TGZ Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Georg Weiß seit 18.6.2025 | Prokura |
Tristan Weiß seit 18.6.2025 | Prokura |
Christian Straubinger seit 26.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IPROTEC GmbHZwieselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023IPROTEC GMBH, ZWIESELAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23IPROTEC GMBH, ZWIESELI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die IPROTEC GmbH, Zwiesel, hat ihren Sitz in Zwiesel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter der Nummer HRB 3897 eingetragen. Der Jahresabschluss der IPROTEC GmbH, Zwiesel, zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Euro (EUR) aufgestellt (Anhangsangaben zum Teil in Tausend Euro (TEUR)). Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind vermerkpflichtige Angaben weitgehend im Anhang enthalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht nachfolgend näher beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt für Software drei Jahre. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten sowie Gemeinkosten einbezogen. Den Abschreibungen liegen angemessene Abschreibungssätze, die überwiegend in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt wurden, zugrunde. Beim Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Es werden die zulässigen Höchstsätze herangezogen. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder bei technisch bedingt erhöhter Abnutzung eine Anpassung der Restnutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden bis zum 31. Dezember 2017 zu einem Fünftel je Geschäftsjahr abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 800,00 aktiviert und im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzel und -gemeinkosten, direkte Fertigungslöhne und anteilige Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet worden. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt vereinbarungsgemäß, soweit möglich, eine Verrechnung mit bestehenden Verbindlichkeiten. Liquide Mittel Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte, den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnende Aufwendungen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Eigenkapital Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß §§ 272, 268 Abs. 3 HGB zum Nennwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der modifizierten Teilwertmethode unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, ermittelt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wird gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen ein Betrachtungszeitraum des Durchschnittszinssatzes von zehn Jahren angewendet. Folgende Parameter wurden verwendet:
Der Unterschiedsbetrag zur Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre beträgt TEUR 14. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB einer laufenden Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Jubiläumsrückstellungen werden auf Grundlage der bestehenden Richtlinien gebildet. Dabei wurden die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, verwendet und folgende Parameter in die Berechnung einbezogen:
Rückstellungen für noch zu erbringende Inbetriebnahmeleistungen wurden mit den voraussichtlich noch anfallenden Personal- und Materialkosten angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Vorräte Für erhaltene Anzahlungen auf Vorratsbestände erfolgte entsprechend dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB eine offene Absetzung von den Vorräten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.220 (Vorjahr: TEUR 4.240). Davon sind unverändert TEUR 1.200 Forderungen gegen die Gesellschafterin. Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 55). Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. IV. VORSCHLAG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG ZUR VERWENDUNG DES JAHRESERGEBNISSES Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.454.433,83 zusammen mit dem Verlustvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen. V. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, Pacht- und ähnlichen Nutzungsverträgen beträgt TEUR 349. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt:
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung:
Die Angaben über die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans unterbleiben unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Zwiesel Fortessa GmbH (vormals: SüdOst 2 GmbH), Zwiesel, die einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt. Die Veröffentlichung erfolgt im Unternehmensregister.
Zwiesel, 1. Dezember 2023 Gerhard Röck, Geschäftsführer Christian Straubinger, Geschäftsführer
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23IPROTEC GMBH, ZWIESELI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die IPROTEC GmbH hat ihre Geschäftstätigkeit im Bereich von Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen aller Art im Bereich der Glasherstellung, Verarbeitung und im Bereich Sondermaschinenbau für Automotive-Kunden. 2. Forschung und Entwicklung Die ständige Weiter- und Neuentwicklung unserer Maschinen und Anlagen hat einen sehr hohen Stellenwert. Dabei orientieren wir uns an den Marktbedürfnissen, die wir permanent beobachten, sowie insbesondere an den Wünschen unserer Kunden. Ziel unserer Entwicklungstätigkeit ist es, unseren Kunden individuelle und zugleich hochwertige Lösungen anbieten zu können. II. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeine und branchenbezogene wirtschaftliche Lage Die Stagnation der deutschen Wirtschaft hielt auch im dritten Quartal 2023 an, belastet durch einen rückläufigen privaten Konsum und eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen angesichts deutlich sinkender Inflationsraten, steigender Realeinkommen und einer leichten Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft etwas verbessern, wird der Einstieg in das Jahresendquartal durch die schwache statistische Ausganglage zum Ende des dritten Quartals belastet. Die Produktion in der Industrie ist im September gegenüber dem Vormonat spürbar zurückgegangen (-1,7 %), während die Herstellung im Baugewerbe stagnierte (0,0 %). Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich zum Quartalsende leicht (+0,2 %). Die Nachfragestabilisierung und Stimmungsindikatoren wie die ifo Geschäftserwartungen und die ZEW Konjunkturerwartungen deuten jedoch auf eine Bodenbildung bei der Industriekonjunktur hin. Im Einzelhandel verlief die Entwicklung bis zuletzt noch schwach. Die realen Umsätze ohne Kfz haben sich im September im Vormonatsvergleich um 0,6 % verringert. Im Zuge steigender Löhne und rückläufiger Inflationsraten dürfte aber in den kommenden Quartalen mit einer Erholung des privaten Konsums zu rechnen sein. Die Inflationsrate verringerte sich im Oktober auf 3,8 %, dem niedrigsten Wert seit August 2021. Dabei war erstmals seit Januar 2021 ein Rückgang der Energiepreise zu konstatieren (-3,2 %), was auf einen Basiseffekt aufgrund des hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr zurückzuführen ist. Nahrungsmittel verteuerten sich im Oktober mit +6,1 % weiterhin überproportional, aber der Preisauftrieb lässt auch hier nach (September: +7,5 %). Auf dem Arbeitsmarkt macht sich die wirtschaftliche Schwächephase weiter bemerkbar und die Herbstbelebung fällt schwach aus. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Oktober saisonbereinigt um 30.000 Personen. Eine Erholung am Arbeitsmarkt ist erst im Frühjahr zu erwarten. Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist im Juli nach endgültigen Ergebnissen (1.586) ggü. dem Vormonat mit +2,5 % (ggü. Vorjahresmonat: +37,4 %) erneut gestiegen. Damit setzt sich der seit Mitte 2022 bestehende Trend ansteigender Insolvenzzahlen weiter fort. Der Frühindikator IWH -Insolvenztrend zeigt für Oktober 2023 einen leichten Anstieg von 2,1 % ggü. dem Vormonat (Vorjahresmonat: +43,6 %). Bei der Interpretation der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die deutlichen Anstiege im Vergleich zum Vorjahr in Teilen auf einen Basiseffekt zurückgehen. Aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie umfassender staatlicher Stützungsmaßnahmen gab es bis Mitte 2022 historisch niedrige Insolvenzzahlen. Gemäß Veröffentlichung des VDMA vom 4. Dezember 2023 federten die hohe Auftragsbestände die Auswirkungen des Nachfragerückgangs im Maschinenbau zunächst ab, doch diese Stütze schwindet. Trotz vielfältigen Investitionsbedarfs fehlt es weiterhin an Impulsen, denn geopolitische Risiken und Kriege, Inflation und eine schwache Weltkonjunktur drücken weltweit auf die Stimmung der Investoren. Für den EU-Maschinenbau sehen wir seit Mai 2023 negative Raten. Im dritten Quartal wurde das Vorjahresniveau um 3 Prozent verfehlt. Kumuliert zeigt sich eine Stagnation auf Vorjahresniveau. 2. Geschäftsverlauf Die Kapazitäten der IPROTEC GmbH waren voll ausgelastet. Zudem war das Geschäftsjahr gekennzeichnet durch eine hohe Anarbeit bei Großprojekten, mit der Folge, dass sowohl Umsatz und Betriebsleistung als auch Ergebnis über Planwert abgeschlossen werden konnten. Die Kundenbasis der IPROTEC GmbH ist nach wie vor breit aufgestellt. Es wurden Kunden in elf Ländern beliefert. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vor dem Hintergrund der sehr hohen Auslastung erhöhte sich das Rohergebnis der IPROTEC GmbH, Zwiesel, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.714 auf TEUR 13.350. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 17.650. Aufgrund der längeren Auftragsreichweiten kommt der Anarbeitung der Aufträge weiterhin eine hohe Bedeutung zu. So wurde im Geschäftsjahr bei einigen Maschinen bereits ein sehr hoher Anarbeitungsgrad erreicht bzw. die Maschinen bereits ausgeliefert. Aufgrund noch ausstehender Inbetriebnahmen konnte die Umsatz- und Ergebnisrealisierung bis zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgen. Der Personalaufwand erhöhte sich um 10,1 % auf TEUR 8.882. In einzelnen Unternehmensbereichen wurde eine Erhöhung des Personalstandes umgesetzt. Der Personalstand erhöhte sich zum Bilanzstichtag daher um 7,8 Vollzeitäquivalente auf 149,8 Vollzeitäquivalente. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich jedoch aufgrund der hohen Betriebsleistung aufgrund der hohen Anarbeit um 5,8 Prozentpunkte auf 38,3 %. Die Materialaufwandsquote ist aufgrund noch nicht verumsatzter Projekte im Vergleich zum Vorjahr (37,1 %) deutlich auf 43,1 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 2.583. Planmäßige Abschreibungen waren in Höhe von TEUR 279 zu berücksichtigen. Das Ergebnis nach Steuern beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 1.455. Die Vermögenslage ist geprägt durch ein nahezu gleichbleibendes Anlagevermögen sowie einer deutlichen Erhöhung der Vorräte und der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen und einer deutlichen Reduzierung der Guthaben bei Kreditinstituten. Die erhaltenen Kundenanzahlungen, die offen von den Vorräten abgesetzt werden, erhöhten sich insbesondere durch die Akquise weiterer Kundenaufträge. Die Reduzierung der Bilanzsumme von TEUR 13.670 auf TEUR 10.742 ist vor allem auf den Rückgang der liquiden Mittel (TEUR - 5.968) zurückzuführen. Die Investitionen in Höhe von TEUR 253 betrafen im Wesentlichen Ergänzungen der Software, der Betriebs- und Geschäftsausstattung und des Maschinenparks. Auf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 405 insbesondere aufgrund von Rückstellungen für Aufwendungen für noch ausstehende Inbetriebnahmen. Bei einer um TEUR 2.928 reduzierten Bilanzsumme ermittelt sich eine über Vorjahresniveau liegende Eigenkapitalquote von 55,8 %. Die Liquidität des Unternehmens war durchgehend gesichert. Die IPROTEC ist mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. 4. Finanzielle sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir als wesentliche Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach Steuern heran. Darüber hinaus werden Produktionsdaten und Personalkennzahlen verwendet. 5. Gesamtaussage Die IPROTEC GmbH konnte bei leicht gesunkenen Umsatzerlösen, jedoch deutlich gestiegener Betriebsleistung, ein deutlich positives Geschäftsjahresergebnis nach Steuern von TEUR 1.455 erreichen. III. Chancen- und Risikobericht Für die künftige Entwicklung des Unternehmens im nächsten Geschäftsjahr sind vor allem folgende Chancen und Risiken bedeutsam: Die IPROTEC GmbH hat sowohl spezifisches Know-How im Bereich Glasmaschinenbau, ist aber auch als breit aufgestellter Sondermaschinenbauer tätig und kann somit eine breite Kundenstruktur bedienen und gleichzeitig sehr spezifische Eigenentwicklungen vermarkten. Hier bietet sich die Möglichkeit, diese Vorteile weiter auszubauen. Mit dem Einmarsch von russischen Truppen am 24. Februar 2022 in die Ukraine begann der Russland-Ukraine-Krieg. Direkte Risiken können hinsichtlich der Energieversorgung und kosten oder weiteren Einschränkungen von Materialverfügbarkeiten entstehen. Als indirektes Risiko kann ein möglicher Rückgang des Absatzes in Europa aufgrund eines Konjunktureinbruchs infolge des Russland-Ukraine-Krieges angesehen werden. Diese und weitere geopolitische Unsicherheiten können zu deutlicher Investitionszurückhaltung bei unseren potentiellen Kunden führen. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung sind auch die weltpolitischen Entwicklungen für die IPROTEC GmbH zunehmend stärker spürbar. Potenzielle Einschränkungen der Exportmöglichkeiten aufgrund von Handelskriegen und Strafzöllen stellen ein bedeutsames Risiko dar. Der Auftragseingang und die Kapazitätsauslastung werden daher laufend überwacht. Der hohe Aufwand für die Kundenberatung und die Erarbeitung von kundenspezifischen Lösungen ermöglichen der Gesellschaft, Risiken in der Fertigung und Inbetriebnahme der Anlagen zu minimieren, und sorgen damit für eine hohe Kundenbindung. Des Weiteren bietet die IPROTEC GmbH auch laufende Wartungsverträge für die ausgelieferten Maschinen und Anlagen an. Währungsrisiken werden durch eine in EURO stattfindende Faktura minimiert. Ein weiteres Risiko für die IPROTEC stellt der zunehmende Fachkräftemangel dar. Mit entsprechenden Personalmarketingmaßnahmen werden frühzeitig Nachwuchskräfte an das Unternehmen gebunden. Aufgrund der aktuellen weltweiten Nachfragesituation stellen Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Vorprodukten ein Risiko dar, wenngleich sich dieses Risiko gegenüber Vorjahr reduziert hat. IT-Risiken ergeben sich insbesondere aus der potentiellen Unterbrechung von Servern sowie Speichermedien, was einen Ausfall des laufenden Geschäftsbetriebes zur Folge hätte. Des Weiteren bestehen Risiken auch im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität und dem Datenschutz. IV. Prognosebericht Gesamtwirtschaftlich erwarten wir durch die gleichbleibend hohe Inflation eine Stagnation der Wirtschaft weltweit. Leichte Verbesserungen könnten sich allenfalls bei sinkenden Inflationsraten in der sich erholenden Nachfrage durch die Verbesserung der Konsumaussichten ergeben. Vor dem Hintergrund der in Anarbeit befindlichen Großprojekte gehen wir für die IPROTEC GmbH für das Geschäftsjahr 2023/24 von einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse und einer leichten Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern aus. Aufgrund noch nicht vollständig gefüllter Auftragsbücher gehen wir jedoch von einer deutlichen Reduzierung der Betriebsleistung aus. Die Ergebnisse der ersten Monate des Geschäftsjahres 2023/2024 bestätigen diese Einschätzung. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Langfristige Fertigungsaufträge werden gegen Anzahlungen abgewickelt, die den laufenden Ausgaben für die Aufträge angepasst werden. Forderungen gegenüber ausländischen Kunden werden überwiegend über Akkreditive abgesichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Zwiesel, den 1. Dezember 2023 Gerhard Röck, Geschäftsführer Christian Straubinger, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23IPROTEC GMBH, ZWIESELDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IPROTEC GmbH, Zwiesel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IPROTEC GmbH, Zwiesel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPROTEC GmbH, Zwiesel, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 1. Dezember 2023 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Florian Dilger, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSIPROTEC GMBH, ZWIESELDie Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2023 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. September 2023 sowie den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen. |
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