Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 189539
Eingetragen
11.6.1971
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Betrieb einer Werbeagentur, die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Verwaltung von Unternehmungen, die gleichen oder ähnlichen Zwecken dienen, einschl. der Übernahme der Geschäftsführung und die Vertretung solcher Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Melanie Pieper
seit 1.4.2026
Prokura
Geschäftsführer
Jörn Strehlau
seit 21.11.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
The Interpublic Group of Companies, Inc.USA
99.23%
The Interpublic Group of Companies, Inc.USA
0.77%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mediabrands GmbH
Germany
25.700 €
99.23%
McCann Worldgroup Deutschland GmbH
Germany
200 €
0.77%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kinesso GmbH

Hamburg (vormals: Frankfurt am Main)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Kinesso GmbH ist eine Mediaagentur, die im Rahmen der weltweit operierenden, börsennotierten (NYSE) „The Interpublic Group of Companies Inc.“ (IPG) insbesondere auf dem Gebiet der Werbemittlung, der Mediaplanung, des Mediaeinkaufs und der Mediaabwicklung tätig ist. Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

Die Agentur beschäftigt die Programmatic-Spezialisten innerhalb der IPG. Sie kombiniert eigene Lösungen und Partner-Technologien, um umfassende und hochleistungsfähige programmatische Lösungen für Markenbildung und Performance-Kampagnen anzubieten. Dazu nutzt das Unternehmen seine proprietäre technologische Plattform für programmatische Kampagnen. Ziel der Plattform ist es, zentralisiert in einem User Interface (UI) Kampagnen aufzusetzen, zu managen und optimieren und diese Kampagnen dann über mehrere Kanäle und Inventare hinweg erfolgreich auszuliefern. Die Werbeflächen auf den Websites der Publisher werden dabei auktionsbasiert in Echtzeit erworben. Dies erlaubt es, die Ergebnisse bereits während der Laufzeit zu analysieren und zu optimieren, um so beste Ergebnisse für die Kunden zu liefern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 war die konjunkturelle Entwicklung nicht mehr ganz so abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2023 preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken (2022: Anstieg um 1,8 %) obwohl die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr mit 45,9 Mio. etwas gestiegen ist (2022: 45,6 Mio.) (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Laut ZAW stieg 2023 das Marktvolumen der Werbewirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 48,79 Mrd. Euro. Die medienbasierten Investitionen in Werbung stiegen um 2,2 Prozent auf 36,98 Mrd. Euro (2022: 36,18 Mrd. Euro). Die Branche, deren Anteil am BIP sich auf 1,2 Prozent beläuft, lässt die Jahre mit multiplen Krisen hinter sich und verzeichnet das zweite Jahr hintereinander ein leichtes Gesamtplus. Nach dem Rückgang der Netto-Werbeeinnahmen der Medien im Vorjahr konnten nunmehr deren Nettoerlöse um 0,7 Prozent zulegen. Dagegen sanken die Einnahmen durch weitere Formen kommerzieller Kommunikation um 0,8 Prozent. Weitere Steigerungen im Jahr 2024 sind möglich, bedürfen aber einer deutlich verbesserten wirtschaftlichen Lage der Kunden damit mehr Werbeausgaben getätigt werden. Bleiben sie aus, wird die Erholung auf breiterer Front kaum eintreten. Für die Werbewirtschaft drohen weiterhin Verbote und bürokratische Überregulierung - in Deutschland wie auch auf EU-Ebene.

(Quelle: Pressemitteilung Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAE e.V. 29.05.2024)

Nach den Veröffentlichungen der Nielsen-Gruppe schließt der deutsche Werbemarkt 2023 mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Der Gesamtbruttowerbemarkt für das Kalenderjahr 2023 beläuft sich auf 33,8 Mrd. Euro (2022: 36,7 Mrd. Euro).

Quelle: Nielsen (Stand Januar 2024)

2. Ertragslage

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung im Geschäftsjahr als befriedigend. Finanzielle Leistungsindikatoren der Ertragslage sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern. Die Gesellschaft verwendet zur Unternehmenssteuerung ausschließlich finanzielle Leistungsindikatoren. Die Umsätze der Gesellschaft sind in 2023 im Vergleich zum Vorjahr minimal rückläufig. Die Umsatzerlöse sind um 1,45% gesunken und belaufen sich in 2023 auf T€ 60.131 (Vorjahr: T€ 61.018).

Der Materialaufwand verminderte sich ebenfalls leicht um 0,02% auf T€ 50.827 und betrug 85 % vom Umsatz.

Die Personalaufwendungen inklusive Sozialabgaben haben sich im Geschäftsjahr 2023 auf Grund von Neueinstellungen erhöht. Der Personalaufwand betrug in 2023 T€ 2.701 (Vorjahr T€ 2.292) und erhöhte sich somit um T€ 409 im Vergleich zu 2022. Die Personalintensität stieg leicht an gegenüber dem Vorjahr (3,75%) und lag in 2023 bei 4,47%

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg im Vergleich zum Vorjahr von T€ 3.319 auf T€ 3.427. Grund hierfür sind gestiegene Weiterberechnungen verbundener Unternehmen für Serviceleistungen.

Das Ergebnis nach Steuern sank um T€ 1.473 auf T€ 3.445 in 2023 (Vorjahr: T€ 4.918) und liegt damit unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Im Wesentlichen ist dies eine Folge höherer Service Umlagen von anderen Konzernfirmen, gestiegenen Personalkosten, sowie einer höheren Materialquote. Die Kombination aus geringeren Umsätzen mit höherer Materialquote macht in der Multiplikation einen signifikanten Effekt aus. Die Umsatzrendite sank auf 5,73% (Vorjahr 8,06%).

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr zum 31. Dezember 2023 um T€ 1.287 erhöht.

Auf der Aktivseite haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.187 verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind dagegen in 2023 um T€ 2.157 auf T€ 26.873 gestiegen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus der Normalisierung der Geschäftsaktivitäten, nachdem es im Vorjahr Coronabedingt einigen Nachholbedarf gegeben hat. Die Steigerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Cash Pooling.

Auf der Passivseite der Bilanz verringern sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 8.277) Diese sind kundenbezogen und sinken mit den Aufträgen entsprechend. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen (T€ 11.274) im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Gewinnabführung.

Die Eigenkapitalquote betrug 25,34% im Vergleich zu 26,55% im Vorjahr.

Finanzieller Leistungsindikator zur Vermögenslage ist der Cashflow.

Trotz der gesamtwirtschaftlich angespannten Lage wurde auch in 2023 ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.446 erwirtschaftet, nachdem der Cashflow 2022 ebenfalls positiv war (T€ 4.919).

Die Gesellschaft ist an einen konzerninternen Cash-Pool angeschlossen. Somit können bei Bedarf flüssige Mittel bei der IPG Services Hamburg GmbH, Hamburg, abgerufen werden. Der Bedarf an flüssigen Mitteln war im Geschäftsjahr jederzeit gedeckt. Die Geschäftsentwicklung entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung.

4. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Mit der Interpublic Group Deutschland GmbH (Geschäftsanteile der Organgesellschaft 99,23%), Frankfurt am Main, sowie mit der McCann World Group Deutschland GmbH (Geschäftsanteile der Organgesellschaft 0,77%), Frankfurt am Main, besteht ab dem 01.01.2019 sowohl ein Beherrschungs- als auch ein Gewinn- und Verlustübernahmevertrag. Der Beherrschungsvertrag wurde für die Dauer bis zum 31. Dezember 2024, mindestens aber für fünf Zeitjahre nach dem Beginn des Wirtschaftsjahres abgeschlossen.

5. Personalbereich

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft 27 Mitarbeiter. Sowohl die Gesellschaft als auch die Branche sind tarifungebunden.

III. Risiko- und Chancenbericht

Als Dienstleistungsunternehmen operiert die Gesellschaft ohne langfristig gebundenes Vermögen bzw. Schulden. Zusätzlich profitiert sie als Teil der IPG-Gruppe von deren finanzieller und administrativer Kompetenz. Deshalb gibt es nur branchentypische Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung, die im Rahmen der vorhandenen Planungs- und Controlling Systeme berücksichtigt werden. Dazu gehören Abhängigkeit von den Schaltvolumina der Kunden- sowie Haftungsrisiko für die Mediaschaltungen.

Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, wie bspw. dem Krieg in der Ukraine, steht die Kinesso GmbH vor folgenden Herausforderungen, die nach ihrer Gewichtung in absteigender Reihenfolge aufgelistet sind:

Wettbewerbsdruck: Der Markt ist geprägt von einem intensiven Wettbewerb. Die Anzahl der Werbeagenturen und -plattformen wächst stetig, was den Wettbewerb verschärft.

Datenschutz: Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen stellt eine große Herausforderung dar. Verbraucher sind zunehmend besorgt über den Datenschutz. Kinesso muss sicherstellen, dass seine Datenpraktiken transparent und ethisch sind.

Fachkräftemangel: Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern ist schwierig. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich Performance-Marketing ist ein wachsendes Problem ist. Kinesso muss innovative Wege finden, um Talente anzuziehen und zu binden.

Die Kinesso hat dagegen eine Vielzahl an Chancen, die genutzt werden können und nach ihrer Gewichtung in absteigender Reihenfolge aufgelistet sind:

Wachstum des digitalen Werbemarktes: Der digitale Werbemarkt wächst weiter. Nielsen-Daten zeigen, dass die Ausgaben für digitale Werbung weiter steigen. Zudem bieten Kooperationen mit Datenanbietern Möglichkeiten, dem Kunden maßgeschneiderte Werbelösungen anzubieten.

Expansion durch Neukundengeschäft: Über das lokale und globale Neukundengeschäft im IPG-Netzwerk ergibt sich weiterhin ein gutes Wachstumspotenzial. Kinesso wird allerdings auch zunehmend im eigenen Namen am Markt tätig werden, um digitale Lösungen direkt anzubieten.

Entwicklung neuer Technologien: Die Entwicklung neuer Technologien bietet Kinesso die Möglichkeit, innovative Lösungen anzubieten. KI und Machine Learning werden dabei eine immer wichtigere Rolle im Performance-Marketing spielen. Die Kinesso wird hiervon auch durch im Netzwerk entwickelte Lösungen profitieren.

Während es sich bei den meisten Herausforderungen und Chancen um bekannte und langfristig geltende Themengebiete handelt, sind der Fachkräftemangel und die Entwicklung neuer Technologien neueren Ursprungs. Dabei kann dem Fachkräftemangel begegnet werden, indem verstärkt die globalen Kompetenzzentren der IPG genutzt werden. Kinesso kann jedoch auch im lokalen Markt durch attraktive Angebote wie flexibles Arbeiten, Benefits und Arbeitsplätze an verschiedenen Standorten am Arbeitsmarkt erfolgreich sein. Hier wird also keine akute Herausforderung gesehen.

Was die Entwicklung neuer Technologien betrifft, so haben diese für die Kinesso als technologieorientiertes Unternehmen eine besondere Bedeutung. Dabei werden neue Lösungen sowohl lokal als auch im internationalen Kinessonetzwerk entwickelt.

IV. Prognosebericht

Bezugnehmend auf die Prognose des Vorjahres ist festzustellen, dass ein Umsatzniveau auf Vorjahreshöhe erreicht wurde, allerdings nicht das erwartete Wachstum im Bereich von bis zu 10%. Grund hierfür sind insbesondere Ausgabenrückgänge bei Bestandskunden, die nicht vom Neukundengeschäft überkompensiert werden konnten. Darüber hinaus konnte auch die Umsatzrendite aufgrund des Margendrucks nicht beibehalten werden. Für das Jahr 2024 wird laut ifo Institut das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr nur stagnieren (siehe Konjunkturprognose Herbst 2024). In entsprechendem Rahmen wird auch eine Entwicklung der Medienbudgets erwartet. Aufgrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Geschäftserwartung und dem anhaltenden Wettbewerbsdruck wird eine stabile bis leicht rückläufige Umsatzentwicklung (<- 10%) für 2024 erwartet.

Das derzeitige Inflationsniveau lässt zudem eine weitere Erhöhung der Kosten im Personalbereich und bei den Serviceumlagen erwarten. Diese Entwicklung wird in Teilen durch Technologieinitiativen kompensiert. Zudem ist ein weiterhin ein hoher Druck auf die bei unseren Kunden durchsetzbaren Provisionen und Margen festzustellen. Es wird daher weiterhin eine leicht steigende Materialquote erwartet.

Zusammenfassend für das Jahr 2024 geht die Gesellschaft davon aus, dass die Umsätze leicht rückläufig sein werden. Das Ergebnis nach Steuern wird durch die beschriebenen Kostenentwicklungen sogar überproportional sinken.

Das absolute Ergebnis wird weiterhin der Treiber des Cashflows sein und diesen positiv beeinflussen. Signifikante Working Capital Veränderungen oder signifikante Veränderungen der Investitionstätigkeit werden nicht erwartet. Die Cashflow Entwicklung wird entsprechend der Ergebnisentwicklung folgen.

Für das Jahr 2025 wird keine signifikante Verbesserung oder Verschlechterung der Umsatz- und Ertragssituation erwartet. Wettbewerbs- und Kostendruck können entsprechend durch Einsparungs- und Produktivitätsmaßnahmen kompensiert werden. Technologiegetriebene Chancen werden sich finanziell erst in den Jahren darauf nennenswert bemerkbar machen.

 

Frankfurt am Main, 12.02.2025

Petra Gnauert

Jörg Heydenreich

Maximilian Bublitz

Jörn Strehlau

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023
31.12.2022
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.606,35 1.255.235,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.873.379,30 24.716.084,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.064.843,75 757.394,35
28.006.829,40 26.728.714,32
28.006.829,40 26.728.714,32

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.900,00 25.900,00
II. Kapitalrücklage 6.988.833,28 6.988.833,28
III. Gewinnvortrag 82.589,61 82.589,61
7.097.322,89 7.097.322,89
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.723,54 3.723,54
2. Sonstige Rückstellungen 245.622,46 296.155,56
249.346,00 299.879,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.277.189,07 9.475.082,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.273.672,28 7.997.120,75
(davon gegenüber Gesellschaftern € 8.364.247,53; Vorjahr € 4.918.343,63)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.109.299,16 1.859.308,80
(davon aus Steuern € 1.007.12,52; Vorjahr € 1.729.225,91)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 6.468,00) 20.660.160,51 19.331.512,33
28.006.829,40 26.728.714,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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31.12.2023
31.12.2022
1. Umsatzerlöse 60.130.854,61 61.018.100,56
2. Sonstige betriebliche Erträge 256.835,93 127.175,47
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 50.827.481,87 50.839.803,15
4. Personalaufwand
a) Gehälter 2.282.458,16 1.926.262,56
b) Soziale Abgaben 418.289,16 365.436,48
53.528.229,19 53.131.502,19
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.427.350,28 3.319.119,80
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.430,83 2.255,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.783,96 2.490,83
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 218.943,41
9. Ergebnis nach Steuern 3.445.325,86 4.918.343,63
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.445.325,86 4.918.343,63
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar - 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Kinesso GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Kinesso GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (Register-Nr. HRB 52783).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel werden ebenfalls zum Nennwert bilanziert.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen/ - verbindlichkeiten (Restlaufzeit über einem Jahr) bestehen nicht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus inländischen Ertragsteuern. Diese umfassen etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der steuerlichen Vorschriften. Seit dem 05.11.2019 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Dieser wirkt ab dem 01.01.2019. Auf Grund dessen werden Steuerrückstellungen ab dem Wirtschaftsjahr 2019 nicht mehr auf Kinesso GmbH Ebene gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet. Die Abzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der einzelnen Rückstellungen (§ 253 II 4 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 26.873 (Vorjahr TEUR 24.716) resultieren aus dem Cashpooling, der Leistungsverrechnung und aus der internationalen Betreuung unserer Kunden in Zusammenarbeit mit verbundenen inländischen und ausländischen Gesellschaften.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine pauschalierte Einzelwertberichtigung in Höhe von 0,5% ausreichend Rechnung getragen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände resultieren vor allem aus erst im Folgejahr abgerechnete Media TEUR 788, div. Steuern Vorjahre TEUR 212 und debitorischen Kreditoren TEUR 62.

Eigenkapital/ Ergebnisabführungsvertrag/ Organschaft

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.900,00. Die Anteile werden von der Gesellschafterin Interpublic Group Deutschland mit EUR 25.700 sowie McCann Worldgroup Deutschland mit EUR 200 gehalten.

Mit der Interpublic Group Deutschland GmbH (Geschäftsanteile der Organgesellschaft 99,23%), Frankfurt am Main, sowie mit der McCann World Group Deutschland GmbH (Geschäftsanteile der Organgesellschaft 0,77%), Frankfurt am Main, besteht ab dem 01.01.2019 sowohl ein Beherrschungs- als auch ein Gewinn- und Verlustübernahmevertrag.

Mit der Interpublic Group Deutschland GmbH, als Organträgerin, besteht eine körperschaft- sowie gewerbesteuerliche Organschaft. Die Gesellschaft ist als Organgesellschaft hinsichtlich dieser Steuern nicht selbständig steuerpflichtig.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Gesellschaft in dem Abschluss der Organträgerin (Interpublic Group Deutschland GmbH) erfasst.

Rückstellungen

TEUR 296)TEUR 296)Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: beinhalten im Wesentlichen Beträge für Personal (Bonuszahlungen, ausstehende Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft und ähnliche).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus der Leistungsverrechnung und aus der internationalen Betreuung unserer Kunden in Zusammenarbeit mit verbundenen inländischen und ausländischen Gesellschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 11.274 (Vorjahr: TEUR 7.997).

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.109 handelt es sich überwiegend um Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 963) sowie Lohnsteuer (TEUR 45).

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse/ Materialaufwand

Die Umsätze und Materialaufwand betreffen Mediaumsätze und Mediaaufwendungen, im Wesentlichen in Deutschland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 127) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.427 (Vorjahr: TEUR 3.319) beinhalten vor allem Dienstleistungskosten von verbundenen Unternehmen, Mietaufwendungen, Reisekosten, Werbungskosten und Rechts- und Beratungskosten.

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 27 Mitarbeiter (Vorjahr: 25, ausschließlich Angestellte).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB und keine finanziellen Verpflichtungen, insbesondere keine gegenüber verbundenen Unternehmen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Der Honoraraufwand für den Abschlussprüfer aus Abschlussprüferleistungen betrug in 2023 insgesamt TEUR 25.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 3.445 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Interpublic Group Deutschland GmbH Frankfurt am Main, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschaftern ist erfasst und wird aufgrund der Konzernverrechnung unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Angaben zum Mutterunternehmen

Gesellschafterin der Kinesso GmbH ist die Interpublic Group Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Beide Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der The Interpublic Group of Companies, Inc. (Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird offengelegt und ist erhältlich bei:

The Interpublic Group of Companies, Inc. 1114 Avenue of the Americas

New York, New York 10036 USA http://www.interpublic.com/

Angaben zu den Geschäftsführern

Geschäftsführer im Berichtsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren:

 

Maximilian Bublitz MD (seit 14.07.2020)

 

Petra Gnauert CEO (seit 20.01.2021)

 

Jörg Heydenreich CFO (seit 23.12.2022)

 

Jörn Strehlau CDO (seit 28.02.2024)

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Absatz 4 HGB, da nur einer der Geschäftsführer direkt bei der Kinesso angestellt ist.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Frankfurt am Main, 12.02.2025

Petra Gnauert

Jörg Heydenreich

Maximilian Bublitz

Jörn Strehlau

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kinesso GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kinesso GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kinesso GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 12. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefanie Bubbers, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 27.3.2025 festgestellt.

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