GBS Electronic Solutions GmbH

Weiherstraße 10, 95448 Bayreuth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 6630
Vorher
AB 27/02 Vermögensverwaltungs GmbHCucina Holding GmbHGBS Holding GmbHGRUNDIG Business Systems GmbH
Eingetragen
11.12.2002
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Produkten und Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Lenfert
seit 14.9.2023
Geschäftsführer
Daniel Frieg
seit 20.4.2023
Geschäftsführer
Simon Verdenhalven
seit 20.4.2023
Geschäftsführer
Barbara Kuriczak
seit 22.2.2019
Geschäftsführer
Andrea Rosenberger
seit 25.9.2017
Prokura
Rainer Malzer
seit 25.9.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GBS Electronic Solutions GmbH (vormals: GRUNDIG Business Systems GmbH)

Bayreuth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

2023 2022
in TEUR in TEUR
A. Anlagevermögen 3.316 3.039
B. Umlaufvermögen 13.729 11.762
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45 52
D. Aktive latente Steuern 0 0
17.090 14.853
2023 2022
in TEUR in TEUR
A. Eigenkapital 1.775 1.775
B. Rückstellungen 3.267 3.331
C. Verbindlichkeiten 12.048 9.125
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 622
17.090 14.853

GuV

2023 2022
in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 26.608 27.636
Materialaufwand -13.960 -14.941
Personalkosten -6.046 -6.494
Abschreibungen -444 -562
Sonstige Aufwendungen und Erträge -4.538 -5.137
Steuern -3 0
Ergebnisabführung -1.617 -502
Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschaft firmiert unter GBS Electronic Solutions GmbH (bis 03.04.2023: GRUNDIG Business Systems GmbH), Weiherstraße 10, mit Sitz in 95448 Bayreuth, registriert beim Amtsgericht Bayreuth unter der Handelsregisternummer HRB 6630.

Die GBS Electronic Solutions GmbH, Bayreuth ("GBS") ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der GBS Beteiligungsgesellschaft mbH, Bayreuth.

Am 30. November 2017 wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2018 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der GBS Beteiligungsgesellschaft mbH, Bayreuth, abgeschlossen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer wird entprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsfähigkeit ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehende von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren

Keine

Sonstige Angaben

Im Wirtschaftsjahr war zum Geschäftsführer bestellt:

Barbara Kuriczak, Pullenreuth

Roland Hollstein, München

Simon Verdenhalven, Glienicke (seit 20.04.2023)

Daniel Frieg, Holzwickede (seit 20.04.2023)

Kai Lenfert, Buckenhof (seit 14.09.2023)

Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschluss

Im Zusammenhang mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2023 wurde am 27.01.2025 auf Grundlage des entsprechenden Ergebnisverwendungsvorschlages hinsichtlich der Verwendung des Ergebnisses beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der GBS Electronic Solutions GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Gesellschaft firmiert unter GBS Electronic Solutions GmbH mit Sitz in 95448 Bayreuth. Registriert ist das Unternehmen beim Amtsgericht Bayreuth unter der Handelsregisternummer HRB 6630. Bis zum 03.04.2023 firmierte das Unternehmen unter GRUNDIG Business Systems GmbH.

Das Unternehmen steht einerseits für eine qualitativ hochwertige elektronische Auftragsfertigung (Electronic Manufacturing Services, kurz "EMS") und andererseits für innovative, wirtschaftliche und effiziente Produkte und Lösungen der professionellen Sprachverarbeitung inklusive Zubehör im gehobenen Preissegment (AUDIO).

Zum 01.04.2023 wurde der AUDIO-Bereich ausgegliedert und firmiert nun unter GRUNDIG Business Systems GmbH & Co. KG (HRA 4732), deren Komplementärin mit einem Anteil von 99,9 % wiederum nun die GBS Electronic Solutions GmbH ist. Hintergrund der Ausgliederung war die notwendig gewordene Abbildung der sich in der Vergangenheit erfolgreich und unterschiedlich entwickelten Geschäftsmodelle AUDIO und EMS sowohl in wirtschaftlicher als auch in gesellschaftsrechtlicher Hinsicht. Die Berichterstattung in diesem Lagebericht über den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis, die Lage der Gesellschaft, Zukunftsaussichten und Chancen bzw. Risiken erfolgt somit im Wesentlichen in Bezug auf die GBS Electronic Solutions GmbH mit dem Geschäftsmodell EMS.

Die GBS Electronic Solutions GmbH (im Folgenden als "GBS" bezeichnet) selbst, ist ein 100- prozentiges Tochterunternehmen der GBS Beteiligungsgesellschaft mbH, Bayreuth (HRB 6565).

Die GBS sieht sich mit Hilfe eines modernen Maschinenparks nicht nur als EMS- Fertigungsdienstleister für die flexible und den höchsten Qualitätsanforderungen genügende Leiterplattenbestückung, sondern deckt mit ihrem Know-how und einer über 60-jährigen Erfahrung die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Entwicklung, des Einkaufs, der Produktion und der Logistik bis hin zum After-Sales-Service für elektronische und mechatronische Produkte ab. Prüf- und Testverfahren runden das Leistungsspektrum der GBS ab.

Die Funktionen Fertigung, Marketing, Rechnungs- und Finanzwesen, und Vertrieb sind vollständig in die GBS integriert.

Beschaffungsmärkte, Produktion und Logistik

Die Beschaffung von Rohstoffen wird weitestgehend über Lieferanten aus Deutschland, dem europäischen Ausland sowie dem asiatischen Bereich gedeckt.

Der Beschaffungsprozess unterliegt einem permanenten Monitoring, sodass Beschaffungsrisiken i. d. R. frühzeitig erkannt werden und Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig vorgenommen werden können. Um Risiken zu minimieren, wird - wo möglich und von GBS beeinflussbar - eine Mehr-Lieferanten-Strategie angewendet. Des Weiteren wird nach Möglichkeit auf langjährige, verlässliche Partner zurückgegriffen. Zudem sind - im Rahmen der Möglichkeiten - Sicherheitsbestände für kritische Bauteile, Halb- und Fertigerzeugnisse angelegt und Notfallpläne für Werkzeugverlagerungen abrufbar. Der Einkauf ist als eigenständige Abteilung organisiert und an die Bedürfnisse des Unternehmens und dessen strategische Ausrichtung angepasst. Die Lieferantenbeziehungen werden durch regelmäßige Lieferanten-Audits überprüft und - wo erforderlich - ggf. angepasst. Die Herausforderungen der als "Bauteilkrise" bekannt gewordenen Ära konnten im Berichtszeitraum teilweise abgebaut werden. Die Beschaffungsmärkte haben sich gegen Ende des Jahres stabilisiert.

Ziel der GBS ist es, den Produktionsablauf - insbesondere auch im Hinblick auf das zunehmend wachsende Geschäftsvolumen - kontinuierlich weiter zu optimieren. Neben Produktivitätserhöhung, Ausschussreduktion und Verbesserungen im Qualitätsmanagement konnte auch die Prozessüberwachung verbessert werden. Hinzu kam die Systematisierung des Fehler- und Reklamationsmanagements. Neben diesen operativen Zielstellungen steht auch die übergreifende Optimierung des gesamten Supply-Chain-Prozesses bzw. der Wertschöpfungskette permanent auf dem Prüfstand. In den Vorjahren aufgesetzte KVP-Projekte wurden auch in 2023 weitergeführt.

Umwelt und Sicherheit

Aufgrund der EU-Richtlinie 2011/65/EU zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen (RoHS 2) kann der gesamte Produktionsprozess bleifreies Löten sicherstellen. Des Weiteren wurden sämtliche verwendeten Bauteile und Komponenten auf die Verwendung evtl. gefährdender Stoffe untersucht und durch alternative Rohstoffe ersetzt (ausgenommen von der Umstellung ist das EMS- Geschäft, in dem auf Kundenanforderungen im Rahmen der zulässigen Ausnahmeregelungen teilweise mit der hergebrachten Technologie gearbeitet wird). Hierbei wurden auch die Zulieferer verstärkt mit einbezogen, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Ziel ist eine permanente und kontinuierliche Emissionsreduzierung in sämtlichen Bereichen. Hierzu trägt auch die kontinuierliche Verbesserung im Qualitätswesen bei. Die Reduzierung von Schadstoffen und Emissionen im Produktionsprozess bedeutet ebenso eine Steigerung der Produktqualität, wie die Erreichung und Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Schadstoffvorgaben. In diesem Zusammenhang werden seit 2012 alle Voraussetzungen für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) erfüllt.

Ein weiteres Ziel ist die permanente Erhöhung der Arbeitssicherheit, welches durch verschiedene Programme mittels externer Schulungspartner, der Berufsgenossenschaft sowie Maßnahmen des gezielten Arbeitsschutzes erreicht wird. Die regelmäßige Aufklärung über sicheres Verhalten am Arbeitsplatz sorgt für mehr Sicherheit und reduziert die Unfallhäufigkeit nachhaltig.

Forschung und Entwicklung

Als Dienstleistungsunternehmen im elektronischen Fertigungs-Umfeld liegt der Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten im Wesentlichen in der Unterstützung und Optimierung von produktionsnahen Entwicklungsprozessen. Für umfassendere und technologisch vielfältigere Entwicklungsanforderungen arbeitet das Unternehmen mit Partnerunternehmen aus den unterschiedlichen Bereichen zusammen. Ein erklärtes Ziel ist der weitere Ausbau dieser Aktivitäten zur Ergänzung der Wertschöpfungskette.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktentwicklung im Jahr 2023

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1%.

Die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen deutliche Auswirkungen auf das verarbeitende Gewerbe. In dem Sektor beträgt der Rückgang 2,0%, der im Wesentlichen von Unternehmen im Bereich der Energieversorgung verursacht war. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)) In der Industrie ist der sog. "Chipmangel" inzwischen gelöst und die aufgelaufenen Bestellungen sind geliefert. Die Lagerbestände wurden in den zurückliegenden Jahren in der EMS-Branche deutlich erhöht. Trotz steigender Finanzierungskosten und leicht verbesserten Materialzuteilungen war gegen Ende 2023 eine leichte Trendwende in der Bauteilverfügbarkeit erkennbar.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im EMS-Bereich hat sich auftragsseitig im Jahr 2023 abgekühlt. Gestiegene Lager- und Finanzierungskosten legten den Fokus auf bestandsoptimierte Beschaffungen. GBS konnte sich trotzdem mit Aufträgen bei neuen Kunden positionieren und ihre Marktposition als mittelständischer, hochflexibler und qualitätsbewusster EMS-Anbieter für mittlere Stückzahlen halten. GBS kann wiederholt ihre Stärken als lokaler Anbieter mit jahrzehntelanger Mechatronik- und Fertigungserfahrung nutzen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der GBS im Geschäftsjahr 2023

Umsatz und Ergebnis

Die GBS weist für das Jahr 2023 Umsätze in Höhe von TEUR 26.608 aus (Vorjahr: TEUR 27.636), was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Verringerung von 3,7 % (TEUR 1.028) bedeutet. Dieser Vergleich ist jedoch nicht aussagefähig, da - bedingt durch die Ausgliederung des gesamten Bereichs AUDIO in die GRUNDIG Business Systems GmbH & Co. KG zum 1. April 2023 - die Monate Januar bis März 2023 den Gesamtumsatz für die Bereiche EMS und AUDIO beinhalten, die Monate April bis Dezember 2023 jedoch nur noch den Bereich EMS.

Der EMS-Bereich liegt deutlich über dem prognostizierten Umsatz. Hier konnte die Gesellschaft Wachstumspotentiale nutzen, die sich durch das Abklingen der pandemiebedingten wirtschaftlichen Turbulenzen ergaben. Es zahlte sich aus, dass die Gesellschaft nach wie vor stark investiert, insbesondere in Form von neuen Technologien und Maschinen als auch in den Erhalt und den Ausbau des Mitarbeiter-Know-hows.

Der AUDIO-Bereich liegt aufgrund einer verstärkten Ausweitung des Abo-Geschäftsmodells unter dem prognostizierten Umsatz, sodass der Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten des Berichtszeitraums erwartungsgemäß - wenn auch umsatzmäßig unter Budget - war. Die erwarteten Projekterfolge, insbesondere im medizinischen Umfeld durch das Krankenhaus-Zukunftsgesetz (KHZG) stellten sich nur teilweise ein. Dennoch war es möglich durch höheren vertrieblichen Aufwand margen-trächtige Projekte zu gewinnen.

In Summe konnte jedoch eine deutlich zweistellige prozentuale Umsatzsteigerung erreicht werden.

Die Gesellschaft hat bereits in der Vergangenheit zur zahlenmäßigen Darstellung als auch aus Ergebnissicht eine Segment-Rechnung für beide Geschäftsbereiche erstellt. Diese unterliegt naturgemäß - insb. bei den Geschäftsbereichen nicht direkt zurechenbaren Kostenelementen - einer gewissen Unschärfe. Um jedoch eine grundsätzliche Vergleichbarkeit des Zahlenwerkes zum Vorjahr herzustellen, wird sich im Folgenden auch auf die Segment-Rechnung bezogen. Hierbei ist wie oben bereits erläutert zu beachten, dass ab April 2023 unter dem Segment EMS die Umsätze der GBS zu verstehen sind, wobei unter dem Segment Audio die Umsätze der GRUNDIG Business Systems GmbH & Co. KG erläutert werden. Bis einschließlich März 2023 waren beide Segmente noch in der GBS enthalten.

Aus der Segment-Rechnung geht ein Segment-Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 32.620 hervor (Vorjahr: TEUR 27.358), ohne konzerninterne Verrechnungen in Höhe von TEUR 1.016 (Vorjahr: TEUR 278). Diese Umsatzentwicklung beinhaltet für das EMS-Segment eine Umsatzsteigerung in Höhe von TEUR 6.238 auf TEUR 23.395 und für das AUDIO-Segment einen Umsatzrückgang in Höhe von TEUR 975 auf TEUR 9.225 gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund des seit dem Jahr 2018 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der GBS Beteiligungsgesellschaft mbH weist die Gesellschaft keinen Jahresüberschuss aus. Die Ergebnisabführung beläuft sich auf TEUR 1.617, was eine Steigerung um TEUR 1.115 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 502) bedeutet. In dieser Ergebnisabführung ist ebenfalls das Ergebnis der GRUNDIG Business Systems GmbH & Co. KG enthalten (TEUR 597).

Die Gesamtentwicklung ist als positiv zu beurteilen, da der Plan hinsichtlich einer Umsatz- wie auch Ergebnissteigerung knapp erreicht wurde.

Vermögens- und Kapitalstruktur sowie Liquiditätsausstattung

Das Gesamtvermögen der GBS liegt über dem Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen bildet dabei mit TEUR 13.729. bzw. 80 % der Bilanzsumme weiterhin den wesentlichsten Teil. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist dabei zu großen Teilen auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen (TEUR +2.988). Weiterhin wurden die Bankverbindlichkeiten reduziert, sodass die Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzgl. liquider Mittel) sich von TEUR -1.023 um TEUR +63 auf TEUR -960 leicht verbessert hat. Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR +4.226). Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 640 reduziert werden.

Das Eigenkapital beläuft sich - nach Ergebnisabführung - im Geschäftsjahr auf TEUR 1.775 (Vorjahr: TEUR 1.775). Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 10 % (Vorjahr: 12 %).

Die flüssigen Mittel betragen TEUR 1.046 (Vorjahr: TEUR 1.730). Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden.

Personal

Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der Personalstand der GBS 118 Mitarbeiter (Vorjahr: 135) und belief sich am Bilanzstichtag auf 105 Mitarbeiter (Vorjahr: 136).

Zu beachten ist hierbei, dass im Jahresdurchschnitt der Personalstand des ausgegliederten AUDIO-Bereichs berücksichtigt ist, der Personalstand zum Bilanzstichtag jedoch nur Personen der GBS enthält. Eine Vergleichbarkeit der Werte ist daher nur bedingt gegeben.

Beteiligungen

Die GBS unterhielt bis Ende des Wirtschaftsjahres 2022 in Frankreich eine eigene Tochtergesellschaft. Diese Gesellschaft bündelte ausschließlich das französische Geschäft des Bereichs AUDIO und ging infolge einer Anwachsung im Wege eines sogenannten TUP-Verfahrens kraft Gesetzes zum 30. Dezember 2022 auf die Komplementärin GBS über. Dieser somit auf die Komplementärin angewachsene Geschäftsbereich wurde dann nach Maßgabe der Bestimmungen eines zwischen der Komplementärin und der GRUNDIG Business Systems Audio GmbH & Co. KG abgeschlossenen Vertrages über die Einbringung des Geschäftsbereiches AUDIO Frankreich zum 1. Januar 2023 an die GRUNDIG Business Systems Audio GmbH & Co. KG im Wege einer Einlage übertragen.

Der umsatzmäßig signifikant höhere Teil des Audiogeschäftes wurde zum 1. April 2023 auf die im September 2022 gegründete GRUNDIG Business Systems Audio GmbH & Co. KG (Umfirmierung am 20. März 2023 in die GRUNDIG Business Systems GmbH & Co. KG) übertragen

Weiterhin unterhält die GBS zwei weitere Beteiligungen, mit jeweils 100 % Beteiligungsverhältnis, nämlich die elektron Systeme und Komponenten GmbH (Anbieter von professionellen Fertigung Dienstleistungen im elektronischen Umfeld) und die ib prozessleittechnik GmbH (Anbieter von spezialisierten Industrietastaturen), beide mit Geschäftssitz in Weißenohe.

3. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Chancenbericht

Das EMS-Geschäft unterliegt der marktüblichen Volatilität und den teilweisen nicht kalkulierbaren Risiken der globalen Marktversorgung mit elektronischen Bauteilen. Insbesondere im Einkauf, aber auch in den Vertriebsabteilungen ergeben sich ressourcenmäßig hohe Aufwendungen, die nicht unmittelbar ertragswirksam kompensiert werden können. Jedoch haben in der Vergangenheit gestartete vertriebliche Maßnahmen erste Früchte getragen, es konnten neue Kunden gewonnen werden, die einen guten Umsatzbeitrag in den Folgejahren liefern und die Abhängigkeit vom größten Automobilkunden vermindern können.

Risikomanagement

Als international tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zinsänderungs-, Rohstoffpreisänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Diese Risiken werden aufgrund interner Kontrollen, zentral festgelegter Prozesse und einheitlicher Richtlinien minimiert.

Risikomanagement bedeutet frühzeitiges Erkennen und sachgerechtes Abwägen von Chancen und Risiken als integraler Bestandteil unternehmerischen Handelns und aller geschäftlichen Entscheidungsprozesse. Faktoren, wie z. B. die Schnelligkeit der Entwicklung sowie die Erfüllung der regulatorischen Vorgaben und der Markterfordernisse, beeinflussen das Wachstum und den Erfolg wesentlich. Steigenden Kosten tritt die GBS durch eine regelmäßige Kostenkontrolle entgegen. Aufgrund der monatlichen rollierenden Berichterstattung wird sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können.

Die Herstellung der eigenen und für fremde Dritte gefertigten Elektronikprodukte am Standort Bayreuth unterliegt der allgemeinen Gefahr von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen sowie Produktsicherheits- und Arbeitssicherheitsrisiken. Um diesen Risiken zu begegnen, hat die Geschäftsleitung ein umfassendes Qualitätsmanagementprogramm implementiert - aus dem die Zertifizierung (und entsprechenden Erneuerungen dieser Zertifizierungen) nach DIN ISO 9001, IATF 16949, DIN EN ISO 13485 (Medizinprodukte) und DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) resultieren - und Maßnahmen zur Produkt- und Arbeitssicherheit getroffen.

Diese Systeme werden ständig weiterentwickelt und verbessert, die Anlagen sorgfältig gewartet und die Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet. Der Ausfall von Produktionsanlagen ist über Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Die hoch qualifizierten Fach- und Führungskräfte verfügen über umfassendes wissenschaftliches, technologisches oder marktspezifisches Know-how und garantieren damit den langfristigen Geschäftserfolg der Gesellschaft. Dabei wird bewusst auf eine disziplinäre, internationale und kulturelle Diversifizierung gesetzt. Dies trägt zum einen den breiteren Know-how-Anforderungen im digitalen Geschäft, zum anderen dem strategischen Ausbau der EMS-Aktivitäten Rechnung. Um auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden, wird ein attraktives Vergütungssystem und verschiedenste Formen der Fort- und Weiterbildung angeboten. Außerdem wurde auch ein neuer Onboarding-Prozess etabliert, der insbesondere auch neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine "Bleibe-Perspektive" schaffen soll.

Risikobericht

Umfeld- und Branchenrisiken

Die GBS hat sich über die Zeit eine gutes Kunden-Klientel aufgebaut. Jedoch bleibt festzuhalten, dass sich GBS möglicherweise zukünftig branchenstrukturellen und konjunkturellen Veränderungen bei seinen Kunden nicht vollständig entziehen kann. Im Berichtszeitraum stellte sich die konjunkturelle Entwicklung im Hauptmarkt Deutschland ohne gravierende Effekte auf die Umsatz- und Ergebnissituation des Unternehmens dar. Insbesondere die Automobilbranche und die entsprechenden Zuliefererbranchen haben sich für GBS als verlässliche Partner und beständige Kunden erwiesen. Dies hat somit auch positiven Einfluss auf das EMS-Geschäft - das Umfeld- und Branchenrisiko ist im Berichtszeitraum als moderat einzustufen. Die nunmehr jedoch stärkeren Verwerfungen und disruptiven Veränderungen der deutschen Automobilindustrie machen eine Zukunftsbetrachtung deutlich schwieriger. Es bleibt dennoch darauf hinzuwiesen, dass das von GBS gefertigte Produkt ein für den jeweiligen Automobilisten lukratives Sonderzubehör darstellt, das auch weiterhin seine Existenzberechtigung haben wird.

Grundsätzlich sind die Aufträge von GBS-Kunden - wo möglich - durch Rahmenverträge planbar und mit einer gewissen Vorhersehbarkeit in die Zukunft abgesichert. Jedoch muss auch hier darauf hingewiesen werden, dass Geschäftsbeziehungen insbesondere im dienstleistungsgeprägten EMS-Umfeld durch die notwendige Verlässlichkeit funktionierender Liefer- und Logistikketten besonderen Spannungen und Herausforderungen ausgesetzt sind. Mögliche negative als auch positive Auswirkungen lassen sich kaum prognostizieren.

GBS unterliegt einem - in normalen Zeiten - moderaten Beschaffungsrisiko. Eingespielte Lieferketten und verlässliche Logistik-Prozesse sind Grundlage einer profitablen EMS-Dienstleistung. Hierbei können aufgrund der globalen und komplexen Lieferketten kleine Störungen große Auswirkungen hervorrufen. Dies betrifft sowohl die Beschaffungspreise als auch die Verfügbarkeit der Materialien. GBS versucht dem durch ein sehr enges und intensives Lieferantenmanagement-Konzept und durch ein nachhaltiges Risiko-Management entgegenzuwirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken entstehen dort, wo Forderungen, Schulden und Zahlungsmittel in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Dies ist bei der GBS im Wesentlichen für den US-Dollar der Fall. Dem hieraus entstehenden Währungsrisiko begegnet die Gesellschaft durch die Errichtung eines USD-Fremdwährungskontos, um die Zahlungseingänge direkt für USD-Zahlungen an internationale Lieferanten zu verwenden.

Zinsrisiken aufgrund der Wertänderung von Finanzinstrumenten bzw. aus Änderungen des Marktzinssatzes bei Vermögenswerten und Schulden sind, bedingt durch das niedrige Finanzierungsvolumen, gering.

Ein Kreditrisiko besteht, wenn der Wert von Vermögenswerten beeinträchtigt werden könnte oder es zum Ausfall kommt. Die GBS minimiert dieses Risiko durch den Abschluss einer globalen Forderungsausfallversicherung - die sich auch auf den Materialbestand bezieht - mit einem weltweit tätigen Kreditversicherer. Im EMS- Bereich erstreckt sich diese Ausfallversicherung u.a. auch auf den Materialbestand. Des Weiteren werden Neukunden, bis ein Versicherungsschutz besteht, grundsätzlich nur gegen Vorauskasse beliefert. Das finanzwirtschaftliche Risiko ist somit als moderat einzuschätzen.

Sonstige Risiken

Die GBS agiert unter anderem in Märkten, in denen die Preise für Rohstoffe und Produkte unter Umständen starken Schwankungen unterliegen. Daher besteht ein Rohstoffpreisrisiko, welches einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben kann. Es liegt in der Verantwortung der Einkaufsabteilungen bzw. Materialbeschaffung, dieses Risiko zu reduzieren. Dies erfolgt im Rahmen von internen, zentral festgelegten Richtlinien, welche einer ständigen Überprüfung unterliegen. Bei längerfristigen Lieferverträgen wird eine Preisbindung eingesetzt, bei starker Abhängigkeit von Zulieferern werden alternative Bezugsquellen genutzt. Die erhöhten Einkaufspreise konnten vorwiegend an die Kunden weitergegeben werden. Das Rohstoffpreisrisiko ist grundsätzlich als moderat einzustufen.

Risikosituation durch den russischen Angriffs-Krieg in der Ukraine

GBS selbst hat keine Zulieferer oder Kunden in der Ukraine oder Russland. Staatliche Sanktionen gegen Russland haben Stand heute keine Auswirkungen auf das GBS-Geschäft. Jedoch existiert mit diesem Krieg in Europa ein weiterer Störfaktor für die Beschaffung- und Logistikketten, Auswirkungen daraus sind punktuell und lassen sich nicht voraussagen. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist GBS durch einen einjährigen Energieliefervertrag abgesichert. Das hiermit verbundenen Risiko ist als gering einzuschätzen.

Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sieht die Geschäftsführung nicht.

4. Ausblick und Prognose

Im April 2024 wurde mit dem Vermieter ein neuer Mietvertrag mit leicht erhöhten Konditionen für die nächsten fünf Jahre fest abgeschlossen. Somit liegt weiterhin Planungssicherheit für den Produktionsstandort vor.

Durch die Separation im Berichtszeitraum hat sich die Gesellschaft nunmehr auch gesellschaftsrechtlich für das zukünftige Wachstum gut aufgestellt. Es erfolgt damit eine Fokussierung auf die wertschöpfenden Prozesse im Unternehmen, um somit sowohl den qualitativen als auch den quantitativen weiteren Ausbau des EMS- Geschäftes voranzubringen.

Es ist erklärtes Ziel der Gesellschaft, neue Kunden zu gewinnen und den Ausbau des Geschäftes mit bestehenden Kunden sicherzustellen. Hierzu plant die GBS insbesondere auch das Angebot von attraktiven Dienstleistungen, zum Beispiel im Umfeld von Testlösungen, zu erweitern. Ebenso sieht die Geschäftsführung große Chancen in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse, wodurch Wettbewerbsvorteile geschaffen und genutzt werden können.

Der Umsatz des Jahres 2024 wird auf Basis der Budgetplanung mit einer Steigerung um ca. 10 bis 15 Prozent zum Jahr 2023 prognostiziert. Das operative Ergebnis - soweit es sich bereits vorhersagen lässt - wird etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Eine abgestimmte Budgetplanung für das Jahr 2025 liegt noch nicht vor. Die Geschäftsführung rechnet jedoch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland, insbesondere im zweiten Halbjahr 2024, deutlich eingetrübten wirtschaftlichen Stimmung zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit einem herausfordernden und schwierigen Jahr 2025, wodurch sich Umsatz und Ergebnis aus derzeitiger Sicht in etwa auf Vorjahresniveau bewegen werden. Für die folgenden Jahre - unter der Voraussetzung einer dann wiederkehrenden konjunkturellen und gesamtwirtschaftlichen Erholung - sieht die Geschäftsführung eine weiterhin positive Gesamtentwicklung.

 

Bayreuth, den 15. November 2024

Die Geschäftsführung

Daniel Frieg

Roland Hollstein

Barbara Kuriczak

Kai Lenfert

Simon Verdenhalven

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GBS Electronic Solutions GmbH, Bayreuth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GBS Electronic Solutions GmbH, Bayreuth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GBS Electronic Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 5. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr, Wirtschaftsprüfer

Eberle, Wirtschaftsprüfer

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