Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 9660
Eingetragen
23.2.2004
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
a) die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Vernetzung von Marktteilnehmern im Gesundheitswesen (Hersteller, Krankenkassen, Medizinische Versorgungsanbieter, Ärztekooperationen); b) die Erbringung von Logistikdienstleistungen im Gesundheitsmarkt; c) der Handel mit Arzneimitteln, Arzneimitteln nach dem BtMG und Tierarzneimitteln im Sinne von § 52a AMG sowie mit sonstigen Gesundheits- und Medizinprodukten einschließlich von Randsortimenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yvonne Hauser
seit 27.6.2024
Prokura
Hendrik O. Dr. Schramm
seit 12.11.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sven Rübner
seit 21.12.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

25.00% identifiziert46.87% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Sven RübnerAtropa GmbH
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
37.50%
5.62%
Rechtsanwaltsversorgungswerk Niedersachsen, Körperschaft des öffentlichen Rechts
3.75%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bakuti Fünfundachtzigste Beteiligungs GmbH (künftig: Atropa GmbH)
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NEC MED PHARMA GMBH

Höchstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell des Unternehmens
Die NEC MED PHARMA GmbH (kurz "NEC MED PHARMA") ist ein teilsortierter pharmazeu­tischer Großhändler mit dem Fokus der Beschaffung und des Vertriebs von pharmazeutischen, medizinischen und weiteren apothekenüblichen Produkten.
Die NEC MED PHARMA ist exklusiver Vertriebspartner der Marke "Powerbar".
Zudem ist die NEC MED PHARMA der Marketing- und Vertriebspartner von selektiven OTC-Arzneimitteln im Freiwahlbereich und apothekenexklusiven Produkten im Sichtwahlbereich der Apotheken.
Forschung und Entwicklung
Die Unternehmung betrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr weder Forschung noch Ent­wicklung.
II. Wirtschaftsbericht
Der vollsortierte pharmazeutische Großhandelsmarkt weist oligopolistische Grundstrukturen auf. Im PHAGRO Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. sind alle neun pharmazeutischen Großhandlungen organisiert, die über 106 Niederlassungen ein nach­frageorientiertes, herstellerneutrales Vollsortiment führen und die flächendeckende Versor­gung der etwa 18.000 Apotheken in Deutschland sicherstellen.
Die NEC MED PHARMA agiert, im Gegensatz zu den im PHAGRO Bundesverband organisierten Großhandelskonzernen, nicht nur als rein logistischer pharmazeutischer Großhändler, sondern übernimmt die Funktionen eines vollumfänglichen Marketing-, Vertriebs- und Netzwerkspezialisten im gesamten Gesundheitsmarkt.
Im Bereich der rezeptpflichtigen Arzneimittel ist in den höherpreisigen Produktsortimenten eine deutliche Reduzierung der Handelsspanne und Rohertragsmarge zu verzeichnen. Im Bereich der günstigeren Produktsortimente der rezeptpflichtigen Arzneimittel wird der Preisverfall durch die Krankenkassenrabattverträge stark angekurbelt, mit der Folge von fallenden Umsätzen bei einem parallel ungünstigen Verlauf der Logistikkosten.
Das Direktgeschäft von freiverkäuflichen Arzneimitteln vom pharmazeutischen Hersteller zur Apotheke entwickelt sich weiterhin steigend, wodurch weniger Umsätze des Großhandels mit den Apothekern zu verzeichnen sind. Der steigende Umsatz der Versandapotheken mit freiverkäuflichen Arzneimitteln geht teilweise am Großhandel vorbei und wird durch das Direktgeschäft mit den pharmazeutischen Herstellern forciert.

Die NEC MED PHARMA als Marketing-, Vertriebs- und Netzwerkspezialist verwendet in ihrem Großhandelssortiment ein rein margenorientiertes Basissortiment, welches neben dem Großhandelspflichtsortiment stets verstärkt ausgebaut, quartalsweise um Forecasts ziel­gerichtet definiert und um margenträchtige Neuerungen stetig erweitert wird.
Vermögenslage
Aufgrund der Gewinnabführung an die Muttergesellschaft blieb das Eigenkapital auf Vor­jahresniveau von 6.076 T€, was bei einer höheren Bilanzsumme von 12.197 T€ auf 14.793 T€ zu einer ggü. dem Vorjahr geringeren Eigenkapitalquote führt. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2023 rd. 41,1 % zu rd. 49,8 % zum 31.12.2022.
Das Unternehmen hatte keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Das Umlaufvermögen liegt über den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Investitionen sind wie im Berichtsjahr auch im Folgejahr nicht geplant.
Finanzlage
Unser Cashflow beläuft sich im Berichtsjahr auf 755 T€ (Vorjahr 3 T€). Die Finanzmittel haben sich somit ggü. dem Vorjahr um 752 T€ erhöht.
Das Unternehmen ist mit einer umfangreichen Kontokorrentlinie ausgestattet. Aufgrund der Geschäftsentwicklung 2023 wurde die Linie nur temporär in Anspruch genommen. Die seitens der Bank zur Verfügung gestellten Mittel reichen aus, damit das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen entsprechen kann. Die zu erwartende Unternehmensentwicklung geht von einer Inanspruchnahme der Kreditlinie bei Umsatzspitzen und bei signifikantem Ausbau weiterer Absatzkanäle für das laufende Geschäftsjahres 2024 aus.
Ertragslage
Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag stieg von 1.718 T€ auf 2.415 T€ um 697 T€, der Umsatz lag mit 93.956 T€ über dem Vorjahresniveau mit 92.381 T€. Die Geschäfts­entwicklung hat sich im Vergleich zu dem weltwirtschaftlich turbulenten Geschäftsjahr 2022 stabilisiert.

Das Ergebnis nach Steuern (vor Ergebnisabführung) belief sich auf 2.414 T€ (Vorjahr 1.718 T€) und wird im Zuge eines Gewinnabführungsvertrags vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt.

Finanzielle Leistungsindikatoren
Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Rohertragsmarge werden auf Konzernebene zur Steuerung verwendet. Das geplante Umsatzerlösziel für 2023 wurde um 3,5 Mio. EUR unterschritten, während die mit 7,6% geplante Rohertragsmarge mit 8,5% um 0,9% übertroffen wurde.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit Umsatzerlöse von 97,3 Mio. EUR und mit einer Roh­ertragsmarge von 8,1% geplant.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage
Der Geschäftsverlauf und die Geschäftsentwicklung ist unter Berücksichtigung sich verän­dernder Rahmenbedingungen für den Großhandel im pharmazeutischen Sektor sowie aufgrund der im Berichtsjahr aufkommenden Entwicklungen und den damit verbundenen Anpassungs­maßnahmen plausibel. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beurteilen wir als stabil.
III. Prognosebericht
Die NEC MED PHARMA hat sich als Drehscheibe in allen Handelsbereichen des pharma­zeutischen Marktes etabliert. Sowohl Kunden als auch Lieferanten konnten von der Vernetzungsstruktur des Unternehmens und deren Beschaffungsexpertise profitieren.
Die Prognose und Zielsetzung für den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2024 sieht eine eher vorsichtig steigende Geschäftsentwicklung vor, da die Erfahrung der letzten Jahre eine eher schwer prognostizierbare (welt-) politische Lage mit zum Teil gravierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft hervorgebracht hat, dessen Wirkung sich auch die Pharmaindustrie nicht entziehen konnte. Die Rohertragsmarge wird auf einem gleichbleibenden, leicht höheren Niveau erwartet. Insbesondere die Problematik von Lieferengpässen von Standard-Pharma­zeutika sowie auch die z. T. signifikanten Preiserhöhungen von freiverkäuflichen Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln haben die Geschäftsleitung zu einer vorsichtigen, sich am Vorjahr orientierenden Geschäftsentwicklung bewogen, wenngleich einschätzungsgemäß aufgrund der leicht rückläufigen Kaufkraft von weniger bzw. weniger signifikanten Preiserhöhungen ausgegangen wird.

Wenngleich zum Fertigstellungstermin dieses Berichtes keinerlei Indizien für eine weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage vorherrscht, sich eine über der Erwartung liegende Unternehmensentwicklung für das erste Quartal 2024 abzeichnet, so liegen aber auch keinerlei Erkenntnisse für eine nachhaltige Entspannung der aufgeführten Entwick­lungen vor.
Inwieweit wirtschaftlich bedingte Nachwirkungen der aktuellen Probleme weiterhin einen Einfluss auf die Branche ausüben werden, ist grundsätzlich schwer antizipierbar. In der Branche werden nicht selten negative Effekte (z. B. Nachlassen der Kaufkraft aufgrund höherer Arbeitslosigkeit) durch einen Gegeneffekt kompensiert (z. B. höhere Aufwendungen zur Gesunderhaltung). Als Handelsunternehmen konnte sich die NEC MED PHARMA auf Marktveränderungen stets schnell einstellen und versteht daher die vorherrschende gesamt­wirtschaftlich schwierige Situation auch, sich als systemrelevanter Beschaffungsspezialist zu beweisen und seine Position auszubauen.

IV. Chancen- und Risikobericht
Risikobericht
Im Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel werden die teuren Neueinführungen, mit einer geringen Marge, weiter zunehmen. Aufgrund der damit verbundenen geringen Rabattierungsmöglichkeit durch den vollsortierten Großhandel an die Apotheken werden diese verstärkt solche Produkte im Direktbezug beim Hersteller einkaufen. Der vollsortierte Großhandel wird einen deutlichen Umsatzrückgang in diesem Preissegment hinnehmen müssen. Im Bereich der preisgünstigen Generika werden diese durch fortschreitende Kranken­kassenverträge noch preiswerter und mehr verordnet werden. Dies bedeutet, dass bei einem gleichen Umsatz deutlich mehr Packungen abgegeben werden, verbunden mit steigenden Logistikkosten. Durch den Apothekenversandhandel gehen dem vollsortierten Großhandel weitere Umsätze im freiverkäuflichen Arzneimittel- und Freiwahlbereich verloren.
Unabhängig von jeglichen Produktarten bedingen die wirtschaftlichen Veränderungen sowohl direkte, wie auch indirekte Preissteigerungen; erstere werden und wurden von den Herstellern aufgrund höherer Rohstoffpreise und Herstellungskosten vielfach initiiert, letzte steigen aufgrund der höheren Lager- und Logistikkosten, die mit jeder zusätzlichen Handels­stufe induziert werden.
Den Risiken der vollsortierten Großhändler tritt die NEC MED PHARMA durch ein schlankeres und margenoptimiertes Produktsortiment entgegen. Als zusätzlicher Vertriebspartner, Marketingexperte und Netzwerkspezialist im Gesundheitswesen kann die NEC MED PHARMA den pharmazeutischen Herstellern deutlichere Mehrwerte generieren und somit ihre Stellung am Markt behaupten.

Vor dem Hintergrund einer von Inflation geprägten, rezessiven Weltwirtschaft und dem andauernden Ukraine-Konflikt können negative Nachfrageeffekte nicht ausgeschlossen werden, weil sich die Nachfrage entweder negativ verändert, also zurückgeht oder/und es krisenbedingt zu Nachfrageverschiebungen kommt, denen nicht entsprochen werden kann. Dieses Risiko darf unter Einbeziehung der Marktexpertise der NEC MED PHARMA als gering angenommen werden, hat sich das Unternehmen bislang grds. schnell auf Nachfrageverfrageveränderungen einstellen können.

Chancenbericht

Die NEC MED PHARMA ist ein Netzwerkspezialist im Handelsgeschäft des Pharmamarktes und kann aufgrund ihrer Vertriebs- und Marketingspezialisierung im Gesundheitsmarkt optimiert zentrale Marktteilnehmer zusammenbringen.
Im Geschäftsjahr 2023 war der Umsatz mit den meisten Kundensegmenten (ggü. 2022) weitgehend stabil; diese Entwicklung kann u. a. auf die gesamtwirtschaftliche Situation zurückzuführen, die von Preissteigerungen, Lieferengpässen und -verzögerungen sowie auf eine allgemeine Kaufzurückhaltung gekennzeichnet war und daher nur leichte Wachstums­chancen offerierte. Gleichwohl ist es dem Unternehmen auch in dieser die Liefersicherheit und Nachfrage betreffenden schwer einschätzbaren bzw. verlässlichen Zeit gelungen, den Produktmix flexibel anzupassen und zugleich den Absatz margenstarker Produkte zu forcieren, um etwaige Umsatzverluste durch bessere Erträge - zumindest teilweise - zu kompensieren. Diesem Weg soll auch im Geschäftsjahr 2024 weiterhin gefolgt werden; ferner soll mittels Erweiterung bzw. Erneuerung des Produkt- und Leistungssortiments versucht werden, an das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2021 anzuknüpfen. Da die möglichen Umsatzpotentiale an die Grenzen der Unternehmenskapazität gelangen können, werden darüber hinaus die systemseitigen Voraussetzungen genutzt, leichte Margenverbesserungen ggü. dem Vorjahr zu erzielen.
Die vorherrschende inflations- und gesamtwirtschaftliche Situation birgt für die NEC MED PHARMA Wachstumschancen, da das Unternehmen seine zentralen, erfolgsrelevanten Eigenschaften, wie ein umfangreiches Netzwerk, hohe, in Bezug auf Produkte und Absatz­kanäle Markt- und Preistransparenz sowie schnelle Interaktions­fähigkeit, zu nutzen versteht; diese Eigenschaften haben sich in einem von den strukturellen Veränderungen geprägten Markt als erfolgsfördernd ausgezeichnet. Im Ergebnis kann das Angebot dem Bedarf in kürzester Zeit angepasst werden und somit Kundenbindungen festigen bzw. deren Ausbau begünstigen.

Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage
Trotz des Veränderungs- und Wettbewerbsdrucks in der Branche und unter Berücksichtigung aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Gegebenheiten und Fakten darf zum derzeitigen Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass von den oben dargestellten Chancen und Risiken allein, in Summe bzw. in Wechselwirkung zueinander keine negativen Auswirkungen, welche unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen oder deren Fortbestand im Folgejahr gefährden, zu erwarten sind.
Unterschrift der Geschäftsführung

 

Höchstadt/Aisch, 28.04.2024

gez. Sven Rübner

gez. Holger Schenker

gez. Dr. Hendrik Schramm

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 150.504,00 123.364,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 290,00 1.410,00
II. Sachanlagen 150.214,00 121.954,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.214,00 121.954,00
B. Umlaufvermögen 14.628.676,19 12.056.427,69
I. Vorräte 8.853.901,72 5.178.975,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.020.196,56 6.874.036,46
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 502.604,01 1.706.376,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 754.577,91 3.415,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.767,27 17.153,43
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.792.947,46 12.196.945,12

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.075.892,36 6.075.892,36
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.542.200,16 2.542.200,16
III. Gewinnvortrag 3.508.692,20 3.508.692,20
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 481.478,90 337.824,00
C. Verbindlichkeiten 8.235.576,20 5.783.228,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 120.115,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.413.738,74 2.418.300,54
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.792.947,46 12.196.945,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.072.710,31 7.127.888,86
2. Personalaufwand 2.428.079,85 2.238.310,72
a) Löhne und Gehälter 1.974.476,50 1.852.098,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 453.603,35 386.212,14
davon für Altersversorgung 1.704,72 1.161,12
3. Abschreibungen 57.331,04 61.321,33
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 57.331,04 61.321,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.209.627,97 3.134.566,80
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.498,85 37.975,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.013,65 13.701,15
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.157,88 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.413.998,77 1.717.964,39
9. sonstige Steuern 260,03 199,37
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.413.738,74 1.717.765,02
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

NEC MED PHARMA GmbH

zum 31.12.2023

I Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den allgemeinen Regelungen des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresab­schlusses wurden in Anspruch genommen.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: NEC MED PHARMA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Höchstadt/Aisch
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Fürth
Register-Nr.: 9660
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zugleich in Übereinstimmung mit den steuerlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften ausgewiesen, wenn und soweit dies die handelsrechtlichen Regelungen zulassen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt, wenn es sich um eine dauerhafte Wertminderung handelte.

Geringwertige Anlagegüter werden im Geschäftsjahr nach Maßgabe der aktuellen steuer­lichen Regelung in § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben; im Vorjahr entsprechend.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten nach dem Grundsatz der Einzelbewertung und dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen sind zu Nennwerten angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Nennwerten angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kauf­männischer Beurteilung angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Zinssatz nach der RückAbzinsV abgezinst und beinhalten erkennbare Preis- bzw. Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassa­mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu ent­nehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesell­schafterin Atropa GmbH, Höchstadt a. d. Aisch, in Höhe von EUR 502.604,01 (Vj. EUR 1.706.376,27). Hintergrund für die Höhe der Forderungen ist, dass die Atropa als Finanzholding bestehende Kredite tilgt. Darüber hinaus besteht seit dem GJ 2022 eine umsatzsteuerliche Organschaft, sodass die Atropa letztlich für die NEC MED PHARMA die Umsatzsteuer abführt, die auf einem entsprechenden Verrechnungskonto saldiert wurde.

Angabe Laufzeiten Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 12.500,00 (Vj. EUR 18.500,00).

Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten ggü. der Gesellschafterin Atropa GmbH in Höhe von EUR 2.413.738,74 (Vj. EUR 2.418.300,54). Die Verbindlichkeiten resultieren aus der Ergebnisabführung des Jahresergebnisses des Berichts­jahres aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

Laufzeiten und Sicherung der Verbindlichkeiten (Vorjahr)



in EUR
Stand 31.12.2023
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0,00 (120.115,79)
0,00 (120.115,79)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
212.953,49 (508.082,63)
212.953,49 (508.082,63)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.550.216,83 (2.667.087,84)
5.550.216,83 (2.667.087,84)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2.413.738,74 (2.418.300,54)
2.413.738,74 (2.418.300,54)
Sonstige Verbindlichkeiten
58.667,14 (69.641,96)
58.667,14 (69.641,96)

8.235.576,20 (5.783.228,76)
8.235.576,20 (5.783.228,76)


Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Sämtliche nachfolgenden Sicherheiten wurden zugunsten verbundener Unternehmen geleistet:

- Bürgschaft zur Darlehensbesicherung zugunsten der Atropa GmbH über 6,75 Mio. Euro,
- Raumsicherungsübertragung von Waren für Verbindlichkeiten der Atropa GmbH i. H. v. 6,75 Mio. EUR sowie
- Globalzession für Verbindlichkeiten der Atropa GmbH in Höhe von 6,75 Mio. Euro.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der aktuell solventen finanziellen Situation der Atropa GmbH als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von jährlich T€ 1.632 (VJ T€ 1.632) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Pacht-, Leasing- und Dienstleistungsver­trägen gegenüber verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus bestehen PKW-Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 165 (VJ T€ 146).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unter­nehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl (Vj.)
Beschäftigte Arbeitnehmer und Angestellte 50 (46)
Geringfügig/kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer und Angestellte  12 (5)
Summe:  62 (51)


Geschäftsführung
Die Unternehmensleitung (Geschäftsführung und leitende Angestellte) werden von der Muttergesellschaft gestellt; die Leistung wird über einen Management- und Dienstleis­tungsvertrag vergütet.
Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Rübner, Sven   Veitsbronn  ausgeübter Beruf: Kaufmann Schenker, Holger  Mühlhausen  ausgeübter Beruf: Kaufmann Schramm, Hendrik Dr. Essen    ausgeübter Beruf: Kaufmann
Seit dem 1. März 2017 besteht ein Management-Service- und Dienstleistungsvertrag mit der Atropa GmbH.
Konzernzugehörigkeit
Die NEC MED PHARMA GmbH wird in den Konzernabschluss der Atropa GmbH, Höchstadt a. d. Aisch, die den Abschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen und dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Berichtes zeigt die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands rezessive Tendenzen. Preis- und Kostensteigerungen für Handelsartikel und Dienstleistungen prägten auch das Geschäftsjahr 2023 und können auch im laufenden Geschäftsjahr eine, wenngleich nicht mit dem Vorjahr vergleichbaren Umfang erfahren. Insofern kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere u. a. inflationsbedingte Kosten­steigerungen zu einer reduzierten Kaufkraft in Verbindung mit einer möglichen Kaufzurück­haltung aufgrund der politischen Gemengelage führen. Aufgrund dieser Einflussgrößen kann grds. eine Auswirkung auf das Geschäft der NEC MED PHARMA nicht ausgeschlossen werden; gleichwohl ist es dem Unternehmen bislang stets gelungen, sich kurzfristig auf veränderte Markt- und Nachfragegegebenheiten einzustellen, sodass zum aktuellen Zeitpunkt keine Erkenntnisse vorliegen, die einen signifikanten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung ausüben sollten. Zur zu erwartenden Unternehmensentwicklung sowie etwaige krisenbedingter Einflüsse wird an dieser Stelle auf den Lagebericht verwiesen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Höchstadt/ Aisch, den 28.04.2024

gez. Sven Rübner

gez. Holger Schenker

gez. Dr. Hendrik Schramm

Anlagespiegel


für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023



Anschaffungs-/Herstellungskosten


Stand


Stand


01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögens-





gegenstände





Entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie Lizenzen





an solchen Rechten und Werten
106.505,40
0,00
0,00
106.505,40


106.505,40
0,00
0,00
106.505,40
II.
Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
678.544,68
84.901,04
7.559,16
755.886,56


678.544,68
84.901,04
7.559,16
755.886,56


785.050,08
84.901,04
7.559,16
862.391,96


Kumulierte Abschreibungen


Stand


Stand


01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögens-





gegenstände





Entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie Lizenzen





an solchen Rechten und Werten
105.095,40
1.120,00
0,00
106.215,40


105.095,40
1.120,00
0,00
106.215,40
II.
Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
556.590,68
56.211,04
7.129,16
605.672,56


556.590,68
56.211,04
7.129,16
605.672,56


661.686,08
57.331,04
7.129,16
711.887,96


Buchwerte
Buchwerte


Stand
Stand


31.12.2023
31.12.2022


EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögens-



gegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen



an solchen Rechten und Werten
290,00
1.410,00


290,00
1.410,00
II.
Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
150.214,00
121.954,00


150.214,00
121.954,00


150.504,00
123.364,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NEC MED PHARMA GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NEC MED PHARMA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewer­tungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEC MED PHARMA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·   entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapital­gesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent­sprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und ·   vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwick­lung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ord­nungs­mäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen ent­spricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungs­mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesent­lichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsle­gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant­wortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resul­tieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·   identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshand­lungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, ·   gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, ·   beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­le­gungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, ·   ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern ange­wandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss­folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungs­nachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesell­schaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, ·   beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, ·   beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft, ·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorien­tierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunfts­orientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts­orientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, 28. Juni 2024

BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
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gez. B. Krantz
Wirtschaftsprüfer

gez. D. Bottermann
Wirtschaftsprüfer

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