Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 31806
Eingetragen
28.4.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
das Erwerben, Halten und Veräußern von Beteiligungen an gewerblichen Unternehmen aller Art, insbesondere an Unternehmen aus der Speditions- und Logistikbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gökhan Dagarslan
seit 28.4.2020
Vorstandsmitglied
Serkan Dagarslan
seit 28.4.2020
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HD Trucknet AG

Dortmund

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.388,00 91.077,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.495.194,33 2.675.569,83
2.588.582,33 2.766.646,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.483,00 14.302,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.451,00 8.333,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.107.238,70 3.616.111,81
6.126.172,70 3.638.746,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.163.414,13 2.064.644,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.605.404,58 1.795.602,91
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.473.776,07 2.713.569,42
6.079.180,65 4.509.172,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 914.891,18 195.639,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.171,20 1.262,98
18.897.412,19 13.176.113,60

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 3.566.555,25 3.566.555,25
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 99.495,01- 0,00
IV. Gewinnvortrag 1.854,49 0,00
V. Konzernjahresfehlbetrag 87.806,95- 1.854,49
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 65.467,85
2. sonstige Rückstellungen 211.069,00 83.169,00
211.069,00 148.636,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.221.723,06 3.882.458,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.619.700,83 4.171.374,14
3. sonstige Verbindlichkeiten 887.557,87 898.328,77
14.728.981,76 8.952.161,45
D. Passive latente Steuern 426.253,65 356.905,56
18.897.412,19 13.176.113,60

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.466.824,57 19.125.460,70
2. sonstige betriebliche Erträge 299.777,27 198.094,15
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.128,35 95.904,90-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 34.758,25 64.886,60 90.738,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.165.434,47 5.503.281,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.313.749,42 7.479.183,89 1.154.198,98
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 968.262,79 548.127,98
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.974.663,66 11.631.947,68
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.647,00 49.065,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 271.696,41 205.700,62
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80.168,76 268.161,75
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 80.695,81 (EUR 227.938,81)
10. Ergebnis nach Steuern 5.613,27- 66.367,33
11. sonstige Steuern 82.193,68 64.512,84
12. Konzernjahresfehlbetrag 87.806,95 1.854,49-

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Angewandte Vorschriften

Der Konzernabschluss der HD Trucknet AG für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetztes aufgestellt.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

2. Konsolidierungskreis

Unternehmen, bei denen die HD Trucknet AG die einheitliche Leitung ausübt, weil sie direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder weil diese Unternehmen in eine einheitliche Geschäftspolitik integriert waren, wurden in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB einbezogen. Diese sind nachfolgend dargestellt:

Gesellschaft Anteil Eigenkapital Gesamtes Eigekapital Gesamtes Jahresergebnis Beteiligungsquote
HB I HB I HB I
T€ T€ T€ %
GDS Logistik GmbH, Dortmund 492.881,95 492.881,95 0,00 400 %
DHS Spedition & Logistik GmbH, Dortmund 328.826,82 328.826,82 0,00 100 %
Gepard Logistik GmbH, Dortmund 246.573,06 246.573,06 0,00 100 %
Dortmunder Nutzfahrzeugservice GmbH, Dortmund 34.098,46 34.098,46 8.285,96 100 %

Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Erstkonsoldierung der o.g. Gesellschaften.

Nach den Vorschriften über die Equity-Konsolidierung gemäß §§ 311 ff. HGB wurden keine Unternehmen zum 31. Dezember 2022 einbezogen.

3. Stichtag des Konzernabschlusses., abweichende Geschäftsjahre

Der Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Zu diesem Stichtag enden die Geschäftsjahre aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Kein Unternehmen hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr.

4. Konsolidierungsmethoden

Die HD Trucknet AG ist gemäß § 293 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Zum 31. Dezember 2022 stellt die HD Trucknet AG, Dortmund, freiwillig einen Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernlagebericht, Konzern- Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel auf.

Die GDS Logistik GmbH, die DHS Spedition & Logistik GmbH und die Gepard Logistik GmbH wurden zum 21. Oktober 2021 eingebracht. Die Einbringung erfolgte zum Zeitwert. Der Zeitwert überstieg in Höhe von 3,6 Mio. € der als Gegenleistung gewährten Geschäftsanteile. Der übersteigende Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Für die zum 21. Oktober 2021 eingebrachten Unternehmen wurde, aus Praktikabilitätsgründen, auf den 1. Januar 2021 jeweils eine Erstkonsolidierung durchgeführt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der Ansatz des neubewerteten Eigenkapitals erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem Betrag, der den Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Ein nach der Verrechnung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen mit dem Eigenkapital verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Umsätze, andere konzerninterne Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse wurden eliminiert.

Durch Konsolidierungsmaßnahmen entstandene latente Steuerbe- und -entlastungen werden auf Ebene der HD Trucknet AG, mit einem Steuersatz in Höhe von 32,81 % berücksichtigt, wohingegen latente Steuern aus den Konzerngesellschaften mit einem einheitlichen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,83 %, sowie mit einem individuellen hebesatzabhängigen Gewerbesteuersatz von durchschnittlich 16,98 % bewertet werden. Die sich ergebenen Steueraufwendungen werden mit Steuererträgen verrechnet.

Für die einbezogenen Konzernunternehmen bestehen einheitliche Ausweis-, Bewertungs- und Gliederungsrichtlinien für die Bilanzierung. Bei Abweichungen von den einheitlichen Gliederungs- oder Bewertungsvorschriften wurden entsprechende Umgliederungen oder Umbewertungen vorgenommen.

5. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

Enthalten in der Position Geschäfts- und Firmenwert ist der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der GDS Logistik GmbH zum 1. Januar 2021 in Höhe von TEUR 797,2. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 735,2. Die Abschreibung erfolgt über 15 Jahre ab Einbringungszeitpunkt. Im Geschäftsjahr wurde der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 53,1 abgeschrieben. Ebenso wird der Geschäfts- oder Firmenwert der DHS Spedition & Logistik GmbH in Höhe von TEUR 940,1 aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 über 15 Jahre abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 867,0. Im Geschäftsjahr ergibt sich hieraus eine Abschreibung in Höhe von TEUR 62,7. Gleichfalls wird der Geschäfts- oder Firmenwert der Gepard Logistik GmbH in Höhe von TEUR 968,3 aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 über 15 Jahre abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 893,0. Im Geschäftsjahr ergibt sich hieraus eine Abschreibung in Höhe von TEUR 64,6.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Soweit die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von den Grundsätzen des Konzerns in den Einzelbilanzen abweichen, wurden - falls erforderlich - Anpassungen vorgenommen und latente Steuern gebildet.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum von 15 Jahren planmäßig linear pro rata temporis abgeschrieben. Soweit erforderlich wurde eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Sofern der beizulegende Wert von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zum Bilanzstichtag aufgrund einer dauernden Wertminderung unter dem Buchwert liegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen und gegebenenfalls die Restnutzungsdauer angepasst.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen in Abhängigkeit von Lagerdauer, verminderter Marktgängigkeit sowie aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und gesunkener Verkaufspreise.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgte für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden Preis- und Kostensteigerungen soweit notwendig entsprechend berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Passive latente Steuern werden für zukünftige Steuerbelastungen gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit möglich, unter Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 274 HGB i.V.m. § 306 HGB verrechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst.

Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung der Vermögensgegenstände bzw. Nutzung des Verlustvortrags voraussichtlich Geltung haben werden.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Posten Sachanlagevermögen.

Es bestanden im Vorjahr in den einzelnen einbezogenen Unternehmen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge.

Es erfolgt eine Zusammenfassung der Steuerlatenzen aus den Einzelabschlüssen gemäß § 274 HGB mit den Steuerlatenzen auf Konzernebene gemäß § 306 HGB.

II. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens kann der Anlage zum Anhang entnommen werden.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

gesamt davon mit einer Restlaufzeuit von
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.222 1.581 1.717 751
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.620 3.620 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 888 888
14.730 6.089 7.717 751

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.194,4 durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

5. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren, im Vorjahr, aus gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträgen der einzelnen einbezogenen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr bestehen keine Verlustvorträge. Es bestehen Die passiven latenten Steuern resultieren aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen sowie AHK-Abzügen gem. § 7g Abs. 2 EStG.

Durch Konsolidierungsmaßnahmen entstandene latente Steuerbe- und -entlastungen werden mit dem Steuersatz der HD Trucknet AG, Dortmund berücksichtigt. Es wurde ein Steuersatz von 16,98 % (Gewerbesteuer) bzw. 15,83 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) zu Grunde gelegt.

Latente Steuern aus den Konzerngesellschaften werden mit einem einheitlichen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,83 %, sowie mit einem individuellen hebesatzabhängigen Gewerbesteuersatz bewertet werden. Die sich ergebenen Steueraufwendungen werden mit Steuererträgen verrechnet. Es erfolgt eine Zusammenfassung der Steuerlatenzen aus den Einzelabschlüssen gemäß § 274 HGB mit den Steuerlatenzen auf Konzernebene gemäß § 306 HGB.

Es werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 426,3 (Vorjahr: TEUR 356,9) ausgewiesen. Es erfolgte ein Nettoausweis, d.h. aktive und passive Steuereffekte wurden saldiert. Hierbei ergab sich per 31. Dezember 2022, wie im Vorjahr, ein passivischer Überhang. Dieser wird in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften als eigener Posten in der Bilanz, ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 427,8 ergeben sich aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen innerhalb des Anlagevermögens.

Durch Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 1,6 TEUR.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
TEUR TEUR TEUR
31.12.2021 42,2 399,1 356,9
31.12.2022 1,6 427,8 426,3
Veränderung -40,6 28,7 69,3

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

1. Umsatzerlöse

2022
TEUR
Umsatzerlöse Innland 21.969,4
Umsatzerlöse Ausland 497,4

Die Umsatzerlöse sind sämtlich dem Speditionsbereich zuzurechnen.

2. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 147,6 (Vorjahr: TEUR 66,8) periodenfremde Erträge.

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 294,5 (Vorjahr: TEUR 167,3) periodenfremde Aufwendungen.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 52,9) sowie periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr: TEUR 13,2).

Abweichend von § 274 Abs. 2 Satz 3 HGB wird der Ertrag aus der Veränderung bilanzieller latenter Steuern, aufgrund ihrer materiellen Bedeutung, gesondert unter dem Posten "latente Steuern" in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Aus Bürgschaften für die Dagarslan Grundstückverwaltungs GbR bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 164,2.

Es bestehen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB in Höhe von TEUR 3.256 nebst Zinsen in Höhe von 2,5 % p.a. aus einer Ratenzahlungsvereinbarung vom 14.12.2021 für Verbindlichkeiten. Die HD Trucknet AG ist als Gesamtschuldnerin i.S.d. §§ 421 ff. BGB der Schuld der GDS Logistik GmbH und der DHS Spedition & Logistik GmbH beigetreten.

Es bestehen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB in Höhe von bis zu TEUR 4.750 aus einer Garantieerklärung gegenüber dem Factor der GDS Logistik GmbH und DHS Spedition & Logistik GmbH.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt:

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten der Dagarslan Grundstückverwaltungs GbR gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der langfristigen Kapitalausstattung und guten Ertragslage der Dagarslan Grundstückverwaltungs GbR als gering eingeschätzt.

Für die Haftung der HD Trucknet AG zusammen mit der GDS Logistik GmbH und DHS Spedition & Logistik GmbH alsGesamtschuldnerin wird das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt:

Sowohl die DS Logistik GmbH und DHS Spedition & Logistik GmbH führen ihre Geschäfte nach unserer Kenntnis ordnungsgemäß und in einer Art und Weise, die gewährleistet, dass sie alle ihre Verpflichtungen aus eigener Kraft erfüllen können und damit eine Inanspruchnahme der HD Trucknet AG aus den von eingegangenen Haftungsverhältnissen nicht zu erwarten ist.

2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.321,4 aus Miet- und Leasingverträgen. Mit den Miet- und Leasinggeschäften soll eine langfristige Kapitalbindung vermieden werden, damit diese Mittel der operativen Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen und die Liquiditätsplanung verbessert wird. Risiken aus den Geschäften bestehen keine.

3. Nicht marktübliche Geschäfte mit nahstehenden Unternehmen und Personen

Es bestehen keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen.

4. Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betragen TEUR 12 und teilen sich gem. § 314 (1) Nr. 9 HGB wie folgt auf:

2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 12
andere Beratungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0

5. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 218 Personen (Vorjahr: 187 Personen).

6. Geschäftsführung und Vertretung

Alleinvertretungsberechtigte Vorstände der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Herr Gökhan Dagarslan, Dortmund

Herr Serkan Dagarslan, Dortmund

Die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) und b) HGB werden gem. §§ 314 Abs.2, 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Die von der GDS Logistik GmbH an den Geschäftsführer gewährten Darlehen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 482,2 (Vorjahr: TEUR 434,9). Die Darlehen sind mit 3,0 % über dem Basiszinssatz der EZB zum 31. Dezember 2022 (-0,88 %) zu verzinsen und haben keine bestimmte Restlaufzeit.

Die von der DHS Spedition & Logistik GmbH an den Geschäftsführer gewährten Darlehen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.288,3. Die Darlehen sind mit 3,0 % über dem Basiszinssatz der EZB zum 31.12.2021 (-0,88 %) zu verzinsen und haben keine bestimmte Restlaufzeit.

7. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr aus den folgenden Personen gebildet:

Herr Hamza Dagarslan, Dortmund (Vorsitzender)

Frau Zeynep Dagarslan, Dortmund

Herr Ibrahim Zengin, Dortmund

8. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Die Tochterunternehmen GDS Logistik GmbH, Dortmund, DHS Spedition & Logistik GmbH, Dortmund, Gepard GmbH Dortmund und Dortmunder Nutzfahrzeugservice GmbH Dortmund nehmen die Befreiungsvorschriften bezüglich der Offenlegung bzw. Hinterlegung ihrer Jahresabschlüsse gemäß § 325 HGB gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

9. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres hat der Factor der Gesellschaft den Factoringvertrag vom 31.05.2021/28.06.2021 fristgerecht zum 31.07.2023 gekündigt. Mit Vertragsergänzung vom 26.06.2023 zum Factoringvertrag hat der Factor die Kündigung für nichtig erklärt. Der Factoringvertrag endet zum 31.10.2023, ohne das es einer Kündigung bedarf.

IV. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach DRS 21 (Deutsche Rechnungslegungs Standards) gegliedert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Indikator dafür, in welchem Maße es durch die operative Unternehmenstätigkeit gelungen ist, Zahlungsmittelüberschüsse zu erwirtschaften.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit gibt das Ausmaß an, in dem Aufwendungen für Ressourcen getätigt wurden, die künftige Erträge und Cashflows erwirtschaften sollen:

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die für die Finanzierung des Konzerns geleisteten Zinszahlungen.

Definition des Finanzmittelfonds:

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds am Ende der Periode bestand ausschließlich aus kurzfristig verfügbaren Bankguthaben und Kassenbeständen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht.

 

Dortmund, den 21. Juli 2023

gez. Gökhan Dagarslan

gez. Serkan Dagarslan

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge- kumulierte Abschreibungen 31.12.2022 Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 151.521,30 26.560,58 83.583,88 24.248,58
-1.110,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.705.632,41 210.438,08 180.375,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.857.153,71 26.560,58 294.021,96 204.624,07
-1.110,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.986,00 23.503,00 2.819,00
2. technische Anlagen und Maschinen 10.814,71 3.363,71 651,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.290.671,28 3.502.564,61 1.809.764,70 760.168,72
-800.597,89
Summe Sachanlagen 5.336.471,99 3.502.564,61 1.836.631,41 763.638,72
-800.597,89
Summe Anlagevermögen 8.193.625,70 3.529.125,19 2.130.653,37 968.262,79
-801.707,89
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.388,00 88.077,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.495.194,33 2.675.569,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.588.582,33 2.763.646,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.483,00 14.302,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.451,00 8.333,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.107.238,70 3.659.576,00
Summe Sachanlagen 6.126.172,70 3.682.211,00
Summe Anlagevermögen 8.714.755,03 6.445.857,83

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
I. gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklagen Konzernbilanzgewinn Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2022 150 3.567 2 3.719
Konzern-Jahresergebnis -87 -87
Sonstige Veränderungen -98 -98
Änderungen des Konsolidierungskreises
Stand 31.12.2022 150 3.567,00 -185 3.532

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

1. Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) -87.806,95
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 968.262,79
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 62.432,15
4. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.792.685,87
5. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.505.083,80
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 8.501,00
7. +/- Zinsaufwendungen/-erträge 271.696,41
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 90.310,30
10. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.025.793,63
11. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermög 26.560,58
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 243.000,00
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 3.508.558,21
14. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.292.118,79
15. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 2.998.793,51
16. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 1.013.217,02
17. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.985.576,49
18. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 719.251,33
19. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 195.639,85
20. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 44 bis 47) 914.891,18

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Konjunktur- und Branchenentwicklung 2022

Die HD Trucknet AG Gruppe ist auf die Erbringung spezifischer Transportdienstleistungen, insbesondere im Straßengüterverkehr spezialisiert. Die HD Trucknet AG Gruppe bietet Ihren Kunden, insbesondere großen Logistikunternehmen, kundenindividuelle Lösungen für einen effizienten Güterwarenverkehr. Das Kundenspektrum der HD Trucknet AG Gruppe umfasst vor allem große nationale und internationale Internet- und Versand- bzw. Logistikunternehmen.

Die HD Trucknet AG ist alleinge Gesellschafterin der GDS Logistik GmbH, der DHS Spedition & Logistik GmbH, der Gepard Logistik GmbH sowie der Dortmunder Nutzfahrzeugservice GmbH. Die vorgenannten Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der der HD Trucknet AG einbezogen und vollkonsolidiert. Die HD Trucknet AG leitet als Muttergesellschaft die HD Trucknet AG Gruppe.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im Jahr 2022 mit einem Wachstum aus der Pandemie gekommen und hat auch den Ukraine-Krieg mit einem leichten Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verarbeitet.

Nach zwei Jahren unter Einfluss der Corona-Pandemie war die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2022 mit einemstarken Wachstum in das Jahr 2022 gestartet. Das preisbereinigte BIP war im ersten Quartal des Jahres 2022 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Da Wachstum trübte sich im laufe des Jahres 2022 stetig ein und im vierten Quartal 2022 erreichte die deutsche Wirtschaft nur noch einen Anstieg des BIP im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2 %. Nach vorläufigen Zahlen von Statista liegt das BIP für 2022 bei 3.869,9 Mrd. Euro (Destatis).

Zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage des Jahres 2022 muss der Anstieg der Inflationsrate thematisiert werden. Der Verbraucherpreisindex ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % gestiegen. Für den Dezember liegt die Inflationsrate bei 9,6 % (Destatis). Der Verbraucherpreisindex misst monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat bzw. zum Vorjahr wird als Teuerungsrate oder als Inflationsrate bezeichnet. Die monatlichen Inflationsraten waren im gesamten Jahr 2022 hoch und erreichten im September die 10-Prozent-Marke. Der höchste Wert wurde im Oktober 2022 mit +10,4 % ermittelt (Destatis).

Besonders beachtenswert ist, dass die Energiepreise, inbesondere die Preise für Kraftstoffe, welche bereits im Jahr 2021 stetig stiegen, im März sprunghaft angestiegen sind und dieses Niveau bis Oktober 2022 hielten. Der Preisindex für Kraftstoffe lag im Januar 2022 bei 135,2 (im Januar 2021 bei 108,5) und stieg im März 2023, auf Grund des russischen Angriffs auf die Ukraine auf 172,3. Auf Grund staatlicher Maßnahmen, wie der Tankrabatt oder des "9-Euro-Tickets" sank der Preisindex leicht auf Werte im Bereich der 160. Erst zum Jahresende 2022 sank der Preisindex auf 141,9 im Dezember 2022. Dieser Anstieg belastere die Gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland erheblich.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2021 von mehr als 46 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Neben diesem Anstieg an Erwerbstätigen rücken seit einiger Zeit der sich abzeichnende Arbeitskräftemangel immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2022 46,8 Millionen und damit rund 400.000 Personen mehr als im Jahr 2021 erwerbstätig. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich bisher, auch auf Grund staatlicher Maßnahmen, als sehr robust.

Im Januar 2022 lag der Auftragseingangsindex des verarbeitenden Gewerbes 101,1 und erreichte seinen Jahreshöchststand im März 2022 mit 129 und sank zum Dezember 2022 auf 103,8. Im Jahr 2022 zeigte sich ebenfalls eine sehr sprunghafte Entwicklung. Der Auftragseingangsindex des verarbeitenden Gewerbes liegt dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau.

Diese Entwicklung zeigte sich ebenfalls im Volumenindex des Auftragseingangs für Verbrauchsgüter. Der Kalender- und saisonbereinigte Index erreichte ebenfalls im März 2022 seinen Jahreshöchstwert von 112,7 und sank dann zum Dezember 2022 auf 104,6.

Bei Betrachtung der Entwicklung der Auftragsindexe zeigt sich, dass in der Industrie die Nachfrage das Angebot übersteigt und die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 nicht nur von Material- und Personalengpässen gebremst wurde, sonder noch exogene Effekte eine große Rolle im Jahr 2022 gespielt haben. Neben der Materialknappheit behindert auch die Transportknappheit die Produktion in der Industrie. In der damaligen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung haben viele Branchen die Produktions- und Transportkapazitäten runtergefahren. Der in den nachfolgenden Monaten einsetzende synchrone Konjunkturaufschwung in vielen Weltregionen erzeugte eine starke Nachfrage, die von den noch stark beeinträchtigen Lieferketten nicht voll bedient werden konnte. Diese negative Beeinträchtigung der Lieferketten wurde von der Corona-Politik der Regierung der Volksrepublik China verstärkt. Die Corona-Krise und ergänzende negative Entwicklungen, wie z.B. die Blocke des Suez-Kanals haben zu sehr schnellen Verschiebungen in den globalen Wertschöpfungsketten geführt, an die sich die Unternehmen der Logistikbranche anpassen mussten. Die Anpassungen.

Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Nach einer Hochrechnung der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wurden branchenübergreifend 319 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2022 (Vorjahr: 293 Mrd. Euro) erwirtschaftet. Die Leistung der Logistik ist um 8,5 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

2. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der HD Trucknet AG Gruppe im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf 22,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,1 Mio. Euro) und ist damit um 17,5 % gestiegen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 22,8 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) und hat sich damit um 17,8 % erhöht. Diese Anstiege sind auf die Akquirierung neuer Kunden zurückzuführen.

3. Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2022 ist - gemessen an der Kopfzahl - auf 218 Mitarbeiter (Vorjahr: 187 Mitarbeiter) gestiegen. Wie auch im Vorjahr ist der Mitarbeitermarkt weiter hart umkämpft, sodass es schwer ist, vakante Stellen im Bereich der LKW-Fahrer zu besetzen. Da in Dortmund eine Vielzahl von mittelständischen Logistikfirmen ihren Sitz haben ist der Wettbewerb um qualifiziertes Personal sehr groß.

4. Investitionstätigkeit

Die HD Trucknet AG Gruppe hat im Jahr 2022, wie auch in den vorangegangenen Jahren, erhebliche Investitionen in Mitarbeiterentwicklung, Digitalisierung und Fuhrpark vorgenommen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und dem digitalen Umbruch allgemein Rechnung zu tragen.

Insbesondere wurde der Fuhrpark merklich verjüngt und erneuert. Zum Ende des Jahres 2022 hat die HD Trucknet AG Gruppe über 20 neue Lastkraftwagen angeschafft. Auf Grund frühzeitiger Bestellungen hat die HD Trucknet AG Gruppe damit rechtzeitig auf die veränderten Marktbedinungen im Lastkraftwagenmarkt reagiert. Die HD Trucknet AG Gruppe hat somit auf die stetig steigenden Preise für Lastkraftwagen reagiert und ist für die künftigen Jahre im Fuhrparkbereich bestens aufgestellt.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (13,2 Mio. Euro) um 43,4 % auf 18,9 Mio. Euro gestiegen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen übersteigen die Desinvestitionen um 2,5 Mio. Euro. Auf Grund der erhöhten Investitionstätigkeit ist das Sachanlagevermögen von 3,6 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro gestiegen. Die Vorräte sind insgesamt um 53,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen stichtagsbedingt und resultiert zum einem aus den erhöhten Energiepreise. Zum anderen hat sich die Geschäftsführung auf Grund der internationalen Rohstoffknappheit dazu entschieden, die Bestände deutlich aufzubauen, um jederzeit fahrtüchtig zu sein. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich in Summe um 34,8 % auf 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. Euro bzw. 100,8 % gestiegen. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt und sind auf 0,9 Mio. Euro zum Stichtag angestiegen (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

Auf der Passivseite haben sich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Wesentlichen die Finanzierung des Fuhrparks betreffen, um 163,3 % auf 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) erhöht. Neben der Fahrzeugfinanzierung wurde im Geschäftsjahr auch die Ablösung des bisherigen Factors entgültig umgesetzt und hieraus resultiert ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3,1 Mio. Euro im Wege der Umschuldung. Im Vorjahr war diese Verbindlichkeit noch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgeweisen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 13,2 % auf 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) gesunken. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betragen im Berichtsjahr Euro 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro).

Finanzlage

Die Finanzmittelfonds der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus den Bankguthaben zum Bilanzstichtag in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 6,1 Mio. Euro, Vorräten in Höhe von 3,2 Mio. Euro sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 4,7 Mio. Euro ergibt sich somit ein Netto-Umlaufvermögen von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro).

Ertragslage

Der Umsatz der HD Trucknet AG Gruppe im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf 22,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,1 Mio. Euro) und hat sich damit um 17,5 % erhöht.

Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen liegt im Berichtsjahr bei 0,2 Mio. Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr (0,4 Mio. Euro) leicht gesunken. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 0,9 % (Vorjahr: 2,2 %). Die EBIT-Marge wird anhand des EBIT im Verhältnis zu Umsatzerlösen berechnet. Die Entwicklung des Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen ist dem exogenen Anstieg der Energiepreise auf Grund des Urkaine-Kriegs geschuldet. Die HD Trucknet AG Gruppe war trotz des Diesel-Floaters mit deutlich erhöhten Kraftstoffkosten belastet.

6. Chancen und Ausblick

Das BIP war im 1. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - gegenüber dem 4. Quartal 2022 unverändert (0,0 %), nachdem es zum Jahresende 2022 zurückgegangen war (- 0,5 % im 4. Quartal 2022 zum Vorquartal).

Nach Prognosen des BVL zeigte sich ein deutlicher Rückgang im Wirtschaftsbereich Logistik nach dem russichen Angriff auf die Urkaine. Im ersten Quartal 2023 erholte sich der Wirtschaftsbereich Logistik allmählich von seine Tief zur Jahresmitte 2022. Die vorläufigen Umfragen des Logistik-Indikators weist einem Gesamtwert knapp unter dem Nominalwert 100 auf. Im Jahr 2021 lag der Indikator letztmals über dem Nominalwert von 100. Diese Prognose wird auch von Zahlen des Transportindex (destatis) für Dezember 2022 gestützt. Der Transportindex liegt hier mit 98,3 leicht unter dem Nominalwert von 100.

Im Zuge des Urkaine-Kriegs sanken die Produktionsindizes der wichtigsten deutschen Industriezweige, der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und der Chemischen Industrie. Auf Grund der Ausrichtung der HD Trucknet AG Gruppe und den bereits bestehenden Kunden und Netzwerken im Bereich des Internet- und Versandhandel war die Geschäftsentwicklung der HD Trucknet AG Gruppe hiervon nicht wesentliche betroffen. Es gab hieraus nachteilige Effekte für die Preise für Diesel und Schmierstoffe sowie Lastkraftwagen. Der Internet- und Versandhandel entwicklete sich auch nach den Lockdowns insgesamt gut. Die Entwicklung wurde jedoch durch den Kaufkraftverlust der Verbraucher in Folge der Inflation eingetrübt. Der Vorstand sieht nach wie vor eine wesentliche Chance, von der ingesamt überwiegend positiven Geschäftsentwicklung dieser Branche zu profitieren, den Umsatz zu steigern und die Rentabilität der Gesellschaft zu erhöhen.

Eine weitere Chance zur Steigerung der Effizienz und Rentabilität ergibt sich aus der Holdingstruktur der HD Trucknet AG. Neben der Realisierung von betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Vorteile, sieht die Geschäftsführung eine bedeutsame Chance auf Grund der Zentralisierung der Organisationsstrukturen die Rentabilität der Unternehmensgruppe nachhaltig zu steigern sowie am Markt einheitlich zu operieren.

Ziele 2023

Bei der Einschätzung für 2023 sind mögliche Effekte aus dem derzeitigen Urkaine-Krieg und dessen Einfluss auf die europäische Sicherheitsarchitektur und die Energiepreise noch nicht vollständig berücksichtigt, da die Kriegsentwicklung unter den jetzigen Gegebenheiten nicht seriös abschätzbar sind. Für 2023 geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Markt für Logistikdienstleistungen leicht über der Wachstumsrate des Geschäftsjahres 2022 wachsen wird und sich nachhaltig von den Folgen der Corona-Pandemie, des Schocks auf Grund des russichen Angriffs auf die Ukraine sowie der Material- und Transportknappheit erholt. Die Geschäftsführung prognostiziert für 2023 ein auf Marktniveau liegendes Wachstum seiner Geschäftsaktivitäten. Das Ergebnis vor Steuern soll verbessert werden. Die Planung zeigt für 2023 ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich, sowie eine Verbesserung des EBT. Es ist davon auszugehen, dass sich die Ergebnisse (Umsatz, EBIT-Marge und EBT-Marge) der HD Trucknet AG Gruppe in ähnlicher Weise mittelstark verbessern werden.

Diese Ziele werden auch durch voranschreitende Investitionen in die Digitalisierung und Modernisierung des Fuhrparkbestandes flankiert. Im Fuhrparkmanagement hat sich die Geschäftsführung das Ziel gesetzt Kosten im Leasingbereich zu minimieren und eine effizientere Auslastung zu erzielen. Teilweise konnten diese Ziele, insbesondere im Leasingbereich im Geschäftsjahr 2022 bereits realisiert werden. Im Bereich des Fuhrparkmanagement und der Digitalisierung konnte die HD Trucknet AG Gruppe bereits im Jahr 2022 starke Verbesserungen erzielen. Darüber hinaus wird sich die HD Trucknet AG Gruppe noch klarer von seinen Wettbewerbern abgrenzen, um einen höheren Marktanteil zu gewinnen.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Situation in 2023 ist weiterhin durch Risiken gekennzeichnet. Während insbesondere Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) die Corona-Jahre hintersich lassen, besteht weiterhin eine pandemische Lage im Globalen Süden und in der Chinesischen Volksrepublik mit erheblichen Auswirkungen auf bestehende Lieferketten. Dominierend sind derzeit die Gefahren, die aus der Erschütterung der europäischen Sicherheitsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg resultieren. Der Anstieg der Energiekosten scheint derzeit gebremst und es zeichnet sich ein leichter Rückgang ab, die Lage bleibt aber ungewiss und die Märkte sind volatiler als vor dem Urkaine-Krieg. Weiterhin gibt es neue globale Krisenherde, wie die wachsenden Rivalität zwischen der Chinesischen Volksrepublick und den USA, nichts zuletzt wegen der Taiwan Frage. Hier ist noch nicht absehbar wie sich die Europäische Union (EU) positioniert.

Wie genau die Auswirkungen für unser Unternehmen sein werden, ist aber derzeit nicht seriös abzuschätzen. Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Folgen aus der Verarbeitung der Corona-Pandemie und den europäischen und globalen Krise sind ebenfalls nicht seriös abschätzbar.

Der zunehmende Protektionismus zur Abgrenzung von regionalen Märkten und die angespannten internationalen Lieferketten stellen weiterhin ein großes Risiko dar. Auch wenn der Protektionismus zwischen den USA und der EU etwas in den Hintergrund getreten ist, bleibt das Thema für ein Logistikunternehmen von besonderer Bedeutung.

Sollte ein wesentlicher Teil dieser Risiken eintreten, ist eine Belastung der gesamtwirtschaftlichen Situation wahrscheinlich. Dieses würde auch auf die Branchenkonjunktur im Logistik- und Transportbereich ausstrahlen.

Ein bedeutsames Risiko liegt für die Logistikbranche besteht in der derzeitigen Teuerung der Energiepreise, insbesondere für Kraft- und Schmierstoffe. Die Unternehmen der Logistikbranche müssen diese Kosten an ihre Auftraggeber weiterberechnen um rentabel wirtschaften zu können. Dies ist bei langfristigen Verträgen unter Umständen nicht möglich und eine Marktkonsolidierung erscheint wahrscheinlich. Aus Sicht der Geschäftsleitung besteht hier auch eine Chance für die HD Trucknet AG Gruppe, um ihren Marktanteil zu vergrößern.

Zudem hat auf die hohe Inflation im Geschäftsjahr 2022 die Geschäftsentwicklung der HD Trucknet AG Gruppe eingetrübt. Neben der Teuerung der Energiepreise sind die Preise für neue Fahrzeuge erheblich gestiegen. Die gesteigenen Investitionskosten lassen sich nur teilweise an die Kunden weiterreichen. Insgesamt stellt dies eine erhebliche Herausforderung für die Branche dar.

Die HD Trucknet AG Gruppe trägt den zuvor genannten Risiken durch eine nachfrageorientierte Personaldisposition und einem effizienten Fuhrparkmanagement Rechnung. Insbesondere hat die HD Trucknet AG Gruppe durch ein optimiertes Einkaufsmanagement im Bereich der Lastkraftwagen den Risiken aus den gestiegen Preisen im Lastkraftwagenmarkt begegnen können, da ein großteil des Fuhrparks im Jahr 2022 erneuert wurde.

 

Dortmund, den 21. Juli 2023

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir erteilen dem Konzernabschluss zum 31.12.2022 und dem Konzernlagebericht der HD Trucknet AG in der Fassung der Anlagen I - VI den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HD Trucknet AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HD Trucknet AG, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang 2022, der Konzern-Kapitalflussrechnung 2022 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HD Trucknet AG für das Geschäftsjahr vom 01.Januar 2022 bis 31.Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 31.07.2023

EVENTUS Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Ellermann, Wirtschaftsprüfer

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