Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH
Gutenbergstraße 84, 24118 Kiel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan-Philipp Petersen seit 5.4.2024 | Geschäftsführer |
Timo Schröder seit 8.7.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bescheinigung In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH, Kiel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personengesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Kiel, 8. Mai 2024 rt
Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
Petereit, Wirtschaftsprüfer ppa. Grandt, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Amtsgericht KielHRB 3126 KIAnhang für das Geschäftsjahr 20231. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir grundsätzlich beibehalten. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. § 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei Zugängen beweglicher Vermögensgegenstände werden die Abschreibungen im Zugangsjahr pro rata temporis verrechnet. Neu angeschaffte bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichen allgemeinen AfA-Tabelle abgeschrieben. In Ausnahmefällen kommt die degressive Abschreibung mit einem Abschreibungssatz von maximal 25% zum Ansatz. Die degressive Abschreibung wird insbesondere im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen der Elektroladeinfrastruktur angewandt, um so dem Nutzungsverlauf besser zu entsprechen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenzen sofort abgeschrieben und im Jahr des Zugangs im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Geschäfts- und Vorführwagen bewerten wir zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen bei Geschäftswagen grundsätzlich linear über 6 Jahre. Ausgenommen hiervon ist ein Oldtimer, der keiner Abnutzung unterliegt und somit nicht abgeschrieben wird. Vorführwagen und Vermietfahrzeuge werden degressiv mit dem Satz von 25% abgeschrieben. Den Besonderheiten im Kraftfahrzeughandel wurde durch den gesonderten Ausweis der Geschäfts- und Vorführwagen zwischen dem Anlage- und dem Umlaufvermögen Rechnung getragen. Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Für die Zwecke einer verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Lagerungs- und Bestandsrisiken werden ausreichend bemessene Wertabschläge vorgenommen. Dabei werden die Ersatzteile auf Basis der Altersstruktur und Umschlagshäufigkeit pauschal wertberichtigt, bei Gebrauchtwagen werden Wertabschläge unter Berücksichtigung der Marktpreise für das jeweilige Fahrzeug einzeln vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf die Forderungen, die älter als 180 Tage oder im rechtsanwaltlichen Inkasso sind, werden Einzelwertberichtigungen wegen spezieller Kreditrisiken in Höhe von 50 % gebildet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus dem Werkstatt- und Teilegeschäft eine Pauschalwertberichtigung von 5 % gebildet. Die liquiden Mittel sind wie im Vorjahr zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wird auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung durch ausreichende Dotierung von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag Rechnung getragen. Sie decken in diesem Rahmen alle erkennbaren Risiken aus zukünftigen Inanspruchnahmen ab. Verbindlichkeiten weisen wir mit dem Erfüllungsbetrag aus. 2. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen und die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen und aus Sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pooling. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 6.221 (i.Vj. TEUR. 4.495). Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 102 für Verpflichtungen gegenüber dem Personal sowie in Höhe von TEUR 107 für Rückkaufverpflichtungen aus dem Leasinggeschäft. Von den gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.047 haben TEUR 4.349 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vj. TEUR 6.538). Bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 698 (Vj. TEUR 595) handelt es sich ausschließlich um Sonstige Verbindlichkeiten. Es existieren wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 79 (i. Vj. TEUR 1.806) bestehen in Höhe von TEUR 67 (i.Vj. TEUR 1.796) gegenüber der Gesellschafterin. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 116 (Vj. 462) handelt es sich überwiegend um die Sachbezüge aus der Kfz-Nutzung. Im Vorjahr sind au- ßerdem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Drohverluste und für Rückkaufverpflichtungen aus Leasinggeschäften in Höhe von TEUR 284 enthalten. 3. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft bürgt selbstschuldnerisch bis zu einer Höhe von 5 Mio. EUR für Forderungen eines Kreditinstitutes gegen eine weitere Konzerngesellschaft. Aufgrund der stabilen Finanzlage dieser Konzerngesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine Veränderungen ergeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aus Mietverträgen resultierenden finanziellen Verpflichtungen für 2024 betragen TEUR 486 und bestehen in Höhe von TEUR 455 gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus der Rücknahme von Fahrzeugen von Leasinggesellschaften können sich bis 2027 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 22.108 ergeben. Arbeitnehmerzahl Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 53 (i. Vj. 54) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 17 Mitarbeiter als Produktivkräfte in der Werkstatt beschäftigt, 32 Mitarbeiter in Verwaltung und Vertrieb und 4 Mitarbeiter in weiteren Bereichen. Geschäftsführung Geschäftsführer sind die Herren Dirk Fojut, Kaufmann, Altenholz Timo Schröder, Kaufmann, Wankendorf Jan-Philipp Petersen, Kaufmann, Kiel (ab 1. April 2024) Gemäß § 286 Abs. 4 HGB werden keine Angaben zu den Bezügen der Organe gemacht. Konzernabschluss Die Hüsgen & Schmidt Verwaltungs GmbH, Kiel, stellt einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 7.340.723,52 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kiel, den 7. Mai 2024 Die Geschäftsführer Dirk Fojut Jan-Philipp Petersen Timo Schröder Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Berichtsgesellschaft ist in der Automobilhandelsbranche tätig und betreibt das Audi Zentrum Kiel. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör sowie der Betrieb einer Kraftfahrzeugwerkstatt. 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft hat sich im Gesamtjahr 2023 um 0,3% reduziert. Im Winter 2023/24 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Die Umsätze im Kfz-Gewerbe sind in Deutschland im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 11,9 % auf 207,3 Milliarden € gewachsen (Vorjahr 185,2 Milliarden €). In den einzelnen Geschäftsbereichen ergaben sich folgende Entwicklungen: Die Neuzulassungszahl hat sich auf 2,84 Mio. Einheiten um 7,3 % erhöht, davon entfielen 1,57 Mio. Einheiten (Vorjahr 1,52 Mio.) auf den markengebundenen Neuwagenhandel, der seine Neuwagenumsätze um 2,6 % auf 66,6 Mrd. € ausbauen konnte. Der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) bemerkt dazu, dass der Neuwagenhandel das "Sorgenkind" des Kfz-Gewerbes bleibt, da die Zuwächse vor allem der gegenüber dem Vorjahr verbesserten Verfügbarkeit der Autos geschuldet waren und nicht aus einer erhöhten Nachfrage resultierten. Die Fahrzeug-Neubestellungen v. a. durch Privatkunden seien deutlich rückläufig gewesen. Die Besitzumschreibungen haben sich im Jahr 2023 um 6,9% auf 6,03 Mio. Einheiten erhöht, davon entfielen 2,23 Mio. Einheiten (Vorjahr 2,14 Mio.) auf den Markenhandel, der seine Umsätze mit Gebrauchtwagen um 15,2 % auf 58,4 Mrd. € ausbauen konnte. Der Großteil des Umsatzwachstums ist auf die um 10,6% gestiegenen Transaktionspreise zurückzuführen. Die Umsätze im Servicegeschäft sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 17,7% gestiegen und lagen im Jahr 2023 bei 33,8 Mrd. €. Als Gründe führt der ZDK einen gewachsenen Fahrzeugbestand, eine höhere Anzahl Wartungen und Preiseffekte an. Aufgrund eines reduzierten Ertragsniveaus im Neu- und Gebrauchtwagenverkauf hat sich die Umsatzrendite im Kfz-Gewerbe auf geschätzte 2,1 % (Vorjahr 3,1%) zurückentwickelt. 2.2 Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse im Gesamtbetrieb haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 21,0 % oder T€ 7.995 auf T€ 46.148 erhöht. Der Umsatzanstieg fiel damit deutlich stärker aus als in der Branche. Dabei ist der Umsatzanstieg fast vollständig auf den Fahrzeughandel zurückzuführen, insbesondere die Umsätze im Gebrauchtwagenverkauf konnten aufgrund eines aktiver wahrgenommenen Werkswagengeschäftes mit 34,8 % oder T€ 5.667 deutlich gesteigert werden. Der Umsatz im Aftersales und in den übrigen Geschäftsbereichen konnte mit einem Anstieg von T€ 59 hingegen nur unwesentlich zulegen. 2.3 Investitionen Die Investitionen ins Sachanlagevermögen fielen mit einem Volumen von T€ 29 eher gering aus und verteilten sich auf diverse Anlagegüter. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres (einschl. solcher auf Geschäfts- und Vorführwagen) betrugen insgesamt T€ 784; es waren keine nennenswerten Anlagenabgänge zu verzeichnen. Leasingverpflichtungen in wesentlichem Umfang sind wir nicht eingegangen. 2.4 Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt zusammen mit anderen Schwestergesellschaften, hierzu besteht eine Cashpool-Vereinbarung zwischen den Schwestergesellschaften und der Hausbank. Die Schwestergesellschaft Schmidt & Hoffmann GmbH hat mit einem Kreditinstitut ein langfristiges Darlehen in Höhe von 5 Mio. € (Laufzeit bis zum 30.11.2031) abgeschlossen und zur kurzfristigen Finanzierung mit zwei Kreditinstituten Rahmenkreditvereinbarungen getroffen. 2.5 Personalbereich Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 75 Mitarbeiter (einschließlich 25 Auszubildende) zur Belegschaft. Im Vorjahr waren es 78 Mitarbeiter (einschließlich 26 Auszubildende). Aufgrund des Fachkräftemangels konnten nicht zu jeder Zeit alle Stellen besetzt werden. 3. Darstellung der Lage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 auf T€ 13.289 (Vorjahr T€ 14.164) um 6,2% reduziert. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 2,5%, der Anteil der Geschäfts- und Vorführwagen beträgt 19,0% und der Anteil des Umlaufvermögens 78,5%. Die Bilanzsumme hat sich um T€ 875 reduziert, in diesem Betrag saldieren sich verschiedene Positionen. Wir sehen u. a. Steigerungen in den Vorratsbeständen in Höhe von T€ 664 und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 676, die durch eine Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.298 überkompensiert werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wiederum die Beträge, die die Berichtsgesellschaft dem in der Schmidt & Hoffmann GmbH angesiedelten Cashpool zur Verfügung stellt. Diese Forderungen haben sich reduziert, da die Ende des Jahres 2022 beschlossene Ausschüttung von Bilanzgewinnen im Geschäftsjahr 2023 zu Zahlungsabflüssen in der Berichtsgesellschaft führte. Das Eigenkapital hat sich um einen Betrag in Höhe des Jahresüberschusses von T€ 1.120 erhöht. Das Eigenkapital beträgt am Bilanzstichtag T€ 7.852, die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals und der reduzierten Bilanzsumme auf 59,1% (Vorjahr 47,5%) erhöht. Das Fremdkapital (einschl. Rückstellungen) hat sich absolut von T€ 7.432 auf T€ 5.437 reduziert. Zur Finanzierung der erhöhten Vorratsbestände (siehe oben) wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 548 ausgeweitet. Die aus der Ausschüttung von Bilanzgewinnen resultierenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2023 getilgt und führen zu einer Reduzierung eben dieser um T€ 1.728 (ebenfalls siehe oben). Außerdem haben sich die Verbindlichkeiten aus Steuern um T€ 1.167 reduziert, davon entfallen T€ 659 auf Steuern aus der bereits erwähnten Ausschüttung von Bilanzgewinnen. 3.2 Finanzlage Ergänzend zu den Ausführungen bezüglich der Finanzierungsmaßnahmen ist anzumerken, dass die Liquidität der Berichtsgesellschaft im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert war. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.120 (Vorjahr T€ 1.726) erwirtschaftet werden. Das Rohergebnis, also der Saldo aus Umsatzerlösen und Materialaufwand, beläuft sich auf T€ 9.810 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 282 erhöht. Der Rohertrag im Neuwagenverkauf hat sich um einen Betrag in Höhe von T€ 572 erhöht, da der Umsatz um T€ 2.269 und die Rohertragsquote um 1,7 Prozentpunkte höher lagen als im Vorjahr. Im Gebrauchtwagenverkauf ist der Rohertrag leicht um T€ 21 zurückgegangen, hier steht einem deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von T€ 5.667 ein Rückgang der Rohertragsquote um 4,2 Prozentpunkte gegenüber. Im Aftersales und in den Übrigen Geschäftsbereichen war ein Rückgang des Rohertrages in Höhe von T€ 269 festzustellen. Der Personalaufwand hat sich trotz leicht rückläufiger Mitarbeiterzahl (siehe Punkt 2.5) um T€ 294 auf nun T€ 3.731 erhöht. Hier machen sich Lohn- und Gehaltssteigerungen bemerkbar, außerdem sind aufgrund der Entwicklung von Umsatz und Rohertrag im Fahrzeughandel höhere Verkäuferprovisionen angefallen. Die Abschreibungen sind um T€ 58 auf T€ 784 angestiegen, hauptsächlich entfallen diese auf Geschäfts- und Vorführwagen. Durch die Verbesserung der Lieferfähigkeit der Hersteller war es möglich, wieder höhere Bestände vorzuhalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 335 auf T€ 3.710 erhöht. Die größten Kostenanstiege sehen wir im Instandhaltungsaufwand mit T€ 143, der sich durch die Umrüstung der Beleuchtung auf LED erhöht hat und bei umsatzsensiblen Aufwendungen wie z. B. der Händlerbeteiligung für die Restwertabsicherung in Höhe von T€ 103. Das Finanzergebnis ist wie im Vorjahr negativ und beläuft sich auf T€ -27 (i.Vj. T€ -20). Aufgrund dieser aufgezeigten Veränderungen hat sich das Jahresergebnis vor Ertragsteuern auf T€ 1.661 (Vorjahr T€ 2.412) reduziert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Geschäftsverlauf wird anhand einer Vielzahl von finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beurteilt. Es erfolgt eine regelmäßige Analyse dieser Leistungsindikatoren unter Berücksichtigung von historischen Vergleichswerten sowie der Jahresplanzahlen. Die bedeutsamsten Indikatoren sind für uns die Umsatzentwicklung (siehe Punkt 2.2) sowie die Entwicklung des Jahresergebnis vor Steuern (siehe Punkt 3.3). Wir hatten in der Planung für das Jahr 2023 angenommen, dass sich die Geschäfte ähnlich wie im Vorjahr entwickeln würden, waren allerdings aufgrund von zu erwartenden Kostensteigerungen von einem rückläufigen Ergebnis ausgegangen. Tatsächlich ist der Umsatz u. a. aufgrund einer höheren Aktivität im Gebrauchtwagengeschäft deutlich höher als geplant ausgefallen. Die höheren Gebrauchtwagenumsätze haben allerdings nicht zu höheren Roherträgen geführt beziehungsweise wurden durch ein insgesamt reduziertes Ertragsniveau in diesem Geschäftsfeld egalisiert. Die geplanten Kostensteigerungen sind hingegen eingetreten, so dass sich das Jahresergebnis vor Steuern mit T€ 1.661 in der prognostizierten Spanne zwischen 1,5 - 2,0 Mio. € eingefunden hat. 5. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Nachfolgend weisen wir auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hin. Außerdem gehen wir auch auf wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung ein. Die Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein Controllingsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung eingerichtet. Das eingesetzte Steuerungs- und Überwachungssystem wird fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Die Beeinträchtigungen der Lieferketten haben im Geschäftsjahr 2023 abgenommen, führten zu einer besseren Fahrzeugverfügbarkeit und ermöglichten es Auftragsbestände abzubauen. Die Audi AG sieht für das Jahr 2024 allerdings weiterhin Versorgungsrisiken, die Auswirkungen auf die Produktionsvolumina haben könnten. Bedeutende Risiken sieht die Audi AG zudem in Zusammenhang mit der Umsetzung des ambitionierten Produktprogramms, so dass sich der Anlauf neuer Fahrzeugmodelle verzögern könnte. Die Audi AG prognostiziert für das Jahr 2024 Auslieferungen in der Markengruppe Progressive (im Wesentlichen die Marke Audi) in einer Bandbreite von 1,7 - 1,9 Mio. Fahrzeugen (Vorjahr 1,9 Mio. Fahrzeuge). Sollten sich die Auslieferungszahlen auf diesem Niveau bewegen, so wäre dies den Ergebnissen der Berichtsgesellschaft im Neuwagenverkauf sicherlich nicht zuträglich, aber ein Risiko im Sinne dieser Berichterstattung wäre erst dann anzunehmen, wenn die Fahrzeugverfügbarkeit stärkere Einschränkungen erfährt und eine Fixkostendeckung in der Berichtsgesellschaft unmöglich macht. Es bleibt die Entwicklung der Inflation und der Einfluss dieser auf Kundennachfrage und Kostenniveau abzuwarten. Wir sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Abschwächung der Inflationsraten, die sich im Verlauf des Jahres 2023 abgezeichnet hat, fortsetzt. Das ifo Institut prognostiziert für 2024 eine Inflationsrate von 2,3%. Sollten sich die Inflationsraten auf dieses Niveau reduzieren, so würde sich vermutlich die Kundennachfrage, ggfs. sogar mit Nachholeffekten, stabilisieren und sich der Kostendruck deutlich reduzieren. Sollte diese deutliche Abschwächung der Inflation ausbleiben, so ist mit negativen Einflüssen auf unser Geschäft zu rechnen. Die Inflation wirkt auf unsere Geschäftsentwicklung auf zweierlei Weise: Die hohe Inflation hat das Konsumklima im Geschäftsjahr 2023 deutlich negativ beeinflusst. Das zur Eindämmung der Inflation erhöhte Zinsniveau hat Fahrzeugfinanzierungen und die Zinskomponente in Leasingverträgen stark verteuert. Insbesondere im Fahrzeuggeschäft mit Privatkunden haben wir einen deutlichen Nachfragerückgang feststellen müssen, der sich in den Umsatzerlösen allerdings aufgrund des Abbaus von Auftragsbeständen noch nicht ablesen lässt. Da sich die Auftragsbestände aber nun auf ein normales Niveau reduziert haben, würde eine anhaltende Nachfrageschwäche mit reduzierten Umsätzen und vermutlich auch deutlich reduzierten Ergebnissen einhergehen. Außerdem führt die Inflation im Einkauf von Waren und Dienstleistungen sowie beim Personal zu erhöhten Kosten und somit tendenziell zu reduzierten Ergebnissen. Uns ist es im Geschäftsjahr 2023 gelungen, die Kostensteigerungen, hier ist v. a. die Reduzierung der Energieverbräuche und -kosten zu erwähnen, zu begrenzen bzw. zumindest in Teilen an unsere Kunden, hier v. a. im Aftersales, weiterzugeben. Beides, also die Reduzierung von Kosten und das Durchsetzen höherer Preise, wird sich vermutlich nicht in dem Maße wiederholen lassen. Es besteht also das Risiko, dass sich weitere Kostensteigerungen negativ in den Ergebnissen niederschlagen. Dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen wir mit einer hohen Anzahl an Auszubildenden und intensiver Fortbildung der Belegschaft. So absolvierte jeder dritte Mitarbeiter des Unternehmens im Geschäftsjahr eine Berufsausbildung. Für Fortbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter nutzen wir konsequent die vielfältigen und hochwertigen Qualifizierungsangebote der Audi AG. Bei einer weiteren Verknappung des Arbeitskräfteangebotes ist eine deutliche Erhöhung der Personalkosten oder eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens nicht auszuschließen. Es zeichnen sich zunehmend zwei technologische Trends ab, die das automobile Umfeld in den nächsten Jahren stark prägen werden: Die Transformation vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität und die zunehmende Digitalisierung von Produkten und Prozessen. Der Marktanteil von Fahrzeugen mit Elektroantrieben ist im Jahr 2023 auf 24,6 % (Vorjahr 31,4%) zurückgegangen, allerdings hat sich der Anteil von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen mit 18,4 % (Vorjahr 17,7 %) stabil gehalten. In Deutschland wurden 47.131 Fahrzeuge mit Elektroantrieb der Marke Audi zugelassen, dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von ca. 18,9 %. Bei rein batteriebetriebenen Fahrzeugen der Marke Audi war hingegen ein Anstieg um ca. 8,0% auf 30.596 Fahrzeugen festzustellen. Man kann also festhalten, dass sich die Elektromobilität in Deutschland im Jahr 2023 sowohl im Markt insgesamt als auch bei Audi negativ entwickelt hat. Da das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle die Kaufprämie für Elektroautos ab dem 17.12.2023 gestrichen hat, kann man auch für das Jahr 2024 keine positiven Impulse erwarten. So sieht auch der ZDK für das Geschäftsjahr 2024 keine Verbesserung bei der Vermarktung von Elektrofahrzeugen. Perspektivisch richtet sich die Audi AG allerdings auf die rein batterieelektrische Mobilität aus. Im Jahr 2026 soll es die letzten großen Weltpremieren neuer Modellreihen mit konventionellen Antrieben geben, ab dem Jahr 2027 soll in jedem Kernsegment ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug angeboten werden und bis zum Jahr 2033 soll die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sukzessive beendet werden. Die Berichtsgesellschaft ist stark von dem Markterfolg der Herstellerprodukte abhängig, hiermit sind schon immer Chancen und Risiken verbunden, die in Zusammenhang mit solch tiefgreifenden Veränderungen deutlich höher einzuschätzen sind. Mit der Transformation zu alternativen Antrieben sind für die Berichtsgesellschaft diverse Chancen und Risiken verbunden. Wir gehen davon aus, dass sich der Trend hin zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen fortsetzen wird und haben sowohl im Verkauf als auch in der Werkstatt entsprechende Kompetenzen aufgebaut. Es wird nach unserer Einschätzung aber noch mehrere Jahre dauern bis der Fahrzeugmarkt in Deutschland nicht mehr von konventionellen Antrieben dominiert wird und sich die Elektromobilität gravierend auf die Automobilhandelsbranche auswirkt. Für unser Aftersalesgeschäft ist nicht so sehr die Anzahl der Neuzulassungen ausschlaggebend, sondern der Bestand an jungen Fahrzeugen. Hier wird es also noch etwas länger dauern bis sich die Elektromobilität deutlicher bemerkbar macht. Es besteht in diesem Zusammenhang die Befürchtung, dass mit der Zunahme von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen das Wartungs- und Reparaturvolumen zurückgehen könnte. Schon früher könnte sich das veränderte Nachfrageverhalten in der Wertentwicklung von Gebrauchtfahrzeugen bemerkbar machen. Die Einschätzung von Restwerten bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist in diesem frühen Stadium mit hoher Unsicherheit verbunden. Aber auch die Wertentwicklung bei konventionellen Antrieben könnte durch den Wandel schwer berechenbar werden. Wir sehen in der zukünftigen Entwicklung von Restwerten also grundsätzlich ein hohes Risiko. Daher passt die Berichtsgesellschaft das Einkaufsverhalten bei Gebrauchtfahrzeugen regelmäßig der Marktpreisentwicklung an, hält die Umschlagshäufigkeit hoch und die Standzeiten gering. Außerdem wird an dem von Audi angebotenen Programm zur Absicherung der schwer kalkulierbaren Restwertrisiken teilgenommen, auch wenn hierfür Teilnahmegebühren anfallen und wir auf ggfs. mögliche Vermarktungschancen verzichten. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass das Restwertprogramm von Audi zwar eine starke Unterstützung ist, es aber die Gefahr besteht, dass in extremen Marktphasen die Verluste hierdurch nicht immer vollständig abgedeckt werden können. Das Risiko bei Leasingrückläufern mit reinen Elektroantrieben liegt komplett bei der Audi AG. Die zunehmende Digitalisierung vieler Lebensbereiche hat bzw. wird zunehmend den Handel mit Automobilen verändern. Für den Automobilhandel sind u. E. die größten Veränderungen in den Produkten selbst (z. B. Softwareupdates over the air, Fahrerassistenzsysteme) und in den Vertriebsprozessen (E-Commerce) zu erwarten. Wie sich diese Entwicklung zukünftig konkret auf den Vertragshandel und die Schmidt & Hoffmann Exclusiv GmbH im Speziellen auswirkt, ist derzeit nicht absehbar. In den nächsten Jahren ist mit erhöhten Investitionen in Informationstechnologien zu rechnen. Außerdem wurde in einer Schwestergesellschaft eine E-Commerce-Abteilung aufgebaut, die auch Leistungen für die Berichtsgesellschaft erbringt und helfen soll, den Absatz über Internetplattformen zu professionalisieren. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Spezielle über die Branchentrends hinaus gehende Chancen sind derzeit für uns nicht erkennbar. 6. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Die ifo Konjunkturprognose sieht die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in der Rezession und geht für das Gesamtjahr 2024 nur von einem Wachstum von 0,2% aus. Erst im Jahr 2025 sieht das Institut die deutsche Wirtschaft mit 1,5% wieder nennenswert wachsen. Für das Jahr 2024 prognostiziert der ZDK 2,65 Mio. Neuzulassungen (2023 = 2,84 Mio.) und 6,2 Mio. Besitzumschreibungen (2023 = 6,03 Mio.). Die Audi AG rechnet für das Jahr 2024 mit der Auslieferung von 1,7 - 1,9 Mio. Fahrzeugen (2023 = 1,9 Mio. Fahrzeuge). Wir gehen davon aus, dass sich unsere Umsätze in 2024 ähnlich wie im Jahr 2023 entwickeln werden. Wir planen mit einer Umsatzsteigerung von ca. 2 %, das Wachstum wird also vermutlich nicht über der Preissteigerungsrate liegen. Wir gehen von einem deutlichen Rückgang der Rohertragsmarge v. a. im Gebrauchtwagengeschäft aus. Die Aufwandspositionen werden sich in etwa auf Vorjahresniveau einpendeln, da der Kostendruck zwar grundsätzlich noch existent ist, aber etwas abnimmt und wir für das Jahr 2024 keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen planen. Die Rückgänge im Rohertrag werden also zu einer Reduzierung des Jahresergebnisses vor Steuern führen, wir sehen dieses in einer Bandbreite von 1,0-1,5 Millionen €. Die unter Punkt 2.4 genannten Finanzierungsmaßnahmen bestehen im Jahr 2024 weiter fort, Liquiditätsengpässe erwarten wir nicht.
Kiel, den 7. Mai 2024 Die Geschäftsführer Dirk Fojut Timo Schröder Jan-Philipp Petersen |
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