krankenquote von 7,9 % und eine Fluktuationsrate 4,31% allerdings noch in einem akzeptablen Rahmen. Es wurden verschiedene Optimierungsmaßnahmen im Rahmen des Sickness-Managements implementiert, die zu einer weiteren Verbesserung der Krankenquote führen sollen. Trainings-Strategie Das Jahr 2023 war geprägt von der praktischen Anwendung der neuen Personalentwicklungsarchitektur, die 2022 implementiert worden war. Die beiden Pfeiler "Ausbildung operativer Mitarbeitender" (Talent Operations) und "Digitales Lernen" (Talent Digital) kamen kombiniert zum Einsatz. Beispielweise bei der Implementierung der Dienstleistungen für ein Großprojekt , das bis in das Jahr 2024 hinein einen Großteil der Trainingsressourcen binden wird. Bei diesem Projekt kamen folgende Parameter zum Tragen:
Darüber hinaus ist die Vorbereitung der für das Jahr 2024 geplanten Zertifizierung als Bildungsträger nach der internationalen Norm ISO 21001 zu nennen. C. Chancen- und RisikobewertungVoraussetzung für anhaltend profitables Wachstum ist die optimale Chancennutzung unter Abwägung der damit verbundenen Risiken. Aus diesem Grund stellt "Foundever" sicher, dass mögliche Chancen und Risiken frühzeitig identifiziert werden, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zur Chancennutzung bzw. Risikohandhabung ergreifen zu können. Dazu werden fortlaufend Risiken identifiziert, erfasst und an die Konzernmutter berichtet. Die ermittelten Ergebnisse bilden den Ausgangspunkt für die zu ergreifenden Maßnahmen zur Risikominimierung. Im folgenden Abschnitt stellen wir die bedeutsamen Chancen und anschließend die möglichen Risiken für die Gesellschaft dar. Chancen Künstliche Intelligenz (KI) (höheres Potenzial) KI zählt aktuell zu den größten Wachstumstreibern. Auf Basis KI-gestützter Empfehlungen werden zusätzliche Cross- und Upselling-Potenziale erschlossen sowie das Unternehmenswachstum gefördert. Weitere Auswirkungen umfassen sowohl eine verbesserte Effizienz, schnellere Problemlösungen und damit kürzere Bearbeitungszeiten als auch niedrigere Kosten. Datenanalyse und Hyperpersonalisierung (höheres Potenzial) Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für eine hohe Kundenbindung sind hyperpersonalisierte Angebote. Die Grundlage dafür bilden effiziente, KI-gestützte Datenanalysen. Mögliche Auswirkungen der Hyperpersonalisierung sind eine gesteigerte Kundenloyalität, schnellere Kaufentscheidungen und höhere Umsätze. Automatisierung und Self-Service-Angebote (höheres Potenzial) Großes Potenzial bieten die Automatisierung standardisierter Dienstleistungen und Self-Service-Angebote. Sie steigern die betriebliche Effizienz und beschleunigen die Abläufe. Gleichzeitig ermöglichen sie eine Steigerung des Kundenwerts, da sich Servicemitarbeitende anspruchsvollen Aufgaben widmen können. Weitere mögliche Auswirkungen sind Kostenreduktion und eine verbesserte Servicequalität. Blockchain, Web3, immersive CX (geringes Potenzial) Das Blockchain-basierte Web3 wird an Fahrt aufnehmen. Da Kundinnen und Kunden die Kontrolle über ihre Daten behalten, sind sie eher bereit, diese zu teilen. Dies ermöglicht eine bessere Datenbasis für präzisere Analysen und einen neuen Level an personalisierten Services. Zudem ebnet es den Weg für fortschrittliche immersive Kundenerfahrungen. Die möglichen Auswirkungen sind eine stärkere Kundenbindung, verbesserte Kundenakquise und höhere Umsätze. Nearshoring (höheres Potenzial) Der weitere Ausbau von Nearshore-Dienstleistungen bietet enormes Wachstumspotenzial. Unser Fokus liegt auf dem Nearshore-Standort Türkei. Dort verzeichnen wir an beiden Standorten eine stabil-positive Entwicklung und sind dort auf stetigem Wachstumskurs. Nearshoring senkt die Betriebskosten bei hoher Servicequalität und ist zugleich Wachstumsmotor. Im Inland wiederum können wir uns auf höherwertige Dienste einschließlich besserer Verdienstmöglichkeiten der Servicemitarbeitenden konzentrieren. Marktdynamik (mittleres Potenzial) Die Dynamik des Marktes eröffnet "Foundever" neue Möglichkeiten. Dies führt zu einer Steigerung von Umsatzmöglichkeiten und zu einem Wettbewerbsvorteil. Zum Beispiel durch neue technologische Entwicklungen, wie der Integration von generativer KI, und der Einhaltung regulatorischer Änderungen. Multichannel-Omnichannel CX (mittleres Potenzial) Chancen ergeben sich zudem über den Omnichannel-Ansatz. Damit adressieren die Kundenbedürfnisse über sämtliche Plattformen hinweg. Das steigert die Effizienz der Kundeninteraktionen, verkürzt Bearbeitungszeiten und senkt damit die Kosten. Aufgrund eines nahtlosen Serviceerlebnisses dient der Omnichannel-Ansatz zudem zur Kundenbindung und erhöht die Weiterempfehlungen. Die Folge sind kontinuierliche Umsätze mit bestehenden Kundinnen und Kunden sowie die stete Erweiterung des Kundenstamms. Employee Experience (mittleres Potenzial) Einen wichtigen Beitrag, um neue Potenziale zu erschließen, leistet unser Fokus auf Employee Experience. Dies verbessert die Effizienz und reduziert die Fluktuation. Risiken Preiswettbewerb (höheres Risiko) Der Preiswettbewerb für bestehende wie auch neue Aufträge ist weiterhin massiv und stellt ein bedeutsames Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit und die Margenentwicklung dar. "Foundever" begegnet dem Margendruck durch Prozessoptimierungen und Kostenreduktion (Lean Management) in den jeweiligen Projekten und allen Unternehmensbereichen. Einen wichtigen Teil dazu leistet das Auslagern von Serviceleistungen in günstigere Nearshore- und Offshore-Regionen. Zudem konzentriert sich die Gesellschaft auf hochwertigere Services mit höheren Margen. Branchen- und Marktsituation (mittleres Risiko) Die gesamte Branche (Niedriglohnsektor) steht weiterhin auf dem Prüfstand und Konsolidierungskurs. Der anhaltende Trend zu strategischen Fusionen und Übernahmen sowie der Kostendruck tragen zur Marktbereinigung der Branche bei. Dies führt zu verstärktem Wettbewerbsdruck. Um dem entgegenzuwirken, richtet sich "Foundever" gezielt strategisch aus und ist kontinuierlich auf Wachstumskurs mit dem Ziel, die besten Ergebnisse zu erzielen. Dafür identifizieren wir Wachstumspotenziale und bauen unser Geschäft stetig aus. Arbeitsmarktsituation (mittleres Risiko) Weiterhin leiten sich mittlere Risiken aus der aktuellen Arbeitsmarktsituation mit dem anhaltenden Wettbewerb um Fachkräfte und weiter steigenden Lohnkosten ab. Dies könnte die betriebliche Effizienz beeinträchtigen und kurz- bis mittelfristig zu Kostensteigerungen führen, die sorgfältige strategische Personalmanagement- und Kostenkontrollmaßnahmen erfordern. Dem begegnen wir, indem wir Dienstleistungen verstärkt in Nearshore- und Offshore-Länder mit günstigeren Lohnkosten und größeren Talentpools verlagern. Bei diesem Modell ist ein Teil des Teams in Deutschland, ein Teil im Ausland. So profitieren wir von dortigen Fachkräften, ohne Arbeitsplätze im Inland zu gefährden. Flexible Arbeitsmodelle ermöglichen den standortunabhängigen Zugriff auf Talente - ein weiterer wichtiger Schritt gegen den Arbeitskräftemangel. Zudem setzen wir auf moderne, digitale Recruiting-Maßnahmen für die verbesserte Personalgewinnung. Unsichere wirtschaftliche Lage (mittleres Risiko) Unsicherheiten ergeben sich aus der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der anhaltenden Preissteigerung sowie einem damit verbundenen Druck auf die Gehälter. Dies könnte zu finanziellen Herausforderungen führen. Um diesem Risiko Rechnung zu tragen, setzt die Gesellschaft auf eine strategische Kostenplanung und passt sich dynamisch den sich verändernde Marktbedingungen an. Dies beinhaltet die fortlaufende Evaluierung von Gehaltsstrukturen und Anpassung an branchenübliche Standards. Darüber hinaus helfen unsere optimierte Kosten- und Organisationsstruktur sowie die Verlagerung von Services ins günstigere Ausland. Gleichzeitig investiert "Foundever" in Technologien wie KI, Datenanalyse/Personalisierung, Blockchain oder Web3 - zur Effizienzsteigerung und um neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Technologische Ausfälle, Cyberangriffe (mittleres Risiko) Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ergibt sich aufgrund möglicher technologischer Ausfälle, z.B. von KI-Systemen und zunehmender Cyberangriffe. Diese potenziellen Bedrohungen könnten die Betriebskontinuität beeinträchtigen. Die Gesellschaft investiert verstärkt in Sicherheitsmaßnahmen und verfolgt umfassende Sicherheitsstrategien, sowohl technologisch, als auch mit Sicherheitsschulungen der Mitarbeitenden. Zudem hat "Foundever" einen Notfallplan, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. So minimieren wir das Risiko und gewährleisten Datenintegrität wie auch geschäftliche Stabilität. Fluktuation, Krankheitsraten, Fehlzeiten (geringes Risiko) Hinzu kommen verhältnismäßig hohe Fluktuationsraten sowie überdurchschnittlich hohe Krankheitsraten und Fehlzeiten. Dies führt zu Personalknappheit und erhöhten Kosten. Mit einem expliziten Fokus auf Mitarbeiterbindung, betrieblichem Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten steuert "Foundever" dem aktiv entgegen. Möglicher Kundenausfall (geringes Risiko) Mit den Top 10 Kunden wird ein hoher Prozentanteil der Umsatzerlöse erzielt. Durch den Ausfall eines dieser Kunden könnten sich geringe Risiken insbesondere aus nicht gedeckten Personal- und Mietkosten ergeben. "Foundever" steuert einem möglichen Kundenausfall mit einem aktiven Kundenmanagement und Risikostreuung entgegen. Intensive Kundenkommunikation, enge Kundenbindung und spezielle Kundeneinbindungsprogramme unterstützen dies. Des Weiteren wird das Risiko durch verstärkte Kundenakquisitionen und Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen reduziert. Debitorenausfallrisiko (geringes Risiko) Einem branchenüblichen Debitorenausfallrisiko begegnet die Gesellschaft mittels Kontrolle der Kreditwürdigkeit und durch regelmäßige und zeitnahe Überwachung des Zahlungseingangs in Verbindung mit einem effektiven Mahn- und internen Berichtswesens. Unzureichende Liquidität (geringes Risiko) Dem geringen Risiko unzureichender Liquidität wird durch eine differenzierte Drei-Monats-Cash-Flow-Planung sowie durch die Einbeziehung der Gesellschaft in das Cashpool-System des Foundever-Konzerns begegnet. Sofern ein Risikofall eintritt, wären die finanziellen Auswirkungen sichtbar, aber im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel und der aktuellen Marksituation aus unserer Sicht beherrschbar. Bestandsgefährdende Risiken, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit der "Foundever" beeinträchtigen können, sind bis heute nicht bekannt. D. AusblickZukunftstechnologien weiter vorantreiben Wir werden neueste CX-Technologien in Zukunft weiter vorantreiben. KI-gestützte Services, insbesondere generative KI, Blockchain, Web3 oder das Metaverse spielen dabei eine zentrale Rolle. Wir setzen auf mehrwertige Serviceleistungen, die den Kundenwert und damit die Umsätze langfristig steigern. Wachstum steigern und Betriebskosten senken Die Zusammenarbeit mit "Foundever-Gruppe" als strategischem CX-Partner stellt für bestehende und potenzielle Kunden eine effektive Möglichkeit dar, ihr Wachstum nachhaltig zu steigern und die Kosten optimiert zu halten. Durch die Integration innovativer Technologien und maßgeschneiderter Lösungen bietet "Foundever" aus unserer Sicht exzellente Entwicklungsmöglichkeiten für die Kunden. Prognose Auch das Jahr 2024 steht im Zeichen von Wachstum. Wir erwarten zwar kein leichtes Jahr, starten aber von einer guten Ausgangslage: Der BPO-Markt wächst, und auch unser Unternehmen wird dieser Tendenz folgen. Unser klarer Fokus liegt auf dem Geschäftsausbau. Eine zentrale Rolle spielt dabei Nearshoring - das Auslagern bestimmter Prozesse ins günstigere europäische Ausland bei gleichzeitig hoher Servicequalität. Zudem arbeiten wir stetig an effizienteren Prozessen und Maßnahmen zur Qualitätsoptimierung, zum Beispiel mit unserem eigens entwickelten Success-Programm. Wir werden weiter in Zukunftstechnologien investieren und unsere Partnerschaften ausbauen, um unser Wachstum voranzutreiben und die Betriebskosten weiterhin optimal zu gestalten. Für die nicht finanziellen Indikatoren der Unternehmenssteuerung in der laufenden Wirtschaftsperiode sind folgende Ziele gesetzt:
Für das Jahr 2024 wird ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse prognostiziert. Gleichzeitig wird das Wachstum in Near- und Offshore Standorten erwartet
Laut internen Berechnungen und Prognose wird für die Wirtschaftsperiode 2024 einen EBITDA Wert von T€ 7.208 (entspricht 5,40%) anvisiert. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit der Wirkung zum 23.01.2024 ist das Headquarter von "Foundever B.V. & Co. KG" von Düsseldorf nach Berlin verlegt (Handelsregister-Eintrag Berlin Charlottenburg: HRA 62452B).
Berlin, den 17 Mai 2024 Sitel NL Management B.V., Eindhoven/Niederlande vertreten durch den Geschäftsführer Herr Christian Sajons Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Foundever B.V. & Co. KG (nachfolgend Foundever KG bzw. die Gesellschaft) hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRA 62452 B in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen. Die Foundever KG ist eine haftungsbeschränkte Personengesellschaft gem. § 264a HGB und wird daher bezüglich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung wie eine Kapitalgesellschaft behandelt. Die Gesellschaft fällt unter die Regelungen für große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage wurde das gesetzliche Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (T€) aufgestellt. Die Foundever KG entstand aus der Sitel GmbH mit Sitz in Düsseldorf eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HR B 44636. Durch Formwechselbeschluss vom 31. Mai 2022 wurde die Sitel GmbH gemäß 190 ff., 226, 228 ff. UmwG in eine Kommanditgesellschaft (B.V. & Co. KG) umgewandelt. An der Gesellschaft sind beteiligt die Sitel NL Management B.V., Eindhoven/Niederlande, als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ohne Kapitalanteil sowie der bisherige Alleingesellschafter, die ClientLogic (UK) Holding Limited, Coventry/Großbritannien, als Kommanditistin mit einem Kapitalanteil in Höhe von T€ 30. Dieser Kapitalanteil entspricht zugleich der in das Handelsregister eingetragenen Haftsumme (Einlage). Wirksam wurde die Umwandlung mit Eintragung in das Handelsregister am 18. Juli 2022. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Februar 2023 wurde die Sitel B.V. & Co. KG mit Wirkung zum 1. März 2023 in Foundever B.V. & Co. KG umfirmiert. Mit Notarverträgen vom 2. Mai 2023 wurden die SRM Inkasso GmbH (nachfolgend SRM), Lutherstadt-Wittenberg, sowie die Sitel Personaldienstleistungen GmbH (nachfolgend SPD), Krefeld, mit schuldrechtlicher Rückwirkung im Innenverhältnis zum 1. Januar 2023 auf die Foundever B.V. & Co. KG als übernehmende Gesellschaft i.S.d. §§ 2 bis 35, 39 bis 45, 46 bis 54 UmwG verschmolzen. Die übertragenden Gesellschaften sind nicht operativ tätig. Somit nimmt die Verschmelzung keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Foundever KG. Die Vermögensübertragung erfolgt auf der Basis der Schlussbilanzen der übertragenden Gesellschaften zum 31. Dezember 2022. Die Verschmelzung der SRM und der SPD hat das Vermögen der Foundever KG zum 1. Januar 2023 wie folgt erhöht: AKTIVA
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der Foundever KG sowie der SRM und der SPD trafen nach der Verschmelzung innerhalb der Gesellschaft zusammen und gingen durch Konfusion unter. Unter Berücksichtigung des bei der Foundever KG bilanzierten Beteiligungsbuchwertes für beide Gesellschaften von T€ 557 ergab sich ein Verschmelzungsgewinn von T€ 2.399, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Bis zum Verschmelzungszeitpunkt hielt die Foundever KG an beiden Gesellschaften jeweils 100 % der Anteile. Darüber hinaus war die Foundever B.V. & Co KG Organträgerin einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der SRM und der SPD. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach den Grundsätzen der Einzelbewertung und der Unternehmensfortführung. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Dabei wird von folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern ausgegangen:
Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich € 250 werden direkt als Aufwand erfasst. Der Sammelposten (Pool-Abschreibung) für alle GWGs zwischen 250,01 und 1.000 Euro nach § 6 Abs.2a EStG wird seit dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr gebildet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf Finanzanlagen werden nur vorgenommen, sofern es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung), welcher dem Zeitwert entspricht, zum Bilanzstichtag bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,13 % für die Gewerbesteuer zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 432,33 %. Im Vorjahr hatte der effektive Steuersatz 15,24 % für die Gewerbesteuer betragen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich im Wesentlichen aktive Steuerlatenzen aus Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie Verlustvorträgen. Passive latente Steuern resultieren hauptsächlich aus unrealisierten Währungsgewinnen- und Verlusten. Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Das Haftkapital ist mit dem Nominalwert angesetzt. Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Projected Unit Credit-Methode. Als Rechnungszinssatz wird ein fristenkongruenter, durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird in Höhe von 1,83 %, verwendet. Dabei wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 %, Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze von 2,0 %, ein Sozialversicherungstrend von 1,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,1 %, sowie eine Fluktuation in Höhe von ,0% p.a. unterstellt. Ein Fluktuationstrend wurde mi nicht zu berücksichtigen. Der Bewertung liegen die "Heubeck-Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die Restmietdauern zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren / höheren (Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände / Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ein Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 23.734 (Vorjahr T€ 22.687). Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vorjahr T€ 831 aus Gewinnabführungen und umsatzsteuerlichen Organschaften. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 6.350; Vorjahr: T€ 9.402) resultieren unverändert zum Vorjahr in voller Höhe aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Darin sind die Forderungen gegen die Gesellschafter i.H.v. T€ 475 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen T€ 703 (Vorjahr: T€ 703) und Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 486 (Vorjahr: T€ 369). Für die geleisteten Mitkautionen (Miet-Avale "Commerzbank AG") sind entsprechende Finanzmittel zur Absicherung bei der Commerzbank hinterlegt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Die Anteile am Haftkapital in Höhe von T€ 30 werden von der Kommanditistin ClientLogic (UK) Holding Ltd., Coventry/Großbritannien gehalten. Die Rücklagen der Foundever KG entstanden in Umsetzung des Formwechselbeschlusses vom 31. Mai 2022. Der Jahresfehlbetrag der Foundever KG in Höhe von T€ 54 wurde gemäß § 4 des Gesellschaftsvertrags dem Verlustvortragskonto belastet. Dies ist mit den Rücklagen zu verrechnen. Rückstellungen für Pensionen Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind die Pensionsrückstellungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst worden. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen in Höhe von T€ 1.049. Diese liegen um T€ 12 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und dem Management in Höhe von T€ 4.172 (Vorjahr T€ 4.160), Restrukturierung T€ 688 (Vorjahr T€ 1.648), Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 1.510 (Vorjahr T€ 1.331), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von T€ 1.903 (Vorjahr T€ 1.325), Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 58) sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 150 (Vorjahr T€ 156) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. Im Vorjahr beinhalteten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darüber hinaus die Gutschrift des Vorjahresüberschusses auf das Verrechnungskonto des Kommanditisten in Höhe von T€ 307. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 731 (Vorjahr T€ 1.059) Verbindlichkeiten aus Steuern. Die Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
* Die Position "Sonstiges" resultiert primär aus erzielten Provisionen, Personaltraining- und weitergeleitete Umsätze Umsätzen. Sonstige betriebliche Erträge Neben dem oben erläuterten Verschmelzungsgewinn von T€ 2.399 enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 55 (Vorjahr T€ 257). Periodenfremden Erträge bestehen in Höhe von T€ 172 (Vorjahr T€ 204) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Personalaufwand Im Vorjahr sind T€ 26 der Personalaufwendungen für die Altersversorgung aufgewandt worden. Im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich keine Personalaufwendungen für die Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 71 (Vorjahr T€ 94). Aufwendungen für Restrukturierung fielen in Höhe von T€ 2.286 (Vorjahr T€ 1.648) an. Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 49 (HGB Abschluss) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die Erträge aus der Gewinnabführung für die Wirtschaftsperiode 2023 entfallen wegen der durchgeführten Verschmelzung. Der Vorjahreswert ergibt sich aus dem mit der SRM Inkasso GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag T€ 114. Aufwendungen aus Verlustübernahme Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme für die Wirtschaftsperiode 2023 entfallen wegen der durchgeführten Verschmelzung. Der Vorjahreswert ergibt sich aus dem mit der Sitel Personaldienstleistungen GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag T€ 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge resultieren in Höhe von T€ 501 (Vorjahr T€ 164) aus verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 23), Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 0) sowie Steuerzinsen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 0). Steuern vom Ertrag In den Steueraufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. T€ 239 aus der Mehrsteuern für die Vorperiode enthalten. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für die Geschäftsräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Büroausstattung in Höhe von insgesamt T€ 4.635 (Vorjahr T€ 8.352); davon zahlbar innerhalb eines Jahres von T€ 2.228 (Vorjahr T€ 3.412), nach einem Jahr und innerhalb von fünf Jahren von T€ 1.934 (Vorjahr T€ 4.996) und nach fünf Jahren von T€ 472 (Vorjahr T€ 125). Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietverträge. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zum Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. Zukünftigen Mietzahlungen für Objekte, die voraussichtlich nicht mehr genutzt werden können, werden als drohende Verluste unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft mit der HSBC Continental Europe S.A., Paris/Frankreich, einen Factoringvertrag abgeschlossen, aufgrund dessen die HSBC Continental Europe S.A. Forderungen mit einer Finanzierungsobergrenze von T€ 10.000 von der Gesellschaft ankauft. Für die angekauften Forderungen übernimmt die HSBC FACTORING FRANCE S.A. das Delkredererisiko. Zum 31. Dezember 2023 waren T€ 8.726 (Vorjahr T€ 4.120) der an die HSBC FACTORING FRANCE S.A. verkauften Forderungen von den Kunden noch nicht ausgeglichen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs an die HSBC FACTORING FRANCE S.A. ausgebucht, da alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden. Anzahl der Mitarbeiter Die Foundever B.V. & Co KG hat im Jahresdurchschnitt 3.918 (Vorjahr 4.525) Angestellte beschäftigt; davon 2.227 weibliche und 1.691 männliche Angestellte. Geschäftsführung/Organe Im Handelsregister ist als persönlich haftender Gesellschafter eingetragen die Sitel NL Management B.V., Eindhoven/Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von € 100. Geschäftsführer der Sitel NL Management B.V. ist Christian Sajons, Zirndorf. Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht anzugeben. Konzernzugehörigkeit Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen stellt die Sitel Group S.A., Luxemburg/Luxemburg auf. Der Konzernabschluss der Sitel Group S.A. ist beim luxemburgischen Handels- und Firmenregister "Registre de Commerce et des Sociétés (RCS)" sowie über unsere Gesellschaft erhältlich. Nachtragbericht Mit Eintragung in das Handelsregister Charlottenburg am 23. Januar 2024 hat die Foundever KG ihren Sitz von Düsseldorf an Berlin verlegt. Zuvor war die Gesellschaft beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRA 27006 eingetragen. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Foundever B.V. & Co KG ereignet.
Berlin, den 17. Mai 2024 Sitel NL Management B.V., Eindhoven/Niederlande vertreten durch den Geschäftsführer Herr Christian Sajons Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Foundever B.V. & Co. KG, Berlin (vormals Düsseldorf) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Foundever B.V. & Co. KG, Berlin (vormals Düsseldorf), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Foundever B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Ilgar Huseynov, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.07.2024 festgestellt. |
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