Advanced Accelerator Applications Germany GmbH

Saime-Genc-Ring 18, 53121 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 20950
Eingetragen
30.7.2014
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von radiopharmazeutischen Stoffen, sowie aller damit im Zusammenjhang stehenden Tätigkeiten und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jonas Etzold
seit 3.4.2025
Prokura
Eduard Hieb
seit 3.4.2025
Prokura
Alexander Dr. Schmidt
seit 12.6.2024
Geschäftsführer
Simon Decker
seit 12.6.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
70.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Advanced Accelerator Applications Germany GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

(HRB 20950 im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn)

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1 Ertragslage

2.2.2 Finanz- und Vermögenslage

2.2.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung

2.2.4 Personal- und Sozialbereich

2.2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

3 RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

3.1 Chancen und Risiken

3.1.1 Risiken

3.1.2 Chancen

3.2 Prognosebericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.2.2 Ausblick für die Gesellschaft

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH (ADACAP) mit Sitz in Bonn ist eine Gesellschaft im Novartis-Konzernverbund. Sie ist im Jahr 2014 durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der UMBRA Medical AG entstanden. Alleinige Gesellschafterin ist die Advanced Accelerator Applications S.A. mit Sitz in Saint Pouilly, Frankreich.

1.1 Geschäftsmodell

Die Aufgabe der Advanced Accelerator Applications Germany GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von Diagnostika sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Dienstleistungen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur Entwicklung von Produkten. Die Forschung und Entwicklung werden in erster Linie von Konzern-Gesellschaften durchgeführt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen.

Die deutsche Wirtschaft ist gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht.

Der Gesundheitsmarkt (deutscher Pharmamarkt + Krankenhäuser) in Deutschland hatte im Berichtsjahr ein Volumen von EUR 59,8 Mrd. und wuchs um 5,7% (Vorjahr: 5,4%). Die einzelnen Marktsegmente zeigten gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung.

Die Nuklearmedizin ist weiterhin ein Innovationstreiber in der deutschen Gesundheitsversorgung. Nach wie vor sind zugelassene Diagnostika unterrepräsentiert. Dennoch werden in Deutschland die Verfahren zum Wohle der Patienten zunehmend eingesetzt.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Da sich die Übertragung des Geschäftsbetriebs "Radioligandentherapie" erstmalig auf das gesamte Geschäftsjahr auswirkt, wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein starker Umsatzrückgang sowie eine starke Ergebnisverschlechterung prognostiziert. Tatsächlich nahmen die Umsatzerlöse erwartungsgemäß von TEUR 17.604 auf TEUR 6.859 ab. Das Jahresergebnis war negativ und betrug TEUR -4.385, was einem erwartungsgemäß starken Rückgang um TEUR 5.408 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.203) entspricht.

Im Jahr 2023 wurde die Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Advanced Accelerator Applications S.A. in Frankreich und den deutschen Konzerngesellschaften der Novartis- Gruppe weiter intensiviert, insbesondere zur Optimierung der Produktionsabläufe. Zusätzlich wurden am Standort München und Bonn Vorbereitungen getroffen, um im Jahr 2024 mit der Produktion von Radelumin zu beginnen. Darüber hinaus wurden wirtschaftliche Kernprozesse professionalisiert und der Aufbau der Vertriebsstrukturen vorangetrieben.

Durch die Maßnahmen ist die Geschäftsführung zuversichtlich mittel- bis langfristig die finanzielle Lage positiv zu gestalten.

2.2.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von -4.385 TEUR verzeichnet, was einem Rückgang von 5.408 TEUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Vorjahr erwirtschafteten wir noch einen Jahresüberschuss von 1.023 TEUR.

Dies ist im Wesentlichen auf einen starken Umsatzrückgang auf 6.859 TEUR (Vorjahr: 17.604 TEUR) und einen erheblichen Anstieg des Verhältnisses der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr zurückzuführen. Insbesondere die Umsatzerlöse im Zusammenhang mit dem Produkt Luthatera, das eine vergleichsweise hohe Marge aufwies, sind aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereichs "Radioligandentherapie" an die Novartis Radiopharmaceuticals GmbH, Nürnberg, entfallen.

In Bezug auf die nach der Übertragung verbliebenen Produkten wurde mit Ausnahme des Produktes F-18 PSMA, dass voraussichtlich Ende 2024 durch Radelumin ersetzt werden wird, ein deutlicher Umsatzanstieg erreicht. Insbesondere der Umsatz mit Gluscan stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42% von 2.451 TEUR auf 3.488 TEUR.

Die Materialaufwandsquote lag bei 24,6% (Vorjahr: 11,7%) und die Personalaufwandsquote bei 45,6% (Vorjahr: 37,6%). Beide Effekte sind auf die verhältnismäßig niedrigeren Deckungsbeiträge der verbliebenen Produkte zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 5.629 TEUR (Vorjahr: 7.243 TEUR), was einen Rückgang von 1.614 TEUR darstellt. Trotz des Rückgangs hat sich das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Umsätzen von 41,1% im Vorjahr auf 82,1% im Berichtszeitraum deutlich verschlechtert. Dies ist neben fehlenden Skaleneffekten insbesondere auf vergleichsweise hohe Frachtkosten (802 TEUR), Buchhaltungskosten (306 TEUR) sowie Rechts- und Beratungskosten (294 TEUR) zurückzuführen.

In Summe ergibt sich ein operatives Ergebnis (EBIT - Definiert als Ergebnis nach Steuern zzgl. Steuern vom Einkommen sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) von 4.364 TEUR (Vorjahr: 1.147 TEUR). Somit sank die EBIT-Marge deutlich um 70,1% auf -63,6% (Vorjahr: 6,5%).

2.2.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft ist im Cash-Pool des Teilkonzernverbundes eingebunden. Zum Jahresende beliefen sich die Bankguthaben auf TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0,00), da diese vollständig an den Cash-Pool abgeführt wurden.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um 30% auf TEUR 7.319 (Vorjahr: TEUR 10.416). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich erheblich reduziert und betrugen TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 1.994), was 0,7% der Bilanzsumme entspricht (Vorjahr: 19%). Der Rückgang ist insbesondere auf Forderungen gegenüber der Advanced Accelerator Applications International SA, Genf, Schweiz, aus dem konzerninternen Warenbezug zurückzuführen.

Die Anlagenintensität stieg insbesondere aufgrund des Rückgangs der Bilanzsumme auf 79,1% (Vorjahr: 57,6%). Die Investitionen dienen insbesondere der Produktion neuer Produkte.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17 auf TEUR 476.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023, aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR 4.385, auf 26,0% (Vorjahr: 60,4%).

Die sonstigen Rückstellungen sanken von TEUR 3.412 im Vorjahr, vor allem aufgrund des Verbrauchs bzw. der Auflösung von Rückstellungen für Mengenrabatte an Kunden, um TEUR 868 auf TEUR 2.545.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 74 auf TEUR 2.453. Dies ist auf die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Cash-Pool zurückzuführen.

2.2.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung

Die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von TEUR 6.859, was einem Rückgang um 61,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Trotz dieses Umsatzrückgangs bewerten wir die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft insgesamt als positiv. Die Gesellschaft konnte den Absatz in den meisten Produkten, die nach der Übertragung des Geschäftsbetriebs "Radioligandentherapie" verblieben sind, steigern.

2.2.4 Personal- und Sozialbereich

Im Berichtsjahr waren zum 31. Dezember 2023 32 (2022: 28) Mitarbeiter beschäftigt.

2.2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss.

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Chancen und Risiken

Betrachtet man die Gesellschaft als Unternehmen in seinem Marktumfeld so zeichnen sich verschiedene Chancen und Risiken ab.

Zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken wurde die Gesellschaft in das konzernweite, standardisiertes Risikomanagementsystem des Novartis-Konzerns integriert.

Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von einem Jahr und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d.h. vor Gegenmaßnahmen, als auch netto, d.h. nach Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen mittels einer Ampelfunktion in vier Risikokategorien dargestellt (rot = "sehr hoch", orange = "hoch", hellgrün = "mittel" oder grün = "gering").

3.1.1 Risiken

Finanzrisiken

Aufgrund der Kundenstruktur (v.a. staatlich finanzierte große Universitätskliniken) ist das Ausfallrisiko von Forderungen nach wie vor relativ gering. Potenziell steigenden Forderungsausfallrisiken begegnet die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH durch ein optimiertes Debitoren- und Kreditmanagement. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als "sehr gering" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "sehr hoch" eingestuft. Das Gesamtrisiko wird - entsprechend der Novartis-Risikokategorisierung - unverändert als "mittel" eingestuft (Vorjahr: mittel).

Die Liquiditätsrisiken werden durch die Einbindung in den Cash-Pool effektiv abgefedert. Zusätzlich hat die Muttergesellschaft ihre Bereitschaft erklärt, im Rahmen einer Patronatserklärung vom 30. Oktober 2023, Mittel in Höhe von bis zu TEUR 20.000 zur Verfügung zu stellen, um mögliche Überschuldungssituationen oder Zahlungsschwierigkeiten bis zum 31. Dezember 2025 zu beheben.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als "sehr gering" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "sehr hoch" eingestuft. Das Gesamtrisiko wird - entsprechend der Novartis-Risikokategorisierung - unverändert als "mittel" eingestuft (Vorjahr: mittel).

Absatz- und Marktrisiken

Auf der einen Seite bestehen verschiedene allgemeine Marktrisiken. Die Situation auf dem Pharmamarkt ist darüber hinaus durch einen hohen Kostendruck und durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen. Maßnahmen, die insbesondere auf die Reduzierung der Belastungen im Gesundheitssystem zielen, sind einerseits höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente oder Indikationserweiterungen und andererseits weiter zunehmender Einfluss auf die Preisgestaltung. Die bestehenden Maßnahmen sowie die Änderung dieser Maßnahmen können sich potenziell negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken. Aufgrund einer Streuung des Risikos auf mehrere Medikamente bzw. Indikationen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Gesamtrisikos als "gering" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "gering" eingestuft. Insgesamt wird das Risiko als "niedrig" (Vorjahr: "niedrig") eingestuft.

Auf Nachfrageseite ist im stark, reguliertem Gesundheitsmarkt regelhaft von gesetzlichen Änderungen auszugehen, die entsprechend adressiert werden müssen.

IT-Risiken

Sowohl der Betrieb der IT-Infrastruktur als auch das Information Security & Risk Management (ISRM) unterliegen konzernweit gültigen Sicherheitsrichtlinien, welche regelmäßig überprüft und verbessert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines externen Angriffs auf die Novartis-IT-Systeme wird als "hoch" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "sehr hoch" eingestuft. Das Risiko wird - entsprechend der Novartis-Risikokategorisierung - als "hoch" eingestuft (Vorjahr: "hoch").

Weiteren Risiken, wie die Nicht-Verfügbarkeit von elektronisch gespeicherten Daten sowie der Implementierung von IT-Lösungen, begegnet die Novartis-Gruppe durch konzernweit einheitliche Prozesse für die Planung, das Management und die Auditierung von IT-Projekten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken, die aufgrund der komplexen internen IT-Infrastruktur entstehen können, werden als "hoch" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als "hoch" eingestuft. Das Risiko wird - entsprechend der Novartis-Risikokategorisierung - als "hoch" eingestuft (Vorjahr: hoch).

Qualitäts- / Produktrisiko

Lieferketten sind insbesondere im nuklearmedizinischen Bereich von politischen und technischen Rahmenbedingungen abhängig. Weiterhin stellt der Umgang mit radioaktiven Arzneimitteln ein kontinuierliches Risiko dar, welchem durch umfangreiches Risikomanagement System Rechnung getragen wird.

Zudem ist ein Risiko der Qualitätsproblematik und Lieferunfähigkeiten im Produktbereich grundsätzlich immer gegeben. Lieferunfähigkeiten könnte ernsthafte Auswirkungen auf die Marktpenetration und signifikante Umsatzeinbußen zur Folge haben und zu Imageverlusten führen. Lieferschwierigkeiten könnten auch durch Verzögerung von Investitionen in z. B. Brandschutz oder neue technische Anlagen an den Standorten auftreten. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit können zukünftige Engpässe in der Lieferkette nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Aus Erfahrungswerten wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Qualitätsproblemen oder Lieferschwierigkeiten als "niedrig" und von möglichen finanziellen Auswirkungen als "niedrig" eingeschätzt. Insgesamt wird das Risiko als "niedrig" (VJ: "niedrig") eingestuft.

Gesamtbild zur Risikolage

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3.1.2 Chancen

Auch in den Folgejahren liegen die Chancen für einen Markterfolg in den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Nuklearmedizinischen Plattform.

Langfristig werden sich jene Anbieter erfolgreich behaupten können, die über internationale Präsenz sowie eine konkurrenzfähige Kosten- und Vertriebsstruktur verfügen. Denn auch in der Zukunft wird der Pharmamarkt generell unter hohem Preis- und Kostendruck stehen, der sowohl durch das Gesundheitssystem als auch die Marktkonkurrenz bedingt ist. Die weitere Anbindung an den Mutterkonzern Novartis eröffnet strategische Chancen auf weitere Synergien, operative Standardisierung und innovative Impulse.

3.2 Prognosebericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Mit Ausblick auf das Jahr 2024 ist ausgehend von den Entwicklungen des Jahres 2023 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Für das Jahr 2025 wird mit einem Rückgang auf 2,5 Prozent gerechnet.

Die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH ist bisher nur geringfügig von den negativen Auswirkungen betroffen, die sich daraus ergeben haben. Es werden auch in Zukunft keine größeren Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs durch das geringe Wachstum und die demografische Entwicklung erwartet. Allerdings macht sich die Inflation der Vorjahre deutlich bemerkbar. Die weltweiten Logistikketten, die infolge der Coronapandemie aus dem Gleichgewicht geraten waren, sowie die politischen Maßnahmen nach dem russischen Überfall auf die Ukraine haben den Preisanstieg bei Rohstoffen, Einkaufsgütern, Energie und Warentransport weiter vorangetrieben und zu einer spürbaren Belastung geführt.

3.2.2 Ausblick für die Gesellschaft

Durch die Einführung neuer Produkte, wie zum Beispiel Radelumin, dessen Markteinführung für Ende 2024 geplant ist, und das Vorantreiben des Vertriebs der bestehenden Produkte erwarten wir in den kommenden Jahren ein starkes Umsatzwachstum. Der erwartete starke Anstieg der Umsatzerlöse, in Verbindung mit Kostensenkungsmaßnahmen, werden voraussichtlich zu einer schrittweisen Verbesserung des Ergebnisses führen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Verbesserung des Ergebnisses, jedoch wird voraussichtlich erneut ein Jahresfehlbetrag zu verzeichnen sein.

 

Bonn, den 12. Juni 2024

Geschäftsführung

Simon Decker

Dr. Alexander Schmidt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 6.516,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 812.279,20 812.279,20 921.819,16 928.335,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.331.554,42 2.082.104,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.181,94 164.680,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.997,95 2.477.734,31 146.357,74 2.393.142,14
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.500.000,00 2.500.000,00 2.680.000,00 2.680.000,00
5.790.013,51 6.001.478,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 475.370,96 452.293,53
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 6.745,00
3. Geleistete Anzahlungen 665,10 476.036,06 10,00 459.048,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 501.142,67 1.576.239,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.571,47 1.993.915,76
- davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 502.905,33 1.052.619,47 377.635,11 3.947.789,97
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als einem Jahr EUR 3.734,94 (i. Vj. EUR 4.536,17) -
1.528.655,53 4.406.838,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 145,63 7.191,12
7.318.814,67 10.415.507,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 70.000,00 70.000,00
II. Kapitalrücklage 14.890.000,00 14.890.000,00
III. Verlustvortrag -8.674.117,14 -9.696.682,86
IV. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -4.385.465,56 1.022.565,72
1.900.417,30 6.285.882,86
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 15.299,00 125.839,96
2. Sonstige Rückstellungen 2.544.825,37 3.412.378,25
2.560.124,37 3.538.218,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 347.468,40 453.031,41
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 347.468,40 (i. Vj. EUR 453.031,41) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.452.352,79 73.727,32
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.452.352,79 (i. Vj. EUR 73.727,32) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 58.451,81 64.647,87
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 58.451,81 (i. Vj. EUR 64.647,87) -
- davon aus Steuern EUR 53.579,30 (i. Vj. EUR 50.154,68) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 752,57 (i. Vj. EUR 1.922,20) -
2.858.273,00 591.406,60
7.318.814,67 10.415.507,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 6.858.756,81 17.603.689,70
2. Sonstige betriebliche Erträge 81.758,28 81.204,97
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 36.295,78 (i. Vj. EUR 5.556,52) -
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.344.775,56 1.484.219,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 339.931,29 1.684.706,85 567.220,48 2.051.439,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.714.221,18 5.930.394,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 411.979,46 3.126.200,64 688.122,57 6.618.517,26
- davon für Altersversorgung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.024,00) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 864.597,19 624.482,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.629.016,72 7.243.411,48
- davon Aufwand aus Währungsumrechnung EUR 36.154,25 (i. Vj. EUR 47.048,63) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.411,90 7.037,50
- davon Erträge aus Abzinsung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.474,64 5.675,77
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.447,18 125.839,96
10. Ergebnis nach Steuern -4.383.516,23 1.022.565,72
11. Sonstige Steuern 1.949,33 0,00
12. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -4.385.465,56 1.022.565,72

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.Dezember 2023

1) Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma Advanced Accelerator Applications Germany GmbH mit Sitz in Bonn im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 20950 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Firmenwert München wird über 15 Jahre abgeschrieben. Dieser Zeitraum basiert im Wesentlichen auf der Restlaufzeit eines miterworbenen Betreibervertrages, welcher im Rahmen einer europäischen Ausschreibung an die Gesellschaft PET Net München GmbH vergeben wurde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 5 bis 10 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nominalwert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen werden zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage mit dem beizulegenden Wert bei Gewährung angesetzt. Dieser bestimmt sich in Abhängigkeit der jeweiligen Vereinbarungen nach dem jeweiligen Kurs bei Gewährung bzw. den zukünftig erwarteten Dividendenzahlungen. Im Falle von Änderungen der Ausübungsbedingungen wird eine Anpassung der Bewertung an den in diesem Zeitpunkt beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Es erfolgt eine Abzinsung in Abhängigkeit der Restlaufzeit.

Rückstellungen für Sonderzahlungen an Mitarbeiter werden auf Basis der erwarteten individuellen Zielerreichung sowie der geschäftlichen Entwicklung gebildet.

Rückstellungen für Dekontamination wurden in Höhe von TEUR 818 gebildet. Davon entfallen TEUR 97 auf die Zuführung im Jahr 2023. Es erfolgt eine Abzinsung über die Gesamtlaufzeit von 10 Jahren bis Ende 2024.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Umsatz aus dem Verkauf von Produkten wird erfasst, wenn die entsprechend vertragliche Zusage an einen Kunden - durch Übertragung der Kontrolle über die vereinbarten Waren und Dienstleistungen - erfüllt wurde (Leistungsverpflichtung). Die Übertragung erfolgt im Moment der Warenannahme durch den Empfänger. Die Umsätze aus Erbringung einer internen Dienstleistung an Kunden werden gemäß der Leistungserbringung abgerechnet.

3) Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

In den Finanzanlagen ist ein langfristiges Darlehen an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 501 1.576
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49 1.994
Sonstige Vermögensgegenstände 503 378
1.053 3.948

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 1.994) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Dienstleistungen und Warenvertrieb gegenüber der Advanced Accelerator Applications MI France S.A.S. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 501 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 503 gegen Dritte weisen TEUR 499 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. TEUR 4 weisen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) auf den Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 503 (Vj. TEUR 378) betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuer für frühere Jahre sowie Forderungen für Dienstnehmerbeiträge.

c) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 70 und ist voll einbezahlt.

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Advanced Accelerator Applications S.A., Saint-Genis-Pouilly, Frankreich, gehalten.

d) Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Dekontamination sowie für Personalkosten gebildet. (absteigend nach Betrag)

e) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 347; Vorjahr: TEUR 453) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Dienst- und Serviceleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pool, Weiterbelastung und Warenbezug belaufen sich auf TEUR 2.452 (Vorjahr: TEUR 74).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf den Gesellschafter.

4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden hauptsächlich durch den Verkauf von pharmazeutischen Produkten an Dritte im Inland generiert. Der hieraus generierte Nettoumsatz inklusive erlösschmälernder Rabatte bzw. der Auflösung von Rückstellungen für Rabatte mit Krankenkassen betrug im Geschäftsjahr TEUR 6.859 (Vorjahr: TEUR 17.604).

b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

5) Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse

Im Berichtsjahr bestanden keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen ausschließlich gegenüber Dritten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 7.

c) Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 32 (Vorjahr: 49) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 32 (Vorjahr: 49) Angestellte sowie 0 (Vorjahr: 0) leitende Mitarbeiter.

d) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Alexander Schmidt, Country Manager Germany, München (seit dem 1. April 2024)

Simon Decker, Chief Financial Officer, München (seit dem 1. April 2024)

Dr. Dirk Holler, Country Manager Germany, Düsseldorf (bis zum 31. März 2024)

Jörg Bernstein, Chief Financial Officer, Marktheidenfeld (vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024)

Seraina Prünte, Chief Financial Officer, Nürnberg (bis zum 31. Dezember 2023)

e) Konzernverhältnisse

Die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH ist eine eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Advanced Accelerator Applications S.A. mit Sitz in Saint-Genis-Pouilly, Frankreich.

Die Advanced Accelerator Applications S.A., Frankreich stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird unter dem RCS - Registre du commerce et des sociétés offengelegt.

Die Advanced Accelerator Applications S.A., Frankreich wiederum gehört zur Novartis Gruppe, Basel.

Die Novartis AG, Basel/Schweiz, stellt als Obergesellschaft des Novartis-Konzerns den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzerngesellschaften auf. Der Konzernabschluss der Novartis AG, Basel/Schweiz, wird unter www.novartis.com offengelegt.

 

Bonn, den 12. Juni 2024

Geschäftsführung

Simon Decker

Dr. Alexander Schmidt

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 37.573,05 0,00 0,00 0,00 37.573,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.643.099,32 0,00 0,00 0,00 1.643.099,32
1.680.672,37 0,00 0,00 0,00 1.680.672,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.309.757,94 508.312,59 24.873,41 134.359,79 3.927.556,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 710.995,08 350.022,13 328,66 0,00 1.060.688,55
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 146.357,74 0,00 0,00 (134.359,79) 11.997,95
4.167.110,76 858.334,72 25.202,07 0,00 5.000.243,41
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.680.000,00 0,00 180.000,00 0,00 2.500.000,00
8.527.783,13 858.334,72 205.202,07 0,00 9.180.915,78
Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2022 lfd. Jahr Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 31.056,30 6.516,75 0,00 37.573,05 0,00 6.516,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 721.280,16 109.539,96 0,00 830.820,12 812.279,20 921.819,16
752.336,46 116.056,71 0,00 868.393,17 812.279,20 928.335,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.227.653,71 368.348,78 0,00 1.596.002,49 2.331.554,42 2.082.104,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 546.314,91 380.191,70 0,00 926.506,61 134.181,94 164.680,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 11.997,95 146.357,74
1.773.968,62 748.540,48 0,00 2.522.509,10 2.477.734,31 2.393.142,14
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500.000,00 2.680.000,00
2.526.305,08 864.597,19 0,00 3.390.902,27 5.790.013,51 6.001.478,05

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Advanced Accelerator Applications Germany GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Advanced Accelerator Applications Germany GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Advanced Accelerator Applications Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rackwitz, Wirtschaftsprüfer

Heining, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Advanced Accelerator Applications Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. Juni 2024 festgestellt.

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