Duden Learnattack GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silvia Brigitte Jakob seit 26.4.2024 | Geschäftsführer |
Christine Hauck seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Martina Marion Fiddrich seit 1.8.2022 | Geschäftsführer |
Meeuwis van Arkel seit 1.8.2022 | Geschäftsführer |
Tobias Kaase seit 21.5.2013 | Prokura |
Herbert Dr. Wolfsteller seit 21.5.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bibliographisches Institut GmbHBerlin(vormals: Mannheim)Jahresabschluss 2012Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012der Bibliographisches Institut GmbH, MannheimBilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
Anhang zum Jahresabschluss der Bibliographisches Institut GmbH zum 31. Dezember 20121. Grundsätzliche AngabenDer Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Soweit ein Wahlrecht zur Darstellung gesetzlich bestimmter Sachverhalte in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung oder im Anhang besteht, erfolgen die Angaben teilweise im Anhang. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und in der Regel in drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Nutzung vertraglich zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend der vertraglichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Firmenwerte werden entsprechend der erwarteten Geschäftsentwicklung des Verlagsprogramms und der Marken über sieben Jahre abgeschrieben. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Geringwertige Anlagegüter bis 150 € Anschaffungskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Für Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 €, die zwischen dem 1. Januar 2008 und 31. Dezember 2010 zugegangen sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20 % linear abgeschrieben wird. Seit 1. Januar 2011 werden Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 € bis 410 € als Anlagevermögen aktiviert, jedoch im Geschäftsjahr in voller Höhe sofort abgeschrieben. Sie werden im Zugangsjahr zugleich als Abgang gezeigt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 410 € werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Buchwerten bilanziert. Die gesetzlich vorgeschriebene Wertaufholung wurde berücksichtigt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten einbezogen, zum Teil erfolgt die Ermittlung retrograd ausgehend vom Verkaufspreis. Alter und eingeschränkte Verwendbarkeit der Vorräte werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Für in Vorjahren abgeschriebene, jedoch noch verkäufliche Vorräte wurden Zuschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die Bildung der Einzelwertberichtigung erfolgte wie im Vorjahr nach Einzelbetrachtung von Forderungen/Debitoren und zusätzlich eine pauschalierte Wertberichtigung aufgrund der Forderungsfälligkeiten. Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen (T€ 14.207) werden mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf der Basis eines Rechnungszinses von 5,04 %, unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends von 2,5 % p.a. und eines Rententrends von 1,5 % p.a. errechnet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden im Geschäftsjahr die Richttafeln RT 2005 G zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, aus denen sich insgesamt eine Steuerentlastung ergeben würde, wurden nicht als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 3. Entwicklung des AnlagevermögensDie Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sowie die im Jahr 2012 vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus der nachstehenden Aufstellung.
4. Geleistete Anzahlungen
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen zum überwiegenden Teil Forderungen aus Warenlieferungen an Buchhändler und Kaufhäuser. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zum Stichtag im Wesentlichen Forderungen aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus dem Auslieferungsvertrag mit der Cornelsen Verlagskontor GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das abgezinste Körperschaftssteuerguthaben, welches aus dem Übergang vom steuerlichen Anrechnungsverfahren auf das Teileinkünfteverfahren resultiert. 6. Rechnungsabgrenzungsposten
7. Gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital gliedert sich in zwei Geschäftsanteile. 8. Gewinnrücklagen
Entwicklung der Gewinnrücklagen
9. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen einen Rechnungszinssatz von 5,04 % einschließlich der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenentwicklungen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für Abfindungen und Altersteilzeit, für die Restrukturierung, Beratung, drohende Verluste, rückständige Urlaubsansprüche, ausstehende Remittenden, Ausgleichsansprüche der Handelsvertreter, Tantiemen, Archivierung und alle sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt. 10. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. 11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
12. Umsatzerlöse
13. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH in Höhe von T€ 1.556. Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Kostenumlagen für Personal-, Raum- und Sachkosten an Tochtergesellschaften und Konzernunternehmen sowie Erträge aus Vertriebs- und Auslieferungskosten von Kooperationspartnern. Ferner sind Erträge aus erstatteten Remissionen, Werbe- und Druckkostenzuschüssen sowie sonstigen Kostenweiterbelastungen enthalten. 14. Materialaufwand
15. Personalaufwand
16. Abschreibungen
Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.109 vorgenommen. 17. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Marketing-, EDV- und Auslieferungskosten, Aufwendungen für Beratungsleistungen, Raum- und Reisekosten sowie allgemeine Verwaltungskosten. 18. Beteiligungsergebnis
19. Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen beinhalten T€ 750 aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen nach den BilMoG-Bestimmungen. 20. Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für die Restrukturierung in Höhe von T€ 12.548 sowie einen Verschmelzungsverlust einer Tochtergesellschaft von T€ 24. 21. Mitarbeiter
22. Aufschlüsselung des Honorars für den AbschlussprüferDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt:
23. Beteiligungsverhältnisse und KonzernabschlussDas Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin. Gemäß § 291 II Nr. 3 HGB ist die Bibliographisches Institut GmbH von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. 24. Gesamtbezüge der GeschäftsführungDie Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf € 456.291,92. Für Pensionszusagen aktiver Mitglieder sind € 234.909,00 zurückgestellt. Für Verpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern und ihren Hinterbliebenen sind € 4.322.419 zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen € 243.787,29. Mitglieder der Geschäftsführung sind:Marion Winkenbach Verlegerin Heidelberg Timo Blümer Kaufmann Hirschberg 25. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsDa im Geschäftsjahr ein Bilanzverlust ausgewiesen wird, ist dieser zwingend auf neue Rechnung vorzutragen. 26. Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
1 Ergebnis vor Gewinnabführungsvertrag
Mannheim, den 22.03.2013 Die Geschäftsführung LageberichtA. Darstellung des GeschäftsverlaufsDie Konjunktur in Deutschland verzeichnete im Jahr 2012 insgesamt einen leichten Aufschwung. Eine Steigerung der Exporte 2012 im Vergleich zum Vorjahr führte zu einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von rund 0,7 %. Während der Einzelhandel für 2012 mit einem realen Wachstum von etwa +2 % rechnet, koppelte sich die Buchbranche jedoch von dieser positiven Entwicklung weitestgehend ab und schloss das Jahr 2012 mit einem Minus von einem Prozent über alle Vertriebswege. Nach sieben Jahren im Plus ist 2012 das zweite Jahr mit Umsatzverlusten. Die Gründe hierfür liegen u.a. am gebremsten Wachstum des Online-Buchhandels und dem in Deutschland erst anlaufenden Geschäft mit E-Books. Beide Effekte hatten nur eine geringe kompensatorische Wirkung auf den spürbaren Rückgang im Sortimentsbuchhandel (-3,7 %). Im stationären Buchhandel gab es daher auch weitere Flächenreduzierungen, mit denen auch in Zukunft zu rechnen ist. Die Geschäftsentwicklung war geprägt von der Restrukturierung und Neuausrichtung der Gesellschaft. Das Unternehmen gliederte sich in 2012 in die vier Geschäftsbereiche:
Geschäftsbereich Kinder- und JugendbuchVon den ersten Pappbüchern für Kleinkinder über Sachbücher für Grundschulkinder bis hin zu Romanen für Jugendliche reicht das Programm dieses Verlagsbereichs. Nach einem durchschnittlichen Geschäftsverlauf des Bereiches wurde im Sommer 2012 die Entscheidung getroffen, diesen Geschäftsbereich zu veräußern, was mit Abschluss eines Asset-Deal Vertrages mit dem Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag GmbH zum 14.01.2013 erfolgte. Geschäftsbereich Wörter- und SachbuchWörterbuchDer Absatz des wichtigstens Titels Duden I in der 25. Auflage erfolgte in der Standard-Handelsausgabe weiterhin auf hohem Niveau und leicht über unseren Erwartungen. Eine fünfbändige limitierte Duden Sonderedition für die Zeit erlangte sehr gute Abverkäufe, ebenso die erfolgreiche Kooperation mit der BILD-Zeitung für den Volks-Duden. Ein gemischtes Bild mit leichter Abweichung nach unten zeigt sich in den übrigen Bänden der Dudenreihe 2-12. Insbesondere das Stilwörterbuch und die Grammatik blieben unter den Erwartungen, während D5 (Fremdwörter) und D8 (Synonyme) relevante positive Abweichungen aufweisen. Positive Umsatzzahlen erzielte das im Januar 2012 erschienene Schweizerhochdeutsch Wörterbuch. Der Markt wird hier unverändert zu einem großen Teil durch die Titel des BI als Marktführer definiert. Ratgeber, Sachbuch, AtlantenIn diesem Geschäftsbereich erzielten die Rätselbücher über den Planwerten liegende Abverkäufe, vor allem durch die Weltbild Sonderausgabe des Profi-Kreuzworträtselbuches. "Meyers Atlas der fiktiven Orte" und "Unnützes Sprachwissen", welches vielfach begeistert rezensiert wurden, erzielten große Abverkäufe. Artemis &Winkler/ AlbatrosEnde 2011 fiel der Beschluss, das Imprint Albatros aufzugeben und die Aktivitäten auf die Pflege des A & W-Programms zu konzentrieren. Alle Programmunterbereiche, außer der Hörbücher für Erwachsene, liegen in diesem Geschäftsbereich unter den Planerwartungen. Programmhighlights wie der Goethe- und der Literaturkalender erreichten 2012 nicht die geplanten Umsatzzahlen. Geschäftsbereich Schulbegleitendes LernenDer Verlagsbereich schulbegleitendes Lernen richtet sich an die Hauptzielgruppe Eltern. Schulbegleitende Lernhilfen und Nachschlagewerke versorgen das Kundenbedürfnis, den schulischen Erfolg mit häuslichem Lernen zu unterstützen und zu fördern. Das Bibliographische Institut hat mit der Zusammenführung von Produkten der Marken Duden und Cornelsen Scriptor seinen Marktanteil als Vollanbieter schulbegleitender Lernprodukte zwar weiter ausgebaut, hat aber auch stärker als der Wettbewerb Umsatzeinbußen hinnehmen müssen in diesem insgesamt schrumpfenden Markt. Der Schrumpfungsprozess des Nachmittagsmarkts setzte sich 2012 fort, ist aber im Vergleich zu den Vorjahren gebremst. Während der Marktrückgang von 2010 auf 2011 noch -11% betrug, war der Markt 2012 lediglich -2,7% rückläufig. Der Rückgang der Media Control Umsätze des BI betrug 2011 noch extreme -18%, 2012 beläuft er sich auf "nur" -6,1%. Während die Lernhilfen unter der Marke Cornelsen Scriptor deutlich unter den Erwartungen blieben, zeigte der Vorjahresvergleich der Duden-Lernhilfen einen Zuwachs von +5,4%. Diese Trendwende zeigt, dass die Duden-Lernhilfen die Talsohle im Sortiment durchschritten haben und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Bibliographischen Institut 2012 wieder Zuwächse verzeichnen. Die Entwicklung bestätigt die im Sommer 2012 getroffenen Entscheidungen zur Programmschärfung und -reduzierung. Geschäftsbereich SprachtechnologieDas Jahr 2012 verlief für den Geschäftsbereich Sprachtechnologie nicht nach den planmäßigen Umsatzerwartungen, daher wurde in der zweiten Jahreshälfte ein neues Vertriebskonzept erarbeitet, welches im Jahr 2013 umgesetzt wird. Produktseitig konnte die Neuentwicklung der Duden Proof-Engine - dem Kern aller Korrekturprogramme - entscheidend vorangetrieben werden, sodass in 2013 mit dem vollständigen Abschluss der neuen Version gerechnet wird. Mit dieser neuen Version wird ein schnelleres und qualitativ besseres Prüfen möglich sein. Dadurch können neue Kundenkreise im B2B-Umfeld erschlossen werden. Erfreulich stabil entwickelte sich dagegen in diesem Geschäftsbereich das Segment der Content-Lizenzen. RestrukturierungAufgrund der andauernden und voraussehbar anhaltenden Rückgänge in den bisherigen Kernmärkten des Unternehmens, verbunden mit den Flächenreduzierungen im stationären Buchhandel, dem wichtigsten Vertriebskanal, ist bei unveränderter Fortführung in den klassischen Print-Bereichen des Unternehmens nicht mehr von einem perspektivischen Turn around der wirtschaftlichen Situation und einer positiven Umsatzentwicklung auszugehen. Die Geschäftsführung hat sich daher zusammen mit dem Gesellschafter zu einer umfassenden Restrukturierung entschieden, um für diese Entwicklung gewappnet zu sein und das Unternehmen in eine profitable zukünftige Entwicklung zu führen. Ziel der Restrukturierung ist die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens durch eine dauerhaft positive Ertragslage ab 2014. Im Juli 2012 wurde daher von der Geschäftsführung eine tiefgreifende Restrukturierung angestoßen, die eine deutliche Reduzierung der Titelanzahl mit einer Fokussierung auf umsatz- und renditestarke Produkte zum Ziel hat. Zudem wurde entschieden, dass Service-Funktionen wie IT, Buchhaltung und Personal zukünftig nicht mehr im Unternehmen selbst erbracht werden sollen. Damit einher geht die Umsiedlung der klassischen Print-Geschäftsbereiche an den Hauptsitz der Unternehmensgruppe nach Berlin, wo viele der Serviceleistungen von Schwesterunternehmen erbracht werden. Der Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbuch wurde veräußert, da das Unternehmen in diesem Markt - anders als in seinen anderen Geschäftsbereichen - nicht in einer führenden Position, nicht einmal unter den ersten zehn der Marktteilnehmer war. Der Geschäftsbereich Sprachtechnologie wird im Wesentlichen am Standort Mannheim weitergeführt, um die Zukunft der Marke Duden durch den Direktvertrieb an B2B-Kunden und damit einen buchhandelsunabhängigen Vertriebskanal zu stabilisieren. Mit dieser Programmreduzierung und der Verringerung eigener Services ging eine notwendige Personalreduzierung einher. Das Unternehmen wird zukünftig nur noch rund 50 Mitarbeiter beschäftigen, in 2012 waren es noch 190. B. Darstellung der Lage der GesellschaftI. ErtragslageDie Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2012 lagen unter dem Vorjahresniveau und deutlich unter unseren Erwartungen. Insbesondere traf der Marktrückgang bei allgemeinen Lernhilfen das Unternehmen, das in diesem Bereich Marktführer ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH. Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Kostenumlagen für Personal-, Raum- und Sachkosten an Tochtergesellschaften und Konzernunternehmen sowie Erträge aus Vertriebs- und Auslieferungskosten von Kooperationspartnern. Ferner sind Erträge aus erstatteten Remissionen, Werbe- und Druckkostenzuschüssen sowie sonstigen Kostenweiterbelastungen enthalten. Die Abschreibungen enthalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Marketing-, EDV- und Auslieferungskosten, Aufwendungen für Beratungsleistungen, Raum- und Reisekosten sowie allgemeine Verwaltungskosten. Außerdem sind hohe Restrukturierungskosten für die Neuausrichtung und die Verlagerung des Hauptsitzes nach Berlin enthalten. Die höheren Personalaufwendungen im Jahr 2012 sind auf die Restrukturierung und den in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Sozialplan mit dem Betriebsrat zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis enthält eine Ausschüttung der ASPI - Arbeitsgemeinschaft für Schulpädagogische Information, das Ergebnis aus dem im Jahr 2005 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit wissenswert24. Das negative Zinsergebnis resultiert in erster Linie aus den Zinsaufwendungen der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der Saisonfinanzierung.
Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich um T€ 4.566 auf T€ -4.413 u.a. aufgrund geringeren Umsätzen im Jahr 2012 verschlechtert. Im Geschäftsjahr 2012 ist eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH enthalten. JahresüberschussAus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -17.085 zuzüglich des Verlustvortrags in Höhe von T€ -7.483 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von T€ -24.568. II. FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist durch die Rückzahlung des Darlehens von der Duden Paetec GmbH (€ 11,4 Mio) stark positiv beeinflusst. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -4.480 resultiert in erster Linie aus dem Erwerb der restlichen Anteile von der KV&H GmbH. Insgesamt ergibt sich eine Verringerung des Finanzmittelbestandes um T€ -605. Er setzt sich am Ende der Periode aus den liquiden Mitteln (T€ 178) und den Cash-Pool-Verbindlichkeiten (T€ -781) gegenüber der Gesellschafterin zusammen. III. VermögenslageDie Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr 2012 um T€ -10.392 auf T€ 41.534. Das Eigenkapital veränderte sich von T€ 23.054 auf T€ 5.968. Auf der Aktivseite resultiert die Verringerung der Bilanzsumme aus einer Reduzierung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (Rückzahlung des Darlehns Duden Paetec GmbH) sowie einer Reduzierung von flüssigen Mittel bei gleichzeitiger Erhöhung der Beteiligung aus dem Zukauf der restlichen Anteile von KV&H. Auf der Passivseite ist eine Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der Reduzierung aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling zu verzeichnen.
C. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter inklusive der zu ihrer Ausbildung Beschäftigten lag im Jahr 2012 durchschnittlich bei 199. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um zwei Personen. Aufgrund der genannten Restrukturierung des Unternehmens wurde einem großen Teil der Belegschaft ab Oktober 2012 die Kündigung ausgesprochen. D. UmweltschutzAuf die Nutzung umweltgerechter Materialien wird bei der Produktion unserer Titel großer Wert gelegt. Selbstverständlich arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die die Anforderungen an die Chain of Custody (Produktkette) von PEFC erfüllen bzw. einen Zeichennutzungsvertrag mit der RESY-Organisation für Wertstoffentsorgung GmbH abgeschlossen haben. E. RisikoberichtUnser Risikomanagementsystem ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert und stützt sich auf den Planungs- und Controllingprozess mit entsprechender Berichterstattung. Zur Stärkung unseres bereits bestehenden internen Kontrollsystems haben wir im Geschäftsjahr 2006 SAP eingeführt und im Jahr 2011 erstmalig die Module BW (Business Warehouse) und SD (Sales & Distribution) eingesetzt. Dadurch können wichtige Steuerungskennzahlen, wie z. B. Vertriebs- und Absatzdaten schneller gebündelt abgefragt und ausgewertet werden. Für jedes unserer strategischen Geschäftsfelder erfolgen jährliche Planungen, die sowohl eine SGF-Ergebnisrechnung als auch eine GuV-, Bilanz- und Liquiditätsplanung für den gesamten Verlag beinhalten. Die zeitnahen Soll-Ist-Vergleiche mit differenzierten Analysen sowie die Erstellung unterjähriger Forecasts ermöglichen kurzfristige Reaktionen, z. B. auf Nachfrageveränderungen und Fehlentwicklungen. Die jährliche operative Unternehmensplanung wird ergänzt durch eine strategische Mehrjahresplanung, um frühzeitig Tendenzen und Veränderungen zu erkennen und bewertbar zu machen. Gesamtwirtschaftliches RisikoDas Geschäftsklima insgesamt in Deutschland hatte sich im Geschäftsjahr 2012 weiter erholt. Der Buchhandel war in der Vergangenheit nicht direkt von der Finanzkrise betroffen und schloss in den Vorjahren stets stabil ab, in 2011 und erneut auch in 2012 war jedoch ein merklicher Rückgang des Umsatzes gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen. Die drei größten Buchhandlungen (Thalia Holding, DBH und Schweitzer Fachinformation) mussten aufgrund eines Umsatzrückgangs zwischen -3 und -3,5% zum Vorjahr unrentable Filialen schließen um Kosten einzusparen. So wurden 2012 mehr als 40.000 qm Buchhandelsfläche der Filialisten geschlossen. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch eine Expansion auf mittleren Buchhandelsflächen ab. So hat Osiander angekündigt 2012/2013 insgesamt neun neue Filialen zu eröffnen. Das Marktumfeld in unseren Sparten Nachschlagen und Wörterbücher ist nach wie vor gekennzeichnet durch eine schwache Konjunkturlage und eine entsprechend rückläufige Konsumneigung, insbesondere durch steigende Nutzerzahlen im Internet. Dem begegnen wir mit der in 2012 begonnen Umstrukturierung. Finanzwirtschaftliches RisikoNennenswerte finanzwirtschaftliche Risiken aus Währungs- und Kursänderungen ergeben sich nicht. Das Unternehmen ist seit 2010 im Cash-Pooling der Muttergesellschaft und verfügt somit über eine ausreichende Finanzierung. Operatives RisikoDen sich verändernden Marktverhältnissen begegnet das Unternehmen durch seine umfassende Restrukturierung mit den zuvor beschriebenen Maßnahmen. Selbstverständlich geht mit der Umsiedlung und dem Outsourcing wesentlicher Unternehmensbereiche ein operatives Risiko einher, dem jedoch durch viele Sicherungsmaßnahmen (Projektcontrolling etc.) entgegen gewirkt wird. Die Produkt- und Umweltrisiken sind eher von untergeordneter Bedeutung, wobei die Qualitätssicherung und der Einsatz umweltgerechter Materialien permanent einen hohen Stellenwert einnehmen. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken begrenzen. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. F. Prognosebericht und AusblickDurch die Restrukturierung und Fokussierung auf umsatzstarke Titel rechnen wir mit einem zum Vorjahr reduzierten, aber dafür zukünftig nachhaltigeren Umsatz im klassischen Geschäft. Aufgrund der Neuauflage des Duden I in 2013 erwarten wir in diesem Bereich ein deutliches Umsatzplus. Aufgrund der Fokussierung auch auf renditestarke Titel, sowie das Outsourcing und damit die Verschlankung der Kosten des Unternehmens, erwarten wir in 2013 eine deutlich verbesserte Ertragslage. Das Jahr 2013 wird aufgrund nachlaufender Restrukturierungskosten noch ein leicht negatives Ergebnis haben. Ab 2014 werden positive Ergebnisse den Fortbestand des Unternehmens sichern. Für den Geschäftsbereich Sprachtechnologie sehen wir aufgrund der neuen Direktmarketing-Strategie eine positive Entwicklung. G. Sonstige AngabenVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs.2 HGB gibt es nicht.
Mannheim, den 22. März 2013 Die Geschäftsführung |
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