Flocke & Herz Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henrik Liungman seit 22.8.2023 | Prokura |
Thomas Alfons Möbus seit 22.8.2023 | Prokura |
Alexander Dr. Flocke seit 31.1.2023 | Geschäftsführer |
Heiner Hartwig Dr. Flocke seit 2.11.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
iC-Haus GmbHBodenheim (Rheinland-Pfalz)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung für 2023 Zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird auf die einschlägige Literatur auf Basis statistischer Erhebungen verwiesen, (z.B. www.destatis.de). Danach ist das BIP in 2023 kalenderbereinigt um 0,1% gesunken. II. Entwicklung der Elektro- und Elektronikbranche Deutschland nimmt in Europa in der Elektro- und Elektronikindustrie weiterhin eine führende Position ein. Im Fokus steht dabei die Automobil- und Automatisierungstechnik. Während die Automobilindustrie von global agierenden Konzernen beherrscht wird mit einem auf bereits hohem Niveau weiterhin steigenden Verbrauch an Halbleitererzeugnissen, so ist die Automatisierungsbranche in Europa eher von vielfältigen Lösungen und mittelständischen Strukturen geprägt. Aus Sicht der Halbleiterindustrie bleibt die Automatisierungsbranche ein Nischenmarkt im Vergleich zu den die Technologie treibenden Computer-, Telekom- und Automotive-Anwendungen. Weitere Nischenmärkte für Halbleiter bestehen in der Medizintechnik und in der Optoelektronik. iC-Haus GmbH bedient diese Nischenmärkte mit applikations- oder kundenspezifischen Lösungen für innovative Mikroelektronik. Design-In und Applikationsentwicklung sind oft langwierig, bereiten dann aber auch langlebige Produkte vor. Mikroelektronik bedeutet Innovation, Rationalisierung und Kostensenkung, die in jeder Konjunkturphase nachgefragt werden. Ein sinnvoller Branchenvergleich orientiert sich nicht an konzerngebundenen Halbleiterherstellern, sondern an sogenannten Solution-Providern für mikroelektronische Erzeugnisse, d.h. kleineren Halbleiterherstellern, Bestückungsfirmen, OEMs (Original-Equipment-Manufacturer) und Geräteherstellern. Geschäftserfolge und Wachstum sind hier neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auch von Geschäftsmodellen und Produkten abhängig und auch in Konjunkturdellen möglich. Diesen Innovationsträgern gemeinsam ist die hohe Investitionsbereitschaft in qualifiziertes Personal, in rationelle Fertigung und in Qualität. Im Rückblick und Vergleich zur Nach-Corona Zeit mit zweistelligem Wachstum in 2022 und mit Allokationen durch eine steile Nachfrage erlebt die Halbleiterbranche und die verarbeitende Industrie in 2023 einen deutlichen Einbruch. Dieser Rückgang hält in 2024 an und dämpft die gesamte Wirtschaftsleistung und auch die mittelfristigen Prognosen. III. iC-Haus Geschäftsverlauf Das Jahresergebnis vor Steuern beläuft sich auf € 42,5 Mio. gegenüber € 44,1 Mio. im Vorjahr. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt € 30,2 Mio. gegenüber € 31,5 Mio. im Vorjahr. Damit folgt auch iC- Haus ab Mitte 2023 im Trend dem Abschwung in der Halbleiterindustrie, ausgelöst durch eine verringerte Nachfrage der Abnehmer, die ihre hohen Lagerbestände abbauen. Beschaffungsmarkt Das Angebot am Beschaffungsmarkt hat sich in 2023 deutlich entspannt; Preisnachlässe konnten aber auf Basis der aus Vorjahren bestehenden Rahmenaufträge kaum eingefordert werden. Zudem hat die Allokation zu Abkündigungen bei Lieferanten für Produkte und Vormaterialien geführt, verbunden mit Mehrkosten für Restmengen und Neuqualifikationen von Ersatzprodukten. Beschäftigte Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist mit 254 Angestellten und 138 gewerblichen Arbeitnehmern im Vergleich zum Vorjahresniveau moderat gestiegen. Es wird weiterhin flexibel auf Beschäftigungsnachfragen qualifizierter Bewerber reagiert. Kurzarbeit oder Entlassungen wurden vermieden. Investitionen Die fortlaufend getätigten Investitionen im Entwicklungs-, Test- und Assembly-Bereich betreffen insbesondere automatisierte Anlagen und Geräte zur Fertigungserweiterung und Aufdopplung kritischer Prozessschritte, Rationalisierung und Diversifikation der Technologien. Der Ende 2019 fertiggestellte Erweiterungsbau 5 ermöglicht die gesteigerten Produktionsleistungen. Liquidität Die Liquiditätslage ist weiterhin als gut zu bezeichnen. IV. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Die auf die Mikrosystemtechnik ausgelegten Betriebsgebäude inkl. Reinraum für Chip-Assembly sichern eine fortlaufende Expansion und gleichzeitig eine Festigung der Geschäftstätigkeit am Standort. Damit ist die Firma autark in der Umsetzung von Fertigungsschritten und kann das Knowhow im eigenen Hause erhalten. iC-Haus wird als mittelständischer Hersteller innovativer Produkte auf Basis einer weiterhin ausufernden Patentflut durch den möglichen Missbrauch des Patentwesens als Machtmittel bedroht und verfolgt eine relativ aufwändige und erfolgreiche Verteidigungsstrategie. V. Darstellung der Lage Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von € 143,6 Mio. auf € 154,3 Mio. erhöht. Bei einem Investitionsvolumen von € 4,6 Mio. verringerte sich der Anteil des Anlagevermögens(ohne Finanzanlagen) am Gesamtvermögen auf 9,0% (Vorjahr 9,3%). Im Bereich des kurzfristig gebundenen Vermögens entfallen 71,0 % des Gesamtvermögens auf kurzfristige Geldanlagen und liquide Mittel. Die Eigenkapitalquote beträgt 94,9% nach 86,7% im Vorjahr. Finanzlage Aufgrund der Ergebnisentwicklung konnte nur ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 15,7 Mio (Vorjahr € 35,0). erzielt werden. Im Rahmen der Liquidität steigerte sich der Finanzmittelfond um € 7,3 Mio. auf € 77,1 Mio. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um € 4,3 Mio. auf € 1,7 Mio. gesunken, die Rückstellungen sind von € 13,2 Mio. auf € 6,1 Mio. infolge der Inanspruchnahme der Steuerrückstellungen für Vorjahre gesunken. Ertragslage In 2023 entwickelte sich der Ertrag wie angegeben durch gesunkene Nachfragen, teilweise kompensiert durch einen verstärkten Exportanteil. Bei Umsatzreduzierungen um € 9,3 Mio. auf € 106,5 Mio. ergibt sich nach Kosteneinsparungen im Materialaufwand um € 3,1 Mio. auf € 34,0 Mio. und Personalkostensteigerungen um € 2,4 Mio. auf € 23,8 Mio. ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von € 39,4 Mio. (Vorjahr € 39,0 Mio.). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Die nach wie vor gute Finanzlage und das Bekenntnis des Unternehmens zu Innovationen sind wichtige Voraussetzungen, sich den Veränderungen und Herausforderungen anzupassen und mittelfristige Wachstums-Chancen trotz bestehender Konjunktureinflüsse zu wahren. Dabei wirken sich die in Vertrieb und Applikation und im PR-Bereich vorgenommenen Einstellungen positiv auf die gestiegenen Exportanteile aus. Den anerkannten hohen Qualitätsstandard unserer Produkte bauen wir ständig aus, um am Markt einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Daraus resultiert eine innovationsorientierte Produktstrategie; zudem bemühen wir uns ständig, die Kundenbeziehung auch mit Partnern im Ausland zu intensivieren. Bei internationalen Aktivitäten können wir währungsbedingte Risiken minimieren, da wir in Euro aber auch in USD fakturieren und entsprechende Wareneinkäufe in Fremdwährung ohne Währungstausch weitgehend ausgleichen. VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risiken auf der Konjunktur- und Marktseite werden ebenso laufend beobachtet wie auch die internen Risiken. Zur Verfolgung der Marktentwicklung werden die Auftragseingänge, ausstehende Forderungen und die Einschätzungen des Vertriebsteams herangezogen. In der Konzentration auf die konjunkturell durchaus verbundenen Marktbereiche Industrieelektronik und Automotive bestehen Marktrisiken, denen wir durch anhaltende Präsenz auch internationalen Messen entgegenwirken. Zudem werden die Geschäftskontakte mit der Stammkundschaft in Bereichen gepflegt, in denen iC-Haus als wichtiger Anbieter anerkannt ist. Zur Diversifikation der angesprochenen Märkte engagiert sich iC-Haus weiterhin in den Bereichen Medizintechnik und Beleuchtung durch entsprechende Applikationen mit bestehenden Produkten, aber auch durch neue iCs, insbesondere für die Lasertechnik. Der Halbleitermarkt hat sich seit Mitte 2023 komplett gedreht, aus der Allokation direkt in den Abschwung mit Verschiebungen und Stornierungen in bestehenden Rahmenverträgen, ohne dass für 2024 eine Erholung sichtbar wird. Grund ist die hohe Lagerhaltung und die durch Erfahrungen in der Allokation getriebene Bevorratung bei Industriekunden, aber auch die allgemeine wirtschaftliche Stagnation bis Rezession. Hier hat ein Überschwingen mit fehlender Nachfrage eingesetzt, begleitet vom allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung insbesondere in Deutschland. Die Erwartung oder Hoffnung auf Erholung in Q3/2023 hat sich nicht erfüllt, wobei wir die Märkte in anderen Regionen wie Asien und USA positiver sehen. In Asien ist deutlicher Wettbewerb entstanden, der sich inzwischen vom reinen Kopierer zum Innovator entwickelt und die gesamte hiesige Industrie herausfordert. Dabei verhindert in China massive staatliche Unterstützung in Zukunftsbranchen einen fairen Wettbewerb. Auch mit inzwischen erfolgreichen Neuprodukten und einer verstärkten Internationalisierung im Vertrieb stellen wir uns auf einen weiteren Umsatzrückgang in 2024 ein. Inflationsbedingte Kostensteigerungen und Preiserhöhungen bei beschafften Vormaterialien können nicht an einen angespannten Markt mit Antriebstechnik, Automatisierung und Robotik als iC-Haus Kernkompetenz weitergegeben werden, so dass das Betriebsergebnis in 2024 abschmilzt. Außerdem muss iC-Haus auf Prozessabkündigungen mit einem Lageraufbau und Transfer bestehender Chip-Designs reagieren, um den mittel- bis langfristigen Bedarf der Märkte abzusichern. Negative Auswirkungen der weltweiten Krisen und der Handelskriege bleiben grundsätzlich bestehen und sind als weiteres Risiko zu bewerten. Die bestehenden Reserven und der bestehende grundsätzliche Innovationsbedarf der Wirtschaft mit Mikroelektronik erlauben es, mit gezielten Einstellungen qualifizierter Mitarbeiter, mit Vermeidung von Kurzarbeit im iC-Haus, mit gezielten Investitionen in Produktionsmaschinen und mit gesteigerter globaler Präsenz die Basis für eine Erholung in 2025 und ein anhaltendes Wachstum zu legen. Die Finanzrisiken sehen wir als gering an, da wir bei größeren Entwicklungsaufträgen angemessene Abschlagszahlungen und bei Serienlieferungen zeitlich verteilte Einzellieferungen und Fakturierungen vereinbaren. Bei Neukunden arbeitet die Gesellschaft mit kurzfristigen Zahlungszielen für Anlaufstückzahlen oder regelmäßig auch mit Vorauskasse. Zusätzlich werden für Kunden bei Bedarf Bonitätsauskünfte eingeholt, die neben den eigenen Erfahrungen über die Zahlungsmoral mitentscheidend sind für ein Kreditlimit für Lieferungen. Insolvenzen bestehender Kunden bleiben Einzelfälle und belasten die Finanzlage unerheblich. Die Geschäftsführung erwartet für 2024 auf Basis der genannten Marktentwicklung ein um 17% geringeres Jahresergebnis als im Vorjahr 2023. VII. Forschung und Entwicklung Auch in Zukunft wird sich die Gesellschaft weiterhin auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung für iCs betätigen und neue Produkte am Markt anbieten, die aus Sicht des Halbleiterherstellers Nischen betreffen, aber im langfristig agierenden industriellen Umfeld und im weltweiten Vergleich technische Innovationen darstellen. Als Erweiterungen der Themenschwerpunkte stehen Mikrosysteme, die magnetische und optische Sensorik und die Laser-Treibertechnik im Fokus der Forschungen und Entwicklungen, die u.a. auch in Förderprojekten des BMBF, mit steuerlicher Förderung durch Forschungszulagen und in Kooperation mit in der Applikation marktführenden Konzernen bearbeitet werden. Der Anteil der Forschungsprojekte in den Entwicklungsabteilungen ist mit ca. 10% des Umsatzes gleichbleibend hoch und wird in 2023/2024 u.a. belegt durch vier Förderprojekte des Bundes und durch mehrere Projekte und Anträge auf Forschungszulagen. Mit den daraus entstehenden innovativen Produkten und Prozessen ist die Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens und für einen erfolgreichen, auch internationalen Vertrieb gegeben.
Bodenheim, 30.10.2024 gez. Dr. Heiner Flocke gez. Dr. Alexander Flocke Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTI VA
PASSI VA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang - Handelsbilanz - für das Geschäftsjahr 2023Allgemeines
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde wie bereits der Vorjahresabschluss 2022 nach den Vorschriften des Handelsbilanzgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs.2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den handelsrechtlich gebotenen Vorschriften ausgerichtet worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer wurden drei Jahre bei Software zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungs- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung der Einzelkosten für Material und Lohn sowie anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Zum Zwecke der verlustfreien Bewertung wurde überwiegend die retrograde Bewertungsmethode angewandt. Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Risiken nicht zu erkennen; es wurden daher keine Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen i. H. v. EUR 20.378,50 aufgrund von Insolvenzverfahren bei Kunden vorgenommen. Darüber hinaus sind keine weiteren Risiken bei den Forderungen zu erkennen. Die Fremdwährungsposten in den Forderungen und den Sonstigen Vermögensgegenständen und den liquiden Mitteln sowie in den Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik gem. § 253 HGB gebildet und nach den Richtlinien des BilMoG angesetzt. Die Bewertung ist nach der sog. PUC-Methode vorgenommen worden. Dabei sind die Zeitwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen gem. § 246 Abs.2 Satz 2 HGB verrechnet worden. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen, die mit ihren zum Erfüllungsbeträgen angesetzt wurden, wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Angaben zu Posten der Bilanz Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Die Ausleihungen (Mietkaution) an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 438.225,00 bestehen gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2023 in Höhe von EUR 1.877.343,46 sowie Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2022 in Höhe von EUR 573.826,37. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthält Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag von EUR 3.946.985,00 die mit Rückdeckungsversicherungen von EUR 2.152.136,00 verrechnet wurden. Die Rückdeckungsversicherung ist an den Begünstigten abgetreten. Die Bewertung der Pensionszusagen ist nach der PUC-Methode vorgenommen worden. Der Rechnungszins beträgt 1,82% und entspricht den Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung der sog. "Vereinfachungsregel" gemäß § 253Abs. 2 Satz 2 HGB (pauschaler Ansatz des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren). Der Rententrend beträgt 0,00%, der Gehaltstrend 0,00%. Der Unterschiedsbetrag zu der Berechnung nach dem 7-Jahres-Durchschnittswertszinssatz (1,74%) beträgt EUR 16.504 und ist gemäß § 253 Abs.6 S.2 HGB für eine Ausschüttung gesperrt. Für die biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Verrechnet wurden zudem Zinsaufwendungen von EUR 94.886,00 mit Zinserträgen von EUR 70.924,00. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Personal. Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten betragen weniger als ein Jahr. Angaben zu den latenten Steuern: Die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der Bilanz insgesamt saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,875%. Auf die Aktivierung des Überhangs der aktiven latenten über die passiven latenten Steuern wurde verzichtet. Aktive latente Steuern resultieren aus der Differenz des bilanziellen Wertansatzes in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Die Differenz betrifft die Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 995.461. Daraus ergibt sich eine aktive latente Steuer in Höhe von rd. EUR 287.439. 2. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Exportquote der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 beträgt 55,97 %; 12,67 % entfielen auf die Europäische Union. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr.3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, betreffen den Pachtvertrag für die Betriebsgebäude. Die jährliche Verpflichtung hieraus beträgt EUR 2.434.297,32. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. gegenüber Gesellschaftern. Im Jahresdurchschnitt waren 392 Arbeitnehmer beschäftigt (254 Angestellte und 138 gewerbliche Arbeitnehmer). Die der Geschäftsführung aus dem Dienstverhältnis gewährten Gesamtbezüge werden in Übereinstimmung mit § 286 Abs.4 HGB nicht angegeben. Die Geschäftsführung wird wahrgenommen von Dr. Ing. Heiner Flocke, Bodenheim, sowie Dr. Alexander Flocke, Bodenheim (ab 31.01.2023). Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 13,9 berechnet, welches in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Bodenheim, 30.10.2024 gez. Dr. Heiner Flocke gez. Dr. Alexander Flocke Anlagenspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die iC-Haus GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der iC-Haus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der iC-Haus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des J ahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 25. November 2024 Nexia
GmbH
gez. Melzer, Wirtschaftsprüferin gez. Jüsgen, Wirtschaftsprüfer Der ausgewiesene Handelsbilanzgewinn von EUR 30.148.499,84 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss wurde am 25. November 2024 festgestellt. |
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