Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 100021
Vorher
hameln pharma plus gmbh
Eingetragen
29.5.2006
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Der Vertrieb und Handel von Arzneimitteln, Heilmitteln, kosmetischen Artikeln und verwandten Produkten, sowie der Lizensierung von Arzneimittelzulassungen, Registrierungen, Patenten, Warenzeichen und sonstigen immateriellen Werten, sowie die Beratung im pharmazeutischen und verwandten Umfeld. Die Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Rösner
seit 24.9.2025
Prokura
Uwe Dr. Teubert
seit 11.7.2024
Prokura
Beate Küter
seit 7.3.2022
Geschäftsführer
Frank Jahrand
seit 17.12.2019
Prokura
Stephen Watkin
seit 20.7.2018
Prokura
Anja Bosbach
seit 10.8.2017
Prokura
Stefan Dr. Bartsch
seit 10.8.2017
Prokura
Uwe Hölscher
seit 10.8.2016
Prokura
Gerhard Ewald
seit 31.8.2009
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

hameln pharma gmbh

Hameln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 225.160,00 271
II. Sachanlagen 278.232,18 351
III. Finanzanlagen 1.008.402,36 790
1.511.794,54 1.412
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 11.545.085,91 13.228
2. Geleistete Anzahlungen 195.087,26 0
11.740.173,17 13.228
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.067.815,38 4.585
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.235.480,75 965
3. Sonstige Vermögensgegenstände 512.053,82 27
5.815.349,95 5.577
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 793.662,32 254
18.349.185,44 19.059
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 78.388,73 91
19.939.368,71 20.562

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000
III. Verlust-/Gewinnvortrag -3.842.487,85 11
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.771.464,80 -3.853
7.958.976,95 6.188
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 718.000,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 2.626.000,00 2.590
3.344.000,00 2.590
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.854.369,58 3.739
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.093.018,65 7.654
4. Sonstige Verbindlichkeiten 689.003,53 360
8.636.391,76 11.784
19.939.368,71 20.562

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€
1. Umsatzerlöse 56.961.108,69 49.124
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.165.901,87 467
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.856.829,49 32.544
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.636.712,85 5.118
b) Soziale Abgaben 839.238,31 764
6.475.951,16 5.882
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.988,92 150
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.030.304,37 14.685
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.258,36 28
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 371.050,44 112
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.878.343,00 92
10. Ergebnis nach Steuern 1.353.801,54 -3.846
11. Sonstige Steuern -417.663,26 7
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.771.464,80 -3.853

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 100021 unter der Firma hameln pharma gmbh mit Sitz in Hameln eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 264 bis 277 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 a HGB und der für Kapitalgesellschaften geltenden besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen der §§ 270 bis 274 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten und entsprechen dem Grundsatz der Unternehmensfortführung, dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung.

B. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften überwiegend nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit notwendig, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Jahresabschreibungsbetrag wird für alle Zugänge des laufenden Jahres pro rata temporis ermittelt.

Die Anschaffungskosten der geringwertigen Anlagegüter ab 250,00 € bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Anlagepositionen sind in dem als Anlage 1 diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

Name Sitz Jahresergebnis Eigenkapital Anteil am Stammkapital
T€ T€ %
- hameln pharma ApS Glostrup - DK 312 990 100
- hameln pharma Pty. Ltd. Hawthorn Vic - AU -412 60 75
- hameln pharma B.V. Amersfoort - NL 110 416 75
- hameln pharma AB Bromma - SE 407 581 100

Das Anlagevermögen der Gesellschaft wird über ein EDV-gestütztes Anlagenverzeichnis geführt, das die nach handels- und steuerrechtlichen Grundsätzen erforderlichen Angaben enthält.

Die Vorräte sind wie folgt angesetzt:

Die Waren werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert bewertet.

In den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen werden neben erforderlichen angemessenen Einzelwertberichtigungen auch Pauschalwertberichtigungen für das allgemeine Ausfallrisiko gebildet. Die Pauschalwertberichtigung entspricht 1% der Inlands- und Auslandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung der Einzelwertberichtigungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit einem Betrag von T€ 1.235 (Vorjahr: T€ 662) aus Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände im Einzelfall - zum Teil unter Berücksichtigung von Vorauszahlungen - gebildet und sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden Posten:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Personal 810 394
Ausstehende Eingangsrechnungen 703 945
Kundenbonus 648 620
Drohverluste 289 271
Diverse 176 360
2.626 2.590

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Angaben zu den Restlaufzeiten sowie den Sicherheiten sind dem diesem Anhang als Anlage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, wie branchenüblich, überwiegend durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Eine Aufteilung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in solche, die durch wirksame Vereinbarung des Eigentumsvorbehalts gesichert sind und in solche, bei denen Eigentumsvorbehalte nicht oder nicht wirksam vereinbart wurden, ist wegen des damit verbundenen Ermittlungsaufwandes aus Vereinfachungsgründen unterblieben.

C. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 36 (Vorjahr: T€ 13) enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen bewegen sich im Rahmen der betriebsspezifischen Übung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 165 (Vorjahr: T€ 202) enthalten. Weiterhin sind in diesem Posten außergewöhnliche Aufwendungen von T€ 100 (Vorjahr: T€ 0) für die Auflösung eines Vertriebsvertrags enthalten.

In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 7 (Vorjahr: T€ 28) von verbundenen Unternehmen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind T€ 322 (Vorjahr: T€ 106) an verbundene Unternehmen enthalten.

D. Sonstige Angaben

Es werden 65 (Vorjahr: 68) angestellte Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus dem Mietvertrag für die angemieteten Büro- und Archivräume sowie Leasingverträgen von ca. T€ 440 p.a. (Vorjahr: T€ 352), davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 296 (Vorjahr: T€ 178)

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss ab. Die Geschäftsleitung schlägt vor, diesen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wesentlich beeinflussen, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der hameln group gmbh, Hameln, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser soll beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregister unter der Register-Nr.: B 102136 eingereicht werden.

Als Geschäftsführerin war im Berichtsjahr Frau Beate Küter in Hameln tätig.

 

Hameln, den 22. März 2024

gez. Beate Küter

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

kumulierte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Währungsdifferenz Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte 769.194,13 2.299,00 0,00 62.756,25 834.249,38
2. Geleistete Anzahlungen 79.231,25 18.525,00 0,00 - 62.756,25 35.000,00
848.425,38 20.824,00 0,00 0,00 869.249,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.035.076,60 28.635,57 0,00 0,00 1.063.712,17
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 790.073,77 194.552,53 23.776,06 0,00 1.008.402,36
2.673.575,75 244.012,10 23.776,06 0,00 2.941.363,91
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte 577.312,13 66.777,25 644.089,38
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
577.312,13 66.777,25 644.089,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 684.268,32 101.211,67 785.479,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
1.261.580,45 167.988,92 1.429.569,37
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte 190.160,00 192
2. Geleistete Anzahlungen 35.000,00 79
225.160,00 271
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.232,18 351
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.008.402,36 790
1.511.794,54 1.412

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 31 0,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.854.369,58 3.739 0,00 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Gesellschafter 2.713.037,77 6.863 0,00 0
Lieferungen und Leistungen 379.980,88 791 0,00 0
3.093.018,65 7.654 0,00 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 629.722,93 153 0,00 0
im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.463,67 9 0,00 0
übrige sonstige Verbindlichkeiten 47.816,93 198 0,00 0
689.003,53 360 0,00 0
8.636.391,76 11.784 0,00 0
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Summe
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0 0,00 31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0 4.854.369,58 3.739
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Gesellschafter 0,00 0 2.713.037,77 6.863
Lieferungen und Leistungen 0,00 0 379.980,88 791
0,00 0 3.093.018,65 7.654
4. Sonstige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 0,00 0 629.722,93 153
im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0 11.463,67 9
übrige sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0 47.816,93 198
0,00 0 689.003,53 360
0,00 0 8.636.391,76 11.784
davon gesichert Art der Sicherheit
31.12.2023 31.12.2022
T€
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0 -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Gesellschafter 0,00 0
Lieferungen und Leistungen 0,00 0 -
0,00 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 0,00 0 -
im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0 -
übrige sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0 -
0,00 0
0,00 0

Bemerkung zur Feststellung:

Der vorliegende Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. August 2024 festgestellt worden.

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

hameln pharma positioniert sich im Wesentlichen über die Spezialisierung auf parenterale Produkte für die Akutbehandlung, Anästhesie, Schmerztherapie sowie die adjuvante Therapie in der Onkologie im Krankenhaus und bei ausgewählten niedergelassenen Spezialisten. Wir werden unsere Position als Spezialist in diesen Segmenten in den nächsten Jahren weiter festigen und unser Produktportfolio ausbauen und modernisieren. Die uns bereits zur Verfügung stehenden Produkte werden in den erschlossenen Märkten systematisch zugelassen, um unser breitgefächertes Portfolio in den Märkten bestmöglich zu platzieren. Dabei fokussieren wir uns weiterhin ausschließlich auf parenterale Arzneimittel, die primär im Krankenhaus in den Feldern Akut- und Intensivmedizin sowie Anästhesiologie und Schmerzbehandlung zum Einsatz kommen.

In außereuropäischen Märkten, insbesondere in sich entwickelnden Schwellenländern, werden wir mit unseren lokalen Vertriebspartnern auch Produkte, die außerhalb unserer Spezialisierung von großem Wert sind, vermarkten.

In den nächsten Jahren wird hameln pharma den strategischen Schwerpunkt bei den injektabilen Produkten weiter ausbauen. Zudem wollen wir über unser Produktportfolio unser Image von einem klassischen Generikaunternehmen hin zu einem spezialisierten Pharmaunternehmen verändern.

Wir werden in den nächsten Jahren weitere Märkte für den Vertrieb unserer Produkte erschließen, wobei wir uns hier auf den Ausbau unseres Geschäftes in Europa, insbesondere in den osteuropäischen EU-Ländern aber auch auf die schnell wachsenden Märkte in Asien/Pazifik konzentrieren wollen.

2. Wirtschaftsbericht

2.a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach letzten uns zugänglichen Marktzahlen betrug der weltweite Pharmamarkt 2022 rund 1.303,3 Mrd. Euro und ist um rund 3,4 % gegenüber Vorjahr gewachsen. Unser Kernmarkt Deutschland macht ca. 4 % davon aus, mit ca. 52 Mrd. Euro Umsatz und einem Rückgang von ca. 6 %. Der Umsatz in der Region Europa ist um ca. 2 % auf 298 Mrd. Euro gesunken. In Nordamerika ist ein Umsatzwachstum von ca. 9 % auf 652 Mrd. Euro zu verzeichnen. Den Umsatzsteigerungen in Lateinamerika um ca. 16 % auf 55 Mrd. Euro stand ein Umsatzrückgang in Asien/Afrika und Australien um ca. 5 % auf 298 Mrd. Euro gegenüber.

(Quelle: BPI Pharma-Daten 2022)

Die Herausforderungen der globalen Pharmaindustrie liegen in der zunehmenden Zahl von Patentabläufen bei sogenannten Blockbusterprodukten und der abnehmenden Zahl an neuen zugelassenen innovativen Produkten. Dies führt zu einem deutlich wahrnehmbaren Umsteuerungsprozess, in dem selbst große internationale Firmen, die bislang keine Generika vermarktet haben, eigene Generikaorganisationen aufbauen.

2.b) Geschäftsverlauf

Der Jahresnettoumsatz 2023 beträgt T€ 56.961 und liegt um +16% über Vorjahresniveau. Wesentliche Ursachen für die positive Umsatzentwicklung sind zum einen ein Sondergeschäft in den USA mit einem Spezialprodukt (rd. T€ 4.400) sowie Umsatzsteigerungen in den Märkten Deutschland/Österreich sowie CEE.

Auch ohne das Sondergeschäft in den USA liegt die Gesellschaft im Berichtsjahr insgesamt leicht über dem Umsatzplan.

2.c) Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 stellt sich die Ertragslage im Wesentlichen wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Betriebsleistung* 57.085 49.399
Betriebsaufwand 54.053 52.650
Betriebsergebnis +3.032 -3.251
Finanzergebnis -508 -288
Neutrales Ergebnis -496 -222
Jahresergebnis +1.771 -3.853

* Umsatzerlöse zzgl. betriebsbezogener sonst. betr. Erträge

Das Geschäftsjahr 2023 weist ein deutlich positives Betriebsergebnis aus, welches im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich verbessert ist. Dieses ist auf die zuvor beschriebene positive Umsatzentwicklung, insbesondere durch den Sondereffekt des ertragsreichen USA Geschäftes zurückzuführen.

Des Weiteren trägt die reduzierte Materialaufwandsquote von 59,4 % (Vorjahr: 66,3 %) zur Ergebnisverbesserung bei, die sich zum einen aus dem beschriebenen Sondereffekt sowie einem veränderten Produktmix und Verkaufspreissteigerungen ergibt. Diese Effekte wirken dem anhaltendem Einkaufspreisdruck entgegen.

Der Personalaufwand ist absolut durch Sonderzahlungen sowie erhöhte Abfindungen im Vorjahresvergleich angestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt bei 11,4 % und hat sich somit verbessert (Vorjahr: 12,0 %).

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich im Vorjahresvergleich insgesamt eine Reduzierung um rd. T€ 655. Es zeigen sich dabei im Wesentlichen folgende gegenläufige Effekte:

Die Fremdleistungen sind um rd. T€ 791 im Berichtsjahr reduziert, da in der Produktentwicklung und dem Produkttransfer weniger Projekte umgesetzt werden konnten. Des Weiteren liegen die Abweichungen an dem jeweiligen Abrechnungsstand der Projekte.

Darüber hinaus liegen die Forderungsverluste mit rd. T€ 179 unter Vorjahresniveau, was auf zwei größere Einzelwertberichtigungen im Vorjahr zurückzuführen ist.

Dagegen ist der Miet- und Leasingaufwand durch einen Anstieg der Gebäudemiete um rd. T€ 238 erhöht. Die Provisionsaufwendungen sind um rd. T€ 197 angestiegen, welches im Wesentlichen auf eine Umsatzausweitung bei einem Großkunden zurückzuführen ist.

Im neutralen Ergebnis wirken sich im Wesentlichen die Feststellungen und Folgewirkungen der steuerlichen Außenprüfung aus. So ist mit Steuernachzahlungen für Ertragsteuern von T€ 4.621 sowie Umsatzsteuererstattungen von T€ 424 zu rechnen. Zur Abkürzung des Zahlungswegs soll ein Verrechnungsantrag für die von der Gesellschaft nachzuzahlenden Steuer mit der Steuererstattung des Organträgers gestellt werden. Aufgrund der Aberkennung der steuerlichen Organschaft hat das Berichtsunternehmen einen Ausgleichsanspruch von T€ 3.440. Weiterhin erhöhten sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Dagegen verringerten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die zuvor beschriebenen Sachverhalte führen zu dem positiven Jahresergebnis von T€ +1.771.

2.d) Finanzlage

Die Gesellschaft ist in wesentlichen Bereichen in die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des Konzerns eingebunden.

Die Finanzlage stellt sich in den wesentlichen Bereichen wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Cash-Flow + 1.939 -3.703
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit + 808 -4.860
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -268 -730
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 +4.000

2.e) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Mittel werden im Wesentlichen in den Vorräten mit T€ 11.740 (Vorjahr: T€ 13.228) sowie den Lieferforderungen mit T€ 4.068 (Vorjahr: T€ 4.585) gebunden.

Die Erhöhung der Finanzanlagen betrifft die Erhöhung des Stammkapitals bei einer ausländischen Tochtergesellschaft.

Die deutliche Reduzierung der Vorräte im Vorjahresvergleich ergibt sich durch konsequentes Bestandsmanagement.

Die weitere Reduzierung der Lieferforderungen ergibt sich durch Intensivierung des Mahnwesens und wesentlicher Einhaltung der kundenseitig vereinbarten Zahlungsziele.

Die Erhöhungen der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert auf dem aktivischen Ausweis der Umsatzsteuer sowie einer Versicherungserstattung.

Die Zunahme der liquiden Mittel ist stichtagsbedingt.

Die Steuerrückstellungen weisen mit T€ 718 infolge des berücksichtigten Ergebnisses aus einer aktuellen Betriebsprüfung eine deutliche Erhöhung zum Vorjahr aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit T€ 4.854 (Vorjahr: T€ 3.739) durch einen stichtagsbezogenen Effekt auf einem erhöhten Wert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vorjahresvergleich weiter gesunken. Dieses ist im Wesentlichen auf Rückzahlungen der Finanzverpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft zurückzuführen.

Unter Berücksichtigung der Teilrückzahlung der Verbindlichkeiten an die Muttergesellschaft sowie des erzielten Jahresüberschusses ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 40 % (Vorjahr: 30 %).

2.f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

Die Umsatzrendite ist nunmehr wieder positiv und beträgt + 3,1 % (Vorjahr: - 7,8 %). Das EBIT verbessert sich deutlich auf T€ + 3.032 (Vorjahr: T€ - 3.250) und die Betriebsleistung je Arbeitnehmer erhöht sich auf T€ 878 (Vorjahr: T€ 726).

Mit nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird die Gesellschaft nicht gesteuert.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 wesentlich beeinflussen, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.a) Risiken

Insgesamt wird der Generikamarkt in Zukunft auch weiterhin unter starkem Konkurrenzdruck stehen. Diese Einschätzung wird dadurch unterstützt, dass immer mehr Originalhersteller ebenfalls auf diesen Markt drängen. Weitere Risiken sehen wir in Wettbewerbern aus Niedriglohnländern (z.B. Indien, China) sowie nicht kalkulierbare Erhöhungen der regulatorischen Kosten bzw. politischen Eingriffen in das Gesundheitssystem.

Ein zunehmend ansteigendes Risiko ist die Sicherung der Beschaffung, da es einen immer größeren Wettbewerb um die begrenzten Herstellungskapazitäten speziell im Segment der parenteralen Produkte gibt. Für hameln pharma bedeutet dies, dass wir die bereits in Vorjahren begonnene Mehrlieferantenstrategie für unsere Produkte und Wirkstoffe weiter ausbauen werden, um das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Herstellen weiter zu reduzieren und somit die Marktversorgung permanent sicherstellen. Die Etablierung neuer Hersteller soll zudem Einkaufspreisvorteile und somit erhöhte Wettbewerbsfähigkeit generieren.

Die anhaltende Kriegssituation in der Ukraine hat aktuell keinen Einfluss auf die Sicherstellung der Marktversorgung durch unser Unternehmen.

Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente.

Die Verhandlungen über unsere Schadensersatzforderungen mit einem unserer wesentlichen Hersteller aus dem zweitweisen Verlust seines GMP-Zertifikats im Jahr 2022 und damit verbundenem Lieferausfall konnten im April 2024 abgeschlossen werden. Es wurde eine wirtschaftliche Lösung vereinbart.

4.b) Chancen

Die Zukunftseinschätzungen für die hameln pharma sehen wir nach der Rückkehr in die Gewinnzone positiv. Als spezialisierter Nischenanbieter mit einem engagierten, sehr gut ausgebildetem und sich ständig weiterentwickelndem Team können wir mit der internationalen Konkurrenz gut mithalten. Der Schwerpunkt wird dabei, wie in der Vergangenheit, bei parenteralen Produkten für die Akut- sowie Palliativbehandlung in Krankenhäusern und Pflegezentren liegen. Durch weitere Mengenbündelungen und die intensive Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern werden wir auch in Zukunft unsere Vertriebsprozesse innovativer und effizienter gestalten und damit unsere Ergebnissituation verbessern. Für die Zukunft bietet sich die Chance, in bereits erschlossenen Märkten neue Produkte zu etablieren und so das Image des Unternehmens weiter zu stärken und das Produktportfolio auszuweiten.

Die Erweiterung unserer Marktpräsenz ist eine weitere Kernaktivität in den nächsten Jahren. Dabei werden wir unsere Aktivitäten auf die CEE-Märkte (Central and Eastern Europe) sowie auf schnell wachsende Märkte in der APAC Region (Asia-Pacific), wie z.B. Australien (Tochtergesellschaft) und Neuseeland, fokussieren. Die Erschließung neuer Märkte in APAC wird wesentlich von unserem Sales Office in Taiwan gestaltet. Die Erfolgsaussichten im asiatischen Raum sind durch die Markt- und Kundennähe deutlich verbessert, weil wir in den vergangenen Jahren durch die räumliche Präsenz ein gutes Verständnis für die Marktmechanismen in dieser Region aufbauen konnten und damit unsere Aktivitäten auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte ausrichten konnten.

In unserer Heimatregion Europa wird es durch weiterhin starken Preis- und Wettbewerbsdruck immer schwieriger, in einem Business-to-Business Modell für alle involvierten Parteien interessante Margen zu realisieren. Deshalb haben wir bereits in Dänemark, den Niederlanden und Schweden Tochtergesellschaften gegründet und unser Geschäftsmodell in den dortigen lokalen Märkten von Business-to-Business auf Business-to-Consumer umgestellt. Diese Strategie wird gemäß unserer Ausbaustrategie Europa für weitere Länder geprüft. In dieser Umstellung des Geschäftsmodells sehen wir zum einen einen Margenvorteil und zum anderen eine deutliche Erhöhung unserer Kundenpräsenz. Dadurch, dass im Wesentlichen für die Durchführung des lokalen Geschäftes nur kleine Landesgesellschaften nötig wären, bleiben die Risiken hinsichtlich erforderlicher Investitionen für den Aufbau dieser Gesellschaften überschaubar, belasten allerdings in der Startphase durch Anlaufkosten und Anlauffinanzierung das Berichtsunternehmen.

4.c) Prognose

Trotz der für 2024 erwarteten nur leicht positiven Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und eines weiter anhaltenden Kostendrucks auf das Gesundheitssystem sehen wir für unsere Branche auch in der Zukunft gute Wachstumschancen.

Für das Jahr 2024 planen wir einen auf Vorjahresniveau (bereinigt um Sondergeschäft USA) liegenden Umsatz, weil bereits in Vorjahren signifikant höhere Umsatzsteigerungen als geplant realisiert werden konnten.

Trotz Rückkehr in die Gewinnzone werden wir weiterhin die Kostensituation eng monitoren und falls notwendig Anpassungen vornehmen. Wir haben zudem marktausgerichtete Priorisierungen innerhalb der angedachten Modernisierung unseres Produktportfolios vorgenommen.

Darüber hinaus werden wir uns auf die bereits gegründeten Tochtergesellschaften fokussieren und diese weiter stabilisieren sowie unsere Marktpräsenz in Italien durch eine eigene Gesellschaft ausbauen.

Insgesamt prognostizieren wir aus heutiger Sicht für das Berichtsunternehmen in 2024 ein leicht positives Ergebnis.

5. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen.

Die ausländischen Tochtergesellschaften weisen folgende Umsätze aus:

Umsätze Tochtergesellschaften 2023 2022
T€ T€
hameln pharma ApS (DK) 2.575 2.177
hameln pharma B.V. (NL) 1.457 710
hameln pharma AB (SE) 1.715 1.159
hameln pharma PTY LTD (AU) 181 82

 

Hameln, den 24. Juni 2024

gez. Beate Küter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die hameln pharma gmbh, Hameln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der hameln pharma gmbh, Hameln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der hameln pharma gmbh, Hameln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der gesetzlichen Vertreterin dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der gesetzlichen Vertreterin angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der gesetzlichen Vertreterin dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der gesetzlichen Vertreterin zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 8. Juli 2024

KSB INTAX TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Ammermann, Wirtschaftsprüfer

gez. Martyniak,Wirtschaftsprüferin

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