Evoqua Water Technologies GmbH

Auf der Weide 10, 89312 Günzburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 15470
Vorher
cor GS GmbHSiemens Water Technologies GmbH
Eingetragen
9.4.2013
Branche
Wassergewinnung ohne Fremdbezug zur VerteilungWassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungBetrieb von Kläranlagen
Gegenstand
alle Aktivitäten im Bereich der kommunalen und industriellen Wasser- und Abwasseraufbereitung einschließlich zugehöriger Produktion und Dienstleistungen. Insbesondere die Projektierung, Fertigung, Verkauf und Montage von Dosiergeräten und -anlagen, einschließlich der zugehörigen Meß-, Steuer- und Regeleinrichtungen zur Zuteilung, Mischung und Dosierung von festen, flüssigen und gasförmigen Medien, sowie die Projektierung, Fertigung, Verkauf und Montage von Produkten und Anlagen zur Prozess- und Reinstwasseraufbereitung für Industrie- und Laboranwendungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Festerling
seit 2.1.2026
Geschäftsführer
Christian Santner
seit 1.9.2025
Geschäftsführer
Steffen Lange
seit 5.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
WTG Holdings B.V.NLD
89.00%
Xylem Inc.USA
11.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WTG Holdings B.V.
Netherlands
25.000 €
89.00%
Xylem Inc.
United States
3.090 €
11.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Evoqua Water Technologies GmbH

Günzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Evoqua Water Technologies GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Evoqua Water Technologies GmbH, Günzburg - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evoqua Water Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von EUR 11,1 Mio. ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. 

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 299.713,92 9.143,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 559.313,03 696.252,07
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.824.201,86 3.389.042,24
4. Software in Entwicklung 3.222.409,00 2.350.461,97
6.905.637,81 6.444.899,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.347.624,35 2.418.471,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 887.388,26 469.588,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.872,35 403.732,11
4. Vermietete / gemietete Erzeugnisse 61.685,94 87.755,66
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.677,80 79.851,46
3.797.248,70 3.459.399,69
10.702.886,51 9.904.298,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.511.638,63 6.431.533,21
2. Unfertige Erzeugnisse 1.787.754,41 2.089.999,99
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.754.264,46 -1.119.893,39
4. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.824.798,20 2.177.822,81
5. Geleistete Anzahlungen 49.397,91 132.795,42
9.419.324,69 9.712.258,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.444.757,21 6.745.680,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 526.043,42 354.802,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 232.704,20 209.487,35
15.203.504,83 7.309.970,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.493.540,09 14.479.061,68
41.116.369,61 31.501.290,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 487.377,77 430.667,24
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 65.512,00 0,00
52.372.145,89 41.836.256,89

Passiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 22.300.000,00 22.300.000,00
III. Verlustvortrag -6.944.204,01 -5.560.085,41
IV. Jahresüberschuss (i.V. Jahresfehlbetrag) 6.409.751,29 -1.384.118,60
21.790.547,28 15.380.795,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.282.298,16 17.496.061,44
2. Steuerrückstellungen 2.729.791,78 479.943,20
3. Sonstige Rückstellungen 5.457.910,74 4.598.734,06
26.470.000,68 22.574.738,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.695.005,46 1.637.664,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 705.192,63 854.888,57
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.711.399,84 1.388.169,16
4.111.597,93 3.880.722,20
52.372.145,89 41.836.256,89

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 80.321.443,54 57.366.089,76
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 55.928.642,80 41.120.764,18
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 24.392.800,74 16.245.325,58
4. Forschungs- und Entwicklungskosten 590.748,72 619.204,94
5. Vertriebskosten 8.652.099,28 8.447.216,21
6. Allgemeine Verwaltungskosten 5.698.339,09 5.121.992,37
7. Sonstige betriebliche Erträge 762.381,93 903.849,70
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.100.441,94 927.083,31
15.279.247,10 14.211.647,13
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 353.871,29 3.851,25
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 294.976,23 2.563.951,94
58.895,06 -2.560.100,69
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.723.702,00 816.114,00
12. Ergebnis nach Steuern 6.448.746,70 -1.342.536,24
13. Sonstige Steuern 38.995,41 41.582,36
14. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 6.409.751,29 -1.384.118,60

Anhang Geschäftsjahr 2022 / 2023

Grundlagen des Abschlusses der Evoqua Water Technologies GmbH, Günzburg

Der Jahresabschluss der Evoqua Water Technologies GmbH wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Berücksichtigung des GmbHG aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft. Sitz der Evoqua Water Technologies GmbH ist Günzburg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 15470 im Register des Amtsgericht Memmingen eingetragen.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr umfasst jeweils den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Evoqua Water Technologies GmbH erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal zehn Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht in Anspruch genommen, soweit es sich hierbei um die Entwicklung von Software handelt. Die Abgrenzung zwischen Forschung und Entwicklung erfolgt durch die Möglichkeit vorhandene technische Verfahren oder Forschungsergebnisse anzuwenden, unter der Berücksichtigung, ob mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass eine technische Realisierbarkeit gegeben ist.

Ein Ansatz der Entwicklungskosten erfolgt, sofern die Absicht, die Fähigkeit und auch die notwendigen Ressourcen gegeben sind, den Vermögensgegenstand fertig zu stellen und ein entsprechender Nachweis der angefallenen Kosten sowie des künftigen wirtschaftlichen Nutzens erbracht werden kann.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Zusammenhang mit den Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Hingegen werden andere Entwicklungs- und Forschungskosten wie bisher sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht. Das Wahlrecht wurde in Anspruch genommen, da analog dem allgemeinen Trend nach stetig weiterer Automatisierung und Kommunikation/Vernetzung die Programmierung von Software einen immer größeren Anteil an unseren Entwicklungskosten einnimmt.

Der im Rahmen des Asset Deal mit der Siemens AG zum 01.10.2013 entstandene derivative Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 8.473 wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung beträgt TEUR 565 p.a. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwerts. Diese repräsentieren insbesondere die in großer Zahl im Markt installierten Anlagen, das "Know-How" der Mitarbeiter sowie die im Unternehmen gelebten Prozesse, die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebs übernommen wurden. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ist eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, ist der niedrigere Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts beizubehalten.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Zusammenhang mit den Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 direkt im Aufwand erfasst. Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250, jedoch nicht mehr als EUR 800 betragen, werden aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Nutzungsdauer der Sachanlagen Jahre
Fabrik- und Geschäftsbauten 25 bis 33
Übrige Bauten 10
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14
Vermietete/Gemietete Erzeugnisse 3 bis 10

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten abzüglich Abwertungen für Ungängigkeit und Überalterung bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Fertigungsgrad zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Anteile der allgemeinen Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Des Weiteren werden im Anlagengeschäft ausreichende Abwertungen vorgenommen, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen. Weitere Abschreibungen für Preisrisiken werden dann gebildet, wenn die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der noch bis zum Verkauf anfallenden Kosten niedriger sind als die um die technischen Risiken bereinigten Herstellungskosten.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nach § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine pauschale Wertberichtigung von 1,00 % auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen, sonstigen Wertkorrekturen sowie die Umsatzsteuer verminderten Forderungsbestand gebildet.

Flüssige Mittel sind mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsaufwand ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Evoqua Water Technologies GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet.

Zur Sicherung der Versorgungszusagen wurden diese mit Vermögensgegenständen unterlegt und eine entsprechende Treuhandvereinbarung geschlossen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen temporäre Differenzen, werden darauf latente Steuern errechnet. Darüber hinaus sind auch Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung bei der Berechnung aktiver latenter Steuern zu berücksichtigen. Die sich daraus per Saldo ergebende aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 4.611 (Vorjahr: TEUR 4.580) wurde in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt. Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 28,60 %.

Die latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen sowie selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen.

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse gelten Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen wurden von den Umsatzerlösen abgezogen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage diesem Anhang beigefügt.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 27) (im Wesentlichen Mietkautionen) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 522) (im Wesentlichen Full-Service Verträge mit Investment).

Im Übrigen haben die Forderungen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Den Pensionsverpflichtungen in gesamter Höhe von TEUR 30.222 (Vorjahr: TEUR 29.083) steht ein zu errechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 12.328 (Vorjahr: TEUR 11.876) gegenüber.

Der darin enthaltene Anteil für die BSAV mit einer Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 3.251 und einem Deckungsvermögen von TEUR 3.316 wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 65 ausgewiesen (im Vorjahr: Ausweis unter der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 203).

Der Ausweis für die Altzusagen erfolgte aufgrund des passiven Überhangs unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 17.960. Die Pensionsverpflichtung für den Teil Altzusagen beträgt TEUR 26.971 und wurde mit einem Deckungsvermögen von TEUR 9.011 verrechnet (im Vorjahr: TEUR 17.005). Unter Berücksichtigung weiterer Verpflichtungen aus Sterbegeld und einer Pensionszusage (Frankreich) ergibt sich der Bilanzausweis in Höhe von TEUR 18.282 (Vorjahr: TEUR 17.496).

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Fondsanlagen (Gesamtwert: TEUR 12.328), die Anschaffungskosten betrugen TEUR 12.806.

4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und wird zum Stichtag von der WTG Holdings Coöperativ U.A. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande gehalten. Die WTG Holdings Coöperativ U.A., hat am 15. Dezember 2023 die Rechtsform auf B.V. geändert.

5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 30.222 (Vorjahr: TEUR 29.083). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem 10-jährigen durchschnittlichen Abzinsungssatz von 1,81 Prozent, einem Rententrend von 2,25 Prozent per annum und einer Fluktuationsrate zwischen 0,00 und 5,00 Prozent per annum. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2018G).

Der Erfüllungsbetrag gemäß § 253 HGB auf Basis des siebenjährigen Durchschnittszinses beträgt TEUR 31.041. Der hieraus resultierende ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 819.

6 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die folgenden Rückstellungen:

2022/23 2021/22
TEUR TEUR
Variable Vergütung 1.708 1.302
Ausstehende Rechnungen 1.015 262
Urlaubsrückstände 533 523
Weihnachtsgeld 498 466
Mängelhaftung 321 282
Jubiläum 308 330
Gleitzeit 286 313
Erfüllungsrückstand ATZ 280 475

7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 37) und resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 855) sowie aus Stock Compensation in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 0) und haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 278) sowie Sozialversicherungsträgern in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich Positionen mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre in Höhe von TEUR 1010 (Vorjahr: TEUR 0); die restlichen Positionen haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Aufgliederung der Umsätze

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

2022/23 2021/22
TEUR TEUR
Systeme 43.952 26.367
Service & Ersatzteile 26.929 22.904
Verbundbereich 10.334 8.712
Vermietung etc. 4 23
81.219 58.006
Erlösschmälerungen -898 -640
80.321 57.366

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sitz der Kunden:

2022/23 2021/22
EUR EUR
Inland 30.877 26.174
Ausland 49.444 31.192
80.321 57.366

2 Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 619). Darüber hinaus wurden TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 229) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wovon TEUR 311 auf Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und TEUR 209 auf Software in Entwicklung entfallen. Bei der Software in Entwicklung ergeben sich Zugänge in Höhe von TEUR 672 aus externen Zukäufen.

3 Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.529 sowie Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 1.993 zusammen. Daneben sind Aufwendungen für Fremdleistungen sowie Jahresabschluss von TEUR 282 enthalten. Weitere Aufwendungen ergeben sich unter anderem aus Abschreibungen, Reisekosten, Bankgebühren und sonstigen administrativen Kosten.

4 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 216) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Des Weiteren sind hier Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. Die Währungsumrechnung betreffen TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 190).

5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 565 sowie periodenfremde Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 7). Die Währungsumrechnung betreffen TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 351).

6 Zinsaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sowie ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 265 wurden innerhalb des Zinsaufwandes erfasst (Vorjahr: TEUR 1.205). Daneben sind hier Aufwendungen aus den pensionsgebundenen Fondsanlagen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 1.278) enthalten.

7 Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 25).

Sonstige Angaben

1 Materialaufwand

2022/23 2021/22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 36.531 22.203
Aufwendungen für bezogene Leistungen 415 248
36.946 22.451

2 Personalaufwand

2022/23 2021/22
Löhne und Gehälter 20.015 18.351
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.850 6.359
- davon für Altersversorgung: TEUR 1.239 (Vorjahr TEUR 2.933)
24.865 24.710

Der Personalaufwand enthält nicht den im Zinsaufwand ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Im Berichtsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 227 Mitarbeiter beschäftigt. Die 43 Teilzeitmitarbeiter sind anteilig (mit einer Anzahl von 29) einbezogen worden.

Mitarbeiter im Bereich 2022/23 2021/22
Fertigung / Auftragsabwicklung 166 168
Entwicklung 1 2
Vertrieb 47 47
Verwaltung 13 14
227 231

3 Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse.

4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo aus künftigen Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 382). Des Weiteren wurden feste Aufträge aus Rahmenkontrakten in Höhe von TEUR 1.420 (Vorjahr: TEUR 4.485) bei unseren Lieferanten platziert. Darüber hinaus bestehen handelsübliche offene Bestellungen aus unserem operativen Geschäft.

Der Aufwand aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- bzw. Mietgegenstand nicht der Evoqua Water Technologies GmbH zuzurechnen ist und bei denen die Evoqua Water Technologies GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 670). Gegenstand dieser Verträge sind insbesondere Kraftfahrzeuge, Immobilien, sonstige Anlagegegenstände sowie Software.

Am Bilanzstichtag bestehen aus solchen Leasing- und Mietverträgen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 921 (Vorjahr: TEUR 877), davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aus der nachfolgenden Übersicht ergeben sich die Fälligkeiten für Leasing- und Mietverträge:

fällig TEUR
2023/24 416
2024/25 312
2025/26 147
2026/27 40
2027/28 6
921

5 Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 68) veranschlagt.

6 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf TEUR 877. Er setzt sich wie folgt zusammen:

2022/23 2021/22
TEUR TEUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 877 378
877 378

Die Angabe zum ausschüttungsgesperrten Betrag in Bezug auf die Pension erfolgt unter Erläuterungen zur Bilanz 5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

7 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird seit der Übernahme der bisherigen Konzernmutter (Evoqua Water Technologies Corp. USA) am 24. Mai 2023 durch die Xylem Inc. mit Sitz in Indianapolis, Indiana, USA in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Xylem Inc. erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis, welcher über die Internetseite der Xylem Inc. bezogen werden kann.

8 Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2022/2023 an:

Steffen Lange Geschäftsführer Vertrieb und Technik, Bielefeld *
Ronald Chaffin Keating CEO, Granbury, Texas, USA * (ausgeschieden 05. Dezember 2023)
Benedict Joseph Stas CFO, Latrobe, PA, USA * (ausgeschieden 05. Dezember 2023)
Reinhold Wolfgang Zeiner Geschäftsführer Finanzen, Abenberg * (ausgeschieden 30. April 2024)
Jens Horst Barthel Prokurist Finanzen (seit 05. Dezember 2023 Geschäftsführer Finanzen * )

*) einzelvertretungsberechtigt

Die Angabe der Bezüge gemäß § 285 (9) HGB unterbleibt unter Anwendung des § 286 (4) HGB, da nur zwei der aktiven Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

9 Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 04. Dezember 2023 wurde das Stammkapital durch die Ausgabe von 3.090 neuen Geschäftsanteilen von EUR 25.000 auf EUR 28.090 erhöht. Die Xylem Inc mit Sitz in Indianapolis, USA, hat die neuen Anteile gegen Zahlung von EUR 21.583.163 übernommen. Das Aufgeld in Höhe von EUR 21.580.073 wurde der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zugeführt. Der bisherige Alleingesellschafter, die WTG Holdings Coöperativ U.A., hat die Rechtsform auf WTG Holdings B.V. geändert.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und wird aktuell wie folgt gehalten:

WTG Holdings BV, Amsterdam, Niederlande 89%
Xylem Inc., Indianapolis, Indiana, USA 11%

10 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.409.751,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Günzburg, 19. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Steffen Lange

Jens Barthel

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 855.814,25 311.261,90 0,00 0,00 1.167.076,15
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.771.818,33 19.471,28 0,00 9.290,00 1.800.579,61
3. Geschäfts- oder Firmenwert 8.472.605,66 0,00 0,00 0,00 8.472.605,66
4. Software in Entwicklung 2.350.461,97 881.237,03 0,00 -9.290,00 3.222.409,00
13.450.700,21 1.211.970,21 0,00 0,00 14.662.670,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.983.416,44 3.382,63 12.986,17 0,00 2.973.812,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.072.863,06 480.154,79 79.348,02 53.101,50 1.526.771,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.707.336,20 100.495,85 120.877,24 0,00 1.686.954,81
4. Vermietete / gemietete Erzeugnisse 185.364,27 25.103,15 64.082,15 0,00 146.385,27
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.851,46 139.927,84 0,00 -53.101,50 166.677,80
6.028.831,43 749.064,26 277.293,58 0,00 6.500.602,11
19.479.531,64 1.961.034,47 277.293,58 0,00 21.163.272,53
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 846.671,25 20.690,98 0,00 867.362,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.075.566,26 165.700,32 0,00 1.241.266,58
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.083.563,42 564.840,38 0,00 5.648.403,80
4. Software in Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00
7.005.800,93 751.231,68 0,00 7.757.032,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 564.944,94 74.122,85 12.879,24 626.188,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 603.274,10 110.347,00 74.238,03 639.383,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.303.604,09 166.655,30 117.176,93 1.353.082,46
4. Vermietete / gemietete Erzeugnisse 97.608,61 39.658,19 52.567,47 84.699,33
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.569.431,74 390.783,34 256.861,67 2.703.353,41
9.575.232,67 1.142.015,02 256.861,67 10.460.386,02
Buchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 299.713,92 9.143,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 559.313,03 696.252,07
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.824.201,86 3.389.042,24
4. Software in Entwicklung 3.222.409,00 2.350.461,97
6.905.637,81 6.444.899,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.347.624,35 2.418.471,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 887.388,26 469.588,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.872,35 403.732,11
4. Vermietete / gemietete Erzeugnisse 61.685,94 87.755,66
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.677,80 79.851,46
3.797.248,70 3.459.399,69
10.702.886,51 9.904.298,97

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die Evoqua Water Technologies GmbH, Günzburg, (nachfolgend "Evoqua") mit der Kernmarke Wallace & Tiernan zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Spezialisten in der Entwicklung und Herstellung von Desinfektions-, Mess- und Regelanlagen in allen Bereichen der Wasseraufbereitung in seinen Kernmärkten. Ergänzend vertreibt die Gesellschaft Filtrationsanlagen für Schwimmbeckenwasser (Defender) sowie UV-Anlagen der Marke ATG.

Daneben ist Evoqua auch im Bereich der Prozess- und Reinstwasseraufbereitung Partner für die unterschiedlichsten Labor- und Industriekunden (Pharma, Power und Mikroelektronik).

Die Stärke von Evoqua liegt neben einer breiten Palette von Standardprodukten auch in der Fähigkeit, diese bei der Konzeption und Umsetzung von individuellen komplexen Applikationslösungen in Projekten einzusetzen.

Dadurch ergibt sich ein breites Anwendungsspektrum in unterschiedlichen Branchen; z. B. Einsatz in den Bereichen kommunale Trink- und Abwasseraufbereitung, Schwimmbeckenwasser, Sanitärtechnik, Legionellen-Bekämpfung, Nahrungsmittelindustrie und Labor- und Prozesstechnik.

Des Weiteren werden für alle genannten Anwendungsbereiche Serviceleistungen angeboten. Evoqua beschäftigt zahlreiche Servicemitarbeiter im gesamten Bundesgebiet sowie in Frankreich, um einen schnellen Einsatz gewährleisten zu können.

Die bisherige Konzernmutter Evoqua Water Technologies Corp. mit Sitz in Pittsburgh, USA wurde am 24. Mai 2023 durch die Xylem Inc. mit Sitz in Indianapolis, Indiana, USA übernommen. Durch die Zugehörigkeit zur Xylem-Gruppe mit zahlreichen Standorten weltweit verfügt die Evoqua Water Technologies GmbH über ein internationales Netzwerk. Je nach Region werden die Kunden direkt oder über die regionalen Schwesterfirmen vor Ort bzw. über Wiederverkäufer beliefert.

Evoqua ist an folgenden Standorten vertreten:

Günzburg (Hauptsitz)

Barsbüttel (unselbständige Betriebsstätte)

Berlin (unselbständige Betriebsstätte)

Nanterre (Betriebsstätte in Frankreich)

Der Hauptsitz am Standort Günzburg fungiert als Hauptproduktionsstandort von Wallace & Tiernan Produkten innerhalb des Evoqua Konzerns. Ebenso werden hier auch unsere Prozess- und Reinstwasseranlagen produziert. Gleichzeitig werden über diesen Standort auch Produkte aus den USA für die europäischen Märkte vertrieben.

Die Standorte Barsbüttel, Berlin und Nanterre dienen als zusätzliche Vertriebsbüros bzw. Servicestationen.

Forschung und Entwicklung

Als zentraler Entwicklungsstandort der Marke Wallace & Tiernan entwickeln und konstruieren wir für die Bedürfnisse auf dem globalen Markt.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung ("F&E") liegen bei TEUR 591 zzgl. aktivierter Eigenleistungen für die Entwicklung von neuer Produktsoftware in Höhe von TEUR 520.

Darüber hinaus wurden Entwicklungsleistungen für eine neue Produktplattform in Höhe von TEUR 673 erworben.

Die im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen auf eigene aktivierte Entwicklungskosten betragen TEUR 21.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wesentlichen die folgenden Entwicklungsprojekte zum Abschluss gebracht und in den Markt eingeführt:

Im Bereich Chlorelektrolyse wurden Kernkomponenten der Elektrolyseanlagen wie Um- und Gleichrichter in den Standardgeräteserien überarbeitet sowie das Portfolio um eine Kompaktanlage (BPAK) mit größerer Leistung erweitert.

Im Bereich Chlorgastechnik wurden weitere Versionen der automatischen Abschalt- und Schließeinrichtungen für Chlorbehälter für Fassanlagen eingeführt.

Im Bereich der Mess- und Regeltechnik wurde das elektronische Board der 400'er Serie komplett erneuert und auf den heutigen Stand gebracht.

In den Laboranlagen Labostar und Ultraclear wurden neue Bediendisplays und elektronische Mengenregelungen eingeführt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Die Situation in Deutschland, Skandinavien, West- und Osteuropa hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere im 2. Halbjahr nicht verbessert. Insbesondere die globalen Krisen mit Kriegen in der Ukraine und Gaza sowie geringen Investitionen in Europa insbesondere in Deutschland belasten das Geschäft. Die Märkte im Mittleren Osten zeigen sich dagegen sehr robust. Positiv ist die Entspannung bei Lieferungen insbesondere bei elektronischen Komponenten. Davon hat das Unternehmen profitiert. Weiterhin hat die Erweiterung des Portfolios durch die Übernahme des Vertriebes von EDI Produkten zu einem außerordentlichen Wachstum in der Gesellschaft geführt.

Der administrative Aufwand ist weiter stark steigend mit stets neuen Forderungen von Zertifizierungen, Auditierung sei es z. B. bei Anmeldungen/Genehmigungen oder in Bezug auf die Zulassung von Produkten, insbesondere durch RoHS und REACH, die darauf abzielen, schädliche Materialien und Chemikalien bei der Herstellung neuer Geräte zu vermeiden.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Zur Steuerung der Evoqua werden Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) als wesentliche Leistungsindikatoren herangezogen.

Im Geschäftsjahr verzeichnete die Gesellschaft eine positive Umsatzentwicklung mit einer signifikanten Steigerung um 40% auf 80,3 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf die Erweiterung des Produktportfolios und der Realisierung von einigen Großprojekten, sowie nicht zuletzt auch auf den Abbau des aufgrund von Lieferengpässen überhöhten Auftragsbestands aus dem Vorjahr zurückzuführen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz liegt bei 30,4 % der Umsatzerlöse und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um 2,1 %-Punkte verbessert.

Absolut gesehen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 8.147 bzw. 50,1% auf TEUR 24.393 gestiegen. Dieser, im Vergleich zum Umsatz leicht überproportionale Anstieg der Marge ist auf konstante Personalkosten sowie auf relativ stabile Fixkosten zurückzuführen. Der tarifbedingte Anstieg der Löhne und Gehälter wurde im Wesentlichen durch die geringeren Pensionsservicekosten und Effizienzsteigerungen ausgeglichen.

Analog zu den Herstellkosten, haben auch in den Funktionskosten die geringeren Pensionsservicekosten zur Dämpfung der Personalkosten beigetragen, konnten jedoch die erhöhten Kosten im Hinblick auf die Regionalisierung und Ausweitung des Produktportfolios nicht ausgleichen. Letztendlich ist das EBIT im Vergleich zum Vorjahr jedoch um TEUR 7.080 auf insgesamt TEUR 9.114 gestiegen.

Wie schon in den Vorjahren ist das EBIT durch die planmäßige Abschreibung des Firmenwerts mit TEUR 565 sowie einem Konzernservicevertrag mit zusätzlichen Kosten in Höhe von ca. 2,2 Mio. EUR belastet.

Das positive Finanzergebnis in Höhe von TEUR 59 (VJ: negativ TEUR 2.560) hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Die veränderte Zinssituation an den Kapitalmärkten ermöglichte seit langem wieder Zinserträge auf Bankguthaben in Höhe von TEUR 346; daneben macht sich der niedrige Rechnungszinssatzes für die Aufzinsung der Pensionsrückstellung und dessen geringe Veränderung zum Vorjahr bemerkbar. Neben der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 265 (VJ: TEUR 1.205), schlagen sich hier auch die Aufwendungen aus dem Kursrückgang der pensionsgebundenen Fondsanlagen in Höhe von TEUR 22 (VJ: TEUR 1.278) nieder.

Der Effekt aus der Erhöhung des Rechnungszinssatzes von im Vorjahr 1,77 % auf nun 1,81 % beträgt TEUR 215.

Im laufenden Geschäftsjahr konnte somit ein Jahresüberschuss von TEUR 6.410 erwirtschaftet werden (VJ: Jahresfehlbetrag TEUR 1.384).

Vermögens- und Finanzlage

- Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.536 auf TEUR 52.372 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 7,7 Mio. EUR. Der Grund hierfür ist überwiegend stichtagsbedingt aber auch ganz grundsätzlich den höheren Umsätzen geschuldet. Analog hierzu hat sich auch das Bankguthaben um 2 Mio. EUR erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich durch hohe Investitionen in die Produktentwicklung, insbesondere für eine neue Produktplattform, trotz planmäßiger Abschreibungen um ca. 0,5 Mio. EUR erhöht. Auch das Sachanlagevermögen hat sich durch hohe Investitionen in den Bereich Automatisierung, nach Abschreibungen um 0,3 Mio. EUR gesteigert.

Die Vorräte sind nahezu konstant, bewegen sich jedoch nach wie vor aufgrund der Bevorratung von Engpassmaterial auf einem hohen Niveau.

Für den Anstieg auf der Passivseite ist die Zuführung zu den Steuerrückstellungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR maßgeblich.

Wie in den Vorjahren trägt auch die Zuführung zur Pensionsrückstellung zum Anstieg bei. Daneben ist ein im Wesentlichen stichtagsbedingter Anstieg in Bezug auf die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zu verzeichnen.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresüberschuss gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei 41,6 % (im Vorjahr 36,8 %). Die übrigen Bilanzrelationen haben sich nicht signifikant verändert.

- Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.961 (Vorjahr TEUR 1.639) getätigt. Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um den Kauf einer Entwicklungsleistung für eine neue Produktplattform sowie produktionstechnische Automatisierungen und neue technische Anlagen in der Reparatur.

- Liquidität

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 3.968 und bewegt sich damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.799). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit TEUR -1.953 negativ (VJ: TEUR -1.635).

Durch die hohe Innenfinanzierungskraft ist der Netto-Cashflow im Ergebnis bei TEUR 2.014.

Aufgrund des positiven Cashflows stand der Gesellschaft ausreichend Liquidität zur Verfügung und diese war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund des zu erwartenden Geschäftsverlaufs im Geschäftsjahr 2024, einem soliden Bestand an liquiden Mitteln sowie Zugang zum konzerninternen Cash-Pooling sind auch weiterhin keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

Zusammenfassende Beurteilung

Vor dem Hintergrund der eingangs geschilderten schwierigen Rahmenbedingungen ist die Geschäftsführung mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr zufrieden; die Entwicklung des Umsatzes sowie des EBIT bewegten sich über dem erwarteten Bereich.

IT-Prozesse

Sämtliche IT-Leistungen werden innerhalb der Xylem Gruppe gebündelt; damit ist sichergestellt, dass weltweit ein definierter Standard und ein einheitliches Sicherheitskonzept Anwendung findet.

Für eine effiziente und transparente Gestaltung der Geschäftsprozesse werden integrierte sowie standardisierte Informations- und Kommunikationsplattformen zur Verfügung gestellt.

Möglichen IT-Risiken, auch im Hinblick auf einer wachsenden Bedrohung durch mögliche Cyberangriffe, werden mit einer entsprechenden, technischen Infrastruktur und zusätzlichen weitgehenden Maßnahmen und Konzepten für Notfälle, Datensicherungen sowie Schutzsoftware und -hardware begegnet.

Im Rahmen der digitalen Transformation wurde die digitale Dokumentation weiter vorangetrieben.

Umwelt- und Arbeitsschutz

Das Unternehmen unterhält ein Qualitätsmanagementsystem und ist nach DIN EN ISO 9001-2015 zertifiziert.

Produkte, Fertigungs- und Qualitätsanforderungen werden nach einschlägigen Normen und Prüfzeichen (wie CE, UL, CSA, NSF, QPS) für nationale als auch internationale Anforderungen entwickelt und kontrolliert.

Die Einhaltung der Richtlinien im Umweltrecht und Arbeitsschutz und die Einhaltung von Sozialstandards sind zentraler Bestandteil unseres Unternehmens.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Am Standort Günzburg geben wir derzeit 9 Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. Die Möglichkeit zur Altersteilzeit wird angeboten und ist auf 4 % der Anspruchsberechtigten begrenzt. Aktuell befinden sich 7 Mitarbeiter in Altersteilzeit, wovon sich 5 Mitarbeiter bereits in der Freistellungsphase befinden.

Aufbauend auf den Erfahrungen während der Pandemie sowie den technischen Errungenschaften der letzten Jahre, wurde eine Betriebsvereinbarung geschlossen, die den Mitarbeiter auch nach der Pandemie ein mobiles Arbeiten von bis zu 50 % der monatlichen Arbeitszeit ermöglicht, sofern dies vom Mitarbeiter gewünscht wird und mit den betrieblichen Belangen im Einklang steht.

Neben den Weiterbildungs- bzw. Trainingsmaßnahmen bietet die Gesellschaft regelmäßig kostenlose Vorsorge- und Präventionsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten an.

Außergewöhnliche Mitarbeiterleistungen werden auf vielfältige Weise, d.h. auch finanziell gewürdigt.

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wird den Mitarbeitern gegen eine geringe Eigenbeteiligung Zugang zu einem landesweiten Netzwerk von Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen gewährt. Daneben wird den Mitarbeitern als weiterer Benefit das Dienstrad-Leasing angeboten.

Nicht zuletzt gewährt Evoqua allen Mitarbeitern eine durch das Unternehmen finanzierte betriebliche Altersvorsorge. Zur Sicherung der hierfür künftig nötigen Liquidität werden im Rahmen einer Treuhandvereinbarung entsprechende finanzielle Mittel auf Treuhandkonten einbezahlt und investiert.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

In den Ländern des mittleren Ostens ergeben sich neue Möglichkeiten zum Einsatz der Desinfektions- und MSR - Lösungen, aber auch die industriellen Märkte im Pharmabereich, zeigen einen stetig wachsenden Bedarf an sicheren und modernen Desinfektionslösungen.

Der Trend zu chemiefreier Desinfektion hält an und wird durch den Vertrieb der Schwesterprodukte der Marke ATG vorangetrieben.

Risiken

- Finanzwirtschaftliche Risiken

Forderungen

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden fortlaufend überwacht; die Gesellschaft versucht jedoch schon im Rahmen der Vertragsverhandlungen, Ausfallrisiken zu erkennen und durch geeignete Zahlungsbedingungen und -methoden zu minimieren. Teilweise werden diese zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Krisenbedingte Forderungsausfälle konnten bisher abgewendet werden, sind jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Aktuell sind jedoch keine erhöhten Ausfallrisiken aus offenen Forderungen erkennbar.

Zinssätze

Um der stark angestiegenen Inflation entgegenzuwirken, wurden die Zinsen auf den Kapitalmärkten angehoben. Dies wirkt sich zwar positiv auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellung aus, führt jedoch tendenziell zu Kursverlusten beim fondsgebundenen Deckungskapital. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung ergeben sich ansonsten keine erkennbaren Risiken.

Liquidität

Die Liquidität wird sorgfältig geplant sowie permanent überwacht. Der Cashflow der Gesellschaft weist durch den Aufbau der Pensionsrückstellung eine hohe Innenfinanzierungskraft aus, sodass Investitionen aus dem operativen Geschäft getätigt werden können. Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung, der stabilen Liquiditätslage sowie zur Verfügung stehenden Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns bestehen keine erkennbaren Liquiditätsrisiken.

Währungsrisiken

Am Bilanzstichtag bestehen keine Risiken aus Termin- oder Derivatgeschäften.

Der Saldo aus den Erträgen aus Währungsgewinnen und den betrieblichen Aufwendungen aus Währungsverlusten belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -82 (Vorjahr TEUR -161). Sofern wesentliche Risiken aus Währungsschwankungen entstehen können, werden entsprechende Sicherungsinstrumente eingesetzt.

- Marktrisiken

Wettbewerbsrisiken

Der Schwimmbadmarkt im deutschsprachigen Raum ist stark umkämpft und aktuell gesättigt. Durch ein motiviertes Vertriebsteam, eine hohe Verfügbarkeit unserer Produkte sowie einer verbesserten Vertriebsarbeit ist ein weiterer Zugewinn von Marktanteilen vom Wettbewerb zu erwarten. Der deutschsprachige Trinkwassermarkt bietet Chancen zu Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen (zusätzliche Sicherheitseinrichtungen).

Potentiale sind weiterhin im industriellen Markt zum Beispiel durch Chlordioxidanlagen und UV - und Ozonsysteme erkennbar.

Absatz- und einkaufsseitige Preisrisiken

Die durch verschiedene Krisen ausgelöste anhaltende Material-/Energieknappheit hat die Inflation weiter angeheizt. Weitere Kostensteigerungen durch Tarifabschlüsse stehen bereits fest.

Sehr hohe Einkaufs- und Materialpreise sowie der stetige Preis- bzw. Wettbewerbsdruck durch geringere Investitionsbudgets auf Kundenseite können das Ergebnis der Gesellschaft in Zukunft in Form von sinkenden Margen belasten. Vor allem die angespannten Haushaltslage der öffentlichen Hand, könnte Ersatz- bzw. Neuinvestitionen hemmen. Höhere Materialpreise werden, wo möglich, an die Kunden weitergegeben.

Die anhaltende Materialknappheit auf dem Weltmarkt stellt sowohl in der Beschaffung wie auch in Bezug auf die Einhaltung von kundenseitigen Lieferterminen eine Herausforderung dar.

Mittels eines periodischen Berichtswesens werden die internen Steuerungsmessgrößen jedoch kontinuierlich überwacht und mit den Plandaten verglichen. Damit lassen sich Risiken frühzeitig erkennen und es können geeignete Maßnahmen zur Korrektur ergriffen werden.

Im Fall von neu auftretenden oder sich verstärkenden Krisen können sich bedingt durch Störungen der Wertschöpfungsketten sowie möglichen Lieferengpässen negative Auswirkungen auf den Umsatz ergeben und stellen daher ein gewisses Risiko für das Geschäft dar. Die Gesellschaft kann jedoch auch aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre, wirksame umfangreiche Maßnahmen zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebes ergreifen.

Die Geschäftsführung sieht insofern keine entwicklungsbeeinträchtigenden Tatsachen oder Risiken, die die Unternehmensfortführung im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und die vollständige und jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gefährden könnten.

Prognosebericht

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung Herausforderungen durch weitere Integration in die Xylem Gruppe und einem unverändert niedrigen Investitionsverhalten in einigen Kernmärkten. Die Kostensteigerungen bei den Einkaufspreisen für Materialien wird als stabil bis leicht steigend erwartet. Die Nachfrage ist, unabhängig von den globalen Herausforderungen nach unseren Produkten im internationalen Bereich leichtzunehmend. Verschärfungen der internationalen Krisen können diese Nachfrage jederzeit wieder bremsen.

Aufgrund sich überlagernder geopolitischer Krisen sind aktuelle Wachstumsprognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Durch die Integration in den Xylem Konzern und den dadurch möglichen Synergien im Hinblick auf das Produktportfolio, ergab sich für das Jahr 2023 / 2024 ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen %-Bereich. Durch die Markteinführung von neuen innovativen Produkten ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 / 2024 weiteres Wachstum auf dem globalen Wassermarkt.

In Folge der zusätzlichen Deckungsbeiträge sowie Prozess- und Automatisierungsvorhaben sowie positiver Effekte aus der Xylem-Integration ergab sich für das Jahr 2023 / 2024 eine EBIT-Verbesserung analog zum Umsatzwachstum.

Auch für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen %-Bereich mit einer EBIT-Verbesserung analog zum Umsatzwachstum.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Evoqua Water Technologies GmbH den Anforderungen zur Risikofrüherkennung Rechnung trägt und alle Maßnahmen und Vorbereitungen getroffen hat, um auch in Zeiten mit Inflation und Krisen den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

 

Günzburg, 19. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Steffen Lange

J. Barthel

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