Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 261027
Vorher
Wasserwerk Winnenden GmbH
Eingetragen
31.7.1978
Branche
Wärme- und KältehandelSpeichern von Gas zu VersorgungszweckenWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Sind im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung: a) Versorgung der Bevölkerung, des Gewerbes und sonstiger Kunden in der Stadt Winnenden mit Energie und Wasser sowie die Erbringung der damit zusammenhängenden Dienstleistungen, insbesondere Erzeugung, Handel und Verteilung von Strom, Gas und Wärme sowie Förderung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser, b) Betrieb der öffentlichen Bäder (kombiniertes Hallen- und Freibad "Wunnebad" mit angeschlossenem Eispark und Mineralfreibad Höfen), c) Bereitstellung einer Leerrohrinfrastruktur zum Aufbau von Breitbandnetzen. d) Erbringung von Dienstleistungen aller Art, die der Ressourcen schonenden Versorgung der Stadt Winnenden und der Bevölkerung mit Energie, der Förderung umweltfreundlicher Energienutzung, auch in Form von E-Mobilität, der Energieeinsparung und der Steigerung der Energieeffizienz dienen, auch als Beratungsleistungen, e) Vermessungsdienstleistungen gegenüber der Stadt Winnenden und für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadt Winnenden
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stadt Winnenden
Germany
101.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Winnenden GmbH

Winnenden

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht 2022

Jahresabschluss

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

3. Anhang 2022

Anlagenspiegel

Verbindlichkeitenspiegel

Tätigkeitsabschluss

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Stadtwerke Winnenden GmbH (kurz SWW) ist der Energiedienstleister für die Stadt Winnenden und ist damit für eine sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Versorgung der Winnender Bürger und Unternehmen mit Strom, Gas, Wasser und Wärme zuständig. Neben dem Betrieb des kompletten Wasser- und Gasversorgungsnetzes für Winnenden betreiben die Stadtwerke mehrere kleine Nahwärmeversorgungsnetze. Durch das Eigentum am Gasverteilnetz in Winnenden, über die Tochtergesellschaft Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH (GNW) gehalten und die Mehrheitsbeteiligung an zwei Tochtergesellschaften, üben die Stadtwerke direkten Einfluss auf den Ausbau und Betrieb der in Winnenden vorhandenen Strom-, Erdgas- und Fernwärmenetze aus. In mehreren Anlagen in Winnenden erzeugen die Stadtwerke umweltfreundlich Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien und Erdgas. Dazu betreiben die Stadtwerke ein Kombibad und ein Freibad in Winnenden.

2. Ziele und Strategie

Die Stadtwerke streben an, die in den zurückliegenden Jahren aufgebauten Geschäftsbereiche weiter zu diversifizieren und die Unternehmensergebnisse zu stabilisieren, indem sowohl die Kundengewinnung im Vertriebsbereich weiter vorangebracht und bestehende Produkte qualitativ aufgewertet als auch neue energiewirtschaftliche Dienstleistungen entwickelt werden. Das Ziel der Stadt Winnenden, für ihre Verwaltung bis zum Jahr 2040 eine weitgehende Klimaneutralität zu erreichen, wird durch die Stadtwerke in ihren Handlungsfeldern unterstützend begleitet werden. In allen Strategiefeldern versuchen die Stadtwerke Winnenden durch Verbraucherfreundlichkeit und regionales Engagement die Vorzüge eines regional agierenden Dienstleisters zu unterstreichen und eine überdurchschnittliche Kundenbindung zu erzeugen.

3. Unternehmensbereiche

Bislang waren die Stadtwerke Winnenden in nach EnWG regulierten Geschäftsbereichen operativ nicht tätig (Betrieb von Strom- und Gasnetzen). In 2022 wurde jedoch der Betrieb des Gasnetzes erfolgreich aufgenommen.

Umsatzstärkster Geschäftsbereich ist die Wasserversorgung. Die Stadtwerke betreiben seit Gründung (1978) mehrere Wassergewinnungsanlagen (Quellen und Tiefbrunnen), unterhalten das Wasserversorgungsnetz und mehrere Hochbehälter im Stadtgebiet einschließlich aller Teilorte von Winnenden. Beliefert werden alle privaten und gewerblichen Verbraucher sowie einige Sondervertragskunden. In Ergänzung des Wasserdargebotes aus eigenen Gewinnungsanlagen beziehen die Stadtwerke Fernwasser aus den Zweckverbänden Wasserversorgung Nordost-Württemberg (NOW) und Berglen-Wieslauf.

Seit 2013 sind die Stadtwerke im Vertrieb von Strom und Gas tätig. Beliefert werden private Haushalte, Gewerbe- und Industriekunden im Stadtgebiet Winnenden sowie den umliegenden Kommunen. Stand 2022 beträgt der Absatz ca. 16,5 GWh (Strom) bzw. 22,8 GWh (Gas).

Im Bereich der Wärmeversorgung bieten die Stadtwerke umfangreiche Energiedienstleistungen an. Dazu gehören der Betrieb einer Nahwärmeversorgung in einem Wohnbezirk der Kernstadt von Winnenden, der Betrieb von Heizzentralen sowie Quartierskonzepte. Die Erzeugung der Wärme geschieht vorwiegend auf Basis erneuerbarer Energien und/oder hocheffizienter Kraftwärmekopplung, über welche neben Wärme auch Strom erzeugt wird. Dazu betreiben die Stadtwerke 16 Photovoltaik-Anlagen. Die jährliche Stromerzeugung aus PV-Anlagen beträgt 466.761 kWh. Die Anzahl der BHKW beträgt 5, diese produzierten 1.558.477 kWh.

Seit 2014 betreiben die Stadtwerke ein Kombibad mit Innen- und Außenbecken, Sauna und Eispark sowie ein Freibad in Winnenden mit ca. 300.000 Gästen pro Jahr. Im Jahr 2022 konnte in Folge der weltweit herrschenden Corona-Pandemie der Badebetrieb in den Monaten Januar bis Mai nicht betrieben werden. In den Monaten Juni bis Dezember war teilweise nur ein eingeschränkter, unter Pandemiebedingungen durchzuführender Betrieb erlaubt. Neben Zugangsbeschränkungen blieb der Saunabetrieb, der unter Pandemiebedingungen nicht zufriedenstellend wirtschaftlich gestaltbar ist, ganzjährig geschlossen. Die Anzahl der Gäste reduzierte sich aus den genannten Gründen auf insgesamt 144.000.

Über Unternehmensbeteiligungen betätigen sich die Stadtwerke Winnenden im Bereich der regulierten Energiewirtschaft sowie in der Fernwärmeversorgung. Seit 2013 besteht eine Beteiligung (74,9 %), seit 2021 (100 %) an der Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH, welche Eigentümerin des Gasnetzes auf der Gemarkung Winnenden ist. Das Gasnetz ist derzeit an die Stadtwerke Winnenden als Betreiber verpachtet. Seit 2015 besteht eine Beteiligung (74,9 %) an der Stromnetzgesellschaft Winnenden mbH (kurz SNW), welche Eigentümerin des Stromnetzes auf der Gemarkung Winnenden ist. Das Stromnetz ist derzeit an einen externen Betreiber verpachtet. Seit 2016 besteht eine Beteiligung an der Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG, welche ein umfangreiches Fernwärmenetz einschließlich Erzeugungsanlagen in Winnenden hält und betreibt.

Für die Stadt Winnenden sowie mehrere Beteiligungsunternehmen erbringen die Stadtwerke Winnenden umfangreiche Dienstleistungen in den Bereichen Abrechnung, kaufmännische Betriebsführung und Kundenmanagement. Für die Stadtverwaltung Winnenden halten und betreiben die Stadtwerke einen Fuhrpark mit vollelektrisch angetriebenen PKWs.

Im August 2020 wurden neue Räumlichkeiten für die Hauptverwaltung der Stadtwerke in der Waiblinger Straße 42 bezogen. Der Umzug war erforderlich geworden, da das Unternehmen aufgrund des kontinuierlichen Wachstums zusätzlichen Raumbedarf aufweist. Dadurch wurde der Unternehmenssitz innerhalb Winnendens verlegt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im abgelaufenen Kalenderjahr laut dem Statistischen Bundesamt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Grund für den starken Einbruch 2022 sind die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland für 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr um 4 % gefallen. Die Gradtagzahl lag 2022 17 % unter dem langjährigen Mittel und 13,8 % über dem Vorjahr. Der Bruttostromverbrauch lag für 2022 bei rund 547 Mrd. kWh und reduzierte sich somit um rd. 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Reduzierung ist maßgeblich der Energieeinsparung nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine geschuldet. Damit sank auch der Erdgasverbrauch um 17,6 % im Jahr 2022, was mit der milden Witterung des Jahres zu erklären ist.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2022 schließt mit einem Ergebnis von T€ 37 nach Steuern ab und liegt somit etwa T€ 501 unter dem im Wirtschaftsplan 2022 geplanten Ergebnis (T€ 538). Die erhebliche Abweichung des Unternehmensergebnisses 2022 gegenüber dem Planansatz ergab sich durch die Auswirkungen an den Energiemärkten und den durch die Bautätigkeiten nicht geplante Schließung des Winnebades ab dem 01.10.2022. Die Stadt Winnenden als Gesellschafter hat im Geschäftsjahr 2022 laufende Ausgleichleistungen in Höhe von T€ 1.350 erbracht, die als sonstige betriebliche Erträge vereinnahmt wurden. Im vorliegenden Jahresabschluss wird eine Konzessionsabgabe von T€ 369 (Vj.: T€ 372) ausgewiesen.

Der Wasserverkauf im Jahr 2022 liegt mit 1.631 Tm3 gegenüber dem Jahr 2021 (1.565 Tm3 ) rd. 66 Tm3 über dem Vorjahr. Der Strom- und Gasabsatz belief sich auf 16,5 GWh (Vj.: 15,6 GWh) Strom und 22,8 GWh (Vj.: 21,0 GWh) Gas.

Zum Jahresende konnten im Strom- und Gaskundenvertrieb 4.358 Stromkunden und 492 Gaskunden, in Summe 4.850 (Vj.: Strom:4.008 und Gas: 432 in Summe: 4.440) abgeschlossene Verträge verzeichnet werden.

Im Bereich Wärmeversorgung betrug der Gesamtabsatz ca. 3,6 GWh (Vj.: 3,3 GWh). Der Kundenstamm wuchs von 46 im VJ auf 48 an.

3. Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Darstellung wesentlicher Positionen:

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Ansatz im Wirtschaftsplan Ergebnis lt. GuV
in T€ in T€
Erlöse und aktivierte Eigenleistungen 11.814 12.811
sonstige betriebliche Erträge 1.362 1.370
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, und bezogene Waren 6.820 8.160
Löhne und Gehälter 2.893 3.075
Abschreibungen 1.496 1.510
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.045 2.292
Zinsen 317 423
Erträge aus Gewinnabführung 871 1.287
Ergebnis vor Steuern 476 8
Steuern -62 -29
Jahresüberschuss 538 37

Die Erlöse und aktivierten Eigenleistungen liegen um 997 T€ über dem im Wirtschaftsplan angesetzten Wert.

Die Stadt Winnenden als Gesellschafter hat im Berichtsjahr Ausgleichleistungen für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von T€ 1.350 erbracht, die als sonstige betriebliche Erträge vereinnahmt wurden. Im Wirtschaftsplan 2022 wurde mit einem Zuschuss des Gesellschafters für den Ausgleich des Spartenfehlbetrags der Bädersparte in Höhe von T€ 1.350 geplant.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren liegen um T€ 1.340 über dem geplanten Wert.

Die Wasserbilanz stellt sich im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt dar:

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2022 Tm3 2021 Tm3 2020 Tm3 2019 Tm3
Fremdwasserbezug 976 867 1.007 833
Eigenwassergewinnung 814 824 812 802
gesamtes Wasserdargebot 1.791 1.691 1.819 1.635
Wasserverkauf 1.631 1.565 1.649 1.552
rechnerischer Wasserverlust 160 126 170 83
in % 8,9 % 7,4 % 9,4 % 5,1 %

Der Fremdwasserbezug ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 110 Tm3 gestiegen, Ursache hierfür war der gestiegene Wasserverbrauch. Die Wasserverlustquote ist gegenüber dem Vorjahr absolut um 1,5 % - Punkte höher ausgefallen.

Die Aufwendungen für den Kapitaldienst werden mit T€ 423 (Vj.: T€ 340) ausgewiesen. Die im Wirtschaftsplan 2021 geplanten Darlehensaufnahmen von T€ 8.406 wurden durch einen kurzlaufenden Kredit der Stadt über T€ 6.000 vorübergehend finanziert.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 37.115,86 soll in die Gewinnrücklage eingestellt werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.817 auf T€ 62.014. Dies resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den Investitionen, insbesondere in den weiteren Umbau des Wunnebades und der Investition in das Wasserwerk. Zusätzlich wurden einem Tochterunternehmen ein Kassenkredit über T€ 140 gewährt. Die Investitionen sind vornehmlich aus Fremdmitteln finanziert worden.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 23,3 % im Vorjahr auf 22,2 % zum 31. Dezember 2022 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von Darlehen zurückzuführen. Das Anlagevermögen in Höhe von T€ 53.939 ist überwiegend durch langfristiges Kapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten erhöhten sich zum Jahresende 2022 von T€ 22.562 auf T€ 35.782. Auf der Aktivseite erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln von T€ 1.579 auf T€ 2.926.

Liquidität

Die Zahlungsbereitschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet. Die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte vertragsgemäß. Die Laufzeiten können dem Anhang entnommen werden.

Es muss auch weiterhin über eine Aufstockung des Eigenkapitals oder Ausgleichsleistungen im Rahmen des Betrauungsaktes der Stadt nachgedacht werden, da der ansonsten notwendige Kapitaldienst aus Fremdkapital und die Verluste der Bäderbetriebe die Liquidität negativ beeinträchtigen.

Investitionen in Sachanlagen

Im Jahr 2022 wurde über diverse Neubaumaßnahmen und Sanierungen im Wasserverteilnetz Gesamtinvestitionen von T€ 1.079 getätigt. Schwerpunkte waren die Erneuerung der Hausanschlüsse und Hauptleitungen im Sperber- und Adlerweg sowie die endabgerechneten Leitungsführungen im Bereich des Neubaus des Wasserwerks Birkmannsweiler. Bei den Gewinnungs-, Bezugs- und Verteilungsanlagen erfolgten im Jahr 2022 Erweiterungen der Überwachungstechnik im Wasserwerk Schwaikheimer Straße mit T€ 25 und im Bereich der Wärmeversorgung Umbauten und Erweiterungen bei den Heizzentralen Wöhrle-Areal sowie Hungerberg mit insgesamt T€ 29. Im Wirtschaftsplan 2022 wurden für Investitionsmaßnahmen T€ 16.735 bereitgestellt.

Die Zugänge der Anlagen im Bau in Höhe von T€ 8.061 betreffen im Wesentlichen die Bau- und Planungskosten für die Erweiterung des Wunnebad (T€ 6.523), die Erneuerung der Wasserleitungen im Zuge des Rückbaus der B 14 alt im Umfang von T€ 298, für Wärmeprojekte Höfen und Gerberviertel II von T€ 208 und den Neubau des Wasserwerks in Birkmannsweiler (T€ 1.012).

Unterhaltung des Wasserverteilnetzes und der Betriebsanlagen

Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit wurden am Leitungsnetz und an den sonstigen Betriebsanlagen die Unterhaltungsarbeiten im notwendigen Umfang durchgeführt. Die Zahl der Rohrbrüche lag 2022 bei 25 (Vj.: 28).

In Anbetracht des Alters von Leitungen in Teilbereichen des Versorgungsnetzes muss dennoch davon ausgegangen werden, dass in den kommenden Jahren mit steigenden Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen bzw. höheren Investitionen für Komplettsanierungen gerechnet werden muss.

Die ständige Überwachung des Versorgungsnetzes mit Geräuschpegelmessgeräten wird weitergeführt. Zusätzlich besteht nach Einführung der Fernwirktechnik die Möglichkeit über die Messung der Nachtabläufe der Hochbehälter Rohrbrüche zeitnah zu finden und einzugrenzen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Hauptsteuerung werden die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. In der Bädersparte verwendet die Stadtwerke Winnenden GmbH zusätzlich zu Steuerungszwecken die Besucherzahlen als nicht finanzielle Leistungsindikatoren.

III. Prognosebericht

Während die Sparten Dienstleistungen, Beteiligung, Wasser, Stromvertrieb, Photovoltaik, Nahwärme/Blockheizkraftwerk Überschüsse erzielen, weisen die Sparten Gasvertrieb, Gasnetz und Bäder einen Fehlbetrag aus. In den Sparten Gasvertrieb rechnete die Geschäftsführung bei Beginn der Vertriebsaktivität mit einer Anlaufzeit von ca. fünf Jahren bevor Überschüsse erzielt werden können. Bereits im vierten Betriebsjahr 2016 wurden deutliche Überschüsse erzielt. In der Planung des Jahres 2022 wurde angenommen, dass diese Entwicklung sich fortsetzt. Durch den Russland-Ukraine-Krieg und die infolgedessen eingetretenen massiven Verwerfungen an den Energiemärkten, ist das Beschaffungsrisiko für Strom und vor allem Erdgas ab August 2022 deutlich gestiegen. Das Verbrauchsverhalten der Kunden hat sich dadurch geändert. Einsparmaßnahmen und eigene Erzeugungsanlagen der Kunden veränderten die angenommenen Verbrauchsprognosen. Die darauf basierenden Beschaffungsmengen waren insgesamt anzupassen und belasteten das Ergebnis. Durch staatliche Eingriffe der Soforthilfe und der Preisbremsen wurden die Energieversorgungskunden im Rahmen der Jahresverbrauchsabrechnung 2022 und über das Verbrauchsjahr 2023 entlastet. Die Umsetzung und Gewährung dieser staatlichen Leistungen an die Kunden verursachte im Jahr 2022 erhebliche Mehraufwendungen für Anpassungen der EDV-Programme, Informationen an die Kunden und den damit verbundenen Personalaufwand. Im Jahr 2023 wird sich dies bei der Gewährung der Leistungen im Zuge der Preisbremsen und im Jahr 2024 bei der Endabrechnung weiter fortsetzen. Dies führt zu Ergebnisbelastungen im Jahr 2023. In der Wassersparte werden der im Jahr 2022 planmäßig abgeschlossene Neubau der Wasserwerke und die weitere Entwicklung der Rohrbrüche und der sich daraus ergebenden Reparaturen im Versorgungsnetz die künftige Entwicklung beeinflussen.

Im Jahr 2014 wurde der Bäderbetrieb auf die Stadtwerke Winnenden GmbH übertragen. Die im Jahr 2012 begonnene Sanierung des Wunnebades wird von der Stadtwerke Winnenden GmbH fortgesetzt. Auf Basis eines Marketingkonzeptes verfolgt die Geschäftsführung das Ziel, die Attraktivität des Wunnebades zu erhöhen, um den rückläufigen Besucherzahlen entgegenzuwirken. Im November 2020 erfolgte der Baubeschluss für den Umbau und die Erweiterung des Wunnebades, der untermauert durch ein detailliertes Betriebskonzept, den Weiterbetrieb des Wunnebades für einen weiteren Zyklus von rund 30 Jahren sicherstellen soll. Dabei werden deutlich vergrößerte Innenbecken-Wasserflächen eine höhere ganzjährige Nutzbarkeit des Bades für den Schul-, Vereins und allgemeinen Schwimmbetrieb ermöglichen. Auch das Angebot von Kursen kann erheblich ausgeweitet werden. Ein Antrag auf Bundesförderung des Vorhabens wurde positiv beschieden.

Die Stadt Winnenden, Alleingesellschafterin der Stadtwerke Winnenden GmbH, hat die Stadtwerke Winnenden GmbH mit der Aufgabe betraut, die öffentlichen Bäder („Wunnebad“ mit angeschlossenem Eispark und Mineralfreibad Höfen) im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu betreiben und zu unterhalten. Sie gewährt deshalb der Stadtwerke Winnenden GmbH auch für die Zukunft Ausgleichsleistungen im Rahmen des Betrauungsaktes in einer Größenordnung, die die Fortführung und die Zahlungsfähigkeit der Stadtwerke Winnenden GmbH jederzeit gewährleistet.

Im Bereich Nahwärmeversorgung werden in 2023 und den Folgejahren der Neubau und die Erweiterung verschiedener Wärmenetze vorherrschende Aufgabe sein. Insbesondere die Wärmeversorgung in Höfen wird dabei die Jahre 2023 und 2024 prägen. Zusätzlich werden weitere Quartierskonzepte umgesetzt. Durch die bundesweit prioritär anzugehende Wärmewende ergibt sich hierbei eine hohe Dynamik, die beträchtliche Chancen für die Stadtwerke Winnenden GmbH bietet.

Durch das Auslaufen der Konzessionsverträge Strom- und Gasnetze wurde die Möglichkeit genutzt, die Netze vom derzeitigen Netzbetreiber zu übernehmen. Zu diesem Zweck hat die Stadtwerke Winnenden GmbH mit der Netze BW GmbH eine gemeinsame Tochtergesellschaft errichtet, die unter Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH firmiert. Zum 01.01.2021 wurde diese Kooperation durch Übernahme der Anteile der Netze BW an der Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH durch die Stadtwerke Winnenden GmbH beendet. Seit 01.01.2021 ist die Stadtwerke Winnenden GmbH alleiniger Gesellschafter. Zum 01.01.2022 wurde der Netzbetrieb des Gasverteilnetzes in Winnenden durch die Stadtwerke übernommen. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird für das Geschäftsjahr 2023 eine Ergebnisabführung in Höhe von T€ 86 erwartet. Die Anlaufphase des Gasnetzbetriebs führte zu zusätzlichen Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs in der Sparte. Die daraus erfolgten Ergebnisbelastungen sollen 2023 zu einem positiven Ergebnisbeitrag führen.

Für die Übernahme des Stromnetzes wurde die Stromnetzgesellschaft Winnenden mbH, Winnenden, am 30.7.2014 gegründet. Gesellschafter sind mit 74,9 % die Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden, und mit 25,1 % die Energiedienstleistungen Remstal GmbH, Fellbach. Der Erwerb des Stromnetzes wurde im Geschäftsjahr 2016 vollzogen und das Stromverteilnetz bis Ende 2025 an die SÜWAG Energie AG, Frankfurt, verpachtet. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ist für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 eine Ergebnisabführung in Höhe von T€ 306 geplant. Das Jahresergebnis der Stromnetzgesellschaft wird auf der Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrages an die Stadtwerke Winnenden GmbH abgeführt.

Der anteilige Erwerb von 51 % der Anteile an der Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG durch die Stadtwerke Winnenden GmbH ist ein weiterer bedeutender Entwicklungsschritt gewesen. Der Betrieb der Erzeugungsanlagen und des Fernwärmeverteilnetzes in einer gemeinsamen Tochtergesellschaft mit der Iqony New Energies Beteiligungs-GmbH wird die Erträge aus Beteiligungen der Stadtwerke Winnenden GmbH nachhaltig steigern. Darüber hinaus wird die Stadtwerke Winnenden GmbH durch diverse kaufmännische Dienstleistungen für die Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG Erträge aus Dienstleistungen erzielen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde eine Ausschüttung in Höhe von T€ 67 geplant. Das Erreichen dieses Ergebnisbeitrages ist infolge der nach wie vor extrem nervösen Energiemärkte und dem exorbitant hohen Preisniveau nicht gesichert.

Die Geschäftsführung muss weiterhin zusammen mit dem Gesellschafter dafür sorgen, dass eine ausreichende Kapitalausstattung zur dauerhaften Erfüllung der übertragenen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge sichergestellt ist.

Die Erstellung weiterer Photovoltaikanlagen wird auch im Jahr 2023 weiterverfolgt. Die Stadtwerke Winnenden GmbH hat auf dem Neubau des Wasserwerkes Birkmannsweiler eine weitere Photovoltaikanlage errichtet, die zuvorderst den Eigenverbrauch des Wasserwerks anteilig decken wird. Darüber hinaus ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen im Zuge von weiteren Mieterstromprojekten vorgesehen.

Seit Februar 2022 befindet sich das ganzjährig betriebene Erlebnisbad Wunnebad im Umbau. Die Saunalandschaft des Wunnebads wird erst im Jahr 2024 nach Abschluss der Arbeiten wieder in Betrieb gehen. Im Jahr 2023 kann nur in der Sommersaison im Freibad baubedingt ein weitgehend ungestörter Badebetrieb erfolgen. Ab Mitte September 2023 wird das gesamte Wunnebad durch Arbeiten in der Technik bis zur Neueröffnung im Frühsommer 2024 außer Betrieb bleiben müssen. Dies wird zu Besucherrückgängen führen, die eingeplant wurden. Im Hinblick auf anstehende Ersatzinvestitionen in Kombination mit den stark gestiegenen Beschaffungspreisen wurde der Eispark in der Saison 2022/2023 testweise auf eine Kunststoff-Eisbahn umgestellt. Nach Saisonende wird entschieden, ob diese Kunststoff-Eisbahn gekauft oder zurückgegeben werden muss.

Chancen- und Risikobericht

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Darüber hinaus sieht die Gesellschaft folgende Geschäftsrisiken:

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Marktrisiko: Stark fallende Beschaffungskosten für Strom und Gas und Änderungen in der Gesetzgebung.
Leistungsrisiko: Großschäden im Versorgungsnetz, Verunreinigungen des Frischwassers.
Kostenstrukturrisiko: Kosteninflexibilität durch hohe Fixkosten.
Finanzstrukturrisiko: Unangemessene Eigenkapitalausstattung.
Kannibalisierungsrisiko: Wärme wird zur Konkurrenz des eigenen Gasnetzes
Baurisiko: Verzögerung der Baumaßnahmen im Projekt Wunnebad führen zu höheren Kosten und einer verzögerten Fertigstellung sowie Wiederinbetriebnahme

Ein institutionalisiertes Risikomanagementsystem ist in sachgerechtem Umfang eingeführt und wird sukzessive überprüft und ausgebaut. Die Geschäftsleitung und Mitarbeiter besitzen eine ausgeprägte Risikosensibilität. Erkannte Risiken werden kommuniziert und von der Geschäftsleitung analysiert sowie bei wesentlichen Risiken Risikobewältigungsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat ergriffen.

Chancen werden vor allem in der Erschließung weiterer Wohngebiete und der damit verbundenen Erhöhung der Kundenanzahl in der Wasserversorgung, als auch der Kundengewinnung im Strom- und Gasvertrieb gesehen. Die Aufnahme des Gasnetzbetriebs für das Gasverteilnetz in Winnenden wird zusätzliche Synergien im bestehenden Netzbetrieb heben. Im Stromvertriebsgeschäft wird die Dynamik bei der Elektromobilität einen positiven Einfluss auf den Stromabsatz haben. Darüber hinaus wurde ein neues Geschäftsfeld im Bereich Contracting erschlossen. Über Verdichtungsmaßnahmen soll zudem ein Kundenzuwachs bei der Fernwärme erzielt werden.

 

Winnenden, den 29. September 2023

STADTWERKE WINNENDEN GMBH

Die Geschäftsführung

Martin Häfele

Jochen Mulfinger

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

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31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 221.399,49 238.375,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 4.626.524,39 2.978.687,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.351.470,17 15.476.074,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.553.258,41 2.889.236,83
4. Anlagen im Bau 10.123.862,34 5.321.416,84
34.655.115,31 26.665.415,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.015.737,31 19.015.737,31
2. Beteiligungen 46.631,57 46.631,57
19.062.368,88 19.062.368,88
53.938.883,68 45.966.160,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 249.760,72 180.622,84
2. unfertige Leistungen 269.245,07 205.306,54
519.005,79 385.929,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.568.562,32 1.863.563,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.541.200,03 2.094.156,52
3. Forderungen gegen Gesellschafter 123.023,08 266.099,90
4. sonstige Vermögensgegenstände 384.932,01 33.350,55
4.617.717,44 4.257.170,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.925.795,39 1.579.102,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90,00 90,00
D. Aktive latente Steuern 12.698,79 8.358,88
62.014.191,09 52.196.812,16

Passivseite

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31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 10.132.787,74 8.532.787,74
III. Gewinnrücklagen 3.114.339,06 3.301.221,29
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 37.115,86 -186.882,23
13.784.242,66 12.147.126,80
B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.046.092,09 1.046.731,80
C. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 685.270,00 315.600,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.781.600,63 22.561.689,37
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.018.892,47 1.663.654,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 7.431.775,61 13.569.345,08
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.047.980,01 697.389,97
- davon aus Steuern € 24.994,64 (i.Vj. € 23.059,26) 46.280.248,72 38.492.079,24
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (i.Vj. € 0,00)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 75.388,60 34.554,41
F. Passive latente Steuern 142.949,02 160.719,91
62.014.191,09 52.196.812,16

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

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2022 2021
1. Umsatzerlöse 12.657.245,95 9.858.751,41
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 63.938,53 0,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 89.441,81 3.361,60
4. sonstige betriebliche Erträge 1.369.503,00 1.516.524,45
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.435.179,72 5.554.085,09
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen 725.194,04 540.275,29
8.160.373,76 6.094.360,38
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.427.669,26 1.918.705,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 646.812,71 591.904,62
- davon für Altersversorgung € 175.798,54 (i.Vj.€ 143.091,65) 3.074.481,97 2.510.610,60
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.509.462,48 1.405.264,97
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.292.313,58 1.630.028,86
9. Erträge aus Ergebnisabführung 1.286.702,63 354.759,41
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.286.702,63 (i.Vj.€ 354.759,41)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 946,67 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 422.862,44 339.700,15
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22.110,80 0,00
13. Ergebnis nach Steuern 30.395,16 -246.568,09
14. sonstige Steuern -6.720,70 -59.685,86
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 37.115,86 -186.882,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Winnenden GmbH ist, wie in § 17 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrags vorgeschrieben, nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Winnenden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 261027 eingetragen.

Entsprechend der Eigenbetriebsverordnung Baden-Württemberg - EigBVO BW - über die Gliederung des Jahresabschlusses von Versorgungsunternehmen vom 7.12.1992, wurde die Darstellung der Sachanlagen um die Positionen Photovoltaikanlagen, Gewinnungs- und Bezugsanlagen, Verteilungsanlagen und Kommunikationsleerrohre erweitert.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Das Stetigkeitsprinzip wurde beachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Auf die eigenen Leistungen wurden Lohn- und Materialgemeinkostenzuschläge berechnet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in den amtlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde. Für die Neuzugänge wurde die lineare Abschreibungsmethode angesetzt. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurde gemäß § 6 Abs. 2 EStG ein Sammelposten gebildet.

Von den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei der Beteiligung an dem Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) handelt es sich um nicht ausbezahlte Abrechnungsguthaben oder -nachforderungen, die aufgrund von Beschlüssen der Verbandsversammlung dem Zweckverband als Eigenkapital verblieben bzw. mit diesem verrechnet wurden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen abzüglich Skonti und Rabatte und einem pauschalen Abschlag von 10 % oder zu den niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu ihrem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bestehende Ausfallrisiken am Bilanzstichtag wurden durch ausreichende Wertberichtigungen von T€ 100 (Vj.: T€ 104) berücksichtigt. Pauschale Wertberichtigungen werden in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen gebildet.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die Positionen des Eigenkapitals sind zu Nennwerten ausgewiesen.

Die empfangenen Ertragszuschüsse resultieren aus Baukostenzuschüssen und Hausanschlusskostenersätzen. Der bestehende Passivposten wird weiterhin mit 5 % des Ursprungsbetrages aufgelöst. Die Zugänge von 2003 bis 2009 wurden gemäß BMF-Schreiben vom 27.05.2003 von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden die empfangenen Ertragszuschüsse passivisch ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt hier über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstands.

Bei der Bemessung der Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag wurden alle erkennbaren und zu bilanzierenden Risiken in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme berücksichtigt. Die langfristige Rückstellung für die Personalkostenumlage wurde unter Berücksichtigung der Zinssätze lt. Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Wegen der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens und Rückstellungen wurden latente Steuern gebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 29,125 %. Aktive und passive Steuerlatenzen werden nicht verrechnet.

2. Angaben zu Positionen der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel hervor.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben T€ 15 (Vj.:T€17) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 1.401 und einen Kassenkredit mit T€ 140.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 123 (Vj.: T€ 266) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit insgesamt T€ 385 umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer von rd. T€ 371.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Mindermengen Gas T€ 336 (Vj.: 0 T€) Urlaubsverpflichtungen und Zeitguthaben mit T€ 194 (Vj.: T€ 162) sowie für Personalkostenumlage mit T€ 112 (Vj.: T€ 112).

Die Restlaufzeiten sowie die Art und Form der Sicherheiten bei den Verbindlichkeiten gehen aus dem als Anlage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 7.432 (Vj.: T€ 13.569) resultieren im Wesentlichen mit T€ 766 aus Lieferungen und Leistungen (Vj.: T€ 828) einem kurzlaufenden Kredit über T€ 0 (i.Vj. T€ 6.000) und fünf langfristigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 6.666 T€ (Vj.: 6.741 T€).

Der Saldo der passiven und aktiven latenten Steuern weist zum Jahresende bei den aktiven latenten Steuern T€ 13 (Vj.: T€ 8) und bei den passiven latenten Steuern T€ 143 (Vj.: T€ 161) aus.

3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Erlöse aus der Wasserabgabe T€ 4.456 (Vj.: T€ 4.344), Erlöse aus den Eintrittsgeldern der Bäder und des Eisparks T€ 478 (Vj. T€ 279), Erlöse aus der Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen T€ 143 (Vj.: T€ 132), Erlöse aus dem Vertrieb von Strom T€ 3.774 (Vj.: T€ 3.306) und Gas T€ 1.071 (Vj.: T€ 658), aus dem Netzbetrieb Gas T€ 1.139, Erlöse aus Dienstleistungen T€ 470 (Vj.: T€ 330) und Erlöse aus Wärmelieferungen an Dritte T€ 1.126 (Vj.: T€ 809).

Die sonstigen betrieblichen Erträge T€ 1.370 (Vj.: T€ 1.517) beinhalten im Wesentlichen mit T€ 1.350 (Vj.: T€ 1.350) Erstattungen des Gesellschafters für den Abmangelausgleich der Bädersparte.

Im Bereich der Steuern sind durch Veränderungen in der Berechnung der latenten Steuern Erträge von T€ 22 zu verzeichnen.

In Höhe von T€ 373 (Vj.: T€ 380) sind Erträge aus Gewinnabführungsverträgen verbucht. Von Tochterunternehmen der Stadtwerke Winnenden GmbH wurden Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 964 (Vj.: T€ 33) erzielt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse bestehen lediglich im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

II. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis in Höhe von T€ 37 soll den Gewinnrücklagen zugeführt werden.

III. Beteiligungsverhältnisse

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Anteil am Kapital Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des Geschäftsjahres
100 % Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH, Winnenden 2.274.977,68 € 0,00 €
74,9 % Stromnetzgesellschaft Winnenden mbH, Winnenden 6.475.000,00 € 0,00 €
51,0 % Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG 4.929.983,55 € 1.890.857,35 €

Mit der Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH und der Stromnetzgesellschaft Winnenden mbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

IV. Ergänzende Angaben zum 31.12.2022

1. Angaben gemäß § 6b EnWG

Nach § 6b Abs.2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, wenn sie für die Beurteilung für die Vermögens- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind, gesondert auszuweisen. Im Geschäftsjahr 2022 waren dies T€ 274 (Vj.: T€ 227) für die Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen für die Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG, T€ 12 (Vj.: T€ 12) für die Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen und T€ 28 (VJ.: T€ 27) an Bauleistungen an die Gasnetzgesellschaft Winnenden mbH, Winnenden und T€ 9 (Vj.: T€ 9) für die Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen an die Stromnetzgesellschaft Winnenden mbH, Winnenden.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren Herr Stefan Schwarz, Stuttgart, technischer Geschäftsführer (bis 31.01.2023), Herr Martin Häfele, Schwäbisch Hall, technischer Geschäftsführer (ab 01.02.2023) und Herr Jochen Mulfinger, Plüderhausen, kaufmännischer Geschäftsführer.

3. Aufsichtsrat

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Vorsitzender: Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, Stadt Winnenden, Winnenden
Stellvertreter: Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Winnenden
Übrige Mitglieder: Robin Benz, Steuerberater/Wirtschaftsprüfungsassistent, RTS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KG, Winnenden
Richard Fischer, Pensionär, Winnenden
Martina Häußer, Selbstständig, Mitarbeiterin im Familienweingut, Winnenden
Andreas Herfurth, Pensionär, Winnenden
Hans Ilg, Bankkaufmann i. R., Winnenden
Christoph Mohr, Regierungsschuldirektor Land Baden-Württemberg, Winnenden
Martin Oßwald-Parlow, Pensionär, Winnenden
Erich Pfleiderer, Geschäftsführer, Pfleiderer Küchenhaus + Schreinerei GmbH & Co. KG, Winnenden
Nicole Steiger, Realschullehrerin, Land Baden-Württemberg, Winnenden

4. Aufwendungen für Organe und Organkredite

Als Aufsichtsratvergütungen wurden € 5.230,00 bezahlt.

Für die Angaben der laufenden Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2022 fielen Aufwendungen von T€ 22 an.

6. Belegschaft

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 54 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt, davon waren 30 im Geschäftsbereich Bäder beschäftigt. Von den 54 Mitarbeitern waren 18 Teilzeitkräfte.

 

Winnenden, den 29.09.2023

STADTWERKE WINNENDEN GMBH

Die Geschäftsführung

Martin Häfele

Jochen Mulfinger

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

(in EUR)

Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umgliederung Stand Ende des Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Quell- und Leitungsrechte 13.543,00 0,00 0,00 0,00 13.543,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen 1.790.286,34 70.872,54 0,00 0,00 1.861.158,88
1.596.145,27 70.872,54 0,00 0,00 1.874.701,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 11.647.755,21 0,00 0,00 1.749.295,73 13.397.050,94
Technische Anlagen und Maschinen
2. Photovoltaikanlagen 1.549.822,63 0,00 0,00 28.500,00 1.578.322,63
3. Gewinnungs- und Bezugsanlagen 4.748.656,18 53.654,04 0,00 1.431.284,92 6.233.595,14
4. Verteilungsanlagen 33.976.530,03 1.239.899,14 0,00 49.043,37 35.265.472,54
5. Kommunikationsleerrohre 194.284,17 0,00 0,00 0,00 194.284,17
6. Technische Anlagen und Maschinen 10.288,14 0,00 0,00 0,00 10.288,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.616.546,75 57.190,71 0,00 0,00 5.673.737,46
8. Anlagen im Bau 5.321.416,84 8.060.569,52 0,00 -3.258.124,02 10.123.862,34
59.656.934,72 9.411.313,41 0,00 0,00 72.476.613,36
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.015.737,31 0,00 0,00 0,00 19.015.737,31
2. Beteiligungen 46.631,57 0,00 0,00 0,00 46.631,57
3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.062.368,88 0,00 0,00 0,00 19.062.368,88
Summe Anlagevermögen 83.931.498,17 9.482.185,95 0,00 0,00 93.413.684,12
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Abschreibungen
Anlagevermögen Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand Ende des Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Quell- und Leitungsrechte 13.543,00 0,00 0,00 13.543,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen 1.551.910,58 87.848,81 0,00 1.639.759,39
1.530.310,44 87.848,81 0,00 1.653.302,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 8.669.067,39 101.459,16 0,00 8.770.526,55
Technische Anlagen und Maschinen
2. Photovoltaikanlagen 981.903,32 71.240,20 0,00 1.053.143,52
3. Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.757.899,64 250.660,37 0,00 3.008.560,01
4. Verteilungsanlagen 21.233.206,03 598.442,61 0,00 21.831.648,64
5. Kommunikationsleerrohre 24.939,27 5.490,93 0,00 30.430,20
6. Technische Anlagen und Maschinen 5.558,81 1.151,27 0,00 6.710,08
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.727.309,92 393.169,13 0,00 3.120.479,05
8. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
35.029.762,55 1.421.613,67 0,00 37.821.498,05
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 37.965.337,96 1.509.462,48 0,00 39.474.800,44
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Anlagevermögen Buchwerte zum 31.12.2022 Buchwerte zum 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Quell- und Leitungsrechte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen 221.399,49 238.375,76
221.399,49 238.375,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 4.626.524,39 2.978.687,82
Technische Anlagen und Maschinen
2. Photovoltaikanlagen 525.179,11 567.919,31
3. Gewinnungs- und Bezugsanlagen 3.225.035,13 1.990.756,54
4. Verteilungsanlagen 13.433.823,90 12.743.324,00
5. Kommunikationsleerrohre 163.853,97 169.344,90
6. Technische Anlagen und Maschinen 3.578,06 4.729,33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.553.258,41 2.889.236,83
8. Anlagen im Bau 10.123.862,34 5.321.416,84
34.655.115,31 26.665.415,57
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.015.737,31 19.015.737,31
2. Beteiligungen 46.631,57 46.631,57
3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
19.062.368,88 19.062.368,88
Summe Anlagevermögen 53.938.883,68 45.966.160,21

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden

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Art der Verbindlichkeit Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Art der Sicherheit
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.781.600,63 2.471.096,16 33.310.504,47 24.091.619,83 Ausfallbürgschaft
(i. Vj.) (22.561.689,37) (2.380.088,74) (20.181.600,63) (13.470.215,99) Ausfallbürgschaft
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.018.892,47 2.018.892,47 0,00 0,00 -
(i. Vj.) (1.663.654,82) (1.663.654,82) (0,00) (0,00) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 7.431.775,61 2.240.120,08 5.191.655,53 4.892.691,95 -
(i. Vj.) (13.569.345,08) (6.902.729,87) (6.666.615,21) (4.967.651,63) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.047.980,01 1.047.980,01 0,00 0,00 -
(i. Vj.) (697.389,97) (697.389,97) (0,00) (0,00) -
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 46.280.248,72 7.778.088,72 38.502.160,00 28.984.311,78
(i. Vj.) (38.492.079,24) 11.643.863,40) (26.848.215,84) (18.437.867,62)

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Gasverteilung

Aktivseite

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31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solechen Rechten und Werten 192.384,95 168.650,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.409,66 0,00
2. Anlagen im Bau 924,74 0,00
5.334,40 0,00
197.719,35 168.650,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 37.271,78 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 255.588,69 0,00
490.579,82 168.650,00

Passivseite

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31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Kapitalausgleichsposten -10.279,81 168.650,00
II. Jahresergebnis -123.226,57 0,00
-133.506,38 168.650,00
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 10.396,72 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 257.347,30 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 38.200,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 318.142,18 0,00
- davon aus Steuern € 0,00 (i.Vj.€ 0,00) 613.689,48 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (i.Vj.€ 0,00)
490.579,82 168.650,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Gasverteilung

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2022
1. Umsatzerlöse 1.457.524,92
(davon interne Erlöse € 318.158,24)
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 37.271,78
3. sonstige betriebliche Erträge 778,77
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 600.069,18
(davon interne Aufwendungen € 3.242,21)
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen 216.614,35
816.683,53
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 138.610,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 33.027,46
171.637,52
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.374,05
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 621.559,16
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98,48
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.293,49
10. Ergebnis nach Steuern -123.873,80
11. sonstige Steuern -647,23
12. Jahresergebnis -123.226,57

Tätigkeitsbereichs-Anhang 2022 nach § 6b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2022

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Winnenden GmbH ist, wie in § 17 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrags vorgeschrieben, nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Winnenden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 261027 eingetragen.

Entsprechend der Eigenbetriebsverordnung Baden-Württemberg - EigBVO BW - über die - Gliederung des Jahresabschlusses von Versorgungsunternehmen vom 7.12.1992, wurde die Darstellung der Sachanlagen um die Positionen Photovoltaikanlagen, Gewinnungs- und Bezugsanlagen, Verteilungsanlagen und Kommunikationsleerrohre erweitert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die im Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind maßgebend für die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden einheitlich ausgeübt.

Im Zuge der Übernahme des Gasnetzbetriebs wurde zum 01.01.2022 ein weiterer Geschäftsbereich gebildet und eine Trennung der Buchhaltung Vertrieb und Netz wurde umgesetzt.

2. Allgemeine Angabe und Erläuterungen

Die Stadtwerke Winnenden GmbH hat nach § 6b Abs. 3 EnWG für folgende Tätigkeiten in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten zu führen:

Gasverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors

Andere Tätigkeiten innerhalb des Stromsektors

Tätigkeiten außerhalb des Strom- und Gassektors

Tätigkeiten außerhalb des Strom- und Gassektors sind:

Wasserversorgung

Bäderbetriebe

Wärmeversorgung

Dienstleistungen

Beteiligungen

Für die Tätigkeiten Gasverteilung ist ein Aktivitätenabschluss (Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung) zu erstellen.

3. Grundsätze der Tätigkeitsbereichsabgrenzung

Bei den für das Gesamtunternehmen geführten Konten werden alle Buchungen mit geschäftsbereichsbezogenen Kontierungen (Geschäftsbereiche: Allgemeines, Wasserversorgung, Stromvertrieb, Gasvertrieb, Wärmeversorgung, Dienstleistungen, Beteiligungen, Bäderbetriebe und Gasnetzverteilung) versehen, die es jederzeit ermöglichen, eine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftsbereichen über die Kostenrechnung vorzunehmen.

Im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses werden Buchungen, die unter der Sparte "Allgemeines" erfasst worden sind, über festgelegte Schlüssel auf die einzelnen Sparten Gasverteilung und andere Tätigkeiten verteilt. Direkt zuordenbare Geschäftsvorfälle werden auch direkt auf die Tätigkeiten verteilt.

Die nicht direkt zugeordneten Werte werden nach hinterlegten Schlüsseln auf die Sparten verteilt.

4. Zuordnungsregeln

Soweit möglich werden die Positionen der GuV und der Bilanz direkt zugeordnet. Wenn dies nicht möglich oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden ist, erfolgt die Zurechnung nach verschiedenen Schlüsseln, die für interne Jahresabschlüsse bereits Vorlagen oder aber für Zwecke der Tätigkeitsabschlüsse entwickelt wurden.

Das Schlüsselungsverfahren ist sachgerecht und wird den Ansprüchen nach Nachvollziehbarkeit durch Dritte und Stetigkeit gerecht.

Die Kapitalausgleichsposten werden im Eigenkapital ausgewiesen.

5. Tätigkeitsbilanzen

Positionen der Bilanz wurden, sofern möglich, direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

Positionen des gemeinsamen Bereichs wurden über Schlüssel auf die einzelnen Aktivitäten verteilt.

Anlagevermögen besteht in den Aktivitäten nicht direkt, wird jedoch wenn möglich zugeordnet bzw. auf die einzelnen Aktivitäten mit dem Mitarbeiterschlüssel verteilt. Der Mitarbeiterschlüssel fußt auf einer Befragung der Arbeitsanteile aller relevanten Mitarbeiter.

Die Vorräte werden direkt auf die Sparten gebucht.

Forderungen wurden, sofern möglich, im laufenden Geschäftsjahr direkt den Tätigkeiten zugeordnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden, soweit möglich, im laufenden Geschäftsjahr direkt den Tätigkeiten zugeordnet.

Die Forderung aus Steuern sowie die Umgliederung der deb. Kreditoren werden, soweit möglich, im laufenden Geschäftsjahr direkt den Tätigkeiten zugeordnet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten bestehen und werden Tätigkeiten direkt zugeordnet.

Das Stammkapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage wurden den ursprünglichen Tätigkeiten zugeordnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden, sofern möglich, direkt zugeordnet, ansonsten erfolgte die Verteilung sachverhaltsbezogen nach dem Mitarbeiterschlüssel und dem Umsatzschlüssel.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in den Aktivitäten keine.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen und werden Tätigkeiten direkt zugeordnet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in den Aktivitäten nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt wurden direkt zugeordnet.

6. Tätigkeitsgewinn- und Verlustrechnungen

Die Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgt direkt. Ebenso die Zuordnung zu den restlichen Sparten.

Die Zuordnung der aktivierten Eigenleistungen erfolgt direkt.

Eindeutig zuordenbare sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwendungen, bezogene Leistungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie sonstige Steuern wurden direkt zugeordnet.

Die nicht direkt zuordenbaren Beträge dieser Bereiche wurden im Wesentlichen nach dem Mitarbeiterschlüssel sowie den Schlüsseln des Umsatzschlüssel auf die einzelnen Tätigkeiten verteilt.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bestehen keine.

Die Aufteilung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wurden soweit möglich direkt vorgenommen. In den Aktivitäten besteht diese Position nicht.

 

Winnenden, den 29.09.2023

Jochen Mulfinger, Geschäftsführer

Martin Häfele, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

(in EUR)

Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden

Gasverteilung

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umgliederung Stand Ende des Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 168.650,00 31.109,00 0,00 0,00 199.759,00
168.650,00 31.109,00 0,00 0,00 199.759,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.409,66 0,00 0,00 4.409,66
2. Anlagen im Bau 0,00 924,74 0,00 0,00 924,74
0,00 5.334,40 0,00 0,00 5.334,40
Summe Anlagevermögen 168.650,00 36.443,40 0,00 0,00 205.093,40
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Abschreibungen
Anlagevermögen Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand Ende des Berichtsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 0,00 7.374,05 0,00 7.374,05
0,00 7.374,05 0,00 7.374,05
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 7.374,05 0,00 7.374,05
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Anlagevermögen Buchwerte zum 31.12.2022 Buchwerte zum 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 192.384,95 168.650,00
192.384,95 168.650,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.409,66 0,00
2. Anlagen im Bau 924,74 0,00
5.334,40 0,00
Summe Anlagevermögen 197.719,35 168.650,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Winnenden GmbH, Winnenden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Winnenden GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen Aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6bAbs. 3EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 En WG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Stuttgart, den 29. September 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Thomas Büchler, Wirtschaftsprüfer

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