Riedel Filtertechnik GmbH

Westring 83, 33818 Leopoldshöhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 5492
Eingetragen
24.11.2003
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Der Bau und Verkauf von Anlagen im Bereich der Staubtechnik sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Verfahrenstechniken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Sundermeier
seit 11.2.2026
Prokura
Geschäftsführer
Lars Kükenshöner
seit 28.12.2021
Geschäftsführer
Eugenia Ott-Nering
seit 8.10.2021
Prokura
Laura Foeller
seit 10.6.2021
Prokura
Thorsten Kurtz
seit 13.6.2019
Prokura
Frank Puschmann
seit 1.7.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Sarah Kükenshöner
Bad Salzuflen
207.075 €
37.65%
Bad Salzuflen
207.075 €
37.65%
Germany
103.950 €
18.90%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Riedel Filtertechnik GmbH

Leopoldshöhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Die Riedel Filtertechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Lösungen in der Filter-, Umwelt- und Entstaubungstechnik für internationale Kunden verschiedener Branchen. Die Produkte werden weltweit geliefert, montiert und in Betrieb genommen. In der tabakverarbeitenden Industrie gehört das Unternehmen zu den weltweiten Marktführern.

Unsere Produkte zeichnen sich durch innovative Technik, hohen Automationsgrad, erstklassige Qualität und einen hohen Kundennutzen aus.

Die internationalen Vertriebsaktivitäten haben im Berichtsjahr zum zweiten Jahr in Folge zu einem außerordentlich hohen Auftragseingang geführt. Weiterhin ist das Unternehmen exportorientiert. Der Anteil des Umsatzes im Ausland liegt bei circa 80% und es wird in mehr als 50 Länder der Welt exportiert. Der Umsatz und auch die Gesamtleistung im Geschäftsjahr ist signifikant höher als 2022, was auf den außerordentlich hohen Auftragseingang zurückzuführen ist und auch durch den Abschluss eines Großprojektes in 2023 geprägt ist.

Die Versorgung des Unternehmens mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt vorwiegend auf dem europäischen Beschaffungsmarkt. Die allgemein angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten betrifft auch die Zuliefermärkte des Unternehmens, insbesondere im Bereich der Elektronikkomponenten. Bisher kann die ausreichende Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen weiterhin gewährleistet werden.

Das Unternehmen investiert im Geschäftsjahr 2023 weiterhin insbesondere in die Optimierung und Erweiterung der EDV Systeme und technischen Ausstattung.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt durch Anzahlungsmanagement und durch Eigenfinanzierung aus dem Cashflow. Das Kreditengagement unserer Bankpartner beschränkt sich, wie auch in den vergangenen Jahren, auf die Gestellung von Sicherheiten durch Avale und Bürgschaften. Auch die Investitionen werden aus dem laufenden Cashflow bedient.

Der Ukraine Krieg und dessen Folgen beeinflussen weiterhin in direkter Weise die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Neben den allgemeinen Einflüssen auf die Lieferketten und gestiegenen Compliance Anforderungen im Exportgeschäft sind wichtige Absatzmärkte betroffen. Laufende Projektumsetzungen bei Kunden in der Ukraine sind mit Ausbruch des Krieges unterbrochen und zum Teil dauerhaft storniert. In Übereinstimmung mit den geltenden Handelsbeschränkungen bricht auch Russland weiterhin als wichtiger Absatzmarkt, insbesondere für unser Ersatzteilgeschäft, weg.

Dennoch konnte aufgrund der Auftragslage sowie des damit einhergehenden deutlichen Umsatzanstiegs und des im absoluten Verhältnis geringeren Anstiegs des Materialaufwands, die Vorjahresprognose mit einem Jahresergebnis von ca. 0,8 Mio € bis 0,9 Mio € übertroffen werden.

Darstellung der Lage und des Geschäftsergebnisses

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich im Jahresvergleich in Kennzahlen wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
Rohergebnis 16.971,0 T€ 13.090,4 T€ 12.735,2 T€
Jahresüberschuss 2.371,3 T€ 859,1 T€ 1.213,8 T€
Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens = Eigenkapital Anlagevermögen 361,3 % 210,3 % 379,9 %
Anlagenintensität = Anlagevermögen Gesamtvermögen 16,9 % 24,4 % 18,1 %
Eigenkapitalquote = Eigenkapital Gesamtkapital 60,8 % 51,3 % 68,7 %
Verschuldungsgrad = Fremdkapital Eigenkapital 64,3 % 94,8 % 45,6 %
Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss durchschnittliches Eigenkapital 27,1 % 10,1 % 13,7 %
Liquidität 2. Grades = flüssige Mittel + Forderungen kurzfristige Verbindlichkeiten 338,0 % 151,5 % 540,1 %

Erwartete zukünftige Entwicklung

Für das Unternehmen

• wird sich der Preisdruck im internationalen Umfeld erhöhen, da Projekte zunehmend stärker umkämpft sind.

• nimmt der Wettbewerbsdruck auch im Geschäftsbereich COPLAS weiter zu.

• wird der Export auch in Zukunft aus Sicht der Geschäftsleitung für das Unternehmen wesentlich sein.

• ist es weiterhin Ziel einen positiven Cashflow aus den Anzahlungen und zuverlässigen Zahlungen aus Lieferungen und Leistungen zur Finanzierung zu generieren.

• bleiben zur Absicherung der Forderungsrisiken die marktüblichen Instrumente, wie Akkreditive, Anzahlungen und Vorkasse die gängigen Mittel.

• werden staatlich zur Verfügung stehende Unterstützungen geprüft und gegebenenfalls in Anspruch genommen.

• werden die am Beschaffungsmarkt deutlich festzustellende Preissteigerungen in den Angebotskalkulationen berücksichtigt.

• rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresergebnis von ca. 1,0 Mio. €.

Die Markterwartung

• Ein Ausblick auf die zu erwartende Wirtschaftssituation und weitere Marktentwicklung ist für alle Marktteilnehmer schwierig. Die allgemeine Konjunkturentwicklung steht unter dem Einfluss vieler Unsicherheiten, deren finale Auswirkungen nur schwer zu beziffern sind.

• Die anhaltend herausfordernde Situation auf den Beschaffungsmärkten mit steigenden Preisen und reduzierten Verfügbarkeiten, die anhaltende Energiekrise und der Ukraine Krieg sind wesentliche Entwicklungen, welche die allgemeine Wirtschaft und auch das Unternehmen vor große Herausforderungen stellen.

• Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahr der Konsolidierung erwartet. Die Geschäftsleitung erwartet, dass die Summe der konjunkturellen Herausforderungen und der unternehmerischen Chancen dazu führen, dass die Unternehmensleistung konstant gehalten werden kann.

Mögliche Chancen

Chancen bestehen vor allem in der weiteren Konsolidierung unserer Aktivitäten in der Tabakbranche sowie in der Ausweitung des Geschäftsbereichs COPLAS, da nachhaltige industrielle Geruchsreduzierung sowie das Thema saubere Luft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Ebenso besteht die Firma Riedel Filtertechnik GmbH seit über 100 Jahren und hat sich auf internationaler Ebene einen entsprechenden Namen in der Entstaubungstechnik gemacht. Mit der Ergänzung unserer Kompetenz in der Geruchsreduzierung haben wir uns zu einem ganzheitlichen Spezialisten in der industriellen Abluftreinigung entwickelt. Diese Marktposition soll auch zukünftig weiter ausgebaut werden. Dabei sehen wir insbesondere Chancen in der Abwicklung von Kundenprojekten, welche die Entstaubung und die Geruchsreduzierung in einem umfassenden Abluftreinigungskonzept kombinieren.

Mögliche Risiken

Durch den verstärkenden Fachkräftemangel wird es zunehmen schwierig für das Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden. Durch die resultierenden Einschränkungen besteht das Risiko, dass Wachstumsmöglichkeiten des Unternehmens gehemmt werden.

Ein weiteres Risiko besteht in der möglichen Ausweitung von Sanktionen und Gegensanktionen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg mit direktem Einfluss auf das Unternehmen.

In Folge der anhaltenden Zuspitzung auf den Beschaffungsmärkten mit steigenden Preisen und begrenzten Verfügbarkeiten ist die Projektabwicklung mit zusätzlichen Unsicherheiten konfrontiert.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vier Mitarbeitende ausschließlich mit Aufgaben in dem Bereich betraut. Weitere Mitarbeitende aus verschiedenen Fachabteilungen unterstützen die F&E Tätigkeiten im Rahmen von Arbeitsgruppen oder Projektteams. Der Forschungs- und Entwicklungsbereich wird weiter gestärkt durch Investitionen in technische Ausrüstung sowie Pilot Anlagen für Neuentwicklungen. Unser Unternehmen kooperiert in verschiedenen Projekten mit Kunden zur zielgerichteten Produkt-Entwicklung.

 

Leopoldshöhe, 5. April 2024

gez. Christopher Alexander Foeller, Geschäftsführer

gez. Lars Kükenshöner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.746.540,23 3.590.926,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 619.992,63 1.340.845,00
II. Sachanlagen 958.270,90 992.514,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.569,00 204.962,00
2. technische Anlagen und Maschinen 137.173,00 163.318,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 579.992,00 487.239,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.536,90 136.995,36
III. Finanzanlagen 1.168.276,70 1.257.566,70
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.208,70 52.210,70
2. übrige 1.116.068,00 1.205.356,00
B. Umlaufvermögen 13.504.981,72 11.049.855,34
I. Vorräte 2.497.833,24 3.260.482,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.439.566,53 3.542.469,72
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.777,62 6.243,72
2. übrige 3.318.788,91 3.536.226,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.567.581,95 4.246.902,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.385,07 81.378,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.318.907,02 14.722.159,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.923.995,27 7.552.739,30
I. Ausgegebenes Kapital 446.050,00 446.050,00
1. gezeichnetes Kapital 550.000,00 550.000,00
2. Eigene Anteile -103.950,00 -103.950,00
II. Gewinnvortrag 7.106.689,30 6.247.558,47
III. Jahresüberschuss 2.371.255,97 859.130,83
B. Rückstellungen 3.120.666,34 2.017.374,00
C. Verbindlichkeiten 3.256.641,41 5.141.596,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.272,60 154.163,45
2. übrige Verbindlichkeiten 3.194.368,81 4.987.432,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 17.604,00 10.450,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.318.907,02 14.722.159,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.971.018,46 13.090.386,23
2. Personalaufwand 8.543.907,49 7.569.155,19
a) Löhne und Gehälter 7.188.048,89 6.428.358,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.355.858,60 1.140.796,96
3. Abschreibungen 1.489.218,10 814.013,81
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.489.218,10 814.013,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.704.788,24 3.398.199,83
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.675,31 10.901,78
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.713,59 21.964,36
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 874.060,38 435.797,55
8. Ergebnis nach Steuern 2.376.005,97 862.157,27
9. sonstige Steuern 4.750,00 3.026,44
Jahresüberschuss 2.371.255,97 859.130,83

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wird Gebrauch gemacht.

I. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für die Abschreibungen gelten die Grundsätze des § 7 EStG. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Die im Geschäftsjahr neu angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800,- EUR werden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie ein angemessener Teil der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Bankguthaben werden ebenfalls mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Aktivüberhang latenter Steuern nach dem "Temporary" Konzept für unterschiedlicher Wertansätze in der Handels- und in der Steuerbilanz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer wurde entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht angesetzt.

Passiva

Die erworbenen eigenen Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "PUC-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Als Abzinsungsfaktor wurde der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,82 % (im Vorjahr 1,78 %).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenstände 2.337.216,42 131.129,63 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 236.550,51 13.780,93 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 877.056,63 8.285,25 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.015.315,50 545.997,30 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.995,36 34.929,16 0,00
Summe Sachanlagen 3.265.918,00 602.992,64 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 202.804,55 0,00 150.595,85
übrige 1.205.356,00 0,00 89.288,00
Summe Finanzanlagen 1.408.160,55 0,00 239.883,85
Summe Anlagevermögen 7.011.294,97 734.122,27 239.883,85
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.468.346,05
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 250.331,44
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 885.341,88
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.387,62 2.706.700,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -145.387,62 26.536,90
Summe Sachanlagen 0,00 3.868.910,64
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 52.208,70
übrige 0,00 1.116.068,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.168.276,70
Summe Anlagevermögen 0,00 7.505.533,39
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenstände 996.371,42 851.982,00 0,00 0,00 0,00 1.848.353,42
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.588,51 4.173,93 0,00 0,00 0,00 35.762,44
Technische Anlagen und Maschinen 713.738,63 34.430,25 0,00 0,00 0,00 748.168,88
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.076,50 598.631,92 0,00 0,00 0,00 2.126.708,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.273.403,64 637.236,10 0,00 0,00 0,00 2.910.639,74
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 150.593,85 0,00 0,00 150.593,85 0,00 0,00
übrige 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 150.593,85 0,00 0,00 150.593,85 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.420.368,91 1.489.218,10 0,00 150.593,85 0,00 4.758.993,16
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenstände 619.992,63 1.340.845,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.569,00 204.962,00
Technische Anlagen und Maschinen 137.173,00 163.318,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 579.992,00 487.239,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.536,90 136.995,36
Summe Sachanlagen 958.270,90 992.514,36
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.208,70 52.210,70
übrige 1.116.068,00 1.205.356,00
Summe Finanzanlagen 1.168.276,70 1.257.566,70
Summe Anlagevermögen 2.746.540,23 3.590.926,06

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 1 um sonstige Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 3.296,00.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Restlaufzeit
Gesamt
EUR
< 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 62.272,60 62.272,60 0,00
(Vorjahr) (154.163,45) (154.163,45) (0,00)
Übrige Verbindlichkeiten 3.194.368,81 3.194.368,81 0,00
(Vorjahr) (4.987.432,72) (4.987.432,72) (0,00)
3.256.641,41 3.256.641,41 0,00
(Vorjahr) (5.141.596,17) (5.141.596,17) (0,00)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch im Geschäftsverkehr übliche Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von T€ 1 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 61 auf sonstige Verbindlichkeiten

In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 119.904,24 (Vorjahr: T€ 138,4) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 20.181,40 (Vorjahr: T€ 15,1) enthalten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen mit insgesamt T€ 418 und Erträge aus Sachbezügen in Höhe von T€ 120. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Ertrag aus der Auskehrung des Ingenieurbüros Thomas Gries GmbH in Höhe von T€ 20, einen Ertrag aus der Wertaufholung einer in den Vorjahren wertgeminderten Forderung gegen die Riedel Sales Holding GmbH in Höhe von T€ 60 und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 648 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Fracht- und Verpackungskosten, Provisionen, Aufwendungen für den Fuhrpark, Rückstellung für Montagen, Mieten und Pachten sowie Reisekosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4 enthalten.

In dem Zinsaufwand ist ein Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung von T€ 3,8 enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus einer Forschungszulage nach dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz - FZulG) in Höhe von TEUR 397 enthalten, die im Rahmen der Körperschaftsteuerveranlagung gutgeschrieben wird.

IV. Sonstige Angaben

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von 20 oder mehr Prozent hält:

Firma und Sitz der Gesellschaft % Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
Wromostal Sp.z.o.o., Wroclaw, Polen 80 136 20
Riedel Filter Holding GmbH, Leopoldshöhe 100 19 -3
Riedel Sales Holding GmbH * , Leopoldshöhe 100 293 353
* mittelbare Beteiligung

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Grundstücksmietverträgen in Höhe von T€ 377 jährlich, sowie aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 118 jährlich.

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 10).

Im Jahresdurchschnitt wurden 102 (Vorjahr: 103) Mitarbeitende (ohne Geschäftsführer, Studierende im dualen Studium und Auszubildende) beschäftigt. Davon 57 Angestellte und 45 gewerbliche Arbeitnehmer.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Geschäftsführer:

Herr Christopher Alexander Foeller, Kaufmann. Herr Foeller ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Lars Kükenshöner, Kaufmann. Herr Kükenshöner ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

 

Leopoldshöhe, 5. April 2024

gez. Christopher Alexander Foeller, Geschäftsführer

gez. Lars Kükenshöner, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagerbericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Riedel Filtertechnik GmbH, Leopoldshöhe:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Riedel Filtertechnik GmbH, Leopoldshöhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Riedel Filtertechnik GmbH, Leopoldshöhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen des Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Versmold, den 5. April 2024

Wortmann & Fabian GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Versmold

Kim Pascal Fabian, Wirtschaftsprüfer

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