SolarNetz GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oksana Solomon seit 6.12.2018 | Prokura |
Glenn Allen Powell seit 24.7.2015 | Geschäftsführer |
James David Walker seit 24.7.2015 | Geschäftsführer |
Cary Alan Bruce seit 30.7.2004 | Geschäftsführer |
Angela Hadeler seit 30.7.2004 | Prokura |
Dagmar Ursula Lequet seit 30.7.2004 | Prokura |
Sabine Birgit Teichert seit 30.7.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EBSCO International, Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EBSCO Information Services GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die EBSCO Information Services GmbH ist der weltweit führende Anbieter von Informationsquellen und Managementlösungen für gedruckte und elektronische Zeitschriften, Fortsetzungen, Bücher und e-Books sowie Produzent von Volltext- und Referenzdatenbanken im wissenschaftlichen Zeitschriften- und Datenbankbereich für Universitäts-, Forschungs- und Industriebibliotheken. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird die Konzernobergesellschaft, EBSCO Industries Inc., unter den Forbes Top 200 privaten US-Firmen geführt und verfügt über ein Dun & Bradstreet Rating von 5A1. EBSCO Information Services GmbH ist die 100%ige deutsche Tochtergesellschaft der EBSCO International Inc., Birmingham/Alabama (USA). Die EBSCO Information Services GmbH hat sich in der Welt der Fachinformationsdienstleistungen für Bibliotheken mit Schwerpunkt auf elektronische Informationen als Anbieter von Online-Fachdatenbanken, Discovery-Systemen, e-Zeitschriften und e-Books in Deutschland, der Schweiz und einigen osteuropäischen Ländern etabliert. Aufgrund des zunehmenden direkten Wettbewerbs seitens der Verlage und der ständigen Kürzung der Verlagsrabatte sowie des Preisdrucks im Markt verfolgt EBSCO eine Strategie der Erweiterung von Mehrwertdiensten, eigenen Datenbank- und Software-Produkten. Die Erweiterung der EBSCO-eigenen Produktpalette soll die Abhängigkeit von Dritten reduzieren und eine nachhaltigere Rendite sichern. EBSCO wendet eine Reihe von Steuerungssystemen an, um die operativen und finanziellen Entwicklungen des Unternehmens zu verfolgen. Neben dem Monatsreporting auf Profit-Center-Ebene werden Kundenprofitabilität, ROI-Berechnungen für neue Investitionen und operative Kennzahlen regelmäßig analysiert. Kernkennzahlen sind Umsatzentwicklung und operatives Ergebnis. Im operativen Bereich werden in regelmäßigen Abständen Prozessanalysen durchgeführt, um Prozesse zu messen und zu optimieren. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN Im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft erstmals in wesentlichem Maße Abonnements aktivisch und passivisch abgegrenzt. Die Umsätze, Materialaufwand und einzelne Bilanz- und GuV-Posten sind daher nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die Verschlechterung der GuV in Geschäftsjahr 2022 war eine einmalige Anpassung. Die Umsätze und der Jahresüberschuss haben sich im Geschäftsjahr 2023 auf dem bisherigen Niveau normalisiert. Aufgrund des Wechsels in der Umsatzerkennungsmethode und die entsprechende Bilanzierung der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen im Vorjahr ist der Umsatz im Berichtsjahr um 32.565 TEuro angestiegen, das entspricht einer Erhöhung von ca. 80,12 %. Die Bruttomarge hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 6.939 TEuro auf 12.237 TEuro sehr stark erhöht. Dies ist auf die Änderung der Bilanzierungsmethode zurückzuführen. Die Bruttomarge ist von 17,07 % auf 16,72 % zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf den Verlust von Print-Abos mit höheren Margen und den Preiswettbewerb zurückzuführen. Das Jahresergebnis hat sich um 4.450 TEuro auf 2.130 TEuro verbessert. Auch das EBITDA in Höhe von 2.428 TEuro erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr (Vj. -2.111 TEuro). Zum besseren Vergleich wird im folgenden eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung mit vergleichbaren Vorjahreszahlen dargestellt, indem die aktivischen und passivischen Abgenzungen rekonstruiert wurden.
Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023 ist weiterhin von Internet-Technologien, Open Access und vom Wandel von Print- zu Online-Medien geprägt worden. Dieser Wandel wird nicht nur von einigen Verlagen forciert, sondern auch von der Rationalisierung interner Prozesse in den Bibliotheken beeinflusst. Die Budgetschwierigkeiten der Bibliotheken blieben bestehen und die Konzentration der Publikation mit den Top 10-Verlagen nahm weltweit weiterhin zu. Die Abwanderung von e-Aufträgen an Konsortien und direkt an Verlage bleibt eine große Herausforderung im klassischen Agentur-Bereich, jedoch hat sich diese Tendenz etwas abgemildert. Die Bemühungen der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG), Online-Journal-Abonnements zu fördern, haben auch dazu beigetragen, dass staatliche Einheiten in Wettbewerb treten. Weiterhin wird die Open-Access-Bewegung aus der europäischen Forschungs- und Bibliothekscommunity stärker als je zuvor unterstützt. Dies zeigt sich zunehmend als Risiko für Agenturen und Buchhändler, da die Open-Access-Titel nicht mehr zahlungspflichtig abonniert werden. Der Autor bzw. seine Institution zahlt bei diesem Modell für die Veröffentlichung und nicht die Bibliothek für das Abonnement. Durch die Verkleinerung des Marktes aufgrund von Open Access und Direktverträgen hat sich der Markt konsolidiert und der Wettbewerb für die verbleibenden Zwischenhändler und Dienstleister intensiviert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine weiteren Markteilnehmer veräußert und die Preispolitik im Markt blieb sehr aggressiv und verhinderte die notwendige Steigerung der Service-Gebühren in manchen Märkten. Das Unternehmen hat die COVID-19 Pandemie bis jetzt gut überstanden. Print-Auslieferungen und -käufe sind negativ beeinflusst worden, aber diese sind durch die Zunahme von Software-Lösungen, Online-Datenbanken-Verkäufe, e-Books und Online-Zeitschriften-Umsätzen kompensiert worden. Der Wegfall des Russlandgeschäfts ab Januar 2023 wird sich jedoch negativ auf Umsätze und Margen der Firma im kommenden Geschäftsjahr auswirken. 1. Zeitschriften - Print Die jährliche Erhöhung der Verlagslistpreise ist im Geschäftsjahr 2023 mit ca. 4 bis 5 % etwas höher als üblich ausgefallen. Die Volatilität in den Devisenmärkten sowie die Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro während des Berichtjahres hat einen negativen Effekt auf die Margen bei Festpreisangeboten und -ausschreibungen, da diese nicht kosteneffizient abgesichert werden können. Weiterhin hat die Höhe US-Dollarkurses auf Bibliotheksbudgets Druck ausgeübt und eine extreme Preiserhöhung in Euro für US-Dollar-basierte Produkte verursacht. Wie schon in vergangenen Jahren sich abgezeichnet und auch als Ergebnis der COVID Pandemie, setzt sich der Trend beschleunigt fort, Print- durch Online-Abonnements zu ersetzen. Auch die Verlage wollen aus wirtschaftlichen Gründen Print zunehmend verdrängen. Der Anteil von Print verringert sich daher weiter. 2. Elektronische Zeitschriften, Datenbanken, e-Books Die direkte Konkurrenz einiger Verlage hat sich weiterentwickelt und ist, neben dem erhöhten Wettbewerb, die größte Herausforderung in der Branche. Der Abschluss von nationalen bzw. regionalen Konsortiallizenzen direkt mit dem Verlag in allen unseren Regionen und die Politik einiger Verlage verkleinern das Marktvolumen für den Fachinformationshändler. Diese Entwicklung bleibt die größte Herausforderung für alle Agenturen, nicht nur für EBSCO, und forciert derzeit die weitere Schwächung von Agenturen und Buchhändlern in unserem Umfeld. EBSCO hat die Ergänzung ihres Produktangebotes im Bereich der Online-Produkte und Dienstleistungen fortgesetzt, um den oben genannten Risiken zu begegnen und andere Erlösquellen zu generieren. Das Handling von Transformative Agreement Lizenzen (mit Open Access Komponenten) ist verstärkt worden, e-Books-Aktivitäten sind ausgebaut und neue Datenbanken aufgesetzt worden. Weiterhin wurde die Produktpalette durch neue Produkte und Vertriebskooperationen ergänzt. Dies ist ein Umsatzbereich, der nachhaltig für Wachstum bei EBSCO sorgen wird. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Datenbanken und SaaS Produkte um 3,1 Mio. Euro oder 14,3%. Im Bereich der internetbasierten Plattformen, die den Zugang zu elektronischen Zeitschriften ermöglichen, sind weitere Neuprodukte hinzugekommen. Der EBSCO Discovery Service ist mit neuen Features aktualisiert worden und weitere "Software as a Service"-Produkte (SaaS) wie Stacks, Folio und Folio ERM haben ebenfalls neue Erfolge zu verbuchen. Diese kostenpflichtigen Produkte bieten der Bibliothekswelt zusätzliche Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit und ermöglichen EBSCO, integrierte und verlagsübergreifende Bibliotheksmanagementlösungen anzubieten. Interne Strukturen 1. Kundenservice/Vertriebs-EDV Fortschritte bei der Funktionalität und der Nutzung des EBSCO-EDV-Systems sowie interne SAP-Anwendungen erlaubten eine weitere Steigerung der Produktivität, Reduzierung von Überstunden und die Erreichung einer höheren Arbeitsqualität. Interne Schulungen trugen wie im Vorjahr ebenfalls zur Erhöhung des Know-hows bei. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Projekte der umfangreichen System-Modernisierung fortgesetzt. Das deutsche Team ist intensiv am Testen und an der Feinabstimmung der Funktionalitäten beteiligt. Die Implementierung eines neuen operativen Systems für das Abo-Management ist für Sommer 2024 vorgesehen. 2. Verkauf Die Verkaufsmannschaft ist relativ stabil geblieben und es wurde eine Neuorganisation der Verkaufsgebiete zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Diese trifft aber erst ab den 1. Juli 2023 in Kraft und soll die intensivere Betreuung von Kunden in geografisch kleinere Gebiete mit geringeren Reisekosten ermöglichen. Die langjährige und erfahrene Vertriebsmannschaft trägt weiterhin zum Erfolg in den neuen Produktbereichen bei. 3. Personal Die Anzahl von Mitarbeitern ist mit 88 um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern im Customer Service ist weiterhin schwierig und spiegelt den Fachkräftemangel in Deutschland wider. 4. Sonstiges Die Kapazitätsengpässen in der Debitoren- Buchhaltung und die resultierenden Rückstände bei der Kontenklärung sind überwunden und Normalität ist wieder eingekehrt. Die Gesellschaft hat sich jetzt gut in den neuen Mieträumen eingelebt und die Modernisierungsmaßnahmen sind weitestgehend abgeschlossen. Die Gesellschaft hat auch die Herausforderungen des hybriden Arbeitens gut gemeistert und keine größeren Einbußen in der Produktivität erlebt. 2.2 LAGE DES UNTERNEHMENS ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023 mit 73.211 TEuro um 32.565 TEuro aufgrund der Bilanzierungsänderungen im Vorjahr angestiegen. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen unter Punkt 2.1 des Lageberichtes. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 223 TEuro angestiegen. Im Berichtsjahr sind um 179 TEuro höhere Währungskursgewinne zu verzeichnen. Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 27.267 TEuro an. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich auf 83,3 % (Vj. 82,9 %). Dieser Anstieg resultiert neben dem geringeren Leistungsvolumen aus dem Verlust von Print-Abos mit höheren Margen und negativen Währungseffekten durch den starken US-Dollar. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 372,3 TEuro im Wesentlichen aufgrund höherer Provisionszahlungen und jährlicher Gehaltserhöhung angestiegen. Der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiter liegt somit mit 76,6 TEuro deutlich über dem Vorjahresniveau von 72,3 TEuro. Die Abschreibungen sind um 25,6 TEuro im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund einer post-COVID-Normalisierung einiger Reise-, Marketing- und sonstiger operativen Kosten sowie währungsbedingter höherer Konzernumlagen im Vergleich zum Vorjahr um 615,7 TEuro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) ist gegenüber dem Vorjahr von -2.282 TEuro um 4.568 TEuro auf 2.286 TEuro im Wesentlichen aufgrund der neuen Bilanzierungsweise angestiegen. Das negative Finanzergebnis resultiert ausschließlich aus Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Vor dem Hintergrund der vorgenannten Ausführungen konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.130 TEuro im Geschäftsjahr erzielt werden. FINANZLAGE Der allgemeine Finanzierungsbedarf der EBSCO GmbH wurde und wird aus dem operativen Cashflow sowie bei Bedarf über das bestehende Gesellschafterverrechnungskonto gedeckt. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) im Berichtsjahr mit 2.231 TEuro (VJ. -2.194 TEuro) wieder positiv. Stichtagsbedingt ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds (Bank- und Kassenbestände) um 418 TEuro auf 2.791 TEuro Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen gegen die Gesellschafterin 18.782 TEuro (Vj. 13.515 TEuro). VERMÖGENSLAGE Die Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023 ist durch eine Erhöhung der Umsätze aufgrund der Änderung der Bilanzierungsmethode geprägt. Dies wird sich erst in Geschäftsjahr 2024 normalisieren. Das Umlaufvermögen hat sich um 4.183 TEuro gegenüber dem Vorjahr erhöht, was vor allem auf erhöhte Forderungen gegenüber Gesellschafter zurückzuführen ist. Die Erhöhung der Forderungen gegen die Gesellschafterin um 5.267 TEuro ergibt sich aus den Provisionen (25 %) auf die Umsätze der EBSCO-eigenen Produkte, die im Geschäftsjahr 2023 weiterhin anstiegen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 9.916 TEuro auf 12.045 TEuro zum Bilanzstichtag angestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 23,6 % gegenüber 22,5 % im Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 122 TEuro auf 1.174 TEuro resultiert im Wesentlichen aus Provisionen. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich überwiegend aufgrund des Anstiegs von Überzahlungen der Kunden um 501 TEuro auf 1.529 TEuro. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Pensionen, Jubiläen und Archivierungskosten (5,2 % des Gesamtkapitals, Vj. 6,2 %) handelt es sich beim Fremdkapital ausschließlich um kurzfristige nicht zinstragende Fremdmittel. FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die in der Ertragslage erläuterten Umsatzerlöse stellen wichtige finanzielle Leistungsindikatoren dar, als auch der Marktanteil als bedeutsamster nicht-finanzieller Leistungsindikator. Die Erhöhung des Marktanteils ist auch in Zukunft, insbesondere durch weitere Produkte, geplant. Die Kundenzufriedenheit und Qualität der Produkte werden auch durch unabhängige Befragungen und Tests regelmäßig gemessen. 3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Risikomanagement Das Risikomanagement basiert auf der Verfolgung von operativen Kennzahlen (KPIs), Markt und Wettbewerbsbeobachtung und auf einem monatlichen Berichtswesen, welches die Geschäftsführung über die Entwicklung der Gesellschaft umfassend informiert, um ggf. rechtzeitig notwendige Maßnahmen einzuleiten. Das Risikomanagement hinsichtlich Kurssicherungsgeschäften wird für die EBSCO-Gruppe zentral durch die Konzernmutter vorgenommen. Unternehmensfortführung Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Risiken mit entwicklungsbeeinträchtigendem oder bestandsgefährdendem Charakter bestehen nicht. Markt- und operative Risiken Der derzeitige Preisdruck in der Erbringung der Dienstleistungen, die Nationalabschlüsse in Deutschland, der Schweiz und einigen osteuropäischen Ländern direkt mit einigen Großverlagen, der Direktvertrieb seitens Verlage sowie die Weiterverbreitung der Open-Access-Bewegung stellen heute die Hauptmarktrisiken dar. Sie sind in Punkt 2.1. geschildert. Da diese Verlage einen umfangreichen Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens haben, wären die Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis erheblich. Es gibt jedoch auch Top 20 -Verlage, die den Vorteil des Vertriebs durch Agenturen auch bei elektronischen Zeitschriften erkennen. Weiterhin bestehen viele Bibliotheken auch auf der Einschaltung einer Agentur wie EBSCO für Verlage, die eine Direktvertrieb-Politik bevorzugen. Kosten in diesem Kernbereich werden weiterhin eng beobachtet, so dass eventuelle Umsatzverluste kostenseitig teilweise aufgefangen werden können. Vor diesem Hintergrund schätzen wir die Bedeutung der Marktrisiken als hoch ein. Die Finanzlast auf die öffentlichen Finanzen durch COVID-19 und die Energiekrise stellt ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor und somit ein potenzielles Risiko dar. Derzeit macht sich dies für die kommende Saison zunehmend bemerkbar. Die Neuverschuldung könnte Budgets und die Kaufkraft unserer Kunden in den Jahren 2024 und 2025 belasten, was sich negativ auf unsere Umsätze, das Ergebnis und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auswirken könnte. Wir schätzen dieses Risiko derzeit aufgrund der Bedeutung von Bildung und Forschung als gering bis mittel ein. Darüber hinaus prognostizieren wir Umsatzverluste und Margeneinbußen aufgrund der Einstellung der Geschäftsbeziehungen in Russland. Diese werden sich aber erst in Geschäftsjahren 2024/2025 bemerkbar machen. Operative Risiken liegen im Wesentlichen in der zeitlichen Abwicklung von Aufträgen, der pünktlichen Zahlung von Verlagen und dem Zahlungsrisiko von Kunden mit möglichen negativen Auswirkungen auf unser operatives Ergebnis und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Sicherung von ausreichenden Arbeitskapazitäten ist auch ein Risiko, welches wir eng beobachten und managen müssen. Diese Risiken werden durch die Überwachung von internen operativen Kennzahlen, die konsequente Verfolgung von Arbeitsvorgängen (durch interne Ticketsysteme) und enges Debitorenmanagement erfasst und kontrolliert. Wir schätzen die Bedeutung dieser Risiken derzeit als gering ein. Innovationen bei den Produkten wie "Software as a Service", die Entwicklung von eigenen Produkten mit höheren Margen (Datenbanken und Software-Lösungen), neue Dienstleistungsangebote die Bücher und e-Books, die Erschließung von neuen Marktsegmenten wie Medizin und Unternehmenskunden sowie die Verschlankung interner Prozesse durch neue Systeme sollen wesentlich zur Minderung der Markt- und operativen Risiken beitragen. Zu weiteren Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt "4. Prognosebericht" des Lageberichts. Das Gesamtvermögen im Berichtsjahr (51.032.464 Euro) hat sich gegenüber dem Vorjahr (44.122.494 Euro) um 6.909.970 Euro bzw. 15,66 % erhöht. 4. Prognosebericht EBSCO verstärkt ihre Position durch die Weiterverfolgung einer aggressiven Strategie in den Bereichen Discovery Services, "Software as a Service" Lösungen, Datenbanken, e-Books, fokussierte Dienstleistungen sowie Lizenzen für elektronische Verlagspakete und elektronische Plattformen für die Recherche und Verwaltung von elektronischen Zeitschriften. Mehrere neue Dienstleistungen und Produkte wie zum Beispiel FOLIO, GOBI Library Solutions oder Dynamed im medizinischen Bereich sind in den letzten Jahren eingeführt worden und werden kontinuierlich ausgebaut. Zusammen mit einer proaktiven und intensiven Verkaufsaktivität wird dies das Unternehmen noch stärker in den Mittelpunkt der elektronischen Informationsressourcen stellen. Wir erwarten hieraus einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung sowie auf das operative Ergebnis. Wir schätzen die Bedeutung dieser Chance als hoch ein. Der Ausbau des Vertriebs von neuen Produkten in neuen Märkten sowie weitreichende Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Kostenreduzierung in den letzten drei Jahren haben das Unternehmen in eine gute Position für eine erfolgreiche Marktpositionierung gebracht. Weitere Produkt- und Dienstleistungsinnovationen sind aber notwendig, um eine Erhöhung der Profitabilität zu gewährleisten. Es wird über die nächsten zwei bis drei Jahre eine Fortsetzung der Konzentration im Markt erwartet und EBSCO plant, davon durch den Ausbau ihres Marktanteils zu profitieren. Darüber hinaus ergeben sich aus der engen Zusammenarbeit mit der Gesellschafterin im operativen Bereich und der jederzeit verfügbaren finanziellen Unterstützung weitere Chancen für die positive Entwicklung des Unternehmens. Aufgrund der durch die Energiekrise und den Wirtschaftsabschwung bedingten Budgetkürzungsrisiken, den Ausstieg aus dem Russlandgeschäfts und weiterer Open-Access-Konsortialabschlüsse direkt mit Verlagen ist eine leichte Umsatzreduzierung im Bereich Zeitschriftenabonnements im Geschäftsjahr 2024 wahrscheinlich. Dies wird nur teilweise durch die Neugewinnung von Kunden und Aufträge in Kroatien, Deutschland und der Schweiz in 2024 kompensiert. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir daher mit einer leichten Reduzierung der Umsatzerlöse und eine vorübergehende leichte Verschlechterung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr.
Berlin, den 28.11.2023 Cary A. Bruce Glenn Allen Powell James David Walker BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Im Vorjahr hat die Gesellschaft erstmals in wesentlichem Maße Abonnements aktivisch und passivisch abgegrenzt. Die Vorjahreszahlen sind daher innerhalb dieser Postens nicht vergleichbar.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Es wurde vorsichtig bewertet; insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (linear über drei bis zehn Jahre), die sich an die steuerlich anerkannten Höchstsätze anlehnen, vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von 250,01 Euro bis 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 Euro werden direkt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. abzüglich angemessener Wertberichtigungen zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag der Bestände bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sog. "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC) durchgeführt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Berechnung liegen ein Zinssatz von 1,8 % (Vj. 1,78 %) sowie Gehaltssteigerungen und eine Rentendynamik von jeweils 1 % zugrunde. Der Zinssatz wurde basierend auf dem Durchschnitt des Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre ermittelt, unter Anwendung der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bezogen auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Teil der Zuführung, der auf den Zinsanteil entfällt, wird in der Aufwandsposition "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Inanspruchnahme und die Auflösung wurden mit den laufenden Pensionszahlungen verrechnet und soweit sich ein Ertrag ergibt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Der Unterschiedsbetrag der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem zehn- bzw. siebenjährigen Durchschnitt des Marktzinssatzes (§ 253 Abs. 6 HGB) beträgt TEUR 51 (Vj. 100 TEuro). Dafür besteht eine Ausschüttungssperre. Bei der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde der Teil der Zuführung, der auf den Zinsanteil entfällt, in der Aufwandsposition "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sowie Abzinsungen waren bei den Rückstellungen, soweit nicht anders vermerkt, aufgrund der Kurzfristigkeit nicht zu berücksichtigen. Auswirkungen aus Zinssatzänderungen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungen werden mit dem Devisenmittelkurs am Entstehungstag bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, wird nach § 256a HGB das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip nicht angewendet und die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag vorgenommen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der Ertragsteuersatz der Gesellschaft in Höhe von 30,0 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,2 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Aktive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen und aus zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Abgesehen von den Forderungen aus einer in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherung (12 TEuro; Vj. 12 TEuro) haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 210 TEuro (Vj. 496 TEuro) resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderung gegen die Gesellschafterin (zugleich verbundenes Unternehmen) aus Lieferungen und Leistungen von 18.782 TEuro (Vj. 13.515 TEuro) ergibt sich aus der Marge, die die Gesellschaft für den Verkauf von EBSCO Datenbank-Produkten erhält, der Anpassung der internen Verrechnungspreise sowie der Verrechnung mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Personalrückstellungen (1.092 TEuro; Vj. 963 TEuro) im Wesentlichen für Urlaub, Provisionen und Prämien. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1.131 TEuro (Vj. 592 TEuro) resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Einzahlungen für Umsätze und Auszahlungen für Materialaufwand aus Mehrjahresverträgen wurden, soweit sie Erträge und Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen, entsprechend unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.353 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Jahr 2021 wurde der Mietvertrag für einen neuen Standort Berlin mit der Laufzeit bis zum 31. August 2028 abgeschlossen. Aus dem Mietverhältnis werden sich die Zahlungen für das kommende Geschäftsjahr auf 241 TEuro, bis August 2028 auf 1.307 TEuro belaufen. Der Mietvertrag für das Büro Augsburg wurde ab 1. Juli 2019 für einen neuen Standort in Augsburg für die Dauer von fünf Jahren bis zum 30. April 2024 abgeschlossen. Die Zahlungen aus dem Mietverhältnis werden sich für das kommende Geschäftsjahr auf 46 TEuro belaufen. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Umsatzerlöse Die Erträge aus Weiterbelastungen für erbrachte Dienstleistungen an Schwestergesellschaften belaufen sich auf 2.282 TEuro (Vj. 2.630 TEuro). Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungskursgewinne in Höhe von 277 TEuro (Vj.98 TEuro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kostenumlagen der Gesellschafterin in Höhe von 1.733 TEuro (Vj. 1.565 TEuro) und Währungskursverluste von 143 TEuro (Vj. 199 TEuro). Zinsaufwand Aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 48 TEuro (Vj. 57 TEuro) enthalten. Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 40 TEuro enthalten, die aus der Auflösung von Einzelwertberichtigung entstanden sind. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Nachtragsbericht Nach Schluss des laufenden Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer haben Einzelvertretungsbefugnis. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 33.000,- Euro, andere Leistungen wurden nicht berechnet. Konzernzugehörigkeit Die EBSCO Information Services GmbH wurde in den Konzernabschluss der EBSCO Industries Inc., Birmingham/Alabama (USA) einbezogen. Die Muttergesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Den Jahresüberschuss auf neue Rechnung werden vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 28.11.2023 Cary A. Bruce Glenn Allen Powell James David Walker Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die EBSCO Information Services GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EBSCO Information Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EBSCO Information Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Linden, 28.11.2023 BINGMANN
PartG mbB
Florian Bingmann, Wirtschaftsprüfer |
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