Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 51669
Eingetragen
5.4.2019
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von sowie Großhandel mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und artverwandten Produkten einschließlich des internationalen Vertriebs. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Geschäfte, solange die jeweilige Erlaubnis nicht erteilt ist.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Joerg Loeser
seit 16.9.2025
Geschäftsführer
Maik Dobiey
seit 16.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Zweite Z & B Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Salis Holding GmbH

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 458.681 645.625
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.437.956 18.158.850
3. Geschäfts- oder Firmenwert 25.041.915 28.619.331
4. geleistete Anzahlungen 21.365 178.797
41.959.917 47.602.603
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.706 270.799
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 161.562 920.188
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 415.101 457.766
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.917.479 3.390.686
3. Geleistete Anzahlungen 188.587 75.702
4.521.167 3.924.154
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.217.052 2.848.888
2. sonstige Vermögensgegenstände 569.621 227.330
3.786.673 3.076.218
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 309.514 682.616
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 187.800 254.709
D. NICHT DURCH KONZERNEIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 27.645.470 14.612.223
78.784.809 71.343.510

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 33.334 33.334
II. Kapitalrücklage 14.408.459 12.408.459
III. Konzernverlust -42.087.263 -27.054.016
IV. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 27.645.470 14.612.223
0 0
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. sonstige Rückstellungen 6.911.982 6.583.566
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.182.273 16.327.036
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.291.565 4.249.197
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 48.926.734 43.666.948
4. sonstige Verbindlichkeiten 472.255 516.763
- davon aus Steuern: EUR 144.891 (Vorjahr: EUR 267.761)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.524 (Vorjahr: EUR 6.021)
71.872.827 64.759.944
78.784.809 71.343.510

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.075.762 26.741.778
2. andere aktivierte Eigenleistungen 180.000 300.000
3. Gesamtleistung 26.255.762 27.041.778
4. sonstige betriebliche Erträge 283.226 575.231
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.181.857 -15.079.086
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -107.310 -257.084
-16.289.167 -15.336.170
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.076.642 -3.936.907
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -693.696 -684.552
- davon für Altersversorgung: EUR 18.045 (Vorjahr: EUR 26.058)
-5.770.338 -4.621.459
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.171.639 -6.142.517
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.554.725 -7.419.898
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 401 0
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -758.626 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.019.936 -2.797.337
12. Ergebnis nach Steuern -15.025.042 -8.700.372
13. sonstige Steuern -8.205 -5.536
14. Konzernjahresfehlbetrag -15.033.247 -8.705.908
15. Konzernverlustvortrag -27.054.016 -18.348.108
16. Konzernbilanzverlust -42.087.263 -27.054.016

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Das Mutterunternehmen Salis Holding GmbH mit Sitz in Egelsbach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 110827 eingetragen.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Gemäß § 299 HGB ist der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufzustellen. Danach hat die Salis Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss aufzustellen. Bei den anderen Konzerngesellschaften entspricht das Geschäftsjahr ebenfalls dem Kalenderjahr.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind zum Teil im Anhang aufgeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Besondere Angaben

Das Jahresabschlussergebnis des Konzerns ist stark durch die Ergebnisse der beiden Tochtergesellschaften Murnauer Markenvertrieb GmbH und Fette Pharma GmbH geprägt, die ihre Erträge bzw. Verluste im Rahmen der bestehenden Ergebnisabführungsverträge an die Muttergesellschaft Salis Holding GmbH übertragen. Die Murnauer Markenvertrieb GmbH entwickelt und vermarktet Kosmetik und Zahnpflegeprodukte, die unter diversen Marken in Drogerien und Apotheken an Endverbraucher verkauft werden. Die aus dieser Geschäftstätigkeit entstandenen Verluste im Geschäftsjahr 2022 wurden ertragswirksam an die Salis Holding GmbH übertragen. Die Fette Pharma GmbH entwickelt Produkte und Marken, u.a. für ein neues Geschäftsfeld, und befindet sich noch in einer StartUp Phase. Die entstandenen Verluste des Geschäftsjahres 2022 wurden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages gleichfalls an die Salis Holding GmbH übertragen. Die Salis Holding GmbH ist nur im Rahmen ihrer Tochtergesellschaften operativ tätig.

In der Konzernbilanz ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag. Die Planungen für das Geschäftsjahr 2023 gehen mit dem vollständigen Markteintritt der Fette Pharma GmbH und von einer Gewinnsituation in beiden Gesellschaften aus, was den Fehlbetrag verringern wird. Die Fortführungsfähigkeit der Unternehmensgruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht gefährdet, da die Gesellschafter bereits im ersten Quartal 2023 weitere Mittel zur Verfügung gestellt haben, um den Marktaufbau der StartUp-Aktivitäten in 2023 abzusichern. Die Geschäftsführung geht auch davon aus, dass die Gesellschafter wie in der Vergangenheit bei Notwendigkeit weitere Mittel zu Verfügung stellen werden.

III. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Salis Holding Gruppe sind folgende Unternehmen einbezogen:

Salis Holding GmbH mit Sitz in Egelsbach und Handelsregistereintragung unter HRB 110827 beim Amtsgerichts Frankfurt am Main (Konzernmutter)

Murnauer Markenvertrieb GmbH mit Sitz in Egelsbach und Handelsregistereintragung unter HRB 46928 beim Amtsgerichts Offenbach am Main (100%ige Beteiligung)

Fette Pharma GmbH mit Sitz in Egelsbach und Handelsregistereintragung unter HRB 51669 beim Amtsgerichts Offenbach am Main (100%ige Beteiligung)

Die oben aufgeführten Unternehmen stehen unter der einheitlichen Leitung der Salis Holding und sind konsolidierte Tochterunternehmen der Salis Holding GmbH. Es bestehen keine nicht einbezogenen Tochterunternehmen.

Mit Kaufvertrag vom 25. Mai 2018 hat die Salis Holding GmbH 75% Prozent der Anteile an der Murnauer Markenvertrieb GmbH erworben. Die restlichen Anteile wurden zu gemeinen Werten in die Salis Holding GmbH gegen Gewährung neuer Anteile eingebracht.

Mit Kaufvertrag vom 29. Januar 2019 hat die Salis Holding GmbH 100% der Anteile an der Fette Pharma GmbH erworben.

IV. Allgemeine Angaben zu den angewandten Konsolidierungsgrundsätzen

Die konsolidierte Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten (einschließlich Rückstellungen), Rechnungsabgrenzungsposten und Kapitalkonten aus den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen mit Ausnahme der Auswirkungen der Schuldenkonsolidierung.

Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält sämtliche Erträge und Aufwendungen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen unter Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung und der ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen.

1. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in Anwendung von § 305 Abs. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen sind gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert worden.

2. Schuldenkonsolidierung

Es erfolgt eine Konsolidierung der Forderungen und Verbindlichkeiten der verbundenen Unternehmen des Konzerns (§ 303 Abs. 1 HGB).

3. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB) zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2020.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde bei der Murnauer Markenvertrieb GmbH ein Teil des Kaufpreises auf zwei bestehende Marken im Bereich Pharma allokiert (T€ 2.845). Diese werden über den Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Ein weiterer Teil des Kaufpreises wird auf die bestehenden Kunden im Drogeriegeschäft allokiert (T€ 9.092). Auch diese werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der darüber hinausgehende Firmenwert (T€ 33.566) wird ebenfalls über 10 Jahre abgeschrieben und orientiert sich an Erfahrungswerten zu Produkt- und Kundenzyklen.

Der aktive Unterschiedsbetrag (T€ 2.208) aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Fette Pharma GmbH wird ebenfalls über 10 Jahre abgeschrieben.

Zum 31.12.2022 beläuft sich der immaterielle Vermögenswert aus der teilweisen Allokation des Kaufpreises auf Marken im Bereich Pharma und Kunden im Drogeriegeschäft sowie des Geschäfts- und Firmenwertes nach Abschreibungen auf T€ 33.398 (VJ: T€ 38.169).

Zwischen der Salis Holding GmbH und der Murnauer Markenvertrieb GmbH sowie der Fette Pharma GmbH bestehen am Bilanzstichtag wirksame Gewinnabführungsverträge. Bei diesen Tochterunternehmen wird von den Erleichterungsmöglichkeiten gem. § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich Aufstellung und Offenlegung Gebrauch gemacht.

4. Grundlagen der Währungsumrechnung

Der Konzern beinhaltet nur inländische Tochtergesellschafen, die allesamt in Euro bilanzieren.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind nach Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie nach Schuldenkonsolidierung sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge der Einzelgesellschaften enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb der Unternehmen dauernd zu dienen. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 248 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände für eine ERP- Lösung aktiviert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

2. Bewertungsmethoden

Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Januar 2020. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft hat Gebrauch von dem Ansatzwahlrecht nach 248 Abs. 2 HGB gemacht. Daher enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände solche, die selbst erstellt sind in Höhe von T€ 459 (VJ: T€ 646). Der in 2022 aktivierte Betrag beläuft sich auf T€ 180 (VJ: T€ 300) und ist unter den aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen eine ERP-Lösung und werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Entwicklungskosten für Produktentwicklungen wurden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, werden sie entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Anfang 2020 wurden die Markenrechte an der Marke PERLWEISS ® für die Bundesrepublik Deutschland sowie für weitere im wesentlichen europäische Märkte erworben. Neben dem Kaufpreis wurden zukünftige erwartete nachträgliche Kaufpreiszahlungen aktiviert (in Summe rd. M€ 9,0). Für die erwarteten nachträglichen Kaufpreiszahlungen wurde zeitgleich eine Rückstellung passiviert. Die Marke wird aufgrund ihrer jahrzehntelangen großen Markenbekanntheit über 15 Jahre planmäßig abgeschrieben.

Firmenwerte werden über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an der erwarteten gewöhnlichen Nutzungsdauer. Ebenso werden die im Rahmen der Kaufpreisallokation allokierten Beträge auf die Marken sowie den Kundenstamm der Murnauer Markenvertrieb GmbH über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden aufgrund ihrer geringfügigen Bedeutung für die Vermögenslage der Gesellschaft analog § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Unter den Rückstellungen werden auch nachgelagerte, variable Kaufpreisverbindlichkeiten für den Kauf der Marke PERLWEISS ® ausgewiesen. Der nachgelagerte Kaufpreis orientiert sich an den Umsatzerlösen, die mit PERLWEISS ® -Produkten in den kommenden fünf Jahren ab dem Markenkauf generiert werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

VI. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Der Firmenwert in Höhe von M€ 25,0 ist im Rahmen der Erstkonsolidierung der Gruppe zum 1.1.2020 entstanden. Der Firmenwert resultiert aus dem Kauf von 100% der Anteile an der Murnauer Markenvertrieb GmbH sowie 100% der Anteile an der Fette Pharma GmbH durch die Salis Holding GmbH.

Darüber hinaus sind zum 31. Dezember 2022 unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckte Werte für Marken (M€ 2,0) und den Kundenstamm (M€ 6,4) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderem Forderungen gegen Finanzämter (T€ 254; VJ: T€ 32).

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von T€ 141 (VJ: T€ 217) enthalten.

Eigenkapital

Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel in Anlage 5.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen bei der Murnauer Markenvertrieb GmbH für Kundenboni/-rabatte und ähnliche sog. nachträgliche Konditionen in Höhe von M€ 3,7 (VJ: M€ 3,9) sowie für nachgelagerte Kaufpreiszahlungen für in 2020 erworbene Markenrechte an der Marke PERLWEISS ® in Höhe von M€ 1,4 (VJ: M€ 1,8).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt T€ 71.873(VJ: T€ 64.760).

< 1 Jahr 1-4 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.982 8.200 0 19.182
(Vorjahr) 7.758 8.569 0 16.327
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.292 0 0 3.292
(Vorjahr) 4.249 0 0 4.249
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 48.927 48.927
(Vorjahr) 0 0 43.667 43.667
sonstige Verbindlichkeiten 472 0 0 472
(Vorjahr) 517 0 0 517
Gesamt 14.746 8.200 48.927 71.873
(Vorjahr) 12.524 8.569 43.667 64.760

Zur Sicherung sämtlicher Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde diesen Pfandrechte an den Konten der Salis Holding GmbH und der Murnauer Markenvertrieb GmbH gewährt. Außerdem wurden Forderungen aus Darlehen an Gruppengesellschaften sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten. Darüber hinaus erfolgte eine Abtretung oder Verpfändung von wesentlichen gewerblichen Schutzrechten sowie die Verpfändung der Geschäftsanteile an der Murnauer Markenvertrieb GmbH.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

VII. Angaben zu Gewinn und Verlustrechnung

Externe Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt M€ 26,1 (VJ: M€ 26,7) wurden in 2022 zum Großteil durch die Murnauer Markenvertrieb GmbH in Höhe von M€ 25,9 (VJ: M€ 26,7) im Bereich nicht verschreibungspflichtiger Körperpflegeprodukte erzielt. Die Fette Pharma GmbH hat im Jahr 2022 alle notwendigen Genehmigungen für die Beschaffung und die Vermarktung und den Vertrieb von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in dem Spezialbereich "medizinisches Cannabis" in Deutschland erhalten und trägt in 2022 mit einem Umsatz von M€ 0,6 (VJ: M€ 0,0) für die Erstauslieferungen von Medizinal Cannabis in Form von Blüten und Extrakten zum Gruppenergebnis bei.

Das Geschäftsmodell der Fette Pharma GmbH entwickelt sich von 2022 zum Jahr 2023 von einem StartUp in eine aktive Vertriebsorganisation für verschreibungspflichtige Medizincannabisprodukte.

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 18 (VJ: T€ 26).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen mit T€ 759 (VJ: T€ 0) Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz an einem börsennotierten Unternehmen, mit dem die Fette Pharma GmbH eine strategische Partnerschaft eingegangen ist. Die Abschreibung erfolgte auf den niedrigeren Börsenkurs zum 31. Dezember 2022. Bereits in Vorjahren erfolgten Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz mit einem Gesamtvolumen von T€ 780.

Die Zinsaufwendungen betragen T€ 3.020 (VJ: T€ 2.797) - hiervon entfallen T€ 2.260 (VJ: T€ 2.053) auf Gesellschafterdarlehen.

Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine Steuern angefallen.

VIII. Sonstige Angaben

1. Zahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Im Jahresdurchschnitt wurden 48 (VJ: 50) Mitarbeiter beschäftigt:

31.12.2022
Angestellte 48
Aushilfen 0
48

Der Schwerpunkt lag mit 23 (VJ: 18) Mitarbeitern zum 31.12.2022 wie auch im Vorjahr im Vertrieb.

2. Mitglieder der Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Salis Holding GmbH geführt durch

Herrn Tilo Beerbaum

Herrn Dr. Othmar Belker

Herr Alexander Kolb (ab 18. Juli 2022)

Herrn Dr. Thomas Biegert (bis 23. Juni 2022)

Alle Geschäftsführer waren jeweils zu zweit vertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich in eigenem Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Sämtliche Geschäftsführer übten ihre jeweiligen Beschäftigungen hauptberuflich entsprechend der Organstellung aus.

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Branchentypisch waren zur Erweiterung des Finanzierungsvolumens am Bilanzstichtag T€ 4.183 (VJ: T€ 4.423) Kundenforderungen an die Markant Finanz AG verkauft. Die Gesellschaft haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Forderung. Risiken im Rahmen dieser außerbilanziellen Finanzierungsform bestehen insbesondere hinsichtlich eines kurzfristig in Abhängigkeit vom Forderungsvolumen schwankenden Finanzierungsvolumens. Darüber hinaus können künftige Bonitätsabstufungen der Kunden zu einem entsprechend niedrigeren Gesamtvolumen des Factorings führen.

Darüber hinaus gibt es eine Verpflichtung der Salis Holding GmbH zur Zahlung einer variablen Kaufpreiskomponente für die Fette Pharma GmbH, die abhängig vom erzielten Rohertrag dieser Gesellschaft ist. Da es sich bei der Fette Pharma GmbH um ein Start-Up handelt, ist eine vernünftige Abschätzung dieser variablen Kaufpreiskomponente zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Daher ist hierfür im Abschluss keine entsprechende Rückstellung in der Bilanz enthalten.

4. Angaben gem. § 42 Abs. 3 GmbHG

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen am Abschlussstichtag in Höhe von T€ 0 (VJ: T€ 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen T€ 48.927 (VJ: T€ 43.667).

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 854 (VJ: T€ 1.015).

T€ 2023 2024 2025 Gesamt
Gebäudemieten 201 201 201 603
KFZ-Leasing 200 35 15 251
Summe 402 236 216 854

6. Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss beträgt T€ 48 (VJ: T€ 49).

7. Ausschüttungssperren

In Höhe der selbsterstellten immateriellen Vermögengegenstände besteht eine Ausschüttungssperre auf Ebene der Murnauer Markenvertrieb GmbH.

8. Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres gem. § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage der Gesellschaft haben, sind nicht eingetreten.

9. Ergebnisabführungsverträge

Seit dem Geschäftsjahr 2019 bestehen im Handelsregister eingetragene Ergebnisabführungsverträge der Muttergesellschaft, Salis Holding GmbH, mit den Tochtergesellschaften Murnauer Markenvertrieb GmbH und Fette Pharma GmbH.

10. Veröffentlichung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse 2022 der einbezogenen Konzerngesellschaften

Folgende, durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 einbezogene Tochterunternehmen machen von der Erleichterung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und veröffentlichen ihre Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2022 nicht:

Murnauer Markenvertrieb GmbH, Egelsbach

Fette Pharma GmbH, Egelsbach

Die Salis Holding GmbH hat der Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen zugestimmt.

11. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Salis Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Egelsbach, den 30. Mai 2023

Salis Holding GmbH

Tilo Beerbaum, Geschäftsführer

Dr. Othmar Belker, Geschäftsführer

Alexander Kolb, Geschäftsführer

Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte am 3. Juli 2023.

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.023.998 180.000 0 0 2.203.998
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.838.213 140.101 0 282.517 28.260.831
3. Geschäfts- oder Firmenwert 35.774.164 0 0 0 35.774.164
4. geleistete Anzahlungen 178.797 125.085 0 -282.517 21.365
65.815.172 445.186 0 0 66.260.358
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.204 25.673 0 0 559.877
534.204 25.673 0 0 559.877
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 1.700.022 0 0 0 1.700.022
1.700.022 0 0 0 1.700.022
68.049.398 470.859 0 0 68.520.257
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.378.373 366.944 0 1.745.317
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.679.363 2.143.512 0 11.822.875
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.154.833 3.577.416 0 10.732.249
4. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
18.212,569 6.087.872 0 24.300.441
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.405 83.766 0 347.171
263.405 83.766 0 347.171
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 779.834 758.626 0 1.538.460
779.834 758.626 0 1.538.460
19.255.808 6.930.264 0 26.186.072
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 458.681 645.625
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.437.956 18.158.850
3. Geschäfts- oder Firmenwert 25.041.915 28.619.331
4. geleistete Anzahlungen 21.365 178.797
41.959.917 47.602.603
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.706 270.799
212.706 270.799
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 161.562 920.188
161.562 920.188
42.334.185 48.793.590

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -15.033 -8.706
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.930 6.143
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 328 -1.190
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.241 305
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.002 1.913
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 3.020 2.797
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag - -
-/+ Ertragsteuerzahlungen - -
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6.998 1.262
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -445 -793
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -26 -61
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -471 -854
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 2.000 -
+/- Veränderung aus der Aufnahme oder Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 2.676 -1.956
- Veränderung der Forderungen gegenüber verbundenen Untrnehmen - -
+ Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter des Mutterunternehmens 5.260 3.053
- Gezahlte Zinsen -3.116 -2.701
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.820 -1.604
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -648 -1.196
+ Finanzmittelfonds am Jahresanfang -4.825 -3.629
= Finanzmittelfonds am Jahresende -5.473 -4.825
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (TEUR) 31.12.2022 31.12.2021
Liquide Mittel 310 683
- Kontorrentverbindlichkeiten ggü. Banken sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen -5.782 -5.508
Finanzmittelfonds am Jahresende -5.473 -4.825

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Der Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022 beinhaltet Beträge in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0), die für Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter der Salis Holding GmbH zur Verfügung stehen.

Im Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022 sind Beträge in Höhe von TEUR 459 (Vj. TEUR 646) enthalten, die der gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegen.

Aus dem Gesellschaftsvertrag der Salis Holding GmbH ergeben sich am 31. Dezember 2022 keine Anhaltspunkte über Beträge im Konzerneigenkapitalspiegel, die einer Ausschüttungssperre oder einer sonstigen Verfügungsbeschränkung unterliegen.

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile
Stammkapital Summe Stammkapital Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 33.334 33.334 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 33.334 33.334 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile
Einziehung von Anteilen
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 33.334 33.334 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
Stammkapital Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0 0 33.334
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2021 0 0 33.334
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2022 0 0 33.334
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0 12.408.459 12.408.459
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2021 0 12.408.459 12.408.459
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2.000.000 2.000.000
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2022 0 14.408.459 14.408.459
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2021 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2022 0 0 0 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 12.408.459 0 -6.447.287
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0 -11.900.821
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2021 12.408.459 0 -18.348.108
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2.000.000
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0 -8.705.908
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2022 14.408.459 0 -27.054.016
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR
Stand am 31.12.2020 -11.900.821 -5.906.315
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 11.900.821 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss -8.705.908 -8.705.908
Stand am 31.12.2021 -8.705.908 -14.612.223
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2.000.000
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 8.705.908 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss -15.033.247 -15.033.247
Stand am 31.12.2022 -15.033.247 -27.645.470
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2021 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand am 31.12.2022 0 0 0 0
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand am 31.12.2020 -5.906.315
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss -8.705.908
Stand am 31.12.2021 -14.612.223
Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.:
Ausgabe von Anteilen 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0
Einziehung von Anteilen 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2.000.000
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0
Einstellung in /Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttung 0
Währungsumrechnung 0
Sonstige Veränderungen 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss -15.033.247
Stand am 31.12.2022 -27.645.470

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. SALIS HOLDING KONZERN

Die Salis Holding GmbH bildet mit ihren beiden 100%igen Tochtergesellschaften Murnauer Markenvertrieb GmbH und Fette Pharma GmbH die Salis Holding-Gruppe. Die Tochtergesellschaften haben ihren Verwaltungssitz in Egelsbach. Die Fette Pharma GmbH unterhält Niederlassungen in Köln und in Nordhorn.

Die Salis Holding GmbH ist das gesellschaftsrechtlich verbindende Element der Gruppe und führt im Wesentlichen Leitungs- und Kontrollfunktionen aus. Sie ist daher auf den Produkt-Märkten wirtschaftlich nicht selbständig tätig. Die Tochtergesellschaften sind durch Ergebnisabführungsverträge mit der Muttergesellschaft verbunden.

Die Murnauer Markenvertrieb GmbH entwickelt und vermarktet OTC- und Kosmetikprodukte, die in Drogeriemärkten, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie im Pharmazeutischen Großhandel und Apotheken sowohl im Inland als auch auf Exportmärkten vertrieben werden.

Die Fette Pharma GmbH hat im Jahr 2022 alle notwendigen Genehmigungen für die Beschaffung und die Vermarktung und den Vertrieb von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in dem Spezialbereich "medizinisches Cannabis" in Deutschland erhalten. Dazu hat sie sich bereits vor einigen Jahren durch eine direkte Beteiligung an einem ausländischen Produktionsunternehmen umfangreiches Know-how und einen langjährigen Fundus an medizinischen Erfahrungen gesichert. Die Fette Pharma GmbH ist Ende 2022 operativ in den deutschen Gesundheitsmarkt eingetreten. Aufgrund der komplexen Regulatorik zur Rezeptverschreibung werden steigende Verordnungen unserer Produkte ab dem 2. Quartal 2023 erwartet.

II. GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSGRUPPE

Geschäftsmodell

Die Salis Holding-Gruppe (kurz: Salis-Gruppe) ist in den Bereichen Medizinprodukte und kosmetische Produkte mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen vertreten. Die Murnauer Markenvertrieb GmbH entwickelt und vermarktet als operative Gesellschaft seit mehr als 30 Jahren Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Zahnpflegeprodukte im In- und Ausland. Die Produkte werden in Drogeriemärkten, dem Lebensmitteleinzelhandel, sowie in Apotheken, Versandapotheken und pharmazeutischen Großhandlungen vermarktet und gehören nach Absatz, Umsatz und Markenbekanntheit zur Spitzengruppe der jeweiligen Warensegmente.

Die Fette Pharma GmbH hat über mehrere Jahre als konzeptionelle Gesellschaft die Regulatorik für den Markteintritt in einem verschreibungspflichtigen Spezialsegment erarbeitet und für verschreibungspflichtige Medizincannabisprodukte ein umfassendes Vertriebskonzept entwickelt.

Steuerungssystem

Murnauer Markenvertrieb GmbH ist seit dem 14.03.2018 nach "DIN EN ISO 9001:2015" zertifiziert. Das letzte jährlich vorzunehmende Audit erfolgte durch den TÜV SÜD am 11.10.2022.

Im Rahmen der alle Unternehmensbereiche umfassenden strukturierten Prozesslandschaft, hat das Management ein internes Controlling und Berichtswesen installiert. Ausgehend von einer mit den Kunden abgestimmten Umsatz- und Absatzplanung wird eine Unternehmensplanung, getrennt nach Produktsparten, auf Artikelebene erstellt und regelmäßig EDV gestützt mit den Ist-Werten verglichen. Dies ermöglicht eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen der Marktlage.

Seit 26.03.2020 verfügt Murnauer über die Großhandelserlaubnis für Arzneimittel (Zertifikat- Nr.: DE_HE_01_GPD_2020_1874). Die Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Geschäftspotentiale im Pharmavertrieb sowie für die enge Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Fette Pharma GmbH innerhalb der Salis Holding-Gruppe.

Die Fette Pharma GmbH hat in 2022 die Zertifizierung nach dem Betäubungsmittelgesetz erfolgreich abgeschlossen, so dass alle Qualitätssicherungssysteme extern und behördlich regelmäßig geprüft werden.

Unternehmensentwicklung

Seit dem Jahr 2018 forciert die Salis-Gruppe das Wachstum ihrer Tochtergesellschaften. Ein wesentlicher Entwicklungsschritt war der Erwerb der Marke PERLWEISS ® Anfang 2020, die bereits in den Vorjahren als Lizenznehmer vermarket wurde. Mit diesem Schritt wurde die Grundlage geschaffen, die Marktführerschaft der Perlweiss Produkte in den angestammten Märkten auszubauen, nachhaltig zu sichern und das Erfolgsmodell der Marke sukzessive in weiteren Exportmärkten auszurollen.

Im Jahr 2019 wurde die Fette Pharma GmbH als konzeptionelles StartUp gegründet, das neben Produkt- und Markenentwicklungen, im Besonderen den Markteintritt mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Cannabiswirkstoffen, Blüten und Extrakten) vorbereitet. Dieser Markteintritt erfolgte Ende 2022.

Portfolio, Produkt- und Konzeptentwicklung

Die Murnauer Markenvertrieb GmbH greift bei der Weiterentwicklung von neuen Konzepten und Produkten auf ein großes Netzwerk an Experten und Dienstleistern zurück, um Trends und Chancen frühzeitig zu entdecken. Es werden regelmäßig neue Produkte und neue Markenkonzepte für Drogerie, LEH, Apotheke und Onlinekanäle entwickelt und getestet. Ein Beispiel hierfür sind die erfolgreichen Produkteinführungen der kosmetischen CBD-Gels Cannaren und Cannaxil in 2022.

Derzeit werden die folgenden Kernmarken unter dem Dach der Murnauer Markenvertrieb vereint:

PERLWEISS TM :

Auch im Jahr 2022 konnte die Marke PERLWEISS TM ihre starke Marktstellung innerhalb des Segments von Spezialprodukten zur Zahnaufhellung verteidigen. Wachstum konnte dabei mit den Zahn-Bleaching-Produkten erzielt werden. Das Wachstum der Marke PERLWEISS TM wird u.a. durch Auszeichnungen wie z.B. "Testsieger" nach Stiftung Warentest gefördert. Mit breit angelegten Kommunikationsmaßnahmen zur Stimulation der Stammverwenderschaft, und speziell einer Ende 2022 geschalteten, reichweitenstarken TV-Kampagne zur Gewinnung einer jüngeren Zielgruppe, wird weiteres Wachstum angestrebt. Umfangreiche Social Media Maßnahmen begleiteten die TV-Kampagne und werden ins Geschäftsjahr 2023 weitergeführt.

SALTHOUSE ® :

Die Marke SALTHOUSE ® hat ihre medizinisch therapeutische Positionierung innerhalb des Segments von Produkten zur Behandlung und Pflege defizitärer Haut weiter ausbauen können. Sowohl der Marktanteil als auch die gestützte Markenbekanntheit konnten erneut ausgebaut werden. Dies führte in den großen Drogerieketten in 2022 zu wachsendem Absatz und Umsatz. Ende 2022 wurde eine Natural Minerals Serie zur Pflege unreiner Haut erfolgreich im Markt platziert. Zahlreiche Auszeichnungen renommierter Institutionen wie z.B. "Testsieger" nach Stiftung Warentest unterstreichen den hohen qualitativen Anspruch an die Produkte der Marke SALTHOUSE ®.

MURNAUERS BACHBLÜTEN:

Der seit zwei Jahrzehnten anhaltende Erfolg in der Vermarktung von MURNAUERS BACHBLÜTEN ist zu einem wesentlichen Teil in der exponierten Präsentation der Produkte in stationären Apotheken begründet. Nach dem Wegfall der pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen zur stationären Apotheke konnte der Direktvertrieb im Laufe des Jahres 2022 wieder intensiviert werden. Zudem wurde der wachsende Vertriebsweg der Online-Apotheken weiterhin aktiv unterstützt.

DermaSel ® :

Die Marke DermaSel ® kann sich aufgrund einer regelmäßigen Vielzahl von Neuprodukten im deutschen Apothekenmarkt positiv entwickeln. Die Vermarktung der apothekenexklusiven Produkte der Marke DermaSel ® folgen der identischen, erfolgreichen Vertriebsstrategie wie das MURNAUERS BACHBLÜTEN Sortiment. Somit konnte auch dieses Markensortiment nach dem Wegfall der pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen Apotheke im stationären wie auch im Online-Pharmahandel wieder aktiv vertrieben werden.

III. WIRTSCHAFTSBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Rahmenbedingungen

Durch den schrittweisen Abbau der Corona-Beschränkungen im Jahr 2022 haben sich die Markt-Verhältnisse sowohl auf dem deutschen Markt für Konsumgüter wie auch im Pharmahandel weitgehend normalisiert.

Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 stiegen die gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland in jeweiligen Preisen 2022 um 9,5 Prozent. Aufgrund der hohen Inflation von 7,9 Prozent im Jahr 2022 lagen die preisbereinigten Konsumausgaben jedoch weiterhin leicht unter dem Vorkrisenniveau (destatis). Besonders positiv entwickelte sich der deutsche Markt für Körperpflege. Die Konsumausgaben für Körperpflege wuchsen gegenüber dem Vorjahr in 2022 kräftig um 4,3 Milliarden Euro (+12,5 Prozent) auf ein Rekordniveau von 38,65 Milliarden Euro (statista).

Die Apothekenumsätze in Deutschland stiegen im Gesamtjahr um 5,5 Prozent. Nach coronabedingt schwachen ersten vier Monaten waren die Entwicklungen während des Jahres allerdings sehr volatil. Die Einzelhandelsumsätze für Apotheken, kosmetische pharmazeutische und medizinische Produkte wuchsen preisbereinigt in Summe, laut dem Statistischen Bundesamt, um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (destatis).

Der OTC-Markt ist in Deutschland allerdings kräftiger gewachsen als die allgemeinen Apothekenumsätze. In Apotheken und dem Versandhandel wuchs der OTC-Umsatz 2022 um knapp zehn Prozent auf insgesamt gut 10,5 Milliarden Euro. Damit befindet er sich wieder auf einem Vor-Corona-Niveau (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie/BPI). Wesentlicher Treiber waren jedoch die wieder einsetzenden erkältungsbedingten Krankheitswellen.

Auf dem wichtigen Exportmarkt Österreich war die Entwicklung der Konsumausgaben in 2022 jedoch negativ, während die Konsumausgaben in der Schweiz im Jahr 2022 sowohl nominal als auch real gewachsen sind (statista).

Für 2023 erwartet der Branchenverband ikw für die Schönheits- und Haushaltspflege in Deutschland ein erneutes Wachstum von 2,5 Prozent.

IV. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSBERICHT

Die Gruppe entwickelt eigene Markenkonzepte und Neuprodukte. Die Marketingabteilungen der Murnauer Markenvertrieb GmbH und der Fette Pharma GmbH dienen dabei als Inhouse-Entwicklungsabteilung. Für die Kosmetikmarken werden Aufträge zur Rezepturentwicklung an spezialisierte Lieferanten und renommierte Entwicklungspartner vergeben. Alle Entwicklungen werden zudem durch neutrale Stellen überprüft. Diese Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

V. GESCHÄFTSVERLAUF

ALLGEMEINER GESCHÄFTSVERLAUF

Die operative Tochtergesellschaft Murnauer Markenvertrieb GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 einen leichten Umsatzrückgang, der vor allem durch die rückläufige Distribution einer Einzelmarke hervorgerufen wurde. Die neue Produktkategorie von CBD-Gelen konnte diesen rückläufigen Effekt nur zum Teil durch Zusatzumsätze im ersten Jahr ausgleichen. Der Drogeriemarkt blieb der dominierende Vertriebsweg, gefolgt vom Lebensmitteileinzelhandel, dem Pharmamarkt und den Exporten. Die starke Inflation der Beschaffungspreise drückte die Rohertragsmarge temporär, da Verkaufspreiserhöhungen branchentypisch erst mit einer Zeitverzögerung möglich sind. Zur Vorbereitung auf neue Produkteinführungen in 2023 wurden zum Jahresende 2022 die Marketingausgaben trotzdem deutlich erhöht, um das Wachstum zu stärken. Im ersten Quartal 2023 konnte dann plangemäß ein klares Wachstum des Nettoumsatzes erzielt werden. Der Personalaufwand stieg, während sich die Sachkosten ohne Marketingauswendungen sich nicht wesentlich verändert haben. In Summe wirkten sich vor allem die temporär niedrigere Rohertragsmarge und der erhöhte Marketingaufwand negativ auf das Ergebnis auf.

Sowohl die Marketingaktivitäten zum Jahresende 2022 als auch die inzwischen möglichen Verkaufspreisanpassungen haben einen sehr positiven Start ins Jahr 2023 möglich gemacht.

Die Fette Pharma GmbH hatte sich bereits in 2019 strategisch an einem der leistungsfähigsten Produzenten von Medizinal Cannabis in Israel beteiligt. Das Unternehmen "Cannbit Tikun Olam" ist an der Börse notiert. Cannbit Tikun Olam hat sich strukturell aufgestellt, um einen hohen Anteil seiner Produktionskapazitäten international zu exportieren. Aufgrund der pandemiebedingten Reisebeschränkungen verzögerten sich die notwendigen Genehmigungen - im Wesentlichen für den Import nach Europäischen Arzneimittelrichtlinien und dem Vertrieb in Deutschland unter dem Betäubungsmittelgesetz - bis ins 3. Quartal 2022. Erste Umsätze konnten daher erst Ende 2022 realisiert werden. Die Fette Pharma GmbH hat in 2022 ein Betäubungsmittel-konformes Qualitätsmanagementsystem ausgebaut und die in Deutschland benötigte Infrastruktur zur Lagerung, Auslieferung und Re-Analyse von Betäubungsmitteln vertraglich gesichert. Die notwendigen IT-Lösungen wurden in Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft implementiert und die nach Arzneimittelrecht notwendigen, teilweise externen Funktionsträger in die Gesamtorganisation integriert. Das Unternehmen kann sich daher in 2023 auf den Marktaufbau fokussieren.

Ertragslage

Im Handelsgeschäft wurde das Konzernergebnis durch leicht rückläufige Umsätze, steigende Einkaufspreise und eine Marketing-Initiative zum Jahresende 2022 negativ belastet. Der erwartete Markteintritt der Fette Pharma GmbH verschob sich durch regulatorische, noch pandemiebedingte externe Einflüsse im Genehmigungsverfahren auf das 3. Quartal 2022 und im Erstumsatz auf Ende 2022, so dass sich die Gesamtumsatzerwartung in der Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 nicht realisieren lies.

Die Gruppe wird insbesondere nach den folgenden Finanzkennzahlen gesteuert:

a) Umsatzerlöse:

Die externen Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt M€ 26,1 (VJ: M€ 26,7) wurden in 2022 zum Großteil durch die Murnauer Markenvertrieb GmbH in Höhe von M€ 25,9 (VJ: M€ 26,7) erzielt. Die Fette Phama GmbH trug zum Jahresende 2022 erstmalig mit M€ 0,6 (VJ: M€ 0,0) für die Erstauslieferungen von Medizinalcannabis zum Gruppenumsatz bei.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Murnauer Markenvertrieb GmbH als operative Gesellschaft der Salis Holding-Gruppe einen Brutto-Umsatz von M€ 38,09 (VJ: M€ 39,6) und einen Netto-Umsatz nach Erlösschmälerungen von M€ 25,5 (VJ: M€ 26,7).

Der Export konnte um rund 1,4 Prozent auf einen Rechnungsumsatz von M€ 2,0 gesteigert werden. Trotz der flachen Geschäftsentwicklung hat die Gesellschaft die hohen Marketing-Investitionen nicht grundsätzlich gekürzt. Im vierten Quartal 2022 wurde die Marke Perlweiss mit einer starken TV-Kampagne beworben, die durch umfangreiche Social Media Aktivitäten begleitet wurde, die auch in 2023 fortgeführt werden.

b) EBITDA:

Das um einmalige und außerordentliche Erträge und Aufwendungen bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) der Salis-Gruppe betrug im Geschäftsjahr M€ 1,2 (VJ: M€ 4,1; unbereinigt M€ -5,1, VJ: M€ 0,2). Dabei wurde das EBITDA durch Investitionen in die Genehmigungsphase und den operativen Geschäftsaufbau der Fette Pharma GmbH mit rund M€ 4,0 (VJ: M€ 1,7) belastet.

Das um einmalige und außerordentliche Erträge und Aufwendungen bereinigte EBITDA der Murnauer Markenvertrieb GmbH beträgt M€ 1,5 (VJ: M€ 4,4). Die Anlaufkosten der Fette Pharma GmbH in ihrer StartUp-Phase wurden vollständig bereinigt.

c) Cashflow:

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (vgl. Kapitalflussrechnung) war im Geschäftsjahr mit M€ -7,0 negativ (VJ: M€ 1,3 positiv). Wesentliche Treiber dieser Entwicklung bilden neben einer Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr insbesondere eine Zunahme der Rückstellungen sowie die Veränderung des Net-Working Capitals in Höhe von M€ -2,0 gegenüber M€ 2,2 im Vorjahr.

Die Investitionen betreffen ganz überwiegend die Weiterentwicklung des selbstgenutzte ERP-Systems und betrugen im Geschäftsjahr 2022 M€ 0,5 (VJ: € 0,9).

Die Gesellschafter haben im Jahr 2022 den notwendigen Finanzbedarf der Gruppe proaktiv sichergestellt und auch die benötigten Mittel für die Investitionen in den weiteren Geschäftsaufbau der Fette Pharma GmbH zugesagt. Die für die Kontokorrentlinien und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten üblichen Covenant-Bedingungen wurden der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft angepasst. Insbesondere haben die Gesellschafter im ersten Quartal 2023 die Wachstumsfinanzierung der Fette Pharma GmbH durch M€ 3,0 Gesellschafterdarlehen in der Salis Holding GmbH für den gesamten Zeitraum des Marktaufbaus in 2023 und 2024 sichergestellt.

Unter der Berücksichtigung von nicht liquiditätswirksamen Firmenwertabschreibungen (M€ 3,6) sowie Abschreibungen von Marken und Kundenstamm (M€ 1,2) ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von M€ -15,0 (VJ: M€ - 8,7).

Vermögenslage

54 Prozent der Vermögensgegenstände (M€ 42,3) der Gruppe sind langfristig gebunden und betreffen das Anlagevermögen.

Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen (überwiegend Firmenwert, im Rahmen der PPA bewertete Kundenbeziehungen und Markenrechte). Im Geschäftsjahr wurden M€ 0,2 selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Beteiligung am israelischen Lieferanten Cannbit bleibt für die Fette Pharma GmbH von großer strategischer Bedeutung. Da die Beteiligung an Cannbit auch die Basis für die bevorzugte Lieferbeziehung darstellt und Cannbit neben den Produkten ein tiefes und vielfältiges Know-how zur Behandlung mit Cannabis-Medizinprodukten zur Verfügung stellt, haben wir den Beteiligungsansatz im Vorjahr nicht an den niedrigeren Stichtagskurs zum 31.12.2021 angepasst. Für den 31.12.2022 haben wir den Beteiligungsansatz auf den Stichtagskurs abgewertet (Abschreibung um M€ 0,8 auf M€ 0,2), um alle Bewertungsrisiken auszuschließen. Aus operativer und strategischer Sicht ist der Wert der Beteiligung am israelischen Partner durch den Stichtagskurs nur unzureichend abgebildet.

Vorräte und Forderungen betreffen im Wesentlichen die Murnauer Markenvertrieb GmbH. Die Kooperation zwischen den führenden Drogeriemärkten und der liefernden Industrie setzt zur Abwicklung des Warenhandels die Teilnahme an einem Factoring ähnlichen System voraus. Die maßgeblichen Drogerie- und Lebensmitteleinzelhandlungen haben sich hier zur Verrechnung der Warenbezüge über die Markant AG verständigt. Die branchenüblich gefactorten Forderungen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf M€ 4,2 (VJ: M€ 4,4).

Sonstige Vermögensgegenstände betreffen u.a. a conto Zahlungen und Steuern. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio von M€ 0,1 (VJ: M€ 0,2).

Aufgrund vereinzelter Qualitätsmängel in der Verpackung einer Warenlieferung verschreibungspflichtiger Produkte aus Israel in 2022 hat die Fette Pharma GmbH diese Warenlieferung in 2023 im Pharmagroßhandel ersetzt und dafür per 31.12.2022 eine Rückstellung für die erwarteten Aufwendungen in Höhe von €M 0,6 Mio. gebildet.

Finanzlage/Finanzierungssituation

Der Konzern weist einen Fehlbetrag von M€ 27,6 (VJ: M€ 14,6) und das Mutterunternehmen auf Einzelabschlussebene einen Fehlbetrag von M€ 14,6 (VJ: M€ 6,4) aus, die in der Berichtsperiode nicht durch Eigenkapital gedeckt sind und durch zukünftige Gewinne der Tochtergesellschaften zu reduzieren sind. Die nachrangingen Gesellschafterdarlehen übersteigen das ungedeckte Eigenkapital deutlich.

Die Salis Holding GmbH als Muttergesellschaft ist ein Akquisitionsvehikel und durch Bankdarlehen und Gesellschaftermittel zum Erwerb der Anteile an den Tochtergesellschaften, sowie zum Zukauf von Markenrechten finanziert worden. Es bestehen daher langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von M€ 48,9 (VJ: M€ 43,7). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag auf Einzelabschlussebene in Höhe von M€ 13,4 (VJ: M€ 10,4) ratierlich zu tilgende Bankdarlehen. Die Tilgungen von in Summe M€ 2,0 wurden planmäßig geleistet. Die operativen Tochtergesellschaften wurden durch Ergebnisabführung und unterjährig durch interne Darlehen finanziert.

Zur weiteren Finanzierung hat die Salis-Gruppe im Geschäftsjahr auch Kontokorrentlinien in Anspruch genommen, die teilweise als Geldmarktkredit mit Laufzeiten unter 12 Monaten in Anspruch genommen werden. Diese belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf M€ 5,8 (VJ: M € 5,5). Die nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien betrugen zum 31. Dezember 2022 M€ 2,2.

Für die weitere Entwicklung vor allem der Fette Pharma GmbH und zum Aufbau des Marktzutrittes haben die Gesellschafter stets proaktiv Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2022 haben die Gesellschafter der Salis Holding GmbH weitere Darlehen über in Summe M€ 3,0 seitens der Gesellschafter zahlungswirksam zur Verfügung gestellt, so dass die Gruppe zum Jahresende 2022 über eine ausreichende Liquiditätsausstattung verfügte und sich jederzeit in der Lage sah, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage

Insgesamt verlief das Jahr 2022 im Kerngeschäft Drogerie, Lebensmitteleinzelhandel und Export weitgehend zufriedenstellend. Der Umsatzrückgang aufgrund einer einzelnen rückläufigen Marke konnte weitgehend durch die Einführung der neuen Produktkategorie CBD-Gele aufgefangen werden. Im zweiten Kernmarkt Pharma kam es erst im Laufe des Jahres zum Abbau fast aller Corona-Beschränkungen. Der Umsatz war daher leicht rückläufig.

Die inflationsbedingt stark steigende Einkaufspreisentwicklung konnte vor allem ab der 2. Jahreshälfte abgeflacht werden. Das Unternehmen und die finanzierenden Gesellschafter waren bereit, durch zusätzliche Marketingausgaben und einen aufwendigen TV-Spot für die Marke Perlweiss eine positive Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 vorzubereiten.

Das Geschäftsmodell der Fette Pharma GmbH wandelt sich zwischen 2022 und 2023 von einem StartUp in eine aktive Vertriebsorganisation für verschreibungspflichtige Medizincannabisprodukte.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der beschriebenen und teilweise temporären Einzeleffekte verschlechtert. Darin enthalten waren jedoch bereits finanzielle Aufwendungen, um das Geschäftsjahr 2023 nachhaltig positiv zu beeinflussen. Das 1. Quartal 2023 verläuft daher positiv. Eine ausreichende Finanzierung, u.a. um den Marktaufbau der Fette Pharma GmbH im Jahr 2023 umzusetzen, wurde durch die Gesellschafter und veränderte bzw. zusätzliche Bankenfaszilitäten sichergestellt.

VI. PROGNOSEBERICHT 2023

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2023 zeigen ein deutliches Umsatzwachstum und eine verbesserte Ergebnisentwicklung. Die Murnauer Markenvertrieb GmbH konnte im Handel für die beiden Kernmarken Perlweiss und Salthouse eine deutliche Vergrößerung der Distribution bei namhaften Handelspartnern umsetzen. Davon profitieren insbesondere das Bleaching-Portfolio wie auch die Pflegeserie für unreine Haut. Die in 2022 stark gestiegenen Preise für Vorprodukte, Verpackungsmaterial und Endprodukte haben sich im ersten Quartal 2023 beruhigt, so das für das Gesamtjahr 2023 nur mit einer moderaten Preiserhöhung im Einkauf gerechnet wird. Die zeitverzögerten Anpassungen der Verkaufspreise zwischen Mitte 2022 und Q1 2023 sollen daher die operative Profitabilität wieder auf das Vorinflationsniveau von 2021 anheben. Für das Gesamtjahr 2023 erwarten wir für die Kernmarken im Drogerie- und Lebensmitteleinzelhandel leicht steigende Umsätze bei einer konstanten und teilweise leicht verbesserten operativen Profitabilität.

Im Pharmabereich führen eine Vielzahl neuer Produkte, die in der Regel nur für bestimmte Jahresabschnitte gedacht sind, zu positiven Verkaufsimpulsen. Unter Einbeziehung der Online-Apotheken und des Exportes erwarten wir für 2021 im Pharmageschäft ein weitgehend unverändertes Umsatzniveau mit stabilen operativen Ertragsmargen.

Die Fette Pharma GmbH ist Ende 2022 mit den ersten Produktlieferungen in den deutschen Markt für verschreibungspflichtige Cannabisprodukte eingetreten. Der regulatorikbedingte Zeitbedarf für die Anträge der Patienten bei ihren Krankenkassen und die anschließende Verordnung unserer Produkte durch die Ärzteschaft führt zu einer Anlaufkurve, die sich erst ab der 2. Jahreshälfte 2023 verstetigen kann.

Die Marktreaktionen auf die Informationen durch unsere Pharmareferenten sowie vielfältige Fachveranstaltungen unter Einbindung unseres israelischen Produktionspartners zeigen ein großes Interesse an den Produkten der Fette Pharma GmbH. Die medizinischen Erfahrungen von über 15.000 Patienten in Israel ermöglichen den Ärzten eine zielgenaue Verschreibung auf Basis breiter wissenschaftlicher Untersuchungen, besonders im Bereich der Cannabis-Extrakte.

Auch auf den medizinischen Teilmärkten für Cannabisblüten ist die besondere Qualität der Produkte der Fette Pharma GmbH ein wichtiges Argument. Nach dem erfolgreichen Anlaufen der Verschreibungspraxis rechnen wir bis zum Jahresende 2023 mit einem nachhaltig positiven Cashflow.

Für 2023 rechnen wir in der Salis Holding-Gruppe daher mit deutlich steigenden Umsatzerlösen, die u.a. in Abhängigkeit von der Markteintrittskurve der Fette Pharma GmbH bei circa €M 34,0 Nettoumsatz liegen werden. Aufgrund des Ergebnisbeitrages des zusätzlichen Pharmageschäftes sowie der Normalisierung der operativen Margen für die Kosmetikbrands wird mit einem signifikanten Anwachsen des EBITDA in 2023 und 2024 gerechnet.

VII. RISIKOBERICHT

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist in das Qualitätssicherungssystem der beiden operativen Tochtergesellschaften und die jeweilige Zertifizierung der Prozesse eingebunden. Die Gesellschaften verfügen über detaillierte Planungssysteme auf Basis von Einzelprodukten, Produktgruppen, Kunden, Absatzwegen, Absatz, Umsatz, Kosten, so dass branchenspezifischen Risiken (Wettbewerb, Qualität, Disposition, Logistik) und Abweichungen zur geplanten Entwicklung frühzeitig erkannt werden können. Die Erreichbarkeit der Jahresziele wird in regelmäßigen Forecasts detailliert bewertet und die Liquiditätsentwicklung wird laufend analysiert. Für das Qualitätswesen bestehen separate regelmäßige Arbeitstreffen, um auftretende Qualitätsthemen rechtzeitig und umfassend zu bearbeiten. Management und Beirat analysieren die Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung mindestens monatlich.

Hauptrisiken im Jahr 2022 waren die inflationäre Entwicklung der Einkaufspreise im Handelsbereich sowie die zeitlichen und inhaltlichen Schwierigkeiten für die Erteilung aller Genehmigungen zum Import und Verkauf verschreibungspflichtiger Medizincannabisprodukte in Deutschland, speziell aufgrund der hohen regulatorischen Auflagen des Betäubungsmittelgesetzes. Beide Risikobereiche konnten wir in 2022 erfolgreich in ihren Einflüssen auf die Geschäftstätigkeit reduzieren.

2023 ist nach wie vor von gesamtwirtschaftlichen Risiken geprägt. Dies sind weiterhin die inflationäre Preisentwicklung, eine anhaltende Unsicherheit über die Entwicklung der Energiepreise sowie eine potentielle Verunsicherung des privaten Konsumverhaltens durch Inflation, steigende Zinsen und den Ukraine-Krieg.

Preisänderungsrisiken ergeben sich für uns insoweit, dass wir mögliche Steigerungen der Betriebskosten nur zeitversetzt auf unsere Verkaufspreise umlegen und somit kompensieren können. Gleiches gilt für eventuelle Preisanstiege auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten. Besonders im stark inflationären Umfeld des Jahres 2022 bestanden diese Risiken und haben die Produktmargen teilweise beeinträchtigt. Das Zinsänderungsrisiko ist aufgrund des geringen Anteils variabler Kredite gering.

Für die Anlaufkurve der Verschreibungen für Medizincannabisprodukte bestehen Risiken durch mögliche Marktveränderungen (Eintritt weiterer Wettbewerber, Preisentwicklung vor allem im Blütensektor) und durch die Effizienz der Vertriebsorganisation. Aufgrund des Imports der Produkte bestehen grundsätzlich Risiken beim Produzenten (u.a. Qualitätsrisiko, Warenverfügbarkeit) und für den Importprozess (u.a. Transport, Etikettierung, Labor). Aufgrund bestehender Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern und Banken, um den Geschäftsaufbau in 2023 zu finanzieren, sehen wir keine aktuellen Liquiditätsrisiken und keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Der Erfolg eines langfristigen Markteintrittes gehört immer zu den langfristigen Risiken.

Auch in 2023 wollen wir die identifizierten Risiken in ihren Einflüssen auf die Geschäftstätigkeit erfolgreich reduzieren.

Finanzielle Situation

Die Salis-Gruppe ist durch Gesellschafterdarlehen und Kontokorrentlinien finanziert, die grundsätzlich gewissen Covenantbedingungen unterliegen, die in 2022 allerdings nicht anzuwenden waren. Die Finanzierung der Salis-Gruppe und des Marktaufbaus der Fette Pharma GmbH ist für das Jahr 2023 durch zusätzliche Gesellschaftermittel und Bankfaszilitäten abgesichert worden.

Die Geschäftsführung hält die verbesserte Liquiditätsausstattung auch unter Betrachtung der Risiken des Geschäftsaufbaus der Fette Pharma GmbH für das Geschäftsjahr voll ausreichend und konnte im Übrigen in den letzten Jahren im Bedarfsfall stets auf weitere Unterstützungsmaßnahmen seitens der Gesellschafter der Salis Holding GmbH setzen. Für 2024 erwartet die Geschäftsführung positive Ergebnisse und einen nachhaltig positiven Cashflow auch durch die Aktivitäten der Fette Pharma GmbH.

VIII. CHANCENBERICHT

Der Murnauer Markenvertrieb verfügt über ein breites Portfolio eigener, sowie im Rahmen langfristiger Verträge, exklusiv vermarkteter Produkte und Marken, die in ihren jeweiligen Warengruppen seit Jahrzehnten Spitzenpositionen einnehmen. Auch im Jahr 2022 konnten innovative Produktkonzepte zur Vermarktungsreife entwickelt werden, weitere Produkte wurden neu gelistet, andere Produkte haben eine deutlich erweiterte Distribution im Handel erreicht. Im Rahmen der Vertriebsstrategie werden diese Produkteinführungen durch Investitionen in begleitende Marketingmaßnahmen gestützt, woraus neue Umsätze und Erträge für die kommenden Jahre erwartet werden. Auch im Apothekenvertrieb ergeben sich nach den pandemiebedingten mehrjährigen Einschränkungen wieder Freiräume für Umsatz- und Ergebniswachstum.

Durch den erfolgten Markteintritt der Fette Pharma GmbH sind erhebliche Wachstumschancen entstanden. Auf dem deutschen Markt besteht ein wachsender Bedarf für hochethische Cannabinoid-Wirkstoffe, die bei einer Vielzahl von schwerwiegenden und langwierigen Erkrankungen eine zielgerichtete Therapie ohne Suchtpotential und mit sehr geringen Nebenwirkungen ermöglicht. Das in der Fette Pharma GmbH zusammengetragene medizinische Know-how ist in diesem, in Deutschland erst seit wenigen Jahren existenten Bereich, ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Unser israelisches Partnerunternehmen Cannbit Tikun Olam verfügt über Erfahrungen aus 37 klinischen Studien, mit mehr als 15.000 Patienten aus den zurückliegenden 2 Jahrzehnten. Ein Fundus der im weltweiten Vergleich zu allen cannabisproduzierenden Unternehmen einzigartig ist. Die Fette Pharma GmbH ist somit ein wichtiger Ansprechpartner für Ärzte und Therapeuten. Durch diese einmalige Datenbasis wird die Erarbeitung von individuellen Medikations- und Therapieplänen im Interesse von Patienten und Ärzten erleichtert.

Der Liquiditätsrahmen der Salis-Gruppe, unter Inanspruchnahme der bestehenden Kontokorrentlinien, sichert im Jahresverlauf 2023 die notwendige Anschub- und Warenfinanzierung im Zuge des Marktaufbaus der Tochtergesellschaft Fette Pharma GmbH. Auch die Vorlaufkosten für weiteres Wachstum über den Jahreswechsel bis 2024 wurde berücksichtigt, so dass die Geschäftsführung von einer ausreichenden Finanzierungssituation zur Umsetzung der Geschäftsziele und zur Ausnutzung weiterer Geschäftspotentiale ausgeht.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Aussichten der Salis-Gruppe für die nächsten Jahre als positiv bezeichnet werden können. Durch ihre Innovationskraft und Marketingkompetenz wird die Gruppe weiterhin ein aktiver, wachsender Anbieter in den Bereichen RX-Wirkstoffe, OTC-Pharmaprodukten, sowie Kosmetik-, Therapie- und Drogerieprodukte sein.

 

Egelsbach, den 30. Mai 2023

Salis Holding GmbH

Tilo Beerbaum, Geschäftsführer

Dr. Othmar Belker, Geschäftsführer

Alexander Kolb, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Salis Holding GmbH, Egelsbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Salis Holding GmbH, Egelsbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Salis Holding GmbH, Egelsbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. Mai 2023

RGT TREUHAND Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Lohr, Wirtschaftsprüfer

Julia Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.