Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 210882
Vorher
Becker Flugfunkwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
18.7.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Erzeugnissen, insbesondere für die Luftfahrt und die Vornahme damit zusammenhängender Nebengeschäfte. Die Gesellschaft soll gleichartige oder ähnliche Unternehmen im In- und Ausland erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rupert Stefan Kästel
seit 10.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Becker Avionics AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Becker Avionics AG
Switzerland
4.091.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Becker Avionics GmbH

Rheinmünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen

Becker Avionics GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit Produkte für die Luftfahrt in folgenden Produktbereichen:

• CNS Funk- und Navigationsgeräte für Luftfahrzeuge

• ICS Inter-Kommunikationsanlagen für Luftfahrzeuge

• ATC Bodenfunkstellen und ADS-B Sender für Flughäfen

• SAR Notfunkgeräte und Peilgeräte für den Such- und Rettungsdienst

Der Vertrieb ist organisiert durch ein breites Händlernetz, eine Tochtergesellschaft in den USA für den nordamerikanischen Markt sowie einen Mitarbeiter in China für den chinesischen Markt.

Daneben gibt es noch ein Schwesterunternehmen in Polen, das überwiegend Entwicklungsaufgaben für den CNS-Bereich wahrnimmt sowie ein Schwester-Unternehmen in Frankreich, das elektronische Baugruppen für Becker Avionics und andere Kunden aus der Luftfahrtindustrie sowie der Medizintechnik produziert.

Die Herstellung bzw. Endfertigung der Produkte erfolgt bei Becker Avionics GmbH in Deutschland und für einige Produkte bei Becker Avionics Inc. in den USA.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Beschreibung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beruht auf Angaben des Statistischen Bundesamts (siehe Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024):

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Aussagen zum Verteidigungsetat beziehen sich auf die Pressemitteilung des Bundesministeriums der Verteidigung vom 11.11.2022:

Mit erneut über 50 Mrd. Euro (rund 50,1 Mrd. Euro) im Verteidigungshaushalt (Einzelplan 14) und rund 8,4 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen können im Jahr 2023 weitere zentrale Weichen für notwendige Investitionen in die Bundeswehr gestellt werden.

Für rüstungsinvestive Maßnahmen - mithin für militärische Beschaffungen, wehrtechnische Forschung, Entwicklung und Erprobung - werden im Einzelplan 14 für das Jahr 2023 rund 9,6 Mrd. Euro zur Verfügung stehen.

Der beschlossene Wirtschaftsplan 2023 des Sondervermögens Bundeswehr sieht für das kommende Jahr Ausgaben in Höhe von rund 8,4 Mrd. Euro vor.

3. Branchenentwicklung

Im zivilen Bereich ist die Branche der Avionik-Hersteller generell von der konjunkturellen Situation der einzelnen Märkte abhängig. Die Entwicklung der militärischen Investitionen ist im Gegenteil bei Neubeschaffungen und Modernisierungsprogrammen abhängig von der Politik, die von weltweit unterschiedlichen Staaten bestimmt wird.

4. Geschäftsverlauf, Lage und Ergebnis der Becker Avionics GmbH

Umsatzentwicklung und Rohergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 15%. Der Rohertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 6%. Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen einem Großauftrag mit der deutschen Bundeswehr zuzuschreiben (Umsatzanteil von Mio. € 9,6). Davon wurden 10% vom Betrag für eine Preisprüfung zurückgestellt. Im Bereich ICS konnte der Auftrag vom Vorjahr in Höhe von Mio. € 1,5 für den chinesischen Markt nicht ersetzt werden. Absolut ist der Rohertrag um T€ 706 gestiegen. Der Rohertrag relativ zum Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr (67% gegenüber 73% im Vorjahr) bedingt unter anderem durch niedrigere in Rechnung gestellte Entwicklungsdienstleistungen (T€ 832 im Jahr 2023 gegenüber T€ 1.971 im Vorjahr).

Personalentwicklung

Die Erhöhung im Bereich der Personalkosten in Höhe von 4,7% erklärt sich zum einen durch eine ab Juni in Wirkung tretende tarifliche Gehaltserhöhung von 5,2% sowie durch die Ausbezahlung von Inflationsausgleichsprämien. Zum anderen konnten die meisten aufgrund rentenbedingter Weggänge unbesetzten Stellen des Vorjahres neu besetzt werden.

Ertragsentwicklung

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ +2.733 um T€ 1.052 auf T€ +1.681 verschlechtert. Die Erhöhung an sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 1.235 (+46%) erklärt sich durch einen im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Aufwand an fremden Entwicklungsdienstleistungen (+T€ 1.678), die im Gegensatz zum Vorjahr nicht aktiviert wurden. Dagegen konnten die Personalbeschaffungskosten (-T€ 174), die Marketing und Vertriebskosten (-T€ 81) sowie die Beratungskosten (-T€ 124) reduziert werden.

Liquiditätsentwicklung

Die unbefristete Kontokorrentkreditlinie bei der Deutsche Bank von T€ 700 bleibt erhalten. Die unbefristete Kontokorrentkreditlinie i.H.v. T€ 500 bei der Volksbank wurde durch eine unbefristete Kontokorrentkreditlinie in gleicher Höhe aber mit besseren Konditionen bei der Sparkasse ersetzt.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist der Liquiditätsbedarf vollends abgedeckt. Aufgrund der vorliegenden Liquiditätsplanung wird dies aller Voraussicht nach auch bis zum Ende des Jahres 2024 der Fall sein.

Investitionen und Entwicklung der Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auf Ersatzinvestitionen im Bereich Anlagen und Testgeräte, IT (neue ERP-Einführung), Investitionen in Prüf- und Messmittel für neue Produkte, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auch in die Entwicklung neuer Produkte im Bereich ICS, CNS und SAR sind weitere Investitionen getätigt worden. Die Errichtung eines Neubaus im Wert von ca. Mio. € 8 für die Firmenzentrale, derer Finanzierung in Höhe von Mio. € 6,9 von der Sparkasse gesichert ist, sollte aller Voraussicht nach bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31.12.2023 lag mit T€ 21.562 um 28% (+T€ 4.700) über dem Wert zum 31.12.2022.

Im Bereich des Umlaufvermögens lagen die Vorräte mit T€ 7.330 (Vorjahr: T€ 5.591) um 31,1 % über dem Vorjahr. Insbesondere der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg im Jahresvergleich um T€ 1.462 (+42,3%) an, im Wesentlichen bedingt durch den Bundeswehrauftrag.

Die Forderungen gegenüber Kunden lagen mit T€ 4.477 um 6,1 % über dem Vorjahr. Die Zahlungsmittel lagen zum Stichtag mit T€ 2.069 um T€ 154 unter dem Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital stieg im Berichtszeitraum auf T€ 9.576 an. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 44,4% (Vorjahr: 49,2%).

Die Rückstellungen haben im Vergleich zum 31.12.2022 in Summe um T€ 1.612 auf T€ 5.509 zugenommen, größtenteils durch die Bildung einer Rückstellung für Preisprüfung i.H.v. T€ 1.158.

Die Verbindlichkeiten gingen auf T€ 6.477 hoch (Vorjahr: T€ 4.670) bedingt durch die Darlehensaufnahme für den Neubau (T€ 2.474) und die gleichzeitige Zurückzahlung von sonstigen Darlehen i.H.v. T€ 505.

Zusammenfassung Geschäftsverlauf:

Der Geschäftsverlauf ist im Geschäftsjahr 2023 insgesamt günstig verlaufen.

5. Forschung und Entwicklung

Zur Erweiterung des Produktportfolios und dessen Weiterentwicklung finden Entwicklungsarbeiten in den Bereichen SAR, CNS und ICS statt. Diese wurden im Grundsatz für die Jahre 2024-2025 durchgeplant, um der zukünftigen und längerfristigen Geschäftsentwicklung Rechnung zu tragen. Grundlagenforschung wird nicht betrieben.

6. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Die Gesellschaft untersucht und bewertet mit rollierender Planung ihre Geschäftsaktivitäten in Bezug auf Chancen und Risiken. Hieraus werden Ziele abgeleitet, deren Erfüllungsgrad unterjährig mit Soll- und Ist-Abweichungen durch das Berichtssystem überprüft und analysiert werden. Bei Abweichungen oder Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage können negative Entwicklungen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen gezielt eingeleitet werden.

Basis des Finanzmanagements ist eine rollierende mittelfristige Kostenplanung, um die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten.

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Ein Marktrisiko sehen wir in der Anzahl von Mitbewerbern speziell im unteren Preissegment, sowie im hohen Investitionsbedarf bei der Entwicklung neuer Produkte.

Liquiditätsrisiko/Finanzierungsrisiko

Risiken im Bereich Liquidität bestehen derzeit nicht.

Konjunkturelles/Wirtschaftliches Risiko

Risiken liegen auch in unerwarteten wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen (internationale Handelsbeziehungen) sowie im nach wie vor hohen Liquiditätsbedarf bei der Entwicklung/Weiterentwicklung von Produkten und dem Bauvorhaben. Zudem ist das Risiko internationaler Exportrestriktionen zu berücksichtigen. Besonders Märkte in Osteuropa, Asien und im Mittleren Osten könnten durch Wahlen oder Änderungen der politischen Ausrichtung einzelner Länder zu Einschränkungen führen.

Chancenbericht

Den unter Marktrisiken genannten Risikofaktoren stehen auch Chancen gegenüber, dass die genannten Einflüsse durch interne und externe Maßnahmen in eine positive Richtung gelenkt werden können. Durch die Einführung eines neuen ERP-Systems mit durchgängigen Prozessen wird eine höhere Effizienz und Transparenz erwartet.

Das Unternehmen investiert in umfangreichem Maße in Entwicklung, um so seine Rolle im weltweiten Markt nachhaltig zu sichern. Chancen daraus entstehen u.a. in einer guten Markt- und Markenakzeptanz der neuen Produkte im Bereich Audio bzw. in der Gewinnung neuer potenzieller Kundenkreise durch Neuentwicklungen.

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Ebenso sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen aus der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine nicht zu kalkulieren, obwohl mit Russland keine, mit der Ukraine nur geringfügige Geschäftsbeziehungen bestehen.

Durch die Langfristigkeit der Geschäftstätigkeiten, der sorgfältigen Planung und Lancierung von Produktentwicklungen, sollte jedoch der Einfluss dieser unerwarteten wirtschaftlichen Herausforderung zu meistern sein.

7. Prognosebericht

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 hatten wir mit einem Umsatz für 2023 in Höhe von ca. Mio. € 21,1 sowie mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Die Prognose wurde eingehalten, mit einem Umsatz von Mio. € 20,1 und einem Jahresgewinn von Mio. € 1,7. Der knapp niedrigere Umsatz im Jahr 2023 resultiert in der Verschiebung einer Bundeswehrlieferung in Januar 2024.

Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Im Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatzrückgang in der Größenordnung von ca. T€ 788 gerechnet, was zu einem Jahresumsatz von ca. Mio. € 19,3 führen dürfte. Hiervon sind zum Zeitpunkt der Berichtserstattung bereits ca. 93% durch Aufträge abgedeckt. Durch intensive geschäftssichernde Maßnahmen wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

 

Rheinmünster, im April 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.469.114,43 4.652.821,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.024.375,87 2.859.609,72
II. Sachanlagen 4.243.171,08 591.644,56
III. Finanzanlagen 1.201.567,48 1.201.567,48
B. Umlaufvermögen 14.014.499,19 12.138.267,79
I. Vorräte 7.330.528,17 5.591.361,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.476.653,42 4.219.494,36
III. Wertpapiere 138.203,22 104.497,09
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.069.114,38 2.222.914,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.976,14 70.320,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.561.589,76 16.861.409,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.576.026,17 8.294.394,50
I. gezeichnetes Kapital 4.091.000,00 4.091.000,00
II. Bilanzgewinn 5.485.026,17 4.203.394,50
B. Rückstellungen 5.508.527,29 3.896.550,00
C. Verbindlichkeiten 6.477.036,30 4.670.465,31
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.561.589,76 16.861.409,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.008.466,45 13.453.626,02
2. Personalaufwand 6.822.501,37 6.517.748,93
a) Löhne und Gehälter 5.812.308,48 5.593.151,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.010.192,89 924.597,04
davon für Altersversorgung 26.896,28 13.643,34
3. Abschreibungen 705.677,21 803.114,32
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 705.677,21 803.114,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.938.653,14 2.703.802,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.247,51 98,09
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 8.237,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 170.991,30 206.562,02
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 692.129,27 478.607,54
9. Ergebnis nach Steuern 1.682.761,67 2.735.651,30
10. sonstige Steuern 1.130,00 2.280,00
Jahresüberschuss 1.681.631,67 2.733.371,30

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.681.631,67 2.733.371,30
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.203.394,50 1.620.023,20
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 400.000,00 150.000,00
4. Bilanzgewinn 5.485.026,17 4.203.394,50

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Becker Avionics GmbH mit Sitz in Rheinmünster ist unter der Nummer HRB 210882 im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Der Jahresabschluss ist nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften unter Beachtung des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Bilanz ist nach § 266 HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Vorjahreszahlen der Davon-Vermerke werden in € angegeben.

Die auf den vorliegenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden linear unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 betragen, wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung und in den vier nachfolgenden Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten beinhalten.

Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit erfolgen ausreichende Wertabschläge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt; erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen vorgenommen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalbetrag.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgte nach einem modifizierten Teilwertverfahren. Bei der Abzinsung wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen 10 Geschäftsjahre.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB)

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus folgendem Anlagenspiegel:

Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB)

Die Anteile an verbundenen Unternehmen entfallen auf:

Jahresergebnis 2022
TUSD
Eigenkapital 31.12.2022
TUSD
Becker Avionics Inc., Miramar, Florida/USA 15 3.848
Der Anteil am Stammkapital beträgt 100 %.

Der Jahresabschluss der Becker Avionics Inc. zum 31. Dezember 2022 ist zum Zeitpunkt unserer Berichterstattung noch in der Erstellung.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen (§ 265 Abs. 3 HGB und § 42 Abs. 3 GmbHG)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 158.073,10 enthalten keine Forderungen gegen die Gesellschafterin Becker Avionics SA (Vorjahr: T€ 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in vollem Umfang solche aus Lieferungen und Leistungen.

Pensionsrückstellungen (§ 253 Abs. 6 und § 285 Nr. 24 HGB sowie Art. 67 Abs. 2 EGHGB)

Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem Rechnungszins des Sieben-Jahres-Durchschnitts und des Zehn-Jahres-Durchschnitts beträgt € 12.420,0 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Der Rechnungszinssatz für den Zehn-Jahres-Durchschnitt (gem. § 253 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB) beträgt 1,82 %. Die Bewertung wurde unter der Annahme einer Anpassung der laufenden Renten von 2,00 % p.a. vorgenommen. Es wurden die Richtlinien 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionen und Pensionsanwartschaften durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ab 2011 wurden erforderliche Zuführungen im Geschäftsjahr nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB zu einem weiteren Fünfzehntel angesammelt. Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen betragen € 29.406,00.

Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB)

Unter den sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen Vorsorge getroffen für Provisions- und Garantieverpflichtungen, für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen sowie für ausstehende Prüfungen.

Verbindlichkeitenspiegel (§ 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB)

31.12.2023 RESTLAUFZEITEN
bis zu einem Jahr
T€
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Summe gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 496 1.590 869 2.955
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 539 0 0 539
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247 0 0 247
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4 0 0 4
Sonstige Verbindlichkeiten 774 1.816 143 2.732
2.059 3.406 1.012 6.477
31.12.2022 RESTLAUFZEITEN
bis zu einem Jahr
T€
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Summe gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 175 481 0 656
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 270 0 0 270
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234 0 0 234
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 144 0 0 144
Sonstige Verbindlichkeiten 977 1.658 711 3.365
1.819 2.139 711 4.670

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch ein Grundpfandrecht in Höhe von T€ 6.950 an einer Gewerbeimmobilie in Baden-Baden, eine Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, durch Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie durch persönliche Bürgschaften nahestehender Personen in Höhe von T€ 500 besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, soweit sie Vorratslieferungen betreffen, mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (§ 265 Abs. 3 HGB und § 42 Abs. 3 GmbHG)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 3.500,00 sind in vollem Umfang solche aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin Becker Avionics SA bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.500,00 (Vorjahr: T€ 0).

Sonstige betriebliche Erträge (§ 277 Abs. 5 und § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB)

Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf € 52.010,69 (Vorjahr: T€ 124) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 178.206,83 (Vorjahr: T€ 315).

Im Geschäftsjahr gab es keine Erträge von außerordentlicher Größenordnung oder/und von nicht untergeordneter Bedeutung (Vorjahr: T€ 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen (§ 277 Abs. 5, § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB sowie Art. 75 Abs. 5 EGHGB)

Die periodenfremde Aufwendungen belaufen sich auf € 421.872,68 und betreffen Entwicklungsdienstleistungen aus dem Vorjahr (Vorjahr: T€ 52).

Im Geschäftsjahr gab es keine Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder/und von nicht untergeordneter Bedeutung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 204.077,55 (Vorjahr: T€ 231).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB in Höhe von € 29.414,00.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen (§ 277 Abs. 5 und § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 23.315,00 (Vorjahr: T€ 47).

Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die erfolgswirksamen Änderungen des Diskontierungszinssatzes auf 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen und auf 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) im Rahmen der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen im Finanzergebnis auszuweisen.

Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge (§ 253 Abs. 6 HGB)

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf € 12.420,00. Dieser resultiert aus dem Unterschiedsbetrag der Bewertung der Pensionsrückstellungen durch die gesetzliche Umstellung auf die Anwendung des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes anstatt des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Die Gesellschaft hat Mietverträge für Grundstücke und Gebäude abgeschlossen. Der ursprüngliche Mietvertrag hatte eine feste Laufzeit bis August 2013 und wurde bis September 2013 verlängert. Nach dessen Ablauf wurde ein neuer Mietvertrag geschlossen. Die Höhe des Mietzinses betrug im Geschäftsjahr € 180.000,00. Die künftige jährliche Belastung wird sich voraussichtlich auf ca. € 180.000,00 belaufen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Leasing- und Wartungsverträgen für Software und bewegliches Anlagevermögen werden im Folgejahr rund T€ 375 betragen, bis zum Laufzeitende kumuliert rund T€ 436.

Das Miet- bzw. Leasinggeschäft dient der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der langen Vertragsbindung und der engen Bindung an den jeweiligen Vertragspartner. Risiken bestehen in höheren Refinanzierungskosten, die jedoch kalkulierbar sind.

Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB)

Während des Geschäftsjahres hatte die Gesellschaft durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 55 54
Gewerbliche Arbeitnehmer 21 20
76 74

Angaben gemäß § 285 Nr. 9a und 9b HGB

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB)

Zur Geschäftsführung und Vertretung gegenüber Dritten ist als Geschäftsführer bestellt:

Herr Wolfgang Kühling, Rastatt (ab 12.03.2024)

Herr Stefan Gramolla, Dipl. Ingenieur/Dipl. Wirtschaftsingenieur, Landsberg am Lech

Konzernabschluss gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die Gesellschaft ist nicht Bestandteil eines Konzernabschlusses und stellt auch selbst keinen Konzernabschluss auf (Befreiung nach § 293 HGB).

Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vereinbarte Gesamthonorar (T€ 30) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Angabe gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die alleinige Gesellschafterin, die Becker Avionics SA, erhält gemäß Beschluss vom 13.11.2023 eine Gewinnausschüttung aus dem Jahresergebnis 2023 in Höhe von € 400.000,00.

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von € 5.485.026,17 (Gewinnvortrag aus 2022 in Höhe von € 4.203.394,50 zzgl. Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 1.681.631,67 abzgl. Ausschüttungen in 2023 in Höhe von € 400.000,00) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rheinmünster, den 20. März 2024

Becker Avionics GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Stefan Gramolla

gez. Wolfgang Kühling

Anlagespiegel

Becker Avionics GmbH

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.646.305,94 0,00 0,00 0,00 10.646.305,94
Geleistete Anzahlungen 1.927.206,72 108.791,83 0,00 421.872,68 1.614.125,87
12.573.512,66 108.791,83 0,00 421.872,68 12.260.431,81
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 15.580,01 544.221,10 0,00 0,00 559.801,11
Techn. Anlagen und Maschinen 2.738.180,47 207.972,49 0,00 0,00 2.946.152,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.059,98 49.329,72 0,00 4.206,00 492.183,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.351,56 3.033.527,42 0,00 0,00 3.050.878,98
3.218.172,02 3.835.050,73 0,00 4.206,00 7.049.016,75
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.201.567,48 0,00 0,00 0,00 1.201.567,48
1.201.567,48 0,00 0,00 0,00 1.201.567,48
16.993.252,16 3.943.842,56 0,00 426.078,68 16.993.252,16
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.713.902,94 522.153,00 0,00 10.236.055,94
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.713.902,94 522.153,00 0,00 10.236.055,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.036,01 1.558,00 0,00 12.594,01
Techn. Anlagen und Maschinen 2.291.418,47 125.781,49 0,00 2.417.199,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 324.072,98 56.184,72 4.206,00 376.051,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.626.527,46 183.524,21 4.206,00 2.805.845,67
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.340.430,40 705.677,21 4.206,00 13.041.901,61
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 410.250,00 932.403,00
Geleistete Anzahlungen 1.614.125,87 1.927.206,72
2.024.375,87 2.859.609,72
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 547.207,10 4.544,00
Techn. Anlagen und Maschinen 528.953,00 446.762,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.132,00 122.987,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.050.878,98 17.351,56
4.243.171,08 591.644,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.201.567,48 1.201.567,48
1.201.567,48 1.201.567,48
7.469.114,43 4.652.821,76

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Becker Avionics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Becker Avionics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker Avionics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 2. Mai 2024

PFLUGERPARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pirmin Schroff, Wirtschaftsprüfer

Emmanuelle Ullrich, Wirtschaftsprüferin

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