Deutscher Radiopreis GmbH
Selbe AdresseHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Deike seit 23.2.2026 | Geschäftsführer |
Niclas Hübner seit 23.2.2026 | Geschäftsführer |
Britta Romboy seit 13.1.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK Gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% | |
| 11.11% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NDR Media GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Handelsregister B des Amtsgerichts HamburgRegisternummer HRB 8596Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der NDR Media GmbH, Hamburg, (im Folgenden "NDR Media" genannt) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In Anwendung des § 265 Abs. 6 HGB wird wegen Besonderheit des Geschäftsbetriebes in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Materialaufwand ein Posten Kostenerstattungen und Aufwendungen für Programme ausgewiesen. NDR Media ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 278 HGB) und § 42 GmbHG. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, gegebenenfalls mit dem niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 3 HGB, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, die technischen Anlagen werden über einen Zeitraum von drei bis sieben Jahren und die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über einen Zeitraum von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und gleichzeitig als Abgang gezeigt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 800 werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungen mit Kosten bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als sonstiger betrieblicher Aufwand behandelt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls mit dem niedrigeren Wertansatz gem. § 253 Abs. 3 HGB, angesetzt. Ausleihungen werden zum Nominalwert, gegebenenfalls mit dem niedrigeren Wertansatz zum Stichtag, angesetzt. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft bewertet. Der Buchwert entspricht somit dem Zeitwert. Eine Saldierung mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen erfolgt in Anwendung des § 246 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert, gegebenenfalls mit dem niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 4 HGB, angesetzt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Der maßgebliche Rechnungszins für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelt sich aus einer Durchschnittsbildung der letzten 10 Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Rechnungszins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Der angewandte Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Die bilanzierten Pensionszusagen stellen versicherungsgebundene und nicht versicherungsgebundene Pensionszusagen da, die zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind. Die Bilanzierung des kongruent rückgedeckten Teils der nicht versicherungsgebundenen Pensionsverpflichtungen erfolgt seitdem 31. Dezember 2022 mit dem Aktivwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung (sog. Bilanzierung nach dem Aktivprimat mit dem Erfüllungsbetragsverfahren). Die Bewertung des inkongruenten Teil der Pensionsverpflichtung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertfahren (Projected Unit Credit Method). Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr werden mit dem laufzeitkongruenten Durchschnittszins der letzten 7 Jahre abgezinst. Ansatz und Bewertung der anteiligen Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern der ARD MEDIA GmbH erfolgen entsprechend den Ausführungen zu den eigenen Pensionsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Provisionen an die ARD MEDIA GmbH werden entsprechend den vertraglich definierten Bemessungsgrundlagen kalkuliert. Personalrückstellungen werden entsprechend den Personalstammdaten und den arbeitsvertraglichen Grundlagen ermittelt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Differenzen erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen 15% Körperschaftsteuer, 5,5% Solidaritätszuschlag sowie 16,44% Gewerbesteuer. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), werden keine aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Eine sich ergebende Steuerbelastung würde als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Wie in Vorjahren liegen nur temporäre Differenzen aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen vor die zu aktiven latenten Steuern führen würden, die jedoch nicht aktiviert werden. Die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Altersversorgungsrückstellungen werden mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen aus dem Deckungsvermögen im Zinsaufwand saldiert. Aufwendungen und Erträge aus einer Änderung des Abzinsungssatzes, laufende Erträge sowie Aufwendungen und Erträge aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Finanzergebnis umfasst die Posten Nr. 7 bis einschließlich Posten Nr. 11 der Gewinn- und Verlustrechnung. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist der Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Anteile am Stammkapital der Studio Hamburg GmbH, Hamburg, deren alleinige Gesellschafterin die NDR Media ist. Die Anteile valutieren zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 35.000 (Vorjahr: TEUR 35.000). Die Studio Hamburg GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 60.260 und für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 8.064 aus. Die verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen der Studio Hamburg GmbH sind in der Anlage 2 zum Anhang enthalten. Beteiligungen NDR Media GmbH, Hamburg, hält 11,11 % der Anteile am Stammkapital der DEGETO FILM GmbH, Frankfurt am Main, und neben den acht anderen Werbegesellschaften der ARD 11,11 % der Anteile am Stammkapital der ARD MEDIA GmbH, Frankfurt am Main. Die DEGETO FILM GmbH weist in dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.320 und ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 415 aus. Die ARD Media GmbH weist in dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 6.124 und ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 711 aus. An der ndrb sales & services GmbH, Bremen, hält die NDR Media GmbH neben der Bremedia Produktion GmbH, Bremen, 50 % der Anteile am Stammkapital. Die ndrb sales & services GmbH weist in dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 180 und ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 50 aus. Weiterhin hält die NDR Media neben der RADIOZENTRALE GmbH, Berlin, 50 % der Anteile am Stammkapital der Deutscher Radiopreis GmbH, Hamburg, die in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 40 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 42 ausweist. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 16 (Vorjahr : TEUR 0) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen resultieren in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 47) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 442) aus einem gewährten Darlehen. Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 3.054 (Vorjahr: TEUR 2.514). Die Restlaufzeit ist kleiner als ein Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Unter den flüssigen Mitteln ist im Berichtsjahr ein Termingeld in Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) ausgewiesen. Die Laufzeit beträgt ein Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 25.400.000,00 (= EUR 12.986.813,78). Es handelt sich um das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft. Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 1.376. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs.1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 92) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Der verbleibende Unterschiedsbetrag bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 92. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Anwendung des Zinssatzes auf der Grundlage eines durchschnittlichen Zinssatzes für zehn bzw. sieben Jahre (§ 253 Abs. 6 S. 1 und 3 HGB) beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 286). Die Ergebnisabführungssperre entsprechend § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 286). Zum Bilanzstichtag wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 1.119 (Vorjahr: TEUR 1.167) gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten inkl. Überschussbeteiligungen entsprechend den Mitteilungen der Versicherer. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen vor Verrechnung beträgt demnach TEUR 8.594 (Vorjahr: TEUR 8.696). Der Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung setzt sich aus der Zinskomponente inklusive Zinsänderungsergebnis (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 227) und dem Dienstzeitaufwand von TEUR 322 (Ertrag; Vorjahr: Aufwand TEUR 86) zusammen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen anteilige Altersversorgungsverpflichtungen (TEUR 1.141, Vorjahr: TEUR 1.152), Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 485, Vorjahr: TEUR 717), Kundenrückvergütungen (TEUR 428, Vorjahr : TEUR 294) sowie ausstehende Lizenzabrechnungen (TEUR 240, Vorjahr: TEUR 197). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 7.481 (Vorjahr: TEUR 3.289) gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 1.524 (Vorjahr: TEUR 1.183) enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.219 (Vorjahr: TEUR 819) gegenüber dem Finanzamt und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 11). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat eine Garantieerklärung für Verpflichtungen eines verbundenen Unternehmens abgegeben. Die Garantieerklärung valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 3.700 (Vorjahr: TEUR 3.803); mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da keine Anzeichen bestehen, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Am 15. Dezember 2022 hat die NDR Media GmbH zusammen mit anderen Mitgliedsunternehmen gegenüber der Baden-Badener Pensionskasse VVaG (bbp) eine Patronats- und Gewährleistungserklärung abgegeben. Die Erklärung hat eine Gültigkeit bis zum 30.06.2025. Damit wird das Ziel verfolgt, die bbp finanziell so auszustatten, dass diese den jeweils geltenden aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen sowie dem Liquiditätsbedarf für die zur Erbringung der Versicherungsleistungen benötigten Mittel vollständig entsprechen kann. Derzeit liegen keinerlei Erkenntnisse vor, dass die bbp die Patronatserklärung in Anspruch nehmen muss. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lizenzrechten in Höhe von insgesamt TEUR 12.173. Davon sind innerhalb eines Jahres TEUR 8.081 und innerhalb von mehr als 1 bis 5 Jahren TEUR 4.092 fällig. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Personalaufwand/Mitarbeiter
Die Gesellschaft beschäftigte neben der Geschäftsführung im Jahresdurchschnitt 47 (Vorjahr: 54) Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 105) enthalten und resultieren aus der im Zusammenhang mit dem BilMoG erfolgten Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Der sich zum 1. Januar 2010 ergebene Unterschiedsbetrag von TEUR 1.376 für NDR Media wurde im Geschäftsjahr wie auch bereits für die Jahre 2010 bis 2022 um die planmäßige Zuführung in Höhe von TEUR 92 zu den Pensionsrückstellungen vermindert. Ferner erfolgte in diesem Zusammenhang die Zuführung von TEUR 13 bezüglich der Altersversorgung der ARD MEDIA GmbH. Zinserträge und -aufwendungen Die Zinserträge beinhalten Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 9). Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 227). Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 43) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren, sowie Erträge aus der Zuschreibung von in Vorjahren abgeschriebenen Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 0). 5. Abschlussvermerke und sonstige Angaben Aufsichtsrat und Geschäftsführung Zu Aufsichtsratsmitgliedern sind bestellt:
Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Die Gesellschaft wird durch den Geschäftsführer, durch den Geschäftsführer mit einem Prokuristen oder durch zwei Prokuristen gemeinschaftlich vertreten. Gesamtprokura war im Berichtsjahr Frau Britta Romboy und Frau Ronja Böhlke erteilt. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 34). Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.274. Die aus der Anwendung der Bewertungsvorschriften des BilMoG erforderliche Neubewertung hat einen Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 515 ergeben. NDR Media hat davon bereits TEUR 481 den Rückstellungen zugeführt. Die an diesen Personenkreis geleisteten Ruhegehälter haben im Geschäftsjahr 2023 TEUR 125 betragen. Name und Sitz des Mutterunternehmens Alleiniger Gesellschafter und Mutterunternehmen der Gesellschaft ist der Norddeutsche Rundfunk, gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts (NDR). Die Gesellschaft hat gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses abgesehen, da der NDR gemäß Staatsvertrag über den Norddeutschen Rundfunk einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellt, in den die NDR Media mit einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Abschlussprüferhonorar Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss des NDR offengelegt, in welchen die NDR Media einbezogen wird. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Ereignisse mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.544 unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 2.544 an die Gesellschafterin auszuschütten.
Hamburg, den 8. Mai 2024 Die Geschäftsführung Anlagenspiegel
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitzliste) der Studio Hamburg GmbH, Hamburg
1 Ergebnisabführungsvertrag
Lagebericht für das Jahr 2023I Grundlagen der Gesellschaft Angaben zum Geschäftsmodell NDR Media GmbH (NDR Media), Hamburg, ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Norddeutschen Rundfunks, gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts (NDR), Hamburg, und operiert auf verschiedenen Geschäftsfeldern: der Vermarktung von Hörfunk- und Fernsehwerbung, dem Marketing, Dienstleistungen sowie der Beteiligungsverwaltung. Der umsatzstärkste Geschäftsbereich der NDR Media ist die Vermarktung und Organisation von Fernseh- und Hörfunkwerbung im NDR Sendegebiet - auch in Kooperation mit anderen Rundfunkveranstaltern. Der Geschäftsbereich Marketing plant und realisiert Marketingaktivitäten insbesondere des Gesellschafters NDR. Hierzu gehört die Vermittlung von Kooperationen zwischen Geschäftspartnern und dem NDR als Medienpartner. NDR Media betreut die Planung und Durchführung von Marketingaktivitäten sowie öffentlichen Veranstaltungen. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen ist u. a. der Betrieb des NDR Ticketshops in Hannover angesiedelt. Die NDR Media fungiert zudem als Holding für die Studio Hamburg GmbH. Im Berichtsjahr gab es im Bereich Dienstleistungen eine strukturelle Veränderung. Die NDR Media GmbH hat den Geschäftsbereich Datenservice Medienforschung zum Jahresende geschlossen. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023. Die Besteuerung der Werbeeinnahmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist durch Gesetzesänderung vom 20. Dezember 2001 (Solidarpaktfortführungsgesetz) neu geregelt worden. Danach erfolgt eine Besteuerung der Werbeerträge auf der Grundlage einer Gewinnpauschale von 16 % des Netto-Umsatzes aus Hörfunk- und Fernsehwerbung sowie Sponsoring. Folglich ergibt sich ein Aufwandsanteil von 84 %. In Anwendung dieser Regelung und im Einklang mit dem Kostenerstattungsvertrag zwischen dem NDR und NDR Media vom 19. Dezember 2003 mit Rückwirkung ab 01. Januar 2002 hat der NDR der NDR Media im Berichtsjahr Kosten in Höhe von TEUR 22.541 (Vorjahr: TEUR 26.575) belastet. Der Steueraufwand wird unmittelbar durch den NDR getragen. II Wirtschaftsbericht 1. Marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die Gesellschaft ist in hohem Maße abhängig von der Konjunkturentwicklung der deutschen Wirtschaft und insbesondere vom Werbemarkt und den gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Werbung bei Rundfunk- und Fernsehanstalten des öffentlichen Rechts. Der Werbemarkt für Medien, korreliert mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Das Wirtschaftswachstum hat sich nach einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von + 1,8 % im Jahr 2022 im Jahr 2023 um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist damit im nach wie vor krisengeprägten Umfeld rückläufig. Trotz der im Jahresverlauf 2023 rückläufigen Inflationsrate war das gegenüber den Vorjahren immer noch hohe Kostenniveau auf allen Wirtschaftsstufen in erster Linie ursächlich für die sich abschwächende Konjunktur. Hinzu kamen die gegenüber den Vorjahren stark angestiegenen Finanzierungskosten aufgrund des höheren Zinsniveaus sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit konnte im Jahr 2023 die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortgesetzt werden. Die Wachstumsraten des Jahres 2023 lagen im Quartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) in einer engen Spannbreite von - 0,3 % bis + 0,1 %. Begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stagnierte das BIP in den ersten drei Quartalen 2023 weitestgehend (+ 0,1 %, 0,0 %, 0,0 %). Im vierten Quartal 2023 verzeichnete das BIP einen leichten Rückgang um - 0,3 %. Die deutsche Wirtschaft nahm damit nach dem beginnenden Stillstand am Jahresanfang 2023 eine rückläufige Entwicklung zum Jahresende 2023. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um - 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab, was vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein dürfte. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um -1,7% gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf den Wegfall der staatlichen Corona- Hilfsmaßnahmen zurückzuführen ist. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2 Aufgrund des intensiven Wettbewerbsgeschehens haben sich sowohl der intermediale als auch der intramediale Wettbewerb verschärft. Die Bruttoausgaben für die Schaltung von Werbung in Medien in Deutschland stiegen im Jahr 2023 um + 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2022 wies der Werbemarkt noch einen Rückgang von - 3,4 % gegenüber dem Vorjahr aus. Der Fernsehwerbemarkt hatte mit Bruttoausgaben von Mrd. € 16,5 im Jahr 2023 einen Anteil von 49,0 % am gesamten Werbemarkt. Er war im Jahr 2023 von einem Rückgang mit -3,5% gegenüber dem Vorjahr gekennzeichnet. Im Radio erhöhten sich dagegen die Bruttoausgaben auf EUR 2,0 Mrd. in 2023 (Vorjahr: EUR 1,9 Mrd.). Der Anteil am Gesamtmarkt betrug 5,8% in 2023 (Vorjahr: 5,7%). 2. Leistungsindikatoren Die finanziell bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und die Zuflüsse an den Gesellschafter NDR. Die Zuflüsse setzen sich aus der Kostenerstattung und dem Jahresergebnis zusammen.
2 Quelle:
https://www.ard-media.de/marktdaten/werbemarkt/werbetrend-2023.
3. Lage der Gesellschaft ERTRAGSLAGE
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 50.169 liegen um TEUR 6.491 unter Vorjahresniveau (TEUR 56.660). Wesentlicher Faktor sind hier die Umsatzerlöse aus dem Bereich Werbung, die mit TEUR 47.770 um TEUR 6.206 unter denen des Vorjahres (TEUR 53.976) liegen. Anders als im Vorjahr mit der Herren-Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im November/Dezember 2022 gab es im Berichtsjahr kein vergleichbar großes und zu vermarktendes Sportereignis, so dass ein Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erwartungsgemäß nicht erreicht wurde. Gleichwohl haben Werbekunden in krisengeprägten Zeiten weiterhin auf die Qualitätsumfelder in "Das Erste" gesetzt. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 zeigte sich - anders als zunächst vorhersehbar und prognostiziert - eine positivere Ausschöpfung in der nationalen Vermarktung. Auch beim Radio-Umsatz macht sich das anhaltend angespannte Konsumklima bemerkbar und sorgte für Unsicherheit unter den Werbetreibenden und Agenturen in 2023. Hinzu kommt die sich zunehmend verändernde Mediennutzung. Der Umsatz aus Hörfunkwerbung übersteigt die Erwartung, liegt jedoch -auch aufgrund gesunkener Reichweiten- unter dem des Vorjahres. Die Umsatzerlöse der Gesamtbereiche Marketing und Dienstleistungen liegen insgesamt betrachtet unter Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf den 2022 vollzogenen Management Buy Out des Communication Centers zurückzuführen ist. Die Kostenerstattungen und Aufwendungen für Programme sowie für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kostenerstattungen für Hörfunk und Fernsehen an den NDR (TEUR 22.541, Vorjahr TEUR 26.575), Bundesliga Lizenzkosten (TEUR 6.423, Vorjahr TEUR 6.423), Umsatz- und Vermarktungsprovisionen (TEUR 3.707, Vorjahr TEUR 4.357), Sportschau Produktionskosten (TEUR 1.621, Vorjahr TEUR 1.585) sowie GEMA- und GVL- Gebühren (TEUR 1.502, Vorjahr TEUR 1.600). Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 3.166 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.981) um TEUR 815 gesunken. Dies ist zum einen im Wesentlichen auf die um TEUR 342 restrukturierungsbedingt gesunkenen Löhne und Gehälter (TEUR 2.789, Vorjahr TEUR 3.131) zurückzuführen und resultiert zum anderen aus den gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung, die im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 338) im Berichtsjahr um TEUR 418 niedriger ausfielen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr TEUR 249 und enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 12), Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr. TEUR 0) und Erträge aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 19). Die übrigen betrieblichen Aufwendungen (sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern) von insgesamt TEUR 3.536 beinhalten u. a. Aufwendungen für Marketing (TEUR 189, Vorjahr TEUR 230), Werbung (TEUR 1.690, Vorjahr TEUR 1.607), Verwaltungsaufwendungen (TEUR 234, Vorjahr TEUR 434), Fremdleistungen (TEUR 533, Vorjahr TEUR 525), Spenden (TEUR 133, Vorjahr TEUR 214) sowie Aufwendungen für das Verwaltungsgebäude und Mieten (TEUR 135, Vorjahr TEUR 133). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne sonstige Steuern) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.757) insgesamt um TEUR 229 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen. Deren Abnahme um TEUR 200 steht im Zusammenhang mit dem Management Buy Out des Communication Centers in 2022 (TEUR 80) und den im aktuellen Berichtsjahr entfallenen Verwahrentgelten (Vorjahr TEUR 103). Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.548 auf TEUR 21 gesunken. Ausschlaggebend hierfür ist, dass eine Vorabausschüttung unserer Tochtergesellschaft Studio Hamburg GmbH im Berichtsjahr (Vorjahr: TEUR 1.750) nicht erfolgte. Im Bereich Beteiligungen liegt der Jahresüberschuss 2023 der Studio Hamburg GmbH bei TEUR 8.064 und damit deutlich über Plan. Das Ergebnis 2023 des Studio Hamburg-Konzerns vor Ertragsteuern beträgt TEUR 12.330 und liegt deutlich über dem geplanten Wert. Insgesamt hat sich die Ertragslage bei Studio Hamburg wie schon in den Vorjahren erfreulich entwickelt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich die gewerblichen Einkünfte außerhalb der Werbung. Der Aufwand in Höhe von TEUR 88 setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 43) und der Gewerbesteuer (TEUR 45) für das Jahr 2023. Die Werbeerlöse werden im Betrieb gewerblicher Art "Werbung" des NDR der Ertragsteuer unterworfen. Aufgrund dessen, dass die Umsatzerlöse der Bereiche Hörfunk- und Fernsehwerbung im Berichtsjahr die Planwerte überschritten haben und somit auch die Kostenerstattung und das um den Beteiligungsertrag der Studio Hamburg GmbH bereinigte Jahresergebnis besser als geplant ausgefallen sind, zeigt sich die Geschäftsführung mit Blick auf das wirtschaftliche Gesamtergebnis zufrieden. Der Blick in die Zukunft wird allerdings vor dem Hintergrund der Veränderungen am Werbemarkt für die klassischen Medien TV und Radio durch die Beschränkungen auf den linearen Ausspielweg zunehmend kritischer. FINANZLAGE Die Gesellschaft erwirtschaftet insgesamt stabile Cashflows. Die flüssigen Mittel belaufen sich auf EUR 17,8 Mio. (Vorjahr EUR 17,5 Mio.). Es werden keine Bankkredite in Anspruch genommen, die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten erfolgt in hohem Maße über Eigenkapital. In Ergänzung hierzu ist die Gesellschaft aus gewährten Finanzierungsgarantien verpflichtet. Derzeit gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 62.815 (Vorjahr TEUR 61.529). Die Steigerung in Höhe von TEUR 1.286 resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens um TEUR 1.000. Auf der Passivseite ist im Berichtsjahr ein um TEUR 2.161 niedrigeres Eigenkapital aufgrund des gesunkenen Bilanzgewinnes (TEUR 2.543, Vorjahr TEUR 4.704) zu verzeichnen. Dem gegenüber stehen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.220 gestiegen sind. Die Zunahme betrifft vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber dem NDR. Auf der Aktivseite betrug der Anteil des Anlagevermögens 63,3% (Vorjahr 64,2%). Auf der Passivseite beträgt die Eigenkapitalquote 65,8% (Vorjahr 70,7%). Dem langfristig gebundenen Vermögen in Höhe von TEUR 39.764 (Vorjahr TEUR 39.481) stehen langfristige Mittel in Form des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 41.311 (Vorjahr TEUR 43.471) gegenüber, der Anlagendeckungsgrad beträgt 103,9 % (Vorjahr 110,1 %). III Chancen und Risiken Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird laufend unter Berücksichtigung der Marktentwicklungen über Monatsabschlüsse und Abgleiche mit der Unternehmensplanung und der Unternehmensstrategie fortgeschrieben und beobachtet. Folgende Einschätzungen zu möglichen Chancen und Risiken fließen dabei in die Unternehmensplanung und Fortentwicklung der Unternehmensstrategie ein. Chancen Ein günstigeres Konsumklima durch zurückgehende Inflationsraten und positivere Wirtschaftsprognosen könnten die Basis für zunehmende Werbeschaltungen sein und damit stabilisierend auf die Planungen des laufenden Geschäftsjahres 2024 wirken. Mittelfristiges Wachstumspotential bietet die zurzeit in der Ausschreibung befindliche Rechtevergabe an den Spielen der DFL-Fußball-Bundesliga für die Spielzeiten 2025/2026 bis 2028/2029. Die ARD-Werbegesellschaften hätten damit die Möglichkeit, nachhaltig Einnahmen aus der Vermarktung der Sportschau am Samstag zu erzielen, die einen relevanten Teil der Fernsehwerbeeinnahmen darstellen. Langfristiges Wachstumspotential besteht zudem aus dem Erwerb der Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele bis zum Jahr 2032. Audio liegt weiterhin im Trend. Neben den klassischen Radio-Inhalten gibt es inzwischen ein umfangreiches Angebot an digitalen On-Demand-Inhalten. Audio-Inhalte im Internet erfahren somit wachsenden Zuspruch. Musikstreaming, Live-Radio und zeitversetzte Audio-Formate wie beispielsweise Podcasts gewinnen weiter an Reichweite. Gleichwohl sind es nach wie vor die klassischen Radio-Inhalte und Sendermarken, die für den überwiegenden Teil der Radio-Nutzung verantwortlich sind. Eine Verbesserung der Reichweitensituation von NDR 2 würde sich positiv auf die Vermarktung auswirken. Risiken Die NDR Media verfügt über einen Risikoreport, in dem alle relevanten Risiken mit Hinblick auf die Bedeutung und Wahrscheinlichkeit des Eintritts erfasst und regelmäßig überwacht werden. Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der NDR Media liegen in der Umsatzsituation des Bereichs Werbung, die sowohl von den zu vermarktenden Programmen als auch von der gesamtweltwirtschaftlichen Lage und in der Folge der von Nachfrage im Werbemarkt abhängig ist. Die Werbeerlöse sind in erster Linie von der Reichweiten- und Zielgruppenentwicklung der zu vermarktenden Programmen abhängig. Maßgeblich bestimmt werden die Geschäftsentwicklungen darüber hinaus von der technischen Entwicklung im Bereich der Kommunikationsmittel und den entsprechenden Auswirkungen auf die Mediennutzung bzw. von dem Transfer von klassischen zu digitalen Kanälen und daraus resultierender Verschiebungen der Werbeetats hin zu digitalen und hier zunehmend internationalen Plattformen. Wir beobachten die Marktentwicklung, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zur Minimierung etwaiger negativer Effekte auf die Ertragslage der Gesellschaft einleiten zu können. Die Erzielung von Erlösen durch Werbeschaltungen auf öffentlich-rechtlichen Sendern ist auch von den gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig. Etwaige Einschränkungen der ÖR- Werbung im TV und im Hörfunk oder deren Abschaffung wären mit einem Rückgang bzw. Ausfall von Werbeumsätzen verbunden. Neben diesen Risiken besteht für die NDR Media als Holding der Studio Hamburg GmbH das Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung bei der Studio Hamburg GmbH mit der Folge, dass die Anteile an der Studio Hamburg GmbH außerplanmäßig abgeschrieben werden müssen und/oder Beteiligungserträge ausbleiben. Da die Studio Hamburg GmbH selbst einem Risikomanagement unterliegt und regelmäßig über die Risikolage und Geschäftsentwicklung Bericht erstattet, können frühzeitig etwaige Risiken erkannt und entsprechende notwendige Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um mögliche Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NDR Media zu minimieren. Prognosebericht Nach wie vor beeinflusst das weltpolitische Geschehen die Binnennachfrage negativ, so dass die Werbespendings im Geschäftsjahr 2024 beeinträchtigt und es zu finanziellen Einbußen für die NDR Media kommen kann. Dem gegenüber steht, dass die sportlichen Großereignisse im Jahr 2024 für deutliche Umsatzzuwächse sorgen können. Die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung mit einer fragmentierten Nutzung, sinkenden Reichweiten sowie Werbeangeboten bei Streamingdiensten werden jedoch zunehmend einen negativen Einfluss auf die Umsatzerlöse aus Fernsehwerbung haben. Es wird daher ein leichter Rückgang der klassischen Werbung in den übrigen TV-Programmbereichen erwartet. Anhaltend rückläufige Reichweiten des zu vermarktenden Programms NDR 2 sowie eine zunehmende Fragmentierung des Angebots an Radiosendern (insbesondere digital und DAB+) werden erwartungsgemäß einen negativen Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse aus Hörfunkwerbung in 2024 haben. In der Folge erwartet die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt bedingt durch die vorgenannten Einflussfaktoren insgesamt einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse und der Zuflüsse an den Gesellschafter in 2024 im Vergleich zum Vorjahr.
Hamburg, am 8. Mai 2024 NDR Media GmbH Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NDR Media GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NDR Media GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NDR Media GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 8. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Cornelia von Oertzen, Wirtschaftsprüfer Marlena Presser, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss zur Feststellung des Jahresabschlusses und Entlastung der GeschäftsführungDer NORDDEUTSCHER RUNDFUNK (NDR), Gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts, ist alleiniger Gesellschafter der im Handelsregister des Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HR B 8596 eingetragenen NDR Media GmbH, Hamburg. Unter Verzicht auf die Einhaltung der für die Einberufung geltenden Form- und Fristbestimmungen hält der Alleingesellschafter, vertreten durch den Intendanten Joachim Knuth und die Verwaltungsdirektorin Ulrike Deike, eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt wie folgt:
Hamburg, den 31. Mai 2024 NORDDEUTSCHER RUNDFUNK Joachim Knuth Ulrike Deike |
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