HT Consulting GmbHLiquidiert

20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 111691
Vorher
Hamburg Trust Consulting HTC GmbH
Eingetragen
24.11.2009
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Gegenstand lautet richtig: die Vermittlung von Abschlüssen von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 1 KWG), die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 1 a KWG) und die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 2 KWG). Das Unternehmen ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Albert BehlerHTH Hamburg Trust Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HT Consulting GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde am 11. November 2009 mit Urkundenrollennummer UR-Nr. 3783/2009 DI des Notars Dr. Robert Diekgräf, Hamburg, gegründet und am 24. November 2009 unter der Firma

Hamburg Trust Consulting HTC GmbH

(im Folgenden "HTC" oder "Gesellschaft") im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 111691 eingetragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. November 2021 wurde die Firma in

HT Consulting GmbH

geändert.

Die Gesellschaft besitzt seit dem Jahr 2010 die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin"), Finanzdienstleistungen gemäß §§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1, 1a und 2 KWG unter Beachtung bestimmter Beschränkungen gemäß § 32 Abs. 2 Satz 2 KWG erbringen zu dürfen. Mit Inkrafttreten des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung (EU) 2019/2033 (im Folgenden "Investment Firms Regulation" oder kurz "IFR") am 26. Juni 2021 sowie den gleichzeitig in Kraft tretenden Änderungen des KWG unterliegt die HTC nunmehr dem WpIG und der IFR und somit nicht mehr dem KWG. Die HTC ist somit ab dem 26. Juni 2021 ein Wertpapierinstitut gemäß § 2 Abs. 1 WpIG (vorher Finanzdienstleistungsinstitut).

Das WpIG differenziert in kleine, mittlere und große Wertpapierinstitute. Kleine Wertpapierinstitute müssen gemäß § 2 Abs. 16 WpIG die Bedingungen gemäß Art. 12 Abs. 1 IFR erfüllen. Hierbei handelt es sich um insgesamt neun quantifizierbare Bedingungen, die kumulativ zu erfüllen sind. Aufgrund der Ausgestaltung der Bedingungen ist die HTC als kleines Wertpapierinstitut zu qualifizieren. Die der Gesellschaft gemäß der oben genannten KWG-Vorschriften erteilte Erlaubnis zur Erbringung der Anlagevermittlung, Anlageberatung und Abschlussvermittlung, gilt gemäß der Übergangsvorschrift in § 86 Abs. 1 WpIG als erteilt. Die bisherige Erlaubnis nach § 32 KWG ist insoweit gegenstandslos.

Alleinige Gesellschafterin der HTC ist am Bilanzstichtag die HTH Hamburg Trust Holding GmbH, Berlin.

2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr herausfordernd dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 0,25 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund zwei Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende - durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen.

3. Entwicklung des Immobilienmarkts

Deutschland bildet bei der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Schlusslicht der Eurozone. Andere Länder leiden ebenfalls unter den kräftig gestiegenen Zinsen, durchlaufen aber keine Rezession. Strukturelle Hemmnisse wie Bürokratie, Demografie, Energiepreise oder Infrastrukturmängel bremsen die Wirtschaft. Es wird kaum investiert, wichtigen Branchen wie Automobil, Bau oder Chemie fehlen Aufträge. Diese Faktoren bremsen den Anfang 2022 noch florierenden Immobilienmarkt. Bis dahin halfen die niedrigen Zinsen, die nach Leitzinserhöhungen um mehr als 4 Prozentpunkte aber nicht nur zur Belastung wurden, sondern zugleich das Anlagespektrum der Investoren vergrößerten. Außerdem verändern E-Commerce und Homeoffice den Immobilienbedarf. Zugleich muss der Gebäudebereich als einer der Hauptverursacher von Treibhausgasen erhebliche Mittel in die Immobiliensanierung investieren. Sinkende Bewertungen und fallende Kurse von Immobilienaktien sind die Folge. Einige große Projektentwickler mussten bereits Insolvenz anmelden, während Neubauprojekte reihenweise gestoppt werden.

Zum Jahresabschluss 2023 bilanziert das Transaktionsvolumen in Deutschland insgesamt 31,7 Milliarden Euro - ein Minus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit schließt 2023 als das schlechtestes Investmentjahr seit 2011 und sogar um 58 Prozent unter dem 10-Jahres-Schnitt. Im Dezember konnten zwar noch einige Transaktionen ins Ziel gebracht werden und im Zuge der Stabilisierung der Zinshöhen wurde am Markt auch wieder etwas mehr Aktivität registriert - von einer klassischen Jahresendrally war allerdings weit und breit nichts zu sehen. Dies belegen auch die Zahlen: Mit knapp 8,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im vierten und zwar auch stärksten Quartal des Jahres liegt der Beitrag der letzten drei Monate zum Gesamtjahresergebnis bei nur 28 Prozent. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre kam ein viertes Quartal auf 33 Prozent.

4. Geschäftsentwicklung

Mit der HT Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ("HT KVG") wurde ein Personalgestellungsvertrag für die personelle Unterstützung bei der Erfüllung von Aufgaben im Vertrieb vereinbart und auch im Jahr 2023 unverändert fortgeführt. Der Rahmen-Vertrag ("Placement Service and Broker Oversight Agreement") mit der Paramount Group ("Paramount") wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2021 angepasst und um die Vermittlung von sogenannten Joint Venture-Beteiligungen ergänzt. Mit Wirkung zum gleichen Datum wurde eine entsprechende Vertriebsvereinbarung ("Distribution Agreement") für diese Finanzinstrumente abgeschlossen.

Ein Teil der Kosten der Gesellschaft werden mittels Vereinbarungen mit der HT KVG und Paramount weiterbelastet.

Die Gesellschaft konnte auch im Jahr 2023 ein positives Ergebnis erzielen.

5. Lage der Gesellschaft

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren bei der HTC sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Liquidität.

Die HTC hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 194,1 Tsd. Euro (Vorjahr: 56,0 Tsd. Euro) abgeschlossen.

Die Provisionserträge verringern sich von 617,4 Tsd. Euro im Jahr 2022 auf 180,0 Tsd. Euro im Berichtsjahr. Den Provisionserträgen stehen Provisionsaufwendungen in Höhe von 0,00 Tsd. Euro (Vorjahr: 85,0 Tsd. Euro) gegenüber.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich von 787,1 Tsd. Euro im Jahr 2022 auf 595,7 Tsd. Euro im Geschäftsjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Personalaufwand zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Versicherungsprämien und Prüfungskosten für den Jahresabschluss und die interne Revision zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von rd. 27 Tsd. Euro (Vorjahr: 166,9 Tsd. Euro) beinhalten weiterbelastete Sach- und Personalkosten der Schwestergesellschaften HT Group GmbH ("HT Group"), Hamburg, HT KVG und HT Immobilien Management GmbH ("HTI"), Hamburg. Über Personalgestellungs- und Sachkostenumlageverträge stellen die HT Group, HT KVG und HTI das Personal und die Betriebsausstattung für die für den Geschäftsbetrieb der HTC erforderlichen Funktionen und Leistungen auf vertraglicher Basis zur Verfügung.

Die Bilanzsumme erhöht sich von 623,01 Tsd. Euro im Vorjahr auf 771,3 Tsd. Euro zum Jahresende, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Die HTC weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 623,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 429,6 Tsd. Euro) aus. Die Gesellschaft verfügte über liquide Mittel in Höhe von 619,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 403,8Tsd. Euro). Die HTC war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1. Marktchancen

Die Marktlage 2023 hat sich gegenüber 2022 weiter eingetrübt. Aufgrund des Ukraine-Kriegs, der hohen Baukosten und des weiteren Zinsanstiegs stand das Jahr aus Perspektive der Immobilienbranche vor großen Herausforderungen.

In Kooperation mit der HansaInvest hat die HT-Gruppe einen luxemburgischen Special-Opportunity Funds aufgelegt. In dem Vehikel nimmt die HTC eine beratende Funktion ein, die Gewinnung von Investoren ist dabei die Hauptaufgabe.

Die HTC bietet als kleines Wertpapierinstitut eine wertvolle Plattform und damit die Chancen auf die Vermittlung alternativer Produkte sowie der Anlagevermittlung von Finanzinstrumenten.

6.2. Risikomanagement

Das Risikomanagement bei der HTC sorgt dafür, dass Chancen und Risiken systematisch erfasst, bewertet, gesteuert, überwacht und kommuniziert werden. Ziel ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und Potenziale sowie ihre finanziellen Auswirkungen zu gewinnen und so zu steuern, dass der Fortbestand der HTC nicht gefährdet wird. Die Gesamtverantwortung trägt die Geschäftsleitung.

Das Risikomanagement der HTC basiert auf den Anforderungen des § 41 Satz 1 Nr. 1-3 WpIG sowie der §§ 43 Abs. 1 und 45 Abs. 1 WpIG an die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen über eine ordnungsgemäße interne Unternehmensführung. Hiernach hat die HTC als kleines Wertpapierinstitut ein angemessenes Risikomanagementsystem zu unterhalten. Die spezifische Ausgestaltung des Risikomanagementsystems erfolgt durch die von der BaFin erlassenen Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Finanzdienstleistungsinstituten (MaRisk), welches in diesem Zusammenhang weiterhin anzuwenden ist. Das Risikomanagement der Gesellschaft beinhaltet neben der Sicherstellung und Überwachung von internen Kontrollverfahren und Kontrollsystemen die Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Risikomanagementprozesses, insbesondere durch Einrichtung wirksamer Verfahren zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken und möglichen Risiken, denen die HTC ausgesetzt ist oder die HTC für andere darstellt.

Gemäß § 41 Satz 1 Nr. 2 WpIG sowie den MaRisk hängt die Ausgestaltung des Risikomanagements von der Art, dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt der Geschäftstätigkeit ab. Angemessenheit und Wirksamkeit der Ausgestaltung des Risikomanagements werden von der Geschäftsleitung regelmäßig überprüft.

6.3. Wichtige Chancen- und Risikokategorien

Der Eintritt der nachfolgend beschriebenen Einzelrisiken kann für sich oder zusammen mit anderen Umständen die Geschäftstätigkeit der HTC beeinträchtigen und nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft entfalten. Die aufgeführten Risiken könnten nicht die einzigen Risiken sein, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Weitere Risiken, die gegenwärtig nicht bekannt sind oder die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftstätigkeit ebenfalls belasten. Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt.

6.3.1. Operationelle Risiken

Ein operationelles Risiko ist definiert als Verlustrisiko, das aus unzureichenden internen Prozessen, menschlichem Versagen oder Systemversagen oder aus externen Ereignissen resultiert. Eingeschlossen sind Rechts-, Dokumentations- und Reputationsrisiken sowie Risiken, die auf die betriebenen Abrechnungs- und Bewertungsverfahren zurückgehen.

Personal

Die Fähigkeiten und die Motivation der durch die HTC in Anspruch genommenen Mitarbeiter der HT KVG, HTI sowie der HT Group sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg der HTC. Es besteht das Risiko, durch Fluktuation Fähigkeiten und Netzwerke zu verlieren sowie für Vakanzen nicht rechtzeitig ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Durch die genannten Risiken gingen Wettbewerbsvorteile verloren.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Die HTC als kleines Wertpapierinstitut agiert weiterhin in einer mit hohen und weiter steigenden regulativen Anforderung verbundenen Geschäftsfeld. Dies gilt auch für die regulatorischen Anforderungen, die im Geschäftsbereich der Kunden existieren. Die mit der Regulierung verbundenen aufsichtsrechtlichen und administrativen Anforderungen werden wiederkehrend mit höheren Aufwendungen für die HTC verbunden sein, die das Jahresergebnis belasten.

Um rechtlichen und regulatorischen Risiken zu begegnen, investiert die HTC in rechtliche und aufsichtsrechtliche Beratung sowie die laufende Fortbildung der in Anspruch genommenen Mitarbeiter.

6.3.2. Marktrisiken

Die HTC ist grundsätzlich den allgemeinen Marktrisiken ausgesetzt. Die allgemeinen Marktrisiken gelten beispielsweise für den Forderungsbestand gegenüber Kunden oder täglich fällige Forderungen gegen Kreditinstitute.

Zudem ist die HTC grundsätzlich dem Risiko ausgesetzt, dass die Nachfrage für die durch sie vermittelten Produkte sinkt. Die mit den Produktanbietern bestehenden Vertriebsverträge sind derart strukturiert, dass ein diesbezügliches Kostenrisiko für die HTC vermieden bzw. verringert wird.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr 2023 die hohe Inflation und der Zinsanstieg. Die HTC ist jedoch keinem nennenswerten Zinsänderungsrisiko unterworfen.

Marktrisiken aus Fremdwährung bestehen nur in unwesentlichem Umfang.

6.3.3. Adressatenausfall- und Auslagerungsrisiken

Adressatenausfallrisiken bestehen im Wesentlichen darin, dass von der HTC beauftragte Dienstleister geschuldete Leistungen nicht vertragsgemäß erbringen. Aufgrund der Art der ausgelagerten Dienstleistungen können diese Leistungen kurzfristig anderweitig bezogen werden, sodass sich hieraus kein wesentliches Risiko ergibt.

Das Adressausfallrisiko in Bezug auf den Forderungsbestand der HTC ist ebenfalls unwesentlich, da Forderungen im Wesentlichen aus Vermittlungsgeschäften resultieren und kurzfristig realisiert werden.

Derzeit wird nicht davon ausgegangen, dass der Krieg in der Ukraine auf die wirtschaftliche Situation der Fonds bzw. Emittenten und der beauftragten Dienstleister im folgenden Geschäftsjahr Auswirkungen hat. Diese Einschätzung wird jedoch laufend überprüft.

6.3.4. Liquiditätsrisiken

Es besteht das Risiko, dass die HTC ihren Verpflichtungen durch (kurzfristige) Liquiditätsengpässe nicht nachkommen kann. Die Entwicklung der Liquidität wird laufend im Rahmen des Monatscontrollings der Gesellschaft anhand von Budgetvergleichen und der Erstellung eines fortlaufenden Forecast überwacht. Die HTC verfügte zum Abschlussstichtag über eine ausreichende Liquidität in Höhe von 619,5 Tsd. Euro und war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Ausblick

Die Geschäftsentwicklung der HTC ist weiterhin im Wesentlichen von den in der HT KVG und in der Paramount Group geplanten Fondsprodukten abhängig. Derzeit ist die Nachfrage nach Immobilienfonds auf einen historisch niedrigen Stand. Jedoch bieten fallende Immobilienbewertungen Chancen für neue Anlageprodukte.

Folgerichtig wurde in Zusammenarbeit mit der HansaInvest der luxemburgische Special Opportunity Funds aufgelegt. Der Vertrieb der Anteile wird auch über die HTC erfolgen.

Aufgrund der bestehenden Vereinbarungen kann die Gesellschaft angemessene Kosten an ihre Vertragspartner weiterbelasten. Etwaigem Aufwand für Vermittlungsprovisionen stehen Provisionsansprüche gegen die jeweiligen Fonds oder Emittenten gegenüber. Vor diesem Hintergrund ist auch ohne neue Vermittlungsgeschäfte mit einem annähernd ausgeglichenen Jahresergebnis sowie einer stabilen Liquiditätslage für das Geschäftsjahr 2024 zu rechnen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Christoph Horbach

Paul Hillmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 619.509,02 403.859,28
4. Forderungen an Kunden 110.488,46 117.722,67
12. Sachanlagen 1.327,00 527,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 34.619,46 100.084,63
15. Rechnungsabgrenzungsposten 5.402,27 818,74
Summe der Aktiva 771.346,21 623.012,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 10.798,37 58.179,90
5. Sonstige Verbindlichkeiten 28.051,47 73.960,02
7. Rückstellungen 108.748,69 61.268,00
b) Steuerrückstellungen 41.528,69 0,00
Gewerbesteuerrückstellung 21.202,00 0,00
Körperschaftsteuerrückstellung 20.326,69 0,00
c) andere Rückstellungen 67.220,00 61.268,00
12. Eigenkapital 623.747,68 429.604,40
a) Eingefordertes Kapital 50.000,00 50.000,00
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 265.000,00 265.000,00
d) Bilanzgewinn 308.747,68 114.604,40
Bilanzgewinn/Bilanzverlust des letzten Stichtags 308.747,68 114.604,40
Summe der Passiva 771.346,21 623.012,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 287,62 0,00
Ergebnis 1. - 2. 287,62 0,00
5. Provisionserträge 180.000,00 617.489,75
6. Provisionsaufwendungen 0,00 85.000,00
Ergebnis 5. - 6. 180.000,00 532.489,75
8. Sonstige betriebliche Erträge 678.568,91 478.424,64
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 595.715,85 787.109,25
a) Personalaufwand 377.213,80 610.672,75
aa) Löhne und Gehälter 361.655,68 596.043,86
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.558,12 14.628,89
b) andere Verwaltungsaufwendungen 218.502,05 176.436,50
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 400,84 819,00
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.982,01 166.853,35
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 235.757,83 56.132,79
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.604,55 0,00
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 10,00 100,00
Ergebnis 23. + 24. 41.614,55 100,00
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 114.604,40 58.571,61
Ergebnis 27. bis 28b. 308.747,68 114.604,40
Ergebnis 27. bis 29. 308.747,68 114.604,40
Ergebnis 27. bis 30. 308.747,68 114.604,40
Ergebnis 27. bis 31. 308.747,68 114.604,40
Ergebnis 27. bis 32. 308.747,68 114.604,40
34. Bilanzgewinn 308.747,68 114.604,40

sonstige Berichtsbestandteile

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HT Consulting GmbH (im Folgenden HTC GmbH) ist mit Inkrafttreten des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) zum 26. Juni 2021 ein Wertpapierinstitut gemäß § 2 Abs. 1 WpIG (vorher Finanzdienstleistungsinstitut). Die der Gesellschaft von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 20. August 2010 erteilte Erlaubnis nach § 32 KWG, zur Erbringung von Finanzdienstleistungen, gilt gemäß der Übergangsvorschrift in § 86 Abs. 1 WpIG als erteilt.

Der Jahresabschluss der HTC GmbH ist nach den allgemeinen und den spezifisch bankrechtlichen Vorschriften (§ 340 ff. HGB), den Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung und der Ausweis der Posten der Bilanz entspricht dem Formblatt 1 der RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach Formblatt 3 der RechKredV in Staffelform aufgestellt. Der Anhang wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt, unter Beachtung der Besonderheiten des § 340a HGB sowie des Abschnitts 5 der RechKredV.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Ansätze der Verbindlichkeiten erfolgen zum Erfüllungsbetrag.

Zur Abdeckung von ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und angemessenen Umfang mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.180,48 1.200,84 0,00 0,00 6.381,32
Summe Sachanlagen 5.180,48 1.200,84 0,00 0,00 6.381,32
Summe Anlagevermögen 5.180,48 1.200,84 0,00 0,00 6.381,32
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.653,48 400,84 0,00 0,00 5.054,32
Summe Sachanlagen 4.653,48 400,84 0,00 0,00 5.054,32
Summe Anlagevermögen 4.653,48 400,84 0,00 0,00 5.054,32
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.327,00 527,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.327,00 527,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.327,00 527,00

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 34.619,46 Euro beinhalten Forderungen aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuer von 1.724,11 Euro, Forderungen aus Kreditkartenabrechnung von 177,16 Euro, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 32.317,08 Euro, sowie Forderungen aus Kostenumlage gegenüber verbundenen Unternehmen von 401,11 Euro (Vorjahr gesamt: 100.084,63 Euro, davon 1.362,74 Euro Forderung aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuer, 230,00 Euro KFZ Steuerforderung, 396,67 Euro Forderung aus KFZ Leasing, 917,65 Euro Umsatzsteuerforderung 2022, sowie 97.177,57 Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 9.127,19 Euro eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und in Höhe von 25.492,27 Euro eine Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten (Vorjahr: 858,69 Euro Restlaufzeit bis zu drei Monaten, 38.808,29 Euro Restlaufzeit bis zu sechs Monaten und 60.417,65 Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10.798,37 Euro mit einer Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten (Vorjahr 58.179,90 Euro, davon 3.141,74 Euro Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und 55.038,16 Euro Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten). Besondere Sicherheiten wurden nicht vereinbart.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 28.051,47 Euro (Vorjahr 73.960,02 Euro) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17.967,65 Euro (davon 11.538,10 Euro Restlaufzeit bis zu drei Monaten und 6.429,55 Euro Restlaufzeit bis zu sechs Monaten; Vorjahr 66.346,26 Euro, davon 6.843,63 Euro Restlaufzeit bis zu drei Monaten, 59.500,00 Euro Restlaufzeit bis zu sechs Monaten, 2,63 Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr), aus Lohn-/Kirchensteuer in Höhe von 9.710,92 Euro (Restlaufzeit bis zu drei Monaten; Vorjahr 7.613,76 Euro, Restlaufzeit bis zu drei Monaten), sowie aus Umsatzsteuer 2023 in Höhe von 372,90 Euro (Restlaufzeit bis zu einem Jahr; Vorjahr 0,00 Euro).

Rückstellungen

Der Posten andere Rückstellungen in Höhe von insgesamt 67.220,00 Euro (Vorjahr 61.268,00 Euro) setzt sich zusammen aus eine sonstigen Rückstellungen für Erstellung der Finanzbuchhaltung von 540,00 Euro, für Urlaubsrückstellung von 22.600,00 Euro, sowie für Kosten der Jahresabschlusserstellung/-prüfung/-veröffentlichung von 44.080,00 Euro (Vorjahr Rückstellung für Erstellung der Finanzbuchhaltung von 510,00 Euro, Urlaubsrückstellung von 16.000,00 Euro, Rückstellungen für Kosten der Jahresabschlusserstellung/ -prüfung/-veröffentlichung und interne Revision von 44.758,00 Euro).

Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge von 180.000,00 Euro betreffen Erträge aus Personalgestellung und im Zusammenhang mit Anteilsvermittlung (Vorjahr 617.489,75 Euro).

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 678.568,91 Euro (Vorjahr 478.424,64 Euro) betreffen im Wesentlichen die Weiterberechnung von Sachkosten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 26.982,01 Euro (Vorjahr 166.853,35 Euro) enthalten ausschließlich Weiterberechnungen von Personal- und Sachkosten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" enthält in Höhe von 1.312,50 Euro Erträge aus der Anpassung einer Kostenumlage aus dem Vorjahr.

Der Posten "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" enthält in Höhe von 3.499,88 Euro die Vorjahre betreffende Aufwendungen, insbesondere zur BaFin-Umlage 2022 sowie zur Erstellung des Jahresabschlusses/der Steuererklärungen 2022.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Im Posten allgemeine Verwaltungsaufwendungen von insgesamt 595.715,85 Euro (Vorjahr 787.109,25 Euro) sind Personalaufwendungen in Höhe von 377.213,80 Euro (Vorjahr 610.672,75 Euro) sowie "andere Verwaltungsaufwendungen" in Höhe von 218.502,05 Euro (Vorjahr 176.436,50 Euro) enthalten. Die Position "andere Verwaltungsaufwendungen" beinhaltet als wesentliche Positionen Beratungsaufwand in Höhe von 56.341,43 Euro, Reisekosten in Höhe von 83.856,04 Euro, Versicherungsaufwand in Höhe von 20.866,68 Euro, sowie Kfz-Kosten in Höhe von 9.897,54 Euro. Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 3.499,88 Euro enthalten.

Ergänzende Angaben

Angaben zum Wertpapierinstitut

Das Wertpapierinstitut ist unter der Firma HT Consulting GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nr. HRB 111691 mit Sitz in Hamburg eingetragen.

Geschäftsleitung

Zu Geschäftsleitern waren im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Personen bestellt:

Herr Oliver Priggemeyer (bis 11.01.2023) Geschäftsführer

Herr Christoph Horbach Geschäftsführer

Herr Paul Philip Hillmann (ab 28.09.2023) Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsleiter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Am Abschlussstichtag bestanden keine Kredite an die Geschäftsleitung.

Liste der Gesellschafter

Das gezeichnete Kapital beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 50.000,00 Euro und wird von der HTH Hamburg Trust Holding GmbH, Berlin, gehalten.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Das Wertpapierinstitut beschäftigte im Jahresdurchschnitt einen Mitarbeiter. Dieser war Geschäftsleiter.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen und keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Jahresabschlussprüfung beträgt netto 29.680,00 Euro (Honorar zzgl. Auslagen) netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen

Das Wertpapierinstitut hat die Erlaubnis gegenüber Dritten folgende Dienstleistungen zu erbringen:

Vermittlung von Abschlüssen von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung im Sinne des 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)

Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter (Anlageberatung im Sinne des 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG)

Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung im Sinne 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG)

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem laufenden Leasingvertrag hat die Gesellschaft zum 31.12.2023 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 18.694,00 Euro (zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer) mit einer Restlaufzeit bis zu drei Jahren.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn zum Bilanzstichtag in Höhe von 308.747,68 Euro enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von 114.604,40 Euro (Vorjahr: im Bilanzgewinn enthaltener Gewinnvortrag 58.571,61 Euro).

Vorgänge von besonderer Bedeutung § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung, die über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beschließt, vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Christoph Horbach

Paul Philip Hillmann

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HT Consulting GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HT Consulting GmbH, Hamburg,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HT Consulting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 31. Mai 2024

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