Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 7952
Eingetragen
29.9.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Nach Änderung: Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb chemischtechnischer Erzeugnisse, insbesondere Spezialbaustoffe aller Art für eigene Rechnung oder für Rechnung von anderen verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligung an verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften, Rechtshandlungen und Maßnahmen berechtigt, die den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Sie ist befugt, Zweigniederlassungen zu errichten, Tochtergesellschaften zu gründen und Unternehmensverträge sowie ähnliche Zweckverbindungen einzugehen.

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas Lenz
seit 30.1.2026
Prokura
Iris Schatz
seit 30.1.2026
Prokura
Dirk Tolksdorf
seit 6.1.2025
Geschäftsführer
Jean Jacques Vaßholz
seit 12.4.2024
Prokura
Lukas Hädicke
seit 12.4.2024
Geschäftsführer
Tobias Fromme
seit 9.6.2021
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Uwe Stockhausen
seit 18.2.2019
Geschäftsführer
Jörg Dr. Sieksmeier
seit 23.1.2015
Prokura
Hubert Dr. Motzet
seit 19.11.2014
Geschäftsführer
Uwe Schmiedler
seit 3.8.2010
Prokura
Peter Kawka
seit 2.6.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ARDEX Group GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARDEX GmbH

Witten

Jahresabschluss zum 31.12.2019

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die ARDEX GmbH mit Sitz in Witten ist seit 70 Jahren mit innovativen bauchemischen Produkten von höchster Verarbeitungssicherheit einer der Qualitätsführer und als Kompetenzmarke im Fachhandwerk und Fachgroßhandel anerkannt.

Neben der Hauptverwaltung und dem Produktionsstandort in Witten verfügen wir über vier Informationszentren sowie ein flächendeckendes Netz unserer Verkaufs- und Berater-Teams in Deutschland.

Seit dem Bestehen des Unternehmens stehen die Wünsche unserer Kunden gepaart mit höchsten Ansprüchen an die Qualität unserer Systemlösungen im Vordergrund unserer unternehmerischen Tätigkeit. Bei der Erfüllung der unternehmerischen Aufgaben orientieren wir uns an folgendem Leitbild:

1. Wir sind eine mittelständische Gesellschaft in Familienbesitz.

2. Wir sind ein internationales Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung sowie dem Vertrieb von Spezialbaustoffen.

3. Wir sichern durch Innovation und Qualität unserer Leistungen und durch ressourcensparende Leistungserstellung die Rendite des Unternehmens.

4. Wir pflegen in allen unseren Geschäftsbeziehungen ein faires Verhalten und betrachten unsere Lieferanten und Kunden als Partner unserer Wertschöpfung.

5. Wir unterstützen die Qualität und Innovation unserer Marktleistungen durch die technische Anpassung unserer Anlagen, die ein kosten- und umweltgerechtes Herstellen unserer Produkte gewährleisten.

6. Wir messen den Unternehmenserfolg in seinem erwirtschafteten Ergebnis, das die Zukunft der ARDEX als unabhängiges Unternehmen in Familienbesitz garantiert.

7. Wir erkennen die soziale Verantwortung jeder unternehmerischen Tätigkeit in unserem Staat an und bejahen das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens in seinem Umfeld.

8. Wir betrachten die Marktstellung von ARDEX als entscheidende Grundlage für die Lebensfähigkeit des Unternehmens und als eine Orientierung für unser unternehmerisches Handeln.

9. Wir sind uns des entscheidenden Beitrags aller Mitarbeiter (m/w/d) zum Unternehmenserfolg bewusst und orientieren daran unser Handeln nach innen.

10. Wir beschäftigen Führungskräfte und Mitarbeiter (m/w/d) in unserem Unternehmen, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Dienst des Unternehmens stellen. Die Beiträge der Einzelnen zu einem Ganzen zielorientiert zusammenzuführen ist Maxime unseres Führungshandelns.

Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt der Labor-Aktivitäten in 2019 lag in den Bereichen Industriegeschäft und Entwicklung von neuen Produkten, um die Innovationsführerschaft auszubauen und den Kunden Produkte zur Problemlösung zur Verfügung zu stellen. Insbesondere auch den Anforderungen unserer Tochtergesellschaften nach lokalen, marktspezifischen Produkten wurde Rechnung getragen. Um weiterhin bestehende Produkte zu stärken und die Marktposition zu verteidigen, wird auch zukünftig im Bereich Relaunch ein hoher Entwicklungsaufwand notwendig sein.

Umweltschutz

Die seit 2011 bestehende Zertifizierung im Umweltschutz gemäß ISO 14001 wurde in 2019 einem Überwachungsaudit unterzogen. Durch dieses externe Audit der akkreditierten Zertifizierungsgesellschaft DNV-GL Business Assurance Zertifizierung & Umweltgutachter GmbH wurde bestätigt, dass ARDEX GmbH Witten alle relevanten Prozesse und Regelungen zum Umweltschutz eingeführt hat und nachhaltig betreibt. Am Standort bilden die Themen Abfall- und Reststoff-Management, Abwasseraufbereitung und Lagerung von gefährlichen bzw. wassergefährdenden Stoffen die relevanten Umweltaspekte.

Eine der wesentlichen Normanforderungen stellt die geforderte Lebenswegbetrachtung von Produkten dar. Dieser Anforderung konnte in 2019 durch die Darstellung der Umwelteinflüsse der ARDEX-Produkte in Nachhaltigkeitsdatenblättern nahezu vollständig entsprochen werden. Durch die Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsdatenblätter durch den Verantwortungsbereich Marketing konnte eine starke Verbesserung der umweltbezogenen Angaben für die interessierten Kundenkreise.

Mit Baubeginn des neuen Fertigwarenlagers im Mai 2018 wurde modernsten Umweltanforderungen hinsichtlich Boden- und Gewässerschutz bei der Lagerung von Gefahrstoffen bzw. chemischen Baustoffen Rechnung getragen. Die baubegleitende Planung der technischen Ausführungsdetails und der späteren Betriebsabläufe ohne eine erhöhte Gefährdung der Umwelt zu riskieren, hatte in 2019 einen besonderen Stellenwert in den beteiligten Fachabteilungen.

Mit dem neuen modernen Logistikzentrum wird auch dem Umwelt- und Nachbarschaftsschutz in besonderer Weise nachgekommen. Durch die Optimierung der An- und Abfahrtswege wird der Durchfahrtsverkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße zukünftig wesentlich reduziert und letztendlich auch weniger Emissionen und Lärm emittiert.

Die in 2016 erstmals eingeführte Zertifizierung gemäß ISO 50001 im Energiemanagement der deutschen ARDEX-Gesellschaften (ARDEX GmbH, Gutjahr Systemtechnik GmbH, Wakol GmbH und Lugato GmbH & Co. KG) wurde in 2019 durch den externen Zertifizierer ebenfalls einem Überwachungsaudit unterzogen. Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Datentransparenz lag der Schwerpunkt weiterhin auf der Detailplanung der Energieerzeugung und Energieversorgung im Rahmen des Großprojektes "ARDEX-Campus" am Standort Witten. Hier konnte 2018 mit dem Baubeginn des neuen Zentralen Technik-Gebäudes der Grundstein für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien als auch für den Einsatz moderner Kraft-Wärme-Kopplung gelegt werden. Aufgrund der baulichen Erweiterungen und Inbetriebnahme weiterer technischer Anlagen ist am Standort Witten ein Anstieg des Energieverbrauchs zu verzeichnen. Dies führte bereits in 2019 zu einer rückläufigen Entwicklung der energiebezogenen Leistung, welcher in 2020 durch ein verstärktes Energieverbrauchsmonitoring begegnet werden soll.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 269 Angestellte und 128 gewerbliche Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung, ohne Auszubildende) bei der ARDEX GmbH beschäftigt.

Mit Wirkung zum 01.11.2018, gültig bis 30.11.2019, wurden die Entgeltsätze des Tarifvertrages um 3,6% erhöht. Ein neuer Tarifvertrag wurde für den Zeitraum 1.12.2019 bis 31.03.2022 abgeschlossen. Für Dezember 2019 hatte dies aber keine Auswirkung auf die Entgeltsätze.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es im Bereich der Berufsausbildung im Mittel sieben kaufmännische und drei gewerbliche Auszubildende. Im Ausbildungsbereich haben 2019 zwei Auszubildende im Berichtszeitraum ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ein Ausbildungsverhältnisse konnte in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis überführt werden. Sechs Ausbildungsverhältnisse wurden im Berichtsjahr neu begonnen.

Im Kalenderjahr 2019 absolvierten insgesamt 12 Personen ein Hochschulpraktikum, außerdem wurden 7 Schüler-Praktika und 2 Ausbildungskooperations-Praktika durchgeführt. Des Weiteren beteiligte sich die ARDEX GmbH auch am Girls and Boys Day 2019, diesen absolvierten 8 Schüler/ -innen.

B. Wirtschaftsbericht

(1) Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2019 preisbereinigt um 0,6 Prozent, während es im Vorjahr noch zu einem Anstieg von 1,5 Prozent kam.

Die preisbereinigten Bauinvestitionen stiegen in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8%.

Der Boom im Wohnungsneubau wird 2019 voraussichtlich ein nominales Wachstum von 7,4% gegenüber dem Vorjahr nach sich ziehen. Für 2020 wird von einem geschätzten Wachstum von 5,8% ausgegangen (inkl. einer Baupreissteigerung von ca. 3,5%), während der Bestandsbau mit 7,2% Wachstum prognostiziert wird (DIW).

Die Zahl der genehmigten Wohnungen bewegt sich in den ersten 11 Monaten 2019 leicht über Vorjahr (Destatis). Der Baustau bleibt. Die Zahl neuer Genehmigungen ist weit höher als die Zahl der Fertigstellungen.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser liegt leicht über Vorjahr.

Der für den ARDEX entscheidende Wohnungsbau zeigte folgende Entwicklung:

Jahr Baugenehmigungen Wohnungsbau Einheiten
Deutschland
1994 720.000
2000 348.500
2001 290.978
2002 274.100
2003 296.823
2004 268.123
2005 240.488
2006 247.541
2007 182.300
2008 174.595
2009 178.000
2010 187.700
2011 228.311
2012 239.500
2013 270.400
2014 284.851
2015 308.687
2016 375.385
2017 348.128
2018 347.292
2019 * 350.000
* Quelle: Statistisches Bundesamt (Ist-Daten per November 19 hochgerechnet)

Der Geschäftsverlauf für die ARDEX GmbH ist in 2019 als positiv einzuschätzen. Er war geprägt durch eine gleichmäßige, stabile Ertragslage. Größere Schwankungen in den Quartalen waren nicht erkennbar.

Umsatz und EBIT (definiert als: Ergebnis nach Steuern plus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag plus Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge) als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren liegen über Vorjahresniveau und konnten die Prognose der verhalten positiven Entwicklung erreichen und sogar übertreffen. Die Umsatzerlöse stiegen um 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT stieg deutlich um 13,3% aufgrund geringerer Kostenbelastungen.

(2) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch Finanzanlagen in Höhe von 62,0 Mio. EUR (66,3% der Bilanzsumme; Vorjahr 65,7%). Die Vorräte zum Bilanzstichtag erreichen mit 11,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR) 12,2% (Vorjahr 10,6%) des Vermögens, wovon mit 5,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR) ein Großteil auf Rohstoffe und Verpackungen entfällt. Forderungen aus Warenlieferungen (inkl. gegen ARDEX-Gesellschaften) bestehen in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR).

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr unverändert gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätslage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Die Liquiden Mittel betragen 605 Tsd. EUR (Vorjahr 2,8 Mio. EUR). Die Finanzierung der Gesellschaft ist über das Cash-Pooling der ARDEX-Gruppe gesichert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 15,1 Mio. EUR. Die Gesellschaft finanziert ihr laufendes Geschäft aus dem operativen Cash-Flow.

Unsere Kapitalstruktur ist unverändert gut. Die Eigenkapitalquote beträgt 48,4% (Vorjahr 44,9%). Wesentlichen Anteil an der positiven Kapitalstruktur hat unsere Geschäftspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen. Langfristiges Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage bei der ARDEX GmbH ist in 2019 weiterhin als positiv zu bewerten. Die Umsatzerlöse werden wie in den Vorjahren zu ca. 79% im Inland erzielt. Zwar legten die Umsatzerlöse in 2019 um nahezu 6 Mio. EUR zu. Doch gingen die sonstigen betrieblichen Erträge leicht um 1,7 Mio. EUR gegenüber Vorjahr zurück. Aufgrund gestiegener Material- und Personalaufwendungen und einer erhöhten ertragssteuerlichen Belastung ging das Jahresergebnis auf 2,9 Mio. EUR zurück (Vorjahr 4,9 Mio. EUR). Das EBIT beträgt 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR).

Preiserhöhungen konnten am Markt durchgesetzt werden, allerdings nicht die gestiegenen Rohstoffkosten und Effekte aus Tariferhöhungen kompensieren. Die Erhöhung des Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Die gegenüber dem Vorjahr nunmehr verminderten sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus dem Umstand, dass im Vorjahr insbesondere vermehrt Rückstellungen aufgelöst werden mussten.

C. Risikobericht

Die im Rahmen des klassischen Risikomanagements getroffenen Vorkehrungen wurden, im Hinblick auf das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, durch Standardisierung der Kontroll-, Planungs- und Berichtsinstrumente weiter ausgebaut. Neben den Risiken werden auch die Chancen systematisch erfasst und bewertet.

Zur besseren Berücksichtigung von Compliance Risiken wurde die Funktion eines Compliance-Managers geschaffen. Dadurch möchte die Geschäftsführung die wachsenden Compliance Anforderungen berücksichtigen und gleichzeitig die Belegschaft und Geschäftspartner hinsichtlich gesetzlicher Vorgaben und interner Richtlinien sensibilisieren. Seit 2018 ist zudem eine Compliance Hotline in Betrieb.

Durch eine risikoorientierte Prüfungsprogrammplanung setzt darüber hinaus die Interne Revision auf die Ergebnisse des Risikoanalyseprozesses auf und priorisiert bestehende Risiken nach Risikopotenzial für die Prüfungsplanung. Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Unwägbarkeiten könnten sich aus der aktuellen Corona-Krise ergeben (s. hierzu Punkt D.).

Effiziente Reporting- und Budgetprozesse stellen jederzeit erforderliche Informationen für die operative und strategische Unternehmenssteuerung zur Verfügung. Neben der laufenden Monatsberichterstattung betreibt die ARDEX GmbH eine systematische Unternehmensplanung. Im Rahmen dieser Planung erfolgt zudem eine vorausschauende Liquiditätsplanung unter Einbezug aller zahlungsrelevanten Faktoren zur Sicherung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft der ARDEX GmbH. Auftretende ad-hoc-Risiken sind unverzüglich an die Geschäftsführung zu berichten.

Die sich aus der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken ergebende Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der aktuellen Corona-Krise leicht verändert, ist unserer Auffassung nach aber dennoch als niedrig zu bezeichnen. Die Einzelrisiken können sich gegenseitig beeinflussen und damit die gesamte Risikolage der Gesellschaft verändern. Chancen wurden bei der Risikobeurteilung nicht berücksichtigt. Das Gesamtrisiko wird nach internen Schätzungen im niedrigeren zweistelligen Millionenbetrag gesehen.

(1) Umfeldrisiken

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist in 2019 preisbereinigt um 0,6% gewachsen. Die Bauinvestitionen erzielten ein Plus von voraussichtlich 3,8%. Dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge wird das BIP in 2020 um -0,1% gegenüber dem Vorjahr sinken. Das IWF prognostizierte für 2020 noch ein Weltwirtschaftswachstum von 3,3%. Jedoch waren hier noch nicht die Einflüsse durch die aktuelle Corona-Pandemie berücksichtigt. Nunmehr wird mit einer Rezession der Weltwirtschaft, auch im EURO-Raum, gerechnet. Wie stark diese ausfällt, ist noch ungewiss. Maßgeblichen Einfluss hierauf werden die politischen Maßnahmen sowie die weitere Entwicklung der Corona-Krise haben.

(2) Branchenrisiken

In Deutschland hat sich der für ARDEX wichtige Wohnungsbau auch im Jahr 2019 positiv entwickelt. Nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes lag das Wachstum bei 7%. Dabei hat sich der Neubau etwas dynamischer als der Sanierungsmarkt entwickelt. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die starke Neubautätigkeit in den Ballungsgebieten, welche die knappen Handwerkerkapazitäten bindet. Dieser Fachkräftemangel im Handwerk setzt sich weiter fort und dürfte sich durch die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Gewerken weiter dynamisieren.

Der Konsolidierungsprozess in der Baubranche hat im Jahr 2019 weiter an Geschwindigkeit gewonnen, sowohl auf Lieferanten- als auch auf Handelsseite. Zu erwähnen ist der Eintritt von Finanzinvestoren in die deutsche Handelslandschaft durch Übernahme größerer Handelsstrukturen. Der Wettbewerb bleibt in einigen Segmenten preisintensiv, häufig getrieben durch das Verhalten des Baustoffhandels. Der Handel wirkt dieser Entwicklung durch Forcierung von Eigenmarken entgegen. Internetanbieter nehmen an Bedeutung leicht zu, bleiben jedoch in der Nische.

ARDEX konnte im Jahr 2019 durch gezielte strategische Maßnahmen Marktanteile gewinnen. Dabei bleiben die hohe Qualität, Verlässlichkeit und Innovationskraft entscheidende Erfolgsfaktoren. Neben dem klassischen Fliesengeschäft konnte vor allem im Boden- und Estrichbereich das Geschäft ausgebaut werden. Der Projektanteil hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Fokus bleibt der Fachhandel, einige wenige Großkunden wurden aber auch direkt bedient. Die Premium-Strategie wird gefestigt durch eine engmaschige Betreuung des Außendienstes sowie der Anwendungstechnik. Zu dieser hohen Kundenbindung tragen auch digitale Hilfsmittel bei und gewinnen an Bedeutung. Auch im Marketingbereich nimmt die Bedeutung der digitalen Kommunikation, z.B. durch Social Media, rasant zu. ARDEX versteht sich auch hier als Innovationsführer. Durch die beschriebenen Maßnahmen wird gewährleistet, dass ARDEX nachhaltig, zeitnah und angemessen auf das sich verändernde Marktumfeld reagiert.

(3) Leistungswirtschaftliche Risiken

Beschaffung

In 2019 war die Versorgung der ARDEX GmbH mit Rohstoffen gesichert, die Nachfrage nach Basisrohstoffen konnte durch die verfügbaren Produktionskapazitäten der Lieferanten abgedeckt werden. Aufgrund getroffener Lieferantenvereinbarungen wurden die Preissteigerungen auf ein Mindestmaß reduziert.

Qualität

Eines der zentralen Ziele der ARDEX Forschungs- und Qualitätsaktivitäten ist es, das hohe Qualitätsniveau der Produkte dauerhaft zu sichern. Hierzu besteht seit 2018 ein Qualitätszirkel mit allen beteiligten Geschäftseinheiten, der jeder Qualitätsabweichung detailliert nachgeht und Kundenbeanstandungen aufklärt. Dieser Qualitätszirkel verbindet hierbei die Kundensicht mit Rohstoff- und Produktionsgesichtspunkten, um eine höchstmögliche Sicherheit und Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Im laufenden Produktionsprozess werden bis hin zum Fertigprodukt regelmäßig Qualitätsanalysen durchgeführt, damit sich unsere Kunden jederzeit auf eine gleichbleibend hohe Produktqualität verlassen können.

Es ist unsere Aufgabe, Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsziele zu definieren und die Voraussetzungen für das Erreichen dieser Ziele zu schaffen. Das Erreichen dieser Ziele und die Wirksamkeit des integrierten Managementsystems werden von uns regelmäßig beurteilt und notwendige Maßnahmen festgelegt.

In das bestehende Qualitäts- und Umwelt-Managementsystem ist seit 2016 das Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 integriert. Zudem wurde das integrierte Management-System in 2019 durch die DNV-GL Business Assurance Zertifizierung & Umweltgutachter GmbH in allen Normen einem Überwachungsaudit unterzogen. Damit erfüllen insbesondere die beteiligten deutschen ARDEX-Gesellschaften nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern beteiligen sich aktiv am Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz und an der Erreichung der nationalen sowie der in der EU vereinbarten Energie- und Klimaschutzziele.

Personalrisiken

Das Risiko, einen Verlust qualifizierter Mitarbeiter zu erleiden bzw. offene oder neu geschaffene Positionen nicht kompetent besetzen zu können, versuchen wir mit einer hohen Attraktivität der Arbeitgebermarke zu begegnen und damit zu verringern. Besondere Effekte werden hier dem Bereich der betrieblichen Weiterbildung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter zugeschrieben sowie mit dem rechtzeitigen Aufzeigen innerbetrieblicher Entwicklungsmöglichkeiten verbunden. Zudem bietet ARDEX ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen an, so dass wir zukünftige Leistungsträger oftmals schon früh für uns gewinnen können. Ausbildungsinitiativen finden Niederschlag in kaufmännischen und IT-spezifischen Ausbildungsberufen bis hin zu technisch-handwerklichen Berufen, die auch unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in unserem Labor einbeziehen. Ein gutes Hochschulmarketing ergänzt die Rekrutierungsmöglichkeiten von akademischem Nachwuchs. "Beste Qualität" wird zur gemeinsamen Maxime für Produkte und Mitarbeiter bei ARDEX. Darüber hinaus bieten wir jungen Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre in Studium und Ausbildung erworbenen Kenntnisse in einem internationalen Unternehmen, verbunden mit praxisbezogenen Einsätzen in In- und Auslandsgesellschaften, auszubauen und zu vertiefen. Die Besetzung von Stellen mit berufserfahrenen Kandidaten erweist sich weiterhin als nicht einfach.

IT Risiken

Bei ARDEX kommt der eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Firewall-Systemen. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen.

(4) Finanzwirtschaftliche Risiken

Forderungsausfallrisiken bestehen aufgrund der angewandten Zahlungsmodalitäten und bestehenden Kreditversicherungen nur eingeschränkt.

ARDEX finanziert sich aus dem operativen Cash-Flow. Zinsänderungen werden aufgrund einer festen Zinsbindung nicht als Risiko gesehen. Auch bei den Zahlungsströmen/Cashflows wird kein Risiko erwartet, da diese in der Vergangenheit sehr stabil waren.

(5) Sonstige Risiken

Im Rahmen einer globalen Versicherungspolice werden wesentliche Risiken, die aus dem Geschäftsbetrieb resultieren, abgesichert.

D. Chancenbericht

Vertrieb

Der Konsolidierungsprozess im Markt bietet neben den genannten Risiken auch Chancen für externes Wachstum. Im Rahmen einer kontinuierlichen Marktbeobachtung werden alle Veränderungen im Markt und die sich daraus ergebende veränderte Chancenstruktur erfasst und beurteilt. Hieraus versuchen wir, für uns neue Regionen und Vertriebspotenziale zu generieren. Durch Innovation, Service- und Produktqualität und eine intensive Marktbearbeitung sollen Marktanteile gewonnen werden. Eine wichtige Rolle spielen auch angrenzende Produktsortimente, die in gesättigten Märkten zu Wachstum führen. Große Handwerksbetriebe und Objekteure stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Key Account Managements. Hier konnten einige Erfolge erzielt werden. Intern hat die Einführung eines neuen CRM Systems dazu geführt, die Kundenaktivitäten besser zu dokumentieren und das Wissen über die Kunden gezielt für die Marktbearbeitung, z.B. durch auf die Bedürfnisse angepasste Marketingaktionen, zu nutzen.

Innovation

Ein erklärtes Unternehmensziel von ARDEX ist es, Produkte zu schaffen, die einen Mehrwert für den Verarbeiter bieten. Forschung und Entwicklung haben einen hohen Stellenwert für die ARDEX GmbH, sowohl in Deutschland als auch in der gesamten Gruppe. Kontinuierlich wird an der Entwicklung von für den Verarbeiter nützlichen Innovationen gearbeitet und das hohe Qualitätsniveau gesichert.

Innovationsleistungen sind für ARDEX keine Zufallsprodukte, sondern ein fortwährender Prozess mit dem Ziel, dem Verarbeiter bei seiner Tätigkeit einen entscheidenden Vorsprung zu verschaffen und ihm ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Neben der frühen Belastbarkeit stehen ARDEX-Produkte für hohe Ergiebigkeit, breites Einsatzspektrum, leichte Verarbeitbarkeit sowie für Umweltverträglichkeit. Dies trägt zur Sicherung der Kundentreue auch in der Zukunft bei. Innovationen und Qualität binden unsere Kunden und tragen zur Ausweitung unseres Geschäftes bei.

Qualität

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unserem eigenen Labor und durch Vorgaben an die Lieferanten durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

E. Prognosebericht

Für 2020 wurde vor der Corona Krise vom Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) und vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) ein Wachstum der baugewerblichen Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe von 5,5% erwartet. Im Wohnungsbau gehen beide Verbände von einem Umsatzplus von 7,0% aus. Ein anhaltend hoher Beschäftigungsstand, steigende verfügbare Einkommen und immer noch niedrige Hypothekenzinsen stützen die Nachfrage. Die ebenfalls niedrigen Zinsen bei Kapitalanlagen erhöhen weiterhin die Attraktivität der deutschen Wohnimmobilien für Investoren auf der Suche nach wertbeständigen Kapitalanlagen. Für 2020 rechnen die Bau-Spitzenverbände mit einer Umsatzsteigerung im öffentlichen Bau von 4,0%.

Die benannten Prognosen wurden im Hinblick auf die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen noch nicht aktualisiert.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Budgets 2020 der ARDEX GmbH wurde von einer allgemein stabilen Weltwirtschaft für das Jahr 2020 ausgegangen. Auf dieser Basis wurde mit einer insgesamt positiven Absatz- und Umsatzentwicklung gerechnet. In Summe wurde so ein Umsatzwachstum von ca. 5,8% unterstellt. Nach unseren Planungen sollte dieser Trend zu einer verhaltenen positiven Entwicklung von Umsatz und EBIT führen, mit der Konsequenz, dass zumindest das Vorjahresniveau (Umsatz 2019: EUR 132,3 Mio., EBIT 2019: EUR 8,3 Mio.) erreicht worden wäre.

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 offiziell als Pandemie ein. Daraus resultierende Ereignisse, national wie international, haben erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ARDEX GmbH in 2020.

Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus sowie die zur Verhinderung der Ausbreitung gesetzten Maßnahmen stellen weltweit die Regierungen und Unternehmen vor völlig neue und unerwartete Herausforderungen. So sind weltweit Reaktionen wie Ausgangssperren, die Schließung von Produktionsstätten oder die Geschäftseinstellung unserer Kunden zu beobachten. Grenzschließungen verhindern den internationalen Warenverkehr und haben einen negativen Einfluss auf makroökonomische Entwicklungen. Die wirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2020 und möglicherweise auch darüber hinaus ist signifikant beeinflusst und es bedarf Anstrengungen, an die Wachstumserwartungen vor der Krise anschließen zu können.

Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen für unser Unternehmen haben wir bereits Maßnahmen zur Sicherung des Ergebnisses und der Liquidität ergriffen, um einen etwaigen Umsatzrückgang zu kompensieren. Beispielsweise wurden bestehende Kreditlinien genutzt, die Beantragung staatlicher Subventionen geprüft, Einstellungen neuer Mitarbeiter gestoppt, Investitionen verschoben und ein dezidiertes Kostenmanagement eingeführt, welches auch fortentwickelt wird.

Im bisherigen wirtschaftlichen Umfeld ist die Absatz- und Umsatzentwicklungserwartung für das laufende Geschäftsjahr 2020 für die ARDEX GmbH leicht positiv, jedoch geht die Geschäftsführung der ARDEX GmbH im zweiten Quartal von einem Umsatzverlauf in Summe ca. 23% unterhalb der ursprünglichen Prognose aus, mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Mit Beginn des vierten Quartals werden nach unserer Einschätzung Absätze und Umsätze leicht unter dem ursprünglichen Budget erwartet. Der Einfluss auf das EBIT ist derzeit nicht verlässlich bestimmbar. Mithilfe der Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung sowie der aktuell gesunden Liquiditätssituation kann in diesem Szenario, aber auch in Szenarien mit drastischeren Umsatzeinbüßen, der Fortbestand der ARDEX GmbH gewährleistet werden.

 

Witten, den 29. April 2020

Die Geschäftsführung

Mark Eslamlooy

Dr. Ulrich Dahlhoff

Dr. Hubert Motzet

Uwe Stockhausen

Dr. Markus Stolper

Bilanz

AKTIVA

Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 956.740,32 355.665,73
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.265,88 2.156,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 62.015.494,98 61.932.994,98
62.975.501,18 62.290.817,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.327.828,00 5.613.003,00
2. Unfertige Erzeugnisse 449.118,00 401.359,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.662.698,00 3.953.796,00
11.439.644,00 9.968.158,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.670.780,69 8.299.414,86
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.771.277,00 1.517.160,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.950.415,68 9.200.663,39
(davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
18.392.473,37 19.017.238,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 604.812,30 2.775.347,99
30.436.929,67 31.760.744,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.902,98 71.943,76
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 38.361,00 71.603,00
93.497.694,83 94.195.109,15

PASSIVA

Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 10.348.380,10 10.348.380,10
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 26.900.000,00 22.100.000,00
IV. Bilanzgewinn 3.240.966,16 4.890.831,30
45.489.346,26 42.339.211,40
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.413.835,00 1.417.624,00
2. Steuerrückstellungen 1.309.171,06 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 19.986.800,58 21.174.136,51
22.709.806,64 22.591.760,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.086.370,00 17.710.090,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.623.720,00; Vorjahr € 2.623.720,00)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 12.462.650,00; Vorjahr € 15.086.370,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.059.472,46 3.894.613,94
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.059.472,46; Vorjahr € 3.894.613,94)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 69.103,00 5.479,48
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 69.103,00; Vorjahr € 5.479,48)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.079.716,47 7.632.562,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 8.079.716,47; Vorjahr € 7.632.562,00)
(davon aus Steuern € 928.030,91; Vorjahr € 1.176.064,69)
25.294.661,93 29.242.745,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.880,00 21.391,82
93.497.694,83 94.195.109,15
Der Jahresabschluss der ARDEX GmbH zum 31.12.2019 wurde in der
Gesellschafterversammlung vom 24.06.2020 durch die Gesellschafter festgestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 132.266.925,52 126.979.720,83
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vorjahr: Verminderung) 1.310.296,00 -12.719,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.121.593,31 5.834.451,75
(davon aus Währungsumrechnung: EUR 80.503,64; Vorjahr EUR 55.211,48)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -51.465.120,04 -46.649.993,79
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.858.624,46 -25.746.730,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -4.897.958,36 -4.477.375,75
(davon für Altersversorgung EUR -89.669,25; Vorjahr EUR -51.298,20)
-32.756.582,82 -30.224.106,06
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -16.698,47 -11.123,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -46.245.060,30 -49.885.013,62
(davon aus Währungsumrechnung: EUR -88.385,13; Vorjahr EUR -93.793,71)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.376.051,85 1.269.377,38
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 136.357,60 174.229,64
(davon aus Abzinsung: EUR 0,00; Vorjahr EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -432.512,94 -430.272,86
(davon aus Aufzinsung: EUR -139.091,00; Vorjahr EUR -141.429,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.021.187,50 -2.100.513,21
12. Ergebnis nach Steuern 3.274.062,21 4.944.037,88
13. Sonstige Steuern -123.927,35 -93.674,79
14. Jahresüberschuss 3.150.134,86 4.850.363,09
15. Gewinnvortrag 90.831,30 40.468,21
16. Bilanzgewinn 3.240.966,16 4.890.831,30

Anhang

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter der Nummer HRB 7952 geführt. Sitz der Gesellschaft ist Witten.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches entsprechend den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften unter ergänzender Beachtung des GmbHG sowie unter ergänzender Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages erstellt.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang sowie den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

1. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit den aktuellen Kursen in EURO umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Währungsumrechnung unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Jahre
Die Nutzungsdauern betragen:
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 - 5
- Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 33

Bei geringwertigen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800 EUR erfolgt eine sofortige aufwandswirksame Verrechnung.

Finanzanlagen

Anteile an Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern erforderlich, wird bei dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Wegfall des Abschreibungsgrundes erfolgt eine Zuschreibung. Wertberichtigungen oder Zuschreibungen werden im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wird zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten; Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen bleiben außer Ansatz.

Soweit Wertminderungen vorliegen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen bewertet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Latente Steuern

Aktive bzw. Passive Latente Steuern betreffen Steuerentlastungen bzw. Steuerbelastungen aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden grundsätzlich mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzenbewertet und nicht abgezinst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zu modifizierten Teilwerten sowie nach der PUC-Methode berechnet. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wurden Gehaltssteigerungen von 2 % und 4 % p.a. und Rentensteigerungen von 0 % und 2 % p.a. zugrunde gelegt. Die Fluktuation wurde mit 0 % berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2019 verwendete Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich auf 2,71 % und 2,79 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Zuführung zur Rückstellung erfolgt auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten.

Die Berechnung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumsleistungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) berechnet. Dabei wurden ein Rechnungszins von 1,97 % sowie jährliche Gehaltssteigerungen von 3,0 % und BBG-Steigerungen von 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde gemäß einer altersabhängigen Tabelle berücksichtigt. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme in der gesetzlichen Rentenversicherung angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2. ERLÄUTERUNG DER BILANZ

2.1. Finanzanlagen

Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 an der ARDEX Schweiz AG, Spreitenbach, Schweiz, zu 50 % beteiligt. Das Eigenkapital der ARDEX Schweiz AG zum 31. Dezember 2019 beträgt 648 TCHF, das Jahresergebnis für 2019 beträgt 103 TCHF. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 an der LUGATO GmbH & Co. KG, Barsbüttel, zu 50 % beteiligt. Das Eigenkapital der LUGATO GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2019 beträgt 12.099 TEUR, das Jahresergebnis für 2019 beträgt 1.704 TEUR. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 an der LUGATO Verwaltungsgesellschaft mbH, Barsbüttel, zu 50 % beteiligt. Das Eigenkapital der LUGATO Verwaltungsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2019 beträgt 239 TEUR, das Jahresergebnis für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr beträgt -5 TEUR. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 an der AAG Betrieb GmbH & Co. KG, Witten, zu 50 % beteiligt. Das Eigenkapital der AAG Betrieb GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2019 beträgt 1.236 TEUR, das Jahresergebnis für 2019 beträgt 40 TEUR. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 an der Wakol GmbH, Pirmasens, zu 37 % beteiligt. Das Eigenkapital der Wakol GmbH zum 31. Dezember 2019 beträgt 20.417 TEUR, das Jahresergebnis für 2019 beträgt 2.811 TEUR. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 zu 30% an der Knopp GmbH, Dettelbach, beteiligt. Die Knopp GmbH hat zum 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital in Höhe von 3.957 TEUR. Das Jahresergebnis für 2019 beträgt 403 TEUR. Die ARDEX GmbH ist zum 31. Dezember 2019 zu 30% an der MTC GmbH Chemie Produkte, Dettelbach, beteiligt. Die MTC GmbH Chemie Produkte hat zum 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital in Höhe von 3.531 TEUR. Das Jahresergebnis für 2019 beträgt 395 TEUR.

Währung ISO Code Durchschnittskurs 2019 (Währung
in EUR)
Stichtagskurs 31.12.2019 (Währung
in EUR)
Schweizer Franken CHF 0,89892 0,92132

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2.2. Vorräte

Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden pauschal anhand der Erfahrungswerte der Vergangenheit vorgenommen und betragen kumuliert 160 TEUR.

Zudem wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 383 TEUR vorgenommen.

2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: 0 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 1.397 TEUR (Vorjahr: 1.517 TEUR) sonstige Forderungen.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Gruppenunternehmen, Steuerguthaben, Boni, debitorische Kreditoren und Reisekostenvorschüsse.

2.4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn in Höhe von 3.030.492,57 EUR (Vorjahr: 4.890.831,30 EUR) ist ein Gewinnvortrag von 90.831,30 EUR (Vorjahr: 40.468,21 EUR) enthalten.

Von dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 4.890.831,30 EUR wurden gemäß Gesellschafterbeschluss 4.800.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Rest in Höhe von 90.831,30 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

2.5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag zum 7-Jahres-Durchschnittszins (165 TEUR; Vorjahr: 138 TEUR) unterliegt der Ausschüttungssperre. Der Zinssatz zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1,97% (7-Jahres-Durchschnitt).

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde der Aktivwert einer verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 653 TEUR (Zeitwert gemäß Gutachten) für eine Pensionszusage mit der entsprechenden Verpflichtung in Höhe von 615 TEUR saldiert und als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (38 TEUR) ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen dem Zeitwert.

Ebenfalls wurden die korrespondierenden Erträge aus dem Deckungsvermögen (13 TEUR) und Aufwendungen (Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung (123 TEUR)) verrechnet. Der sich ergebende Saldo ist im Zinsergebnis ausgewiesen.

Nach Übertragung eines Teils der Pensionsverpflichtung auf eine Unterstützungskasse besteht hinsichtlich der Witwenversorgung und einer Abweichung der Zusagen hinsichtlich der Höhe der Altersrente bei vorzeitiger Inanspruchnahme vor Erreichen der Altersgrenze die Möglichkeit einer Restverpflichtung der ARDEX GmbH. Da die mögliche Verpflichtung derzeit nicht quantifizierbar ist, wurde von der Bildung einer Rückstellung abgesehen.

2.6. Sonstige Rückstellungen

Zu den sonstigen Rückstellungen zählen insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen, Urlaub, Jubiläen, Tantieme, Prüfungskosten, Jahresabschlusserstellung, Altersteilzeit, Sonderzahlungen sowie Kundenboni.

2.7. Verbindlichkeiten

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 1.967.770,00 EUR (Vorjahr: 4.591.490,00 EUR) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2.8. Latente Steuern

Im Berichtsjahr besteht ein Aktivüberhang bei den latenten Steuern, welcher nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wurde. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen der Bilanzpositionen Finanzanlagevermögen und Rückstellungen sowie Forderungen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein effektiver Steuersatz für die Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 34,03 % angewendet.

3. ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1. Umsatzerlöse

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse betragen 98,5 Mio. EUR. Im Ausland wurden Umsatzerlöse in Höhe von 33,8 Mio. EUR erzielt.

3.2. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen gem. § 285 Nr. 31, 32 HGB

Außergewöhnliche Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (periodenfremd).

Außergewöhnliche Aufwendungen entfallen auf die Zuführung zur Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 335 TEUR.

Periodenfremde Aufwendungen betreffen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 2,1 Mio. EUR.

Die sonstigen Steuern enthalten Energiesteuererstattungen in Höhe von 7 TEUR sowie Stromsteuererstattungen in Höhe von 29 TEUR (periodenfremd).

3.3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt 34 TEUR. Das Honorar umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

4. Haftungsverhältnisse

Mit anderen Gesellschaften der ARDEX-Gruppe bestehen gesamtschuldnerische Haftungsverhältnisse gegenüber Banken aus Garantien zur Absicherung von Krediten an verschiedene Gruppengesellschaften in einer Gesamthöhe von 75.407 TEUR.

Aufgrund der soliden Ertrags- und Liquiditätslage in der ARDEX-Gruppe wird das Risiko einer Inanspruchnahme als äußerst gering erachtet.

Darüber hinaus bestehen Avale in Höhe von 313 TEUR.

5. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmer

Im Jahre 2019 waren im Durchschnitt 268 Angestellte (Vorjahr: 263) und 128 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 119) beschäftigt.

Es beziehen drei Geschäftsführer Gehaltszahlungen von der Gesellschaft. Es wurde § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

6. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Geschäftsführer waren in 2019

· Herr Mark Eslamlooy (Diplom-Ökonom), Vorsitzender der Geschäftsführung, CEO der ARDEX Group, Ressorts Strategieentwicklung, Emerging Markets, Personal und Kommunikation,

· Herr Dr. Ulrich Dahlhoff (Bauingenieur), Ressorts Key Account Management Europa,

· Herr Dr. Hubert Motzet (Diplom-Mineraloge), Ressorts Forschung & Entwicklung, Einkauf und Produktion,

· Herr Uwe Stockhausen (Diplom-Kaufmann), CFO der ARDEX Group, Ressorts Finanzen, Controlling und IT (seit 1. Januar 2019, eingetragen in das Handelsregister am 18. Februar 2019),

· Herr Dr. Markus Stolper (Diplom-Kaufmann), Ressorts Marketing und Vertrieb Deutschland (seit 1. Juli 2019, eingetragen in das Handelsregister am 30. Oktober 2019).

Durch Gesellschafterbeschluss vom 10. September 2003 und durch Beiratsbeschluss vom 17. September 2003 wurde der satzungsmäßige Beirat konstituiert. Der Beirat hat folgende Mitglieder:

· Frau Nicola Fortmann-Drühe (Dipl.-Ing., Architektin, Geschäftsführerin der Fortmann-Drühe-Mertens GmbH, Bochum),

· Herr Dr. Martin Krafft (Dipl.-Informatiker, Geschäftsführer der Krafft Geschäftsführungs-GmbH, München),

· Herr Dr. Matthias L. Wolfgruber (Diplom-Chemiker, Mitglied des Aufsichtsrats der ALTANA AG, Wesel), Vorsitzender des Beirats,

· Herr Marco Meyrat (Masters Degree in Business Administration (lic.oec.)), Mitglied der Konzernleitung der Hilti AG, Schaan/Liechtenstein), ab 18. September 2019,

· Herr Dr. Tilman Krauch (Diplom-Chemiker ETH, CTO Freudenberg SE, Mitglied der Unternehmensleitung Freudenberg & Co. KG, Weinheim), ab 1. April 2019.

Für 2019 betrugen die Bezüge des Beirats insgesamt 48 TEUR.

Andere Organe sind nicht bestellt.

7. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahrs gem. § 285 Nr. 33 HGB

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 offiziell als Pandemie ein. Daraus resultierende Ereignisse, national wie international, werden erheblichen Einfluss auf die Höhe des Umsatzes und des Ergebnisses der Gesellschaft in 2020 haben. Wir verweisen auf unsere Darstellung im Lagebericht unter "Prognose".

8. Gewinnverwendungsvorschlag gem. § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2019 in Höhe von 3.150.134,86 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Witten, den 29. April 2020

Die Geschäftsführung

Mark Eslamlooy

Dr. Ulrich Dahlhoff

Dr. Hubert Motzet

Uwe Stockhausen

Dr. Markus Stolper

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 3.666,03 0,00 3.666,03
2. Geleistete Anzahlungen 355.665,73 597.750,62 0,00 953.416,35
355.665,73 601.416,65 0,00 957.082,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.279,88 17.465,59 0,00 30.745,47
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
ARDEX Luxembourg Holding S.á.r.l., Luxemburg 33.988.178,87 0,00 0,00 33.988.178,87
LUGATO GmbH & Co. KG, Barsbüttel 5.814.705,88 0,00 0,00 5.814.705,88
LUGATO Verwaltungsgesellschaft mbH, Barsbüttel 15.000,00 82.500,00 0,00 97.500,00
ARDEX Schweiz AG, Kloten, Schweiz 38.886,58 0,00 0,00 38.886,58
ARDEX Nederland B.V., Delft, Niederlande 298.425,00 0,00 0,00 298.425,00
Wakol GmbH, Pirmasens 18.223.157,32 0,00 0,00 18.223.157,32
AAG Betrieb GmbH & Co. KG, Witten 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
Knopp GmbH, Dettelbach 4.310.722,23 0,00 0,00 4.310.722,23
MTC Chemie GmbH, Dettelbach 1.558.624,98 0,00 0,00 1.558.624,98
64.747.700,86 82.500,00 0,00 64.830.200,86
65.116.646,47 701.382,24 0,00 65.818.028,71
Abschreibungen Stand 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Zugänge
EUR
Abschreibungen Stand 31.12.2019
EUR
Buchwert Stand 31.12.2019
EUR
Buchwert Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 342,06 342,06 3.323,97 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 953.416,35 355.665,73
0,00 342,06 342,06 956.740,32 355.665,73
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.123,18 16.356,41 27.479,59 3.265,88 2.156,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
ARDEX Luxembourg Holding S.á.r.l., Luxemburg 0,00 0,00 0,00 33.988.178,87 33.988.178,87
LUGATO GmbH & Co. KG, Barsbüttel 2.814.705,88 0,00 2.814.705,88 3.000.000,00 3.000.000,00
LUGATO Verwaltungsgesellschaft mbH, Barsbüttel 0,00 0,00 0,00 97.500,00 15.000,00
ARDEX Schweiz AG, Kloten, Schweiz 0,00 0,00 0,00 38.886,58 38.886,58
ARDEX Nederland B.V., Delft, Niederlande 0,00 0,00 0,00 298.425,00 298.425,00
Wakol GmbH, Pirmasens 0,00 0,00 0,00 18.223.157,32 18.223.157,32
AAG Betrieb GmbH & Co. KG, Witten 0,00 0,00 0,00 500.000,00 500.000,00
Knopp GmbH, Dettelbach 0,00 0,00 0,00 4.310.722,23 4.310.722,23
MTC Chemie GmbH, Dettelbach 0,00 0,00 0,00 1.558.624,98 1.558.624,98
2.814.705,88 0,00 2.814.705,88 62.015.494,98 61.932.994,98
2.814.705,88 11.123,18 2.825.829,06 62.975.501,18 62.290.817,41

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARDEX GmbH, Witten

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der ARDEX GmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARDEX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. April 2020

BDO AG
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