Roterweg Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Rösner seit 24.9.2025 | Prokura |
Uwe Dr. Teubert seit 11.7.2024 | Prokura |
Beate Küter seit 7.3.2022 | Geschäftsführer |
Frank Jahrand seit 17.12.2019 | Prokura |
Stephen Watkin seit 20.7.2018 | Prokura |
Anja Bosbach seit 10.8.2017 | Prokura |
Stefan Dr. Bartsch seit 10.8.2017 | Prokura |
Uwe Hölscher seit 10.8.2016 | Prokura |
Gerhard Ewald seit 31.8.2009 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
hameln pharma gmbhHamelnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 100021 unter der Firma hameln pharma gmbh mit Sitz in Hameln eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 264 bis 277 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 a HGB und der für Kapitalgesellschaften geltenden besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen der §§ 270 bis 274 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten und entsprechen dem Grundsatz der Unternehmensfortführung, dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung. B. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften überwiegend nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit notwendig, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Jahresabschreibungsbetrag wird für alle Zugänge des laufenden Jahres pro rata temporis ermittelt. Die Anschaffungskosten der geringwertigen Anlagegüter ab 250,00 € bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Anlagepositionen sind in dem als Anlage 1 diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen der Gesellschaft wird über ein EDV-gestütztes Anlagenverzeichnis geführt, das die nach handels- und steuerrechtlichen Grundsätzen erforderlichen Angaben enthält. Die Vorräte sind wie folgt angesetzt: Die Waren werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert bewertet. In den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen werden neben erforderlichen angemessenen Einzelwertberichtigungen auch Pauschalwertberichtigungen für das allgemeine Ausfallrisiko gebildet. Die Pauschalwertberichtigung entspricht 1% der Inlands- und Auslandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung der Einzelwertberichtigungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit einem Betrag von T€ 1.235 (Vorjahr: T€ 662) aus Lieferungs- und Leistungsverkehr. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände im Einzelfall - zum Teil unter Berücksichtigung von Vorauszahlungen - gebildet und sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden Posten:
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Angaben zu den Restlaufzeiten sowie den Sicherheiten sind dem diesem Anhang als Anlage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, wie branchenüblich, überwiegend durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Eine Aufteilung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in solche, die durch wirksame Vereinbarung des Eigentumsvorbehalts gesichert sind und in solche, bei denen Eigentumsvorbehalte nicht oder nicht wirksam vereinbart wurden, ist wegen des damit verbundenen Ermittlungsaufwandes aus Vereinfachungsgründen unterblieben. C. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 36 (Vorjahr: T€ 13) enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen bewegen sich im Rahmen der betriebsspezifischen Übung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 165 (Vorjahr: T€ 202) enthalten. Weiterhin sind in diesem Posten außergewöhnliche Aufwendungen von T€ 100 (Vorjahr: T€ 0) für die Auflösung eines Vertriebsvertrags enthalten. In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 7 (Vorjahr: T€ 28) von verbundenen Unternehmen enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind T€ 322 (Vorjahr: T€ 106) an verbundene Unternehmen enthalten. D. Sonstige Angaben Es werden 65 (Vorjahr: 68) angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus dem Mietvertrag für die angemieteten Büro- und Archivräume sowie Leasingverträgen von ca. T€ 440 p.a. (Vorjahr: T€ 352), davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 296 (Vorjahr: T€ 178) Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss ab. Die Geschäftsleitung schlägt vor, diesen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wesentlich beeinflussen, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der hameln group gmbh, Hameln, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser soll beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregister unter der Register-Nr.: B 102136 eingereicht werden. Als Geschäftsführerin war im Berichtsjahr Frau Beate Küter in Hameln tätig.
Hameln, den 22. März 2024 gez. Beate Küter Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bemerkung zur Feststellung: Der vorliegende Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. August 2024 festgestellt worden. Lagebericht 20231. Grundlagen des Unternehmens hameln pharma positioniert sich im Wesentlichen über die Spezialisierung auf parenterale Produkte für die Akutbehandlung, Anästhesie, Schmerztherapie sowie die adjuvante Therapie in der Onkologie im Krankenhaus und bei ausgewählten niedergelassenen Spezialisten. Wir werden unsere Position als Spezialist in diesen Segmenten in den nächsten Jahren weiter festigen und unser Produktportfolio ausbauen und modernisieren. Die uns bereits zur Verfügung stehenden Produkte werden in den erschlossenen Märkten systematisch zugelassen, um unser breitgefächertes Portfolio in den Märkten bestmöglich zu platzieren. Dabei fokussieren wir uns weiterhin ausschließlich auf parenterale Arzneimittel, die primär im Krankenhaus in den Feldern Akut- und Intensivmedizin sowie Anästhesiologie und Schmerzbehandlung zum Einsatz kommen. In außereuropäischen Märkten, insbesondere in sich entwickelnden Schwellenländern, werden wir mit unseren lokalen Vertriebspartnern auch Produkte, die außerhalb unserer Spezialisierung von großem Wert sind, vermarkten. In den nächsten Jahren wird hameln pharma den strategischen Schwerpunkt bei den injektabilen Produkten weiter ausbauen. Zudem wollen wir über unser Produktportfolio unser Image von einem klassischen Generikaunternehmen hin zu einem spezialisierten Pharmaunternehmen verändern. Wir werden in den nächsten Jahren weitere Märkte für den Vertrieb unserer Produkte erschließen, wobei wir uns hier auf den Ausbau unseres Geschäftes in Europa, insbesondere in den osteuropäischen EU-Ländern aber auch auf die schnell wachsenden Märkte in Asien/Pazifik konzentrieren wollen. 2. Wirtschaftsbericht 2.a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach letzten uns zugänglichen Marktzahlen betrug der weltweite Pharmamarkt 2022 rund 1.303,3 Mrd. Euro und ist um rund 3,4 % gegenüber Vorjahr gewachsen. Unser Kernmarkt Deutschland macht ca. 4 % davon aus, mit ca. 52 Mrd. Euro Umsatz und einem Rückgang von ca. 6 %. Der Umsatz in der Region Europa ist um ca. 2 % auf 298 Mrd. Euro gesunken. In Nordamerika ist ein Umsatzwachstum von ca. 9 % auf 652 Mrd. Euro zu verzeichnen. Den Umsatzsteigerungen in Lateinamerika um ca. 16 % auf 55 Mrd. Euro stand ein Umsatzrückgang in Asien/Afrika und Australien um ca. 5 % auf 298 Mrd. Euro gegenüber. (Quelle: BPI Pharma-Daten 2022) Die Herausforderungen der globalen Pharmaindustrie liegen in der zunehmenden Zahl von Patentabläufen bei sogenannten Blockbusterprodukten und der abnehmenden Zahl an neuen zugelassenen innovativen Produkten. Dies führt zu einem deutlich wahrnehmbaren Umsteuerungsprozess, in dem selbst große internationale Firmen, die bislang keine Generika vermarktet haben, eigene Generikaorganisationen aufbauen. 2.b) Geschäftsverlauf Der Jahresnettoumsatz 2023 beträgt T€ 56.961 und liegt um +16% über Vorjahresniveau. Wesentliche Ursachen für die positive Umsatzentwicklung sind zum einen ein Sondergeschäft in den USA mit einem Spezialprodukt (rd. T€ 4.400) sowie Umsatzsteigerungen in den Märkten Deutschland/Österreich sowie CEE. Auch ohne das Sondergeschäft in den USA liegt die Gesellschaft im Berichtsjahr insgesamt leicht über dem Umsatzplan. 2.c) Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2023 stellt sich die Ertragslage im Wesentlichen wie folgt dar:
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Umsatzerlöse zzgl. betriebsbezogener sonst. betr. Erträge Das Geschäftsjahr 2023 weist ein deutlich positives Betriebsergebnis aus, welches im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich verbessert ist. Dieses ist auf die zuvor beschriebene positive Umsatzentwicklung, insbesondere durch den Sondereffekt des ertragsreichen USA Geschäftes zurückzuführen. Des Weiteren trägt die reduzierte Materialaufwandsquote von 59,4 % (Vorjahr: 66,3 %) zur Ergebnisverbesserung bei, die sich zum einen aus dem beschriebenen Sondereffekt sowie einem veränderten Produktmix und Verkaufspreissteigerungen ergibt. Diese Effekte wirken dem anhaltendem Einkaufspreisdruck entgegen. Der Personalaufwand ist absolut durch Sonderzahlungen sowie erhöhte Abfindungen im Vorjahresvergleich angestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt bei 11,4 % und hat sich somit verbessert (Vorjahr: 12,0 %). Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich im Vorjahresvergleich insgesamt eine Reduzierung um rd. T€ 655. Es zeigen sich dabei im Wesentlichen folgende gegenläufige Effekte: Die Fremdleistungen sind um rd. T€ 791 im Berichtsjahr reduziert, da in der Produktentwicklung und dem Produkttransfer weniger Projekte umgesetzt werden konnten. Des Weiteren liegen die Abweichungen an dem jeweiligen Abrechnungsstand der Projekte. Darüber hinaus liegen die Forderungsverluste mit rd. T€ 179 unter Vorjahresniveau, was auf zwei größere Einzelwertberichtigungen im Vorjahr zurückzuführen ist. Dagegen ist der Miet- und Leasingaufwand durch einen Anstieg der Gebäudemiete um rd. T€ 238 erhöht. Die Provisionsaufwendungen sind um rd. T€ 197 angestiegen, welches im Wesentlichen auf eine Umsatzausweitung bei einem Großkunden zurückzuführen ist. Im neutralen Ergebnis wirken sich im Wesentlichen die Feststellungen und Folgewirkungen der steuerlichen Außenprüfung aus. So ist mit Steuernachzahlungen für Ertragsteuern von T€ 4.621 sowie Umsatzsteuererstattungen von T€ 424 zu rechnen. Zur Abkürzung des Zahlungswegs soll ein Verrechnungsantrag für die von der Gesellschaft nachzuzahlenden Steuer mit der Steuererstattung des Organträgers gestellt werden. Aufgrund der Aberkennung der steuerlichen Organschaft hat das Berichtsunternehmen einen Ausgleichsanspruch von T€ 3.440. Weiterhin erhöhten sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Dagegen verringerten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen. Die zuvor beschriebenen Sachverhalte führen zu dem positiven Jahresergebnis von T€ +1.771. 2.d) Finanzlage Die Gesellschaft ist in wesentlichen Bereichen in die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des Konzerns eingebunden. Die Finanzlage stellt sich in den wesentlichen Bereichen wie folgt dar:
2.e) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Mittel werden im Wesentlichen in den Vorräten mit T€ 11.740 (Vorjahr: T€ 13.228) sowie den Lieferforderungen mit T€ 4.068 (Vorjahr: T€ 4.585) gebunden. Die Erhöhung der Finanzanlagen betrifft die Erhöhung des Stammkapitals bei einer ausländischen Tochtergesellschaft. Die deutliche Reduzierung der Vorräte im Vorjahresvergleich ergibt sich durch konsequentes Bestandsmanagement. Die weitere Reduzierung der Lieferforderungen ergibt sich durch Intensivierung des Mahnwesens und wesentlicher Einhaltung der kundenseitig vereinbarten Zahlungsziele. Die Erhöhungen der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert auf dem aktivischen Ausweis der Umsatzsteuer sowie einer Versicherungserstattung. Die Zunahme der liquiden Mittel ist stichtagsbedingt. Die Steuerrückstellungen weisen mit T€ 718 infolge des berücksichtigten Ergebnisses aus einer aktuellen Betriebsprüfung eine deutliche Erhöhung zum Vorjahr aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit T€ 4.854 (Vorjahr: T€ 3.739) durch einen stichtagsbezogenen Effekt auf einem erhöhten Wert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vorjahresvergleich weiter gesunken. Dieses ist im Wesentlichen auf Rückzahlungen der Finanzverpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Teilrückzahlung der Verbindlichkeiten an die Muttergesellschaft sowie des erzielten Jahresüberschusses ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 40 % (Vorjahr: 30 %). 2.f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: Die Umsatzrendite ist nunmehr wieder positiv und beträgt + 3,1 % (Vorjahr: - 7,8 %). Das EBIT verbessert sich deutlich auf T€ + 3.032 (Vorjahr: T€ - 3.250) und die Betriebsleistung je Arbeitnehmer erhöht sich auf T€ 878 (Vorjahr: T€ 726). Mit nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird die Gesellschaft nicht gesteuert. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 wesentlich beeinflussen, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 4.a) Risiken Insgesamt wird der Generikamarkt in Zukunft auch weiterhin unter starkem Konkurrenzdruck stehen. Diese Einschätzung wird dadurch unterstützt, dass immer mehr Originalhersteller ebenfalls auf diesen Markt drängen. Weitere Risiken sehen wir in Wettbewerbern aus Niedriglohnländern (z.B. Indien, China) sowie nicht kalkulierbare Erhöhungen der regulatorischen Kosten bzw. politischen Eingriffen in das Gesundheitssystem. Ein zunehmend ansteigendes Risiko ist die Sicherung der Beschaffung, da es einen immer größeren Wettbewerb um die begrenzten Herstellungskapazitäten speziell im Segment der parenteralen Produkte gibt. Für hameln pharma bedeutet dies, dass wir die bereits in Vorjahren begonnene Mehrlieferantenstrategie für unsere Produkte und Wirkstoffe weiter ausbauen werden, um das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Herstellen weiter zu reduzieren und somit die Marktversorgung permanent sicherstellen. Die Etablierung neuer Hersteller soll zudem Einkaufspreisvorteile und somit erhöhte Wettbewerbsfähigkeit generieren. Die anhaltende Kriegssituation in der Ukraine hat aktuell keinen Einfluss auf die Sicherstellung der Marktversorgung durch unser Unternehmen. Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente. Die Verhandlungen über unsere Schadensersatzforderungen mit einem unserer wesentlichen Hersteller aus dem zweitweisen Verlust seines GMP-Zertifikats im Jahr 2022 und damit verbundenem Lieferausfall konnten im April 2024 abgeschlossen werden. Es wurde eine wirtschaftliche Lösung vereinbart. 4.b) Chancen Die Zukunftseinschätzungen für die hameln pharma sehen wir nach der Rückkehr in die Gewinnzone positiv. Als spezialisierter Nischenanbieter mit einem engagierten, sehr gut ausgebildetem und sich ständig weiterentwickelndem Team können wir mit der internationalen Konkurrenz gut mithalten. Der Schwerpunkt wird dabei, wie in der Vergangenheit, bei parenteralen Produkten für die Akut- sowie Palliativbehandlung in Krankenhäusern und Pflegezentren liegen. Durch weitere Mengenbündelungen und die intensive Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern werden wir auch in Zukunft unsere Vertriebsprozesse innovativer und effizienter gestalten und damit unsere Ergebnissituation verbessern. Für die Zukunft bietet sich die Chance, in bereits erschlossenen Märkten neue Produkte zu etablieren und so das Image des Unternehmens weiter zu stärken und das Produktportfolio auszuweiten. Die Erweiterung unserer Marktpräsenz ist eine weitere Kernaktivität in den nächsten Jahren. Dabei werden wir unsere Aktivitäten auf die CEE-Märkte (Central and Eastern Europe) sowie auf schnell wachsende Märkte in der APAC Region (Asia-Pacific), wie z.B. Australien (Tochtergesellschaft) und Neuseeland, fokussieren. Die Erschließung neuer Märkte in APAC wird wesentlich von unserem Sales Office in Taiwan gestaltet. Die Erfolgsaussichten im asiatischen Raum sind durch die Markt- und Kundennähe deutlich verbessert, weil wir in den vergangenen Jahren durch die räumliche Präsenz ein gutes Verständnis für die Marktmechanismen in dieser Region aufbauen konnten und damit unsere Aktivitäten auf die Bedürfnisse der jeweiligen Märkte ausrichten konnten. In unserer Heimatregion Europa wird es durch weiterhin starken Preis- und Wettbewerbsdruck immer schwieriger, in einem Business-to-Business Modell für alle involvierten Parteien interessante Margen zu realisieren. Deshalb haben wir bereits in Dänemark, den Niederlanden und Schweden Tochtergesellschaften gegründet und unser Geschäftsmodell in den dortigen lokalen Märkten von Business-to-Business auf Business-to-Consumer umgestellt. Diese Strategie wird gemäß unserer Ausbaustrategie Europa für weitere Länder geprüft. In dieser Umstellung des Geschäftsmodells sehen wir zum einen einen Margenvorteil und zum anderen eine deutliche Erhöhung unserer Kundenpräsenz. Dadurch, dass im Wesentlichen für die Durchführung des lokalen Geschäftes nur kleine Landesgesellschaften nötig wären, bleiben die Risiken hinsichtlich erforderlicher Investitionen für den Aufbau dieser Gesellschaften überschaubar, belasten allerdings in der Startphase durch Anlaufkosten und Anlauffinanzierung das Berichtsunternehmen. 4.c) Prognose Trotz der für 2024 erwarteten nur leicht positiven Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und eines weiter anhaltenden Kostendrucks auf das Gesundheitssystem sehen wir für unsere Branche auch in der Zukunft gute Wachstumschancen. Für das Jahr 2024 planen wir einen auf Vorjahresniveau (bereinigt um Sondergeschäft USA) liegenden Umsatz, weil bereits in Vorjahren signifikant höhere Umsatzsteigerungen als geplant realisiert werden konnten. Trotz Rückkehr in die Gewinnzone werden wir weiterhin die Kostensituation eng monitoren und falls notwendig Anpassungen vornehmen. Wir haben zudem marktausgerichtete Priorisierungen innerhalb der angedachten Modernisierung unseres Produktportfolios vorgenommen. Darüber hinaus werden wir uns auf die bereits gegründeten Tochtergesellschaften fokussieren und diese weiter stabilisieren sowie unsere Marktpräsenz in Italien durch eine eigene Gesellschaft ausbauen. Insgesamt prognostizieren wir aus heutiger Sicht für das Berichtsunternehmen in 2024 ein leicht positives Ergebnis. 5. Sonstige Angaben Die Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen. Die ausländischen Tochtergesellschaften weisen folgende Umsätze aus:
Hameln, den 24. Juni 2024 gez. Beate Küter Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die hameln pharma gmbh, Hameln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der hameln pharma gmbh, Hameln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der hameln pharma gmbh, Hameln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 8. Juli 2024 KSB INTAX TREUHAND GmbH gez. Ammermann, Wirtschaftsprüfer gez. Martyniak,Wirtschaftsprüferin |
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