Intertee Handelsgesellschaft mbH

Gutenbergring 65, 22848 Norderstedt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3984 NO
Vorher
Intertee Handelsgesellschaft Gesing & Company mbH
Eingetragen
24.11.2004
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Tee sowie mit Produkten verwandter Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Rüdiger Koop
seit 9.12.2022
Geschäftsführer
Jan Eckhoff
seit 1.4.2022
Prokura
Ali Altan Topal
seit 7.3.2022
Geschäftsführer
Holger Sturm
seit 23.7.2009
Geschäftsführer
Matthias Hahnkamm
seit 5.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
128.000 €

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intertee Handelsgesellschaft mbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

InterTee betreibt den Handel, die Veredelung und die Abpackung von Tee, Kaffee und Feinkostartikeln und damit verbundenen Produkten auf dem nationalen sowie internationalen Markt. Unsere inländischen Kunden sind im Wesentlichen Facheinzelhändler, die im Schwerpunkt mit Tee und oder Kaffee handeln. Im internationalen Bereich werden die Kunden auch über regionale Großhändler beliefert.

Das Produktportfolio umfasst ferner im Manufakturprozess hergestellte Spezialitäten, wie Marmeladen und Honig, Liköre sowie Essig- und Ölmischungen. Das Programm wird weiterhin durch Kaffeespezialitäten abgerundet.

Die Gesellschaft ist zu 100 Prozent an der Die Teedose GmbH, Norderstedt, beteiligt. Die Gesellschaft vertreibt ebenfalls Tee und Zubehör an Teeeinzelhändler.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen entwickelt jährlich neue Rezepturen und Konzepte für die Weiterentwicklung der Sortimente um die Kernprodukte Tee, Kaffee und Feinkostspezialitäten. Hierfür wurde eine eigene Entwicklungsabteilung etabliert. Teile dieser Innovationen werden in enger Kooperation mit Lieferanten und Kunden entwickelt. Die Gesellschaft betreibt eine regelmäßige Marktforschung und -beobachtung, um wechselnde Trends in den jeweiligen Märkten frühzeitig erkennen und nutzen zu können.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Entwicklung auf den Märkten, sowohl den Beschaffungs- als auch in den Absatzmärkten stark die durch den Ukraine Konflikt und der weltweit stagnierenden Wirtschaft beeinflusst. Neben diesem Einflussfaktoren nimmt der seit Jahren vorhandene Mangel an Arbeitskräften und damit verbundenen Lohnkostensteigerungen nimmt weiterhin starken Einfluss auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen. In Deutschland, der EU und vielen anderen Absatzländern führen die steigenden Zinsen, Energiekosten und Inflation zu Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten. Insbesondere in Deutschland beeinflussen die negativen Wirtschaftsdaten das Kaufverhalten der Verbraucher.

Nach wie vor sind die Verzögerungen in den Lieferketten und die teilweise schlechte Verfügbarkeit von Rohwaren ein Problem.

Teemarkt:

Der Gesamtverbrauch in Deutschland verteilt sich mit 32,2% auf Grün- und Schwarztees und mit 67,8% Kräuter- und Früchtetees auf.

Der Anteil der Bio-Tees am Gesamtverbrauch in Deutschland lag bei 15,6% und somit knapp unter dem Vorjahreswert von 15,9%

Deutscher Teemarkt (Deutscher Teeverband e.V. & statistisches Bundesamt)

Menge in Tonnen 2022 2023
Einfuhren nach Deutschland 47.501 51.032
Ausfuhren aus Deutschland 22.315 21.655
Inlandsverfügbarkeit 25.186 29.377

Marktanteile der inländischen Vertriebskanäle (Deutscher Teeverband e.V.)

Verteilung des Gesamtverbrauches nach Einkaufsquellen

Anteil in Prozent 2022 2023
Lebensmitteleinzelhandel und Discounter, Drogeriemärkte, Direktversand 80,9 % 78,8 %
Teefachgeschäfte 10,3 % 11,5 %
Gastronomie und Großverbraucher 2,7 % 3,9 %
Sonstige Vertriebsformen (z.B. türkische Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland) 6,1 % 5,8 %

Die wichtigsten Teetrends sind laut dem Teeverband und der Marktbeobachtung Cold Brew Tea, Functional Teas. Der Verbraucher legt verstärkten Fokus auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit bei der Auswahl seiner Lebensmittel und somit auch beim Tee.

Kaffeemarkt:

Die Beschaffungspreise von Rohkaffee unterliegt deutlich stärkeren Preisschwankungen als die von Tee.

2021 wurden 479.700 Tonnen Röstkaffee auf dem deutschen Markt abgesetzt und somit auf dem Vorjahresniveau.

Der Großteil des Kaffees wird in Deutschland im Lebensmitteleinzelhandel (LEH, einschließlich Discounter, SB-Warenhäuser, Drogerien und Online-Vertrieb) verkauft. Es zeigt sich ein Trend weg vom gemahlenen Kaffee hin zum Verkauf der Ganzen Bohne.

Davon wurden 358.700 Tonnen Röstkaffee zu Hause und 121.000 Tonnen Röstkaffee außer Haus, plus 27% im Vergleich zum Vorjahr, konsumiert.

(Deutscher Kaffeeverband e.V.)

Feinkost:

Über den Nischenmarkt, den wir mit den Feinkostartikeln des Bereichs Collier Spezialitäten Manufaktur bedienen, sind keine Marktdaten und Analysen verfügbar. Es ist jedoch festzustellen, dass der allgemeine Trend zur regionalen Herkunft und der Individualisierung der Produkte sehr gut zu der Marktpositionierung unserer Marke Collier passt.

Geschäftsverlauf

Der Markt des Spezialitäteneinzelhandels ist durch einen starken Verdrängungswettbewerb, im Wesentlichen ausgelöst durch Einzelhandelsgrossisten, gekennzeichnet. In den letzten Monaten ist eine Zunahme an Schließungen im Einzelhandel in Deutschland zu beobachten.

Die Gesellschaft hat eine anerkannte Stellung im Markt und kennt keine einseitigen Abhängigkeiten von Lieferanten und Kunden.

Der von der Gesellschaft erwartete Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr ist eingetreten.

Durch verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung und durch die Nutzung von Fluktuationen konnte die negative Auswirkung des Umsatzrückganges auf den Ertrag abgemildert werden. Dennoch ist der Ertrag um zurückgegangen. Dies führte zu einem rückläufigen EBITDA von TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.272).

Wir schließen das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 614) ab.

Geplante Investitionen in Maschinen und Anlagen wurden erneut aufgrund der unsicheren Gesamtwirtschaftslage ins nächste Geschäftsjahr verschoben.

Nachdem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr zur Finanzierung des strategischen Bestandsaufbaus auf TEUR 750 angestiegen waren, sanken diese im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 250. Es stehen der Gesellschaft nach wie vor ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer liegt mit 108 unter dem Vorjahresniveau (124).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR 687 (Vorjahr: TEUR -204).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR -187 (Vorjahr: TEUR -162).

Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

III. Prognosebericht

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine schwierige Lage, insbesondere auf den Inlandsmärkten. Die Geschäftsführung geht daher von erneut rückläufigen Umsätzen aus.

Die starken Preissteigerungen bei den Rohstoffen und die überdurchschnittlichen Steigerungen bei den Personalkosten werden zu einer Verschlechterung der Marge führen.

Dies wird insgesamt zu einer deutlichen Verschlechterung des EBITDA und des Jahresüberschusses führen. Die Geschäftsführung verstärkt ihre Aktivitäten zur Kostensenkung und zur Effizienzverbesserung. Insgesamt geht die Geschäftsführung weiterhin Erträgen aus.

Investitionen in Maschinen und Anlagen zur Verbesserung der Produktqualität und zur Optimierung der Prozesskosten sind geplant.

IV. Chancen- und Risikobericht

In dem von uns betriebenen Geschäft sehen wir hinsichtlich der von uns gehandelten Waren lediglich Risiken bezüglich der Marktgängigkeit einzelner Produkte. Diese Risiken ergeben sich aus dem sich im Zeitablauf wechselnden Geschmack der Konsumenten. Diesen Risiken treten wir im Rahmen der Markteinführung neuer Produkte durch Marktforschung und bei bestehenden Produkten durch eine Anpassung unserer Einkaufspolitik bzw. durch die Bereinigung des Sortimentes entgegen.

Wir erkennen keine Veränderungen oder Einflüsse aus den Lieferländern für das zukünftige Geschäft.

Als Handelshaus basiert der im Geschäftsjahr realisierte Erfolg wesentlich auf dem hohen Engagement und der Qualifikation unserer Mitarbeiter. Da die Lage auf dem Arbeitsmarkt zunehmend zu Problemen bei der Besetzung vakanter und neuer Stellen führt, haben wir daher unsere Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit intensiviert und werden, wie schon in den Vorjahren, unsere Ausbildungsaktivitäten verstärken wobei es zunehmend schwieriger wird die Ausbildungsplätze zu besetzen.

Die Entwicklung von Preisen, Mengen und Margen wird kontinuierlich beobachtet und fließt in die Planung der Marktaktivitäten ein.

Chancen- und Entwicklungspotential für unser Unternehmen besteht vor allem in unseren langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen, sowie in dem gelegten Grundstein für eine weitere Diversifikation des Unternehmens. Auch unser hoher Qualitätsanspruch und die zum Teil auf unsere Kunden zugeschnittenen Leistungen sehen wir als Indikator für ein nachhaltiges Wachstum.

Die Wirtschaftskrise in Deutschland und der Welt wird auch Einfluss auf die Gesellschaft haben. Wir haben daher in unserer Planung einen konservativen Ansatz verfolgt. Aufgrund der guten Cash Position gehen wir nicht von einem starken negativen Effekt durch die Zinserhöhungen aus.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Anerkannte Sicherungsinstrumente bestehen nicht, da es für die von uns gehandelten Waren keine Warenterminmärkte gibt.

Währungsrisiken durch den Erwerb oder die Veräußerung von Ware in ausländischer Währung sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Die Finanzierung unserer Geschäftstätigkeit ist durch die Bereitstellung einer ausreichenden Kreditlinie durch Geldinstitute gesichert.

 

Norderstedt, 12. Februar 2024

InterTee Handelsgesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. AUGUST 2022

INTERTEE HANDELSGESELLSCHAFT MBH, NORDERTSTEDT

AKTIVA

31.08.2023 31.08.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.637.394,49 1.693.999,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 40.926,73 52.667,24
Geschäfts- oder Firmenwert 31.551,97 36.091,92
II. Sachanlagen 1.565.754,85 1.610.618,98
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 789.326,40 817.760,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.617,47 284.018,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 487.810,98 508.840,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 30.712,91 30.712,91
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.712,91 30.712,91
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.653.936,14 10.496.688,44
I. Vorräte 7.641.449,13 7.464.147,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.965.589,10 2.876.317,16
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 158.893,65 264.303,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.897,91 156.223,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 45.304,62 53.412,82
11.336.635,25 12.244.100,39

PASSIVA

31.08.2023 31.08.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 5.534.851,24 5.025.955,12
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500.000,00
II. Kapitalrücklage 40.560,00 40.560,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 1.485.395,12 870.928,85
IV. Jahresüberschuss 508.896,12 614.466,27
B. RÜCKSTELLUNGEN 588.805,19 471.277,82
C. VERBINDLICHKEITEN 5.212.978,82 6.746.867,45
- davon aus Steuern: EUR 35.228,14 (Vorjahr: EUR -2.947,32)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR -34,33 (Vorjahr: EUR 200,75)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 247.046,63 749.739,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 247.046,63 (Vorjahr: EUR 674.739,20)
2. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.452.730,19 1.577.730,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 125.000,00)
11.336.635,25 12.244.100,39

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄGTSJAHR 2022/23

2022/23 2021/22
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.771.973,98 9.153.361,71
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 5.042,17 (Vorjahr: EUR 18.448,59)
2. Personalaufwand -4.921.110,37 -4.975.016,45
a) Löhne und Gehälter -4.124.868,53 -4.125.986,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -796.241,84 -849.029,66
- davon für Altersversorgung: EUR 6.553,16 (Vj.: EUR 8.449,87)
3. Abschreibungen -252.219,25 -271.365,43
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.769.862,42 -2.914.629,30
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 10.435,02 (Vorjahr: EUR 11.349,58)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.590,43 4.697,10
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.706,72 (Vorjahr: EUR 4.246,47)
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 25.356,96 8.239,57
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105.668,30 -76.238,15
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 14.527,30 (Vorjahr: EUR 14.527,30)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -241.574,27 -307.753,14
9. Ergebnis nach Steuern 515.486,76 621.295,91
10. Sonstige Steuern -6.590,64 -6.829,64
11. Jahresüberschuss 508.896,12 614.466,27

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023

INTERTEE HANDELSGESELLSCHAFT MBH, NORDERSTEDT

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Allgemeine Angaben

Die Intertee Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Norderstedt und wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 3984 NO geführt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. August 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr vom 01.09. bis zum 31.08. des Folgejahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

1.2 Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1.2.1 Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

1.2.2 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern diese der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben, da dies der voraussichtlichen Nutzungsdauer der zu Grunde liegenden Kundenbeziehungen entspricht.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf Grundlage des gleitenden Durchschnittspreises und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens gemäß § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit dies Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

1.2.3 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.2.4 Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

2 Erläuterungen zu den Bilanzposten

2.1 AKTIVA

2.1.1 Anlagevermögen

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Firmenname Anteilshöhe in % Jahresergebnis 31.08.2023 Eigenkapital 31.08.2023
EUR EUR
Die Teedose GmbH, Norderstedt 100 % 0,00 25.600,00

Mit der Die Teedose GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

2.1.2 Umlaufvermögen

2.1.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stellen hauptsächlich Darlehensforderungen (TEUR 90) dar sowie Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag und laufende Verrechnungen.

2.2 PASSIVA

2.2.1 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.08.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Personalrückstellungen 216 154
Bonus, ausstehende Gutschriften und Gewährleistungsansprüche 3 15
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung 31 32
Ausstehende Eingangsrechnungen 39 39
Sonstiges 60 55
Summe 350 295

2.2.2 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: (Angaben in Euro)

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 247.046,63 247.046,63
(Vorjahr) 674.739,20 75.000,00 749.739,20
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 501.281,26 501.281,26
(Vorjahr) 413.715,00 413.715,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.452.730,19 1.452.730,19
(Vorjahr) 125.000,00 1.452.730,19 1.577.730,19
Sonstige Verbindlichkeiten 690.220,74 2.321.700,00 3.019.811,90
(Vorjahr) 1.683.983,06 2.321.700,00 4.005.683,06
davon aus Steuern 35.228,14 35.228,14
(Vorjahr) -2.947,32 -2.947,32
davon im Rahmen sozialer Sicherheit -34,33 1.691,92
(Vorjahr) 200,75 200,75
Summe 1.438.548,63 3.774.430,19 5.212.978,82

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine Sicherheiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.452.730,19 (Vorjahr EUR 1.452.730,19) enthalten. Die Verbindlichkeiten betreffen Darlehen und Darlehenszinsen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - in voller Höhe den Finanzverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten einen Teilbetrag in Höhe von EUR 2.085.000,00 (Vorjahr EUR 2.085.000,00), für die der Gläubiger einen Rangrücktritt hinter alle derzeitigen und zukünftigen Gläubiger erklärt hat. Dieser läuft noch bis zum 31.12.2026.

Es besteht eine Haftung für Verbindlichkeiten Dritter in Höhe von EUR 500.000,00 in Form einer selbstschuldnerischen Höchstbürgschaft. Aufgrund der der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Geschäftsunterlagen, wird der Eintritt der Gesellschaft in diese von der Geschäftsführung als äußerst gering erachtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Angaben in Euro)

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
aus Miet- und Leasingverträgen 765.334,34 1.108.489,16 133.000,00
Summe 765.334,34 1.108.489,16 133.000,00

2.2.3 Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 108 (Vorjahr: 124) Arbeitnehmer beschäftigt.

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Gewerbliche Arbeitnehmer 4752
Angestellte Arbeitnehmer 5247
Auszubildende 9
Summe 108

2.2.4 Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr die Herren

Matthias Hahnkamm Kaufmann
Holger Sturm Kaufmann
Ali-Altan Topal Kaufmann
Mathias-Rüdiger Koop Kaufmann (seit 1.12.2022)

2.2.5 Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 1.994.291,20 auf neue Rechnung vorzutragen.

2.2.6 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.

2.2.7 Unterschrift der Geschäftsführung

 

Norderstedt, 12.02.2024

Holger Sturm

Matthias Hahnkamm

Ali-Altan Topal

Mathias-Rüdiger Koop

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die lntertee Handelsgesellschaft mbH, Norderstedt:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der lntertee Handelsgesellschaft mbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der lntertee Handelsgesellschaft mbH, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit ei- nem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Entgegen § 285 Nr. 9 lit. a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu- treffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu- treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der• Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jah- resabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü- fungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um- ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesent- sprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben so- wie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein- schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 12. Februar 2024

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