CBC-Projekt-GmbH
Selbe AdresseBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Hulsch seit 14.5.2018 | Prokura |
Silke Mechthild Böckmann seit 14.5.2018 | Geschäftsführer |
Stephan Viljoen Hendriks seit 27.4.2018 | Prokura |
Thomas, geb. Graus Klug seit 19.10.2017 | Prokura |
Michaela Pfeifer seit 19.10.2017 | Prokura |
Antoon Bouw seit 2.5.2016 | Geschäftsführer |
Lennart Henny seit 22.7.2015 | Prokura |
Claudia Schemel seit 4.5.2015 | Prokura |
Lars Brockmann seit 16.10.2014 | Prokura |
Michael Kaltenborn seit 9.4.2014 | Prokura |
Jörg Dr. Brinkmann seit 3.12.2013 | Geschäftsführer |
Heinrich Rohlfs seit 15.3.2013 | Prokura |
Stephan Lichtinger seit 15.3.2013 | Prokura |
Gabriele Otto seit 12.12.2012 | Prokura |
Tobias Bennerscheidt seit 6.7.2012 | Prokura |
Hans-Albert Mayschak seit 10.9.2004 | Prokura |
Peter Vriens seit 4.5.2004 | Prokura |
Joachim Dietsche seit 4.5.2004 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fermacell GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Fermacell GmbH (Fermacell), ein Unternehmen der Xella-Gruppe, produziert und vertreibt Gipsfaser-Platten und zementgebundene Trockenbau-Platten für den baulichen Brandschutz. FERMACELL ®-Gipsfaserplatten werden in zwei Werken in Niedersachsen und Baden-Württemberg sowie in den Werken einer niederländischen und einer spanischen Tochtergesellschaft hergestellt. Die Produkte werden hauptsächlich für den Innenausbau, Holzrahmenbau und Fertighausbau verwendet. Der europaweite Vertrieb erfolgt weitestgehend über eine eigene Vertriebsorganisation. Drei ausländische Vertriebsniederlassungen werden noch von der Schwestergesellschaft Fels-Werke GmbH, Goslar, betrieben. Die Vertriebswege umfassen vorwiegend den Baustofffachhandel, Baumärkte sowie Industriekunden. Über eine Mehrheitsbeteiligung an einem Recyclingunternehmen werden Papierlieferungen für die FERMACELL-Fertigung bezogen. Im Ausbauplattenmarkt behauptet Fermacell eine bedeutende und gefestigte Marktposition im Bereich der hoch belastbaren, feuerhemmenden und leicht zu verarbeitenden Wand- und Bodenplatten, besonders in Deutschland, der Schweiz und in den Benelux-Staaten. Unter dem Namen FERMACELL ®- AESTUVER werden zementgebundene Brandschutzplatten für hohe brandschutztechnische und feuchteresistente Ansprüche im Objektgeschäft und Industriekundengeschäft für Abnehmer weltweit in einem Werk in Sachsen-Anhalt produziert. 2. Forschung und Entwicklung Die Tätigkeiten sind auf die Produktentwicklung fokussiert und werden im Unternehmen in enger Verbindung mit der Qualitätssicherung in eigenständigen Abteilungen mit 8 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gebündelt. Zur Steigerung des Absatzwachstums und der Rentabilität wurden im Berichtszeitraum unterschiedliche Projekte fortgeführt. Das Projekt Firepanel A1 wurde mit dem Ziel in 2016 begonnen, die Feuerwiderstandseigenschaften dieses Produkttyps hin zu einer wirtschaftlichen F90-Deckenlösung zu verbessern. Zum Jahresende wurden die Arbeiten an einer alle Gipsfaserplattenstandorte umfassenden Umweltproduktdeklaration (EPD) abgeschlossen. Diese nach den neuesten Normversionen gemäß ISO 14025 und EN 15804 erteilten Dokumente beinhalten Umweltinformationen für FERMACELL-Gipsfaserplatten und erstmals auch für alle Fermacell-Estrichelement-Varianten. Der Produktionsstart des neuen Brandschutzplattentyps AESTUVER LX (AeLx) band im Berichtsjahr einen Großteil der Kräfte des Teams auf dem Gebiet der zementgebundenen Brandschutzplatten. Die Arbeiten zur Sicherung der Produktion und Produktoptimierung zur vollumfänglichen Leistungsfähigkeit als Basis der breiten Markteinführung der Brandschutzplatte für Lüftung und Entrauchung werden planmäßig noch bis zur Mitte des Jahres 2017 andauern. Als Folge des mit mehreren erfolgreich realisierten Tunnelprojekten gelungenen Markteintritts der im Jahr 2015 entwickelten neuen Tunnelplatte AESTUVER Tx (AeTx) wurde dieser im November 2016 der Xella-Innovationspreis verliehen. Im Verlaufe des Jahres wurden die Arbeiten an der europäisch-technischen Materialzulassung (ETB) AeTx weitergeführt, so dass das Produkt in Kürze mit einer CE-Kennzeichnung versehen werden kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind insgesamt Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio € angefallen. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten wurde nicht vorgenommen. Wirtschaftsbericht3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingung en Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2016 um 3.1% gewachsen und lag damit nur auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere im ersten Halbjahr trübte sich die Weltwirtschaft ein, basierend auf zunehmender Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung in China, der Schwäche der Schwellenländer sowie globaler geopolitischer Spannungen. Mit der zweiten Hälfte des Jahres 2016 nahm die Weltwirtschaft wieder an Fahrt auf, was vor allem an dem Aufschwung in den Vereinigten Staaten, der Stabilisierung in Russland und dem Erfolg der konjunktur-stabilisierenden Maßnahmen in China lag. Für 2016 vermeldet das IfW für das Welthandelsvolumen noch immer einen wenngleich moderaten - Zuwachs von 1.0%. Begünstigt wurde das Wachstum durch die expansive Geldpolitik, die finanzpolitischen Impulse, die Euro-Schwäche, die fortschreitende Entschuldung sowie den gesunkenen Ölpreis. Der Anstieg wird in erster Linie durch die technisch und wirtschaftlich hoch entwickelten Volkswirtschaften getragen. Die größten Wachstumsraten vermelden zwar Südostasien, China und Indien sowie die Nicht-Euro-Länder Schweden und Polen, während innerhalb der Eurozone von den Ländern mit bauindustrieller Relevanz vor allem Spanien und Irland mit circa 3.0% diejenigen mit dem größten Wachstum waren.
Für Deutschland prognostiziert das IfW ein Wachstum des BIP für 2016 von 1.8% nach 1.5% im Vorjahr. Europäische Renovierungsmärkte mit positiver Entwicklung Wichtig für den Erfolg von Fermacell ist die Entwicklung der Renovierungsmärkte in Europa. Der größte Teil der Produkte wird in diesem Segment abgesetzt.
Quelle: Euroconstruct, November 2016 - Bei den Angaben für das Jahr 2016 handelt es sich um prognostizierte Zahlen. - Die Angaben beziehen sich auf Preise von 2015. - Das Renovierungsvolumen beinhaltet Renovierung im Wohn- und Nichtwohnbau. - Dargestellt sind die für Xella wichtigsten europäischen Märkte. Weitere zur Euroconstruct-Zone gehörende Länder sind nicht separat dargestellt (Österreich, Dänemark, Finnland, Irland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich, Ungarn und die Slowakei). In vielen westeuropäischen Märkten entfallen mehr als die Hälfte der Investitionen in der Bauwirtschaft auf Renovierungstätigkeiten. Die Entwicklung des Renovierungsmarktes verläuft wesentlich weniger volatil als die des Neubaus. In Krisenzeiten zeigt sich das Volumen des Renovierungsbereichs zumeist robuster, da die Nachfrage selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten tendenziell stabiler bleibt als im Neubau. Auch im Jahr 2016 bestätigt sich diese Beobachtung - das prognostizierte Renovierungsvolumen in der Euroconstruct Zone legte um moderate 1.6% zu und bewegt sich damit weiter auf einem hohem Stand. Deutschland stellt über ein Viertel des Renovierungsvolumens der Euroconstruct Zone dar. Das Renovierungsvolumen stagnierte in 2016. Dies lag zum einen an dem bereits erreichten hohen Niveau, zum anderen führte der niedrigere Ölpreis dazu, dass der Sanierungsdruck nicht mehr so hoch war wie in Vorjahren. Insgesamt zeigen aber nahezu alle weiteren für Fermacell relevanten Renovierungsmärkte innerhalb von Euroconstruct positive Wachstumswerte auf. 4. Geschäftsverlauf Das operative Geschäft von Fermacell wird anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtumsatz, EBITDA und Investitionen sowie der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Reklamationsquote, Arbeitssicherheit und Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) gesteuert. Die Steuerungsgrößen Umsatz und EBITDA basieren dabei auf IFRS-Zahlen. Das handelsrechtliche EBIT ergibt sich ohne außerordentliche Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsvereinbarungen. Die im Folgenden aufgeführten Kennzahlen zeigen in 2016 neben dem Vorjahresvergleich die in 2015 erwartete Prognose für 2016 mit nachstehender Entwicklung. Durch Erstanwendung des in 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) ist eine Vergleichbarkeit des handelsrechtlichen Umsatzes sowie des handelsrechtlichen EBIT mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich:
Entwicklung der Umsätze nach IFRS: Die Umsatzerlöse, inklusive wirtschaftlicher Zuordnung von drei Vertriebseinheiten, welche rechtlich einer Schwestergesellschaft zugeordnet sind, beliefen sich im Berichtszeitraum auf 227,9 Mio € gegenüber 213,9 Mio € im Jahr 2015. Dabei konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Fortführung der Fermacell-Wachstumsstrategie eine Umsatzsteigerung erreicht werden, die teilweise durch eine positive Marktentwicklung unterstützt wurde. Die prognostizierte moderate Steigerung für das Jahr 2016 konnte somit erreicht werden. In Deutschland konnte eine Umsatzsteigerung von 104,6 Mio € um +4% auf 108,9 Mio € erzielt werden. Wesentlich dazu beigetragen haben die Absatzsteigerungen in den Segmenten Gipsfaserplatten sowie zementgebundenen Powerpanel und Brandschutzplatten. In Nordeuropa stieg der Umsatz von 29,3 Mio € um +8% auf 31,6 Mio €. In Dänemark und Schweden konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden. In Großbritannien hingegen blieb der Umsatz hinter dem Vorjahr zurück. Um eine positive Veränderung zu bewirken, wurden organisatorische Veränderungen in dem Vertriebsbüro eingeleitet. Der Marktraum Osteuropa zeigt gegenüber 2015 mit einem Umsatzanstieg von +13% auf 21,8 Mio € (Vorjahr 19,3 Mio €) ebenfalls eine positive Entwicklung, wobei hier mit Österreich, Tschechien und Polen alle Länder dieses Marktraums ihren Umsatz moderat bis deutlich steigern konnten. In Südeuropa ist ein Umsatzanstieg um +5% auf 45,1 Mio € (Vorjahr 42,9 Mio €) zu verzeichnen. Die positive Umsatzentwicklung betrifft vor allem die Schweiz. In Italien ist die Umsatzentwicklung marktbedingt leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze mit dem Verbundunternehmen Fermacell B.V. (NL) gingen in 2016 um -14% von 5,7 Mio € auf 4,9 Mio € zurück. Ausschlaggebend dafür war die Ausweitung der Produktion im Werk der Fermacell Spain S.L.U. (ES). Hier stiegen die Verbund-Umsätze der Fermacell GmbH gegenüber Vorjahr um +114% von 1,3 Mio € auf 2,7 Mio €. Die positive Entwicklung in Frankreich führte zu einer positiven Umsatzentwicklung der Fermacell zur Fermacell S.A.S. (FR) von 10,9 Mio € um +16% auf 12,6 Mio €. Insgesamt konnte der Auslandsumsatz um +9% moderat auf 119,0 Mio € gegenüber dem Vorjahr (109,3 Mio €) gesteigert werden. Wesentliche Geschäftsvorfälle Im April 2016 wurde Herr Antoon Bouw zum CTO der Fermacell bestellt. Der bisherige CTO Herr Rainer Rohde ist im Geschäftsjahr 2016 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Am Ende des Geschäftsjahres 2016 wurde ein Vertrag über den Verkauf der Xella-Gruppe an Lone Star unterzeichnet. Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion erfolgte am 11. April 2017. Lone Star ist ein Private-Equity-Unternehmen, das weltweit in Immobilien, Eigen- und Fremdkapital und andere Finanzanlagen investiert. Um die Unternehmensergebnisse mittel- und langfristig zu stärken, hat Xella im Sommer 2014 das Projekt X-celerate gestartet. Das gruppenweite Projekt zielte darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu erhöhen. Das Programm hat die Ertragskraft von Fermacell deutlich verbessert. Nach Abschluss des Programms in 2016 werden wir zukünftig intensiv an der Umsetzung von Maßnahmen arbeiten, um weiteres Einsparpotenzial zu heben. Das gruppenweite Projekt "Continuous Improvement Initiative" wurde direkt im Anschluss an X-celerate begonnen und bildet hierfür die Grundlage. Was genau wünschen sich Märkte, Kunden und Entscheider von Xella - und was heißt das für Fermacell? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Xella-Gruppe im Rahmen des Projektes "Digitale Professionalisierung", welches in 2016 begonnen wurde. 5. Darstellung der Lage 5.1 Ertragslage Fermacell hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gewinn von 11,2 Mio € (Vorjahr Verlust 0,3 Mio €) abgeschlossen, der vertragsgemäß an die Alleingesellschafterin XI (DL) Holdings GmbH, Duisburg, abgeführt wurde. Der Produktumsatz mit Gipsfaserplatten konnte gegenüber dem Vorjahr durch Fortführung der Wachstumsstrategie, teilweise unterstützt durch positive Marktentwicklungen, gesteigert werden. Der Produktumsatz mit zementgebundenen Platten übertrifft das Vorjahr durch die Absatzsteigerung in den Produktsegmenten Powerpanel sowie Brandschutz. Im Personalbereich kam es trotz einer Tarifanpassung und geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr zu einer Entlastung des Ergebnisses aufgrund geringerer Zuführungen zu den Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung bedingt durch einmalige Erträge aus der Übernahme von ausgewählten Personalrückstellungen und der dazu gegenläufigen Umsetzung von Erträgen aus Dienstleistungsverträgen in den Umsatzbereich nach BilRUG zu verzeichnen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltene Bildung von Restrukturierungsrückstellungen für die im Rahmen der Umsetzung des Xcelerate Projektes beschlossenen Personalmaßnahmen zurückzuführen. Fermacell betreibt eingetragene Betriebsstätten als Vertriebsniederlassungen in der Schweiz, Schweden, Österreich, Tschechien und Italien sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, welche auf Provisionsbasis abgerechnet werden. EBITDA Die Umsatzsteigerung führte in Verbindung mit höheren sonstigen betrieblichen Erträgen und geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei leicht sinkenden Personalkosten zu einer positiven Entwicklung des EBITDA, womit die Prognose einer deutlichen Steigerung vollumfänglich erreicht werden konnte. Beteiligungsergebnis Die Tochtergesellschaft Fermacell B.V. in den Niederlanden liefert zu einem großen Teil in die Vertriebsorganisation der Fermacell hinein; im Übrigen wird das Vertriebsgebiet BeNeLux bedient. Die leicht negative Geschäftsentwicklung gegenüber Vorjahr durch das Verbundgeschäft konnte nicht vollständig durch das Drittgeschäft aufgefangen werden. Das knapp unter dem Vorjahr liegende Ergebnis ist zur Vollausschüttung 2017 vorgesehen. Das Jahresergebnis 2015 von 5,6 Mio € wurde im August 2016 ausgeschüttet und im Beteiligungsergebnis seitens Fermacell vereinnahmt. FELS-RECYCLING GmbH realisiert rd. 80% des Umsatzes mit Papierlieferungen an Fermacell und behauptet sich auch im Drittgeschäft. Der Umsatz sowohl mit verbundenen Unternehmen als auch mit Dritten konnte moderat gesteigert werden, was sich trotz gegenläufig wirkender höherer Aufwendungen für Material, Frachten, Handelswaren und Personal positiv auswirkte und zu einer Ergebnissteigerung gegenüber 2015 führte. Das Ergebnis wird zur Vollausschüttung vorgeschlagen. Das Ergebnis 2015 von 0,2 Mio € wurde im Juli 2016 ausgeschüttet und anteilig im Beteiligungsergebnis vereinnahmt. Die Tochtergesellschaft Fermacell Spain S.L.U. mit dem 2012 im Rahmen einer öffentlichen Auktion erworbenen Gipsfaserplatten-Werk in Spanien, Orejo, liefert zu einem großen Teil in die Vertriebsorganisation der Fermacell hinein; im Übrigen wird das Vertriebsgebiet Spanien und Portugal bedient. Sowohl das Dritt- als auch das Verbundgeschäft konnten gegenüber 2015 deutlich gesteigert werden, das Werk wurde ab KW 32 im 4-Schicht-Regime betrieben. Die Ergebnisentwicklung ist folglich positiv gegenüber dem Vorjahr. Es ist angedacht, analog zum Vorjahr den Gewinn vorzutragen und mit den aufgelaufenen Verlusten aus Vorjahren zu verrechnen. Zinsergebnis Die Zinsbelastung für das langfristig angelegte Gesellschafterdarlehen stellt sich nahezu unverändert dar. Dagegen hat sich die Zinsbelastung für das kurzfristig gewährte Darlehen leicht reduziert. Zinserträge ergaben sich aufgrund geänderter Bedingungen bei der Ermittlung von Personalrückstellungen. In Summe ergab sich eine Verbesserung des negativen Zinsergebnisses um 0,2 Mio € auf 4,9 Mio € (Vorjahr 5,1 Mio €). 5.2 Finanz- und Vermögenslage 5.2 .1 Investitionen In 2016 sind die gesamten Investitionen gegenüber dem Vorjahr von 14,3 Mio € auf 7,7 Mio € gesunken. Der größte Anteil entfällt mit 6,6 Mio € auf Instandhaltungsinvestitionen (Vorjahr 9,9 Mio €). Auf die Optimierungsinvestitionen entfallen 1,1 Mio € (Vorjahr 4,4 Mio €). 5.2.2 Finanzierung Der Finanzbedarf des laufenden Jahres konnte durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 15,6 Mio € nicht vollständig gedeckt werden, da ein wesentlicher Betrag von 13,0 Mio € zur Tilgung des kurzfristigen Darlehens gegenüber der Gesellschafterin verwendet wurde und auch der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit € -7,7 Mio negativ ist. Für einen Ausgleich steht der Cashpool der Xella International GmbH zur Verfügung, über den auch Überschüsse aus dem Cashflow angelegt werden. Die weitere Finanzierung erfolgt unverändert in Form eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 58,0 Mio € mit einer Endfälligkeit zum 31. Dezember 2020. Die Kapitalstruktur der Fermacell gliedert sich in 29,0% Eigenkapital und 71% Fremdkapital. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich bezogen auf bereits begonnene Investitionsprojekte und Leasingverhältnisse von 27,6 Mio € im Vorjahr um 4,5 Mio € auf 23,1 Mio € verringert. Davon entfallen 17,4 Mio € auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, bedingt dadurch, dass Fermacell den Großteil an Grundstücken von verbundenen Unternehmen gepachtet hat. 5.2.3 Kapitalflussrechnung Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 15,6 Mio € konnte die Investitionen und Finanzierungstätigkeiten nicht vollständig kompensieren, dadurch ist das Cash-Pooling Guthaben gegenüber Xella um 4,7 Mio € gesunken. 5.2.4 Analyse der Bilanzstruktur Insgesamt verringerte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 6,2 Mio € auf 172,8 Mio €. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 3,1 Mio € auf 117,2 Mio € gesunken. Das Sachanlagevermögen besteht zu 21% aus Grundstücken und Bauten und zu 67% aus Anlagen und Maschinen sowie zu je 6% aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung und den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Verringerung der Sachanlagen um 1,2 Mio € resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau und gegenläufig hierzu dem Anstieg der Anlagen und Maschinen. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände von 1,9 Mio € ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Im Umlaufvermögen, welches gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 3,4 Mio € gesunken ist, erhöhte sich der Wert der Vorräte um 1,2 Mio € auf 14,1 Mio €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen zum 31. Dezember 2016 um 0,1 Mio € auf 13,8 Mio € an. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 4,6 Mio € auf 24,8 Mio €. Im Wesentlichen verringerten sich die Forderungen gegen Xella International GmbH, welche der Fermacell in Form eines Cash-Pools den Finanzbedarf eines laufenden Jahres zur Verfügung stellt oder wo die Überschüsse angelegt werden, sowie gegenüber Schwestergesellschaften bezogen auf Warenlieferungen. Der Zahlungsmittelbestand liegt wie im Vorjahr bei 2,5 Mio €. Das Eigenkapital bleibt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der XI (DL) Holdings GmbH unverändert. Die Sonderposten für Investitionszulagen verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,2 Mio € auf 1,6 Mio €. Die Rückstellungen stiegen um 0,4 Mio € auf 35,5 Mio € an. Die Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 6,4 Mio € auf 85,6 Mio €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 5,1 Mio € auf 6,1 Mio €, im Wesentlichen bedingt durch geringere Investitionen im vierten Quartal als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen wie im Vorjahr bei 1,9 Mio €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen minderten sich um 1,3 Mio € auf 77,6 Mio €. 5.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5.3.1 Reklamationsquote Die Sicherung und Ausrichtung unserer Vertriebs- und Marketingstrategien setzt eine niedrige Reklamationsquote voraus, weil diese den Zufriedenheitsgrad unserer Kunden sowie unsere Servicequalität widerspiegelt. Die bereits sehr geringe Reklamationsquote erhöhte sich in 2016 nur geringfügig. 5.3.2 Arbeitssicherheit Verantwortung für die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu übernehmen, ist für Fermacell nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern liegt auch in unserem ureigenen Interesse. Denn die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist maßgebliche Voraussetzung für ihr Engagement, ihre Leistungsfähigkeit, Kreativität und Flexibilität. Um den wachsenden eigenen aber auch gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Xella-Gruppe in 2016 die Bereiche Umwelt-, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit neu organisiert und in verschiedenen Bereichen personell verstärkt. In einer zentralen Abteilung Environment, Health and Safety (EHS) wird zukünftig die strategische Entwicklung der vorgenannten Themen vorangetrieben. Weitere EHS Funktionen in den Geschäftseinheiten unterstützen das Management bei der operativen Umsetzung aller Umwelt- und Sicherheitsanforderungen. Mit dem EHS Steering Committee wurde ein Gremium etabliert, das mit dem CEO der Xella-Gruppe und Geschäftsführern der Geschäftseinheiten und Markträumen hochrangig besetzt ist. Das EHS Steering Committee entwickelt und verfolgt Projekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wie zum Beispiel das neue Leitbild für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, das eingeführt wurde. In der Regel passieren Arbeitsunfälle durch menschliches Fehlverhalten, also dem unsachgemäßen Umgang mit Maschinen oder Werkzeug, kein oder falsches Tragen von Schutzkleidung, durch zu große Eile oder auch Stolpern. Umso wichtiger ist deshalb kontinuierliches Erinnern an korrektes Verhalten. Darüber hinaus tragen wir durch eine akribische Unfallanalyse zu einer Reduzierung der Unfallzahlen bei. Sicherheitsfachkräfte überprüfen regelmäßig die Standorte und alle Werke werden turnusmäßig umfassenden Umwelt- und Sicherheitsaudits unterzogen. Auch ganz konkrete Maßnahmen wie Brandschutz- und Feuerlösch- sowie Evakuierungsübungen oder Schulungen zum Thema Ladungssicherung, Umweltschutz, Erste Hilfe, Sicherheit am Arbeitsplatz, richtiges Heben und Tragen und viele andere mehr gehören zu unseren Präventionsmaßnahmen. Die Arbeitsunfälle sind gegenüber 2015 von 14,1 Unfälle pro 1 Million geleistete Arbeitsstunden auf 18,9 Unfälle pro 1 Million geleistete Arbeitsstunden angestiegen. Die Auswertungen der einzelnen Arbeitsunfälle haben jedoch keine Systematik gezeigt, so dass wir für 2017 wieder von einer leichten Senkung ausgehen. Bei Fermacell gibt es eine Betriebsvereinbarung zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit den Krankenkassen wurde ein Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwickelt, das an allen deutschen Standorten von Fermacell eingeführt wurde. Das Programm reicht von Sport- und Entspannungsangeboten bis zu ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen, die von den Mitarbeitern in Anspruch genommen werden können. 5.3.4 Mitarbeiter Fermacell setzt, wie auch die gesamte Xella-Gruppe, auf eine vielfältige und lebendige Kultur, die neue Ideen ermöglicht und fördert. Mit den richtigen Menschen am richtigen Platz stärkt Fermacell seine Wettbewerbsfähigkeit und seine Kundenorientierung. Qualifizierte und motivierte Führungskräfte und Mitarbeiter sind eine wichtige Basis für einen nachhaltigen Erfolg. Deshalb fördert und unterstützt Fermacell seine Belegschaft mit Angeboten und Leistungen sowohl zur beruflichen Entwicklung als auch für ihr persönliches Wohlbefinden. Es ist uns wichtig, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu erkennen und weiter zu entwickeln. Professionalität, Verantwortung und Verantwortlichkeit sowie Dialog, Offenheit und Wertschätzung stellen die Pfeiler unserer Unternehmenskultur dar. Bei Fermacell waren zum 31. Dezember 2016 492 Mitarbeiter umgelegt auf Vollzeitäquivalente (VZÄ) 1 beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 14 Mitarbeitern (VZÄ) bzw. 2,8%. Im Laufe des Jahres 2016 wurde die Belegschaft in der Produktion um 11 Mitarbeiter erhöht, sowie in der Verwaltung um 4,2 VZÄ reduziert. Die Belegschaft im Vertrieb Ausland wurde an allen sechs Standorten um je einen Mitarbeiter bzw. in Schweden um 2 Mitarbeiter erhöht. Bewerberansprache und Rekrutierung Xella unterstützt Fermacell bei der Suche nach kompetenten Fach- und Führungskräften im Rahmen des Personalmarketings und -recruitings. Zur Rekrutierung werden hierbei verstärkt auch neue Medien eingesetzt. Hierzu gehört beispielsweise, potenzielle Mitarbeiter auf den Karriereseiten von Xella im Internet möglichst adressatengerecht mit authentischen Bildern, Videos und Texten anzusprechen, die die Unternehmenskultur realistisch widerspiegeln. Fermacell setzt bei der Anwerbung neuer Auszubildender ebenfalls auf Bewegtbildmaterial. So können sich Interessenten kurze Videoportraits über die Ausbildungsberufe bei Xella, wie Elektroniker für Betriebstechnik oder Industriemechaniker, ansehen. 5.4. Nachhaltigkeit Die Unternehmenskultur von Xella steht für das Bewahren von Werten und gleichzeitig für das Streben nach ökologischem und sozialem Fortschritt. Das Fundament für eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Nachhaltigkeitsorganisation innerhalb der Xella-Gruppe.
Neue Verhaltensregeln für Lieferanten Xella hat bereits im Geschäftsjahr 2014 neue Verhaltensanforderungen für Lieferanten definiert. Der unternehmensweit einheitliche Code of Conduct für Lieferanten zielt auf einen verantwortungsvollen Geschäftsumgang in der gesamten Lieferkette ab. Xella ist es wichtig, weiterhin vertrauensvoll mit Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten und die rechtlichen Bestimmungen und Vorschriften zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen und Umweltschutz einzuhalten. Über den Supplier Code of Conduct hinaus wurde eine gruppenweite Lieferantenselbstauskunft eingeführt. Hierdurch haben Unternehmen aller Branchen die Möglichkeit, sich bei Xella zur Lieferung von bestimmten Produkten oder Dienstleistungen zu empfehlen oder lokale Xella-Gesellschaften zu kontaktieren. Darüber hinaus bietet sich für Einkaufsmitarbeiter die Möglichkeit, wichtige Informationen beispielsweise über das Lieferportfolio, Qualitätssicherungssysteme oder Bonitäten der registrierten Unternehmen zu erhalten, um die Vorteile und Stärken der einzelnen Lieferanten besser nutzen zu können. 5.5. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Durch die Fortführung der Wachstumsstrategie in Verbindung mit positiven Marktimpulsen in einigen Ländern Europas konnte ein Absatzwachstum in allen Produktsegmenten erreicht werden. Die negativen Auswirkungen resultierend aus höheren Aufwendungen für Rohstoffe und Frachten werden durch die positiven Effekte aus der Umsatzsteigerung, höheren sonstigen Erträgen, geringeren Personalkosten, geringeren Aufwendungen für Energie und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen überkompensiert, so dass in Summe ein deutlicher Ergebniszuwachs zu verzeichnen ist. Die Geschäftsführung beurteilt die operative Entwicklung des Jahres als sehr zufriedenstellend. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht6. Prognose Für 2017 wird die wirtschaftliche Entwicklung in unseren Märkten in der Gesamttendenz positiv eingeschätzt. Unter der Voraussetzung, dass keine unerwarteten negativen Ereignisse eintreten, avisieren wir für 2017 wieder ein Umsatzwachstum und ein höheres operatives Ergebnis. Nach Abschluss von X-celerate werden wir weiter an der Verbesserung unserer Kostenposition arbeiten und erwarten künftig von unserer Digitalisierungsinitiative und weiteren Initiativen Beiträge zum Unternehmenserfolg. Konjunkturausblick Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind unterschiedlich: während die Entwicklung in Süd- und Lateinamerika mit Unsicherheiten und strukturellen Problemen behaftet ist, entwickeln sich die westlichen Industrieländer, insbesondere die Vereinigten Staaten, gut. Die dämpfenden Faktoren der letzten Wirtschaftskrise scheinen in den Hintergrund zu treten. Die die Weltwirtschaft stützenden Maßnahmen scheinen zu greifen. Die monetären und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen sind weniger restriktiv und unterstützen somit ein investitionsfreundliches Klima, zusätzlich gestützt durch die insgesamt expansive Geldpolitik. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft sieht daher in seiner Winterprognose für 2017 ein globales Wirtschaftswachstum von 3.5% nach 3.1% in 2016, auch wenn die Rahmenbedingungen von Unsicherheiten geprägt sind.
Für die EU, aber auch für die Eurozone, prognostiziert das IfW für 2017 einen Anstieg des BIP um 1.7% nach 1.8% in 2016. Als Gründe für diese dennoch insgesamt positive Entwicklung nennt das IfW die - immer noch vergleichsweise - niedrigen Rohstoffpreise und damit höhere Kaufkraftparität, die expansive Geldpolitik sowie der schwache Euro. In Deutschland wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2.0% vorausgesagt. Gestützt wurde dieses Bild im Dezember durch die verschiedenen Stimmungsbarometer wie den ifo-Geschäftsklimaindex, der den Höchststand seit Februar 2012 aufweist. Der Geschäftsklimaindex für die Bauwirtschaft war 2016 so gut wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr, doch gab der Geschäftsklimaindex für das Baugewerbe im Januar 2017 leicht nach. Dagegen steigt der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Januar 2017 auf breiter Front. Alle drei gemessenen Indikatoren - Einkommens-, Konjunkturerwartung, Anschaffungsneigungen - konnten zulegen und verhelfen dem Konsumklima zu einem sehr guten Start in 2017. Positiver Ausblick für die Renovierungsmärkte Das Renovierungssegment wird als wertvoller Stabilisierungsfaktor für den gesamten Bausektor gesehen.
Quelle: Euroconstruct, November 2016 - Bei den Angaben handelt es sich um prognostizierte Zahlen. - Die Angaben beziehen sich auf Preise von 2015. - Das Renovierungsvolumen beinhaltet Renovierung im Wohn- und Nichtwohnbau. - Dargestellt sind die für Xella wichtigsten europäischen Märkte. Weitere zur Euroconstruct-Zone gehörende Länder sind nicht separat dargestellt (Österreich, Dänemark, Finnland, Irland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich, Ungarn und die Slowakei). Euroconstruct errechnet für den Renovierungsmarkt 2017 ein erneutes Plus von 1.3% nach den erwarteten 1.6% in 2016. Bis auf Tschechien, Deutschland und das Vereinigte Königreich geht Euroconstruct in allen angeschlossenen Ländern innerhalb der Euroconstruct Zone von einem positiven Wachstum für 2017 aus. Den größten prozentualen Zuwachs mit etwa 7% sollen Portugal, Irland und Ungarn verbuchen können. Der Rückgang im Vereinigten Königreich ist in erster Linie auf den schwächelnden Wohnbau zurückzuführen, in Tschechien ist der Rückgang im Renovierungsbereich vor allem dem Nichtwohnbau geschuldet. In Deutschland dagegen erwartet Euroconstruct im Renovierungsmarkt des Wohnbaus nur ein leichtes Minus um 0.5%, bei Nichtwohnbau-Modernisierungen dagegen ein Plus von 0.5%. Allerdings fällt der Wohnbau mit fast 70% der Renovierungsinvestitionen ungleich stärker ins Gewicht, auch da durch den niedrigeren Ölpreis der unmittelbare Renovierungsdruck gesunken ist. Ertragslage Für 2017 wird die Wachstumsstrategie fortgeführt. Fermacell strebt Absatz- und Umsatz-steigerungen sowohl im Bereich der Gipsfaser als auch der zementgebundenen Platten in den meisten Ländern, in denen Fermacell aktiv ist, an. Zu dieser positiven Entwicklung soll auch weiterhin die internationale Ausweitung des Absatzes des Produktes Powerpanel beitragen. Nach der bereits erfolgten Markteinführung der Aestuver Tx-Platte soll in 2017 auch die - durch produktionstechnische Themen verzögerte - Markteinführung der Aestuver Lx-Platte einen Beitrag zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung leisten. Infolge der beabsichtigten positiven Absatz- und Umsatzentwicklung wird auch eine Verbesserung des operativen Ergebnisses angestrebt. Diese Entwicklung soll durch positive Auswirkungen der Maßnahmen des "Continuous Improvement"-Projektes unterstützt werden. Erwartete Finanz- und Liquiditätslage Für 2017 rechnet Fermacell im Zuge der geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerungen mit einer Verbesserung des positiven freien Cash Flow. Die Umsetzung des X-celerate Programms wurde plangemäß in 2016 abgeschlossen. Eine für Fermacell ausreichende Liquiditätsversorgung ist durch die Xella-Gruppe auf Basis der stabilen Finanzierungsstruktur mit einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil gewährleistet. Auf Basis dieser Einschätzungen sehen wir für das Geschäftsjahr 2017 folgende Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:
7. Risikobericht Fermacell ist in das Risikomanagementsystem der Xella-Gruppe integriert, es ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risiko-steuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und -bewältigung. In der Xella-Gruppe werden regelmäßig alle konzern-relevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines gruppen-einheitlichen Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und dem Risikomanagement Board vorgelegt. Regelmäßige Planung und die kontinuierliche Berichterstattung aus den einzelnen Geschäftsbereichen sind essentielle Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die für die Xella-Gruppe relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet, vorausschauend gesteuert und überwacht werden. Die wesentlichen Risiken werden zweimal jährlich jeweils auf ihren möglichen Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt und an das Risikomanagement Board gemeldet. Die Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien:
Eine Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale vor Berücksichtigung von Gegensteuerungsmaßnahmen:
Produktionsrisiko Unsere Ertragslage ist davon abhängig, dass die Anlagen durchgehend produzieren können und zeitgerecht gewartet werden. Unsere Produktionsprozesse und Technologien sind komplex. Daher können wir wesentliche Produktionsunterbrechungen nicht ausschließen. Sie können die Produktivität und Profitabilität negativ beeinflussen. Das Risiko von produktionstechnischen Risiken wird durch verschiedene Versicherungen reduziert. Absatz- und Wettbewerbsrisiken sowie Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Fermacell ist Teil einer zyklischen Branche. Schwierige globale makroökonomische Bedingungen und ökonomische Bedingungen in den regionalen Märkten, in denen wir tätig sind, können nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, auf unsere Finanzlage und unsere Ertragslage haben. Die Branchen und Märkte, in denen Fermacell ihre Produkte produziert und verkauft, sind intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Wettbewerb hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, unter anderem von der Wahrnehmung der Marken und der Kundenbindung, der Qualität und der Verlässlichkeit der Produkte, der Breite des Produktangebots, dem Produktdesign und Produktinnovationen, den Vertriebswegen, dem Umfang und der Qualität des Services und dem Preis. Darüber hinaus sind die Märkte für unsere Produkte durch eine Vielzahl von regionalen Produzenten und auch einigen größeren Herstellern mit internationaler Präsenz gekennzeichnet. Zu den Wettbewerbsfaktoren gehören die Anzahl der Wettbewerber in einem bestimmten Markt, ihr Ausmaß an vertikaler Integration und ihre Preispolitik, die Nachfrageentwicklung und die Produktionskapazität sowie der Zugang zu Rohstoffen und deren Preise. Preise können sich als Reaktion auf bereits kleinere Veränderungen von Angebot und Nachfrage, allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und anderen Marktbedingungen verändern, die wir nicht beeinflussen können. Wenn sich das Absatzvolumen, die Preise oder die Gewinnmargen wesentlich verringern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere finanzielle Situation und unsere Ertragslage haben. Beschaffungsrisiken Es bestehen Risiken auf der Beschaffungsseite, die sich in Preis-, Kostensteigerung oder auch einer Beeinflussung der Versorgungslage niederschlagen können. Hierbei sind insbesondere die volatilen Rohstoffe zu nennen, die aufgrund von Marktpreissteigerungen auch höhere Kosten in unserem Unternehmen verursachen können. Hierzu zählen neben Diesel und Aluminium auch Warengruppen wie Stahl und Kunststoffe. Diese Risiken wurden teilweise durch Festpreisvereinbarungen und Eindeckungskontingente abgesichert. Sollten die Marktpreise jedoch erheblich ansteigen, kann dies nicht vollständig durch derartige Vereinbarungen aufgefangen werden. Nachdem alle Commodities bis April 2016 niedrige Preise aufwiesen, hat sich das Preisniveau über den gesamten Energiekomplex zum Jahresende 2016 deutlich gesteigert. In 2017 erwarten wir grundsätzlich eine Seitwärtsbewegung bis einen leichten Anstieg der Energiepreise. Die Entwicklung der für die Produktion relevanten Energiepreise wird nicht nur von der Preisentwicklung an den Börsen, sondern auch von Abgaben und Netzentgelten beeinflusst, auf die wir kaum Einfluss nehmen können. Auch in Zukunft können sich die Energiepreise sehr volatil entwickeln. Dies bietet Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Abdeckung unseres Energiebedarfs. Ferner ergeben sich Risiken durch die Auswirkungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) sowie weiterer regulatorischer Maßnahmen wie etwa dem CO 2-Emissionshandel und neuen Emissionsgrenzwerten. Risiken der Informationssicherheit In der Xella-Gruppe sind Strukturen und Prozesse etabliert, um sicherzustellen, dass in der Informationsverarbeitung alle personenbezogenen Daten gemäß der Regelungen des Datenschutzes verarbeitet werden. Das Risiko des Verlustes der zentral geführten Datenverarbeitung ist durch Speicherung in zwei räumlich getrennten Rechenzentren reduziert. Eine Unterbrechung der Konnektivität hat eine begrenzte Auswirkung, da die Produktionssysteme in den Werken autark betrieben werden. Im April 2016 ist die sogenannte EU Datenschutz-Grundverordnung veröffentlicht worden. Die neue Verordnung muss ab dem 25. Mai 2018 verpflichtend angewendet werden. Im Vergleich zu den bisherigen Datenschutzgesetzen müssen eine Anzahl von neuen Anforderungen erfüllt werden. Wir wollen hierauf vorbereitet sein und haben entsprechende Schritte eingeleitet. Energie- und Stromsteuer Fermacell ist dem Risiko durch gesetzliche Restriktionen, welche von der zukünftigen politischen Entwicklung abhängig sind, ausgesetzt. Das Risiko von Begrenzungen oder dem Totalausfall steuerlicher Ermäßigungen kann nicht ausgeschlossen werden. Verlustrisiko staatliche r Subventionen Fermacell nutzt die Möglichkeiten staatlicher Subventionen. Bedingt durch die langfristig ausgelegten Nachweispflichten und Prüfungszeiträume kann ein Restrisiko nie ganz ausgeschlossen werden. Risiken aus Reklamationen und Qualitätsmängeln Zur Vermeidung von Reklamationen und Qualitätsmängeln wird in der Fermacell eine permanente Qualitätsüberwachung der Eingangsstoffe sowie der Fertigwaren durchgeführt. Angefallene Reklamationen werden monatlich erfasst und ausgewertet, um rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen umzusetzen und Fehlerquellen zu reduzieren. Für Reklamationsrisiken mit einer "wahrscheinlichen" Eintrittswahrscheinlichkeit wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Gemessen am Umsatz liegt die Quote der Schadensfälle der Fermacell seit Jahren unter 1%. Regulatorische Risiken Die Xella-Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Hierzu gehören auch Wettbewerbs- und Kartellgesetze. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Umweltrisiken Zur Reduzierung und Vermeidung von Umweltrisiken investiert die Xella-Gruppe kontinuierlich weltweit in nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen in den Produktionsbetrieben. Hiermit soll die Umwelt möglichst wenig belastet und Ressourcen möglichst geschont werden. Sofern Risiken zum Bilanzstichtag bekannt waren, wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rechnungslegungsbezogene Risiken Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird zur Abbildung der buchhalterischen Vorgänge Standardsoftware eingesetzt, wobei die Zugriffsberechtigungen der Beteiligten differenziert geregelt sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden den internen und externen Anforderungen entsprechend geschult. Es besteht eine klare Aufgabenabgrenzung. Grundsätze der Funktionstrennung, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip, sind Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird stichprobenartig innerhalb eines risikoorientierten Prüfungsplans durch das Corporate Internal Audit der Xella-Gruppe geprüft. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister erstellt. Umweltrisiken Zur Reduzierung und Vermeidung von Umweltrisiken investiert die Xella-Gruppe kontinuierlich weltweit in nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen in den Produktionsbetrieben. Hiermit soll die Umwelt möglichst wenig belastet und Ressourcen möglichst geschont werden. Sofern Risiken zum Bilanzstichtag bekannt waren, wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Fermacell verwendet Finanzinstrumente zur Währungssicherung. Wirtschaftlich wirken diese Risiken begrenzend. Bilanzielle Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. Die Risiken aus negativen Marktwerten dieser Finanzinstrumente werden somit über Rückstellungen abgebildet. Ein Kontrahentenrisiko in Bezug auf positive Marktwerte wird nicht gesehen, da die zentrale Gesellschaft Xella International GmbH, Duisburg, der Xella-Gruppe dabei als Kontraktpartner für Fermacell dient. Zusammenfassung des Gesamtrisikos Nach Überprüfung der Risikolage zum 31. Dezember 2016 liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Fermacell gefährden. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 8. Chancenbericht Für Fermacell bieten sich verschiedene Chancen durch weltweite Megatrends wie Urbanisierung, Klimawandel und Umweltschutz. Ferner sehen wir in der Digitalisierung eine große Chance, uns durch Schnelligkeit und Kundenzufriedenheit weiter vom Wettbewerb zu differenzieren. Veränderungen begreifen wir als Chance. Es ist ferner das erklärte Ziel der Xella-Gruppe, durch Akquisitionen zu wachsen. Dadurch kann auch Fermacell die Kompetenzen und Größenvorteile erhöhen und die Ansprüche aller Stakeholder Kunden, Mitarbeiter und Eigentümer - besser bedienen. Mit X-celerate haben wir die Grundlage für wertschaffende Akquisitionen geschaffen. Continous Improvement Initiative: In allen Bereichen effizienter werden Um die Unternehmensergebnisse mittel- und langfristig zu stärken, hat Xella im Sommer 2014 das Projekt X-celerate gestartet. Das gruppenweite Projekt zielte darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Xella-Gruppe zu sichern und zu erhöhen. Das Programm hat auch unsere Ertragskraft und unseren Cash Flow deutlich verbessert. Nach Abschluss des Programms in 2016 werden wir auch zukünftig intensiv an der Umsetzung von Maßnahmen arbeiten, um weiteres Einsparpotenzial zu heben. Die Xella weite "Continuous Improvement Initiative" bildet hierfür den Rahmen. Digitale Professionalisierung Was genau wünschen sich Märkte, Kunden und Entscheider von Fermacell und der Xella-Gruppe - und was heißt das für uns intern? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im Rahmen des Projektes "Digitale Professionalisierung": In der ersten Phase des Projekts geht es darum, zu verstehen, welche Kundenbedürfnisse bereits heute geäußert werden und welche zukünftigen digitalen Trends auf unser Geschäftsmodell Einfluss haben können. Mit diesen Erkenntnissen wollen wir daraus die nächsten strategischen Schritte ableiten. Im Anschluss daran können wir präzise analoge und digitale Lösungen entwickeln. Das Digital-Team wird von externen Beratern unterstützt und berichtet direkt an die Geschäftsführung. Alle Länder sind über die CEOs in die laufenden Projekte eingebunden und können auch lokale Initiativen in das Projekt einbringen. Starke Marken, die für Produkte mit hoher Qualität stehen Unsere Marken bilden eine weitere Grundlage für Wachstum. Höchste Qualitätsanforderungen und hochentwickelte Produktionsverfahren spiegeln sich in den Marken wieder, die in mehreren Ländern ausgezeichnet wurden. Unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten sind darauf ausgerichtet, die Marken zu pflegen und ihre Wahrnehmung zu verbessern. Unser Produktportfolio zeichnet sich durch eine hohe Reputation, hohe technische Standards und kundennahe Dienstleistungen aus. Chancen durch Diversifikation Wir haben bewiesen, dass wir die negativen Auswirkungen wirtschaftlicher Zyklen durch eine produktbezogene und regionale Diversifikation reduzieren können. Auf Basis des Xella weiten Kostensenkungsprogramms X-celerate wollen wir auch in Zukunft in ausgewählten Märkten wachsen. Durch dieses Wachstum wollen wir unsere Kompetenzen verbessern und Größenvorteile besser nutzen, um so die Ansprüche unserer Stakeholder besser zu bedienen. Energie - und Ressourceneffizienz Energieeffizienz ist eine notwendige Folge des globalen Klimawandels und der Kosten für Energie, und verfolgt das Ziel, mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen. Die Kunden verlangen technisch hochwertige und umweltfreundliche Produkte. Dabei wird vermehrt sowohl auf die Umweltfreundlichkeit des Produktionsprozesses als auch auf die des Produktes geachtet. Mit gezielten Innovationen und permanenter Prozessoptimierung steigert Fermacell seit Jahrzehnten die Qualität ihrer Produkte und die Effizienz ihrer Produktion und trägt so zur Ressourcenschonung bei. Hohe Innovationskraft durch eigene Forschungsaktivitäten Wir haben den Anspruch, Impulse für neue Technologien und verbesserte Standards in unserer Branche zu geben. Hierzu zählen beispielsweise zwei grundlegend neue Brandschutzplatten, die darauf abzielen, in ganz neue Anwendungsgebiete vorzudringen. Mit der neuen Aestuver Lx Brandschutzplatte hat Fermacell ihr Portfolio um eine Lösung für feuerwiderstandsfähige Lüftungs- und Entrauchungsleitungen erweitert. Mit der Aestuver Tx Brandschutzplatte stellt Fermacell eine neue, leistungsfähige Brandschutzlösung für Tunnelbauwerke vor. Diese Neuentwicklung bietet optimalen Brandschutz bei reduziertem Systemaufbau und -gewicht. Mit neuer IT-Strategie in die digitale Zukunft Ziel der neuen IT-Strategie in der Xella-Gruppe ist es, Mitarbeiter bei Ihrer Arbeit besser zu unterstützen, die Geschäftsprozesse zu beschleunigen und eine Plattform zu schaffen, die Xella auf dem schnellsten Weg in die digitale Zukunft führt. Wir wollen die Mitarbeiterzufriedenheit und die Stabilität der technischen Infrastrukturkomponenten erhöhen und die breite Applikationslandschaft innerhalb der Gruppe reduzieren. Chancenmanagement als integraler Bestandteil der Unternehmensführung Das Erkennen und Nutzen von Chancen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die systematische Beobachtung und Analyse der für das Unternehmen relevanten Märkte sowie die Verfolgung von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Entwicklungen. Auf Basis einer kontinuierlichen Analyse und Bewertung von Chancen werden bei Fermacell strategische Maßnahmen entschieden und umgesetzt. Mit diesen Maßnahmen wollen wir in Zukunft profitabel wachsen und den Unternehmenswert nachhaltig steigern.
Duisburg, den 22.05.2017 Dr. Jörg Brinkmann Christian Schäfer Antoon Bouw Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
1 Vorjahr angepasst aufgrund der Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG). Weitere Angaben sind im Anhang enthalten. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016Allgemeine AngabenDie Fermacell GmbH mit Sitz in Duisburg ist beim Amtsgericht Duisburg unter der Handelsregisternummer HRB 11868 gemeldet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 der Fermacell GmbH wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Durch die Erstanwendung der Vorschriften des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) ändern sich die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Ausweismethoden in der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Einzelnen werden durch BilRUG die in den Gliederungsschemata zur Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis" gestrichen. Eine weitere Änderung der GuV-Gliederungsschemata ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern" zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und dem Posten "sonstige Steuern". Diesbezüglich wurde eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge gemäß Art. 75 Abs. 2 EGHGB vorgenommen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Erstanwendung des BilRUG im Geschäftsjahr 2016 Ausweisänderungen im Zusammenhang mit der Neudefinition der Umsatzerlöse. Diese betreffen insbesondere die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die korrespondierenden Aufwandsposten. Insofern sind die entsprechenden Vorjahresbeträge nur eingeschränkt vergleichbar. Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr, mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsrückstellungen, fortgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Mutterunternehmen, KonzernzugehörigkeitDie Fermacell GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 ff. HGB aufzustellen, befreit. Die Fermacell GmbH steht über ihre Gesellschafterin XI (DL) Holdings GmbH, Duisburg, im Mehrheitsbesitz und unter der einheitlichen Leitung der Xella International Holdings S.à r.l., Luxemburg. Die Xella International S.A., Luxemburg, stellt gemäß § 285 Satz 1 Nr. 14 HGB den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Fermacell GmbH mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Als deren Tochterunternehmen ist sie mit allen Gesellschaften des Xella-Konzerns verbunden. Dieser Konzernabschluss wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS), aufgestellt und bei der CSSF Luxemburg eingereicht und in deutscher Sprache offengelegt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibung des in 2003 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt planmäßig über die Dauer der voraussichtlichen betrieblichen Nutzung von 15 Jahren. Dabei basiert die betriebliche Nutzungsdauer auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebes übernommen worden sind. Den Abschreibungen auf Software liegen Nutzungsdauern von drei Jahren zugrunde. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen. Ersatzteile und Reparaturmaterialien, welche zur wiederholten bzw. dauernden betrieblichen Nutzung zur Verfügung stehen, werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Der Ausweis unter dem Sachanlagevermögen unter Abzug einer regelmäßigen Abschreibung dient einer verbesserten Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage sowie einer verursachungsgerechteren Erfassung innerhalb der Kostenrechnung. Die Gebrauchsgüter werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibung, bewertet. Bei Anschaffungskosten bis zu € 1.000 werden Sammelposten gebildet. Für Sachanlagen, die bereits vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Die Zugänge werden ab dem Zugangsdatum monatsgenau abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen basieren vornehmlich auf folgenden branchenüblichen Nutzungsdauern:
Geringwertige Wirtschaftsgüter haben nur einen untergeordneten Wertumfang und werden bei Anschaffungskosten von bis zu € 150 sofort als Aufwand berücksichtigt und bei Anschaffungskosten von über € 150 bis € 1.000 in einen Sammelposten eingestellt, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Buchwert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der diesen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bzw. einem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der Abschreibungen enthalten; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis des gleitenden Durchschnitts. Für Verwertungsrisiken werden Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und übrigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch pauschale Abschläge Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Eigenkapital Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Sonderposten für Investitionszulagen Die erhaltenen Investitionszulagen gemäß dem Investitionszulagengesetz werden im Sonderposten für Investitionszulagen passiviert. Die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen erfolgt abschreibungsadäquat. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2010 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Projected Unit Credit - Methode. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (3,24 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2016 4,01 % beträgt. Der Differenzbetrag in Höhe von T€ 1.044, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, ist in der Ergebnisabführung mit enthalten und hat folglich keiner Abführungssperre unterlegen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. sowie ein Rententrend von 1,5 % p.a. berücksichtigt. Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte wurden die Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck angewandt. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Ferner werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten, in einer Bandbreite abhängig von Alter und Dienstjahren, verwendet. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen zu berücksichtigen. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für Jubiläumsverpflichtungen wird bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 3,24 % p.a. und ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. herangezogen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Mittelkurs umgerechnet. Für die Folgebewertung erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs; soweit sich hieraus bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr unrealisierte Gewinne ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung oder durch Devisentermingeschäfte gesichert sind, berücksichtigt. Latente Steuern Für die nicht in die ertragsteuerliche Organschaft einzubeziehenden ausländischen Betriebsstätten der Fermacell GmbH werden latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der jeweiligen Handels- und Steuerbilanzen angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Für den Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag (aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen) wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und der Bilanzansatz unterbleibt. Der Berechnung der latenten Steuern liegen länderspezifische Steuersätze zwischen 19,0 % und 27,9 % zugrunde, die sich jeweils voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden. Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und deren Entwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der als Anlage Bestandteil des Anhangs ist. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1) Eigenkapital und Ergebnis aus 2015 (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Umsatzsteuerzahllast und der Vorsteuererstattungsanspruch werden aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit getrennt nach den inländischen und ausländischen Finanzverwaltungen unsaldiert ausgewiesen. (3) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Posten beinhaltet Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 2.488; Vorjahr T€ 2.518) und Kassenbestände (T€ 1; Vorjahr T€ 1). (4) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert € 10.000.000 und wird in voller Höhe von der XI (DL) Holdings GmbH, Duisburg, gehalten. Die unveränderte Kapitalrücklage stammt aus sonstigen Zuzahlungen der Altgesellschafterin aus dem Jahr 2003. Die anderen Gewinnrücklagen von T€ 64 resultieren in voller Höhe aus Einstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB im Zuge der BilMoG-Erstanwendung. (5) Sonderposten für Investitionszulagen Der Sonderposten für Investitionszulagen enthält steuerfreie Zuwendungen gemäß dem Investitionszulagengesetz. (6) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen beruhen vornehmlich auf Einzelzusagen nach der Leistungsordnung des Essener Verbands und auf einer Betriebsvereinbarung über die Gewährung von Versorgungsleistungen. Bezogen auf den aus der Umbewertung nach den Vorschriften des BilMoG resultierenden Unterdeckungsbetrag (T€ 1.337) wurde von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, diesen bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr anzusammeln, bis zum Geschäftsjahr 2015 Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine außerplanmäßige Zuführung des noch ausstehenden BilMoG-Unterschiedsbetrages in Höhe von T€ 802 vorgenommen. (7) Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen ausländische Betriebsstätten (T€ 245). Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Preisnachlässen (T€ 17.791), aus dem Personalbereich (T€ 4.800) sowie aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen (T€ 3.349). (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert; bei Lieferverbindlichkeiten bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Xella-Gruppe ist die Fermacell GmbH in der Finanzierungsvereinbarung zwischen der Xella International S.A. und einem Bankenkonsortium als "Material Subsidiary" aufgenommen. Zur Besicherung von Verbindlichkeiten der direkten Muttergesellschaft und anderer Konzernunternehmen gegenüber dem Bankenkonsortium wurden sämtliche Forderungen und Bankguthaben bis zur Höhe von € 970,0 Mio verpfändet. Der auf Ebene der Xella International S.A. für das Geschäftsjahr 2016 vorläufig durchgeführte Financial Covenant Test wurde bestanden und entsprach den Anforderungen des SFA, daher ist das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering einzustufen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsprojekten und aus Pacht- und Leasingverhältnissen betrugen am Bilanzstichtag T€ 23.147 (Vorjahr T€ 27.559); davon entfallen T€ 17.414 auf verbundene Unternehmen. Für die spanische Gesellschaft werden unverändert zum Vorjahr 3 Bürgschaften in Höhe von T€ 1.337 übernommen. Aufgrund der Einschätzung der Geschäftsführung wurden für die Bürgschaften keine Rückstellungen gebildet, da mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(10) Umsatzerlöse Aufgrund der Erstanwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG und der damit geänderten Definition sind die Umsatzerlöste des Geschäftsjahres nur begrenzt mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahresbetrag vergleichbar. Unter Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in Verbindung mit Art. 75 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) hätten sich für das Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 204.321 ergeben. Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Erzeugnissen an die Bauwirtschaft. Von der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (Verkauf von Gipsfaserplatten sowie von zementgebundenen Bau- und Brandschutzplatten) wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 2 HGB abgesehen. nach Regionen
(11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 5.534 enthalten mit T€ 3.337 periodenfremde Erträge vornehmlich aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3.130; Vorjahr T€ 1.039) sowie Erträge aus Kursgewinnen (T€ 1.019; Vorjahr T€ 1.054). Aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 243 (Vorjahr T€ 246). Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. Größenordnung (T€ 1.311) betreffen die Auflösung der Pensionsrückstellung aufgrund des Todesfalls eines ehemaligen Mitarbeiters. Hinsichtlich der Effekte aus der BilRUG-Erstanwendung verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Umsatzerlösen. (12) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Berichtsjahr wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen von insgesamt T€ 10.730 (Vorjahr T€ 10.283) verrechnet. (13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres enthalten mit T€ 2.898 Aufwendungen, die im Vorjahresabschluss als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen waren. Im Berichtsjahr resultieren T€ 802 aus der Umbewertung im Zuge der BilMoG-Erstanwendung von Pensionsverpflichtungen in Höhe des noch ausstehenden Unterdeckungsbetrags. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 28.391 enthalten im Wesentlichen Vertriebskosten (T€ 4.711; Vorjahr T€ 4.661), Instandhaltungs- und Reparaturkosten (T€ 1.985; Vorjahr T€ 1.708), Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 3.879; Vorjahr T€ 3.663), Verwaltungskostenumlagen (T€ 4.629; Vorjahr T€ 4.934), Prüf- und Untersuchungsgebühren (T€ 762; Vorjahr T€ 918), Rechts- und Beratungskosten (T€ 695; Vorjahr T€ 560) sowie Aufwendungen aus Kursverlusten (T€ 1.093; Vorjahr T€ 1.074). (14 ) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen ausländische Betriebsstätten. Es wurden keine Konzernsteuerumlagen erhoben. (15 ) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der XI (DL) Holdings GmbH wird der Gewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von T€ 11.151 in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. Sonstige AngabenMitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Fermacell beschäftigte zusätzlich im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 14 Auszubildende (Vorjahr 16). Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB waren für das Geschäftsjahr 2016 nicht auszuweisen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezogen auf die der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2016 gewährten Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind insgesamt T€ 200 zurückgestellt, Zahlungen für Pensionen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr nicht geleistet. Geschäftsführung
Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte im Sinne von § 285 Nr. 21 HGB mit nahestehenden Personen wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht getätigt. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Das Honorar des Abschlussprüfers ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 93 für Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von T€ 3 für Steuerberatungsleistungen erfasst.
Duisburg, 22. Mai 2017 Fermacell GmbH Geschäftsführung Dr. Jörg Brinkmann Antoon Bouw Christian Schäfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fermacell GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 23. Juni 2017 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer Aufgrund des Unternehmensvertrages (Ergebnisabführungsvertrag) vom 01.12.2008 wurde der im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von + 11.150.785,26 € durch die Gesellschafterin Xl (DL) Holdings GmbH abgeführt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 28.06.2017 festgestellt. |
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