Scheidt & Bachmann System Technik GmbH

Otto-Flath-Straße 4, 24109 Melsdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 15333 KI
Vorher
Schienenverkehr System Technik GmbH
Eingetragen
29.11.2013
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung und Produktion von Hardware und Software; Aufstellung, Inbetriebnahme, Endprüfung, Wartung, Diagnose und Reparatur von Systemen; Aufbau von Netzwerkkontrollsystemen, Versorgung aller dazugehöriger Dienste, inklusive Softwaredienstleistung; Durchführung von Gewährleistungs- und Servicearbeiten; Anbieten von Schulungen und Helpdesk-Leistungen; Akquisition und Werbung, Vermittlung, Beratung, Projektierung und Dokumentierung; Handel mit Produkten der Scheidt & Bachmann GmbH; oben genannte Tätigkeiten in den nachfolgenden Geschäftszweigen im In- und Ausland: Systeme für Tankstellen, Systeme für Parkhaus- und Freizeitanlagen, Systeme für Fahrgeldmanagement und Systeme für Leit- und Sicherungstechnik samt Simulationsund Ausbildungssysteme; Verrichtung von all den Geschäften, die mit den vorgenannten Arbeitsfeldern im Zusammenhang stehen oder dazu dienlich sein können, im weitesten Sinne des Wortes

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Henning
seit 5.5.2014
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Scheidt & Bachmann Signalling Systems GmbH
Germany
25.000 €
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scheidt & Bachmann System Technik GmbH

Melsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.813,00 45.608,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.522,00 221.683,00
  331.335,00 267.291,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 404.941,76 402.362,35
2. Unfertige Erzeugnisse 2.121.533,00 3.233.893,00
  2.526.474,76 3.636.255,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.610.215,59 1.852.512,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.784.629,41 4.505.986,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 87.259,08 87.264,58
  3.482.104,08 6.445.763,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.826.207,23 3.226.574,46
  9.834.786,07 13.308.593,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.744,57 73.033,45
  10.242.865,64 13.648.918,01

Passiva

   
31.12.2018
31.12.2017
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 1.320.758,29 2.541.135,72
  2.420.758,29 3.641.135,72
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 647.996,00 1.160.128,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.876.700,00 3.165.600,00
  3.524.696,00 4.325.728,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.214.954,45 4.885.432,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 434.120,98 331.772,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.266,34 65.327,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 608.069,58 399.522,30
  4.297.411,35 5.682.054,29
  10.242.865,64 13.648.918,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
2017
1. Rohergebnis 11.945.855,78 13.215.840,67
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -7.059.096,20 -6.683.650,22
b) Soziale Abgaben -1.137.371,85 -1.095.453,29
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -214.829,63 -101.997,94
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.626.743,99 -1.658.609,25
  1.907.814,11 3.676.129,97
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.472,37 1.968,88
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.658,11 -16.651,44
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -616.810,18 -1.184.527,38
8. Ergebnis nach Steuen 1.282.818,19 2.476.920,03
9. Sonstige Steuern -3.195,62 -1.493,00
10. Jahresüberschuss 1.279.622,57 2.475.427,03
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 41.135,72 65.708,69
12. Bilanzgewinn 1.320.758,29 2.541.135,72

ANHANG für das Geschäftsjahr 2018

Scheidt & Bachmann System Technik GmbH, Melsdorf

Vorbemerkungen

Unsere Gesellschaft wird beim Amtsgericht Kiel mit der Firma Scheidt & Bachmann System Technik GmbH unter der Nummer HRB 15333 geführt. Der Firmensitz ist in 24109 Melsdorf, Otto-Flath-Straße 4.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften in §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in §§ 264 ff HGB erstellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Absatz 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung ist unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens durchgeführt worden (going-concern-Prinzip).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Die Zugänge zum Anlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt sowie um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Bei den planmäßigen Abschreibungen wurde die lineare Methode angewandt. Anlagegüter von geringem Wert bis 800 € netto sind im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben worden.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der geschäftsüblichen Lagerrisiken.

Die Forderungen und liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt, soweit nicht erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigung zu berücksichtigen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % angemessen Rechnung getragen.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellkosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellkosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der Abschreibungen.

Rückstellungen sind mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag passiviert. Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen worden.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen projektbezogene Materialeinkäufe.

Die unfertigen Erzeugnisse enthalten auftragsbezogene Engineeringleistungen. Sofern aus Projekten Verluste drohen, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.785 aus Lieferungen und Leistungen und Zinsen auf Kapitalanlagen bestehen gegenüber der Scheidt & Bachmann GmbH.

Von den Forderungen haben T€ 50 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Sämtliche übrige Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Im Eigenkapital wurde der - nach Ausschüttung einer Dividende von € 2.500.000,00 - verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von € 41.135,72 aus dem Geschäftsjahr 2017 gem. Gesellschafterbeschluss vom 3. April 2018 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie alle übrigen Verbindlichkeiten, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.877 betreffen mit insgesamt T€ 2.161 Rückstellungen für Projekte. Andere wesentliche Positionen sind T€ 530 Verpflichtungen aufgrund bestehender Arbeitsverhältnisse (Urlaub, Arbeitszeitkonten, variable Gehaltsbestandteile u.a.) und die pauschale Garantierückstellung mit T€ 120. T€ 66 betreffen ausstehende Eingangsrechnungen, Jahresabschlusskosten und andere Rückstellungen für den Verwaltungsbereich.

In den übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 608 sind Steuerverbindlichkeiten von T€ 604 enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 17.400 sind Konzern-Innen-Umsätze in Höhe von T€ 3.465 enthalten.

Im Berichtszeitraum wurden keine Einzelwertberichtigungen für evtl. Rechnungskorrekturen, Skonti etc. gebildet. Der Ertrag aus der Auflösung der Pauschalwertberichtigung von T€ 3 ist in dem Posten "3. Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist durch Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 617 belastet.

Stammkapital/Gesellschafterbestand

Das Stammkapital beträgt T€ 100.

Alleingesellschafter ist die Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 zeigt folgende Zusammensetzung:

Gewinnvortrag zum 31.12.2018 41.135,72
Jahresüberschuss 2018 1.279.622,57
Bilanzgewinn zum 31.12.2018 1.320.758,29

Die Geschäftsführung schlägt vor, von dem Bilanzgewinn eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 1.000.000,00 vorzunehmen und den Restbetrag in Höhe von € 320.758,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 2018 bestanden folgende (nicht abgezinste) Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

2019
T€
2020
T€
Mietverträge 466 466
Leasingverträge 20 16
  486 482

Angabe zu verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 und Nr. 14 HGB)

Die Gesellschaft Scheidt & Bachmann System Technik GmbH wird als 100 %-ige Tochtergesellschaft der Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach, in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.

Sonstige Angaben

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

In den beiden letzten Geschäftsjahren wurden durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Geschäftsführung):

2018 2017
Angestellte 87 82

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Herr Hermann Becker, Kiel,

 

Herr Steffen Henning, Mönchengladbach.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 IV HGB wurde Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des gemäß § 8 des Gesellschaftsvertrags vom 15. April 2014 gebildeten Aufsichtsrats der Gesellschaft sind die Herren

 

Heinrich Laumen, Gangelt (Vorsitzender)

 

Uwe Brünner, Mönchengladbach

Nachtragsbericht

Nach Buchungsschluss und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben.

 

Kiel, im Februar 2019

gez. Hermann Becker, Geschäftsführer

gez. Steffen Henning, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 24. Mai 2019.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2018

Scheidt & Bachmann System Technik GmbH, Melsdorf

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2018
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.183,34 25.011,90 21.512,90 75.682,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.018,64 0,00 0,00 28.018,64
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 100.201,98 25.011,90 21.512,90 103.700,98
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 346.464,10 253.861,73 91.459,65 508.866,18
Summe Sachanlagen 346.464,10 253.861,73 91.459,65 508.866,18
Summe Anlagevermögen 446.666,08 278.873,63 112.972,55 612.567,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2018
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.177,34 40.204,90 21.512,90 50.869,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.416,64 5.602,00 0,00 28.018,64
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 54.593,98 45.806,90 21.512,90 78.887,98
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.781,10 169.022,73 91.459,65 202.344,18
Summe Sachanlagen 124.781,10 169.022,73 91.459,65 202.344,18
Summe Anlagevermögen 179.375,08 214.829,63 112.972,55 281.232,16
Buchwerte
Stand 31.12.2018
Stand 31.12.2017
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.813,00 45.608,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 24.813,00 45.608,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.522,00 221.683,00
Summe Sachanlagen 306.522,00 221.683,00
Summe Anlagevermögen 331.335,00 267.291,00

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2018

Scheidt & Bachmann System Technik GmbH, Melsdorf

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde in 2013 gegründet. Mit wirtschaftlichem Übertragungsstichtag 1. Januar 2014 wurden wesentliche Assets gem. Kaufvertrag aus Dezember 2013 von der Funkwerk AG, Kölleda und der Funkwerk Information Technologies GmbH, Kiel, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen. Die Gesellschaft wird als 100 %-ige Tochtergesellschaft der Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Wesentlicher Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von Software auf Basis von Hardwarekomponenten aus dem Bereich COTS (Commercial off-the-shelf); Aufstellung, Inbetriebnahme, Endprüfung, Wartung, Diagnose und Reparatur von Systemen, vorwiegend für die Leit- und Sicherungstechnik der Eisenbahn samt Simulations- und Ausbildungssystemen.

Ziele und Strategien

Zentrales Ziel der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH ist das kontinuierliche und profitable Wachstum in allen Produktbereichen. Wir machen uns zur Aufgabe, den Kundennutzen unserer Systemlösungen klar zu vermitteln, Neukunden zu gewinnen und zu wachsen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Quelle: Institut für Weltwirtschaft (lfW) Kiel, Konjunkturbericht Nr. 49 und 50

Die Weltkonjunktur hat im Verlauf des Jahres 2018 an Fahrt verloren und wird wie im Jahr 2017 nur noch voraussichtlich um 3,7 % wachsen. Die Prognose für die Jahre 2019 und 2020 wird auf 3,4 % nach unten korrigiert.

Risiken für die Weltkonjunktur bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte. In Europa werden die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich und nicht zuletzt ein möglicher ungeordneter Brexit wesentlichen Einfluss auf die Konjunkturentwicklung haben.

Der Aufschwung in Deutschland gerät zunehmend ins Stocken und ging im dritten Quartal 2018 erstmals seit 3 Jahren zurück. Lag das Bruttoinlandsprodukt in 2017 noch bei 2,2 % Steigerung, so werden 1,5 % für 2018 sowie 1,8 % für 2019 und 2020 erwartet.

Dem Unternehmen fällt es angesichts der aktuell noch sehr hohen Kapazitätsauslastung zusehends schwerer, ihre Produktion weiter in hohem Tempo auszuweiten. Dies wird durch einen Arbeitsmarkt mit hohem Beschäftigungsniveau und kräftig steigenden Löhnen verstärkt. Angesichts der sich insgesamt etwas eintrübenden Weltkonjunktur werden die Exporte wohl im weiteren Prognosezeitraum etwas weniger dynamisch zulegen. Die expansive Finanzpolitik im Gefolge des Koalitionsvertrags führt im Jahr 2019 zu einem merklichen Anstieg der Ausgaben und einem Rückgang des Überschusses.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Quelle: Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) PM vom 06.11.2018 und 12.11.2018

Die Bahnindustrie in Deutschland erreichte im ersten Halbjahr 2018 mit 5,4 Milliarden Euro mit einer Steigerung von 8 % erneut ein hohes Umsatzniveau. Auf den Infrastrukturbereich, zu dem die Leistungen der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH gehören, entfallen 14 %. Der Exportumsatz ist von 2,5 Mrd. Euro im 1. Halbjahr 2017 auf 2,0 Mrd. im Vergleichszeitraum 2018 gesunken. Da zunehmender Protektionismus den Exportumsatz auch in 2018 deutlich drückt, fordert der VDB ein sogenanntes Maßnahmendreieck: 1) nationale Innovationsförderung, 2) innovationsfreundlichere Vergaben sowie 3) internationales Level-Playing-Field. Die Zahl der Beschäftigten bleibt mit rund 50.000 Mitarbeiter/Innen auf Vorjahresniveau.

Am 06.11.2018 stellte Bundesminister Andreas Scheuer 44 Schienenprojekte vor, die bis 2030 vordringlich geplant und umgesetzt werden sollen. Vorgesehen ist dafür ein Budget von rund 6.350 Millionen Euro. Die Projekte waren in den vergangenen Monaten von Gutachtern in einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung nach Nutzen-Kosten-Verhältnis hochgestuft worden. Die Bundesregierung priorisiert damit die Verbesserung der Schieneninfrastruktur im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm "Schiene 4.0". Seitens der DBAG wird dies durch eine Initiative mit dem Namen "Digitale Schiene Deutschland" unterstützt.

2.3. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage 2018

Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Umsatz in Höhe von 17.400 T€ erzielt, welcher folgende Struktur aufweist:

2018 2017
TEUR % TEUR %
Umsatzerlös Inland 13.543 78 11.477 75
Umsatzerlös Ausland 3.857 22 3.752 25
Umsatzerlöse 17.400 100 15.229 100

Der Jahresüberschuss beträgt 1.280 T€.

2.4 Personal

Zum Jahresende waren 93 (Vj. 85) Mitarbeiter/innen beschäftigt. Um das zur Leistungserstellung von den Mitarbeitern benötigte Know-How sicherzustellen, wurde für die bedarfsgerechte Fortbildung der Mitarbeiter Sorge getragen. Um das altersbedingte Ausscheiden von Personal zu kompensieren, wurden neue Mitarbeiter/Innen eingestellt.

2.5 Finanz- und Vermögenslage

Bei einer Bilanzsumme von 10.243 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 13.649 T€ wird die Vermögens- und Kapitalstruktur insgesamt als stabil und solide bewertet.

Das Gesamtvermögen setzt sich aus 331 T€ (Vj. 267 T€) langfristig gebundenem Vermögen und 9.912 T€ (Vj. 13.382 T€) kurzfristig gebundenem Vermögen zusammen. Die Vorräte in Höhe von 2.526 T€ (Vj. 3.636 T€) enthalten 2.122 T€ (Vj. 3.234 T€) unfertige Leistungen durch die Anarbeitung von Aufträgen.

Im Eigenkapital wurde der - nach Ausschüttung einer Dividende von 2.500.000,00 € - verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von € 41.135,72 aus dem Geschäftsjahr 2017 gemäß Gesellschafterbeschluss vom 3. April 2018 auf neue Rechnung vorgetragen.

Das Gesamtkapital setzt sich aus 2.421 T€ (Vj. 3.641 T€) Eigenkapital und 7.822 T€ (Vj. 10.008 T€) Fremdkapital zusammen, womit die Eigenkapitalquote bei 24 % liegt. Unverändert betragen das gezeichnete Kapital 100 T€ und die Kapitalrücklage 1 Mio. €.

2.6 Investitionen

In 2018 wurden Investitionen in Höhe von 279 T€ getätigt. Es handelt sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen im Zusammenhang mit dem Standortwechsel im November 2018.

2.7 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsfaktoren liegen in Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und einem niedrigen langfristig gebundenem Vermögen.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden wesentlich durch die zuverlässige Realisierung der Kundenaufträge bestimmt. Die Systeme der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH dienen den Kunden, den eigenen Geschäftsbetrieb kosteneffizienter zu gestalten, aber auch mehr Komfort für die eigenen Kunden zu bieten. Um die konstruktive Zusammenarbeit mit den Kunden zu erreichen, sind gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter wichtig. Ein geringer Krankenstand, langjährige Betriebszugehörigkeiten und stabile Mitarbeiterzahlen sind einige wichtige Messgrößen, die im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stehen.

3. Risikobericht

Das bei der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH bestehende Risikomanagementsystem ist so ausgelegt, dass Risiken möglichst frühzeitig erkannt und identifiziert werden können. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Hierbei kommt dem Controlling eine wesentliche Bedeutung zu. Durch ein transparentes Berichtswesen werden frühzeitig Abweichungen bei wesentlichen Eckdaten erkannt, so dass notwendige Maßnahmen zeitnah eingeleitet bzw. durchgeführt werden können. Mit einer regelmäßigen Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat ist sichergestellt, dass die Entscheidungsträger umfassend über die aktuelle Unternehmensentwicklung informiert sind.

Trotz derartiger Maßnahmen können Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wesentliche Einzelrisiken werden im Folgenden beschrieben:

3.1. Projektgeschäft

Ein wesentlicher Anteil des Geschäfts der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH besteht in der Realisierung von kundenspezifischen Software-Entwicklungsprojekten, die überwiegend einmalig und als Komplettpaket zu Festpreisen angeboten werden. Potenzielle Kunden sind häufig öffentliche Auftraggeber aus dem bahn- bzw. schienengebundenen Verkehrsbereich. Die Kalkulation solcher Projekte birgt Risiken, da die Zielsysteme in den zugrundeliegenden Ausschreibungen häufig nicht hinreichend oder eindeutig spezifiziert werden. In der Praxis bedeutet dies - anders als im Produktgeschäft - dass ab Auftragsvergabe einvernehmlich mit dem Kunden für den laufenden Auftrag Abstimmungen erfolgen müssen, die unter Umständen zu Konflikten und Mehraufwand führen können, die häufig erst nach Inbetriebnahme eines Systems wirtschaftlich final gelöst werden können. Diesem Problem wird durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen:

Grundsätzlich werden Projekte während der Laufzeit so bewertet, dass künftige Geschäftsjahre nicht durch Risiken aus Umsätzen in früheren Perioden belastet werden und Erträge aus Projekten erst bei Projektende realisiert werden. Die Rückstellungen für ,nachlaufende Kosten' basieren auf den Kalkulationen der Projektleiter und bilden konkret erwartete ausstehende Projektkosten zu realisierten Umsätzen (ggfs. auch Teilumsätzen) ab.

Zusätzlich werden potenzielle Projektrisiken, die zum Stichtag nicht offenliegen und von dem Projektleiter nicht bewertet wurden, von der Geschäftsführung beurteilt und durch Rückstellungen für fehlende Selbstkosten und Projektrisiken' abgebildet.

3.2 Finanzierungssituation

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren verfügte die Gesellschaft in 2018 durchgängig über einen positiven Saldo der liquiden Mittel und damit über eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung. Zusätzlich steht der Gesellschaft ein Kreditrahmenvertrag mit dem Eigentümer zur Verfügung, der auch die Möglichkeit der Geldanlage bei Liquiditätsüberschuss vorsieht.

3.3 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus Reklamations- und Garantieansprüchen, Schadensersatzforderungen sowie Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare rechtliche Risiken werden entweder durch Versicherungen oder - soweit bereits erkennbare Verpflichtungen bestehen - in ausreichendem Maße durch Rückstellungen abgedeckt. Es können jedoch trotzdem Schäden entstehen, die nicht oder nicht ausreichend versichert sind bzw. die gebildeten Rückstellungen deutlich übersteigen. Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft durch stringente Prozessabwicklung bei gleichzeitiger Kontrolle der Qualität und Vertragskonformität aller zu erbringenden Leistungen frühzeitig entgegen.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

5. Sonstige Angaben

Die im Anhang und Lagebericht gemachten Angaben spiegeln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild wider.

6. Bericht über Forschung und Entwicklung

Das Geschäft der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH besteht im Wesentlichen in der Erstellung von kundenspezifischen Systemen und darin, vorhandene Systeme auf die spezifischen Kundenanforderungen anzupassen. Kundenauftragsunabhängige Forschung oder Entwicklung von Produkten ist bisher von geringer Bedeutung oder wird im Rahmen von Beauftragungen der Muttergesellschaft ausgeführt.

7. Prognose für das Geschäftsjahr 2019

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2019 von einer Fortsetzung der Etablierung der Gesellschaft am Markt und im Unternehmensverbund der Scheidt & Bachmann GmbH aus und erwarten daraus eine solide positive Geschäftsentwicklung mit leicht steigendem Umsatz und positivem Ertrag.

 

Kiel, im Februar 2019

gez. Hermann Becker, Geschäftsführer

gez. Steffen Henning, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Scheidt & Bachmann System Technik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scheidt & Bachmann System Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, 7. Februar 2019

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