Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 3009
Eingetragen
17.9.1984
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Geändert, jetzt: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von kunden- und anwenderspezifischen integrierten Schaltkreisen sowie die Verarbeitung und der Vertrieb von Halbleitererzeugnissen, sowie die Herstellung und der Vertrieb von Hilfsmitteln und Hilfsgeräten zur Entwicklung von integrierten Schaltkreisen sowie von Baugruppen und Geräten mit integrierten Schaltkreisen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henrik Liungman
seit 22.8.2023
Prokura
Thomas Alfons Möbus
seit 22.8.2023
Prokura
Alexander Dr. Flocke
seit 31.1.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

iC-Haus GmbH

Bodenheim (Rheinland-Pfalz)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung für 2023

Zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird auf die einschlägige Literatur auf Basis statistischer Erhebungen verwiesen, (z.B. www.destatis.de). Danach ist das BIP in 2023 kalenderbereinigt um 0,1% gesunken.

II. Entwicklung der Elektro- und Elektronikbranche

Deutschland nimmt in Europa in der Elektro- und Elektronikindustrie weiterhin eine führende Position ein. Im Fokus steht dabei die Automobil- und Automatisierungstechnik. Während die Automobilindustrie von global agierenden Konzernen beherrscht wird mit einem auf bereits hohem Niveau weiterhin steigenden Verbrauch an Halbleitererzeugnissen, so ist die Automatisierungsbranche in Europa eher von vielfältigen Lösungen und mittelständischen Strukturen geprägt.

Aus Sicht der Halbleiterindustrie bleibt die Automatisierungsbranche ein Nischenmarkt im Vergleich zu den die Technologie treibenden Computer-, Telekom- und Automotive-Anwendungen. Weitere Nischenmärkte für Halbleiter bestehen in der Medizintechnik und in der Optoelektronik.

iC-Haus GmbH bedient diese Nischenmärkte mit applikations- oder kundenspezifischen Lösungen für innovative Mikroelektronik. Design-In und Applikationsentwicklung sind oft langwierig, bereiten dann aber auch langlebige Produkte vor. Mikroelektronik bedeutet Innovation, Rationalisierung und Kostensenkung, die in jeder Konjunkturphase nachgefragt werden. Ein sinnvoller Branchenvergleich orientiert sich nicht an konzerngebundenen Halbleiterherstellern, sondern an sogenannten Solution-Providern für mikroelektronische Erzeugnisse, d.h. kleineren Halbleiterherstellern, Bestückungsfirmen, OEMs (Original-Equipment-Manufacturer) und Geräteherstellern.

Geschäftserfolge und Wachstum sind hier neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auch von Geschäftsmodellen und Produkten abhängig und auch in Konjunkturdellen möglich. Diesen Innovationsträgern gemeinsam ist die hohe Investitionsbereitschaft in qualifiziertes Personal, in rationelle Fertigung und in Qualität.

Im Rückblick und Vergleich zur Nach-Corona Zeit mit zweistelligem Wachstum in 2022 und mit Allokationen durch eine steile Nachfrage erlebt die Halbleiterbranche und die verarbeitende Industrie in 2023 einen deutlichen Einbruch. Dieser Rückgang hält in 2024 an und dämpft die gesamte Wirtschaftsleistung und auch die mittelfristigen Prognosen.

III. iC-Haus Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis vor Steuern beläuft sich auf € 42,5 Mio. gegenüber € 44,1 Mio. im Vorjahr. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt € 30,2 Mio. gegenüber € 31,5 Mio. im Vorjahr. Damit folgt auch iC- Haus ab Mitte 2023 im Trend dem Abschwung in der Halbleiterindustrie, ausgelöst durch eine verringerte Nachfrage der Abnehmer, die ihre hohen Lagerbestände abbauen.

Beschaffungsmarkt

Das Angebot am Beschaffungsmarkt hat sich in 2023 deutlich entspannt; Preisnachlässe konnten aber auf Basis der aus Vorjahren bestehenden Rahmenaufträge kaum eingefordert werden. Zudem hat die Allokation zu Abkündigungen bei Lieferanten für Produkte und Vormaterialien geführt, verbunden mit Mehrkosten für Restmengen und Neuqualifikationen von Ersatzprodukten.

Beschäftigte

Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist mit 254 Angestellten und 138 gewerblichen Arbeitnehmern im Vergleich zum Vorjahresniveau moderat gestiegen. Es wird weiterhin flexibel auf Beschäftigungsnachfragen qualifizierter Bewerber reagiert. Kurzarbeit oder Entlassungen wurden vermieden.

Investitionen

Die fortlaufend getätigten Investitionen im Entwicklungs-, Test- und Assembly-Bereich betreffen insbesondere automatisierte Anlagen und Geräte zur Fertigungserweiterung und Aufdopplung kritischer Prozessschritte, Rationalisierung und Diversifikation der Technologien. Der Ende 2019 fertiggestellte Erweiterungsbau 5 ermöglicht die gesteigerten Produktionsleistungen.

Liquidität

Die Liquiditätslage ist weiterhin als gut zu bezeichnen.

IV. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres

Die auf die Mikrosystemtechnik ausgelegten Betriebsgebäude inkl. Reinraum für Chip-Assembly sichern eine fortlaufende Expansion und gleichzeitig eine Festigung der Geschäftstätigkeit am Standort. Damit ist die Firma autark in der Umsetzung von Fertigungsschritten und kann das Knowhow im eigenen Hause erhalten. iC-Haus wird als mittelständischer Hersteller innovativer Produkte auf Basis einer weiterhin ausufernden Patentflut durch den möglichen Missbrauch des Patentwesens als Machtmittel bedroht und verfolgt eine relativ aufwändige und erfolgreiche Verteidigungsstrategie.

V. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von € 143,6 Mio. auf € 154,3 Mio. erhöht. Bei einem Investitionsvolumen von € 4,6 Mio. verringerte sich der Anteil des Anlagevermögens(ohne Finanzanlagen) am Gesamtvermögen auf 9,0% (Vorjahr 9,3%). Im Bereich des kurzfristig gebundenen Vermögens entfallen 71,0 % des Gesamtvermögens auf kurzfristige Geldanlagen und liquide Mittel.

Die Eigenkapitalquote beträgt 94,9% nach 86,7% im Vorjahr.

Finanzlage

Aufgrund der Ergebnisentwicklung konnte nur ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 15,7 Mio (Vorjahr € 35,0). erzielt werden. Im Rahmen der Liquidität steigerte sich der Finanzmittelfond um € 7,3 Mio. auf € 77,1 Mio. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um € 4,3 Mio. auf € 1,7 Mio. gesunken, die Rückstellungen sind von € 13,2 Mio. auf € 6,1 Mio. infolge der Inanspruchnahme der Steuerrückstellungen für Vorjahre gesunken.

Ertragslage

In 2023 entwickelte sich der Ertrag wie angegeben durch gesunkene Nachfragen, teilweise kompensiert durch einen verstärkten Exportanteil.

Bei Umsatzreduzierungen um € 9,3 Mio. auf € 106,5 Mio. ergibt sich nach Kosteneinsparungen im Materialaufwand um € 3,1 Mio. auf € 34,0 Mio. und Personalkostensteigerungen um € 2,4 Mio. auf € 23,8 Mio. ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von € 39,4 Mio. (Vorjahr € 39,0 Mio.).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die nach wie vor gute Finanzlage und das Bekenntnis des Unternehmens zu Innovationen sind wichtige Voraussetzungen, sich den Veränderungen und Herausforderungen anzupassen und mittelfristige Wachstums-Chancen trotz bestehender Konjunktureinflüsse zu wahren. Dabei wirken sich die in Vertrieb und Applikation und im PR-Bereich vorgenommenen Einstellungen positiv auf die gestiegenen Exportanteile aus.

Den anerkannten hohen Qualitätsstandard unserer Produkte bauen wir ständig aus, um am Markt einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Daraus resultiert eine innovationsorientierte Produktstrategie; zudem bemühen wir uns ständig, die Kundenbeziehung auch mit Partnern im Ausland zu intensivieren.

Bei internationalen Aktivitäten können wir währungsbedingte Risiken minimieren, da wir in Euro aber auch in USD fakturieren und entsprechende Wareneinkäufe in Fremdwährung ohne Währungstausch weitgehend ausgleichen.

VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken auf der Konjunktur- und Marktseite werden ebenso laufend beobachtet wie auch die internen Risiken. Zur Verfolgung der Marktentwicklung werden die Auftragseingänge, ausstehende Forderungen und die Einschätzungen des Vertriebsteams herangezogen.

In der Konzentration auf die konjunkturell durchaus verbundenen Marktbereiche Industrieelektronik und Automotive bestehen Marktrisiken, denen wir durch anhaltende Präsenz auch internationalen Messen entgegenwirken. Zudem werden die Geschäftskontakte mit der Stammkundschaft in Bereichen gepflegt, in denen iC-Haus als wichtiger Anbieter anerkannt ist. Zur Diversifikation der angesprochenen Märkte engagiert sich iC-Haus weiterhin in den Bereichen Medizintechnik und Beleuchtung durch entsprechende Applikationen mit bestehenden Produkten, aber auch durch neue iCs, insbesondere für die Lasertechnik.

Der Halbleitermarkt hat sich seit Mitte 2023 komplett gedreht, aus der Allokation direkt in den Abschwung mit Verschiebungen und Stornierungen in bestehenden Rahmenverträgen, ohne dass für 2024 eine Erholung sichtbar wird. Grund ist die hohe Lagerhaltung und die durch Erfahrungen in der Allokation getriebene Bevorratung bei Industriekunden, aber auch die allgemeine wirtschaftliche Stagnation bis Rezession. Hier hat ein Überschwingen mit fehlender Nachfrage eingesetzt, begleitet vom allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung insbesondere in Deutschland. Die Erwartung oder Hoffnung auf Erholung in Q3/2023 hat sich nicht erfüllt, wobei wir die Märkte in anderen Regionen wie Asien und USA positiver sehen.

In Asien ist deutlicher Wettbewerb entstanden, der sich inzwischen vom reinen Kopierer zum Innovator entwickelt und die gesamte hiesige Industrie herausfordert. Dabei verhindert in China massive staatliche Unterstützung in Zukunftsbranchen einen fairen Wettbewerb.

Auch mit inzwischen erfolgreichen Neuprodukten und einer verstärkten Internationalisierung im Vertrieb stellen wir uns auf einen weiteren Umsatzrückgang in 2024 ein. Inflationsbedingte Kostensteigerungen und Preiserhöhungen bei beschafften Vormaterialien können nicht an einen angespannten Markt mit Antriebstechnik, Automatisierung und Robotik als iC-Haus Kernkompetenz weitergegeben werden, so dass das Betriebsergebnis in 2024 abschmilzt. Außerdem muss iC-Haus auf Prozessabkündigungen mit einem Lageraufbau und Transfer bestehender Chip-Designs reagieren, um den mittel- bis langfristigen Bedarf der Märkte abzusichern.

Negative Auswirkungen der weltweiten Krisen und der Handelskriege bleiben grundsätzlich bestehen und sind als weiteres Risiko zu bewerten.

Die bestehenden Reserven und der bestehende grundsätzliche Innovationsbedarf der Wirtschaft mit Mikroelektronik erlauben es, mit gezielten Einstellungen qualifizierter Mitarbeiter, mit Vermeidung von Kurzarbeit im iC-Haus, mit gezielten Investitionen in Produktionsmaschinen und mit gesteigerter globaler Präsenz die Basis für eine Erholung in 2025 und ein anhaltendes Wachstum zu legen.

Die Finanzrisiken sehen wir als gering an, da wir bei größeren Entwicklungsaufträgen angemessene Abschlagszahlungen und bei Serienlieferungen zeitlich verteilte Einzellieferungen und Fakturierungen vereinbaren. Bei Neukunden arbeitet die Gesellschaft mit kurzfristigen Zahlungszielen für Anlaufstückzahlen oder regelmäßig auch mit Vorauskasse. Zusätzlich werden für Kunden bei Bedarf Bonitätsauskünfte eingeholt, die neben den eigenen Erfahrungen über die Zahlungsmoral mitentscheidend sind für ein Kreditlimit für Lieferungen. Insolvenzen bestehender Kunden bleiben Einzelfälle und belasten die Finanzlage unerheblich.

Die Geschäftsführung erwartet für 2024 auf Basis der genannten Marktentwicklung ein um 17% geringeres Jahresergebnis als im Vorjahr 2023.

VII. Forschung und Entwicklung

Auch in Zukunft wird sich die Gesellschaft weiterhin auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung für iCs betätigen und neue Produkte am Markt anbieten, die aus Sicht des Halbleiterherstellers Nischen betreffen, aber im langfristig agierenden industriellen Umfeld und im weltweiten Vergleich technische Innovationen darstellen. Als Erweiterungen der Themenschwerpunkte stehen Mikrosysteme, die magnetische und optische Sensorik und die Laser-Treibertechnik im Fokus der Forschungen und Entwicklungen, die u.a. auch in Förderprojekten des BMBF, mit steuerlicher Förderung durch Forschungszulagen und in Kooperation mit in der Applikation marktführenden Konzernen bearbeitet werden. Der Anteil der Forschungsprojekte in den Entwicklungsabteilungen ist mit ca. 10% des Umsatzes gleichbleibend hoch und wird in 2023/2024 u.a. belegt durch vier Förderprojekte des Bundes und durch mehrere Projekte und Anträge auf Forschungszulagen.

Mit den daraus entstehenden innovativen Produkten und Prozessen ist die Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens und für einen erfolgreichen, auch internationalen Vertrieb gegeben.

 

Bodenheim, 30.10.2024

gez. Dr. Heiner Flocke

gez. Dr. Alexander Flocke

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTI VA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
87.140,51 114.826,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.582.778,44 10.539.736,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.424.707,61 1.948.973,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.745.404,90 700.575,71
13.752.890,95 13.189.285,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 438.225,00 438.225,00
2. Sonstige Ausleihungen 552.515,56 606.925,59
990.740,56 1.045.150,59
14.830.772,02 14.349.262,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.414.322,02 3.422.394,80 7.991.927,22
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.010.809,96 4.846.177,17
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 280.641,98 911.347,85 533.926,92
4. geleistete Anzahlungen 674.010,00 674.260,00
18.379.783,96 14.046.291,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.665.803,92 13.870.417,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.154.568,64 477.590,37
10.820.372,56 14.348.007,57
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 32.371.180,04 30.464.832,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 77.107.598,41 69.841.049,94
138.678.934,97 128.700.180,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 309.202,10 303.971,66
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 489.553,00 206.699,00
154.308.462,09 143.560.114,04

PASSI VA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 115.395.424,00 91.888.894,01
III. Jahresüberschuss 30.148.499,84 31.506.529,99
146.543.923,84 124.395.424,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.284.402,00 2.386.836,00
2. Steuerrückstellungen 2.860.473,65 9.951.261,11
3. Sonstige Rückstellungen 973.016,22 850.259,40
6.117.891,87 13.188.356,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.171.302,47 2.409.736,27
2. Sonstige Verbindlichkeiten 475.343,91 3.566.597,26
davon aus Steuern ( 326.520,73 ) ( 3.275.825,17 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit ( 17.141,98 ) ( 15.613,48 )
1.646.646,38 5.976.333,53
154.308.462,09 143.560.114,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 106.497.526,30 115.762.756,67
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.164.632,79 1.591.793,23
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.423.505,49 4.168.592,86
- davon aus Währungsumrechung ( 2.277.715,47 ) ( 724.106,13 )
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.566.508,51 -29.229.050,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.397.216,19 -33.963.724,70 -7.865.811,35 -37.094.862,21
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.326.922,26 -18.860.281,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.507.747,73 -2.524.898,02
- davon für Altersversorgung ( 239.571,70 ) -23.834.669,99 ( 215.608,55 ) -21.385.179,78
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.957.037,67 -4.200.308,68
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.879.387,14 -13.401.314,58
- davon aus Währungsumrechnung ( 2.988.524,90 ) ( 1.726.536,53 )
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.327,96 7.348,27
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 0,00 ) ( 0,00 )
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.168.218,45 971.592,39
- davon aus Abzinsung ( 0,00 ) ( 0,00 )
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -14.136,00 -2.211.100,91
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -95.518,00 -63.423,11
- davon aus Abzinsung ( 36.660,77 ) ( 0,00 )
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.344.838,84 -12.629.716,16
13. Ergebnis nach Steuern 30.170.898,65 31.516.177,99
14. Sonstige Steuern -22.398,81 -9.648,00
15. Jahresüberschuss 30.148.499,84 31.506.529,99

Anhang - Handelsbilanz - für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Firma: iC-Haus GmbH
Sitz: Bodenheim am Rhein
Registergericht: Mainz
Registergericht Nr.: HRB 3009

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde wie bereits der Vorjahresabschluss 2022 nach den Vorschriften des Handelsbilanzgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs.2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den handelsrechtlich gebotenen Vorschriften ausgerichtet worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer wurden drei Jahre bei Software zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungs- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung der Einzelkosten für Material und Lohn sowie anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Zum Zwecke der verlustfreien Bewertung wurde überwiegend die retrograde Bewertungsmethode angewandt.

Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Risiken nicht zu erkennen; es wurden daher keine Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen i. H. v. EUR 20.378,50 aufgrund von Insolvenzverfahren bei Kunden vorgenommen. Darüber hinaus sind keine weiteren Risiken bei den Forderungen zu erkennen.

Die Fremdwährungsposten in den Forderungen und den Sonstigen Vermögensgegenständen und den liquiden Mitteln sowie in den Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik gem. § 253 HGB gebildet und nach den Richtlinien des BilMoG angesetzt. Die Bewertung ist nach der sog. PUC-Methode vorgenommen worden. Dabei sind die Zeitwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen gem. § 246 Abs.2 Satz 2 HGB verrechnet worden.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen, die mit ihren zum Erfüllungsbeträgen angesetzt wurden, wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Angaben zu Posten der Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang).

Die Ausleihungen (Mietkaution) an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 438.225,00 bestehen gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2023 in Höhe von EUR 1.877.343,46 sowie Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2022 in Höhe von EUR 573.826,37.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthält Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag von EUR 3.946.985,00 die mit Rückdeckungsversicherungen von EUR 2.152.136,00 verrechnet wurden. Die Rückdeckungsversicherung ist an den Begünstigten abgetreten.

Die Bewertung der Pensionszusagen ist nach der PUC-Methode vorgenommen worden.

Der Rechnungszins beträgt 1,82% und entspricht den Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung der sog. "Vereinfachungsregel" gemäß § 253Abs. 2 Satz 2 HGB (pauschaler Ansatz des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren). Der Rententrend beträgt 0,00%, der Gehaltstrend 0,00%.

Der Unterschiedsbetrag zu der Berechnung nach dem 7-Jahres-Durchschnittswertszinssatz (1,74%) beträgt EUR 16.504 und ist gemäß § 253 Abs.6 S.2 HGB für eine Ausschüttung gesperrt.

Für die biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Verrechnet wurden zudem Zinsaufwendungen von EUR 94.886,00 mit Zinserträgen von EUR 70.924,00.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Personal.

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten betragen weniger als ein Jahr.

Angaben zu den latenten Steuern:

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der Bilanz insgesamt saldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,875%.

Auf die Aktivierung des Überhangs der aktiven latenten über die passiven latenten Steuern wurde verzichtet.

Aktive latente Steuern resultieren aus der Differenz des bilanziellen Wertansatzes in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Die Differenz betrifft die Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 995.461. Daraus ergibt sich eine aktive latente Steuer in Höhe von rd. EUR 287.439.

2. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Exportquote der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 beträgt 55,97 %; 12,67 % entfielen auf die Europäische Union.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr.3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, betreffen den Pachtvertrag für die Betriebsgebäude. Die jährliche Verpflichtung hieraus beträgt EUR 2.434.297,32. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. gegenüber Gesellschaftern.

Im Jahresdurchschnitt waren 392 Arbeitnehmer beschäftigt (254 Angestellte und 138 gewerbliche Arbeitnehmer).

Die der Geschäftsführung aus dem Dienstverhältnis gewährten Gesamtbezüge werden in Übereinstimmung mit § 286 Abs.4 HGB nicht angegeben.

Die Geschäftsführung wird wahrgenommen von

Dr. Ing. Heiner Flocke, Bodenheim, sowie Dr. Alexander Flocke, Bodenheim (ab 31.01.2023).

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 13,9 berechnet, welches in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bodenheim, 30.10.2024

gez. Dr. Heiner Flocke

gez. Dr. Alexander Flocke

Anlagenspiegel

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.237.293,44 46.338,44 0,00 0,00 1.283.631,88
1.237.293,44 46.338,44 0,00 0,00 1.283.631,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.315.090,11 413.029,97 1.619.494,85 478.220,34 38.869.394,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.265.616,64 1.424.847,21 0,00 1.315.580,18 10.374.883,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 700.575,71 2.664.324,04 -1.619.494,85 0,00 1.745.404,90
48.281.282,46 4.502.201,22 0,00 1.793.800,52 50.989.683,16
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 438.225,00 0,00 0,00 0,00 438.225,00
2. Sonstige Ausleihungen 606.925,59 40.000,00 0,00 94.410,03 552.515,56
1.045.150,59 40.000,00 0,00 94.410,03 990.740,56
gesamt 50.563.726,49 4.588.539,66 0,00 1.888.210,55 53.264.055,60
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.122.466,93 74.024,44 0,00 1.196.491,37
1.122.466,93 74.024,44 0,00 1.196.491,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 26.775.353,97 2.988.357,02 477.094,84 29.286.616,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.316.643,03 894.656,21 1.261.123,18 7.950.176,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
35.091.997,00 3.883.013,23 1.738.218,02 37.236.792,21
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
gesamt 36.214.463,93 3.957.037,67 1.738.218,02 38.433.283,58
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.140,51 114.826,51
87.140,51 114.826,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.582.778,44 10.539.736,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.424.707,61 1.948.973,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.745.404,90 700.575,71
13.752.890,95 13.189.285,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 438.225,00 438.225,00
2. Sonstige Ausleihungen 552.515,56 606.925,59
990.740,56 1.045.150,59
gesamt 14.830.772,02 14.349.262,56

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die iC-Haus GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der iC-Haus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der iC-Haus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des J ahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grunds- ätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 25. November 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Melzer, Wirtschaftsprüferin

gez. Jüsgen, Wirtschaftsprüfer

Der ausgewiesene Handelsbilanzgewinn von EUR 30.148.499,84 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss wurde am 25. November 2024 festgestellt.

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