Beteiligungsgesellschaften
Koch Pac-Systeme GmbH
Dieselstraße 13, 72285 Pfalzgrafenweiler, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Domingo Graf seit 8.9.2025 | Prokura |
Klaus Zeller seit 11.7.2024 | Prokura |
Elisabeth Hörmann seit 11.7.2024 | Prokura |
Carsten Schneider seit 11.7.2024 | Prokura |
Thomas Winkler seit 4.10.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Karl-Heinz Lauser seit 11.3.2019 | Prokura |
Jürgen Welker seit 3.1.2007 | Prokura |
Wolfgang Roller seit 3.1.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tobias UhlmannTupac Holding GmbH | 49.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Koch Pac-Systeme GmbHPfalzgrafenweilerJahresabschluss zum 31. März 2024LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24Geschäftsmodell des Unternehmens Die KOCH Pac-Systeme GmbH ("KOCH") ist seit über fünf Jahrzehnten weltweit in der Verpackungsmaschinenbranche tätig. Wir bieten ein breit gefächertes Verpackungsmaschinenportfolio inklusive umfangreicher Service-Dienstleistungen für die Geschäftsbereiche Konsumgüter, medizintechnische Produkte sowie Kontaktlinsen. Das Verpackungsmaschinenportfolio reicht von der einzelnen Blisterverpackungsmaschine bis zur vollständig integrierten KOCH packagingLine. Unser Unternehmen ist weltweit im Dienstleistungsverbund über die Verkaufs-Servicestandorte der Uhlmann-Gruppe, Laupheim, vertreten. Die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023/2024 fokussierten sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios, Lösungen im Bereich der nachhaltigen Verpackung und die Einrichtung des Packaging-Competence-Centers. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 1.992 T€ (VJ 2.434 T€). Seit dem Geschäftsjahr 2022/23 werden Entwicklungskosten nicht mehr aktiviert. Die Abschreibung der in Vorjahren aktivierten Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 rund 936 T€. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage von KOCH hängt teilweise stark an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 insbesondere bei den Kunden im Bereich Konsumgüterprodukte eine deutliche Investitionszurückhaltung spürbar. Das hohe Zinsniveau und wirtschaftliche Bedenken führten zu einem Aufschub bei den Projektvergaben. Durch die Diversifizierung auf unterschiedliche Zielmärkte konnte diese Schwäche im Auftragseingang der Konsumgüterprodukte durch den Bereich Kontaktlinsen kompensiert werden. Geschäftsverlauf Die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2023/2024 stellten sich anders als geplant ein. Wie eingangs erwähnt gab es deutliche Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Anwendungsfeldern. In Summe war die Auftragseingangslage jedoch sehr zufriedenstellend. Im Servicebereich konnte eine deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens erreicht werden. Die Umsatzerlöse insgesamt blieben etwas unter den Erwartungen zurück und lagen ungefähr auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres liegt in Folge der guten Auftragseingangslage deutlich über dem Auftragsbestand zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres. Bei Projekten aus den Vorjahren, welche im Geschäftsjahr 2023/2024 fakturiert werden konnten, waren weiterhin deutliche Margenverschlechterungen in Folge der Materialpreissteigerungen und Lieferkettenstörungen der Vorjahre erkennbar. Dies führte zu einer weiter anhaltenden Verlustsituation im Berichtsjahr. Die Umsatzerlöse haben sich von 68.193 T€ auf 67.941 T€ verringert. Die Gesamtleistung hat sich trotz negativer Bestandsveränderung von 63.741 T€ auf 64.658 T€ erhöht. Der Umsatz mit Blistermaschinen und Verpackungssystemen hat einen Anteil von rd. 74% (VJ 78%). Stärkste Absatzländer sind die Schweiz mit 21% (VJ 2%) sowie die USA mit 19% (VJ 23%). Der Exportanteil in europäische Länder belief sich auf 49% (VJ 25%). Die Materialeinsatzquote bewegt sich im Geschäftsjahr 2023/2024 deutlich unter dem Niveau des vorherigen Geschäftsjahres und erreicht mit 35% ein Niveau, welches vor den Lieferkettenproblemen der letzten Jahre üblich war. Grundsätzlich unterliegt die Materialeinsatzquote bei KOCH jedoch auch großen Schwankungen in Folge sich verändernder Zusammensetzungen des Produktportfolios sowie durch die unterschiedliche Intensität von Zukaufgewerken. Die Personalkosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 32.959 T€. Dies entspricht einer Steigerung von 544 T€ gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten bei den Rückstellungen. Die Kostensteigerungen infolge der durchgeführten Entgelterhöhung wurden durch Einsparungen im Zuge der abnehmenden Mitarbeiterzahl in etwa ausgeglichen. Insgesamt hat sich der Personalbestand zum Bilanzstichtag um 21 Mitarbeiter bzw. 5% gegenüber dem vorherigen Stichtag verringert. Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 von - 14.023T€ auf - 7.911 T€ verbessert, liegt damit aber erneut unter den Erwartungen. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023/2024 somit nicht zufriedenstellend. Die ergriffenen Maßnahmen zeigen jedoch Wirkung und bereiten den Pfad zu einem Turnaround im Betriebsergebnis. Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 um 28.763 T€ verringert und beträgt zum 31. März 2024 rund 59.105 T€ (VJ 87.868 T€). Hintergrund ist die erstmalige Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von 3.965 T€ getätigt. Der größte Anteil hiervon entfiel auf den, in den Vorperioden gestarteten, Neubau einer Montagehalle, die im Berichtsjahr fertiggestellt und bezogen wurde. Abgänge im Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Messe- und Vorführmaschinen, welche nach einer gewissen Haltedauer durch neuere Modelle ersetzt werden. Die Anlagenintensität liegt bei 49% (VJ 37%). Im Vergleich zum Vorjahr reduziert sich die Anlagendeckung I von 104% auf 90%. Unter Berücksichtigung der Bilanzverkürzung hat sich das Umlaufvermögen in der Berichtsperiode um 25.404 T€ reduziert. Die Vorräte haben sich um 5.958 T€ reduziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen insgesamt um 436 T€ ab. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich dabei um 498 T€ verringert. Die flüssigen Mittel haben sich in Folge erfolgreicher Steuerungsmaßnahmen und hoher Kundenanzahlungen um 13.604 T€ auf 18.413 T€ deutlich erhöht. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens hat sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz der erneuten Verlustsituation deutlich verbessert. Die ausreichend zur Verfügung stehenden Barkreditlinien wurden innerhalb des Geschäftsjahres lediglich kurzzeitig und nur geringfügig in Anspruch genommen. Sie bestehen weiterhin, um die Liquidität des Unternehmens abzusichern. Durch das unternehmensinterne Finanzmanagement ist die zielgerichtete Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Zahlungsströme jederzeit sichergestellt. Die Kapitalstruktur ist stabil. Wesentlicher Grund dafür ist, dass die erwirtschafteten Ergebnisse der Vergangenheit überwiegend im Unternehmen belassen wurden. Die Eigenkapitalquote beträgt nach Durchführung der Bilanzverkürzung nunmehr 44% (VJ 38%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr von 5.147 T€ um 437 T€ auf 5.583 T€ erhöht. Für den Neubau einer Montagehalle wurde ein Darlehen in Höhe von nominell 5.680 T€ aufgenommen, welches im Geschäftsjahr 2022/2023 vollständig abgerufen wurde. Zum Stichtag valutierte das Tilgungsdarlehen nach planmäßigen Tilgungsleistungen und dem gewährten Tilgungszuschuss in Höhe von 1.003 T€ noch mit 2.547 T€. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 konnten alle Investitionsmaßnahmen mit eigenen Mitteln durchgeführt werden. Ertragslage Das Rohergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 42.706 T€ (VJ 35.361 T€). Die Eigenkapitalrentabilität, gemessen am Betriebsergebnis, lag bei - 31% (VJ - 42%). Die Gesamtkapitalrentabilität bezogen auf den EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beläuft sich auf - 13% (VJ - 16%). Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse hat sich von - 21% auf - 12% verbessert, ist jedoch weiterhin deutlich negativ. Prognosebericht Für das neue Geschäftsjahr 2024/2025 wird auf Basis des sehr guten Auftragsbestandes ein Umsatz deutlich über dem Niveau der letzten beiden Geschäftsjahre erwartet. In Verbindung mit den ergriffenen Maßnahmen, welche sich insbesondere auf die Steigerung der Produktivität und Kostenreduktionen positiv auswirken, wird erwartet, dass ein EBIT von mindestens Null erreicht wird. Das Risiko einer weiter anhaltenden Investitionszurückhaltung der Kunden im Konsumgüterbereich wird dabei, aufgrund der langen Durchlaufzeiten, keinen Einfluss auf den Umsatz des Geschäftsjahres 2024/2025 haben. Für die folgenden Geschäftsjahre wird mit einem weiter aufwachsendem, positiven EBIT gerechnet. Diese Ergebnisse werden jedoch stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig sein. Für neu gewonnene Aufträge wird sehr genau auf deren Profitabilität geachtet. Zudem werden sofern möglich in den Verträgen Preisgleitklauseln eingearbeitet, um gegenüber zukünftigen Schwankungen besser vorbereitet zu sein. Im Bereich der Investitionen sind für das kommende Geschäftsjahr keine nennenswerten Einzelpositionen eingeplant. Den größten Anteil an den Investitionen haben weiterhin Erneuerungen im Bereich IT-Infrastruktur und Software. Die Investitionen werden sich planmäßig unter dem Niveau der Vorjahre bewegen. Gemäß der Planung wird die verfügbare Liquidität im Geschäftsjahr 2024/25 ausreichen, um den erwarteten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Als zusätzliche Absicherung der Liquidität bestehen weiterhin Barkreditlinien in ausreichendem Umfang. Aus der Intensivierung in der Zusammenarbeit mit der Uhlmann-Gruppe, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Beschaffung und Technik, werden für die KOCH Pac-Systeme GmbH weitere kurz- und langfristige strategische und wirtschaftliche Vorteile erreicht. Chancen- und Risikobericht KOCH erfasst regelmäßig interne sowie externe Chancen und Risiken und bewertet diese anhand der potenziellen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Hierzu dienen ein konsequentes Risikomanagement sowie eine monatliches Berichtswesen zur frühzeitigen Erkennung und aktiven Bearbeitung von Trends. Die Geschäftsentwicklung wird regelmäßig auf Basis des monatlichen Berichtswesens mit der Muttergesellschaft besprochen und den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt. Als global agierendes Maschinenbauunternehmen sind weltweite wirtschaftliche, soziale sowie politische Entwicklungen ein wichtiger Faktor in der Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Die geopolitischen Spannungen haben sich im vergangenen Jahr deutlich verschärft. Neben dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine spielen mittlerweile auch potenzielle Auswirkungen der zunehmend kritischen Situation im Nahen Osten sowie die geopolitischen Spannungen zwischen China und Taiwan eine immer wichtigere Rolle für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Als führender Anbieter von kundenspezifischen Verpackungslösungen ist KOCH auch auf den globalen Märkten gut aufgestellt. Wie die gesamte Branche ist jedoch auch KOCH auf funktionierende internationale Lieferketten angewiesen. Neben der reinen Versorgungssicherheit können dabei auch Exportkontrollen oder Zölle im Rahmen eines zunehmenden Protektionismus negative Auswirkungen haben. In diesem Zusammenhand gilt es, trotz der deutlichen Entspannung in den Lieferketten, die Robustheit weiter auszubauen. Auf regionaler Ebene stellt der weiter zunehmende Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung dar. KOCH ist aufgrund der guten Ausbildung und hohen Expertise der Belegschaft erfolgreich. Dieser Wettbewerbsvorteil muss durch qualifizierte Mitarbeitende, insbesondere am Standort Pfalzgrafenweiler, aufrechterhalten werden. KOCH investiert daher weiterhin in die eigene Ausbildung sowie die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Die anhaltend steigenden Personalkosten stellen eine weitere zentrale Herausforderung für die Profitabilität dar. Dieser Entwicklung wird mit Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in sämtlichen Unternehmensbereichen entgegengewirkt. Weitere Unsicherheit in Bezug auf Auftragseingang und Umsatz besteht insbesondere hinsichtlich der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Hierbei wird, wie schon im vergangenen Jahr, nicht mit einer schweren Rezession, sondern vielmehr mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet. Dies bedeutet, dass die Kunden ihre Produktionskapazitäten nicht erweitern, sehr wohl aber auf nachhaltige Verpackungslösungen umstellen werden. Intern ist die Weiterentwicklung der Managementsysteme und der Prozesse weiterhin von der SAP-Einführung aus 2021 geprägt. Nachdem zunächst größere Einschränkungen im Geschäftsbetrieb bestanden, sind zwischenzeitlich wesentliche Fortschritte zur Verbesserung der Stabilität, der Transparenz und der Prozesseffizienz erreicht worden. Es bestehen jedoch noch Verbesserungsbedarfe in Einzelprozessen und große Potenziale bei der weiteren Automatisierung des Berichtswesens. Diese werden in konsequent gesteuerten Optimierungsprojekten priorisiert und umgesetzt. Den technologischen Risiken in der Entwicklung und technischen Umsetzung von komplexen Produkten wird durch eine systematische Unternehmensplanung begegnet, um Störungen oder Zeitverzögerungen zu vermeiden. Das Qualitätsmanagement verringert die Risiken, die sich aus Gewährleistungshaftung ergeben könnten. Eine permanente Schulung und hohe Motivation unserer Mitarbeiter hilft, den bisherigen hohen Qualitätsanspruch zu erhalten. Die Leistungsfähigkeit des Servicebereiches wird ständig weiterentwickelt. Die ständige Beobachtung des Marktes und eine internationale Präsenz gewährleisten, dass neue Trends im Verpackungsmaschinenbau rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Ausrichtung des Unternehmens auf veränderte Wettbewerbssituationen oder neue Technologien zeitnah erfolgen können. Wir sehen uns in der strategischen Ausrichtung auf nachhaltige Verpackungslösungen insbesondere im Bereich der Konsumgüterindustrie bestätigt. Der Trend "weg von der Folie, hin zu nachhaltigen Materialien" stellt ein gewisses Risiko dar, wird jedoch insgesamt eher als große Chance gesehen. Dies ist in der Vorreiterrolle von KOCH durch Innovationen wie cyclePac, cylceForm und cycleBox begründet. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen vor allem im Hinblick auf Kundenforderungen. Die Strategie zur Beherrschung dieser Risiken besteht in der fortlaufenden Prüfung der Kundenbonität sowie im Einsatz eines konsequenten Debitorenmanagements. Die regelmäßige Vereinbarung von Kundenvorauszahlungen verringert die Gefahr von Forderungsausfällen. Währungsrisiken werden vermieden, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird oder die Aufträge durch Devisentermingeschäfte ausreichend abgesichert werden. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, können die Ergebnisse bzw. die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Einschätzungen und Erwartungen abweichen.
Pfalzgrafenweiler, 2. Mai 2024 Thomas Winkler, Geschäftsführer, COO Dr. Tim Wolf, Geschäftsführer, CBDO BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024KOCH PAC-SYSTEME GMBH, PFALZGRAFENWEILERAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Soweit sich die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gegenüber dem Vorjahr verändert haben, ist dies im Anhang vermerkt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde erstmalig vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben, da dieser Zeitraum dem erwarteten Lebenszyklus der Produktpalette entsprach. Vom Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB bezüglich der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurde bis zum 31.03.2022 Gebrauch gemacht. Hier wurden aktivierungsfähigen Entwicklungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2a in Verbindung mit Abs. 2 HGB aktiviert. Diese werden entweder gemäß dem bereits abgesetzten Anteil an der voraussichtlich zu erzielenden Gesamtabsatzmenge oder über den zu erwarteten Lebenszyklus abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 wird von diesem Wahlrecht kein Gebrauch mehr gemacht. Neben planmäßigen Abschreibungen wurden die in den Vorjahren aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 554 T€ außerplanmäßig abgeschrieben. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um zweckgebundene Investitionszuschüsse und planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Der im Berichtsjahr gewährte Tilgungs- bzw. Investitionszuschuss in Höhe von 1.003 T€ wurde unter Anwendung handelsrechtlich eingeräumter Bilanzierungswahlrechte gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB und HFA 1/1984 direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der neuen Produktionshalle abgezogen. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert dauerhaft übersteigen, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert vorgenommen. Bei zwei Vorführmaschinen erfolgten im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 442 T€. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit dem Nominalwert bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen wie auch im Vorjahr aufgrund von Gängigkeitsanalysen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer den direkten Material- und Fertigungskosten die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die geleisteten Anzahlungen auf Warenbestellungen werden zu Nettowerten ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde erstmalig vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten (31.03.2024: 32.615 T€) abzusetzen. Im Vorjahr sind diese vollständig mit 38.229 T€ (31.03.2024: 18.875 T€) auf der Passivseite unter der Position Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kredit- und Finanzierungsrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine adäquate Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken gebildet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Deckung durch Termingeschäfte war darüber hinaus der Terminkurs maßgebend. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 25.827 T€. Der Gewinnvortrag und Jahresfehlbetrag betragen 25.801 T€. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 26 T€ und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstige ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 i. V. m. § 277 Abs. 5 HGB abgezinst ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Der im Berichtsjahr vom Förderinstitut gewährte Tilgungszuschuss in Höhe von 1.003 T€ wurde dem Finanzierungsdarlehen gutgeschrieben und entsprechend mindernd angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zu Nettowerten ohne Umsatzsteuer bilanziert. Latente Steuern Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer angesetzt, eine sich ergebene Steuerentlastung wird als aktive latente Steuer ebenso angesetzt wie aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren verrechnet werden können. Es erfolgt ein saldierter Ausweis der sich insgesamt ergebenden latenten Steuern. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 abweichend von der vorherig vorgenommenen Bilanzierung aufgrund der Anpassung an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Unternehmensgruppe nicht mehr ausgewiesen. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen im Geschäftsjahr 2023/2024 ist im Anschluss an den Anhang als Bestandteil desselbigen dargestellt. Im Posten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" sind im Berichtsjahr geringwertige Wirtschaftsgüter mit 91 T€ (Vorjahr: 172 T€), die im Geschäftsjahr 2023/2024 voll abgesetzt werden, enthalten. Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
* Angaben zum 30. November 2023. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Die Tochtergesellschaft KOCH Singapore Packaging Systems Pte. Ltd. wurde im Berichtsjahr veräußert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 498 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten - gegliedert nach Restlaufzeiten - stellen sich wie folgt dar:
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind teilweise mit Bankbürgschaften besichert. Gegenüber Gesellschaftern bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 45 T€ (Vorjahr: 351 T€). Latente Steuern Es gibt im Geschäftsjahr 2023/2024 keinen Ausweis von latenten Steuern, da der bestehende Überhang der aktiven latenten Steuern nicht ausgewiesen wird. Es ergeben sich aktive latente Steuern aus einem abweichenden Ansatz von Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Demgegenüber stehen passive latente Steuern aus dem abweichenden Ansatz zwischen Handels- und Steuerbilanz einer ERP-Software. Die passiven latenten Steuern sind in Höhe von 28,25 % des Unterschiedsbetrags angesetzt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden dabei saldiert ausgewiesen. Die Steuerlatenzen haben sich wie folgt entwickelt:
Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 betragen 67.941 T€ (Vorjahr: 68.193 T€) und gliedern sich wie folgt auf:
In den Umsatzerlösen sind solche aus Beziehungen zu verbundenen Unternehmen mit einem Betrag in Höhe von 247 T€ (Vorjahr: 1.867 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 486 T€). Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 996 T€. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 57 T€ (Vorjahr: 373 T€). Zinsen und ähnliche Erträge In dieser Position sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 676 T€ enthalten, die aus weiterberechneten Beratungskosten, Rückstellungsauflösungen sowie dem Verkauf einer Tochtergesellschaft resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 516 T€ enthalten. Diese betreffen Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie weiterberechnete Lizenzentgelte. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs-/Miet-/Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 922 T€ (Vorjahr: 1.782 T€). Personal Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Gesellschaftsorgane Zusammensetzung der Geschäftsführung: Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Harald Jung, Diplom-Kaufmann, Waldachtal (bis 14. September 2023) Herr Thomas Winkler, Dipl.-Ing. (FH), Maschinenbauingenieur, Pfullingen Herr Dr. rer. pol. Tim Wolf, Diplom Kaufmann, Dernbach Die Geschäftsführer sind nicht einzelvertretungsberechtigt. Die Angabe über die Bezüge der Mitglieder und ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9a HGB und § 285 Nr. 9b HGB. Zusammensetzung des Aufsichtsrats:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten insgesamt Bezüge i. S. d. § 285 Nr. 9 HGB in Höhe von 29 T€ (Vorjahr: 34 T€). Abschlussprüferhonorare Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungsleistung 43 T€ und für sonstige Leistungen 8 T€. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Währungsrisiken zum Abschlussstichtag keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 7.744.241,22 € zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 33.545.259,57 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Pfalzgrafenweiler, 2. Mai 2024 Thomas Winkler, Geschäftsführer, COO Dr. Tim Wolf, Geschäftsführer, CBDO
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KOCH Pac-Systeme GmbH, Pfalzgrafenweiler Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KOCH Pac-Systeme GmbH, Pfalzgrafenweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KOCH Pac-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 3. Mai 2024 BANSBACH
GmbH
Dr. Antje Conradi, Wirtschaftsprüfer Thomas Schneider, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Die Gesellschafterversammlung hat am 14. Mai 2024 den Jahresabschluss zum 31. März 2024 festgestellt. |
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