Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 131361
Vorher
PECO Welding Systems GmbHMiyachi Europe GmbHAMADA MIYACHI EUROPE GmbH
Eingetragen
29.5.2000
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung und Produktion sowie Vertrieb und Service von Anlagen, Geräten, Ausrüstung und Systemen der Schweißtechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yoshiro Umeda
seit 31.10.2024
Prokura
Toshiyasu Tsujioka
seit 10.7.2023
Geschäftsführer
David Fawcett
seit 26.9.2013
Geschäftsführer
Stefan Redlinger
seit 20.11.2006
Prokura
Dieter Teutrine
seit 4.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
AMADA CO., LTD.JPN
71.02%
AMADA WELD TECH INC.USA
28.98%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AMADA CO., LTD.
Japan
250.000 €
71.02%
AMADA WELD TECH INC.
United States
102.000 €
28.98%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMADA WELD TECH GmbH (vormals: AMADA MIYACHI EUROPE GmbH)

Puchheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die AMADA WELD TECH GmbH (bis 01.04.2020: AMADA MIYACHI EUROPE GmbH) entwickelt, produziert und vertreibt zusammen mit weiteren Unternehmen im Verbund der AMADA WELD TECH Corporation in Europa Komponenten, Systeme und Lösungen für das Mikro-Widerstandsschweißen und vertreibt Produkte der AMADA WELD TECH-Gruppe zum Laser-Schweißen und Laser-Beschriften. Daneben werden Engineering-Dienstleistungen für kundenspezifische Lösungen bis hin zu Schweißzellen und Sondermaschinen angeboten. Die Lösungen werden in mehreren Anwendungslabors des Unternehmens entwickelt, darüber hinaus leistet das Zentrallabor in Puchheim in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Universitäten technologische Grundlagenarbeit.

Die Anwendungen der Mikroverbindungslösungen finden sich in vielen Branchen und Bereichen, in denen durch zunehmenden Qualitätsdruck zuverlässige elektrische Verbindungen gefordert werden, z.B. bei Automobilzulieferern und in der elektromechanischen Industrie oder in den Bereichen Elektronik, Halbleiter, Medizingeräte, Luft- und Raumfahrt und Werkzeugherstellung.

Wesentlicher Beschaffungsmarkt für Zukaufteile und Handelswaren sind die Gesellschaften des Konzernverbunds, vornehmlich in den Niederlanden, in Japan und in den USA.

Zum Ende Geschäftsjahres waren bei der AMADA WELD TECH GmbH 64 Mitarbeiter (inkl. Teilzeitbeschäftigte) beschäftigt.

Alle europäischen Aktivitäten der AMADA WELD TECH-Gruppe, die im Geschäftsjahr 2012/13 im Zuge einer freundlichen Übernahme von der AMADA Co., Ltd. mit Sitz in Isehara, Japan, übernommen wurde, sind seit 2009 unter dem Dach der Berichtsgesellschaft zusammengefasst, die sich nun mit den beiden 100%igen Tochtergesellschaften Amada WELD TECH B.V. in Helmond (Niederlande) und AMADA WELD TECH Kft. in Budapest (Ungarn) die einzelnen Geschäftsbereiche und Vertriebsgebiete innerhalb Europas teilt. Darüber hinaus wurde ein Transferpreissystem zwischen der AMADA WELD TECH GmbH und den Tochtergesellschaften AMADA WELD TECH Kft. bzw. Amada WELD TECH B.V. zur Nutzung von weiteren Synergieeffekten eingeführt und im Zuge dieser Transaktion ein Immaterielles Wirtschaftsgut im Wert von T€ 4.146 von Letzterer erworben.

Jedes der zu "AMADA WELD TECH EUROPE" zählenden Unternehmen hat seinen eigenen - untereinander abgestimmten - Tätigkeitsschwerpunkt. Die Berichtsgesellschaft übt ihre Geschäfte schwerpunktmäßig in Mitteleuropa inkl. Deutschland aus. Neben den Produkten, die im Werk Puchheim hergestellt werden, werden auch Systeme für die Technologien Mikro-Widerstandsschweißen, Laser-Schweißen und Laser-Markieren sowie Hot Bar-Maschinen für das Heat Seal Bonding vertrieben, die im Werk Helmond der europäischen Unternehmensgruppe (AMADA WELD TECH EUROPE) hergestellt wurden.

Der Vertrieb der Produkte der Berichtsgesellschaft wird von allen Geschäftsstellen (Puchheim, Turin, Helmond, Mildenhall, Paris und Budapest) der drei Unternehmen im gesamten europäischen Gebiet betrieben, so dass AMADA WELD TECH EUROPE dem gesamten Kontinent auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse abgestimmte Systemlösungen anbieten kann.

Hauptkunden sind Industriebranchen für Präzisionsteile wie z.B. für Automobile, elektrische und elektronische Geräte und Medizingeräte. In diesen Branchen wächst jedes Jahr der Bedarf an Technologien für die Mikroverschweißung (Micro Joining), die in den jeweiligen Herstellungsprozessen benötigt werden, da die Produkte immer kleiner und präziser werden sollen. Unser Geschäftsziel besteht darin, neben technologischen Systemlösungen ebenso die beschriebenen Produkte einzuführen und unsere Kunden professionell zu unterstützen.

Im Rahmen der Aufteilung der Geschäftsfelder für die drei Unternehmen innerhalb der europäischen Gruppe ist die AMADA WELD TECH GmbH für die Herstellung der Modul-Produkte im Werk Puchheim sowie als Hauptquartier für Verwaltung und Finanzen zuständig. Als jeweilige Verantwortungsträger der Unternehmensstruktur sind deshalb die Positionen des COO und des Leiters der konsolidierten Finanzabteilung (CFO) eingerichtet, die mit zwei langjährigen Mitarbeitern unseres Unternehmens besetzt sind. Der Vertrieb der Berichtsgesellschaft ist innerhalb der europäischen AMADA WELD TECH-Gruppe für die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und Polen verantwortlich.

Im April 2016 hat die Berichtsgesellschaft den Mitbewerber MacGregor Weiding Systems in Mildenhall, Suffolk, Vereinigtes Königreich zu 100% übernommen, welcher zu den Technologieführern im Bereich Micro Joining zählt. Mit dieser Akquisition ist die AMADA WELD TECH GmbH in der Lage, ihr Angebot an Produkten und Services basierend auf den Bedürfnissen des globalen Kundenstamms in diesem Bereich signifikant zu erweitern.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Corona-Pandemie hat weite Teile der Weltwirtschaft seit dem Frühjahr 2020 drastisch einbrechen lassen, wobei die Rückgänge vielerorts schärfer ausfielen als während der Großen Rezession im Jahr 2009. Der wirtschaftliche Einbruch verlief international weitgehend synchron, er war somit globaler Natur. Sowohl in Europa und in den USA als auch in den großen Schwellenländern begann die gesamtwirtschaftliche Produktion mit der zunehmenden Zahl von Corona-Infektionen und als Folge zum Teil drastischer Eindämmungsmaßnahmen im März zu sinken.

Der Abschwung verstärkte sich im April 2020, sodass sich der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts trotz der in den folgenden Monaten einsetzenden Erholung auf das zweite Quartal konzentrierte. Eine Ausnahme bildet China, dort war der Epidemie- und Konjunkturverlauf der übrigen Welt etwa ein Quartal voraus. Auch wenn die Pandemie noch keineswegs auf dem Rückzug war, wurde weltweit bereits im Sommer 2020 ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität wiederaufgenommen. 1

Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz in Höhe von T€ 36.215 lag um 13,5% unter dem Vorjahreswert von T€ 41.865. Für diesen Rückgang mussten hautsächlich die Bereiche Widerstandsschweißtechnik-Equipment, Hotbar, Hotbar- Systeme, Service, und der Großhandel verantwortlich zeichnen, während Laser-Systeme (+98,8%), La- ser-Markieren (+80,9%), Laser-Schweißen (+371,5%) und Widerstandsschweißtechnik-Systeme (+22,8%) zum Teil sogar sehr ansehnliche Umsatzsteigerungen verzeichnen durften. Der mit Abstand größte Bereich Widerstandsschweißtechnik-Equipment verzeichnete eine Umsatzeinbuße von -29,6%, aber auch bei Hotbar (-66,2%), Hotbar-Systeme (-21,4%), Service (-8,1%) und beim Großhandel (-27,6%) mussten empfindliche Einbußen hingenommen werden.

Die Rückgänge beim Auftragseingang waren in etwa vergleichbar und dieser fiel insgesamt um 13,7% auf T€ 34.221 (Vorjahr: T€ 39.669). Dabei konnten nur die Bestellungen für Laser-Markieren (+28,8%), Laser-Schweißen (+109,5%), Widerstandsschweißtechnik-Systeme (+8,2%) und Großhandel (+45,2%) gesteigert werden, während bei Widerstandsschweißtechnik-Equipment (-19,4%), Hotbar (-50,9%), Hotbar-Systemen (-17,9%), Laser-Systemen (-57,7%) und dem Service (-17,6%) zum Teil deutliche Rückgänge hingenommen werden mussten. Durch den niedrigeren Auftragseingang im Vergleich zum Umsatz reduzierte sich der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag auf T€ 8.403 (Vorjahr: T€ 10.332).

Das Rohergebnis in Höhe von T€ 14.140 lag aufgrund des Umsatzrückgangs deutlich unter dem Vorjahrjahreswert von T€ 18.444, und das negative Betriebsergebnis in Höhe von T€ 239 lag deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von T€ 1.782.

1 GEMEINSCHAFTSDIAGNOSE #2/2020, https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2020/11/GD_H20_Langfassung_online.pdf

Aufgrund eines Beteiligungsertrags in Höhe von T€ 971 (Vorjahr: T€ 917) wurde ein Jahresüberschuss von T€ 240 erzielt, der deutlich unter dem Vorjahresniveau von T€ 1.954 lag. Das Eigenkapital am Ende des Geschäftsjahres reduzierte sich aufgrund von Dividenden an die Gesellschafter auf T€ 14.620 (Vorjahr: T€ 16.646), und die Eigenkapitalquote zum 31.03.2021 beträgt 49,5% (Vorjahr: 50,2%).

Der gesamte Personalaufwand lag mit T€ 5.074 (Vorjahr: T€ 5.436) vor allem aufgrund der Einführung von Kurzarbeit unter dem Vergleichswert des vorangegangenen Geschäftsjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen aufgrund von Kostensenkungsprogrammen um 18,0% auf T€ 8.729 (Vorjahr: T€ 10.645).

Aufgrund des schlechteren Ergebnisses liegt der Steueraufwand in Höhe von T€ 374 deutlich unter dem Vorjahreswert von T€ 596 und dies ist vor allem auf das niedrigere Betriebsergebnis im Berichtsjahr zurückzuführen.

Auf der Aktivseite der Bilanz fielen die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" aufgrund der deutlich niedrigeren Umsätze auf einen Wert von T€ 4.615 (Vorjahr: T€ 5.712).

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 2.879) haben sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 2.177) erhöht und enthalten vor allem Körperschaftsteuer-, Solidaritätszuschlags- und Gewerbesteuerforderungen für die Geschäftsjahre 2012/13 bis 2020/21 in Höhe von T€ 275 (Vorjahr: T€ 106) sowie Umsatzsteuerforderungen in Höhe von T€ 2.569 (Vorjahr: T€ 2.023).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände betrugen T€ 992 (Vorjahr: T€ 1.456). Der Wert der Sachanlagen reduzierte sich auf T€ 448 (Vorjahr: T€ 566).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betrugen wie im Vorjahr unverändert T€ 5.340.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen aufgrund des reduzierten Geschäftsvolumens auf T€ 392 (Vorjahr: T€ 674).

Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag reduzierte sich aufgrund der vorgenommenen Ausschüttung auf T€ 8.657 (Vorjahr: T€ 11.702).

Aus der Sicht der Unternehmensleitung ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ausgesprochen zufriedenstellend.

Die im Vorjahr getroffene Prognose, im Geschäftsjahr 2020/2021 Umsatzerlöse in Höhe von rund T€ 36.000 sowie ein deutlich niedrigeres, aber weiterhin positives Jahresergebnis zu erzielen, wurde erreicht.

Prognosebericht und Chancen der künftigen Entwicklung

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

Die wirtschaftliche Lage hat sich inzwischen deutlich verbessert und im Geschäftsjahr 2021/22 konnte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen auf 43 Millionen € gesteigert werden, der vorläufige Jahresüberschuss beträgt etwa 1 Million €. Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte eine Umsatzsteigerung auf circa 48 Millionen € und ein Jahresüberschuss von etwa 2,5 Millionen € erzielt werden (ebenfalls vorläufige Zahlen). Das vorläufige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023/24 zeigt Umsatzerlöse von etwa 46 Millionen € und einen Jahresüberschuss in Höhe von 2 Millionen €. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir Umsatzerlöse von etwa als 54 Millionen € und einen Jahresüberschuss in Höhe von 3 Millionen €. Mittel- und langfristig sehen wir gute Chancen angesichts unserer starken Marktposition und neuen Anwendungsmöglichkeiten für unsere Produkte aufgrund der stetig zunehmenden Elektromobilität noch deutlich höhere Absatzzahlen zu erreichen. Die tatsächlichen Entwicklungen/Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Risikobericht und Risiken der künftigen Entwicklung

Markt- und Absatzrisiken

Da der Umsatz in unseren wichtigsten Zielbranchen maßgeblich von der Wirtschaftsentwicklung bestimmt wird, hat die weltweite Konjunktur einen nicht zu bestreitenden Einfluss auf den Geschäftsverlauf der AMADA WELD TECH GmbH. Durch die konsequente Diversifizierung unserer Absatzmärkte wird weiterhin versucht diesem Risiko entgegenzuwirken, aber die weltweite Unsicherheit aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs stellt selbstverständlich ein Risiko für die künftige Unternehmensentwicklung dar, welchem durch die Anpassung der Fixkosten begegnet wurde. Ungeachtet der Tatsache, dass in den Budgets bis einschließlich des Geschäftsjahres 2024/25 des Berichtsunternehmens keinerlei Umsätze mit russischen oder ukrainischen Unternehmen geplant sind, stellt der Konflikt in der Ukraine aufgrund der daraus resultierenden Kostensteigerungen in Kombination mit Beschaffungsproblemen ein Risiko dar, welches von uns laufend beobachtet wird, um kurzfristig gegensteuern zu können.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen die flüssigen Mittel und die Forderungen sowie auf der Passivseite die Verbindlichkeiten.

Auch im Geschäftsjahr 2020/21 wurde auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung vollkommen verzichtet, da dies weiterhin nicht notwendig war. Die Gesellschaft verfügte beispielsweise über ausreichende liquide Mittel, um Zahlungsstromschwankungen problemlos ausgleichen zu können, und auch Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen nur in marginaler Form vor.

Es besteht das Risiko, dass Forderungen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten der Kunden ausfallen könnten. Dem Forderungsausfallrisiko begegnen wir mit konsequentem Forderungsmanagement. Das maximale Ausfallrisiko begrenzt sich auf die Forderungen und entspricht dem Bilanzansatz dieser Instrumente. Der für notwendig erachtete Wertberichtigungsbedarf bezogen auf den Außenstand der Forderungen bewegt sich im einstelligen Prozentbereich.

Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht das Risiko, Verbindlichkeiten nicht oder nicht fristgerecht erfüllen zu können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden mögliche Liquiditätsengpässe identifiziert und falls notwendig Maßnahmen zu deren Eindämmung definiert.

Finanzierung

Die Finanzierung unserer Gesellschaft wird ohne Inanspruchnahme von Bankenfinanzierung durch Einnahmenüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit ergänzt um Ausschüttungen unserer Tochterunternehmen sichergestellt.

Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken.

In einer Gesamtschau gehen wir gegenüber dem Vorjahr unverändert davon aus, dass sämtlichen zu erwartenden Risiken durch die verschiedenen Maßnahmen ausreichend Rechnung getragen wird. Auch wenn der Russland-Ukraine-Krieg große und zum Teil nicht spezifizierbare Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung darstellt, gehen wir aufgrund der stabilen Ausgangssituation, der Erkenntnisse der Entwicklung bis zum heutigen Tage sowie der implementierten Risikomaßnahmen davon aus, dass aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens besteht.

Forschung und Entwicklung

Die Corona-Krise und die daraus resultierende Notwendigkeit die Kosten in allen Bereichen strikt zu überwachen, hatte selbstverständlich auch Auswirkungen auf Forschung und Entwicklung in der Berichtsperiode. Die zur Verfügung stehenden Mittel wurden vor allem für bereits begonnene Projekte eingesetzt, so wurde zum Beispiel die Entwicklung des AWS4 (Active Welding System) fortgesetzt und dieses Produkt soll nach seiner Markteinführung das sehr erfolgreiche AWS3 ablösen.

Außerdem wurde das Re-Design der ISQ Inverter weitergeführt, diese Entwicklung bezieht sich auf eine Hauptkomponente des zukünftigen AWS4. Dabei handelt es sich um eine Hochfrequenz-Inverter-Stromquelle für industrielle Anwendungen, die eine High-End-Performance bei Anwendungen in Hochgeschwindigkeitsautomatisierungen erfordern. Im Wesentlichen begründen sich diese Anforderungen auf der vermehrten Anwendung von Industry4.0-Funktionen und auch die Verwendung von mehr Prozessdaten während des Schweißprozesses zur Vorhersage der Qualität (KI).

Das im Vorjahr begonnene Re-Design FR1 wurde ebenfalls fortgesetzt und hier geht es im Wesentlichen darum, diese kleineren Köpfe in das bestehende New Horizon Baukastensystem zu integrieren und neue Funktionalitäten (z.B. für Batterie-Schweißungen) hinzuzufügen.

Vertriebsbüros

Es bestanden im Berichtszeitraum zwei Vertriebsbüros in Turin und Prag sowie Home-Offices in Österreich und Polen. Die Zahl der Mitarbeiter außerhalb Deutschlands betrug acht (vier in Italien, zwei in Tschechien und jeweils einer in Österreich und Polen).

 

Puchheim, den 25. April 2024

AMADA WELD TECH GmbH

Dave Fawcett

Toshiyasu Tsujioka

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. März 2021

AKTIVA

31.03.2021 31.03.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 232.303,15 280.987,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 760.100,00 1.174.700,00
992.403,15 1.455.687,82
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 215.820,17 295.047,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.749,17 264.018,03
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 6.526,94
447.569,34 565.592,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.339.984,56 5.339.984,56
5.339.984,56 5.339.984,56
6.779.957,05 7.361.264,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.393.558,65 3.858.965,94
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 939.064,00 1.114.846,19
3. Fertige Erzeugnisse 757.461,61 918.447,28
4. Geleistete Anzahlungen 135.000,00 135.000,00
5.225.084,26 6.027.259,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.614.962,72 5.712.010,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.324.196,70 135.676,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.878.782,04 2.176.958,34
8.817.941,46 8.024.645,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.657.440,33 11.702.103,67
22.700.466,05 25.754.008,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.713,81 26.581,40
29.516.136,91 33.141.854,30

PASSIVA

31.03.2021 31.03.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 352.000,00 352.000,00
II. Kapitalrücklage 8.826.537,49 8.826.537,49
III. Bilanzgewinn 5.441.647,57 7.467.133,92
14.620.185,06 16.645.671,41
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.904.167,00 3.761.466,00
2. Steuerrückstellungen 1.030.559,00 1.780.056,27
3. Sonstige Rückstellungen 1.756.532,94 1.620.178,47
6.691.258,94 7.161.700,74
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.632.574,46 1.895.784,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392.058,41 674.447,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.139.839,70 6.717.926,62
(davon gegenüber Gesellschafter € 248.973; Vorjahr € 197.872)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 40.220,34 46.323,44
(davon aus Steuern € 6.563; Vorjahr € 7.899)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 25.136; Vorjahr € 28.412)
8.204.692,91 9.334.482,15
29.516.136,91 33.141.854,30

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021

1.4.2020-31.3.2021 1.4.2019-31.3.2020
1. Umsatzerlöse 36.214.951,73 41.864.517,13
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -336.767,86 335.428,40
3. Sonstige betriebliche Erträge 196.480,18 178.405,17
(davon aus Währungsumrechnung € 184.358; Vorjahr € 78.991)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -21.853.535,39 -23.862.643,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -81.451,12 -72.033,30
Rohergebnis 14.139.677,54 18.443.673,72
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.986.489,38 -4.210.406,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung -1.087.799,92 -1.225.244,68
(davon für Altersversorgung € 280.082; Vorjahr € 481.354)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -575.273,01 -581.452,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.729.166,44 -10.644.940,64
(davon aus Währungsumrechnung € 139.552; Vorjahr € 0)
Betriebsergebnis -239.051,21 1.781.629,84
8. Erträge aus Beteiligungen 971.292,00 916.934,56
(davon aus verbundenen Unternehmen € 971.292; Vorjahr € 916.935)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.462,10 18.473,42
(davon aus verbundenen Unternehmen € 8.317; Vorjahr € 9.737)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.857,55 -136.192,05
(davon aus Aufzinsung € 96.348; Vorjahr € 103.387)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -373.747,55 -596.000,00
12. Ergebnis nach Steuern 268.097,79 1.984.845,77
13. Sonstige Steuern -28.034,14 -30.973,04
14. Jahresüberschuss 240.063,65 1.953.872,73
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.467.133,92 8.091.761,19
16. Vorabausschüttung an die Gesellschafter -2.265.550,00 -2.578.500,00
17. Bilanzgewinn 5.441.647,57 7.467.133,92

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/21

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma AMADA WELD TECH GmbH mit Sitz in Puchheim im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 131361 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, wenn entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und längstens mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bildet der im Geschäftsjahr 2012/13 von der AMADA WELD TECH BV (vormals Amada Miyachi Europe B.V.) erworbene Firmen- bzw. Geschäftswert in Höhe von T€ 4.146, der vor dem Hintergrund der langjährigen und stabilen Kundenbeziehungen vor allem im Automobilbereich sowie des vorhandenen technischen Know-hows über 10 Jahre abgeschrieben wird. Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB wird nicht Gebrauch gemacht.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern werden die steuerlichen AfA-Tabellen zu Grunde gelegt. Zugänge an beweglichen Sachanlagen werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Berichtsjahr wird erstmalig der Bestand an Demo- und Leihgeräten, der in den Vorjahren unter den Vorräten ausgewiesen wurde, im Sachanlagevermögen ausgewiesen, da die Geräte grundsätzlich nicht zum Verkauf bestimmt sind.

Die in den Finanzanlagen bilanzierten Anteils rechte werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 810,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang gezeigt.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Gemeinkosten und unter Einbeziehung des Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Das Niederstwertprinzip wird durch Abwertungen berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Bei den zu Anschaffungskosten oder Stichtagswerten bilanzierten Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen Rechnung getragen. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet, vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern ergeben sich aus Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen. Die Berechnung erfolgt mit einem Steuersatz von 30%.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung des Rechnungszinses p.a. gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für Pensionsverpflichtungen von 2,19%, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt, auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung einer Einkommenssteigerung von 2,50% p.a., einer Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 2,50% p.a. und einer jährlichen Rentenanpassung von 1,75%. Effekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und wurden, sofern ihre Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst. Kosten- und Preissteigerungen wurden bei der Berechnung der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden bei Zugang mit dem Entstehungskurs und dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Zum Bilanzstichtag eintretende Kursgewinne und -Verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt.

II. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Aufstellung Anteilsbesitz

Gesellschaft Sitz Anteilsprozentsatz Eigenkapital 31.03.2021 Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/2021
AMADA WELD TECH B.V. Helmond (Niederlande) 100% T€ 7.729 T€ 657
AMADA WELD TECH Kft. Budapest (Ungarn) 100% T€ 366 T€ 172
AMADA WELD TECH UK Ltd. Mildenhall (Vereinigtes Königreich) 100% T€ 2.063 T€ 728

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.615 (Vorjahr: T€ 5.712) sind ausschließlich kurzfristig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.324 (Vorjahr: T€ 136) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr und sind ebenfalls ausschließlich kurzfristig. Darin sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 129 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag Körperschaftsteuer-, Solidaritätszuschlags- und Gewerbesteuerforderungen für die Geschäftsjahre 2012/13 bis 2019/20 in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 106). Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind ausschließlich kurzfristig.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 352 wird gehalten von der AMADA WELD TECH Corporation, Noda-City, Chiba, Japan (T€ 250), und der Amada WELD TECH America, Inc., Monrovia, USA (T€ 102), und ist vollständig erbracht.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

Gewinnvortrag zum 31.03.2020 T€ 7.467
- Dividende T€ 2.265
+ Jahresüberschuss 2020/21 T€ 240
Gewinnvortrag zum 31.03.2021 T€ 5.442

Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde ein Jahresüberschuss von T€ 240 (Vorjahr: T€ 1.954) erzielt.

Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 536. In Höhe dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von T€ 290 (Vorjahr: T€ 302), noch offene Urlaubsansprüche T€ 134 (Vorjahr: T€ 133), Gleitzeitguthaben T€ 30 (Vorjahr: T€ 46) und sonstige in Höhe von T€ 126 (Vorjahr: T€ 123). Dazu kommen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 835 (Vorjahr: T€ 645), für Gewährleistungen T€ 231 (Vorjahr: T€ 315), für offene Provisionen an Handelsvertreter T€ 76 (Vorjahr: T€ 73), für Jahresabschlusskosten T€ 81 (Vorjahr: T€ 85) sowie übrige sonstige Rückstellungen T€ 228 (Vorjahr: T€ 201).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6.140 (Vorjahr: T€ 6.718) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 249 (Vorjahr: T€ 198) und betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 8), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 28) sowie Verbindlichkeiten aus Kurzarbeitergeld in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich ungesichert.

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2020/21 einen Bruttoumsatz in Höhe von T€ 36.221 (Vorjahr: T€ 41.876), der sich wie folgt auf die Länderkategorien aufteilt:

Region Umsatz Anteil in %
Innerhalb Deutschlands T€ 9.808 (Vorjahr: T€ 11.825) 27,08% (Vorjahr: 28,24%)
EG Binnenmarkt T€ 23.004 (Vorjahr: T€ 23.422) 63,51% (Vorjahr: 55,93%)
Nicht EG Binnenmarkt T€ 3.409 (Vorjahr: T€ 6.629) 9,41% (Vorjahr: 15,83%)
Bruttoumsatzerlöse T€ 36.221 (Vorjahr: T€ 41.876) 100,00%

Die Umsatzerlöse teilen sich zu dem wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche auf:

Tätigkeitsbereich Umsatz Anteil in %
Hotbar T€ 130 (Vorjahr: T€ 385) 0,36% (Vorjahr: 0,92%)
Hotbar-Systeme T€ 1.799 (Vorjahr: T€ 2.289) 4,97% (Vorjahr: 5,47%)
Laser-Systeme T€ 3.930 (Vorjahr: T€ 1.977) 10,85% (Vorjahr: 4,72%)
Laser-Markieren T€ 237 (Vorjahr: T€ 131) 0,65% (Vorjahr: 0,31%)
Laser-Schweißen T€ 712 (Vorjahr: T€ 151) 1,97% (Vorjahr: 0,36%)
Widerstandsschweißtechnik-Equipment T€ 17.337 (Vorjahr: T€ 24.625) 47,86% (Vorjahr: 58,80%)
Widerstandsschweißtechnik-Systeme T€ 4.338 (Vorjahr: T€ 3.533) 11,98% (Vorjahr: 8,44%)
Service T€ 6.487 (Vorjahr: T€ 7.057) 17,91% (Vorjahr: 16,85%)
Großhandel T€ 1.251 (Vorjahr: T€ 1.728) 3,45% (Vorjahr: 4,13%)
Bruttoumsatzerlöse T€ 36.221 (Vorjahr: T€ 41.876) 100,00%

Nach Abzug von Erlösschmälerungen beträgt der Nettoumsatz T€ 36.215 (Vorjahr: T€ 41.865).

Sonstige betriebliche Erträge

Diese gliedern sich in Erträge aus Fremdwährungsgewinnen T€ 184 (Vorjahr: T€ 143) sowie übrige betriebliche Erträge T€ 12 (Vorjahr: T€ 35).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese teilen sich im Einzelnen wie folgt auf: Vertriebskosten T€ 5.874 (Vorjahr: T€ 7.395), Leasing, Mieten, Pachten T€ 544 (Vorjahr: T€ 556), Gebühren, Beiträge, Spenden T€ 510 (Vorjahr: T€ 583), Fremdarbeiten T€ 388 (Vorjahr: T€ 498), Prüfungs- und Beratungskosten T€ 149 (Vorjahr: T€ 157) und übrige Aufwendungen T€ 1.264 (Vorjahr: T€ 1.349).

Ertragssteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen insgesamt T€ 374 (Vorjahr: T€ 596) und betreffen mit TEUR 374 ausschließlich Vorjahre.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von T€ 5.442 auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Angaben

Konzernangaben

Das Unternehmen gehört zum Konsolidierungskreis der AMADA WELD TECH Corporation, Noda-City, Chiba, Japan, die auch 71,02% des Stammkapitals und über ihre Tochtergesellschaft AMADA WELD TECH America, Inc., Monrovia, USA die restlichen 28,98% des Stammkapitals hält. Die AMADA WELD TECH Corporation, Noda-City, Chiba, Japan, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Amada Co., Ltd., Isehara-Shi, Japan, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Die Konzernabschlüsse werden am Sitz der jeweiligen Gesellschaft in Japan veröffentlicht.

Angaben zur Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren

Herr Takashi Fujimoto, Kawasaki-shi, Kanagawa, Tokio, Japan, Geschäftsführer Corporate Planning Management Division der AMADA WELD TECH Corporation, einzelvertretungsberechtigt, vom 18. Juni 2021 bis 10. Juli 2023.

David Fawcett, Yarm, Vereinigtes Königreich, Geschäftsführer der AMADA WELD TECH Europe GmbH, einzelvertretungsberechtigt.

Abe Atsushige, Kouzu Odawara-Stadt, Kanagawa, Japan, Geschäftsführer der AMADA WELD TECH Corporation, einzelvertretungsberechtigt, vom 21. April 2020 bis 18. Juni 2021.

Toshiyasu Tsujioka, Nagareyama, Japan, einzelvertretungsberechtigt, Geschäftsführer der AMADA WELD TECH Corporation, ab 10. Juli 2023.

Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die Geschäftsführer keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten haben.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 36

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 64 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 67).

Mitarbeiter
Marketing/Vertrieb 16
Forschung/Entwicklung 14
Produktion 25
Verwaltung 9

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von T€ 740 (Vorjahr: T€ 598), davon innerhalb eines Jahres fällig sind T€ 478 (Vorjahr: T€429). Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu berichten, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Puchheim, den 25. April 2024

AMADA WELD TECH GmbH

David Fawcett

Toshiyasu Tsujioka

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 / 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2020 Zugänge Abgänge 31.03.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 885.530,37 24.015,00 0,00 909.545,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.184.822,90 0,00 0,00 4.184.822,90
5.070.353,27 24.015,00 0,00 5.094.368,27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 766.851,92 145.192,66 211.236,74 700.807,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.636.239,11 27.715,58 1,53 1.663.953,16
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 220.528,32 8.280,56 228.808,88 0,00
2.623.619,35 181.188,80 440.047,15 2.364.761,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.339.984,56 0,00 0,00 5.339.984,56
5.339.984,56 0,00 0,00 5.339.984,56
Anlagevermögen 13.033.957,18 205.203,80 440.047,15 12.799.113,83
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2020 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.03.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 604.542,55 72.699,67 0,00 677.242,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.010.122,90 414.600,00 0,00 3.424.722,90
3.614.665,45 487.299,67 0,00 4.101.965,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 471.804,74 13.182,93 0,00 484.987,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.372.221,08 59.982,91 0,00 1.432.203,99
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 214.001,38 14.807,50 228.808,88 0,00
2.058.027,20 87.973,34 228.808,88 1.917.191,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 5.672.692,65 575.273,01 228.808,88 6.019.156,78
Buchwerte
31.03.2021 31.03.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 232.303,15 280.987,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 760.100,00 1.174.700,00
992.403,15 1.455.687,82
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 215.820,17 295.047,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.749,17 264.018,03
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 6.526,94
447.569,34 565.592,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.339.984,56 5.339.984,56
5.339.984,56 5.339.984,56
Anlagevermögen 6.779.957,05 7.361.264,53

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMADA WELD TECH GmbH, (bis 1. April 2020: AMADA MIYACHI EUROPE GmbH) Puchheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMADA WELD TECH GmbH, Puchheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMADA WELD TECH GmbH, Puchheim, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Robert Aumann, Wirtschaftsprüfer

Markus Kraus, Wirtschaftsprüfer

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