Innomotics Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephanie Elke Brand seit 16.3.2026 | Prokura |
Nico Josef Alois Maria Dr. rer. oec. Reiner seit 23.1.2026 | Geschäftsführer |
Christian Vieweg seit 12.2.2025 | Prokura |
David Schwanke seit 16.1.2025 | Prokura |
Arno Hoier seit 16.1.2025 | Prokura |
Kai Hendrik Nolte seit 16.1.2025 | Prokura |
Tobias Hornung seit 16.1.2025 | Prokura |
Dirk Schwanke seit 16.1.2025 | Prokura |
Majda Meric Iljazovic seit 16.1.2025 | Prokura |
Ulf Petermann seit 16.1.2025 | Prokura |
Oliver Beck seit 16.1.2025 | Prokura |
Michael Reichle seit 16.1.2025 | Geschäftsführer |
Bernhard Rudolph seit 16.1.2025 | Prokura |
Lian Hua Ding seit 16.1.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dynamo Midco B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Innomotics GmbH (vormals: Siemens Large Drives GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.10.2022 bis 30.09.20231. Lagebericht 1.1. Grundlagen der Gesellschaft Das Großantriebsgeschäft, weite Teile des Motorengeschäfts und verwandte Bereiche des Siemens Konzerns wurden zum 1. April 2023 organisatorisch unter dem Namen Innomotics (im Folgenden auch: das Unternehmen) zusammengeführt und unter eine einheitliche Leitung gestellt. Die Gesellschaft Innomotics GmbH (im Folgenden auch: die Gesellschaft), mit Sitz in München, ist zum 30. September 2023 die Muttergesellschaft von 39 Gesellschaften und hat die vormals in der Siemens AG sowie der Siemens Schweiz AG enthaltenen Geschäftsaktivitäten zum 1. Juli 2023 übernommen. Im Zuge dessen begann die operative Tätigkeit der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München (nachfolgend Siemens AG genannt). Nürnberg ist die operative Zentrale des neuen Unternehmens mit weltweit rund 15.000 Beschäftigten und über 3 Milliarden Euro Umsatz. Das weltweite Innomotics Geschäft befand sich im vorliegenden Geschäftsjahr in einem Prozess der gesellschaftsrechtlichen Separierung innerhalb der Siemens-Gruppe, der in den kommenden Monaten abgeschlossen werden soll. Einschließlich der zum 30. September 2023 (noch) nicht gesellschaftsrechtlich separierten Aktivitäten bzw. der nicht im Anteilsbesitz der Innomotics GmbH befindlichen Gesellschaften ist Innomotics in 50 Ländern aktiv. Das Produktportfolio umfasst Nieder- bis Hochspannungsmotoren, Getriebemotoren, Mittelspannungsumrichter und Motorspindeln sowie Projekt- und Serviceleistungen. Das Unternehmen verfolgt mit seinem Produktportfolio das Ziel, den Wirkungsgrad der Anlagen zu verbessern, einen effizienteren Einsatz zu gewährleisten und somit Emissionen und wertvolle Ressourcen einzusparen. Dies gilt nicht nur für neue Anlagen, sondern auch bei der Wartung, der Reparatur und der Umrüstung von bestehenden Anlagen. Damit sorgt Innomotics in allen Industrien für Energieeffizienz, Reduktion von Treibhausgasemissionen und Minimierung des CO 2 -Fußabdrucks von Anlagen. Durch die fokussierte Eigenständigkeit und einer starken Positionierung im Bereich der Energiewende bieten sich Innomotics Wachstumsaussichten und Margenmöglichkeiten. Innomotics unterteilt sich in fünf Geschäftsbereiche: Low Voltage Motors, Medium Voltage Drives, High Voltage Motors, Solutions und Customer Service. Alle Geschäftsbereiche sind in der Gesellschaft vertreten. In den Segmenten Low Voltage Motors, Medium Voltage Drives und High Voltage Motors zählt Innomotics bereits zu den weltweit führenden Anbietern. Low Voltage Motors Der Geschäftsbereich Low Voltage Moters (LVM) bietet ein breites Portfolio von Niederspannungsmotoren im Spannungsbereich von 100 bis unter 1.000 Volt. Standardmotoren eignen sich für vielfältige Standard-Antriebsaufgaben im industriellen Umfeld. Schwerlastmotoren hingegen sind durch ihre robuste Bauweise erste Wahl für Anwendungen unter erschwerten Umgebungsbedingungen. Des Weiteren bietet Innomotics explosionssichere sowie kundenspezifische LVM-Motoren an. Ergänzt wird das Produktportfolio durch ein breites Spektrum an Getriebemotoren. Der Geschäftsbereich bedient unter anderem Kunden aus den Branchen Heizung, Lüftung und Klima, Wasserwirtschaft, Nahrungs- und Genussmittel, Minerals sowie Chemie. Dabei kommen die Motoren vor allem in Pumpen, Lüftern, Kompressoren, Förderbändern und Kränen zum Einsatz. Medium Voltage Drives Der Bereich Medium Voltage Drives (MVD) umfasst Umrichter für Motorspannungen ab 1.000 Volt. Durch die hohe Bandbreite und eine langjährig aufgebaute Systemkompetenz wird ein breites und kundenspezifisches Einsatzgebiet ermöglicht. Die Umrichter können in Standardanwendungsgebieten, wie Förderanlagen, Pumpen, Ventilatoren und Kompressoren, oder Spezialbereichen, wie Walzwerke, Mühlen, Wellengeneratoren oder Hochgeschwindigkeitskompressoren eingesetzt werden. Abnehmer der MVDs kommen insbesondere aus der Öl- und Gas-Branche. Darüber hinaus zählen auch Kunden aus den Branchen Metall, Minerals und Wasserwirtschaft zu den Abnehmern der MVD-Produkte. High Voltage Motors Im Geschäftsbereich High Voltage Motors (HVM) werden Hochspannungsmotoren ab einer Spannung von 1.000 Volt zusammengefasst. Auch im HVM-Bereich bietet das Produktportfolio eine hohe Flexibilität aufgrund von hoher Individualisierbarkeit der Motoren. Durch eine kompakte und modulare Bauweise können die Motoren vielfältig eingesetzt werden. Es werden unter anderem Kunden aus den Branchen Öl und Gas, Metall, Minerals, Wasserwirtschaft und Schifffahrt bedient. Zum Portfolio gehören unter anderem verschiedene Kühlsysteme und Schutzklassifikationen. Zudem sind die Produkte auch in aggressiven Umgebungen und in potenziell gefährlichen Bereichen einsetzbar. Die HVM-Produkte zeichnen sich durch eine hohe Effizienz und durch hohe Wirkungsgrade aus. Solutions Der Bereich Solutions (SO) bietet seinen Kunden durch die Kombination von zuverlässigen Produkten, Systemen und Dienstleistungen die Möglichkeit von ganzheitlichen Lösungen. Der Fokus liegt hier vor allem auf Unternehmen aus den Branchen Bergbau, Zement und Baustoffen. Mit den angebotenen Produkten wird das Ziel verfolgt, die Digitalisierung, Automatisierung und Optimierung des gesamten Produktionsprozesses zu gewährleisten. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem auch Produkte und Lösungen für Anwendungen, die zur Energiewende beitragen. Dazu zählen z. B. eLNG, Onshore-Stromversorgung, Wasserstoff, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Customer Service Im Geschäftsbereich Customer Service (CS) bietet die Gesellschaft umfassenden Kundenservice für das gesamte Produktportfolio an. Der Service umfasst hierbei den kompletten Lebenszyklus der Produkte. Die Gesellschaft bietet zudem ihren Kunden im Rahmen des Ersatzteil-Service eine individuelle Ersatzteilstrategie mit dem Ziel, durch die direkte Versorgung der Anlagen die Instandhaltung zu optimieren. 1.2. Markt- und Branchenentwicklung Die deutsche Wirtschaftsleistung stagniert zum Geschäftsjahresende 2023. Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2023 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen (Quelle: Destatis, Oktober 2023). Maßgebend für die Entwicklung sind die weiterhin hohen Energiekosten, Auswirkungen der Inflation, schwächelnde Wirtschaftspartner sowie die Unsicherheiten aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts. Die schwache Konjunktur macht sich auch im produzierenden Gewerbe bemerkbar. Der HCOB-Einkaufsmanagerindex, der als Kennzahl aus Produktion, Auftragseingang, Beschäftigung, Lieferzeit und Vormaterialbeständen, zur Messung der Geschäftslage innerhalb der Branche herangezogen werden kann, fiel seit September 2022 von 47,8 (Quelle: Statista, November 2023) auf 39,6 im September 2023. Die kurzfristige Entwicklung zeigt jedoch eine leichte Erholung des Index zum Geschäftsjahresende. Dieser stieg im Monatsvergleich zum dritten Mal in Folge. Jedoch liegt der Wert noch weit unter dem Normalwert von 50. Aufgrund von steigenden Zinsen und weiteren Unsicherheitsfaktoren werden Neuaufträge zurzeit zurückhaltend vergeben, was zu einer niedrigeren Produktion führt. Innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette führt der Nachfragerückgang im Geschäftsjahresverlauf zu niedrigen Einkaufs- und Verkaufspreisen. Der fortlaufende Anstieg des Indizes zeigt jedoch, dass sich eine Verlangsamung des Abwärtstrends und eine Kehrtwende für die Branche andeuten (Quelle: HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland für September 2023, SP Global). Die Entwicklung der Eurozone zeigt einen ähnlichen Verlauf. Hier liegt der HCOB-Einkaufsmanagerindex für September bei 43,4. Das bedeutet einen Rückgang von 5,0 im Vergleich zum Vorjahresmonat (Quelle: HCOB Einkaufsmanagerindex Eurozone für September 2023, SP Global). Global betrachtet ist nur ein marginaler Rückgang des Einkaufsmanagerindex mit 49,8 (Quelle: J.P. Morgan Global Manufacturing PMI, September 2022) im September des Vorjahres auf nun 49,1 zu beobachten. In China sowie den USA konnte zuletzt zwar ein Anstieg der Produktionsmenge beobachtet werden, aber eine rückläufige Produktion in der Eurozone führte insgesamt zu einem globalen Rückgang. Der globale Auftragseingang ist bis auf einige Ausnahmen vornehmlich im asiatischen Raum ebenfalls rückläufig (Quelle: J.P. Morgan Global Manufacturing PMI, September 2023). Trotz den zuletzt positiven Entwicklungen in den asiatischen Ländern, liegt vor allem der chinesische Markt hinter den Erwartungen zurück. 1.3. Unternehmenssteuerung und Geschäftsentwicklung Zur Steuerung des Unternehmens werden als wesentliche Leistungsindikatoren das Jahresergebnis vor Steuern, Umsatzerlöse und Auftragseingang herangezogen. Es besteht ein Berichtswesen, das einen monatlichen Überblick zur Unternehmensentwicklung erlaubt und es wird monatlich ein Forecast zur Unternehmenssteuerung erstellt. Zur Umsatz- und Ergebnissteuerung werden die Werke, Regionen und die zentralen Funktionen analysiert. 1.3.1. Ertragslage Die operative Tätigkeit der Gesellschaft wurde zum 1. Juli 2023 aufgenommen. Ein Vorjahresvergleich ist daher nicht möglich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 286.050 TEUR erzielt. Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen: Nach Tätigkeitsbereichen
Nach Regionen
Die Prognose für die drei operativen Monate wurde erfüllt. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 320.857 TEUR. Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen lagen bei 308.420 TEUR und übersteigen damit die erzielten Umsatzerlöse um 22.371 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf einmalige Aufwendungen im Rahmen der Ausgliederung sowie auf die Kostenstruktur in den Motorenwerken in Nürnberg und Dynamowerk Berlin zurückzuführen. Die Vertriebskosten bestehen aus umsatzgebundenen Ausgangsfrachten und Personalkosten. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen beläuft sich auf 12 %. Die allgemeinen Verwaltungskosten bestehen überwiegend aus IT- und Kommunikationskosten. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen beläuft sich auf 0,5 %. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des negativen Geschäftswertes (sog. Badwill) in Höhe von 44.705 TEUR enthalten. Der negative Geschäftswert resultiert aus den durchgeführten Asset Deals zum Erwerb der operativen Innomotics Teilbereiche der Siemens AG. Die Verkäufer zahlten an Innomotics GmbH für diese Unternehmenstransaktion einen Kaufpreis in Höhe von 374.586 TEUR. Als Eröffnungswert zum 1. Juli 2023 ist bei der Gesellschaft ein Passivüberhang der Buchwerte in Höhe von 178.391 TEUR erfasst worden. Zur Bestimmung der Zeitwerte wurde eine Kaufpreisallokation durchgeführt. Diese führte nach Ermittlung der Zeitwerte, Abstockung dieser und teilweiser Abschreibung von Buchwerten im Bereich Anlagevermögen zu einem negativen Geschäftswert (sog. Badwill) in Höhe von 166.226 TEUR. Am Geschäftsjahresende resultiert hieraus ein zukünftiges Auflösungspotential in Höhe von 121.521 TEUR. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 100 TEUR erzielt. Die meisten Gesellschaften im Beteiligungsportfolio zum 30. September 2023 durchliefen ebenfalls den Ausgliederungsprozess und hatten daher in den abgelaufenen Geschäftsjahren nur wenige Monate zur Erwirtschaftung von Ausschüttungspotential zur Verfügung. Zukünftig wird eine deutliche Erhöhung der Beteiligungserträge erwartet. Zur Umsetzung lokaler gesellschaftsrechtlicher Transaktionen wurden die Beteiligungen an der Innomotics N.V., Belgien, und an der Innomotics S.r.l., Italien, zunächst veräußert und anschließend wieder zurückerworbenen. Durch den Veräußerungsvorgang wurden Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von 6.534 TEUR für Belgien und 2.821 TEUR für Italien erzielt. Das Jahresergebnis wurde durch Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 64.145 TEUR belastet. Diese resultieren im Wesentlichen (48.750 TEUR) aus veränderten Wertschöpfungsströmen in China verbunden mit wirtschaftlichen Eintrübungen und der aktuell herrschenden Hyperinflation in der Türkei. Weiterhin führten bevorstehende Geschäftsoptimierungen in Asien zu einem weiteren Abschreibungsbedarf in Höhe von 12.670 TEUR. Insgesamt setzen sich die Abschreibungen auf Beteiligungen wie folgt zusammen:
Die Zinsaufwendungen in Höhe von 27.814 TEUR spiegeln im Wesentlichen die konzerninterne Finanzierung mit der Muttergesellschaft wider. Der Finanzierungsbedarf ergibt sich aus dem Erwerb der Beteiligungen an Innomotics Tochtergesellschaften sowie deren Finanzierung und diente der Erstellung des Innomotics Teilkonzerns. Das Jahresergebnis vor Steuern ist mit -109.336 TEUR erwartungsgemäß deutlich negativ. Dies liegt neben den oben beschriebenen Sondersachverhalten auch an den angefallenen Verwaltungsaufwendungen, die im Zusammenhang mit dem durchgeführten Asset Deal zum Erwerb des operativen Geschäfts in der Gesellschaft entstanden sind. 1.3.2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft in Deutschland 20.247 TEUR für die Entwicklung neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die Motoren- und Großantriebstechnik investiert. Diese Investitionen entsprechen ca. 7 % des Umsatzes der Gesellschaft. Die geistigen Eigentumsrechte an den Entwicklungsergebnissen liegen grundsätzlich für alle aktuellen Produkte in der Zentrale in Deutschland. Daher werden nahezu sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Produktpflegeaufwendungen des Unternehmens in der Gesellschaft ausgewiesen. Die Innovations-Strategie fokussiert sich auf die Modularisierung, Verbesserung der Energieeffizienz des Produktportfolios sowie auf Digitalisierungslösung im Antriebsumfeld. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für Kunden zu entwickeln und damit zugleich die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Fokus der Entwicklungsprojekte verändert sich stetig. In der Vergangenheit lag dieser eher bei hardwareorientierten Entwicklungen. Heute fokussieren sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Wesentlichen auf Software und Digitalisierung. Um das Know-how abzusichern, wurden von Innomotics weltweit über 900 Patente angemeldet. Zudem werden über 2.500 Einzelschutzrechte gehalten. Um das Portfolio kontinuierlich weiterzuentwickeln, beschäftigt die Gesellschaft im Forschung- und Entwicklungsbereich in Deutschland 260 Mitarbeiter (weltweit insgesamt ca. 870 Mitarbeiter). Die Entwicklungszentren sind global aufgestellt. Zum einen nahe den eigenen Fertigungsstandorten, zum anderen auch nahe am Kunden. Damit können neue Kundenanforderungen identifiziert und in der Entwicklung neuer Produkte berücksichtigt werden. In Deutschland sind die Hauptentwicklungsstandorte im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen und Tübingen. Weltweit unterhält das Unternehmen weitere Entwicklungszentren in Tschechien (Frenstat, Ostrava, Mohelnice und Drasov) sowie in Nord- und Südamerika, China und Indien. Im Rahmen bilateraler Kooperationen arbeitet die Gesellschaft eng mit Wissenschaftlern führender Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. Damit können neue innovative Trends frühzeitig identifiziert und in die reale Geschäftswelt integriert werden. Ebenso wird das Interesse an Innomotics als attraktiver Arbeitgeber für hochqualifizierte Absolventen gestärkt. 1.3.3. Vermögenslage
Die Entwicklung des Gesamtvermögens der Gesellschaft ist vor allem auf die Erweiterung des Beteiligungsportfolios und dem durchgeführten Asset Deal zurückzuführen. Mit diesem Deal hat die Gesellschaft ihr operatives Geschäft erworben. Zugänge und Abstockungen wurden hierbei durch eine Kaufpreisallokation ermittelt. In diesem Zuge wurden Abschreibungen auf Buchwerte in Höhe von 34.317 TEUR vorgenommen. Diese wurden erfolgsneutral gegen den negativen Geschäftswert bilanziert. Der Anstieg der Finanzanlagen spiegelt die gesellschaftsrechtliche Separierung des weltweiten Innomotics Geschäfts und die Rolle der Gesellschaft als Muttergesellschaft wider. Im Rahmen der weltweiten Carve-Out-Strategie wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere 881.506 TEUR in das Finanzanlagevermögen investiert. Wesentliche Neuerwerbe waren Anteile der Siemens Electrical Drives Ltd., Shanghai (369.060 TEUR), der Innomotics AS, Oslo (145.480 TEUR), der Sykatec GmbH, Erlangen (44.772 TEUR), der Innomotics S.r.l., Mailand (40.132 TEUR), sowie der Innomotics N.V., Beersel (36.878 TEUR). Zudem wurden im Laufe des Geschäftsjahres Kapitalerhöhungen zur Eigenkapitalstärkung des Beteiligungsportfolios vorgenommen. Die wesentlichsten Transaktionen waren Kapitaleinzahlungen an die Innomotics Large Drives Co. Ltd., Shanghai, in Höhe von 159.653 TEUR, an die Innomotics Motors and Large Drives Ltd, Farnborough, in Höhe von 27.045 TEUR und an die Weiss Spindeltechnologie GmbH in Höhe von 18.000 TEUR. Im Geschäftsjahr 2024 ist mit weiteren Beteiligungserwerben zu rechnen. Für einen Überblick über die Beteiligungen wird auf die Übersicht des Anteilsbesitzes im Anhang verwiesen. Die offenen Forderungen gegen verbundenen Unternehmen aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr belaufen sich zum 30. September 2023 auf 349.834 TEUR. 1.3.4. Finanzlage und Liquiditätslage Zur Stärkung der Eigenkapitalstruktur und zukünftiger Entwicklungspotentiale wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl das gezeichnete Kapital auf 5.000 TEUR (Vj. 25 TEUR) als auch die Kapitalrücklage auf 141.500 TEUR (Vj. 4.500 TEUR) durch Kapitaleinzahlungen der Muttergesellschaft erhöht. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich hierdurch um +0,6 % auf 2,1 %. Die hohe Fremdkapitalquote der Gesellschaft liegt an dem Finanzierungsbedarf, der durch die Bündelung des Innomotics Geschäfts unterhalb der Innomotics GmbH entstanden ist. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Anbindung an das Cash Management-System von Siemens. Insgesamt belaufen sich die zur Deckung des Liquiditätsbedarfs durch Siemens bereitgestellten Mittel zum Bilanzstichtag auf 999.033 TEUR. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.522 TEUR in die Modernisierung und Automatisierung ihrer Werke in Deutschland investiert. Die größte Einzelinvestition wurde im Nürnberger Werk mit ca. 3.396 TEUR in ein modernes Bearbeitungszentrum zum Drehen und Fräsen mechanischer Großkomponenten für die Spezialmotorenserie mit Einsatz in den explosionsgefährdeten Bereichen getätigt. Auch in Tübingen wurde mehr als 1.849 TEUR in die Modernisierung der mechanischen Fertigung von Komponenten für Getriebemotoren investiert. Die Insolvenzsicherung von Altersteilzeitzahlungen erfolgt über die Mercer Treuhand GmbH. Das entsprechende Guthaben beträgt 24.458 TEUR. Zur Besicherung von Kundenverträgen stehen Bankgarantielinien von Siemens zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag betrug der maximale Haftungsbetrag für im Namen der Innomotics GmbH ausgestellten Sicherungsversprechen (z. B. Kreditgarantien/-bürgschaften, Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften) insgesamt 344.330 TEUR. Patronatserklärung seitens der Siemens AG beliefen sich auf 181.357 TEUR. Auf Grundlage der derzeitig bestehenden Finanzierungsvereinbarungen mit der Muttergesellschaft erachtet die Geschäftsführung die Gesellschaft als ausreichend finanziert. Die Gesellschaft war und wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 1.3.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 uneinheitlich und war durch eine Reihe widriger Faktoren gekennzeichnet. Trotz dieser Widrigkeiten verlief das Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung für Innomotics mehr als zufriedenstellend. Mit Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit zum 1. Juli 2023 wurde auch die Marke Innomotics veröffentlicht und erhält positive Resonanz am Markt. Durch die Bündelung des Großantriebsgeschäfts, weite Teile des Motorengeschäfts und verwandte Bereiche in der Gesellschaft sollen Synergieeffekte erzielt und diese kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 führte zu unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen. Die weltweite operative Geschäftsentwicklung des Unternehmens stellte sich sehr positiv dar. Jedoch wurde das Jahresergebnis der Gesellschaft durch Sonderabschreibungen, Zinsaufwendungen, die aufgrund des erhöhten Refinanzierungsbedarfs aus dem Ausgliederungsprozess entstanden sind, und Carve-Out-Kosten belastet. 1.3.6. Erklärung zur Unternehmensführung Der Aufsichtsrat der Innomotics GmbH hat in seiner konstituierenden Sitzung am 19. Dezember 2023 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung für die Zeit bis zum 30. September 2028 festgelegt. Im Aufsichtsrat soll mindestens der Stand zum Zeitpunkt des Beschlusses von 5/12 (entspricht 41,67 %) aufrechterhalten werden. In Bezug auf die Anzahl der Geschäftsführer ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Besetzung der Geschäftsführung mit zwei Personen die richtige und angemessene Aufstellung für die Gesellschaft darstellt. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund einer gewünschten Beständigkeit in der Gründungsphase. Vor diesem Hintergrund soll die Zielgröße den aktuellen Ist-Zustand widerspiegeln, da der Aufsichtsrat keine Veränderungen in der Geschäftsführung der Gesellschaft beabsichtigt. Die Organisation der Gesellschaft befindet sich im Zuge der Gründung aktuell in einer Phase von diversen Veränderungs- und Entstehungsprozessen, daher erarbeitet die Geschäftsführung für die 1. und 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung derzeit Zielgrößen für den Frauenanteil. Die Geschäftsführung wird zeitnah einen entsprechenden Beschluss fassen. 1.4. Risikomanagement 1.4.1. Grundprinzipien des Risikomanagements Ziel des Risikomanagements bei Innomotics ist es, nachhaltiges Wachstum und das Erreichen der Unternehmensziele der kommenden Jahre zu ermöglichen. Die Gesellschaft will Chancen und Risiken frühzeitig identifizieren und verfolgen, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. 1.4.2. Prozess des Risikomanagements Als Teil des Siemens Konzerns gliedert sich die Innomotics GmbH in den von Siemens vorgegebenen Risikoberichterstattungsprozess ein. Quartalsweise erstellt die Gesellschaft einen auf den Prinzipien und Methoden des Enterprise Risk Management (ERM)-Prozess von Siemens basierenden Chancen- und Risiko Bericht. Jedes Quartal finden Gespräche und Diskussionen mit dem operativen Geschäft sowie den zentralen Fachabteilungen statt, um relevante neue Chancen und Risiken zu identifizieren, zu bewerten oder bestehende Sachverhalte neu einzuschätzen. Des Weiteren werden konsolidierte Chancen und Risiko Berichte aus den Meta Regionen Americas, China, Europe and Africa, Asia Pacific & Middle East und Germany eingefordert, um lokale Chancen und Risiken zu identifizieren. Diese Bottom-Up Meldung wird nachfolgend mit dem Innomotics Management besprochen und mit einem Top-Down-Ansatz auf weltweite bzw. zentrale Innomotics Chancen und Risiken konsolidiert. Das Enterprise Risk Management sieht die Kategorisierung der Chancen und Risiken im Hinblick auf die potenzielle Auswirkung auf strategische, operative, finanzielle und Compliance-bezogene Ziele vor. Der Betrachtungszeitraum erstreckt sich rollierend auf die kommenden 36 Monate. Bei der Bewertung von Chancen und Risiken ist es wichtig von bereits erfolgter Berücksichtigung in Planung, Forecast und eventuellen Rückstellungen abzugrenzen. Somit ist eine doppelte Berichterstattung zu vermeiden. Die Auswirkung der Chancen und Risiken kann sich finanziell, als Einfluss auf Unternehmensziele oder auch auf die Reputation, mediale Aufmerksamkeit und regulatorische Anforderungen darstellen. Neben der Berechnung und Einschätzung des Chancen/Risiko-Einflusses wird eine prozentuale Eintrittswahrscheinlichkeit vergeben. Da jeder Chance und jedem Risiko eine Verantwortlichkeit zugeordnet wird, weist die Gesellschaft auch eine Reaktionsstrategie zu. Bezogen auf Risiken kann dies Vermeidung, Übertragung, Minderung oder Akzeptanz sein. Chancen haben in der Regel das Ziel, realisiert zu werden. 1.4.3. Risiken Folgend werden die relevantesten Risiken des Innomotics Geschäfts, welche Auswirkungen im Wesentlichen auf Unternehmensziele und Profit haben können, beschrieben. Die Reihenfolge der genannten Risiken stellt die Einordnung nach potenziellem Risikoausmaß dar, beginnend mit dem größten Risiko. Die Gesellschaft ist als relevanter Engineering- und Fertigungsschwerpunkt als Muttergesellschaft im Wesentlichen den gleichen Risiken wie die anderen Innomotics-Gesellschaften unterworfen. Allgemeine Marktsituation aufgrund makroökonomischer Entwicklungen Die von Innomotics belieferten Märkte befinden sich zu großen Teilen in einem Umfeld der Schwerindustrie. Aufgrund von Schwankungen von Rohstoffpreisen unterliegt dieses Umfeld Investitionszyklen, die sich auch auf das Geschäftsvolumen der Innomotics auswirken können. Aktuell sieht die Gesellschaft die Vorboten einer mittel-/langfristigen Konjunkturabschwächung. Im kurzzyklischen Geschäft ist dies bereits sichtbar. Explizit in China wird das Risiko einer weiteren Abkühlung der Investitionsbereitschaft gesehen. Das Management beobachtet die konjunkturelle Entwicklung konstant, um gegebenenfalls frühzeitig Abfederungsmaßnahmen einzuleiten. Dies können Kapazitätsanpassungen oder Einsparungsmaßnahmen sein. Durch die erfolgreiche Reduktion und Variabilisierung von Fixkosten konnte das Management das potenzielle Risiko im Vergleich zu vorherigen Abwärtsentwicklungen mitigieren. Weltweit lassen sich Entflechtungsvorgänge der größten Volkswirtschaften feststellen. Insbesondere das angespanntere Verhältnis zwischen USA und China hat in der Vergangenheit zum Aufbau von Sanktionen und Handelsschranken geführt. Es besteht die Befürchtung, dass eine weitere Eskalation des China-Taiwan Konflikts zu einer starken, mindestens wirtschaftlichen Reaktion des Westens führt. Verluste im Volumen und Auswirkungen auf den Profit wären die Folge im weltweiten Innomotics Geschäft. Um dieser potenziell weitreichenden Entwicklung proaktiv zu begegnen, prüft die Gesellschaft die Möglichkeit von Redundanz der Wertschöpfungskette außerhalb Chinas und arbeitet in seinen unterschiedlichen Geschäftsbereichen auf globale Produktplattformen hin, die die Verlagerung von Produktionsvolumen erleichtern sollen. Nachhaltigkeit & Klima Wie bereits erwähnt kommen viele Kunden von Innomotics aus dem Bereich der Schwerindustrie, darin auch aus den Feldern Öl und Gas. Auch in diesen Branchen unterstützt die Gesellschaft durch ihre effizienten Antriebe ihre Kunden dabei, den Kohlendioxidfußabdruck zu senken und die Nachhaltigkeit zu steigern. Trotz des Screenings nach Gesichtspunkten wie Klimarisiken und Nachhaltigkeitsfragen entlang der Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, kurz ESG) könnten Aufträge und Projekte aus den genannten Branchen vom Siemens Management Board für Innomotics abgelehnt werden. Solche Entscheidungen würden weniger Volumen und Profit, als auch negative Auswirkungen auf andere Geschäfte (spill-over-Effekte) nach sich ziehen. Innomotics plant aktiv die weitere Diversifizierung seiner Endmärkte und strebt insbesondere ein Wachstum in ökologisch nachhaltigen Endmärkten, wie Wasserstoff Elektrolyse oder Carboncapture an. Gesellschaftsrechtliche Verselbstständigung und Ausgliederungsprozess Die sehr weit fortgeschrittene gesellschaftsrechtliche Verselbständigung bzw. der bekanntgegebene Ausgliederungsprozess aus dem Siemens Konzern zieht Risiken auf niedrigem Niveau nach sich. Der Verlust von "Siemens" als Markenname könnte die Wettbewerbsfähigkeit mindern. Auch bei der Personalgewinnung könnte dies negativ einwirken. Innomotics sieht Herausforderungen und Risiken bei der Errichtung einer selbstständigen Vertriebsorganisation im Geschäftsbereich Low Voltage Motors. Das Herauslösen von IT-Prozessen aus Siemens auf eine selbstständige Basis und die zeitgerechte Bereitstellung einer funktionierenden IT-Landschaft stellen sich komplex dar. Die Gesellschaft ist zuversichtlich, den Vorgang mit der vorhandenen Erfahrung und dem bestehenden Know-how erfolgreich zu bewerkstelligen. Die genannten Punkte haben das Potenzial, die Unternehmensziele von Innomotics sowie Volumen und Profit negativ zu beinträchtigen. Das Risiko wird durch die Einführung einer von Kunden und Mitarbeiter positiv wahrgenommenen Marke "Innomotics", Incentive-Programme im Vertrieb sowie die etablierten Separierungsprozesse innerhalb des Siemenskonzerns adressiert. Versorgungssicherheit Unter diesem Punkt werden die Risiken vereint, die aus der zeit- und qualitätsgerechten Versorgung der Fertigungen innerhalb der Wertschöpfungskette auftreten können. Besonders im Bereich der Elektrokomponenten (Halbleiter) im Drives Geschäft sieht Innomotics immer wieder Herausforderungen. Fehlende Teile könnten zu einem Produktionsstopp, Verspätungen und Pönalezahlungen führen. Cyber Attacken auf Lieferanten sorgten zuletzt für Probleme und Störungen bei diesen und zeigen das Risikopotenzial in der Wertschöpfungskette. Die Installation eines Lead Performance Koordinator zur Identifikation von konkreten Problemen, die Einführung von redundanten Bezugsquellen für kritische Komponenten sowie eine Sensibilisierung der Lieferanten für Cyber Attacken sind nur einige Beispiele der Bemühungen von Innomotics die Wertschöpfungskette resilienter zu gestalten. 1.4.4. Chancen Folgend werden die relevantesten Chancen des Innomotics Geschäfts beschrieben, welche Auswirkungen im Wesentlichen auf Unternehmensziele und Profit haben können. Die Reihenfolge der genannten Chancen stellt die Einordnung nach potenziellem Ausmaß dar, beginnend mit der größten Chance. Die Gesellschaft ist als relevanter Engineering- und Fertigungsschwerpunkt als Muttergesellschaft im Wesentlichen den gleichen Chancen wie die Innomotics-Gesellschaften unterworfen. Gesellschaftsrechtliche Verselbstständigung und Ausgliederungsprozess Der Ausgliederungsprozess und die Verselbstständigung der Innomotics geht mit der Chance einher, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Mit dem Aufbau einer neuen Marke mit nachhaltigem Portfolio können neue Kunden in bestehenden Märkten, wie zum Beispiel fossilen Energieträgern für die Gesellschaft erreichbar werden. Mit einer schlankeren Struktur kommt die Gesellschaft schneller zu Entscheidungen und profitiert hierbei auch von einer größeren Unabhängigkeit. Innomotics kann sich von bisherigen Vertriebsvereinbarungen und -grenzen lösen und damit neue Kunden und Geschäftsbeziehungen gewinnen. Der Prozess des Carve-Outs und der Verselbstständigung ist zum größten Teil erfolgreich abgeschlossen. Nachhaltigkeit Neben Zuverlässigkeit und Digitalisierung bieten die Produkte und Lösungen von Innomotics insbesondere einen Fokus auf Nachhaltigkeit. Mit diesem Schwerpunkt arbeitet die Gesellschaft an dem Zugang zu neuen Märkten in den Bereichen Speichern von Energie, Wasser, Netzversorgung, Wasserstoff und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Wenn es ihr gelingt, dem Markt und den Kunden das Versprechen von ökoeffizienten Lösungen zu vermitteln, ergibt sich die Chance neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen, sowie in den bestehenden Märkten Anteile zu gewinnen und die Attraktivität für Investoren zu steigern. Auch in den Märkten mit fossilen Energieträgern kann die Gesellschaft mit einem nachhaltigen Portfolio die Kunden aktiv bei der Dekarbonisierung ihrer Wertschöpfung unterstützen und weiteres Volumen gewinnen. Flexible Preisbildung Innomotics sieht die Chance, ihre avisierten Preise gegenüber unseren Kunden besser durchsetzen zu können. Ein neu erstelltes Modell zur Preisgestaltung indiziert die Möglichkeit auf eine attraktivere Preisgestaltung. 1.4.5. Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsführung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Stabilität der Gesellschaft nicht gesehen. 1.5. Prognosebericht Die verabschiedeten Prognosen beruhen auf den Erwartungen und Einschätzungen der Gesellschaft basierend auf der per Geschäftsjahresende 2023 vorherrschenden Meinung zur weiteren Entwicklung der Märkte sowie der Geschäftsentwicklung. Die erstmalige Bündelung der operativen Tätigkeit des Innomotics-Geschäfts in der Gesellschaft ist mit einer gewissen Prognoseunsicherheit behaftet. Infolgedessen sind die getroffenen Prognosen unter Berücksichtigung dieser Tatsache zu sehen. Die Erholung der Industrie nach den negativen Einflüssen im Geschäftsjahr 2022 (Russland-Ukraine-Krieg, Covid) lag im Rahmen der Erwartungen. Der weiterhin positive Auftragseingang führte zu einer gestiegenen Auslastung der Werke. Unter Berücksichtigung des Auftragsbestandes im Bereich der langzyklischen Produkte liegt der Fokus auf der Steigerung der Produktivität und Ausbringung. Spiegelt man die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft, seit Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit ab dem 1. Juli 2023, auf ein volles Geschäftsjahr wider, so rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Beim Auftragseingang ist mit einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu rechnen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine insgesamt positive Entwicklung aufgrund der erhöhten Produktivität erwartet. Zudem ist nach der größtenteils erfolgten Formierung des Innomotics Teilkonzerns von einer erheblichen Steigerung der Beteiligungserträge auszugehen. Gestiegene Personalkosten (Lohnkosteninflationierung) können den positiven Effekten entgegenwirken. Weiterhin wird durch die Zusatzbelastungen aus der Ausgliederung und der Verselbstständigung das Ergebnis negativ belastet. Insbesondere temporäre Sondereffekte für den Aufbau von Zentralfunktionen (u. a. Rechtsabteilung, Buchhaltung, Compliance, Personal) werden sich gewinnmindernd auswirken. Daher wird ein negatives Jahresergebnis vor Steuern im niedrigen dreistelligen Millionenbereich prognostiziert. In den Folgejahren wird eine kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses erwartet. Nach Abschluss des Ausgliederungsprozesses aller Innomotics Gesellschaften wird insgesamt ein höheres Ausschüttungspotential zur Verfügung stehen und dadurch in der Gesellschaft höhere Beteiligungserträge erzielt werden können. Stetige Verbesserungen aus den aufgesetzten Maßnahmen in den Fabriken sowie Optimierung der Zentralfunktionen tragen hierzu bei. Eine wesentliche Effektivitätssteigerung der Verwaltung wird aus der Standardisierung der Systemlandschaft und des Berichtswesens erwartet. Zusätzlich werden die im Rahmen der Restrukturierung in Deutschland aufgesetzten Maßnahmen ihre Wirkung entfalten.
München, 28. Februar 2024 Die Geschäftsführung Michael Reichle Christoph Salentin Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
1. Anhang für das Geschäftsjahr 20231.1. Allgemeine Angaben Die Innomotics GmbH hat ihren Sitz in München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 270166 im Register des Amtsgerichts München eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten gem. § 267 Abs. 3 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Bilanzierung wurde der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde gelegt. Der Ausweis erfolgt, sofern nicht anders genannt, in Tausend Euro (TEUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28. Februar 2023 wurde § 1 und § 3 des Gesellschaftsvertrages geändert. Die Gesellschaft firmiert nun unter der Bezeichnung Innomotics GmbH (vormals Siemens Large Drives GmbH). Der Unternehmensgegenstand wurde wie folgt geändert: Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, Vertrieb und Service von Elektromotoren, Getriebemotoren, Spindeleinheiten, Umrichtern und Generatoren, von weiteren Komponenten und Bauelementen der elektrischen Antriebstechnik, einschließlich für Fahrzeuge und Prüfstände, und von mechanischen und elektromechanischen Teilen, Komponenten, Geräten und Systemen von Werkzeugen, Vorrichtungen und Spezialmaschinen sowie die Erbringung von Lösungsleistungen für verschiedene Industrien im Bereich der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Zum 1. Juli 2023 erwarb die Innomotics GmbH von der Siemens AG, Berlin und München (im folgenden Siemens AG) im Zuge eines Asset Deals, die in Deutschland operativen Geschäftsbereiche Low Voltage Motors, Medium Voltage Drives, High Voltage Motors, Solutions und Customer Service. Die Verkäufer zahlten an die Innomotics GmbH für diese Unternehmenstransaktion einen Kaufpreis in Höhe von 374.586 TEUR. Als Eröffnungswert zum 1. Juli 2023 ist bei der Gesellschaft ein Passivüberhang der Buchwerte in Höhe von 178.391 TEUR erfasst worden. Zur Bestimmung der Zeitwerte wurde eine Kaufpreisallokation durchgeführt. Diese führte nach Ermittlung der Zeitwerte, Abstockung dieser und teilweiser Abschreibung von Buchwerten im Bereich Anlagevermögen zu einem negativen Geschäftswert (sog. Badwill) in Höhe von 166.226 TEUR. Die Gesellschaft begann mit dem Asset Deal ihre operative Geschäftstätigkeit, entsprechend sind Vorjahresvergleichszahlen im Wesentlichen mit null zu berichten. Auf die Berichterstattung dieser Werte wird nachfolgend verzichtet und auf diesen Absatz verwiesen. 1.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie künftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 EUR sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 EUR, jedoch nicht mehr als 800 EUR betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Bei den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Das ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Im Fall einer vormaligen Abschreibung darf ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte entsprechen dem Nennbetrag der Zahlung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus Pensionsrückstellungen, Zinsvorträgen, sonstigen Rückstellungen, wie Rückstellungen für Drohverluste sowie aus den Unterschieden in der Beteiligungsbewertung. Gegenläufig wirken latente Steuern aus dem negativen Geschäftswert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden unternehmensindividuelle Steuersätze zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen herangezogen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,23 % zugrunde gelegt. Die Beträge, der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung, werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 Nr. 2 HGB. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben oder Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (qualifiziertes Deckungsvermögen), erfolgt die Bewertung bei der Innomotics GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus dieser Bewertung werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert des Deckungsvermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Der negative Geschäftswert entstand im Zuge der Kaufpreisallokation der zu Zeitwerten bewerteten übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden sowie nach Abstockung von Zeitwerten nicht-monetärer Vermögensgegenstände des in Absatz 3.1. beschriebenen Asset Deals. Die Auflösung des Postens erfolgt nach Maßgabe von auftretenden operativen Verlusten des übernommenen Geschäfts. Der Ausweis der Auflösung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Sterbetafel "Siemens Bio 2017/2022" ermittelt. Die verwendete Sterbetafel basiert im Wesentlichen auf Daten der deutschen Siemens-Population unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. Leistungsansprüche aus Plänen, die auf Investmenterträgen von zugrunde liegenden Vermögensgegenständen basieren, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände am Abschlussstichtag bewertet. Ist die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände niedriger als eine zugesagte Rendite, werden zur Ermittlung der Pensionsrückstellung die Beiträge mit der zugesagten Rendite aufgezinst und auf den Barwert abgezinst. Für Pensionsleistungen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Innomotics GmbH nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen des Pensionsfonds beziehungsweise der Pensions- oder Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Gesellschaft die Unterdeckung in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Für beschlossene Personalmaßnahmen wurden Rückstellungen auf Basis rechtlicher und faktischer Verpflichtungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
1.3. Erläuterungen zur Bilanz 01 Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.408 TEUR ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres belaufen sich auf 36 TEUR. Die Zugänge und Abstockungen im Rahmen des Asset Deals wurden über die Kaufpreisallokation ermittelt. 02 Sachanlagevermögen Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen überwiegend Investitionen in Modernisierung und Automatisierung der Produktionswerke. Die planmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres belaufen sich auf 594 TEUR. Die Zugänge und Abstockungen im Rahmen des Asset Deals wurden über die Kaufpreisallokation ermittelt. In diesem Zuge wurden Abschreibungen auf Buchwerte in Höhe von 34.317 TEUR vorgenommen. Diese wurde erfolgsneutral gegen den negativen Geschäftswert bilanziert. 03 Finanzanlagevermögen Durch die Ausweitung der weltweiten Konzernaktivitäten und der damit verbundenen Beteiligungsinvestitionen kam es im Geschäftsjahr zu signifikanten Zugängen. Insgesamt wurden Zuzahlungen in die Kapitalrücklage von Beteiligungen in Höhe von 256.174 TEUR geleistet. Zudem sind Kauf- und Gründungsinvestitionen in Höhe von 625.315 TEUR getätigt worden. Die Abgänge in Höhe von 30.628 TEUR betreffen die zur Umsetzung lokaler gesellschaftsrechtlicher Transaktionen veräußerten und anschließend wieder zurückerworbenen Beteiligungen an der Innomotics N.V., Belgien, und an der Innomotics S.r.l., Italien. Durch den Veräußerungsvorgang wurden Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von 6.534 TEUR für Belgien und 2.821 TEUR für Italien erzielt. Aufgrund einer als dauerhaft eingeschätzten Wertminderung wurden im Geschäftsjahr folgende außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen im Finanzanlagevermögen vorgenommen:
In den sonstigen Ausleihungen sind zudem Ausleihungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 6 TEUR enthalten. 04 Vorräte
05 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2023 ratingabhängige Wertberichtigungen von 609 TEUR vorgenommen. Zudem wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr mit einem Betrag in Höhe von 21 TEUR abgezinst. 06 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Innomotics GmbH beläuft sich zum 30. September 2023 auf 5.000 TEUR (Vj. 25 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden durch die Muttergesellschaft Siemens AG insgesamt 137.000 TEUR an Zuzahlungen in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Zum 30. September 2023 wird eine Kapitalrücklage in Höhe von 141.500 TEUR (Vj. 4.500 TEUR) ausgewiesen. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen Die Bewertung zum beizulegenden Wert von zu saldierendem Vermögen im Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen und Altersversorgungsverpflichtungen ergab einen zur Ausschüttung gesperrten Betrag in Höhe von 188 TEUR. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 2.961 TEUR. 07 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In Deutschland gewährt die Innomotics GmbH Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die handelsbilanziellen Rückstellungen für die Altersversorgungsverpflichtungen wurden mit dem 10-jährigen Durchschnittszins gemäß § 253 Abs. 2 HGB ermittelt (1,81 %). Für die Verpflichtung für Sterbegeld wurde der 7-jährige Durchschnittszins zugrunde gelegt (1,66 %). Zudem basiert die Ermittlung auf erwartete Gehaltssteigerungen von 2,5 %, erwartete Rentensteigerungen von 2,0 % sowie dem Verbraucherpreisindex bis August 2023. Die Fluktuationsrate beträgt je nach Altersklasse zwischen 0,14 % und 5,98 %. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug zum Stichtag 2023 158.421 TEUR. Der dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen gegenüberstehende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens betrug zum Stichtag 10.542 TEUR. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Deckungsvermögen in Höhe von 10.257 TEUR mit dem Erfüllungsbetrag verrechnet. Die Erträge aus der Zeitwertbilanzierung in Höhe von 188 TEUR wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Pensionsverpflichtungen (367 TEUR) verrechnet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
08 Weitere Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen zu erwartende Zahlungen von Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023. Die sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für Gewährleistungs- und Verzugsgarantien. Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem von der Bundesbank ermittelten und ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Als Bewertungsverfahren wird das Barwertverfahren nach IDW RS HFA 3 angewendet. Es werden Lohnsteigerung von 3,2 % für Bewertungszwecke angenommen. Den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen liegen die Sterbewahrscheinlichkeiten basierend auf den Siemens-spezifischen Richttafeln (Siemens Bio 2017/2022) zugrunde. 09 Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. 1.4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 10 Umsatzerlöse Nach Tätigkeitsbereichen
Nach Regionen
11 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des negativen Geschäftswerts in Höhe von 44.705 TEUR, Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von 9.355 TEUR, Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8.918 TEUR (Vj. 748 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.905 TEUR sowie Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 191 TEUR. 12 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 9.083 TEUR (Vj. 600 TEUR), 90 TEUR für die Bildung von sonstigen Rückstellungen, Aufwendungen für die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts von 36 TEUR sowie Aufwendungen im Rahmen von aktienorientierten Vergütungsprogrammen in Höhe von 107 TEUR. 13 Erträge aus Beteiligungen Die Beteiligungserträge aus verbundenen Unternehmen umfassen die Gewinnausschüttung der Innomotics d.o.o. Belgrad, Serbien, in Höhe von 100 TEUR. 14 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zinserträge beinhalten Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen von 3.756 TEUR. 15 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 25.861 TEUR sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 1.357 TEUR. Hierbei wurde ein Ertrag von 188 TEUR aus der Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens saldiert. Periodenfremde Erträge In der Gewinn- und Verlustrechnung der Innomotics GmbH waren periodenfremde Erträge in Höhe von 3.202 TEUR enthalten. Diese resultierten im Wesentlichen aus Rückstellungsauflösungen. Periodenfremde Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 38 TEUR bilanziert. 1.5. Sonstige Angaben Materialaufwand
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen enthielten nicht die im übrigen Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 718 Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
Aktienorientierte Vergütungsprogramme Die Gesellschaft räumt Mitarbeitern und Mitgliedern der Geschäftsführung die Teilnahme an aktienorientierten Vergütungsprogrammen ein. Die Programme werden vorwiegend durch Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten der Siemens AG, die von dieser bezogen werden, und in begrenztem Umfang durch Barausgleich bedient. Die Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 205 TEUR. Haftungsverhältnisse Es bestanden keine Geschäfte außerhalb der Bilanz gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 57.805 TEUR. Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie langfristigen Mietverträgen für die Büro- und Produktionsflächen. Die Fälligkeiten gliedern sich wie folgt:
Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen betragen zum 30. September 2023 6.501 TEUR. Derivative Finanzinstrumente Die Innomotics GmbH ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Zu Absicherung der Wechselkursänderungen werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zum Bilanzstichtag existieren Absicherungen für USD, CZK und CNY. Ferner ist die Gesellschaft Risiken aus Rohstoffpreisänderungen ausgesetzt. Zur Absicherung dieser werden Rohstofftermingeschäfte ohne physische Lieferung (financial hedges) eingesetzt. Zum Bilanzstichtag existieren Absicherungen für Aluminium und Eisenerz. Der Vertragspartner bei allen Sicherungskontrakten ist die Siemens AG. Die nachfolgende Übersicht zeigt das Volumen der am Bilanzstichtag existierenden Sicherungskontrakte:
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Innomotics GmbH gem. § 285 Nr. 11, Nr. 11a HGB
3) k.A. = es liegen keine Angaben vor, da sich
die Gesellschaft in der Gründungsphase befindet
Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Innomotics GmbH wird in den Konzernabschluss der Siemens AG (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Siemens AG wird zum elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von 113.250 TEUR (Vj. 350 TEUR) auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführer der Gesellschaft
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung, da lediglich Herr Michael Reichle, Herr Christoph Salentin und Herr Hermann Kleinod im Geschäftsjahr 2022/2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 91 TEUR. Nachtragsbericht Zwischen Bilanzstichtag und Aufstellungszeitpunkt sind weitere Investitionen in das Beteiligungsportfolio mit einem Gesamtvolumen von 744.755 TEUR erfolgt. Für insgesamt 333.992 TEUR erwarb die Gesellschaft alle Anteile an der Innomotics, s.r.o., Brünn, Tschechien. Zudem wurden 70 % der Anteile an der S' Stan Mot Ltd., Yizheng, China, erworben (386.733 TEUR). Zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalstruktur innerhalb des Beteiligungsportfolios leistete die Gesellschaft zudem Einzahlungen in die Kapitalrücklagen in Höhe von 23.333 TEUR. Die Finanzierung erfolgt weiterhin durch die Anbindung an das Cash Management-System von Siemens. Am 19. Dezember 2023 trat erstmalig der mitbestimmte Aufsichtsrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Hierbei wurden unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter gewählt sowie die Geschäftsordnung und die Bildung des Vermittlungsausschusses beschlossen. Der Aufsichtsrat besteht aus jeweils sechs Arbeitnehmer- und sechs Anteilseignervertreter. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Herr Dr. H. J. Kayser gewählt.
München, 28. Februar 2024 Die Geschäftsführung Michael Reichle Christoph Salentin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Innomotics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Innomotics GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innomotics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die in Abschnitt "1.3.6. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für die Frauenquote im Aufsichtsrat sowie in der Geschäftsführung verantwortlich. Im Übrigen sind gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens-schädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Der Jahresabschluss der Innomotics GmbH für das vorherige, am 30. September 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichbarkeit im Jahresabschluss ist, wurde nicht geprüft.
München, den 28. Februar 2024 EY
GmbH & Co. KG
Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer Helgert, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte durch Gesellschafterbeschluss am 21.03.2024. |
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