Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 149993
Vorher
Bibliographisches Institut GmbH
Eingetragen
21.5.2013
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitungenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Bildungsmedien.

Historie

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Management

NameRolle
Silvia Brigitte Jakob
seit 26.4.2024
Geschäftsführer
Christine Hauck
seit 4.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Meeuwis van Arkel
seit 1.8.2022
Geschäftsführer
Tobias Kaase
seit 21.5.2013
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bibliographisches Institut GmbH

Berlin

(vormals: Mannheim)

Jahresabschluss 2012

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der Bibliographisches Institut GmbH, Mannheim

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

  Euro 2012
Euro
2011
TEuro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   826.976,70 2.319
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 5.110.666,61   5.552
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.605,86   17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.640,64   396
    5.364.913,11 5.966
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.356.847,08   8.942
2. Beteiligungen 2.434,77   2
    13.359.281,85 8.945
    19.551.171,66 17.229
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.127.656,63   1.160
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.078.707,82   7.386
3. Geleistete Anzahlungen 1.055.338,68   1.139
    9.261.703,13 9.685
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.304.818,48   5.112
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)      
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.805.007,86   18.296
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)      
- davon gegen Gesellschafter: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.398.306,38   1.178
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 781.819,39 (Vorjahr: T€ 945)      
    12.508.132,72 24.586
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   177.820,88 363
    21.947.656,73 34.634
C. Rechnungsabgrenzungsposten   35.641,17 63
    41.534.469,56 51.926

Passiva

     
  Euro 2012
Euro
2011
TEuro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.500.000,00 1.500
II. Kapitalrücklage   9.977.406,52 9.977
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   19.058.808,11 19.059
IV. Verlustvortrag   -7.482.533,17 -7.563
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   -17.085.594,76 81
    5.968.086,70 23.054
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.207.241,00   14.665
2. Sonstige Rückstellungen 15.116.925,12   3.538
    29.324.166,12 18.203
C. Verbindlichkeiten      
I. Vorräte      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.432.664,27   2.080
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 2.432.664,27 (Vorjahr: T€ 2.080)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.940.416,54   7.179
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 2.940.416,54 (Vorjahr: T€ 7.179)      
- davon gegenüber Gesellschaftern € 831.458,62 (Vorjahr: T€ 5.442)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 865.463,08   1.304
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 859.275,08 (Vorjahr: T€ 1.298)      
- davon aus Steuern: € 199.306,42 (Vorjahr: T€ 1.169)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 7.183,79 (Vorjahr: T€ 5)      
    6.238.543,89 10.563
D. Rechnungsabgrenzungsposten   3.672,85 106
    41.534.469,56 51.926

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

  Euro 2012
Euro
2011
TEuro
1. Umsatzerlöse   31.232.031,51 34.419
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen   -1.130.977,37 1.904
3. Sonstige betriebliche Erträge   3.233.262,79 5.339
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.942.432,56   -4.167
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.699.952,19 -12.642.384,75 -12.986
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -9.309.693,32   -9.584
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.662.246,59 -10.971.939,91 -1.834
- davon für Altersversorgung: € 88.749,12 (Vorjahr: T€ 106)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des   -2.101.159,83 -1.036
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -11.253.215,67 -11.813
8. Erträge aus Beteiligungen   2.789,56 4
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 0)      
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   194.819,49 756
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 159.821,11 (Vorjahr: T€ 551)      
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen   -34.464,69 -33
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -942.260,70 -817
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 46.795,76 (Vorjahr: T€ 10)      
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 895.354,87 (Vorjahr: T€ 801)      
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -4.413.499,57 152
13. Außerordentliche Erträge 0,00   0
14. Außerordentliche Aufwendungen -12.571.960,30   0
15. Außerordentliches Ergebnis   -12.571.960,30 0
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -72.063,46 -22
17. Sonstige Steuern   -28.071,43 -49
18. Jahresfehlbetrag   -17.085.594,76 81

Anhang zum Jahresabschluss der Bibliographisches Institut GmbH zum 31. Dezember 2012

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht zur Darstellung gesetzlich bestimmter Sachverhalte in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung oder im Anhang besteht, erfolgen die Angaben teilweise im Anhang.

Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und in der Regel in drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Nutzung vertraglich zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend der vertraglichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Firmenwerte werden entsprechend der erwarteten Geschäftsentwicklung des Verlagsprogramms und der Marken über sieben Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt.

Geringwertige Anlagegüter bis 150 € Anschaffungskosten werden direkt als Aufwand erfasst.

Für Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 €, die zwischen dem 1. Januar 2008 und 31. Dezember 2010 zugegangen sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20 % linear abgeschrieben wird.

Seit 1. Januar 2011 werden Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 € bis 410 € als Anlagevermögen aktiviert, jedoch im Geschäftsjahr in voller Höhe sofort abgeschrieben. Sie werden im Zugangsjahr zugleich als Abgang gezeigt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 410 € werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Buchwerten bilanziert. Die gesetzlich vorgeschriebene Wertaufholung wurde berücksichtigt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten einbezogen, zum Teil erfolgt die Ermittlung retrograd ausgehend vom Verkaufspreis. Alter und eingeschränkte Verwendbarkeit der Vorräte werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Für in Vorjahren abgeschriebene, jedoch noch verkäufliche Vorräte wurden Zuschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Die Bildung der Einzelwertberichtigung erfolgte wie im Vorjahr nach Einzelbetrachtung von Forderungen/Debitoren und zusätzlich eine pauschalierte Wertberichtigung aufgrund der Forderungsfälligkeiten.

Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen (T€ 14.207) werden mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf der Basis eines Rechnungszinses von 5,04 %, unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends von 2,5 % p.a. und eines Rententrends von 1,5 % p.a. errechnet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden im Geschäftsjahr die Richttafeln RT 2005 G zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, aus denen sich insgesamt eine Steuerentlastung ergeben würde, wurden nicht als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sowie die im Jahr 2012 vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus der nachstehenden Aufstellung.

  Anschaffungskosten
  1.1.2012
Zugänge
Abgänge
31.12.2012
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.511.241,02 25.262,50 3.606.001,11 6.930.502,41
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.511.241,02 25.262,50 3.606.001,11 6.930.502,41
Grundstücke und Bauten 15.803.873,62 0,00 0,00 15.803.873,62
Technische Anlagen und Maschinen 2.062.596,42 0,00 0,00 2.062.596,42
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.508.874,25 40.191,23 257.027,13 5.292.038,35
Sachanlagen 23.375.344,29 40.191,23 257.027,13 23.158.508,39
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.336.315,41 4.450.300,00 35.752,07 17.750.863,34
Beteiligungen 2.434,77 0,00 0,00 2.434,77
Finanzanlagen 13.338.750,18 4.450.300,00 35.752,07 17.753.298,11
Total Anlagevermögen 47.225.335,49 4.515.753,73 3.898.780,31 47.842.308,91
  Wertberichtigungen
  1.1.2012
Zugänge
Abgänge
31.12.2012
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.192.560,47 404.179,84 2.493.214,60 6.103.525,71
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.192.560,47 404.179,84 2.493.214,60 6.103.525,71
Grundstücke und Bauten 10.252.108,70 441.098,31 0,00 10.693.207,01
Technische Anlagen und Maschinen 2.045.262,64 3.727,92 0,00 2.048.990,56
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.112.435,67 143.016,85 204.054,81 5.051.397,71
Sachanlagen 17.409.807,01 587.843,08 204.054,81 17.793.595,28
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.394.016,26 0,00 0,00 4.394.016,26
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 4.394.016,26 0,00 0,00 4.394.016,26
Total Anlagevermögen 29.996.383,74 992.022,92 2.697.269,41 28.291.137,25
  Buchwerte
  31.12.2012
31.12.2011
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 826.976,70 2.318.680,55
Immaterielle Vermögensgegenstände 826.976,70 2.318.680,55
Grundstücke und Bauten 5.110.666,61 5.551.764,92
Technische Anlagen und Maschinen 13.605,86 17.333,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.640,64 396.438,58
Sachanlagen 5.364.913,11 5.965.537,28
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.356.847,08 8.942.299,15
Beteiligungen 2.434,77 2.434,77
Finanzanlagen 13.359.281,85 8.944.733,92
Total Anlagevermögen 19.551.171,66 17.228.951,75

4. Geleistete Anzahlungen

  2012
2011
T€
Autorenvorauszahlungen 1.055.338,68 1.139

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  2012
2011
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.304.818,48 5.112
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0,00) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.805.007,86 18.296
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0,00) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.398.306,38 1.178
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (772.089,35) (945)
  12.508.132,72 24.586

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen zum überwiegenden Teil Forderungen aus Warenlieferungen an Buchhändler und Kaufhäuser. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zum Stichtag im Wesentlichen Forderungen aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus dem Auslieferungsvertrag mit der Cornelsen Verlagskontor GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das abgezinste Körperschaftssteuerguthaben, welches aus dem Übergang vom steuerlichen Anrechnungsverfahren auf das Teileinkünfteverfahren resultiert.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

  2012
2011
T€
Übrige 35.641,17 63

7. Gezeichnetes Kapital

  2012
2011
T€
Stammkapital 1.500.000,00 1.500

Das Stammkapital gliedert sich in zwei Geschäftsanteile.

8. Gewinnrücklagen

  2012
2011
T€
Andere Gewinnrücklagen 19.058.808,11 19.059

Entwicklung der Gewinnrücklagen

  2012
2011
T€
Stand 1. 1. 19.058.808,11 19.059
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0
Stand 31. 12. 19.058.808,11 19.059

9. Rückstellungen

  2012
2011
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.207.241,00 14.665
Steuerrückstellungen 0,00 0
Sonstige Rückstellungen 15.116.925,12 3.538
  29.324.166,12 18.203

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen einen Rechnungszinssatz von 5,04 % einschließlich der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenentwicklungen.

Darüber hinaus sind Rückstellungen für Abfindungen und Altersteilzeit, für die Restrukturierung, Beratung, drohende Verluste, rückständige Urlaubsansprüche, ausstehende Remittenden, Ausgleichsansprüche der Handelsvertreter, Tantiemen, Archivierung und alle sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt.

10. Verbindlichkeiten

  2012
2011
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.432.664,27 2.080
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (2.432.664,27) (2.080)
davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren (0,00) (0)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (0,00) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.940.416,54 7.179
davon aus Lieferungen und Leistungen (463.642,12) (82)
davon gegenüber Gesellschaftern (831.458,62) (5.442)
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (2.940.416,54) (7.179)
davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren (0,00) (0)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (0,00) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 865.463,08 1.304
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr (859.275,08) (1.298)
davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren (6.188,00) (6)
davon aus Steuern (199.306,42) (1.169)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (7.183,79) (5)
  6.238.543,89 10.563
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren 0,00 (0)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

  2012
2011
T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen 125.197,88 347
fällig im nächsten Jahr 70.809,26 125
fällig in 1 bis 5 Jahren 54.388,62 222
fällig nach Ablauf von 5 Jahren 0,00 0
Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen 1.278.910,18 1.103
fällig im nächsten Jahr 835.615,70 691
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (0,00) (174)
fällig in 1 bis 5 Jahren 443.294,48 412
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (0,00) (35)
fällig nach Ablauf von 5 Jahren 0,00 0
Verbindlichkeiten für mittelbare Pensionsverpflichtungen 37.365,00 24

12. Umsatzerlöse

  2012
2011
T€
Bücher, elektronische Medien 31.232.031,51 34.419
Aufgliederung nach Regionen    
Deutschland 28.775.529,99 31.574
Direktexporte 2.456.501,52 2.844
  31.232.031,51 34.419

13. Sonstige betriebliche Erträge

  2012
2011
T€
Sonstige betriebliche Erträge 3.233.262,79 5.339
davon aus Währungsumrechnung (65.152,75) (12)

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH in Höhe von T€ 1.556. Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Kostenumlagen für Personal-, Raum- und Sachkosten an Tochtergesellschaften und Konzernunternehmen sowie Erträge aus Vertriebs- und Auslieferungskosten von Kooperationspartnern. Ferner sind Erträge aus erstatteten Remissionen, Werbe- und Druckkostenzuschüssen sowie sonstigen Kostenweiterbelastungen enthalten.

14. Materialaufwand

  2012
2011
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.942.432,56 4.167
Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.699.952,19 12.986
  12.642.384,75 17.152

15. Personalaufwand

  2012
2011
T€
Löhne und Gehälter 9.309.693,32 9.584
Soziale Abgaben 1.662.246,59 1.834
davon Aufwendungen für Altersversorgung (88.749,12) (106)
  10.971.939,91 11.418

16. Abschreibungen

  2012
2011
T€
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.101.159,83 1.036

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.109 vorgenommen.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  2012
2011
T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.253.215,67 11.813
davon aus Währungsumrechnung (2.139,46) (103)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Marketing-, EDV- und Auslieferungskosten, Aufwendungen für Beratungsleistungen, Raum- und Reisekosten sowie allgemeine Verwaltungskosten.

18. Beteiligungsergebnis

  2012
2011
T€
Beteiligungserträge 2.789,56 4
davon aus verbundenen Unternehmen (0,00) (0)
Aufwendungen aus Verlustübernahmen ./. 34.464,69 ./. 33
Erträge aus Beteiligungsveräußerung 0,00 0
  ./. 31.675,13 ./. 29

19. Zinsergebnis

  2012
2011
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 194.819,49 756
davon aus verbundenen Unternehmen (159.821,11) (551)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 942.260,70 ./. 817
davon an verbundene Unternehmen (46.795,76) (10)
  ./. 747.441,21 ./. 61

Die Zinsaufwendungen beinhalten T€ 750 aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen nach den BilMoG-Bestimmungen.

20. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für die Restrukturierung in Höhe von T€ 12.548 sowie einen Verschmelzungsverlust einer Tochtergesellschaft von T€ 24.

21. Mitarbeiter

  (Jahresdurchschnitt)
  2012 2011
Angestellte 185 186
Aushilfen 5 5
  190 191

22. Aufschlüsselung des Honorars für den Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt:

  2012
2011
T€
Abschlussprüfungsleistungen 48.500 43
Andere Beratungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 7.190 0
  55.690 43

23. Beteiligungsverhältnisse und Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin.

Gemäß § 291 II Nr. 3 HGB ist die Bibliographisches Institut GmbH von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit.

24. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf € 456.291,92. Für Pensionszusagen aktiver Mitglieder sind € 234.909,00 zurückgestellt.

Für Verpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern und ihren Hinterbliebenen sind € 4.322.419 zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen € 243.787,29.

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Marion Winkenbach

Verlegerin

Heidelberg

Timo Blümer

Kaufmann

Hirschberg

25. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Da im Geschäftsjahr ein Bilanzverlust ausgewiesen wird, ist dieser zwingend auf neue Rechnung vorzutragen.

26. Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

  Anteil am Kapital
%
Währung Eigenkapital Währung '000 Ergebnis Währung '000
KV&H Verlag GmbH, Unterhaching 100,00 8.898 631
Papillon Production GmbH, Feldkirchen 100,00 25 -1 1
wissenswert24 Buch und Medien GmbH, Mannheim 100,00 26 -34 1
Duden online GmbH, Mannheim 100,00 282 5
Bibliographisches Institut AG, Zürich/Schweiz 100,00 CHF 1.947 15

1 Ergebnis vor Gewinnabführungsvertrag

 

Mannheim, den 22.03.2013

Die Geschäftsführung

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Konjunktur in Deutschland verzeichnete im Jahr 2012 insgesamt einen leichten Aufschwung. Eine Steigerung der Exporte 2012 im Vergleich zum Vorjahr führte zu einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von rund 0,7 %.

Während der Einzelhandel für 2012 mit einem realen Wachstum von etwa +2 % rechnet, koppelte sich die Buchbranche jedoch von dieser positiven Entwicklung weitestgehend ab und schloss das Jahr 2012 mit einem Minus von einem Prozent über alle Vertriebswege. Nach sieben Jahren im Plus ist 2012 das zweite Jahr mit Umsatzverlusten. Die Gründe hierfür liegen u.a. am gebremsten Wachstum des Online-Buchhandels und dem in Deutschland erst anlaufenden Geschäft mit E-Books. Beide Effekte hatten nur eine geringe kompensatorische Wirkung auf den spürbaren Rückgang im Sortimentsbuchhandel (-3,7 %). Im stationären Buchhandel gab es daher auch weitere Flächenreduzierungen, mit denen auch in Zukunft zu rechnen ist.

Die Geschäftsentwicklung war geprägt von der Restrukturierung und Neuausrichtung der Gesellschaft.

Das Unternehmen gliederte sich in 2012 in die vier Geschäftsbereiche:

Kinder- und Jugendbuch mit den Marken Duden, Meyers, Sauerländer und Sauerländer Audio,

Wörter- und Sachbuch mit den Marken Duden und Meyers, Artemis & Winkler sowie dem beruflichen Kompetenzprogramm unter der Marke Cornelsen Scriptor,

Schulbegleitendes Lernen unter den Marken Duden, Cornelsen und Cornelsen Scriptor,

Sprachtechnologie unter der Marke Duden.

Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbuch

Von den ersten Pappbüchern für Kleinkinder über Sachbücher für Grundschulkinder bis hin zu Romanen für Jugendliche reicht das Programm dieses Verlagsbereichs. Nach einem durchschnittlichen Geschäftsverlauf des Bereiches wurde im Sommer 2012 die Entscheidung getroffen, diesen Geschäftsbereich zu veräußern, was mit Abschluss eines Asset-Deal Vertrages mit dem Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag GmbH zum 14.01.2013 erfolgte.

Geschäftsbereich Wörter- und Sachbuch

Wörterbuch

Der Absatz des wichtigstens Titels Duden I in der 25. Auflage erfolgte in der Standard-Handelsausgabe weiterhin auf hohem Niveau und leicht über unseren Erwartungen. Eine fünfbändige limitierte Duden Sonderedition für die Zeit erlangte sehr gute Abverkäufe, ebenso die erfolgreiche Kooperation mit der BILD-Zeitung für den Volks-Duden.

Ein gemischtes Bild mit leichter Abweichung nach unten zeigt sich in den übrigen Bänden der Dudenreihe 2-12. Insbesondere das Stilwörterbuch und die Grammatik blieben unter den Erwartungen, während D5 (Fremdwörter) und D8 (Synonyme) relevante positive Abweichungen aufweisen.

Positive Umsatzzahlen erzielte das im Januar 2012 erschienene Schweizerhochdeutsch Wörterbuch.

Der Markt wird hier unverändert zu einem großen Teil durch die Titel des BI als Marktführer definiert.

Ratgeber, Sachbuch, Atlanten

In diesem Geschäftsbereich erzielten die Rätselbücher über den Planwerten liegende Abverkäufe, vor allem durch die Weltbild Sonderausgabe des Profi-Kreuzworträtselbuches.

"Meyers Atlas der fiktiven Orte" und "Unnützes Sprachwissen", welches vielfach begeistert rezensiert wurden, erzielten große Abverkäufe.

Artemis &Winkler/ Albatros

Ende 2011 fiel der Beschluss, das Imprint Albatros aufzugeben und die Aktivitäten auf die Pflege des A & W-Programms zu konzentrieren.

Alle Programmunterbereiche, außer der Hörbücher für Erwachsene, liegen in diesem Geschäftsbereich unter den Planerwartungen. Programmhighlights wie der Goethe- und der Literaturkalender erreichten 2012 nicht die geplanten Umsatzzahlen.

Geschäftsbereich Schulbegleitendes Lernen

Der Verlagsbereich schulbegleitendes Lernen richtet sich an die Hauptzielgruppe Eltern. Schulbegleitende Lernhilfen und Nachschlagewerke versorgen das Kundenbedürfnis, den schulischen Erfolg mit häuslichem Lernen zu unterstützen und zu fördern.

Das Bibliographische Institut hat mit der Zusammenführung von Produkten der Marken Duden und Cornelsen Scriptor seinen Marktanteil als Vollanbieter schulbegleitender Lernprodukte zwar weiter ausgebaut, hat aber auch stärker als der Wettbewerb Umsatzeinbußen hinnehmen müssen in diesem insgesamt schrumpfenden Markt.

Der Schrumpfungsprozess des Nachmittagsmarkts setzte sich 2012 fort, ist aber im Vergleich zu den Vorjahren gebremst. Während der Marktrückgang von 2010 auf 2011 noch -11% betrug, war der Markt 2012 lediglich -2,7% rückläufig.

Der Rückgang der Media Control Umsätze des BI betrug 2011 noch extreme -18%, 2012 beläuft er sich auf "nur" -6,1%.

Während die Lernhilfen unter der Marke Cornelsen Scriptor deutlich unter den Erwartungen blieben, zeigte der Vorjahresvergleich der Duden-Lernhilfen einen Zuwachs von +5,4%. Diese Trendwende zeigt, dass die Duden-Lernhilfen die Talsohle im Sortiment durchschritten haben und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Bibliographischen Institut 2012 wieder Zuwächse verzeichnen.

Die Entwicklung bestätigt die im Sommer 2012 getroffenen Entscheidungen zur Programmschärfung und -reduzierung.

Geschäftsbereich Sprachtechnologie

Das Jahr 2012 verlief für den Geschäftsbereich Sprachtechnologie nicht nach den planmäßigen Umsatzerwartungen, daher wurde in der zweiten Jahreshälfte ein neues Vertriebskonzept erarbeitet, welches im Jahr 2013 umgesetzt wird.

Produktseitig konnte die Neuentwicklung der Duden Proof-Engine - dem Kern aller Korrekturprogramme - entscheidend vorangetrieben werden, sodass in 2013 mit dem vollständigen Abschluss der neuen Version gerechnet wird. Mit dieser neuen Version wird ein schnelleres und qualitativ besseres Prüfen möglich sein. Dadurch können neue Kundenkreise im B2B-Umfeld erschlossen werden.

Erfreulich stabil entwickelte sich dagegen in diesem Geschäftsbereich das Segment der Content-Lizenzen.

Restrukturierung

Aufgrund der andauernden und voraussehbar anhaltenden Rückgänge in den bisherigen Kernmärkten des Unternehmens, verbunden mit den Flächenreduzierungen im stationären Buchhandel, dem wichtigsten Vertriebskanal, ist bei unveränderter Fortführung in den klassischen Print-Bereichen des Unternehmens nicht mehr von einem perspektivischen Turn around der wirtschaftlichen Situation und einer positiven Umsatzentwicklung auszugehen. Die Geschäftsführung hat sich daher zusammen mit dem Gesellschafter zu einer umfassenden Restrukturierung entschieden, um für diese Entwicklung gewappnet zu sein und das Unternehmen in eine profitable zukünftige Entwicklung zu führen. Ziel der Restrukturierung ist die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens durch eine dauerhaft positive Ertragslage ab 2014.

Im Juli 2012 wurde daher von der Geschäftsführung eine tiefgreifende Restrukturierung angestoßen, die eine deutliche Reduzierung der Titelanzahl mit einer Fokussierung auf umsatz- und renditestarke Produkte zum Ziel hat. Zudem wurde entschieden, dass Service-Funktionen wie IT, Buchhaltung und Personal zukünftig nicht mehr im Unternehmen selbst erbracht werden sollen. Damit einher geht die Umsiedlung der klassischen Print-Geschäftsbereiche an den Hauptsitz der Unternehmensgruppe nach Berlin, wo viele der Serviceleistungen von Schwesterunternehmen erbracht werden. Der Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbuch wurde veräußert, da das Unternehmen in diesem Markt - anders als in seinen anderen Geschäftsbereichen - nicht in einer führenden Position, nicht einmal unter den ersten zehn der Marktteilnehmer war.

Der Geschäftsbereich Sprachtechnologie wird im Wesentlichen am Standort Mannheim weitergeführt, um die Zukunft der Marke Duden durch den Direktvertrieb an B2B-Kunden und damit einen buchhandelsunabhängigen Vertriebskanal zu stabilisieren.

Mit dieser Programmreduzierung und der Verringerung eigener Services ging eine notwendige Personalreduzierung einher. Das Unternehmen wird zukünftig nur noch rund 50 Mitarbeiter beschäftigen, in 2012 waren es noch 190.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2012 lagen unter dem Vorjahresniveau und deutlich unter unseren Erwartungen. Insbesondere traf der Marktrückgang bei allgemeinen Lernhilfen das Unternehmen, das in diesem Bereich Marktführer ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH. Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Kostenumlagen für Personal-, Raum- und Sachkosten an Tochtergesellschaften und Konzernunternehmen sowie Erträge aus Vertriebs- und Auslieferungskosten von Kooperationspartnern. Ferner sind Erträge aus erstatteten Remissionen, Werbe- und Druckkostenzuschüssen sowie sonstigen Kostenweiterbelastungen enthalten.

Die Abschreibungen enthalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Marketing-, EDV- und Auslieferungskosten, Aufwendungen für Beratungsleistungen, Raum- und Reisekosten sowie allgemeine Verwaltungskosten. Außerdem sind hohe Restrukturierungskosten für die Neuausrichtung und die Verlagerung des Hauptsitzes nach Berlin enthalten.

Die höheren Personalaufwendungen im Jahr 2012 sind auf die Restrukturierung und den in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Sozialplan mit dem Betriebsrat zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis enthält eine Ausschüttung der ASPI - Arbeitsgemeinschaft für Schulpädagogische Information, das Ergebnis aus dem im Jahr 2005 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit wissenswert24.

Das negative Zinsergebnis resultiert in erster Linie aus den Zinsaufwendungen der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der Saisonfinanzierung.

GuV-Kennzahlen
in T€
2012 2011 Veränd. in %
Umsatz 31.232 34.419 -3.187 -9,26
Sonstige betriebliche Erträge 2.743 5.339 -2.596 -48,62
Personalaufwand 10.482 11.418 -936 -8,20
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.253 11.813 -560 -4,74
Beteiligungsergebnis -32 -29 -3 9,22
Finanzergebnis -747 -61 -686 -1.125,31
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit -4.413 152 -4.566 -3.001,98
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -17.085 81 -17.166 -21.192,59

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich um T€ 4.566 auf T€ -4.413 u.a. aufgrund geringeren Umsätzen im Jahr 2012 verschlechtert. Im Geschäftsjahr 2012 ist eine Zuschreibung auf die Forderung aus dem Darlehen an die Duden Paetec GmbH enthalten.

Jahresüberschuss

Aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -17.085 zuzüglich des Verlustvortrags in Höhe von T€ -7.483 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von T€ -24.568.

II. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist durch die Rückzahlung des Darlehens von der Duden Paetec GmbH (€ 11,4 Mio) stark positiv beeinflusst.

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -4.480 resultiert in erster Linie aus dem Erwerb der restlichen Anteile von der KV&H GmbH.

Insgesamt ergibt sich eine Verringerung des Finanzmittelbestandes um T€ -605. Er setzt sich am Ende der Periode aus den liquiden Mitteln (T€ 178) und den Cash-Pool-Verbindlichkeiten (T€ -781) gegenüber der Gesellschafterin zusammen.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr 2012 um T€ -10.392 auf T€ 41.534. Das Eigenkapital veränderte sich von T€ 23.054 auf T€ 5.968.

Auf der Aktivseite resultiert die Verringerung der Bilanzsumme aus einer Reduzierung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (Rückzahlung des Darlehns Duden Paetec GmbH) sowie einer Reduzierung von flüssigen Mittel bei gleichzeitiger Erhöhung der Beteiligung aus dem Zukauf der restlichen Anteile von KV&H.

Auf der Passivseite ist eine Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der Reduzierung aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling zu verzeichnen.

Bilanz-Kennzahlen
in T€
2012 2011 Veränd. in %
Anlagevermögen 19.551 17.229 2.322 13,48
Vorräte 9.262 9.685 -423 -4,37
Forderungen und sonst. Vermögensgeg. 12.508 24.586 -12.078 -49,13
Flüssige Mittel 178 363 -185 -50,96
Eigenkapital 5.968 23.054 -17.086 -74,11
Rückstellungen 29.324 18.203 11.121 61,09
Verbindlichkeiten 6.239 10.563 -4.324 -40,94
Bilanzsumme Aktiva/Passiva 41.534 51.926 -10.392 -20,01

C. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter inklusive der zu ihrer Ausbildung Beschäftigten lag im Jahr 2012 durchschnittlich bei 199. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um zwei Personen. Aufgrund der genannten Restrukturierung des Unternehmens wurde einem großen Teil der Belegschaft ab Oktober 2012 die Kündigung ausgesprochen.

D. Umweltschutz

Auf die Nutzung umweltgerechter Materialien wird bei der Produktion unserer Titel großer Wert gelegt. Selbstverständlich arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die die Anforderungen an die Chain of Custody (Produktkette) von PEFC erfüllen bzw. einen Zeichennutzungsvertrag mit der RESY-Organisation für Wertstoffentsorgung GmbH abgeschlossen haben.

E. Risikobericht

Unser Risikomanagementsystem ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert und stützt sich auf den Planungs- und Controllingprozess mit entsprechender Berichterstattung.

Zur Stärkung unseres bereits bestehenden internen Kontrollsystems haben wir im Geschäftsjahr 2006 SAP eingeführt und im Jahr 2011 erstmalig die Module BW (Business Warehouse) und SD (Sales & Distribution) eingesetzt. Dadurch können wichtige Steuerungskennzahlen, wie z. B. Vertriebs- und Absatzdaten schneller gebündelt abgefragt und ausgewertet werden.

Für jedes unserer strategischen Geschäftsfelder erfolgen jährliche Planungen, die sowohl eine SGF-Ergebnisrechnung als auch eine GuV-, Bilanz- und Liquiditätsplanung für den gesamten Verlag beinhalten.

Die zeitnahen Soll-Ist-Vergleiche mit differenzierten Analysen sowie die Erstellung unterjähriger Forecasts ermöglichen kurzfristige Reaktionen, z. B. auf Nachfrageveränderungen und Fehlentwicklungen. Die jährliche operative Unternehmensplanung wird ergänzt durch eine strategische Mehrjahresplanung, um frühzeitig Tendenzen und Veränderungen zu erkennen und bewertbar zu machen.

Gesamtwirtschaftliches Risiko

Das Geschäftsklima insgesamt in Deutschland hatte sich im Geschäftsjahr 2012 weiter erholt.

Der Buchhandel war in der Vergangenheit nicht direkt von der Finanzkrise betroffen und schloss in den Vorjahren stets stabil ab, in 2011 und erneut auch in 2012 war jedoch ein merklicher Rückgang des Umsatzes gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen.

Die drei größten Buchhandlungen (Thalia Holding, DBH und Schweitzer Fachinformation) mussten aufgrund eines Umsatzrückgangs zwischen -3 und -3,5% zum Vorjahr unrentable Filialen schließen um Kosten einzusparen. So wurden 2012 mehr als 40.000 qm Buchhandelsfläche der Filialisten geschlossen. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch eine Expansion auf mittleren Buchhandelsflächen ab. So hat Osiander angekündigt 2012/2013 insgesamt neun neue Filialen zu eröffnen.

Das Marktumfeld in unseren Sparten Nachschlagen und Wörterbücher ist nach wie vor gekennzeichnet durch eine schwache Konjunkturlage und eine entsprechend rückläufige Konsumneigung, insbesondere durch steigende Nutzerzahlen im Internet. Dem begegnen wir mit der in 2012 begonnen Umstrukturierung.

Finanzwirtschaftliches Risiko

Nennenswerte finanzwirtschaftliche Risiken aus Währungs- und Kursänderungen ergeben sich nicht. Das Unternehmen ist seit 2010 im Cash-Pooling der Muttergesellschaft und verfügt somit über eine ausreichende Finanzierung.

Operatives Risiko

Den sich verändernden Marktverhältnissen begegnet das Unternehmen durch seine umfassende Restrukturierung mit den zuvor beschriebenen Maßnahmen. Selbstverständlich geht mit der Umsiedlung und dem Outsourcing wesentlicher Unternehmensbereiche ein operatives Risiko einher, dem jedoch durch viele Sicherungsmaßnahmen (Projektcontrolling etc.) entgegen gewirkt wird.

Die Produkt- und Umweltrisiken sind eher von untergeordneter Bedeutung, wobei die Qualitätssicherung und der Einsatz umweltgerechter Materialien permanent einen hohen Stellenwert einnehmen.

Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken begrenzen.

Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar.

F. Prognosebericht und Ausblick

Durch die Restrukturierung und Fokussierung auf umsatzstarke Titel rechnen wir mit einem zum Vorjahr reduzierten, aber dafür zukünftig nachhaltigeren Umsatz im klassischen Geschäft. Aufgrund der Neuauflage des Duden I in 2013 erwarten wir in diesem Bereich ein deutliches Umsatzplus.

Aufgrund der Fokussierung auch auf renditestarke Titel, sowie das Outsourcing und damit die Verschlankung der Kosten des Unternehmens, erwarten wir in 2013 eine deutlich verbesserte Ertragslage. Das Jahr 2013 wird aufgrund nachlaufender Restrukturierungskosten noch ein leicht negatives Ergebnis haben. Ab 2014 werden positive Ergebnisse den Fortbestand des Unternehmens sichern.

Für den Geschäftsbereich Sprachtechnologie sehen wir aufgrund der neuen Direktmarketing-Strategie eine positive Entwicklung.

G. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs.2 HGB gibt es nicht.

 

Mannheim, den 22. März 2013

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