Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Reggi-Dopslaff seit 23.9.2015 | Geschäftsführer |
Hartmut Dopslaff seit 29.8.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JHC GmbHWinnendenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023JHC GmbH, WinnendenA. Geschäft und Rahmenbedingungen Die JHC GmbH ist die Holding der JUDO-Gruppe mit Sitz in Winnenden. Sie steuert und überwacht die Unternehmen der JUDO-Gruppe. Die JUDO-Gruppe ist seit mehr als 86 Jahren erfolgreich im Bereich der Wasseraufbereitung tätig. In diesem Zeitraum hat sich unser Familienunternehmen im Wasseraufbereitungsmarkt zu einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe entwickelt. Unser Erfolgskonzept basierte dabei vorrangig auf den Werten Qualität, Innovation und Kundenorientierung. Um die hohe Qualität unserer Produkte zu sichern, fertigen wir ausschließlich in Deutschland. Das im Geschäftsjahr 2021 initiierte Projekt "Neuer Standort Schmiede III" wurde 2023 erfolgreich aus der Designphase in die Ausführungsvorbereitung überführt. An diesem neuen Standort planen wir ein Zentrallager sowie eine Produktionshalle und sehen dieses Investitionsvorhaben als zentrales Projekt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres mittelständischen Familienunternehmens am Standort Winnenden. Die Beratung und der Einbau unserer Produkte erfolgt in Deutschland durch lokale Sanitär- und Heizungsinstallateure, die wir durch unseren qualifizierten Außendienst sowie durch ein umfassendes Schulungsangebot in unserem firmeneigenen Seminarzentrum, dem JULIUS DOPSLAFF Campus in Winnenden, unterstützen. Darüber hinaus vertreiben wir unsere Produkte seit langem auch im Ausland, sowohl über eigene Niederlassungen als auch über externe Vertriebspartner. Wir vermarkten unsere Produkte in den beiden Segmenten Haustechnik (Wohngebäude) und Gebäudetechnik (Industriegebäude und Projektanlagen). Die allgemeine Marktlage im Bereich Wasseraufbereitung ist weiterhin geprägt von der zunehmenden Bedeutung der Ressource Wasser und dem Schutz der Umwelt. Die Ansprüche der Endkunden an Qualität und Individualisierung wachsen stetig. Gleichzeitig steigen auch die Anforderungen an die Wasserqualität im technischen Bereich. Die Folgen der Globalen Krisen belasten im Jahr 2023 weiterhin das wirtschaftliche Umfeld, die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsichern Produzenten, Investoren und Konsumenten, was den Welthandel bremst und die deutsche Exportwirtschaft belastet. Hohe Energiepreise und steigende Zinsen dämpften die Industrieproduktion und bremsten besonders die Bauwirtschaft. Dies führt dazu, dass die deutsche Wirtschaft 2023 ins Minus rutschte auf - 0,3 %. Die für die JUDO-Gruppe wichtige Bauwirtschaft verzeichnet im Jahr 2023 erneut einen Umsatzrückgang und setzt damit den negativen Trend der vergangenen Jahre fort, für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich für alle Bereiche ein Umsatzminus von preisbereinigten 5 % (Vorjahr: 5,1%). Die nominalen Zuwächse von 1,3 % werden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Die SHK-Branche erzielt in 2023 weiterhin eine positive Umsatzentwicklung, das nominale Wachstum liegt 2023 bei 6,8 % während es 2022 noch 8,7 % betrug. Trotz des abschwächendem Wachstum bleibt die Nachfrage im Heizungs- und Klimabereich hoch. Die für uns unmittelbar bedeutsame Sanitärbranche musste allerdings 2023 einen Umsatzrückgang um 1,9% hinnehmen. Angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten haben viele Auftraggeber entschieden, Maßnahmen im Bad entweder zu verschieben oder ganz darauf zu verzichten. Auf der Beschaffungsseite blieben die globalen Lieferketten weiterhin stark beeinträchtigt, sowohl durch die anhaltenden Nachwirkungen der globalen Pandemien als auch durch aktuelle politische Konflikte, insbesondere den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Dies führte in einigen Produktgruppen zu deutlich längeren Lieferzeiten und verursachte insbesondere bei elektronischen Bauteilen eine erhebliche Materialknappheit. Zudem kam es bei bestimmten Rohstoffen zu teils drastischen Preissteigerungen. Die JUDO-Gruppe konnte trotz des sich weiter verschärfenden konjunkturellen Gegenwinds ihre Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 auf einem stabilen Niveau halten. Die Markteinführung des i-soft PRO markierte im März 2023 den erfolgreichen Abschluss eines Entwicklungsprojekts, das vom Konzept bis zu vielen umgesetzten Details sowie den eingesetzten Entwicklungs- und Testmethoden einen Meilenstein in der Firmengeschichte darstellt. Der Schwerpunkt der weiteren Entwicklungsarbeit im Geschäftsjahr 2023 lag in der Erweiterung unseres Produktprogramms um die bodenstehenden Enthärtungsanlagen, die auf der Weltleitmesse ISH vorgestellt wurden. Ergänzend wurden die zwei neuen Wechselfilter SPEEDY-EC-K und JUKO-EC-KD präsentiert. Mit Blick auf die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ist für das Geschäftsjahr 2023 ein Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um rd. 5,3 % zu verzeichnen. Die im Vorjahr für 2023 verlautbarte Prognose von Umsatzerlösen leicht unter dem Niveau des Jahres 2022, hat sich damit bewahrheitet. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern ("Konzern-EBIT") beträgt EUR 7,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,9 Mio.). Damit wurde die für das Geschäftsjahr 2023 formulierte Prognose eines Ergebnisses deutlich unter dem Niveau des Vorjahres im positiven Sinne übertroffen. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf ein striktes Kostenmanagement in allen relevanten Bereichen. Zusammenfassend beurteilen wir die leicht rückläufige Geschäftsentwicklung der JUDO-Gruppe im Berichtsjahr 2023 unter Berücksichtigung des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds als insgesamt stabil und positiv. Forschung und Entwicklung Der JUDO Führungsanspruch im Bereich Wasseraufbereitung ergibt sich aus unserem besonderen Engagement in der Forschung und Entwicklung. Um unsere Marktposition auszubauen, haben wir auch in diesem Jahr in hohem Maße die bestehenden Produkte optimiert und Weiter- und Neuentwicklungen forciert. Der Schwerpunkt der weiteren Entwicklungsarbeit lag in der Erweiterung unseres Produktprogramms um die bodenstehenden Enthärtungsanlagen sowie in der Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Produkte. B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betragen EUR 105,8 Mio., gegenüber dem Vorjahr 2022 EUR 111,8 Mio. ist ein Umsatzrückgang von 5,3% zu verzeichnen. Die im Inland erzielten Umsatzerlöse entwickeln sich leicht rückläufig, während die Umsatzerlöse aus den ausländischen Absatzmärkten nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. In unserem umsatzstärksten Segment Haustechnik Inland ist ein Rückgang der Umsatzerlöse zu verzeichnen, insbesondere im Bereich der Enthärtungsanlagen. Im Segment Industrie- und Gebäudetechnik sind die Inlandserlöse im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken. Im Segment Kundendienst konnten die Umsatzerlöse wie bereits im Vorjahr weiter gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres betragen EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Materialaufwand beträgt EUR 31,2 Mio. (Vorjahr EUR 35,4 Mio.). Die Materialquote beträgt 29,4 % und liegt damit um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und, bei mehrjähriger Betrachtung, innerhalb einer normalen Bandbreite. Der Personalaufwand beträgt EUR 44,6 Mio. (Vorjahr: EUR 45,1 Mio.). Der Rückgang ist bei einer nahezu unveränderten durchschnittlichen Beschäftigtenzahl (2023: 584 Personen, 2022: 585 Personen) auf die im Vorjahr enthaltenen Sonderzahlungen (insbes. Inflationsausgleichsprämien) zurückzuführen. Da der Personalaufwand im Berichtsjahr weniger stark gesunken ist als die Gesamtleistung, hat sich die Personalaufwandsquote um 1,8 Prozentpunkte auf 42,1 % erhöht (Vorjahr: 40,3%). Die Abschreibungen betragen im Berichtsjahr EUR 4,5 Mio. und liegen damit deutlich über dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.). Der Anstieg im Berichtsjahr ist auf eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 1,2 Mio. zurückzuführen, die als Ergebnis einer Projektevaluierung auf die angefallenen Kosten für die Einführung eines neuen ERP-Systems vorgenommen wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 20,1 Mio. und liegen damit leicht unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: EUR 21,0 Mio.). Der Posten beinhaltet insbesondere Vertriebskosten von rd. EUR 5,7 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.), Verwaltungskosten von rd. EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.) sowie Grundstücks- und Gebäudekosten von rd. EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.). Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR 4,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.). Bei einem leicht unter dem Vorjahreswert liegenden Konzernperiodenergebnis von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.), resultiert der Anstieg vor allem aus den höheren (nicht zahlungswirksamen) Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr insgesamt EUR -0,5 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: EUR -3,9 Mio.). Der deutliche Rückgang ergibt sich insbesondere aufgrund von hierin enthaltenen Einzahlungen aus erhaltenen Tilgungszahlungen auf gewährte Ausleihungen in Höhe von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Daneben beinhaltet der Posten insbesondere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen von EUR -3,6 Mio. (Vorjahr: -EUR 2,6 Mio.) sowie einen Finanzmittelzufluss im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von netto EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: Finanzmittelabfluss von netto EUR 1,2 Mio.). Ein wesentliches Investitionsprojekt war im Berichtszeitraum weiter die Einführung einer neuen ERP-Software. Das Projekt verlief im Berichtsjahr nicht reibungslos und wurde zum 31.12.2023 einer kritischen Bewertung unterzogen, da erhebliche Risiken in den Bereichen Projektsteuerung und Projektüberwachung erkennbar waren. Aus diesem Grund wurde zu Beginn des Jahres 2024 die Projektsteuerung und Projektüberwachung intensiviert um sicherzustellen, dass alle zukünftigen Schritte sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Für diese Maßnahmen wurden nach dem Bilanzstichtag weitere Investitionen in Höhe von rd. EUR 0,7 Mio. getätigt. Im weiteren Verlauf des Jahres 2024 traten jedoch wiederholt neue Probleme auf, sodass in der zweiten Jahreshälfte die Entscheidung getroffen wurde, das gesamte Projekt einzustellen. Im Dezember 2021 haben wir mit dem Erwerb eines Bauplatzes im Winnender Gewerbegebiet "Schmiede III" den ersten Schritt eines, für die zukünftige Entwicklung der JUDO-Gruppe zentralen Investitionsvorhabens getan. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Bereich Zukauf Grundstücke abgeschlossen und der Bereich Planung weiterentwickelt werden. Mit dem an diesem Standort geplanten Neubau eines Zentrallagers sowie einer Produktionshalle wollen wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens am Standort Winnenden sichern. Das Investitionsvolumen für das gesamte Projekt liegt nach derzeitiger Planung in einem Bereich zwischen EUR 30,0 Mio. und EUR 35,0 Mio. Die Investition wird zum überwiegenden Teil von der Muttergesellschaft der JHC GmbH durchgeführt und finanziert. Nach Fertigstellung des Projekts wird die JUDO-Gruppe die Immobilie auf Grundlage eines langfristigen Mietvertrags zu marktüblichen Konditionen nutzen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR -3,0 Mio. (Vorjahr: EUR -5,5 Mio.). Er beinhaltet im Wesentlichen Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur sowie die Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns können zusammenfassend unverändert als sehr stabil und gut geordnet bezeichnet werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag EUR 76,2 Mio. und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert (Vorjahr: EUR 78,9 Mio.). Die Vermögens- und Finanzierungsstruktur des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Das kurzfristige Working Capital und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Der Konzern verfügt über eine stabile Eigenkapitalausstattung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die JUDO-Gruppe beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 584 (Vorjahr: 585) Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich zu einem großen Teil um hoch qualifizierte Experten, die mit den fachlichen und persönlichen Anforderungen des Wasseraufbereitungsmarktes bestens vertraut sind. Diesen bieten wir innerhalb sozial gefestigter Strukturen sichere und zukunftsorientierte Arbeitsplätze, in denen Eigenverantwortung sowie fachliche und persönliche Weiterentwicklung in besonderem Maße gefördert werden. Das Klima und die Mitarbeiterzufriedenheit im Konzern sind gut und die Zusammenarbeit verläuft sehr konstruktiv. Kundenzufriedenheit Qualität und Kundenzufriedenheit gehen Hand in Hand. Voraussetzung für beides sind funktionierende interne Strukturen und klare Verantwortlichkeiten, insbesondere beim Qualitätsmanagement. Seit der erstmaligen Zertifizierung im Jahr 1996 haben wir unser Qualitätsmanagementsystem kontinuierlich weitergeführt und optimiert. Neben der Produktqualität sind es Beratung und Service, die für eine positive Qualitätswahrnehmung beim Kunden sorgen. Auch diese Bereiche bauen wir ständig weiter aus, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Umwelt Unsere Unternehmensphilosophie ist auf die stetige Verbesserung unserer Prozesse im Sinne der Umwelt und der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Bei der Modernisierung und dem Ausbau unserer Standorte achten wir verstärkt auf Aspekte der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit. Bei unseren Produkten versuchen wir, durch höchste Qualitätsansprüche eine bestmögliche Langlebigkeit zu erreichen. Zudem achten wir bei unseren Geräten auf deren energieeffiziente Betriebsweise sowie eine geprüfte, hocheffiziente, sparsame Technik. Letzteres kann man beispielsweise bei unseren Filtern und Enthärtern in Bezug auf das Spülwasser und den Regeneriermitteleinsatz gut beobachten. Die Dosieranlagen i-dos eco und JULIA berücksichtigen den sparsamen und effektiven Einsatz von Mineralstoffen. Komplett ohne Chemikalien funktioniert unsere alternative Kalkschutzanlage i-balance. Außerdem vermeiden Leckage-Schutzsysteme unnötige und teure Wasserverluste mit Folgeschäden. Gesamtaussage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beurteilen wir insgesamt als zufriedenstellend. Sie bildet eine gesunde Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe. C. Chancen- und Risikobericht Chancen Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung und den Ausbau unseres Führungsanspruchs im Bereich Wasseraufbereitung, sehen wir auf Grundlage einer weiterhin klaren Ausrichtung unserer Unternehmensstrategie auf die Bereiche technische Innovationen und Qualität, in einer am Bedarf unserer Kunden ausgerichteten Weiterentwicklung unseres Produktprogramms sowie in der weiteren Internationalisierung unserer Absatzmärkte. Risikomanagement Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung sowie zum zielgerichteten Umgang mit Risiken setzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen ein. Das Risikomanagement zielt darauf ab, mögliche nachteilige Auswirkungen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der JUDO-Gruppe zu minimieren. Wir verwenden dabei keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungs-, Wechselkurs oder anderen Risiken. Es werden keine ökonomischen Sicherungsbeziehungen als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Konzernabschluss abgebildet. Das tägliche Berichtswesen ermöglicht es Risiken frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Finanzbereich überwacht die Liquidität und übernimmt auch die Absicherung der Finanzrisiken. Die technische Planung analysiert und bewertet Investitionsvorhaben und F+E-Aktivitäten. Über einen dynamischen Optimierungsprozess werden die technischen Risiko-Managementsysteme wie Qualitäts- und Arbeitssicherung, sowie Umweltbelange mit entsprechenden Berichten und Zertifizierungen kontinuierlich verfolgt. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen eventueller Schadensfälle auf die Liquiditäts-, Vermögens- und Ertragssituation der Unternehmensgruppe begrenzen. Marktrisiken Wesentliche Risiken für die wirtschaftliche Lage der JUDO-Gruppe liegen in der Struktur des Markt- und Branchenumfelds. Die JUDO-Gruppe erzielt maßgebliche Anteile ihres Umsatzes im europäischen Markt. Eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung in diesem Markt kann sich entsprechend negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Um diese Risiken aufzufangen, haben wir unsere Vertriebsaktivitäten in das außereuropäische Ausland ausgedehnt. Trotz der sich abzeichnenden Erfolge birgt das Engagement in diesen Märkten nach wie vor zusätzliche Risiken, zum Beispiel durch fehlende langfristige Erfahrungen, noch unzureichende Marktkenntnisse oder unbekannte lokale technische Standards. Weitere Risiken bestehen im Vordringen von Anbietern aus dem nicht-europäischen Ausland sowie in der fortschreitenden Polarisierung der Branche. Es ist zu erwarten, dass der Wettbewerbs- und Preisdruck weiter steigen wird. Verschärft wird diese Entwicklung durch eine permanente Verkürzung der Produktlebenszyklen, wodurch sich die Risiken von Investitionen in die Neuentwicklung von Produkten erhöhen. Beschaffungsrisiken Auch im Jahr 2023 ist unser Unternehmen noch von den Nachwirkungen der globalen Pandemie betroffen, die zu Störungen in den Lieferketten führte. Die russische Invasion in der Ukraine hatte weitreichende negative Konsequenzen für die Lieferketten. Geopolitische Krisen führten zu Exportkontrollen und neuen Zöllen, was unser Unternehmen zwang, unsere Beschaffungsstrategien grundlegend zu überdenken. Anhaltende Inflation und steigende Preise, insbesondere im Energiesektor, stellten uns vor große Herausforderungen. Engpässe bei kritischen Rohstoffen, insbesondere für unsere elektronischen Bauteile, bleiben ebenso eine große Herausforderung. Die Einführung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) in Deutschland hat die Anforderungen an das Risikomanagement in der Lieferkette weiter erhöht. Unternehmen sind verpflichtet, umfassende Risikoanalysen durchzuführen und Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten umzusetzen. Obwohl wir derzeit noch nicht nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet sind, beabsichtigen wir dieses dennoch freiwillig in unserem Unternehmen einführen, um unsere Verantwortung in der Lieferkette proaktiv wahrzunehmen und nachhaltige Standards zu setzen. Produktrisiken Die JUDO-Gruppe produziert und vertreibt innovative und technisch anspruchsvolle Geräte in einem sensiblen Bereich, in dem die Kunden höchste Anforderungen an die Qualität der Produkte stellen. Durch eine ausgeprägte Qualitätsorientierung, versuchen wir diesen Kundenansprüchen weiterhin gerecht zu werden. Unsere Produkte erfüllen die wichtigsten deutschen und europäischen Normen und Richtlinien. Sie entsprechen damit den hohen Anforderungen an Qualität und Hygiene. Um dies dauerhaft zu gewährleisten ist es erforderlich, für die Produktentwicklung und Qualitätssicherung einen hohen personellen und finanziellen Aufwand zu betreiben. Dennoch ist es nicht möglich, Fehler unserer Produkte, die zu Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen führen können, vollständig auszuschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Forderungsbereich wird durch aktives Debitoren-Management versucht, Ausfallrisiken zu vermeiden. Soweit in unserem Forderungsbestand Ausfallrisiken erkennbar waren, sind diese zum Abschlussstichtag durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Freie Liquidität wird risikoarm kurz- und mittelfristig angelegt. Es erfolgt eine laufende Kontrolle von Konditionen und Konten. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Die JUDO-Gruppe sieht sich sowohl Chancen als auch Risiken gegenüber. Während die Chancen vor allem in der weiteren Internationalisierung, Innovation und der Anpassung des Produktportfolios liegen, stellen die Marktentwicklungen, geopolitische Risiken und die Lieferkettensituation bedeutende Herausforderungen dar. Das Unternehmen setzt auf ein proaktives Risikomanagement, um möglichen negativen Auswirkungen frühzeitig entgegenzuwirken und die Chancen effektiv zu nutzen. Die zukünftige Entwicklung ist derzeit schwer abzuschätzen. Prognosen sind in diesem unsicheren Umfeld mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Nach aktueller Einschätzung sind wir jedoch überzeugt, dass die identifizierten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit die Existenz der JUDO-Gruppe gefährden werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen auch in den Jahren 2024 und 2025 erfolgreich bewältigen werden. D. Prognosebericht Der nachfolgende Prognosebericht umfasst einen Prognosezeitraum von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag und betrifft damit das Geschäftsjahr 2024. Für Jahr 2024 präsentiert sich die SHK-Branche vor einem schwierigen Marktumfeld. Insgesamt wird für die Wirtschaftsbereiche Haus- und Gebäudetechnik eine negative Umsatzentwicklung von -3,0 % (Inland und Ausland) im Vergleich zum Jahr 2023 prognostiziert. Es ist mit einem deutlichen Rückgang der Neubauinvestitionen und -fertigstellungen in Deutschland zu rechnen. Für den Sanierungsbereich wird eine leichte Markterholung prognostiziert, die Umsatzerwartung für das Jahr 2024 beträgt + 0,6% . Dieses könnte zu einer Belebung der für uns wichtigen Bereiche Sanitär und Installation führen. Für die meisten europäischen Märkte wird ein Rückgang der Nachfrage prognostiziert, die Abkühlung der Baukonjunktur ist auch hier die Ursache. Der bereits intensive Wettbewerb verschärfte sich in diesem Umfeld weiter. Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren innovativen und kundenorientierten Produkten sowie der weiter verstärkten Präsenz unseres Außendienstes weiterhin sehr gut aufgestellt sind. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir jedoch wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erneut einen leichten Umsatzrückgang trotz der positiven Entwicklung in den Bereichen Haus- und Industrietechnik. Hinsichtlich der Kostenstrukturen erwarten wir weiter steigende Materialpreise sowie Erhöhungen der Personalkosten. Wir beabsichtigen, diesen Preissteigerungen mit weiteren Effizienzsteigerungen entgegenzuwirken. Dennoch gehen wir davon aus, dass sich die steigenden Kosten belastend auf das Ergebnis auswirken werden. Eine zusätzliche Belastung des Jahresergebnisses wird sich aufgrund der nach dem Bilanzstichtag getroffenen Entscheidung zur Einstellung des Projekts der Einführung einer neuen ERP-Software ergeben. Diese Kostenbelastungen werden in Verbindung mit den niedrigeren Umsatzerlösen dazu führen, dass das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2024 zwar weiterhin stabil im positiven Bereich, allerdings deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Winnenden, 28.04.2025 gez. Hartmut Dopslaff gez. Kathrin Reggi-Dopslaff KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023JHC GmbH, WinnendenA. Allgemeine Angaben Die JHC GmbH mit Sitz in Winnenden ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer 727235 eingetragen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der JHC GmbH, Winnenden, (i. F. auch "JHC GmbH" oder "Mutterunternehmen") wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit den rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die zur Erläuterung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Konzernanhang übernommen. Das Konzerngeschäftsjahr entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung wurden im Geschäftsjahr 2008 sämtliche Anteile an einem Tochterunternehmen in die JHC GmbH, Winnenden, eingebracht. Die eingebrachten Anteile wurden für Zwecke der Kapitalkonsolidierung, abweichend vom Jahresabschluss des Mutterunternehmens, mit dem Zeitwert angesetzt. B. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis der JHC GmbH umfass neben dem Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:
Die oben aufgeführten Anteile am Kapital der Tochterunternehmen entsprechen jeweils den Anteilen des Mutterunternehmens an den Stimmrechten. Die Tochtergesellschaft JUDO Wasseraufbereitung GmbH, Winnenden, ist gemäß § 264 Abs. 3 HGB von ihren Verpflichtungen befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2020 hat der Konzern die JWTH HK Limited, Hong Kong, gegründet. Das Mutterunternehmen hält 100 % der Anteile am Kapital des Tochterunternehmens und besitzt sämtliche Stimmrechte. Die JWTH HK Limited hatte bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses noch keine aktive Geschäftstätigkeit aufgenommen. Auf eine Einbeziehung des Tochterunternehmens wurde wegen dessen untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gem. § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. C. Konsolidierungsgrundsätze Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der Stichtag des Konzernabschlusses. Die Bewertung im Konzern erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Erstkonsolidierungen werden auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Latente Steuern aus stillen Reserven und Lasten werden berücksichtigt. Aus Erstkonsolidierungen in zurückliegenden Geschäftsjahren haben sich aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 28.256 ergeben. Die Unterschiedsbeträge wurden teilweise den immateriellen Vermögensgegenständen zugewiesen und werden seitdem planmäßig abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte wurden in Höhe von T€ 17.852 aktiviert. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig waren, wurden diese vorgenommen. Im Übrigen wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig linear über voraussichtliche Nutzungsdauern von 5 bis 10 Jahren abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die auf fremde Währung lautenden Bilanzposten ausländischer Gesellschaften wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstehende Differenzen wurden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Währungsbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung sind für die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung und werden daher aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Fremdwährungsumrechnung im Rahmen der Zwischengewinneliminierung gehen wir davon aus, dass die zu eliminierenden Zwischenergebnisse bis zum nächsten Konzernabschlussstichtag realisiert sind. Die zu eliminierenden Zwischenergebnisse werden daher aus Vereinfachungsgründen mit dem Betrag gleichgesetzt, der in der Währung des liefernden Tochterunternehmens erzielt wurde und um den sich das Konzernergebnis durch die Zwischenergebniseliminierung ändert. D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. mit dem niedrigeren bei zulegenden Wert bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer linear oder degressiv abgeschrieben. Für Teile der Werkzeuge wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Gruppen zusammengefasst und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten nach der Lifo-Methode oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag. Die erhaltenen und die geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Soweit Forderungen unverzinslich sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besitzen, erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Die Abzinsung erfolgt mit einem frist- und risikoadäquaten Zinssatz. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden unverrechnet angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. E. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Latente Steuern Temporäre Differenzen Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie aus temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Bilanzposten Vorräte, Rückstellungen für Pensionen sowie sonstige Rückstellungen. Passive Steuerlatenzen ergeben sich aus der Kapitalkonsolidierung sowie aus temporären Bewertungsunterschieden im immateriellen Anlagevermögen und bei den Sachanlagen. Bewertung und Ausweis von Steuerlatenzen Die latenten Steuern werden auf Basis eines durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes in Höhe von 13,4 % sowie eines Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,8 % ermittelt. Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die Darstellung erfolgt entsprechend dem Rechnungslegungsstandard DRS 22. Das Mutterunternehmen JHC GmbH weist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ein erwirtschaftetes Eigenkapital (Gewinnrücklagen, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) iHv T€ 38.730 aus. Hiervon unterliegen T€ 3 einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Im Übrigen steht der Betrag grundsätzlich zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. 5. Rückstellungen für Pensionen Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre. Würde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre erfolgen, würde sich der Bilanzansatz um T€ 328 erhöhen (Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). Für ehemalige Geschäftsführer sind zum Bilanzstichtag 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.039 (Vorjahr: T€ 6.031) gebildet. 6. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Kundenboni und -gutschriften sowie Personalverpflichtungen. 7. Verbindlichkeiten Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in einem gesonderten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der diesem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. 8. Außerbilanzielle Geschäfte Der Konzern hat als Mieter Verträge über die Nutzung von Betriebsgrundstücken nebst aufstehenden Gebäuden und als Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Zweck der Geschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Restlaufzeit der Verträge von bis zu 10 Jahren, die eine kurzfristige Veränderung nicht ohne Weiteres ermöglichen. Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Aus den Verträgen resultieren folgende finanzielle Verpflichtungen:
9. sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Gesamthonorar iHv T€ 190 berechnet. Hiervon entfallen T€ 130 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 7 auf andere Bestätigungsleistungen und T€ 53 auf Steuerberatungsleistungen. 4. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge betragen T€ 588 (Vorjahr: T€ 998). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 309; Vorjahr: T€ 631). Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 57 (Vorjahr: T€ 57). G. Geschäfte mit nahestehenden Personen Nachfolgende Tabelle enthält Angaben zu den wesentlichen Geschäften des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen mit nahestehenden Unternehmen und Personen:
H. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Hartmut Dopslaff Frau Kathrin Reggi-Dopslaff 3. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens In der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens vom 16.12.2024 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2024 eine Vorabausschüttung in Höhe von T€ 3.000 vorzunehmen. In der Gesellschafterversammlung vom 24.03.2025 wurde beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn iHv T€ 23.449 auf neue Rechnung vorzutragen.
Winnenden, 28.04.2025 gez. Hartmut Dopslaff gez. Kathrin Reggi-Dopslaff AnlagenspiegelAnschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Aufgliederung der Verbindlichkeiten
sonstige BerichtsbestandteileAngabe zur Feststellung: Der Konzernabschluss der JHC GmbH Winnenden zum 31.12.2023 wurde am 23.05.2025 durch die Gesellschafterversammlung gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die JHC GmbH, Winnenden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der JHC GmbH, Winnenden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der JHC GmbH, Winnenden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28.04.2025 BW
Partner Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
gez. Olaf Brank, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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