ITV Studios Germany GmbH
Selbe AdresseFernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Borowski seit 29.11.2021 | Geschäftsführer |
Lisa Perrin seit 27.7.2021 | Geschäftsführer |
Duncan Thurston Russell Walker seit 20.12.2016 | Geschäftsführer |
Jan Richters seit 12.11.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ITV Studios Holding B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITV Studios Germany Holding GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 Konzernanlagenspiegel 4. Konzernkapitalflussrechnung 5. Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Konzerns Der ITV Studios Konzern in Deutschland besteht aus der ITV Studios Germany Holding GmbH (nachfolgend "ITV Studios Holding" genannt) als Mutterunternehmen und den Tochtergesellschaften:
An den aufgeführten Gesellschaften hält die ITV Studios Germany Holding direkt oder indirekt jeweils 100 Prozent des Kapitals. Die Imago TV Film und Fernsehproduktion GmbH, Berlin (nachfolgend Imago genannt), welche aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 16. März 2023 auf die ITV Studios Produktion verschmolzen wurde, war zuvor als eigenständige Produktionsgesellschaft in der Film- und Fernsehbranche tätig. Im Rahmen der Verschmelzung wurden sämtliche Rechte, Pflichten und Vermögenswerte sowie Schulden von der Imago auf die ITV Studios Produktion übertragen. Zweigniederlassungen Der Hauptsitz der ITV Studios Holding und der ITV Studios Produktion befindet sich in der Agrippastraße 87-93 in 50676 Köln. Die Bildergarten Entertainment sowie die Oystercatcher haben ihren Sitz gemeinsam in der Genthiner Straße 5 in 10785 Berlin, wo ebenfalls die ITV- Fiction ansässig ist. Zudem hat die Bildergarten Entertainment eine Betriebstätte am Hohenzollernring 103 in 50672 Köln. Der Firmensitz der Windlight befindet sich in der Rumfordstraße 21a, 80469 München. Auch die ITV Studios Produktion unterhält eine Betriebsstätte in Berlin (10785), in der Genthiner Straße 5. Es besteht außerdem eine Zweigniederlassung der ITV Studios Produktion in der Schweiz, in der Brückfeldstrasse 16 (c/o Fiduria AG) in 3012 Bern. Dieser Standort wurde eingerichtet, um den Anforderungen des Schweizer Radio und Fernsehens für die lokale Produktion von "Factual Entertainment Formaten" gerecht zu werden. Geschäftsmodell des Konzerns Kerngeschäft des ITV-Studios-Konzerns in Deutschland sind Auftragsproduktionen verschiedener Genres für eine Vielzahl von deutschen privaten und öffentlich-rechtlichen TV- Sendern, nationalen und internationalen Streamingdiensten sowie privatwirtschaftlichen Unternehmen. Hinzu kommen einige Produktionen für das deutschsprachige Ausland. Es werden sowohl Formate des Mutterkonzerns, Eigenentwicklungen sowie sogenannte Drittformate für den deutschsprachigen Fernsehmarkt produziert. Schwerpunkt bei den Genres ist der Entertainmentbereich mit einer Vielzahl von Reality-, Factual-, Show- und Quizformaten. Aber auch einige fiktionale Formate konnte der ITV-Studios-Konzern erfolgreich auf dem deutschen Markt platzieren. Steuerungssystem Durch Einbindung in das Steuerungssystem der ITV plc sollen sowohl Transparenz als auch die für den Gesamtkonzern relevanten Ziele erreicht werden. Ein Gesamtbild über die weltweiten Aktivitäten von ITV plc ergibt sich aus dem von ITV plc veröffentlichten Konzernabschluss, der unter dem im Konzernanhang genannten Register eingesehen werden kann. Wesentliche Größen zur Steuerung der Konzerngesellschaften bilden die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis vor Steuern sowie die produzierten Sendestunden und die Veränderung dieser Werte aufgrund von Zeiteffekten oder permanenten Varianzen, wie beispielsweise durch Neubeauftragungen. Forschung und Entwicklung Auch weiterhin stehen die Adaption und Entwicklung neuer Formate sowie die Erhaltung langlaufender Produktionen für das Fernsehen, Streaming Plattformen und weitere digitale Medien im Fokus des Unternehmens. Durch die Nutzung der Formatangebote der ITV plc, von Drittanbietern sowie die Entwicklung eigener Formate und deren Produktion soll unsere Marktstellung in Deutschland gefestigt werden. 2. Wirtschaftsbericht Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Die deutsche Wirtschaft blieb auch im Jahr 2023 im Krisenmodus und lief erwartungsgemäß in die Rezession. Erneut übertrafen die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen die Einnahmen um 87,4 Milliarden Euro mit einer Defizitquote von 2,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Wirtschaftsleistung sank um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft bewege sich seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus, hatte das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut festgestellt. Hauptsächlich verantwortlich dafür waren die Coronakrise, der russische Angriff auf die Ukraine mit den drastischen Preiserhöhungen für Energie sowie Nahrungsmittel und der Nahostkonflikt. Immerhin errechnete das statistische Bundesamt eine Rekordbeschäftigung, was die Einnahmen der Sozialbeiträge um 6,6 Prozent erhöhte. Zugleich stiegen die Zinsausgaben des Staates infolge gestiegener Leitzinsen um 36,2 Prozent. Auch aufgrund der schwächelnden Wirtschaftsleistung wuchsen die Steuereinnahmen dagegen lediglich um 0,7 Prozent. Zudem hätten "umfangreiche Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft" die Steuereinnahmen verringert. Dazu zählten unter anderem das Inflationsausgleichsgesetz, Inflationsausgleichsprämien, die Senkung des Umsatzsteuersatzes bei Gas von 19 auf sieben Prozent und die Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes bei Speisen in der Gastronomie bis Ende 2023. 1 Werbewirtschaft: TV - Markt im Minus Entgegen der allgemeinen Entwicklung im Gesamtszenario konnte die Werbewirtschaft ihre Gesamt-Netto-Werbeinnahmen im Jahr 2023, wenn auch geringfügig, um 0,7 Prozent steigern. Zu diesem Ergebnis kam der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Damit wurde der Rückgang des Vorjahres (minus 0,5 Prozent) wettgemacht. Ein größeres Nettowachstum war wegen der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage und der fortgesetzt hohen Inflation (plus 5,9 Prozent), was zu einer niedrigen Konsumneigung der Verbraucher geführt habe, nicht möglich. Allerdings profitierten die einzelnen Gattungen vom gesamtmarktbezogenen Wachstum der Werbeinvestitionen sehr unterschiedlich, teilweise auch gar nicht. Klarer Verlierer in den Gattungen war dabei der Bereich Fernsehen/Bewegtbild mit einem Rückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2022 beliefen sich hier die Nettowerbeinnahmen noch auf etwas über 5,3 Milliarden Euro, 2023 waren es nur rund 5,1 Milliarden Euro. Mit Blick auf die Onlinestrategien aller großen TV-Sender gab es allerdings innerhalb dieses Rückschritts gegenläufige positive Aspekte. Die Einnahmen bei In-Stream- Video stiegen um zehn Prozent an: Von 1,3 auf über 1,4 Milliarden Euro. Parallel dazu sanken die Erlöse um 9,2 Prozent beim linearen Fernsehen: Von rund 4 auf 3,6 Milliarden Euro. Der Bereich Online-Werbung nahm erneut eine Spitzenposition ein: Mit einem Volumen von fast 13 Milliarden Euro im Jahr 2023 vereinte dieses Segment knapp 50 Prozent aller Spendings auf sich und erzielt so ein Wachstum von 8,3 Prozent. Laut ZAW gehe "die Schere im Werbeträgermarkt, auch innerhalb des angesichts des Nutzerverhaltens wachstumsstärksten Segments, der datenbasierten Online-Werbung, immer weiter auf." Der Verband mahnte: "Für den Wettbewerb und die Finanzierung der Medienlandschaft ist das Erreichen von Kipppunkten, bei denen die Marktstellung und Regelsetzungsmacht weniger Gatekeeper-Plattformen nicht mehr bestreitbar ist, sehr besorgniserregend." Mediennutzung weiterhin auf Veränderungskurs Ergänzend dazu gab der Verband privater Medien Vaunet bekannt, dass sich die Anzahl der Pay-TV-Abonnements gegenüber 2022 von 10,1 auf 11,2 Millionen erhöht hat. Weiterhin habe sich die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten digitaler Abrufdienste (SVoD) 2023 in Deutschland auf 21,1 Millionen kumuliert und damit erstmals die 20-Millionen-Marke durchbrochen. Beide Bereiche zusammengerechnet, hätten sich die Umsätze für das Berichtsjahr auf 5,4 Milliarden Euro kumuliert. 2 Entsprechend dazu haben sich die medialen Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten weiter verändert. Während die lineare Nutzung geringfügig zurückging, stieg die non-lineare. Das belegen die Daten der unter AGF-Messung befindlichen Streamingangebote: Im Jahr 2023 hatten über 64 Millionen Menschen mindestens einmal Kontakt mit einem Streamingangebot der Publisher. Das entspräche 81,4 Prozent der Bevölkerung. Auch die durchschnittliche Sehdauer hat sich demnach um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert und liege 2023 bei durchschnittlich fünf Minuten pro Tag (2022: vier Minuten), sowohl bei den Zuschauenden ab drei Jahren als auch bei den 14- bis 49-Jährigen. 3 Fernsehproduktion: Non - Fiction bleibt sichere Bank Bei der alljährlichen Umfrage der Produktionsallianz unter ihren Mitgliedern Ende 2023, gaben 45 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihr Umsatz im Jahr 2023 im Verhältnis zu den Vorjahren gesunken sei. Die Unternehmensgewinne sollen dabei im Vergleich zum Vorjahr "auf einem im Durchschnitt niedrigen Niveau (Median: 2,5 bis 5,0 Prozent)" gleichgeblieben sein. Fiction-produzierende Filmfirmen bewegten sich demnach stärker "im Bereich prekärer Gewinnmargen" als Non-Fiction-Hersteller. Laut Produktionsallianz sind wieder ARD (34 Prozent) und ZDF (30 Prozent) die wichtigsten Auftraggeber, gefolgt von der RTL-Gruppe, den internationalen Streamern und ProSiebenSat. 1. 4 Allerdings ist damit zu rechnen, dass sich die Streaminganbieter aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation von aufwändigen Serienproduktionen weitgehend verabschieden müssen und dass einige Anbieter den bisherigen kostenintensiven Wettbewerb nicht überleben werden. 5 Nach wie vor waren es die langjährig eingeführten Unterhaltungsformate, die die Fernsehunterhaltung dominierten - und die für die Sender als Garanten für großes Publikumsinteresse elementar wichtig bleiben 6 , darunter zahlreiche ITV-Formate wie "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" (RTL), "Das perfekte Dinner" sowie "Grill den Henssler" (beide VOX), "Quizduell" (ARD) und einige weitere.
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https://vau.net/pressemeldungen/umsaetze-von-pay-tv-und-bezahlten-videoabrufangeboten-wachsen-
Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse reduzierten sich um 2,8 Prozent von EUR 117,0 Mio. auf EUR 113,8 Mio. Dies entspricht unserer getroffenen Einschätzung des Vorjahres. Die Gesamtleistung bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen, verringerte sich um 13,8 Prozent von EUR 120,4 Mio. auf EUR 103,8 Mio. Im Wesentlichen trugen die geringeren Auftragsvolumina in den Bereichen "Factual" und "Reality" zu dem Rückgang bei, während die Aktivitäten in den Genres "Music" sowie "Scripted" insgesamt zunahmen. Um 9,4 Prozent reduzierte sich das Volumen an produzierten Sendestunden. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine geringere Anzahl an "Factual" und "Reality" Formaten produziert, von denen die "Factual" Formate im Verhältnis zum Stundenvolumen gering vergütet werden. Aus diesem Grunde fiel der Rückgang an Sendestunden im Verhältnis zum Umsatz etwas höher aus. Nach wie vor liefern "Das perfekte Dinner" für VOX, "Mein Zuhause richtig schön" für das ZDF und weitere Formate regelmäßige Umsätze im Bereich Factual, während die nicht Wiederbeauftragungen von "Mein Kind, dein Kind - Wie erziehst Du denn?" für VOX und "Superklein - Die Miniaturmeisterschaft" für RTL zum geringeren Volumen im Jahr 2023 führten. "Ich bin ein Star - holt mich hier raus", die diversen Spin-offs für RTL und "Love Island" für RTL2 bilden nach wie vor bei insgesamt stabilem Umsatz das Grundfundament des Genres "Reality". Mit "My Mom Your Dad" wurde eine neue Produktion bei VOX platziert, welche jedoch nicht die nicht erneut bestellten Produktionen aus dem Vorjahr, wie die Datingshow "Love is King" für ProSieben ausgleichen konnte. Auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau wurden im Bereich "Quiz+Show" die Sendungen "Gefragt - Gejagt" für den ARD und "Grill den Henssler" für VOX produziert. Ein größeres Volumen beim "Quizduell" glich einen wesentlichen Teil des Umsatzes aus, der im Jahr zuvor durch die "Puppenstars" erzielt wurde. Gegenläufiges Wachstum wurde im Bereich "Music" durch zahlreiche Neubeauftragungen erzielt, die das Portfolio zusätzlich zu "The Voice of Germany" und "The Voice Kids" sowie deren Spin-Offs für ProSieben und SAT.1 ergänzten. Zu Neubeauftragungen zählten "Game of Songs" für VOX als auch "Happy Birthday Tabaluga" für SAT.1. Zu einer ebenfalls erfreulichen Entwicklung trug im Bereich "Scripted" die Serienproduktion "Nachts im Paradies" bei, die an den französischen Sender Canal+ verkauft. Der Aufwand für bezogene Leistungen für Produktionen sank korrespondierend zur verminderten Gesamtleistung um 15,3 Prozent auf EUR 64,8 Mio. Dies zeigt auf, dass die variablen Kosten im Produktionsbereich entsprechend dem geringeren Geschäftsvolumen angepasst wurden. Die Personalkosten reduzierten sich hingegen nur um 2,5 Prozent auf EUR 36,0 Mio., da diese einen hohen Fixkostenanteil beinhalten und somit weniger flexibel an Umsatzschwankungen angepasst werden können. Darüber hinaus ist der Personalaufwand durch Abfindungsaufwendungen belastet worden. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 4,9 Prozent auf EUR 2,4 Mio. Dieser Anstieg resultiert aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Gegensatz dazu stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,1 Prozent auf EUR 5,0 Mio. Diese Zunahme ergibt sich aus periodenfremden Effekten, die im Wesentlichen auf die Korrektur uneinbringlicher Forderungen zurückzuführen sind. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich signifikant um 98,5 Prozent auf EUR 12,8 Tsd., bedingt dadurch, dass sich am Ende des Vorjahres die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich um EUR 37,6 Mio. auf EUR 0,2 Mio. verringerten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerten sich korrespondierend mit der geschäftlichen Entwicklung um 60,6 Prozent auf EUR 0,6 Mio. Der Konzernjahresfehlbetrag betrug EUR -0,7 Mio., verglichen mit EUR 1,5 Mio. im Vorjahr. Die Ergebnisverminderung ist vor allem auf die verringerte Gesamtleistung und den daraus resultierenden niedrigeren Deckungsbeitrag zurückzuführen. Trotz Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Fixkosten nicht vollständig an das geringere Leistungsniveau angepasst werden. Unter den gegebenen Umständen beurteilen wir die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 dennoch als zufriedenstellend. Zur Entwicklung der Sendestunden Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das Volumen an produzierten Sendestunden aufgrund der geringeren Produktionsaktivitäten insbesondere in den Bereichen "Factual" und "Reality" von 728 auf 660 reduziert. Dieser Rückgang lag knapp unter dem im Vorjahr prognostizierten Rückgang für das Jahr 2023. Zuwächse konnten bei den "Quiz+Show" Formaten von 166 auf 182 Stunden (+ 9,6 Prozent) und bei den "Music" Produktionen von 90 auf 98 Stunden (+ 8,9 Prozent) erzielt werden. 622 Stunden wurden aufgrund von Wiederbeauftragungen bestehender Formate produziert (im Vorjahr 670 Stunden), 38 Stunden entfielen auf Neubeauftragungen (im Vorjahr 59 Stunden). Das geringere Sendestundenniveau der Neubeauftragungen ist auf "Factual" und "Reality" Formate zurückzuführen, Formate aus dem englischen Mutterhaus, der ITV plc und ihrer Töchter, haben mit 456 Stunden den größten Anteil an den von uns produzierten Fernsehstunden (im Vorjahr 471 Stunden). Eigene, selbst entwickelte Formate hatten mit 185 Stunden ebenfalls einen wesentlichen Anteil am Produktionsumfang (im Vorjahr 228 Stunden). Drittformate nehmen eine untergeordnete Position ein. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des ITV Studios Konzerns Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der ITV Studios Konzern in Deutschland ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,1 Mio. (Vorjahr: EUR + 3,1 Mio.). Der Konzernjahresfehlbetrag betrug EUR 0,7 Mio. (Vorjahr Konzernjahresüberschuss: EUR 1,5 Mio.). Der Umsatz des Konzerns verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 3,2 Mio. auf EUR 113,8 Mio. (Vorjahr: EUR 117,0 Mio.), was einem Rückgang von 2,8 Prozent entspricht. Die Gründe hierfür sind im "Geschäftsverlauf" weiter oben beschrieben. Die Veränderung des Bestands an unfertigen Produktionen sank deutlich von EUR 3,4 Mio. im Vorjahr auf EUR -9,9 Mio. im Geschäftsjahr 2023, was einem Rückgang von EUR 13,3 Mio. entspricht. Die Entwicklung resultiert aus den hohen Beständen für die Produktion "Nachts im Paradies", die bis zum Ende des Jahres 2022 aufgebaut wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 2,4 Mio. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Die Materialquote, bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen), verringerte sich gegenüber dem Vorjahr unwesentlich von 63,6 Prozent auf 62,4 Prozent. Die absolute Verringerung der bezogenen Leistungen für Produktionen von EUR 76,6 Mio. auf EUR 64,8 Mio. korrespondiert mit dem Rückgang der Gesamtleistung. Der Personalaufwand verringerte sich um EUR 0,9 Mio. auf EUR 36,0 Mio. (Vorjahr: EUR 36,9 Mio.). Trotz dieser absoluten Reduktion stieg die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung von 30,7 Prozent auf 34,7 Prozent. Ursächlich hierfür ist der höhere Fixkostenanteil im Personalbereich, der bei rückläufiger Gesamtleistung prozentual stärker ins Gewicht fällt sowie Sonderbelastungen im Geschäftsjahr 2023. Die Anpassung der Personalkosten erfolgte nicht im gleichen Maße wie der Rückgang der Gesamtleistung, da ein Großteil der Mitarbeiter längerfristige Arbeitsverträge haben. Im Bereich "Factual" wurden Mitarbeitende trotz des rückläufigen Produktionsvolumens zu großen Teilen entsprechend der Vertragslaufzeiten weiterbeschäftigt. Die Abschreibungen verringerten sich leicht von EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,6 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von EUR 4,7 Mio. um EUR 0,3 Mio. auf EUR 5,0 Mio. Diese Zunahme ist überwiegend durch Anstieg bei den periodenfremden Aufwendungen bedingt. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen reduzierten sich signifikant von EUR 0,8 Mio. im Vorjahr auf TEUR 13. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Tilgung konzerninterner Darlehen und die damit verbundenen geringeren Zinsbelastungen zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich um EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.), infolge des geringeren zu versteuernden Ergebnisses. Insgesamt verminderte sich das Ergebnis vor Steuern um EUR 3,2 Mio. von EUR 3,1 Mio. im Vorjahr auf EUR -0,1 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Diese Abnahme ist im Wesentlichen auf die verminderte Gesamtleistung zurückzuführen, während Fixkosten nicht im gleichen Maße reduziert werden konnten. Das Ergebnis vor Steuern liegt ebenfalls unter der im Vorjahr eingeschätzten Prognose (mittlerer sechsstelliger positiver Betrag), da sich die Entwicklung der Produktionsaufträge weniger positiv dargestellt hat, als geplant. Trotz eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen lässt sich insgesamt feststellen, dass sich die Profitabilität im Geschäftsjahr 2023 vermindert hat. Finanzlage Nachfolgend werden die in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellten Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit analysiert. Insgesamt wurde ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR -0,7 Mio. realisiert (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss von EUR 1,5 Mio.). Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 0,5 Mio. wurde wesentlich geprägt durch die Abnahme der Vorräte EUR von 8,0 Mio. Im Vorjahr war der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stark durch die Reduzierung von Verbindlichkeiten geprägt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2023 negativ, was auf Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition in Höhe von EUR 1,8 Mio. zurückzuführen ist. Im Vorjahr war diese Position durch Einzahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition in Höhe von EUR 12,7 Mio. positiv beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 1,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr, in dem er EUR -1,5 Mio. betrug. Der Bestand an Finanzmitteln (Bank- und Kassenbestände) belief sich zum Jahresende auf EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Das Finanzmanagement ist weiterhin durch die kurzfristige Disposition von zur Verfügung stehenden Finanzmitteln und eine konsequente Cash-Flow-Planung geprägt. Die Analyse des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat nicht nur für den ITV-Studios-Konzern in Deutschland, sondern auch für das Mutterunternehmen eine zentrale Bedeutung. Durch die jederzeit abrufbaren Finanzmittel bleibt die Liquidität im Rahmen der Liquiditätsplanungen innerhalb des Konzerns ausreichend gesichert. Bankfinanzierungen sind somit nicht erforderlich. Dank der stabilen Liquiditätssituation war der Konzern in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Vermögenslage Die Aktiva des Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 50,3 Mio., was im Vergleich zum Vorjahr (EUR 55,2 Mio.) einen Rückgang um EUR 4,9 Mio. darstellt. Auf der Aktivseite hat vor allem die Abnahme des Umlaufvermögens um EUR 4,0 Mio. auf EUR 44,8 Mio. zur Verminderung der Bilanzsumme beigetragen. Innerhalb des Umlaufvermögens haben sich die unfertigen Produktionen unter Berücksichtigung der geleisteten Anzahlungen um EUR 8,0 Mio. auf EUR 15,8 Mio. vermindert. Die Gründe hierfür sind im Rahmen der Veränderung des Bestands an unfertigen Produktionen weiter oben beschrieben. Des Weiteren verminderten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 3,1 Mio. auf EUR 7,5 Mio., was im Wesentlichen auf die Tilgung von Darlehen an die ITV plc zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR 2,7 Mio. auf EUR 6,3 Mio. Maßgeblichen Einfluss hierauf hatten die höheren Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern im Zusammenhang mit Steuervorauszahlungen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sanken um EUR 1,6 Mio. auf EUR 4,0 Mio. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um EUR 0,7 Mio. auf EUR 32,2 Mio., was ausschließlich auf den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. zurückzuführen ist. Trotz der leichten Verminderung des Eigenkapitals hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme von 59,5 Prozent auf 64,0 Prozent erhöht. Die Rückstellungen des Konzerns sanken zum Bilanzstichtag um EUR 2,0 Mio. auf EUR 7,3 Mio. Dabei reduzierten sich die Steuerrückstellungen um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,5 Mio., was insbesondere durch Steuerzahlungen aufgrund ergangener Steuerbescheide begründet ist. Die sonstigen Rückstellungen fielen um EUR 1,3 Mio. auf EUR 6,8 Mio. Maßgeblichen Einfluss hat der Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Produktionen um EUR 1,7 Mio. auf EUR 3,1 Mio., insbesondere in den Bereichen "Quiz+Show" und "Reality" Die Verbindlichkeiten verringerten sich um EUR 2,3 Mio. auf EUR 10,9 Mio. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um EUR 2,5 Mio. auf EUR 9,2 Mio. im Zusammenhang mit der Abnahme der unfertigen Produktionen zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,1 Mio. Zusammenfassend zeigt die Bilanzentwicklung zum 31. Dezember 2023 eine deutliche Verminderung des Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten und der Rückstellungen, was sich maßgeblich auf die Bilanzsumme des Konzerns auswirkte. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage: Im Geschäftsjahr 2023 zeigte sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des ITV Studios Konzerns in Deutschland insgesamt schwächer als im Vorjahr. Der Konzernjahresfehlbetrag von EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss EUR 1,5 Mio.) und die Verringerung des Ergebnisses vor Steuern auf EUR -0,1 Mio. (Vorjahr: EUR + 3,1 Mio.) spiegeln die leicht rückläufige Geschäftsentwicklung wider. Gründe sind der Umsatzrückgang um 2,8 Prozent auf EUR 113,8 Mio. sowie die deutliche Abnahme des Bestands an unfertigen Produktionen um EUR 8,0 Mio. unter Berücksichtigung der Anzahlungen. Dies war im Wesentlichen durch den Abschluss von Projekten und vor allem geringere Auftragseingänge in den Produktionsbereichen "Factual" und "Reality" bedingt. Die Materialkosten, die proportional zur Gesamtleistung rückläufig waren, konnten die durch die Fixkosten verursachte Belastung nicht ausgleichen. Insbesondere die Personalkosten sanken nur geringfügig um 2,5 Prozent auf EUR 36,0 Mio., was auf den Fixkostenanteil im Personalbereich zurückzuführen ist. In der Finanzlage hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr entspannt. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde maßgeblich durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte in Höhe von EUR 7,2 Mio. beeinflusst. Der Bestand an Finanzmitteln (Bank- und Kassenbestände) sank im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. auf EUR 4,0 Mio., was die Zielsetzung des Haltens geringer Cashbestände widerspiegelt. Die Tilgung konzerninterner Darlehen führte zu einem deutlichen Rückgang der Zinsaufwendungen. Die Vermögenslage des Konzerns verzeichnete einen Rückgang der Bilanzsumme um EUR 4,9 Mio. auf EUR 50,3 Mio. Wesentliche Veränderungen innerhalb der Aktiva betreffen die Rückgänge bei den unfertigen Produktionen, die um EUR 9,9 Mio. sanken, und die Verringerung der liquiden Mittel. Die Verminderung der Bilanzsumme auf der Passivseite betrifft im Wesentlichen die Abnahme der Rückstellungen (EUR -2,0 Mio.) sowie der erhaltenen Anzahlungen (EUR -2,5 Mio.) und steht in direktem Zusammenhang mit der rückläufigen Geschäftsentwicklung. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 durch eine rückläufige Geschäftsentwicklung gekennzeichnet. Während einige Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten, belasteten Fixkosten weiterhin die Profitabilität. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die nachfolgend beschriebenen Risiken und Chancen werden als Nettorisiken beschrieben und haben Auswirkungen auf die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die als niedrig, mittel oder hoch eingestuft werden können. Sie sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für den Konzern aufgeführt, beginnend mit den bedeutsamsten Risiken bzw. Chancen. Risiken der künftigen Entwicklung Allgemein Die ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland sind in das Risiko-Management der ITV plc integriert und berichten regelmäßig in standardisierter Form über die Risikolage. Es werden regelmäßig interne Reviews durchgeführt und es wird kontinuierlich an einer Reduzierung von operativen Risiken gearbeitet. Es bestehen folgende wesentliche Risikobereiche: Allgemeine konjunkturelle Risiken Die konjunkturelle Entwicklung der Weltmärkte und in Deutschland hat Einfluss auf die Höhe der Werbeausgaben der Unternehmen. Wie bereits in Vorjahren zu beobachten, könnten Unternehmen gezwungen sein, ihre Werbeausgaben zu senken, was wiederum die Ertragskraft der Sender mindern würde. Folgen würde weiterer Preisdruck auf die zu produzierenden Formate und damit ein negativer Einfluss auf die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage bei den Produzenten. Das Risiko wird vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftsprognosen für kommende Geschäftsjahre als hoch eingeschätzt. Sender Die steigende Anzahl von selbst produzierten Programmen der Sender oder verbundener Unternehmen und Einsparungen bei den Budgets der Auftragsproduktionen wird das Marktvolumen für unabhängige Produzenten voraussichtlich weiter einschränken und könnte Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Auch aus diesem Risiko könnte sich ein negativer Einfluss auf die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage ergeben. Durch unsere kontinuierliche Entwicklung attraktiver Formate kann das Risiko minimiert werden. Das Risiko wird von uns dennoch als hoch klassifiziert. Formatschutz Ein stetiges Risiko ist die steigende Anzahl von Formatkopien oder Formaten, die in Anlehnung an unsere Erfolgssendungen entwickelt werden. Diese Formate könnten attraktive Sendeplätze einnehmen, die dann für andere Formate blockiert sind. Risikominimierungs- Maßnahmen sind in diesem Bereich kaum möglich. Das Risiko, das ebenfalls Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns hat, wird von uns auf der Basis von Erfahrungen aus Vorjahren als mittleres Risiko beurteilt. Andererseits wirkt auch hier unsere kontinuierliche Entwicklungstätigkeit an bestehenden und neuen Formaten dem Risiko entgegen. Produktionszyklus Formate, die über einen längeren Zeitraum im Fernsehen zu sehen sind, bleiben für den Zuschauer nur dann attraktiv, wenn man diese ständig weiterentwickelt. Zu viele Wiederholungen in den Früh-/Spätstunden und am Wochenende können zu einer Sättigung des Zuschauers führen und nehmen gleichzeitig den Sendeplatz für neue Formate weg. Ausgeschlossen ist es nicht, dass von den deutschen ITV Studios Konzerngesellschaften produzierten Fernsehsendungen in den nächsten Jahren am Ende ihres Produktlebenszyklus ankommen und daher nicht oder nicht mehr im gleichen Umfang beauftragt werden. Dies kann sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Zurzeit ist hier ein mittleres Risiko zu sehen. Um die dann freigewordenen Sendeplätze neu zu besetzen bzw. Zuschauer- und Umsatzanteile stabil zu halten, bedarf es der stetigen Entwicklung von Nachfolgeprodukten und der Fortentwicklung der bestehenden Formate. Marktrisiken Zu den Marktrisiken gehören die Risiken aus Wechselkursschwankungen, insbesondere derer, die sich aus dem Wechselkursverhältnis des Euro gegenüber dem Australischen Dollar und dem südafrikanischen Rand ergeben. Die durch die Muttergesellschaft festgelegten Verfahren zur Anwendung von Wechselkurssicherungsgeschäften führen zwar zu einer Planungssicherheit bei beauftragten Produktionen, können aber eine Volatilität der Performance bei Folgebeauftragungen nicht verhindern. Dieses Risiko kann als mittel bis gering eingestuft werden. Personal Punktuell ist es immer noch schwierig, hochqualifiziertes Fachpersonal für bestimmte Genres zu finden und im Unternehmen zu halten. Dem wirkt ITV mit Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit entgegen. Weiterhin ist als Risiko zu nennen, dass langjährige Mitarbeiter einen neuen Wirkungskreis suchen und dann Ideen sowie Kontakte mitnehmen. Das Risiko kann in diesem Bereich als mittelgroß eingestuft werden und kann zu Kostensteigerungen im Personalbereich führen oder zu Umsatzminderungen bei Projektverlusten. Währungsrisiken Währungsrisiken im Rahmen von Auftragsproduktionen, die im Ausland oder für das Ausland produziert werden, werden bei Bedarf über Sicherungsgeschäfte (Hedging) durch die Muttergesellschaft gedeckt. Damit sind die Risiken in diesem Bereich ebenfalls als gering einzustufen. Kreditrisiken Die ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland finanzieren sich nicht außerhalb des Konzerns und unterliegen somit keinen wesentlichen Kreditrisiken. Es erfolgen keine kurzfristigen Kreditfinanzierungen und folglich sind wir auch nicht mit Zinsrisiken konfrontiert. Abschließend ist nochmals anzumerken, dass wir aufgrund der Konzernzugehörigkeit zur börsennotierten ITV plc in deren Risikomanagementsystem integriert sind. Es bestehen lediglich branchenübliche Risiken und keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Zahlungsausfallrisiken Dem Zahlungsausfallrisiko von Forderungen wird durch vertraglich festgelegte Zahlungskonditionen und ein Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet. Auch in diesem Bereich ist das Risiko als gering einzustufen. Gesamtaussage zur Risikolage Aus heutiger Sicht sind der Geschäftsführung der ITV Studios Holding GmbH keine konkreten Risiken bekannt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der ITV Studios Konzerngesellschaften in Deutschland führen könnten. Chancen für unsere künftige Entwicklung Die Bindung eines festen Mitarbeiterstammes sowie Impulse von neuen Kollegen in den ITV Studios Konzerngesellschaften führen zu großem Einsatz und frischer Kreativität. Beides sind Faktoren, die für die Produktion einer Fernsehsendung und der Entwicklung neuer Formate unerlässlich sind und daher als hohe Chance eingestuft werden können. Dies kann sich im Endeffekt sehr positiv auf unsere Leistungsindikatoren und damit insgesamt positiv auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Es gelingt unserer firmeneigenen Casting- und Development-Abteilungen immer wieder, besondere Menschen zu finden, die vor der Kamera unterhaltsam agieren und den Zuschauer ansprechen. Zuschaueranteile zu gewinnen ist für die Kundenbindung und damit für die Ertragslage ein wichtiger Erfolgsfaktor und wird in der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittlere Chance bewertet. Daher versuchen wir weiterhin besondere Talente zu finden, zu binden und zu fördern. Die adaptierten erfolgreichen Formate unseres Mutterhauses, Formate von Drittanbietern und auch diverse Eigenentwicklungen werden auch in den kommenden Jahren für eine Vielzahl von Kunden von Interesse sein. Hauptaugenmerk liegt im deutschen Fernsehgebiet, jedoch bieten Länder wie die Schweiz und Österreich neue, wenn auch nur geringe bis mittlere Chancen in einem weiteren Wirkungskreis. Um die vielfältigen Wünsche und Budgetvorstellungen unserer Konzernobergesellschaft in Großbritannien abdecken zu können, werden wir unsere Angebotspalette kontinuierlich ausbauen. Immer wieder sollen Trends gesetzt werden, die zum Ausbau unseres Programmportfolios beitragen. Prognosebericht Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Die ifo Konjunkturprognose 7 für den Herbst 2024 zeigt, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer tiefen Krise steckt, sowohl aufgrund konjunktureller als auch struktureller Faktoren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in diesem Jahr voraussichtlich stagnieren, nachdem es 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft ist. In den Jahren 2025 und 2026 wird eine leichte Erholung mit Wachstumsraten von 0,9 Prozent bzw. 1,5 Prozent erwartet, wobei diese Prognosen gegenüber den Schätzungen aus dem Sommer 2024 nach unten korrigiert wurden. Die schleppende Erholung betrifft sowohl die Industrie- als auch die Konsumkonjunktur, die sich nur langsam von ihrer Starre lösen. Strukturelle Herausforderungen wie die Dekarbonisierung, der demografische Wandel, die Digitalisierung und geopolitische Veränderungen, insbesondere die strategischen Ausrichtungen der USA und Chinas, setzen die deutschen Unternehmen massiv unter Druck. Besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe, das einen großen Teil der deutschen Wirtschaftsleistung ausmacht. Gleichzeitig haben hohe Energiekosten und eine wachsende Konkurrenz aus China in Branchen wie der Automobil- und Maschinenbauindustrie zu weiteren Belastungen geführt. Die Investitionsaktivität bleibt schwach, und die Produktivität stagniert, was das Produktionspotenzial des Landes nachhaltig senkt. 2024 liegt dieses Potenzial um rund 2 Prozent oder 70 Milliarden Euro unter den Schätzungen von 2019. Die Inflation wird voraussichtlich weiter zurückgehen und von durchschnittlich 5,9 Prozent im Jahr 2023 auf 2,2 Prozent im Jahr 2024 fallen. Die Arbeitslosenquote liegt in diesem Jahr bei 6 Prozent, soll jedoch in den Folgejahren durch den Arbeitskräftemangel wieder leicht sinken Insgesamt ist eine allmähliche Erholung ab 2025 durchaus möglich, aber die strukturellen Anpassungen sind noch nicht abgeschlossen. Werbe- und TV-Markt Die Prognose des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) für das Jahr 2024 8 zeigt eine gemischte Entwicklung. Nach einem leichten Anstieg des Werbemarktvolumens im Jahr 2023 bleibt die wirtschaftliche Gesamtlage für 2024 angespannt. Obwohl sich die medienbasierten Investitionen in Werbung stabil entwickelt haben, bleibt die Erholung des Marktes fragil und von verschiedenen Risiken bedroht, wie beispielsweise möglichen Werbeverboten und zunehmender Bürokratie auf nationaler und europäischer Ebene. Besondere Herausforderungen sieht der ZAW in der fortschreitenden Dominanz der großen digitalen Plattformen, die den Werbemarkt zunehmend monopolisieren. Trotz der technologischen Fortschritte und der Hoffnung auf mehr Wettbewerb durch künstliche Intelligenz werden die Strukturen der digitalen Werbemärkte als wettbewerbsfeindlich eingeschätzt. Dies beeinträchtigt nicht nur Publisher, sondern letztlich auch Werbungtreibende und Verbraucher. Für 2024 bleibt die Prognose gemischt. Zwar bestehen Chancen auf eine Fortsetzung des leichten Wachstums, doch etwa 42 Prozent der ZAW-Mitglieder erwarten eine Stagnation, während 18 Prozent sogar von einer Verschlechterung der Lage ausgehen. Der Fachkräftemangel und ein schwaches Konsumklima stellen weitere Herausforderungen dar, die die Werbewirtschaft 2024 bewältigen muss. Unter Berücksichtigung des aktuellen Entwicklungsstands der laufenden Fernsehproduktionsaufträge prognostizieren wir für 2024 einen Umsatzrückgang im unteren einstelligen Prozentbereich. Bezüglich des Ergebnisses vor Steuern rechnen wir für 2024 mit einer Steigerung um einen Betrag im unteren siebenstelligen Bereich. Für das Geschäftsjahr 2024 zeichnet sich ein Rückgang der produzierten Sendestunden in der Höhe von 11 Prozent ab. Ursächlich für die Entwicklung sind erneut die geringeren Volumina im "Factual" Bereich, die zwar zu großen Teilen hinsichtlich des Umsatzes, aber nicht der Sendestunden durch "Reality" Produktionen ausgeglichen werden können.
Köln, 16. Dezember 2024 Martin Borowski Jan Richters Lisa Perrin Duncan Walker Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Mutterunternehmen Die ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln, ist eine kleine Kapitalgesellschaft, die beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 64339 registriert ist und aufgrund der Überschreitung der Größenkriterien nach § 293 HGB einen Konzernabschluss erstellt. Der Konzernabschluss wurde gemäß der §§ 290 ff. HGB aufgestellt und berücksichtigt die Vorschriften zur Rechnungslegung des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Das Geschäftsjahr dieses Konzernabschlusses entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens, der ITV Studios Germany Holding GmbH, und damit dem Kalenderjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses umfasst zum 31. Dezember 2023 neben der ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln, als Muttergesellschaft die folgenden Gesellschaften (einbezogene Tochtergesellschaften):
An den aufgeführten Gesellschaften hält die ITV Studios Germany Holding direkt oder indirekt jeweils 100 Prozent des Kapitals. Die Imago TV Film und Fernsehproduktion GmbH, Berlin (nachfolgend Imago genannt), welche aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 16. März 2023 auf die ITV Studios Produktion verschmolzen wurde, war zuvor als eigenständige Produktionsgesellschaft in der Film- und Fernsehbranche tätig. Im Rahmen der Verschmelzung wurden sämtliche Rechte, Pflichten und Vermögenswerte sowie Schulden von der Imago auf die ITV Studios Germany GmbH übertragen. Konsolidierungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in den Konzernabschluss übernommen und gegebenenfalls an die konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital verrechnet. Das Eigenkapital ergibt sich dabei als Differenz der - zu Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bewerteten - Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen. Ein aus der Kapitalkonsolidierung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und grundsätzlich gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der sich aus der Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr 2021 ergebende Unterschiedsbetrag Höhe von TEUR 21.513, resultierend aus dem negativen Eigenkapital der per 3. Dezember 2021 übernommenen Bildergarten Entertainment GmbH, wurde im Geschäftsjahr 2021 unmittelbar vollumfänglich abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind nicht entstanden. Beim Erwerb weiterer Anteile an Tochterunternehmen (Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen) wird die Transaktion als Kapitalvorgang (gemäß DRS 23.175) abgebildet. Dabei werden die Vermögengegenstände und Schulden nicht neu bewertet, sondern die Anschaffungskosten der weiteren Anteile werden mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbes verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital (Konzerngewinnvortrag) verrechnet. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Zwischenergebnisse werden eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt entsprechend den Aufstellungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen der § 290 ff. HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Software und Lizenzen werden über 3 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Insofern macht die ITV Studios Germany Holding GmbH von dem Wahlrecht zur Aktivierung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 248 Abs. 2 HGB keinen Gebrauch. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände der "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" werden Nutzungsdauern von 3 bis zu 13 Jahren zugrunde gelegt. In den Vorräten sind unfertige Produktionen mit ihren Herstellungskosten ausgewiesen. In die Bewertung der unfertigen Produktionen zu Herstellungskosten werden alle nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile einbezogen, d. h. überwiegend die Material- und Fertigungseinzelkosten. Der Ansatz erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert angesetzt. Aus dem im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bildergarten Entertainment GmbH im Geschäftsjahr 2021 übernommenen Firmenwert und den unterschiedlichen Bilanzansätzen zwischen der Handelsbilanz (Firmenwert TEUR 0) und der Steuerbilanz (Firmenwert TEUR 13.790, Vorjahr: TEUR 15.916) resultiert unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 30,72% eine aktive latente Steuerposition in Höhe von TEUR 4.236 (Vorjahr: TEUR 4.889). Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigt alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften sowie erkennbare Risiken, denen wir ausreichend Rechnung getragen haben. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sofern einzelne sonstige Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zur Erfüllung haben, werden diese unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank nach den Vorgaben der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten Zinssätze diskontiert. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Beträgen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Im Konzernabschluss erfolgt die Bewertung unter Beachtung des Imparitätsprinzips bzw. soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt mit dem Devisenkassamittelkurs. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Hinsichtlich der Details zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanlagenspiegel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Diese betreffen mit TEUR 6.023 (Vorjahr: TEUR 4.206) kurzfristige Darlehensforderungen aus kurzfristigen Finanzmittelanlagen einschließlich Zinsforderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.524 (Vorjahr: TEUR 208), von denen wiederum TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 158) auf den Gesellschafter entfallen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.273 (Vorjahr: TEUR 3.542) enthalten im Wesentlichen Rückforderungen aus Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 5.528 (Vorjahr: TEUR 3.223). Des Weiteren sind Kautionen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 158) enthalten; davon TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 94) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das Konzerneigenkapital (TEUR 32.187; Vorjahr TEUR 32.877) setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital (unverändert TEUR 8.973), der Kapitalrücklage (unverändert TEUR 34.982), dem Konzernverlustvortrag (TEUR -11.079, Vorjahr: TEUR -12.554) und dem Konzernjahresfehlbetrag (TEUR -689, Vorjahr Konzernjahresüberschuss: TEUR 1.475) zusammen. Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 466 (Vorjahr: TEUR 1.132). Sonstige Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personalaufwendungen wie Verpflichtungen aus nicht genommenem Urlaub, Schwerbehindertenausgleichsabgaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge und sonstige Sozial- und Personalkosten in Höhe von TEUR 2.260 (Vorjahr: TEUR 2.338). Darüber hinaus betrifft ein wesentlicher Posten der sonstigen Rückstellungen ausstehende Rechnungen für Fernsehauftragsproduktionen (TEUR 3.087; Vorjahr: TEUR 4.748). Diese haben ihre wirtschaftliche Verursachung im Geschäftsjahr 2023 oder in früheren Geschäftsjahren und betreffen bezogene Leistungen für Fernsehauftragsproduktionen, die bereits an Sender geliefert und/oder ausgestrahlt wurden, sowie bezogene Leistungen für unfertige Produktionen. Die Bemessung dieser Rückstellungen erfolgt auf Basis der Projektkalkulationen und Beauftragungen von an den Produktionen beteiligten Unternehmen und unterliegt zum Teil Schätzungen hinsichtlich des Umfangs der in früheren Jahren bezogenen Leistungen und damit der Höhe der noch zu erwartenden ausstehenden Rechnungen. Darüber hinaus sind auch Rückstellungen für Archivierungskosten sowie Jahresabschlusskosten enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 47 zum Stichtag sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber dem Gesellschafter bestehen zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 113.769 (Vorjahr: TEUR 116.992) betreffen im Geschäftsjahr 2023, wie im Vorjahr, ausschließlich Inlandserlöse. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.186 (Vorjahr: TEUR 1.630), weitere periodenfremde Erträge von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 146) unter anderem aus nachträglichen Covid-Erstattungen für die Produktionen sowie Ausschüttungen aus Verwertungen seitens der "VFF Vewertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mit beschränkter Haftung", Erträge aus Versicherungsentschädigungen TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 147) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 89). Personalaufwand Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beträgt 515 (Vorjahr 538).
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. periodenfremde Aufwendungen von TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 231), die im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Korrektur uneinbringlicher Forderungen zurückzuführen sind, sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 168). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern von TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 653). Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird dem Gesellschafter vorschlagen, den Konzernjahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergibt sich ein Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.839 für die Geschäftsjahre 2024 bis 2027. Auf das Geschäftsjahr 2024 entfallen TEUR 1.660. Zum Bilanzstichtag lagen keine Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB vor. 5. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder von außergewöhnlicher Bedeutung Im Berichtsjahr wurden keine Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung identifiziert. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken oder auswirken könnten, haben sich nicht ereignet. 7. Sonstige Erläuterungen Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ITV plc, London/Vereinigtes Königreich. Der Konzernabschluss wird im Companies House unter der Nummer 04967001 veröffentlicht. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ITV Studios Holding B.V., Hilversum/Niederlande. Der Konzernabschluss wird in der Kamer van Koophandel unter der Nummer 32121471 veröffentlicht. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers im Konzern betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 191. Offenlegung von Jahresabschlüssen von einbezogenen Tochtergesellschaften Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der ITV Studios Germany Holding GmbH machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB insofern Gebrauch, als eine Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte sowie die Aufstellung von Anhang und Lagebericht unterbleibt:
Geschäftsleitung Die Geschäfte des Mutterunternehmens werden durch folgende Personen geführt:
Es wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge des Mutterunternehmens beziehen.
Köln, den 16. Dezember 2024 Martin Borowski Jan Richters Duncan Walker Lisa Perrin Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ITV Studios Germany Holding GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITV Studios Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 23. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Clivia Dollar, Wirtschaftsprüferin ppa. Markus Flender, Wirtschaftsprüfer |
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