Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 3897
Vorher
DMW Maschinen- und Werkzeugbau GmbHDietz Systeme GmbHIPROTec GmbH
Eingetragen
18.1.2013
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen aller Art, Handel mit derartigen Maschinen und Zubehörteilen, Erbringung von technischen Dienstleistungen in den vorgenannten Bereichen sowie Erbringung von kaufmännischen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tobias Georg Weiß
seit 18.6.2025
Prokura
Tristan Weiß
seit 18.6.2025
Prokura
Christian Straubinger
seit 26.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Zwiesel Fortessa GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IPROTEC GmbH

Zwiesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

IPROTEC GMBH, ZWIESEL

AKTIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.633.897,35 1.659.673,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.633,64 19.701,30
II. Sachanlagen 1.571.263,71 1.639.971,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 561.825,49 643.937,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 425.606,81 475.715,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.331,85 293.898,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 233.499,56 226.420,27
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.080.590,42 11.985.071,87
I. Vorräte 1.825.321,19 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.937.080,72 4.699.049,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.318.188,51 7.286.022,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.929,26 25.673,68
10.742.417,03 13.670.418,61

PASSIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.996.150,54 4.541.716,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 13.296.581,42 13.296.581,42
III. Verlustvortrag -8.779.864,71 -10.042.091,83
IV. Jahresüberschuss 1.454.433,83 1.262.227,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.738.383,67 3.294.905,72
C. VERBINDLICHKEITEN 1.007.882,82 5.833.796,18
10.742.417,03 13.670.418,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 13.350.011,22 11.636.113,17
2. Personalaufwand -8.882.127,21 -8.064.189,07
a) Löhne und Gehälter -7.349.993,03 -6.690.714,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.532.134,18 -1.373.474,90
- davon Aufwendungen für Altersversorgung: EUR 7.701,28 (Vorjahr: EUR 59.815,76)
3. Abschreibungen -279.063,57 -262.705,54
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -279.063,57 -262.705,54
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.583.057,68 -1.907.387,45
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 1.219,05 (Vorjahr: EUR 3.164,13)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.484,79 11.994,37
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.810,04 (Vorjahr: EUR 11.810,04)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -80.291,06 -112.901,79
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 16.449,00 (Vorjahr: EUR 16.275,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -94.613,24 -38.134,96
8. Ergebnis nach Steuern 1.455.343,25 1.262.788,73
9. Sonstige Steuern -909,42 -561,61
10. Jahresüberschuss 1.454.433,83 1.262.227,12

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

IPROTEC GMBH, ZWIESEL

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die IPROTEC GmbH, Zwiesel, hat ihren Sitz in Zwiesel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter der Nummer HRB 3897 eingetragen.

Der Jahresabschluss der IPROTEC GmbH, Zwiesel, zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Euro (EUR) aufgestellt (Anhangsangaben zum Teil in Tausend Euro (TEUR)).

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind vermerkpflichtige Angaben weitgehend im Anhang enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht nachfolgend näher beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt für Software drei Jahre.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten sowie Gemeinkosten einbezogen.

Den Abschreibungen liegen angemessene Abschreibungssätze, die überwiegend in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt wurden, zugrunde. Beim Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Es werden die zulässigen Höchstsätze herangezogen. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder bei technisch bedingt erhöhter Abnutzung eine Anpassung der Restnutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden bis zum 31. Dezember 2017 zu einem Fünftel je Geschäftsjahr abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 800,00 aktiviert und im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzel und -gemeinkosten, direkte Fertigungslöhne und anteilige Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet worden.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt vereinbarungsgemäß, soweit möglich, eine Verrechnung mit bestehenden Verbindlichkeiten.

Liquide Mittel

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte, den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnende Aufwendungen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Eigenkapital

Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß §§ 272, 268 Abs. 3 HGB zum Nennwert.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der modifizierten Teilwertmethode unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, ermittelt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wird gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen ein Betrachtungszeitraum des Durchschnittszinssatzes von zehn Jahren angewendet.

Folgende Parameter wurden verwendet:

Stichtag 30. September 2023
Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. 1,81 %
Erwartete Gehaltsdynamik p.a. 2 %
Erwartete Rentendynamik p.a. 1 %
Fluktuationsrate p.a.
für 20 bis 30jährige Arbeitnehmer 1 %
für 31 bis 40jährige Arbeitnehmer 2 %

Der Unterschiedsbetrag zur Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre beträgt TEUR 14. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB einer laufenden Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.

Die Jubiläumsrückstellungen werden auf Grundlage der bestehenden Richtlinien gebildet. Dabei wurden die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, verwendet und folgende Parameter in die Berechnung einbezogen:

Stichtag 30. September 2023
Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. 1,66 %
Einkommenstrend p.a. 2 %
Fluktuationsrate p.a.
für 20 bis 30jährige Arbeitnehmer 5 %
für 31 bis 40jährige Arbeitnehmer 2 %

Rückstellungen für noch zu erbringende Inbetriebnahmeleistungen wurden mit den voraussichtlich noch anfallenden Personal- und Materialkosten angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Vorräte

Für erhaltene Anzahlungen auf Vorratsbestände erfolgte entsprechend dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB eine offene Absetzung von den Vorräten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.220 (Vorjahr: TEUR 4.240). Davon sind unverändert TEUR 1.200 Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 55).

Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

IV. VORSCHLAG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG ZUR VERWENDUNG DES JAHRESERGEBNISSES

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.454.433,83 zusammen mit dem Verlustvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, Pacht- und ähnlichen Nutzungsverträgen beträgt TEUR 349.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt:

Angestellte 45
Gewerbliche Arbeitnehmer 99
Gesamt 144

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Gerhard Röck Diplom-Ingenieur (FH)
Christian Straubinger Diplom-Betriebswirt (FH)

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans unterbleiben unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Zwiesel Fortessa GmbH (vormals: SüdOst 2 GmbH), Zwiesel, die einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt. Die Veröffentlichung erfolgt im Unternehmensregister.

 

Zwiesel, 1. Dezember 2023

Gerhard Röck, Geschäftsführer

Christian Straubinger, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Okt. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 171.216,92 65.620,63 0,00 0,00 236.837,55
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 821.117,88 0,00 0,00 0,00 821.117,88
Technische Anlagen und Maschinen 654.000,89 0,00 0,00 0,00 654.000,89
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 729.193,74 180.587,94 0,00 0,00 909.781,68
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 226.420,27 7.079,29 0,00 0,00 233.499,56
2.430.732,78 187.667,23 0,00 0,00 2.618.400,01
2.601.949,70 253.287,86 0,00 0,00 2.855.237,56
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Okt. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 151.515,62 22.688,29 0,00 174.203,91
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 177.180,60 82.111,79 0,00 259.292,39
Technische Anlagen und Maschinen 178.285,66 50.108,42 0,00 228.394,08
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.294,76 124.155,07 0,00 559.449,83
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
790.761,02 256.375,28 0,00 1.047.136,30
942.276,64 279.063,57 0,00 1.221.340,21
NETTOBUCHWERTE
30. Sep. 2023
EUR
30. Sep. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 62.633,64 19.701,30
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 561.825,49 643.937,28
Technische Anlagen und Maschinen 425.606,81 475.715,23
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.331,85 293.898,98
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 233.499,56 226.420,27
1.571.263,71 1.639.971,76
1.633.897,35 1.659.673,06

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

IPROTEC GMBH, ZWIESEL

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die IPROTEC GmbH hat ihre Geschäftstätigkeit im Bereich von Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen aller Art im Bereich der Glasherstellung, Verarbeitung und im Bereich Sondermaschinenbau für Automotive-Kunden.

2. Forschung und Entwicklung

Die ständige Weiter- und Neuentwicklung unserer Maschinen und Anlagen hat einen sehr hohen Stellenwert. Dabei orientieren wir uns an den Marktbedürfnissen, die wir permanent beobachten, sowie insbesondere an den Wünschen unserer Kunden. Ziel unserer Entwicklungstätigkeit ist es, unseren Kunden individuelle und zugleich hochwertige Lösungen anbieten zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine und branchenbezogene wirtschaftliche Lage

Die Stagnation der deutschen Wirtschaft hielt auch im dritten Quartal 2023 an, belastet durch einen rückläufigen privaten Konsum und eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen angesichts deutlich sinkender Inflationsraten, steigender Realeinkommen und einer leichten Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft etwas verbessern, wird der Einstieg in das Jahresendquartal durch die schwache statistische Ausganglage zum Ende des dritten Quartals belastet.

Die Produktion in der Industrie ist im September gegenüber dem Vormonat spürbar zurückgegangen (-1,7 %), während die Herstellung im Baugewerbe stagnierte (0,0 %). Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich zum Quartalsende leicht (+0,2 %). Die Nachfragestabilisierung und Stimmungsindikatoren wie die ifo Geschäftserwartungen und die ZEW Konjunkturerwartungen deuten jedoch auf eine Bodenbildung bei der Industriekonjunktur hin.

Im Einzelhandel verlief die Entwicklung bis zuletzt noch schwach. Die realen Umsätze ohne Kfz haben sich im September im Vormonatsvergleich um 0,6 % verringert. Im Zuge steigender Löhne und rückläufiger Inflationsraten dürfte aber in den kommenden Quartalen mit einer Erholung des privaten Konsums zu rechnen sein. Die Inflationsrate verringerte sich im Oktober auf 3,8 %, dem niedrigsten Wert seit August 2021. Dabei war erstmals seit Januar 2021 ein Rückgang der Energiepreise zu konstatieren (-3,2 %), was auf einen Basiseffekt aufgrund des hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr zurückzuführen ist. Nahrungsmittel verteuerten sich im Oktober mit +6,1 % weiterhin überproportional, aber der Preisauftrieb lässt auch hier nach (September: +7,5 %).

Auf dem Arbeitsmarkt macht sich die wirtschaftliche Schwächephase weiter bemerkbar und die Herbstbelebung fällt schwach aus. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Oktober saisonbereinigt um 30.000 Personen. Eine Erholung am Arbeitsmarkt ist erst im Frühjahr zu erwarten.

Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist im Juli nach endgültigen Ergebnissen (1.586) ggü. dem Vormonat mit +2,5 % (ggü. Vorjahresmonat: +37,4 %) erneut gestiegen. Damit setzt sich der seit Mitte 2022 bestehende Trend ansteigender Insolvenzzahlen weiter fort. Der Frühindikator IWH -Insolvenztrend zeigt für Oktober 2023 einen leichten Anstieg von 2,1 % ggü. dem Vormonat (Vorjahresmonat: +43,6 %). Bei der Interpretation der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die deutlichen Anstiege im Vergleich zum Vorjahr in Teilen auf einen Basiseffekt zurückgehen. Aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie umfassender staatlicher Stützungsmaßnahmen gab es bis Mitte 2022 historisch niedrige Insolvenzzahlen.

Gemäß Veröffentlichung des VDMA vom 4. Dezember 2023 federten die hohe Auftragsbestände die Auswirkungen des Nachfragerückgangs im Maschinenbau zunächst ab, doch diese Stütze schwindet. Trotz vielfältigen Investitionsbedarfs fehlt es weiterhin an Impulsen, denn geopolitische Risiken und Kriege, Inflation und eine schwache Weltkonjunktur drücken weltweit auf die Stimmung der Investoren. Für den EU-Maschinenbau sehen wir seit Mai 2023 negative Raten. Im dritten Quartal wurde das Vorjahresniveau um 3 Prozent verfehlt. Kumuliert zeigt sich eine Stagnation auf Vorjahresniveau.

2. Geschäftsverlauf

Die Kapazitäten der IPROTEC GmbH waren voll ausgelastet. Zudem war das Geschäftsjahr gekennzeichnet durch eine hohe Anarbeit bei Großprojekten, mit der Folge, dass sowohl Umsatz und Betriebsleistung als auch Ergebnis über Planwert abgeschlossen werden konnten.

Die Kundenbasis der IPROTEC GmbH ist nach wie vor breit aufgestellt. Es wurden Kunden in elf Ländern beliefert.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vor dem Hintergrund der sehr hohen Auslastung erhöhte sich das Rohergebnis der IPROTEC GmbH, Zwiesel, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.714 auf TEUR 13.350. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 17.650. Aufgrund der längeren Auftragsreichweiten kommt der Anarbeitung der Aufträge weiterhin eine hohe Bedeutung zu. So wurde im Geschäftsjahr bei einigen Maschinen bereits ein sehr hoher Anarbeitungsgrad erreicht bzw. die Maschinen bereits ausgeliefert. Aufgrund noch ausstehender Inbetriebnahmen konnte die Umsatz- und Ergebnisrealisierung bis zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 10,1 % auf TEUR 8.882. In einzelnen Unternehmensbereichen wurde eine Erhöhung des Personalstandes umgesetzt. Der Personalstand erhöhte sich zum Bilanzstichtag daher um 7,8 Vollzeitäquivalente auf 149,8 Vollzeitäquivalente. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich jedoch aufgrund der hohen Betriebsleistung aufgrund der hohen Anarbeit um 5,8 Prozentpunkte auf 38,3 %.

Die Materialaufwandsquote ist aufgrund noch nicht verumsatzter Projekte im Vergleich zum Vorjahr (37,1 %) deutlich auf 43,1 % angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 2.583.

Planmäßige Abschreibungen waren in Höhe von TEUR 279 zu berücksichtigen.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 1.455.

Die Vermögenslage ist geprägt durch ein nahezu gleichbleibendes Anlagevermögen sowie einer deutlichen Erhöhung der Vorräte und der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen und einer deutlichen Reduzierung der Guthaben bei Kreditinstituten. Die erhaltenen Kundenanzahlungen, die offen von den Vorräten abgesetzt werden, erhöhten sich insbesondere durch die Akquise weiterer Kundenaufträge. Die Reduzierung der Bilanzsumme von TEUR 13.670 auf TEUR 10.742 ist vor allem auf den Rückgang der liquiden Mittel (TEUR - 5.968) zurückzuführen.

Die Investitionen in Höhe von TEUR 253 betrafen im Wesentlichen Ergänzungen der Software, der Betriebs- und Geschäftsausstattung und des Maschinenparks.

Auf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 405 insbesondere aufgrund von Rückstellungen für Aufwendungen für noch ausstehende Inbetriebnahmen.

Bei einer um TEUR 2.928 reduzierten Bilanzsumme ermittelt sich eine über Vorjahresniveau liegende Eigenkapitalquote von 55,8 %.

Die Liquidität des Unternehmens war durchgehend gesichert. Die IPROTEC ist mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet.

4. Finanzielle sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir als wesentliche Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach Steuern heran. Darüber hinaus werden Produktionsdaten und Personalkennzahlen verwendet.

5. Gesamtaussage

Die IPROTEC GmbH konnte bei leicht gesunkenen Umsatzerlösen, jedoch deutlich gestiegener Betriebsleistung, ein deutlich positives Geschäftsjahresergebnis nach Steuern von TEUR 1.455 erreichen.

III. Chancen- und Risikobericht

Für die künftige Entwicklung des Unternehmens im nächsten Geschäftsjahr sind vor allem folgende Chancen und Risiken bedeutsam:

Die IPROTEC GmbH hat sowohl spezifisches Know-How im Bereich Glasmaschinenbau, ist aber auch als breit aufgestellter Sondermaschinenbauer tätig und kann somit eine breite Kundenstruktur bedienen und gleichzeitig sehr spezifische Eigenentwicklungen vermarkten. Hier bietet sich die Möglichkeit, diese Vorteile weiter auszubauen.

Mit dem Einmarsch von russischen Truppen am 24. Februar 2022 in die Ukraine begann der Russland-Ukraine-Krieg. Direkte Risiken können hinsichtlich der Energieversorgung und kosten oder weiteren Einschränkungen von Materialverfügbarkeiten entstehen. Als indirektes Risiko kann ein möglicher Rückgang des Absatzes in Europa aufgrund eines Konjunktureinbruchs infolge des Russland-Ukraine-Krieges angesehen werden. Diese und weitere geopolitische Unsicherheiten können zu deutlicher Investitionszurückhaltung bei unseren potentiellen Kunden führen.

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung sind auch die weltpolitischen Entwicklungen für die IPROTEC GmbH zunehmend stärker spürbar. Potenzielle Einschränkungen der Exportmöglichkeiten aufgrund von Handelskriegen und Strafzöllen stellen ein bedeutsames Risiko dar. Der Auftragseingang und die Kapazitätsauslastung werden daher laufend überwacht.

Der hohe Aufwand für die Kundenberatung und die Erarbeitung von kundenspezifischen Lösungen ermöglichen der Gesellschaft, Risiken in der Fertigung und Inbetriebnahme der Anlagen zu minimieren, und sorgen damit für eine hohe Kundenbindung. Des Weiteren bietet die IPROTEC GmbH auch laufende Wartungsverträge für die ausgelieferten Maschinen und Anlagen an.

Währungsrisiken werden durch eine in EURO stattfindende Faktura minimiert.

Ein weiteres Risiko für die IPROTEC stellt der zunehmende Fachkräftemangel dar. Mit entsprechenden Personalmarketingmaßnahmen werden frühzeitig Nachwuchskräfte an das Unternehmen gebunden.

Aufgrund der aktuellen weltweiten Nachfragesituation stellen Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Vorprodukten ein Risiko dar, wenngleich sich dieses Risiko gegenüber Vorjahr reduziert hat.

IT-Risiken ergeben sich insbesondere aus der potentiellen Unterbrechung von Servern sowie Speichermedien, was einen Ausfall des laufenden Geschäftsbetriebes zur Folge hätte. Des Weiteren bestehen Risiken auch im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität und dem Datenschutz.

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlich erwarten wir durch die gleichbleibend hohe Inflation eine Stagnation der Wirtschaft weltweit. Leichte Verbesserungen könnten sich allenfalls bei sinkenden Inflationsraten in der sich erholenden Nachfrage durch die Verbesserung der Konsumaussichten ergeben.

Vor dem Hintergrund der in Anarbeit befindlichen Großprojekte gehen wir für die IPROTEC GmbH für das Geschäftsjahr 2023/24 von einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse und einer leichten Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern aus. Aufgrund noch nicht vollständig gefüllter Auftragsbücher gehen wir jedoch von einer deutlichen Reduzierung der Betriebsleistung aus.

Die Ergebnisse der ersten Monate des Geschäftsjahres 2023/2024 bestätigen diese Einschätzung.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Langfristige Fertigungsaufträge werden gegen Anzahlungen abgewickelt, die den laufenden Ausgaben für die Aufträge angepasst werden. Forderungen gegenüber ausländischen Kunden werden überwiegend über Akkreditive abgesichert.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Zwiesel, den 1. Dezember 2023

Gerhard Röck, Geschäftsführer

Christian Straubinger, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

IPROTEC GMBH, ZWIESEL

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IPROTEC GmbH, Zwiesel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IPROTEC GmbH, Zwiesel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPROTEC GmbH, Zwiesel, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Deggendorf, 1. Dezember 2023

Dr. Kittl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer

Florian Dilger, Wirtschaftsprüfer

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSS

IPROTEC GMBH, ZWIESEL

Die Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2023 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. September 2023 sowie den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.