freenet Shop GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Telekommunikationsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Matthias Pätzold seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Borgwardt seit 3.7.2013 | Prokura |
Jochen Otterbach seit 3.7.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GRAVIS Computervertriebsgesellschaft mbHBerlinJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011- mit Vergleichszahlen des Vorjahres -AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. VorbemerkungDer Jahresabschluss der Gravis-Computervertriebsgesellschaft mbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Das Mutterunternehmen der Gravis-Computervertriebsgesellschaft mbH ist die GRAVIS Beteiligungs AG (Beteiligung 100%). Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der GRAVIS Beteiligungs AG (HRB 41616B des Amtsgerichtes Charlottenburg) einbezogen. 2. AnlagevermögenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden über den Zeitraum der Nutzung linear ermittelt. Das Anlagevermögen des Shop in Shop wird gemäß der Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben. Bei geringwertigen Anlagegütern mit einem Anschaffungswert bis zu 1.000 Euro, die in Jahren 2008 und 2009 im Zugangsjahr voll abgeschrieben wurden, werden die Anschaffungskosten über einen Zeitraum von 5 Jahren ab dem Zeitpunkt der Anschaffung mitgeführt. Ab 2010 werden geringwertige Anlagegüter wieder mit einem Anschaffungswert bis zu 410 Euro im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang angezeigt. Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 verweisen wir auf die Darstellung in der Anlage zum Anhang. 3. Vorräte/WarenWaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen. 4. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung von 3% auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. 5. Latente SteuernDie Gesellschaft hat das Wahlrecht hinsichtlich des Verzichts auf die Aktivierung latenter Steuern in Anspruch genommen. Die Ermittlung der latenten Steuern ist im Anhang (Abschnitt IV. 1) erläutert. 6. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen, die über einen längeren Zeitraum als ein Jahr reichen, werden unter Zugrundelegung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze abgezinst. 7. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenAufgrund von Storeumzügen (Hamburg Grindelallee, Bremen, Hamburg City) und Erweiterungen (Braunschweig) erhöhten sich die Sachanlagen um T€ 122. Verbesserungen des Online-Store, ein Upgrade der Buchhaltungssoftware und Anzahlungen für die softwaremäßige Integration des Bereichs Service und Wartung in das bestehende Warenwirtschaftssystem führten zu einer Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände um T€ 225. 2. Vorräte/WarenDie Vorräte umfassen Waren im Zentrallager und in den Stores, Ware im Transit und in geringem Umfang Ersatzsteile.
3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeKurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich im Wesentlichen aus den Umsätzen im Dezember 2011.
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 2.178 handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Lieferanten aus Bonus- und Rückvergütungsvereinbarungen (T€ 985), debitorische Kreditoren (T€ 641), Forderungen aus Umsätzen der Shop in Shops (T€ 487) sowie gezahlte Kautionen (T€ 21). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme der gezahlten Kaution von T€ 21 (Vj.: T€ 21) innerhalb eines Jahres fällig. Die Kaution hat eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. 4. Flüssige MittelDie flüssigen Mittel von T€ 6.867 beinhalten unter anderem T€ 969 Geldtransit der Vertriebsstellen und T€ 1.345, die als Sicherheit für Mietbürgschaften und andere Bürgschaften bei der Deutsche Bank AG angelegt wurden. 5. EigenkapitalDas Stammkapital gemäß Gesellschaftervertrag von DM 100.000,00 (€ 51.129,19) wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6.5.2011 auf Euro umgestellt, im Rahmen der Umstellung auf € 51.130 und weiter auf € 1.000.000 erhöht. Die Einlagen wurden durch Überweisung am 6.5.2011 geleistet. Mit Beschluss vom 6.5.2011 hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, einen Betrag von € 2.051.135,42 in die freien Rücklagen der Gesellschaft einzuzahlen. Die Einzahlung wurde durch Überweisung am 6.5.2011 erbracht. Am 31.10.2005 hat die Gesellschaft im Rahmen des Programm equiNotes Typ A ein Genussrecht über € 3 Mio. ausgegeben an die Force 2005-1 Limited Partnership, Jersey, Channel Islands. Das Genussrecht hat eine feste Laufzeit von 7 Jahren, die Rückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit in einer Summe. Das Genussrecht ist mit einer gewinnabhängigen Verzinsung von 8,1% p. a. ausgestattet. Bei Auszahlung des Genussrechts wurde vereinbarungsgemäß eine Provision in Höhe von 3,5% des Nominalbetrages abgezogen, die den Wert des Genussrechts im Eigenkapital schmälern und über die vertraglich vereinbarte Laufzeit ratierlich als Aufwand gebucht sowie der Genussrechtsverbindlichkeit zugeschlagen werden. Das Genussrecht valutiert am 31.12.2011 mit T€ 2.988, die verbleibende Laufzeit beträgt 10 Monate. 6. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen von T€ 2.329 entfallen im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen (T€ 1.282), nicht genommenen Urlaub (T€ 339) und sonstige Personalrückstellungen (T€ 664). 7. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.625 resultieren aus einem im Januar 2010 aufgenommenen Investitionsdarlehen der DZ-Bank aus dem KfW-Sonderprogramm Mittelstand. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 5 Jahren, das erste Jahr der Laufzeit ist tilgungsfrei. Ab dem 30.3.2011 wird das Darlehen in 16 gleichen Quartalsraten mit je T€ 219 zurückgezahlt, die letzte Rate ist fällig am 30.12.2014. Der Zinssatz beträgt 5,85% p.a. bis zum 30.12.2012 und wird vor Ablauf der Zinsbindungsfrist neu verhandelt. Als Sicherheit für das Darlehen hat die GRAVIS Beteiligungs AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft von bis zu T€ 4.500 übernommen, die darüber hinaus zur Absicherung der mit der DZ-Bank vereinbarten Kontokorrentlinie dient. Es bestehen Kreditvereinbarungen über Kontokorrentlinien mit der DZ-Bank (T€ 1.000), der Deutsche Bank AG (T€ 1.000) und der Postbank AG (T€ 2.500 bis zum 31.1.2012, T€ 1.000 ab 1.2.2012). Am Stichtag bestanden keine Kontokorrentverbindlichkeiten. Als Sicherheiten für die Kontokorrentkredite hat die GRAVIS Beteiligungs AG der Postbank AG eine Höchstbetragsbürgschaft über T€ 2.500 (ab 1.2.2012 T€ 1.000) und der Deutsche Bank AG eine Höchstbetragsbürgschaft über T€ 1.000 gegeben. 8. Erhaltene AnzahlungenDie erhaltenen Anzahlungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 15.284, (Vorjahr T€ 14.705) bewegen sich im Rahmen der normalen Fälligkeiten, sie sind innerhalb eines Jahres zahlbar. Die Lieferschuld bestand im Wesentlichen mit T€ 8.545 (Vorjahr T€ 11.905) gegenüber der GE Commercial Distribution Finance (GE CDF) für von Apple im Dezember bezogene Waren. Das vereinbarte Limit der mit GE CDF bestehenden Lieferantenfinanzierung für Apple Waren beträgt T€ 10.000, für das Weihnachtsgeschäft besteht eine saisonale Erhöhung von T€ 7.000 auf T€ 17.000, die am 31.1.2012 ausläuft. Als Sicherheit für die Finanzierung besteht eine Raumsicherungsvereinbarung für alle Warenbestände in allen Lägern. Darüber hinaus hat die GRAVIS AG eine Garantie bis zu T€ 12.000 gegenüber der GE CDF abgeben. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in geringem Umfang kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung enthalten. Im Jahresverlauf entstanden Kursgewinne und Kursaufwendungen, die sich per Saldo ausgeglichen haben. 10. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 11 betreffen ausschließlich die Gesellschafterin GRAVIS AG. Sie resultieren aus dem Verrechnungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Tilgung der in den Vorjahren teilweise gestundeten Verbindlichkeiten aus den Besserungen der Jahre 2005 und 2006 erfolgte im Umfang der vorher gestundeten Zahlungen sowie in planmäßigem Umfang vollständig im Jahr 2011. 11. Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 3.472 sind bis auf einen Teil von T€ 13 (Vj.: T€ 12) innerhalb eines Jahres fällig. Sie betreffen im Wesentlichen laufende Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern (T€ 2.660) und verkaufte Gutscheinkarten (GRAVIS Ideen-Karte) (T€ 391), kreditorische Debitoren (T€ 265) sowie Kirchensteuer/Lohnsteuer (T€ 126). Durch die im Zusammenhang mit dem Entfall des EK02 ab dem 1.1.2007 entstehende Steuerbelastung resultiert eine Verbindlichkeit von insgesamt T€ 15. Diese ist wie folgt zur Zahlung fällig:
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 wurde der Ausweis der mit dem Versicherer abgerechneten Schäden aus GSPP-Fällen dahingehend verändert, dass nur noch die reine Dienstleistung als Dienstleistungsertrag gezeigt wird, die erstatteten Kosten für Ersatzteile bzw. Ersatzgeräte werden als Erlös Handel gezeigt. Zum Vergleich ist die Auswirkung dieser Ausweisänderung für 2010 in der Spalte ,2010 korr' dargestellt. Im Geschäftsjahr 2011 hat die GRAVIS AG 100% der Anteile an der HSD Consult EDV-Beratungsgesellschaft mbH an die Computacenter AG & Co. oHG, Kerpen, verkauft. Die Anteile wurden am 5.5.2011 übertragen, ab diesem Tag ist die HSD Consult EDV-Beratungsgesellschaft mbH nicht mehr verbundenes Unternehmen. 2. Sonstige betriebliche ErträgeIm Berichtsjahr wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 3.575 erzielt. Sie enthalten im Wesentlichen Einnahmen aus einer Exklusivprämie für den Abschluss eine Kooperationsvereinbarung mit der mobilcom-debitel Shop GmbH (T€ 1.250), Einnahmen aus Marketingmaßnahmen (T€ 885), Erträge aus Dienstleistungen für andere Unternehmen (T€ 979) davon im Verbundbereich (T€ 211), betrieblich veranlasste periodenfremde Erträge (T€ 195), Provisionen aus Finanzierung (T€ 81), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 77) sowie Versicherungsentschädigungen für Einbruchdiebstähle und Transportverluste (T€ 82). 3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 16.321 enthalten im Wesentlichen Mieten und Raumkosten (T€ 6.368), Marketingaufwendungen (T€ 3.090), Kosten für Versand und Verpackung (T€ 1.438) sowie die Kosten der Holding (T€ 712). Weiterhin sind hier Personalnebenkosten (T€ 856) und Wartungs- und Beratungsleistungen für das Warenwirtschaftssystem bäurer TRADE 6 (T€ 240) enthalten. 4. Zinsen und ähnliche AufwendungenDer Zinsaufwand in Höhe von T€ 573 enthält Zinsen für das Genussscheindarlehen equiNotes in Höhe von T€ 243 (Vorjahr T€ 242) sowie für das KfW-Darlehen in Höhe von T€ 186. 5. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2011 beträgt T€ 75, die trotz des leicht negativen Ergebnisses vor Steuern auf Hinzurechnungen für Zinsen sowie die Finanzierungsanteile aus Mieten und Leasing entsteht. 6. Sonstige SteuernIm Geschäftsjahr fand eine Lohnsteuerprüfung für die Jahre 2008-2010 statt. Diese hatte eine Nachzahlung von T€ 33 an Lohnsteuern, Kirchensteuern und Solidaritätszuschlägen zur Folge. IV. Sonstige Angaben1. Latente SteuernUnterschiede in der Bewertung des Anlagevermögens zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz aufgrund von unterschiedlichen Nutzungsdauern sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge hätten bei einem Steuersatz von 30% zu aktiven latenten Steuern geführt. Auf die Aktivierung wurde verzichtet. 2. RücknahmeverpflichtungenIm Zusammenhang mit der Lieferung von Waren an die mobilcom-debitel Shop GmbH (mds) im Rahmen einer im Oktober 2011 geschlossenen Vertriebsvereinbarung hat sich die Gesellschaft verpflichtet, nicht verkaufte Waren zur Gutschrift zurückzunehmen. Die Verpflichtung gilt für einen Zeitraum von 6 Wochen ab der Lieferung, in der Anlaufphase können Waren darüber hinaus bis zum 31.3.2012 zurückgegeben werden. Der Bestand an Waren bei mds am 31.12.2011 beträgt T€ 334. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Am Bilanzstichtag bestanden keine nennenswerten Einkaufsverpflichtungen, die über eine normale Warenbeschaffung für den Handelsbetrieb hinausgehen. 4. BesserungsscheinIm Zusammenhang mit einem Forderungsverzicht des Gesellschafters am 3.7.2002 über T€ 1.954 hatte sich die Gesellschaft verpflichtet, die Verbindlichkeit wieder aufleben zu lassen, wenn und soweit bei Erstellung der Bilanz ab dem Jahresabschluss per 31.12.2003 ein Eigenkapitalanteil (ohne zwischenzeitliche zusätzliche Einzahlungen in das Eigenkapital) von mehr als 20% der Bilanzsumme besteht. Im Zusammenhang mit der Begebung des Genussrechts wurde mit der GRAVIS AG vereinbart, dass die Mittel aus der Genussrechtsfinanzierung bei der Ermittlung der Eigenmittelquote außer Ansatz bleiben, darüber hinaus hat die GRAVIS AG gegenüber dem Genussrechtsgläubiger einen Rangrücktritt auf solche Forderungen erklärt, die aus Besserungen nach dem 31.12.2004 resultieren. Ebenfalls in diesem Zusammenhang wurde die Tilgung für Besserungen nach dem 31.12.2004 von ursprünglich 10 auf 20 Quartale verlängert, gleichzeitig wurde eine ergebnisabhängige Zusatztilgung vereinbart. Zum 31.12.2011 bestehen keine Verbindlichkeiten mehr. Am 19. August 2011 hat die Gesellschafterin gegenüber der Gesellschaft erklärt, dass sie aus der Besserungsvereinbarung vom 3.7.2002 über den bereits aufgelebten Teil hinaus endgültig keine weiteren Rechte mehr geltend machen wird und insoweit die Verpflichtung der Gesellschaft aus der Besserungsvereinbarung erledigt und ein Wiederaufleben ausgeschlossen ist. 5. Sonstige HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft hat für den Warenbezug beim Hauptlieferanten Apple eine Vereinbarung mit der GE Commercial Distribution Finance GmbH als Factor geschlossen. Für das von GE zur Verfügung gestellte Ankaufslimit für Rechnungen des Herstellers Apple wurde eine Raumsicherungsübereignung über alle Warenläger vereinbart. Eine Garantie der Gesellschaft gegenüber der GE für Verbindlichkeiten der HSD Consult EDV-Beratungsgesellschaft mbH (HSD) in Höhe von T€ 3.000 wurde aufgrund des Verkaufs der HSD am 20.4.2011 von der GE zurückgegeben und für erledigt erklärt. Im Vorjahr bestehende Haftungsverhältnisse der Gesellschaft für die HSD gegenüber der Postbank AG und der Deutsche Bank AG wurden aufgrund des Verkaufs der HSD aufgelöst, eine Inanspruchnahme der Gesellschaft hieraus kann nicht mehr erfolgen. 6. Geschäftsführung
Die Bezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr T€ 278, darin T€ 35 Rückstellung für Prämien. Prokuristen mit Gesamtprokura des Unternehmens sind
7. MutterunternehmenDie Geschäftsanteile werden zu 100% von der GRAVIS Beteiligungs AG, Berlin, gehalten. Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen zur GRAVIS Beteiligungs AG und ihren unmittelbaren Tochterunternehmen. 8. Angaben zum Honorar des AbschlussprüfersGemäß § 285 Abs. 7 HGB macht die Gesellschaft von der Erleichterung bezüglich der Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers Gebrauch, da diese Angabe im Konzernabschluss der GRAVIS Beteiligungs AG erfolgt. 9. ErgebnisverwendungDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 10. Arbeitnehmer
Berlin, den 29. März 2012 Archibald Horlitz Jörg Mugke Dr. David Hoeflmayr Entwicklung des Anlagevermögens 2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20111. GeschäftsverlaufDas wirtschaftliche Umfeld in Deutschland im Jahr 2011 war geprägt von einer sinkenden Arbeitslosigkeit und einem insgesamt guten Konsumklima. Der Absatz an Computern nahm bundesweit um ca. 3% zu, Zuwächse wurden ausschließlich bei mobilen Computern verzeichnet, gleichzeitig nahm der Gesamtumsatz um 2% ab (Quelle GFK). Die Gravis-Computervertriebsgesellschaft mbH konnte nach dem starken Wachstum um 28% bzw. € 35,4 Mio auf € 161,6 Mio im Vorjahr den Umsatz im Geschäftsjahr 2011 mit € 160,7 Mio in etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten, ein leichter Umsatzrückgang um € 0,9 Mio bzw. 0,5% resultiert im Wesentlichen aus dem Entfall von Umsätzen mit der ehemaligen Konzernschwestergesellschaft HSD Consult EDV-Beratungsgesellschaft mbH (HSD), die im April 2011 verkauft und aus dem Konzern herausgelöst wurde. Gleichzeitig lag die Erwartung für die Umsatzentwicklung im Jahr 2011 deutlich höher. Trotz oder wegen der weiteren Ausweitung des insgesamt margenschwächeren iPad-Geschäfts ist der Verkauf an Apple Computern (CPU) in 2011 erneut zurückgegangen. Gleichzeitig konnte die relative Marge aus Handel gegenüber dem Vorjahr wieder verbessert werden (2009: 18,2%, 2010: 17,4%, 2011: 17,9%). Im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der mobilcom-debitel Shop GmbH (mds) konnte die Gesellschaft eine Exklusivitätsprämie von € 1,3 Mio als Ertrag verbuchen. Unter Berücksichtigung dieser Einnahme konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit € 2,7 Mio gegenüber dem Vorjahresniveau (€ 2,6 Mio) leicht gesteigert werden. Höhere Abschreibungen führen zu einer geringfügigen Verschlechterung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf € 0,45 Mio (Vj. € 0,6 Mio). Nach Steuern wurde ein Verlust von € 0,2 Mio erwirtschaftet (Vj. Verlust € 0,2 Mio). Aufgrund der wenig zufriedenstellenden Entwicklung des Ergebnisses wurde zum Jahresende 2011 ein umfassendes Programm zur Kostensenkung und Ertragssteigerung aufgelegt. Sortimentsentwicklung
Der Handelsumsatz ist gegenüber dem Jahr 2010 um 0,7% bzw. ca. € 1,2 Mio auf € 156,3 zurückgegangen. Mit € 61,8 Mio (Vj. € 67,0 Mio) hat der Verkauf von Apple Computern (CPU) mit 39,5% (Vj. 42,5%) weiterhin den größten Anteil am Umsatz. Rückläufig war vor allem der Absatz an stationären Computern (iMac, Mac mini und Mac Pro), das vor allem bei Schülern und Studenten beliebte mobile Einsteigergerät ,MacBook' wurde von Apple im Jahr 2011 aus dem Sortiment genommen. Gesteigert werden konnte dagegen der Verkauf an MacBook Air, dieses Gerät erfreut sich in der GRAVIS Klientel großer Beliebtheit und hätte bei besserer Verfügbarkeit in noch größeren Stückzahlen verkauft werden können. MacBook Air und MacBook Pro können in Teilen die ausgefallenen MacBooks kompensieren. Der Wegfall des MacBook hatte zur Folge, dass sich der Durchschnittspreis über alle verkauften CPUs hinweg leicht gesteigert hat, auch wenn die durchschnittlichen Preise bei iMacs, MacBook Air und MacBook Pro rückläufig waren. Ein geringer Teil der Preisentwicklung hängt mit einem in der zweiten Jahreshälfte verstärkt zu beobachtenden Preiswettbewerb zusammen - gerade die Einsteigermodelle "iMac 21" und "MacBook Pro 13" werden von Wettbewerbern häufig als Lockvogelangebote genutzt. Nach dem Verkaufsstart des iPad 1 im Mai 2010 in Deutschland hat Apple bereits im März 2011 das Nachfolgemodell iPad 2 vorgestellt. Hier konnte GRAVIS erneut insbesondere in der Startphase des neuen Produkts hervorragende Absatzerfolge erzielen und darüber hinaus die Aufmerksamkeit, die der Verkaufsstart des iPad 2 mit sich brachte, für sich nutzen - was sich nicht zuletzt in einem fortgesetzten Anstieg der Besucherzahlen in den GRAVIS Stores niedergeschlagen hat. Anders als im Vorjahr war die Anzahl der Verkaufsstellen in Deutschland für das iPad 2 bereits zum Start deutlich größer (ca. 1.000, im Vorjahr waren es in den ersten Monaten nur etwa 200 autorisierte Verkaufsstellen). Hier hat Apple im Herbst 2011 mit der Hinzunahme einiger Mobilfunkanbieter und Retailpartner zusätzlich eine große Anzahl an Läden zugelassen, so dass die Anzahl der Verkaufsstellen für dieses Produktspektrum mittlerweile ähnlich groß ist, wie die für iPhones.
Insgesamt konnte der Verkauf an iPads bei GRAVIS von ca. 65.000 Stück im Vorjahr um ca. 20,2% auf ca. 78.000 Stück in 2011 gesteigert werden. Da der Durchschnittspreis der verkauften Geräte gleichzeitig um ca. 8,0% von € 575 auf € 529 zurückging, betrug der Umsatzzuwachs aus verkauften iPads ca. 10,5%. Deutlich ausgebaut wurde dagegen das Geschäft mit iPad-Zubehör, hier wurden im Durchschnitt 2,7 Zubehörartikel je verkauftem iPad verkauft (Vj. 1,8). Die Ausweitung des Zubehörverkaufs um ca. 86,5% in Stück wurde begleitet von einer Verlagerung hin zu höherwertigen Artikeln, so dass der Durchschnittspreis je verkauftem Zubehörteil von ca. € 27 im Vorjahr auf ca. € 32 in 2011 anstieg. Infolge dieser Entwicklung konnte der Umsatz mit iPad-Zubehör mehr als verdoppelt werden (+117,8%). Der Umsatzanteil des iPad-Geschäfts stieg auf 30,6% an, nach 25,6% im Vorjahr. Die besondere Zubehör-Kompetenz von GRAVIS zeigt sich auch beim Zubehör für iPod und iPhone, auch hier konnte der Absatz um 11,4% und der Umsatz um 7,6% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden - während die Verkaufszahlen im Geschäft mit iPods (Absatz -32,5%, Umsatz -33,7%) deutlich und bei iPhones geringfügig rückläufig waren. Insgesamt konnte der Umsatzanteil des Zubehörs zu iOS-Geräten (iOS ist das Betriebssystem von iPad, iPhone und iPods) auf ca. 9,7% am gesamten Handelsumsatz gesteigert werden (Vj. 6,9%), was gerade unter dem Gesichtspunkt der Margenentwicklung für GRAVIS sehr wichtig ist - und im übrigen auch als Beleg des Erfolgs der im Jahr 2011 durchgeführten, umfangreichen Qualifizierungsmaßnahme der Vertriebsmitarbeiter gewertet werden darf. In Stück betrachtet werden bei GRAVIS pro verkauften iOS-Gerät 5,0 Zubehörteile verkauft, im Vorjahr lag dieser Wert bei 3,7.
Durch die Einführung des App-Store bei Apple und die Entscheidung, das in 2011 neu eingeführte Betriebssystem Mac-OS X.7 ,Snow Leopard' ebenso wie die Apple Anwendungssoftware (hauptsächlich iLife) nur noch über den App-Store online zu verkaufen, hat GRAVIS im Vergleich zum Vorjahr etwa € 1,1 Mio an Umsatz verloren, im Vorjahr wurde ca. 1,0% des Umsatzes mit Apple Software erzielt, in 2011 waren es nur noch 0,3%. Kooperation mit der mobilcom-debitel Shop GmbHDer Hauptlieferant Apple hat in den vergangenen Jahren den Schwerpunkt seines Umsatzes deutlich verändert, nach veröffentlichten Zahlen betrug der Umsatzanteil aus Computern nur noch etwa 15% am Gesamtumsatz, 21% seines Umsatzes hat Apple weltweit mit iPads erwirtschaftet. Das bei weitem wichtigste Produkt bei Apple ist mittlerweile das iPhone, das zuletzt etwa 57% des Umsatzes von Apple ausgemacht hat. GRAVIS konnte diese Entwicklung bisher weder beim iPad und noch weniger beim iPhone mitvollziehen. Während das iPhone nach dem Start in 2007 zunächst nur mit Mobilfunkverträgen der Deutschen Telekom vertrieben werden konnte, erfolgt im Q4/2010 eine Ausweitung auf andere Provider (Vodafone, O 2 ). GRAVIS hatte diese Entwicklung mitvollzogen und beide Provider zusätzlich ins Sortiment aufgenommen, was gleichzeitig zu einer deutlichen Zunahme der Komplexität im Vertrieb führte, da jeder Provider sein eigenes Aktivierungssytem für die vermittelten Verträge hat, teilweise sogar mehrere. Aus diesem Grund hat GRAVIS im Jahr 2011 eine einheitliche Aktivierungssoftware für alle Provider gesucht. In einigen Stores wurde ein Test mit dem Aktivierungssystem von mobilcom-debitel durchgeführt. Dies führte schließlich im Oktober 2011 zum Abschluss einer umfassenden Kooperationsvereinbarung zwischen GRAVIS und der mobilcom-debitel Shop GmbH (mds). Die Kooperationsvereinbarung beinhaltet sowohl Aktivitäten von mds bei GRAVIS als auch umgekehrt von GRAVIS in Shops von mds und führte zur Zahlung einer nicht rückzahlbaren Exklusivitätsprämie von € 1,3 Mio von mds an GRAVIS, die im Jahr 2011 als sonstiger betrieblicher Ertrag gezeigt wird. GSPP und DienstleistungenDie Vermittlungsquote des GRAVIS Hardwareschutzes (Gravis Safety Pack Plus - GSPP) konnte gegenüber dem Vorjahr (69,9%) auf 72,4% der über GRAVIS verkauften Apple Computer verbessert werden. GSPP ist besonders wichtig für GRAVIS, weil es im Wettbewerbsvergleich ein Alleinstellungsmerkmal ist, die Vermittlungsprovisionen erheblich zum Ergebnis beitragen und weil gleichzeitig durch GSPP eine höhere Kundenbindung erreicht wird, da die Kunden die Leistungen aus dem GSPP nur bei GRAVIS erhalten können. Der Umsatz mit von GRAVIS erbrachten Dienstleistungen konnte im Geschäftsjahr um 8,1% bzw. € 0,3 Mio auf € 4,4 Mio (Vj. € 4,1 Mio) gesteigert werden. Die Steigerung ist unter anderem das Ergebnis einer konsequenten Führung der Stores zum Verkauf von mehr Services an den Kunden. Dies ist ein erfreuliches Anzeichen dafür, welche Möglichkeiten GRAVIS hat, die Ertragssituation aus eigener Kraft zu verbessern und sich gegenüber den Mitbewerbern im Apple-Markt durch ein reichhaltiges Service-Angebot zu differenzieren. Entwicklung der Standorte und VertriebskanäleIm Jahr 2011 erfolgten Umzüge der Stores Hamburg Uni (Februar), Bremen (März) und Hamburg City (Oktober). Der Store Braunschweig wurde im November durch die zusätzliche Anmietung des benachbarten Ladenlokals in dem ECE Shopping-Center ,Schloß-Arkaden' erweitert. Die Veränderungen an den Standorten führten zu einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufsfläche um ca. 11% auf ca. 8.800 Quadratmeter (Vj. ca. 7.900 m 2 ). Da der Handelsumsatz in den Filialen gleichzeitig um € 5,4 Mio auf € 127,2 Mio zurückging, nahm die Flächenproduktivität von T€ 16,7 Umsatz pro Quadratmeter im Jahr 2010 auf T€ 14,6 im Jahr 2011 ab. Ein Teil dieser Entwicklung geht darauf zurück, dass einige Stores im Vorjahr überproportional von der Nachfrage ausländischer Kunden nach iPads profitieren konnten.
*) Stores, Shop-in-Shop
Erfreulich war die Entwicklung der Besucheranzahl in den GRAVIS Stores. Diese konnte gegenüber dem Vorjahr um ca. 23,8% auf ca. 3,6 Mio gesteigert werden. Gleichzeitig wuchs die Anzahl der in den Stores geschriebenen Rechnungen um 5,9% auf ca. 791.000, d.h. durchschnittlich haben 22,1% der Besucher während ihres Aufenthaltes im GRAVIS Store etwas gekauft (Vj 25,8%). Ein Schwerpunkt in der vertrieblichen Entwicklung des Jahres 2011 lag im Bereich Online Sales. Um den Erfolg zu erreichen wurde ein Projekt "eGRAVIS" aufgesetzt und erfolgreich abgeschlossen. Infolge der Maßnahmen konnte der Umsatz im Online-Bereich von € 5,5 Mio auf € 7,9 Mio ausgeweitet werden. Unter anderem durch die Zuschaltung besonderer Multichannel-Möglichkeiten (Kauf Online, Abholung im Store; Kauf im Store, Zusendung nach Hause) sowie durch massive Erhöhung der Online-Marketingmaßnahmen soll der Online-Umsatz in 2012 deutlich ausgebaut werden. Nach dem Verkauf der Schwestergesellschaft HSD im April 2011 sind die zuvor als Intercompany-Umsätze ausgewiesenen Umsätze mit HSD teilweise entfallen, zum Teil werden sie ab Mai im Bereich Direct Sales (vormals GRAVIS Mail) abgewickelt und ausgewiesen. Dieser Bereich konzentriert sich auf die Erschließung neuer Unternehmen, Organisationen und Verbände, mit denen Rahmenvereinbarung für die privaten Einkäufe ihrer Mitarbeiter geschlossen werden sowie auf das Projektgeschäft mit Verlagen für deren Abonnement-Kunden. Aus der Kooperation mit mds wurden in 2011 Umsätze in Höhe von € 0,7 Mio erzielt für Lieferungen in die bis Ende Dezember 2011 als Shop-in-Shop möblierten und dekorierten 23 Shops. In der Kooperationsvereinbarung wurde mds ein zeitlich befristetes Rückgaberecht für diese Ware eingeräumt, zum 31.12.2011 betraf dies theoretisch € 0,3 Mio an noch vorhandenen Waren. Umsatzentwicklung im Jahresverlauf
Umsatz jeweils ohne Intercompany Insgesamt stieg der Umsatz aus Handel und Dienstleistung mit Dritten um € 1,1 Mio bzw. 0,7% auf € 160,3 Mio an. Vor allem im 3. Quartal ist es dabei nicht gelungen, an die außerordentlich hohen Umsätze des Vorjahresquartals anzuschließen, hier hatte das iPad 1 zu weihnachtsgeschäftsartigen Zuständen im Juli und August geführt. Zum Jahresende 2011 hin war der Umsatzverlauf durch eine schlechte Verfügbarkeit bei vielen Apple-Produkten beeinträchtigt, dies betraf teilweise Computer (MacBook Air), iPads und insbesondere den Zubehörbereich (TimeCapsule, Apple TV, Express Basisstationen, Monitore). Hierdurch wurde gleichzeitig auch der Rohertrag durch den Verlust an direkter Marge und Boni vom Hersteller beeinträchtigt. Entwicklung des RohertragsInsgesamt konnte der Rohertrag aus Handel gegenüber dem Jahr 2010 von 17,4% auf 17,9% des Handelsumsatzes mit Dritten (ohne Intercompany) gesteigert werden (siehe Tabelle auf der nächsten Seite), der Rohertrag lag sowohl in der ersten als auch in der 2. Jahreshälfte des Jahres 2011 höher als in der 2. Jahreshälfte 2010. Ursache ist hauptsächlich die gute Entwicklung des Zubehörgeschäfts für die iOS-Produkte, außerdem konnte trotz eines rückläufigen Geschäfts mit Apple Computern und trotz des bereits erwähnten weitgehenden Entfalls des Geschäfts mit Apple Software das Geschäft mit Peripherie, Software und Zubehör zu Computern gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil gehalten werden. Dabei hat sich das seit Einführung des iPads bestehende Dilemma der unterschiedlichen Margen von Computern und iPads in 2011 nicht verändert: das iPad hat einen niedrigeren Durchschnittspreis (€ 529) als Computer (€ 1.139), zudem ist auch die prozentuale Marge für das Produkt kleiner, es gibt keine nachgelagerten Boni für das iPad und schließlich ist der mögliche Zubehörverkauf gegenüber Computern ebenfalls deutlich eingeschränkter, zumal die gesamte Software für das iPad von den Kunden ausschließlich im App-Store von Apple bezogen wird - eine Vertriebsform an der GRAVIS nur sehr bedingt über den Verkauf von Gutscheinkarten partizipieren kann. Da die von GRAVIS verkauften Dienstleistungen ausschließlich von eigenen Mitarbeitern erbracht werden, hat sich der Rohertrag aus Dienstleistungen proportional zur Ausweitung des Dienstleistungsumsatzes um 8,1% auf € 4,4 Mio erhöht. Der Anteil des Rohertrags aus Dienstleistungen bezogen auf den insgesamt erwirtschafteten Rohertrag (Handel und Dienstleistung) beträgt 13,4%, nach 12,8% im Vorjahr. Bezogen auf den gesamten Umsatz werden 2,7% Rohertrag aus Dienstleistungen erzielt, der gesamte erwirtschaftete Rohertrag beträgt 20,1% vom gesamten Umsatz (Vj. 19,2%). Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um € 1,5 Mio auf € 2,7 Mio enthält die Exklusivitätsprämie für die Kooperation mit mds in Höhe von € 1,3 Mio.
Entwicklung von Personal und PersonalkostenDer Personalaufwand beträgt € 16,8 Mio und hat gegenüber dem Vorjahr um € 1,2 Mio (+7,4%) zugenommen. Im Personalaufwand enthalten ist eine im Durchschnitt erhöhte Mitarbeiteranzahl (in Vollzeit gerechnet +37 auf 527 in 2011). Die durchschnittlichen Personalkosten pro Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) waren mit T€ 32 leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr (T€ 33), die Produktivität pro Mitarbeiter gemessen in Umsatz mit Dritten pro Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 325 auf T€ 304 gesunken. Im Jahr 2011 wurde eine breit angelegte Schulung der im Store-Vertrieb tätigen Vertriebsmitarbeiter durchgeführt. Insgesamt wurden für das Training einschließlich Reisekosten und Mystery-Shopping Runden im Jahr 2011 ca. € 0,5 Mio aufgewendet. In diesen Kosten ist die eingesetzte Arbeitszeit der Mitarbeiter (ca. 3-4 Tage pro Person) nicht berücksichtigt. MarketingIm Jahr 2011 gab es umfangreiche Werbe-Aktivitäten mit großen Verlagen. Diese stellen GRAVIS kostenlose oder stark rabattierte Werbeflächen zur Verfügung, im Gegenzug gibt GRAVIS den Verlagen die Möglichkeit, ihre Online-Publikation (App) in den GRAVIS Stores bzw. den Marketing-Medien (Ideenheft, Digital mobil) zu präsentieren bzw. zu bewerben. Die stark lokal ausgerichtete Anzeigenkampagne in den Stadtmagazinen der Städte mit einem GRAVIS Store wurde in 2011 nur punktuell fortgesetzt, stattdessen konzentrierte sich das Marketing stark auf die genannten eigenen Medien und deren Verteilung in einer Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften. Weiter vorangetrieben wurden die Social Media Aktivitäten, die Zahl der Kontakte über Newsletter, Facebook und Twitter auf über 110.000 gesteigert. Ende November 2011 verfügt GRAVIS über eine eigene App für iOS und Android. Die App wurde bis zum Jahresende ca. 11.000 Mal heruntergeladen, 35,6% der Nutzer haben sich anschließend über die App bei GRAVIS registriert. Ziel ist es, diese Zielgruppe rapide auszubauen und den App-Nutzern neben allgemeinen Informationen (Storeadressen, Infos zu GRAVIS, allgemeine Angebote) spezielle Angebote - insbesondere auch des nächstgelegenen GRAVIS Stores - und weitere Services (z.B. Auftragsverfolgung) zugänglich zu machen (location based marketing). Aufgrund der oben beschriebenen Aktivitäten haben die Marketingaufwendungen (ohne Personalkosten des Bereichs) um 5,4% auf € 3,1 Mio abgenommen. Saldiert um die Einnahmen des Marketing wurden in 2011 € 2,2 Mio für Marketing aufgewendet, das entspricht einem Anteil von 1,38% am gesamten Umsatz (Vj. 1,46%). Raumkosten, Abschreibungen und übrige AufwendungenDer Anstieg der Raumkosten um 8% von € 5,9 Mio in 2010 auf € 6,4 Mio in 2011 hängt im Wesentlichen zusammen mit den in 2010 und 2011 durchgeführten Umzügen und Erweiterungen sowie der Neueröffnung des Stores Berlin in der Schloßstraße im Oktober 2010. Die Flächenproduktivität ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 16,7 Umsatz pro m und Jahr) zurückgegangen, mit T€ 14,6 entspricht sie in etwa dem Niveau des Jahres 2009. Zum Jahresende 2011 betrug die Netto-Verkaufsfläche aller 28 GRAVIS Filialen 9.042 Quadratmeter (Jahresbeginn 8.387 m 2 ), dazu kommen Büros, Technik, Lager, Sozialräume und andere Nebenflächen. Im Zusammenhang mit den Umzügen in Bremen und Hamburg City fielen Maklergebühren in Höhe von € 0,1 Mio an. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 0,2 Mio bzw. 11,2% auf € 2,2 Mio angestiegen, auch dies ist eine Folge der Investitionen in den Jahren 2010 und 2011. Durch die vorzeitige Aufgabe des Store Hamburg City fielen erhöhte Abschreibungen von ca. € 0,1 Mio an. Auch im Jahr 2011 überstiegen die Investitionen das Niveau der Abschreibungen, insbesondere für immaterielle Wirtschaftsgüter, durch die Verbesserung des Webstores, ein Update der Fibu-Software sowie durch Anzahlungen auf ein neues Softwaremodul zum Warenwirtschaftssystem für den Bereich Service und Wartung, der Anfang des Jahres 2012 online gehen wird. Mit € 1,9 Mio entfällt der größte Anteil der Abschreibungen auf Einbauten und Einrichtungen der Stores und zu einem geringen Teil der Zentrale. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von € 5,7 Mio im Vorjahr um 18,8% bzw. € 1,1 Mio auf € 6,8 Mio an. Bestandteil dieses Anstiegs war unter anderem die Kosten für Personalsuche für einen neuen Geschäftsführer sowie für Regional- und Storemanager, die Kosten für Tranining und Mystery-Shopping, gestiegene Kosten für Versand und Verpackung durch einen erhöhten Anteil an Online-Umsätzen und den Wechsel der Logistik zu einem externen Dienstleister zur Jahresmitte 2010. ErgebnisentwicklungDas Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen EBIT - einschließlich der Exklusivitätsprämie aus der Kooperation mit mds von € 1,3 Mio - betrug € 0,4 Mio (Vj. € 0,6 Mio), nach Bedienung der Zinslast von € 0,6 Mio wird ein Verlust vor Steuern von € 0,1 Mio ausgewiesen. Trotz des negativen Vorsteuerergebnisses von T€ 136 im Jahr 2011 fallen Ertragsteuern in Höhe von T€ 75 an, diese ergeben sich aufgrund der durch den Gesetzgeber im Jahr 2008 eingeführten Einbeziehung des Finanzierungsanteils aus Mieten und Zinsen in den Gewerbeertrag, daher weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr einen Verlust von T€ 212 aus (Vj. Verlust T€ 151) Programm ,Score'Aufgrund der wenig zufriedenstellenden Entwicklung des Ergebnisses im Jahr 2011 und der deutlichen Verfehlung der Planung für das Geschäftsjahr hat die Geschäftsführung im Zusammenhang mit der Planung für das Geschäftsjahr 2012 ein umfassendes Programm zur Kostensenkung und Ertragssteigerung aufgesetzt. Unter dem Projektnamen ,Score' werden in ca. 20 Teilprojekten konkrete Maßnahmen konzipiert und durchgeführt, um ein zuvor definiertes Ertragsziel zu erreichen. Im Jahr 2012 soll eine signifikante Ergebnisverbesserung erreicht werden. Die Teilprojekte wurden im Dezember 2011 gestartet, bis zur Fertigstellung des Jahresabschlusses konnte der geplante Effekt insgesamt bestätigt werden. 2. Darstellung der Vermögens- und FinanzlageZum Bilanzstichtag stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um € 1,3 Mio auf € 33,5 Mio an. Im Einzelnen ergeben sich folgende wesentliche Veränderungen:
Auf der Passivseite der Bilanz ergaben sich folgende Veränderungen:
Die Eigenkapitalquote beträgt 28,1% der Bilanzsumme. Unter Herausrechnung des im Jahr 2012 zur Rückzahlung fälligen Genussrechts beträgt das Eigenkapital € 6,4 Mio, das entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 21,1%. Das Anlagevermögen, d.h. das langfristig gebundene Kapital von € 8,0 Mio ist zu 117,4% (Vj. 86,2%) durch Eigenmittel gedeckt - auch unter Herausrechnung des Genussrechts ist die Finanzierung des Anlagevermögens unter Hinzurechnung des mittelfristigen Anteils aus dem Investitionsdarlehen weiterhin fristenkongruent. Der Anteil der zinstragenden Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2011 7,8% der Bilanzsumme (Vj. 12,1%). Aus dem im Jahr 2002 im Zusammenhang mit einem Forderungsverzicht des Gesellschafters begebenen Besserungsschein lebte im Jahr 2011 keine Verbindlichkeit auf. Im Zusammenhang mit dem Besserungsschein hat die GRAVIS AG im Jahr 2011 einen endgültigen Verzicht auf die Geltendmachung weiterer Rechte auf den nicht aufgelebten Teil der Verbindlichkeit in Höhe von T€ 917 erklärt, so dass diese Eventualverbindlichkeit nunmehr endgültig nicht mehr besteht. Auch wenn dies keine unmittelbare Ertragswirkung hat, stärkt es die Eigenkapitalposition der Gesellschaft langfristig um € 0,9 Mio, die sonst in den kommenden Jahren die Gewinne schmälern könnten. Für die Finanzierung des Warenbezuges bei Apple hat die Gesellschaft einen mit Apple abgestimmten Kreditrahmen bei der GE Commercial Distribution Finance GmbH, die bereits seit 1999 von Apple als Factoring-Partner in die Beziehung zu GRAVIS eingebunden ist. Der Kreditrahmen ist für das Einkaufsvolumen ausreichend groß, im Zusammenhang mit der Einführung des iPad 2 sowie zur Finanzierung des Weihnachtsgeschäfts wurden zeitlich befristete Ausweitungen vorgenommen, um das größere Geschäftsvolumen einkaufen zu können. In 2011 wurden die vorher vereinbarten Kontokorrentlinien, die vorher teilweise zur Mitnutzung durch die Schwestergesellschaft HSD vorgesehen waren, allein auf die GRAVIS GmbH umgestellt. Mit der Postbank AG wurde eine Fortführung des Kontokorrents in verringertem Umfang von € 1,0 Mio ab Februar 2012 (bisher € 2,5 Mio, davon € 0,5 Mio HSD) vereinbart. Insgesamt haben sich die Eigenmittelausstattung und die Liquidität der Gesellschaft trotz des leicht negativen Jahresergebnisses im Wesentlichen aufgrund der Einzahlung in das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. 3. Hinweise auf Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDie wirtschaftliche Entwicklung von GRAVIS ist grundsätzlich abhängig von dem weiteren Erfolg des Hauptlieferanten Apple und seiner Produkte, von der Entwicklung der Konjunktur und des Verbrauchervertrauens in der Bundesrepublik Deutschland, von einem umsatzkongruenten Fortbestand der Lieferantenfinanzierung sowie von einer für die geplanten Umsätze in allen Bereichen ausreichenden Warenverfügbarkeit. Im Bereich Finanzierung ist es darüber hinaus erforderlich, einen geeigneten Ersatz für das im Oktober 2012 auslaufende Genussscheindarlehen zu finden. Konkrete Beeinträchtigungen könnten sich ergeben durch einen sich verschärfenden Wettbewerb durch die in den Vertrieb von Apple-Produkten eingetretenen Elektronik-Flächenmärkte und Kaufhäuser, durch eine Neupositionierung existenter Apple Handelspartner im Einzelhandelsbereich und insbesondere durch die Fortsetzung des Markteintritts von Apple mit eigenen Ladengeschäften und eine weitere Verlagerung von Umsätzen ins Internet, wo sowohl namhafte Anbieter, wie auch Apple selbst auf den Markt drängen. Daneben besteht das Risiko, dass die Rohertragssituation aufgrund des iPad-Anteils am Umsatz dauerhaft schlechter bleibt. Schließlich ist es eine der großen Herausforderungen für GRAVIS, die Strukturen des Unternehmens der Umsatzentwicklung entsprechend anzupassen, so dass diese auch bei einem vorübergehend schwankenden Umsatzverlauf mit vertretbaren Kosten zu führen sind und gleichzeitig die Flexibilität für weiteres Wachstum ermöglichen. Das Management hat sich mit den Chancen und den erkennbaren Risiken auseinandergesetzt und diese beurteilt, ggf. wurden Schritte zur Vermeidung der Risiken bzw. zur besseren Ausnutzung der Chancen eingeleitet. Marktentwicklung AppleBezüglich der Marktbedeutung und der Innovationskraft von Apple lässt sich feststellen, dass Apple zu keinem Zeitpunkt in der Vergangenheit erfolgreicher war als derzeit, was sich unter anderem daran ablesen lässt, dass die Börsenkapitalisierung Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt macht. Insbesondere in dem für GRAVIS relevanten Bereich der Consumer-Produkte schreibt Apple mit iPhone und iPad fortgesetzt Erfolgsgeschichten und zeigt, wie sehr Apple in der Lage ist, Produkte und Märkte komplett neu zu erfinden und nach kurzer Zeit zu beherrschen. Für alle Produktlinien werden von Apple regelmäßig - in der Regel jährlich - technisch bessere und preislich ähnliche Nachfolgeprodukte präsentiert, insofern ist nach den Innovationen der letzten Jahre auch für 2012 und die folgenden Jahre weiter mit interessanten, erfolgreichen Produkten zu rechnen. Hinzu kommen potenzielle neue Geschäftsfelder, die Apple mit vorhandenen und neuen Produkten für sich und andere erschließt, wie der Erfolg der Application-based-Accessories zeigt. Das allgemeine Nachfragewachstum nach klassischen Apple-Produkten und nach umgebenden Produkten, Lösungen und Dienstleistungen bietet GRAVIS entsprechende Wachstumsmöglichkeiten. Konjunktur- und NachfrageentwicklungDie Konjunktur und das Verbrauchervertrauen haben sich nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland positiv entwickelt, aktuell scheint dies trotz der Probleme vieler Staaten mit der Staatsverschuldung und daraus resultierender Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums in vielen Teilen Europas und der Welt, in Deutschland weiter anzuhalten und die Anschaffungsneigung der Konsumenten in Deutschland sogar eher noch zuzunehmen (Quelle GFK). Damit sind die Voraussetzungen für eine fortgesetzt positive Entwicklung der Umsätze in dem von GRAVIS bedienten Markt gut, die Risiken liegen eher in einem verschärften Wettbewerb als in mangelnder Nachfrage - zumal sich Apple, wie bereits dargestellt, mit seinen Produkten einen bei anderen Wettbewerbern aus dem Unterhaltungselektronik- bzw. Computerumfeld zu beobachtenden Nachfragerückgang vollständig entziehen kann. FinanzierungZur Sicherung der Finanzierung pflegt die Gesellschaft eine kontinuierliche, aktive Kommunikation mit den Banken und allen wesentlichen Finanzierungspartnern und Kreditversicherungen. In dieser Kommunikation spielen die Themen "Verbesserung der Ertragslage" und "Maßnahmen zum Ersatz des im Oktober 2012 auslaufenden Genussscheindarlehens" eine besondere Rolle. Mit der Entscheidung zur Einrichtung des Programms "Score", einem umfassenden Programm zur Ergebnisverbesserung durch Senkung von Kosten und Steigerung von Erträgen im vierten Quartal des Jahres 2011 verfolgt die Gesellschaft erstmalig systematisch und breit die Anpassung von Strukturen, Kosten und Erträgen über alle Bereiche und Prozesse des Unternehmens hinweg. In ca. 20 Teilprojekten mit einer regelmäßigen Projektsteuerung und -kontrolle soll im Jahr 2012 eine signifikante Ergebnisverbesserung und daneben Verbesserung der Cash-Position der Gesellschaft erreicht werden. Neben diesen Anstrengungen des Unternehmens, die Innenfinanzierungskraft zu stärken, hat die Muttergesellschaft GRAVIS AG das Unternehmen durch die Einlage von € 3,0 Mio in das Eigenkapital im Mai 2011 nachhaltig gestärkt und ihr Vertrauen in die Entwicklung des Unternehmens unter Beweis gestellt. Daneben werden weitere Gespräche mit Investoren und Kooperationspartnern mit dem Ziel des Ausbaus des Geschäfts und der Finanzierungsbasis geführt - unter anderem um dem Unternehmen zu ermöglichen, in dem stark wachsenden Markt für Apple durch geeignete strategische Maßnahmen schneller zu wachsen und von der Entwicklung mehr als bisher auch ergebnisseitig profitieren zu können. Mit dem Abschluss der Kooperation mit der mobilcom-debitel Shop GmbH, einem Unternehmen der Freenet-Gruppe, wurde ein wesentlicher Schritt gegangen, der auch eine Basis für weiteres Wachstum bei begrenzten Investitionen sein kann. WarenverfügbarkeitDurch das starke Wachstum von Apple, verbunden mit einer größeren Fokussierung auf die Kernprodukte iPhone und iPad und die zunehmende Anzahl Apple-eigener Stores kommt es in jüngerer Zeit trotz intensiver Zusammenarbeit zwischen GRAVIS und Apple gehäuft zu unerwarteten Situationen schlechter Verfügbarkeit, sowohl bei den Hauptprodukten als auch beim Apple Zubehör. Dies führt zu Beeinträchtigungen, sowohl beim Umsatz als auch bei der Marge. Um dieser Entwicklung zu begegnen werden mit Apple Gespräche geführt, mit dem Ziel einer Verbesserung der Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Vereinfachung der für die Disposition und Logistik notwendigen Prozesse. Bestandteil dieser Gespräche ist auch eine Prüfung, ob anstelle der bisherigen Direktbelieferung durch Apple eine indirekte Belieferung über die Distribution in Frage kommt. Hier besteht die Möglichkeit, anfallende Schwankungen in der Verfügbarkeit über einen in der Distribution vorhandenen Warenbestand auszugleichen, während Apple selbst kaum Bestände vorrätig hält. Bisher war GRAVIS der Bezug von Apple Ware über die von Apple autorisierten Distributoren in Deutschland nicht gestattet. Im Rahmen der Gespräche hat Apple im März 2012 erklärt, dass sie generell mit einer Umstellung auf eine indirekte Belieferung einverstanden sind. Diesbezügliche Gespräche mit den Distributoren verlaufen erfolgversprechend und zeigen, dass die Umstellung für GRAVIS mit einer Vielzahl von Vorteilen verbunden sein kann. Dies äußert sich unter anderem in gleichen oder besseren Bezugskonditionen bei unveränderten Zahlungszielen, einer besseren Warenverfügbarkeit bei gleichzeitiger Reduzierung des GRAVIS Zentrallagers, Reduktion von Lager und Transportkosten durch mögliche Direktbelieferung der GRAVIS Stores und einer Entfall manueller Prozesse durch eine für Distributoren übliche, engere IT-Verknüpfung. Ein konkretes Angebot hierzu liegt vor. Generell ist zu beobachten, dass Apple die Anzahl der direkt belieferten Partner reduziert, um hierdurch die eigenen Strukturen trotz des großen Wachstums möglichst schlank zu halten. Wettbewerb, Margenentwicklung, RohertragEs ist zu beobachten, dass der große Erfolg von Apple und die zunehmende Anzahl verkaufter und installierter Apple-Computer in Deutschland eine "Normalisierung" des Einkaufs von Apple-Computern nach sich zieht, wie sie vorher bereits beim iPod stattgefunden hat. Eine größer werdende Anzahl von Kunden ist bereit, Apple-Computer auch in Geschäften zu kaufen, die nicht unmittelbar durch hohe Beratungskompetenz für die Produkte hervorstechen. In diesem Zusammenhang spielen die Kriterien Erreichbarkeit (Lage/Convenience), Bekanntheit (Lage/Werbung) und Preis (Werbung) eine zunehmende Rolle, wenn es im ersten Schritt darum geht, den Computer selbst zu verkaufen. Hier besteht die Gefahr, dass GRAVIS mit der bezogen auf die Fläche Deutschlands begrenzten Anzahl Stores im Wettbewerb tendenziell eher an Bedeutung verliert. Die Entwicklung im Jahr 2011 zeigt, dass die Anzahl der über Wettbewerber verkauften Computer zunimmt, während es GRAVIS nicht gelingt, die Absatzzahlen stabil zu halten oder zu erhöhen. Als Antwort auf diese Entwicklung hat die Gesellschaft in den Jahren 2010 und 2011 mit dem technischen und inhaltlichen Ausbau des Online-Stores wesentliche Voraussetzungen geschaffen, den Kunden den Kauf bei GRAVIS durch eine umfassende Multichannel-Vertriebsstrategie zu vereinfachen. Diese Entwicklung wird begleitet durch eine geänderte Preisstrategie, die dem deutlich schärferen Preiswettbewerb auch zwischen Online-Handel und stationärem Einzelhandel Rechnung trägt. Der Vorteil von GRAVIS ist, dass die lawinenartige Verbreitung von Apple Systemen (Computer, iPhone, iPad) eine ebenso schnelle Vergrößerung der Nachfrage nach Apple spezifischen Dienstleistungen, nach Peripherie und nach Zubehör mit sich bringt. Da die Kundengruppe nach wie vor zum großen Teil aus Design-affinen, weltoffenen Individualisten besteht, bietet sich hier die Chance, durch die Qualität des Auftritts in Aussehen und Beratung, durch ein gutes Service-Angebot sowie durch die Breite des Zubehörs überproportional von der Entwicklung zu profitieren. Dass dies gelingen kann, hat GRAVIS in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Erfolg im Verkauf von GSPP, mit der Steigerung der Serviceerlöse und mit dem Erfolg in der Vermarktung des Zubehörs für iPod, iPhone und iPad demonstriert. Nachdem die iOS Geräte und die darauf laufenden Anwendungen in immer weitere Bereiche des Alltags vordringen, bietet sich hier gerade für GRAVIS die Chance, von der Entwicklung überproportional zu profitieren und für viele neu hinzukommende Hersteller und Anbieter die Schnittstelle zu den zahlreichen Besuchern in den GRAVIS Stores zu sein. Die Anzahl der Apple eigenen Retail-Stores hat im Jahr 2011 weiter zugenommen, so wurden Stores in Augsburg, Dresden und in der Innenstadt von Hamburg eröffnet. Diese Entwicklung wird sich auch in 2012 fortsetzen, konkret wird die Eröffnung eines Apple Stores in Berlin zur Jahresmitte erwartet. GRAVIS begegnet den immer größer und anonymer werdenden Apple Stores durch ein besseres Angebot in Sortiment und Service. Aufgrund des großen Erfolgs mit den eigenen Produkten werden in den Apple Stores die Sortimente anderer Hersteller schon aus Platzgründen mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt, hier ergibt sich eine große Chance, zumal auch die auf Apple spezialisierten Wettbewerber, die sog. Apple Premium Reseller, von der Größe her nicht in der Lage sind, die Breite des Sortiments im Zubehör und insbesondere die App-based-Accessories zu führen. Gleichzeitig arbeitet GRAVIS daran, durch eine Ausweitung der Anzahl an Vertriebsstellen und die Besetzung kleinerer Städte die Anfälligkeit der Umsatzentwicklung durch Apple-induzierten Wettbewerb zu reduzieren. Voraussetzung hierfür ist eine zufriedenstellende Beantwortung der Frage nach der Finanzierung, insofern hängen diese Themen unmittelbar zusammen. Letztlich beurteilt GRAVIS die Zunahme der Vertriebsstellen für Apple-Produkte - sowohl der Apple eigenen, als auch der Retailer, als auch der Apple Premium Reseller - für den Markt insgesamt und für die Geschäftsentwicklung von GRAVIS als förderlich. Nach Aussage der zuständigen Ansprechpartner bei Apple und eigener Beobachtung ist die maximale Größenordnung der Anzahl der Verkaufsstellen für Apple Computer und iPod, iPhone und iPad weitgehend erreicht, nur die Apple eigenen Retail-Stores werden im Laufe der Zeit in Deutschland weiter zunehmen. Personal und OrganisationDie zunehmende Nachfrage nach qualifiziertem Personal für den Verkauf und die technische Unterstützung von Apple-Produkten stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen in der Personalarbeit und in der Führung. Hier hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt. Eine zentrale Rolle bei der Akquisition geeigneter Mitarbeiter spielt die seit einigen Jahren bei GRAVIS betriebene Berufsausbildung. Hier wurden die Anzahl der Ausbildungsplätze sowie auch die Zahl der qualifizierten Ausbilder im Jahr 2011 stabil gehalten. Im Rahmen des Projekts "Score" werden eine Reihe von Maßnahmen zur Kostensenkung durchgeführt, dazu gehört unter anderem ein Abbau von Personal im Vertrieb und in der Zentrale sowie eine gezielte Überprüfung und Senkung der Gemeinkosten. Diese Entwicklung wird begleitet von einer Überprüfung von Organisation, Prozessen und Abläufen mit dem Ziel, die Effizienz des Unternehmens zu steigern. Chancen und AusblickIm Zusammenspiel zwischen einer gezielten Sortimentsentwicklung, der Erhöhung der Bekanntheit durch Werbung und PR, dem weiteren Ausbau vorhandener und der Eröffnung weiterer Standorte hauptsächlich im Rahmen der Kooperation mit der Freenet-Gruppe und der fortwährenden Schulung der Mitarbeiter im Vertrieb sowie der Führungskräfte sieht sich GRAVIS in einer guten Ausgangssituation, um vom Marktwachstum für Apple Produkte und deren Peripherie und Zubehör zu profitieren. Hierzu tragen die zusätzlichen Chancen aus dem weiteren Zusammenwachsen von Computern, Kommunikationsgeräten und -technologien, elektronischen Medien und Inhalten und die schnell wachsende Zahl der mobilen Endgeräte und Dienste bei. Das iPad der ersten Generation sowie das iPhone haben hier in den vergangenen Jahren bahnbrechende Pionierarbeit geleistet und Apple hat die erklärte Absicht, den hier erreichten Vorsprung in den nächsten Jahren zu halten und auszubauen. Insgesamt plant die Geschäftsführung im Jahr 2012 ein deutliches Umsatzwachstum, das zum überwiegenden Teil aus einer starken Erweiterung des Online-Handels generiert werden soll. Gleichzeitig soll auch der Umsatz in den Stores, im Bereich Direct Sales und das Geschäft in den mds-Filialen wachsen. Mit dem Ende 2011 aufgesetzten Programm "Score" werden systematisch alle Anstrengungen unternommen, das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr durch Maßnahmen auf der Kosten- und der Ertragsseite zu verbessern und die finanzielle Basis zu verstärken. Angestrebt wird ein EBIT von ca. 1% vom Umsatz. Für das Jahr 2013 peilt die Unternehmensleitung ein Ergebnisziel (EBIT) von ca. 2 bis 2,5% vom Umsatz an, die Verbesserung resultiert unter anderem daraus, dass Effekte aus dem Programm "Score", die in 2012 nur anteilig wirksam werden in 2013 ihre volle Wirkung entfalten. Die Erreichung des Ziels steht unter der Annahme, dass die Entwicklung im Jahr 2012 wie geplant eintritt und die konjunkturelle Situation in Deutschland weiter stabil bleibt. Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die Entwicklung der Gesellschaft, von Technologien und Märkten sowie auf gesamtwirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder unabsehbare Entwicklungen eintreten, so können die tatsächlichen Ereignisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. 4. Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Rahmen des Programms zur Ertragssteigerung und Kostensenkung "Score" wurde Anfang Februar 2012 der Abbau von ca. 130 Stellen im Vertrieb und der Zentrale beschlossen, der hochgerechnet auf ein Jahr eine Personalkostenersparnis von ca. 10% zur Folge hat. Mit dem Betriebsrat wurde ein freiwilliger Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen. Neben ohnehin auslaufenden Verträgen und Eigenkündigungen wurden 60 Arbeitsverhältnisse gekündigt. Die Zusammenarbeit mit GE CDF läuft aufgrund einer GE-seitigen Kündigung des entsprechenden Vertrags im März 2012 zur Jahresmitte 2012 aus. Durch die Umstellung des Apple-Warenbezugs auf indirekte Belieferung auf einen oder mehrere Distributoren im 2. Quartal 2012 wird die Versorgung mit Apple Ware bei Erhalt des Zahlungsziels sichergestellt, dabei ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit von ergebniswirksamen Verbesserungen der Warenverfügbarkeit, der Bezugskonditionen und der logistischen Abläufe und Kosten. Ein konkretes Angebot hierzu liegt vor. Im März 2012 hat die GRAVIS AG der Gesellschaft ein Darlehen über Euro 1 Million zur Verfügung gestellt. Laufzeit des Darlehens ist bis auf weiteres. Ziel des Darlehens ist es, den finanziellen Handlungsspielraum zu erweitern und gleichzeitig die Ausgangsbasis für die Rückzahlung des equiNotes Genussrechts abzusichern. Weitere wesentliche Vorgänge haben sich nicht ereignet.
Berlin, den 29. März 2012 Dr. David Hoeflmayr Archibald Horlitz Jörg Mugke BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gravis-Computervertriebsgesellschaft mbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 30. März 2012 BDO
AG
gez. Rehmer, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Willbarth, Wirtschaftsprüfer |
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