Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 13835
Vorher
MRM 1701 Vermögensverwaltungs AG
Eingetragen
27.4.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen und Grundstücken sowie die Erbringung von Dienstleistungen zur Förderung der Beteiligungsunternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Schüchl
seit 16.6.2017
Vorstandsmitglied
Nico Oliver Brombeis
seit 16.6.2017
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schübro AG

Sigmarszell

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzern-Lagebericht 2022

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Die Schübro AG wurde im Jahr 2017 als Holding-Gesellschaft errichtet und betätigt sich im Bereich Erwerb, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen und Grundstücken. Daneben erbringt sie Dienstleistungen zur Förderung der Beteiligungsunternehmen.

Die Unternehmen der Schübro-Gruppe sind hauptsächlich als Dienstleister in den Bereichen Heizung, Sanitär, Lüftung, Kälte, Klima, Anlagen für Trinkwasser und Abwasser, Elektrotechnik und Automation sowie im Tief- und Rohrleitungsbau tätig. Daneben fungieren sie als Handels- und Serviceunternehmen im Bereich von Fahrrädern. Darüber hinaus unterhält das Konzernunternehmen Franz Lohr GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen mit der TWS Netz GmbH in Ravensburg, in dem vor allem junge Menschen im technischen Bereich ausgebildet werden. Durch den Erwerb von Beteiligungen an der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG und an der MT Süd Betriebs GmbH konnte die Schübro-Gruppe vergrößert werden.

Unternehmensaufstellung

Die Schübro AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Sigmarszell. Alle Anteile befinden sich im Eigentum von zwei Familienstämmen. Die Gesellschafter nutzen ihre Stimmrechte im Rahmen der jährlich stattfindenden Hauptversammlung oder bei Bedarf in außerordentlichen Hauptversammlungen.

Unternehmensführung

Vorstand

Die Leitung der Schübro AG und der Schübro-Gruppe obliegt dem Vorstand. Der Vorstand führt die Geschäfte eigenverantwortlich und legt die strategische Ausrichtung des Unternehmens in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat fest. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und wird regelmäßig über den Geschäftsverlauf, die Strategie sowie über Chancen und Risiken informiert.

Seit Gründung 2017 und im Geschäftsjahr 2022 bestand der Vorstand aus Thomas Schüchl und Nico Oliver Brombeis.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2022 waren in der Schübro-Gruppe 336 Mitarbeiter beschäftigt und zusätzlich 37 Auszubildende.

Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war geprägt von den Nachwirkungen der Coronakrise sowie den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, was zu Lieferverzögerungen, gestiegenen Materialpreisen und einem allgemein unsicheren Umfeld in allen Geschäftsbereichen führte. Gepaart mit gestiegenen Energiekosten und dem Ringen um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Auch die angespannte Fachkräftesituation war eines der wesentlichen Themen.

Die wirtschaftliche Lage in der SHK-Branche entwickelte sich trotzdem positiv, da die Nachfrage nach Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern hoch ist.

Die Marktentwicklung im Fahrradhandel im Jahr 2022 war von mehreren Faktoren geprägt, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Branche darstellten. Die Nachfrage nach Fahrrädern, v.a. E-Bikes, und damit verbundenen Produkten und Dienstleistungen ist gemäß Zweirad-Industrie-Verband in 2022 erneut gestiegen.

Die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und einem gesunden Lebensstil trug maßgeblich dazu bei, dass der Fahrradmarkt in vielen Regionen Zuwächse verzeichnete. Insbesondere E-Bikes erfreuten sich wachsender Beliebtheit und gewannen an Marktanteilen.

Online-Vertriebskanäle und E-Commerce-Plattformen gewannen an Bedeutung und Fahrradhändler, die ihre Präsenz im digitalen Raum ausbauten, konnten ihre Reichweite erweitern und neue Kunden gewinnen.

Insgesamt zeigt sich eine Normalisierung des Marktes nach Lieferkettenproblemen. Der hohe Lagerbestand bei Herstellern und Händlern führt zu Preisdruck am Markt.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Der Auftragseingang bei den Konzernunternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes war im Berichtsjahr sehr gut. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes kann für die ersten Monate des Jahres 2023 von einem sehr guten Arbeitsvorrat ausgegangen werden.

Von den Umsatzlösen entfallen 82% auf die Franz Lohr GmbH und 10% auf die Schübro Bike GmbH.

Die Umsatzerlöse lagen um 67,3 % über dem Vorjahr und 56,1 % ohne Erweiterung des Konsolidierungskreises. In der Folge des sehr hohen Bestandsaufbaus zum vorherigen Bilanzstichtag 31.12.2021 wurden erhebliche Bauleistungen aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr abgeschlossen und als Umsatzerlöse realisiert. Die Gesamtleistung, also die Summe aus Umsatzerlösen und Veränderung der unfertigen Leistungen einschließlich aktivierter Eigenleistungen stieg um 27,8 % gegenüber dem Vorjahr und 18,0 % ohne Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Der Anstieg der Gesamtleistung konnte großteils durch Weitergabe von Preissteigerungen und Zukauf von Fremdleistungen, sowie durch die Beteiligung an der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG (TEUR 6.362) erreicht werden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 107,1 % erhöht und beträgt TEUR 2.974. Das Ergebnis ist im Konzernabschluss durch die Abschreibungen auf den Geschäfts-/ Firmenwert der Franz Lohr GmbH aus dem Erwerb der Anteile im Jahr 2017 in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr TEUR 316) belastet. Die Rendite vor Steuern bezogen auf die Gesamtleistung lag bei 3,6 % (Vorjahr 2,2 %).

Positive Effekte konnte vor allem durch die hohe Auslastung in Verbindung mit einer guten Auftragsabwicklung und durch Kostensenkungen erreicht werden. Hohe Aufwände sind durch Modernisierungen und Abschreibungen durch Investitionen entstanden.

Das Finanzergebnis lag mit TEUR -207 leicht über dem Niveau des Vorjahres mit TEUR -223. Hierbei kompensieren sich aber wesentlich höhere Zinsaufwendungen und der erstmals auszuweisende Ertrag aus einem assoziierten Unternehmen mit TEUR 254.

2.2 Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen auftragsbezogen über Anzahlungen von Kunden. Die Erhöhung des Bestandswert für unfertige Leistungen um TEUR 3.365 basiert mit TEUR 3.129 vor allem auf der Erweiterung des Konsolidierungskreises. Außerdem erfolgt eine Fremdfinanzierung über Geldmarktkredite. Neben der externen Finanzierung über Kreditinstitute kann der Konzern kurzfristig auf Darlehen von nahestehenden Darlehensgebern zurückgreifen. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Insgesamt waren zum Bilanzstichtag TEUR 12.381 (Vorjahr TEUR 8.473) an Fremdkapital bei Kreditinstituten aufgenommen. Von anderen nahestehenden Darlehensgebern wurden Darlehen in Höhe von TEUR 5.257 (Vorjahr TEUR 7.161) in Anspruch genommen.

Der Finanzstatus hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr aufgrund Vorfinanzierung von in Ausführung befindlicher Aufträge, hoher Investitionen in Sach- und Finanzanlagen sowie Rückzahlung von sonstigen Verbindlichkeiten leicht abgeschwächt. Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 231 (Vorjahr TEUR 284).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2022 mit TEUR 2.284 (Vorjahr TEUR 2.096) ist auf Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -3.296 (Vorjahr TEUR -6.396) und wurde wesentlich aus dem operativen Cashflow sowie aus einer geringen Fremdkapitalaufnahme finanziert. Dadurch konnte der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, also aus der Aufnahme von Fremdkapital mit TEUR 951 (Vorjahr TEUR 4.555) deutlich reduziert werden.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.326 deutlich erhöht, davon TEUR 4.948 durch Erweiterung des Konsolidierungskreises. Dies ist im Wesentlichen auf der Aktivseite auf Veränderung des Anlagevermögens (+ TEUR 1.298, davon TEUR 925 aus Erweiterung des Konsolidierungskreises) sowie den Anstieg des Umlaufvermögens (+ TEUR 4.798, davon TEUR 4.288 aus Erweiterung des Konsolidierungskreises) zurückzuführen. Wesentliche Veränderung bestehen auf der Passivseite im Eigenkapital (+ TEUR 2.574, davon TEUR 1.450 aus Erweiterung des Konsolidierungskreises) und durch Erhöhung der Verbindlichkeiten (+ TEUR 3.455, davon TEUR 2.702 aus Erweiterung des Konsolidierungskreises).

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 4.161, ohne Zugänge aus At-Equity-Bewertung (Vorjahr TEUR 6.499). Diesen stehen Abschreibungen von TEUR 2.148 (Vorjahr TEUR 2.096) gegenüber. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Umbau von Gebäuden, Investitionen in Fahrzeugen und Betriebsausstattung. Im Jahr 2023 wurde das Investitionsvolumen weiter auf hohem Niveau gehalten, vor allem durch Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen von Fahrzeugen und Betriebsausstattung.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 11.036 (Vorjahr TEUR 8.462), wovon TEUR 2.652 (Vorjahr TEUR 1.597) Anteile Dritter ausmachen. Dadurch ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 22,0 % (Vorjahr 21,8 %).

2.4 Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsentwicklung konnte durch einen erneuten Anstieg im Auftragseingang und der Betriebsleistung deutlich gestärkt werden. Das bilanzielle Ergebnis wird vor allem durch den hohen Wert an in Ausführung befindlicher Aufträge geschmälert, da insoweit Gewinne noch nicht realisiert werden konnten. Die Geschäftsentwicklung im Handel mit Fahrrädern und Zubehör ist weiterhin positiv.

Das Konzernergebnis entspricht annähernd dem Ergebnis der Franz Lohr GmbH. Die Ergebnisbeiträge der weiteren Tochtergesellschaften einschließlich des Ertrages von assoziierten Unternehmen heben sich gegenseitig weitestgehend auf. Einige dieser Gesellschaften befinden sich in der Gründungsphase.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Für 2024 wird von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % ausgegangen.

Eine Stagnation bis hin zum Rückgang der Bauinvestitionen ist im Jahr 2023 eingetreten, verursacht insbesondere durch den Anstieg der Finanzierungszinsen und der Entwicklung der Preise von Baumaterialien.

Durch den Krieg von Russland in der Ukraine muss weiterhin von wesentlichen Auswirkungen auf die globale und deutsche Wirtschaft ausgegangen werden. Trotz rückläufigen Preisen auf den globalen Energiemärkten und einer weiter nachlassenden Inflationsdynamik hat sich auch im Jahr 2024 noch keine Wachstumstendenz eingestellt. Die hohen Tarifabschlüsse könnten zu einer sekundären Inflation führen und belasten das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts weiterhin.

Gemäß der Konjunkturprognose 2024 vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe wird im Bauhauptgewerbe von einem Umsatzrückgang von 3 % ausgegangen. Unklar ist, welche wirtschaftlichen Auswirkungen den Tochtergesellschaften dadurch entstehen. Es wird davon ausgegangen, dass dies durch die Nachfrage nach Energieeffizienz im öffentlichen und industriellen Sektor kompensiert werden kann. Weitere entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht zu erkennen.

Für das Geschäftsjahr 2022 lag die Betriebsleistung und der Umsatz der Franz Lohr GmbH über den Erwartungen. Auch Ende 2022 war noch ein hoher Bestand an noch in Ausführung befindlicher Aufträge gegeben, der durch die bilanzielle Bewertung erst im folgenden Geschäftsjahr ergebniswirksam wurde. Diese Tochtergesellschaft konnte im Geschäftsjahr Jahr 2023 das Ergebnis wesentlich um ca. TEUR 1.500 gegenüber dem Vorjahr steigern.

Es wurden weiter hohe Investitionen getätigt, um den Ausbau der Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Aufgrund eines sehr guten Arbeitsvorrates und der breiten Kundendiversifizierung, erwartet die Franz Lohr GmbH auch für das Jahr 2024 eine gute Auslastung in allen Geschäftsfeldern. Diese Beurteilung gilt auch für die Wangener Haustechnik GmbH & Co.KG. An dieser Gesellschaft haben wir im Geschäftsjahr 2023 weitere Anteile erworben und halten nun 57 % aller Anteile.

Abgesehen davon sind aktuell keine Veränderungen im Konsolidierungskreis geplant.

Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2023 für den Konzern einen deutlichen Anstieg des Konzernergebnisses auf ca. TEUR 3.500. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aufgrund geringerer Umsatzrealisierung bei der Franz Lohr GmbH einen Konzernjahresüberschuss, der zwischen den Werten der beiden Vorjahre liegt.

Die Hauptrisiken des Unternehmens werden weiterhin in der Unsicherheit des Marktes, insbesondere in der Energiewirtschaft/-versorgung, der öffentlichen Hand im Bereich der Infrastruktur, den Witterungsverhältnissen und der damit verbundenen Beschäftigung des Personals gesehen. Die durch das Projektgeschäft geprägte Risikosituation der Gesellschaft wird im Rahmen der turnusmäßigen Controlling- und Geschäftsführergespräche analysiert und durch geeignete Maßnahmen reduziert.

Wesentliche Herausforderung wird es sein, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Sicherstellung der Liquidität wird durch Maßnahmen der Geschäftsleitung zu jeder Zeit gewährleistet. Im vergangenen Jahr konnten negative Auswirkungen aus gestörten Lieferketten und steigenden Preisen durch entsprechende Gegenmaßnahmen im Wesentlichen kompensiert werden. Weiterhin bestehen negative Effekte durch Energie- und Rohstoffpreise sowie Lieferverzögerungen im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau. Maßnahmen, um negative Effekte zu minimieren, werden regelmäßig auf die aktuelle Lage angepasst.

Aufgrund von Überbeständen im Gesamtmarkt des Fahrradhandels wird kurzfristig mit einem leichten Rückgang des Umsatzes und der Marge gerechnet. Die langfristige Entwicklung wird, vor allem im E-Bike-Segment, weiterhin positiv gesehen. Die erwartete Steigerung im Fahrrad-Leasing-Bereich soll auch zukünftig zu einer stabilen Nachfrage beitragen. Der Bereich Service ist ein wichtiger Bestandteil für die Kundenzufriedenheit und soll weiter ausgebaut werden.

Die Chancen der Schübro-Gruppe liegen im Bereich der Energiewende, Digitalisierung, Energieeinsparung, Energieeffizienz sowie erneuerbaren Energien. Diese werden neue Nachfrage nach unseren Dienstleistungen generieren. Wir sind weiterhin gefordert, unseren Kundenstamm stetig zu erweitern und diesen gesamtheitlich zu betreuen. Ebenso liegt unser Augenmerk darauf, unsere Mitarbeiter zu schulen, neue Mitarbeiter zu rekrutieren, um so unseren Kunden mit viel Know-how zur Seite zu stehen.

Sachverhalte nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG liegen nicht vor.

 

Ravensburg, im Juli 2024

Thomas Schüchl

Nico Brombeis

Konzernanhang 2022

A. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Schübro AG mit Sitz in Sigmarszell im Handelsregister B des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 13835 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zudem waren die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB dargestellt.

Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2022. Der Konzernabschlussstichtag weicht von den Abschlussstichtagen des Mutterunternehmens und der einbezogenen Unternehmen nicht ab.

B. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen die folgenden Tochterunternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB einzubeziehen:

Anteil
Tochtergesellschaft %
Franz Lohr GmbH, Ravensburg 89
Schübro Bike GmbH, Ravensburg 100
Schübro Engineering GmbH, Sigmarszell, PG Abwicklungsgesellschaft mbH, Biberach an der Riß (bis 03.03.2023), vormals Franz Lohr Spezialtiefbau GmbH, Biberach an der Riß 100
Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG, Wangen im Allgäu 25

An der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG hält das Mutterunternehmen 51 % der Stimmrechte.

Gemeinschaftsunternehmen nach § 310 Abs. 1 HGB:

Anteil
Gemeinschaftsunternehmen %
AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH, Ravensburg 50

Die Konsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens erfolgt nach § 310 Abs. 2 HGB quotal.

Assoziiertes Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB:

Assoziiertes Unternehmen Anteil
%
MT SÜD Betriebs GmbH, Beilngries 40

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland. Somit ergeben sich keine währungskursbedingten Differenzen.

C. Konsolidierungsmethoden

Kapitalkonsolidierung

Bei der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 wurden die verbundenen Unternehmen Franz Lohr GmbH, Schübro Bike GmbH und Franz Lohr Spezialtiefbau GmbH (jetzt Schübro Engineering GmbH) nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einbezogen.

Soweit Kapitalanteile nicht dem Konzern zuzurechnen waren, wird in der Konzernbilanz der fremden Dritten zustehende Kapitalanteil sowie der entsprechende Bilanzgewinn mit dem anteiligen Jahresergebnis gesondert ausgewiesen.

Bei der Einbeziehung der Franz Lohr GmbH wurde die Kapitalaufrechnung gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Erstkonsolidierung insoweit angepasst, als ein auf nicht beherrschende Anteile rechnerisch entfallender Geschäftswert nicht mehr in die Kapitalaufrechnung aufgenommen wird. Damit haben sich der Geschäftswert und der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Kapitalbetrag entsprechend ermäßigt (vgl. Anlage Eigenkapitalspiegel). Außerdem fallen die Abschreibungen auf den Geschäftswert ab dem Geschäftsjahr 2022 niedriger aus.

Der aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft Franz Lohr GmbH resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Laufzeit von 6 Jahren abgeschrieben.

Aus dem Erwerb der Mehrheit der Stimmrechte bei einer Kapitalbeteiligung von 25 % an der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG resultiert im Geschäftsjahr 2022 ein negativer Konsolidierungsausgleichsposten. Mit dem Erwerb weiterer Kapitalanteile im folgenden Geschäftsjahr wird sich unter Berücksichtigung des geleisteten Kaufpreises ein positiver Konsolidierungsausgleichsposten ergeben. Der am Bilanzstichtag vorhandene negative Posten wird im Rahmen des sukzessiven Beteiligungserwerbs im Folgejahr verrechnet werden.

Aus der Erstkonsolidierung und dem Hinzuerwerb der Schübro Engineering GmbH haben negative Konsolidierungsausgleichposten aufgrund der Erwartung von zukünftigen Verlusten resultiert. Ein Teilbetrag war im Vorjahr unter den Kapitalrücklagen ausgewiesen. Der korrespondierende negative Konsolidierungsausgleichsposten ist im Geschäftsjahr 2022 erfolgswirksam aufgelöst worden, weil die Tochtergesellschaft erhebliche Verluste hat hinnehmen müssen.

Assoziiertes Unternehmen

Die MT SÜD Betriebs GmbH wurde gemäß der §§ 311, 312 HGB at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 305 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet bzw. umgegliedert, Beteiligungserträge werden storniert.

Zwischenergebniseliminierung

Die aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse waren unwesentlich. Eine Eliminierung dieser Zwischenergebnisse erfolgte aus Wesentlichkeitsgründen nicht.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Werteverzehr linear bzw. degressiv abgeschrieben. Von dem Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu Euro 800,00 werden im Jahr der Anschaffung entsprechend dem steuerlichen Wahlrecht als Aufwand verbucht. Bis einschließlich Geschäftsjahr 2017 sind selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von Euro 150,00 bis zu Euro 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Abwertungen des Lagerbestands wegen eingeschränkter Verwendbarkeit werden vorgenommen. Bei Beständen von Hilfs- und Betriebsstoffen ist eine Festwertbildung vorgenommen worden.

In Arbeit befindliche Aufträge sind mit den Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, Abschreibungen und Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Erhaltene Anzahlungen für Aufträge werden ab dem Geschäftsjahr 2022 in voller Höhe gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 1 % (Vj. 1 %) berücksichtigt.

Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird unter Ausübung des Ansatzwahlrechts gemäß § 274 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Garantierückstellungen werden sowohl für erkennbare Einzelrisiken als auch für allgemeine Gewährleistungsrisiken gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 142 (Vj. TEUR 215).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Schübro AG beträgt Euro 50.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 50.000 auf den Namen lautende Stückaktien.

Der Konzernbilanzgewinn setzt sich aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres zuzüglich des Konzernjahresüberschusses abzüglich des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Teil des Gewinns sowie abzüglich der Rücklagendotierung bei der Muttergesellschaft zusammen.

Der bei einer Tochter-Personengesellschaft auf nicht beherrschende Anteile entfallende Jahresüberschuss ist nach den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zugewiesen worden und folglich auch in der Konzernbilanz nicht im Eigenkapital auszuweisen.

Im Berichtszeitraum erfolgten keine Ausschüttungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag TEUR bis ein Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.381 1.061 3.290 8.030
Vorjahr 8.473 319 1.274 6.880
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Vorjahr 2.190 2.190 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.396 12.396 0 0
Vorjahr 5.303 5.303 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50 50 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.768 5.304 507 3.957
Vorjahr 10.438 6.305 0 4.133

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 10.397 durch erstrangige Grundschulden sowie durch die Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 3.957 durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft gesichert.

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die im Wesentlichen im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

Gesamtbetrag
EUR
Gebäudetechnik, Rohrleitungsbau, Anlagenbau, Fassadentechnik 72.351.771
Sonstige Bauleistungen 1.048.903
Sonstige Dienstleistungen 189.765
Fahrradhandel 8.096.258

G. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen in branchenüblichem Umfang. Das Risiko der Inanspruchnahme wird, sofern nicht bereits Rückstellungen gebildet sind, aufgrund der branchen- und unternehmensspezifischen Erfahrungen der Vergangenheit als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 320 (Vj. TEUR 303). Sie betreffen ausschließlich Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2028. Die Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen für Fahrzeuge TEUR 163 und Geschäftsausstattung TEUR 157.

Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 336 und teilen sich in 238 gewerbliche Arbeitnehmer und 98 Angestellte auf. Darin ist ein Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen enthalten.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses beträgt TEUR 33 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 31) und Steuerberatungsleistungen (TEUR 2).

Vorstand

Im Berichtsjahr waren als Vorstand bestellt:

Thomas Schüchl, Schrobenhausen

Nico Oliver Brombeis, Sigmarszell

Auf die Angabe der Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit keine Vergütung erhalten.

Die Schübro AG mit Sitz in Sigmarszell stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Bilanzgewinn der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 47 wurde in der Hauptversammlung am 28.12.2023 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Sigmarszell, 17. Juli 2024

Thomas Schüchl

Nico Oliver Brombeis

sonstige Berichtsbestandteile

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.059,71 57.194,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.121.612,64 1.582.941,00
1.153.672,35 1.640.135,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.512.197,49 9.178.306,49
2. technische Anlagen und Maschinen 359.185,00 488.489,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.112.034,94 4.855.671,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.607,78 0,00
16.007.025,21 14.522.466,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 264.042,38 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.000,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 500,00 0,00
299.542,38 0,00
17.460.239,94 16.162.601,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.117.470,62 2.987.652,83
2. in Arbeit befindliche Aufträge 29.497.759,93 26.132.513,20
3. fertige Erzeugnisse und Waren 8.779.538,26 0,00
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -23.715.900,30 -18.677.549,64
15.678.868,51 10.442.616,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.597.819,71 11.142.786,16
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.502,02 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.165.817,63 838.914,08
16.780.139,36 11.981.700,24
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 231.399,97 283.837,59
32.690.407,84 22.708.154,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.411,85 33.928,09
SUMMEAKTIVA 50.231.059,63 38.904.684,17
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 76.000,00
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 2.466,00 2.167,00
IV. Konzernbilanzgewinn 8.331.222,99 6.737.342,57
8.383.688,99 6.865.509,57
V. Nicht beherrschende Anteile 2.652.482,45 1.596.642,01
11.036.171,44 8.462.151,58
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 32.500,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 323.436,56 1.119.949,29
2. sonstige Rückstellungen 4.239.710,17 2.914.516,26
4.563.146,73 4.034.465,55
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.380.939,44 8.473.487,38
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.189.656,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.396.168,02 5.303.069,48
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.255,81 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 9.768.129,69 10.438.105,28
davon aus Steuern: (3.333.321,83) (2.420.420,57)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (254.179,50) (288.125,36)
34.595.492,96 26.404.318,54
E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.748,50 3.748,50
SUMMEPASSIVA 50.231.059,63 38.904.684,17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 81.686.696,57 48.835.787,76
2. Erhöhung des Bestands an in Arbeit befindlicher Aufträge 1.070.076,46 15.746.502,20
3. andere aktivierte Eigenleistungen 111.496,72 252.865,00
4. sonstige betriebliche Erträge 811.670,48 547.311,45
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.852.595,67 27.416.326,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.941.769,01 10.506.172,35
48.794.364,68 37.922.498,41
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.038.630,02 15.298.246,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.746.869,33 3.923.853,55
davon für Altersversorgung (20.217,97) (28.281,77)
22.785.499,35 19.222.099,97
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.148.335,39 2.096.185,63
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.655.403,10 4.383.820,10
9. Erträge aus Beteiligung an assoziierten Unternehmen 254.042,38 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.239,15 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 468.578,51 223.652,58
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 939.251,42 592.241,25
13. Ergebnis nach Steuern 2.149.789,31 941.968,47
14. sonstige Steuern 115.328,66 98.254,02
15. Konzern-Jahresüberschuss 2.034.460,65 843.714,45
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.737.342,57 6.001.474,14
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen 299,00 516,00
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzern-Jahresüberschuss 207.202,15 107.330,02
19. Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten 233.079,08 0,00
20. Konzernbilanzgewinn 8.331.222,99 6.737.342,57
Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022 Zugang Abgang 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 740.633,90 4.122,84 0,00 744.756,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.899.471,35 24.791,00 208.861,72 1.715.400,63
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.640.105,25 28.913,84 208.861,72 2.460.157,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.053.622,42 1.558.536,57 38.371,90 13.573.787,09
2. technische Anlagen und Maschinen 1.172.488,72 273.648,11 361.625,70 1.084.511,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.359.346,19 2.230.410,46 1.306.213,90 14.283.542,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 23.607,78 0,00 23.607,78
Sachanlagen 26.585.457,33 4.086.202,92 1.706.211,50 28.965.448,75
III. Finanzanlagen
1. Beteiligung an assoziierten Unternehmen 0,00 264.042,38 0,00 264.042,38
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 35.000,00 0,00 35.000,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 500,00 0,00 500,00
Finanzanlagen 0,00 299.542,38 0,00 299.542,38
Insgesamt 29.225.562,58 4.414.659,14 1.915.073,22 31.725.148,50
Abschreibungen
01.01.2022 Zugang Abgang 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 683.439,53 29.257,50 0,00 712.697,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 316.530,35 277.257,64 0,00 593.787,99
Immaterielle Vermögensgegenstände 999.969,88 306.515,14 0,00 1.306.485,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.875.315,93 187.656,16 1.382,49 3.061.589,60
2. technische Anlagen und Maschinen 683.999,72 100.401,11 59.074,70 725.326,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.503.675,19 1.553.762,98 885.930,36 9.171.507,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 12.062.990,84 1.841.820,25 946.387,55 12.958.423,54
III. Finanzanlagen
1. Beteiligung an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 13.062.960,72 2.148.335,39 946.387,55 14.264.908,56
Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.059,71 57.194,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.121.612,64 1.582.941,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.153.672,35 1.640.135,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.512.197,49 9.178.306,49
2. technische Anlagen und Maschinen 359.185,00 488.489,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.112.034,94 4.855.671,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.607,78 0,00
Sachanlagen 16.007.025,21 14.522.466,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligung an assoziierten Unternehmen 264.042,38 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.000,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 500,00 0,00
Finanzanlagen 299.542,38 0,00
Insgesamt 17.460.239,94 16.162.601,86

Konzern-Kapitalflussrechnung 2022

2022 2021
T€ T€
Konzern-Jahresüberschuss 2.034 844
+/- Abschreibungen auf Anlagevermögen 2.148 2.096
-/+ nicht liquiditätswirksame Erträge/Aufwendungen (Beteiligungserträge) -254 0
+/- Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen -269 -10
+/- Zuführung/Auflösung der Rückstellungen 451 -330
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -6.947 -7.373
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (o. Gesellschafterdarlehen) 4.660 6.644
+/- Zinsaufwand/Zinsertrag 462 224
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.284 2.096
+ Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 1.178 105
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -4.115 -6.500
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -366 0
+ erhaltene Zinsen 7 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.296 -6.396
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des MU 80 0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 1.080 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 4.900 4.919
- Tilgung von Finanzkrediten -2.764 -3.574
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 324 3.434
- Tilgung von Krediten -2.200 0
- bezahlte Zinsen -469 -224
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 951 4.555
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands:
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.284 2.096
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.296 -6.396
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 951 4.555
Summe -61 255
+ Finanzmittelfonds am 01.01. 283 28
+ Konsolidierungskreis bedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 9 0
Finanzmittelfonds am 31.12. 231 283

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2022 der Schübro AG, Sigmarszell

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Bilanzgewinn Summe
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
gesetzliche Rücklage
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 50.000,00 76.000,00* 2.167,00 6.737.342,57 6.865.509,57
Entnahme aus Kapitalrücklagen 0,00 -76.000,00 -76.000,00
Konzernjahresüberschuss 2.034.460,65 2.034.460,65
./. Einstellungen in Gewinnrücklagen 299,00 -299,00 0,00
./. Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -233.079,08 -233.079,08
./. Anteil von Minderheiten -207.202,15 -207.202,15
Konzernbilanzgewinn 1.593.880,42
Stand am 31.12.2022 50.000,00 0,00 2.466,00 8.331.222,99 8.383.688,99

Anmerkung:

* Im Vorjahr nicht konsolidierte Kapitalrücklage einer Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2022 in die Kapitalkonsoldiderung aufgenommen.

Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
EUR EUR
Stand am 01.01.2022 1.596.642,01 1.596.642,01
Korrektur der Erstkonsolidierung -208.861,71* -208.861,71
Änderung des Konsolidierungskreises 1.057.500,00** 1.057.500,00
Konzernjahresüberschuss 207.202,15 207.202,15
Stand am 31.12.2022 2.445.280,30 207.202,15 2.652.482,45

* Korrektur der Neubewertung im Rahmen der Erstkonsolidierung soweit auf nicht konsolidierte Anteilseigner entfallend.

** Erwerb von 25% der Anteile an der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG mit Stimmrechtsmehrheit, Ausweis des auf Minderheiten entfallenden Eigenkapitals.
Abgang von Minderheitenanteilen an der Franz Lohr Spezialtiefbau GmbH im Rahmen des Erwerbs durch die Muttergesellschaft.

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Zu dem Konzernabschluss der Schübro AG, Sigmarszell, hat unser Konzernabschlussprüfer den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Schübro AG, Sigmarszell

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schübro AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schübro AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der International Standards on Auditing ("ISA"), sowie der verbleibenden vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, 17. Juli 2024

WMS Müssig · Sauter PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Markus Sauter, Wirtschaftsprüfer

Wolfram Müssig, Wirtschaftsprüfer"

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 27.11.2024.

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