Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 11269
Vorher
LOGEX Entsorgung GmbH
Eingetragen
30.5.2023
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenErbringung von LogistikdienstleistungenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Erbringung von Entsorgungsleistungen jeder Art vorrangig durch Einsatz von mittelständischen Entsorgungsunternehmen, Handel mit Sekundärrohstoffen, Abfällen und Brennstoffen und die Entwicklung von Systemen für Entsorgungslösungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lukas Fast
seit 17.10.2025
Geschäftsführer
Sebastian Rühle
seit 25.4.2024
Prokura
Reinhard Bogenberger
seit 25.4.2024
Prokura
Steffen Hans Mayer
seit 30.5.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LOGEX Holding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOGEX SYSTEM GmbH

Ingolstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 30.05.2023 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 30.05. - 30.06.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebes

1.2 Geschäftsmodell

1.3 Ziele und Strategien

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.3 Geschäftsverlauf

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

2.4.2 Finanzlage

2.4.3 Vermögenslage

2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

2.4.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen

3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung

3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

4. Berichterstattung über das Risikomanagement betreffend Finanzinstrumente

1.Grundlagen des Unternehmens

1.1 Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebes

Vor 30 Jahren wurde die LOGEX System GmbH und Co. KG gegründet und hat sich erfolgreich auf dem Markt etabliert. Das Leistungsspektrum ist heute größer denn je und zeigt die Leistungsfähigkeit ihrer mittelständischen Gesellschafter.

Die Gründer der LOGEX System GmbH & Co. KG, die eine mittelständische Alternative in einem überregionalen Markt schaffen wollten, taten dies mit einer sehr vorausschauenden Konzeption. Dennoch: In den vergangenen 30 Jahren veränderten sich Rahmenbedingungen und denen will die Gesellschaft gerecht werden, um weiterhin flexibel und innovativ arbeiten zu können.

Nach umfangreichen Vorarbeiten und Analysen wurde daher eine neue Unternehmensstruktur entwickelt und 2023 umgesetzt. Künftig agiert die jetzt gebildete Gruppe mit fokussierten operativen Unternehmen unter einer Holding.

Alle bisherigen operativen Tätigkeiten der LOGEX SYSTEM GmbH & Co. KG werden seit dem 25. September 2023 vollumfänglich durch die neue Tochtergesellschaft LOGEX SYSTEM GmbH erbracht. Diese steht somit in einer Reihe mit den Schwestergesellschaften LOGEX SYSTEM International GmbH in Ingolstadt und Logistik-Beratung-Recycling GmbH (LBR) in Braunsbedra unterhalb einer neuen LOGEX Holding GmbH.

Ziel ist die Stärkung des kooperativen Netzwerks unter dem Dach der LOGEX GmbH & Co. KG in spezifischen Gesellschaften und gleichzeitig die agile Betreuung ihrer Kunden. So wird die LOGEX ihre Leistungen als echte mittelständische Alternative in der Entsorgungswirtschaft noch besser anbieten.

Seit der Gründung im Jahre 1993 ist ein Netzwerk aus über 150 mittelständischen Entsorgungsunternehmen, davon 40 leistungsstarke Gesellschafter, entstanden. Viele davon sind seit Generationen in Familienbesitz. In der LOGEX-Systemzentrale arbeiten heute mehr als 100 Mitarbeiter. Vier Verwaltungs- und Vertriebsstandorte und ein Logistikzentrum für Lager, Umschlag und Aufbereitung managen bundes- und europaweite Entsorgungsdienstleistungen für nahezu alle Abfälle. Trotz der Bündelung der Aufträge ermöglicht LOGEX ihren Kunden individuelle Konzepte.

Kunden schätzen die mittelständischen Tugenden der LOGEX, gepaart mit Digitalisierungsangeboten zur eigenen Effizienzsteigerung. LOGEX-Partner profitieren von den Netzwerksynergien und dem ganzheitlichen Dienstleistungsansatz, der neben attraktiven Angeboten für Stoffstromvermarktung auch Weiterbildungs- und Workshopangebote oder die Bündelung von Einkaufsvolumen umfasst.

Durch die Veränderungen in der Struktur der LOGEX-Unternehmensgruppe ist das operative Geschäft der ersten Hälfte des Geschäftsjahres der LOGEX GmbH & Co. KG und die der zweite Hälfe der LOGEX SYSTEM GmbH zugeordnet worden. Aufgrund der Neugründung sind keine Vorjahreswerte in der GuV vorhanden.

1.2 Geschäftsmodell

Dieser Lagebericht betrifft nur die neu gegründete Firma LOGEX SYSTEM GmbH, Joseph-Baader-Str. 8 in 85053 Ingolstadt. Nachfolgend wird diese daher im Text als LOGEX bezeichnet. Sie ist eine Tochtergesellschaft der LOGEX Holding GmbH, diese wiederum eine Tochter der LOGEX GmbH & Co. KG. Diese Obergesellschaft ist ein Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmern aus der Entsorgungsbranche mit dem Ziel, für gewerbliche Kunden mit verteilten Filialstrukturen überregionale Entsorgungskonzepte zu entwickeln und die Entsorgung sicherzustellen. Daneben ist es ein weiteres Ziel, Synergien in allen möglichen Bereichen der Zusammenarbeit mit beauftragten Entsorgungsunternehmen zu erreichen. Neben den vertrieblichen Aktivitäten im Bereich der überregionalen Entsorgungskonzepte ist die LOGEX insbesondere in den Bereichen Stoffstrommanagement, Systemdienstleistungen, Einkaufsbündelungen und Beratungsleistungen tätig.

Die LOGEX umfasst folgende vier Geschäftsbereiche:

1.

Durchführung überregionaler Entsorgungsaufträge für Kunden aus Gewerbe, Handel und Industrie

2.

Abwicklung von Aufträgen im Rahmen von gesetzlich verordneten Rücknahmesystemen, insbesondere im Verpackungs- und Elektroaltgerätebereich

3.

Handel mit gewerblichen Abfällen - insbesondere aus den Entsorgungsprojekten und von Leistungspartnern aus der Entsorgungswirtschaft

4.

Dienstleistungen für die Gesellschafter im Bereich IT, Zentraleinkauf und Consulting

1.3 Ziele und Strategien

Die LOGEX hat sich als eine strategische Zielgröße den weiteren Ausbau von Marktanteilen im Bereich der bundesweiten Entsorgung gesetzt. Hierzu sollen verstärkt weitere Branchen bzw. Kundenkreise aufgebaut werden. Die LOGEX hat ihre sehr gute Ausgangsbasis im Süden von Deutschland in den letzten Jahren genutzt, um im ganzen Bundesgebiet und im angrenzenden europäischen Ausland präsent zu sein.

Mit weiteren Verwaltungsstandorten in Soltau und Nordkirchen ist die Präsenz in Deutschland verstärkt, um auch nah an Kunden und Entsorgungspartnern in der Mitte und im Norden Deutschlands zu sein.

Die Unternehmensorganisation wurde vertrieblich stärker konzentriert und der Verkauf und Einkauf von Entsorgungsdienstleistungen gebündelt, um so den Marktanforderungen noch schneller folgen zu können.

Zur Sicherung der Entsorgung - insbesondere der LOGEX-Projekte - dient das Schwesterunternehmen LBR in der Nähe von Halle. Die Gesellschaft verfügt über Genehmigungen zu Behandlung, Umschlag, Lagerung und Verwertung von mehr als 1,1 Millionen Tonnen Abfällen pro Jahr und wird sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zukünftig noch stärker ausgebaut.

Die strategische Ausrichtung der LOGEX verstärkt sich wieder mehr auch in die Rolle des Dienstleisters für die Entsorgungspartner. Die Marktentwicklung der letzten Jahre zeigt, dass mittelständische Entsorgungspartner in den Bereichen neue Gesetzgebung, Einkauf von Verbrauchsmaterialien, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Investitionsgütern und der Schaffung von Standards in der Digitalisierung die Unterstützung der LOGEX mehr und mehr nachfragen. Diesem Trend folgend werden die Bereiche LOGEX Akademie, Consulting und LOGEX Dienstleistungen weiter ausgebaut. Auch die Schaffung und Sicherung des Zugangs zu spezialisierten Entsorgungs- und Verwertungskapazitäten wird als strategische Aufgabe durch die LOGEX wahrgenommen und nachgefragt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

[Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben aus der Gemeinschaftsdiagnose #2-2023 beauftragt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an die Institute DIW Berlin, ifo Institut, ifw Kiel, IWH und rwi; veröffentlicht 22.09.2023]

Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022 hat der Erholung von der Pandemie ein jähes Ende bereitet. Die schon zuvor anziehende Verbraucherpreisinflation ist zwischenzeitlich auf über 8 % gestiegen. Dadurch wird den privaten Haushalten Kaufkraft entzogen. Die Leitzinsen sind um über vier Prozentpunkte gestiegen. Das trifft insbesondere die Bauwirtschaft.

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich zuletzt erneut verschlechtert, dazu trägt auch politische Unsicherheit bei. Insgesamt deuten die Indikatoren darauf hin, dass die Produktion im dritten Quartal 2023 nochmals spürbar gesunken ist. Allerdings haben mittlerweile die Löhne aufgrund der Teuerung angezogen, die Energiepreise abgenommen und die Exporteure die höheren Kosten teilweise weitergegeben, so dass Kaufkraft zurückkehrt. Daher dürfte der Abschwung zum Jahresende abklingen und der Auslastungsgrad der Wirtschaft im weiteren Verlauf wieder steigen. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,6 % sinken. Damit revidieren die Institute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose ihre Prognose vom Frühjahr 2023 kräftig um 0,9 Prozentpunkte nach unten. Der wichtigste Grund dafür ist, dass sich die Industrie und der Konsum langsamer erholen, als im Frühjahr prognostiziert worden war. Für das Jahr 2024 liegt die Prognose mit 1,3 % nur 0,2 Prozentpunkte unter der aus dem Frühjahr. Danach wird sich bemerkbar machen, dass das Potenzialwachstum aufgrund der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung mittelfristig deutlich zusammenschmilzt.

Die konjunkturelle Schwäche ist mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Die Institute erwarten allerdings nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 2,6 Millionen Personen im Jahr 2023. Im kommenden Jahr wird die Zahl der Arbeitslosen wohl leicht sinken.

An der Preisfront entspannt sich die Lage nach und nach. Die Inflationsrate dürfte im Jahr 2023 bei 6,1 % liegen und auf 2,6 % im Jahr 2024 zurückgehen. Die Kerninflation (Inflation ohne Energiepreise) sehen die Institute Jahr bei 6,1 % und im kommenden Jahr bei 3,1 %.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

[Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben aus dem "Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft", verschiedene Verbände 2020 und Euwid Gesamtausgabe für 2022/2023]

Die Kreislaufwirtschaft ist eine sehr differenzierte Branche, die im Wesentlichen aus vier Segmenten besteht. Die für die Aktivitäten der LOGEX relevantesten Segmente sind "Abfallsammlung, -transport, Straßenreinigung" sowie "Großhandel mit Altmaterialien". LOGEX als Händler und Makler greift natürlich auch auf das Segment der "Abfallbehandlung und -verwertung" zu.

Die Entwicklung der für die LOGEX relevanten Stoffströme im Geschäftsjahr 2022/2023 stellt sich wie folgt dar:

Nach Beendigung der Pandemie wurde die Branche gleich wieder durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges zum einen direkt betroffen (Preissteigerung auf Energie) und indirekt durch sukzessiven Rückgang der Produktion (insbesondere Lähmung der Bauwirtschaft). Daraus resultieren damit einhergehend rückgängige Abfallmengen.

Der Markt der Verwertung gemischter Gewerbeabfälle erlebte nach Jahren der Preissteigerung und einer kurzen Plateauphase im Herbst und Winter 2022/23 einen Preisrückgang, der dämpfend auf das sonstige Preisniveau wirkte. Allerdings führen Wartungsstaus der alten Anlagen immer wieder zu Kapazitätsausfällen. Die Umsetzung der 2017 novellierten Gewerbeabfallverordnung kommt insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg kaum voran. Die vom Gesetzgeber erwarteten Impulse einer nachhaltigen Entwicklung der Kreislaufwirtschaft (im Rahmen des Green Deal der EU) lassen also immer noch auf sich warten.

Die direkte Vermarktung von Kunststoffabfällen in den asiatischen Markt (insbesondere China) ist faktisch zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig wird der innereuropäische Handel immer stärker von restriktiven Verbringungsregularien geprägt. So können nur noch aufbereitete Materialen ins Ausland gehandelt werden. Dies führt zu einer Umleitung dieser Stoffe zurück auf den europäischen Markt (was auch i.S. der Ressourcenpolitik der EU gewünscht ist). Im Berichtsjahr ist allerdings der Markt für Recyclingkunststoffe im inländischen Markt nahezu zusammengebrochen.

Nach den Engpässen im Jahr 2021 in der Bereitstellung von Altpapier haben die drastisch gesunkenen Neupapiermengen in 2022 den Markt für Papierfasern aus Abfällen stark eingebremst und zu einem drastischen Preisverfall geführt. Um die Jahreswende 2023 verzeichneten die Entsorger deshalb hohe Lagerbestände, die immer noch nicht vollständig überwunden sind. Siehe Pressemitteilung Nr. N 065 vom 3. November 2021, DESTATIS: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/11/PD21 N065 51.html

Auch im Markt der Altholzverwertung ist aus den Engpässen bei der Belieferung von Biomasse- und Altholzkraftwerken in den letzten Jahren wieder eine Beruhigung eingetreten.

Im Bereich der Entsorgung von Lebensmittelabfällen werden aufgrund der verschärften Sensibilität im Bereich der Kunststoffausbringung in die Umwelt durch Substratreste nach der Abfallbehandlung wesentlich höhere Anforderungen an deren Aufbereitung gestellt.

Generell erfährt der Markt für die Aufbereitung und Wertsteigerung von Sekundärrohstoffen eine deutliche Ernüchterung. Die langfristige Kreislaufstrategie im Rahmen des Green Deal fällt der aktuellen Wirtschaftsentwicklung zum Opfer.

Neben der Steuerung der Stoffströme ist für erfolgreiche Unternehmen die Sicherung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften in der aktuellen konjunkturellen Lage essenziell. Die Nachfrage nach Berufskraftfahrern hat sich im gesamten deutschen Wirtschaftsraum deutlich verschärft. Dieser Mangel schlägt sich auch spürbar in der Entsorgungsbranche nieder und die Gewährleistung der Dienstleistung wird zu einer immer bedeutenderen Aufgabenstellung. Die letzte deutliche Verschärfung dieser Situation war im Berichtszeitraum durch den Wegfall osteuropäischer Fahrer, Lkw-Kapazitäten und Fuhrunternehmer im deutschen Markt infolge des Ukrainekrieges zu verzeichnen.

Dazu haben die stark gestiegenen Energiekosten ab Frühjahr 2022 zu einer dramatischen Verteuerung der Logistikkosten geführt, die nur durch schnelle Preisanpassungen von Transportkonditionen weitestgehend aufgefangen werden konnte. Der Einsatz neuer Fahrzeugtechnik (elektrisch Antriebe, alternative Kraftstoffe, Wasserstoff) wird - nicht nur aus diesem Grund - stark forciert.

Auch die Inflationsentwicklung führt zu einer Steigerung der Personalkosten, die nicht durch Produktivitätssteigerungen aufgefangen werden können. Daraus resultiert ein Preisdruck, der natürlich auch wieder auf die allgemeine Preisentwicklung zurückschlägt.

Der Langzeittrend der Digitalisierung behält den Schub nach Corona und viele Abwicklungs- und Bestellprozesse sind mittlerweile digitalisiert. Eine hohe Bereitschaft für digitale Prozesse und Umstellungen ist weiterhin vorhanden. Die angelaufenen veränderten Prozesse werden aktuell in der gesamten Partnerlandschaft umgesetzt. Dieser Prozess wird auf Grund der Vielzahl der beteiligten Partner noch einige Zeit andauern.

Neu und verstärkt wirkt der Trend zur Nachhaltigkeit in alle Bereiche der Entsorgungsprozesse. Die CO 2 -Bepreisung von konventionellen Kraftstoffen ist der direkt sichtbare Teil. Aber auch die Anforderungen größerer Firmen an die Dokumentation von Nachhaltigkeitsaspekten stellt die Entsorgungswirtschaft als Dienstleister vor neue Herausforderungen.

2.3 Geschäftsverlauf

Da die LOGEX sehr auf die Erbringung von Entsorgungsdienstleistungen mit den am Markt agierenden Entsorgern angewiesen ist, schlagen sich die oben genannten Faktoren in mehreren Aspekten auf den Geschäftsverlauf nieder:

1.

Der Verkauf von überregionalen Entsorgungsdienstleistungen unterliegt nach wie vor einem hohen Preisdruck, auch wenn die Komponente der Entsorgungssicherheit einen höheren Stellenwert als bisher erfährt.

2.

Unser regionaler Einkauf von Entsorgungsdienstleistungen ist immer noch geprägt durch die unmittelbare Weitergabe der Kostensteigerungen.

3.

Um ein Verlustrisiko bei längerfristigen Verträgen zu minimieren, wurde die Laufzeit von Preisvereinbarungen auf sechs Monate bis maximal ein Jahr begrenzt und gleichzeitig wird versucht, durch gleichlaufende Vereinbarungen im Einkauf das wirtschaftliche Risiko abzusichern.

4.

Der Trend der Digitalisierung ergreift die komplette Prozesskette und wird stärker zum wettbewerbsbestimmenden Faktor.

Durch umfangreiche Investitionen und Ausgaben in die IT-Landschaft der LOGEX und die damit einhergehende konsequente Weiterentwicklung der Digitalisierung der relevanten Geschäftsprozesse konnten Kundenbeziehungen gefestigt werden. Darüber hinaus stellt die Digitalisierungskompetenz der LOGEX ein gewichtiges Argument für die Neukundengewinnung dar.

Im Bereich des Stoffstrommanagements kann die LOGEX durch das Schwesterunternehmen LBR mit der großen Lager- und Umschlagkapazität neue strategische Ansätze realisieren. In Summe führte das zu einer nachhaltigeren Steuerung der relevanten Stoffströme aus den LOGEX-Projekten. Dabei wurde auch die Entsorgungssicherheit für LOGEX Gesellschafter und Abfallerzeuger deutlich gestärkt. Insbesondere die Nutzung der schienengebundenen Transportkapazitäten und internationalen Notifizierungen ergaben neue Ansätze für Geschäftsmodelle.

Grundlage für die Analyse des Geschäftsergebnisses stellt das Jahresergebnis dar. Dies lässt sich wie folgt gliedern:

RGJ 2023 Vorjahr
T€ T€
Betriebsergebnis 614 -
Beteiligungsergebnis 0 -
Zinsergebnis 16 -
periodenfremdes und neutrales Ergebnis -230 -
Jahresergebnis 400 -

Wie bereits einleitend beschrieben, ergibt sich das Jahresergebnis des Betrachtungszeitraums allein aus der wirtschaftlichen Leistung des Zeitraums Januar bis Juni 2023.

Bezüglich weiterer Erläuterungen wird auf die nachstehenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage verwiesen.

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Ergebniskomponenten dargestellt:

RGJ 2023 Vorjahr Veränderung
T€ T€ %
Rohergebnis 5.270 - +100,0
Personalaufwand 3.156 - +100,0
Betriebsaufwendungen 1.501 - +100,0

2.4.2 Finanzlage

Die LOGEX SYSTEM GmbH verfügt über ein hohes Eigenkapital, so dass ein weiteres Wachstum auch weiterhin durch Eigenmittel finanziert werden kann.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt zum Stichtag bei 41,0 %.

Als finanzieller Leistungsindikator betreffend die Finanzlage wird nachfolgend die Entwicklung des Finanzmittelfonds dargestellt:

RGJ 2023 Vorjahr
T€ T€
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 -
+/- Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 911 -
+/- Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -707 -
+/- Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 5.022 -
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.226 -

Im Rahmen der Übertragung des gesamten operativen Geschäftes wurden auch alle Vermögenswerte, u. a. alle liquiden Mittel, von der LOGEX GmbH & Co. KG an die LOGEX SYSTEM GmbH übertragen.

2.4.3 Vermögenslage

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:

RGJ 2023 Vorjahr Veränderung
T€ T€ %
Anlagevermögen 2.303
Liefer- und Leistungsforderungen 12.289
flüssige Mittel 5.226
Verbindlichkeiten 10.029
sonstige Rückstellungen 2.284

Das Anlagevermögen besteht aus immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagevermögen. Das Finanzanlagevermögen wurde nicht an die LOGEX SYSTEM GmbH übertragen.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten wurden vollständig an die LOGEX SYSTEM GmbH übertragen.

2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann aus unserer Sicht attestiert werden, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens trotz des schwierigen Umfeldes als erfreulich zu bezeichnen ist.

2.4.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bezüglich der Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage verwiesen.

3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Wir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt, mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht.

3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen

[Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben aus der Gemeinschaftsdiagnose #2-2023, beauftragt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an die Institute DIW Berlin, ifo Institut, ifw Kiel, IWH und rwi; veröffentlicht 20.09.2023]

Im Schlussquartal 2023 und darüber hinaus dürfte die konjunkturelle Dynamik wieder etwas an Fahrt gewinnen. Aufgrund des spürbaren Rückgangs der Verbraucherpreisinflation und der weiterhin robusten Lage auf dem Arbeitsmarkt dürften die Reallöhne steigen und den Konsum der privaten Haushalte stützen.

Auch aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld dürften im nächsten Jahr wieder Impulse für die wirtschaftliche Aktivität kommen. Die Investitionstätigkeit wird die Nachfrage in den kommenden Quartalen allerdings nur wenig stützen. Die Unternehmen sind in diesem Bereich mit den restriktiveren geldpolitischen Rahmenbedingungen konfrontiert, was vor allem die Bauinvestitionen weiter dämpfen wird. Die Bruttoanlageinvestitionen dürften erst ab 2024 im Zuge der geldpolitischen Lockerung wieder deutlich an Schwung gewinnen.

Für das laufende Jahr erwarten die Institute einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 %. Im Jahr 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,1 % und im Jahr 2025 um 1,6 % expandieren. Die Inflation dürfte im Prognosezeitraum weiter sinken. Die Energiekomponente wird die Verbraucherpreise im Jahr 2023 aber wohl weniger dämpfen als noch im Frühjahr erwartet, weil zum einen der Ölpreis jüngst wieder gestiegen ist und zum anderen preisdämpfende staatliche Maßnahmen im zweiten Halbjahr auslaufen werden.

Aufgrund des immer noch deutlichen Preisauftriebs im Bereich der Dienstleistungen wird die Kerninflation voraussichtlich nur langsam zurückgehen. Die Nominallohnsteigerungen, obwohl anziehend, dürften die Inflationsrate zwar nicht weiter befeuern, jedoch den Rückgang bremsen. Allerdings wird die Unterauslastung der Gesamtwirtschaft in den kommenden Quartalen den Preisdruck senken. Insgesamt wird die Verbraucherpreisinflation von 5,6 % im laufenden Jahr wohl in den Jahren darauf auf 2,6 % und 2,0 % zurückgehen.

3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung

[Quelle: Euwid Gesamtausgabe für 2022/2023]

Die in der Beurteilung der aktuellen Lage aufgezeigten Randbedingungen sind in den meisten Fällen tendenziell Folge mittel- bis langfristiger Trends. Es ist daher nicht damit zu rechnen, dass sich diese Effekte kurzfristig umkehren.

Insbesondere die Umstände, die sich aus der Bewältigung der Energiekrise und der Verteuerung der CO 2 Verbräuche (CO 2 -Abgaben) ergeben, verstärken diese Trends und führen teilweise sogar zu einer Zuspitzung. Allerdings sind die resultierenden Effekte teilweise gegenläufig und damit ist die Gesamtprognose nur schwer einschätzbar.

Folgende Entwicklungen sind nach heutigem Kenntnisstand wahrscheinlich:

Die Wirtschaft leidet unter der Energieverteuerung und dem Rohstoff- bzw. Vorprodukteengpass.

Insbesondere die Bauindustrie leidet unter einem massiven Rückgang des privaten Wohnungsbaus. Gleichzeitig kann die Rückführung des Investitionsstaus bei Infrastrukturprojekten (Straßenbau, Eisenbahn, öffentliche Gebäude) zu einem Auftragsschub führen.

Die im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels anstehende energetische Sanierung des Gebäudebestandes wird Bautätigkeit in erheblichem Umfang erfordern, staatliche Förderprogramme werden dies anheizen.

Alle Energiepreise steigen aus unterschiedlichen Gründen sehr stark an.

Die Aufnahme der thermischen Abfallbehandlung in den Handel mit CO 2 -Zertifikaten (BEHG ab 01.01.2024) führt zu höheren Kosten der thermischen Verwertung und damit zu Chancen in der Aufbereitung und Getrennthaltung.

Die Digitalisierungstendenzen werden weiter vorangetrieben und führen zu einer Selektion von Unternehmen.

Die Bereitschaft zu Investitionen in Digitalisierung wird wachsen müssen.

Die Resilienz der Geschäftsmodelle wird ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und führt ebenfalls zu einer Selektion.

Das Ausfallrisiko von Forderungen wird steigen.

Die vorgenannten Faktoren werden die Volatilität von Entsorgungs- und Sekundärrohstoffen weiter steigern, darüber hinaus werden die Einflüsse der Weltwirtschaft auf die Rohstoffpreise sicherlich nicht abnehmen.

Die Störung von Lieferketten aus Gründen von Energie- und Rohstoffverfügbarkeit wird wahrscheinlicher.

3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung

Als LOGEX sehen wir uns für die zukünftigen Herausforderungen gut gewappnet, denn wir verfügen über:

eine sehr gute strategische Marktposition

ein weitreichendes Netzwerk, insbesondere auf der Gesellschafterebene

einen hohen Digitalisierungsgrad über alle Prozessebenen

eine qualifizierte und motivierte Belegschaft

eine zufriedenstellende Liquiditätssituation

eine breite Aufstellung in der Kundenlandschaft, wir sind nicht von einzelnen Wirtschafts-bereichen abhängig

Für die Prognose der Unternehmensentwicklung arbeiten wir mit einem umfangreichen Chancen-/ Risiken-Konzept, welches es ermöglicht, die kritischen Vorgänge mit Messgrößen bzw. Kennzahlen zu versehen und somit die Steuerung des Unternehmens zielgerichtet vorzunehmen. Diese Vorgehensweise ist im QM-Prozess hinterlegt und wird regelmäßig rezertifiziert.

Neu hinzugekommen ist die Berichterstattung i. S. der Nachhaltigkeit. Hier ergeben sich neue Chancen für das LOGEX-Netzwerk im Hinblick auf eine effiziente und belastbare Informationsbeschaffung und - weitergabe. Gleichzeitig lassen sich Nachhaltigkeitsstrategien im Netzwerk sehr gut umsetzen und dokumentieren. Hier wurde der Leitsatz der LOGEX als Multiplikator der Nachhaltigkeitsanstrengungen geprägt.

Die Verbreiterung des Gesellschafterportfolios über ganz Deutschland, die Investitionen in die IT- Landschaft, die Verbesserung der Prozessabläufe und des Controllings, das Vorhalten eigener Ressourcen im Bereich Umschlag und Kommissionierung (LBR) und die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter stellen wichtige Weichen im Sinne der skizzierten Prognosen.

Die ständige Weiterqualifizierung der Mitarbeiter, die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und das positive Arbeitsklima trägt zur geringen Fluktuation bei.

Für das neue Geschäftsjahr wird gemäß Wirtschaftsplan mit einem deutlich steigenden Betriebsergebnis sowie einem deutlich steigenden Jahresergebnis gerechnet. Die Entwicklung des letzten Jahres stellt für uns eine Bestätigung für eine erfolgreiche Unternehmensorganisation dar, welche aber weiterhin kontinuierlich optimiert werden soll. Die aktuelle Ausstattung mit ausreichender Liquidität sichert die zukünftigen Entwicklungs- und Investitionsvorhaben ab.

3.2 Risikobericht

Die Risikobetrachtung ist in der LOGEX im Rahmen der Qualitätssicherung durch ein Identifikationssystem für die einzelnen Unternehmensbereiche strukturiert implementiert. Ausweislich der jährlichen Audits wird der LOGEX hier eine Vorbildfunktion im Mittelstand attestiert.

Die Auswirkungen der Energiekrise wurden zum Teil beschrieben, momentan ist hier aber keine deutliche Verschärfung zu erkennen. Insbesondere die hohen Kostenbelastungen durch die hohe Volatilität der Wertstoffmärkte führen zu Insolvenzgefahren bei Verwertungsanlagen. Dies könnte eine Beschleunigung der Marktkonzentration bewirken.

Die Auswirkungen der Inflation auf Lohnkosten und natürlich auch Investitionen nehmen deutlich zu. Der notwendige Umbau und Anpassungstrend der Entsorgungsbranche wird dadurch verlangsamt und die benötigte Wertschöpfungssteigerung durch Verbesserung der Wiedereinsatzquote von Recyclingstoffen verzögert sich.

Das Margenrisiko durch die Preissteigerungen für Entsorgungsleistungen und Verbrennungspreise und die stark schwankende Preisentwicklung für Rohstoffe ist durch genauere Analyse und verbesserte Controllinginstrumente für die LOGEX beherrschbarer geworden. Insbesondere das Liquiditätsmonitoring wurde nochmals verbessert, die Liquiditätsplanung wurde um mehrere Perioden verlängert.

Die Verwertung von gemischten Abfällen wurde durch das Schwesterunternehmen LBR aufgrund langfristiger Vertragssituation breiter und ausfallsicherer umgesetzt. Mittlerweile dreht die Lage am Verbrennungsmarkt ambivalent und Kapazitäten in Müllverbrennungsanlagen werden frei, da die Mengen aus dem Gewerbe aufgrund der stockenden Produktion eher rückläufig sind. Ob dieser Einfluss längerfristig anhalten wird und damit den Recyclingmarkt beeinflusst, lässt sich momentan nicht abschätzen. Teilweise ist im Moment auch eine Nachfrage nach Abfällen als Energieträger feststellbar. Diese Entwicklung entspricht aber nicht den gesetzlichen Vorgaben der letzten Jahre und ist im Moment ob ihrer Verstetigung oder Nachhaltigkeit nicht abschließend zu bewerten. Außerdem ist unklar, wie die anstehende CO 2 -Abgabe im BEHG sich auf das Verhältnis im Zufluss von Abfällen zu Vorbehandlung und Verbrennung auswirkt.

Tendenziell dringen die Vorgaben des Klimaschutzes stärker in den Betrieb der Verwertungsanlagen ein, so dass höhere Kosten und auch umfangreiche Nachrüstungen mittelfristig notwendig werden. Dies betrifft dann den gesamten Stoffstrom.

Die Schwankungen im Sekundärrohstoffmarkt (E-Schrott, Altmetalle, Kunststoffe, Papier) sind nur schwer prognostizierbar, da die auslösenden Faktoren nicht im Zugriff der Entsorgungswirtschaft sind. Daher werden, soweit möglich, Marktpreise über öffentlich zugängliche Börsennotierungen oder Indices abgebildet.

Der fehlende bundesweit einheitliche Vollzug der Gewerbeabfallverordnung schafft argumentative Engpässe für die konsequente Einhaltung durch den Abfallerzeuger (= Kunde der LOGEX) und die eingesetzten Entsorger. Diese Unsicherheit birgt Risiken in der Abwicklung (uneinheitliche Vorgaben im Bundesgebiet) und der kalkulatorischen Betrachtung bei Einheitskonditionen im Flächenvertrieb.

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass die Konzentration in der Entsorgungsbranche weiter zunehmen und dadurch der Mittelstand geschwächt wird.

Auf der Kundenseite ergibt sich ein ambivalentes Bild: In den Branchen, die am stärksten unter den gestiegenen Kosten und der Unterbrechung von Lieferketten leiden (Segment Bau oder produzierendes Gewerbe) werden die Abfallmengen zurückgehen und Ausfallrisiken größer. Auch hier wappnet sich die LOGEX durch ein gutes Controlling und einen engen Kundenkontakt.

Das Risiko eines Versagens der Unternehmensorganisation der LOGEX konnte in den letzten Monaten durch die umgesetzten organisatorischen Maßnahmen (Änderung der Unternehmensorganisation) gesenkt werden.

Dem Thema Datenschutz und IT-Sicherheit kommt in der LOGEX aufgrund des Netzwerkcharakters der Organisation eine bedeutende Stellung zu. Das permanente Nachhalten der Schutzmechanismen (Security-Dienstleister, abgesicherte Serversysteme, Kommunikationspfade, Schulung und mehrstufige Datensicherung) minimiert die Verwundbarkeit der Geschäftsprozesse der LOGEX.

3.3 Chancenbericht

Der Umbruch bei den Verwertungspreisen und Logistikkonditionen schafft kalkulatorische Spielräume für neue Recyclingmodelle, Rücknahmesysteme oder Entsorgungslösungen. Durch die anhaltende Knappheit im Rohstoffbereich macht eine stoffliche Verwertung ökonomisch wieder Sinn und schafft (auch ohne gesetzliche Vorgaben) eine tiefergehende Wertschöpfung für Abfälle. Wir betrachten die Krise als Chance unsere Marktanteile auszuweiten.

Zwar haben sich die erwarteten Chancen durch den schwachen Vollzug der Gewerbeabfallverordnung und die Untätigkeit der zuständigen Überwachungsbehörden nicht erfüllt. Allerdings ergeben sich aus den Vorgaben des Green Deal neue Chancen, eine generelle Vorbehandlungspflicht für Abfallgemische vor der energetischen Verwertung zu etablieren. Dadurch wird zum einen die stoffliche Verwertung aufgewertet und aus der stärkeren Trennung und Vorbehandlung der Abfälle ergeben sich neue Ansätze für Geschäftsmodelle. Vor auch allem das mittlerweile auf EU-Ebene deutlich erhöhte Augenmerk auf Rohstoffsicherheit, das durch die Einführung des Critical Raw Materials Act (CRMA) betrieben wird, erhöht die Chancen der nationalen Entsorgungsbranche deutlich.

Die Chancen mithilfe des Schwesterunternehmens Logistik-Beratung-Recycling GmbH neue Ansätze für Verwertungswege zu finden, insbesondere durch die Einbeziehung der logistischen Alternative Bahntransport und Aufbau von Sortierkapazitäten, flankieren diese Chancen sehr gut. Nach unserer Wahrnehmung entwickelt sich eine seit Jahren erkennbare Tendenz zur Rücknahme von Einzelfraktion entsprechend weiter.

Die teilweise langjährigen Kundenbeziehungen und die anerkanntermaßen sehr gute Leistungserbringung verschaffen der LOGEX Handlungsspielräume zur Anpassung von Konditionen für die operative Abwicklung von Entsorgungsaufträgen. Außerdem reduziert sich der Anbieterkreis, da nur gut strukturierte und dicht am Markt agierende Unternehmen wie die LOGEX im unsicheren Marktumfeld agieren können.

Im Gegensatz zu den oben genannten Risikosegmenten zeigt sich das Segment Handel deutlich robuster gegenüber den Auswirkungen der Energiekrise. Die konsequente Einführung eines Kundenportals (LOGEX-GO-Portal), das eine enge Lieferbeziehung verstärkt und die Verschlankung von Abwicklungsprozessen durch digitale Werkzeuge, die Kosteneinsparungen in der Auftragsverwaltung der LOGEX herbeiführen, schafft eine langfristige Kundenbeziehung für die LOGEX.

Die zurzeit wieder deutlich zunehmende Konzentration von großen Marktteilnehmern zu noch größeren Einheiten bzw. der immer wieder zu verzeichnende Verlust von mittelständischen Entsorgungsunternehmen durch Verkauf an Konzerne begünstigt die Gesellschafterentwicklung der LOGEX deutlich. Diese seit Jahren erkennbare Tendenz, im Mittelstand zu kooperieren, verstetigt sich; dadurch wird auch zukünftig die Aufnahme neuer Gesellschafter erwartet.

In diesem Zusammenhang wird die Intensivierung der digitalen Abbildung der Prozesse und die Verbreitung von Standards durch die LOGEX zu einem bestimmenden Faktor des Erfolgs der LOGEX.

4. Berichterstattung über das Risikomanagement betreffend Finanzinstrumente

Aufgrund der Gesellschafterstruktur und des Unternehmenszwecks ist die Risikobereitschaft der LOGEX als risikoavers einzustufen. Die ausgewählten Finanzanlagen dürfen kein Risiko für das Kapital der Gesellschafter darstellen.

Ein Wechselkursrisiko besteht nur bei Schweizer Franken, jedoch sind die Umsätze dahingehend gering und stellen kein Risiko für das Unternehmen dar.

Zur Sicherung der Forderungen wird ein optimiertes Mahnwesen eingesetzt. Die aus Sicht der LOGEX größten Risikobranchen wurden durch Kreditversicherungen abgesichert. Eine Geschäftsbeziehung eines in der Vergangenheit insolventen Einzelgroßkunden wurde über Teilnahme an einem Delkredere- Konzept abgesichert.

 

Ingolstadt, den 26. Oktober 2023

LOGEX SYSTEM GmbH, Ingolstadt

gez. Steffen Mayer

gez. Michael Hörtkorn

Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 30. Juni 2023

AKTIVA

EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 293.687,50
II. Sachanlagen
1.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.642.891,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 366.473,31
2.303.051,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 641.907,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.619.350,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.225.623,80
18.486.882,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.983,90
20.982.917,83

PASSIVA

EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.174.204,58
III. Jahresüberschuss 400.421,66
8.599.626,24
B. Rückstellungen 2.284.138,57
C. Verbindlichkeiten 10.012.431,00
1. davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.500.000,00
2. davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 346.607,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.750,02
E. Passive latente Steuern 69.972,00
20.982.917,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar* bis 30. Juni 2023

EUR EUR
1. Rohergebnisse 5.392.567,18
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.676.519,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -532.789,73
davon für Altersversorgung: -5.848,13
-3.209.308,86
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -315.621,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.227.019,63
davon aus Währungsumrechnung: -1.023,64
640.617,45
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.321,61
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.610,96
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.948,60
davon an verbundene Unternehmen:
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -249.572,90
davon latente Steuern: -20.319,22
7. Ergebnis nach Steuern 407.417,56
8. Sonstige Steuern -6.995,90
9. Jahresüberschuss 400.421,66

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 30.05.2023 bis 30.06.2023

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

1.1 Gesellschaftsrechtliche Angaben

Die LOGEX GmbH, Ingolstadt, ist eine mittelgroße GmbH gem. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht gem. § 316 ff. HGB.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Ingolstadt im Register B unter der Nummer 11269 eingetragen.

Die LOGEX SYSTEM GmbH hat mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 1. Januar 2023 das vollständige operative Geschäft von ihrer Mutterunternehmung LOGEX GmbH & Co. KG übernommen. Vergleichbare Vorjahreswerte gibt es nicht.

Alle bisherigen operativen Tätigkeiten der LOGEX GmbH & Co. KG werden seit dem 30. Mai 2023 vollumfänglich durch die neu gegründete Gesellschaft LOGEX SYSTEM GmbH erbracht.

1.2 Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Entgeltlich erworbene Konzessionen werden über eine betriebliche Nutzungsdauer von 3 Jahren (Software) bzw. 15 Jahren (Markenrechte) und ERP-Systeme von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden nach dem tatsächlichen Wertverzehr linear vorgenommen.

Bei beweglichen Anlagegütern erfolgen die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis.

Zugänge an geringwertigen Anlagegütern mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Zugänge an geringwertigen Anlagegütern mit Einzelanschaffungskosten von € 250,00 bis € 800,00 werden aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetz Die unfertigen Leistungen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird allen erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wird für zu erwartende Skontoinanspruchnahmen, das allgemeine Kreditrisiko und den Zinsverlust eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses offenen Forderungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitraum darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 5 ausgewiesen. Alle übrigen Forderungen sind vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 365 betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr in Höhe von T€ 575 und einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr in Höhe von T€ 0 ausgewiesen. Ein Betrag von T€ 425 betrifft Forderungen gegen Gesellschafter.

3.3 Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr größer 1
RGJ 2023 Vorjahr RGJ 2023 Vorjahr
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 750 0 750 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.813 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Komplementär Muttergesellschaft 98 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten Muttergesellschaft 2.620 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 249 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 112 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 620 0 0 0
9.262 0 750 0
Restlaufzeiten
größer 5 Jahre
RGJ 2023 Vorjahr
T€ T€
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Komplementär Muttergesellschaft 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten Muttergesellschaft 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
0 0

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird der Förderkredit (KfW) der Bayerischen Landesbank in Höhe von T€ 1.500 ausgewiesen. Der Kredit wurde im Rahmen der Sondermaßnahme der Bundesregierung anlässlich der Corona-Pandemie beantragt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 2.620 beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit kleiner einem Jahr.

Aufgrund des speziellen Abrechnungssystems eines Kunden sind Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von T€ 620 zu bilanzieren.

Keine der o. g. Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr werden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 132 ausgewiesen. Die in diesem Betrag enthaltenen Posten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 43) und Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen (T€ 17).

4.2 sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr werden sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.227 ausgewiesen. Die in diesem Betrag enthaltenen Posten sind im Wesentlichen Verluste aus der Wertberichtigung von Forderungen (T€ 16), Versicherungen (T€ 44), Raumkosten (T€ 163), Fahrzeugkosten (T€ 176) und EDV-Kosten (T€ 181).

5. Ergänzende Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Büroräume sind gemietet. Die meisten Firmenfahrzeuge und einige Einrichtungsgegenstände wurden durch Leasing finanziert. Die Leasingverträge haben noch eine Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren und führen zu einem gesamten Leasingaufwand in Höhe von netto T€ 262. Der Mietvertrag für die Geschäftsräume in Ingolstadt läuft bis zum 31. Oktober 2027 und führt zu einem jährlichen Mietaufwand von T€ 211. Weiterhin bestehen Mietverträge für Kellerräume (Archiv-Räume) bis zum 31. Oktober 2023, zusätzliche Büroräume in Soltau mit einer Laufzeit bis 30. April 2024 und in Nordkirchen mit unbestimmter Laufzeit. Die zusätzlichen Mietverträge führen zu einer gesamten Restverpflichtung in Höhe von T€ 6. Zudem bestehen Beraterverträge und sonstige Verträge, welche eine gesamte Restverpflichtung in Höhe von netto T€ 16 beinhalten.

5.2 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 285 Abs. 7 HGB wie folgt:

RGJ 2023 Vorjahr
Angestellte 116 -

Des Weiteren waren im Rumpfgeschäftsjahr drei Geschäftsführer in der Gesellschaft tätig.

5.3 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

5.4 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von Euro 400.421,66 in die Gewinnrücklage einzustellen.

5.5 Geschäftsführung

Steffen Mayer, Dipl.-Ing., Geschäftsführer Vermarktung & Dienstleistung, Ingolstadt

Michael Hörtkorn, Dipl.-Ing., Geschäftsführer Verwaltung & Finanzen, Untergruppenbach

Christoph Haub, Geschäftsführer Einkauf & Vertrieb, Nordkirchen (bis zum 22. September 2023)

In Anlehnung an § 286 Abs.4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

 

Ingolstadt, den 8. November 2023

LOGEX SYSTEM GmbH, Ingolstadt

gez. Steffen Mayer

gez. Michael Hörtkorn

Anlagevermögen für das Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Mai bis 30. Juni 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 30.05.2023 Anschaffungs-/ Herstellungskosten Übertragung Zugänge Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 2.239.42,18 3.573,00 0,00 2.243.015,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.448.105,38 361.892,74 0,00 3.809.998,12
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 366.473,31 0,00 366.473,31
0,00 3.448.105,38 728.366,05 0,00 4.176.471,43
0,00 5.687.547,56 731.939,05 0,00 6.419.486,61
Abschreibungen
Abschreibungen (kumuliert) 30.05.2023 Abschreibungen (kumuliert) Übertragung Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen (kumuliert) 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 1.823.186,18 126,141,50 1.949.327,68
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.977.627,38 189.479,74 2.167.107,12
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.977.627,38 189.479,74 2.167.107,12
0,00 3.800.813,56 315.621,24 4.116.434,80
Buchwerte
Buchwert 30.06.2023 Zum Vergleich Buchwert 30.05.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
293.687,50 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.642.891,00 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 366.473,31 0,00
2.009.364,31 0,00
2.303.051,81 0,00

Feststellung des Jahresabschlusses der LOGEX System GmbH

Der Jahresabschluss auf den 30. Juni 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 13. Februar 2024 festgestellt.

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 14. November 2023 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LOGEX SYSTEM GmbH, Ingolstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOGEX SYSTEM GmbH, Ingolstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Mai bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOGEX SYSTEM GmbH, Ingolstadt, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Mai bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Mai bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 14. November 2023

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Hilbig, Wirtschaftsprüfer

Dominik Schwab, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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