Hamburger Handelsgesellschaft mbH & Co. KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Leitner seit 20.4.2025 | Geschäftsführer |
Sigmar Mielacher seit 21.3.2022 | Geschäftsführer |
Markus Norbert Grysko seit 21.3.2022 | Prokura |
Georg Voit seit 9.3.2020 | Geschäftsführer |
Jana Derno seit 23.12.2019 | Prokura |
Uwe Michael Amann seit 24.7.2018 | Prokura |
Bernhard Dickert seit 20.7.2017 | Prokura |
Jörg Hischemöller seit 22.1.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
W. Hamburger GmbH | 99.61% |
Prinzhorn Holding GmbH | 0.39% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hamburger Rieger GmbHTrostbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensGegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von weißem gestrichenem und ungestrichenem Testliner Papier und Karton für die Weiterverarbeitung in Wellpappenwerken bzw. bei Faltschachtelherstellern sowie die Herstellung von Gipsplattenrohkarton für Gipsplattenhersteller. Die Integration der Hamburger Rieger GmbH mit den Produkten Wellpappenrohpapier und Gipsplattenrohkarton in die neue Vertriebsstruktur des Konzerns ist in der Außenwirkung bei unseren Kunden als wesentliche Verbesserung angekommen. Die Belegung der Papiermaschinen im Konzernverbund hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisiert und die Breitenausnutzung der Konstruktionsbreite konnte auf beiden Papiermaschinen verbessert werden. Im Innenverhältnis tritt die Hamburger Containerboard GmbH, Pitten/Österreich, als Kunde für o.g. Produkte auf. Der Endkunde hat somit für das gesamte Produktspektrum der Containerbord Werke des Konzerns nur einen Ansprechpartner bzw. Lieferanten (Hamburger Containerboard GmbH). Die Mitarbeiter des Vertriebes der Fertigungswerke sind damit zum Teil Dienstleister für die Hamburger Containerboard GmbH und betreuen den Endkunden mit allen Produkten des Konzerns. Das Unternehmen ist an Produktionsstandorten in Trostberg (Bayern) und Spremberg (Brandenburg) tätig. Am Produktionsstandort Trostberg werden vorwiegend gestrichene Testliner für gehobene Konsumgüterverpackungen hergestellt. Am Produktionsstandort Spremberg werden pigmentierte Testliner, Gipsplattenrohkarton und zunehmend mehr gestrichene Testliner hergestellt. Mit Inbetriebnahme der 2. Produktionslinie PM2 in Spremberg werden seit 2021 auch braune Papiere wie z.B. Austrowelle und Austroliner hergestellt. Die Absatzmärkte der erzeugten Produkte sind europaweit sowie in speziellen Sorten und Mengen auch außerhalb von Europa gelegen. Die erzeugten Wellpappenrohpapiere wurden im Geschäftsjahr mit 20,4 % des Umsatzes (Vorjahr: 18,3 %) (ohne Berücksichtigung von Erlösschmälerungen) an eigene Wellpappenwerke der Konzerngruppe Prinzhorn Holding vertrieben. Das am Standort Spremberg installierte Ersatzbrennstoffkraftwerk ist im Geschäftsbereich Papiererzeugung integriert und wird mit einem Anlagenbedienvertrag von der Spreerecycling GmbH & Co. KG für die Hamburger Rieger GmbH bedient. Die Hamburger Rieger beschafft den erforderlichen Ersatzbrennstoff, dieser wird im Ersatzbrennstoff-Kessel (EBS-Kessel) verbrannt und der so erzeugte Rohdampf von Hamburger Rieger GmbH an die SpreeStromErzeugungs GmbH verkauft. Diese entspannt den Hochdruckdampf in ihrer Turbine und treibt damit einen Generator zur Stromerzeugung an. Von der Hamburger Rieger GmbH wird entspannter Hochdruckdampf zurückgekauft und versorgt die Papiermaschine mit kostengünstigem Dampf zur Papiertrocknung. 1.2 Forschung und EntwicklungGegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die permanente Verbesserung unserer Rezepturen der Papierherstellung zur Optimierung von Qualitätseigenschaften und Kostensenkungen. Ein separates Forschungs-Budget war in der Jahresplanung nicht vorgesehen. Die Optimierung erfolgt im laufenden Betrieb durch internes Benchmarking zwischen den deutschen Werken der Hamburger Containerboard Division und durch Abweichungsanalysen je Werk. Die Verbesserung von Druckeigenschaften und Einsparungen von Altpapier konnte erfolgreich fortgeführt werden. Die Produktionszyklen für die Wellpappenrohpapiere sind im abgelaufenen Geschäftsjahr optimiert worden, um Wechselverluste zwischen den Sorten zu minimieren. Die Produktion von gestrichenem weißem Liner verlief dank stabiler Produktionszyklen sehr erfreulich. Die Produktion und der Vertrieb für diese Papiersorte konnte im Geschäftsjahr über unsere geplanten Mengen gesteigert werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenTrotz dieser widrigen Umstände leistete die Papierindustrie bedeutsame Beiträge im Bereich der Nachhaltigkeit und trug zur Stabilisierung der Stromnetze bei. Eine Reihe von Papierfabriken passte ihren Energiebezug an die Verfügbarkeit an und erhöhte die Leistung ihrer eigenen Kraftwerke in Zeiten knapper und teurer Energieversorgung. Ferner setzte die Branche auf die Nutzung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Diese zukunftsorientierte Strategie steht jedoch aufgrund steigender Stromsteuern und dem möglichen Wegfall des Spitzenausgleichs vor wirtschaftlichen Herausforderungen. 1 1 https://www.euwid-papier.de/news/unternehmen/verband-die-deutsche-zellstoff-und-papierindustrie-vor-grundlegenden-veraenderungen-030823/. Über diese operativen Herausforderungen hinaus engagierte sich die Branche, insbesondere die Hamburger Rieger GmbH, mit der Förderung der Kreislaufwirtschaft, indem sie sich auf die Verwendung nachhaltig gewonnener Rohstoffe konzentrierte und durch effektive Verfahren die Verwertung von Papierfasern ermöglichte. Dieses Engagement für umweltfreundliche Praktiken führt seit Jahren zu einer Reduktion der CO2-Emissionen pro produzierter Tonne Papier, was die Industrie als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit positioniert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie im Jahr 2023 mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert war, aber gleichzeitig durch ihr Engagement für Umweltschutz und Energieeffizienz wichtige Beiträge geleistet hat. Es besteht ein dringender Bedarf an günstigeren und stabileren politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern und ihre Rolle als wichtiger Akteur in der umweltbewussten Wirtschaft und bei der Energiewende zu stärken. Mit ihrem kontinuierlichen Einsatz für innovative und nachhaltige Lösungen demonstriert die deutsche Papierindustrie ihre Entschlossenheit, auch unter schwierigen Bedingungen einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen zu leisten. 2.2 GeschäftsverlaufDas Jahr 2023 entsprach in der Papiererzeugung zwar nicht unseren geplanten Erwartungen, dennoch konnten wir trotz der marktbedingten Herausforderungen eine annähernd gleichbleibende Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Die Papiermaschinen in Spremberg konnten, bedingt durch die Anlaufkurve der 2. Papiermaschine, einen Anstieg von +0,9% im Vgl. zum Vorjahr verzeichnen. Die PM2 in Trostberg verzeichnete einen Produktionsrückgang von -5,9%, welcher durch marktbedingte Abstellmaßnahmen begründet ist. Die geplanten Produktionsmengen des Jahres 2023 von 923.355 t wurden über alle drei Maschinen um ca. 98.379 t unterschritten (bedeutsamer nicht-finanzieller Leistungsindikator). Die gesunkenen Erlöse aus der Zuzahlung für die thermische Entsorgung der EBS-Lieferungen (TEUR -4.855; Vorjahr: TEUR -6.151) sind mit geringeren Zuzahlungsentgelten sowie der Verringerung des Durchsatzes zu erläutern. Die Kalkulation für die Erträge aus dem Verkauf von Hochdruckdampf an die SpreeStromErzeugungs GmbH (SSE) erfolgte analog dem Vorjahr. Die Hochdruckdampfmengen haben sich um ca. 17 % erhöht, während die Umsatzerlöse um TEUR +2.439 gestiegen sind. Die Materialaufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (ohne bezogene Waren) sind zum Vorjahr um TEUR 80.689 gesunken. Die Materialeinsatzquote reduzierte sich auf 42 % (Vorjahr: 44 %). Die Energiekosten, die unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen werden, sind zum Vorjahr um TEUR 42.780 gesunken (-35,9 %). Im Einzelnen sind die Aufwendungen für Strombezug durch den Rückgang der Beschaffungspreise mit TEUR 46.957 (-55,7 %) im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Aufwendungen für Wärme aus Dampf sind zum Vorjahr um TEUR 6.794 (25,52 %) gestiegen. Die Aufwendungen für Wärme aus Gas sind zum Vorjahr um TEUR 2.573 (-31,7 %) gesunken, was hauptsächlich durch den Rückgang der Energiekosten begründet ist. Die Abschreibungen sind zum Vorjahr um TEUR 1.038 gesunken, hauptsächlich begründet durch die in 2022 gebuchte Sonderabschreibung der Kartonmaschine sowie abgelaufene Nutzungsdauern in den Anlagenklassen technische Anlagen und Maschinen TEUR 558, Fuhrpark TEUR 188 und Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 217. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Kostenreduzierungen in Höhe von TEUR 2.715 (2,1 %) zum Vorjahr zu verzeichnen. Die größten Kostenreduzierungen waren in den Bereichen Entsorgung/Abwasser TEUR 1.277, Wertberichtigungen TEUR 6.529 und Frachten TEUR 1.521. Die größten Kostensteigerungen waren in den Bereichen Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.830, Fremdarbeitskosten TEUR 1.200 und Instandhaltung TEUR 1.439. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.168 (davon aufgrund der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.107), Versicherungserstattungen TEUR 5.628 (Vj. EUR 0) sowie Erträge aus Strompreiskompensation in Höhe von TEUR 18.594 (Vj. TEUR 7.062) enthalten. Trotz allem liegt der Jahresüberschuss mit TEUR 22.355 bedeutend unter Vorjahresniveau (-28,8 %). 2.3 Erklärung zur UnternehmensführungDie Festlegung des Frauenanteils für die Geschäftsführung beschloss die Gesellschafterversammlung am 1. Juni 2022 mit 0 %. Die Frist zur Zielerreichung endet am 31. Dezember 2026. Entscheidend für die Besetzung der Geschäftsführung ist jeweils die Fähigkeit zur Ausübung der Tätigkeit in Verbindung mit verfügbaren Bewerbern (Herausforderung: Fachkräftemangel). Der gegenwärtige Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt 0 %. Im folgenden Geschäftsjahr wird mit keiner Änderung der Besetzung der Geschäftsführung gerechnet, so dass der Frauenanteil weiterhin 0 % betragen wird. Für die erste Führungsebene wurde ein Frauenanteil von 9 %, für die zweite Führungsebene ein Frauenanteil von 8 % festgelegt. Die Frist zur Zielerreichung wurde auf den 31. Dezember 2026 datiert. Auch in dieser Ebene ist für die Besetzung jeweils die Fähigkeit zur Ausübung der Tätigkeit in Verbindung mit verfügbaren Bewerbern entscheidend. Der gegenwärtige Frauenanteil in der ersten bzw. zweiten Führungsebene beträgt 8 % bzw. 12 %. 2.4 LageDie geplante Produktionsmenge von 824.976 t wurde mit 98.379 t (10,7 %) unterschritten. In Trostberg befindet sich die Kartonmaschine weiterhin außer Betrieb. Aufgrund von marktbedingten Abstellmaßnahmen konnte die mögliche Produktionskapazität in diesem Geschäftsjahr nicht ausgeschöpft werden. Bei der Papiermaschine in Trostberg waren insgesamt 105 Markt-Stillstandstage zu verzeichnen, in Spremberg befand sich die PM1 insgesamt 9 Tage, die PM2 insgesamt 13 Tage marktbedingt im Stillstand. Die Absatzmengen entsprechen annähernd den Produktionsmengen. Ein wesentliches Augenmerk galt der Stabilisierung der Maschinenverfügbarkeit an beiden Standorten, dazu wurde auch teilweise externer Sachverstand hinzugezogen. a) Ertragslage Die Verkaufsmengen waren marktbedingt rückläufig (-0,6 %) und die Umsatzerlöse aus Papierproduktion sind durch gefallene Preise und Mindermengen im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 % gegenüber dem Jahr 2022 gefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20.568 gestiegen. Maßgeblich dafür waren Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.107, Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 5.628 sowie Erträge aus Strompreiskompensation in Höhe von TEUR 18.594. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um -0,3 % von TEUR 39.278 auf TEUR 39.165 gefallen. Die um TEUR 150.078 (2023: TEUR 530.210; 2022: TEUR 680.288) gefallenen Umsatzerlöse aus Papierproduktion (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) in Verbindung mit der Aufwandsminderung im Bereich der Abschreibung auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.038 (2023: TEUR 44.759; 2022: TEUR 45.798) sowie die gefallenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 80.704 (2023: TEUR 225.594; 2022: TEUR 306.298) haben das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.559 vermindert (2023: TEUR 50.192; 2022: TEUR 56.752). Neben der Verschlechterung des Zinsergebnisses um TEUR 5.923 (2023: TEUR 17.678; 2022: TEUR 11.755) hat sich auch das Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 44.997 um TEUR 12.483 auf TEUR 32.514 vermindert. Die Gesellschaft verbuchte im Geschäftsjahr nach der Auflösung von latenten Steuern und der Zuführung zu Steuerrückstellungen einen Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 9.921. Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -9.036 auf TEUR 22.355 reduziert. b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote ((Eigenkapital zzgl. Sonderposten für Investitionszuwendungen zzgl. Bedingt rückzahlbare Darlehen)/Bilanzsumme) ist mit 53,8 % im Vergleich zum Vorjahr (48,8 %) leicht gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Vorjahr um TEUR 2.194 durch planmäßige Tilgung des Investitionsdarlehens, insbesondere zur Finanzierung der Streichanlage in Höhe von TEUR 2.194 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Vorjahr um 19,6 % auf TEUR 50.483 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen durch planmäßige Tilgungen aus der Kraftwerksüberlassung von TEUR 6.568 geprägt. In 2021 wurde ein kurzfristiges Darlehen von der Hamburger Containerboard in Höhe von TEUR 45.000 aufgenommen, welches im Jahr 2022 i. H. v. TEUR 2.000 und im Jahr 2023 i. H. v. TEUR 43.000 getilgt wurde. 2023 hat die Hamburger Rieger ein neues Darlehen von der Hamburger Hungaria Kft., Dunaújváros/Ungarn über TEUR 120.000 aufgenommen, welches bis zum Jahr 2028 zu tilgen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 35.059 gesunken. Die Quote der Verbindlichkeiten (ohne bedingt rückzahlbare Darlehen) zur Bilanzsumme ist zum Vorjahr um 3,98 %-Punkte bei gesunkener Bilanzsumme gesunken. Im Berichtsjahr konnte aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Cashflow von TEUR 77.956 generiert werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -27.794 und aus der Finanzierungstätigkeit wurde ein Cashflow von TEUR -50.154 ermittelt. Die Hamburger Rieger GmbH ist in das Cash-Pool-Verfahren des Prinzhorn-Konzerns mit eingebunden. Im Jahr 2023 hat sich der CP Stand um TEUR 10.818 auf TEUR 34.115 erhöht. Der Zinssatz ist der durchschnittliche 1 Monats-Euribor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Investitionen von TEUR 2.008 für das Vorprojekt EBS2 Spremberg, TEUR 1.048 für die Optimierung Cleaneranlagen PM1, TEUR 1.017 für die Umrüstung auf Vacuum Bloweranlagen PM1 und TEUR 775 für den Ersatz des Qualitätsleitsystems in Trostberg aufgewendet worden. Für das Folgejahr sind PRIO1-Investitionen in Höhe von TEUR 3.579 in Trostberg, TEUR 5.966 im Kraftwerk und TEUR 4.844 in Spremberg geplant. Diese betreffen die Anlagenoptimierungen an den Papiermaschinen und die Erneuerung des Kransystems im EBS-Bunker im Kraftwerk. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr um TEUR 33.639 auf nunmehr TEUR 689.989 verringert. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um TEUR 29.395 zum Vorjahr gesunken. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 44.759. Im Umlaufvermögen ist, vornehmlich bedingt durch die schwierige Marktsituation, der Bestand an Fertigwaren zum Vorjahr um TEUR 3.554 gesunken. Bedingt durch gesunkene Rohstoffpreise ist der Bestand an Rohstoffen (Altpapier / Chemie) um TEUR 4.457 gesunken. Der Bestand an Ersatzteilen, Hilfs- und Betriebsstoffen ist um TEUR 7.644 gestiegen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden um TEUR 3.892 gegenüber dem Vorjahr abgebaut. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr um TEUR 10.520 abgebaut worden. Weiterhin ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein an die Spreerecycling GmbH & Co. KG ausgereichtes Darlehen zur Tilgung von Bankverbindlichkeiten der Kraftwerkserrichtungsgesellschaft ausgewiesen, welches im Geschäftsjahr mit TEUR 5.005 getilgt wurde. Die liquiden Mittel erhöhen sich um TEUR 8 auf TEUR 90. Der Sonderposten für Investitionszuwendungen verringerte sich um TEUR 4.564 durch die planmäßigen Auflösungen. Ein weiteres Darlehen (KfW Kredit) in Höhe von TEUR 17.550 diente zur Finanzierung der Investition in die Streichanlage. Dieses wurde im Geschäftsjahr mit TEUR 2.194 getilgt und valutiert zum Stichtag mit TEUR 2.742. Damit sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2.742) um diese Tilgungen gegenüber dem Vorjahr verringert. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen betreffen die von der Hamburger Hungaria Kft., Dunaújváros/Ungarn, ausgereichten endfälligen Darlehen in Höhe von TEUR 100.000, für welche ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt wurde. Des Weiteren hat die Gesellschaft zur Finanzierung der Investitionen in die PM2 von gleicher Gesellschaft in 2019 und 2020 je ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 100.000 aufgenommen. Für diese beiden Darlehen wurden im Geschäftsjahr Tilgungen i. H. v. TEUR 34.286 vorgenommen. In 2022 hat die Gesellschaft ein weiteres Darlehen über TEUR 70.000 aufgenommen. Dieses Darlehen wurde 2023 komplett zurückgezahlt und valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 0. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Restmietkaufpreis aus dem Anlagenübertrag des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes von der Spreerecycling GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 19.304 enthalten. Im laufenden Geschäftsjahr sind dafür planmäßige Tilgungen in Höhe von TEUR 6.568 an die Spreerecycling GmbH & Co. KG geflossen. 2023 hat die Hamburger Rieger ein neues Darlehen von der Hamburger Hungaria Kft., Dunaújváros/Ungarn über TEUR 120.000 aufgenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 724 gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden von den in Höhe von TEUR 2.390 ausgewiesenen passiven latenten Steuern TEUR 24 aufgelöst und TEUR 0 neu gebildet, sodass zum Bilanzstichtag passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.366 verbleiben. Gegenläufig zu den passiven Steuerlatenzen bestehen aktive latente Steuern aus den unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für das Anlagevermögen, den Sonderposten für Investitionszulage und den sonstigen Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 375 aufgelöst und TEUR 40 neu gebildet, sodass zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.893 verbleiben. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern verrechnet angesetzt, wobei sich ein Passivüberhang ergibt. Hier ergibt sich ein Wert zum Stichtag in Höhe von TEUR 473. Gesamtaussage Im Geschäftsverlauf des Jahres 2023 sind an den Papiermaschinen die gesteckten Ziele zum Wirkungsgrad zum Teil unterschritten worden. In Trostberg wurden die marktbedingten Stillstände zur Optimierung und Verbesserung der Verfügbarkeit genutzt. Weiterhin wurde entsprechend der sich entspannenden Gasmangellage der Verbrauch von Gas strategisch reduziert. Die Abstellzeiträume wurden derart gewählt, dass wir sowohl der Nachfrage unserer Kunden gerecht werden konnten als auch den situationsbedingten Mehrkosten effektiv entgegenwirkten. Insgesamt sind alle Maschinen, mit einem leichten Auf und Ab der Ausbringungsmengen, in den einzelnen Monaten stabil gelaufen und der Vertrieb hatte stets keine Probleme mit den Auslieferungen und Termineinhaltungen. Bedingt durch die Inflation verschlechterte sich auch das Nachfrageverhalten unserer Kunden, sodass die geplante Absatzmenge nicht erreicht werden konnte. Das Ziel der weiteren Erhöhung der technischen Verfügbarkeit wurde im abgelaufenen Jahr durch neue Zyklen in der Produktionsplanung und vorbeugenden Instandhaltung sowie weiterer Schulungen umgesetzt. Zusammenfassend ist der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 an allen papiererzeugenden Anlagen unter unseren Erwartungen geblieben. 3. PrognoseberichtDer Schwerpunkt im Jahr 2024 wird für die Gesellschaft auf der weiteren Stabilisierung der Produktion liegen, sowie auf einer kosten- und absatzorientierten Fahrweise der Papiermaschinen. Darin liegt das Hauptergebnispotential. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft mit einer Steigerung der Produktionsmengen von ca. 10,2 %. Bei den Umsatzerlösen aus Papierproduktion wird mit einer Reduzierung von 40 % geplant. Wir erwarten durch optimierte Prozesse und eine verbesserte Qualität unserer Produkte eine gute Marktposition im gestrichenen Segment zu erreichen. Bei den Aufwendungen wurde vorsichtig geplant. So erwarten wir gleichbleibende bis geringe Minderkosten im Frachtbereich und bei den Materialkosten einen Rückgang der Rohstoffpreise. Im Bereich der Personalkosten sind Tarifanpassungen aufgrund der anstehenden Tarifverhandlungen in Trostberg berücksichtigt. Für Spremberg wurden Personalkostenerhöhungen auf Grund der geplanten Überführung in die Bundesentgelt-Tariftabelle berücksichtigt. Für das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) des Geschäftsbereichs Kraftwerk planen wir bei steigenden Zuzahlungen für die Entsorgung der EBS-Mengen, aber zeitgleich mit geringeren Erlösen aus Energie mit einem gesteigerten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurde die Höhe des Hochdruckdampfpreises zur SpreeStromErzeugungs GmbH entsprechend dem Energiemodell berücksichtigt. Für 2024 rechnet die Hamburger Rieger aufgrund der zu erwartenden Marktlage mit einem geringfügig schlechteren Ergebnis im Vergleich zu 2023. 4. Chancen- und RisikoberichtDer Markt für Gipsplattenkarton ist mit einer steigenden Anzahl von Marktteilnehmern, die die Qualität des Produktes überzeugt, sehr stabil. Dennoch sind die im Jahr 2023 erreichten Mengen von ca. 95.093 t in der Planung 2024 mit einer Reduzierung von ca. 24.618 t zur Istmenge des Jahres 2023 vorgesehen. Die Reduzierung der geplanten Produktion von Gipsplattenkarton ist durch eine geplante Änderung der Aufteilung des Produktionsportfolios innerhalb der Unternehmensgruppe begründet. Stattdessen ist eine gesteigerte Produktion der weißen Papiersorten vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, das insbesondere auf einem monatlichen Betriebsinformationssystem über die wesentlichen Daten zur Geschäftssteuerung basiert. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und ggf. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten. So sind nachfolgende Risiken eher als gering einzuschätzen: Die Risiken hinsichtlich Schäden durch Feuer, Wasser usw. sind durch eine All-Risk-Versicherung abgedeckt. Forderungsausfälle sind sowohl im Inland wie auch im Ausland bis zum Selbstbehalt abgedeckt. Die Überwachung der Kreditlimits wird organisatorisch sichergestellt. Nennenswerte Forderungsausfälle konnten durch enge Abstimmung zwischen Verkauf und Debitoren-Buchhaltung vermieden werden. Von mittlerer Bedeutung sind für die Gesellschaft die nachfolgenden Risiken: Alle Finanztransaktionen wie Zahlungsverkehr und Währungssicherungsmaßnahmen werden verantwortlich von der Finanzabteilung in der Konzernzentrale wahrgenommen. Eine breite Lieferantenstreuung und mehrjährige Verträge mit den regionalen Landkreisen soll das Beschaffungsrisiko im Altpapierbereich beschränken. Durch variable Rezepturen und einen möglichen Austausch von bestimmten Altpapiersorten innerhalb der deutschen Standorte können Schwankungen in der Belieferung von Altpapier ausgeglichen werden. Das Absatzrisiko wird durch ein breites Kundenportfolio in verschiedenen Wirtschaftsräumen (Westeuropa, Osteuropa) vermindert und die zuverlässige Belieferung mit gestrichenen und ungestrichenen Produkten wird durch zwei Produktionsstandorte gewährleistet. Der Energiemarkt wird mit den zu volatilen Strompreisen wesentlichen Einfluss auf das geplante Ergebnis haben. Zur Minimierung der Energiebeschaffungsrisiken wurden Strom- und Gasmengen für 2023 bis 2025 gesichert. Im Geschäftsbereich Kraftwerk ist durch eine stabile Zuzahlung der Entsorger ein ähnlich gutes Ergebnis für 2024 geplant. Die innerbetriebliche Verrechnung des Dampfpreises wird im Jahr 2024 für alle Standorte auf einem Äquivalent "Erzeugung Dampf mittels Gas im Steamblock" ausgewiesen.
Trostberg, den 29. Februar 2024 Hamburger Rieger GmbH Sigmar Mielacher (Geschäftsführer) Arno Liendl (Geschäftsführer) Georg Voit (Geschäftsführer) Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft hat ihren Sitz in Trostberg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 23241 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen sind in der Bilanz gesondert unter dem Posten "Bedingt rückzahlbare Darlehen" ausgewiesen soweit sie in der Zahlungskaskade nachrangig sind, im Übrigen unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen". Die Hamburger Rieger GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich an den handelsrechtlichen Bestimmungen. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (drei bis sechs Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abnutzbare Anlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen (2 bis 33 Jahre). Folgende Nutzungsdauern liegen in den einzelnen Anlagegruppen vor: Gebäude/Baulichkeiten: 10 bis 33 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 33 Jahre und Büro- und Geschäftsausstattung 3 bis 33 Jahre. Es wurde ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800 werden im Jahr ihres Zugangs sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungspreisen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (Art: Marktpreis Dezember inkl. der Berücksichtigung von Lagerrisiken und sinkenden Beschaffungspreisen). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden beschaffungsmarktorientiert bewertet. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereiches entsprechend der internen Betriebsabrechnung sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wird. Soweit sich nach der retrograden Methode, ausgehend von den Verkaufserlösen, niedrigere Bewertungen ergaben, wurden diese übernommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Aufgrund der Übernahme der Abwicklung des Vertriebs und der Rechnungslegung mit den Kunden durch die Hamburger Containerboard GmbH, Pitten/Österreich, wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (Hamburger Containerboard GmbH) und auf Forderungen mit erkennbaren Risiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte im Bereich Ersatzbrennstoffe sind zum Teil durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Bei Forderungen mit erkennbaren Risiken werden zudem Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Fremdwährungsforderungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Flüssige Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Umrechnung von flüssigen Mitteln in Fremdwährung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bilanzierung des Gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklagen erfolgte zum Nennwert. Im Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen wurden die Zuschüsse und Investitionszulagen erfasst, mit denen Zugänge im Anlagevermögen finanziert wurden. Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung des bezuschussten Anlagevermögens ertragswirksam aufgelöst. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend den Bekanntmachungen der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,83 % (Zehn-Jahres-Durchschnitt) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Die Gesellschaft macht hierbei vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch und zinst die Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Zinssatz ab, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (Vergleich Rückstellung unter Verwendung des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes zur bisherigen Verwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes) beträgt EUR 2. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet, wobei für den Rententrend 1,0 % p.a. zugrunde gelegt wurden. Auf Basis dieser Annahmen ergibt sich ein abgezinster Erfüllungsbetrag von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 2). Dem steht kein Deckungsvermögen gegenüber. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Valutaverbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die passiven latenten Steuern wurden aufgrund sich ergebender Steuerbelastungen infolge bestehender Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des im Rahmen der Abspaltung übernommenen Vermögens gebildet. Mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 23. August 2013 wurde der Unternehmensteil Containerboard von der Dunapack Spremberg GmbH & Co. KG auf die Hamburger Rieger GmbH abgespalten. Dabei wurde der Unternehmensbereich handelsrechtlich auf Grundlage eines Unternehmenswert-gutachtens zu Zeitwerten übertragen, steuerlich zu Buchwerten. Gegenläufig hierzu wurden aktive latente Steuern aus den unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für das Anlagevermögen, den Sonderposten für Investitionszulage und den sonstigen Rückstellungen gebildet und mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. 3. Angaben zu Bilanzposten3.1 AktivaAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage beigefügt ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 15.016 (i. Vj. TEUR 20.021) nicht innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 34.140 (i. Vj. TEUR 23.297). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 62.449 (i. Vj. TEUR 81.777), Cash Pool in Höhe von TEUR 34.115 (i. Vj. TEUR 23.297) und im Übrigen sonstige Vermögensgegenstände. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 234 (i. Vj. TEUR 658) enthalten. Die antizipativen Forderungen betreffen Forderungen aus Gewerbesteuern in Höhe von TEUR 234. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 3.2 PassivaBedingt rückzahlbare Darlehen Das bedingt rückzahlbare Darlehen von TEUR 100.000 hat aufgrund der Festlegung in der Reihenfolge in der Zahlungskaskade gemäß Punkt 9.1.5 des Kreditvertrages eigenkapitalersetzenden Charakter. Infolge der Nachrangigkeit werden sie außerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen, obwohl es sich um Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt. Das Darlehen ist in Höhe von TEUR 100.000 nicht innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11.673; i. Vj. TEUR 13.224), übrige Verbindlichkeiten (TEUR 345; i. Vj. TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus einem Anlagenbereitstellungsvertrag (TEUR 19.304; i. Vj. TEUR 25.872) und Darlehen (TEUR 224.286; i. Vj. TEUR 251.571). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 740 (i. Vj. TEUR 578) enthalten. Latente Steuern In 2013 wurden passive latente Steuern im Wesentlichen für die Abweichungen im Anlagevermögen (handelsrechtlicher Zwischenwertansatz bei der Abspaltung im Gegensatz zum steuerlichen Buchwertansatz) in Höhe von TEUR 49.806 gebildet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden daraus TEUR 24 aufgelöst, sodass zum Bilanzstichtag passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.366 verbleiben. Gegenläufig zu den passiven Steuerlatenzen bestehen aktive latente Steuern aus den unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für das Anlagevermögen, den Sonderposten für Investitionszulage und den sonstigen Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 375 aufgelöst und TEUR 40 neu gebildet, sodass zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.893 verbleiben. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern verrechnet angesetzt, wobei sich ein Passivüberhang ergibt. Hier ergibt sich ein Wert zum Stichtag in Höhe von TEUR 473. Der bei der Berechnung genutzte Steuersatz beläuft sich auf 28,5 %.
3.3 HaftungsverhältnisseMit Spaltungsvertrag vom 21. Juni 2013, eingetragen in das Handelsregister am 2. Juli 2013 wurde der Unternehmensbereich Handel von der Hamburger Rieger GmbH - übertragender Rechtsträger - auf die Hamburger Handelsgesellschaft mbH & Co. KG abgespalten. Die Hamburger Rieger GmbH haftet gesamtschuldnerisch nach § 133 UmwG für die Verbindlichkeiten des übertragenden Rechtsträgers, die vor Wirksamwerden der Spaltung begründet worden sind. Die Hamburger Handelsgesellschaft und Hamburger Rieger haben z.T. überschneidende Mitglieder in der Geschäftsführung und vertreten so gleiche Interessen sowie einen ähnlichen Verantwortungsbereich. Vergleicht man weiterhin das Umsatzvolumen von beiden Gesellschaften so entspricht der Umsatz der Hamburger Handelsgesellschaft (TEUR 11.473) 2,2 % vom Umsatz der Hamburger Rieger GmbH (TEUR 530.210). Aus diesem Grund gehen wir von einem sehr geringen Risiko hinsichtlich der Inanspruchnahme der Haftung aus. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für den der Hamburger Rieger GmbH und der Liegenschaftsverwaltung Hamburger Spremberg GmbH & Co. KG gemeinsam gewährten Zuschuss (TEUR 11.250) inklusive eventueller Rückzahlungsverpflichtungen. Die Hamburger Rieger GmbH und die Liegenschaftsverwaltung Hamburger-Spremberg GmbH & Co. KG, Spremberg, werden ihre Verpflichtungen aus den gewährten Zuschüssen erfüllen, sodass mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht gerechnet wird. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verpflichtungen der verbundenen Unternehmen Hamburger Rieger Gelsenkirchen GmbH & Co. KG aus dem am 8. März 2017 abgeschlossenen Kreditvertrag über EUR 20.000.000,00 (valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 7.500) sowie Prinzhorn Holding aus dem am 17. November 2019 abgeschlossenen Kreditvertrag über EUR 14.026.000,00 (valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 7.175). Die Hamburger Rieger Gelsenkirchen GmbH & Co. KG, Spremberg und die Prinzhorn Holding GmbH werden ihre Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllen, sodass mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht gerechnet wird. Die Einschätzung erfolgt auf Basis des Jahresergebnisses 2023 in Verbindung mit dem Budget 2024. Da keine Insolvenz der im Konzern verbundenen Firmen geplant ist, gehen wir auch nicht von einer Nicht-Erfüllung der Vertragsverpflichtungen aus. 4. Angaben zu Gewinn- und Verlustposten4.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
4.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie Auflösung des Sonderpostens für Investitionsförderungen wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (TEUR 4.564; i. Vj. TEUR 4.493). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.168 (davon aufgrund der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.107), Versicherungserstattungen TEUR 5.628 (i. Vj. TEUR 0), Erträge aus Strompreiskompensation TEUR 18.594 (i.Vj. TEUR 7.062) sowie Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 579 (i. Vj. TEUR 174) enthalten. 4.3 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 362) enthalten. 5. Sonstige Angaben5.1 Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteIm Geschäftsjahr 2018 wurden zwischen der Gesellschaft und dem Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) Verhandlungen zu einem aktualisierten Ansiedlungsvertrag mit gegenseitigen Aufgabenstellungen zur Sicherung der Investition der Papiermaschine 2 am Standort Spremberg aufgenommen. In diesem Vertrag, der zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 beiderseitig unterzeichnet wurde, verpflichtet sich die Gesellschaft zur Zahlung von nicht zweckgebundenen Zuschüssen für Infrastrukturmaßnahmen des Zweckverbandes. Die Infrastrukturmaßnahmen betreffen im Wesentlichen die Erweiterung der Abwasserbehandlungsanlage ABAII mit einer Anerobstufe, Straßenbaumaßnahmen, Errichtung von Vorstauterminals und Veränderungen der Zulaufsteuerung. Im Rahmen des Ansiedlungsvertrages vom 18. Januar 2019 mit dem Zweckverband ISP haben beide Vertragspartner alle vereinbarten Investitionsverpflichtungen bereits in den vergangenen Jahren erfüllt, sodass im Geschäftsjahr bzw. mittelfristig in den Folgejahren mit keinen weiteren zweckgebundenen Zuschüssen geplant ist. Auch bezüglich der Koordinations- und Kooperationsverpflichtungen konnte und kann auch zukünftig das Risiko der Verletzung dieser Verpflichtung als sehr gering eingestuft werden, da durch regelmäßig stattfindenden Informationsaustausch (auch mit dem Betreiber ASG Spremberg GmbH) eine effektive Abstimmung gegeben ist. Die laufenden Betriebskosten der Investitionen werden im Rahmen einer transparenten Kostenplanung und Abrechnung entsprechend detailliert dargestellt. 5.2 Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen mehrjährige Leasing- und Mietverträge. Die daraus resultierenden Verpflichtungen belaufen sich zurzeit auf TEUR 3.349, davon TEUR 2.745 gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus vergebenen Aufträgen bestehen Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von TEUR 45.605. 5.3 FinanzderivateEs bestehen Derivate (Commodity Swaps) für Gaspreisabsicherungen im Rahmen der geplanten Beschaffung in den Jahren 2025, 2026 und 2027 mit einem Volumen von rund 219 GWh und negativen (TEUR 2.159) Markt-werten, für welche kein Passivposten anzusetzen ist. Es bestehen weiterhin Derivate für Strompreisabsicherungen in den Jahren 2024 und 2025. 5.4 AbschlussprüferhonorarDas Honorar des Abschlussprüfers betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 66. 5.5 Durchschnittliche ArbeitnehmeranzahlDie durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
5.6 GeschäftsführungsorganeGeschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 466. 5.7 Weitere AngabenKonzernzugehörigkeit Die Prinzhorn Holding GmbH mit dem Sitz in A-1230 Wien/Österreich, stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister Firmenbuch A-1230 Wien (Österreich) unter der Registernummer FN 115068 v offengelegt. Die Hamburger Rieger GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Prinzhorn Holding GmbH, Wien/Österreich, einbezogen. Die Hamburger Rieger GmbH ist verpflichtet, gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss der Konzernmutter Prinzhorn Holding GmbH, Wien/Österreich, wird im Unternehmensregister offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss ist nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Diese entsprechen in Bezug auf die Hamburger Rieger GmbH den deutschen Rechnungslegungsvorschriften. Anteilsbesitz Die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, ist zu 5,1 % an der Spreerecycling GmbH & Co. KG, Spremberg, beteiligt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist ein Eigenkapital von TEUR 3.016 und ein Jahresergebnis von TEUR 102 aus. Die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, ist an der SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg, zu 5,1 % beteiligt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist ein Eigenkapital von TEUR 24.692 und ein Jahresergebnis von TEUR 9.584 aus. Die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, ist an der Spreerecycling Beteiligungs GmbH, Spremberg, zu 5,1 % beteiligt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist ein Eigenkapital von TEUR 44 und ein Jahresergebnis von TEUR 2 aus. Die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, ist an der Rieger GmbH, Trostberg, zu 100 % beteiligt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist ein Eigenkapital von TEUR 5.514 und ein Jahresergebnis von TEUR 109 aus. Die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, ist an der Innovex GmbH, Trostberg, zu 100 % beteiligt. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist ein negatives Eigenkapital von TEUR 157 und ein Jahresergebnis von TEUR -181 aus. Ergebnisverwendungsvorschlag Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Über die Verwendung des Jahresüberschusses wird im Rahmen der Gesellschafterversammlung voraussichtlich im 1. Halbjahr 2024 entschieden.
Trostberg, den 29. Februar 2024 Hamburger Rieger GmbH Sigmar Mielacher (Geschäftsführer) Arno Liendl (Geschäftsführer) Georg Voit (Geschäftsführer) Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hamburger Rieger GmbH, Trostberg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 2.3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassendie in Abschnitt 2.3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 1. März 2024 Deloitte
GmbH
Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer Jan Kahlert, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGBDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, wurde mit Beschluss des Gesellschafters vom 10. April 2024 festgestellt. |
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