Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 5894
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng Hamacher Logistik GmbH
Eingetragen
23.5.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Speditionsgeschäft, Transportvermittlung, Lagerei, Frachtführergeschäft, Versicherungsvermittlung und sonstige zusammenhängende Geschäfte. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen können, und/oder mit ihm im Zusammenhang stehende Aufgaben übernehmen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alain Serge Goehl
seit 25.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
David Fahrland
seit 3.6.2011
Geschäftsführer
Jürgen Hölscher
seit 25.11.2010
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
26.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hamacher Logistik GmbH

Gronau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

(Amtsgericht Coesfeld, HRB 5894)

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 31.462,62 57.059,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 75.873,03 71.121,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.788.877,99 1.864.751,02 2.124.506,00 2.195.627,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 232.481,00 270.827,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 1,00
3. Beteiligungen 1.000,00 233.482,00 3.000,00 273.828,89
2.129.695,64 2.526.514,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.932.543,25 3.812.864,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.697,46 120.491,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 74.768,85 3.094.009,56 154.255,48 4.087.610,81
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.386.545,63 677.545,00
5.480.555,19 4.765.155,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.349,98
7.610.250,83 7.301.020,68

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 481.648,79 481.648,79
III. Gewinnvortrag 804.564,71 487.691,56
IV. Jahresüberschuss 179.290,31 316.873,15
1.516.633,00 1.337.342,69
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 851.311,59 828.315,13
2. Steuerrückstellungen 349.584,00 198.191,00
3. Sonstige Rückstellungen 823.011,43 486.848,86
2.023.907,02 1.513.354,99
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 208.192,60 298.818,15
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 92.161,72 (i. Vj. EUR 298.818,15) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.932.831,49 2.568.211,19
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.932.831,49 (i. Vj. EUR 2.568.211,19) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 976.732,59 125.206,69
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 976.732,59 (i. Vj. EUR 125.206,69) -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 101.678,13 9.162,29
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 101.678,13 (i. Vj. EUR 9.162,29) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 850.276,00 1.448.924,68
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 759.974,51 (i. Vj. EUR 1.098.176,96) -
- davon aus Steuern EUR 332.666,07 (i. Vj. EUR 125.306,41) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 919,24) -
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (i. Vj. EUR 500.000,00) -
4.069.710,81 4.450.323,00
7.610.250,83 7.301.020,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 36.523.838,60 39.658.112,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.146.617,36 295.581,94
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.295.659,90 26.860,987,09
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.890.262,33 5.882.585,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.228.244,56 7.118.506,89 1.347.208,20 7.229.793,81
- davon für Altersversorgung EUR 23.999,74 (i. Vj. EUR 17.989,03) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 798.648,58 869.550,65
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.051.626,34 4.243.387,62
7. Erträge aus Beteiligungen 22.413,61 400,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 982,01 1.431,75
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 41,44 (i. Vj. EUR 2.164,71) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 62.675,58 78.891,93
- davon aus der Aufzinsung EUR 467,62 (i. Vj. EUR 533,91) -
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.998,35 (i. Vj. EUR 0,00)-
10. Ergebnis vor Steuern 366.734,29 672.914,75
11. Steuern vom Ertrag 145.996,98 307.123,60
12. Ergebnis nach Steuern 220.737,31 365.791,15
13. Sonstige Steuern 41.447,00 48.918,00
14. Jahresüberschuss 179.290,31 316.873,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Hamacher Logistik GmbH, 48599 Gronau (HRB 5894 Amtsgericht Coesfeld), ist entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Bei folgender Position wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht:

Die Postenbezeichnung "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ist durch die Bezeichnung "Software" ersetzt worden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer.

Die Nutzungsdauer beträgt bei den immateriellen Vermögensgegenständen, den technischen Anlagen und Maschinen sowie den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 14 Jahre.

Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 800,00 werden, Lademittel ausgenommen, im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wegen der nicht notwendigen Inventarisierung dieser Anlagegüter wird im Rahmen der Darstellung des Anlagenspiegels gemäß § 284 Abs. 3 HGB unterstellt, dass die Zugänge des Geschäftsjahres im laufenden Jahr abgehen. Für geringwertige Anlagegüter bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren voll abgeschrieben wird.

Zum 31. Dezember 2020 wurden die Paletten-Einkäufe als Sammelposten aktiviert und, wie in den Vorjahren auch, über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Pauschalwert- und Einzelwertberichtigungen wurden entsprechend vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (AVK-Auxilion Versorgungskasse e.V. aus dem Hamacher-Vorsorgeplan) sind auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie wurden nach § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie unter Zugrundelegung versicherungsmathematischer Grundsätze (Teilwertverfahren - angelehnt an § 6a EStG) gebildet.

Es wurden folgende Annahmen für die Bewertung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Rechnungszinssatz Sieben-Jahresdurchschnitt 1,60 % gemäß RückabzinsV Stand Dezember 2020,

Rechnungszinssatz Zehn-Jahresdurchschnitt 2,30 % gemäß RückabzinsV Stand Dezember 2020,

Fluktuation und der Einfluss von Lohn- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt, da sich der Barwert zum oben genannten Stichtag aufgrund der Beitragsorientierung der Versorgungszusage nicht durch Ereignisse in der Zukunft ändert.

Wie im Vorjahr wird im aktuellen Jahr bei den Verpflichtungen gegen die AVK-Auxilion Versorgungskasse e.V. nicht der Barwert, sondern nur das Kassenvermögen passiviert. Der Fehlbetrag beträgt TEUR 707 (Barwert: TEUR 1.526, Kassenvermögen TEUR 819).

Der Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 2 HGB (zehnjähriger Durchschnittszins) beträgt TEUR 1.526. Der Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (siebenjähriger Durchschnittszins) beträgt TEUR 1.682. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssperre (Differenz zwischen zehn- und siebenjährigem Durchschnittszins) zum Bilanzstichtag von TEUR 156. (i. Vj. TEUR 153).

Das Deckungsvermögen, das ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsversprechen angelegt wurde und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist, ist nach § 246 Abs. 2 HGB mit der zugrunde liegenden Pensionsverpflichtung saldiert worden. Das Deckungsvermögen ist mit dem Zeitwert angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 4 HGB). Die Pensionsverpflichtung wurde nach der versicherungsmathematischen "projected unit credit method" gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 2,38 % für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0 %

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018G"

TEUR
Pensionsverpflichtung per 31. Dezember 2020 49,7
Aktivwert (=Zeitwert) der Rückdeckungsversicherung per 31. Dezember 2020 -17,0
Passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung per 31. Dezember 2020 32,7
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens per 31. Dezember 2020 16,9
TEUR
Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung 1,2
Zinsertrag aus der Rückdeckungsversicherung 0,0
Zinsaufwand (saldiert) 1,2

Der Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 2 HGB (zehnjähriger Durchschnittszins) beträgt TEUR 49,7. Der Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (siebenjähriger Durchschnittszins) beträgt TEUR 56,7. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssperre (Differenz zwischen zehn- und siebenjährigem Durchschnittszins) zum Bilanzstichtag von TEUR 7,0 (i. Vj. TEUR 7,1).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 4).

Sonstige Rückstellungen

EUR
Rückstellungen für ausstehende Spediteurrechnungen 392.146,60
Rückstellungen Personal 185.630,00
Rückstellung Berufsgenossenschaft 91.000,00
Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen 84.100,00
Sonstige Rückstellungen 70.134,83
Summe 823.011,43

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesambetrag 31.12.2020 bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Gesicherte Beträge
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 208.192,60 92.161,72 116.030,88 0,00 208.192,60
298.818,15 298.818,15 0,00 0,00 298.818,15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.932.831,49 1.932.831,49 0,00 0,00 0,00
2.566.211,19 2.568.211,19 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 976.732,59 976.732,59 0,00 0,00 0,00
125.206,69 125.206,69 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 101.678,13 101.678,13 0,00 0,00 0,00
9.162,29 9.162,29 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 850.276,00 759.974,51 90.301,49 0,00 0,00
1.448.924,68 1.098.176,96 350.747,72 0,00 0,00
Summe 4.069.710,81 3.863.378,44 206.332,37 0,00 208.192,60
4.450.323,00 4.099.575,28 350.747,72 0,00 298.818,15

(Die Vorjahreswerte sind kursiv ausgewiesen)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 859 (i. Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Sicherheiten

Die Darlehen wurden wie folgt besichert:

Sicherungsübereignung von diversen Fahrzeugen

Sicherungsübereignung des gesamten mobilen Anlagevermögens

Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Kurzarbeitergeld

Im Jahr 2020 wurden Zahlungen im Kontext von Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 39 geleistet. Diese wurden als durchlaufender Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sodass weder ein Aufwand noch ein Ertrag aus der Zahlungsabwicklung im Jahresabschluss ausgewiesen wird.

D. Nachtragsbericht

Die Corona Pandemie beherrscht weiterhin die Welt. Laut Schätzung des ifo-Instituts werden die seit November 2020 geltenden Infektionsschutzmaßnahmen unverändert bis März 2021 in Kraft bleiben und danach allmählich gelockert werden. Vor diesem Hintergrund wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 voraussichtlich um 4,2 % steigen. Die krisenbedingte Rezession kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen negativ beeinflussen. Daraus könnten Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Allerdings bleibt abzuwarten, welcher Konjunkturschaden durch den erneuten Lockdown entstehen wird und zum anderen wie sich die Folgen der Corona-Pandemie im weiteren Zeitverlauf auf die Hamacher Logistik GmbH auswirken werden. Die Geschäftsleitung hat derzeit ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2021 noch nicht gegenüber der Planung aus November 2020 angepasst. Aufgrund der rasanten Entwicklung und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit können wir die finanziellen Auswirkungen nicht verlässlich abschätzen.

E. Sonstige Angaben

Zahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) waren während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 neben der Geschäftsführung kaufmännische und technische Angestellte 66 (i. Vj. 73) sowie 103 gewerbliche Arbeitnehmer (i. Vj. 107), insgesamt 169 (i. Vj. 180) beschäftigt.

Geschäftsführung

Herr David Fahrland, Kaufmann, Bocholt

Herr Ghislain Fernandez, Kaufmann, Le Perreux- sur-Marne/Frankreich

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Verzeichnis der Unternehmen, an denen die Hamacher Logistik GmbH mittelbar oder unmittelbar am 31. Dezember 2020 beteiligt war:

Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2020 Anteil am Kapital Jahresergebnis 2020
% TEUR TEUR TEUR
Hamacher Logistik B.V., Aalsmer (NL) 100,0 359 359 -26
Autohaus H. Thole GmbH i.L., Suddendorf 1 50,0 1 0 0
Reckers Logistik GmbH i.L., Gronau 80,0 -1.216 -973 -15
Weliver Logistik GmbH, Großbeeren 1 26,0 302 79 366

Haftungsverhältnisse/Bürgschaften

Die Gesellschaft hat bei der Volksbank Gronau-Ahaus e.G. Avalkonten in Höhe von insgesamt TEUR 265 und bei der Volksbank Bocholt e.G. Avalkonten in Höhe von insgesamt TEUR 36.

Die Gesellschaft hat sich gegenüber der Volksbank Gronau-Ahaus e.G. verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, die PMS Logistik GmbH, Gronau als Kreditnehmerin mehrerer Kredite finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, die Verpflichtungen im Zusammenhang mit diesen Krediten fristgemäß zu erfüllen. Der Kreditbetrag belief sich ursprünglich auf TEUR 2.100. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen TEUR 878.

Die Inanspruchnahme aus den Avalkonten/Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würde, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

1 31. Dezember 2019

Finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres 1.079
Fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren 1.112
Fällig nach fünf und mehr Jahren 39
Summe 2.230

Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Finaltra Financiere Alsacienne de Transport SAS, Noisy-le-Sec, Frankreich, zum 31. Dezember 2020 einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Handelsgericht eingereicht.

 

Gronau, den 16. März 2021

Hamacher Logistik GmbH

David Fahrland, Geschäftsführer

Ghislain Fernandez, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 342.499,73 0,00 0,00 342.499,73
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 89.565,73 12.970,30 0,00 102.536,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.260.320,83 429.208,58 51.346,16 6.638.183,25
6.349.886,56 442.178,88 51.346,16 6.740.719,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 775.828,89 0,00 38.346,89 737.482,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 356.572,93 0,00 0,00 356.572,93
3. Beteiligungen 3.000,00 0,00 2.000,00 1.000,00
1.135.401,82 0,00 40.346,89 1.095.054,93
7.827.788,11 442.178,88 91.693,05 8.178.273,94
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2020 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 285.440,73 25.596,38 0,00 311.037,11
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.444,73 8.218,27 0,00 26.663,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.135.814,83 764.833,93 51.343,50 4.849.305,26
4.154.259,56 773.052,20 51.343,50 4.875.968,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 505.001,00 0,00 0,00 505.001,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 356.571,93 0,00 0,00 356.571,93
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
861.572,93 0,00 0,00 861.572,93
5.301.273,22 798.648,58 51.343,50 6.048.578,30
Restbuchwert
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 31.462,62 57.059,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 75.873,03 71.121,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.788.877,99 2.124.506,00
1.864.751,02 2.195.627,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 232.481,00 270.827,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 1,00
3. Beteiligungen 1.000,00 3.000,00
233.482,00 273.828,89
2.129.695,64 2.526.514,89

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hamacher Logistik GmbH ist ein expandierendes Logistikunternehmen und gehört seit 2018 zu der Heppner-Unternehmensgruppe, die Ihren Hauptsitz in Straßburg hat. Wir bieten Lösungen rund um den Transport- und Logistikbereich und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Strategien zur Optimierung und effizienteren Abwicklung des Transport- und Logistikgeschäfts.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Indikator für die Entwicklung der Transport- und Logistikbranche in Deutschland kann die in Tonnen-Kilometern (TKM) gemessene Verkehrsleistung inländischer Lkw im Straßengüterverkehr gesehen werden. Im Jahr 2019 lag die Transportleistung bei 291,6 Mrd. TKM. Das entspricht einer prozentualen Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2018 von +1,2 %. Der konjunkturelle Abschwung der Wirtschaft im Rahmen der Coronakrise im Jahr 2020 führte zu einem weiteren Rückgang der Transportleistung um -3,6%. Das BAG prognostiziert für 2021 eine prozentuale Steigerung von +4,5%. Demnach wird erwartet, dass bereits 2021 das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Für die Folgejahre bis 2023 prognostiziert das BAG jährliche Wachstumsraten von +3,0%.

Allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit sich zum einen der grundsätzliche konjunkturelle Abschwung und zum anderen die bestehende Corona-Pandemie im weiteren Zeitverlauf auswirken und inwieweit sich die Prognose des BAG in 2021 realisieren werden.

Die Trends innerhalb der Transport- und Logistikbranche weisen in 2020 und den folgenden Jahren chancenreiche Betätigungsfelder für Unternehmen aller Größenklassen auf: So bieten Unternehmen der Verkehrsbranche im Zuge des Outsourcing logistischer Funktionen in der gewerblichen Wirtschaft zunehmend die Organisation von kompletten logistischen Ketten an. Neben der integrierten Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Güterflusses und der damit verbundenen Informationsprozesse, umfasst dies auch die Organisation von Warenverteilungs- und Beschaffungssystemen. Über die Logistik hinaus übernehmen Betriebe auch Leistungen wie das Kommissionieren oder den Zusammenbau von Fertigungskomponenten. Diese logistischen Gesamtlösungen werden auch in den nächsten Jahren von mittelgroßen und großen Produktions- und Handelsunternehmen verstärkt nachgefragt werden und bieten Speditionen und Logistikern interessante und Erfolg versprechende Betätigungsfelder.

2.2 Geschäftsverlauf

Unser Geschäftsverlauf spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Marktentwicklung wider.

Die Konjunkturentwicklung ist für das Jahr 2020 und insbesondere gemessen an den üblichen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen und im Besonderen auch für die Speditions- und Logistikbranche aufgrund der Corona-Pandemie gemäß der ifo Konjunkturprognose um 5,1% rückläufig. Für 2021 prognostiziert das ifo-Institut eine Steigerung um 4,2%.

Diese Entwicklung stellt sich auch bei der Hamacher Logistik GmbH entsprechend dar. Der Umsatz des Vorjahres von 39.658 Tausend Euro (2019), sowie der auf Basis des Vorjahresumsatzes prognostizierte Plan-Umsatz 2020 in Höhe von 40 Mio. Euro, konnte in 2020 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht erreicht werden.

Das Unternehmen konnte sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und der Umsatzeinbußen im Jahr 2020 weiter am Markt behaupten und seine Position im Verhältnis zu vielen Mitbewerbern stärken.

Aufgrund der branchenweiten Problematik bei der Besetzung von Fahrzeugen mit geeigneten LKW-Fahrern ist eine große Anzahl an Frachtführern und Fahrzeugen vom Markt verschwunden. Die massive Nachfrage nach Transportdienstleistungen bei gleichzeitiger Verknappung von Kapazitäten führte zu Kostensteigerungen beim Einkauf von Fremdleistungen, die durch Preisanpassungen im Geschäftsjahr 2020 überwiegend kompensiert werden konnten. Dementgegen steht der coronabedingte Volumenrückgang, wodurch die Nachfrage nach Transportdienstleistungen sank. Dies führte während der Coronakrise zu Kostensenkungen beim Einkauf von Fremdleistungen.

Ergebnis dieser Entwicklung des Unternehmens ist ein Jahresüberschuss in Höhe von 179 Tausend Euro.

Aufgrund der in den letzten Jahren stetig negativen Entwicklung der Reckers Logistik GmbH, an welcher die Hamacher Logistik GmbH mit 80% beteiligt ist, wurde der operative Geschäftsbetrieb zum 30.09.2019 eingestellt und Liquidation angemeldet. Die Liquidationsschlussbilanz wurde zum 31.12.2020 aufgestellt.

Im Wirtschaftsjahr 2020 sank der Personalbestand im Verhältnis zum Vorjahr (2019: 180 MA / 2020:169 MA). Die Personalkosten sanken absolut um TEUR 111. Die Personalkostenquote (Personalkosten / Umsatz) ist aufgrund des Umsatzrückgangs im Zuge der Corona-Pandemie gestiegen (2019: 18,2 % / 2020: 19,5 %).

In 2020 wurden Investitionen in größerem Umfang nicht getätigt und beschränkten sich im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen. Es wurden diverse Projekte zur Modernisierung der IT- Infrastruktur, zur Ausstattung der Fahrzeuge mit Scannertechnik, sowie die Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze mit neuer PC-Hard- und Software umgesetzt und entsprechend finanziert.

2.3 Lage

Die Vermögens- und Finanzlage ist per 31.12.2020 gut. Die Gesellschaft war und wird nach unserer Einschätzung jederzeit in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.3.1 Vermögenslage

Unsere Vermögensstruktur, d.h. Verhältnis der einzelnen Aktivposten zum Gesamtvermögen, ist zum 31.12.2020/31.12.2019 durch folgende Kennzahlen gekennzeichnet:

31.12.2020 % 31.12.2019 %
Anlagevermögen 28,0 34,6
Ford. aus Lieferungen und Leistungen 38,5 52,2
Ford. gegen verbundene Unternehmen 1.1 1,7
flüssige Mittel 31,4 9,3
übrige Vermögensgegenstände 1.0 2,2
Bruttovermögen/Bilanzsumme 100,0 100,0

Unsere Kapitalstruktur zum 31.12.2020/31.12.2019 sieht wie folgt aus:

31.12.2020 % 31.12.2019 %
Eigenkapital 19,9 18,3
Rückstellungen 26,6 20,7
Bankverbindlichkeiten 2,7 4,1
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 25,4 35,2
Verb. ggü. verbundenen Unternehmen 14,2 1,8
übrige Verbindlichkeiten 11,2 19,9
Gesamtkapital/Bilanzsumme 100,0 100,0

Die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die Erhöhung des Mahnrhythmus zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2020 auf 19,9% (i. Vj. 18,3%). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus erhöhten Zahlungen zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr.

2.3.2 Finanzlage

Der Bestand an Finanzmitteln beträgt zum 31. Dezember 2020 2.387 Tausend Euro und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 1.709 Tausend Euro erhöht.

Die Summe aufgenommener Bankkredite betrug in 2020 analog zu 2019 0 Euro. Die Summe der gezahlten Zinsen ist im Vergleich zum Vorjahr 2019 um 16 Tausend Euro auf 63 Tausend Euro gesunken. Zum anderen wirken sich ausgelaufene Kredite sowie die Begleichung des Kontokorrentkredites positiv aus. Die Summe von Tilgungen von Bankkrediten und sonstigen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen hat sich auf 455 Tausend Euro vermindert (i. Vj. 1.903 Tausend Euro).

2.3.3 Ertragslage

Die Kennzahlen der Ertragslage werden nachfolgend im Verhältnis zur Gesamtleistung (100%) mit den Vorjahreszahlen dargestellt:

2020 % 2019 %
Betriebsaufwand -34,5 -31,3
Betriebsergebnis 1,1 1,9
Finanzergebnis -0,1 -0,2
Unternehmensergebnis 0,5 0,8

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr 2019 um 3.134 Tausend Euro und damit um 7,9% zurückgegangen. Dieser Rückgang schließt die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie gewöhnliche Kundenverluste ein. Dementgegen stehen Umsatzzuwächse bei bestehenden Kunden sowie gewonnene Neukunden, als auch Preisanpassungen, die sich positiv auswirken. Trotz des Umsatzrückgangs stieg das Rohergebnis von 13.093 Tausend Euro (2019) um 2,2% auf 13.375 Tausend Euro. Die für uns wichtige durchschnittliche Rohgewinnmarge betrug 36,6 % (i. Vj.: 33,0 %). Insgesamt ist das Rohergebnis durch die Corona-Pandemie gekennzeichnet, wodurch die Kosten für Diesel und bezogene Speditionsleistungen ebenfalls leicht gesunken sind. Die durch Corona geprägte Marktlage im Bereich der Speditionsleistungen, der damit verbundene Volumenrückgang, der Rückgang im Einkauf von Fremdleistungen bei gleichzeitiger Optimierung der Kostenstruktur haben sich positiv ausgewirkt.

Der Rückgang des Personalaufwands resultierte aus einer im Jahresdurchschnitt gesunkenen Anzahl an Mitarbeitern sowie der im zweiten Quartal in Anspruch genommenen Kurzarbeit. Die Abschreibungen sanken aufgrund von weniger Investitionen um 71 Tausend Euro auf 799 Tausend Euro. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 367 Tausend Euro (i. Vj. 673 Tausend Euro). Das Ergebnis vor Steuern wurde durch Management Fees in Höhe von TEUR 353 belastet. Im Wesentlichen bedingt durch diese Management Fee konnte das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis i. H. v. TEUR 632 nicht erreicht werden.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden.

3. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin auf die Wirtschaft aus. Die Geschäftsleitung hat derzeit ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung in 2021 noch nicht gegenüber der Planung aus November 2020 angepasst. Aufgrund der rasanten Entwicklung und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit können wir die finanziellen Auswirkungen nicht verlässlich abschätzen. Kundenverluste werden ausgeglichen durch Umsatzsteigerungen bei bestehenden Kunden und durch die Akquisition einiger Neukunden. Zusätzlich wirken sich durchgeführte Preisanpassungen positiv auf die Ertragslage aus. Für das Jahr 2021 prognostizieren wir daher unter der Annahme, dass die Prognose des ifo-Institutes, sowie des BAG eintritt, eine Steigerung des Umsatzes um 11,4 % auf ca. 41 Millionen Euro, bei in etwa gleichbleibendem Materialaufwand und Rohertrag, sowie ein Ergebnis vor Steuern von 361 Tausend Euro.

Vom Fortbestand des Unternehmens wird ausgegangen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin auf derzeit unbestimmte Zeit auswirken und sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen negativ beeinflussen. Daraus könnten Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Die Kraftstoffpreise sind im Durchschnitt 2020 im Verhältnis zum Vorjahr leicht gesunken. Trotz der Corona-Pandemie, die sich positiv auf die Preisentwicklung auswirkt, erwarten wir unserer Einschätzung nach, dass die Preise im Laufe des Jahres weiter ansteigen. Da Kraftstoffkosten nach wie vor einen bedeutenden Einfluss auf die Gesamtkostenstruktur der Branche und des Unternehmens haben, wird diesem Thema viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Diesel-Floater-Vereinbarungen sind mittlerweile bei der Mehrheit unserer Kunden hinterlegt und decken ca. 95 % des Frachtumsatzes ab. Negative Auswirkungen schwankender Kraftstoffpreise können dadurch deutlich abgeschwächt und für das Unternehmen beherrschbar gemacht werden, auch wenn bei steigenden Kraftstoffpreisen nie 100 % der zusätzlich entstehenden Kosten weitergegeben werden können.

Durch eine im Hinblick auf die Branchenzugehörigkeit, Anzahl und Umsatzstärke ausgewogene Kundenstruktur und unterschiedliche Tätigkeitsschwerpunkte versucht die Hamacher Logistik GmbH auch in Krisensituationen sicherzustellen, diese Zeiten weitgehend unbeschadet zu überstehen.

4.2 Chancenbericht

Die Einhaltung von Qualitätszielen nimmt in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert ein. Unser Qualitätsanspruch wird durch die Zertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO 9001:2015 dokumentiert.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Flexibilität sowie zuverlässige und motivierte Mitarbeiter begegnen.

Durch den Aufbau neuer Geschäftsbereiche und gegebenenfalls durch Beteiligung an weiteren Unternehmen der Transport- und Logistik- oder angrenzender Branchen soll das Leistungsspektrum der Hamacher Logistik GmbH kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Durch eine breite Streuung im Leistungsportfolio und bei der Kundenstruktur sollen Risiken dabei weitgehend begrenzt werden.

4.3 Gesamtaussage

Durch die erfolgreiche und kontinuierliche Weiterentwicklung in den letzten Jahren sehen wir unsere Marktposition in den für uns relevanten Bereichen des Speditions- und Logistikgewerbes auch für die nächsten Jahre als gefestigt an. Die Umsatz- und Mengenentwicklung für die Folgejahre wird im klassischen Speditionsgeschäft als moderat steigend angesehen. Umsatzzuwächse erwarten wir insbesondere in der Luft- und Seefracht, im Warehouse-Management, bei der Erbringung von Zusatzdienstleistungen rund um das gelagerte Gut (Value-Added-Services) sowie bei Beratung und Analyse im Rahmen komplexer (Outsourcing)-Projekte.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsverluste sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei den regionalen Geschäftsbanken bzw. über Leasing Institute. Es bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Zum anderen wird Liquidität über den konzerninternen Cash-Pool der Finaltra Financiere Alsacienne de Transport SAS bereitgestellt. Hiermit wurden in 2020 Kontokorrentkredite sowie Neuanschaffungen ausgeglichen bzw. finanziert. Der dafür zu entrichtende Zinssatz orientiert steh am Euribor-Index zzgl. eines absoluten Aufschlags in Höhe von 1,5. Aufgrund der bestehenden Vereinbarung sind entsprechend Zinszahlungen in Höhe von 1,2% für die Hamacher Logistik GmbH angefallen.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen existieren zum 31.12.2020 nicht.

 

Gronau, 15.03.2021

David Fahrland, Geschäftsführer

Ghislain Fernandez, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hamacher Logistik GmbH, Gronau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hamacher Logistik GmbH, Gronau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hamacher Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 21. April 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Gerd Erich Eichstaedt, Wirtschaftsprüfer

Ulf Droste, Wirtschaftsprüfer

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